Dienstag, Mai 31, 2011

Why I became Jewish

B"H

Ein interessanter Bericht zum Thema GIUR - KONVERSION UM JUDENTUM !


 Leider gibt es solche Videos nicht in deutscher Sprache.

Wie christliche Missionare New Yorker chassidische Gemeinden zu missionieren versuchen

B”H

Nicht nur israelische Juden oder jüdische Gemeinden in Deutschland haben so ihre Probleme mit christlichen Missionaren. Auf einen aktuellen Artikel auf meinem englischen Blog erhielt ich viele Reaktionen und die Blogleser nannten interessante Hinweise, die ich an dieser Stelle einmal weitergeben will. 

Es ist kaum zu glauben, doch gehören chassidische Stadtteile in New York, z.B. Boro Park oder Crown Heights (wo Chabad residiert), zu beliebten Versuchszentren der Missionare.

Christliche Missionarspost in Brooklyn



Chabad warnt vor christlichen Missionaren, die in Crown Heights ihr Unwesen treiben



Ein christlicher Missionar versucht Chassidim im Crown Heights / New York zum Christentum zu bekehren. Chabad schmiss ihn sofort aus der Gegend.


Christliche Missionare versuchen ihre Lektüre “jüdisch” aussehen zu lassen, mit dem Ziel, Juden in die Irre zu führen.

Juden erhalten Missionspost im Briefkasten


Montag, Mai 30, 2011

Wie christliche Missionare versuchen Israel einzunehmen





B”H

Die israelische Anti – Missions Website "Jewish Israel" veröffentlichte die aktuellen Zahlen bezüglich christlicher Missionsaktivitäten in Israel:

The current figures being thrown around by numerous Jewish, Christian, and US government sources are an estimated 20,000 "Jewish believers in jesus" and 150 congregations throughout Israel.

Außerdem nannte "Jewish Israel" seinen Lesern eine messianisch - christliche Site, welche ihre Jugend dazu aufruft, an einem Israel Trip im Juni 2011 teilzunehmen. Ich ging noch einen kleinen Schritt weiter und schaute mich einmal auf der Hauptseite dieser Site um. Gefunden habe ich dabei den Veranstaltungsplan einer früheren Israelreise im vergangenen Oktober.

Mir persönlich ist es egal, wohin die Missionare reisen; und wenn es die Hölle sein sollte. Nichtsdestotrotz liefert uns der Reiseplan vom Oktober 2010 erstaunliche Details: Demnach übernachteten die götzendienerischen Messianics im Kibbutzim Ramat Rachel (Jerusalem) sowie im Kibbutz En Gev (am See Genezareth / Kinneret). Kibbutz Ramat Rachel ist schon seit geraumer Zeit dafür bekannt, seine Gästehäuser und Vortragsräume an missionarische Christen zu vermieten.

Ferner kündigt die Missionssite professionelle Tour Guides an, welche ebenso für das israelische Freiwilligen – Armee – Programm SAR EL tätig sein sollen. Da frage ich mich doch, ob die Guides wussten, für wen sie bei den Missionarstours arbeiteten bzw. ob SAR EL über die zwielichtigen Nebenfunktionen ihrer Reiseleiter informiert ist.

Normalerweise publiziere ich auf meinen Sites keine Links zu christlichen Missionssites, doch wer einen Beweise zu den Informationen benötigt, der klicke HIER

Hier ist ein zweiter Beweis wie rücksichtslos christliche Missionare in Israel vorgehen:

"There are people who suffer from depression and insecurity. We treat them, and gently bring them to Christianity… Dear donors, we can ease the distress and lead people to Christianity."

This astounding confession, signed by two missionaries who operate in Israel, Sonya and Charles Reichenbrach, comes from an internal memo of the "Rea-Israel" cult that was sent to donors in Switzerland.

It was obtained by Yad L'Achim and is further proof that missionaries prey on the weakest sectors of society, taking advantage of distress to bring Jews to Christianity.

Die ganze Story auf YAD LE'ACHIM und in einem meiner vorherigen Artikel !

Der DA VINCI CODE im Judentum


B"H

Vor wenigen Jahren noch sorgte der Autor Dan Brown mit seinem “The Da Vinci Code” für Furore. Nicht nur das Buch wurde zum Bestseller, sondern auch der Film mit Tom Hanks schlug beim Publikum ein. Innerhalb der letzten paar Jahre aber geriet Dan Brown etwas in Vergessenheit, selbst wenn er einen Roman zum Thema “Freimaurertum” vorlegte. An seinen “Da Vinci Code” Erfolg jedoch konnte Brown damit nicht mehr anknüpfen, denn “The Lost Symbol” soll nicht mehr so schön kontrovers gewesen sein wie noch die Sache mit Da Vinci, Newton und den Templern. Auf die Freimaurer ist Dan Brown weniger losgegangen als noch auf Opus Dei. Wurde der Autor zu sehr mainstream und angepasst oder hat er genug Geld verdient und ist ganz einfach satt ? Gute und selbst spannende Bücher verlangen eine gewisse Portion an Research und Hinterfragen. Hat er dazu noch Lust oder wuselt er weiter im Geheimen ?

Nach langem sah ich mir wieder einmal die englische Filmfassung des “Da Vinci Codes” im Internet an und muss im Nachhinein zugeben, dass der Film eher ein langweiliges Plot aufweist. Gut gedacht, doch das Filmende war furchtbar. Hätte man da nicht einfallsreicher oder witziger vorgehen können als stereotyp zu bleiben und lediglich die Erwartungen des breiteren Publikums zu erfüllen ?

Vergessen wir nicht, dass der Da Vinci Code ein Hollywood Produkt ist, wo Sophie erfährt, sie sei der letzte Nachfahre des falschen Meschiach und Juden, J. Eine Herkunft aus der Dynastie des König David wird ihr angedichtet, wobei J. dieser gar nicht entstammte. 


Was aber sagt das Judentum zu Dan Brown und seinem Da Vinci Code ? 

Soviel ist sicher: Verheiratete jüdischen Vorväter sind im Judentum etwas ganz Normales und Alltägliches. 
Die Ehe ist für einen männlichen Juden ein biblisches Gebot. genau genommen die Fortpflanzung, wozu zwangsläufig die Ehe gehört. Von daher überrascht ein verheirateter J. nicht und es würde eher seltsam erscheinen, wäre er ledig und kinderlos geblieben. Kurz gesagt, das Judentum hat mit einem verheirateten Avraham, König David, Moshe, etc. keinerlei Probleme. Im Gegenteil, denn dadurch wirken die Personen menschlicher. Menschen, was sie ja auch waren.

Da das Ende des Buches sowie des Films eher unjüdisch wirkt, schlage ich folgendes jüdische Ende vor:


Sophie erfährt von ihrem jüdischen Erbe, wobei sich erst noch herausstellen muss, ob sie denn nun halachisch einwandfrei jüdisch ist. Bedeutet: War ihre Mutter eindeutig eine Jüdin ? Falls ja, warum geht sie nicht nach Israel und versucht mehr über das judentum herauszufinden ? Mein Vorschlag: Sophie schreibt sich in einer Frauenyeshiva in Jerusalem ein und kehrt zum Judentum zurück. 


Ein kleiner Schocker für so manchen, doch ein unkonventionelleres Ende als Dan Brown’s plötzliche "Majestät".

Samstag, Mai 28, 2011

Leserfrage: Dürfen Frauen aus chassidischen Kreisen Autofahren ?


 Zwei litvisch - haredische Yeshiva Studenten in Jerusalem.

Photo: Miriam Woelke

B”H

Eigentlich googelte ein Leser die Frage, ob denn die Frauen der chassidischen Gruppe Satmar Autofahren dürfen, doch will ich das Thema kurz allgemeiner fassen.

Tatsache ist, dass man wohl kaum eine Satmar Frau in Israel Autofahren sieht, in den USA hingegen schon. Wobei wir beim Thema sind, denn einige chassidische Gruppen wie Gur sehen ihre Frauen in Israel nicht gerne Autofahren, in den USA hingegen sind chassidische Gruppen teilweise offener und toleranter. In Israel gibt man sich bisweilen noch konservativer.

Allgemein kann man also nicht sagen, dass chassidischen Frauen das Autofahren untersagt ist, denn man muss hierbei den Wohnort in Betracht ziehen. Israel, USA oder England ? Außerdem ist die Art der Chassidut wichtig. Bei Chabad, z.B., denke ich, dass Frauen generell Autofahren. Bei extremen chassidischen Gruppen wie Toldot Aharon, Dushinsky, etc. ist es eher ungewöhnlich, wobei viele chassidische Familien gar kein Auto haben. 

Bei litvischen Haredim sieht die Angelegenheit wieder ganz anders aus und unzählige Frauen fahren sehr wohl Auto, wenn eines in der Familie vorhanden sein sollte.

Freitag, Mai 27, 2011

Betreibt die Yeshiva AISH HATORAH Gehirnwäsche ?


Gesehen in Jerusalem

Photo: Miriam Woelke
B”H

Eine israelische, völlig säkulere, Arbeitskollegin nervt mich in letzer Zeit, wenn sie immer wieder davon anfängt, wie einige jüdisch – orthodoxe Programme junge Juden, die vorher nichts vom Judentum wussten und nun in Programmen lernen, der Gehirnwäsche unterziehen. Vor kurzem lernte sie auch noch einen jungen Amerikaner kennen, der auf der Yeshiva von AISH HATORAH Yeshiva in Jerusalem lernt. AISH ist in der jüdischen Welt bekannt für seine weltweiten Aktivitäten. Ähnlich Chabad, doch auf der litvischen Seite und nicht etwa chassidisch.

Der Typ, den meine Kollegin kennen lernte, besucht den Anfängerkurs bei AISH in Jerusalem, weiss jedoch nie so recht, was er will und flüchtet sich regelmässig nach Tel Aviv. Wenige Tage danach kehrt er nach Jerusalem zurück.

Meine Kollegin fragte mich mehrere Male über AISH aus und ob da nicht die totale Gehirnwäsche abgehe. Man kommt als säkulerer Jude an und wird da wohl auf Haredi (ultra – orthodoxer Jude) getrimmt. 

Tatsächlich gibt es bezüglich AISH HATORAH unterschiedliche Ansichten und viele fragen sich, ob das Programme überhaupt noch den Prinzipien des mittlerweile verstorbenen Gründern, Rabbi Noach Weinberg, folgt.

Es ist nicht so, dass meine Kollegin sich AISH gegenüber der Klagemauer niemals angeschaut hat. Sie war da, besuchte ihren Bekannten und sprach mit einigen anderen Studenten. Glauben schenken will sie all den Aussagen aber nicht und das einzige, was ich ihr sagen konnte ist, dass es jedermanns eigene Entscheidung ist, dort zu lernen oder nicht. Wem es nicht gefällt, der kann jederzeit gehen. Gezwungen dort zu bleiben wird niemand.

Dennoch hat AISH auch eine andere Seite, welche Druck ausüben kann: Solange sich der Lernende im Anfängerkurs “Essentials” befindet, darf er machen was er will. Auch darf er anziehen, was er will und Rastalocken oder Jeans nerven niemanden. Tritt der Student aber in das Hauptstudium von AISH ein, wird man ihm schon sagen, dass ein schwarzer Hut, eine schwarze Hose und ein weisses Hemd von Vorteil wären. Dann nämlich beginnt der interne Druck der Kleiderordnung, aber nicht nur bei AISH findet dies statt. 
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Links:



Mittwoch, Mai 25, 2011

Die haredische (ultra - orthodoxe) Welt in dieser Woche


Lag Ba'Omer (am Sonntag dieser Woche) steht in den haredischen (ultra - orthodoxen) Schlagzeilen dieser Woche im Mittelpunkt. 

Nur 4 % des Universums sind uns bekannt

B”H

Lediglich 4 % unseres Universums sind uns bekannt; wohingegen 96 % des Universums uns Menschen völlig unbekannt sind und wohl auch bleiben. Allein 4 % des Universums bestehen aus Sternen, Planeten und Galaxien. Der Rest des Universums wird hingegen von “Energie” and “Materie”.


Wie ich einige Male zuvor beschrieb, schliessen sich Wissenschaft und Thora nicht aus. Die Wissenschaft wird daher vom orthodoxen Judentum keineswegs abgelehnt, wenn wir einmal von der Darwinschen Lehre ausgehen oder davon, dass unser Universum rein zufällig entstanden ist.

G – d erschuf das Universum, was einen BIG BANG beim Erschaffungsprozess nicht ausschliesst. Auch nicht, dass es Millionen oder Milliarden von Jahren dauerte, ehe sich die Erde nach dem Urknall abkühlte und sich allmählich Leben bildete.

Link:

Gerald Schroeder and the "Age of the Universe"

Parashat Bamidbar und Warum zu viele Menschen nach Äußerlichkeiten richten

B”H

In seinem Kommentar zur dieswöchigen Thoralesung Bamidbar zitiert der Chatam Sofer (Rabbi Moshe Schreiber, 1762 – 1839) die Midrash Rabbah, in der es heißt, dass Har Sinai (der Berg Sinai) und Har Hamoriah (der Tempelberg in Jerusalem) zwei komplette Gegenteile darstellen. Beide Berge sind weder die höchsten noch die mächtigsten dieser Welt, dennoch dienen oder dienten beide einer besonderen Aufgabe eigens für sie kreiert. Am Har Sinai erhielten die Juden von G – tt die Thora. Sobald die Juden aber weiterzogen, verlor auch der Berg Sinai seine spezielle “Heiligkeit” und wurde wieder zum ganz gewöhnlichen Berg. Der Tempelberg hingegen hat bis heute kaum etwas an seiner Heiligkeit eingebüsst; selbst dann nicht, wenn momentan kein Tempel dort steht und die Moslems zeitweilig ihre Moscheen aufgeschlagen haben.  

G – tt wählte Har Hamoriah aus, da Er eine spezielle Aufgabe für ihn vorsah. Wie wir wissen, nahm die Erschaffung des Universums von dem Punkt genannt Even HaShtiah (Foundation Stone) auf dem Tempelberg aus ihren Lauf. Adam Harishon und Eva (Chava) wurden von G – tt auf dem Tempelberg (Har Hamoriah) ausgesetzt als sie aus dem Paradies flogen. Ebenso war der Berg die Stelle, an welcher Avraham bereit war, seinen Sohn Yitzchak zu opfern und Yaakov hatte dort seinen berühmten Traum von der Leiter.

Hätte G – tt nicht einen grandioseren Berg in Israel auswählen können ? Warum nicht wenigstens den höchsten Berg ?
Tatsache ist, dass das Höchste und Mächtigste nicht immer gleich das Beste sein muss. Schauen wir doch ganz einfach auf uns Menschen. In den meisten Fällen sind die Stärksten nicht immer die Intelligentesten oder Anständigsten. Oftmals ist das genaue Gegenteil der Fall und was nützt mir ein Muskelprotz, wenn das Hirn fehlt ? Meinerseits ziehe ich intelligente Menschen vor als mich lediglich nach dem Äußeren zu richten.

Ebenso erging es Har Hamoriah. Der Tempelberg ist nicht der höchste Berg in Israel und verdient er deswegen die besondere Ehre und Aufmerksamkeit, welche G – tt ihm zukommen liess ? Was uns G – tt sagen will ist, dass alles in dieser Welt zu einem bestimmten Zweck erschaffen worden ist; und der Zweck des am meisten unbeachteten Objektes, Tieres oder auch einer Person kann sein, höhere Dimensionen zu erreichen als der größte Held dies jemals schaffen würde.

Leider gibt es heutzutage viel zu viele Leute, hierbei insbesondere Frauen, welche auf der Suche nach ihrem eigenen persönlichen Helden sind. Sobald sie den Helden ausmachen, projezieren sie sämtliche, in ihrem Unterbewusstsein gelagerten, Ideen, Wünsche und Eigenschaften in ihr Gegenüber hinein. Erzählt ein Mann einer Frau seine Heldenstories (seien sie nun wahr oder nicht), so reagieren nicht wenige Frauen positiv und fahren voll darauf ab. Hierbei besonders jene Frauen mit einem schwachem Selbstbewusstsein und nach ihrem Phantasieheldentum schmeissen sie sich an den oftmals falschen Partner heran. Dass, was die meisten Frauen zu solch einem Verhalten bewegt ist, lt. psychologischen Studien, die Angst vor der Einsamkeit.  

Ich persönlich benötige weder einen Soldaten noch einen Hollywood Helden. Eine erfolgreiche Beziehung aufzubauen und zu erhalten bedeutet Arbeit. In der Vergangenheit war ich nicht gerade immer zu dieser Arbeit bereit, doch holte meines Erachtens nach etwas mehr Bereitschaft auf.:-)

Weiterhin muss eine Beziehung auf der Realität und einem, mehr oder weniger, gemeinsamen Ziel basieren. Was nützt mit irgendso ein militärischer Dummie (viele Frauen fühlen sich naiverweise von Männern in Uniform angezogen), wenn dieser noch nicht einmal weiss, wer Einstein war ? Ich renne keinen kurzfristigen Verführungen hinterher, sondern ziehe eine ernsthafte Beziehung vor. Das ist auch der Grund, warum mich jene Frauen, welche unbedingt einen Helden in ihrem Leben brauchen, abstossen. Letztendlich erreichen sie doch nur das, was sie eigentlich vermeiden wollten: Nämlich einsam dazustehen.  

Jeder Mensch besitzt das Potential zum Helden. Uniform braucht deswegen niemand zu tragen, außer vielleicht für jene emotional gestörten Frauen, die auf so etwas stehen.
Das Wort HELD mag ich nicht und verwende es so gut wie nie. Wer unbedingt Helden sucht, der schaue sich nur in seiner Umgebung um. Für mich sind der Kranke im Hospital, die Mutter, die alles für ihr Kind gibt, der Obdachlose in der Straße, der Rabbi, der den Bedürftigen hilft, ein Behinderter oder eben ein ganz normaler Mensch Helden. Und zwar Helden des Lebens.

Montag, Mai 23, 2011

“Fehlerhafter Stammbaum” – Rabbi Yosef Chaim Sonnenfeld zur Parashat Bamidbar

B"H

Das jiddische Wort für "Enkel" lautet "Einikel.
Das jiddische Wort für "Urenkel" lautet "Uhr - einikel".


Einst beschwerte sich jemand bei Rabbi Yosef Chaim Sonnenfeld über das Phänomen der Rechtfertigung mancher Juden, die gar nichts mehr mit ihrer eigenen Religion zu tun haben, zu sagen "Wissen Sie, ich bin eigentlich der uhr - einikel von dem und dem Rabbiner".

Rabbi Yosef Chaim Sonnenfeld antwortete: "Uhr steht ebenso für "Uhr - bezüglich der Zeit". Eine Uhr aber, welche nicht imstande ist, die Zeit anzuzeigen, ist keine richtige Uhr. Eine kaputte Uhr ist keine Uhr mehr !"

Rabbi Sonnenfeld will mit seiner Aussage zum Ausdruck bringen, dass der absolut säkulere Urenkel eines Rabbiners mit dem eigentlichen Rabbiner nichts mehr gemein hat.
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Quelle:

"Rabbi Yosef Chaim Sonnenfeld on the Parasha"
Zusammengestellt von Rabbi Shlomo Zalman Sonnenfeld

Sonntag, Mai 22, 2011

Lag Ba'Omer in Tel Aviv


Lag Ba'Omer 5771 / 2011 Links


B"H

Lag Ba'Omer geht zuende, doch hier einige Photo - Links zum Geschehen von gestern und heute:



Good Morning, Meron





Lag Ba'Omer in Belz / Jerusalem

Alle Photos HIER !

Lipa Schmeltzer in Concert in Israel

B"H

Lipa Schmeltzer, ein Chassid der Chassidut Skver in New York, gab ein Konzert in Israel.

Samstag, Mai 21, 2011

LIVE aus MERON zum Lag Ba'Omer

B"H

LIVE aus Meron !

Wer dabei sein will, kann HIER klicken ! So richtig losgehen wird es nach Mitternacht.

Die Mystische Nacht: Lag Ba'Omer in Israel und das Grab des Rabbi Schimon bar Yochai

B”H

Ich bin mir nicht sicher, dass sich die Diaspora vorzustellen in der Lage ist, welchen Stellenwert der 33. Tag in der Omerzählung (heute abend + morgen / Sonntag) in Israel einnimmt. Ob jüdisch – religiös oder säkuler, im ganzen Land werden heute abend riesige Lagerfeuer gezündet. Diese Tradition geht darauf zurück, dass an Lag Ba’Omer ebenso die Yahrzeit (Todesgedenktag) des wichtigen talmudischen sowie kabbalistischen Rabbi Schimon bar Yochai ist. Um die Feuer herum wird getanzt und dies vor allem im nordisraelischen Meron, wo der Rabbi begraben liegt.

Zur Stunde machen sich Abertausende israelische Juden auf nach Meron und fast jeder chassidische Rebbe gibt dort heute nacht seinen Tisch für die Chassidim. Der kleine Ort Meron, eigentlich nu rein winziges Dorf um das Grab herum, ist restlos ausgebucht und die Besucher nächtigen in mitgebrachten Zelten. Ferner ist die nur ca. 10 km entfernte Stadt Zfat (Safed) ebenso bedingungslos ausgebucht. Nichts geht mehr und morgen werden die Straßen nach Meron völlig verstopft sein.

Aber auch in Tel Aviv, Jerusalem sowie an allen anderen Orten werden Lagerfeuer gezündet. Einschliesslich vor der Jerusalemer Klagemauer (Kotel).

HIER gibt es Photos vom Grabe des Rabbi Schimon bar Yochai !

Lag Ba'Omer in Meron & Chassidischer Tisch des Boyaner Rebben

B"H

Der Ruzhin - Boyaner Rebbe in Meron an Lag Ba'Omer 5770 / 2010

Freitag, Mai 20, 2011

Lag Ba'Omer in Meron





Jenseits unseres menschlichen Fassungsvermögens


B”H

Viele Male schon beschrieb ich in verschiedenen Artikeln, dass G – tt für Juden ein unerfassbares, unbegreifliches Wesen ist. Ein Wesen, welches wir mit unserem begrenzten menschlichen Denk – bzw. Fassungsvermögen nicht begreifen und niemals begreifen werden. Offenbar sieht G – tt es als irrelevant an und stattete uns mit einem Denkvermögen aus, welches so einiges mit einschliesst, jedoch nicht, Ihn zu begreifen.

G – tt erschuf die Welt, uns Menschen sowie überhaupt jede Form von Existenz und des Seins. Absolut nichts geschieht auf dieser Welt, ohne dass er es will. Sowohl alles Positive wie auch alles Negative. Nicht wenige Menschen aber fragen sich: Was war vor der Welterschaffung ? 

G – tt als ewiges Wesen gab es immer und wird es immer geben; bis in alle Unendlichkeiten. Wobei allein der Begriff “unendlich” für uns nicht erfassbar ist. Was ist unendlich ? "Halt immer" - aber eine genauere Definition besitzen wir nicht.

Wie war die Zeit vor der Welterschaffung ? Wo ist G – tt ? Befindet Er sich in unserem Universum oder schaut er von außerhalb auf uns hernieder ? Und wenn ja, wo befindet sich dieses “außerhalb” ? Gibt es einen Raum jenseits unseres Daseins ? Jenseits unseres Universums ? Ist das Universum irgendwo zuende und man stösst an eine Art Mauer, hinter welcher etwas ganz anderes liegt ?

Der berühmte Talmudkommentator Me’iri kommentiert, wie denn Juden all die Fragen bezüglich der Welterschaffung stellen, wenn doch eindeutig unser menschlicher Verstand begrenzt ist. Wie kann jemand davon ausgehen etwas zu entdecken oder zu verstehen, wenn das Fassungsvermögen nicht ausreicht ?

Der Maharal von Prag kommentiert, dass es ziemlich sinnlos sei, darüber zu forschen, warum G – tt den Menschen mit zwei und nicht drei oder vier Beinen erschuf. Eine Antwort darauf werden wir eh nicht erhalten, denn dazu müssten wir schon G – tt selbst interviewen. Was wir dagegen tun können ist, so der Maharal weiter, die Vorteile unseres zweibeinigen Daseins anzuerkennen.

Die haredische (ultra - orthodoxe) Welt in dieser Woche


B"H

Das orthodoxe Judentum und hierbei insbesondere die haredische (ultra - orthodoxe) Welt, bereitet sich auf das am Samstag abend beginnende Lag Ba'Omer am Grab des Rabbi Schimon bar Yochai in Meron / Nordisrael vor. Der Feiertag nimmt ein breites Spektrum in der haredischen Presse ein und 48 Stunden vor Lag Ba'Omer Beginn, hier die ersten Photos von der Stimmung:



Am Grab des Rabbi Schimon 



Alle Photos HIER !

Donnerstag, Mai 19, 2011

Virtueller Rundgang am Grab des Rabbi Schimon bar Yochai

B"H

Wer am Lag Ba'Omer (diesen Samstag abens sowie Sonntag) nicht nach Meron zum Grab des Rabbi Schimon bar Yochai kann:

Ein Leser meines englischen Blogs sandte mir diesen tollen Link zu einem virtuellen Grabrundgang zu.

Mittwoch, Mai 18, 2011

Die "Schabbat - Lag Ba'Omer - Rashbi" Kontroverse

B"H

Der Rebbe der chassidischen Gruppe Ruzhin - Boyan kündigte an, dass er plant, das am Lag Ba’Omer (33. Tag im Omer) traditionelle Feuer erst nach Mitternacht anzuzünden und nicht vorher. Weitere Rabbiner fassten denselben Entschluss, um relig. Juden davor zu bewahren, die Kontrolle zu verlieren und aus lauter Eifer die Lag Ba’Omer Vorbereitungen noch vor dem Schabbatende zu beginnen und somit den Schabbat zu brechen.

In Israel ist das Lag Ba'Omer – Fest ein extrem wichtiges Ereignis; insbesondere bei der relig. Bevölkerung. Tausende werden zum Lag Ba’Omer in Meron, am Grab des Rabbi Schimon bar Yochai (Kurzform: RASHBI) erwartet. In diesem Jahr beginnt das Fest an diesem Samstag abend, gleich nach dem Schabbatende. Samstag abend und Sonntag feiert die jüdische Welt den 33. Tag in der Omerzählung und damit auch die Yahrzeit (Todesgedenktag) des talmudischen sowie kabbalistischen Rabbiners Schimon bar Yochai. Die jüdische Mystik ist an dem Tag obenauf, doch gibt es in Israel schon seit Wochen eine heftige Kontroverse innerhalb der relig. Bevölkerung. Wann dürfen die Feierlichkeiten in Meron / Nordisrael beginnen ? Wer kommt wann nach Meron und das ja erst das offizielle Schabbatende abgewartet und nichts zum Nachteil des Schabbat überstürzt werde.

Aktuell berichtet auch noch die haredische (ultra – orthodoxe) News Site KIKAR SHABBAT , dass die israelische Regierung plane, das Grab des Rabbi Schimon zur Touristenstätte zu deklarieren. Seit einiger Zeit schon werden die Regierung mit ihrem Touristenministerium sowie der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat immer gieriger und tun alles, um ja nur noch mehr Touristen anzulocken. Sollen wir uns jetzt Tausende einfallende Christen am Grab des Rabbi Schimon bar Yochai vorstellen ? Leute, die mit dem Tanna (talmudischer Rabbiner) überhaupt nichts zu tun haben ?

Die antizionistische Dachorganisation “Edah HaCharedit” spricht ebenso eine aktuelle Warnung gegen ein geplantes “Mystik Center” der jüdischen Reformbewegung nahe des Grabes von Rabbi Schimon aus. Hierzu sei angemerkt, dass der Tanna selbst sich sicher im Grabe herumdrehen wird !

Momentan plant die israelische Regierung, unser Land in eine Art Disneyland für nichtjüdische Touristen umzufunktionieren !

Der REA - ISRAEL Kult und seine Judenmission





B”H

Es ist gewiss nichts Neues, dass in Israel lebende Holocaust – Überlebende ausgerechnet von deutschen oder deutschsprachigen christlichen Missionaren angegangen und missioniert werden. Alles unter dem Deckmäntelchen “Güte”.

Früher war es die Gaskammer, heute ist es der Versuch, jüdische Seelen zu vernichten. 


Wie das "Rea - Israel" Hilfswerk Judenmission betreibt 

Details bei der israelischen Anti - Missionsorganisation YAD LE'ACHIM:

Dienstag, Mai 17, 2011

"Das Zweite Pessach - Pessach Scheni"

B"H

Es gibt ja so Feiertage, bei denen weiss man gar nicht, dass sie existieren. Erstens sind sie nicht offiziell und zweitens eher unwichtig und nicht unbedingt im Kalender verzeichnet. 

Zur Zeit des Zweiten Tempels gab es eine ganze Reihe von Feiertagen, welche nach dessen Zerstörung im Jahre 70 nach Beginn der Zeitrechnung vollkommen in Vergessenheit gerieten. Der Talmud Traktat Schabbat 13b nennt diesbezüglich eine Schrift mit dem Namen "Megillath Ta'anit" eben zu jener Tempelzeit, welche nicht weniger als 35 weitere kleinere Feiertage auflistete.

Am morgigen Mittwoch (18. Mai) begehen wir "Pessach Scheni - Das zweite Pessach). Ursprünglich war dieser Tag dazu gedacht, Juden, die an Pessach selbst unrein waren und deswegen nicht das "Korban Pessach - Pessachopfer" opfern konnten, eine erneute Möglichkeit zu gestatten, dies nachzuholen. Wer an Pessach unrein war und am Pessach Scheni das Versäumte nicht nachholt, der begeht ein Vergehen mit Absicht und nicht unschuldig, so Rebbe Menachem Mendel Schneersohn, 1789 - 1866, der dritte Lubawitscher Rebbe im Buch "Sha'arei HaMoadim"). Weiter schrieb der Rebbe, dass Pessach Scheni von jenen Konvertiten zum Judentum genutzt werden kann, welche am ersten Pessach noch keine halachischen Juden waren und erst kurz danach konvertiert sind. Solch ein Konvertit ist zur Einhaltung des Pessach Scheni verpflichtet. Heutzutage jedoch begehen wir diesen Tag vorrangig damit, mindestens noch eine Mazzah (vom vergangenen Pessach) zu essen.

Der Rambam (Maimonides, 1135 - 1214) erklärte Pessach Scheni sogar für einen Tag, unabhängig vom ersten Pessach vor ca. vier Wochen.

Was wir daraus ersehen ?

Zum Beispiel, dass jeder im Leben eine zweite Chance erhält. Klappt etwas beim ersten Mal aus welchen Gründen auch immer nicht und man selbst ist daran unschuldig, erhalten wir von G - tt einen zweiten Versuch. Genau wie jene Juden, die aufgrund der Reinheitsgesetze zu Tempelzeiten kein Pessachopfer opfern konnten, sondern dies erste vier Wochen später taten.

Rebbe Menachem Mendel Schneersohn (der dritte Lubawitscher Rebbe) beschreibt weiter, dass Pessach Scheni eigentlich nur für diejenigen Juden Bestand hat, die am ersten Pessach kein Opfer erbrachten. Auf uns bezogen heisst dies, dass wer am ersten Pessach an keiner Seder teilnahm bzw. keine Mazza aß, jetzt abermals seine Chance erhält. Eine spezielle Seder ist nicht erforderlich und das Haus muss auch nicht nochmals "kascher le'Pessach" geputzt werden.

Das Chabad - Buch "Sha'arei HaMoadim" betrachtet das Pessach Scheni als Tag der Bereitschaft zur Teschuva (Umkehr zu G - tt). An Schavuot, in ca. drei Wochen, erhalten wir die Thora und vorher sollten wir uns auf den Grund und die Ursache unserer Existenz besinnen. Was tun wir an Pessach Scheni, um eine Tschuva hervorzurufen ? Wir lernen Thora !

Das erste Pessach findet im jüdischen Monat NISSAN und das zweite Pessach im Monat IYAR statt. Im Nissan (das erste Pessach) findet die Verbindung der oberen spirituellen Welten mit der unseren materiallen von oben nach unten statt. Beim Pessach Scheni hingegen sind wir es, die unsere Welt mit den oberen verbinden. Somit bildet das zweite Pessach eine Vervollkommnung des ersten Pessach. Zusammen bilden sie ein Ganzes.

Das Pessach - Opfer gehört allein den Juden, denn die anderen Völker waren keine Sklaven des ägyptischen Pharaos. Das Pessach - Opfer ist somit eine reine jüdische Angelegenheit (siehe Sha'arei HaMoadim zu Pessach Scheni).

Psak Rabbi Yosef Shalom Eliyashiv: "Der Fahrer muss zahlen !"

B”H

Vor wenigen Wochen erst wurde er 101 Jahre alt, doch sein Verstand ist so scharf wie eh und je: Rabbi Yosef Shalom Eliyashiv beantwortete eine Frage an ihn und da gerade diese Frage viele Autofahrer angeht, veröffentliche ich den Fall in meinem Blog.

Ein offenbar hochrangiger Anhänger des litvish – haredischen (ultra – orthodoxen) Rabbiner Yosef Shalom Eliyashiv fuhr gerade in seinem Auto als er sich entschied anzuhalten und einen Tramper mitzunehmen. Der Tramper stieg in den Wagen, verzögerte jedoch die Anlegung des Sicherheitsgurtes, obwohl der Fahrer ihn auf den Sicherheitsgurt aufmerksam gemacht hatte. Der Tramper war noch immer nicht angeschnallt als der Fahrer losfuhr, doch wollte dies gerade tun als eine Polizeistreife den Wagen anhielt. In dem Moment war der Tramper immer noch ohne Sicherheitsgurt und der Polizist mahnte den Fahrer mit 500 Schekel (ca. 100 Euro) ab. Der Fahrer wiederum wurde stocksauer und verlangte das Geld vom Tramper, der da ja schuld sei. Der Tramper jedoch winkte ab.

Beide Männer sind Anhänger von Rabbi Eliyashiv und sie kamen gleich darauf zu ihm, um ihn um Rat zu bitten. Wer muss das Bußgeld von 500 Schekel bezahlen ?

Rabbi Eliyashivs Antwort:

Das Gesetz verlangt, dass alle Fahrzeuginsassen angeschnallt sind und von daher hätte der Fahrer nicht losfahren dürfen, solange der Tramper noch nicht angeschnallt war. Weil der Fahrer nicht wartete und sein Auto unverzüglich in Bewegung setzte, ist er es, der das Bußgeld bezahlen muss.

Psak Rabbi Yosef Shalom Eliyashiv: "Wer muss die Fahrstuhlrechnung zahlen ?"

B”H

Folgender Fall wurde an die haredisch (ultra – orthodox) – litvische Rabbinerauthorität, Rabbi Yosef Shalom Eliyashiv, herangetragen:

Vier Leute standen in einem Fahrstuhl als plötzlich eine fünfte Person hinzukam und auch noch einsteigen wollte. Die Vier warnten die fünfte Person, dass der Fahrstuhl steckenbleiben könne, doch Nummer 5 wollte unbedingt noch mit. 

Der Fahrstuhl blieb tatsächlich stecken und es musste ein Reparaturdienst anrollen, um die Passagiere zu befreien.

Die Frage an Rabbi Eliyashiv lautete:

Wer von den Passagieren kommt nun eigentlich für die Reparaturkosten auf ? Die vier Passagiere, die zuerst im Fahrstuhl waren, forderten, dass Nummer 5 die vollen Kosten übernehme, denn schliesslich war alles seine schuld. Die fünfte Person dagegen wollte die Rechnung gerecht unter den fünft Passagieren aufteilen.

Rabbi Eliyashivs Antwort:

Die Person, welche auf den Knopf drückte und den Fahrstuhl in Gang setzte, muss die Rechnung des Reparaturdienstes bezahlen. Dabei sei es unerheblich, ob es Fahrgast Nummer 1, 2, 3, 4 oder 5 gewesen sei. Der Fahrstuhl blieb stecken, da ihn jemand in Gang gesetzt hatte und diese Person ist verantwortlich.

Montag, Mai 16, 2011

ACHAD HA'AM

B"H

Der "wahre" Zionismus wird für mich nicht von Theodor (Benjamin Ze’ev) Herzl repräsentiert, sondern vielmehr durch die Ideologie des ACHAD HA'AM, Asher Zvi Hirsh Ginsberg (1856 - 1927). Ein jeder stürzt sich heutzutage lediglich auf Herzl, dabei war dieser alles andere als ein großer Zionist und ganz bestimmt kein so großartiger Mensch, wie wir HIER sehen !

Der Achad Ha'Am dagegen wird der Begründer des “Kulturellen Zionismus” genannt, wohingegen Herzl den “Politischen Zionismus” repräsentiert. 

Asher Ginsberg wuchs in einem chassidischen Elternhaus auf, kritisierte aber im späteren Verlauf seines Lebens das dogmatisch erscheinende orthodoxe Judentum. Er sagte sich von ihm los, blieb jedoch zeitlebens seiner Tradition, der Orthodoxie, treu. Laut Ginsberg sollte die zionistische Bewegung sich wieder auf die HEBRÄISCHE Sprache konzentrieren. Ganz im Gegensatz zu Theodor Herzl, der da die DEUTSCHE Sprache für einen zukünftigen Staat der Juden im Visier hatte. Weiterhin wollte der Achad Ha’Am einen JÜDISCHEN Staat und nicht nur einfach so einen STAAT FÜR DIE JUDEN, wie Herzl. Judentum, die jüdische Tradition und Geschichte, all das war für Asher Ginsberg enorm wichtig. 

Der Achad Ha’Am verstarb im Jahre 1927 in Tel Aviv. Sein Grab fand ich heute auf dem berühmten Tel Aviver Trumpeldor Friedhof. Leider erlebte Asher Ginsberg die Gründung des Staates Israel im Mai 1948 nicht mehr, doch bleibt es fraglich, ob er diesen überhaupt gemocht hätte, denn bis heute ist Israel mehr ein Staat für die Juden als ein JÜDISCHER Staat.


Das Grab des Achad Ha'Am in Tel Aviv.



Hintergrund: Das Grab des Achad Ha'Am inmitten von Prominenten wie dem ersten Bürgermeister Tel Avivs, Me'ir Dizengoff, dem berühmten zionistischen Führer Chaim Arlozorov sowie dem jüdischen Dichter Chaim Nachman Bialik.

Photos: Miriam Woelke

Parashat Bechukotai - פרשת בחקותי


 Photo: Miriam Woelke

B”H

Die Thoralesung für diesen Schabbat

Wortdefinierung BECHUKOTAI: “Meine Gesetze”

אם בחקתי תלכו ואת מצותי תשמרו ועשיתם אתם

 “Wenn Ihr meinen Gesetzen folgt (im Thoratext lautet es wörtlich “Wenn Ihr in meinen Gesetzen geht”).

Der Thorakommentator Ohr HaChaim sieht im Wort “gehen” den Hinweis darauf, dass wir die Thora auch während des Gehens im Kopf haben sollten. Dieser Kommentar erinnerte mich sogleich an das “Shema Israel” – Gebet, welches die Juden ebenso dazu aufruft, G – tt stets im Hinterkopf zu haben. Laut dem Ramban Nachmanides) werden wir an dieser Thorastelle genaus so aufgefordert, G – ttes Willen immer gedanklich bei uns zu tragen.

Der erste Satz dieser Thoralesung lautet, dass wenn die Juden G – ttes Gesetzen folgen, Er ihnen genügend Regen geben wird, damit Getreide, Obst und Früchte wachsen. 

Erscheint das nicht ein wenig seltsam, wenn G – tt ausgerechnet ZUERST die Belohnung des REGENS anführt ? Sind “ein Leben in Frieden” oder dass "Juden von G – tt einen besonderen Schutz erhalten” nicht vorrangiger als Regen ? Wieso also setzte G – tt bei all den “Belohnungen” den Regen an erster Stelle ?

Der Ramban (Nachmanides) schreibt in seinem Kommentar, dass Regen zur rechten Zeit die Luft reinigt und er die Ursache für unser Wohlergehen ist. Der Regen wässert die Pflanzen und diese wiederum geben uns unsere Nahrung. Saubere Luft fördert die Gesundheit und somit hat alles seinen Vorteil fü Körper und Seele.

Ferner betrachten wir uns das allererste Wort der Parashat Bechukotai, welches da “IM – WENN” lautet. “Wenn Ihr (die Juden) meinen Gesetzen folgt, dann tue Ich (G – tt) alles Mögliche für Euch. In Bechukotai (Sefer Vayikra – Leviticus) 26:15 aber dreht G – tt den Spiess um und verkündet wieder mit dem Wort “IM – WENN”, was geschieht, wenn wir (die Juden) Seine Gesetze nicht erfüllen. Auch dazu folgt eine erneute Auflistung.

Was ich persönlich aus dem “WENN” herauslese ist der “Freie Wille”, den der Mensch hat. Ein freier Wille, den G – tt für uns Menschen erschuf und so Seine erschaffene Welt imperfekt kreierte. Wie ich an anderer Stelle häufig erwähnte, kann eine perfekte Welt lediglich perfekte Dinge enthalten. So auch nur perfekte Menschen. G – tt jedoch wollte bei der Welterschaffung sowie bei der Erschaffung des Menschen keinen Perfektionismus, sondern der Mensch wurde stattdessen mit einem freien Willen ausgestattet. Somit kann er tun, was G – tt verlangt oder auch nicht. Nichtjuden können den Sieben Noachidischen Gesetzen folgen oder nicht. Die Juden können der Thora folgen oder auch nicht. Jeder von uns hat die Wahl.

Was das Judentum jedoch von anderen Religionen weitgehend unterscheidet, ist die Tatsache, dass Juden nicht gleich bei Nichterfüllung einer Verdammung ausgesetzt sind, doch jederzeit Teschuva (Umkehr zu G – tt) begehen können. Es gibt fast immer einen Weg zurück und wer einmal gegen ein Thoragesetz verstößt, darf sich niemals aufgeben, sondern muss versuchen, weiter an sich zu arbeiten.

Der Me’am Lo’ez, Rabbi Yaakov Culi, stellt die brilliante Frage, warum G – tt uns nach all den Auflistungen nicht auch unsere Belohnung in der “Kommenden Welt” auflistete. Warum gab G – tt den Juden lediglich eine positive sowie eine negative Liste bezogen auf diese Welt und nicht die Zeit nach dem Tod oder nach der Ankunft des Meschiach ? Wäre die Folge davon nicht, dass wesentlich mehr Juden die Thora einhalten ?


Kommentar des Me'am Lo'ez

Photo: Miriam Woelke

Gleichzeitig antwortet der Me’am Lo’ez, dass die Absicht G – ttes keieneswegs darin besteht, dass wir nun nach allen möglichen G – ttesbelohnungen hinterher hetzen, nur damit wir sämtliche Pluspunkte ergattern. Einzig und allein erfüllen wir die Mitzwot, wenn, dann um G – ttes Willen auszuführen und keine Abhandlung von Geschenken zu betreiben.

Genau so verhält es sich mit den eventuellen Bestrafungen in der “Kommenden Welt”. Ein Jude soll nicht vor lauter Angst die Mitzwot ausführen, sondern seinen freien Willen nicht verlieren.

Der mittelalterliche Kabbalist, Rabbi Yitzchak Luria, fügt noch hinzu, dass jeder Jude sein eigenes Päckchen zu tragen hat und anhand dessen seine Seele perfektioniert oder auch nicht.
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Die dieswöchige Thoralesung einmal früher wie gewohnt, denn am Schabbatausgang (Samstag abend) begehen die Juden ihren Feiertag “Lag Ba’Omer – den 33. Tag des Omer” und dazu folgen in diesen Tagen noch einige Details.

"Greife nicht nach dem, was Dir nicht gehört !" - Über Christen, die sich als Juden ausgeben

B”H

“Greife nicht nach dem, was Dir nicht gehört !”, so eine Aussage im Talmud. Angeführt wird in der Gemara (rabbinische Diskussion) der Sohn des König Davids, Avshalom. Avshalom nämlich rebellierte gegen seinen Vater, um sich die Krone über das Volk Israel anzueignen, was fehlschlug. Fehlschlagen musste, denn der Talmud lehrt, dass ein Mensch nicht nach dem greifen soll, was ihm nicht zusteht. Was G – tt nicht für ihn vorsieht. Genau so erging es Korach, der da eine Rebellion gegen Moshe anzettelte und noch vor Avshalom erfahren musste, dass G – tt gewissen Handlungen Grenzen setzt. 

Immer wieder beobachte ich insbesondere bei vielen nichtjüdischen Deutschen, dass sie sich in allerlei Foren oder sogar im realen Leben als “Jude” ausgeben. Teils, um ihre christliche Missionsabsicht zu verbergen, teils aber auch, um sich einen Shoah – Komplex loszuwerden. Zu diesem Thema fiel mir spontan die Lehre aus dem Talmud ein und daher meine Ratschlag an derlei Christen, sich nicht anzueignen, was ihnen nicht gehört. Das Umfeld mag auf diverse Identitätslügen hereinfallen, G – tt jedoch nicht !

Heute: Der Lubawitscher (Chabad) Rebbe in 770

B"H

Chabad – Meshichistim (jene Anhänger der chassidischen Gruppe Chabad (Lubawitsch), welche den letzten Rebben Menachem Mendel Schneerson als Meschiach betrachten) regieren über das einstige Haus des siebten und letzten Rebben. 


770 Eastern Parkway / Brooklyn: Das ehemalige Haus des Lubawitscher Rebben. Laut Meschichisten - Theorie wird 770 einmal auf den Jerusalemer Tempelberg fliegen und so den Dritten Tempel samt Meschiach - den Lubawitscher Rebben - stellen.


Rebbe Menachem Mendel Schneerson verstarb im Juni 1994 in New York. Sein Wohnsitz befindet sich im New Yorker Stadtteil Crown Heights, Eastern Parkway 770. Das Haus wird in der Chabad – Fachsprache ausschliesslich “770” (Seven Seventy) genannt. 

Nicht alle Mitglieder von Chabad sind Meshichisten und sehen den Rebben als den Meschiach, der da aus dem Grabe aufersteht. Viele geben unumwunden zu, dass der Rebbe tot ist. Dass er jedoch die Qualitäten zum Meschiach besaß, ist dagegen fast allen Chabadnikim zu vernehmen. 


Die Meshichisten aber glauben nicht, dass Rebbe Menachem Mendel Schneerson verstarb, sondern dass er nach wie vor lebt. Dass, was im Juni 1994 lediglich geschah war, dass der Rebbe in die oberen spirituellen Welten verschwand. In anderen Worten: Er wurde unsichtbar und wird sich uns erst wieder zeigen, wenn er sich als Meschiach offenbart.

Da der Rebbe laut der Meshichisten niemals starb, weil er also nach wie vor in 770 und geht seinem gewohnten Tagesablauf nach. Nur halt unsichtbar für unsere Augen. Bis auf den heutigen Tag also tun die Meshichisten in 770 so als sei der Rebbe am Leben. Von daher öffnet man, wie zu Lebzeiten des Rebbe Menachem Mendel Schneerson, jeweils zur Gebetszeit die Tür zu seiner hasueigenen Synagoge. Zu Lebzeiten pflegte der Rebbe in das Erdgeschoss zu kommen, um zu beten. Laut der Meshichisten tut der Rebbe dies immer noch und somit erwartet ihn alltäglich eine Meshichisten – Anhängerschaft.
Das folgende Video zeigt dieses tägliche Event und wer ganz genau hinschaut, der sieht von Sekunde 10 – 12 den Rebben als Photoshop inmitten der Chassidim.