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Mittwoch, Oktober 17, 2012

The Origin of Light

B"H 

Aufmerksame Leser haben in der vergangenen Woche sicherlich bemerkt, dass die übliche Thoralesung ausfiel. Nicht in den Synagogen, sondern hier auf meinem Blog.:-) 

Der Grund ist einfach zu erklären: Ich bereite gerade einige detaillierte Artikel zum "Sefer Bereshit – 1. Buch Mose" vor, wobei die ersten beiden Parashot BERESCHIT sowie NOACH eine ganz besondere Rolle einnehmen. Allein Adam und Eva (Chava ) im Paradies ist eine Endlos – Story, denn, laut der Ansicht vieler jüdischer Kommentare, handelt es sich beim Paradies um keinen Ort, an den man einfach so reist. Vielmehr wird das Paradies als Metapher für unorstellbar hohe Seelenlevel gesehen. Adam und Eva lebten in unserer Welt, so wie wir, doch beinhalteten sie immens hohe Seelenlevel. Einer davon stattete sie mit Unsterblichkeit aus, die ihnen jedoch, nach ihrem Vergehen, genommen worden ist. Das Resultat war, dass die Menschheit sterblich wurde. 

Neben einigen Artikeln weiterer Themen wird sich hier für einige Zeit alles um die Welterschaffung, Adam und Eva sowie die Generation des Noach (Noah) drehen. 




Link: 

Adam, Eva & die Welterschaffung

Sonntag, September 02, 2012

Leckerbissen für Sammler: "Trauerrede aus der Synagoge Fürth"

B"H

Weit mehr als 90% der begehrten Literaturraritäten sind lediglich in hebräischer Sprache zu haben, doch hier ist einmal etwas auf Deutsch. Die Trauerrede der jüdischen Gemeinde Fürth zum Tode Maximilian Joseph I. von Bayern. Das Manuskript ist auf den 23. Oktober 1825 datiert und umfasst 44 Seiten.

HIER kann es entweder online gelesen werden oder es steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

Mittwoch, August 08, 2012

Der Mars als neuer Lebensraum ?

B"H

Es war der berühmte Physiker Stephen Hawking, der einst die These vertrat, dass Planet Erde abgewirtschaftet habe. Der Mensch zerstörte den Planeten und nun sei es an der Zeit, neuen Lebensraum im Weltraum zu erkunden, um die Menschenmassen umzusiedeln.

All das mag sich in gewisser Weise nach einem "Hitler – Vokabular" anhören, doch Stephen Hawking ist sich seiner Sache sicher. Der Planet Erde sei aufgrund der Umweltverschmutzung und der Ausbeutung der Bodenschätze kaum mehr bewohnbar. Der Erde am Ähnlichsten sei nun einmal der Mars.

Der Thora zufolge gab G – tt den Menschen lediglich einen Planeten: Die Erde. Wenn wir genauer hinschauen, erkennen wir, warum das so ist. Kein anderer Planet als die Erde liefert uns den Sauerstoff, den wir brauchen. Ausreichend Wasser, Klima, Schwerkraft, Natur und sämtliche weitere Lebensbedingungen. Hinzu kommt das Schutzschild um die Erde herum, welches für die Atmosphäre sorgt, doch gleichzeitig einfliegende Meteoriten etc. zerstört. Nicht immer und es kommt sicherlich auf die Größe der Himmelskörper an. Zum Beispiel ware ein einfliegender Asteroid schon eine ganz andere Herausforderung. Nichtsdestotrotz ist die Erde kein regelmässiger Einschlagplatz wie, z.B., der Mond. Ebenso wenig offeriert uns der Mars optimale Lebensumstände und unser Leben dort täte um einiges anders aussehen.

Auch wenn es sich veraltet oder spiessig anhören mag: G – tt gab dem Menschen die Erde und allein hier besteht unsere Aufgabe. Hier müssen wir unser Leben meistern. Hätte G – tt das Weltall für uns vorgesehen, dann hätte Er folglich auch dementsprechende Lebensumstände geschaffen. Womit ich jedoch keinesfalls gegen die Astronomie bin. Ganz im Gegenteil, denn ich beschäftige mich nebenher sehr viel mit dem Thema und wenn mich etwas interessiert, dann Astrophysik. Und das Projekt CURIOSITY verfolge ich genau so mit Spannung, würde jedoch niemals auf den  Mars umziehen.:-)


Montag, Juli 02, 2012

Das G - TT PARTIKEL (Teilchen) wurde gefunden

B"H

CERN verkündete, dass man endlich das sogenannte "G – tt Partikel" gefunden habe. Bedeutet, dass Wissenschaftler in der Lage sind, den Ablauf des BIG BANG (Urknall) nachzuahmen. Was ich mich jedoch frage ist, ob die Wissenschaftler ebenso eine Erklärung parat haben, wie genau dieser Urknall erzeugt worden ist. Anhand von einer wissenschaftlichen Analyse. 

Wie soll das vor sich gegangen sein, wenn es im Judentum heisst, dass vor der Erschaffung des Universums absolut NICHTS existierte. Der berühmte mittlealterliche Kabbalist, Rabbi Yitzchak Luria, lehrt: Vor der Erschaffung gab es NICHTS außer G – tt allein. Bedeutet, dass es weder ein Loch noch jeglichen Raum gab. Einzig und allein G - tt war anwesend.

Chabad meditiert gerne an Thorathemen und gerade dieses Konzept des absoluten NICHTS ist ein gut geeignetes Meditationsthema. Wie sonst sollten wir Menschen ein absolutes NICHTS erfassen oder verstehen ?

Aus diesem Grund heraus frage ich, ob die Wissenschaftler mit einer Erklärung aufwarten können, wie aus diesem NICHTS heraus ein Urknall erzeugt wurde, wenn nicht von G – tt selbst ? Es war ja sonst niemand dort. Noch nicht einmal Protonen und Neutronen.



Montag, Juni 18, 2012

Der wissenschaftliche Beweis für die Existenz G – ttes

B”H 

Schon immer war es mir wichtig, mich nach der Erlangung des Basiswissen im Judentum, höheren Studien zu widmen. Dies begann schon recht früh; gleich nach dem Abschluss eines Basiskurses. Obwohl es nicht für jedermann ratsam ist, sich mit einem kleinen Quentchen Basiswissen für höhere Studien zu bewerben, tat ich es dennoch und wurde von einem haredischen (ultra – orthodoxen) Institut für Talmudstudien angenommen. Nicht ganz billig, doch nebenher habe ich in mehreren Jobs gleichzeitig gearbeitet.

Ganz ohne professionelle Studien kommt man gewöhnlich nicht weit, obwohl viele anderer Meinung sind. Sobald jemand in das akademische Judentum eintaucht (Talmud, Midrashim, Kabbalah, jüdische Philosophie, etc.), stellt derjenige schnell fest, ob sein bisheriges Wissen auf fundierten Studien beruht oder lediglich auf ein paar Vorträgen hier und da bzw. unprofessioneller Privatpersonen. Mir jedenfalls hat es auf Yeshivot (relig. Schulen) stets gefallen, was sich auch nachher in Kursen auf der Hebrew University oder der Bar Ilan University fortsetzte. Nicht in einem ganzen Studium, sondern einzelnen spezifischen Kursen mit einem kleinen Zertifikat.

"Judentum und Wissenschaft" sind Teile meines Hauptinteresses. Das Judentum geht mit der Wissenschaft Hand in Hand und beides schliesst sich nicht aus. Das genaue Gegenteil ist der Fall.

Der Physiker Dr. Gerald Schroeder ist bekannt für seine Vorträge auf internationaler Basis. Nebenher unterrichtet er die Entstehung unseres Universums gemäss der Quantenphysik an der Jerusalemer Yeshiva AISH HATORAH, wo ich einmal an einem seiner Vorträge teilnahm.

Hier ein Video mit ihm, in welchem er die Existenz G – ttes wissenschaftlich erklärt. 

Donnerstag, Dezember 15, 2011

Die G - tt Teilchen


Samstag, September 24, 2011

Gerald Schroeder zum Alter des Universums

B”H

Einige Male schon berichtete ich in der Vergangenheit vom Physiker Dr. Gerald Schroeder, welcher zum Big Bang des Universums einen Thorabezug aufbaut. Er beweist, dass die Thora, insbesondere das erste Kapitel der Bibel “Bereshit – Genesis”, durchaus Recht hat. Dass G – tt unser Universum erschuf und dass die Wissenschaft immer mehr die Korrektheit der Thora beweist. Selbst dann, wenn Wissenschaftler gegen jegliche religiöse Sichtweisen eingestellt sind.

Laut Schroeder, der zwar gebürtiger Amerikaner ist, doch schon Ewigkeiten in Jerusalem lebt, bestehen die sechs Tage der Erschaffung aus Millionen, wenn nicht Milliarden, von Jahren. Zum Zeitpunkt der Welterschaffung existierte noch kein 24 – Stunden – Tag geschweige denn eine Zeitrechnung. Selbst nahm ich vor 15 Jahren einmal an einem Vortrag des Physikers teil. Das war seinerzeit in Jerusalem bei der Yeshiva (relig. Schule) AISH HATORAH, wo Schroeder in den wöchentlich stattfindendem zweitägigen DISCOVERY Kurs unterrichtete.

Die folgenden Videoteile müssen so ungefähr aus der Zeit stammen. Obwohl die Videoqualität nicht immer die beste ist, der Inhalt ist höchst interessant und bis heute gültig. 

Übrigens wurde die Welt heute erschaffen ! Am 25. ELUL, welcher auf den heutigen Schabbat (Samstag) fällt. Unser Universum feiert (e) also heute Geburtstag ! 


Samstag, Juli 09, 2011

ALIENS im Judentum

B"H

Der Film ALIENS 2 mit Sigourney Weaver ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Zwar ist der Film mehr ganz so aktuell, aber immer wieder sehenswert ! 

Wie aber steht es um jene Außerirdischen, die da wesentlich mehr Ähnlichkeit mit der Menschheit haben als die Monster in den Signourney Weaver Filmen ? Die kleinen grünen Männchen, zum Beispiel ? Erschuf G – tt mehrere Welten und Universen mit menschlichen Wesen ? Falls dem so ist, was geschieht dann mit uns ? Existieren nur auf Erden Juden oder gab G – tt auch anderen Völkern des Weltraumes eine Thora ?

Der Talmud lehrt uns von den 18,000 von G – tt erschaffenen Welten / Planeten genauso so wie vom Planeten MEROZ. Das Buch SEFER HABRIT von Rabbi Pinchas Eliyahu Horowitz (18. Jahrhundert) lehrt, dass MEROZ ein bewohnter Planet irgendwo da draußen im All ist.

Nach all den Jahren des Studiums über das Judentum, habe ich eine wahre kleine Praivatbobliothek zusammengetragen und darf das Buch "SEFER HABRIT" mein Eigen nennen. Allerdings berichtet es im ersten Kapital nicht nur vom Planeten Meroz, sondern ebenso viele Details vom Mond, der Sonne, Jupiter, Venus, Saturn, Mars und dem Merkur. Unmengen gibt es zum Thema zu berichten, doch habt Ihr Euch einmal gefragt, ob G – tt tatsächlich noch andere Völker auf mehreren Planeten erschaffen hat ? Was, wenn es wirklich Menschen auf dem Planeten Meroz gibt, wie Rabbi Horowitz behauptet ? Gleichzeitig aber lehrt der Rabbi, dass jene Meroz – Bevölkerung keinerlei “Freien Willen” besitzt wie wir auf Erden.

In meinen alten Yeshiva (relig. Schule) Tagen fragte einmal eine Mitschülerin unseren Lehrer, was das Judentum von Aliens hält. Der Lehrer gab zu bedenken, dass es durchaus Aliens geben könne, doch hätten diese keine Thora erhalten. Allerdings vergaßen wir alle die weiterleitende Frage, ob denn die Aliens den Sieben Noachidischen Gesetzen unterliegen wie die Nichtjuden.


Link:

Mittwoch, Mai 25, 2011

Nur 4 % des Universums sind uns bekannt

B”H

Lediglich 4 % unseres Universums sind uns bekannt; wohingegen 96 % des Universums uns Menschen völlig unbekannt sind und wohl auch bleiben. Allein 4 % des Universums bestehen aus Sternen, Planeten und Galaxien. Der Rest des Universums wird hingegen von “Energie” and “Materie”.


Wie ich einige Male zuvor beschrieb, schliessen sich Wissenschaft und Thora nicht aus. Die Wissenschaft wird daher vom orthodoxen Judentum keineswegs abgelehnt, wenn wir einmal von der Darwinschen Lehre ausgehen oder davon, dass unser Universum rein zufällig entstanden ist.

G – d erschuf das Universum, was einen BIG BANG beim Erschaffungsprozess nicht ausschliesst. Auch nicht, dass es Millionen oder Milliarden von Jahren dauerte, ehe sich die Erde nach dem Urknall abkühlte und sich allmählich Leben bildete.

Link:

Gerald Schroeder and the "Age of the Universe"

Montag, Februar 14, 2011

Erscheint Atlantis auf Google Earth ?

B"H

Es gibt Tausende Theorien zur antiken Insel ATLANTIS. Warum sie sank, was ihr Geheimnis war und wo genau sie sich befand. Eine Theorie lautet, dass die Nachkommen Kains Atlantis bewohnten und es auf der Insel eine hochmoderne Technologie ähnlich der unseren existierte.Ob Google Earth jedoch wirklich Atlantis aufzeigt ? Gesetz dem Fall, dass es sich bei den antiken Inselbewohnern um die Nachkommen Kains handelte, sollte besser vermieden werden, sich nach der Insel auf die Suche zu begeben.


Freitag, Dezember 24, 2010

Schabbat Schalom


Sonnenuntergang über den Bergen von Meron / Nordisrael.

Photo: Miriam Woelke

B"H

Das obere Photo nahm ich gestern nachmittag in der nordisraelischen Kleinstadt Zfat auf. Neulich als ich in Zfat übernachtete, wachte ich gegen 3.00 Uhr morgens auf und schaute aus dem Fenster. Was ich sah, konnte ich kaum glauben, denn eine kleine Sternengalaxie am Himmel war so nah zu erkennen als befinde sie sich direkt über dem Dach des Hauses. 

Wahrscheinlich finden wir derlei "Sehenswürdigkeiten" eher in den hohen Bergen als im Flachland, doch mich beeindruckte der Anblick ungemein und sofort schoss mir der Gedanke der "Welterschaffung" durch den Kopf. In meiner spärlichen Freizeit befasse ich mich etwas mit Astronomie und mein Lieblingsthema im Judentum ist die "Welterschaffung von A - Z". 

Ich will niemanden mit Daten aus dem Weltall nerven, dennoch sollten wir in jeder Form von Natur den Erschaffungsprozess erkennen und G - tt danken, dass wir überhaupt leben.

"Schabbat Schalom" !

Mittwoch, November 24, 2010

Dinosaurier, Fossilien, Darwin und der Big Bang im Judentum


Nebula im All



B"H

Der Physiker Gerald Schroeder definiert eine der jüdischen Stellungnahmen zu den Dinosauriern sowie den Fossilien.

a) Religiöse Mythen

b) Wissenschaftliche Mythen


Zu bedenken sei, dass die Orthodoxie nicht selten gespaltene Meinungen vertritt.
Einige Rabbiner sehen die sechs Tage der Erschaffungsphase als symbolisch, da jeder einzelne Tag aus Millionen, ja, Milliarden von Jahren bestanden haben kann. G - tt sagte in Parashat Bereschit (Genesis) EIN TAG, doch da es noch keine 24 - Stunden - Tage gab, kann es sich um Millionen von Jahren gehandelt haben, die da einen Tag bilden.


Andere Rabbiner dagegen behaupten, die Thora sei in diesem Fall absolut wörtlich zu nehmen und die Welterschaffung in sechs Tagen bedeutet sechs Tage mit je 24 Stunden.


Der amerikanisch - israel. Physiker aus Jerusalem steht jedoch für die erste Theorie:

Das Alter der Welt





Weitere Links zum Thema:

Thora & Wissenschaft


Das Alter des Universums, Teil 1


Montag, November 15, 2010

Sonntag, Oktober 03, 2010

Die verpasste Parasha: BERESHIT






B"H


Am vergangenen Schabbat haben wir begonnen, die Thora wieder ganz von vorn zu lesen. Dies tun wir in jedem Jahr nach Simchat Thora, dem letzten Tag von Sukkot (Laubhüttenfest). 


Normalerweise wird "Genesis" mit den Worten "Am Anfang" übersetzt, doch hat "Bereshit" viele unterschiedliche Bedeutungen. Die Kabbalah übersetzt "Bereshit" als "Mit Weisheit erschuf G - tt …..".
Im Judentum haben wir das Konzept, dass jeder Mensch, und habe er auch noch ein so negatives Leben geführt, fast immer die Möglichkeit hat, zum Judentum bzw. zu G - tt zurückzukehren.Bereshit ist wie ein Neubeginn und vielleicht sollten wir diese Chance nutzen, unser Leben ein wenig positiver zu gestalten.


Für uns ist es absolut unvorstellbar gedanklich zu erfassen, wie die Welt nach der Erschaffung aussah. Die sechs Tage des Erschaffungsprozesses sind metaphorisch zu betrachten, denn zu der Zeit gab es keinerlei Zeitrechnung oder Zeitgefühl. Hierbei ist zu beachten, dass es Kommentatoren gibt, die sehr wohl eine Zeitrechnung während der ersten sechs Tage der Welterschaffung sehen. Beide Meinungen bedürfen jedoch näheren Erläuterungen, warum gerade diese Meinung existiert und worauf diese basiert. Einzig und allein G - tt existierte und auf ihn ist jegliche Zeit jedenfalls nicht zutreffend. Er existierte immer und wird dies unendlich lange tun.


Das erste Mal fand die Zeit Erwähnung in der Thora mit dem Satz "Und G - tt nannte das Licht Tag" (siehe Ramban zu Bereshit). In der Kabbalah, vor allem in den Schriften des Arizal (Rabbi Yitzchak Luria) heißt es, dass es vor der Erschaffung der Welt nichts gab, außer G - tt. Er füllte alles aus und wir mögen so unsere Probleme damit haben, uns ein absolutes Nichts vorstellen zu können. Als G - tt sich entschied, das Universum etc. zu erschaffen, mußte Er sich selbst aus einem Raum zurückziehen, um Platz für Seine Erschaffung zu schaffen. Hierbei handelt es sich um den sogenannten Zimzum. Der Zimzum fand jedoch keineswegs räumlich statt, sondern vielmehr zog Er Seine unendlichen Kräfte zurück. Denn hätte Er die Welt absolut perfekt erschaffen, dann befänden wir uns auf dem Level von Robotern und täten über keinen freien Willen verfügen. Um jedoch auch dem "Negativen" einen Freiraum zu lassen, musste sich G - tt automatisch bis zu einem gewissen Grad zurückziehen.


Die Gemara im Talmud Traktat Sanhedrin 38a stellt die Frage, warum G - tt den Menschen erst am sechsten und nicht schon am ersten Tag erschuf. Weil sonst negative Kräfte in der Zukunft behaupten könnten, dass der Mensch Partner im Erschaffungsprozess war, was vollkommen falsch wäre.
Nicht wenige andere Religionen legen den Satz "Laßt uns den Menschen erschaffen" als eine Art Trinität aus. G - tt hätte mehrere Identitäten, was natürlich eine Fehlinterpretation darstellt. Metaphorisch gesehen erschuf hier G - tt den Menschen mit all Seinen 10 Attributen (Eigenschaften oder Sefirot). Nicht, dass G - tt "sprach", sondern dass Er Seine unterschiedlichen Kräfte für den Erschaffungsprozeß nutzte.


Immer dann, wenn die Thora G - tt menschliche Eigenschaften zuweist, handelt es sich um Metaphern, denn G - tt verfügt über keinerlei solcher Eigenschaften. Die Thora allerdings gab Er uns in einer vermenschlichten Sprache, damit unser eingeschränkter Verstand in der Lage ist, sie zu begreifen. Ebenfalls sind wir nicht imstande, G - tt zu verstehen, sondern können Ihn lediglich anhand Seiner Handlungen etwas kennen lernen. Auch existierte lt. der Thora "der Abend" vor "dem Morgen". Hierzu kommentiert Rabbi Yehonatan Eibeschütz das "der Abend" ausdrückt, dass seitens G - ttes der Gedanke kam und "am Morgen" steht für die eigentliche Ausführung der Tat.


Es gibt unzählige Kommentare darüber, was Eva (Chava) und Adam falsch gemacht haben und was genau mit dem Paradies (Gan Eden) sowie den zwei Bäumen, dem Baum des Lebens (Etz Chaim) und dem Baum der Erkenntnis (Etz HaDaat) gemeint ist. Viele Kommentatoren vertreten die Meinung, dass Gan Eden und die Bäume bestimmte seelische Level repräsentiert. Adam sowohl als auch Chava waren auf einem dermaßen hohen geistigen Level, welcher uns heute völlig unvorstellbar ist erscheint. In dem Moment als beide vom "Etz HaDaat" aßen, bekamen sie einen materiellen Körper und die meisten hohen geistigen Level verflogen. Unsere materielle Welt, die Malchut, übernahm die Vorherrschaft und die anderen drei geistigen Welten, Atzilut, Beriah und Yetzirah, entfernten sich von der Malchut. Unsere Aufgabe ist es, die Welten und die hohen geistigen Seelenlevel wieder auf ihren Ausgangspunkt nach dem Erschaffungsprozess zurückzubringen. Dies verstehen wir unter dem Tikun Olam - die Reparatur der Welt.


Ursprünglich war geplant gewesen, dass Chava und Adam der Versuchung widerstehen und noch am kurz darauf folgenden Shabbat der perfekte Level der Welt erreicht worden wäre. Adam hätte somit alle sich in ihm befindenen Seelen repariert und die Welt sehe heute anders aus. Doch Adam und Chava erwiesen sich trotz ihres hohen Levels als nur allzu menschlich und wollten sich nicht mit dem zufrieden geben, was sie hatten. Es war ihnen erlaubt, von den Hunderten wenn nicht Tausenden von Bäumen im Gan Eden zu essen und selbst vom Baum der Erkenntnis hätten sie nach Einbruch des Shabbat essen dürfen. Doch eine negative menschliche Eigenschaft ist fast immer das zu wollen, was man nicht hat oder in anderen Worten: der Neid. Genauso erging es Kain als er seinen Bruder Hevel (Abel) tötete. Vielleicht sollten wir aus diesen Fällen lernen, nicht immer nur auf unseren Nachbarn zu schauen, sondern uns mit dem zufrieden geben, was wir schon erreicht haben. Alles werden wir niemals erreichen, denn es wird immer jemand vor uns stehen, der mehr hat. Daher ist die beste Lösung sich auch einmal aus ganzem Herzen für seine Mitmenschen zu freuen.


Adam HaRishon enthielt alle fünf unterschiedlichen Seelenarten. Heutzutage reden wir höchsten von der Nefesh (tierischen Seele in uns, welche ihre Bedürdfnisse erfüllt haben will). Dazu noch vom darüberliegenden Level "Ruach" sowie der "Neshama". Das sind alle Level, welche wir derzeit erreichen können. Adam dagegen hatte ebenso eine "Chaya" und eine "Yechidah". In kabbalistischer Literatur wird die "Chaya" als "Neshama Yeterah" betrachtet. Heutzutage kennen wir die al seine zusätzliche Seele, welche jeder Jude am Schabbat erhält. Die "Neshama Yeterah" ist das Geheimnis der "Chaya" und in der Kommenden Welt (nach dem Eintreffen des Meschiach) erhalten die den vollständigen Level der "Chaya" zurück (siehe "Megaleh Amukot"). Der REMA schreibt, dass die "Chaya" das Geheimnis des Schabbat und die "Yechidah" (die höchste Seele überhaupt) das Geheimnis der Kommenden Welt beinhalten.


Die ungeklärte Frage ist und bleibt, was genau der Gan Eden (das Paradies) war oder ist. Handelt es sich dabei tatsächlich um einen real existierenden Ort oder vielmehr um einen spirituellen Seelenlevel ? Waren Adam und Eva (Chava) vor ihrem Vergehen tatsächlich materiell oder eher geistiger spiritueller Natur ? Dass sie jedenfalls vor dem Vergehen mit Lendenschurz oder Feigenblatt bekleidet herumliefen, erscheint gänzlich falsch. Die Mehrheit der Kommentatoren sieht beide eher mit einem besonderen Licht bekleidet. Zusätzlich herrscht die Meinung, dass Adamas Haut nur aus dem Material bestand, aus welchem heutzutage unser Fingernägel gemacht sind (siehe Rabbi Yitzchak Luriah "den ARIZAL" in seinem Buch "Arba Meot Shekel Kesef").


Hätten Adam und Eva (Chava) nicht gesündigt, wären sie im Paradies (Gan Eden) geblieben und hätten nur "heilige perfekte Nachkommen" gezeugt. Wie wir wissen, war jedoch das Gegenteil der Fall und bis heute sind wir damit beschäftigt, den einstmaligen perfekten Zustand der Welt sowie der Seelen wiederherzustellen. Dieses endet bzw. wird mit der Ankunft des Meschiach vollfüllt. Trotzdem wurden die Seelen der beiden ersten Menschen schon längst von unseren Vorvätern sowie den Vormüttern "repariert".


Kaum eine andere Thoraparasha ist dermaßen kompliziert und schwer zu verstehen wie die Parashat Bereshit (Genesis). Es gibt unendlich viel zu sagen und die Themen sind, im wahrsten Sinne des Wortes, unerschöpflich.

Montag, Juli 12, 2010

Einst lernten Rabbiner Philosophie und Naturwissenschaften


Aus der heutigen "Yediot Acharonot"

Photo: Miriam Woelke


B"H

Teile der haredischen (ultra - orthodoxen) Gesellschaft stellen das bisherige haredische Schulprinzip genauso in Frage wie das staatliche israelische Bildungsministerium. Der neue Curriculum für jene haredischen Schulen, welche finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten, sieht ab sofort einen festen Englisch - Mathe - sowie Naturwissenschaftsunterricht vor und nicht "nur" Thora und Talmud für die Jungen.

Auch auf dem haredischen Radiosender "Kol BaRamah" wurde gestern abend diskutiert: Viele Haredim (Ultra - Orthodoxe), inclusive dem Knessetabgeordneten Eliezer Moses der chassidischen Gruppe Vishnitz, befürworteten den erweiterten Bildungsplan. 
Hinterher kam ein linker Meretz - Abgeordneter (ich glaube sein Name war "Horowitz) zu Wort und, obwohl ich sonst alles andere als Meretz bin, gebe ich Horowitz Recht: Eine gute Allgemeinbildung muss her !

Lernten die früheren Rabbiner wie Rabbi Kook, der Abarbanel oder der letzte Lubawitscher Rebbe noch Philosophie oder Naturwissenschaften, besteht die haredische Gesellschaft heutzutage (leider) aus Ja - Sagern, die sich anpassen und ihr Rabbi sie im (Bildungszaume) hält.

Sonntag, Mai 16, 2010

Tikkun Leil Schavuot

B"H

Bei dem "Tikkun Leil Schavuot" handelt es sich um eine berühmte jüdische Tradition in der Nacht an Schavuot (in diesem Jahr DIENSTAG NACHT !). G - tt gab uns die Thora am Berg Sinai und in der Nacht zuvor sollten wir uns auch heute spirituell darauf vorbereiten. Nicht nur, dass die Juden vor Tausenden von Jahren die Thora erhielten, sondern der Zustand hält bis HEUTE an. An jedem Schavuot erhalten auch wir die Thora neu.

Ein TIKKUN steht für die eigene Seelenkorrektur. Anhand des Thoralernens oder indem ich an der Schavuotnacht zu relig. Vorträgen gehe, bringe ich mich selbst auf einen gewissen höheren Level. Vorausgesetzt, ich entnehme Ernsthaftes aus den Inhalten der Vorträge für mich selbst und ändere ggf. mein Leben etwas.

An Erev Schavuot also strömen besonders in Israel die Juden los. Seit wenigen Jahren findet der Brauch große Anhängerschaft unter den säkuleren Juden und somit ist selbst Tel Aviv nicht ohne ausreichende Angebote. Die meisten Shiurangebote gibt es jedoch in Jerusalem, wobei ich persönlich halachische Vorträge von orthodoxen Rabbinern bevorzuge und nicht von irgendwelchen Light- Programmen.

Zwei hervorragende halachische Gelegenheiten bieten die Große Synagoge sowie die Yeshurun Synagoge. Beide befinden sich in der King George Street, fast nebeneinander. In der Großen Synagoge spricht, unter anderem, der ehemalige aschkenazische Oberrabbiner Israel Lau zum Thema "Wie ändert sich halachisch das Leben nach der Konversion zum Judentum". Wie wir wissen, ist Schavuot auch das Fest der Ruth, welche da zum Judentum übertrat als sie mit ihrer Schwiegermutter Naomi nach Bethlehem (Beit Lechem) heimkehrte. Ruth war ursprünglich Moabiterin und was es alles mit ihr und den daraus entstehenden Problemen auf sich hat, darüber wird alljährlich an Schavuot heftig diskutiert. Der derzeitige aschkenazische Oberrabbiner Jonah Metzger spricht halachisch in der Yeshurun Synagoge; nur ein paar Meter weiter.

Den seltsamsten aller diesjährigen Schavuot - Vorträge bietet das Menachem Begin Center. Dort spricht die Doktorin der Soziologie, Sima Zalcberg, zum Thema "Wie sie als Researcherin sich in eine extreme chassidische Gruppe" einschlich. Die Wörter "EINSCHLICH" sowie "HINEINLOG" sowohl als auch der Name der chassidischen Gruppe "die Toldot Aharon" werden wohlweislich in der Programmankündigung verschwiegen.

Vor ca. fünf oder mehr Jahren log sich Sima Zalcberg durch die Toldot Aharon, um zu untersuchen, warum deren Frauen sich nach der Hochzeit die Haare abscheren. Nach ca. einem Jahr verfasste sie ihr Doktorat zum Thema. Ich las ihr Doktorat zweimal und rief Sima Zalcberg an, da sich mir einige Fragen aufdrängten. Wie die damalige Studentin reagierte, könnt Ihr hier lesen:



Wie ich bereits unzählige Male schrieb, bin ich gegen Leute, welche die Chassidim lediglich als Mittel zum Zweck benutzen und sie hinterher als "ungebildet" oder "Objekte" beschreiben, wie Sima Zalcberg es tat. Bevor sie sich aufmachte, um die Toldot Aharon zu untersuchen, las sie Bücher über isolierte afrikanische Stämme und wie man sich denen als Forscher nähert. Mittendrin log Frau Zalcberg der Toldot Aharon Rebbitzen etwas von "sie wolle relig. werden vor" und entsprechend schaut ihr Doktorat aus.

An all jene Leserschaft, die ernsthaft an dem Thema "Warum sich verschiedene chassidische Frauen nach der Hochzeit die Haare abrasieren" interessiert sind:
Man muss sich nicht unbedingt in die Toldot Aharon einschleichen, um die Antwort zu finden, denn ebenso scheren sich die Belzer, Satmarer oder Vishnitzer Frauen die Haare. Wer Fragen zu dem Thema hat, kann sie loslassen. Als Kommentar oder per Mail. Zum Thema habe ich schon einiges berichtet, aber man weiss ja nie, was noch für Fragen auftauchen !

Mittwoch, März 24, 2010

Doktor Toldot Aharon ?

B"H


Immer wieder neu machen mich Leute an der Uni oder anderswo darauf aufmerksam, dass ich endlich einmal in die Gänge kommen und mich bei der Bar Ilan Uni oder in Jerusalem zum Doktorat anmelde. Das hätte ich doch schwupps in der Tasche, wenn ich mein Geschreibsel zu den chassidischen Gruppen zusammenfasse. An Live - Infos fehlt es nicht und wenn so mancher Doktorant sich durch Bücher arbeitet, kann ich direkt Chassidim befragen und ziehe keine trockenen Quellen hervor.


Ein Doktorat zum Thema ist nichts für mich, denn ich begebe mich nicht in die Hände eines Profs, der glaubt, Ahnung zu haben, doch diese lediglich auf Enzyklopädien basieren. Und welcher Titel soll eigentlich her:

Dr. Toldot Aharon oder Belz ?

Viele meiner chassidischen Freunde täten es mir mehr als übel nehmen, wenn ich sie in eine Doktorarbeit quetschen würde. Ein Doktorat von einer "zionistischen" Uni ?
Bei dem Wort "Uni" fallen nicht wenige aus allen Wolken und machen die Auskunftsquellen dicht.


Das aber ist nicht mein Grund der Ablehnung, sondern dieser bezieht sich auf ahnungslose Professoren, die einem alles vorschreiben und ggf. selber Nutzen aus der Doktorarbeit eines Schützlings ziehen.

Dienstag, März 23, 2010

Rabbi Ovadiah Yosefs halachische Entscheidungen zur Organspende, dem Kaddisch sowie zum Selbstmord

B"H


The spiritual leader of the Shas party, Rabbi Ovadia Yosef, has declared in latest set of religious rulings that Jews who donate their bodies to science or commit suicide do not deserve to be mourned in the traditional Jewish way.


Yosef published recently a new volume in his well-known series of books under the title of Chazon Ovadia, which contains laws concerning Shabbat, medicine, burial rituals, holidays and other topics.


In the new volume, Rabbi Ovadia rules on topics focusing around mourning and burial practices relating to various irregular cases that go against the traditional Jewish law, such as donating one's organs, cremation, and suicide.
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"He who donates his body to science, to have his organs dissected, even though his intention is to advance scientific research, he is committing a serious offense, and might be relinquishing the chance of resurrection of his soul and body, and therefore we must not mourn his death," Rabbi Ovadia wrote.

Montag, März 22, 2010

Roboter bei der Pessach Seder

B"H

Der moderne Weg, eine Pessach Seder zu feiern:

Dienstag, Februar 09, 2010

Bild des Tages


 Night Launch of the Space Shuttle Endeavour
Credit: NASA

Explanation: Sometimes, the space shuttle launches at night. Pictured above, the space shuttle Endeavour lifted off in yesterday's early morning hours from Launch Pad 39A in Kennedy Space Center, Florida, USA, bound for the International Space Station (ISS). A night launch, useful for reaching the space station easily during some times of the year, frequently creates vivid launch imagery. The shuttle, as pictured above, is framed by an enormous but typical exhaust plume ejected as the shuttle's powerful rockets began lifting the two million kilogram space bus into Earth orbit. Endeavour's mission, labeled STS-130, includes the delivery of the Tranquility module to the space station. Tranquility will provide extra room for space station astronauts and includes a large circular set of windows designed to bestow vastly improved views of the Earth, the night sky, and the space station itself.