B"H
In Jerusalem tobt ein "Anstandskrieg". Jede chassidische Gruppe will besser sein als die andere und insbesondere extremere Gruppen (insbesondere die Mitglieder der antizionistischen Edah HaCharedit wie die Toldot Aharon) hängen in Mea Shearim unaufhörlich "Anstandsaufrufe" auf. Frauen und Männer sollen in der Öffentlichkeit nicht unbedingt aufeinanderstossen, denn das könne zur Missachtung des Anstandes führen.
Schon seit geraumer Zeit rege ich mich über die mir oft erscheinende übertrieben Auslegung der Halacha auf. Manche Chassidim kleben so sehr an ihrer Perfektheit, dass sie sich am Schabbat noch nicht einmal die Zähne putzen.
Begründung: Die Zahnbürste könne ein Zahnfleischbluten verursachen.
Diesen Rat der Einhaltung gab übrigens ein Chabad - Rabbiner und noch nicht einmal jemand einer absolut extremen Gruppe.
Am Schabbat die Hände einzucremen ist generell verboten; und das laut Halacha und nicht nur eben mal so. Ich muss zugeben, dass mir diese Tatsache bis vor knapp zwei Wochen verborgen geblieben ist. Dann sagte es mir jemand und gab mir gleichzeitig Ratschläge, wie ich am Schabbat doch noch zur Creme komme. Nämlich in anderem Sinne und viel umständlicher auf die Haut auftragen.
Ehrlich gesagt nervte mich das. Okay, das Eincremen am Schabbat ist verboten, aber da ich besonders im Winter trockene Haut habe, warte ich nicht bis zum Schabbatende, um die Creme hervorzuholen. Meines Erachtens nach ist das übertrieben und alle sind eingeladen jetzt über mich herzufallen, weil ich mir am Schabbat die Hände eincreme.
Nicht, dass die Halacha überflüssig ist, doch manche Auslegungen, wie das Zähneputzverbot am Schabbat, erscheinen mir unlogisch. Ich bin mir nicht sicher, ob G - tt uns Juden tatsächlich das Leben so verkomplizieren bzw. erschweren will.
Und jetzt entstand auch noch ein weiterer Anstandskrieg, aber nicht zum Zwecke des Anstandes, sondern aus rein egoistischen Gründen einiger Rabbiner. "Ich bin besser als Du", so denken sich einige führende haredische Rabbis. Im haredischen Bnei Brak bei Tel Aviv genauso wie im haredischen Teil von Ramat Beit Shemesh sollten getrennte Gehsteige eingeführt werden. Männer auf der einen und Frauen auf der anderen Straßenseite. Für Ehepaare gibt es keine Ausnahme !
Wer sich hierfür näher interessiert, der kann in einigen Tagen auf meinem chassidischen Blog einen Gastbeitrag von einem New Yorker lesen, der im chassidischen Dorf der Gruppe Skver an einem Tisch des dortigen Rebben teilnahm. In New Square (nahe Monsey bei New York) der Gruppe Skver gibt es nach Geschlechtern getrennte Gehsteige.
Generell jedoch sei anzumerken, dass in Israel nur eine haredische Minderheit mit diesen Gesetzen übereinstimmt. Die Mehrheit liest sich halt die Plakate mit den Vorschlägen durch und denkt sich ihr Teil. Zu fanatisch und chaotisch, so denken auch viele Haredim und nichts ist mit dem von der säkuleren Presse propagandierten Fanatismus aller Haredim. Im Gegenteil, wenn man sich in der haredischen Gesellschaft bewegt, stellt man fest, dass dort viele offener sind als angenommen. Zumindest dann, wenn man sie näher kennt.
Der Rebbe der extremen Toldot Aharon, Rabbi David Kahn, in Mea Shearim, erliess schon vor Monaten ein internes Gesetz, nachdem die Frauen ihre Empore mindestens 15 Minuten vor dem Ende des chassidischen Tisches verlassen müssen, damit nicht Männer und Frauen zum gleichen Zeitpunkt das Synagogengebäude verlassen und es draußen zu einem "Geschlechterstau" kommt. Man treffe aufeinander und vor allem dem männlichen Geschlecht wird allgemein eine starke "Yetzer HaRah - negative innere Veranlagung" nachgesagt. Männer können sich halt in sexuellen Angelegenheiten weniger zurückhalten als Frauen und daher könnten Zusammentreffen diverse Gefühle hervorrufen.
Diese Angabe betrachte ich als absoluten Quatsch. Was hätten wohl unsere Vorväter, Vormütter oder König David dazu gesagt ? Die täte hetzutage sicherlich der Schalg treffen. Darüber hinaus haben viele Toldot Aharon Fraune damit begonnen, auch den Synagogendienst am Schabbat einige Minuten vor den Männern zu verlassen. Man erlegt sich selbst weitere höhere Maßstäbe auf, um sich zu perfektionieren.
Insgeheim bewundere ich das Verhalten an sich, denn es erfordert ungemein viel Selbstdisziplin, die ich nicht (oder zumindest noch nicht) habe. Andererseits kann ich mir einen gewissen Sarkasmus auch nicht gerade verkneifen, denn manches scheint mir dann doch wieder zu abgefahren.
Ganz aktuell sind "Anstandsbusse" im Gespräch, in denen Männer und Frauen getrennt sitzen. In Bnei Brak gibt es schon seit Jahren solch einen diversen Bus, in dem die Frauen hinter einem Vorhang im hinteren Teil des Busses sitzen. Bei der chassidischen Gruppe Satmar in New York fahren ebenso solche Busse. Bei ihnen gibt es durch die Gangmitte des Busses einen Vorhang und die Frauen sitzen auf der einen und die Männer auf der anderen Seite des Mittelganges.
Das staatliche Busunternehmen EGGED verwehrt den Jerusalemer Haredim derlei Busse, denn die gesamte Öffentlichkeit könne nicht zum Anstand gezwungen werden. Tausende säkulere Fahrgäste benutzen die Busse ebenso und da laufe nichts mit haredischen Forderungen. Außerdem gebe es ja schon längst inoffizielle Geschlechtertrennungen in jenen Bussen, die durch haredische Wohngebiete fahren. Wie der 35er Bus nach Ramot, Linie 1 und 2 von der Kotel (Klagemauer), Linie 11, 15 nach Har Nof genauso wie weitere Linien. Nicht immer wird die Trennung eingehalten, denn mittendrin steigen auch säkulere Fahrgäste zu, sollte der Bus in der Innenstadt unterwegs sein. Nähert er sich jedoch den haredischen Gebieten, dann wird die meist Trennung fast immer eingehalten.
Da EGGED sich nicht alle Forderungen leisten kann, knobelten die Haredim eine andere Lösung aus, die da "Superbus" heißt. Private Busunternehmen fahren hinaus ins haredische Beitar oder in weitere Orte. Demnächst kommt der Superbus auch nach Beit Shemesh; kostengünstiger als EGGED übrigens.
EGGED wiederum erhält die "koschere" Busverbindung der Linie 402 von Jerusalem nach Bnei Brak aufrecht.
Nun hat der Superbus auch noch den Vorteil, dass er nicht vom staatlichen Unternehmen EGGED stammt, denn viele antizionistisch eingestellte Haredim verweigern EGGED grundsätzlich die Kundschaft. Eventuell nehmen sie einen EGGED - Bus wenn es gerade wirklich keine andereweitige Lösung gibt. Ansonsten will man den Staat Israel nicht mit dem Kauf eines Tickets bzw. eine Buslinie unterstützen, welche manchmal andernorts ihre Busse am Schabbat einsetzt.
Der nächste "Anstands - Coup" steht schon vor der Tür. Der Rabbiner des Jerusalemer Stadtteiles Ramot D (Daled) will jetzt eine Geschlechtertrennung an der Supermarktkasse einführen. Eine Kasse für Männer und eine für Frauen.
Rabbi Fuchs sieht hierin eine optimale Lösung im Kampf gegen die Yetzer. Der Stadtteil ist fast ausschließlich haredisch mit Ausnahme des nationalrelig. Ramot B (Beth) sowie einigen wenigen Säkuleren in Ramot A (Aleph). Ramot G (Gimmel) und D (Daled) hingegen sind nur haredisch bewohnt.
Mich als Weiblichkeit nervt der ganze Kampf um höhere Anstandswerte, denn ich erlebe am eigenen Leibe, wie ich bei Veranstaltungen oder anderen Events ausgegrenzt werde. Das sei nichts für Frauen und selbst jene Haredim, welche diese Vorschriften allgemein ablehnen, können mir dann nicht mehr helfen.
Fragt sich nur, wo der ganze Anstandskampf noch enden soll ?
Im Iran vielleicht ?
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Dienstag, Dezember 23, 2008
Sonntag, Juni 17, 2007
Auf den Pfaden der Vorvaeter
B"H
In Israel ist die chassidische Gruppe Toldot Aharon sehr bekannt fuer ihre strenge Ideologie. Das alltaegliche Leben der Mitglieder richtet sich nach den sogenannten "Takanot", welche vom Gruender sowie ersten Rebben, Rabbi Aharon Roth, eingefuehrt wurden. Fuer viele mag das in der heutigen Zeit fremd klingen. Takanot, die mir genau sagen, wie ich mein Leben zu fuehren habe ?
Um einmal zwei kleine Beispiele aus dem Buch der Takanot (Sefer HaTakanot) zu nennen: Mitgliedern der Gruppe Toldot Aharon ist es verboten, ein Radio zu besitzen.
Ob die Regel noch gilt, dass jedes Mitglied, welches fuer einige Tage verreisen will, erst die Zustimmung des Rebben einholen muss, habe ich noch nicht herausgefunden. Zumindest ist diese Regel in den Takanot erwaehnt.
Wenn man das so hoert glaubt man, dass dieses alles alt und ueberholt sei. Genauso dachte ich auch, doch beschaeftige ich mich sehr ausfuehrlich mit den Schriften der verschiedenen Rebben von Toldot Aharon, Toldot Avraham Yitzchak und den Shomrei Emunim (Guardians of Faith) und ich fand sehr viele interessante Anhaltspunkte, warum die Takanot erlassen worden sind.
Zuerst einmal heisst es, dass Rebbe Aharon Roth eine perfekte religioese Gesellschaft erschaffen wollte. Nun, das wollen viele und soziologisch betrachtet bringen diese Vorhaben nicht selten diktatorische Prinzipien mit sich.
Ich denke kaum, dass Rebbe Roth ein Diktator sein wollte, dazu war er zu religioes und zu intelligent. Es ging ihm vielmehr darum, seine Anhaenger auf dem Pfad unserer Vorvaeter Avraham, Yitzchak und Yaakov zu halten. Die Kleidung sollte entsprechend sein genauso wie das Verhalten. Nicht, dass die Mitglieder sich voellig von der Aussenwelt abschotten, doch sollen sie religioes gesehen so stark sein, um auf aeussere Einfluesse nicht zu reagieren. Auf dem Pfad der Vorvaeter zu bleiben heisst, sich nicht anderweitig im Leben zu orientieren. Natuerlich ist das in unserer heutigen Zeit der Massenkommnunikation wie Internet, Presse, Musik etc. nicht immer einfach.
Ist es in unserer heutigen Gesellschaft nicht unvermeidbar, nach neuen Wegen im Leben zu suchen ? Haeufig jedoch kommt es mir so vor, dass die Menschen staendig nach etwas Neuem fuer sich selbst suchen. Sie sind sogar so sehr mit der Suche beschaeftigt, dass sie eigentlich gar nicht mehr wissen, was genau sie denn suchen.
Obwohl wir uns an die Mitzwot (Gebote) halten, sind wir definitiv von der Aussenwelt beeinflusst. An allererster Stelle steht der Materialismus. Egal ob nationalreligioes, haredi oder chassidisch, viele denken nur daran, wie sie das neueste Auto erstehen koennen, ihr Apartment ausbauen oder sich den allerneuesten Computer anschaffen. Jeden Donnerstag, wenn die neue Ausgabe einer bestimmten haredischen (ultra - orthod.) Wochenzeitung erscheint, sehe ich maennliche Haredim wie sie sich sofort auf die Anzeigen mit den Autoverkaeufen stuerzen.
Weiterhin ist es den Mitglieder der Toldot Aharon untersagt, sich etwas auf ihr Thorawissen einzubilden. Dieses Verhalten ist allgemein in vielen Faellen so unueblich geworden. Ich traf unzaehlige Rabbis und Yeshiva - Studenten, die ueberheblich sind, dass sie mit keinem aussserhalb ihre Kreises kommunizieren. Bei Toldot Aharon wurde ich eines besseren belehrt. Die Mitglieder halten sich wirklich an diese Erlasse.
Ist ein Leben nach den Takanot der einzige Weg, um auf den Pfaden unserer Vorvaeter zu bleiben ? Hat die juedisch - orthodoxe Gesellschaft versagt, weil sich ihre Mitglieder viel zu sehr dem Materialismus und einem Leben ausserhalb der Thora verschrieben haben ? Kann es ein Leben ausserhalb geben auch wenn ich die Mitzwot halte ? Und ueberhaupt, wer sagt, dass ich als religioese Person nicht ins Kino gehen und mir einen Film anschauen kann ? Ich habe keine Ahnung, was unsere Vormuetter und Vorvaeter dazu sagen wuerden. Wie uns aber die Thora berichtet, verstanden sie es, ein Leben ausserhalb zu fuehren ohne jemals die Thora oder G - tt zu vergessen. Wir sollten uns darauf konzentrieren, dass der Einfluss von ausserhalb nicht unser gesamtes Leben kontrolliert. Jeder muss dabei seinen eigenen fuer ihn akzeptablen Weg finden.
Obwohl ich das chassidische Leben sehr bewundere, koennte ich mir nicht vorstellen, nur in eine Richtung zu gehen. Ich liebe es zu Chassidim zu gehen und Chassidut zu lernen, aber genauso gehe ich ab und zu ins Kino oder ins Cafe. Ich bin nicht wirklich hier oder dort, was mich nicht selten stoert. Dennoch bin ich derzeit noch nicht fuer eine endgueltige Entscheidung bereit. Nur auf einer Seite zu stehen bringt die Gefahr mit sich, depressiv zu werden. Und genau das ist es, was das Judentum nicht will; jemanden in Depressionen zu stuerzen.
In Israel ist die chassidische Gruppe Toldot Aharon sehr bekannt fuer ihre strenge Ideologie. Das alltaegliche Leben der Mitglieder richtet sich nach den sogenannten "Takanot", welche vom Gruender sowie ersten Rebben, Rabbi Aharon Roth, eingefuehrt wurden. Fuer viele mag das in der heutigen Zeit fremd klingen. Takanot, die mir genau sagen, wie ich mein Leben zu fuehren habe ?
Um einmal zwei kleine Beispiele aus dem Buch der Takanot (Sefer HaTakanot) zu nennen: Mitgliedern der Gruppe Toldot Aharon ist es verboten, ein Radio zu besitzen.
Ob die Regel noch gilt, dass jedes Mitglied, welches fuer einige Tage verreisen will, erst die Zustimmung des Rebben einholen muss, habe ich noch nicht herausgefunden. Zumindest ist diese Regel in den Takanot erwaehnt.
Wenn man das so hoert glaubt man, dass dieses alles alt und ueberholt sei. Genauso dachte ich auch, doch beschaeftige ich mich sehr ausfuehrlich mit den Schriften der verschiedenen Rebben von Toldot Aharon, Toldot Avraham Yitzchak und den Shomrei Emunim (Guardians of Faith) und ich fand sehr viele interessante Anhaltspunkte, warum die Takanot erlassen worden sind.
Zuerst einmal heisst es, dass Rebbe Aharon Roth eine perfekte religioese Gesellschaft erschaffen wollte. Nun, das wollen viele und soziologisch betrachtet bringen diese Vorhaben nicht selten diktatorische Prinzipien mit sich.
Ich denke kaum, dass Rebbe Roth ein Diktator sein wollte, dazu war er zu religioes und zu intelligent. Es ging ihm vielmehr darum, seine Anhaenger auf dem Pfad unserer Vorvaeter Avraham, Yitzchak und Yaakov zu halten. Die Kleidung sollte entsprechend sein genauso wie das Verhalten. Nicht, dass die Mitglieder sich voellig von der Aussenwelt abschotten, doch sollen sie religioes gesehen so stark sein, um auf aeussere Einfluesse nicht zu reagieren. Auf dem Pfad der Vorvaeter zu bleiben heisst, sich nicht anderweitig im Leben zu orientieren. Natuerlich ist das in unserer heutigen Zeit der Massenkommnunikation wie Internet, Presse, Musik etc. nicht immer einfach.
Ist es in unserer heutigen Gesellschaft nicht unvermeidbar, nach neuen Wegen im Leben zu suchen ? Haeufig jedoch kommt es mir so vor, dass die Menschen staendig nach etwas Neuem fuer sich selbst suchen. Sie sind sogar so sehr mit der Suche beschaeftigt, dass sie eigentlich gar nicht mehr wissen, was genau sie denn suchen.
Obwohl wir uns an die Mitzwot (Gebote) halten, sind wir definitiv von der Aussenwelt beeinflusst. An allererster Stelle steht der Materialismus. Egal ob nationalreligioes, haredi oder chassidisch, viele denken nur daran, wie sie das neueste Auto erstehen koennen, ihr Apartment ausbauen oder sich den allerneuesten Computer anschaffen. Jeden Donnerstag, wenn die neue Ausgabe einer bestimmten haredischen (ultra - orthod.) Wochenzeitung erscheint, sehe ich maennliche Haredim wie sie sich sofort auf die Anzeigen mit den Autoverkaeufen stuerzen.
Weiterhin ist es den Mitglieder der Toldot Aharon untersagt, sich etwas auf ihr Thorawissen einzubilden. Dieses Verhalten ist allgemein in vielen Faellen so unueblich geworden. Ich traf unzaehlige Rabbis und Yeshiva - Studenten, die ueberheblich sind, dass sie mit keinem aussserhalb ihre Kreises kommunizieren. Bei Toldot Aharon wurde ich eines besseren belehrt. Die Mitglieder halten sich wirklich an diese Erlasse.
Ist ein Leben nach den Takanot der einzige Weg, um auf den Pfaden unserer Vorvaeter zu bleiben ? Hat die juedisch - orthodoxe Gesellschaft versagt, weil sich ihre Mitglieder viel zu sehr dem Materialismus und einem Leben ausserhalb der Thora verschrieben haben ? Kann es ein Leben ausserhalb geben auch wenn ich die Mitzwot halte ? Und ueberhaupt, wer sagt, dass ich als religioese Person nicht ins Kino gehen und mir einen Film anschauen kann ? Ich habe keine Ahnung, was unsere Vormuetter und Vorvaeter dazu sagen wuerden. Wie uns aber die Thora berichtet, verstanden sie es, ein Leben ausserhalb zu fuehren ohne jemals die Thora oder G - tt zu vergessen. Wir sollten uns darauf konzentrieren, dass der Einfluss von ausserhalb nicht unser gesamtes Leben kontrolliert. Jeder muss dabei seinen eigenen fuer ihn akzeptablen Weg finden.
Obwohl ich das chassidische Leben sehr bewundere, koennte ich mir nicht vorstellen, nur in eine Richtung zu gehen. Ich liebe es zu Chassidim zu gehen und Chassidut zu lernen, aber genauso gehe ich ab und zu ins Kino oder ins Cafe. Ich bin nicht wirklich hier oder dort, was mich nicht selten stoert. Dennoch bin ich derzeit noch nicht fuer eine endgueltige Entscheidung bereit. Nur auf einer Seite zu stehen bringt die Gefahr mit sich, depressiv zu werden. Und genau das ist es, was das Judentum nicht will; jemanden in Depressionen zu stuerzen.
Sonntag, April 15, 2007
Aufruhr bei Toldot Aharon
B"H
Eigentlich installiert Menashe Darash Wassererhitzer durch Sonnenenergie auf den Daechern von Haifa. Laut eigenen Aussagen arbeitete er einmal in einer Wohngegend der chassidischen Gruppe Vishnitz und machte sich so seine Gedanken ueber Chassidim. Etwas schien ihn anzuziehen.
Kurz darauf machte er sich auf nach Jerusalem und ehe er sich versah, fand er sich in einer Beit Midrash (relig. Lernzentrum) der extremsten chassidischen Gruppe, Toldot Aharon, wieder.
Dort erweckte er den Eindruck, dass er an deren Chassidut interessiert sei und sie erklaerten sich bereit, ihn zu unterrichten. Fuenf Jahre lang lernte Menashe Darash nebenbei bei Toldot Aharon, die dachten, er wolle vielleicht der Gruppe beitreten.
Ploetzlich kam das Aus. Darash verkuendete, dass er keineswegs beitreten wolle, sondern Material fuer einen Roman gesucht habe. Er schrieb ein Buch ueber die verbotene Liebe eines Toldot Aharon Maedchens zu einem unreligioesen Israeli.
Diese Ankuendigung versetzte die Toldot Aharon Gruppe in Aufruhr und Darash erhielt laut eigenen Aussagen Drohungen per Telefon. Ausserdem waeren ihm 50 Maeuse ins Wohnzimmer geschmissen worden. Toldot Aharon versuchte mit Hilfe eines eingeschalteten Anwaltes die Buchveroeffentlichung zu verhindern. Grund: Menashe Darash haette sie fehlgeleitet und wuerde nun Geheimnisse aus der Gruppe in der Oeffentlichkeit breittreten. Ausserdem koennte die hauseigene Jugend das Buch lesen und auch fehlgeleitet werden.
Bisher einigte man sich darauf, dass das Buch nicht erscheint und Toldot Aharon ca. 10.000 Euro Schadenersatz an Menashe Darash zahlen muss.
Meine persoenliche Meinung zu dem Fall ist, dass Menashe Darash voellig irrsinnig handelte. Er haette ankuendigen muessen, dass er ein Buch schreiben will und nicht alle beluegen duerfen. Was aber teilweise noch schlimmer ist, ist, dass er das Vertrauen von Toldot Aharon missbrauchte und somit deren Verdacht erweckte. Derzeit kann kaum jemand zu der Gruppe gehen und auch nur das Wort SCHREIBEN erwaehnen. Menashe Darash hat es bis auf weiteres unmoeglich gemacht, dass andere Journalisten oder Autoren ueberhaupt an die Gruppe herankommen, um ueber sie zu schreiben.
Mein naechster Beitrag ueber eine chassidische Gruppe wird ausgerechnet Toldot Aharon incl. ihrer Abspaltungen Avraham Yitzchak und Shomrei Emunim sein. Auch fuer mich ist es immer wieder ein Drahtseilakt ueber Gruppen wie diese und Vishnitz bzw. Satmar zu schreiben und ich muss das sehr objektiv tun. Zu Toldot Aharon selbst muss ich sagen, dass ihre Geheimnisse schon laengst veroeffentlicht sind. Naemlich vom israelischen Schriftsteller Amnon Levy. Ausserdem sind die Buecher des Rabbi Daniel Frisch, um die es in dem Falle geht, ueberall zu kaufen.
Auch ich plane einige Stories ueber Chassidim, doch wuerde ich niemals Gruppennamen geschweige denn deren hauseigene Braeuche in den Stories nennen, um einen Identitaet zu verhindern.
Eigentlich installiert Menashe Darash Wassererhitzer durch Sonnenenergie auf den Daechern von Haifa. Laut eigenen Aussagen arbeitete er einmal in einer Wohngegend der chassidischen Gruppe Vishnitz und machte sich so seine Gedanken ueber Chassidim. Etwas schien ihn anzuziehen.
Kurz darauf machte er sich auf nach Jerusalem und ehe er sich versah, fand er sich in einer Beit Midrash (relig. Lernzentrum) der extremsten chassidischen Gruppe, Toldot Aharon, wieder.
Dort erweckte er den Eindruck, dass er an deren Chassidut interessiert sei und sie erklaerten sich bereit, ihn zu unterrichten. Fuenf Jahre lang lernte Menashe Darash nebenbei bei Toldot Aharon, die dachten, er wolle vielleicht der Gruppe beitreten.
Ploetzlich kam das Aus. Darash verkuendete, dass er keineswegs beitreten wolle, sondern Material fuer einen Roman gesucht habe. Er schrieb ein Buch ueber die verbotene Liebe eines Toldot Aharon Maedchens zu einem unreligioesen Israeli.
Diese Ankuendigung versetzte die Toldot Aharon Gruppe in Aufruhr und Darash erhielt laut eigenen Aussagen Drohungen per Telefon. Ausserdem waeren ihm 50 Maeuse ins Wohnzimmer geschmissen worden. Toldot Aharon versuchte mit Hilfe eines eingeschalteten Anwaltes die Buchveroeffentlichung zu verhindern. Grund: Menashe Darash haette sie fehlgeleitet und wuerde nun Geheimnisse aus der Gruppe in der Oeffentlichkeit breittreten. Ausserdem koennte die hauseigene Jugend das Buch lesen und auch fehlgeleitet werden.
Bisher einigte man sich darauf, dass das Buch nicht erscheint und Toldot Aharon ca. 10.000 Euro Schadenersatz an Menashe Darash zahlen muss.
Meine persoenliche Meinung zu dem Fall ist, dass Menashe Darash voellig irrsinnig handelte. Er haette ankuendigen muessen, dass er ein Buch schreiben will und nicht alle beluegen duerfen. Was aber teilweise noch schlimmer ist, ist, dass er das Vertrauen von Toldot Aharon missbrauchte und somit deren Verdacht erweckte. Derzeit kann kaum jemand zu der Gruppe gehen und auch nur das Wort SCHREIBEN erwaehnen. Menashe Darash hat es bis auf weiteres unmoeglich gemacht, dass andere Journalisten oder Autoren ueberhaupt an die Gruppe herankommen, um ueber sie zu schreiben.
Mein naechster Beitrag ueber eine chassidische Gruppe wird ausgerechnet Toldot Aharon incl. ihrer Abspaltungen Avraham Yitzchak und Shomrei Emunim sein. Auch fuer mich ist es immer wieder ein Drahtseilakt ueber Gruppen wie diese und Vishnitz bzw. Satmar zu schreiben und ich muss das sehr objektiv tun. Zu Toldot Aharon selbst muss ich sagen, dass ihre Geheimnisse schon laengst veroeffentlicht sind. Naemlich vom israelischen Schriftsteller Amnon Levy. Ausserdem sind die Buecher des Rabbi Daniel Frisch, um die es in dem Falle geht, ueberall zu kaufen.
Auch ich plane einige Stories ueber Chassidim, doch wuerde ich niemals Gruppennamen geschweige denn deren hauseigene Braeuche in den Stories nennen, um einen Identitaet zu verhindern.
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