Sonntag, November 25, 2012

HAMANTASCHEN - Umzug auf WORDPRESS

B"H 

Dies ist der letzte Artikel auf HAMANTASCHEN Blogger, denn sofort ist HAMANTASCHEN auf Wordpress zu finden !!!

Der neue Blog steht noch etwas leer da, aber das wird sich mit der Zeit ändern. Momentan suche ich noch ein passendes Bild als Header und die Links sind auch noch nicht alle eingegeben. 

Dieser "alte" Hamantaschen – Blog bleibt bestehen und Ihr könnt alles weiterhin einsehen und auch kommentieren. 

Wie gesagt, ich zog zu Wordpress um, weil Blogger mir mitteilte, dass mein Photokontigent ausgeschöpft sei und ich ab sofort zahlen müssen. Ehrlich gesagt sehe bereits jetzt die Entwicklung der bisher kostenlosen Bloganbieter in Richtung ZAHLEN. 

Nicht, dass bei Wordpress eine wesentlich andere Politik herrscht, doch kann ich dort meinen kostenlosen Blog in eine Website umwandeln. Gegen Geld natürlich, doch bieten sich mir schon jetzt zusätzliche Funktionen und Möglichkeiten. 

Der aktuelle Hamantaschen – Blog ist jetzt hier zu finden: 

Donnerstag, November 22, 2012

Umzug

B"H

Mein neuer Hamantaschen – Blog bei Wordpress steht, wenn auch noch etwas holprig. Circa am Sonntag müsste alles fertig sein und dann kann umgezogen werden. Dieser Blog hier bleibt auch weiterhin bestehen, doch werde ich beide Hamantaschen verlinken. 

In den letzten zwei Wochen bin ich kaum dazu gekommen, neue detaillierte Artikel einzustellen. Als ich dann schliesslich Zeit hatte, kam der Krieg mit dem Gazastreifen und folglich war ich mehr auf Leben in Jerusalem unterwegs als irgendwo anders. Ich wollte auf Deutsch über die Lage in Israel berichten, denn die deutsche Presse gibt nur wenig her und die meisten Berichte sind einseitig pro – palästinensisch. 

Chanukkah nähert sich mit schnellen Schritten und am Abend des 8. Dezember zünden wir bereits die erste Kerze der Chanukkiah (Chanukkahleuchter). Auch hierzu stelle ich in der nächsten Woche neue Artikel in den Blog. 

Schabbat Schalom an alle Leser und in der nächsten Woche dann wahrscheinlich auf einem neuen Hamantaschen – Blog mit vielen neuen Inhalten.

Parashat Vayetze


 Im Hafen von Jaffa / Tel Aviv

Photo: Miriam Woelke

B"H

Die Thoralesung für diesen Schabbat

Die dieswöchige Thoraparasha ist nur so gespickt mit wichtigen Ereignissen und es ist kaum möglich, auf alles im Detail einzugehen. Das berühmtes und am meisten diskutierte Ereignis ist jedoch immer wieder "Yaakov's Leiter - Jacob's Ladder oder im Original - Sulam Yaakov". 

Am Ende der vorherigen Thoralesung sandte Yitzchak seinen Sohn Yaakov zu seiner Familie nach Padan (Syrien), um eine passende Ehefrau zu finden. Daheim waren sie nur von den götzendienenden Kanaanitern umgeben und Yitzchak dachte nicht daran, einen von ihnen mit seinem Sohn zu verheiraten. Auch Esav sah sehr wohl, dass sein Vater nichts mit den Kanaanitern zu tun haben wollte und um ihn nicht zu verärgern, ging er zu Ishmael und heiratete eine von dessen Töchtern (Raschi). 

Die aktuelle Thoralesung beginnt mit dem Fortgang Yaakovs aus Beer Sheva. Zu diesem Zeitpunkt war Yaakov schon 63 Jahre alt. Das Alter dürfte bei ihm eine geringere Rolle gespielt haben, denn heisst es doch im Talmud Traktat Bava Metziah 84, dass Yaakov die absolute Schönheit von Adam besaß. 

In der Thora heisst es, dass Yaakov Beer Sheva verliess und nach Haran (Syrien) ging. Schon allein dieser erste Satz der Lesung verursacht unzählige unterschiedliche Kommentare und Meinungen. Zuerst einmal heisst es "Vayetze - Er verliess Beer Sheva" und kurz darauf heisst es "er ging nach Haran". 

 Bedeutet der Satz, dass Yaakov sofort nach Haran ging und sich dort befand als er sich zum Schlafen hinlegte oder befand er sich mitten auf dem Weg ?
Die bekanntesten und weitverbreitetesten Meinungen lauten, dass Yaakov Beer Sheva verliess, dann irgendwann der Abend einbrach und er sich zur Rast entschloß. Und das nicht an irgendeinem Platz, sondern genau auf dem heutigen Tempelberg Har HaBait. Schon zur damaligen Zeit besaß der Tempelberg eine einmalige Bedeutung, denn von seinem Staub wurde der erste Mensch Adam erschaffen und später opferte an der gleichen Stelle Avraham seinen Sohn Yitzchak. Viele Kommentare lassen verlauten, dass sich auf dem Tempelberg das "Tor zum Himmel" befindet. Der berühmte Kommentator Raschi sagt, dass sich der himmlische Tempel genau über dem irdischen befindet. 

In der Chassidut sowohl als auch der Kabbalah gibt es das Konzept, dass alles Irdische seinen spirituellen Gegenpart in der "Oberen spirituellen Welt" hat. Das obere Gegenstück hält durch seine Anwesenheit das untere am Leben.
Juden warten auf den Meschiach und die Erbauung des Dritten Tempels und wie der Rambam (Maimonides) kommentierte, steht der Dritte Tempel spirituell schon im Himmel parat und braucht nur noch herunterzukommen. 

 Während Rabbi Samson Raphael Hirsch noch eine sehr rationale Meinung vertritt, sehen chassidische Kommentatoren den Wegzug Yaakovs aus seiner Heimatstadt Beer Sheva als einen Übergang zu viel höheren Leveln im Leben. Laut Rabbi Hirsch bedeutet der Auszug die Loslösung Yaakovs von der elterlichen Fürsorge und den Beginn seines eigenen unabhängigen Lebens. Der chassidische Rabbiner, Rabbi Elimelech von Lejansk, schreibt jedoch in seinem Buch "Noam Elimelech", dass Yaakovs Leben in Beer Sheva ein Level war und er durch seinen Fortzug zu einem höheren Level aufsteigt. Genau das sollte auch unser Ziel im Leben sein. Niemals sollen wir meinen, auf einer Stelle verweilen zu müssen und stattdessen sollten wir ständig nach mehr Perfektion streben. Schon die kleinste Anstrengung allein bringt uns dem Ziel näher. 

Yaakov war unterwegs und plötzlich wurde es Abend und die Sonne ging unter. Er betete sein Abendgebet (Maariv), sammelte einige Steine ein und legte sich schlafen. Und abermals sieht die Chassidut (Chassidismus) in diesen Worten versteckte Metaphern. Rabbi Naftali Zvi Horowitz von Ropschitz sieht die "Nacht" als eine Metapher für die kommende Diaspora (Galut) Yaakovs. Das "Licht G - ttes" wird in der Diaspora schwächer und von daher muß sich jeder Jude G - tt noch mehr zuwenden. Sprich, durch Gebet und heutzutage auch durch ein Leben nach der Thora. 

Yaakov sammelt Steine und legt sie unter seinen Kopf.
Hierbei ist wieder einmal auf das hebräische Original zu achten, denn als er sammelt, heisst es Steine und als er erwacht heisst es "der Stein unter seinem Kopf ". Wie ist aus den vielen Steinen plötzlich nur ein einziger Stein geworden, fragt die Gemara im Talmud Traktat Chullin 91b.

Die Midrash Rabbah sowie der Kli Yakar geben uns den Hinweis, dass es sich um 12 Steine handelte. Die genaue Anzahl von 12 stellt symbolisch die Anzahl der 12 israelitischen Stämme dar, die von Yaakov abstammen werden. Die Gemara lehrt, dass in der Nacht alle 12 Steine zu einem zusammenschmolzen. Zwölf verschiedene Stämme machen ein Ganzes aus; nämlich das jüdische Volk. 

 Und dann folgt der so berühmte Traum Yaakovs. Eine Leiter kommt vom Himmel herab. An ihrem oberen Ende steht G - tt und auf der Leite selbst steigen Engel auf, nur um danach wieder herunterzusteigen. An dieser Stelle bitte darauf achten, dass sie Engel zuerst aufsteigen und danach heruntersteigen. 

Zu diesem Traum gibt es unendlich viele Kommentare und ich beschränke mich darauf, einige der wichtigsten Meinungen wiedergeben. Der Ramban (Nachmanides), z.B., schreibt, dass der Aufstieg eine Zukunftsvision der kommenden Tempel ist. Vom Tempelberg steigen alle Gebete hinauf in den Himmel. Genauso geschah es mit dem Rauch der Opferungen beider Tempel. Allgemein heisst es, dass die Gebete der Diaspora erst nach Israel kommen, dann nach Jerusalem und dann zum Tempelberg, von dem aus sie aufsteigen. Wohingegen wir in Jerusalem eine Direktleitung zu G - tt haben, da unsere Gebete keine Umwege gehen müssen. Schon allein aus dem Grund ist es wichtig, in Israel zu leben, um einmal einen kleinen zionistischen Einwurf zu starten. 

Das kabbalistische Buch Zohar sowie die Mehrheit der Kommentatoren sehen in den auf - und niedersteigenden Engeln den Auf - bzw. Abstieg des jüdischen Volkes sowie der anderen Völker. Erfüllt das jüdische Volk G - ttes Gebote nicht, beweist die Geschichte, dass wir jedesmal bestraft wurden, indem die anderen Völker über uns herrschten. Halten wir uns jedoch an G - ttes Willen, dann stehen wir über den anderen Völkern wie, z.B., zur Zeit König Davids oder König Salomons. 

Die Chassidut andererseits sieht den Auf - u. Abstieg als den Versuch des Menschen, zu höheren Leveln im Leben aufzusteigen. Einen weiteren interessanten Aspekt vermittelt der Seher von Lublin, Rabbi Yaakov Yitzchak Horowitz. Er betrachtet den Abstieg als unsere materielle Welt und den Aufstieg als die künftige spirituelle Seelenwelt (Olam HaBah). 

In der Thora heisst es, dass G - tt am oberen Ende der Leiter im Himmel stand. Solche Sätze sind natürlich immer eine Metapher und nicht wörtlich zu nehmen, da G - tt weder Form noch Gestalt besitzt. Der Rambam (Maimonides) schrieb dazu gleich einen Kommentar in sein Buch "The Guide of the Perplexed - Der Führer der Unschlüssigen" (1:15). Die Engel seien an dieser Stelle eine Metapher für die zukünftigen jüdischen Propheten und G - ttes "Position" am Ende der Leiter drückt Seine immerwährende Anwesenheit aus.

Eine der wichtigsten Verhaltensmuster in dieser Parasha ist das Verhalten Yaakovs in der Diaspora in Haran. Auch nach all den Jahren assimilierte sich Yaakov keinesfalls. Niemals nahm er an den Schandtaten seines Schwiegervaters Lavan teil oder entfernte sich von G - tt. Da uns die Thora immer etwas lehren will, tut sie dies hier, indem sie auch uns aufzeigt, wie wir in der Diaspora leben sollten. Leider ist der Mut Yaakovs im Laufe der Jahrtausende bzw. Jahrhunderte so ziemlich verloren gegangen und immer mehr Juden meinen, sie müssen genauso sein, wie die anderen Völker auch. 

Rabbi Samson Raphael Hirsch nennt einen zusätzlichen wichtigen Punkt. Bevor sich Yaakov nach Haran aufmacht, betet er zu G - tt, dass dieser ihn mit Nahrung versorge. Dieses Verhalten zeigt uns einmal mehr, dass nichts im Leben selbstverständlich ist. G - tt ist für alles verantwortlich und der einzige, der uns alle Wünsche erfüllen kann. Und schon allein aus dem Grund sollen wir zu Ihm beten und nicht allein auf unsere Stärken vertrauen. Die nämlich sind keineswegs unendlich und noch dazu begrenzt.

Schabbat Schalom

Blogwechsel

B"H 

In der letzten Zeit hatte ich extreme Probleme mit Blogger. Insbesondere, wenn es um den Upload von Photos ging, denn eine neue Picasa Policy lautet, dass sobald der vorgegebene kostenlose Speicherplatz voll ist, der Blogger entweder zahlt oder halt keine Photos mehr in den Blog stellen kann. 

Ich habe alles versucht, doch seit heute funktionieren die Photos nicht mehr. Da ich Blogger eh für etwas veraltet halte, schaue ich mich momentan bei WORDPRESS um und werde einen Teil meiner Blogs allem Anschein nach dorthin ziehen. 

Eigentlich wollte ich sämtliche Bloginhalte von Blogger in Wordpress integrieren, was sich jedoch technisch als nicht ganz so einfach herausstellt. Weil ich auch nicht ewig rummachen will, werde ich die entsprechenden Blogger Blogs aufrecht erhalten und werde, sobald neu eingerichtet, neue Posts in Wordpress stellen. Stets mit einigen Verlinkungen. Warum sollte das nicht klappen, denn andere Blogs wechselten und verwiesen auf ihre vorherigen Blogs und Inhalte. 

Die Namen der Blogs werden sich auch auf Wordpress nicht ändern, doch wenn es letztendlich soweit ist, werde ch Euch alle Details wissen lassen.

Montag, November 19, 2012

Impressionen aus Zfat in Nordisrael










Die Synagoge der chassidischen Gruppe Zanz



Und hier das Merkmal der modernen Breslover, die so ganz und gar nichts mit den original Breslovern im ultra - orthodoxen Mea Shearim / Jerusalem gemein haben.



Photos: Miriam Woelke

Bild des Tages


Quelle: Unbekannt

Satmar und die Neturei Karta gegen Israel

B"H

Was diese verrückten Antizionisten von der Neturei Karta und der chassidischen Gruppe Satmar ignorieren: In Israel werden Juden von Hamas – Raketen verletzt und schlimmstenfalls getötet !  

Für mich sind diese Leute nichts weiter als ein paar Irre, die sich von arabischen Terroristen billig für Propagandazwecke ausnutzen lassen. 




Anstatt in New York am Times Square herumzufuhrwerken: Wie wäre es denn, einmal selbst nach Ashdod, Ashkelon, Beersheva oder Sderot zu kommen und sich vor Ort ein paar Raketen aufs Haupt werfen zu lassen



Palestinian flag



Antizionisten demonstrieren mit arabischen Terroristen

Alle Photos HIER

Warum der Jude J. kein Messias war


B"H 

Es mag sich verrückt anhören, aber gerade in Zeiten, in denen Israel einmal wieder um seine Existenz ringt, machen christliche Missionare mobil. Online und in persönlichem Auftreten geben sie sich als absolut pro – Israel, doch dabei sind sie nicht besser als all die andere Feinde unseres Landes. Ziel der Missionare ist es, dass Judentum zu zerstören und Juden zum Christenzum zu konvertieren.

Sonntag, November 18, 2012

Heute: "Massengebet an der Klagemauer"

B"H

Dieser Blog lag innerhalb der vergangenen Tage etwas brach, denn mein ganzes Augenmerk lenkte sich auf den Raketenkrieg aus Gaza, über den ich auf Leben in Jerusalem berichte. Aber Hamantaschen soll nicht zu kurz kommen und ich bereite einen Artikel zum Götzendienst in der Antike vor. Danach folgen, aufgrund des anstehenden CHANUKKAH, viele Details zum Fest.

Heute nachmittag findet an der Jerusalemer Klagemauer (Kotel) ein Massengebet für die israelischen Soldaten statt. Geleitet wird das Gebet vom sephardischen Oberrabbiner Shlomo Amar.


Freitag, November 16, 2012

Der SEFAT EMET zur Parashat TOLDOT


Photo: Miriam Woelke
B"H

Ehrlich gesagt wollte ich viel mehr zur dieswöchigen Thoralesung TOLDOT schreiben, doch dann überschlugen sich die Ereignisse. Aus dem Gazastreifen flogen allein heute mehr als Hundert Raketen auf Israel und somit gewann dieses Thema an Priorität. Besonders dann als bekannt wurde, dass in der Kleinstadt Kiryat Malachi drei Menschen bei einem Raketenangriff ums Leben kamen. Bei den Toten handelt es sich um eine Chabad (Lubawitsch) Familie, welche eigentlich nur zu Besuch war. Man war extra aus Indien angereist, wo die Familie als Chabad – Schaliach fungiert, um das erwartete Baby in Israel zur Welt zu bringen.

Das Geschehen in der Parashat Toldot wird hauptsächlich von Yitzchak, seiner Frau Rivka (Rebekka), Yaakov sowie dem bösen Bruder Esav bestimmt. Rivka sorgt dafür, dass Yitzchak dem Yaakov den Segen des Erstgeborenen gibt und nicht dem eigentlichen Erstgeborenen Esav. Rivka ahnte die Konsequenzen voraus und auch G – tt war hier mit im Spiel und sorgte passiv für den Ausgang des Geschehens. 

Der SEFAT EMET (ein ehemaliger Rebbe der chassidischen Gruppe Gur, Rabbi Yehudah Aryeh Leib Alter, 1847 - 1905) sieht immer wieder den "versteckten G - tt" in dieser Thoralesung. Nicht nur dort, sondern genau so in unserem Leben. In allem, was wir tun und was uns wiederfährt hat G – tt Seine Hände mit im Spiel. Warum wir gerade den Job nicht bekommen oder nicht in der Lage sind, uns das neueste begehrte Auto zu kaufen. 

G – tt allein weiss, was gut für uns ist und vielleicht ist der angestrebte Job gar nicht so toll für uns. Durch Seine versteckten Handlungen gibt G – tt uns vielleicht einen Hinweis darauf, dass Er die Fäden in der Hand hält. Unsere Aufgabe jedoch besteht darin, den versteckten G – tt überall ausfinding zu machen und Ihm näherzukommen. 

Der Unterschied zwischen Ihm und uns besteht darin, dass Er auf das Gesamtbild unseres Lebens schaut und wir lediglich einen kleinen Teil zu sehen vermögen. Wenn sich im laufe des Lebens alles wie ein Puzzle zusammenfügt, erkennen wir den versteckten G – tt, der uns eigentlich hat nur auf den richtigen Weg bringen wollen.

Mittwoch, November 14, 2012

Armon HaNatziv und Avraham

B"H

Der Jerusalemer Stadtteil "Armon HaNatziv" (Talpiyot - Ost) liegt etwas abgelegen; hinter der städtischen Promenade und Talpiyot. Bei den mehr als 15,000 Bewohnern gilt die Gegend als relativ günstig, denn die Mieten sind immer noch erschwinglicher als in anderen Stadtteilen.

Der Legende nach soll Avraham von Armon HaNatziv aus den Tempelberg erblickt haben als er in die Gegend kam, um Yitzchak zu opfern. Damals war der Tempelberg noch ein richtiger Berg und nicht so flach wie heute. Erst unter Herodes wurde der Tempelberg eingeebnet, damit der Zweite Tempel erbaut werden konnte.



 
An der Jerusalemer Promenade mit Blick auf die Altstadt





Genau gegenüber sehen wir diese Landschaft mit Blick auf die Wüste Judäas und Gush Etzion (die Berge von Hebron).




Etwas unterhalb im Tal sehen wir den Jerusalemer Stadtteil Armon HaNatziv.





Die vielen weissen Metallbehälter auf den Dächern dienen dem von den Solaranlagen erhitzem Wasser für die Haushalte. 

Photos: Miriam Woelke

Rosh Chodesh KISLEV - Beginn des jüd. Monat KISLEV

B"H


Heute abend und morgen (Donnerstag) feiern wir "schon wieder" den Beginn eines neuen jüdischen Monat. Der Monat KISLEV.  

Ein neuer Monat stellt jedesmal aufs Neue auch für uns persönlich einen Neubeginn in unserem Leben dar, was uns gleichzeitig immer wieder motiviert, alles besser machen zu wollen. 

Fast am Ende des Kislev beginnt das Chanukkah - Fest und in Jerusalem essen wir schon seit jetzt die traditionellen Sufganiot (Krapfen, Berliner), welche uns bewußt machen, dass Chanukkah vor der Tür steht. Suganiot mit allen erdenklichen Füllungen; von der einfachen Marmelade über die Karamelcreme bis hin zum Eierlikör. Alles ist zu haben.



Die traditionellen Chanukkah - Sufganiot (Krapfen) 

Photo: Miriam Woelke



Kislev ist der Monat der "Sicherheit" und des "Vertrauens in G – tt". Die kämpfenden Chashmonaim (Hasmonäer) gegen die griechische Besatzung gaben niemals ihr G – ttvertrauen auf und besiegten so den götzenanbetenden Feind. Gleichzeitig ist Kislev aber auch der Monat des "Schlafes", welcher von Kabbalisten als passives G – ttvertrauen bezeichnet wird. G – tt wird immer über Israel wachen.


Aus dem kabbalistischen Buch "Sefer Yetzira – The Book of Creation" geht hervor, dass jeder jüdische Monat einen bestimmten Buchstaben, einer Farbe, einem israelitischen Stamm, einem menschlichen Sinn sowie eines Organes symbolisiert.


Das chassidische Buch "Bnei Yissachar" verfügt über eine Reihe genialer Insights zum Kislev. Hier eines davon:

Laut Kabbalisten und Chassidim handelt es sich bei dem Licht an Chanukkah um jenes Licht, welches das erste von G – tt geschaffene Licht nach der Welterschaffung (Or HaGanuz) symbolisiert. Dieses Or HaGanuz wurde nach Beendigung des Erschaffungsprozesses von G – tt verborgen und bis heute können wir es nur anhand des Thorastudiums zum Scheinen bringen. An Chanukkah jedoch ist es offensichtlich.


Freuen wir uns auf den neuen Monat Kislev und das baldige Chanukkah – Fest. Der Abend des 8. Dezember ist der erste Tag des Chanukkah - Festes.


Die Farbe des Kislev ist blau – violet.
Der Buchstabe ist das SAMECH ס . Die Form des Samech ist ein Kreis, der für die Allgegenwärtigkeit G – ttes steht.
Das Sternzeichen des Kislev ist der Schütze.
Der israelitische Stamm ist Benjamin.
Der menschliche Sinn ist der Schlaf. Wenn jemand das absolute G – ttvertrauen besitzt, dann hat er positive Zukunftsträume, was sich gleichzeitig auch an seiner positiven Lebenseinstellung im Alltag zeigt.
Das menschliche Organ ist der Bauch, der ebenso eine Verbindung zum Schlaf darstellt.

Chodesh Tov – Einen guten, gesunden und erfolgreichen Monat KISLEV an alle Leser !

Montag, November 12, 2012

Der TANZ der CHABAD SCHLUCHIM

B"H

Sämtliche Abgesandte (Schluchim) der chassidischen Gruppe Chabad (Lubawitsch) trafen sich dieser Tage in Crown Heights / New York zu ihrem alljährlichen SCHLUCHIM MEETING. Hunderte Abgesandte, die in aller Herren Länder CHABAD HÄUSER ERRICHTETEN. 

 Hier seht Ihr den gestrigen Tanz der Schluchim ! 




Mehr Details HERE !

Bild des Tages


Buchempfehlung: RABBI ARYEH LEVIN

B"H

Seit 15 Jahren lebe ich in Jerusalem (von einigen kurzen Unterbrechungen einmal abgesehen), doch zu meiner Schande muss ich eingestehen, dass ich es immer wieder verpasste, über eine der größten Persönlichkeiten der Stadt zu schreiben. Obwohl der Angesprochene sich gewiss nicht als Persönlichkeit empfinden würde. Die Rede ist von Rabbi Aryeh Levin, welcher im Jerusalemer Stadtteil Nachlaot lebte und lehrte. Trotzdem Rabbi Aryeh bereits im Jahr 1969 verstarb, bleibt er bis heute unvergessen. Insbesondere seine vielen Besuche von Etzel, Irgun und Lechi Gefangenen im einstigen britischen Militärgefängnis der Stadt. Ein Rabbiner, den wir heute schmerzlich vermissen.

Wer mehr über Rabbi Aryeh Levin wissen möchte, hier meine Buchempfehlung:



A ZADDIK (Gerechter) IN OUR TIME von Simcha Raz

Erhältlich über FELDHEIM oder in der Jerusalemer Buchhandlung Pomeranz für 120 Schekel (ca. 24 Euro).

Photo: Miriam Woelke

Sonntag, November 11, 2012

Noahs Arche in Hongkong

B"H

Aus irgendeinem Grund machen sich Christen daran, ausgerechnet die Arche des Noach (Noah) zu finden und ich frage mich, warum. Erstens glaube ich kaum, dass die Arche noch irgendwo existiert, sondern längst verrottet ist. Zweitens wäre ein Auffinden der Arche absolut keine direkte Sensation, denn was würde dies bringen ? Nichts. Die Arche diente einem bestimmten Zweck, den sie erfüllte und damit hat sich der Fall eigentlich erledigt. 

Bis heute allerdings scheinen Noach und seine Arche eine besondere Anziehungskraft auszustrahlen, denn es gibt sogar Hollywood Movies. Eine Tatsache, die jedoch fast immer falsch dargestellt wird, erweist sic him Falle "Hongkong" als durchaus realistisch: Die Arche glich keinem Schiff, sondern sah wie ein rechteckiger Kasten aus. 

In Hongkong machte man aus der Arche gleich einen ganzen Freizeitpark. Garantiert lebte Noach nicht so komfortable, aber eine witzige Idee ist es allemal ! 



Links:

Die hohe Lebenserwartung im Buch Bereschit (Genesis)

Wo sind die Skelette der Toten von Noachs Flut ?

In der Nähe des Grabes von Rabbi Yitzchak Luria



B"H 

Das Video nahm ich nahe dem Grab des berühmten mittelalterlichen Kabbalisten, Rabbi Yitzchak Luria (Kurzname: ARI) auf. Rabbi Luria (1534 -1572) lebte insgesamt nur ein Jahr in Zfat bevor er starb, doch in der kurzen Zeit wurde er zum Nachfolger des berühmten Kabbalisten, Rabbi Moshe Cordovero, ausersehen. Rabbi Cordovero, der, u.a., einen grandiosen Kommentar zum kabbalistischen Buch ZOHAR verfasst (den Kommentar OR YAKAR), verstarb nur wenige Tage, nachdem sich Rabbi Luria in Zfat niedergelassen hatte. 

Außerdem im Video: Die Umgebung des antiken Friedhofs von Zfat mit den gegenüberliegenden Bergen von Meron, wo der talmudische Rabbiner Schimon bar Yochai beerdigt liegt.

Ferner sehen wir die Metalltribünen um das Grab des ARI, welche es den Cohanim (Tempelpriestern und Nachkommen Aharons) ermöglichen, den Friedhof zu besuchen. Laut der jüdischen Halacha ist es Cohanim untersagt, mit Unreinheiten in Berührung zu kommen und Tote sind darin mitenthalten. Um jedoch den Cohanim den Besuch eines Friedhofes zu ermöglichen, finden wir vielerseits derlei Metallgestelle auf jüd. Friedhöfen. Somit betreten die Cohanim nicht den Boden des Friedhofs und werden nicht unrein. Teilweise dienen die Metallpfade auch als Wegetrennung von Mann und Frau. Dies allerdings nur bei grossen Besucherandrang. Als ich Ende Oktober dieses Video aufnahm, konnte ich mich auf dem Friedhof durchaus frei bewegen.

Leider werden aufgrund der Metallgestelle andere Gräber verdeckt, was mich persönlich etwas stört.

Live - Schaltung zu den Chabad - Schluchim nach New York


B"H

Dieser Tage treffen sich die Chabad – Schluchim (Repräsentanten) aus aller Herren Länder zu ihrem jährlichen Kongress in Crown Heights / New York. 


Wer Lust hat, der kann in ca. sieben Stunden die SCHLUCHIM GALA live mitverfolgen:

http://www.jerusalemchabad.org/multimedia/live_cdo/aid/221818/jewish/Conference-of-Chabad-Lubavitch-Emissaries.htm

Samstag, November 10, 2012

Urban Legend: Von "Schlangenmenschen" und "Meerjungfrauen"

B"H

Aus verschiedenartigen Gründen heraus wird die Öffentlichkeit immer wieder neugierig, wenn die Rede auf "entstellte Menschen" oder "Naturkatastrophen" fällt. Manche Leute werden von derlei Themen wie ein Magnet angezogen. Kein Wunder also, dass viele Fälscher auf Youtube unterwegs sind und mit gefakten Videos aufwarten, um auf diese Weise Hits auf ihre Websites zu ziehen. 

Zum Beispiel handelt es sich bei diesem video um einen kompletten Fake und hier ist mein Comment dazu auf Youtube:
It is an obvious computer fake. Furthermore, it is biologically impossible that a being "half man half animal" could exist. According to medical aspects, this is just impossible but people are attracted by the idea and others know how to exploit that kind of curiosity, as you can see in the video.
Bis zur Generation des Noach (Noah) war es in der Tat möglich, dass, wenn Menschen mit Tieren Sex hatten, die weiblichen Menschen schwanger werden konnten. Der Grund dafür war ein anderer menschlicher DNA, welcher erst nach der Flut von G – tt verändert worden war. Wie wir im Talmud Sanhedrin 108 ff. nachlesen können, unterhielten die Menschen zu Zeiten des Noachs Sex mit Tieren und dementsprechend wurden recht eigenartige Kreaturen geboren. Ich mag mir lieber gar nicht erst vorstellen, was damals so alles herumlief und ich selber sehe darin den eigentlichen Grund, warum G – tt die Flut stattfinden liess. Nämlich, weil Seine Erschaffung auf dem besten Wege war, in einer Katastrophe zu enden.

Seit der Flut besitzt die Menschheit eine wesentlich anderen DNA und es ist demnach biologisch unmöglich, sich mit einem Tier fortzupflanzen. Demnach existieren auch keine Schlangenmenschen oder Meerjungfrauen. Allgemein sind derlei "Erscheinungen" medizinisch unmöglich, was jedoch die Neugier der Menschen nicht abhält. 

Links:

Meerjungfrauen

Halb Mensch, halb Tier

Donnerstag, November 08, 2012

Was lehrt uns die Thoralesung CHAYE SARAH ?


Gesehen in Jerusalem

Photo: Miriam Woelke

B"H

Jede Thoralesung hat ja so ihre Mitzwot (Gesetze). Zum Beispiel ging es in LECH LECHA vor zwei Wochen um die Beschneidung (Brit Milah) oder in Bereschit vor einigen Wochen gab G – tt das Gebot der Fortpflanzung (welches in der Regel im Judentum in erster Linie auf den Mann zutrifft, doch weniger auf die Frau). 

Die dieswöchige Thoralesung CHAYE SARAH enthält zwar keine direkten Thoragesetze, dennoch will sie uns etwas ganz Bestimmtes lehren: Nämlich, dass wir Toten Respekt zollen sollen. Darüber hinaus müssen wir in die Zukunft schauen und planen. 

Avraham gibt uns in CHAYE SARAH das beste Beispiel: Er kaufte eine Grabstätte für Sarah, sich selbst und seine Nachkommen. Gleichzeitig liess er seinen Bediensteten Eliezer nach einer passenden Frau für Sohn Yitzchak suchen.

Bild des Tages


Chassidischer Hut auf dem Regal

Gesehen in Zfat / Nordisrael

Photo: Miriam Woelke

Parashat CHAYE SARAH - פרשת חיי שרה


Im Stadtteil Nachlaot / Jerusalem

Photo: Miriam Woelke 

B"H 

Die Thoraparasha für diesen Schabbat

Tausende Juden werden diesen Schabbat in der Stadt Hebron verbringen, denn gleich zu Beginn der Thoraparasha "Chaye Sarah" geht es um den Tod Sarahs, der Frau Avrahams. Viele Kommentare (unter anderem der des "Ohr HaChaim") besagen, dass Sarah in dem Moment verstarb, in welchem sie erfuhr, dass ihr Gatte sich aufgemacht hatte, um den geliebten Sohn Yitzchak zu opfern. Obwohl dies nicht geschah, sondern nur ein Test G - ttes an Avraham war, sah Sarah schwarz und bekam einen Schock, der sie letztenendes tötete. 

Avraham war zutiefst erschüttert und weitere Kommentare sehen in ihm den Verfasser von "Eschet Chayil". Bei "Eschet Chayil" handelt es sich um ein Lied, welches wir an jedem Freitag abend nach dem "Schalom Aleichem" und vor dem Kiddusch (Segnung des Weines) singen. In ihm gedenken wir der immens wichtigen Rolle der Hausfrau und Mutter. 

Avraham und Sarah waren stets Fremde im Lande Kanaan geblieben, denn sie passten sich den Gepflogenheiten der Einheimischen nicht an. Die Kanaaniter waren alles andere als ein angenehmes Volk. Unter anderem behielten sie den Kopf verstorbener Verwandten und stellten ihn sich ins Wohnzimmer. 

Um Sarah zu begraben, wollte Avraham Land kaufen; eine Höhle, die heutige "Ma'arat HaMachpelah in Hebron" und ein wenig Land darum. Eine Begräbnisstätte für Sarah war ihm ungemein wichtig. Er scheute keine Mühen und Kosten und machte sich auf zu Ephron und dessen Hittiter - Volk. Die Hittiter waren ein kanaanitischer Stamm. Canaan, ein Nachfahre Hams des Sohn Noachs, gebar Zidon und Chet. "Bnei Chet - Söhne von Chet", so werden die Hittiter in der Thora genannt. 

Obwohl Ephron auf freundlich und fürsorgend machte, zog er Avraham dennoch über den Tisch. Vierhundert Schekel verlangte er für die Machpelah und das Land drumherum. Ein Wucherpreis zur damaligen Zeit. Avraham aber vermied jedes Feilschen, denn er befand sich in Trauer und er zahlte lieber, um seine Ruhe zu haben. 

Ist es nicht ein Irrwitz, dass Avraham die Ma'arat HaMachpelah in Hebron KAUFTE ? Zeugen waren die "Bnei Chet" und wenn wir dies heute sagen, so werden wir Juden als Rassisten abgestempelt. Dabei erstand Avraham das Land rechtmässig von den Hittitern und selbst die wären heute buff, wenn da irgendwelche Palästinenser daherkommen und das Gebiet für sich beanspruchen. Avraham kaufte seiner Frau Sarah ein Grab und Hagar, die Mutter Ischmaels, hat damit nichts zu tun. Sie und ihre Kinder waren nie mit einbezogen, wie wir am Ende der Parasha sehen werden ! 

Der Ramban (Nachmanides) sieht in dem Landkauf einen Hinweis darauf, wie wichtig es für einen Juden ist, in Israel begraben zu werden. Ferner lehrt uns der Talmud Traktat Ketubot 110, dass Diasporajuden so anzusehen sind als hätten sie keinen G - tt. Wobei hiermit gemeint ist, dass die in der Diaspora lebenden Juden anfälliger für die Religionen und Bräuche andere Völker sind. 

Avraham entschloss sich, für seinen Sohn Yitzchak eine passende Frau zu suchen. Der war immerhin schon vierzig Jahre alt und sollte endlich unter die Haube. Eine Caaniterin sollte es jedenfalls nicht sein, sondern eine g - ttesfürchtige Frau. Die Frage ist nur: Wo soll man die hernehmen, wenn man doch inmitten einem götzendienerischen Volk nimmt ? 

Deswegen entsandte Avraham seinen Diener Eliezer zu den Verwandten. Sein Bruder Nachor hatte einen Sohn namens Betuel und der wiederum hatte einen Sohn namens Lavan und eine Tochter namens Rivka (Rebekka). Jemand aus der Verwandtschaft sollte auserkoren werden, Yitzchak zu ehelichen, denn immerhin kennt man sich in der Familie und es geht weniger schief. Obwohl Rivka innerhalb einer götzendienerischen Familie aufwuchs, so erkannte sie G - tt als alleinigen Schöpfer an und war auch sonst nicht so mies drauf, wir ihr Vater oder ihr Bruder. 

Eliezer kommt in das Land von Avrahams Vorfahren und trifft an einem Brunnen die Rivka. Das gesamte Kapitel 24 nennt unzählige Male den "Kad - Wasserkrug), mit dem Rivka die Kamele Eliezers tränkt. Im Hebräischen wird "Kad" mit Chaf und Daled buchstabiert. Beide Buchstaben ergeben zusammen die Zahl 24 und das Kapitel in Genesis (Bereschit) ist ebenso 24.

Details zum Treffen zwischen Rivka (Rebekka) und Yitzchak.
Warum Rivka hier ihre Haare bedeckte:
Nach dem Tode Sarahs lässt uns die Thora wissen, dass Avraham sich eine zweite Ehefrau namens "Keturah" nahm. Laut der jüdischen Tradition handelte es sich dabei eigentlich um Hagar, welche eine ägyptische Prinzessin war. 

Warum aber heiratete Avraham keine andere Frau aus seiner Familie ? Bei Yitzchak entsandte er noch eifrig den Eliezer und er selbst heiratete eine Frau aus einem anderen Volk ? 

Der Ramban (Nachmanides) kommentiert, dass Avraham keine Frau suchte, deren Kinder später ein Vorvater des jüdischen Volkes werden sollten. Diese Rolle war nur Yitzchak zugedacht und Avraham konnte dementsprechende heiraten, wen er wollte.
Mit Keturah gebar er noch weitere Söhne, die er jedoch alle in den Fernen Osten entsandte, denn Yitzchak allein sollte das Erbe annehmen. Manche kommentieren heute, dass einige fernöstliche Völker ab und an jüdische Bräuche haben, von denen keiner mehr sagen kann, woher diese stammen. Anscheinend stammen sie aber von jenen Kindern, die Avraham fortsandte. 

Am Ende der Parasha erfahren wir vom Tode Avrahams im Alter von 175 Jahren. Ischmael kommt zur Beerdigung und begeht Teschuva (Umkehr zu G - tt).

Schabbat Schalom an alle Leser !

Schabbat CHAYE SARAH in Hebron

B"H

Am diesem Schabbat lesen wir in den Synagogen die Thoralesung "CHAYE SARAH", in welcher Sarah, die Frau des Avraham, stirbt. Begraben liegt sie zusammen mit Avraham und ihren Nachfahren Yitzchak und Rivka (Rebekka) sowie Ya'akov und Leah in der Ma’arat HaMachpelah in Hebron. Einer ehemaligen Höhle, auf welcher viele Jahre später Herodes (Hordos) ein riesiges Gebäude bauen liess.




Wer die Machpelah in Hebron besucht, der sieht nicht die Originalgräber. Diese nämlich befinden viele Meter unterhalb der heutigen Besucherräume. 

Weitere Infos HIER !


In jedem Jahr versammeln sich zur Parashat CHAYE SARAH Tausende Juden in und vor der Machpelah, um dieser großen Vormutter Sarah zu gedenken.

Hoffentlich werden die diesjährigen Besucher nicht allzu nass, denn am Schabbat bahnt sich Regen an !


Vortrag zum Gedenken an die Reichskristallnacht



On the 5th of November 2012 the Jewish Heritage Center at the Lauder Business School invited Dr. Alen Rosen to speak about "Kristallnacht", the "Night of Broken Glass", in the Ohel Avraham Synagogue in Vienna, Austria. 

After introducing the historical background of this shocking event, Dr. Rosen moved on to speak about the significance attributed to the Jewish and the Gregorian dates of this tragedy (15th of MarCheshvan/9th and 10th of November). 

In conclusion he opened the floor for questions from the students which led to discussions about our present day situation, how to deal with Shoah education and many more interesting topics. 

The students of Lauder Business School would like to thank Dr. Rosen again for joining us and sharing his thoughts and feelings with us.

Mittwoch, November 07, 2012

Aus dem Buch KUZARI: "Absicht und Handlung"

B"H 

Einmal in der Woche nehme ich an einem Online Unterricht teil. Das Thema ist das Buch DER KUZARI und der unterrichtende Rabbiner ist Rabbi Chaim Eisen. Ursprünglich aus New York, doch in Jerusalem lebend. 

Wer von Euch über ausreichende Englischkenntnisse verfügt und Lust hat, kann sich ebenso kostenlos einschreiben und teilnehmen. HIER eintragen. Umsonst und ohne Spam !

Rabbi Eisen selbst kenne ich seit einigen Jahren persönlich, denn ich nehme an einem weiteren Schiur (relig. Vortrag) von ihm teil. Ebenfalls einmal pro Woche, aber nicht online, sondern live bei der ORTHODOX UNION in Jerusalem.

Bei seinem letzten Vortrag zum SEFER HA’KUZARI sprach der Rabbi über die Intension (Absicht, Vorsatz) und die nachfolgende Handlung.

Vorsätze (die Absicht) ist wichtig, aber nicht genug. Das, was zählt, ist die ernsthafte Handlung.

Das Judentum ist eine Religion der HANDLUNG. An G – tt glauben allein reicht nicht, denn schliesslich gab G – tt uns in der Thora Seinen Willen kund und demnach sind Juden verpflichtet, gewisse Gebote zu erfüllen (Koscher, Schabbat, Beschneidung, Feiertage, usw.) Nicht zu vergessen die Wichtigkeit der zwischenmenschlichen Beziehungen. Wenn wir also handeln, so ist die vorherige Absicht enorm wichtig, denn sich einfach so hinstellen und handeln ist zwar nicht falsch, befindet sich jedoch in einem unteren Level. Beim Ausführen der Thoragesetze benötigen wir zuerst die Absicht, doch die Handlung muss ebenso konzentriert wie ernsthaft erfolgen


Rabbi Eisen nannte uns das Beispiel eines Yeshiva Studenten (Schüler einer relig. Schule), der abends seine Wecker stellt, um pünktlich zum Morgengebet Schacharit geweckt zu werden, doch in dem Moment als der Wecker klingelte, er diesen an die Wand warf und weiterschlief.

Die Frage ist: WIE EIGENTLICH SCHAUT EINE GUTE ABSICHT AUS ? Meiner Meinung nach kommt es hierbei auf den Individualfall sowie auf den Level eines Jeden an. Es gibt Zeiten, in denen die Absicht des Einzelnen höher sein könnte, denn er besitzt ein hohes Potenzial, welches er jedoch in dem Moment nicht ausnutzt.

Rabbi Eisen listete uns ein paar Personen aus dem Alten Testament (Thora, Propheten, Schriften) auf, deren Absichten durchaus positiv waren, doch die nachfolgende Handlung sich als völig falsch erwies. Da wäre zum einen der tragische Tod von Nadav und Avihu (den Söhnen Aharons), deren Absicht, Kräuter (Ketoret) zu verbrennen, absolut gutwillig gemeint war. Offenbar waren beide Brüder von all den Geschehnissen um sie herum überwältigt und sie wollten G – tt danken. Dennoch verstiessen sie damit gegen die Regeln G – ttes, denn dieser hatte Moshe und Aharon beauftragt, dass die Ketoret nur zu bestimmten Zeiten geopfert werden darf und nicht einfach so zwischendurch.

Ein weiteres Beispiel finden wir im EGEL (Goldened Kalb). Viele Juden schlossen sich der Tat mit dem Goldenen Kalb an, teilweise jedoch au seiner guten Absicht heraus, denn sie meinten, dass dies ein guter Weg sei, G – tt anzubeten. Sie sahen nicht das Kalb allein, sondern stand immer noch G – tt für sie im Vordergrund. Eine Handlung, die sich als fatal erwies.

Ein drittes Beispiel finden wir im DIVRE’I HA’YAMIM (Chroniken II), 26:16 – 23: 

König Uzziyahu (Uzziah), der sehr viel Positives erreicht hatte, beschloss, G – tt zu danken, indem er Ihm eine Ketoret (verbrannte Kräuter und Gewürze) darbrachte. Und das auf dem Altar (Mizbeach) des Tempels. Diese Aufgabe aber ist den Tempelpriestern (Cohanim) vorbehalten und niemandem sonst. Tut es dennoch jemand außer einem Cohen, unterliegt er einer g – ttlichen Bestrafung. 

Obwohl die Tempelpriester Uzziyahu warnten, die Ketoret nicht selbst zu verbrennen, liess sich der König von seinem Vorhaben nicht abbringen. Er wollte G – tt unbedingt danken, komme, was wolle. Und es kam: G – tt strafte Uzziyahu mit Za’arat (Aussatz) auf dessen Stirn. Das traurige Ergebnis war, dass Uzziyahu nicht mehr direkt in Jerusalem bleiben konnte, sondern ins Lager der Aussätzigen zog. Sohn Yotam wurde sein Nachfolger.
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1. Der biblische Aussatz war, medizinisch betrachtet, nicht jener, den wir heute kennen, sondern eine spezielle, uns unbekannte Art des Aussatzes. 

2. Laut der Thora darf ein Jude, versehen mit einem biblischen Aussatz, nicht in der Mitte anderer Juden leben, sondern nur fernab. Wir sehen dies, u.a., bei der Miriam als sie mit Aussatz versehen wurde und außerhalb des Lagers der Israeliten leben musste.  

Den "Messias" an der Tür


Photo: Miriam Woelke

B"H

Am vergangenen Freitag, mitten im Schabbateinkauf auf dem Jerusalemer Machane Yehudah Markt, drückte mir ein Chabadnik zwei Schabbatkerzen in die Hand. Nichts Ungewöhnliches, denn überall verteilt Chabad (die Lubawitscher Chassidim) vor Schabbateinbruch Kerzen. 

Der letzte Rebbe, Menachem Mendel Schneerson, legte fest, dass jeder Jude Schabbatkerzen anzünden solle, um so eine Mitzwah (Gebot) zu erfüllen, um einen Platz in der KOMMENDEN WELT zu erhalten. 

Außerdem überreichte mir der Chabadnik ein Poster des Rebben. Ich solle es man ja daheim aufhängen. Zuhause dann sah ich, dass das Poster von einem Meschichisten ausgegeben wurde, denn am unteren Rand befindet sich eine entsprechende Aufschrift. Zuerst wollte ich sie abschneiden, doch aus Gag liess ich sie dran. 

Und so hängt das Poster jetzt bei mir an der Tür.

Dienstag, November 06, 2012

Wird Dein Enkel noch Jude sein ?


Klickt bitte HIER, um die Skizze im Großformat zu sehen !


Wenn Juden Nichtjuden heiraten (Intermarriage), so gehen dem Judentum mit hoher Wahrscheinlichkeit die nachfolgenden Generationen verloren, denn fast immer setzt sich der nichtjüdische Partner bei der Kindererziehung durch.

Aber nicht nur dann verliert das Judentum seine Mitglieder. Wenn wir uns die Skizze anschauen, stellen wir fest, dass, sobald einst orthodoxe Juden vom Weg der Halachot abkommen und sich dem Reformjudentum zuwenden, die nachfolgenden Generationen meinen, Nichtjuden heiraten zu können oder sich anderweitig vom Judentum abwenden.

Bei orthodoxen Juden hingegen ist die Quote der Aussteiger immer noch gering und die Heirat mit Nichtjuden tendiert dem Nullpunkt entgegen.
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Eines sei klarzustellen: 

ORTHODOXER JUDE zu sein bedeutet nicht, Haredi (ultra – orthodoxer Jude) zu sein. Nicht irgendwie fanatisch, sondern ganz normal, indem man, u.a., den Schabbat einhält, koscher ißt, in die Mikweh (Ritualbad) geht. Im Englischen wird dies als OBSERVANT ausgedrückt. 


Links:

Warum Juden keine Nichtjuden heiraten sollen

Warum es problematisch ist, einen Nichtjuden zu heiraten