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Dienstag, Juni 19, 2012

Tefillin in Tel Aviv


Das Photo ist ein wenig dunkel geworden, doch wer genau hinschaut, sieht einen relig. Juden, der mitten im Cafe AROMA einen Tallit sowie Tefillin (Gebetsriemen) anlegt und betet. Die Szene spielte sich heute früh in Tel Aviv ab.

Photo: Miriam Woelke

Freitag, Januar 13, 2012

Nur in Chabad: Der Weihnachtsmann mit Tefillin

B”H   

es gibt einfach Dinge, die passieren nur bei der chassidischen Gruppe Chabad (Lubawitsch). Und ich sage dies durchaus im positiven Sinne.

Der junge Chabadnik Yakov Jacobson war unterwegs und half Juden beim Anlegen der Gebetsriemen (Tefillin), wie Chabad das vielerorts an öffentlichen Plätzen zu tun pflegt. Plötzlich stand der Weihnachtsmann vor Yakov und es stellte sich heraus, dass dieser eigentlich Jude ist, doch noch nie im Leben Tefillin angelegt hatte. So verhalf Chabad dem Mann, der da als Santa sein Geld verdiente, zu der wichtigen Mitzwah (Thoragesetz), die Gebetsriemen anzulegen. 

Geschehen im Dezember 2011 in Laguna Beach / Kalifornien. 

Dienstag, Juni 14, 2011

Chabad - Tefillin in der Ben Yehudah Mall / Jerusalem


Chabad (die Lubawitscher Chassidim) machten es sich zur Aufgabe, Juden zu Mitzvot anzuleiten, welchen ihnen (dem einzelnen Juden) vielleicht einen Platz in der Kommenden Welt (Olam HaBah) sichert. So werden vor dem Schabbat an Frauen kostenlose Schabbatkerzen verteilt und den Männern Tefillin (Gebetsriemen) gelegt (siehe Photo). 

Photo: Miriam Woelke

Mittwoch, Mai 11, 2011

Tefillin (Gebetsriemen) stehlen und die Konsequenz

B”H

Gestern noch berichtete ich von den Tefillin (Gebetsriemen) und heute kam diesbezüglich gleich eine zweite Frage: Jemand will wissen, wie die Konsequenz für einen Tefillin – Dieb aussieht.

Ganz einfach:
Tefillin sind wahnsinnig teuer und demjenigen, der erwischt wird, droht eine Anzeige wegen Diebstahl.

Tefillin zu klauen und damit gleichzeitig gegen das Verbot “Du sollst nicht stehlen !” zu verstossen, macht sich nicht gerade toll. Plant der Dieb, die Tefillin selbst zu verwenden, dann dürfte sich somit seine Mitzwah des Anlegen von Gebetsriemen erledigt haben. Man kann keine Mitzwah mit gestohlenen Gegenständen ausführen.

Wer sich keine eigenen Tefillin leisten kann, der sollte Freunde / Bekannte fragen, ob er deren Gebetsriemen benutzen darf. Ferner bieten viele Synagogen (jedenfalls in Israel) Tefillin zur Ausleihe zwecks Gebet an. Oder man suche einen Stand der chassidischen Gruppe Chabad (Lubawitsch) auf, und lasse sich Tefillin legen.

Der Tefillinklau wird also geahndet wie jeder andere Diebstahl auch. Und derjenige, der nicht geschnappt wird: G – tt dürfte von dem Diebstahl nicht gerade begeistert sein und seine eigenen Konsequenzen einsetzen.

Dienstag, Mai 10, 2011

Leserfrage: Ab wann trägt ein Jude Tefillin (Gebetsriemen)

Photo: Miriam Woelke


B"H

Photobeschreibung:
Ein Mitglied der chassidischen Gruppe Chabad legt einem jungen amerikanischen Juden die Gebetsriemen (Tefillin) an. 

Tefillin sind ein biblisches Gebot aus der Thora und ausschliesslich Juden vorbehalten. Selbst wer als Mann zum Judentum konvertiert, erhält erst dann die Erlaubnis Tefillin anzulegen, wenn er entweder konvertiert ist oder kurz vor seiner offiziellen Konversion steht.
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Ein männlicher Jude trägt die Tefillin mit seiner Bar Mitzwah. Also im Alter von 13 Jahren. Wenige Wochen vor der Bar Mitzwah wird dem Jungen das Anlegen der Tefillin beigebracht.
Bei einem Konvertiten zum Judentum schaut dies natürlich etwas anders aus. Die jüdische Orthodoxie geht davon aus, dass NUR ein JUDE Tefillin anlagen darf. Bedeutet, dass ein Konvertit die Tefillin erst nach seiner offiziellen Konversion regelmässig anlegt und nicht vorher. Nicht während seinem Konversionskurs, sondern erst nach der Konversion.

Es existieren unterschiedliche Arten, Tefillin anzulegen; ich kenne einige Männer, welche ihre Tefillin nach dem Brauch des Kabbalisten Rabbi Yitzchak Luria (1534 – 1572) anlagen. Aber das nur nebenbei erwähnt.


Links:

Donnerstag, August 27, 2009

Mezuza und Tefillin Check vor Rosh HaShana

B"H

Am Abend des 18. September beginnt das jüdische Neujahr 5770 (Rosh HaShana). Schon jetzt im Vorfeld werden diverse praktische Vorbereitungen zum Fest getroffen. Darunter auch der Check der Mezuzot an den Türen in einem jüdischen Haushalt sowie der Tefillin (Gebetsriemens). Dort haben alle Türrahmen auf der rechten Seite eine Mezuza; alle, außer der Tür zum Bad & WC.


Die Anbringung einer Mezuza erfolgt zusammen mit einem speziellen Segen. Ein Rabbiner allerdings ist dazu nicht erforderlich, sondern jeder Jude kann seine eigene Mezuza mit Segen anbringen. Manche kleben sie irgendwie an den Türpfosten, andere wiederum nageln sie fest.
In der Mezuza Box befinden sich einige Torahverse, die koscher sein müssen; genauso wie das Papier (Klaf). Bedeutet, dass sie, unter anderem, von einem Sofer Stam (professioneller Schreiber) geschrieben worden sein müssen.

Unterschiede gibt es bei aschkenazischen und sephardischen Juden:
Aschkenazim bringen die Mezuza am rechten Türpfosten quer an, bei Sepharadim hingegen werden sie senkrecht angebracht. Es heißt, dass uns erst der Meschiach wissen lässt, welcher Art der Anbringung die richtige ist.

Montag, Juni 01, 2009

Warum tragen Frauen keine Tefillin ?

Tefillin werden beim Morgengebet Schacharit auf dem Kopf und an der Hand / Arm getragen.

B"H

"Warum legen nur Männer Tefillin (Gebetsriemen) an und keine Frauen ?"

So lautete eine Frage an mich. Wobei hier zu beachten sei, dass im orthodoxen Judentum Frauen im allgemeinen keine Gebetsriemen anlegen. Nicht, dass dies ausdrücklich verboten ist, sondern ganz einfach weil es nicht unbedingt Brauch ist.

Neben den regulären Antworten wie, "die Frau sei befreit von diversen Mitzwot, denn sie habe ja Familie und Kinder" ist zwar richtig, doch bildet nicht für jeden Charakter eine befriedigende Antwort.

Ich möchte der Standardantwort eine spirituelle Antwort hinzufügen, die ich einmal irgendwo bei einem Schiur (relig. Vortrag) hörte. Wer ganz besonderes Interesse daran zeigt, für denjenigen kann ich die rabbinische Quelle herausfinden.

Tefillin sind ein Zeichen genauso wie der Schabbat ein jüdisches Zeichen ist. Zwei Zeichen zusammen funktioniert nicht und das ist der Grund, warum Männer am Schabbat keine Tefillin anlegen.
In kabbalistischer Literatur heißt es nicht selten, dass Frauen mehr Spiritualität besitzen. Sie haben es leichter, sich G - tt zu nähern und ihre Seele (Neschama) an den Ursprung anzuknüpfen. Männer hingegen besitzen diesen Zusatz an Spiritualität nicht und bedürfen eines Zusatzes: den Tefillin. Die Frau dagegen ist in der Lage, auch ohne die Tefillin diese "Keduscha - Heiligkeit" zu erreichen, welcher der Mann der Gebetsriemen bedarf. Somit ist das Tragen der Tefillin für die Frau überflüssig.

Übrigens ist es Frauen verboten, dass wenn sie schon Tefillin anlegen wollen, dies tun, um ein Statement der Emanzipation abzugeben. Die Mitzwah der Tefillin ist in der Thora aufgeführt und die Thora sollte nicht zur eigenen Geltungsbefriedigung dienen. Weiterhin sollte jede Mitzwah mit "Kavanah - Konzentration" ausgeführt werden und nicht nur, weil jemand einmal etwas beweisen will.