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Samstag, Januar 21, 2012

"Ich bin Jude"

B"H 

Ein grossartiges Video, dass jeder Jude, welcher der englischen Sprache mächtig ist, anschauen sollte . Ob man das Video mag oder nicht, der Monologinhalt stattet den Zuhörer mit einem unbeschreiblichen Boost eigener jüdischer Identität aus. 

Montag, Januar 16, 2012

Darf ein Jude nichtjüdische Freunde haben ?

B”H 

Darf ein Jude nichtjüdische Freunde haben ? 

In der Diaspora klingt diese Frage wahrscheinlich mehr als skurril und allzu Liberale kommen jetzt sicherlich wieder mit der “Rassismus – Keule” daher: 

“Was, wie, Juden sind etwas Besonderes und über allen anderen erhaben ?” 

Bei jüdisch - religiösen Familien in Israel kommt diese Frage weniger auf, denn normalerweise haben eben jene Kinder keine nichtjüdischen Freunde und sehnen sich auch nicht danach. Im Alltag stossen sie kaum auf Nichtjuden und wenn, dann nicht im näheren direkten Umkreis. Man ist in der jüdischen Welt, sprich Kindergarten, Familie oder Schule, eingebunden und dort befinden sich keine Nichtjuden. 

Die Thora selbst lehrt, dass ein Jude sich nicht zu sehr an Nichtjuden hängen soll. Wer mit Nichtjuden zusammensitzt, der ißt oder trinkt nicht selten und das wiederum kann zu unkoscheren Speisen führen. Beispiel: Ein Jude ißt daheim bei seinen nichtjüdischen Freunden. 

Koscheres Essen beinhaltet nicht nur koschere Zutaten, sondern in der Regel sollte ein Jude ebenso den Herd zur Einleitung Kochprozess anstellen. Falls er das nicht tut, so muss ein Jude zumindest einmal das kochende Essen umrühren. Hinzu kommt, dass das Geschirr koscher sein muss und dies ist im Hause eines Nichtjuden ebenso wenig gegeben. 

Ferner lehrt die Thora, dass Juden G – ttes Volk sind und nicht zu freundlich mit anderen Völkern werden sollen. Dies wieder in Bezug auf die von Juden einzuhaltenden Halachot und Aufgaben im Leben. Ja, Juden sind verpflichtet, andere Völker zu achten, fair mit ihnen umzugehen und sich an Vereinbarungen halten, doch zu eng sollte der Kontakt nicht werden. 

Ich kann zu dem Thema einiges aus dem Nähkästchen meines Privatlebens plaudern: Zu meiner Zeit in Deutschland erlebte ich es immer wieder, dass selbst enge nichtjüdische Freunde super Freunde waren. Sie achteten auf meine Religion und es gab selten dumme Sprüche. Weder von Freunden noch so richtig von Arbeitskollegen. Alles ging gut, aber immer wieder kommt ein ganz bestimmter Punkt im Leben, wo sie anhand ihrer Bemerkungen nicht mehr meine Freunde sind oder sein können. Klar, sind wir nach wie vor befreundet, doch weiss ich, woran ich bin und damit ist die Freundschaft weniger intensiv. 

Der Punkt, von dem ich sprach, kann zu unterschiedlichen Zeiten und Gesprächsthemen auftauchen. Öfters erlebte ich es, dass nichtjüdische Freunde protestierten, wenn es darum ging, dass Juden keine Nichtjuden heiraten dürfen (laut der Thora). Mag sein, dass sich meine Freunde in dem Moment zurückgesetzt fühlten. Als Rechtfertigung kann ich hierzu sagen, dass G – tt für Juden sowie Nichtjuden unterschiedliche Aufgaben im Leben vorsah. Wäre Er der Meinung gewesen, alle seien gleich, dann hätte Er ergo keine Juden und Nichtjuden erschaffen, sondern nur eine einzige Art von Mensch. 

Ein weiterer Streitpunkt mag der Holocaust sein und dass ja nicht alle Deutschen schuld waren. Aber ich will mich hier nicht unbedingt festlegen, denn jeder Jude dürfte sich schon einmal in solch einer Situation wiedergefunden haben. Wenn er plötzlich merkt, wo er eigentlich hingehört und das die nichtjüdischen Freunde ihm keine jüdischen ersetzen. Die Kabbalah erklärt dies mit den gemeinsamen Verbindungen der jüdischen Seele. 

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich habe nichtjüdische Freunde, aber eine so intensive Beziehung wie mit jüdischen Freunden besteht nicht. Auch, weil die Gemeinsamkeiten nicht vorhanden sind. Sprich: Schabbaterlebnisse, etc.

Mittwoch, November 23, 2011

Die größte Bedrohung des jüdischen Volkes

B”H 

Wie wahr ! Unsere heimische linke Presse hetzt fast tagtäglich gegen religiöse Juden im Land und macht Stimmung. Dabei ist Israels größte Bedrohung nicht der Iran, sondern dass zu viele Juden ihr Judentum aufgeben. In unserem eigenen Land zermürben wir uns selbst und meinen, Assimilation an die Völker sei die Lösung der heutigen Moderne. Das Gegenteil ist der Fall und was wir brauchen, ist eine Rückbesinnung auf das Judentum. Nicht, dass jeder plötzlich super fromm wird, aber dass er sich auf seine Identität und Geschichte besinnt.

Freitag, November 04, 2011

Parashat LECH LECHA - פרשת לך לך




B"H

Die Thoralesung für diesen Schabbat


Vor ein paar Tagen sandte mir ein Chabadnik die Thora Parashat LECH LECHA des Lubawitscher Rebben zu und obwohl ich sonst so gut wie nie Thoralesungen und deren Kommentare direkt übernehme, entschloß ich mich, es diesmal doch zu tun. Der Grund ist ganz einfach: Die Ausführungen zu LECH LECHA könnten nicht besser definiert sein. Nicht nur, dass Avraham den G – ttesauftrag erhielt, loszuziehen in ein fremdes Land; nein, Avraham sollte auch sich selbst finden. Nicht im modernen Sinne von heute, sondern eine Selbstfindung, welche eine Verbindung zu G – tt aufbaut. Der Lubawitscher Rebbe schreibt, dass LECH LECHA ebenso ausdrückt, dass Juden ihre eigene Identität finden sollen. Eine Identität im Judentum, der sie sich bewusst sein sollen.



Finding Oneself 

The Parsha begins[1] "And HaShem said to Avram, go for yourself from your land, from your birthplace and from the house of your father to the land that I will show you." Whole libraries have been written about this first verse. Briefly however, let us learn that all Jews are being commanded:[2] 

1) To go to ourselves (to find our own real destiny) 

2) From our land from our birthplace (from the initial apparent limitations of our spiritual geography) 

3) From the house of our father (to find personal maturity in real freedom) 

4) To the land which HaShem will show us (to a state of fulfillment and happiness which will be the result of growth and achievement). 

The above posuk is a command. This is the path we must take. Furthermore,[3] this command (and therefore mitzvah), was the first mitzvah that Avram received from HaShem. Being directly from HaShem, it was the first moment in history when a human being received the status of being a Jew. 

We will see soon, that understanding the celestial genetic DNA of Am Yisrael is dependent on scrutiny of the Avos. Before doing so however, we need to understand some aspects of being a Jew. These are difficult concepts to discuss today when one is discouraged from noticing any differences between people, as he/she will be labelled a "racist". We are even expected to pretend there is no difference between men and women. Any line of demarcation is deemed racist or bigoted. 

In fact much muddled thinking exists here. The ugliness of bigotry and prejudice relates either to denying a group an opportunity available to others, or giving a group an opportunity unavailable to others. Clearly this is unfair and should excite our indignation.  Men for example, remain different from women. Let us agree they should be equal; let us agree one side should not be harmed by the other; let us agree that each deserves to realize their potential and fulfillment without prejudice or bigotry. Nevertheless men remain different from women physically, psychologically and spiritually.  

So too, Jew and Gentile. Neither group is to be discriminated against. Nevertheless Jew remains different from Gentile. 


In The Ladder Up (Building Block No. 6) it was explained that Jews have a neshamah. This is the functional difference between Jews and non-Jews. There is no Jew alive, no matter how he denies his Judaism, who has not felt an affinity for another Jew which he cannot explain. On board a ship, in a hotel, on an airplane, Jew will acknowledge Jew. People imagine this to be an emotional need for mutual recognition. Not so. What is being expressed is the spiritual need of neshamah recognizing neshamah. 

We can describe the neshamah. It is explained in Tanya that the neshamah is a part of HaShem enclothed in the nefesh (soul) of a Jew. This is the specific difference between Jews and non-Jews. Jews have a neshamah, Gentiles do not. The difference is manifested in two main ways: 

The first allows a Jew to reach a level of emunah, a level of faith, a relationship with HaShem, which is described in Chassidus as the level of Reiya (Sight). For a gentile, the highest level of emunah achievable is that which Chassidus describes as Shemiah (Hearing). 

What is the difference? If one sees an incident, the seer can have no doubt about it. Experiencing something visually makes for certainty. If on the other hand, a person experiences something orally, then there is only a presumption of a reality. 

A gentile may have a highly developed level of emunah, but this level of emunah is formed by, and founded on, his intellect. A gentile understands that there is a Force in the world, and if his intellect is sophisticated, he understands that that Force is for good. His perception of that Force however, is the perception analogous with hearing. Although presumed to be there based on his reason, his cognizance can never be totally certain. 

A Jew on the other hand, interacts with HaShem and this interaction is based on nothing. He may not know how to learn, he may have meager intellect, he may not have ever heard of the Big Bang Theory or Evolution; a Jew simply knows that as he walks down the street, he is in the company of the Almighty. He talks to G-d, does deals with G-d. This interaction is at the level analogous to sight in that his certainty is absolute. 

Indeed for some, this is in fact a problem. Some Jews have so deep a private dialogue with HaShem they imagine this excuses their transgressions. HaShem understands them totally. He is mindful therefore of their failings and understands. This certainty of HaShem's knowledge and sympathy is ironically confused with the mistake of a lack of responsibility. "HaShem knows I am a good Jew in my heart". The very mistake however is the best and most concrete proof of a Jew's emunah being beyond intellect and reason. 

The second way the difference is manifested, is that a Jew has mesirus nefesh (self-sacrifice for G-dliness).[4] Now gentiles too exhibit self-sacrifice, witness Japanese kamikaze pilots. The difference is that, when a non-Jew exhibits mesirus nefesh, it is for the purpose of the completion of his own being. A properly educated ship's captain of upstanding background bravely stands on the bridge of his ship as it sinks. Why? Because, according to his training, this is the completion of his being as a ship's captain. Mesirus nefesh can be the culmination of life, whether as ship's captain or as kamikaze pilot. 

A Jew has mesirus nefesh for HaShem which is irrelevant to the completion of his being. Jews have been gassed by the Nazis and burned in Spain. They have been slaughtered by the sword in the Crusades and tortured by imprisonment in Russia. Yet steadfastly Jews have refused to change their religion and their allegiance to G-d. 

The wash of Jewish blood has not only come from the highly educated. Without knowing how to learn or pray, this allegiance is the cornerstone of a Jew's existence. Russians freed from Russia, seek a Bris at 40 years of age, without knowing why. When pressed, he reasons that he is a Jew. What does that mean? He is not sure, but his mesirus nefesh is absolute to HaShem and has nothing to do with personal fulfillment. 

These, therefore, are the identifying marks of the neshamah; that the neshamah has on the one hand a level of emunah with HaShem which is not based on reason and on the other hand an ability for self-sacrifice to HaShem which is not based on any consideration of personal fulfillment. 

The first verse of the Parsha describes these qualities in the first Jew's relationship to HaShem. The commands therein cannot be realized then by Avram, or now by us, without a level of emunah analogous to sight beyond intellect and without mesirus nefesh beyond the need for personal completion and fulfillment. 

Elsewhere, the Lubavitcher Rebbe explains[5] that this first command to Avram is actually the description of a process; a process for Am Yisrael and a process for every Jew individually. HaShem is telling Avram to go in a specific direction. Spiritually there are two possible directions. Milmaaleh lematah (from above to below) or Milmatah lemaaleh (from below to above.) Both directions are necessary for a Jew. To make a dwelling place for HaShem in this world, which is a Jew's purpose in life according to the Midrash, requires a descent - that of a neshamah into a body. On the other hand the whole purpose of that descent of the neshamah into the body is so that there should be a subsequent ascent. A Jewish neshamah is being commanded to be involved in the process of this movement from above to below and separately from below to above in the manner we will learn together in subsequent Parashios. 

Avram is being commanded to descend to the lowest level, the level of "land", "The land I will show you." There will be revealed something new. What is the something new? An ultimate elevation, ascent. The first stage is the command to go from above to below a descent for a purpose of an ascent. The word Lech Lecha is a repetition. There are no unnecessary repetitions in Torah. The second limb of the mitzvah is a command for ascent. At a simple level, Avram lived in the house of his father, Terach, who was an idol manufacturer. He was commanded to go from this house, a place of impurity and degradation to a land which HaShem will show him. 

What is that land? Eretz Canaan, (Eretz Yisrael) is a code in Torah, for the level of spirituality in a Jew's life. Every Jew has an Eretz Yisrael. That part of his life which is spiritual is Eretz Yisrael for a Jew. (To one of his Chassidim who wanted to leave Russia and move to Eretz Yisroel, the Tzemach Tzedek responded: "Make Eretz Yisroel HERE".) 

The deeper meaning of the posuk therefore is, that every Jew has a capacity to leave a temporarily insignificant position and to go to a land that HaShem will show him. This is a journey to dizzying heights. Know, however, that this journey is a function of effort. 

The scenario therefore being laid out for every Jew in this week, enables him to recognize his difference. Recognize that he can, and must, leave his present position and by sheer effort cause HaShem to show him his real land; the land of the relationship between a Jew and his G-d. 

Notes: 

1. Bereishis, Chapter 12. 

2. See Likkutei Sichos, Vol. I, pp. 17-18. 

3. For the following see Noisim BeYahadus, Rabbi Yoel Kahan (compiled from articles in Kfar Chabad), pgs. 56-58. 

4. Likkutei Sichos, Vol. X, pp. 73-78. 

5. For the following see Likkutei Sichos, Vol. XX, pgs. 295-300.

Donnerstag, Juni 02, 2011

Mittwoch, Januar 19, 2011

Vom Juden zum Christen, zum Moslem und zurück zum Juden

B"H

Der israelische Soldat KOREY BRONSON wurde als Jude geboren, wurde aber als Christ erzogen, konvertierte zum Islam und fand jetzt seinen Weg zurück ins Judentum.



Montag, August 16, 2010

Seelenreflektierung

B"H

Vor ca. vierzehn Jahren nahm ich am "Discovery Programme" der litvisch - haredischen (ultra - orthodoxen) Yeshiva "Aish HaTorah" teil. Das Seminar dauerte 1,5 Tage und beinhaltete Vorträge zum Thema "Gibt es einen G - tt ?"
Eine immens wichtige Frage in jüdisch - orthodoxen Seminaren aufgebaut für säkulere Juden oder jene, die sich entschlossen haben, relig. zu werden.
Gegen Ende versammelten sich alle Teilnehmer sitzend in einem Kreis und jeder teilte seine Gefühle mit: Was hat das Seminar dem einzelnen gebracht ? 
Danach wurden wir aufgefordert, einen Brief an uns selbst zu schreiben, welchen Aish ein oder zwei Jahre später an uns sendet. Dann können wir unsere damaligen Gefühle mit unserem heutigen Leben vergleichen und sehen, wie wir unsere Erfahrungen genutzt bzw. nicht genutzt haben.

Obwohl ich nicht mehr genau weiss, was in meinem Brief an mich selbst stand erinnere ich mich dennoch, wie geschockt ich war den Inhalt zu lesen. Genauso erging es mir wieder am letzten Schabbat beim Schabbat Programm des Chabad Hostels "Ascent" in Safed (Nordisrael).

Circa zur gleichen Zeit vor vierzehn Jahren als ich am Aish Programme teilnahm, begann ich bei Chabad (den Lubawitschern) meine ersten Schritte in den Chassidismus. Wobei Chabad an sich hier eher egal ist, denn es hätte jede andere chassidische Gruppe sein können.
Als ich damals die ersten Schritte unternahm, hatte ich bestimmte Vorstellungen von meiner Zukunft. Eine Zeit darauf verliess ich die chassidische Welt, kehrte zurück, ging, kam zurück …
Eine Kette von Verwirrungen, die sich bis heute fortsetzt.

Zwischenzeitlich hatte ich meine Prinzipien beiseite gelegt, lernte neue, andere, Leute kennen und mein Leben änderte sich. Sobald ich jedoch dem Schiur (relig. Vortrag) von Rabbi Shaul Leiter lauschte, kamen urplötzlich all die "alten" Erinnerungen und Lebensvorstellungen wieder auf. Ich fand mich wieder mit der stillen Frage
"Was ist jetzt eigentlich aus mir geworden ?"
Wie ein Spiegel der eigenen Seele aus der Vergangenheit, die nach wie vor präsent ist. Nichts ist Vergangenheit, sondern Bestandteil der Seele und des eigentlichen Daseins. Plötzlich fand ich mich wieder und was nun ? Natürlich werde ich mein Leben um einiges verändern und versuchen, an gewisse Dingen anzuknüpfen. Keine übertriebenen Umschwünge, doch das Leben um einige Grade drehen. Der Monat Elul vor dem Rosh HaShana scheint dazu eh die beste Gelegenheit zu sein !

Montag, Juli 19, 2010

The Inner Mystery of Judaism

B"H

Aus dem Buch OROT (LICHTER) von Rabbi Avraham Yitzchak HaCohen Kook (erster Oberrabbiner Israels, verstorben im Jahre 1936):

The Gentiles defiled revealed Judaism by their touch; they touched the holy oils and rendered them impure. The stones of the holy altar were made unfit. However, the inner mysteries (of Judaism) that are hidden and sealed from foreign touch retained their sanctity - but only the most soulful inwardness, for the (outer) expressions of the mysteries were already desecrated by intruders. This inwardness, which is the soul of the supernal soul, is fixed in the characteristic soul of Israel, and never moves thence, as long as the connection to the totality of the nation and its character lives in its midst, as long as it desires at all the well - being and success of the Israelite nation. Though it does not know to call by the Name and enunciate its mysteries, and even if it errs in its deeds and opinions - its inside is the holy of holies.


Besonders in Jerusalem ist der Tisha be'Av ein nicht wegzudenkender Trauertag. Ein trauriges Geschehnis der Geschichte, welches die Juden dennoch daran erinnert, wer sie sind und was ihr Ziel sein sollte: Der Dritte Jerusalemer Tempel und Meschiach.

Man nahm den Juden die Tempel, doch das innere Wesen der jüdischen Seele nimmt uns niemand !

"Zom Kal - Ein leichtes Fasten !"

Mittwoch, Juni 16, 2010

Identitätsfindungen

B"H

Es gibt Momente im Leben, da fallen sämtliche Antworten zum eigenen Dasein vollends auf einen hernieder. Erst sucht man ewig herum, um passende Antworten bezüglich sich selbst zu finden; 

eigentlich ist einem ja klar, was, wo und warum, aber irgendwie wird gezögert oder / und gezweifelt. Dann auf einmal wird alles im Bruchteil einer Sekunde glasklar. So erging es mir einmal als ich vor vierzehn Jahren das "Discovery Program" bei der Jerusalemer Yeshiva "Aish HaTorah" mitmachte. In dem 1,5 Tage langen Seminar beweist AISH dem Teilnehmer, dass es einen G - tt gibt, dieser die Welt erschuf, sie beherrscht und alles, was die jüdische Identität beinhaltet. Man geht aus dem Seminar ohne JEDEN Zweifel, dass es einen G - tt gibt. Punkt !

Gestern abend kam es wieder, das Gefühl des "Boom". Wie beschrieben, geisterte ich zwischen einem Peter - Maffay - Konzert und dem Jerusalemer Lichtfestival hin und her und irgendwo da drinnen fand ich meinen Weg zur Klagemauer (Kotel). Seit dem letzten Yom Kippur im Oktober vergangenen Jahres war ich nicht mehr dort gewesen.

Die Altstadt war vollgepackt mit Leuten, welche die Lichterattraktionen aufsuchten und mit Eventplan herumliefen, um auch ja die richtige Route zu finden. Plan hin oder her, an der Kotel herrschen andere Gesetze und ein jeder hält erst einmal inne. Hunderte Juden beteten gerade Maariv (das Abendgebet) und auf der Frauenseite lief eine Gruppe der haredischen (ultra - orthodoxen) Mädchenschule Beit Yaakov auf und nieder. Entweder schnatterten die Mädels oder sie beteten innig.

Alles war perfekt: Die Atmosphäre, das warme Wetter, die Brise, der Sonnenuntergang. Man wollte gar nicht mehr weg. Und hier war es dann auch, wo ich erneut die Antwort fand, wo ich eigentlich hingehöre. Nicht zu deutschen Peter Maffay Konzertlern, sondern in die Mitte der jüdischen Tradition bzw. Religion. Die Erkenntnis fand ihren Höhepunkt selbst dann als vom Tempelberg die Lautsprecher kreischend "Allah Akbar" verkündeten.

Dienstag, Juni 08, 2010

Der Antisemitismus machte uns zu Juden

B"H

Theodor Herzl sagte einst, dass der Antisemitismus aus uns Juden mache !
Wie wir jedoch alle wissen, fand das offizielle Judentum mit der Gabe der Thora an die Juden in der Wüste seine Deklaration. Man mag zu Herzls Aussage stehen wie man will, ein Quentchen Wahrheit beinhaltet sie sicherlich. Schauen wir als Beispiel einmal zurück ins Mittelalter, wo die Juden unter ihren lieben christlichen aber auch moslemischen Mitmenschen litten. Aufgrunddessen assimilierten sie sich wenig und eine Ehe mit einem Nichtjuden kam nicht in Frage.

Ich gebe zu, dass hier und da Juden gab, die ihre Religion verliessen und sich anderen Glaubensgemeinschaften anschlossen oder gar ganz zu Atheisten wurden. Das Problem des Säkularismus sowie Ehen zwischen Juden und Nichtjuden wiegt heute schwerer als jemals zuvor. Mit dem Beginn der Haskalah (Aufklärung) des 19. Jahrhunderts wurde auch das Leben für die Juden vorteilhafter. Im Gegensatz zu all den schwerwiegenden antisemitischen Jahrhunderten zuvor, welche uns immer wieder daran erinnerten, wer wir eigentlich sind und wo unser Platz auf Erden ist. Ein Jude kann sich absichtlich so säkuler geben wie er will, für die Nichtjuden aber bleibt er stets DER JUDE und das ist der Punkt, an dem wir, manchmal wider Willen, an unsere Identität erinnert werden.

Dienstag, November 24, 2009

"Nur ein angepasster Jude ist ein guter Jude !"

B"H

Wer ist Jude ? Seltsamer Weise mögen uns manche Völker nur dann, wenn wir uns assimilieren und uns ihren Erwartungen anpassen. Sobald wir zu unserer Religion stehen und sie vertreten, werden wir als Radikalos beschimpft.
_________________________

Eine Bekannte äußerte sich mir gegenüber einmal so über die Juden:
"Bisher waren mir Juden immer als Intellektuelle bekannt, denn in unserer Stadt kenne ich viele solcher Leute. Bevor ich nach Israel kam, wusste ich gar nicht, dass das Judentum auch aus Haredim (Ultra - Orthodoxen) besteht. Weshalb muss die Religiosität sein, wenn doch der Intellekt und die Kultur dem Judentum ausreichen ?"
Diese Meinung steht sicher nicht so allein. Manche Leute scheinen wirklich zu glauben, dass Kulturjuden die positivste Werbung des Judentums sind. Unsere Religion oder sollte ich besser sagen, unser Volk ist nicht dazu da, sich den anderen Nationen gegenüber anzubiedern oder ihnen nach dem Mund zu reden. Im Ausland fällt mir oft das jüdische "Gefallenwollen" auf. Nur nie anecken und sich halt solidarisch und aufgeschlossen zeigen.

Das Judentum aber bedeutet etwas ganz anderes: G - tt erwählte die Juden zu einer bestimmten Aufgabe in dieser Welt aus; genauso wie Er das mit den anderen Nationen tat. Zwischen diesen beiden Fakten muss immer unterschieden werden.
Die Aufgabe der Juden liegt in der Thora und nicht in Kultur und Assimilation. Wer seine jüdische Identität verliert, der wird seine nachfolgenden Generationen verlieren.

Aufgeschlossenheit, Toleranz oder von mir aus auch Kultur JA, aber die eigene Identität sollte im Hinterkopf fest verwurzelt sein. "Bis hierher und nicht weiter" - ein wichtiger Punkt im gelebten Judentum. Auch wenn dies den anderen Völkern nicht passt.

Dienstag, September 22, 2009

Don't worry, be Jewish !

B"H

Laut einer aktuellen Umfrage sieht die Mehrheit der israelischen Jugendlichen die jüdische Religion als wichtig. "Religion oder relig. sein ist COOL.

Totgeglaubte leben bekanntlich länger !
Dieses Motto scheint auf die israelische Jugend zutreffen. Bisher wurde sie als weitgehend säkuler und ignorant gesehen, doch anscheinend besannen sich viele Jugendliche eines Besseren. Man trennt wieder milchige und fleischige Speisen und etwas mehr als 70% beabsichtigen am Yom Kippur (kommende Woche Sonntag abend - Montag abend) zu fasten.
Wer hätte das gedacht ? Es gibt also doch viel Positives zu verkünden !

Details liefert ARUTZ 7 !

Freitag, September 04, 2009

Orthodox bedeutet NICHT Haredi

B"H

Viele Leute, die auch nur das Wort "Orthodoxie im Judentum" vernehmen, denken unverzüglich an Mea Shearim und irgendwelche sonstigen Fanatiker. "Wenn ich orthodox werde, muss ich mich zwangsläufig haredisch (ultra - orthodox) kleiden und mein Leben wird ohne jegliche Freude sein".

Dass dem ganz und gar nicht so ist, habe ich schon unzählige Male zu vermitteln versucht.
Ich persönlich laufe nicht ständig im langen Rock und mit langen Ärmeln herum. Vielmehr kleide ich mich unter der Woche (wenn ich zu keinen relig. Events oder in diverse Stadtteile gehe) ganz "normal" in Hose und T - Shirt. Nicht zu eng anliegend und niemals mit Ärmeln, welche nicht über den Ellbogen reichen. Aber dies täte ich auch so machen; völlig abgesehen von der Religion.

Warum sehen viele Juden die Orthodoxie als etwas Fundamentalistisches, die eigene Individualität einengend (ohne) jegliche Lebensfreude ? "So kann und will man einfach nicht sein; mit all den Mitzwot (Gesetzen) und so".

Wer sich gerade jetzt vor Rosh HaShana entschließt, vielleicht EINE EINZIGE Mitzwah auf sich zu nehmen, der macht einen guten Start. Leider wird die Orthodoxie immer mit einem absolut ehrfürchtigen relig. Leben verwechselt. Man hält halt alle Mitzwot ein.
Ein Vorurteil, denn nicht jeder hält ALLES ein. KEIN Mensch ist perfekt auf dieser Welt und wird es auch nicht sein. Was wir Juden allerdings tun sollten ist, unser Potential zu erfüllen.

Individuell stattete uns G - tt bei der Erschaffung mit einem gewissen Potential aus. Welche Fähigkeiten ich habe und welche nicht. Bei jeder Handlung auf den Nachbarn zu schauen ist falsch. Lernt der eine die gesamte Thoralesung (Parasha) der Woche und ich nur halb, weil ich keine Zeit habe oder ich es aus sonstigen Gründen nicht schaffe, bin ich dann schlechter als der andere ? Warum immer auf andere schauen ? Es bringt mehr, sich auf sich selbst zu konzentrieren; gemäss dem eigenen Potential. Andere Leute haben ihre Lebensaufgabe und ich die meine. Der Eine ist schlauer, der andere weniger.

Im Chassidismus gibt es die äußert berühmte Story des Rabbi Susha von Hanipol. Rabbi Susha lebte im 18. Jahrhundert in Polen und war der Bruder des ebenso berühmten chassidischen Rabbiners, Rabbi Elimelech von Lejansk.

Einmal sagte Rabbi Susha zu seinen Schülern, dass G - tt nach seinem (Sushas) Tod ihn nicht fragen werde, warum er nicht wie Avraham (Avinu), Yitzchak, Yaakov oder Moshe gewesen sei. Vielmehr wird G - tt die Frage an mich richten: "Susha, warum warst Du nicht Susha ?"

Heißt, dass wir im Leben wir selbst sein sollen und nicht nur auf andere schauen und uns an diesen messen oder sie zu imitieren versuchen.

Nicht jeder orthodoxe Jude (männlich) zieht sich schwarz - weiss und nicht jede orthodoxe Frau läuft in langem Rock daher. Natürlich kommt es bei verschiedenen Gruppierungen auch auf das äußerliche Auftreten an, doch nicht nur. Zuerst einmal muss ich meine innere Einstellung haben und mit ihr positiv umgehen. Selbst wenn ich nur eine oder wenige Mitzwot erfülle, dies ist ein Beginn und ich sollte damit zufrieden sein. Viele Haredim sagten mir, dass sie nicht perfekt seien. Sie gaben zu, dass ihnen dieses oder jenes nicht (immer) gelingt. Manche meinten, dass sie zu derjenigen Mitzwah noch nicht bereit seien, aber darauf hinarbeiten.

Man sollte niemals eine Mitzwah von vornherein ablehnen und sagen, das sei eh Schwachsinn. Es gibt keine Mitzwah ohne Grund und wer diesen nicht gleich versteht, sollte einen professionellen Rabbiner fragen, bei dem man sicher ist, dass er eine Antwort kennt. Wenn nicht rational, dann finden wir viele Mitzwahgründe in der Kabbalah.

Die jüdische Orthodoxie ist kein Ballast, den man auf sich nehmen muss, eben um dazuzugehören. Jeder sollte hingegen seinen eigenen Weg und sein eigenes Tempo finden und mit langsamen Schritten zufrieden zu geben. Heute tue ich dies oder das noch nicht, aber ich behalte es im Auge und eines Tages, wenn ich es verstehe, erfülle ich die Mitzwah vielleicht. Zumindest sollte man nie etwas aus den Augen verlieren und es von vornherein als "idiotisch" abtun.

Genauso wenig sollten Leute in die Depression verfallen und meinen, es gelinge ihnen einfach nichts. Sich zuviel Druck aufzuerlegen bringt auch nichts und man sollte sich der langsamen Schritte gewahr werden. Das bekannteste Beispiel hierzu bildet vielleicht der talmudische Rabbi Akivah, welcher 40 Jahre benötigte, um zur Religion zu finden. Nicht, dass jetzt ein jeder auf die 40 Jahre schielt, dennoch aber sollte sich Zeit genommen werden.

Orthodoxie bedeutet im weitesten Sinne, G - tt als den alleinigen Schöpfer und die Thora als Sein Werk anzuerkennen. Eine Thora, die auf ewig Gültigkeit besitzt und niemals verändert werden darf.

Aufgeben, wenn etwas nicht gleich so klappt, sollte man nie. Wahrscheinlich fühlen sich deswegen viele Baalei Teshuva (Juden, die im späteren Verlauf des Lebens religiös werden) vom Movement der Chassidut Breslov angezogen. Insbesondere Rabbi Nachman von Breslov spricht sich in seinen Lehren gegen die Depression aus. Niemals sollte ein Jude aufgeben, eine Mitzwah zu erfüllen. Auch dann nicht, wenn es mir heute nicht gelingt; morgen ist ein neuer Tag. Der Fall ist ganz normal und nach jedem Fall gibt es ein Wideraufstehen.

Nicht nur Rabbi Nachman von Breslov lehrt dies, sondern ebenso die Chassidut Chabad (Lubawitsch). Auch der Alter Rebbe (Baal HaTanya oder Rabbi Schneur Zalman von Liadi), der Begründer von Chabad (Lubawitsch) lehrte das Konzept.

Zu den Themen "Orthodoxie" und "Haredim" gibt es dermassen unendlich viel zu sagen und beschreiben, sodass man nichts der Verallgemeinerung überlassen sollte. Vor allem nicht die Orthodoxen als Fundamentalisten abtun.

Dienstag, August 11, 2009

Wo finde ich als Jude meine Yiddischkeit ?

B"H

Wo und wie soll ich als Jude beginnen, G - tt näher zu kommen ?

Diese Frage ist vorerst nicht unbedingt darauf limitiert, ob ich jetzt religiös bin oder nicht. Zuerst einmal kommt stets der Wille, etwas Yiddischkeit lernen zu wollen, um so oder danach dem jüdischen Glauben näherzukommen bzw. auf dem erworbenen Wissen ein gewisses Maß an relig. Leben aufzubauen.

Der erste Schritt vieler Juden bedeutet immer einen RAHMEN zu finden. Wo passe ich hin, wo will ich sein, wo sehe ich mich in der Religion ? Bei welcher Richtung ?

Steht man noch ganz am Anfang, erst einmal mit dem Willen in Bezug auf Religion etwas zu tun, ist das Angebot meist überwältigend. In der Diaspora und gerade in Deutschland wohl weniger, denn derjenige, der Yiddischkeit erlangen will, geht in seine Gemeinde. Zu Chabad oder einer anderen orthodoxen Ausrichtung.
Welcher Schritt aber ist anzuraten, wenn jemand, zum Beispiel in Berlin oder Frankfurt wohnt und mindestens zwei Ausrichtungen zur Verfügung stehen hat ? Was dann ? Gehe ich zu Chabad, spricht, mache ich etwas Chassidisches oder gehe ich lieber einmal vorerst die "reguläre" orthodoxe Richtung lernen ? Nationalrelig. oder litvisch - haredisch ?

Die Kabbalah genauso wie der Chassidismus betrachten bei jedem Individualfall stets die "Seelenwurzel". Wo steckt die eigentliche Wurzel der Entstehung meiner Seele und genau da soll ich ansetzen.
Bedeutet im Klartext, dass nicht jeder Jude gleich ist. Der eine kommt dem Glauben näher, wenn er Chassidut lernt, der andere wenn er mit halachischem Basiswissen beginnt; Thora, Gesetze (Halachot) und einiges an Mussar (Ethik). Wobei ich klarstellen muss, dass der Beginn mit der Chassidut absolut nicht gegen die Halachot spricht. Leute in chassidischen Seminaren / Kursen lernen genauso viel Halacha wie jene in anderen orthodoxen Ausrichtungen. Gerade von litvisch - haredischen Juden wird seit jeher das Argument angebracht, die Chassidim täten spirituell herumschweben und kennen weder Halachot noch den Talmud. Diese Aussage hat jedoch nichts mit der Realität zu tun und ist nichts weiter als ein Vorurteil.

Jemandem, der mehrere Richtungen zur Verfügung hat, würde ich raten jede der Richtungen auszukundschaften. Zu den Chassidim gehen genauso wie zu den weiteren orthodoxen Richtungen. Schon nach einer Weile fühlt man sich an einem Platz dazugehörig und meint, dass es DAS sei. Hier will man lernen und bleiben.

Manche Leute behaupten, man solle nicht unbedingt mit dem Chassidismus beginnen, sondern mit dem grundlegenden Basiswissen. Das ist richtig, doch andererseits gibt es genauso Juden, die ausgerechnet anhand des Chassidismus der eigenen Religion näher kommen als anderswo. Je nachdem, wo die Seelenwurzel des Einzelnen liegt. Verurteilen sollte man deshalb niemanden, denn jeder von uns hat eine individuelle Ausrichtung.

Was aber, wenn man sich durch mehrere Ausrichtungen bewegt ? Einmal hier und einmal dort ? Ohne festen Rahmen ?

Ich hörte neulich eine junge Frau sagen, dass das dann ja wohl nichts sei. Man gehöre nirgendwo dazu und nehme sich halt das aus jeder Richtung heraus, was man mag.

Dem stimme ich teilweise zu, doch stellt sich die Frage, ob jemand immer irgendwo dazugehören muss. Vielleicht wenn die Frage nach der Suche des Ehepartners aufkommt, denn dann sollte die Person wissen, aus welcher Richtung der / die Zukünftige zu stammen hat.
Was aber spricht dagegen, wenn ich mehrere Variationen ausprobiere und dabei bleibe ? Mal gehe ich zu Chabad, dann zu Breslov, zu Vishnitz, zu Karlin. Dann schaue ich einmal bei den Nationalrelig. vorbei und morgen gehe ich in eine litvische Synagoge.

Hiermit beschreibe ich mein Leben. Ich bin einmal hier und dann wieder dort. Eine feste Gemeinde vermisse ich nicht, denn in Israel beinhaltet das Gemeindekonzept andere Inhalte. Man ist weniger an einen Ort, an eine Gemeinde gebunden und geht einmal dahin und dann wieder dorthin. Natürlich haben viele ihre Stammsynagoge, doch nichtsdestotrotz wird auch woanders vorbeigeschaut. Statt der Synagoge um die Ecke einmal in die Hauptsynagoge oder vielleicht in etwas Chassidisches oder Sephardisches.

Klar, besitzten wir in Israel eine Unmenge von Möglichkeiten, aber selbst in der Diaspora ist niemand frei von der Suche nach der für ihn passenden orthodoxen Ausrichtung. Wer halt in einer litvischen Gemeinde "festsitzt", aber im Grunde genommen den Chassidismus erlernen will und sich der Lehre verbunden fühlt, sollte nicht aufgeben und einen Weg finden. Internet oder einmal in chassidische Gefilde fahren. Die litvische Gemeinde muss deswegen nicht aufgegeben werden.

Ständig lerne ich derlei Suchende kennen und solltet Ihr momentan in Deutschland oder in irgendeinem anderen Land sitzen und nicht wissen wohin, dann lasst Euch gesagt sein, dass Ihr gewiss nicht allein auf der Welt seit mit Eurem "Problem".

Dienstag, März 17, 2009

"Fälschungsdelikte - Wie die Kirche die Thora verfälscht" - Rabbi Tuvia Singer, Teil 3


Auszug aus Tuvia Singer's Website: OUTREACH JUDAISM

B"H

Vorhergehende Berichte:

1. Session

2. Session

Die dritte Session von Rabbi Tuvia Singers vierteiliger Vortragsreihe gegen christliche Judenmission fand am letzten Sonntag im Jerusalemer "Israel Center" (Orthodox Union) statt. Wie gewohnt waren wieder mindestens 100 Zuhörer eingetroffen und es herrschte reges Interesse. Zum dritten Teil der Serie waren ebenso ungewöhnlich viele Christen anwesend; dazu viele relig. Juden einschließlich Benjamin Kluger von der israelischen Anti - Missionsorganisation "Yad LeAchim".
Was mir persönlich immer wieder neu auffällt ist, dass sich so mancher Christ mit jüdischen Kleidungsstücken schmückt. So steht die Kipa ganz hoch im Kurs, gefolgt von den Zizit, den Schaufäden. Bei den christlichen Frauen steht eine Form der Kopfbedeckung verheirateter Frauen, die Midpachat, hoch im Kurs. Aber eines sei offen gesagt: So sehr sie sich auch "verkleiden und auf jüdisch machen wollen, erkennen tut sie ein geübtes Auge immer !"
Richtig nervig wird es dann aber, wenn sie sich auch noch versuchen, aufzudrängen und die Juden vor Liebe fast zu erdrücken, wie die blonde ältere Christin, die mit ihrer blauen Kopfbedeckung überall herumschwirrte und in der Orthodox Union schalten wund walten wollte. Sie wollen dazugehören und dabei übersehen sie, dass sie das eben nicht tun.

Und wie im vorherigen Artikel weise ich darauf hin, dass wer nicht jüdisch ist, gemäß des Judentums genauso einen Platz in der Kommenden Welt (Olam HaBah) findet wie Juden auch. Niemand wird ausgeschlossen und was für einen Nichtjuden von besonderer Wichtigkeit ist, die Sieben Noachidischen Gesetze einzuhalten. Wobei in ihnen nicht der Glaube an J. enthalten ist ! Enthalten ist der Glaube an EINEN G - TT, die Ablehnung sexueller Perversionen, die Einrichtung von Gerichten, das Verbot von Diebstahl und Mord, die Ablehnung des Götzendienstes sowie das Verbot (Ever min HaChai) ein Tier bei lebendigem Leibe zu zerlegen und Körperteile davon zu essen. Zusatz zum Götzendienst: Der Glaube an EINEN G - TT wird hier betont und kein Sohn oder sonstiger Stellvertreter !

Was Tuvia Singer gleich zu Beginn betonte war, dass wir Juden begreifen müssen, dass das Christentum in unzählige Strömungen gespalten ist. Im Judentum gibt es relativ wenige Gruppierungen und daher nehmen wir stets an, dass andere Religionen genauso funktionieren.

Warum glauben Juden nicht an den christlichen Meschiach ? Das war die Hauptfrage, die jedesmal wieder neu diskutiert wird.
Und in der dritten Session erklärte Singer die christliche Theologie mit dem Blut, Sünde und das behauptet wird, dass derjenige, der nicht an J. glaubt, in die Hölle kommt. Hierbei stützt sich die Kirche auf eine Aussage in Leviticus (Vayikra) 17:11, in welcher es um die Tempelopferungen geht. Blut, Blut und immer wieder Blut - so versteht die Kirche den Passuk aus der Thora.
Nur durch das Blut (das "Opfer J.") könne ein Mensch Gnade und Vergebung finden - so die Kirche !

Allein zu dieser Behauptung kann ich aus jüdischer Sicht ganze Romane verfassen und die Mißinterpretation der Kirche überrascht mich immer wieder. Was man aus einem Thorapassuk alles falsch deuten kann, um die Mitglieder bei der Stange zu halten, ist unglaublich. Aber versetzen wir uns in die Lage jener Christen, die eine wahre Verbindung zu G - tt suchen und von den Kirchenoberen angelogen werden. Wie werden die Christen erzogen ?
So, dass sie alles durch einen christlichen Filter betrachten und dementsprechend denken. Das stellte Tuvia Singer immer wieder fest, denn er hält vor Christen seine Vorträge und es dauere immer eine gewisse Zeit, ehe die Christen dann einsehen, was schiefläuft. Singer stellt Fragen an sie, an die sie persönlich niemals gedacht habem. Fragen kommen in der Kirche nicht auf und wenn, dann werden sie mit destruktiven Antworten beantwortet oder man, ja, man solle halt glauben. Im Judentum wird zum Denken erzogen und was wären wir, ohne ständig alles in Frage zu stellen ?

Aus jüdischer Sicht muss KEIN Opfer geschlachtet werden, um Vergebung vor G - tt zu finden ! Und Menschenopfer, wie J. schon gar nicht, denn die Thora lehnt Menschenopfer als götzendienerisch ab. Christen kramen dann immer gerne den Verweis auf Avraham hervor, der dazu aufgefordert worden war, seinen Sohn Yitzchak zu opfern.
Das entspricht der Wahrheit, doch sollte das Ganze einen Test darstellen und niemals hätte G - tt es zugelassen, dass ein wirkliches Menschenopfer abgegeben wird.

Im Judentum erzeugen Teshuva (Umkehr zu G - tt), Zedakah (das Geben von Spenden) sowie das Gebet genauso die Vergebung G - ttes. Man muss keine Opfer darbringen und überhaupt war die Mehrheit der in den Tempeln dargebrachten Opfer nicht für Sünden, sondern anderweitige Opfer wie das Olah oder das Feiertagsopfer. Und wenn es eine Sühneopfer (Chatat) gab, dann erfolgte dies nur bei unabsichtlichen Vergehen.

Des Weiteren nennt uns das Tanach (Thora, Propheten und Schriften) eben jene zusätzlichen Schritte der Erzeugung von G - ttes Vergebung. Nach der Zweiten Tempelzerstörung könne wir keine Opfer bringen. Jedenfalls nicht solange bis Meschiach kommt und den Dritten Tempel baut. Dort werden dann wieder Opfer dargebracht; und zwar von jüdischen Cohanim (Tempelpriestern).
Schauen wir jedoch abermals auf das Wort "Opfer", was im Hebräischen "Korban" heißt und vom Verb "Lehitkarev - Näherkommen" stammt. Anhand meines erbrachten Opfers soll ich also G - tt näherkommen. Allerdings kann ich soviel opfern wie ich will; wenn ich nur opfere und nichts innerlich aufrichtig bereue und versuche, das Vergehen nicht zu wiederholen, nützt mir das schönste Opfer nichts. Dann erkennt es G - tt nicht an.

Eines sollte verstanden werden: G - tt ist ein gnädiger G - tt und Ihm sind Tränen und innere Teshuva lieber als irgendwelche toten Tiere.
Wobei, kabbalistisch betrachtet, die Opfertiere in den beiden jüdischen Tempeln reinkarnierte Seelen enthielten, welche durch den Opferungsprozeß ihre endgültige Korrektur (Tikun) erhielten.

Es bedarf also keine Blutes oder Opferungen. Wer sich ehrlich der Umkehr (Teshuva) hingibt und betet, dem wird ebenso vergeben. Siehe König David und der "Fall" Batsheva.

Weitere Bibelfälschungen der Kirche:

1. In Matthäus 1 wird von einer jungfräulichen Geburt gesprochen. Nichts Neues, denn viele götzendienerische Religionen beinhalten das Konzept eben jener jungfräulichen Geburt.
Allerdings hatte man mit Matthäus ein Problem, denn in Yeshayahu (Jesaja) heißt es, dass der Meschiach von einer JUNGEN FRAU geboren wird. KEINE Jungfrau, sondern JUNGE FRAU.
Was also macht die Kirche ?
Sie fälscht den Satz in Jesaja. Aus der JUNGEN FRAU wird eine JUNGFRAU. Muss eine junge Frau eine Jungfrau sein ? NEIN.
Die Kirche jedoch fälschte die originalen Worte des Propheten, damit es zu Matthäus passt und keiner bemerkt, dass Matthäus keinen blassen Schimmer hatte.

Aufgrund dieser einen Fälschung allein wurden die Juden Jahrhundertelang mit Pogromen übersät. Die kath. Kirche gab erst vor einigen Jahren offen zu, dass man die Worte unrichtig gedeutet habe, fügte aber zugleich die Theologie eines zweiten Kommens des J. hinzu.
Ein Zweites Kommen ?
Ist G - tt zu dumm, Seine eigene Thora zu erfüllen und muss deswegen ein zweites Mal antreten ? Vollkommen absurd !

Weiteres Fälschungsbeispiel:
2. Tehilim (Psalm) 40. Hier sagt König David, dass G - tt dessen Ohren geöffnet habe. Die Kirche machte aus OHREN irgendwas mit Körper, um wieder auf J. hinzuweisen.
Ist hier allen Leser klar, um was es geht ?
Die Kirchen zogen Wörter aus der Bibel heraus und ersetzten sie mit anderen, damit die Theologie des Meschiach - J. fundiert wird.
Jeder kleine Bankangestellte, der eine Zahl absichtlich fälscht, wird aus dem Job geworfen und wer bestraft die Kirche ?

Wenn Christen durch ihren Hirnwäschefilter denken, dann geht es ihnen vorrangig um ihre eigene G - ttesvergebung und Rettung. Sie haben Angst, dass wenn sie nicht mehr an J. glauben, sie in die Hölle kommen. Uuuhhh !
Dabei ist es so einfach, in der Thora selbst andere Mittel und Wege zwecks vergebung zu finden. Das Dumme ist nur, dass man als Jude nicht gegen die Philosophien ankommt, denn die christlichen Bibeln unterliegen gefälschten Worten und wer da als Jude meint, mit der ARTSCROLL Thora argumentieren zu können, der muss erst einmal die christliche Übersetzung in die Mülltonne entsorgen.

Und wie es in Yeshayahu (Jesaja) 55 + 57 heißt:
"Suche G - tt, wenn es gefunden ist, und rufe Ihn, wenn Er nahe ist !"
G - tt selber bietet Vergebung an und dies kann auf unterschiedliche Weise erfolgen, wie oben aufgelistet. Außerdem sagt G - tt: "Meine Gedanken sind nicht Eure (oder: meine Gedanken sind höher als die Euren).

Fazit: Es bedarf keines blutigen Opfers, sondern jeder von uns beinhaltet die Macht, G - ttes Gnade zu erwecken. Und dies allein schon durch ein kurzes aufrichtiges Gebet von Herzen !

Und was ist mit dem "Sohn G - ttes" ?
Wir sind alle Söhne (Kinder) G - ttes, denn Er war es, der uns erschuf. Daran sollten wir stets denken und interessierte Christen sollten sich nicht schämen, Tuvia Singer zu kontaktieren und um weitere Erklärungen zu bitten. Oder überhaupt einmal nachzufragen !

toviasinger1@aol.com

Dienstag, März 10, 2009

Christentum: Auf Lügen aufgebaut

B"H

Bevor ich morgen einen Bericht über den gestrigen Vortrag von Rabbi Tuvia Singer verfasse, möchte ich eine Tatsache in den Raum werfen, die da ebenso wieder genug Raum für eigene Gedanken stellt: Das Christentum basiert auf Lügen !

Die Kirchen, Pastoren, Priester, Nonnen oder wie immer man auch das Personal nennen will, verbreiten Lügen, um so neue Mitglieder hinzuzugewinnen bzw. die alten Schäfchen bei der Stange zu halten.

Auf meines Weg zum Israel Center, dem Veranstaltungsort des Singer - Vortrages gegen christliche Mission von Juden, traf ich, wie gesagt, Benjamin Kluger von Yad LeAchim und er war es, der diese wichtige Tatsache beim Namen nannte.

Wie die Kirche lügt und warum, dass erfahrt Ihr in einem morgigen Artikel incl. der Fakten von Tuvia Singer !

Dienstag, März 03, 2009

Die "Tuvia Singer SHOW"

B"H

Die Orthodox Union (Israel Center) in Jerusalem kündigte einen Vortrag mit dem vor allem den Anglos bekannten Radiomoderator (Arutz 7) Tuvia Singer an. Vier Sonntage lang solle Singer im Israel Center Vorträge zum Thema "Warum Juden nicht an den christlichen Meschiach glauben" halten. Tuvia Singer ist gebürtiger Amerikaner, machte Aliyah und wohnt heute im Jüdischen Viertel der Jerusalemer Altstadt. Sein Beruf ist Jews for J. (messianische Juden) aus den Kirchen herauszuholen und zum Judentum zurückzuführen.
Sonntag abend begann also die vierwöchige Vortragsreihe und ich muss nebenbei erwähnen, dass Tuvia Singer im englischsprachigen Raum sehr bekannt ist. In Deutschland dagegen weniger bis gar nicht.


Bei meiner Ankunft war der Vortragsraum schon gerammelt voll und fast alle Stühle waren vergeben. Der Andrang war in der Tat so gross, dass weitere Sitzgelegenheiten herangekarrt werden mussten. Ein älterer Mann hinter mir berichtete einem Bekannten, dass er nur gekommen sei, weil das Israel Center gut geheizt ist und bei ihm daheim sei es kalt. "Na, das fängt ja gut an", dachte ich.

Tuvia Singer und noch ein weiterer Redner waren auf einem einem kleinen Podium platziert, aber nicht Singer begannn zu sprechen, sondern der Mensch neben ihm. Ich sah mich um und erblickte erstaunt zwei Bodyguards. Anfangs dachte ich, dass man wohl offenbar Ärger mit fanatischen Christen erwarte oder vielleicht sei Singer von denen bedroht worden. Nicht selten kommen derlei Drohungen gegen Leute, die gegen christliche Missionare vorgehen, vor.



Tuvia Singer als Radiomoderator bei ARUTZ 7

Einer der Bodyguards stand hinter dem zweiten Redner neben Tuvia Singer und sah aus wie ein Killer. Der zweite Guard stand an der Tür, hatte eine Glatze und ein Babyface. Den Namen des zweiten Redners verstand ich akkustisch nicht, doch handelte es sich um einen Amerikaner, Anfang 30, dessen Eltern Juden waren, doch als er zwei Jahre alt war, zum Christentum konvertierten. Zu den fundamentalistischen Evanglikalen (Evangelists).

Er begann seinen christlichen Lebenslauf zu schildern und liess dabei weder Bibelschule noch Kirche aus. Weiterhin stammen seine Vorfahren aus Brasilien, wo sein Großvater der ranghöchste General war. Irgendwann sei dann die Familie nach Fort Lauderdale in Florida umgezogen. Er (der Redner) sei im Jahre 2003 nach Houston / Texas weitergezogen, um dort eine Öl – und Gasfirma aufzubauen. Danach folgte ein endloses Gestammel über die Einzigartigkeit Tuvia Singers: How great Tuvia was, how great Tuvia was, how great Tuvia was … usw. Und Singer war es auch, der ihn wieder zurück auf jüdische Pfade führte. Mittlerweile sei er noch zum Millionär aufgestiegen, habe dann seine Firma verkauft, um Ende 2008 Aliyah nach Israel zu machen. Immer wieder legte er seinen angeblich hohen Status dar. Der Großvater General und er im Ölbusiness. Das grösste Ölfeld in der Geschichte des Staates Texas habe er auch gefunden. Erst kürzlich. Auf die Frage, wie denn seine Firma heisse, blieb er die Antwort schuldig. Mir jedenfalls kam die ganze Show vor wie eine Werbeverkaufsveranstaltung auf einer Kaffeefahrt; nur dass das Produkt noch nicht angeboten worden war.

Seine Art zu reden wirkte auf mich ermüdend. Nicht gerade selten erlebte ich es in der Vergangenheit, dass Juden, die sich wieder von der Kirche, und ich meine hier fanatische Freikirchen, lösten, drauflosreden wie amerikanische christliche Prediger. Egal, wie jüdisch sie nun geworden sind, ihre Art zu predigen haben sie beibehalten. Bestes Beispiel hierfür ist Pnina Taylor, die Leiterin der "Jews for Judaism" – Filiale in Jerusalem. Nichts gegen Juden die offiziell wieder Juden werden und das Christentum verlassen, doch so manch einer von ihnen (meist Amerikaner) verlieren ihre Predigerstil nicht und man kommt sich bei ihnen vor wie in einer Kirche.

Nachdem der Angebertyp seine Rede nach einer Stunde endlich beendete (mehrere Leute aus dem Publikum hatten sich schon beschwert), stand Tuvia Singer endlich auf und begann seinen Vortrag. Rote Krawatte, blaues Hemd, kerzengerade – so stand er da und sah aus wie der optimale Vertreter auf der Kaffeefahrt. Ich war schon halb eingeschlafen, doch Singer weckte mich wieder so einigermassen auf:
"Wenn Ihr meint, das christliche Missionare nur in Gruppen auftreten, dann irrt Ihr Euch gewaltig. Das ist so ein typisch jüdisches Denken. Schaut, da ist eine Gruppe Christen und das sind dann Missionare. Vielmehr treten die christlichen Missionare allein auf und es ist wichtig, dass Ihr das versteht".

Jemand fragte warum denn die Christen die Thora stets mißinterpretieren anstatt sie zu verstehen. "Warum denken sie nicht logisch und stellen Fragen ? Entstehen denn bei denen keinerlei Unklarheiten ?"
"Dafür gibt es zwei Gründe, erklärte Singer.
Erstens, was sagt eine christliche Mutter ihrer kleinen Tochter wenn sie diese zu Bett bringt ?
J. loves you !
Das gesamte christliche Leben ist von einer Indoktrinierung geprägt. Alles dreht sich um J. Sogar in der Kirche beten sie zu J. und nicht zu G – tt. Immer wieder werden J. und das Neue Testament erwähnt und ideologisiert. Ohne das man es groß bemerkt, hat man die Doktrin intus. Weiterhin wächst man dann mit einer bestimmten Art zu denken auf. Gemäß dem wird dann auch die Thora gelernt und die Mehrheit stellt absolut keine Fragen. Fragen, wie der Vorredner sie sich selbst gestellt hatte und er schließlich Ungereimtheiten entdeckte. Diese Art des Denkens zu durchbrechen und Christen die wahre Bedeutung der Thora zu vermitteln, sei dann fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Der zweite Grund liegt in der sprachlich falschen Thoraübersetzung. Wieviele verschiedene Thoraausgaben besitzt das Christentum ? Wer von den Christen lernt Hebräisch und den Text richtig anzugehen ? Vielleicht Theologiestudenten ? Doch dann nur soweit, wie es die christliche Ideologie und Kirche erlaubt. Und wieviele amerikanische Unis bieten ein ausführliches Hebräischstudium an ? Ganz selten einmal."

Wie mir der Vortrag gefiel ?
In der Tat hat Tuvia Singer Wichtiges zu berichten, doch hätte er sich mehr auf die Inhalte beschränken sollen anstatt dem Publikum mit Witzen und Privatstories gefallen zu wollen. Am nächsten Sonntag dann sollen Textstudien zum Thema "Wie die Kirche Thorainhalte verfälscht um ihre Schäfchen bei der Stange zu halten" auf dem Programm stehen.

Bezüglich des Angebertypen aus dem Ölbusiness: Sein Auftreten war fast überflüssig. Zumindest hätte er gut daran getan, seinen Bericht zeitlich zu begrenzen. Seine abgehobenen Theorien jedoch nahm ich ihm nicht ganz ab. Besonders nicht seinen Ölstatus.
Genauso besitze ich meine Zweifel bezüglich Pnina Taylor von den "Jews for Judaism", die da einmal zu den messianischen Missionaren gehörte und nun, nach nur zwei Jahren der Rückkehr ins Judentum, Juden unterrichten will.
Sollten solche Leute nicht erst einmal selbst das Judentum erlernen ? Was mir zusätzlich öfters auffällt ist, dass ehemalige messianische Juden zwar recht wenig über das Judentum wissen, doch sobald sie christliche Theologien vernehmen, fahren sie voll drauf ab und hören nicht mehr mit dem Reden auf. Damit meine ich besonders jene, die zu fanatischen christlichen Gruppen (Evangelists, Pentecosta, etc.) gehoert haben.

Dann bis zum nächsten Sonntag und hoffen wir, dass es interessanter werden wird.

Links:

Outreach Judaism

Montag, Februar 23, 2009

Neues Kommittee im Innenministerium

B"H

Aufgrunddessen das Tausende Nichtjuden in Israel herumlaufen und die hiesige Staatsbürgerschaft verlangen, bildete Innenminister Me'ir Sheetrit ein neues Kommittee, welches das derzeitige "Law of Return - Rückkehrerrecht" überarbeiten soll. Gemäss des bestehenden Law of Return hat jeder Jude oder zum Judentum Konvertierte (Reformkonvertiten sollten sich stets vorher gesondert erkundigen !) das Recht auf Aliyah nach Israel. Nach der Aliyah erhält jeder jüdische Einwanderer die israelische Staatsbürgerschaft und somit gewisse Rechte aber auch Bürgerpflichten.

Heutzutage jedoch meinen Hunderte fanatischer Christen, sie seien ein Teil des jüdischen Volkes und verfügen somit über das Recht, hierbleiben zu dürfen. Zusehends wurde das Law of Return immer mehr ausgenutzt und die schockierende Mitteilung ist, dass 30% der Bewohner von Eilat keine halachischen Juden sind !

Nun soll das speziell eingerichtete Kommittee eventuelle Ergänzungen zum Law of Return ausarbeiten. Eine Alternative wäre, dass Neueinwanderern nach der Aliyah vorläufig ein besonderer Status gegeben und dabei gleichzeitig geprüft wird, ob es sich hier tatsächlich um einen Juden handelt. Weiterhin soll der Betreffende seine Loyalität zu Israel beschwören. Derzeit kommt es häufig vor, dass weibliche russische Einwanderer sich mit Palis einlassen und in der Vergangenheit half eine Russin einem Pali ein Attentat zu verüben.

Hinzu soll vor Vergabe der Staatsbürgerschaft geprüft werden, ob der Antragsteller des Hebräischen etwas mächtig ist. Kurz gesagt, es soll sich um Neueinwanderer handeln, die fähig sind, sich in die israelische Gesellschaft einzugliedern und dazu gehört die hebräische Landessprache.

Die zweite schockierende Nachricht:

According to recent Interior Ministry data, approximately 1 million illegal immigrants currently reside in Israel. Among them are 25,000 African infiltrators (only 600 of which are refugees from Darfur), tens of thousands of Palestinian Authority Arab women married to resident Israeli Bedouins,16,000 Arab women receiving Israeli welfare stipends while residing in Judea and Samaria, and 46,000 non-Jewish Ethiopians.

Montag, Dezember 22, 2008

Money makes the Weihnachtswelt go round !

B"H

Leider, und ich muss hier wirklich betonen "leider" werden immer mehr israelische Touristensites mit Weihnachtsdekoration überzogen. Um Touristen anzuziehen, scheint heute fast jedes Mittel recht und viele Tel Aviver Hotels oder Hostels schrecken nicht vor dem Aufstellen eines Baumes oder des Weihnachtsmannes zurück. So jedenfalls kommt es mir nach einem Gang durch die Stadt vor. Die Tatsache, dass wir in einem jüdischen Land leben, scheint viele einfach nicht mehr zu interessieren.

Viele Juden machen sich nichts daraus und stellen sich sogar selbst einen Baum in die Wohnung. "Ist halt gemütlich", so meinen sie. Jüdischer Stolz und Identität, wer redet heute noch groß davon ?
Jene Touristeneinrichtungen behaupten, dass sie die Dekorationen nur zu Touristenzwecken anbringen, sie jedoch mit der christlichen Religion nichts am Hut haben. Wieso aber wird dann nicht zumindest auch eine Chanukkah - Dekoration angebracht ?
Gerade in Tel Aviv ist von Chanukkah nichts zu spüren. Die Jerusalemer Stadtverwaltung liess immerhin fast überall in den Straßen bunte Chanukkah - Leuchter anbringen.
Und gerade an Chanukkah sollte uns Juden bewusst werden, für was dieses Fest eigentlich steht. Kämpften nicht die Hasmonäer (die Maccabis) gegen den griechischen Götzendienst ? Und wenn damals die christliche Religion versucht hätte, sich in Israel auszubreiten, dann wären die Makkabäer dagegen genauso in den Krieg gezogen. Die Priesterfamilie (Cohanim) von Yehudah Maccabi und seinem Vater sowie seinen Brüder setzte sich gnadenlos für G - tt und den Erhalt des Judentums ein. Und das sollten wir an Chanukkah begreifen und keine Dekoration einer fremden Religion aufhängen.

Juden die Weihnachten feiern oder auch nur die kleinste Weihnachtsdekoration aufhängen, tun nichts weiter, als den Makkabäern und dem gesamten Konzept der jüdischen Indentität ins Gesicht zu spucken.

Dienstag, November 18, 2008

Chaye Sarah in Hebron


Sarahs Begräbnis


Diesen Schabbat lesen wir in der Thoraparasha "Chaye Sarah" vom Tode Sarahs, der Frau Avrahams. Und es ist Sarah, die zusammen mit Avraham und den Nachkommen in der "Ma'arat HaMachpelah" (Gräber von Adam und Eva, Avraham und Sarah, Yitzchak und Rebekka sowie von Yaakov und Lea) in Hebron begraben liegt. Daher wird der Schabbat in dieser Woche in der Stadt Hebron ganz groß gefeiert werden. Tausende von Menschen verbringen den Schabbat dort und es wird garantiert, wie in jedem Jahr, ein großes Erlebnis.


Die Ma'arat HaMachpelah in Hebron


Die Ma'arat HaMachpelah wurde innerhalb der letzten Jahre zum Grund für einen Dauerkonflikt zwischen Juden und Moslems. Juden sehen alle ihre Vorväter dort begraben, denn Avraham hatte die "Höhle", über der sich nun ein riesiges Gebäude befindet, eigens von Ephron gekauft. Es steht außer Frage, daß die Machpelah für Juden von hoher Bedeutung ist.

Doch auch die Moslems sehen Avraham, der bei ihnen Ibrahim heißt, als einen Vorvater. Avraham war nämlich auch der Vater von Ishmael (dessen Mutter Hagar und nicht Sarah war). Von daher sehen Moslems es ebenso als ihr Recht an, in der Machpelah beten zu dürfen. In Frage gestellt wird jedoch, ob die heutigen Moslems wirklich mit den damaligen Ishmaeliten identisch sind.

Seitdem der jüd. Fanatiker Baruch Goldstein im Jahre 1994 in der Machpelah auf betende Moslems schoß und viele von ihnen tötete oder verletzte, entbrannte ein wilder Streit um die Ma'arah. Wem gehört sie ?

Aber Baruch Goldstein ist nicht der Grund dafür, daß die Ma'arat HaMachpelah für uns Juden nur an bestimmten Tagen im Jahr zugänglich ist. Nein, alles wurde durch die Teilung Hebrons zum Politikum.

Erwähnt sei noch, daß die Ma'arat HaMachpelah zugänglich ist, aber da sie aus mehreren Hallen besteht, sind nicht immer alle Hallen geöffnet. Manchmal ist die Halle des Avraham nur für Moslems und dann wieder für Juden. Oder die Halle des Yitzchak ist gesperrt.

In talmudischer sowie kabbalistischer Literatur ist die Ma'arat HaMachpelah der Eingang zum Paradies (Gan Eden) und somit ebenso ein Mystikum.

Ich kann es nicht bestätigen, doch hörte ich, daß Christen kaum oder gar keinen Zutritt haben. Einer der Rechtfertigungen mag sein, daß Avraham der Vorvater von Juden und Moslems war und die Christen mit ihm selbst nichts zu tun haben.

Links:

http://machpela.com/english/

http://www.hebron.com/english/article.php?id=282


Photos aus Hebron

B"H


"Ma'arat HaMechpelah - Das Grab unserer Vorväter und Vormütter in Hebron".




Rivkas (Rebekkas) Grab




Da sich Juden und Moslems die Besucherzeiten teilen, die Moslems jedoch ihre Vorteile stets ausnutzen, bauten sie ohne wissen der Israelis einfach eine neue Halle für ihre eigenen Zwecke innerhalb der Ma'arat HaMachpelah.




Der jüdische Stadtteil in Hebron, welcher von israelischen Soldaten beschützt wird.




Der Vorhang vor dem Eingang zum Paradies. Die Midrasch und andere Schriften besagen, dass sich in der Ma'arat HaMachpelah der Eingang zum Paradies befindet.




Die Grenze zwischen dem jüdischen sowie dem moslemischen Stadtteil in Hebron .




Das Grab von Sarah, der Frau Avrahams.




Das Grab Avrahams.



Die Ma'arat HaMachpelah von aussen.


Sämtliche Photos sind hier einzusehen:

http://bhol.co.il/news_read.asp?id=6979&cat_id=1




Aktuelles Poster, welches Juden dazu aufruft, diesen Schabbat (Chaye Sarah) in Hebron zu verbringen.

Tausende Juden kommen am Schabbat nach Hebron. Ein Ereignis, welches genauso als Stärkung des "Yishuv Hebron - den Bewohnern Hebrons" bewertet wird. Mit ihrem Kommen trotz all der Sicherheitsrisiken beweisen die Leute wieder einmal, wie wichtig die jüdische Besiedlung des Landes sowohl als auch die Bewahrung der Tradition unserer Vorväter ist.