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Dienstag, Oktober 02, 2012

Simchat Beit Ha'Shoeva Feiern in Mea Shearim




Allabendliche Sukkotfeierlichkeiten in der chassidischen Gruppe Toldot Aharon in Mea Shearim / Jerusalem

Alle Photos & Video HIER !

Mea Shearim macht dicht an Sukkot


Poster der chassidischen Gruppe Toldot Aharon in Mea Shearim

Photo: Miriam Woelke

B"H

Obwohl der haredische (ultra – orthodoxe) Stadtteil Mea Shearim / Jerusalem auch in diesem Jahr während der derzeitigen Sukkot – Feiertage auf eine direkte Geschlechtertrennung verzichtet, so wird dennoch in vielen chassidischen Gemeinden dichtgemacht. Vielerorts ist der Zugang zu den Synagogen lediglich für Mitglieder der chassidischen Gruppen reserviert und Außenstehende werden nicht hineingelassen. Dies bezieht sich allerdings nur auf die Sukkot – Feiertage in dieser Woche sowie dem Simchat Thora Anfang nächster Woche ! 

Dieser Tage ist Mea Shearim, neben dem jüdischen Viertel der Jerusalemer Altstadt, ein Ort, an welchem die grandiosesten Sukkot – Feierlichkeiten stattfinden und Tausende Juden zieht es allabendlich nach Mea Shearim. Ich sage hier JUDEN, denn der Stadtteil warnt gerade dieser Tagen vor christlichen Missionaren, die sich in der Stadt herumdrücken. Ungefähr 6000 ausländische fanatische Christen halten in dieser Woche ihren Kongress in Jerusalem ab und strömen aus, um Juden zu missionieren. Deswegen macht Mea Shearim seine Tore für nichtjüdische Besucher vollkommen dicht. Ansonsten habe ich es in der Vergangenheit erlebt, dass nichtjüdische Besucher, die in die chassidischen Synagogen des Stadtteiles gingen, unfreundlich herausgebeten worden sind. 

Meine Meinung dazu ist, dass es Festivitäten gibt, die ausschliesslich für Juden gedacht sind und es nervt, wenn plötzlich Nichtjuden in Gruppen austauchen und arrogant meinen, mitmachen zu müssen. In Jerusalem sind wir so einiges gewohnt. Vor allem, dass immer wieder christliche Missionare auftauchen und ihre nervige Missionsshow abziehen wollen. 

Nichtsdestotrotz lassen viele Synagogen aus Platzmangel nur ihre eigenen Mitglieder zu den Feierlichkeiten zu. Trotzdem aber werden Tausende Besucher durch Mea Shearim strömen, denn an zahlreichen Stellen werden alle jüdischen Besucher zugelassen und eben dort werde ich hingehen und ein paar Videoaufnahmen drehen. 

Die Toldot Aharon sind, wie in jedem Jahr, die ersten, die im Vorfeld ankündigen, dass ihre Synagoge dieser Tage ausschliesslich den eigenen Mitgliedern vorbehalten ist. Das musste auch ich einmal am eigenen Leib erfahren: 



Link:

Dienstag, August 28, 2012

Österreich: Ein Nichtjude und sein Hotel für ultra – orthodoxe Juden

B"H 

Man kann es direkt eine erfolgreiche START UP Idee nennen: Der österreichische Nichtjude Stefan Sommerbichler hatte die Idee, seinen als Familienbetrieb geführtes Hotel, in ein Hotel für Haredim (ultra – orthodoxe Juden) umzuwandeln. Nach der anfänglichen Skepsis der eigenen Familien und von Freunden entwickelte sich das Hotel jedoch zum Renner innerhalb der jüdisch – orthodoxen Welt. 

Insbesondere in den Sommermonaten trudeln alljährlich viele chassidische Rebben zwecks Sommerurlaub ein. Unter anderem der Toldot Aharon Rebbe aus Jerusalem und auch der kürzlich verstorbene Nadvorna Rebbe (aus Bnei Brak bei Tel Aviv) gehörte zu den Stammgästen. Darüber hinaus kommt der in der haredischen Welt bekannte Halacha - Experte Rabbi Wosner (ebenso aus Bnei Brak) vorbei und Stefan Sommerbichler merkt im Interview an, dass ihn ein besonders freundschaftliches Verhältnis mit dem Rabbi verbindet. 

Im Winter steht das Hotel auch nichtjüdischen Gästen zur Verfügung, doch gen Sommer wird die Hotelküche auf absolut koscher getrimmt. Das Hotel befindet sich im romantischen Örtchen Saalbach - Hinterglemm / Österreich. In all den Jahren lernte Sommerbichler eine Menge über das Judentum, denn ohne genauere Kenntnisse läuft nichts. Sogar ein paar Brocken Jiddisch schnappte er auf und auch die Schabbatgesetze sind ihm vertraut. Was einem Nichtjuden normalerweise nicht wiederfährt: Stefan Sommerbichler wurde von der chassidischen Gruppe Toldot Aharon zu ihrem Tisch in Mea Shearim / Jerusalem eingeladen. "Wann er denn zum Judentum übertreten wolle", werde er immer wieder gefragt, so Stefan Sommerbichler. Auf diese Frage aber gab er auch dem Interviewer des haredischen Wochenmagazines MISHPACHA keine Antwort.

In der englischen Ausgabe der vergangenen Woche veröffentlichte MISHPACHA den Bericht über Stefan Sommerbichler und sein Hotel. Hier findet Ihr den Artikel in Kurzform. Kurz deswegen, weil MISHPACHA will, dass die Leute das Magazin kaufen, so wie ich.:-)








Copyright: Mishpacha

Photos: Miriam Woelke

Donnerstag, August 23, 2012

Der TOLDOT AHARON REBBE am Rosh Chodesh ELUL



Der Toldot Aharon Rebbe, Rabbi David Kahn, aus Jerusalem verbrachte den Monatsbeginn ELUL (Rosh Chodesh Elul) im polnischen Dinov. Am vergangenen Wochenende feierten wir den Monatsbeginn des Elul und es ist nicht allein chassidische Tradition, die polnischen, ungarischen, ukrainischen, etc. Orte der einst grossen chassidischen Vergangenheit zu besuchen.

Donnerstag, Februar 09, 2012

Die gestrige Hochzeit in Chassidut Toldot Aharon

B"H

Wie berichtet, heiratete gestern abend die jüngste Tochter des Toldot Aharon Rebben den Enkel eines wichtigen Rabbiners der chassidischen Gruppe Satmar. Die Hochzeit selbst fand in Beit Shemesh (15km von Jerusalem) statt. 

Hier ist ein Video: 

http://www.bhol.co.il/Article.aspx?id=37789


Und hier sind Photos: 

Montag, Februar 06, 2012

Chaseneh (Hochzeit) in Toldot Aharon

B"H

An diesem Mittowch, der ebenso Tu be’Shevat ist, findet in der chassidischen Gruppe Toldot Aharon eine riesige Hochzeit statt. Und zwar heiratet die jüngste Tochter des Toldot Aharon Rebben David Kahn den Enkel des angesehenen Rabbiners Israel Chaim Menashe Friedman aus New York. Rabbi Friedman gehört der weltweit größten chassidischen Gruppe Satmar an und ist deren oberster Rabbiner bei den Batei Din (rabbinischen Gerichten in Satmar). Der Name des Bräutigams ist Natan Friedman und die Hochzeit findet in Beit Shemesh statt.

Mea Shearim gibt sich heute aufgeregt, denn landet doch der Großvater des Bräutigams und zugleich einer der wichtigsten Satmarer Rabbiner in Israel. Nach seiner Ankunft wird Mea Shearim Rabbi Israel Chaim Menashe Friedman offiziell begrüßen und Tausende Menschen werden auf den Beinen sein. Noch dazu, wo Rabbi Friedman mehrere Hundert Satmarer Chassidim aus New York mitbringt.

Ich werde mein Bestes geben, um ein paar Photos zu erhaschen, doch gehe ich eher davon aus, nicht einmal in irgendeine Nähe der "Männerwelt" zu gelangen. Immerhin photographiere ich etwas von der Atmosphäre und das ist auch schon etwas.:-)


Links:


Donnerstag, November 10, 2011

Toldot Aharon versus Gur

B”H 

Mea Shearim Besucher sind nicht selten vollkommen fasziniert und überwältigt vom berühmten ultra – orthodoxen Stadtteil Jerusalem. Nur kurz nebenbei erwähnt: Es gibt zahlreiche weitere ultra – orthodoxe Stadtteile und nicht nur Mea Shearim. Eine chassidische Gruppe zieht die Aufmerksamkeit recht stark auf sich und das sind die “Toldot Aharon”.   


Die Toldot Aharon


Sei es, weil die Toldot Aharon als absolut extrem bekannt sind. Wobei sie sicher nicht die Extremsten im Stadtteil darstellen ! 

Vielleicht ist es die besondere Kleidung, welche aus der alten “Yerushalmi Tracht” hervorgeht. Die geheimen internen Gesetze oder der interne Zusammenhalt der Gruppe. Abgeschottetes und Fremdes übt anscheinend eine Faszination aus. Und so glauben viele Besucher, darunter sogar israelische Studenten oder Uniprofessoren, die Toldot Aharon ergründen zu müssen. Geheimes ans Tageslicht zu bringen, denn das wiederum bringt dem Autor Ruhm und Geld. 

Und genau damit liegt der Wissbegierige falsch, denn innerhalb der haredischen (ultra – orthodoxen) Gesellschaft zieht eine ganz andere Gruppe die Aufmerksamkeit auf sich und sie ist nicht weniger geheim als die Toldot Aharon. Die Rede ist von der chassidischen Gruppe GUR, der größten Chassidut in Israel. Als Außenstehender etwas über Gur herauszufinden ist geradezu ein Ding der Unmöglichkeit. Trotzdem küren die Gerrer Chassidim (GER = die jiddische Aussprache von GUR) die Schlagzeilen, denn sie sind reich und mächtig im Land. Einer ihrer Chassidim, Yaakov Litzman, ist Minister und die von Gur eingenommene Partei YAHADUT HATORAH ist Teil der Regierungskoalition mit Netanyahu. 


Chassidut GUR

Derzeit aber machen die Gerrer anderweitige Schlagzeilen, denn es geht einmal wieder um den Zwist zwischen der Gruppe und der antizionistischen Dachorganisation “Edah HaCharedit” aus Mea Shearim. Gur plant einen Gebäudekomplex abzureissen und auf dem Grundstück ein haredisches Shopping Center zu errichten. Die Rede ist von dem kleinen Stadtteil “BATE’I WARSHA”. Zwischenzeitlich kommt es immer wieder zu Prügeleien zwischen den rivalisierenden Gruppen, denn Gur besitzt die Warschau – Häuser und versucht mit allen Mitteln die Mieter rauszukriegen. Die Mieter aber sind zumeist Angehörige der Edah sowie anderer Mea Shearim Gruppen. 

Es sind gewiss nicht immer extreme Gruppe, welche der Aufmerksamkeit bedürfen.

Montag, Oktober 31, 2011

Religiöse Aussteiger und ihre Rückkehr zur Religion


 Artikel aus der israelischen Tageszeitung MA'ARIV (31. Oktober 2011)

Photo: Miriam Woelke
B"H 

Es gibt Hoffnung. Selbst für mich ?

Laut einer aktuellen Untersuchung kehren 75 % der Aussteiger aus der nationalreligiösen Gesellschaft nach einiger Zeit wieder zur Religion zurück. Zumindest veröffentlichte das die israelische Tageszeitung Ma’ariv in ihrer Ausgabe vom 31. Oktober 2011.

Mit den 75 % sind vorweglich die Aussteiger aus der nationalreligiösen Gesellschaft gemeint und nicht jene aus der haredischen (ultra – orthodoxen). Weiterhin steht die Prozentangabe weitgehend für Aussteiger im Teenageralter oder in den frühen Zwanzigern. Erst einmal ausgestiegen und säkuler geworden, vermissen nicht wenige das fromme Leben der jüdischen Religion und kehren nach einiger Zeit des “sich Austobens” wieder in die fromme Gesellschaft zurück.

Als ich vor ein paar Jahren meinem haredischen Drive nachging und Teil der haredischen Gesellschaft werden wollte, blockierten mich bei meinem Vorhaben mehrere Aspekte. Darunter wahrscheinlich meine damalige Mitbewohnerin, welche selbst den Weg der Haredim gegangen war und dies nun recht emotional wechselnd auslebte. Und zweitens setzte ich mir selbst viel zu hohe Ziele und Anforderungen. Der Körper wollte, die Seele jedoch nicht.

Bis auf Weiteres definiere ich mich selbst als weder nationalreligiös noch als haredisch. Äußerlich wirke ich “chiloinisch – säkuler”, doch verhalte ich mich nicht unbedingt dementsprechend. Fanatische säkulere Juden, soweit ich denn einmal auf sie stosse, halten mich eher für Mea Shearim. Sima Zalcberg verdächtigte mich bei einem Telefongespräch mit ihr, ein Agent der extremen chassidischen Gruppe “Toldot Aharon” zu sein, welcher ihr nachspioniert. Vor Jahren einmal verfasste die damalige Doktorantin der Soziologie, Sima Zalcberg, eine Doktorarbeit über die Toldot Aharon, wobei sie sich mit Hilfe falscher Angaben das Vertrauen einiger Mitglieder erschlich. Jedenfalls dürften die Toldot Aharon von der Logik her mich weniger als einen ihrer “Agenten” betrachten. Zumindest nicht in Jeans.  

Haredim fällt es beim ersten Kennenlernen schwer, mich einzuordnen, denn wie kann es sein, dass jemand, der säkuler aussieht, die haredische Gesellschaft kennt, ihre Sprache spricht und noch dazu Rabbiner, Thora, Halacha und den Talmud kennt ? 

Der talmudische Rabbi Akivah fand seinen Weg erst im Alter von 40 Jahren. Ich bin mittlerweile etwas älter, doch die Hoffnung nach einem Weg habe ich noch lange nicht aufgegeben ...

Dienstag, Oktober 25, 2011

Tisch der TOLDOT AHARON nach Yom Kippur

B"H 

Der Tisch des Rebben der chassidischen Gruppe TOLDOT AHARON nach dem Fastenausklang am Yom Kippur. Die Hauptsynagoge der Toldot Aharon steht in Mea Shearim / Jerusalem. 

Mittwoch, Oktober 19, 2011

Die Toldot Aharon und die fehlende Geschlechtertrennung


Sukkot 5772 / 2011: Keine Geschlechtertrennung in der Mea Shearim Street.

Photo: Miriam Woelke

B"H

Ausgerechnet der “zionistische” Oberste Gerichtshof war es, welcher der chassidischen Gruppe Toldot Aharon an diesem Sukkot die Geschlechtertrennung im ultra – orthodoxen Mea Shearim (Jerusalem) untersagte. Besser gesagt in der Mea Shearim Street sowie im angrenzenden Markt. In all den Jahren zuvor wurde kurz vor dem Beginn der Sukkot – Feiertage ein Metallzaun mit einer Plastikplane umsäumt, in der Mitte der Mea Shearim Street aufgestellt. Männer und Frauen sollten sich im Besuchergedränge an den Feiertagen nicht zu nahe kommen. Verantwortlich für die Trennung waren die extremen Toldot Aharon und nicht alle Gründe gingen nur vom Anstand aus. Mea Shearim ist ebenso geprägt von interner Politik und die Toldot Aharon mischen tüchtig mit.

Das offizielle Verbot der Mechitzah (Geschlechtertrennung) jedoch schreckt niemanden ab und der Sprecher der Toldot Aharon), Rabbi Shmuel Pappenheim, gab in einem Interview an, dass die Gruppe sich wenig um den Obersten Gerichtshof schere und trotz allem einen Anstandszaun um ihre eigene Synagoge ziehe. Solle das Gericht doch machen, was es wolle !

Und wie schon im vergangenen Jahr hatte ich erwartet, dass die Toldot Aharon sowie einige weitere Gruppen aus Platzmangel an den Feiertagen Außenstehenden den Zugang in ihre Synagogen verweigern. Dies betrifft insbesondere die Frauenempore (Ezrat Nashim). Als ich dann jedoch gestern abend offiziell das Plakat in Mea Shearim aushängen sah, war ich doch enttäuscht, denn die Toldot Aharon gehören zu meinen Lieblingsgruppen und ich war unendliche Male bei ihrem chassidischen Tisch als auch bei der Rebbitzen daheim.


Photo: Miriam Woelke


Eines aber muss ich noch loswerden: Ohne all das Trara um die Geschlechtertrennung, den Zaun, die Anstandsbrücke, den privaten Wachdienst und all unsere Umwege um den Zaun, um ans Ziel zu kommen, geht ein Stück Sukkot – Spass verloren. 

Links:

DIALOG

Die Anstandsbrücke

Sonntag, Dezember 19, 2010

Chassidischer Tisch in TOLDOT AHARON


B”H

Nach einem mehr als chassidischen Schabbat in Jerusalem kehre ich heute heim nach Tiberias. 

Am Freitag abend sowie zum gestrigen Mittagessen war ich im ultra – orthodoxen Stadtteil Mea Shearim zum Essen eingeladen. Freitag abend ging es nach dem Essen weiter auf chassidische Tischsuche. Normalerweise geben an dem Abend viele Rebben unterschiedlicher Gruppen ihre Tische. Bedeutet, die Chassidim versammeln sich um den Tisch des Rebben in der jeweiligen Synagoge, singen, der Rebbe gibt ggf. eine Thoradrascha und die Stimmung ist ziemlich spirituell. In chassidischen Kreisen gilt der Rebbe als “Zaddik – Gerechter” und es hat eine besondere Bedeutung ihm zuzusehen oder ihn überhaupt zu sehen. 

Mit einer Freundin klapperte ich am Freitag abend einige Synagogen in Mea Shearim ab, doch der einzige Tisch, den wir fanden, war bei der chassidischen Gruppe Toldot Aharon. Eine Gruppe, über die ich in der Vergangenheit unendlich viel berichtet habe. 

Der Tisch war voll Chassidim und Besucher. Auch auf den Frauenemporen war fast kein Durchkommen mehr, doch wir erhaschten ein paar Blicke auf das Geschehen im Erdgeschoss sowie den Rebben David Kahn.

Freitag, Dezember 17, 2010

Der TOLDOT AHARON Rebbe David Kahn beim Mitzweh Tanz



B"H

Was ist ein Mitzweh Tanz ?

Der Mitzweh Tanz stellt das Ende einer chassidischen Hochzeit dar und normalerweise findet er gegen 2.00 Uhr nachts statt. Der Rebbe einer chassidischen Gruppe tanzt symbolisch mit seiner Tocher, wenn er diese verheiratet oder seiner neuen Schwiegertochter. Da aus Anstand kein Mann der Frau ins Gesicht sehen darf, ist das Gesicht der Frau mit einem Tuch (Schleier) bedeckt. 

Der Mitzweh Tanz ist ein chassidscher Brauch und toll anzusehen ! 

Montag, September 06, 2010

Sonntag, Mai 16, 2010

Tikkun Leil Schavuot

B"H

Bei dem "Tikkun Leil Schavuot" handelt es sich um eine berühmte jüdische Tradition in der Nacht an Schavuot (in diesem Jahr DIENSTAG NACHT !). G - tt gab uns die Thora am Berg Sinai und in der Nacht zuvor sollten wir uns auch heute spirituell darauf vorbereiten. Nicht nur, dass die Juden vor Tausenden von Jahren die Thora erhielten, sondern der Zustand hält bis HEUTE an. An jedem Schavuot erhalten auch wir die Thora neu.

Ein TIKKUN steht für die eigene Seelenkorrektur. Anhand des Thoralernens oder indem ich an der Schavuotnacht zu relig. Vorträgen gehe, bringe ich mich selbst auf einen gewissen höheren Level. Vorausgesetzt, ich entnehme Ernsthaftes aus den Inhalten der Vorträge für mich selbst und ändere ggf. mein Leben etwas.

An Erev Schavuot also strömen besonders in Israel die Juden los. Seit wenigen Jahren findet der Brauch große Anhängerschaft unter den säkuleren Juden und somit ist selbst Tel Aviv nicht ohne ausreichende Angebote. Die meisten Shiurangebote gibt es jedoch in Jerusalem, wobei ich persönlich halachische Vorträge von orthodoxen Rabbinern bevorzuge und nicht von irgendwelchen Light- Programmen.

Zwei hervorragende halachische Gelegenheiten bieten die Große Synagoge sowie die Yeshurun Synagoge. Beide befinden sich in der King George Street, fast nebeneinander. In der Großen Synagoge spricht, unter anderem, der ehemalige aschkenazische Oberrabbiner Israel Lau zum Thema "Wie ändert sich halachisch das Leben nach der Konversion zum Judentum". Wie wir wissen, ist Schavuot auch das Fest der Ruth, welche da zum Judentum übertrat als sie mit ihrer Schwiegermutter Naomi nach Bethlehem (Beit Lechem) heimkehrte. Ruth war ursprünglich Moabiterin und was es alles mit ihr und den daraus entstehenden Problemen auf sich hat, darüber wird alljährlich an Schavuot heftig diskutiert. Der derzeitige aschkenazische Oberrabbiner Jonah Metzger spricht halachisch in der Yeshurun Synagoge; nur ein paar Meter weiter.

Den seltsamsten aller diesjährigen Schavuot - Vorträge bietet das Menachem Begin Center. Dort spricht die Doktorin der Soziologie, Sima Zalcberg, zum Thema "Wie sie als Researcherin sich in eine extreme chassidische Gruppe" einschlich. Die Wörter "EINSCHLICH" sowie "HINEINLOG" sowohl als auch der Name der chassidischen Gruppe "die Toldot Aharon" werden wohlweislich in der Programmankündigung verschwiegen.

Vor ca. fünf oder mehr Jahren log sich Sima Zalcberg durch die Toldot Aharon, um zu untersuchen, warum deren Frauen sich nach der Hochzeit die Haare abscheren. Nach ca. einem Jahr verfasste sie ihr Doktorat zum Thema. Ich las ihr Doktorat zweimal und rief Sima Zalcberg an, da sich mir einige Fragen aufdrängten. Wie die damalige Studentin reagierte, könnt Ihr hier lesen:



Wie ich bereits unzählige Male schrieb, bin ich gegen Leute, welche die Chassidim lediglich als Mittel zum Zweck benutzen und sie hinterher als "ungebildet" oder "Objekte" beschreiben, wie Sima Zalcberg es tat. Bevor sie sich aufmachte, um die Toldot Aharon zu untersuchen, las sie Bücher über isolierte afrikanische Stämme und wie man sich denen als Forscher nähert. Mittendrin log Frau Zalcberg der Toldot Aharon Rebbitzen etwas von "sie wolle relig. werden vor" und entsprechend schaut ihr Doktorat aus.

An all jene Leserschaft, die ernsthaft an dem Thema "Warum sich verschiedene chassidische Frauen nach der Hochzeit die Haare abrasieren" interessiert sind:
Man muss sich nicht unbedingt in die Toldot Aharon einschleichen, um die Antwort zu finden, denn ebenso scheren sich die Belzer, Satmarer oder Vishnitzer Frauen die Haare. Wer Fragen zu dem Thema hat, kann sie loslassen. Als Kommentar oder per Mail. Zum Thema habe ich schon einiges berichtet, aber man weiss ja nie, was noch für Fragen auftauchen !

Sonntag, Mai 09, 2010

Der Rebbe in der Box, Teil 2

B"H

Neulich berichtete ich vom Toldot Aharon Rebben in der Box !
Der Rebbe ist ein Cohen und aus diesem Grunde war es kaum möglich, ihn auf den Berg mit dem Grabe des Rabbi Schimon bar Yochai zu bewegen. Und das am Lag Ba'Omer, wo die Chassidim in Meron die traditionellen Feuer entzünden wollten.

Hier nun ein Bild mit dem Rebben IN der Box !


Rebbe David Kahn wird halachisch einwandfrei am Grabe des Rabbi Schimon bar Yochai vorbeigeleitet !

Mittwoch, Mai 05, 2010

Der Rebbe in der Box


B"H

Wo liegt der Unterschied ?

Auf der linken Seite sehen wir das Papstmobil und rechts das hölzerne Mobil (Holzkiste) des Toldot Aharon Rebben David Kahn in Meron (am Lag Ba'Omer). Zuerst dachte ich, der Rebbe sitze in der Holzkiste, damit er keine Frauen zu Gesicht bekommt. Die Toldot Aharon sind mehr als bekannt für ihre fanatische Trennung der Geschlechter. Dann aber erklärte mir ein Rabbiner einer anderen chassidischen Gruppe den wahren Grund:

 Der Rebbe ist ein Cohen (Tempelpriester) und wie wir aus der Thora wissen (siehe die letzte Thoraparashat EMOR), ist es einem Cohen nicht erlaubt, mit Leichen in Berührung zu kommen. Demnach darf er keinen Friedhof betreten, denn mas macht ihn unrein. Der Toldot Aharon Rebbe jedoch wollte auf den Berg, wo der talmudische Rabbi Schimon bar Yochai beerdigt liegt, um dort am Lag Ba'Omer (am vergangenen Sonntag) das traditionelle Feuer für seine Chassidim anzuenden.
Wie also kommt ein COHEN über den Friedhof ?
Die Toldot Aharon - Lösung:
Man nehme eine Kiste und stecke den Rebben hinein. Da der Boden der Kiste aus Holz ist, betritt der Rebbe den Friedhof nicht und in der abgeschlossenen Kiste ist er von der Unreinheit beschützt.

So also ging es auf den Berg in Meron und nahe des Grabes, auf reinem Grund, konnte der Rebbe wieder aus der Kiste steigen und das Feuer entzünden.


The Toldot Aharon Rebbe David Kahn aus Mea Shearim / Jerusalem


Fast die gesamte haredische (ultra - orthodoxe) Welt findet das nur allzu komisch und meint, der Rebbe hätte lieber daheim bleiben sollen anstatt sich auslachen zu lassen.
Zuerst dachte auch ich, dass sei ein Scherz, doch die Bilder sind kein Photoshop. Die Haredim selber stellten sie ins Internet. Nicht ganz ohne Schadenfreude über die Toldot Aharon, wie wir oben beim Papstvergleich sehen.


Montag, April 12, 2010

Chassidischer Tisch in Toldot Aharon

B"H

Am vergangenen Schabbat war ich wieder einmal in Mea Shearim eingeladen, wo ich mittlerweile mehrere Familien unterschiedlicher chassidischer Gruppen kenne. Mit zwei Familien bin ich seit weit mehr als zehn Jahren gut befreundet und beide Familien wollen mich in "ihre haredische (ultra - orthodoxe)" Welt zurückbefördern. Ganz so wie in alten Zeiten halt und ich solle mich endlich einmal aufraffen und entscheiden. Keine Ausflüchte mehr und eine Bekannte davon schwang sich zu meiner "Mea Shearim Mutter" auf und wir telefonieren mehrmals pro Woche. Natürlich wird auch ständig das Thema "Religiös" von hinten bis vorne diskutiert.:-)

Die Mea Shearim - Welt am Freitag abend, Erev Schabbat, einem Außenstehenden zu beschreiben, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Selbst wer sich als Tourist durch den Stadtteil bewegt, bekommt nie das mit, was er erleben würde, wäre er Mitglied der haredischen Gesellschaft oder kenne er dort die Bewohner.

Obwohl totmüde, raffte ich mich zum Schabbatessen auf und sass fast zwei Stunden nach Beginn des Schabbat in einem Mea Shearim Wohnzimmer. Vollgepackt mit Möbeln älteren Baujahres, dem traditionellen Kerzenleuchter an der Decke und weit mehr als zehn Enkelkinder liefen auf und ab.

Wer hier herumfragt, ob er Madonna oder Michael Jackson kennt, stößt auf ein überdeutliches NEIN. Kein Interesse an einer anderen weltlichen Welt, sondern allein die Thora zählt. Meine Gastgeber (Freunde) sind stolz auf ihre Kinder und Enkel. Die älteste Enkelin heiratet kurz nach Schavuot im Mai / Juni einen Chernobyler Chassid und alle sind aufgeregt, sobald das Thema "Heirat" aufkommt.

Es wird sich auf das positive Thoraleben und nicht den Klatsch drumherum konzentriert. Falls einmal jemand eingeladen wird, dann sind das Juden aus haredischen Yeshivot (Schulen) oder jene, die einmal dort lernten oder sich zumindest in der haredischen Gesellschaft bewegen / bewegten. So hält es auch die Rebbitzen der Chassidut Toldot Aharon gleich nebenan, wenn sie zum Schabbat einlädt. Normalerweise machen solche Telefonnummern in haredischen Yeshivot / Seminaren die Runde und niemals außerhalb.

Nach dem Essen und einer langen (üblichen "Religiös - Diskussion) wollte ich kurz zu einem der chassidischen Tische eines Rebben in der Nachbarschaft gehen. Bei den Toldot Avraham Yitzchak war nichts und alles duster und so versuchte ich mein Glück mit zwei israelischen Seminarmädels, die ich unterwegs traf, bei den Toldot Aharon gleich um die Ecke. Obwohl dort auch die Eingänge eher unbelebt waren, fand ein Tisch statt. Rebbe David Kahn aß gerade seine Hühnersuppe und an seinem ewig langen Tisch sowie drumherum auf den Metalltribünen hatten sich zahlreiche Chassidim versammelt. Im Verlauf der Nacht sollten es einige Hundert werden.

Auf der Frauenempore war nicht viel los, was normalerweise nicht so ist. Dann nämlich quetscht man sich im Gedränge nach vorn an die Glasmechitzah (Trennwand zu den Männern im Erdgeschoss) und steht (oder sitzt) wie eine Ölsardine da.

Ich fand einen tollen Stehplatz; hätte ich gesessen, wäre ich womöglich vor Müdigkeit eingeschlafen. Plötzlich kam eine in Weiss gekleidete Frau auf die zwei Seminargirls und mich zu. Den Frauen um uns herum hatte sie kleine weisse Zettel ausgeteilt und jetzt waren wir an der Reihe. Ich fragte sie, ob sie Tehillim (Psalmen) verteile und sie bejahte. Das Austeilen von Tehillim unter den Frauen bei chassidischen Tische ist durchaus keine Seltenheit.

Die Frau teilte Zettel mit unterschiedlichen Tehillim - Tagen und Nummern aus. Wir sollen für gekidnappte israelische Soldaten beten, meinte sie zu mir. Die Frau war kein Mitglied der Toldot Aharon und ich schätze einmal frei heraus, dass sie den Breslovern nahesteht.
Ich bekam den Freitag aufgedrückt, der mir gut passt, denn dann habe ich etwas Zeit.

Die Frau zog weiter und die Seminargirls wollten heim. Ich blieb und kurz darauf erschien die Toldot Aharon Rebbitzen. Wir kennen uns etwas, da wir schon einige Male miteinander redeten und ich einmal zu ihrem Unterricht (Schiur) erschien.

Wie ein chassidischer Tisch abläuft ?
Der Rebbe kommt herein, macht Kiddusch (Segnung des Weines) und viele Rebbes essen dann ein kleines Schabbatmahl. Dabei teilen sie immer wieder ihr Essen mit den anwesenden Chassidim, denn Essen, worüber der Rebbe einen Segen sprach, erhöht auch die Seelen der Chassidim. Deswegen wird sich stets um ein paar Brösel des Essen vom Rebben gedrängelt.

Lieder mit chassidischen Melodien werden gesungen und es kommt eine unbeschreibliche Atmosphäre auf. Jeder Rebbe pflegt seine individuellen Gewohnheiten und mir fällt es normalerweise leicht, mit den Frauen einer Gruppe ins Gespräch zu kommen. Wenn, dann stets über die Religion und das chassidische Leben. Wer kennt wen und so trifft eines auf das andere.

Um die wahre Bedeutung eines Tisches zu verstehen, sollte man sich mit der chassidischen Gesellschaft aus dem relig. Chassidismus heraus bewegen. Ansonsten schaut ein Besucher einmal hin, doch richtige Einblicke bleiben ihm fremd und verborgen.

Dienstag, März 16, 2010

"Des Rebben Tochter" von Menashe Darash

B"H

Vor Ewigkeiten einmal berichtete ich über den Fall "Menashe Darash" und sein Buch "Bat HaRav - The Rabbi's Daughter from Mea Shearim". Die israelische Zeitung HAARETZ schrieb vor Jahren in einem Artikel darüber und eigentlich schien das Buch ja unveröffentlicht, denn die chassidische Gruppe Toldot Aharon zahlte dem Autor den Ausgleich für die Druckkosten. Im Gegenzug soll vereinbart worden sein, das Buch nicht unter die Leute zu bringen.

In Israel besagt ein Gesetz, dass von JEDEM im Land veröffentlichte Buch eine kostenlose Kopie an die Nationalbibliothek in Jerusalem geht. Und ausgerechnet hier halte ich gerade ein Exemplar des eigentlich verbotenen Buches in der Hand. Gedruckt im Jahre 2008.
Ob die Toldot Aharon wohl davon wissen ?

Dienstag, März 09, 2010

Mazzotbacken in Toldot Aharon

B"H

Viele chassidische Gruppen wie Satmar (die größte chassidische Gruppe der Welt) oder die Toldot Aharon verfügen über ihre eigenen Bäckereien. Dies schliesst ebenso das Backen der Mazzot für Pessach (Beginn: Ende März) mit ein.

Hier ein paar Photos vom Besuch des Oberhauptes der antizionistischen Dachorganization "Edah HaCharedit", Rabbi Moshe Sternbuch, zu Besuch in der Toldot Aharon Mazzebäckerei in Mea Shearim / Jerusalem.









Alle Photos gibt es HIER zu sehen !

Dienstag, März 02, 2010

Purim 5770 in Mea Shearim

B"H

Mein gestriger Purim - Ausflug in eines der zahlreichen Jerusalemer ultra - orthodoxen Zentren Jerusalems: Mea Shearim.

Purimfeiern bei den chassidischen Gruppen Toldot Aharon, Kretchnif, Karlin - Stolin & Satmar.