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Montag, November 19, 2012

Satmar und die Neturei Karta gegen Israel

B"H

Was diese verrückten Antizionisten von der Neturei Karta und der chassidischen Gruppe Satmar ignorieren: In Israel werden Juden von Hamas – Raketen verletzt und schlimmstenfalls getötet !  

Für mich sind diese Leute nichts weiter als ein paar Irre, die sich von arabischen Terroristen billig für Propagandazwecke ausnutzen lassen. 




Anstatt in New York am Times Square herumzufuhrwerken: Wie wäre es denn, einmal selbst nach Ashdod, Ashkelon, Beersheva oder Sderot zu kommen und sich vor Ort ein paar Raketen aufs Haupt werfen zu lassen



Palestinian flag



Antizionisten demonstrieren mit arabischen Terroristen

Alle Photos HIER

Donnerstag, Februar 09, 2012

Deborah Feldman - Eine Aussteigerin aus der chassidischen Gruppe Satmar




I have secrets too. Maybe Bubby knows about them, but she won't say anything about mine if I don't say anything about hers. Or perhaps I have only imagined her complicity; there is a chance this agreement is only one-sided. Would Bubby tattle on me? I hide my books under the bed, and she hides hers in her lingerie, and once a year when Zeidy inspects the house for Passover, poking through our things, we hover anxiously, terrified of being found out. Zeidy even rifles through my underwear drawer.
Only when I tell him that this is my private female stuff does he desist, unwilling to violate a woman's privacy, and move on to my grandmother's wardrobe. She is as defensive as I am when he rummages through her lingerie. We both know that our small stash of secular books would shock my grandfather more than a pile of chametz, the forbidden leavening, ever could. Bubby might get away with a scolding, but I would not be spared the full extent of my grandfather's wrath.
When my zeide gets angry, his long white beard seems to lift up and spread around his face like a fiery flame. I wither instantly in the heat of his scorn. ''Der tumeneh shprach!'' he thunders at me when he overhears me speaking to my cousins in English. An impure language, Zeidy says, acts like a poison to the soul. Reading an English book is even worse; it leaves my soul vulnerable, a welcome mat put out for the devil.' 

Quelle: Simon and Schuster/Amazon 


Die gestrige Hochzeit in Chassidut Toldot Aharon

B"H

Wie berichtet, heiratete gestern abend die jüngste Tochter des Toldot Aharon Rebben den Enkel eines wichtigen Rabbiners der chassidischen Gruppe Satmar. Die Hochzeit selbst fand in Beit Shemesh (15km von Jerusalem) statt. 

Hier ist ein Video: 

http://www.bhol.co.il/Article.aspx?id=37789


Und hier sind Photos: 

Dienstag, Februar 07, 2012

Chassidut Satmar: Rabbi Israel Chaim Menashe Friedmans Ankunft in Mea Shearim

B”H

Der Satmarer Rosh Beit Din (Oberhaupt des rabbinischen Satmar Gerichts), Rabbi Israel Chaim Menashe Friedman, reiste gestern von New York nach Jerusalem / Mea Shearim, um an der morgigen  Hochzeit seines Enkels Natan mit der Tochter des Rebben der Chassidut Toldot Aharon teilzunehmen.

In Deutschland kennt man beide chassidischen Gruppen wahrscheinlich gar nicht, doch handelt es sich vor allem bei den Satmarern um eine der wichtigsten sowie reichsten chassidischen Gruppen mit immensem Einfluss in den USA. Darüber hinaus gelten die Satmarer als größte chassidische Gruppe weltweit und bezüglich ihres Antizionismus sind sie gar nicht so weit von Chabad (Lubawitsch) entfernt. 



Links: 


Der talmudisch begründete Antizionismus

Montag, Februar 06, 2012

Chaseneh (Hochzeit) in Toldot Aharon

B"H

An diesem Mittowch, der ebenso Tu be’Shevat ist, findet in der chassidischen Gruppe Toldot Aharon eine riesige Hochzeit statt. Und zwar heiratet die jüngste Tochter des Toldot Aharon Rebben David Kahn den Enkel des angesehenen Rabbiners Israel Chaim Menashe Friedman aus New York. Rabbi Friedman gehört der weltweit größten chassidischen Gruppe Satmar an und ist deren oberster Rabbiner bei den Batei Din (rabbinischen Gerichten in Satmar). Der Name des Bräutigams ist Natan Friedman und die Hochzeit findet in Beit Shemesh statt.

Mea Shearim gibt sich heute aufgeregt, denn landet doch der Großvater des Bräutigams und zugleich einer der wichtigsten Satmarer Rabbiner in Israel. Nach seiner Ankunft wird Mea Shearim Rabbi Israel Chaim Menashe Friedman offiziell begrüßen und Tausende Menschen werden auf den Beinen sein. Noch dazu, wo Rabbi Friedman mehrere Hundert Satmarer Chassidim aus New York mitbringt.

Ich werde mein Bestes geben, um ein paar Photos zu erhaschen, doch gehe ich eher davon aus, nicht einmal in irgendeine Nähe der "Männerwelt" zu gelangen. Immerhin photographiere ich etwas von der Atmosphäre und das ist auch schon etwas.:-)


Links:


Dienstag, Januar 17, 2012

ARUTZ 7 zitierte aus meinen englischen Blog

B"H 

Mein englischsprachiger SHEARIM Blog fand heute auf der nationalreligiösen israelischen News Site ARUTZ 7 Erwähnung. Es wurde aus meinem Bloginhalt zum langjährigen Streit zwischen den chassidischen Gruppen Belz und Satmar zitiert. 

Für Außenstehende ist allein dieser Streit lediglich zweier großer und wichtiger chassidischer Gruppen eine Verständnisherausforderung. Es ist kaum möglich, den Hintergrund in einem Abwasch darzulegen und zu erklären. Allein zu dem Streit können ganze Bücher verfasst werden. 

Leider betreiben deutsche Medien, neben den israelischen, eine wirre Hetzjagd gegen ultra – orthodoxe Juden in Israel. Die hebräische Sprache kennt den Ausdruck “ultra – orthodox” nicht und man beschränkt sich auf den Begriff “Haredim”. Wobei “Haredim” ein Oberbegriff für mehr als Hundert kleine Grüppchen und Richtungen darstellt. Der Laie geht nach wenigen Minuten im Wust der Gruppierungen und Ideologien unter und mischt am Ende alles zusammen, was nicht zusammen gehört. Deswegen lese ich grundsätzlich keine Artikel solcher Laien und Möchtegern – Kommentatoren, die noch niemals Teil der haredischen Gesellschaft waren, sondern lediglich mutmassen oder von anderen Sites abkopieren. 

Meine Beziehungen zur chassidischen Gruppe Satmar waren vor Jahren einmal sehr intensiv. Was den Streit zwischen Satmar und Belz betrifft, so kann ich auf diesem Blog auf Wunsch gerne mehr berichten bzw. Links zu meinem chassidischen Blog geben. Sollten sich Leser melden, die spezielle Infos suchen, können sie mich dies per Mail oder Kommentar wissen lassen. 

Hier erst einmal ein Kommentar von mir zum ARUTZ 7 Artikel: 

Offenbar versuchen der Belzer Rebbe (Jerusalem) sowie einer der zwei derzeitigen Satmarer Rebben (New York), Rabbi Aharon Teitelbaum, Frieden zu schliessen. Vor fast Dreissig Jahren war es zu einem riesen Zoff zwischen den beiden Gruppen gekommen und seither war man sich nicht mehr grün. Nur gibt es da ein kleines Problem: Die Frau des Belzer Rebben ist die Schwester der Gattin des Rebben Aharon Teitelbaum. Schon allein deswegen gab es inoffizielle Kontake zwischen den Familienmitgliedern. 

Soweit so gut, doch stört eine Person in dem Spiel: Der zweite derzeitige Satmarer Rebbe, Rabbi Zalman Leib Teitelbaum. Dieser ist Rebbe Aharons Bruder und beide befinden sich im Krieg um die Führungsposition in Satmar. 

Wer die Größe der Chassidut Satmar nicht einzuordnen vermag: Die Satmarer stellen die größte chassidische Gruppe der Welt. Größer als Chabad (Lubawitsch). 

Der Belzer Rebbe und Rebbe Aharon Teitelbaum sind also verschwägert und lästern gern über Rebbe Zalman Leib. Der Dritte im Freundschaftbund ist einer der drei derzeitigen Vishnitzer Rebben aus Bnei Brak (bei Tel Aviv), Rebbe Israel Hager. Rebbe Israel ist der Bruder der beiden o.g. Gattinen des Belzer und Satmarer Rebben. 

Die Frage, die sich in Satmar stellt ist, was denn Rebbe Zalman Leib zu einem etwaigen Friedensbündnis zwischen Belz und seinem Bruder Aharon sagen wird. Dabei hatte Rebbe Zalman Leib doch schon vor Jahren gelästert, dass Rebbe Aharons Gattin (die Tochter des alten Vishnitzer Rebben in Bnei Brak) auf eine Schule ging, auf der Hebräisch und nicht Jiddisch gesprochen wird. “Ein Unding” in Satmar und Rebbe Zalman Leib Teitelbaum verwendete dieses Argument gegen seinen Bruder im Kampf um die Vorherrschaft. 

Alles klar ? 

Wie gesagt, wer gerne mehr wissen möchte oder wenigstens ein paar chassidische Stories / Ideologien zu hören beabsichtigt, kann es mich gerne wissen lassen. 


http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/151825#.TxW0jV12rZI

Samstag, Oktober 29, 2011

Der Anstandswahnsinn von Bnei Brak

B”H 

In den letzten Jahren nahm der Anstandswahnsinn innerhalb einigen wenigen Teilen der haredischen (ultra – orthodoxen) Gesellschaft erheblich zu. Insbesondere bei ein paar kleinen litvisch – haredischen Gruppierungen wie der antizionistischen Neturei Karta (litvisch, da viele Mitglieder litvisch und nicht unbedingt chassidisch sind) sowohl als auch bei einigen chassidischen Gruppierungen. Von der kleinen Neturei Karta einmal abgesehen, deren Ziel es ist, ganz Mea Shearim (ultra – orthodoxer Stadtteil Jerusalems) sowie Bnei Brak (bei Tel Aviv) ihren idiotischen Stempel aufzudrücken und zu terrorisieren, bestehen ebenfalls seitens der antizionistischen Dachorganisation “Edah HaCharedit” diverse Erlässe gegen die unanständige Kleidung innerhalb der haredischen Gesellschaft. Wohlgemerkt, die Edah HaCharedit ist kein Teil der Neturei Karta und umgekehrt. Beide Gruppierungen agieren völlig unabhängig voneinander und die Edah will nicht unbedingt etwas mit der Neturei Karta zu tun haben noch mit ihr identifiziert werden. 

Grund für immer höhere Anstandslevel ist einzig und allein die eigene Politik, des “immer besser und frommer sein zu wollen als alle andere”. Eine Frau solle sich nicht eben mal so beim schnellen Gang zum Tante – Emma – Laden eine Kopfbedeckung überschmeissen und im Hausanzug Milch und Brot holen gehen. Auch der kurze Einkaufsgang setze voraus, dass eine Frau sich anständig kleidet und nicht im kunterbunten Hausanzug über die Straße haste. Bunte Farben ziehen die Augen der Männer auf sich und das soll gefälligst vermieden werden. 

Hier einige Anstandswarnungen an die haredischen Bewohner von Bnei Brak bei Tel Aviv:


An alle Bekleidungsgeschäfte: Unanständige Kleidung zu verkaufen ist wie mit unkoscherem Fleisch zu handeln !



Genug mit dem fehlenden haredischen Anstand ! damit wird auf jene haredischen Frauen hingewiesen, die teilweise zu kurze Röcke tragen oder sich in zu bunten Farben kleiden. Haredische Kleidung sollte aus dunklen unauffälligen Farben wie schwarz, grau oder dunkelblau bestehen. Dieser Graffiti ist allerdings schon einige Jahre in der Raschi Street zu sehen.



Selbst wenn eine Hausfrau nur eben mal schnell Brot oder Milch einkaufen geht, sollte sie anständig gekleidet sein und dem Anstandsmodel und Vormutter Rachel folgen.



Die Edah HaCharedit und der Satmarer Rebbe (Rebbe Aharon Teitelbaum, nehme ich an, denn Bnei Brak ist voll mit seinen Anhängern und nicht jenen seines Bruders und Konkurrenten, Rebbe Zalman Leib Teitelbaum: Unanständige Kleidung zu verkaufen kommt dem Verkauf unkoscheren Fleisches gleich !

Photos: Miriam Woelke

Montag, September 05, 2011

Neues aus Mea Shearim

B”H
Wer sich ein wenig intensiver für Nachrichten aus dem ultra – orthodoxen Mea Shearim interessiert und thematisch ein wenig bei der Sache ist, kann auf meinen englischen Blog schauen und die Fortschritte des Satmarer Kiryat Yoel sehen genau so wie Photos zum von den Sikarikim angegriffenen Buchladen “Or HaChaim”.

Donnerstag, Februar 17, 2011

Der Tosher (Tasher) Rebbe an Purim

B"H

Hier seht Ihr ein hervorragendes Video: Der Rebbe der chassidischen Gruppe Tosh an Purim 2007. Chassidut Tosh (TASH in Jiddisch) hat sein "Hauptquartier" in Kiryat Tosh in Quebec / Kanada und soweit mit bekannt ist, handelt es sich bei Tosh um eine chassidische Gruppe, welche der Chassidut Satmar sehr nahe steht. 


Dienstag, Mai 25, 2010

Großdemonstration in Yaffo


B"H

Zusammen mit der antizionistischen Dachorganisation "Edah HaCharedit" rief die Chassidut Satmar (Jerusalem) am heutigen Dienstag zu einer Großdemonstration in Yaffo (bei Tel Aviv) auf. Leider kann ich selber an dem Event nicht teilnehmen, um darüber zu berichten, denn ich stecke bei der Arbeit in der Jerusalemer Bäckerei fest. Wer jedoch die Demoberichte auf dem israelisch - haredischen Radiokanal "Kol HaRamah" mitverfolgt, der erhält Berichte von haredischen (ultra - orthodoxen) Journalisten, welche von der Polizei verhaftet worden sind.
Verhaftet, aufgrunddessen, dass sie Haredim sind oder einfach nur filmten, wie die Polizei teilweise brutal gegen die haredischen Demonstranten vorging ? Wer vermag das aus der Ferne beurteilen ?

Seit Wochen wird in Jerusalem, in Aschkelon (dort herrscht mittlerweile Ruhe) sowie in Yaffo demonstriert. Der Grund sind antike Friedhöfe, welche wegen Bauarbeiten verlegt werden sollen. Dies ist halachisch möglich, doch kann das Ausgraben der Skelette nur unter Anleitung professioneller Rabbiner erfolgen. Die Regierung Netanyahu entschied sich gegen Halacha und Rabbiner und läßt die Knochen von Archäolgen ausgraben.

Lautete in Aschkelon noch die Begründung, es handele sich ja "nur" um nichtjüdische Gräber, so scheint die Lage in Yaffo eindeutig. Laut eines Journalisten des Radiosenders gab es in der Vergangenheit mehrmals Vorfälle, bei denen Archäologen Kreuze oder sonstige götzendienerische Symbole auf Gräber malten nur um zu beweisen, es handele sich nicht um jüdische Gräber. In Yaffo aber gebe es nichts zu fälschen, denn auf dem antiken Friedhof liegen Juden.

Netanyahu allerdings läßt sich davon wenig beeindrucken und will die Gräber in Yaffo ebenfalls wider jeder Halacha räumen. Und so kommt es heute wieder einmal zu einer wilden Demo am Hafen von Yaffo. Zu sehen gibt es nicht viel, denn die Polizei ist gerüstet und wird die Umgebung voraussichtlich weiträumig abriegeln.

Chassidim der Chassidut Satmar sowie der Toldot Aharon rollen heute aus Jerusalem an. Angeblich soll auch einer der führenden Edah Rabbiner, Rabbi Tuvia Weiss, demonstrieren. Leider weiss ich nicht, ob und wann genau er eintrifft.

Mehr Pashkevilim (Mitteilungsposter) HIER !

Mittwoch, April 21, 2010

Rabbinerpersoenlichkeiten zum israelischen Unabhaengigkeitstag

B"H

The words of our sages:



Rabbi Avigdor Miller
"The State of Israel solves nothing. All 'problems' remain the same, and new ones are created: 1) The Arabian lands have been rendered uninhabitable for Jews; 2) constant wars with neighbors must be waged, incurring huge military expenditures and loss of many lives, in addition to constant peril; 3) it has exacerbated Jew-hatred in the nations, due to Arab influence and also to embroilment with the foreign policy of the nations; 4) and the proponents of the State of Israel attempt to kindle a fire under the Jews in all lands in order to make their position untenable so that they emigrate to augment the population of the new State." (Sing You Righteous, p. 25)


Rabbi Yosef Yitzchok Schneersohn of Lubavitch
"I am against the proposed Jewish state. It would be a calamity for the Jews, and in a short time they will realize what a calamity it is."


Rabbi Yitzchok Zev Soloveitchik
"The Rambam says that Meshiach will bring the Jewish people out from under the rule of the nations. Whoever believes there can be a redemption from the rule of the nations without Meshiach, is lacking complete emunah in Meshiach." (Yalkut Divrei Torah)


"Reb Meir Soloveitchik related that the Brisker Rav once asked: Why is the wording of the last oath different from the first two? In the first two (Shir Hashirim 2:7 and 3:5) it says "If you arouse and if you awaken," and in the last one (8:4) it says "Why do you arouse and why do you awaken?" The answer is, he said, that the first two oaths are said to the Jewish people before they make any attempt to throw off the yoke of exile. "Do not do it..." for if you do it will be bitter. But Shlomo Hamelech foresaw in his ruach hakodesh that there would come a time when the Jews would indeed try to force the end. After they have already tried, and seen the bitter consequences ("I will permit your flesh") Hashem calls to them: Why do you continue in your folly of fighting with the nations? Don't you see what the results are? Why are you asking for more?" (Uvdos Vehanhagos Leveis Brisk, v. 4 p. 187)


Rabbi Chaim Soloveitchik
"The Jewish people have suffered many plagues - the Sadducees, Karaites, Hellenisers, Shabbesai Zvi, Haskalah, Reform and many others. But the strongest of them all is Zionism." (Mishkenos Haro'im p. 269)


Rabbi Aharon Kotler
"Rabbi Wasserman, Rabbi Kotler, Rabbi Rottenberg from Antwerp, and the rabbis from Czechoslovakia and Hungary were unanimous in rejecting any proposal for a Jewish state on either side of the Jordan River, even if it were established as a religious state, because such a regime would be a form of heresy in our faith in the coming of Moshiach." (Hapardes, August 1937)


The Chazon Ish
On the fifth of Iyar in the last year of the Chazon Ish's life, he was honored to be sandek at three different brisin. Still, he requested that Tachanun be said, lest someone come later on and testify, "The Chazon Ish did not say Tachanun on the fifth of Iyar," without revealing the circumstances. He once said, "It would have been proper to declare the fifth of Iyar a public fast day." (Mishkenos Haro'im, p. 1196)


The Satmar Rebbe, Rav Yoel Teitelbaum
"If we were to put all the sins of this generation and all the transgressions committed in the entire world on one side of a scale, and the Zionist state on the other side, it would outweigh everything, for it is the poisonous source of the worst defilement, the worst cause of damage in the entire world, and they are ones who defiIe the entire world." (Vayoel Moshe, Introduction, p. 11)


The Chazon Ish
"Why do we mention the miracles of the Exodus from Egypt every day, but not the miracle of Purim? It was a very great miracle, in which the entire Jewish people was saved from death! The answer is that regarding the future redemption, Scripture states, "I have adjured you not to arouse or awaken the love before it is desired" (Shir Hashirim 2:7). We are forbidden under oath to force the hour, to make any effort toward the redemption and the coming of mashiach. This is why our Sages say that mashiach will come only when we take our minds off him (Sanhedrin 97a). This is the meaning of the verse, "I will show wonders like in the days when you went out of Egypt" (Michah 7:15): the future redemption will be similar to the Exodus, which happened when we took our minds off it· Israel did not force the hour, nor did they make any efforts toward the Exodus. They continued their labor and affliction until G-d sent Moshe, His chosen, to take them out. This is why we remember the Exodus every day, to teach that the future redemption
will be similar to the Exodus. Israel will not force the hour or take any physical action toward the redemption, but rather everything will be done on its own, an act of Heaven. In the miracle of Purim, on the other hand, Mordechai forced the hour by sending Esther to the king in violation of the law, thus endangering her life, although there were still many months left before the fulfillment of Haman's decree. Perhaps Jews would learn from this story that now as well, we must force the hour and take action to bring mashiach by force. Therefore, we do not mention the miracle of Purim daily."


Rav Chaim Elazar of Munkacz
"After the sin of the spies, Moshe told the Jewish people, 'Do not go up and do not fight.' But they went up anyhow, 'and the ark of the bris of Hashem and Moshe did not move from the camp.' This is a prophecy about our time: the Zionists go up to Eretz Yisroel with a strong hand to found colonies and fight with the gentiles. This is against the command of Hashem Yisborach, who warned against this way, and said it would be bitter in the end. But the ark and Moshe - the Torah, the Torah leaders, and the loyal Jews - did not move from the camp to join the Zionists. 'And they beat them and destroyed them until Chormah' - refers to the destruction and the killings we have seen in Jerusalem near the Kosel Hamaaravi (in 1929)." (Chaim Veshalom)

Dienstag, März 02, 2010

Purim 5770 in Mea Shearim

B"H

Mein gestriger Purim - Ausflug in eines der zahlreichen Jerusalemer ultra - orthodoxen Zentren Jerusalems: Mea Shearim.

Purimfeiern bei den chassidischen Gruppen Toldot Aharon, Kretchnif, Karlin - Stolin & Satmar.


Freitag, Mai 22, 2009

Bildung innerhalb der religiösen jüdischen Gesellschaft

B"H

Bildung innerhalb der religiösen jüdischen Gesellschaft:

http://chassidicstories.blogspot.com/2009/05/bildung-innerhalb-der-religiosen.html

Wie eine Vatergeneration versucht, ihr Machtpotential aufrechtzuerhalten.

Montag, Februar 02, 2009

Das Land Israel und die Thoragesetze

B"H

Der verstorbene Satmarer Rebbe Yoel Teitelbaum war der Meinung, dass ein Jude, der nach Israel zieht (Aliyah macht), gefälligst auch die Thoragesetze einhalten soll. Andernfalls habe er nichts im Heiligen Land verloren.

In der Tat gibt es rabbinische Kontroversen, ob es in Israel schlimmer ist, die Thoragesetze nicht einzuhalten als in der Diaspora. Jene, die meinen, es sei schwerwiegender in Israel als säkulerer Jude zu leben, nennen als Grund, dass es wie ein Schlag in G - ttes "Gesicht" sei, wenn da ein Jude die Thoragesetze missachte. Gerade hier im Heiligen Land seien wir gezwungen, die Thora zu leben.

Diverse Kommentare zum "Buch Ezra" (10:10) geben an, dass der Prophet Ezra die aus dem babylonischen Exil zurückgekehrten Juden dermassen zusammenstauchte, weil viele von ihnen Ehen mit Nichtjuden eingegangen waren.

Ein Jude, der ausgerechnet in Israel mit einem nichtjüdischen Ehepartner verheiratet ist. Ist dies nicht ebenso ein Schlag in G - ttes "Gesicht" ?

Nun kann man erleichtert sagen, dass wenn da ein Jude einen Nichtjuden heiratet, dass ja schließlich nicht meine Schuld ist. Wenn derjenige das Bedürfnis darauf verspürt, bitteschön, aber ich bin immerhin ein anständiger Jude und habe mit derlei Machenschaften nichts am Hut.

Weit gefehlt, denn im Judentum gilt die Kollektivstrafe.

Jeder, der gegen G - ttes Gesetze verstößt, sollte sich bewusst machen, dass er dem gesamtem Volk schadet. Im Tanach (Thora, Nevi'im - Propheten, Ketuvim - Schriften) finden wir einige Beispiele zu dem Konzept der Kollektivschuld bzw. Strafe.

Als G - tt dem Joshua auftrug, nach der Zerstörung Jerichos keine Gegenstände der Unterlegenen als Beute mitzunehmen, gab es einen Juden namens Achan, der heimlich, still und leise doch etwas mitgehen liess. Er flog auf und im "Buch Joshua" heißt es, dass das "Volk Israel" stahl. Nicht ein Einziger, sondern das gesamte Volk. Bedeutet, dass wir füreinander verantwortlich sind und deswegen stauchte der Prophet Ezra die Juden im Israel zu seiner Zeit wegen ihrer Laster zusammen.

Ferner gibt es Kommentare, welche die Mitzwoterfüllung (Thoragesetze) in Jerusalem als ein Muss ansehen, wohingegen die Juden in anderen Landesteilen vielleicht weniger von G - tt bestraft werden.

Samstag, November 15, 2008

"Siehst Du den Rebben ?"

B"H

"Siehst Du den Rebben ?"

Ein Bericht zum chassidischen Tisch einer der zwei Satmarer Rebben (Rebbe Aharon Teitelbaum) in Bnei Brak am letzten Schabbat.

Freitag, November 14, 2008

Satmar Tisch in Bnei Brak

B"H

Eigentlich wollte ich diesen anstehenden Schabbat in Jerusalem verbringen. Zu chassidischen Tischen in Mea Shearim gehen und Freunde treffen. Letzte Nacht dann sandte mit jemand die Info, dass meine chassidische Lieblingsgruppe, die Toldot Aharon, heute abend keinen Tisch geben werden. Jedenfalls nicht in Jerusalem, sondern in Boro Park / New York. Der Toldot Aharon Rebbe David Kahn ist auf Besuch in New York und veranstaltet heute abend einen riesen Tisch in Boro Park. Am nächsten Schabbat tut er das Gleiche in Monsey / bei New York. Alle New Yorker dürfen sich also freuen !

Ich muß ganz ehrlich gestehen, dass mich die Nachricht schon traurig stimmte, denn ich hatte mich die Woche über auf die Toldot Aharon gefreut. Ich dachte, dass ich dann mal trotzdem fahre, Freunde treffe und zu den Avraham Yitzchak gehe oder bei Kretchnif war ich auch schon ewig nicht mehr. Und was ist überhaupt mit Belz ?
Genug Möglichkeiten also und garantiert keine Langeweile.

Andererseits war ich mit all dem unufrieden und diesen Morgen dann traf ich eine Spontanentscheidung. Ich bleibe in Tel Aviv und gehe heute abend nach Bnei Brak zum Tisch des Satmarer Rebbe Aharon Teitelbaum. Die Chassidut Satmar ist intern zerstritten und derzeit regieren zwei verschiedene Rebben (die zwei ebenso zerstrittenen Brüder Rebbe Aharon und Rebbe Zalman Leib Teitelbaum) die in zwei Hälften gespaltene chassidische Gruppe. Und da Satmar mehr als antizionistisch eingestellt ist, kommt es nicht gerade häufig vor, dass einer der Rebben Israel besucht.

Im August 2007 war Rebbe Aharon Teitelbaum schon einmal hier und ich ging zu seinem Tisch in Jerusalem.

Heute abend (Erev Schabbat) unternehme ich einen neuen Anlauf, Reb Aharon doch noch einmal zu sehen. Und falls alles mal wieder total überlaufen ist, bleiben immer noch Lelov, Bohush oder Nadvorna.

Den nächsten Schabbat werde ich aber definitiv wieder in Jerusalem verbringen.

Schabbat Schalom - Gut Shabbes allen Lesern !!!


August 1997 / 5768: Der Satmarer Rebbe in Jerusalem




Links:

Einblicke in die Chassidut Satmar

Montag, November 03, 2008

Argumente für und gegen religiöse zionistische Aktivitäten

B"H


Quelle:
Unter anderem Rabbi Yitzchak Alfassi
Rabbi Yitzchak Alfassi ist einer der berühmtesten und anerkanntesten israelischen Chassidismus - Autoren.
Da Alfassi selbst aus einer chassidischen Familie stammt (Chassidut Gur), später aber an der Tel Aviv University oder an der Bar Ilan University zu lehren begann, macht ihn dennoch seine chassidische Abstammung und sein religiöses Einfühlungsvermögen auch für haredische Leser akzeptabel. Ansonsten lehnen Haredim jegliche von Uniprofessoren oder anderweitigen Researchern verfasste Literatur über ihre eigene Gesellschaft grundsätzlich ab. Rabbi Yitzchak Alfassi bildet in Israel die ganz große Ausnahme.
Yitzchak Alfassi wurde im Jahre 1929 in Tel Aviv geboren, diente in der israelischen Armee und ist der Autor von fast 80 Büchern, in denen er größtenteils chassidische Themen behandelt.
Alfassi lebt nach wie vor in Tel Aviv.



Die Zeit der Ankunft des Meschiach muß auf einem ganz natürlichen Wege beginnen und erst im weiteren Verlauf geht alles in einen übernatürlichen Ablauf über.


Die erneute Besiedlung des Landes Israels (oder in der Vergangenheit "Palästina" genannt) folgte aus dieser Ideologie heraus. Nur wenn die Juden in ihr von G - tt gegebenes Land zurückkehren, besiedeln und die Thoramitzwot befolgen, wird das Zeitalter des Meschiach eingeleitet werden. In den oberen spirituellen Welten wird erst "aufgewacht" werden, wenn wir in unserer materiellen Welt handeln. Erst wenn wir Juden handeln, handelt auch G - tt.


Diese Idee wird ständig aufs Neue von ihren Entwicklern wie Rabbi Zvi Hirsch Kalisher, Rabbi Eliyahu Guttmacher sowie Rabbi Yehuda Chai Alkalai vorgebracht. Und tatsächlich war dies auch die Ansicht der Chassidim sowie der nach Israel auswandernden Anhänger des Vilna Gaon. "Die Aliyah (nach Israel) leitet das Kommen des Meschiach ein", so einer der Begründer des Chassidismus, Rabbi Meshulam Feivish aus Zabarz. "Und es versteht sich von selbst, dass G - tt selber uns diese Gedanken der Eile in den Kopf setzte, denn der Moment ist nahe".


Als im 18. Jahrhundert die erste Aliyah einsetzte, um den Meschiach zu bringen, gab es die interessante Idee, dass die Neueinwanderer Hebräisch sprechen müssen. All diese Ideen der Einwanderung bzw. Rückkehr in das Land Israel waren nicht neu und es gab sie schon immer. Allerdings gerieten sie irgendwann in Vergessenheit und die Zionisten belebten alles wieder auf. "Der Beginn des Zeitsalters des Meschiach wird das Resultat der natürlichen Handlung der Menschen sein", so Rabbi Zvi Hirsch Kalisher. "Wenn die Juden alle Anforderungen erfüllen (die Thoramitzwot einhalten), wird dies den Meschiach bringen. Selbst dann, wenn das Jüdische Volk als Ganzes es gar nicht verdient hat" so Rabbi Eliyahu Guttmacher. Überhaupt verpflichten uns die Thora sowie unser Intellekt unser Bestes zu geben, damit der Meschiach auf natürlichem Wege gesandt werden kann.


Und, wie könnte es anders sein, gab es selbstverständlich auch viele Gegenargumente zu dieser zionistisch Idee:


All die vorherigen Generationen folgten der Ideologie, der Meschiach komme auf übernatürliche Weise. Die Leute begannen erst dann "falschen Messiassen" zu folgen, nachdem jene irgendwelche Wunder zu vollbringen begannen. Immerhin konnten die falschen Messisasse schnell überführt werden, denn ihre angeblichen Wunder entpuppten sich als etwas ganz Natürliches oder Fälschungen. So geschah es im laufe der Jahrtausende und schon zur Zeit des Zweiten Tempel mit dem von den Christen immer noch verehrten J. Von den Juden schnell als Fälschung überführt, wurden andere Völker zum Glauben an J. gewonnen.


Rabbi Avraham Yaakov von Sadigura, ein Zeitgenosse der neuen Zionisten, sagte: "Wir hoffen, dass der Meschiach auf eine wundersame Weise kommt; er uns allein um G - ttes Willen gesandt wird und nicht wegen Leuten aus Fleisch und Blut. Das Zeitalter des Meschiach wird aufgrund von Teshuva (Rückkehr zu G - tt) in einer übernatürlichen Art und Weise erfolgen. Die Rückkehr der Juden in ihr Land liegt einzig und allein in der Hand G - ttes. Nur G - tt bringt die Juden nach Israel und nicht die plumpe Art der Aliyah wie es sich die Zionisten vorstellen. Die Tannaim (die Mischna Gelehrten) sowie den Amoraim (Talmud Gelehrten) das messianische Zeitalter nicht durch irgendwelche materiellen Tricks zeitlich zu verlegen. Heißt zu beschleunigen oder auf später zu verschieben. Der Meschiach kommt, wenn G - tt es will und nicht, weil wir Ihn mit gewissen Tatsachen konfrontieren, welche G - tt zwingen, zu reagieren. Er entscheidet und nicht wir.


Selbst wenn die religiösen Zionisten in Israel relig. leben, macht dies keinen Unterschied, da sie dennoch G - tteslästerer sind, indem sie die Festlegung der Tannaim und Amoraim ignorieren und die messianische Zeit vor ihrer eigentlichen Bestimmung einleiten wollen. Dies aber ist nicht der wahre Weg für das Kommen des Meschiach und nicht die Weise, die G - ttes Engel und die wahren Propheten von uns erwarten. Das wahre Wesen des Zionismus ist eine Verleugnung der Prinzipien des "Belohnung und Strafe" sowie des erwarteten messianischen Zeitalters.
Das jüdische Konzept "Belohnung und Strafe" besagt, dass, wenn wir Juden die Thoragesetze einhalten und danach leben, wir automatisch von G - tt belohnt werden. Aber nicht nur die Gesetze allein spielen hierbei eine Rolle; selbstverständlich kommt es auch darauf an, wie wir mit uns selber und unseren Mitmenschen umgehen (Bejn Adam Le'Chavero).




All diese Argumente wurden von Rabbi Mordechai Eliasberg, Rabbi Nachum Greenhaus, Rabbi Joseph Yaffe und Rabbi Shmuel David Feinberg widerlegt. Der Ramban (Nachmanides), der Thorakommentator Ohr HaChaim, viele Rishonim (frühe Kommentatoren) und Acharonim (spätere Kommentatoren) lehrten, dass das messianische Zeitalter auf natürlichem Wege allmählich eingeleitet, und nur das Ende mit Wundern verbunden sein wird. Rabbi Zvi Hirsch Friedlander, der Rebbe von Liska, vertrat eine interessante Meinung. Er selbst lehnte den relig. organisierten Zionismus grundsätzlich ab, doch sah er keinen Widerspruch darin, relig. Juden nach Israel zu senden und diese gemäß der Thoragesetzte dort leben. Alles organisiert von einer eigenen Institution, die mit dem zionistischen Movement nichts zu tun hat.


All diese Ideologien teilten die jüdischen Gemeinden in Deutschland und in Ungarn. Kann es möglich sein, dass die Säkuleren (Deutschland) das messianische Zeitalter einleiten ?
Der Autor des Buches "Da'at HaRabbanim" stellt die Frage, ob selbst wenn das messianische Zeitalter in einem natürlichen Wege erfolgen sollte, dies anhand von Leuten geschehen könne, die öffentlich den Schabbat brechen und von Leuten, die unkoscher (trefe) essen sowie jenen, die keine Tefillin (Gebetsriemen) anlegen ?
Und er argumentiert: "In der Vergangenheit verloren wir aufgrund dieser Sünden unser Land. Wäre es daher nicht möglich, dass derlei Sünder und Kriminelle uns ebenso zurückführen ?
Rabbi Simcha Rosenfeld, der Rabbi von Piotrekov, hält dagegen:
"Wie groß sind doch der Wahnsinn und die Dummheit dieser Leute, die Oberhäupter und Führer von Organisationen, schlechten Leuten und Sündern, die einfach die Thora und ihre Mitzwot fortswerfen wollen; der Wahnsinn zu glauben, dass Juden, die trefe essen das Volk Israel (die Juden) ins Gelobte Land zurückführen könnten. Diese Leute brachten uns zum Lachen. Zu einem schmerzvollen und seelenverletzenden Lachen.


Viele Rabbiner befürworteten die Besiedlungs Israels, doch nur dann, wenn dies außerhalb des zionistischen Rahmens von statten ging. Rabbi Moshe Teitelbaum (Autor des "Yismach Moshe") und Gründer der Sighet - Satmar Dynasty schrieb schon: "Für mich ist es klarer als die Sonne, dass, falls ich gehen sollte, mein Verlust meinen Gewinn übersteigt. Und jeder, der dennoch gehen will, sollte darauf achten, wie er es tut. Alles sollte mit der richtigen Intension durchgeführt werden, denn es ist unbestreitbar, dass es ein Gebot gibt, welches uns zur Besiedlung des Landes verpflichtet".


Die Chassidim starteten eine eigens organisierte Aliyah gleich nach der Balfour Declaration: Chassidim aus Koznitz, Yablona, Gur und das führte zugleich zu Streitpunkten zwischen ihnen, den Mitnagdim des Vilna Gaon und denjenigen, die nach Israel auswanderten. In unseren Tage gebe / gelte kein Gebot der Besiedlung Israels, sondern nur das des Thorastudiums. Die Gründung des Staates Israels veranlasste viele zum Umdenken, doch nicht den Satmarer Rebben (Rabbi Yoel Teitelbaum) und seine Anhänger. Die zionistischen Rabbiner wollten von solchen Argumenten nichts hören. Rabbi Israel Morgenstern aus Pilov sagte: Laut dem Ramban (Nachmanides) besteht ein positives Gebot im Lande Israel zu leben und von daher hat jeder Jude die Pflicht, sich dort niederzulassen, sobald die erlaubt ist. Heißt, eine Regierung die Einreise ermöglicht. Dieses Gebot gilt selbst für diejenigen, die nach Israel ziehen, aber nicht beabsichtigen, die Thoragesetze einzuhalten. Rabbi Avraham aus Sochatchov, der Autor der Bücher “Avnei Nezer” und “Eglei Tal”, sagte, dass die Juden außerhalb Israels die Pflicht haben, Besitz in Israel zu erlangen, denn es gibt keine Ende einer Belohnung für die Unterstützung des Landes Israel (hier ist das Land gemeint und nicht der heutige Staat).


Auch Rabbi Tzadok HaCohen aus Lublin war der Meinung:
"Es gibt keine Debatte darüber, ob es von besonderem Vorteil ist, das Land Israel auch in unseren Tagen zu besiedeln … niemand sollte diese Gelegenheit der wundervollen Mitzwah verpassen". In seinem Buch “Zimrat HaAretz”, schreibt Rabbi Moshe Zvi Fogel:
"Es besteht kein Zweifel daran, dass das Gesetz besagt, dass jemand seinen gesamten Haushalt zwingen kann, ins Land Israel bzw. nach Jerusalem zu ziehen".


Rabbi Joseph Dov Soloveitchik aus Brisk und Rabbi Eliyahu Chaim Meisel aus Lodz unterstützten die Übersiedlung nach Israel und die landwirtschaftliche Bewirtschaftung des Landes. Nichtsdestotrotz lehnten sie den Zionismus ab. Selbst die "Machzikei HaDa'at" (gegründet von der Chassidut Belz) unterstützten die Idee, Israel wiederaufzubauen. Allerdings sahen sie damit kein verbundenes eintreffendes messianisches Zeitalter.


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Bis heute hat sich an den intensiven Diskussionen nichts geändert. Die eine Seite betrachtet eine Besiedlung des Landes Israel als einen Vorläufer (Korridor) für das messianische Zeitalter. Wenn wir nur in Israel leben, geschieht der Rest von allein. Mitzwoterfüllung ja, aber falls nicht, auch nicht so schlimm, dennimmerhin leben Juden wieder in Israel, was auch ein Zeichen sein kann. Die Gegenseite gibt sich antizionistisch und lehnt den heutigen säkuleren Staat ab. Wer sich die Geschichte des Staatsaufbau seit 1948 anschaut, kann dem sogar viele Male zustimmen. Vor allem, wer sich die Aktivitäten eines ehemaligen Premiers namens David Ben Gurion anschaut, der zwar zionistisch eingestellt war, jedoch absolute übertriebene linke Weltanschauungen vertrat.


Und heute vertritt die nationalrelig. Partei MAVDAL längst nicht mehr ihre alten Ideale, sondern fügt sich willig in die opportunistische Parteienlandschaft. Der einzige Teil von ihr, der das nicht tut und daher mehr und mehr aneckt, ist die Siedlerbewegung. Ein Jude hat das Recht, sich in das ihm von G – tt gegebene Land niederzulassen woe s ihm beliebt. Das Land gehört uns und es gibt keinerlei Zugeständnisse. Auch nicht um des lieben Pseudo – Friedens wegen.


Die antizionistische Bewegung setzt sich weitgehend aus zwei Teilen zusammen. Aus jenen, die den Staat rigoros und ohne "Wenn und Aber" ablehnen und jener Teil der zwar in Israel lebt, aber dies nur, um ein Leben nach der Thora zu führen. Und wo kann man das besser als in Israel, in welchem ein Jude viel mehr Mitzwot einhalten kann als in der Diaspora (z.B. Schmittah oder leichter von G – tt akzeptierte Gebete). Der ehemalige Satmarer Rebbe Yoel Teitelbaum war zwar bis zum Schluß ein glühender Antizionist; dennoch verbat er seinen Chassidim niemals den Umzug nach Israel. Der Antizionismus kann auch im Lande Israel gelebt werden, indem ein Jude nach der Thora lebt, die Staatsbürgerschaft bekommt (denn irgendwie muß man ja reisen), aber meist die sozialen Zusicherungen, wie Gelder vom Staat, ablehnt. Das Leben eines Antizionisten in Israel kommt nicht automatisch einer Annahme sozialer Gelder gleich. Zusätzlich nimmt nicht jeder Antizionist die Staatsbürgerschaft an, sondern behält seine bisherige bei.


Prinzipien, die einem Zionisten unverständlich sind.
Meiner Meinung nach sollte sich ein jeder mit dem Antizionismus gründlichst auseinandersetzten, bevor es zu falschen Argumenten kommt.




Links zum "Antizionismus"

Mittwoch, Oktober 15, 2008

Die Anstandsbrücke

B"H

Nachdem ich zum vergangenen Sukkot einen Artikel mit dem Titel "Die Anstandsstraße" verfasste, lautet der diesjährige Bericht "Die Anstandsbrücke".

Der Jerusalemer ultra - orthodoxe Stadtteil Mea Shearim unterliegt einmal wieder mehr extremen Veränderungen und seit gestern ist sie nun in Betrieb, die Anstandsbrücke.

Nicht, das Mea Shearim nur der einzige haredische Stadtteil wäre; er ist vielleicht der Bekannteste, aber dennoch nur einer von vielen neben Ramat Shlomo, Sanhedria, Kiryat Belz, Kiryat Zanz, Kiryat Mattersdorf, Romema, Ge'ulah, Bucharin, Makor Baruch, Bait Vagan, etc. Aber gerade in Mea Shearim steigen die meisten relig. Sukkotevents neben jenen in der Altstadt. Chassidim wissen ausgiebig zu feiern und niemand kommt da mit; weder Nationalrelig. noch die litvischen Haredim. Im Gegenteil, gerade die Litvischen besiedeln Mea Shearim und tanzen wie wild mit den Chassidim.

An den Zwischenfeiertagen des Sukkot (Laubhüttenfestes) sind die Hauptstraße Mea Shearims sowie dessen lokaler Markt mit den Synagogen der Neturei Karta und Avraham Yitzchak in der Mitte durch eine Absperrung samt Plastikplane getrennt. Aus Anstandsgründen, sodass sich Männlein und Weiblein nicht zu nahe kommen. Eine Gasse für verheiratete Paare gibt es ebenso, doch war gestern abend alles dermassen schlecht ausgeschildert, dass mir nie recht klar war, wo jetzt die Verheirateten entlangspazieren.

An den Zugängen der Mea Shearim Street stehen extra private Wachposten sowie einige Chassidim der extremen chassidischen Gruppe Toldot Aharon. Mit Megaphonen ausgerüstet rufen sie dazu auf, den Geschlechteranstand einzuhalten. Zuvor gab es aufgrund eines Posters an den Hauswänden des Stadtteiles Aufsehen, dass dieses Mal offensichtlich keine auswärtigen Besucher zugelassen werden. Dieses erwies sich zumindest gestern als viel zu übertrieben ist und ich machte die Erfahrung, dass jeder anständig angezogene Jude sehr wohl Zutritt hatte.

In einigen Synagogen herrscht nochmals eine extra interne Kontrolle, die vor ungebetenen Besuchern schützen soll.
Nichtjuden sind unerwünscht und das vor allem aus Missionsgründen. Aber überhaupt hat Mea Shearim keine Lust mehr auf fanatische Christen, die da meinen, in den Straßen für eine Judenbekehrung beten zu müssen. Bei solch einem Schauspiel wurde ich einmal unfreiwillig Zeuge und wer soetwas sieht, der rennt vor dieser Art Christen auf und davon. Das war einfach nur noch widerlich.

Gestern abend fuhr ein Bus mit den derzeit anwesenden Christen durch Mea Shearim und diese fingen hinter ihren Fenstern umgehend begeistert an zu lächeln und zu winken. Dem ehemaligen aschkenazischen Oberrabbiner Israel Lau fiel sogar eine Tussi vor wenigen Jahren einmal um den Hals. Er sei ein "Mann G - ttes" - so gab sie ekstasisch von sich. Was man sich hier alles von solchen Leuten bieten lassen muß ist unbeschreiblich. Gut, dass sie nur im Bus passierten und nicht ausstiegen, sonst hätte man sie geschmissen.

Trotz Regenbeginn war die Atmosphäre in Mea Shearim kaum zu übertreffen. Tausende auswärtiger sowie lokaler Besucher gaben sich die Synagogenklinken in die Hand. Mit einer Freundin ging ich zu dem begehrtesten chassidischen Tisch Mea Shearims, den Toldot Aharon. Dort war alles restlos überfüllt, aber als erfahrene Tischbesucher wissen wir über die Metallgestelle zu klettern und so ergatterten wir einige gute Plätze. Zu lauter chassidischer Musik, gespielt von der hauseigenen Band, tanzten die Chassidim im Erdgeschoß. Im Korridor, dem Zugang zur Frauenempore, hing ein Schild in hebräischer und englischer Sprache aus:
"Frauen mit Perücken haben keinerlei Zutritt, wenn sie ihre Perücke nicht wenigstens mit einem Tichel bedecken !"

Die Toldot Aharon als Gruppe lehnen die allgemein übliche Kopfbedeckung der Frau, die Perücke, grundsätzlich ab. In der Vergangenheit wurden sogar einige Mea Shearimer Perückengeschäfte abgefackelt. Das Schild jedoch überraschte mich dennoch, obwohl, die Satmarer Frauen dürften weniger Probleme haben, denn am Schabbat sowie den Feiertagen tragen sie immer ein Tichel (ein kleines weisses Tuch) auf ihrer Perücke. Das ist so Tradition und auch die Chassidut Dushinsky steht dem nicht nach.

Wie gesagt sind einige Straßen nach Geschlechtern getrennt. Auch in Bnei Brak und Ramat Beit Shemesh ist dies der Fall. Vor der großen Breslover Synagoge in der Mea Shearim Street aber steht die größte Attraktion überhaupt: Eine Holzbrücke trennt Männlein und Weiblein an einer Straßenkreuzung.

Wer in die Breslover Synagoge sowie in den lokalen Mea Shearim Markt zu den Toldot Avraham Yitzchak will, der gehe als Mann über die Brücke und als Frau unter der Brücke hindurch. Ein Unternehmen, was sich jedoch als vollkommen überflüssig erweist, denn am Brückenende stoßen die Geschlechter eh wieder aufeinander. Als ich das Wachpersonal befragte, wo ich denn jetzt langgehen soll, kam nur ein Schulterzucken. Ja, das wisse man jetzt auch nicht und hier passieren, sei schon okay. Oder etwa doch nicht ?
Wer steigt da noch durch ?

Irgendwie landeten wir doch noch im Markt bei den Avraham Yitzchak, die gerade beim Soundcheck waren. Heute abend gehe ich erneut und diesesmal zu Karlin - Stolin, Dushinsky sowie den Boyanern. Photos werde ich, wenn alles gutgeht, auch noch in den Blog stellen.

Tagsüber läuft sehr viel in der Jüdischen Altstadt und wer als Nichtjude alles geniessen will, der hat dort und in der Neustadt vor dem Rathaus am Safra Square Chancen. Außerdem gibt Chabad am morgigen Donnerstag abend ein riesen Konzert im Cardo vor der Zemach Zedek Synagoge.

Sonntag, August 03, 2008

Konvertiten und der Antizionismus

B"H

In dieser Woche dreht sich überall fast alles um den Tisha Be' Av (Fastentag aufgrund beider Tempelzerstörungen), doch möchte ich dennoch andere Themen nicht außer Acht lassen. Und im Hinblick auf das bald anstehende Rosh HaShana (jüd. Neujahr sowie Tag des Gerichts) berichte ich so einiges aus der Welt jener, die im späteren Verlauf ihres Lebens relig. geworden sind - den Baalei Teshuva. Aber nicht nur über sie, sondern auch einiges zum Thema "Konvertiten zum Judentum und ihr zukünftiges relig. Leben".

Vor weit mehr als einem Jahr drehte die jüd. Frankfurter Site "Papdam" einen Film über einige Frankfurter Konvertiten zum Judentum. Die Reportage war eine sehr gute Idee, doch ging mir seither die Ansicht eines der Konvertiten nicht mehr so richtig aus dem Kopf. Soweit ich mich erinnere, betrachtete er sich nach der Konversion zum Judentum als litvischer Haredi, der weiterhin in Frankfurt leben wolle. In der Reportage waren die Konvertiten gefragt worden, was sie denn von Israel halten. Eine Befragte bekam leuchtende Augen, ein anderer gab sich objektiv und ein Dritter gab sich vollkommen antizionistisch. Der derzeitige Staat Israel sei nicht gemäß der Thora, denn er sei ein säkulerer Staat und deswegen könne er (der Befragte) ihn nicht anerkennen. So ähnlich lautete seine damalige Aussage.

Zuerst einmal muß ich hierzu sagen, dass ich seine Aussage als Anmaßung einstufe. Sollte jemand konvertieren und schon einmal in Israel gewesen sein oder nicht, hat er nicht das Recht, irgendeine antizionistische Meinung zu vertreten. Wenn jemand in diverse chassidische Gruppen hineingeboren ist und antizionistisch denkt, so ist das seine Sache und ich akzeptiere das. Konvertiert jemand zum Judentum und schließt sich, z.B., dem Antizionismus der Satmarer Chassidim an bzw. wird offizielles Mitglied bei Satmar, so kann ich dies auch akzeptieren. Konvertiert jedoch jemand und wird hinterher litvischer Haredi, dann klingen seine Argumente mehr als weit hergeholt.

In der Reportage klang der Betreffende als habe er sich niemals die Mühe gemacht, objektiv herauszufinden, worauf der Antizionismus basiere, sondern lediglich seinem Rabbi die Argumente abgenommen. Orthodox zum Judentum konvertieren sollte bedeuten, sich eingehend mit der Religion und ihren orthod. Richtungen auseinanderzusetzen. Solange man sich in einem Konversionskurs befindet, verfolgt man nur ein Ziel: Die Prüfung des Beit Din (rabbinisches Gericht) zu bestehen. Und gehen wir jetzt davon aus, dass der Konvertit kein Fake (unehrlich) ist, heißt, nicht jemand der nur so konvertiert ist, ohne dass er wirklich vorhat, ein vollkommen orthod. Leben zu führen, dann steht der neue Konvertit vor der Aufgabe, sich einen eigenen relig. Rahmen aufzubauen. Sich eine Gemeinde zu suchen, einen Rabbi, einen Freundeskreis. Konvertiten in Israel haben es diesbezüglich nicht leicht, denn sie stehen vor einem Berg von Auswahlmöglichkeiten. An wen aber sollen sie sich wenden und wer berät sie ? Der Konversionskurs sicherlich nicht mehr, denn die Bürokratie ist abgeschlossen. Aufgabe des Kurses ist es, die Kandidaten auf das Beit Din vorzubereiten; was dagegen hinterher geschieht ist Sache des Konvertiten. Viele Bekannte von mir haben sich schon gründlich bei mir darüber beschwert. Plötzlich fühlen sie sich allein gelassen und dann ? Wie weiter und wohin ?
Besonders schwer scheinen es Konvertiten ab dem 40. Lebensjahr zu haben, denn viele weitere Kurse nehmen nur Leute bis zu einer bestimmten Altergrenze auf. Wer jedoch kümmert sich um die etwas Älteren ?

Ziel eines Konvertiten sollte es immer sein, sich mit der gesamten Orthodoxie auseinanderzusetzen, um so ein bessere vollständigeres Bild zu bekommen. Klar, ist das in Israel einfacher, wo ich in Jerusalem heute in eine chassidische Synagoge gehe, morgen in eine jemenitische oder übermorgen zu den Nationalrelig. Heute gehe ich abends zu den litvischen Haredim zum Schiur (Vortrag) und morgen zum Rabbi Kook Center. Es kann nicht nur auf einen Rabbiner allein gehört werden; nämlich denjenigen, welcher den Kurs unterrichtet. Daher werden in den mir bekannten Jerusalemer Konversionskursen viele Themen gleichzeitig angeboten. Mussar, Thora, Halachot und andere philosophische Themen wir der Rambam oder das Buch "The Path of the Just" von Rabbi Moshe Chaim Luzzatto. Jedes Fach wird von einem anderen Rabbiner bzw. teilweise auch einer Rabbanit (Frau eines Rabbiners) unterrichtet. So bekommt man unterschiedliche Ansichten und Gedanken zu hören und lernt zu differenzieren.

Gleich von vornherein urteilen, jemand sei nun gegen den Staat Israel ? Und das als litvischer Haredi ?

Gesagt sei, dass gewiß nicht alle litvischen Haredim den Staat Israel ablehnen. Eher im Gegenteil. Natürlich ist Israel kein Land mit Meschiach und Thora. Noch nicht. Doch solche ablehnenden Ansichten von sich zu geben, ohne jemals die Schriften des ersten israel. aschkenasischen Oberrabbiners, Rabbi Avraham Yitzchak Kook (Kuk), gelernt zu haben, ist absurd. Genauso voreilig ist es, sich schon während des Konversionskurses auf eine einzige Richtung festzulegen und sich gar nicht mehr zu anderen Themen zu informieren.

Vielleicht hat ja derjenige aus der damaligen Reportage mittlerweile etwas Positives hinzugelernt. Unter anderem den Kommentar des Ramban (Nachmanides), denn gerade der Ramban legt halachisch fest, dass es eine Mitzwah ist, in Israel zu leben. Zum Zweiten ist es ein biblisches Gebot in Israel zu leben, wozu es in der Thora heißt, dass kein Land einen solch hohen Level hat wie Israel.

Die Edah HaCharedit(antizionistische Dachvereinigung in Mea Shearim) hegt ihre eigenen Gründe für eine Ablehnung des Staates Israel, die ich nicht verurteile. Bei einem Konvertiten wiederum, welcher nicht einer der Edah - Gruppen angehört, erscheint mir der offene Antizionismus geradezu lächerlich.

Montag, Juli 21, 2008

Gitty's Welt

B"H

Sämtliche New Yorker Medien befassen sich derzeit mit einem ganz besonderen Fall und ich war mir bisher nicht darüber im Klaren, ob auch ich darauf eingehen soll oder nicht. Man muß ja nicht alles weitertratschen und jeden Klatsch verfolgen und ausschlachten. Dann nahm ich gestern abend an einer Yahrzeitfeier teil. Rabbi Mordechai Machlis gab ein großes Essen zur Erinnerung an den 15. Todestag seiner Mutter Sarah Machlis.

Im Judentum ist es so üblich, dass man am Sterbetag eines Verwandten ein Essen gibt und relig. Dinge lernt, wie wir gestern das Ende des Talmud Traktates Berachot, um so die Seele (Neschama) des Verstorbenen auf einen höheren Level zu bewegen.

Und dann sassen am Nebentisch zwei Engländer, einer davon Nichtjude, die begannen, über die Haredim (Ultra – Orthod.) abzulästern. Ganz ohne jegliche tiefere Ahnung prusteten sie sich auf und gaben irgendwelche stereotypen Meinungen von sich. Ich meinte zu den Beiden, dass sie ja wohl keinerlei Ahnung haben, aber hier ihren Haß verbreiten. Ein Freund von mir, ein anwesender Journalist des staatlichen israel. Rundfunks, schloß sich mir an. Auch er ist Haredi und berichtet im Radio über relig. Angelegenheiten.

Die von den zwei Briten abgelassenen Stereotype gaben mir zu denken, denn leider gibt es zuviele Leute, die ihnen Glauben schenken. Das große Problem dabei ist, dass die Leute einfach keine eingehendere Ahnung haben, weil sie sich nicht ausreichend damit beschäftigen und versuchen, die andere Seite sehen. Eine andere Seite mit viel Ideologien und Historie. Eine völlig andere Gesellschaft, die man persönlich kennen lernen muß, um richten zu dürfen. Und um argumentieren zu können, sollte man zumindest einmal Teil dieser Gesellschaft gewesen sein oder ihr sonstwie nahe stehen. Ohne das geht gar nichts und die eigenen Argumente werden von eben jener Gesellschaft nichts Ernst genommen. Und somit beschloß ich, auf den New Yorker Fall einzugehen. Objektiv, so hoffe ich und aus allen verschiedenen Sichtweisen. Dazu kommt, dass mir einige Chassidim eben aus New York schrieben und verkündeten, besagter Artikel der "New York Times", welcher alles ins Rollen gebracht hatte, enthalte unheimlich viele Fehler. Da werden Stadtteile durcheinandergebracht genauso wie Namen und Namen chassidischer Gruppen. Alles quer Beet durcheinandergewürfelt.
Aber sehen wir selbst:



Am 14. Juli dieses Jahres erschien die Story der 23 - jährigen Sterna Gittel "Gitty" Grunwald in der "New York Times" und seither hat die chassidische Welt so richtig etwas abzulästern. Alles wühlt sich durch das Internet und viele Chassidim (außer jenen von Satmar) lachen sich insgeheim ins Fäustchen. Ob das nun Belz, Vishnitz oder andere Gruppen sind, alle sind dabei. Die chassidische Welt ist eine Welt des Klatsches; vor allem dann, wenn es um eine so geschlossene Gruppe wie Satmar geht.

Gitty Grunwalds Mutter war bis zu Gitty's dritten Lebensjahr ein Hippie aus säkulerem Elternhaus. Sie suchte ein Behausung und fand sie ausgerechnet in Kiryat Yoel, einer Satmar Siedlung bei New York. Die Mutter zog samt Tochter bei Satmar ein, wurde relig. und beiden wurden Mitglieder bei Satmar. Natürlich wuchs Gitty streng relig. auf und wurde im späten Teeniealter verheiratet. Mit ihrem Mann ging es nicht gut, vor allem nicht im Bett und so ließ man sich wieder scheiden. Nur gab es da jetzt eine kleine Tochter namens Esther Miriam, für die gesorgt werden mußte. Kurz gesagt, Gitty hatte das extreme chassidische Leben satt und sehnte sich nach "Freiheit". Sie entfloh der Enge Kiryat Yoels und fand Zuflucht bei ihren Großeltern. Kurz darauf wurde ihre kleine Tochter vom Ehemann zurück nach Kiryat Yoel entführt. Satmar läßt Gitty gehen, doch Esther Miriam solle gefälligst anständig beim Vater aufwachsen, ohne von Gitty negativ beeinflußt und in den Abgrund gezogen zu werden.

Die "New York Times" berichtete von Gitty's Kampf gegen Satmar und für das Sorgerecht ihrer Tochter. Tausende Menschen schrieben Kommentare und zeigten große Betroffenheit. Von diverser chassidischer Seite kamen Anklagen an Gitty und Beschimpfungen. Aber nicht alle Chassidim sind so ausgerichtet und es gab genauso viel Verständnis für den Satmar – Ausstieg und man wünsche ihr, dass sie ihre Tochter zurückbekomme. Demnächst soll ein staatlich – nichtjüdisches Gericht über das Sorgerecht entscheiden.

Seit dem Artikel haben sich mehrere jüd. mehr oder weniger relig. Blogs auf die Story gestürzt und ziehen sich an ihr hoch. Zu Gunsten Gitty's. Man hat sogar eine extra Gitty – Site eingerichtet, auf der es ebenso ein Spendenkonto gibt. Das neue Leben von Gitty samt Anwalt muß erst einmal bezahlt sein. New York ist teuer und Gitty benötigt dringend Hilfe.

Bis hierher kann ich den Fall "Gitty Grunwald" sehr gut verstehen bzw. nachvollziehen. Wer jedoch auf die Site der New York Times geht, dem fällt ebenso eine Photo – Slideshow ins Auge. In dieser erscheinen die aktuellen Gitty Photos. Darunter liess sie sich auch im Bikini ablichten. Und das ist ein gefundenes Fressen für andere Chassidim. "Schaut da, eine Satmarerin im Bikini. Ist das nicht witzig".

Gitty hier, Gitty da, Gitty im Bikini, Gitty zu Besuch bei ihrer Tochter in Kiryat Yoel, Gitty mit ihrer Mutter, Gitty Superstar. New York hat eine neue Story und alle fiebern mit.
Ihre Tochter darf sie regelmäßig besuchen, doch nur unter Aufsicht eines Satmar – Mitgliedes, denn schließlich solle Esther Miriam nicht negativ beeinflusst werden. Zu allem Unglück entdeckte man auch noch, dass Gitty Drogen konsumierte und Satmar lacht sich sicher eins. Egal, ob Satmar oder nicht, kein Gericht der Welt würde solch einer Mutter das Sorgerecht aussprechen. Die Kommentareschreiber auf den Sites lassen Gitty ihr Entsetzen wissen und wollen sie dazu bewegen, professionelle Hilfe zu suchen. Sozialarbeiter oder besser eine modern – orthod. Rabbi, der ihr den Weg zeigt. Der Weg in ein neues Leben will erst einmal gelernt sein.

Es ist nicht Gitty's schuld, dass sie über fast keinerlei Bildung verfügt. Bei Satmar wird den Mädchen gelehrt, eine gute Hausfrau und Mutter zu sein. Dennoch sollte ich erwähnen, dass auch in Kiryat Yoel das PC – Zeitalter begonnen hat und die Frauen einen sehr wohl PC zu bedienen wissen.

Dafür hat Gitty absolute keine Ahnung vom Leben da draußen in unserer Gesellschaft, denn bei Satmar gehen die Uhren anders. Das Problem besteht darin, dass fast alle chassidischen Gruppen ihren jungen Mitgliedern in den Schulen lehren, die Säkuleren kiffen sich den ganzen Tag über zu und feiern wilde Orgien ab. In anderen Worten "Sex, Drugs and Rock'n Roll". Eine leere Welt ohne spirituelle Inhalte.

Wenn Mitglieder der chassidischen Bewegung aussteigen, sind sie folglich der Ansicht, dass die säkulere Welt sie nur dann aufnimmt, wenn sie sich halt genauso verhalten. Sprich auch Drogen nehmen und Sex suchen. Dass dem nicht so ist, wissen sie nicht, denn in der Schule lehrte man ihnen das Fürchten vor dem Leben ohne der eigenen Gruppe. Um es allen zu beweisen, beginnen sie mit Drogen, was ich selbst bei einem Aussteiger erlebte, den ich recht gut kannte. Er ging bei uns ein uns aus und mein Mitbewohner (ein Polizist) fand Spritzen im Bad und liess das weiße Pulver in der Klospülung verschwinden.

Bei meinem Ausstieg verhielt es sich wesentlich anders, denn ich kannte ja die Welt da draußen. Andere tun dies nicht und sie wissen nicht, was eine richtige Schule, geschweige denn eine Uni ist. Wie sucht man einen Job oder wie spricht man plötzlich mit dem anderen Geschlecht, wenn man nicht gerade verheiratet ist ?
Die kleinsten Dinge müssen erlernt werden. Oft beginnt dies schon beim Deodorant.

Um auf den Fall Gitty zurückzukommen:
Wie viele andere Leidensgenossen läuft auch sie ziellos bzw. orientierungslos umher. Eingewöhnen, den Alltag erlernen, das will ersteinmal bewältigt werden. Soziale Hilfe ist dringend nötig und diese muß von relig. Menschen kommen. Von modern – orthodox, denn eine Person wie Gitty kennt sich nur in der orthod. Welt aus. Und die Orthodoxen sind die Einzigen, welche ihre psychischen Probleme verstehen und nachvollziehen können. Dieses Gefühl kenne ich aus eigener Erfahrung, denn ich will nicht stundenlang einem nichtjüd. oder säkuleren Psychiater die chassidische Welt begreiflich machen, damit er mich nach Wochen vielleicht ein wenig versteht. Ich will jetzt reden, denn alles muß raus und ich brauche einen Menschen, der mich sofort begreift.

In den Kommentaren machen die Leute Gitty Hoffnung aber gleichzeitig soll sie lernen, Verantwortung zu übernehmen. Ihre derzeitige Orientierungslosigkeit ist verständlich und normal, aber sie solle Hilfe suchen, damit sie ihr neues Leben in den Griff bekommt. Solange dies nur zögernd geschieht, wird ihr gewiß das Sorgerecht nicht zugesprochen werden. Gitty's Ex hingegen kann Esther Miriam ein Heim bieten. Er arbeitet und hat ein geregeltes Leben. Ohne die Flippigkeit und freiheitssuchende Gitty. Sowas kommt beim Gericht an.

Ich hoffe nur, dass Gitty klarkommt und gute Freunde hat bzw. findet. Viel ist zum Thema zu sagen, aber eines sollte man vermeiden: weder Satmar noch Gitty vorverurteilen. Es ist wichtig, beide Seiten zu verstehen und nicht mit der Stereotype zu beginnen.

Sicher schreibe ich zu dem Thema insgesamt noch viel viel mehr, denn es handelt sich um ein extrem wichtiges Thema.


Links zum Thema:

http://chassidicstories.blogspot.com/2008/02/wie-soll-es-weitergehen.html

http://chassidicstories.blogspot.com/2008/02/runaways-aussteiger.html