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Sonntag, November 11, 2012

In der Nähe des Grabes von Rabbi Yitzchak Luria



B"H 

Das Video nahm ich nahe dem Grab des berühmten mittelalterlichen Kabbalisten, Rabbi Yitzchak Luria (Kurzname: ARI) auf. Rabbi Luria (1534 -1572) lebte insgesamt nur ein Jahr in Zfat bevor er starb, doch in der kurzen Zeit wurde er zum Nachfolger des berühmten Kabbalisten, Rabbi Moshe Cordovero, ausersehen. Rabbi Cordovero, der, u.a., einen grandiosen Kommentar zum kabbalistischen Buch ZOHAR verfasst (den Kommentar OR YAKAR), verstarb nur wenige Tage, nachdem sich Rabbi Luria in Zfat niedergelassen hatte. 

Außerdem im Video: Die Umgebung des antiken Friedhofs von Zfat mit den gegenüberliegenden Bergen von Meron, wo der talmudische Rabbiner Schimon bar Yochai beerdigt liegt.

Ferner sehen wir die Metalltribünen um das Grab des ARI, welche es den Cohanim (Tempelpriestern und Nachkommen Aharons) ermöglichen, den Friedhof zu besuchen. Laut der jüdischen Halacha ist es Cohanim untersagt, mit Unreinheiten in Berührung zu kommen und Tote sind darin mitenthalten. Um jedoch den Cohanim den Besuch eines Friedhofes zu ermöglichen, finden wir vielerseits derlei Metallgestelle auf jüd. Friedhöfen. Somit betreten die Cohanim nicht den Boden des Friedhofs und werden nicht unrein. Teilweise dienen die Metallpfade auch als Wegetrennung von Mann und Frau. Dies allerdings nur bei grossen Besucherandrang. Als ich Ende Oktober dieses Video aufnahm, konnte ich mich auf dem Friedhof durchaus frei bewegen.

Leider werden aufgrund der Metallgestelle andere Gräber verdeckt, was mich persönlich etwas stört.

Dienstag, Oktober 30, 2012

Das Grab des Rabbi Yosef Karo auf dem Friedhof von Zfat

B"H

Den berühmten Friedhof von Zfat (Safed) in Nordisrael zu besuchen, ist immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis. Auch heute wieder als ich dort war. Nebenher filmte ich einige Videos und machte unzählige Photos von Gräbern berühmter Rabbiner wie eben Rabbi Yosef Karo (dem Autor des "Code of Jewish Law – Schulchan Aruch"), dem Kabbalisten und Thorakommentator Rabbi Moshe Alshich, dem chassidischen Kommentator Be'er Mayim Chaim oder dem Propheten Hoshea.

Hier seht Ihr das erste Video der kleinen "Friedhofsserie":


Das Grab des Rabbi Yosef Karo.

 





  
Copyright / Photos: Miriam Woelke

 
Immer wieder werden die Besucher des Friedhofs und der Stadt Zfat mit der Farbe BLAU konfrontiert. Nicht nur im Judentum spielt diese Farbe eine Rolle, sondern offenbar ebenso im Islam. BLAU soll die bösen Geister vertreiben. Im Judentum besitzt BLAU mehrere Bedeutungen. Unter anderem ist es die Farbe von G – ttes Herrlichkeit und nebenher soll auch alles Negative ferngehalten werden. Letzterer Brauch mag wohl eher in jüdisch – sephardischen Kreisen zu finden sein als bei aschkenazischen Juden.


Montag, Oktober 29, 2012

Die Höhle von Schem und Ever in Zfat

B"H

Seit heute nachmittag bin ich wieder in Nordisrael unterwegs. Diesmal erneut in Tiberias und im 30km nördlicheren Zfat (Safed). Bis Mittwoch werde ich hier sein und dann geht es zurück nach Hause, nach Jerusalem.

Nachdem ich heute nachmittag in Zfat ankam, wanderte ich ein wenig herum und hatte das unerwartete Glück, die bekannte Höhle von Schem und Ever (Ewer) einmal offen vorzufinden. In der Tür stehend machte ich Photos und drehte ein kurzes verwackeltes Video. Letzteres ist etwas dunkel geworden, doch dafür stellte ich nachfolgend Photos in den Blog.

Bei Schem handelte es sich um den jüngsten Sohn Noachs (Noahs). Als Noach mit seiner Familie die Arche letztendlich verliess, machte sich jeder der drei Söhne in eine andere Richtung auf. Ham wandte sich mehr dem Libanon, Israel und danach Afrika zu, Yaphet ging nach Griechenland und es wird gesagt, dass die heutigen Europäer von ihm abstammen; Schem hingegen blieb in der Umgebung Syrien – Irak und wurde zum Vorfahre des Avraham. 

Ever wiederum ist der Enkel des Schem und beide taten sich zusammen und lernten in einer bestimmten Höhle die Thora. Nicht, so wie wir dies heute verstehen und tun, doch heisst es, dass die Vorfahren des Judentums sowie der erste halachische Jude Avraham und dessen Nachfahren, das Prinzip der Thora damals, zu einer Zeit als die Thora noch nicht offiziell am Berg Sinai gegeben wurde, bereits kannten. 

Die Höhle in der Altstadt von Zfat hat eine lange historische Tradition, wie Ihr im Video erfahrt. Heute dient sie als Synagoge und ist nur zu bestimmten Zeiten geöffnet.














Copyright / Photos: Miriam Woelke

Dienstag, Oktober 23, 2012

Die aschkenazische ARI Synagoge in Zfat (Safed)



B"H

Zfat (Safed) ist, wie bereits erwähnt, bekannt für seine großen mittelalterlichen Kabbalisten wie Rabbi Moshe Alshich, Rabbi Moshe Cordovero, Rabbi Shlomo HaLevi Alkabetz, Rabbi Yosef Karo und insbesondere dem ARI (Rabbi Yitzchak Luria, 1534 - 1572). 

Bis heute findet Ihr in der Altstadt von Zfat zwei ARI Synagogen: Eine Aschkenazische und eine Sephardische. Ich glaube, der Grund ist, dass es bis heute nicht eindeutig feststeht, ob Rabbi Yitzchak Luria nun aschkenazischer oder sephardischer Jude war. 

Das obige Video nahm ich heute nachmittag in der aschkenazischen Synagoge auf und in der kommenden Woche werde ich den sephardischen Counterpart filmen !

Mittwoch, Oktober 10, 2012

Eine neue Thorarolle in Chabad / Rehavia, Teil 2



B"H

Hier nun der zweite Videoteil zur feierlichen Einweihung einer neuen Thorarolle in Chabad (Lubawitsch). Im Chabad Haus mitten im Jerusalemer Stadtteil Rehavia. Das Event fand bereits am 27. September 2012 / 5773 statt.

Teil 1. mit dem Schreiben der letzten Buchstaben in die Thorarolle ist hier einzusehen:

http://hamantaschen.blogspot.co.il/2012/10/eine-neue-thorarolle-in-chabad-rehavia.html


Teil 2 zeigt den Festzug zur Synagoge, wo die Thorarolle ihren Platz im Thoraschrein fand. Unter einer Chuppah (Hochzeitsbaldachin) wird mit der Rolle im Festzug getanzt. 

Mindestens zwei weitere Videos werden noch folgen !

Sonntag, Oktober 07, 2012

HOSHANA RABBAH Gebete an der Klagemauer (Kotel) heute früh






Heute morgen um 6.30 Uhr an der Klagemauer in Jerusalem. Die Hoshana Rabbah - Gebete waren schon in vollem Gange.

Weitere Videos & Photos werden folgen !









Copyright / Photos: Miriam Woelke

Samstag, Oktober 06, 2012

Eine neue Thorarolle in Chabad Rehavia / Jerusalem, Teil 1



B"H

Hier seht Ihr den ersten Teil der kleinen Video - und Photoserie zur Einweihung einer neuen Thorarolle bei Chabad (Lubawitsch) Rehavia in Jerusalem. Der dortige Schaliach (Chabad Abgesandte) heisst Rabbi Israel Goldberg und er ist es auch, der die erste Ansprache hält.

Dieses erste Video zeigt wie die letzten Buchstaben der neuen Thorarolle hinzugefügt werden. Ansonsten wird eine gesamte auf Tierhaut geschriebene Rolle von einem SOFER (Schreiber) geschrieben. Hierbei muss es sich um eine religiösen Juden handeln, der bei seiner Tätigkeit "reine Gedanken" haben sollte. Bedeutet, dass er sich beim Schreiben der Buchstaben auf G – tt konzentriert.

Die letzten Buchstaben werden bei einem SI’UM feierlich von speziell ernannten Personen hinzugefügt und danach wird die Thorarolle mit Musik und Tanz zur Synagoge getragen. Wie genau das vor sich geht, seht Ihr hier anhand dieser kurzen Video – und Photoserie.

Rabbi Goldberg spricht im Video aus Hebräisch sowohl als auch auf Englisch ! Die Feier fand am Donnerstag, dem 27. September 2012 statt.