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Samstag, Februar 26, 2011

Dürfen Thoralehren anonym veröffentlicht werden ?

B”H

Unmengen von Blogs veröffentlichen ihre Thoralehren anonym und hierbei beziehe ich mich auf zumeist englischsprachige orthodoxe Juden. Schon der Talmud (in diesem Fall der Traktat BECHOROT 31b) stellte die Frage, ob Thoralehren anonym veröffentlicht werden dürfen.

Die Gemara (rabbinische Diskussionen) verweist auf Rabbi Sheshes, der sich aufregte, dass ein Besucher seiner Vorträge nicht darauf hinwies, dass die Lehren ursprünglich von seinem Lehrer Rabbi Sheshes stammen. Die Gemara erklärt, dass Rabbi Sheshes wollte, dass sein Name genannt wird, wenn seine Lehren weitergegeben werden. Wenn Rabbi Yochanan lehrte, so erwähnte er stets die Quelle der Thoraauslegungen, die er weitergab. Beispiel: “Im Namen von Rabbi Schimon bar Yochai” etc. Es besteht eine Meinung, dass wenn der Name eines weisen Thoraschülers im Zusammenhang mit seinen Lehren erwähnt wird, wird die Situation so betrachtet als habe der selbst schon verstorbene weise Thoraschüler seine Auslegung selbst gesagt. In dem bestimmten Moment. Diesem Prinzip folgend sollte ein weiser Thoraschüler seine Thoratexte nicht anonym veröffentlichen, um dieses S’chut (Verdienst, Anerkennung) nicht zu verlieren.

Eine anders lautende Meinung hierzu lautet, dass jemand JA seine Lehren anonym veröffentlichen kann, denn G – tt kennt den Autor und gibt diesem seinen zustehenden Verdienst (Anerkennung).

Rabbi Sheshes jedoch regte sich deswegen auf, da er seine weitergegebenen Lehren gefährdet sah, nicht genügend anerkannt zu wissen. Hätte sein Schüler die Lehren im Namen von Rabbi Sheshes wiedergegeben, dann wären die Zuhörer beeindruckt gewesen und hätten die Lehren selbstverständlich als Authorität verstanden.
Rabbi Israel Me’ir Kagan veröffentlichte sein berühmtes Werk “Chafetz Chaim” anonym und G – tt lässt Ihm dennoch seine verdiente Anerkennung zukommen.

Dienstag, Dezember 01, 2009

Franz Rosenzweig


Judaism is not the acceptance of a doctrine, of a religion and its rituals. It is the experience of a pre-existent reality, which has its ultimate basis in Israel's "being with the Father", in the election of Israel. There may be times when this reality is obscured by the manifold and colorful reality of the nations among whom the Jew lives. But even hidden, it remains real and mysteriously active, and there may come a time when the blessed gift, the heavy burden of its confirmation, is bestowed upon those born into it.
Weiter HIER !


B"H

Im Forum der Chadrei HaCharedim fand ich heute zwei alte und vielleicht sogar seltenere Bilder von Franz Rosenzweig, 1887 - 1929.






Sieben Jahre lang war Franz Rosenzweig gelähmt, kommunizierte aber auf außergewöhnliche Art mit seiner Frau Edith Hahn, die seine Gedanken zu Papier brachte.


Link:

Rosenzweigs Buch "Der Stern der Erlösung - The Star of Redemption" ONLINE:

http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/310/pdf/derstern.pdf

Sonntag, August 16, 2009

Rabbi Nissim von Gerona

Seite aus dem Talmud Traktat Berachot (Segen)

B"H

Freie Übersetzung aus dem englischen Wikipedia

Rabbi Nissim ben Reuven, 1320 - 1380, von Gerona, Katalonien, war ein einflussreicher Talmudgelehrter als auch eine halachische Authorität. Er war einer der letzten großen spanischen Talmudgelehrten des Mittelalters.


Im Judentum werden großen Rabbiner oftmals nach ihren literarischen Veröffentlichungen wie nach diversen Namensakürzungen benannt. Rabbeinu Nissim wird in der talmudischen Fachsprache kurz "der RAN" genannt.
RAN = Abkürzung "Rabbeinu Nissim".


Der RAN wurde einst im katalonischen Barcelona geboren. Er war Physiker und besass ebenso Kenntnisse in der Astronomie. Sein Lehrer ist unbekannt. In seiner Werken jedoch verweist er auf einen "Rabbi Peretz" als Lehrer, doch wird allgemein vermutet, Rabbeinu Nissim habe bei seinem Vater, Reuven ben Nissim, gelernt. Bei dem RAN handelte es sich seinerzeit die größte halachische Authorität und aus aller Herren Länder sandten jüdische Gemeinden Fragen an ihn. Seine engsten Schüler waren der RIVASH (Rabbi Yitzchak ben Sheshet) sowie der Philosoph Chasdai Crescas.

Rabbeinu Nissim war kein Freund der Kabbalah und des Mysthischen und kritisierte den Ramban (Nachmanides), er täte der Mysthik zuviel Zeit widmen.

Sein bekannntestes Werk ist ein Kommentar zu Rabbi Alfassi's "Hilchot. Rabbi Alfassi war ebenso ein großer Talmudist, der bis heute unter dem Namen RIF bekannt geblieben ist.

Der RAN kommentierte ebenso den Talmud selbst, jedoch sind nur einige dieser Schriften erhalten geblieben.