Dienstag, Dezember 21, 2010

"Die Konversion zum Judentum" - Alle Details

B"H

Ab und an bekomme ich Mails mit Anfragen zur" Konversion zum Judentum in Israel". Ich bin wenig auf dem laufenden, denn die Gesetze, die heute gelten, sind morgen eventuell ganz anders auszulegen. 

Die Mails betreffend, die ich erhalte:
Meine ehrliche Meinung dazu ist, dass ich bei den meisten der mir schreibenden Leute nicht verstehe, warum sie zum Judentum konvertieren und in Israel leben wollen. Heroismus sowie naives Denken spielen da sicherlich eine wesentliche Rolle. Jedenfalls eher als fundiertes Wissen das Leben in Israel betreffend. 

Hier eine Site der israelischen Regierung und wer sich interessiert zeigt, der wende sich an die dort aufgelisteten Stellen:

http://www.gov.il/FirstGov/TopNavEng/EngSituations/ESConversion/ESCProcess/

Die Herkunft des Herodes (Hordos)

B”H

Die wahre Herkunft des Herodes (hebr. Hordos) ist umstritten. Einerseits wird behauptet, Herodes stammte aus Edom und die Edomiter wurden zu einem bestimmten Zeitpunkt gezwungen, zum Judentum zu konvertieren. Auch die Familie des Herodes konvertierte, doch niemals wurde Herodes ein wirklicher Jude.

Die zweite Theorie der Herkunft des Herodes finden wir in der Gemara (rabbinische Diskussionen) des Talmud Bava Batra 3b. Dort heisst es, dass Herodes eigentlich ein Sklave der Hasmonäer war. 

Die Hasmonäer unter Yehudah Maccabi waren Cohanim (Tempelpriester) und wurden bekannt durch ihre Revolte gegen die syrisch – griechische Besatzung, in welcher der Zweite Tempel von den Juden zurückerobert worden war (siehe CHANUKKAH). Dies geschah im Jahre 165 vor Beginn der Zeitrechnung oder, nach dem jüdischen Kalender im Jahre 3597. Mehr als zwanzig Jahre später, im Jahre 140, ernannte der Sanhedrin den Hasmonäer Schimon (der letzte lebende Sohn des Mattiyahu HaMaccabi) zum “Prinz der Juden”. Die hasmonäische Dynastie regierte bis zum Jahre 36 vor Beginn der Zeitrechnung. Danach wurde sie von Herodes gestürzt.

Talmud Bava Batra beschreibt Herodes als im Haus der Hasmonäer arbeitenden Sklaven. Er warf einen Blick auf eine junge Verwandte der Hasmonäer im Haus, hatte jedoch niemals eine Chance, in eine jüdische Cohanim – Familie einzuheiraten. Die Gemara lehrt, dass Herodes eines Tages eine “himmlische Stimme” vernahm, die zu ihm sagte, dass jeder Skalve, der jetzt eine Revolte anzettelt, Erfolg haben wird. Der bekannte mittelalterliche Kommentator RAMBAN (Nachmanides) schreibt dazu: Die Hasmonäer wurden von G – tt bestraft, denn allein sie, die dazu gar nicht berechtigt waren, stellten einen König. Ein jüdischer König jedoch muss aus dem Hause Yehudah abstammen. Anstatt die rechtmässige Dynastie wieder einzurichten, schnappten sich die Hasmonäer sämtliche Posten selbst. 

Herodes folgte der himmlischen Stimme und tötete alle Mitglieder des Hauses der Hasmonäer. Nur das Leben seiner Angebeteten verschonte er. Er beabsichtigte sie zu heiraten, doch sie weigerte sich, stieg hinauf auf das Dach, rief aus, dass “Jeder der in Zukunft behauptet, er sei vom Haus der Hasmonäer, ein Lügner ist” und warf sich vom Dach in den Tod. 

Die Gemara in Bava Batra 3b lehrt, dass Herodes die Leiche des Mädchens Leiche sieben Jahre lang in Honig aufbewahrte. Einige Stimmen sagen, er habe sexuelle Perversionen an der Leiche ausgeführt; andere Stimmen sprechen sich dagegen aus.

Montag, Dezember 20, 2010

Wer war der falsche Meschiach der Christen ? - Teil 2

B"H
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Dies ist die Fortsetzung des ersten Teiles, indem die wahre Geschichte des J. beschrieben wird !


• Der wahre Name von Johannes dem Täufer lautete Yochanan ben Zecharia. Der Name seiner Mutter war Elisheva.
Seine Aufgabe sah Yochanan darin, den Juden zu verkünden, die Zeit des Meschiach sei nahe und daher müssen alle Juden zu G – tt umkehren. Im Judentum bedeutet die Mikweh (das Ritualbad) "Tahara = Reinheit". Yochanan wollte den Juden ebenso spirituell die Seele reinigen. Alles im Hinblick auf die baldige Ankunft des Meschiach. Er verzichtete auf das Trinken von Wein und das Essen von Brot. 

• Die berechtigte Frage ist, warum Yochanan sich J. nicht anschloss, wenn er doch angeblich sah, dass der "Meschiach" gekommen war ?

• J. ging nicht gegen die Thora vor, sondern hielt die Halachot ein. Auch stimmte er mit den Rabbinern überein, dass der Schabbat für den Menschen erschaffen wurde und nicht umgekehrt.

• Schon zu Zeiten des Zweiten Tempels verweigerten einige jüdische Gruppierungen dem Talmud, der mündlichen Überlieferung, zu folgen. Allein die Thoragesetze galten für sie, wobei jene Gruppierungen die immense Wichtigkeit der mündlichen Überlieferung G – ttes an Moshe auf dem Berg Sinai ignorierten. Dabei sind es diese mündlichen Gesetze, welche uns erst beschreiben, wie genau zahlreiche Thoragesetze ausgeführt werden. Beispiele: Tefillin (Gebetsriemen) oder der Opferungsservice im Tempel. Eine der Gruppierungen waren die Sadduzäer (Hebräisch: Zaddukim). Sie weigerten sich, den Talmud anzuerkennen und glaubten ebenso wenig in das jüdische Konzept der “S’char veOnesh – Belohnung und Bestrafung”.

Das Prinzip der Belohnung und Bestrafung
G – tt erschuf eine imperfekte Welt, denn hätte Er sie tatsächlich von Beginn an perfekt erschaffen, so bliebe uns Menschen kein Spielraum für unsere G – tt gegebene "Freie Wahl" im Leben. In einer perfekten Welt wäre folglich alles perfekt; auch wir Menschen.G – tt jedoch entschied, die Welt imperfekt zu erschaffen, damit wir Menschen sie auf einen perfekten Level bringen. Im Judentum wird hier die Mitzwoterfüllung hervorgehoben. Mit jeder Thoramitzwah bringen wir die Welt auf dem Wege in Richtung einer völligen Perfektion einen Schritt weiter. Am Ende des Weges der vollkommenen Perfektion, steht das Kommen des Meschiach, wobei hierzu der Talmud Traktat Sanhedrin mehrere Möglichkeiten auflistet, wie der Meschiach eintreffen kann. Die absolute Perfektion ist demzufolge nicht immer notwendig, denn das genaue Gegenteil ist ebenso möglich. Wie, zum Beispiel, die Welt ist so schlecht, dass der Meschiach kommen muss, um sie vor dem Absturz zu bewahren. 
Nichtjuden tragen einen Schritt zur Perfektionierung bei, in dem sie keinen Götzendienst betreiben und sich der Ideologie der "Noachiden" anschliessen. Juden tragen zur Perfektionierung bei, indem sie Thoramitzwot erfüllen.

• J.’s Prophezeihung, der Zweite Tempel werde dermassen zerstört, dass kein Stein auf dem anderen bleibe, bewahrheitete sich nicht. Ebenso wenig wäre jemand in der Lage gewesen, den Tempel innerhalb von drei Tagen wieder aufzubauen. Die Sanhedrin sahen somit in J. einen falschen Propheten und ein falscher Prophet unterliegt, gemäss dem Talmud Sanhedrin, einer Bestrafung. Nicht einmal die Propheten aus der Zeit des Ersten Tempels gaben Meinungen (a la J.) von sich, wie "Ich zerstöre den Tempel". J. jedoch rief seinerseits zur Zerstörung des Tempels auf, was seiner eigenen Meinungskundtuung gleichkommt. 
• Das Neue Testament behauptet, einer der zwölf Jünger, Yehudah Ish Kariot, habe J. bei den Sanhedrin angeschwärzt. Die Evangelien jedoch sind sich bei dem Thema eher uneinig und widersprechen sich: In Markus heisst es, die Sanhedrin wollten dem Yehudah gar keine Prämie zahlen. In Matthäus steht, Yehudah habe Geld erhalten, doch Lukas sowie Johannes berichten absolut nichts von Geld. Die Hauptfrage bleibt, ob Yehudah Ish Kariot verraten hat oder nicht. Falls ja, dann kann es sein, dass Yehudah sich enttäuscht von J. abwendete, da ihm dämmerte, dass all das Gerede des J. nicht stimmt und er kein Meschiach ist. 
• J. trug seinen Jüngern auf, seine Lehren nur an die Juden weiterzugeben. Nichtjuden waren ausgeschlossen und J. wollte diese gar nicht haben (Matthäus 10: 5 – 7). Erst viel später war es der Apostel Paulus, der entschied, auch Nichtjuden in die Lehren mit aufzunehmen, den zuwenig Juden folgten ihm.
• J. wurde vom Hohepriester (Cohen HaGadol) Yosef ben Kaifa (Kaifas) keiner relig. Vergehen angeklagt, denn es war bekannt, dass J. der Thora folgte. Was stattfand, war eine politische Anklage: J.’s Aussage, er wolle den Tempel zerstören sowie er, J., sei der “Sohn G – ttes”. Dass J. nicht der Sohn G – ttes sein konnte, erklärte ich schon zuvor. Unter anderem, weil es seine Mutter Miriam war, die gar nichts von irgendwelchen Fähigkeiten ihres Sohnes wusste und seine gesamte Familie ihn für durchgeknallt hielt. 
• Der gesamte Gerichtsprozess konnte gar nicht an einem Freitag stattgefunden haben, denn freitags richteten die Sanhedrin nicht. Und schon gar nicht an einem Feiertag (es war Pessach !). Falls der Prozess dennoch stattfand, so müsste ein sehr wichtiger Grund zur Rettung von Leben (“Pikuach Nefesh”) vorgelegen haben. Vielleicht wollten die Sanhedrin eine Rebellion gegen Rom an Pessach unbedingt verhindern. 
• Die Sanhedrin klagten J. lediglich an, ein falscher Prophet zu sein. Ein Todesurteil wäre aus dieser Anklage jedoch nicht hervorgegangen, denn der Talmud Sanhedrin 41a lehrt, dass die Todesurteile erst vierzig Jahre vor der Zerstörung gefällt worden sind. J. aber wurde Jahre vor dieser Zeitspanne gerichtet und hatte demnach kein Todesurteil seitens der Sanhedrin zu erwarten. 
• Miriam HaMigdalit – Miriam aus Migdal. Der kleine Ort “Migdal” existiert bis heute und befindet sich ausserhalb der Stadt Tiberias am See Genezareth (Kinneret). 
• Paulus – sein hebräischer Name war Sha’ul. Er wurde in Tarsus geboren und sein Vater war offensichtlich ein religiöser Jude. Sha’ul jedoch entschied sich gegen die Religion. 
• J. hatte niemals die Absicht, eine neue Religion zu gründen. Das Einzige, was er zu tun beabsichtigte, waren Reformen innerhalb des Judentums durchzusetzen. Allerdings im Sinne der Thora und nicht gegen sie. In seinem Herzen blieb er immer das, was er eigentlich war: Ein Jude !

Sonntag, Dezember 19, 2010

"Shema Israel" - Wie die Kirche Tausenden jüdischen Kindern die Identität stahl

B"H

Um wenigstens ihre Kinder vor der Massenvernichtungsmaschinerie des Dritten Reiches zu schützen, gaben Tausende jüdische Eltern ihre Kinder in die Obhut von Nonnen und Priestern. Im Kloster, so dachten die jüdischen Eltern, suche kein Nazi nach Juden. Die Kirche nahm viele der Kinder auf, doch taufte die jüdischen Kinder nach einiger Zeit. Die katholische Kirche samt ihrem damaligen Papst Pius XII. nahmen keinerlei Rücksicht auf das Judentum, sondern missionierten rigoros. Nach dem Krieg als viele Eltern nicht mehr zurückkehrten, um ihre Kinder abzuholen, verschwieg die Kirche den Kindern ihre wahre Identität. Bis heute !

Details zum Thema: HIER !

Nachfolgend ein Video, welches die Erlebnisse weiterer Rabbiner auf der Suche nach den gestohlenen jüdischen Kindern beschreibt:


Chassidischer Tisch in TOLDOT AHARON


B”H

Nach einem mehr als chassidischen Schabbat in Jerusalem kehre ich heute heim nach Tiberias. 

Am Freitag abend sowie zum gestrigen Mittagessen war ich im ultra – orthodoxen Stadtteil Mea Shearim zum Essen eingeladen. Freitag abend ging es nach dem Essen weiter auf chassidische Tischsuche. Normalerweise geben an dem Abend viele Rebben unterschiedlicher Gruppen ihre Tische. Bedeutet, die Chassidim versammeln sich um den Tisch des Rebben in der jeweiligen Synagoge, singen, der Rebbe gibt ggf. eine Thoradrascha und die Stimmung ist ziemlich spirituell. In chassidischen Kreisen gilt der Rebbe als “Zaddik – Gerechter” und es hat eine besondere Bedeutung ihm zuzusehen oder ihn überhaupt zu sehen. 

Mit einer Freundin klapperte ich am Freitag abend einige Synagogen in Mea Shearim ab, doch der einzige Tisch, den wir fanden, war bei der chassidischen Gruppe Toldot Aharon. Eine Gruppe, über die ich in der Vergangenheit unendlich viel berichtet habe. 

Der Tisch war voll Chassidim und Besucher. Auch auf den Frauenemporen war fast kein Durchkommen mehr, doch wir erhaschten ein paar Blicke auf das Geschehen im Erdgeschoss sowie den Rebben David Kahn.

Freitag, Dezember 17, 2010

Der TOLDOT AHARON Rebbe David Kahn beim Mitzweh Tanz



B"H

Was ist ein Mitzweh Tanz ?

Der Mitzweh Tanz stellt das Ende einer chassidischen Hochzeit dar und normalerweise findet er gegen 2.00 Uhr nachts statt. Der Rebbe einer chassidischen Gruppe tanzt symbolisch mit seiner Tocher, wenn er diese verheiratet oder seiner neuen Schwiegertochter. Da aus Anstand kein Mann der Frau ins Gesicht sehen darf, ist das Gesicht der Frau mit einem Tuch (Schleier) bedeckt. 

Der Mitzweh Tanz ist ein chassidscher Brauch und toll anzusehen ! 

Schabbat Schalom


Der Berg Tabor in Nordisrael.

Photo: Miriam Woelke


B"H

Morgen werde ich mich zum Schabbat etwas auf Reisen geben und nach Jerusalem fahren. Zum Schabbat bin ich im ultra - orthodoxen Stadtteil Mea Shearim eingeladen. Dort bei Freunden essen und eventuell einmal wieder zu einem chassidischen Tisch eines Rebben gehen.

Gleich nach dem Schabbat kehre ich wieder heim nach Tiberias.

"Schabbat Schalom" an alle Leser !

Die MIDRASCH RABBAH und der CHATAM SOFER zur PARASHAT VAYECHI


Zfat (Safed) in Nordisrael.

Photo: Miriam Woelke

B"H

Der "Chatam Sofer" - Rabbi Moshe Schreiber (Hebräisch: SOFER, Deutsch: Schreiber) wurde im Jahre 1762 in Frankfurt /Main (Germany) geboren. Im Jahre 1839 verstarb er in Pressburg (heute: Bratislava / Slovakei). Zeit seines Lebens gehörte der Chatam Sofer zu den führenden Rabbinern Europas, wobei sein Anliegen besonders dem Kampf gegen das aufkommenden Reformjudentum gewidmet war. Er richtete eine Yeshiva in Pressburg ein. Heutzutage finden wir eine riesige "Yeshivat Pressburg" im Jerusalemer Stadtteil Givat Sha'ul.
Der Chatam Sofer bestand darauf, wie in der Thora selbst beschrieben, dass die Thora auf ewig gelte und niemals verändert warden darf. Genau dieses Thoraargument benutzte er gegen das Reformjudentum.



Parashat Vayechi

Die Midrasch Rabbah lehrt, dass als Yaakov dem Tode nahe war, er zahlreiche Visionen die Zukunft des jüdischen Volkes betreffend, hatte. Yaakov wollte das “Ende”, bedeutet: den Zeitpunkt der Ankunft des Meschiach bekannt geben, doch plötzlich verlor er seine Fähigkeit die Zukunft zu vorherzusagen.
Warum geschah das ?

Die Antwort aus der Midrasch lautet:
Weil sämtlichen weltlichen Probleme in dem Moment von ihm genommen wurden.

Der Chatam Sofer warnt vor es dem sich zu gut gehen lassen in der Galut (Diaspora). Dies nämlich führe zwangsläufig zur Assimilation. Hierzu gibt er ein vortreffliches Beispiel: Köng Ptolemys Erlass, die Thora ins Griechische übersetzen zu lassen. Zuerst schien es, dass die Juden durch die Übersetzung einiges an Prestige gewinnen würden. Die griechische Übersetzung wurde “Septuagint” genannt. Allerdings trat das genaue Gegenteil ein, den das “Septuagint” verleitete die Juden dazu, die griechische Kultur anzunehmen.

"Und der Todeszeitpunkt von Yaakov rückte näher …"
Die Midrasch lehrt, dass wir alle lediglich Fremde vor G – tt sind; “Reisende” wie unsere Vorväter: Unsere Tage auf Erden sind wie ein Schatten (I Chron. XXIX, 15). Niemand kann dem Tod entkommen; wir alle kennen die Wahrheit und wissen, dass wir eines Tages sterben.

Der Chatam Sofer kommentiert:
Yaakov gab seinen Enkeln und Nachfahren den Segen, dass das jüdische Volk niemals völlig vom unserem Planeten verschwindet. Er versicherte ihnen, dass sein Name sowie die Namen der Vorväter auch weiterhin an jüdische Kinder vergeben werden. Yaakov nahm sein eigenes Leben als Beispiel und betonte, dass G – tt ihn stets und überall beschützt habe. Der Name YISRAEL wird immer ein triumphierendes Volk verheissen, welches nicht aus der Furcht vor G – tt zu demselben zurückfindet, sondern weil die Juden ein ehrliches Verlangen danach haben, an der Seite G – ttes zu stehen. Und genau diese Faktoren sind es, welche die Ankunft des Meschiach einleiten werden (Chatam Sofer).

Donnerstag, Dezember 16, 2010

Chaim Adler singt Kaddish

B"H


An diesem Freitag, dem 10 Tevet, gedenken haredische (ultra - orthodoxe) Gemeinden den Opfern des Holocaustes. Der 10. Tevet ist ein tragischer Tag in der juedischen Geschichte und der Tag ist deswegen ein Halbfastentag. Im nachfolgenden Video singt der Chazan Chaim Adler KADDISCH.

Kinder, deren Eltern zum Judentum konvertieren

B"H

Meine Freundin "Frumlife" setzt auf ihrem Blog ihre Serie "Was muss man bei der Konversion zum Judentum bedenken" fort:

http://frumlife.blogspot.com/2010/12/converts-with-kidspart-ii.html

Auch dieses Mal geht es wieder um eventuelle Anpassungsprobleme von Kindern, deren Eltern zum Judentum konvertieren.

Mittwoch, Dezember 15, 2010

Ist der Schauspieler BILLY CRYSTAL Jude ?

B"H

Ist der Schauspieler und Produzent BILLY CRYSTAL Jude ? Wir alle kennen den Hollywood Star noch aus Filmen wie "Schmeiss die Mama aus dem Zug".

William Edward "Billy" Crystal wurde am 14. März 1948 in Long Beach / New York geboren. Seine Eltern sind Helen Crystal (geborene "Gabler") und Jack Crystal.

Billy Crystal sagt, er sei in einer grossen jüdischen Familie aufgewachsen. Genaue Details, ob beide Eltern oder zumindest die Mutter jüdisch sind, habe ich bisher noch nicht gefunden. Allgemein aber gilt Crystal in Hollywood als Jude.


Photo: Crystal's Website

Dienstag, Dezember 14, 2010

"Die verpasste Gelegenheit" oder "Brauchen wir ein Jerusalem ?"

B"H

Vor drei Jahren nahm ich an einem Schiur (Unterricht) der Jerusalemer Orthodox Union (Israel – Center) teil, bei dem wir Zuhörer zusätzliche Einzelheiten zu diesem Tag lernten. Der Vortrag wurde von Rabbi Chaim Eisen gegeben, der bemerkenswerter Weise in sämtliche talmudische Details ging.

Am 10. des jüdischen Monat Tevet (an diesem Freitag) begannen die Babylonier mit der Belagerung Jerusalems. Einige Zeit später nahmen sie die Stadt ein und zerstörten den Ersten Tempel (586 vor der Zeitrechnung).

Wieso wurde der Erste Tempel schließlich zerstört ? Hatte nicht G – tt die Juden schon mehrere Male gerettet und somit vor dem Feind verschont ? Zur Zeit König Chizkiyahu als Sennacheriv Jerusalem belagerte und dessen Armee wie durch ein Wunder des nachts umkam. Oder später die Juden in Babylonien als Haman plante, alle Juden umzubringen und sie durch Esther und Mordechai gerettet wurden.

Sobald schlechte Zeiten für das Jüdische Volk beginnen, ist es jedesmal wieder an der Zeit zur kollektiven Umkehr zu G – tt. So geschah es zu Zeiten Chizkiyahus als alle Juden beteten und somit das negative G – ttesurteil abwendeten. Aber auch die Umkehr der Juden Babylons zur Zeit Esthers bewirkte das gleiche.

In der Gemara (rabbinische Diskussionen) des Talmud Rosh HaShana 18a wird darüber diskutiert, ob wir in der Lage sind, ein von G – tt ausgesprochenes negatives Urteil über uns, abzuwenden. Rabbi Akiva ist der Ansicht, dass eine einzelne Person dies nicht vermag, eine ganze jüd. Gemeinde dagegen schon. Rabbi Yochanan hingegen war der Ansicht, dass ein einzelner sehr wohl in der Lage ist, sein vorbestimmtes Schicksal zum Positiven zu verändern (genauso dachten Rabbi Yitzchak und Rabbi Me'ir).

Viele talmudische Rabbiner sind jedoch der Meinung, dass jeder einzelne anhand von tiefen inneren Gebeten sein Schicksal zu ändern vermag. Ein ernsthaftes Gebet kann aus jemandem einen neuen Menschen machen und aufgrunddessen werden die negativen G – ttesurteile hinfällig.

Die Babylonier begannen am 10. Tevet die Belagerung Jerusalems, aber wieso fasten wir am 10. Tevet ? Der Tempel wurde erst viel später zerstört. Wegen einer Belagerung allein braucht man nicht gleich zu fasten. Und woher wissen wir überhaupt, dass wir am 10. Tevet fasten müssen ?

Das genaue Datum berichtet uns der Prophet Yechezkel (24:1 – 2). Diesem trug G – tt höchstpersönlich dieses Datum auf.

Die Belagerung allein ist kein Grund zu fasten, doch worum genau trauern wir am 10. Tevet ?
Allgemein werden ganz andere Gründe für den 10. Tevet genannt. Der große Prophet Ezra, der mehrere Tausend Juden aus dem 70 – jährigen Babylonischen Exil zurück nach Israel führte, verstarb am 9. Tevet. Aber nicht nur, dass Ezra für die Rückkehr der Juden sorgte; die Gemara im Talmud Traktat Sanhedrin 21b nennt ihn würdig, den damaligen Juden die Thora wieder zurückgegeben zu haben. Die Gemara läßt uns weiterhin wissen, dass die Thora zu einer gewissen Zeit im Babylonischen Exil vergessen worden war. Genau gesagt, viele Mitzwot (Gesetze) gerieten in Vergessenheit. Dies geschah unter anderem auch, da die Sprache und Schrift der Thora verändert wurde, aber dieses Thema bietet genügend Stoff für einen eigenen Artikel.

Der Tod Ezras war eine nationale Tragödie für das Jüdische Volk. Als der Babylonische Herrscher den Juden die Rückkehr nach Israel und den Bau eines neuen Tempels erlaubte, war Ezra der Meinung, dass nun alle Juden freudig aufschreien und sofort loslaufen. Tragischerweise war genau das Gegenteil der Fall. Die Juden hatten es sich im Babylonischen Exil zu bequem gemacht; sie errichteten florierende Unternehmen, es ging ihnen gut und sie waren wohlhabend. Wozu also in ein zerstörtes Israel zurückkehren, in dem sie ggf. dem Hunger und der Armut ausgesetzt waren ?

Ezra schrieb an alle Gemeinden und erhielt größtenteils Absagen. Die Juden hatten die Diaspora akzeptiert. Genauso geschah es mit den damaligen deutschen Gemeinden Speyer, Worms und Mainz. Diese Gemeinden waren die ersten in Deutschland und existierten schon zu Zeiten Ezras. Und genau jene deutschen Gemeinden schrieben ihm, dass auch sie lieber in ihren deutschen Städten verweilen wollen.
Laut vieler Meinungen bestrafte G – tt diese drei deutschen Gemeinden für diese Absage. Zur Zeit des ersten Kreuzzuges im Jahre 1096 ermordeten die Kreuzritter mehr als 100,000 Juden bei ihrem Durchmarsch durch die Gegend dieser Städte.

Aus dem damaligen Babylonischen Exil kehrten nur 42.360 Juden zurück nach Israel. Millionen weitere blieben in Babylon. Aufgrund dieser Tatsache unterschied sich der Zweite Tempel in wesentlicher Form vom Ersten.

Im Ersten Tempel war G – ttes Gegenwart, die Schechinah, immer und zu jeder Zeit gegenwärtig. Im Allerheiligsten befand die die Bundeslade, der Hohepriester besaß das Urim ve'Turim, ein Pergament mit den Namen G – ttes, es gab Propheten, etc. All das ging zur Zeit des Zweiten Tempels verloren.
Ursprünglich hatte G – tt eine komplette Wiedereinrichtung vorgesehen, aber dadurch, dass die Mehrheit der Juden das Leben in der Diaspora vorzog, änderte G – tt seine Meinung. Hätten die Juden Ezra nicht abgesagt und zu ihrer nationalen Einheit zurückgefunden, wäre die Geschichte mit Sicherheit anders verlaufen.

Am 10. Tevet betrauern wir nicht den Beginn der Belagerung Jerusalems, sondern die Zeit der verpaßten Gelegenheiten. Hätten die Juden anders gehandelt, dann sehe es heute anders aus. Die Frage bleibt, ob es heutzutage unter den Juden soviel besser ausschaut. Wer von jenen, die in der Diaspora leben, denkt überhaupt an Israel, an Jerusalem oder an einen Dritten Tempel ? Außer am Schabbatgebet wird doch gar nicht mehr an Jerusalem und dessen Wichtigkeit im Judentum gedacht. Auch heute geht es den Juden in der Diaspora doch gut und wer will schon in das unbequeme krisengeschüttelte Israel zurückkehren ? Auf Besuch kommen alle gerne und danach sind sie schnell wieder weg.

Es ist dieses Verhalten, was wir am 10. Tevet betrauern und darum fasten wir. Wer es sich in der Diaspora zu bequem macht und sich zu wohl fühlt, der handelt gegen G – ttes Willen.

Der Halbfastentag "Asarah be'Tevet"



B"H

Der 10. des jüdischen Monats Tevet ist ein rabbinisch festgelegter Halbfastentag. Das Fasten beginnt an diesem Freitag morgen und endet abends vor Schabbateinbruch.
Oftmals als weniger relevant angesehen, hat dieser Fastentag doch eine immense historische Bedeutung. Hier ein paar Details zum 10. Tevet, der dieses Jahr auf den Freitag (17.12.) fällt.

Historisch betrachtet begann an diesem Tag im Jahre 589 vor Beginn der Zeitrechnung die Belagerung Jerusalems durch die Babylonier. Drei Jahre später überrannten sie die Stadt und zerstörten den Ersten Tempel, den Tempel König Salomons.

Der 10. Tevet steht für Leid und Zerstörung. Während der dreijährigen Belagerung litt die eingeschlossene Bevölkerung unter einer Hungersnot. Nach 410 Jahren zerstörte Nebuchadnezzar am 9. des Monat Av (ca. im August) den Tempel und trieb die Juden in ein 70 - jähriges Exil nach Babylon. Allgemein werden beide Tempelzerstörungen (die zweite fand im Jahre 70 CE durch die Römer statt) als Strafe G - ttes gesehen. Die Gemara im Talmud Traktat Yoma 9b lehrt, dass die Gründe für diese Strafe der Götzendienst, sexuelle Perversionen und Mord waren. So hatten die Juden zuvor begonnen, Kinder zu opfern. Dafür gab es außerhalb der Stadt einen speziellen Ort, der Tofet genannt wurde (heute nahe dem Kino Cinematheque). Einen positiven Aspekt gab es dennoch in der damaligen Bevölkerung; trotz allem glaubten sie an G - tt, aber sie verstanden die Opferungen falsch.

Die Zerstörung des Ersten Tempels im Jahre 586 vor der Zeitrechnung hatte noch andere weitreichendere Folgen. Die Bundeslade verschwand. Wohin, das weiss bis heute niemand. Propheten gibt es auch keine mehr, sondern nur noch eine BAT KOL, die das Echo einer himmlischen Stimme ist (Talmud Traktate Yoma 9b und Eruvin 13b).
Die Schechina, die Anwesenheit G - ttes, ist nicht mehr das, was sie zu sein pflegte und auch das Shemen HaMishcha (das Salbungsöl) verschwand (Jerusalemer Talmud Yoma 1:1).

Jetzt fragen sich vielleicht einige "Was hat das heute alles mit mir zu tun ? "Vor mehr als 2000 Jahren wurde der Erste Tempel zerstört, so what ?"

Der 10. Tevet steht für Leid und daher ernannten ihn die Rabbiner kurz nach der Gründung des Staates Israel zum Holocaust - Gedenktag. An diesem Tag wird das Kaddisch - Gebet für all jene gesagt, deren Todestag oder Todesort unbekannt sind. Die Religiösen behalten das Andenken bis heute bei und dies ist auch einer der Gründe, warum viele Haredim (Ultra – Orthod.) den offiziellen staatlichen Holocaust - Gedenktag im April nicht als solchen anerkennen.

Anmerkung:
Vielfach wird das "Kaddisch" von Außenstehenden als Totengebet interpretiert, was absolut NICHT der Richtigkeit entspricht. Vielmehr preisen wir G - ttes Größe in dem aramäischen Gebet und gerade das Kaddisch ist es, welches während des Synagogendienstes als eine Art Trennung gilt; das Gebet trennt einige Teile des Services ab bzw. leitet ein neues Gebet ein.

Im Talmud Traktat Taanit 30b ist zu lesen:
"Wer um Jerusalem trauert, der wird später die "Wiederaufstehung" Jerusalems sehen". Heißt, die Ankunft des Meschiach.

Der 10. Tevet ist ein Tag der Umkehr und soll unsere Herzen dazu verleiten, aus den Fehlern unserer Vorväter zu lernen. Jeder sollte verstehen, dass das gesamte Universum für ihn erschaffen wurde (Talmud Traktat Sanhedrin 37a) und somit ist jeder einzelne für seine Taten verantwortlich. Jeder Jude hat seine bestimmte Aufgabe innerhalb des jüdischen Volkes und wer diese erfüllt, der beeinflusst nicht nur seine Generation, sondern ebenso die zukünftigen Generationen bis zur Ankunft des Meschiach.

Warum das Fasten ?

Drei unterschiedliche Kommentare befassen sich mit dem Fasten am 10. Tevet. Erstens wird zum Zwecke der Umkehr zu G - tt gefastet. Ein Tag des Gebetes und der Einsicht, aber auch gleichzeitig der Zuversicht, in der Zukunft einiges besser zu machen. Zweitens dient das Fasten auch einem spirituellen Zwecke, denn damit entsagen wir uns der materiellen Welt und dringen in das Spirituelle ein.

ZOM KAL - Ein leichtes Fasten

Parashat Vayechi



B"H

Die dieswöchige Thoralesung

Der Talmud Pesachim 56a lehrt uns, dass Yaakov kurz vor seinem Tod seinen Söhnen mitteilen wollte, wann G - tt Seine rechte Hand in den Schlachten gegen die Feinde des jüdische Volkes wieder einsetzen will, doch die Schechinah (G - ttes Anwesenheit) verliess ihn. Somit besass Yaakov keinen Level mehr, um weitere Prophezeihungen auszusprechen.

G - ttes rechte Hand steht hier metaphorisch für "G - ttes Rückzug Seiner Kräfte und die damit verbundene Freiheit der Völker, über Israel zu herrschen". Sobald G - tt Seine Kräfte wieder auf der Seite Israel einsetzt, werden die Feinde der Juden unterliegen.

Beim Lesen dieser Gemara (rabbinische Diskussionen) begann ich mich zu fragen, was geschehen wäre, wenn Yaakov tatsächlich alle seine Prophezeihungen der Zukunft des jüdischen Volkes betreffend offenbart hätte. Sagen wir, er hätte seinen Söhnen sowie seinen beiden Enkelkindern (Menasche und Ephraim) den exakten Zeitpunkt der Ge'ulah (Erlösung, Redemption) bekanntgegeben. Nehmen wir einmal an, Yaakov hätte all jene Leiden des Exils, der Diaspora (Galut), Pogrome oder die Könige Israels vorhergesagt. Hätten die Juden dann allen ernstes gegen die Gesetze G - ttes verstossen und zwangsläufig ihre eigene Galut herbeigeführt ?

Vielleicht nicht, aber was wir stets immer wieder lernen ist, dass G - tt die Welt so erschuf, dass wir Menschen einen "Freien Willen - Bechirat Chofshit" besitzen. Und jetzt stelle man sich vor, wo unser freie Wille wäre, wenn wir alles im voraus wüssten. Es ist nur allzu menschlich, sich um derlei Weisagungen nicht unbedingt zu kümmern, denn schon die Propheten, welche die Tempelzerstörungen vorhersagten, fanden wenig bis gar kein Gehör. Obwohl wir die Konsequenzen können, denken wir nicht an die Zukunft, sondern an das Jetzt; und im Jetzt geht es mir noch hervorragend. Wozu also unnötig sorgen ?

Die Tempel wurden zerstört und die Juden landeten in der Diaspora und im Grunde genommen nutzten sie somit ihren "freien Willen". 
Die Frage ist jedoch die, ob, wenn ich genau weiß, wann der Meschiach eintrifft, ich auch weiterhin noch darauf hinarbeite ? Nachdem "Beit Scheni - der Zweite Tempel" zerstört worden war, wussten die Juden sehr wohl, dass eines Tages der Meschiach kommen wird. Doch sollten wir einerseits etwas für dessen Ankunft tun, indem wir ggf. einen Tikun Olam (Reparatur der Welt) vollbringen oder dies zumindest versuchen.
Wie ?
Anhand der Einhaltung von Thoramitzwot, Gebeten, speziellem Verhalten, etc. Was aber soll ich noch groß einhalten, wenn ich eh weiß, dass der Meschiach erst in 2000 Jahren erscheinen wird ? Und wird mein freier Wille damit nicht ausgeschaltet ? Mein Wille, den Meschiach zu bringen oder nicht.

Ferner ersehen wir aus der Parashat Vayechi, dass Yaakov nach der Namensvergabe "Israel" durch den Engel, mit dem er kämpfte, weiterhin in der Thora als Yaakov erscheint. Als er jedoch vor dem Tod seine Enkel und Söhne segnet, nennt ihn die Thora "Israel". Kommentatoren führen an, dass Yaakov immer dann Israel genannt worden ist, sobald er sich auf seinem höchsten Level befand wie in dem Falle bei den Prophezeihungen.

Den Part, welchen chassidische Kommentatoren zu dieser Thoraparasha immer wieder hervorheben ist, wie sehr Yaakov auch in der Fremde G - tt diente und die Gesetze einhielt. Bei Lavan sowohl als auch in Ägypten. Dies sollte nicht nur den in der Diaspora lebenden Juden zu denken geben, sondern genauso die in Israel lebenden Juden an ihre eigene Herkunft bzw. ihre g - ttgegebene Aufgabe erinnern.
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Momentan bereite ich einige weitere interessante Insights zur Parashat Vayechi vor.  Etwas Midrasch und einen Kommentar vom Chatam Sofer. 
Hinzu kommt, dass wir an diesem Freitag den Halbfastentag "10. Tevet - Asarah be'Tevet" begehen. 

Schabbat Schalom

Montag, Dezember 13, 2010

Wer war der falsche Meschiach der Christen ?

B"H

  • Tatsache ist, dass J. einer der berühmtesten Juden der Weltgeschichte wurde.
  • Es gibt keinen historischen Hinweis darauf, dass Herodes die Babies von Bethlehem abschlachten liess. Noch nicht einmal Josephus berichtet davon.
  • Die vier Evangelien liefern unterschiedliche Versionen über das Leben J. Wer soll da an was glauben ?
  • Warum sollten Joseph und Maria den weiten Weg von Nazeret (Nazareth) nach Bethlehem umziehen, wenn Mary doch schwanger war ? Könnte es sein, dass die Bewohner von Nazeret eine Frau, die nicht von ihrem Mann schwanger oder sogar noch vor der Ehe schwanger wurde, niemals akzeptiert hätten ?
  • Wenn G - tt der Vater von J. war (der Heilige Geist), dann kann J. folglich nicht aus dem Hause David abstammen.
  • Es existieren allzu unterschiedliche Daten über die Geburt des J.
  • Eine historische Tatsache hingegen ist, dass nach dem Tode Herodes (ca. 4 vor Beginn der Zeitrechnung) die Hochsaison der Meschichisten begann. Jeder wollte Meschiach sein oder sah ihn zumindest kommen. Es kam zur Rebellion vieler Juden gegen die römische Besatzungsmacht.
  • Im Jahre 45 nach Beginn der Zeitrechnung, ca. 12 Jahre nach der Kreuzigung, tauchte ein neuer Meschiach namens "Todes" oder "Todas" auf. Er war Beduine und überzeugte einige Juden von seinem Meschiachtum.
  • Stets muss in Betracht gezogen werden, dass J. die Mentalität Galiläas vertrat und sich oft an die lokalen Fischer wendete. Seine Lehren jedoch stammen zumeist aus der Thora.
  • Jahre nach der Zerstörung des Zweiten Tempels lesen wir im Talmud über diverse Wunder, die von Rabbinern vollbracht worden sind. Hiermit ist, um G - ttes Willen, nicht J. gemeint, sondern Rabbi Chanina ben Dosa (siehe Talmud Traktat Ta'anit 24b) oder selbst Rabbi Akivah verfügte über einzigartige Kräfte aus der praktischen Kabbalah.
  • In Galiläa war es einfach für J., Anhänger zu finden, denn die Menschen waren allgemein weniger gebildet. Als er nach Jerusalem kam, drehte sich das Rad in eine andere Richtung. In Jerusalem traf er auf die gebildete Elite und große gelehrte Rabbiner und so zog seine seltsame und unlogische Argumentation nicht mehr.
  • Das Verhältnis zwischen J. und seiner Mutter war gespalten. Dabei hätte sie doch wissen müssen, dass er etwas Besonderes ist, wenn sie schon vom heiligen Geist beschattet worden ist. Miriam aber wusste von gar nichts und J. benahm sich ihr gegenüber alles andere als freundlich.
  • J. kam zu einem Besuch nach Nazeret und lehrte in der lokalen Dorfsynagoge. Obwohl die Bewohner von seiner errungenen Weisheit beeindruckt waren, gelang es ihm nicht, sie auf seine Seite zu ziehen, denn für alle war er nur "J., der Zimmermann". Noch nicht einmal seine Familie glaubte ihm, obwohl die es doch eigentlich hätte besser wissen müssen.
Das Evangelium des Markus wurde in den Jahren 66 - 68 von Yochanan - Marcus, einem Schüler Petrus, verfasst. Das Buch Matthäus wurden in den Jahren 80 - 90 bvon einem Schüler des Matthäus niedergeschrieben. Das Evangelium des Lukas wurde in den Jahren 90 - 100 von Lukas, dem Arzt (Heiler), einem Schüler des Paulus niedergeschrieben, und es war eben jener Paulus, der die Grundregeln des späteren Christentums festlegte. In den Jahren 100 - 120 wurde das Evangelium des Johannes verfasst.
  • Die Apostel sollten lediglich die JUDEN lehren und keine anderen Völkern.

Wer war Yechezkel der Prophet ?

B"H

Yeshayahu (Jesaya), Yirmeyahu (Jeremia) und Yechezkel - so lauten Namen und Reihenfolge der größten jüdischen Propheten, wobei der Prophet Yechezkel der letzte in der Serie ist.

Yechezkel ben Buzi (Yechezkel, der Sohn des Buzi), war ein Cohen (aus der Familie Aharons und somit Tempelpriester) und prophezeihte in Babylon. Er war der einzige Propphet, der aus dem Ausland prophezeihte, obwohl Yirmeyahu diesbezüglich eine kleine Ausnahme bildet. Informationen über das Leben Yechezkels vor der Diaspora (Galut) haben wir keine. Einige Historiker nehmen an, dass Yechezkel schon in Israel zu den Propheten gehörte, doch dazu existiert keine Bestätigung.

Was bedeutet der Name YECHEZKEL ?
Am Ende des Namens sehen wir das Wort "E - L" welches einer der Namen G - ttes" ist.
"Yichazek" bedeutet "stärken" und die grammatikalische Wurzel dazu lautet "Chazak", was mit "stark" übersetzt wird. Somit bedeutet der Namen "Yechezkel" entweder "Starker G - tt" oder "G - tt stärkt".

Schnee in Meron


Snow on the hills of Meron

B"H

Gestern war General Winter unterwegs in Israel. Sturm, Regen und Schnee im Norden. 60 cm auf dem Hermon, doch auch in den Bergen Merons lag Schnee.
Das Chabad Hostel "Ascent" in Zfat (Safed) stellte diese grossartigen Photos ins Net !


MERON, ein kleiner Ort nahe Zfat (Safed), der durch das Grab des talmudischen Rabbi Schimon bar Yochai bekannt wurde.


Links zu Rabbi Schimon:

Der Talmud zu Rabbi Schimon bar Yochai

In der kabbalistischen IDRA RABBAH Höhle

Am Grab von Rabbi Schimon bar Yochai

Sonnenuntergang in Meron

Samstag, Dezember 11, 2010

Friedhof von Tiberias: Das Grab des Rabbi Menachem Mendel von Vitebsk sowie des Amshinover Rebben


Der Friedhof von Tiberias beherbergt viele Gräber berühmter Rabbiner.  Der Rambam (Maimonides, 1135 - 1204), Rabbi Akivah und Rabbi Me'ir Baal HaNess sind zwar an anderen Orten der Stadt beerdigt, dennoch finden wir viele Persönlichkeiten auf dem Friedhof selbst.



Trennwand zwischen Männlein und Weiblein (Mechitzah) auf dem Friedhof. Allerdings nur zu jenen Gräbern der Anhänger des Baal Shem Tov sowie zum bekannten Rabbi Menachem Mendel von Vitebsk.



Antike Gräber




Grab des chassidischen Amshinover Rebben Yitzchak Kalish.











Rabbi Menachem Mendel von Vitebsk




Das Grab des Rabbi Avraham Abulafia



Photos: Miriam Woelke

Freitag, Dezember 10, 2010

EU gegen koscheres Essen

B"H

Es ist gewiss nichts Neues, wenn Juden Rassismus untergeschoben wird. Erst bei der Zubereitung koscheren Essens, dann bei der Schechitah von Tieren, dann beim Vermieten von Wohnungen an Nichtjuden. 

Hier das Aha - Erlebnis: All das hat seinen Ursprung der Thora und somit ist dann G - tt der Rassist. Keine Ehen zwischen Juden und Nichtjuden, keinen Immobilienverkauf an Nichtjuden und die Schechitah von koscheren Tieren, all das stammt aus der Thora und dem Talmud. Wobei der Talmud, u.a., im Traktat Chulin, auf die Schechitah eingeht. 

Thora hin oder her, mir scheint es als nutzen viele in der Welt die Halacha der Juden als versteckten Rassismus gegen Israel. Hierzu bildet die EU wieder einmal das beste Beispiel.

Donnerstag, Dezember 09, 2010

Parashat Vayigash - פרשת ויגש


B"H

Die Thoralesung für diesen Schabbat

Keine andere Thoraparasha ist so voll Emotionen wie die Parashat Vayigash. Unzählige Male kommt in ihr das Wort "weinen" vor. Benjamin weint, Yosef weint, die Brüder weinen. Rabbi Samson Raphael Hirsch sagt, dass die Tränen in dieser Parasha ein Ausdruck des Aufrichtigkeit. Jeder hier Weinende meint es wirklich ernst und spielt niemandem etwas vor. Selbst Yosef nicht, der wahrlich einen Grund hat, auf seine Brüder sauer zu sein. Noch daheim war er das Schwarze Schaf der Familie und seine Brüder (außer Benjamin) brachten ihm nur Haß und Neid entgegen. Der Höhepunkt war, dass sie ihn in eine Grube warfen und ihn nach Ägypten verkauften. Selbst dem Vater logen sie vor, ihr Bruder sei umgekommen.

Was aber tut Yosef als ihn seine Brüder nach seiner Offenbarung ängstlich anschauen ? Er sagt ihnen, dass es nicht ihre Schuld war, sondern G - tt alles von Beginn an so geplant hatte. G - tt ließ schon Avraham wissen, dass seine Nachfahren einmal in der ägyptischen Diaspora enden werden, Er sie aber wieder heraushole, um sie in das Gelobte Land zu führen (siehe Talmud Shabbat 10b). Die Gemara (rabbinische Diskussionen) im Talmud Traktat Nedarim 32a fragt, was Avraham denn verbrochen hatte, dass seine Nachfahren für die Dauer von 210 Jahren ins Exil geschickt werden. Die Antwort darauf geht zurück zur Thoralesung Lech Lecha, wo von einem Krieg zwischen Avraham und einigen Königen die Rede ist. Die Könige hatten Lot entführt und Avraham zog zu dessen Befreiung in den Krieg. Weiter heißt es in Lech Lecha, dass Avraham mit 318 Männern gegen die Könige kämpfte, sie besiegte und Lot befreite. Die Zahl 318 wird von manchen als sie "Gematria" seines Bediensteten Eliezer gesehen.

In der hebräischen Sprache steht jeder Buchstabe für einen Zahl und die Buchstaben des Namen Eliezer ergeben die Zahl 318. Demzufolge wäre Avraham nur mit Eliezer in den Krieg gezogen. Anderer wiederum nehmen die Zahl 318 wörtlich und danach sei Avraham tatsächlich mit 318 Mitmenschen in den Krieg gegen die Könige gezogen. Und genau hier hakt die Gemara aus Nedarim ein. Avraham hätte wissen müssen, dass G - tt ihm in dem Krieg zu Seite steht und demnach waren die 318 Kämpfer überflüssig. Avraham hätte allein losziehen müssen und die 318 Mitmenschen hätten lieber Thora lernen sollen. Insgesamt hatte Avraham zu wenig G - ttvertrauen und hielt andere vom Thorastudium ab. So eine der Begründungen aus der Gemara in Nedarim.

Rabbi Hirsch dagegen sagt, dass, wären die Israeliten nicht ins ägyptische Exil gezogen, sie sich eventuell in die Canaanitischen Gesellschaft hineinassimiliert hätten. Allein in Ägypten entwickelten sich sich zu einem Volk und dies sei einer der Gründe für ihr Exil gewesen. Laut dem Talmud - Kommentator Maharsha hätte die ägyptische Unterdrückung weniger brutal ausfallen können, wenn die Brüder dem Yosef nicht solchen Haß entgegenkommen lassen hätten.
Der Ramban (Nachmanides), 1194 - 1270, zitiert Yosef, der da seinen Brüdern sagte, dass G - tt ihn hinunter nach Ägypten gesandt hatte, um das Leben der gesamten Familie zu retten.

Die wahren Helden dieser Parasha scheinen Yehudah und Yosef zu sein. Beide waren grundsätzlich verschiedene Charaktäre, die hier aufeinandertrafen. Yehudah bäumte sich schließlich auf als es um Benajmin ging. Yosef testete die Brüder, ob sie nicht immer noch alte Haßgefühle gegen ihn hegten. Dies gab sich jedoch alles als Yehudah sich für Benjamin stark machte. Benjamin war der zweite Sohn Rachels, neben Yosef, und somit merkte Yosef, dass die Brüder Benjamin nicht haßten, sowie ihn einstmals.

Die Sprache der Thora ist nicht immer klar und mit unzähligen Metaphern gespickt. Insbesondere die Kabbalah (Geheimnisse der Thora) versucht die Metaphern zu entschlüsseln, um uns die eigentliche Bedeutung und Lehre des Textes nahezubringen. Und so sieht dann auch das kabbalistische Buch "Zohar" einen tieferen inneren Zusammenhang zwischen Yehudah und Yosef. Als G - tt die Welt erschuf, erschuf er die Obere Welt und die Unteren Welten. Die Obere Welt ist metaphorisch gesehen für reserviert und unsere Aufgabe besteht darin, die "Obere" mit den "Unteren Welten" zu verbinden. Dies erreichen wir anhand der Thoragesetze und des Gebetes. Wenn G - tt sieht, dass wir Seine Thoragesetze einhalten, dann kommt Seine "spirituelle" Welt der unseren näher. Besonders offensichtlich war dies zur Zeit der Tempelopferungen im Ersten und Zweiten Jerusalemer Tempel. Dementsprechend war Seine Anwesenheit (Präsenz) wesentlich erkennbarer als heute, denn die Menschen hatten eine fast direkte Verbindung. Ohne Tempel sind wir gezwungen, diese Nähe auf andere Art und Weise zu erreichen. Solange, bis der Meschiach kommt und der Dritte Tempel gebaut wird.

"Dann kam Yehudah näher…". Dieses Näherkommen sieht der Zohar metaphorisch als das Angebot der einen Welt an die andere, sich zu vereinigen. Der derzeitige Rebbe der Chassidut Slonim, Rabbi Shmuel Bozorowsky, geht noch einen Schritt weiter. Die Parasha beginnt mit den Worten: "Vayigash elav Yehudah…". "Dann kam Yehudah näher" und Rabbi Bozorowsky vergleicht dieses Näherkommen dem dem Gebet. Für Yehudah und seine Brüder gab es keinerlei Hoffnung mehr. Der Kelch wurde im Gepäck Benjamins gefunden und dessen Leben stand nun auf dem Spiel. Sie alle fürchteten um ihr Leben, denn die Ägypter zögerten nie lange, um Feinde auszuschalten. Doch anhand der Metapher des Gebetes an dieser Stelle veränderte Yehudah die Realität und wendete alles zum Guten. Das Gebet erweckte in ihm ungeahnte Kräfte.

Der deutsche Rabbiner, Rabbi Samson Raphael Hirsch, kämpfte seinerzeit besonders gegen die Einflüsse des Reformjudentums genauso wie gegen jegliche andere Art der Assimilation. Er verweist in seinem Kommentar zu dieser Parasha nachdrücklich auf die Notwendigkeit des ägyptischen Exils. Die Ägypter hassten die Israeliten und sahen in ihnen die primitivsten Erdenbewohner. Von daher sollte jeder Kontakt mit ihnen vermieden werden. Die Israeliten wiederum zogen sich in ihre eigene Ghettowelt zurück, weil die ägyptische Gesellschaft ihnen keine andere Wahl liess. Innerhalb dieser Ghettowelt konnten die Traditionen aufrecht erhalten werden und die Assimilierung befand sich auf dme Nullpunkt. Genauso erging es den Juden im Mittelalter. Auch hier lebten die Juden eingeengt durch gesetzliche Erlasse in ihrer eigenen Welt. Erst die Zeit der Aufklärung (Haskalah) liess viele Juden ihre Identität und den eigentlichen Sinn ihres Daseins vergessen. Dem hatten die Israeliten in Ägypten vorgebeugt und hielten die Mehrheit hielt sich während der 210 Exiljahre an die Avrahamischen Traditionen wie Sprache, Namesgebung oder Kleidung.

Schabbat Schalom