B"H
Hier einige Links zu verschiedenen Rosh HaShana Artikeln:
- Akeidat Yitzchak - Die Opferung des Yitzchak
- Bilder aus einer Schofar - Fabrik
- Adam HaRishon und Rosh HaShana
- G - ttes Thron
Mittwoch, September 16, 2009
Dienstag, September 15, 2009
Die jüdische Hochzeit: Warum die Braut den Bräutigam siebenmal umkreist
B"H
Viele religiöse Bräuche halten wir ein, ohne uns groß darüber im Klaren zu sein, dass es sich überhaupt um einen Brauch handelt oder woher genau dieser Brauch stammt.
Eine Leserin fragte mich nach der Herkunft des folgenden Brauches:
Während einer jüdischen Hochzeitszeremonie unter der Chuppah (Hochzeitsbaldachin) umkreist die Braut den Bräutigam.
Warum tut sie das und woher stammt der Brauch ?
Anfangs meint man, dass die Frage recht einfach zu beantworten sei. Obwohl ich mir zu diesem Thema nie tiefere Gedanken gemacht habe, war ich mir sicher, leicht an Informationen zu kommen. Dem war dann nicht so und es kostete mich einiges an Zeit. Ein Rabbiner gab mir einiges an Material, was ich am Ende nicht genau benutzen konnte, denn sämtliche Rituale unter der Chuppah wurden angesprochen, nur nicht die Umrundungen der Braut.
So befragte ich Chabad in New York und ich bekam folgende Antwort zugesandt:
Zuerst einmal sind die Umrundungen der Braut unter der Chuppah ausschließlich ein aschkenazischer Brauch. Von sephardischen Juden wird er nicht praktiziert !
Braut und Bräutigam werden gewöhnlich von ihren Eltern zur Chuppah begleitet. In chassidischen Gemeinden wird der Bräutigam von seinem Vater sowie seinem Schwiegervater zu Chuppah gebracht. Die Braut wird von ihrer Mutter sowie ihrer Schwiegermutter unter die Chuppah begleitet. Der Bräutigam tritt zuerst unter die Chuppah.
Nachdem beide Parteien unter der Chuppah angekommen sind, umkreist die Braut den Bräutigam siebenmal. Dieses Ritual geschieht in den meisten aschkenazischen Gemeinden, doch nicht in allen.
Die Braut umzirkelt den Bräutigam im Uhrzeigersinn. Manche tun dies dreimal andere wiederum siebenmal. In einigen Gemeinden umkreist die Braut den Bräutigam allein, in anderen Gemeinden wird sie von ihrer Mutter und der Schwiegermutter begleitet. Während die Braut diesen Brauch ausführt, singt der Kantor gewöhnlich "Mi Ban Siach". In der chassidischen Gruppe Chabad wird dieses Lied nicht gesungen und stattdessen ertönt eine Melodie des Gruppengründers, Rabbi Schneur Zalman von Liadi.
Siehe hier die Umkreisungen der Braut
Das Umrunden des Bräutigams basiert auf einer Prophezeihung (Yirmeyahu - Jeremia 31:21) bezüglich des messianischen Zeitalters. "Die Frau umkreist und beschützt den Mann". Mit den Umkreisungen baut die Frau eine unsichtbare Mauer um ihren Gatten herum. Sie allein wird in diesen Kreis um ihn hineintreten, heißt, mit ihm zusammen einen Bund schließen.
Die drei Umkreisungen des Bräutigams symbolisieren die drei Aussagen (siehe Hoshea 2:21 - 22) zum Bund zwischen G - tt und Israel (den Juden): "Ich werde Dir auf ewig anvertraut sein. Ich werde dich mit Gnade, Gesetz, Liebe und Gerechtigkeit ehelichen. Ich werde dich mit Vertrauen aufnehmen".
In vielen Gemeinden stellen die Umkreisungen von der Braut eine kabbalistische Bedeutung dar. Siebenmal umrundeten Joshua und die Israeliten die Mauern Jerichos, bis die gewaltigen Mauern einstürzten. Die Braut umkreist den Bräutigam siebenmal, damit auch damit sämtliche störenden Mauern im Verhältnis der Zwei auf ewig verschwinden.
Ebenso erinnern die sieben Umkreisungen an die sieben Chuppot, welche G - tt zu Ehren der Hochzeit von Adam und Eva (Chava) im Paradies (Gan Eden) errichtete. Bitte diese letzte Aussage als metaphorisch betrachten und keineswegs wörtliche nehmen !
Das Umrunden des Bräutigams im Uhrzeigersinn bedeutet, das die Braut einen Kreis nach rechts zieht. In der Kabbalah steht die "rechte Seite" für G - ttes Güte.
Bedeutung:
Die Braut umkreist ihren Zukünftigen und steigt damit, symbolisch betrachtet, höher auf. Solange, bis sie zur Krone auf dem Kopf des Bräutigams wird (Metapher !).
Unser Leben ist nichts weiter als ein Spiegel zur spirituellen Welt. Unsere materielle Welt ist somit nur ein Spiegelbild der spirituellen Welt.
Metaphorisch betrachtet steht die Hochzeit auf Erden für die Hochzeit zwischen G - tt und dem jüdischen Volke. Der Bräutigam steht symbolisch für G - tt, die Braut für das jüdische Volk und die Chuppah für den Berg Sinai. Deswegen tritt der Bräutigam zuerst unter die Chuppah, denn G - tt wartet auf seine Braut, die Juden.
Weiterhin steht das Umkreisen für das Licht G - ttes, welches jedes Ehepaar umgibt. Die Zahl 7 steht im Judentum immer für etwas Ganzes oder perfekt Vollkommenes. Vom Materiellen ins Spirituelle wie die sechs Tage der Welterschaffung und der Ruhepause G - ttes am siebten Tage. Sowie der Schabbat die Krönung einer Woche ist, so wird die Braut zur Krone des Bräutigams.
Viele religiöse Bräuche halten wir ein, ohne uns groß darüber im Klaren zu sein, dass es sich überhaupt um einen Brauch handelt oder woher genau dieser Brauch stammt.
Eine Leserin fragte mich nach der Herkunft des folgenden Brauches:
Während einer jüdischen Hochzeitszeremonie unter der Chuppah (Hochzeitsbaldachin) umkreist die Braut den Bräutigam.
Warum tut sie das und woher stammt der Brauch ?
Anfangs meint man, dass die Frage recht einfach zu beantworten sei. Obwohl ich mir zu diesem Thema nie tiefere Gedanken gemacht habe, war ich mir sicher, leicht an Informationen zu kommen. Dem war dann nicht so und es kostete mich einiges an Zeit. Ein Rabbiner gab mir einiges an Material, was ich am Ende nicht genau benutzen konnte, denn sämtliche Rituale unter der Chuppah wurden angesprochen, nur nicht die Umrundungen der Braut.
So befragte ich Chabad in New York und ich bekam folgende Antwort zugesandt:
Zuerst einmal sind die Umrundungen der Braut unter der Chuppah ausschließlich ein aschkenazischer Brauch. Von sephardischen Juden wird er nicht praktiziert !
Braut und Bräutigam werden gewöhnlich von ihren Eltern zur Chuppah begleitet. In chassidischen Gemeinden wird der Bräutigam von seinem Vater sowie seinem Schwiegervater zu Chuppah gebracht. Die Braut wird von ihrer Mutter sowie ihrer Schwiegermutter unter die Chuppah begleitet. Der Bräutigam tritt zuerst unter die Chuppah.
Nachdem beide Parteien unter der Chuppah angekommen sind, umkreist die Braut den Bräutigam siebenmal. Dieses Ritual geschieht in den meisten aschkenazischen Gemeinden, doch nicht in allen.
Die Braut umzirkelt den Bräutigam im Uhrzeigersinn. Manche tun dies dreimal andere wiederum siebenmal. In einigen Gemeinden umkreist die Braut den Bräutigam allein, in anderen Gemeinden wird sie von ihrer Mutter und der Schwiegermutter begleitet. Während die Braut diesen Brauch ausführt, singt der Kantor gewöhnlich "Mi Ban Siach". In der chassidischen Gruppe Chabad wird dieses Lied nicht gesungen und stattdessen ertönt eine Melodie des Gruppengründers, Rabbi Schneur Zalman von Liadi.
Siehe hier die Umkreisungen der Braut
Das Umrunden des Bräutigams basiert auf einer Prophezeihung (Yirmeyahu - Jeremia 31:21) bezüglich des messianischen Zeitalters. "Die Frau umkreist und beschützt den Mann". Mit den Umkreisungen baut die Frau eine unsichtbare Mauer um ihren Gatten herum. Sie allein wird in diesen Kreis um ihn hineintreten, heißt, mit ihm zusammen einen Bund schließen.
Die drei Umkreisungen des Bräutigams symbolisieren die drei Aussagen (siehe Hoshea 2:21 - 22) zum Bund zwischen G - tt und Israel (den Juden): "Ich werde Dir auf ewig anvertraut sein. Ich werde dich mit Gnade, Gesetz, Liebe und Gerechtigkeit ehelichen. Ich werde dich mit Vertrauen aufnehmen".
In vielen Gemeinden stellen die Umkreisungen von der Braut eine kabbalistische Bedeutung dar. Siebenmal umrundeten Joshua und die Israeliten die Mauern Jerichos, bis die gewaltigen Mauern einstürzten. Die Braut umkreist den Bräutigam siebenmal, damit auch damit sämtliche störenden Mauern im Verhältnis der Zwei auf ewig verschwinden.
Ebenso erinnern die sieben Umkreisungen an die sieben Chuppot, welche G - tt zu Ehren der Hochzeit von Adam und Eva (Chava) im Paradies (Gan Eden) errichtete. Bitte diese letzte Aussage als metaphorisch betrachten und keineswegs wörtliche nehmen !
Das Umrunden des Bräutigams im Uhrzeigersinn bedeutet, das die Braut einen Kreis nach rechts zieht. In der Kabbalah steht die "rechte Seite" für G - ttes Güte.
Bedeutung:
Die Braut umkreist ihren Zukünftigen und steigt damit, symbolisch betrachtet, höher auf. Solange, bis sie zur Krone auf dem Kopf des Bräutigams wird (Metapher !).
Unser Leben ist nichts weiter als ein Spiegel zur spirituellen Welt. Unsere materielle Welt ist somit nur ein Spiegelbild der spirituellen Welt.
Metaphorisch betrachtet steht die Hochzeit auf Erden für die Hochzeit zwischen G - tt und dem jüdischen Volke. Der Bräutigam steht symbolisch für G - tt, die Braut für das jüdische Volk und die Chuppah für den Berg Sinai. Deswegen tritt der Bräutigam zuerst unter die Chuppah, denn G - tt wartet auf seine Braut, die Juden.
Weiterhin steht das Umkreisen für das Licht G - ttes, welches jedes Ehepaar umgibt. Die Zahl 7 steht im Judentum immer für etwas Ganzes oder perfekt Vollkommenes. Vom Materiellen ins Spirituelle wie die sechs Tage der Welterschaffung und der Ruhepause G - ttes am siebten Tage. Sowie der Schabbat die Krönung einer Woche ist, so wird die Braut zur Krone des Bräutigams.
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Hochzeit im Judentum,
Leserfragen
Maimonides über "Teschuva"
B"H
Eines der berühmtesten Werke des Rambam (Maimonides, 1135 - 1214) ist die "Mischna Thora", in welcher sämtliche Halachot erklärt werden; bis hinein in das messianische Zeitalter.
Da wir am Freitag abend außer dem Schabbat auch das jüdische Neujahrsfest Rosh HaShana begehen, hier einige Ideen des Rambam zur Teschuva (Umkehr zu G - tt). Wie wir wissen, sind Adam und Eva (Chava) an diesem 1. Tischrei erschaffen worden. G - tt richtet die Welt an Rosh HaShana; Juden und Nichtjuden genauso wie die Welt selbst. Wir alle sollten vor dem Fest Teschuva begehen und am Festtag selbst G - tt um Gnade und Vergebung bitten.
Solange wir Juden keinen Tempel haben, gibt es keine andere Art der Versöhnung außer Teschuva (Umkehr zu G - tt). Siehe "Mischna Thora - Hilchot Teschuva" 1:3.
Zu Tempelzeiten wurden Opfer gebracht und wer aufrichtig um G - ttes Gnade bat und seine Vergehen eingestand, dem wurde vergeben. Heutzutage haben wir keinen Tempel; jedenfalls nicht solange, bis der Meschiach kommt und den Dritten Tempel baut.
Ohne Tempel dürfen Juden keine Opfer darbringen und die Teschuva erfolgt einzig und allein durch Gebete, Einsicht und dem Vorhaben, in der Zukunft alles besser zu machen. Ferner gehört die Einhaltung der Mitzwot (Thoragesetze) ebenso zum Teschuvaprozess mit dazu.
Der Rambam bestimmte in der Mischna Thora (Hilchot Beit HaBechirah, 2:4), dass Juden Opfer bringen dürfen, sobald der Tempelaltar auf seinem vorgeschriebenen Platz "in Betrieb" genommen wird. Obwohl der Tempel nicht stehen muss, auf dem vorgeschriebenen Altar jedoch könnte geopfert werden. An dem Platz, an welchem der ursprüngliche Tempelaltar stand. Geopfert in der halachisch vorgeschriebenen Form.
Eine Tieropferung aber war noch lange nicht die Garantie für die Vergebung G - ttes. Man muss schon seine absichtlichen oder unabsichtlichen Missetaten aufrichtig bereuen und Besserung geloben. Ansonsten lehnte G - tt das Opfer ab.
Eines der berühmtesten Werke des Rambam (Maimonides, 1135 - 1214) ist die "Mischna Thora", in welcher sämtliche Halachot erklärt werden; bis hinein in das messianische Zeitalter.
Da wir am Freitag abend außer dem Schabbat auch das jüdische Neujahrsfest Rosh HaShana begehen, hier einige Ideen des Rambam zur Teschuva (Umkehr zu G - tt). Wie wir wissen, sind Adam und Eva (Chava) an diesem 1. Tischrei erschaffen worden. G - tt richtet die Welt an Rosh HaShana; Juden und Nichtjuden genauso wie die Welt selbst. Wir alle sollten vor dem Fest Teschuva begehen und am Festtag selbst G - tt um Gnade und Vergebung bitten.
Solange wir Juden keinen Tempel haben, gibt es keine andere Art der Versöhnung außer Teschuva (Umkehr zu G - tt). Siehe "Mischna Thora - Hilchot Teschuva" 1:3.
Zu Tempelzeiten wurden Opfer gebracht und wer aufrichtig um G - ttes Gnade bat und seine Vergehen eingestand, dem wurde vergeben. Heutzutage haben wir keinen Tempel; jedenfalls nicht solange, bis der Meschiach kommt und den Dritten Tempel baut.
Ohne Tempel dürfen Juden keine Opfer darbringen und die Teschuva erfolgt einzig und allein durch Gebete, Einsicht und dem Vorhaben, in der Zukunft alles besser zu machen. Ferner gehört die Einhaltung der Mitzwot (Thoragesetze) ebenso zum Teschuvaprozess mit dazu.
Der Rambam bestimmte in der Mischna Thora (Hilchot Beit HaBechirah, 2:4), dass Juden Opfer bringen dürfen, sobald der Tempelaltar auf seinem vorgeschriebenen Platz "in Betrieb" genommen wird. Obwohl der Tempel nicht stehen muss, auf dem vorgeschriebenen Altar jedoch könnte geopfert werden. An dem Platz, an welchem der ursprüngliche Tempelaltar stand. Geopfert in der halachisch vorgeschriebenen Form.
Eine Tieropferung aber war noch lange nicht die Garantie für die Vergebung G - ttes. Man muss schon seine absichtlichen oder unabsichtlichen Missetaten aufrichtig bereuen und Besserung geloben. Ansonsten lehnte G - tt das Opfer ab.
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Rambam,
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Montag, September 14, 2009
Happy Birthday, Welt !
Der Big BangPhoto: NASA
B"H
Heute (Montag) ist der 25. Elul, der Tag, an dem G - tt unser Universum erschuf. Das in dieser Woche (Freitag abend) beginnende Rosh HaShana steht für die Erschaffung der beiden ersten Menschen - Adam und Eva (Chava).
Ganz besonders am heutigen Tag sollten wir G - ttes Erschaffungen zu würdigen wissen !
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ARUTZ 7
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Wissenschaft
Mehr Judentum
B"H
Der gestrige Kommentar von Jakob machte mich persönlich nachdenklich. Jakob nämlich meinte, dass ihn die Berichte über christliche Missionare weniger interessieren, sondern er sich stattdessen mehr Judentum wünscht.
Genau dieser Gedanke beschäftigte mich schon einige Zeit, doch sollten wir nie die Gefahr, die von christlichen Missionaren ausgeht, unterschätzen oder übersehen. Besonders jene Juden, die keinerlei Wissen über ihre eigene Religion besitzen, sind den kriminell vorgehenden Missonaren ausgeliefert. Deswegen ist Information immer wichtig, denn nur aufgeklärt kann man den Lügen der Missionare entgehen.
Dennoch begab ich mich zum gestrigen Tuvia Singer Vortrag im Jerusalemer "Israel Center" erst so ziemlich zum Schluß. Ich hatte einfach genug die Ausführungen aus dem Neuen Testament zu hören. Rabbi Tuvia Singer ist einer der Größen bei der Aufklärung bezüglich wie die Kirche die Thora manipuliert, doch war mir einfach nach etwas Jüdischem. Und so ging ich zum Schiur (Vortrag) von Rabbi Chaim Eisen, der da allwöchentlich den Ramban (Nachmanides) sowie den Rambam (Maimonides) zum Thema hat. Und zwar so zum Thema, dass sich der Vortrag auf besonders hohem Niveau bewegt.
Derzeit unterrichtet Rabbi Eisen einen Kommentar des Ramban zum Rambam und wir sprachen darüber, wie unterschiedliche die beiden Gelehrten die "Wunder" dieser Welt betrachten. Auch im Bezug auf das messianische Zeitalter. Aber dazu später mehr !
Wie gesagt stiess ich erst gegen Ende zum Shiur von Tuvia Singer. Jemand aus dem Publikum fragte ihn, was er (Singer) denn mit seinen Vorträgen beabsichtige.
"Aufklärung", sagte Rabbi Singer. Nur so kann man christlichen Missionaren den Gar ausmachen und jene Juden vor der Mission retten, die fast gar nichts über ihre Religion wissen. "G - tt versprach uns Juden, dass unser Volk niemals ausgelöscht werden wird. Juden wird es immer geben, dennoch besteht eine Gefahr der Judenmission durch die Kirchen".
Unsere Aufgabe ist es, die Leute aufzuklären und über die geradezu kriminellen Machenschaften der Missionare zu informieren.
Der gestrige Kommentar von Jakob machte mich persönlich nachdenklich. Jakob nämlich meinte, dass ihn die Berichte über christliche Missionare weniger interessieren, sondern er sich stattdessen mehr Judentum wünscht.
Genau dieser Gedanke beschäftigte mich schon einige Zeit, doch sollten wir nie die Gefahr, die von christlichen Missionaren ausgeht, unterschätzen oder übersehen. Besonders jene Juden, die keinerlei Wissen über ihre eigene Religion besitzen, sind den kriminell vorgehenden Missonaren ausgeliefert. Deswegen ist Information immer wichtig, denn nur aufgeklärt kann man den Lügen der Missionare entgehen.
Dennoch begab ich mich zum gestrigen Tuvia Singer Vortrag im Jerusalemer "Israel Center" erst so ziemlich zum Schluß. Ich hatte einfach genug die Ausführungen aus dem Neuen Testament zu hören. Rabbi Tuvia Singer ist einer der Größen bei der Aufklärung bezüglich wie die Kirche die Thora manipuliert, doch war mir einfach nach etwas Jüdischem. Und so ging ich zum Schiur (Vortrag) von Rabbi Chaim Eisen, der da allwöchentlich den Ramban (Nachmanides) sowie den Rambam (Maimonides) zum Thema hat. Und zwar so zum Thema, dass sich der Vortrag auf besonders hohem Niveau bewegt.
Derzeit unterrichtet Rabbi Eisen einen Kommentar des Ramban zum Rambam und wir sprachen darüber, wie unterschiedliche die beiden Gelehrten die "Wunder" dieser Welt betrachten. Auch im Bezug auf das messianische Zeitalter. Aber dazu später mehr !
Wie gesagt stiess ich erst gegen Ende zum Shiur von Tuvia Singer. Jemand aus dem Publikum fragte ihn, was er (Singer) denn mit seinen Vorträgen beabsichtige.
"Aufklärung", sagte Rabbi Singer. Nur so kann man christlichen Missionaren den Gar ausmachen und jene Juden vor der Mission retten, die fast gar nichts über ihre Religion wissen. "G - tt versprach uns Juden, dass unser Volk niemals ausgelöscht werden wird. Juden wird es immer geben, dennoch besteht eine Gefahr der Judenmission durch die Kirchen".
Unsere Aufgabe ist es, die Leute aufzuklären und über die geradezu kriminellen Machenschaften der Missionare zu informieren.
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Christl. Missionare,
Judentum,
Philosophie,
Rabbi Tuvia Singer
Die "Nachmänner" in Uman
B"H
Derzeit machen sich Tausende Breslover Chassidim nach Uman, zum Grabe ihres Rabbi Nachman, in der Ukraine auf. Genauso, wie es Rabbi Nachman von Breslov es seinen Anhängern vor seinem Tode auftrug. An Rosh HaShana in Uman zu sein und am Grabe Rabbi Nachmans zu tanzen, ist so mit das Größte für einen Breslover Chassid.
Das Video zeigt die freakigen Breslover "Nanas" in Uman sowie in Tel Aviv.
In Israel gibt es derzeit ca. fünf Breslover Movements:
Die Nachfahren der Originalanhänger des Rabbi Nachman von Breslov mit ihrer großen Synagoge in Mea Shearim.
Weiterhin gründeten drei Breslover Rabbiner ein riesiges Baal Teschuva Movement innerhalb von Breslov und bei den Neurelig. finden sie immensen Zulauf. Es handelt sich dabei um Rabbi Eliezer Berland, Rabbi Shalom Arush (beide Jerusalem) sowie um Rabbi Lazer Brody (in Ashdod).
Ebenso sind die sogenannten "Nanas" aktiv. Sie waren es, die das obige Video drehten. Etwas freakig schauen sie aus, doch sind auch sie ein Movement für neureligiöse Breslover.
Nach Rosh HaShana wird ein Movement auch intensiv im deutschsprachigen Raum aktiv werden. Und eben im deutschsprachigen Raum kann man dann die Vielfalt geniessen und ist nicht "nur" auf Chabad angewiesen. Auf alle Fälle wird ein Breslov Stream eine angenehme Bereicherung werden.
Breslov Links:
Chassidut Breslov, Teil 1
Chassidut Breslov, Teil 2
Der Schatz unter der Brücke
Lehren des Rabbi Nachman von Breslov
Derzeit machen sich Tausende Breslover Chassidim nach Uman, zum Grabe ihres Rabbi Nachman, in der Ukraine auf. Genauso, wie es Rabbi Nachman von Breslov es seinen Anhängern vor seinem Tode auftrug. An Rosh HaShana in Uman zu sein und am Grabe Rabbi Nachmans zu tanzen, ist so mit das Größte für einen Breslover Chassid.
Das Video zeigt die freakigen Breslover "Nanas" in Uman sowie in Tel Aviv.
In Israel gibt es derzeit ca. fünf Breslover Movements:
Die Nachfahren der Originalanhänger des Rabbi Nachman von Breslov mit ihrer großen Synagoge in Mea Shearim.
Weiterhin gründeten drei Breslover Rabbiner ein riesiges Baal Teschuva Movement innerhalb von Breslov und bei den Neurelig. finden sie immensen Zulauf. Es handelt sich dabei um Rabbi Eliezer Berland, Rabbi Shalom Arush (beide Jerusalem) sowie um Rabbi Lazer Brody (in Ashdod).
Ebenso sind die sogenannten "Nanas" aktiv. Sie waren es, die das obige Video drehten. Etwas freakig schauen sie aus, doch sind auch sie ein Movement für neureligiöse Breslover.
Nach Rosh HaShana wird ein Movement auch intensiv im deutschsprachigen Raum aktiv werden. Und eben im deutschsprachigen Raum kann man dann die Vielfalt geniessen und ist nicht "nur" auf Chabad angewiesen. Auf alle Fälle wird ein Breslov Stream eine angenehme Bereicherung werden.
Breslov Links:
Chassidut Breslov, Teil 1
Chassidut Breslov, Teil 2
Der Schatz unter der Brücke
Lehren des Rabbi Nachman von Breslov
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Chassidut Breslov,
Rosh HaShana
Sonntag, September 13, 2009
Selichot in Vishnitz
B"H
Wow, grandios ! Eine eindrucksvolle Atmosphäre und hoffentlich finde ich morgen oder übermorgen abend die Zeit, zu Vishnitz nach Bnei Brak (bei Tel Aviv) hinauszufahren.
Es ist zwar immer ein tolles Erlebnis, seine Selichot an der Kotel (Klagemauer) zu beten, dennoch, eine richtig chassidische Atmosphäre lässt sich auch nicht verachten !
http://chassidicstories.blogspot.com/2009/09/selichot-in-vishnitz.html
Wow, grandios ! Eine eindrucksvolle Atmosphäre und hoffentlich finde ich morgen oder übermorgen abend die Zeit, zu Vishnitz nach Bnei Brak (bei Tel Aviv) hinauszufahren.
Es ist zwar immer ein tolles Erlebnis, seine Selichot an der Kotel (Klagemauer) zu beten, dennoch, eine richtig chassidische Atmosphäre lässt sich auch nicht verachten !
http://chassidicstories.blogspot.com/2009/09/selichot-in-vishnitz.html
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Chassidut Vishnitz,
Selichot
Das Schofar
B"HWer früh morgens an den Synagogen in aller Welt vorbeigeht oder sich an der Kotel (Klagemauer) befindet, der hört während des Morgengebetes Schacharit seltsame Klänge aus einem Horn. Ein Außenstehender mag sich über die Männer wundern, die in die Hörner blasen und so fremdartige Klänge erzeugen.
Beim Schofar handelt es sich überwiegend um ein Widderhorn, welches seit dem Beginn des Monat Elul vor ein paar Wochen beim Morgengebet geblasen wird. Der Shulchan Aruch - Orach Chaim - Hilchot Rosh HaShana 581 lehrt, dass es Gemeinden gibt, in denen das Schofar auch nach dem Abendgebet Maariv geblasen wird.
Das jüdische Neujahrsfest Rosh HaShana (Beginn an diesem Freitag abend !) ist nicht ausdrücklich in der Thora erwähnt. In Sefer BaMidbar 29:1 (Book of Numbers, Numeri) heißt es lediglich:
"Und im siebten Monat, an dessen ersten Tag, sollt ihr einen heiligen Tag haben, an dem ihr nicht arbeitet; es ist ein Tag an dem das Teruah zu hören sein soll".
In der Thora heißt es ganz simpel: "It is a day of sounding".
Teruah ist einer der drei Töne, die wir mit dem Schofar erzeugen. Jeder der drei Töne steht für unterschiedliche Namen G - ttes. Bei den anderen beiden Tönen handelt es sich um Tekiah und Schevarim.
Einfach so ein Widderhorn nehmen und hineinblasen funktioniert im Judentum nicht. Jeder, der das Schofar bläst, erzeugt diese drei Töne in einer vorgeschriebenen Reihenfolge und Anzahl.
Das lange Schofar wird meist nur von sephardischen Juden geblasen.
Das Schofar der aschkenazischen Juden hingegen wesentlich kürzer.
Insgesamt werden an beiden Tagen von Rosh HaShana während des Morgengebetes Shacharit 100 Töne erzeugt. Es ist unüblich, das Schofar am Abend von Rosh HaShana zu blasen (Shaarei HaMoadim - Chabad).
Das erste Mal findet das Schofarblasen gleich nach der Thoralesung statt und zum zweiten Mal während des gleich anschließenden Mussafgebetes. Es üblich, während des Schofarblasens stehen, dennoch ist es nicht ausdrücklich verboten, sich hinzusetzen. Es ist verboten, während des Schofarblasens zu sprechen und jeder soll sich so gut wie möglich auf die erzeugten Töne konzentrieren. Im Buch "Pri Etz Chaim" (die Lehren des großen Kabbalisten Rabbi Yitzchak Luria) heißt es, dass unsere weltlich erzeugten Töne sich mit den Tönen in der oberen Welt vereinigen und so die Gnade G - ttes erwecken.
Und genau darum geht es am Rosh HaShana (Neujahsfest). Jeder Einzelne von uns steht vor G - ttes Thron und muß Rechenschaft über seine Vergehen ablegen. Anhand der Schofartöne sollen wir zur Umkehr aufgerufen werden. Die Töne sind so eindringlich, dass sie uns das Herz und uns zur Umkehr bewegen (Rabbi Shlomo Kluger in Kehilat Yaakov).
Aber nicht nur für die Umkehr steht das Schofar. Genauso sollen dessen Töne uns an den Erhalt der Thora erinnern und uns zugleich das Kommen des Meschiach ins Bewußtsein rufen. Rosh HaShana ist ein Tag, an dem die ganze Welt G - tt als den einzigen wahren König anerkennen soll, denn Er allein hat die Welt und uns alle erschaffen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass wir an die "Akeidat Yitzchak - die Opferung des Yitzchak durch Avraham" (siehe Genesis - Vayeira) erinnert werden. G - tt hatte Avraham einen Test auferlegt; er solle seinen Sohn Yitzchak opfern, was Avraham aus Liebe zu G - tt sofort ausführen wollte. Für G - tt war dies nur ein Test zu prüfen, ob Avraham es wirklich ehrlich mit der Liebe G - ttes meint. Niemals hatte G - tt die Absicht, den Yitzchak wirklich opfern lassen zu wollen, denn im Judentum ist jegliche Art von Menschenopfer laut Thora verboten.
Als Avraham auf dem Tempelberg (Har HaMoriah) zur Tat schritt, griff G - tt sofort ein und statt des Yitzchak wurde ein Widder geopfert. An Rosh HaShana wollen wir G - ttes Gnade, die er Avraham auf dem Tempelberg zeigte, wiedererwecken und deshalb benutzen wir an Rosh haShana überwiegend ein Widderhorn (siehe die Gemara im Talmud Traktat Rosh HaShana 16a).
Jeder der drei unterschiedlichen Schofartöne repräsentieren laut dem kabbalistischen Buch "Shushan Sodot" entweder G - ttes Gnade (Rachamim) oder sein Richten (Din):
Der Tekiah - Sound steht für die Gnade und Shevarim sowie Teruah stehen für Sein Urteil (Din).
Im Shulchan Aruch - Orach Chaim - Hilchot Rosh HaShana finden wir noch weitere zusätzliche Halachot (Gesetze) zum Thema "Schofar".
Paragraph 589: Zum Beispiel darf das Schofar auch von Frauen geblasen werden.
Paragraph 585: Das Hören des Schofar ist die wichtigste Mitzwa an Rosh HaShana (siehe auch Talmud Rosh HaShana 34b), denn es ist eine biblische Verpflichtung (Deoraita). Vor dem Schofarblasen sagen wir einen speziellen Segen.
Paragraph 586:Ein Schofar muss koscher sein, heißt, es darf keine Schäden wie Risse etc. aufweisen.
Sollte der erste Tage von Rosh HaShana auf einen Schabbat fallen, so wird das Schofar erst am zweiten Tag geblasen, da es am Schabbat Muktze ist. Früher zu Tempelzeiten war es üblich, dass Schofar auch am Shabbat zu blasen, aber nur INNERHALB der Tempelmauern.
Der Koznitzer Maggid, Rabbi Israel Hofstein, schreibt, dass sobald das Schofar geblasen wird, G - tt unsere Umkehr wahrnimmt und uns mit Gnade richten wird.
Mein persönlichen Erfahrungen vom Schofarblasen sind immer sehr emotional. Der Sound des Schofars ruft tatsächlich in jemandem zur Umkehr auf, vor allem, nachdem man schon einige Zeit das intensive Schacharit hinter sich hat. Religiöse oder Säkulere, alles lauschte still in der Synagoge dem Schofar.
Für Interessierte fällt mir noch eine spezielle Halacha ein:
Was passiert, wenn jemand taub ist oder ein Hörgerät benutzt ? Darf er es an Rosh HaShana anstellen, um so das Schofar hören zu können ?
Die halachische Antwort lautete, dass er es nicht anstellen darf, aber er sich unbedingt nicht weit vom Schofar plazieren muß, um die Töne wenigstens etwas hören zu können. Im Fall, dass jemand ganz taub ist, muß er sich genauso vor das Schofar stellen, um die Mitzwa zu erfüllen. Selbst wenn er absolut nichts hört, hat er zumindest neben dem Schofar gestanden.
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Rosh HaShana,
Schofar
Rabbi Tuvia Singer: Warum die Kirche den Talmud ablehnt

Seite aus dem Talmud (Traktat Berachot - Segen)
B"H
Es ist jedesmal wieder erstaunlich, wieviel Publikum Rabbi Tuvia Singer bei seinen Ausführungen gegen christliche Missionare anzieht. Auch am vergangenen Sonntag war der Raum wieder voll als Tuvia Singer den dritten Teil seiner vierteiligen Serie zum Besten gab.
Juden und einige Christen waren anwesend, wobei man bei den Christen nicht nur davon ausgehen kann, dass diese kommen, um die jüdische Darstellung zu vernehmen und diese dann wieder so umzudrehen, dass alles in die christliche Theologie passt. Vielmehr sind sicher auch Christen unter den Zuhörern, die ehrlich und ohne Hintergedanken an der jüdischen Interpretation interessiert sind.
Rabbi Tuvia Singer begann mit einer kleinen Einführung:
Die christliche Theologie beruht fast einzig und allein auf den Briefen des Paulus (Römer). Das Neue Testament selbst enthalte kaum Theologien. Laut Paulus bildet "der Glaube" allein das Fundament der Kirche. Paulus war es auch, der bekannt gab, dass kein Mensch die 613 Mitzwot, die alle in der Thora enthalten sind, einhalten kann. Dies konnte nur einer und das war J.
Allerdings erklärte ich schon vor zwei Wochen, warum dem nicht so ist. Juden bekamen von G - tt die Mitzwot, welche sie einhalten sollen. Jedoch können nur wenige Juden die 613 Mitzwot tatsächlich einhalten, denn diese enthalten viele Gesetze bezüglich der Cohanim (Tempelpriester) und deren Tempeldienst. Wer von Haus aus kein Cohen ist, der kann auch nicht alle 613 Mitzwot erfüllen. Auch bei J. war dies nicht der Fall, denn er war kein Cohen !
Das Buch Matthäus stellt eine wahre Quelle des Antisemitismus dar: Die Juden seien schuld an sämtlichen in der Thora erwähnten Morden. Ebenso sparen der / die Autor / en von Matthäus nicht mit antisemitischen Parolen gegen die Pharisäer. In Wahrheit handelte es sich bei den Pharisäern (Peruschim) um thoragläubige gelehrte Rabbiner der Zeit. Dem Christentum jedoch waren sie später ein Dorn im Auge und deshalb mussten jene Rabbiner unglaubwürdig gemacht werden.
Wir Juden haben zweierlei Aufgaben:
1. Die Mitzwot einzuhalten.
2. Eine persönliche Verbindung zu G - tt aufzubauen. Dies geschieht anhand von Mitzwoteinhaltung, aber ebenso durch Gebet.
Glaube allein genügt im Judentum nicht, denn wir sind angewiesen, G - ttes Willen auszuführen, welcher die Thoragesetze darstellt.
Paulus selbst war die Doktrin der Trinität unbekannt, denn diese wurde erst im 4. Jahrhundert eingeführt. Seinerzeit sagte er, dass wer sich als Nichtjude beschneiden lässt, doch wieder ein Gebot auf sich nimmt und falls man sich von diesem abhängig macht, derjenige verloren sei und keine "Rettung - Salvation" erhält. Paulus lehnte jegliche Mitzwot ab und sah die Lösung nur im Glauben.
Warum lehnt die Kirche die jüdische mündliche Überlieferung ab ?
Zuerst einmal müssen wir an dieser Stelle klarstellen, was genau die "jüdische mündliche Überlieferung" bedeutet. In einfachen Worten: der TALMUD.
Die Kirche hasst den Talmud wie die Pest, zieht ihn jedoch gerne herbei, wenn es um antisemitische Zitate gegen die Juden geht !
Der Talmud besteht aus der mündlichen Gesetzesüberlieferung, welche Moshe von G - tt am Berg Sinai erhielt. Als diese viel viel später von Rabbi Yehudah HaNasi und dessen Nachfolgern niedergeschrieben worden sind, erhielten die Schriften den Namen "MISCHNA". Ein Teil des Talmuds bildet also die Mischna, verfasst in hebräischer Sprache. Den zweiten Teil des Talmuds stellt die Gemara, die rabbinischen Diskussionen, dar. Überwiegend in aramäischer Sprache geschrieben, diskutieren hier unzählige große Rabbiner der damaligen Zeit die aufgelisteten Gesetze. Ebenso beinhaltet der Talmud Stories, Mystisches sowie jüdische Geschichte.
Wozu benötigen Juden den Talmud, wenn es doch schon die Thora gibt, in welcher G - tt sämtliche Gesetze festlegte ?
Die Kirche verkündet, sie erkenne die mündliche jüdische Überlieferung nicht an. Tut sie das wirklich nicht ? Was ist mit dem Kalendersystem ? Fällt Ostern nicht alljährlich mit dem jüdischen Pessach zusammen ? Und wer legt den jüdischen Kalender fest ? Nach welchen Kriterien gehen die Rabbiner vor ?
Nach dem Talmud ! Die Kirche richtet sich mit ihrem Osterfest also nach dem Talmud !
Was ist mit dem Etrog (der Zitrusfrucht) an Sukkot (Laubhüttenfest), welches Christen so gerne imitieren ? Sie sehen Juden mit einem Etrog in der Hand und wollen das gleiche Ritual abhalten. Doch wer legt überhaupt fest, dass es sich um einen Etrog handeln sollte ? Nicht die Thora, sondern der Talmud !
Warum tragen viele Nichtjuden plötzlich eine Kipa, um die Juden zu imitieren ? Wer legt eine Kopfbedeckung fest ? Nicht die Thora, sondern der Talmud !
Warum zünden Nichtjuden, wenn sie Juden imitieren wollen, Schabbatkerzen ? Wer legt Schabbatkerzen fest ? Nicht die Thora, sondern der Talmud !
Warum begeistern sich viele Christen so für das jüdische Chanukkah - Fest ? Wer legte Chanukkah eigentlich fest ? Nicht die Thora, sondern der Talmud !
Wer glaubt hier, der Talmud besitze keine Gültigkeit ?
Doch warum nun lehnt die Kirche den Talmud offiziell ab ?
Wer sich heute eine Originalversion der Thora anschaut, der wird gewisse Zeichen unter und oberhalb der Buchstaben finden. Kleine Kronen, Punkte oder krumme Linien. Rabbiner legten diese Zeichen fest, damit die Wörter richtig ausgesprochen bzw. interpretiert werden, denn viele Wörter ohne Punkte darunten haben unterschiedliche Bedeutungen. Heutzutage weisen selbst einige christliche Bibeln diese Punkte mit auf, welchen von den Rabbiner eingeführt worden sind. Heißt, die Kirche übernahm rabbinische Ideen.
G - tt sagte den Juden, dass es einige Informationen gibt, welche NUR die Juden von Ihm erhalten und NICHT die Nichtjuden ! Darunter fällt, unter anderem, das Kalendersystem. Wie genau Rabbiner den jüdischen Kalender festlegen, war, ist und bleibt eine Wissenschaft für sich, welche im Talmud und anderswo geregelt ist. Die Kirche kennt dieses Wissen nicht, genauso wie einige andere Wissensbereiche und genau das stört. Seit Jahrtausenden versuchen sie herauszufinden, wie Juden dieses oder jenes machen, doch sie kommen einfach nicht dahinter ! Der Talmud beschreibt die Vorgehensweisen, doch irgendwie gelingt es der Kirche nicht, den Code zu knacken, denn G - tt hatte dies so vorbestimmt. Bestimmte Wissensbereiche gehören nur den Juden. Und diese Tatsache kann die Kirche bis heute nicht erfassen. Dass der gesamte Talmud nur an die Juden gegeben worden ist. Selbst einer der größten Antisemiten überhaupt, nämlich Martin Luther, begriff nichts.
Obendrein gibt der Talmud den Juden an, wie genau sie die Thoramitzwot auszuüben haben. Siehe die Operungen, das Tiereschächten, der Ehevertrag (Ketubah) oder Rosh HaShana. All diese Mitzwot sind in der Thora erwähnt, doch die Ausführung wird nicht beschrieben. Dies ist die Aufgabe der mündlichen Überleiferung - eine Beschreibung zur Ausübung der Mitzwot.
Ebenso stellt G - tt in der Thora mehr als klar, dass die Juden niemals ganz von der Erde verschwinden. Juden und Judentum wird es auf ewig geben, so das Versprechen G - ttes an die Juden. Mögen die Juden auch noch so sehr vom Wege abkommen, G - tt wird stets mit ihnen sein.
Ezra kritisierte jene Juden in Jerusalem, welche beim Bau des Zweiten Tempels nichtjüdische Frauen heirateten. Ezra ordert an, dass die Juden ihre nichtjüdischen Frauen und Kindern endlich loswerden sollen.
Nichtjüdische Kinder von nichtjüdischen Frauen ?
Hieraus erkennen wir, dass Kinder nichtjüdischer Mutter und jüdischer Väter keine Juden sind und sich das Judentum nach der Mutter richtet !
Tuvia Singer erklärte, dass ein Juden einem christlichen Missionar niemals die Widersprüche innerhalb des Neuen Testamentes auslegen sollte. Etwas Unheiliges wie das Neue Testament sollte niemals als Beweis für etwas Heiliges (die Thora) dienen bzw. benutzt werden.
"Benutze kein unheiliges Objekt für heilige Gründe !"
Wer meint, das Judentum und die Thora verändern zu können, unterschreibt seinen eigenen Niedergang. Wo sind die Generationen der einstmaligen Reformjuden ? Die Mehrheit von ihnen heiratete Nichtjuden und die Kinder aus solchen Ehen verschwanden schnell in der nichtjüdischen Welt.
"Den Weg zu bestimmen, wer Jude ist und wer nicht ist auf die nachfolgenden Generationen zu schauen. Nicht, was die eigenen Kinder machen, sondern ob die Enkelkinder thoragläubige relig. Jude sein werden".
________________
Am heutigen Sonntag, 13. September 2009, 24. Elul 5769, wird Tuvia Singer seine vierte Session abhalten.
Ort: Das Jerusalemer "Israel Center" (Orthodox Union) in der Keren HaYesod 22.
Zeit: 19.30 - 21.30 Uhr
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Rabbi Tuvia Singer
Bild des Tages
B"H
Gestern abend begannen die Selichot Gebete der aschkenazischen Juden.
Hier ein Photo von Betenden an der Klagemauer (Kotel).
.jpg)
Photo: Kikar Shabbat
Gestern abend begannen die Selichot Gebete der aschkenazischen Juden.
Hier ein Photo von Betenden an der Klagemauer (Kotel).
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Photo: Kikar Shabbat
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Selichot
Freitag, September 11, 2009
Schabbat Schalom
B"H
In Mea Shearim eingeladen, werde ich heute abend den Schabbatbeginn dort verbringen. Abendessen mit anschließendem chassidischen Tisch. Und das, wo ich eigentlich wenig Lust habe und nur ans Schlafen denke.
Ich verstehe eh nicht, wie viele Chassidim das machen: Abends bis in die Puppen beim Tisch des Rebben zu sein und morgens früh gleich wieder raus in die Synagoge.
Am Nachmittag fahre ich von Tel Aviv nach Jerusalem und jedesmal wenn ich in der Heiligen Stadt ankomme, herrscht dort eine völlig andere Atmosphäre als in der Küstenstadt. Angefangen von den umherhetzenden Leuten, die emsig ihre Schabbateinkäufe tätigen bis hin zum Blumenverkauf an fast jeder Ecke.
Es ist Tradition, dass ein Ehemann seiner Frau vor dem Schabbat einen Blumenstrauss überreicht.
Der Schabbat soll heiß werden und am kommenden Schabbat schon steht Rosh HaShana an. Der Schabbat und das Fest fallen zusammen, wobei am Montag danach ebenso noch Feiertag sein wird.
Morgen abend (Samstag) beginnen die traditionellen Selichot - Gebete der aschkenazischen Juden und die Kotel (Klagemauer) wird überfüllt sein. Die große Vorbereitung auf Rosh HaShana erreicht damit ihren Höhepunkt.
"Schabbat Schalom" an alle Leser !
In Mea Shearim eingeladen, werde ich heute abend den Schabbatbeginn dort verbringen. Abendessen mit anschließendem chassidischen Tisch. Und das, wo ich eigentlich wenig Lust habe und nur ans Schlafen denke.
Ich verstehe eh nicht, wie viele Chassidim das machen: Abends bis in die Puppen beim Tisch des Rebben zu sein und morgens früh gleich wieder raus in die Synagoge.
Am Nachmittag fahre ich von Tel Aviv nach Jerusalem und jedesmal wenn ich in der Heiligen Stadt ankomme, herrscht dort eine völlig andere Atmosphäre als in der Küstenstadt. Angefangen von den umherhetzenden Leuten, die emsig ihre Schabbateinkäufe tätigen bis hin zum Blumenverkauf an fast jeder Ecke.
Es ist Tradition, dass ein Ehemann seiner Frau vor dem Schabbat einen Blumenstrauss überreicht.
Der Schabbat soll heiß werden und am kommenden Schabbat schon steht Rosh HaShana an. Der Schabbat und das Fest fallen zusammen, wobei am Montag danach ebenso noch Feiertag sein wird.
Morgen abend (Samstag) beginnen die traditionellen Selichot - Gebete der aschkenazischen Juden und die Kotel (Klagemauer) wird überfüllt sein. Die große Vorbereitung auf Rosh HaShana erreicht damit ihren Höhepunkt.
"Schabbat Schalom" an alle Leser !
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Gedanken zum Schabbat
Beerdigung mit Tattoos ?
B"HBesonders Tel Aviv ist voll mit tätowierten Israelis. Egal, ob hinten auf den Beinen, auf Armen oder auf anderen Körperteilen, Tattoos sind derzeit bei der säkuleren Bevölkerung absolut IN.
In Jerusalem ist dies noch nicht so gravierend der Fall, doch allmählich kommt auch dort die Mode in Schwung.
Wie wir wissen, ist das Einritzen in die Haut halachisch / gemäss der Thora verboten. Normalerweise werden Juden mit Tattoos auf vielen jüdischen Friedhöfen nicht beerdigt. Ausgeschlossen von der Regel sind Juden, die im Holcaust waren.
Ich finde Tattoos ganz einfach widerwärtig und frage mich, was es "Neues" zu eben jener Halacha mit der Beerdigung auf einem jüdischen Friedhof gibt.
Gestern nacht fragte ich eine Arbeitskollegin, ob denn diese Leute vielleicht neben dem Zaun (abseits von allem) beerdigt werden.
"Nee, bekam ich zur Antwort", dort liegen doch schon diejenigen, die Selbstmord begingen. Aber heutzutage heißt es dann seitens der Hinterbliebenen, dass es kein Selbstmord war, sondern ein Unfall".
Selbstmord und Tattoos sind verboten und es ist stets eine schwierige Frage was wird, wenn ein Betroffener stirbt und beerdigt werden soll.
Vielleicht hat ja jemand von der Leserschaft eine Idee dazu !
Ich stellte die gleiche Frage auf meinem englischen Blog und bin gespannt auf Antworten.
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Halacha,
Tod im Judentum
Der Bräutigam tritt auf den Fuss der Braut
B"H
Bei all meinem Research bin ich auf einen interessanten Hochzeitsbrauch gestossen:
Bei sephardischen Juden kann es bei der Hochzeitszeremonie unter der Chuppah geschehen, dass der Bräutigam absichtlich vor den Augen aller auf den Fuss der Braut tritt. Dies soll symbolisieren, wer der Herr im Hause sein wird.

Sollte ich jemals in die sephardische Community einheiraten, werde ich diesen Brauch nicht praktizieren. Es sei denn, ich trete auf den Fuss des Mannes.
Bei all meinem Research bin ich auf einen interessanten Hochzeitsbrauch gestossen:
Bei sephardischen Juden kann es bei der Hochzeitszeremonie unter der Chuppah geschehen, dass der Bräutigam absichtlich vor den Augen aller auf den Fuss der Braut tritt. Dies soll symbolisieren, wer der Herr im Hause sein wird.

Sollte ich jemals in die sephardische Community einheiraten, werde ich diesen Brauch nicht praktizieren. Es sei denn, ich trete auf den Fuss des Mannes.
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Hochzeit im Judentum,
Sephardische Juden
Donnerstag, September 10, 2009
Parashat Nitzavim - Vayeilech
Photo: Safed BlogB"H
Die Thoralesung für diesen Schabbat
Morgen abend (Freitag) beginnt der Schabbat vor Rosh HaSchana (jüd. Neujahrsfest) und wir lesen gleich zwei Thoraparashot: Zum einen "Nitzavim" und zum anderen "Vayeilech".
In der Parashat Nitzavim, welche weltweit stets am Schabbat vor Rosh HaShana in den Synagogen gelesen wird, werden die Israeliten aufgerufen:
"Ihr steht heute alle vor A - do - nai E - lo - heichem (vor Eurem G - tt)….", (mit diesem Satz beginnt die Parashat Nitzavim). Auch in diesem Satz finden wir die Erwähnung zweier Namen G - ttes, welche zum einen den gütigen vergebenden G - tt, aber zum zweiten auch den richtenden G - tt darstellen.
Am letzten Tag seines Lebens versammelte Moshe nochmals alle Stämme vor sich, um alle an den Bund mit G - tt zu erinnern. Nitzavim wird stets vor Rosh HaShana gelesen, denn nicht nur damals zu Moshes Zeiten standen die Juden vor G - tt, sondern wir tun dies heute genauso (Baer Moshe). Das "Heute" in der Thora bedeutet nicht nur das "Heute" in der Vergangenheit. Die Thora ist bis in alle Ewigkeiten gültig und somit hat alles auch einen Bezug auf uns. Wie damals die Israeliten, so werden auch wir an Rosh HaShana vor G - tt stehen und über unsere Taten des letzten Jahre Rechenschaft ablegen müssen.
Die Thora ist nicht nur irgendein Geschichtsbuch mit netten Stories darin. Wenn wir die Inhalte genauer unter die Lupe nehmen, stellen wir fest, dass mache Aussagen in der Zukunftsform geschrieben sind. Darunter auch das berühmte "Az Yashir Moshe - Dann sang Moshe" (nach dem Auszug aus Ägypten). Ist das "Az Yashir Moshe" tatsächlich nur auf den damaligen Augenblick bezogen oder weist es uns nicht auch auf ein Event in der Zukunft hin ?
Nicht nur jene Juden, die damals persönlich vor Ihm standen, gingen den Bund mit Ihm ein und verpflichteten sich zur Einhaltung der Thora. In Nitzavim heißt es ebenso, dass jene nachfolgenden Generationen, die nicht persönlich anwesend waren, sich gleichzeitig zur Einhaltung des Bundes verpflichten. Mit den Generationen, die nicht anwesend waren, sind all jene gemeint, die erst danach geboren worden sind. Bis hin in unsere Zeit (siehe Raschi).
Der Thorakommentator Sforno legt die Bedeutung des Satzes so aus, dass die Älteren verpflichtet sind, ihre Kinder zu unterrichten. Die Zukunft des Judentums hängt immer von der jüdischen Bildung ab. Schon im frühen Alter soll einem Kind Thoraunterricht erteilt werden. Wenn Juden eine neue Gemeinde gründen, dann wird noch vor der Synagoge eine Schule für die Kinder gebaut. Es ist äußerst wichtig, dass ein Kind von kleinauf das Judentum erlernt und sich so der Rolle seiner jüdischen Identität bewußt wird.
Die Gemara im Talmud Traktat Niddah 30b lehrt, dass wir alle vor unserer Geburt als Embryo die Thora im Mutterleib gelehrt bekommen. Sobald aber ein Baby das Licht der Welt erblickt, kommt ein Engel und gibt, bildlich gesprochen, dem Baby einen Klapps auf den Mund, was zur Folge hat, dass das Baby nach der Geburt die gesamte Thora wieder vergißt (siehe Midrasch). Unsere Lebensaufgabe besteht dann darin, sie wieder neu zu erlernen.
Die Gemara im Talmud Traktat Shabbat 146a wirft eine interessante Frage auf: Was ist eigentlich mit den Konvertiten zum Judentum, die nicht am Berg Sinai gestanden und die Thora erhalten haben ?
Die gleich anschließende Antwort lautet, dass diese zwar nicht persönlich anwesend waren, dennoch aber ihr "Mazal" dort war. Ein "Mazal" ist an dieser Stelle ein persönlicher Engel eines jeden, der die Person beim Himmlischen Gericht vertritt. Die Person war selber nicht dort, doch ein Engel hat sie sozusagen vertreten.
Und wieder warnt uns die Thora vor dem Götzendienst. Nach der Überquerung des Jordan und der Einnahme des Landes soll man sich keinesfalls anderen G - ttern zuwenden. Immer und immer wieder wiederholt G - tt dieses Verbot in Seiner Thora. Kein Gesetzesbruch wird von Ihm so streng geahndet wie der Götzendienst. Die Thora verpflichtet uns, nur an Ihn zu glauben und uns nicht von unserer Umwelt von anderen fremden Ideen oder falschen Thorainterpretationen verleiten zu lassen.
"Wenn Ihr die Mitzwot (Gesetze) einhaltet, dann bleibt ihr in dem Land, welches Ich euch gegeben habe und wenn nicht, dann wird Mein Zorn auf euch lasten und ihr werdet das Land verlieren, in die Diaspora gehen, wo fremde Völker über euch herrschen. Wenn ihr jedoch Buße tut (Teschuva) und die Mitzwot einhaltet, dann werde Ich Gnade zeigen und euch wieder in euer Land zurückführen".
Aus diesen Sätzen lernen wir, dass G - tt selbst in der Diaspora immer bei uns sein wird und uns niemals verläßt.
Rabbi Shimon bar Yochai sagte: "Kommt und seht wie sehr G - tt die Israeliten liebt ! Wo immer sie sich auch in der Diaspora befinden, G - ttes Anwesenheit (Schechinah) ist stets mit ihnen (siehe hierzu den Talmudkommentator Maharsha). Und G - tt wird sie aus der Diaspora zurück nach Israel führen" (siehe Talmud Megillah 29a).
Wenn wir Juden Seine Gesetze nicht befolgen, werden wir in die Diaspora verbannt. Sobald wir jedoch Teschuva (zu G - tt umkehren) machen, wird G - tt uns Gnade erweisen und in das Land, welches unsere Vorväter besessen haben, zurückführen. Nach Israel zurückführen, damit wir das Land besitzen. Vielleicht sollten gerade diejenigen, die immer so gerne behaupten, Juden hätten das Land den Palästinensern gesetzteswidrig weggenommen, einmal diese deutlichen Sätze der Thora näher zu Gemüte führen (Deutoronomy 30:5 + 30:16).
Zu Zeiten der zwei Tempel, war G - ttes Anwesenheit (Schechinah) für alle deutlich spürbar. Vor allem zu Zeiten des Ersten Tempels waren allerlei Wunder für jedermann sichtbar. Nach den Zerstörungen ist das nicht mehr der Fall und G - tt hat sich etwas weiter von der Welt zurückgezogen. Ganz verlassen aber tut Er uns nie. Durch den sogenannten TIKUN OLAM, eine Reparation der eigenen Seele und der Welt anhand der Erfüllung von Mitzwot, sind wir jederzeit in der Lage, den jetzigen Zustand zum Positiven zu verändern. Viele sehen die Gründung des Staates Israel schon als Einleitung zum hoffentlich baldigen perfekten Tikun Olam und der Ankunft des Meschiach.
Zu jeder Zeit können wir zu G - tt umkehren (Teschuva machen) und nicht nur an Rosh HaShana. Allerdings ist Er im Monat Elul und in der Zeit bis Yom Kippur leichter und offener erreichbar und zugänglich als zu anderen Zeiten. An Rosh HaShana beten wir im Morgengebet Shacharit das Gebet "HaMelech", in dem wir G - tt zu unserem König krönen.
In "HaMelech" heißt es metaphorisch, dass G - tt auf Seinem Thron sitzt und uns richtet. Wörtlich zu nehmen ist dies nicht und "sitzen" bedeutet, dass G - tt sich zu uns "niederbeugt" bzw. "herabläßt" und so unseren Gebeten näher entgegenkommt und uns gnädig richtet. Wann immer die Juden sich mit ihren Gebeten an G - tt wenden, ist Er nahe bei ihnen erhört sie. Unsere Gebet haben die Macht, jegliches negatives G - ttesurteil in etwas Positives umzuwandeln. So auch an Rosh HaShana (siehe Talmud Rosh HaShana 18a).
Aller negativen Aussagen zuwider, der Baal Shem Tov war der Meinung, dass Baalei Teshuva (jene Juden, die erst im späteren Verlauf ihres Lebens religiös geworden sind) einen höheren Level besitzen als jene Juden, die von Geburt an relig. aufwuchsen. Zu diesem Thema hatten wir vor wenigen Wochen eine sehr lange intensive Diskussion und zwei ganz unterschiedliche Meinungen sind hier im Judentum vertreten. Zum einen, dass Baalei Teshuva niemals den Level eines frommen Juden erreichen können, der halt so geboren wurde, da die säkuleren Eltern eines Baal Teshuva im Verdacht stehen, die halachisch vorgeschriebenen Familienreinheitsgesetze (Taharat HaMishpacha) mißachtet zu haben und so eventuell ein Kind in einem unreinen Zustand gezeugt zu haben. Andererseits bestehen viele offizielle Ansichten, dass eben, wie der Baal Shem Tov sagte, Baalei Teshuva sich nach einer aufrichtigen Umkehr zu G - tt auf einem höheren Level befinden als alle anderen. Und wenn wir nur Rabbi Akiva, dessen Eltern als säkulere Konvertiten zum Judentum lebten, sowie den talmudischen Rabbi Me'ir anschauen, dann kann diese Meinung durchaus ihre Richtigkeit haben.
Noch ein kleiner Hinweis zu Rosh HaShana:
Es reicht nicht aus, dass wir auf intellektueller Basis wissen, dass es einen G - tt gibt. Die Mitzwot und Gebete sollen nicht nur intellektuell ausgeführt werden, sondern auch emotional. Nur, wenn alles vom Herzen kommt, kann es zu einer wirklichen Teshuva (Teshuva) kommen.
Wichtig ! : Am Schabbatausklang (Mozzaei Schabbat) beginnen die aschkenazischen Juden mit ihren Selichot - Gebeten vor Rosh HaShana ! Insbesondere an der Jerusalemer Klagemauer (Kotel) werden sich in dieser Woche Tausende Juden versammeln und die Nacht hindurch beten.
Die sephardischen Juden begannen schon gleich nach dem Monatsbeginn Elul mit den Selichot.
Sepharadim bei den SelichotSchabbat Schalom
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Thora Parasha
Mittwoch, September 09, 2009
Leserfragen
B"H
Zwei Bloglesern schulde ich nach wie vor Antworten.
Zum einen bezüglich einiger Verse aus Malachi und Daniel. Zum anderen fragte eine Leserin nach, was denn der Hintergrund dafür sei, dass bei einer jüdischen Trauungszeremonie unter der Chuppah (dem Hochzeitsbaldachin) die Braut den Bräutigam siebenmal umkreist.
Dies geschieht zumindest in aschkenazischen Kreisen.
Oberflächlich betrachtet könnte man meinen, die Antwort betreffend der Hochzeit sei furchtbar leicht herauszufinden. Die Zahl 7 bedeutet im Judentum stets Vollkommenheit.
Was war vollkommen ?
Die Tage der Welterschaffung und am siebten Tage ruhte G - tt, zum Beispiel.
So einfach ist die Antwort dann leider nicht, denn die Leserin möchte ebenso wissen, woher der Brauch ursprünglich stamme.
Im Judentum gibt es ungewöhnlich viel Literatur über die Herkunft von Traditionen. Hierbei wird sogar von Ort zu Ort unterschieden. In den überwiegenden Fällen ist das Buch "Minhage'i Israel" sehr ergiebig. Weiterhin gibt es genügend Literatur betreffend sämtlicher europäischer Gemeinden.
In dem Fall mit den sieben Umrundungen der Braut unter der Chuppah war jedoch der Ofen aus. Außer extrem kurzen Erwähnungen werden keinerlei Details genannt. Also fragte ich nach und derjenige Rabbiner, den ich befragte, verkündete, er habe im chassidischen Buch "Kovetz Mishna HaTorah" zu dem Thema ein Kapitel verfasst. Es stellte sich heraus, dass Kapitel setzt sich aus einem kleinen Text zur Beschreibung der Zeremonie unter der Chuppah zusammensetzt. Danach folgen ganze acht Seiten mit Quellenangaben aus der Midrasch, unterschiedlichen (auch deutschen) Gemeinden, dem Talmud sowie anderen Kommentaren zusammen. Wenn ich es schaffe, werde ich das Kapitel bis morgen abend durchgearbeitet haben. Falls nicht, werde ich die Fragen beider Personen zu Beginn der nächsten Woche beantworten.
Manchmal erhält man eine Frage, die so furchtbar simpel und einfach erscheint; klar, Leute googlen im Internet und suchen sich dann schnell ein paar Bruchstücke zusammen. Von mir allerdings kann ich sagen, dass ich die Quellen schon persönlich und im Original durchschaue und nichts Hopplahopp mache. Wobei sich Monate oder Jahre später jedoch immer noch neue Quellen auftun können.
Zwei Bloglesern schulde ich nach wie vor Antworten.
Zum einen bezüglich einiger Verse aus Malachi und Daniel. Zum anderen fragte eine Leserin nach, was denn der Hintergrund dafür sei, dass bei einer jüdischen Trauungszeremonie unter der Chuppah (dem Hochzeitsbaldachin) die Braut den Bräutigam siebenmal umkreist.
Dies geschieht zumindest in aschkenazischen Kreisen.
Oberflächlich betrachtet könnte man meinen, die Antwort betreffend der Hochzeit sei furchtbar leicht herauszufinden. Die Zahl 7 bedeutet im Judentum stets Vollkommenheit.
Was war vollkommen ?
Die Tage der Welterschaffung und am siebten Tage ruhte G - tt, zum Beispiel.
So einfach ist die Antwort dann leider nicht, denn die Leserin möchte ebenso wissen, woher der Brauch ursprünglich stamme.
Im Judentum gibt es ungewöhnlich viel Literatur über die Herkunft von Traditionen. Hierbei wird sogar von Ort zu Ort unterschieden. In den überwiegenden Fällen ist das Buch "Minhage'i Israel" sehr ergiebig. Weiterhin gibt es genügend Literatur betreffend sämtlicher europäischer Gemeinden.
In dem Fall mit den sieben Umrundungen der Braut unter der Chuppah war jedoch der Ofen aus. Außer extrem kurzen Erwähnungen werden keinerlei Details genannt. Also fragte ich nach und derjenige Rabbiner, den ich befragte, verkündete, er habe im chassidischen Buch "Kovetz Mishna HaTorah" zu dem Thema ein Kapitel verfasst. Es stellte sich heraus, dass Kapitel setzt sich aus einem kleinen Text zur Beschreibung der Zeremonie unter der Chuppah zusammensetzt. Danach folgen ganze acht Seiten mit Quellenangaben aus der Midrasch, unterschiedlichen (auch deutschen) Gemeinden, dem Talmud sowie anderen Kommentaren zusammen. Wenn ich es schaffe, werde ich das Kapitel bis morgen abend durchgearbeitet haben. Falls nicht, werde ich die Fragen beider Personen zu Beginn der nächsten Woche beantworten.
Manchmal erhält man eine Frage, die so furchtbar simpel und einfach erscheint; klar, Leute googlen im Internet und suchen sich dann schnell ein paar Bruchstücke zusammen. Von mir allerdings kann ich sagen, dass ich die Quellen schon persönlich und im Original durchschaue und nichts Hopplahopp mache. Wobei sich Monate oder Jahre später jedoch immer noch neue Quellen auftun können.
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Dienstag, September 08, 2009
Sephardische Rabbiner
Bekannte israelische sephardische Rabbiner (einst aus Marokko, dem Jemen, Kurdistan, Iran und aus dem Irak) sowie tolle Musik.
Enjoy !!!
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Sephardische Juden,
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"Even Sheleimah" - Lebensweisheiten des Vilna Gaon
Der Vilna GaonB"H
Rabbi Eliyahu ben Zalman Kremer, 1720 - 1797, ist unter dem Namen "Gaon von Vilna (Vilna Gaon)" weltberühmt geworden und wird bis heute glühend verehrt. Insbesondere in der haredisch - litvischen (litauischen) Welt, welche auf den Gaon von Vilna zurückgeht.
Hier einige seiner Lebensweisheiten:
1. Wir wir G - tt dienen, hängt von der Verbesserung unseres Charakters ab. Die Charaktereigenschaften sind die Basis für die Ausübung der Mitzwot (Thoragesetze) und jegliches Vergehen stammt von einem unverbesserten Charakter.
2. Unsere Hauptaufgabe im Leben besteht darin, unsere schlechten Charaktereigenschaften (u.a. Neid, Ärger, Lust oder das Suchen nach Respekt und Ehre) zu verbessern. Allerdings befindet sich auch in den negativen Charaktereigenschaften Gutes. Zum Beispiel kann Neid positiv und negativ gelebt werden. Werde ich neidisch, wenn da jemand mehr Thora lernt als ich und mich der ausgebrochene neid dazu inspiriert, ebenso mehr Thora zu studieren, dann wirkte sich der Neid positiv aus.
3. Das Thorastudium sollte mit einem leichten Thema begonnen werden. Jedenfalls so, dass man sich nicht frustriert abwendet und hinterher nie wieder ein Buch aufschlägt. Der Weise erkennt die Tatsache an, dass er mit dem Thorastudium eine Mitzwah erfüllt. Selbst wenn er nicht alle Thorainhalte versteht.
4. Es ist besser, weniger zu lernen, das Gelernte jedoch konstant zu wiederholen.
5. Niemand sollte mit seinem Thorawissen angeben.
6. Man muss sein Essen gut kauen, damit der Körper profitiert. Genauso verhält es sich mit dem richtigen Thorastudium. Man sollte die genauen Einzelheiten der Thorainhalte "gut durchkauen".
7. In jeder Generation gibt G - tt Vorrang für eine Seiner "Charaktereigenschaften". Nicht, dass Er Seine anderen Charaktereigenschaften dabei außer Acht lässt, doch eine Eigenschaft steht immer im Vordergrund. In jeder Generation handelt es sich hierbei um eine andere Seiner Eigenschaften.
8. In jeder Generation gibt es ein Datum für die Ankunft des Meschiach. Ob der Meschiach zu der Zeit tatsächlich kommt oder nicht, hängt von der jeweiligen Generation ab.
Montag, September 07, 2009
Beschreibung von G - tt
B"H
Im Judentum ist G - tt EIN EINZIGES allumfassendes perfektes ewiges Wesen, welches weder Zeit, Raum noch Grenzen kennt. Nichts ist G - tt unbekannt noch ist Er in irgendeiner Form eingeschränkt.
Weiterhin sind in ihm zehn Charaktereigenschaften vorhanden, welche Seine Handlungsweisen (gütig, gerecht, strafend, etc.) ausdrücken. Diese Attribute (Charaktereigenschaften) werden in der Kabbalah auch Sefirot genannt. G - tt ist ein einziges Wesen, welches jedoch unterschiedlich handelt. Im Prinzip läuft dies bei uns genauso ab. Sind wir gnadenvoll, bleiben wir ein und dieselbe Person und verwandeln uns nicht in zwei verschiedene Personen.
Christen jedoch sehen G - tt als Trinität, eine Theologie, die laut Rabbi Tuvia Singer, erst ca. im 4. Jahrhundert konzipiert worden ist. Juden, die sich in ihrem Glauben auskennen, können dem christlichen Konzept nur ein Schmunzeln abringen, denn wie sollte ein unendliches Wesen wie G - tt in einen menschlichen Körper auf die Erde steigen, irgendwie die Menschheit retten wollen und am Ende landet G - tt auch noch am Kreuz. Ganz zu schweigen von all dem Wirbel zwischendurch. Und am Kreuz sagte J.: "Eli, Eli, lama asavtani". Der aramäische Ausspruch: "Mein Gott, mein Gott, warum hast DU MICH verlassen".
Hier spricht also G - tt zu sich selbst und fragt auch noch, warum dieser ihn verliess.
Heutzutage würde man das Schizophrenie nennen. Damals wohl auch, aber kann schon sagen, ob all das tatsächlich so passiert ist.
Der Rambam (Maimonides, 1135 - 1214) gibt eine "kleine" Beschreibung G - ttes in seinem "Moreh Nevuchim - Führer der Unschlüssigen". Hervorzuheben sei, dass gerade der Rambam die christliche Religion als nichts anderes als GÖTZENDIENST betrachtet und keinerlei Verständnis für sie aufbringt (siehe "Mischna Thora - Hilchot Avodah Zarah). Mit seinem "Moreh Nevuchim" beabsichtigte der Rambam die Juden vor dem Götzendienst zu warnen.
Im "Moreh Nevuchim" (1:58) beschreibt er G - tt folgendermassen:
Nie und nimmer gibt es auch nur die kleinste Imperfektheit in G - tt zu finden. … G - tt ist kein lebender Körper; G - tt hat überhaupt keinen Körper (und ebenso keine Form). Es besteht keinerlei Ursache, welche G - tt erschuf. G - tt ist ein Wesen, deren inneres Wesen Er selbst ist. Ebenso aber fliessen andere Existenzen (Seine Charaktereigenschaften) von Ihm. Nicht jedoch so wie die Hitze von einem Feuer oder das Licht der Sonne. Wegen dieser Idee sagen wir über Ihn, Er sei mächtig und allwissend. Die Absicht, G - tt derlei Charaktereigenschaften zuzuschreiben besteht darin hervorzuheben, dass Er weder kraftlos noch ignorant noch unaufmerksam noch nachlässig ist.
Was der Rambam hier beschreibt ist, dass ein einziges formloses Wesen, welches wir mit unserem menschlichen Verstand nicht zu erfassen in der Lage sind, sämtliches Dasein anhand seiner Charaktereigenschaften erschuf und die Welt damit auch weiterhin am Leben erhält.
Der Rambam fragt, wie denn wir mit unserem Intellekt Ihn erfassen können. Ein Wesen (G - tt) ohne materielle Existenz. G - tt, dessen Existenz (für uns Menschen) notwendig ist, der jedoch keine Ursache besitzt und der perfekt ist. Wobei wir mit unserem Menschenverstand gar nicht die weite Brandbreite des Wortes "perfekt" erfassen. Wie können wir die Perfektheit von G - tt erfassen, wenn wir G - tt nicht erfassen. G - ttes Intellekt ? Seine Weisheit ?
Wie sollen wir diese Charaktereigenschaften erfassen, wenn G - tt diese erst erschaffen musste als Er die Welt erschuf ? Vor dem Erschaffungsprozeß gab es Attribute wie "Weisheit" oder "Intellekt" nicht.
Das Einzige, was wir tun ist zu erfassen, dass es irgendwie / irgendwo einen G - tt gibt. Diesen G - tt stellen uns jüd. Quellen sowie G - tt selbst in der Thora anhand von Symbolen und Charaktereigenschaften dar. Ohne diese bildliche Darstellung, wären wir Menschen nicht imstande, G - tt auch nur annähernd zu erfassen. Um den Erschaffungsprozess darzustellen, bedienten sich jüdische Gelehrte der bildlichen Symbolsprache. Genauso wie G - tt Sich uns in der Thora beschreibt. Die große Gefahr besteht darin, diese Symbolsprache wörtlich zu nehmen und zu glauben, G - tt habe einen Arm, Er spreche, Er denke, Er sei zornig. Keine dieser menschlichen Eigenschaften trifft auf G - tt zu. Wir dürfen nie aus den Augen verlieren, dass hier mit Symbolen agiert wird, die jedoch nichts mit dem formlosen perfekten Wesen namens G - tt etwas zu tun haben. Er wird uns in dieser Form beschrieben, damit unser Verstand einen Anhaltspunkt besitzt. G - ttes inneres Wesen selber bliebt dennoch weiterhin unfassbar und unbegreifbar.
G - tt besitzt viele symbolische Eigenschaften, doch all diese machen EIN GANZES aus. Seine Eigenschaften sind nicht von ihm trennbar. Der Talmud Traktat Chagigah warnt davor, zu einer dieser Eigenschaften (Sefirah) zu beten und diese als eine eigene Identität zu betrachten. Wer dies tut, bediene sich des Götzendienstes !
G - tt und Seine Attribute sind EINS und nicht voneinander trennbar.
Im Judentum ist G - tt EIN EINZIGES allumfassendes perfektes ewiges Wesen, welches weder Zeit, Raum noch Grenzen kennt. Nichts ist G - tt unbekannt noch ist Er in irgendeiner Form eingeschränkt.
Weiterhin sind in ihm zehn Charaktereigenschaften vorhanden, welche Seine Handlungsweisen (gütig, gerecht, strafend, etc.) ausdrücken. Diese Attribute (Charaktereigenschaften) werden in der Kabbalah auch Sefirot genannt. G - tt ist ein einziges Wesen, welches jedoch unterschiedlich handelt. Im Prinzip läuft dies bei uns genauso ab. Sind wir gnadenvoll, bleiben wir ein und dieselbe Person und verwandeln uns nicht in zwei verschiedene Personen.
Christen jedoch sehen G - tt als Trinität, eine Theologie, die laut Rabbi Tuvia Singer, erst ca. im 4. Jahrhundert konzipiert worden ist. Juden, die sich in ihrem Glauben auskennen, können dem christlichen Konzept nur ein Schmunzeln abringen, denn wie sollte ein unendliches Wesen wie G - tt in einen menschlichen Körper auf die Erde steigen, irgendwie die Menschheit retten wollen und am Ende landet G - tt auch noch am Kreuz. Ganz zu schweigen von all dem Wirbel zwischendurch. Und am Kreuz sagte J.: "Eli, Eli, lama asavtani". Der aramäische Ausspruch: "Mein Gott, mein Gott, warum hast DU MICH verlassen".
Hier spricht also G - tt zu sich selbst und fragt auch noch, warum dieser ihn verliess.
Heutzutage würde man das Schizophrenie nennen. Damals wohl auch, aber kann schon sagen, ob all das tatsächlich so passiert ist.
Der Rambam (Maimonides, 1135 - 1214) gibt eine "kleine" Beschreibung G - ttes in seinem "Moreh Nevuchim - Führer der Unschlüssigen". Hervorzuheben sei, dass gerade der Rambam die christliche Religion als nichts anderes als GÖTZENDIENST betrachtet und keinerlei Verständnis für sie aufbringt (siehe "Mischna Thora - Hilchot Avodah Zarah). Mit seinem "Moreh Nevuchim" beabsichtigte der Rambam die Juden vor dem Götzendienst zu warnen.
Im "Moreh Nevuchim" (1:58) beschreibt er G - tt folgendermassen:
Nie und nimmer gibt es auch nur die kleinste Imperfektheit in G - tt zu finden. … G - tt ist kein lebender Körper; G - tt hat überhaupt keinen Körper (und ebenso keine Form). Es besteht keinerlei Ursache, welche G - tt erschuf. G - tt ist ein Wesen, deren inneres Wesen Er selbst ist. Ebenso aber fliessen andere Existenzen (Seine Charaktereigenschaften) von Ihm. Nicht jedoch so wie die Hitze von einem Feuer oder das Licht der Sonne. Wegen dieser Idee sagen wir über Ihn, Er sei mächtig und allwissend. Die Absicht, G - tt derlei Charaktereigenschaften zuzuschreiben besteht darin hervorzuheben, dass Er weder kraftlos noch ignorant noch unaufmerksam noch nachlässig ist.
Was der Rambam hier beschreibt ist, dass ein einziges formloses Wesen, welches wir mit unserem menschlichen Verstand nicht zu erfassen in der Lage sind, sämtliches Dasein anhand seiner Charaktereigenschaften erschuf und die Welt damit auch weiterhin am Leben erhält.
Der Rambam fragt, wie denn wir mit unserem Intellekt Ihn erfassen können. Ein Wesen (G - tt) ohne materielle Existenz. G - tt, dessen Existenz (für uns Menschen) notwendig ist, der jedoch keine Ursache besitzt und der perfekt ist. Wobei wir mit unserem Menschenverstand gar nicht die weite Brandbreite des Wortes "perfekt" erfassen. Wie können wir die Perfektheit von G - tt erfassen, wenn wir G - tt nicht erfassen. G - ttes Intellekt ? Seine Weisheit ?
Wie sollen wir diese Charaktereigenschaften erfassen, wenn G - tt diese erst erschaffen musste als Er die Welt erschuf ? Vor dem Erschaffungsprozeß gab es Attribute wie "Weisheit" oder "Intellekt" nicht.
Das Einzige, was wir tun ist zu erfassen, dass es irgendwie / irgendwo einen G - tt gibt. Diesen G - tt stellen uns jüd. Quellen sowie G - tt selbst in der Thora anhand von Symbolen und Charaktereigenschaften dar. Ohne diese bildliche Darstellung, wären wir Menschen nicht imstande, G - tt auch nur annähernd zu erfassen. Um den Erschaffungsprozess darzustellen, bedienten sich jüdische Gelehrte der bildlichen Symbolsprache. Genauso wie G - tt Sich uns in der Thora beschreibt. Die große Gefahr besteht darin, diese Symbolsprache wörtlich zu nehmen und zu glauben, G - tt habe einen Arm, Er spreche, Er denke, Er sei zornig. Keine dieser menschlichen Eigenschaften trifft auf G - tt zu. Wir dürfen nie aus den Augen verlieren, dass hier mit Symbolen agiert wird, die jedoch nichts mit dem formlosen perfekten Wesen namens G - tt etwas zu tun haben. Er wird uns in dieser Form beschrieben, damit unser Verstand einen Anhaltspunkt besitzt. G - ttes inneres Wesen selber bliebt dennoch weiterhin unfassbar und unbegreifbar.
G - tt besitzt viele symbolische Eigenschaften, doch all diese machen EIN GANZES aus. Seine Eigenschaften sind nicht von ihm trennbar. Der Talmud Traktat Chagigah warnt davor, zu einer dieser Eigenschaften (Sefirah) zu beten und diese als eine eigene Identität zu betrachten. Wer dies tut, bediene sich des Götzendienstes !
G - tt und Seine Attribute sind EINS und nicht voneinander trennbar.
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Geburtstage: Der BAAL SHEM TOV und der ALTER REBBE
B"H
Heute ist der 18. Elul und zwei wichtige chassidische Persönlichkeiten wurden an dem Tage geboren :
http://chassidicstories.blogspot.com/2009/09/der-baal-shem-tov-der-alter-rebbe.html
Heute ist der 18. Elul und zwei wichtige chassidische Persönlichkeiten wurden an dem Tage geboren :
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Chassidut
Second International Jewish Bloggers Convention
B"H
Meine Entscheidung steht endgültig fest:
Ich nehme NICHT an der diesjährigen "International Jewish Bloggers Convention" am 13. September teil !
Meine Gründe habe ich allgemein offengelegt und habe dem kaum mehr etwas hinzuzufügen. Weder bin ich von jemandem abhängig noch gehöre ich einem speziellen Club an. Des Weiteren sitze ich nicht mit Regierungsoffiziellen, die bei der Convention auftreten, zusammen; mit jenen Leuten, die bereit sind, unser Land sowie Siedlungen aufzugeben. Ferner benötige ich von unserem Außenministerium keinen Vortrag darüber, wie man als Blogger Hasbara über Israel betreibt. Vielleicht sollte das Ministerium selbst derlei Unterricht nehmen und gleichzeitig seinen stellvertretenden Außenminister auffordern, seine Frau, die christliche Missionarin ist, aus dem Haus zu schmeissen.
Grundsätzlich ist die Idee solch einer Konferenz sämtlicher internationaler Jewish Blogger positiv zu bewerten und ich habe weder etwas gegen die Veranstalter noch die Teilnehmer.
Für mich aber ist dieses Event nichts und ich schleime mich nicht durch ein Networking !
Meine Entscheidung steht endgültig fest:
Ich nehme NICHT an der diesjährigen "International Jewish Bloggers Convention" am 13. September teil !
Meine Gründe habe ich allgemein offengelegt und habe dem kaum mehr etwas hinzuzufügen. Weder bin ich von jemandem abhängig noch gehöre ich einem speziellen Club an. Des Weiteren sitze ich nicht mit Regierungsoffiziellen, die bei der Convention auftreten, zusammen; mit jenen Leuten, die bereit sind, unser Land sowie Siedlungen aufzugeben. Ferner benötige ich von unserem Außenministerium keinen Vortrag darüber, wie man als Blogger Hasbara über Israel betreibt. Vielleicht sollte das Ministerium selbst derlei Unterricht nehmen und gleichzeitig seinen stellvertretenden Außenminister auffordern, seine Frau, die christliche Missionarin ist, aus dem Haus zu schmeissen.
Grundsätzlich ist die Idee solch einer Konferenz sämtlicher internationaler Jewish Blogger positiv zu bewerten und ich habe weder etwas gegen die Veranstalter noch die Teilnehmer.
Für mich aber ist dieses Event nichts und ich schleime mich nicht durch ein Networking !
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Sonntag, September 06, 2009
Halachot: Nach dem morgentlichen Aufstehen
B"H
Aufgrund von Anfragen nach dem originalen Wortlaut des "Schulchan Aruch - Code of Jewish Law", hier einige dort enthaltene Halachot, wie ein Jude den neuen Tag beginnen soll.
Nachdem ein Jude die Augen aufschlägt, dankt er G - tt sofort, dass dieser ihn zurück in diese Welt geholt hat. Wie wir wissen, steigen die Seelen (Neschamot) während des Schlafes auf, heißt, sie verlassen den Körper und durchlaufen entweder diverse unreine Level und bleiben dort hängen oder sie steigen auf zu G - tt. Da somit der Körper sozusagen leblos im Bett verbleibt, werden sich am Morgen gleich nach diesem ersten Segen die Hände gewaschen.
Der Verlauf der Neschamot ist im kabbalistischen Buch ZOHAR beschrieben.
Sich morgens ankleiden:
- Der Pullover soll, zum Beispiel, erst über den Kopf gezogen werden und danach folgen die Arme in die Ärmel.
- Kleidungsstücke sollen nicht verkehrt herum angezogen werden. Bedeutet: Die Innenseite soll auch innen bleiben. Genauso verhält es sich mit einem T - Shirt, bei dem man die Rückseite zur Vorderseite macht.
Der Schulchan Aruch Kommentator "Magen Avraham" schrieb hierzu, dass man, wenn möglichst verhindern soll, zwei Kleidungsstücke übereinander und auf einmal anzuziehen. Diese verursache "Schichechah - Vergessen". Das Konzept des "Schichechah" beim Anziehen zweier Kleidungsstücke auf einmal finden wir in der Literatur des Kabbalisten Rabbi Yitzchak Luria (1534 - 1572): Im Buch "Shaar HaKavanot 1, Kapitel: Inyian Birkat HaShachar, Seite 12".
Rabbi Luria (der ARIZAL) sieht einen Zusammenhang zwischen Kleidung und Kabbalah. Genauso verhält es sich mit dem Anziehen der Schuhe. Auch hier sieht der Arizal einen kabbalistischen Zusammenhang, wenn der Schulchan Aruch einen Juden auffordert, seinen rechten Schuh zuerst anzuziehen, aber diesen jedoch nicht zuzubinden. Der linke Schuh wird als Zweites übergestreift, jedoch als erstes zugebunden.
Der Gang zur Toilette:
Auch auf der Toilette soll man sich anständig verhalten. Unter anderem sollen nicht zwei Leute gleichzeitig auf die gleiche Toilette gehen. Auch jegliches Sprechen ist dort verboten.
Der Talmud Traktat Berachot 61b lehrt:
Jemand, der die Toilette verlässt, sollte folgenden Segen sagen:
"Gesegnet seist Du …, der den Menschen mit Weisheit erschuf und ihn mit Löchern ausstattete. Wenn eines dieser Löcher nicht funktionieren würde, könnte der Mensch nicht existieren".
"Baruch ata HaShem, E - lo - hei - nu Melech HaOlam, ascher Yazar et Hadam be'Chochmah u'bara bo Nekavim Nekavim …"
Der Talmud Traktat Berachot lehrt, dass keinerlei Gebete oder Segen an besonders verschmutzten Orten gesagt werden dürfen. Aus diesem Grunde werden weder auf der Toilette noch in einem Schlachthof Segen gesagt (siehe Jerusalemer (Yerushalmi) Talmud, Berachot, 89:Halacha 2).
Zusätzlich lehrt der Talmud Yerushalmi Berachot:
Ein Jude darf nicht nackt beten. Man kann nicht zu G - tt beten und dabei gleichzeitig auf seine Genitalien schauen. Selbst wenn man nicht darauf schaue, es ist verboten, vor G - tt seine Genitalien auszubreiten.
Der Schulchan Aruch sagt ausdrücklich, dass jemand nur beim Toilettengang in freiem Gelände sein Gesicht nach Süden richten soll.
Nach dem Toilettengang wäscht man sich rituell die Hände und spricht danach den Segen. Nicht direkt innerhalb der Toilette, sondern draußen vor der Tür.
Aufgrund von Anfragen nach dem originalen Wortlaut des "Schulchan Aruch - Code of Jewish Law", hier einige dort enthaltene Halachot, wie ein Jude den neuen Tag beginnen soll.
Nachdem ein Jude die Augen aufschlägt, dankt er G - tt sofort, dass dieser ihn zurück in diese Welt geholt hat. Wie wir wissen, steigen die Seelen (Neschamot) während des Schlafes auf, heißt, sie verlassen den Körper und durchlaufen entweder diverse unreine Level und bleiben dort hängen oder sie steigen auf zu G - tt. Da somit der Körper sozusagen leblos im Bett verbleibt, werden sich am Morgen gleich nach diesem ersten Segen die Hände gewaschen.
Der Verlauf der Neschamot ist im kabbalistischen Buch ZOHAR beschrieben.
Sich morgens ankleiden:
- Der Pullover soll, zum Beispiel, erst über den Kopf gezogen werden und danach folgen die Arme in die Ärmel.
- Kleidungsstücke sollen nicht verkehrt herum angezogen werden. Bedeutet: Die Innenseite soll auch innen bleiben. Genauso verhält es sich mit einem T - Shirt, bei dem man die Rückseite zur Vorderseite macht.
Der Schulchan Aruch Kommentator "Magen Avraham" schrieb hierzu, dass man, wenn möglichst verhindern soll, zwei Kleidungsstücke übereinander und auf einmal anzuziehen. Diese verursache "Schichechah - Vergessen". Das Konzept des "Schichechah" beim Anziehen zweier Kleidungsstücke auf einmal finden wir in der Literatur des Kabbalisten Rabbi Yitzchak Luria (1534 - 1572): Im Buch "Shaar HaKavanot 1, Kapitel: Inyian Birkat HaShachar, Seite 12".
Rabbi Luria (der ARIZAL) sieht einen Zusammenhang zwischen Kleidung und Kabbalah. Genauso verhält es sich mit dem Anziehen der Schuhe. Auch hier sieht der Arizal einen kabbalistischen Zusammenhang, wenn der Schulchan Aruch einen Juden auffordert, seinen rechten Schuh zuerst anzuziehen, aber diesen jedoch nicht zuzubinden. Der linke Schuh wird als Zweites übergestreift, jedoch als erstes zugebunden.
Der Gang zur Toilette:
Auch auf der Toilette soll man sich anständig verhalten. Unter anderem sollen nicht zwei Leute gleichzeitig auf die gleiche Toilette gehen. Auch jegliches Sprechen ist dort verboten.
Der Talmud Traktat Berachot 61b lehrt:
Jemand, der die Toilette verlässt, sollte folgenden Segen sagen:
"Gesegnet seist Du …, der den Menschen mit Weisheit erschuf und ihn mit Löchern ausstattete. Wenn eines dieser Löcher nicht funktionieren würde, könnte der Mensch nicht existieren".
"Baruch ata HaShem, E - lo - hei - nu Melech HaOlam, ascher Yazar et Hadam be'Chochmah u'bara bo Nekavim Nekavim …"
Der Talmud Traktat Berachot lehrt, dass keinerlei Gebete oder Segen an besonders verschmutzten Orten gesagt werden dürfen. Aus diesem Grunde werden weder auf der Toilette noch in einem Schlachthof Segen gesagt (siehe Jerusalemer (Yerushalmi) Talmud, Berachot, 89:Halacha 2).
Zusätzlich lehrt der Talmud Yerushalmi Berachot:
Ein Jude darf nicht nackt beten. Man kann nicht zu G - tt beten und dabei gleichzeitig auf seine Genitalien schauen. Selbst wenn man nicht darauf schaue, es ist verboten, vor G - tt seine Genitalien auszubreiten.
Der Schulchan Aruch sagt ausdrücklich, dass jemand nur beim Toilettengang in freiem Gelände sein Gesicht nach Süden richten soll.
Nach dem Toilettengang wäscht man sich rituell die Hände und spricht danach den Segen. Nicht direkt innerhalb der Toilette, sondern draußen vor der Tür.
Rabbi Shlomo Riskin am Christenabgrund
B"H"Jewish Israel" ertappte den Oberrabbiner der Siedlung Efrat (nahe Jerusalem) bei einem weiteren Patzer. Wer ruft Riskin eigentlich einmal zur Ordnung ?
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Christl. Missionare
Aus der "Ma'arat HaMachpelah" in Hebron
Das Grab des AvrahamB"H
In der letzten Woche unternahm ich einen Ausflug in die "Ma'arat HaMachpelah" nach Hebron. Die Gräber der Vorväter zu sehen, war schon etwas Beeindruckendes !
Die untere Skizze zeigt die Machpelah, welche Avraham von Ephron kaufte, um seine Frau Sarah dort zu beerdigen. Der Midrasch nach liegen dort ebenso die ersten Menschen Adam und Eva (Chava) begraben.
Die Gräber die wir in dem Gebäude sehen, sind nicht die wahren Gräber, sondern diese befinden sich unterhalb des Gebäudes.
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Hebron
Heute abend: Rabbi Tuvia Singer spricht im Jerusalemer "Israel Center"
B"H
Rabbi Tuvia Singer spricht heute abend im Jerusalem "Israel Center" (Orthodox Union) über christliche Missionare und wie die Kirche die Thora zu ihren Zwecken umschrieb.
Details könnt Ihr erlesen, wenn Ihr auf das Bild klickt !
Nicht alle von Euch sind gerade in Jerusalem und deswegen werde ich morgen einmal wieder mehr von dem Vortrag des Tuvia Singer berichten.
Rabbi Tuvia Singer spricht heute abend im Jerusalem "Israel Center" (Orthodox Union) über christliche Missionare und wie die Kirche die Thora zu ihren Zwecken umschrieb.
Details könnt Ihr erlesen, wenn Ihr auf das Bild klickt !
Nicht alle von Euch sind gerade in Jerusalem und deswegen werde ich morgen einmal wieder mehr von dem Vortrag des Tuvia Singer berichten.
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Christl. Missionare,
Events
Freitag, September 04, 2009
Schabbat Schalom
B"H
Den Schabbat werde ich in Jerusalem verbringen und ich hoffe, ich schaffe es zu einem der chassidischen Tische in Mea Shearim zu gehen. Überhaupt nehme ich mir vor, an diesem Schabbat einiges zu lernen und die Thora Parasha "Ki Tavo" mit sämtlichen Kommentaren zu studieren. Wichtige Aspekte sind gerade in dieser Parasha enthalten. "Juden sollen den anderen Völkern ein Beispiel sein". Darüber hinaus erwähnt die Parasha, dass die Juden sich an dem Platz niederlassen sollen, den G - tt ihnen zeigen werde: Jerusalem, am Berg Moriah (Tempelberg).
Jerusalem wird nicht namentlich genannt, doch wird ein darauf Hinweis gegeben.
Für mich bedeutet SCHABBAT jedesmal, Abstand zu gewinnen. Sobald die Schabbatsirene in Jerusalem erschallt, lasse ich alles liegen und stehen. Alles kann warten bis zum Schabbatende am Samstag abend. Die ganze Woche über freue ich mich ausgerechnet auf jenen Moment.
Auch wenn bei Euch keine Sirene erklingen sollte:
"Schabbat Schalom" an alle Leser !
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Gedanken zum Schabbat
Orthodox bedeutet NICHT Haredi
B"H
Viele Leute, die auch nur das Wort "Orthodoxie im Judentum" vernehmen, denken unverzüglich an Mea Shearim und irgendwelche sonstigen Fanatiker. "Wenn ich orthodox werde, muss ich mich zwangsläufig haredisch (ultra - orthodox) kleiden und mein Leben wird ohne jegliche Freude sein".
Dass dem ganz und gar nicht so ist, habe ich schon unzählige Male zu vermitteln versucht.
Ich persönlich laufe nicht ständig im langen Rock und mit langen Ärmeln herum. Vielmehr kleide ich mich unter der Woche (wenn ich zu keinen relig. Events oder in diverse Stadtteile gehe) ganz "normal" in Hose und T - Shirt. Nicht zu eng anliegend und niemals mit Ärmeln, welche nicht über den Ellbogen reichen. Aber dies täte ich auch so machen; völlig abgesehen von der Religion.
Warum sehen viele Juden die Orthodoxie als etwas Fundamentalistisches, die eigene Individualität einengend (ohne) jegliche Lebensfreude ? "So kann und will man einfach nicht sein; mit all den Mitzwot (Gesetzen) und so".
Wer sich gerade jetzt vor Rosh HaShana entschließt, vielleicht EINE EINZIGE Mitzwah auf sich zu nehmen, der macht einen guten Start. Leider wird die Orthodoxie immer mit einem absolut ehrfürchtigen relig. Leben verwechselt. Man hält halt alle Mitzwot ein.
Ein Vorurteil, denn nicht jeder hält ALLES ein. KEIN Mensch ist perfekt auf dieser Welt und wird es auch nicht sein. Was wir Juden allerdings tun sollten ist, unser Potential zu erfüllen.
Individuell stattete uns G - tt bei der Erschaffung mit einem gewissen Potential aus. Welche Fähigkeiten ich habe und welche nicht. Bei jeder Handlung auf den Nachbarn zu schauen ist falsch. Lernt der eine die gesamte Thoralesung (Parasha) der Woche und ich nur halb, weil ich keine Zeit habe oder ich es aus sonstigen Gründen nicht schaffe, bin ich dann schlechter als der andere ? Warum immer auf andere schauen ? Es bringt mehr, sich auf sich selbst zu konzentrieren; gemäss dem eigenen Potential. Andere Leute haben ihre Lebensaufgabe und ich die meine. Der Eine ist schlauer, der andere weniger.
Im Chassidismus gibt es die äußert berühmte Story des Rabbi Susha von Hanipol. Rabbi Susha lebte im 18. Jahrhundert in Polen und war der Bruder des ebenso berühmten chassidischen Rabbiners, Rabbi Elimelech von Lejansk.
Nicht jeder orthodoxe Jude (männlich) zieht sich schwarz - weiss und nicht jede orthodoxe Frau läuft in langem Rock daher. Natürlich kommt es bei verschiedenen Gruppierungen auch auf das äußerliche Auftreten an, doch nicht nur. Zuerst einmal muss ich meine innere Einstellung haben und mit ihr positiv umgehen. Selbst wenn ich nur eine oder wenige Mitzwot erfülle, dies ist ein Beginn und ich sollte damit zufrieden sein. Viele Haredim sagten mir, dass sie nicht perfekt seien. Sie gaben zu, dass ihnen dieses oder jenes nicht (immer) gelingt. Manche meinten, dass sie zu derjenigen Mitzwah noch nicht bereit seien, aber darauf hinarbeiten.
Man sollte niemals eine Mitzwah von vornherein ablehnen und sagen, das sei eh Schwachsinn. Es gibt keine Mitzwah ohne Grund und wer diesen nicht gleich versteht, sollte einen professionellen Rabbiner fragen, bei dem man sicher ist, dass er eine Antwort kennt. Wenn nicht rational, dann finden wir viele Mitzwahgründe in der Kabbalah.
Die jüdische Orthodoxie ist kein Ballast, den man auf sich nehmen muss, eben um dazuzugehören. Jeder sollte hingegen seinen eigenen Weg und sein eigenes Tempo finden und mit langsamen Schritten zufrieden zu geben. Heute tue ich dies oder das noch nicht, aber ich behalte es im Auge und eines Tages, wenn ich es verstehe, erfülle ich die Mitzwah vielleicht. Zumindest sollte man nie etwas aus den Augen verlieren und es von vornherein als "idiotisch" abtun.
Genauso wenig sollten Leute in die Depression verfallen und meinen, es gelinge ihnen einfach nichts. Sich zuviel Druck aufzuerlegen bringt auch nichts und man sollte sich der langsamen Schritte gewahr werden. Das bekannteste Beispiel hierzu bildet vielleicht der talmudische Rabbi Akivah, welcher 40 Jahre benötigte, um zur Religion zu finden. Nicht, dass jetzt ein jeder auf die 40 Jahre schielt, dennoch aber sollte sich Zeit genommen werden.
Orthodoxie bedeutet im weitesten Sinne, G - tt als den alleinigen Schöpfer und die Thora als Sein Werk anzuerkennen. Eine Thora, die auf ewig Gültigkeit besitzt und niemals verändert werden darf.
Aufgeben, wenn etwas nicht gleich so klappt, sollte man nie. Wahrscheinlich fühlen sich deswegen viele Baalei Teshuva (Juden, die im späteren Verlauf des Lebens religiös werden) vom Movement der Chassidut Breslov angezogen. Insbesondere Rabbi Nachman von Breslov spricht sich in seinen Lehren gegen die Depression aus. Niemals sollte ein Jude aufgeben, eine Mitzwah zu erfüllen. Auch dann nicht, wenn es mir heute nicht gelingt; morgen ist ein neuer Tag. Der Fall ist ganz normal und nach jedem Fall gibt es ein Wideraufstehen.
Nicht nur Rabbi Nachman von Breslov lehrt dies, sondern ebenso die Chassidut Chabad (Lubawitsch). Auch der Alter Rebbe (Baal HaTanya oder Rabbi Schneur Zalman von Liadi), der Begründer von Chabad (Lubawitsch) lehrte das Konzept.
Zu den Themen "Orthodoxie" und "Haredim" gibt es dermassen unendlich viel zu sagen und beschreiben, sodass man nichts der Verallgemeinerung überlassen sollte. Vor allem nicht die Orthodoxen als Fundamentalisten abtun.
Viele Leute, die auch nur das Wort "Orthodoxie im Judentum" vernehmen, denken unverzüglich an Mea Shearim und irgendwelche sonstigen Fanatiker. "Wenn ich orthodox werde, muss ich mich zwangsläufig haredisch (ultra - orthodox) kleiden und mein Leben wird ohne jegliche Freude sein".
Dass dem ganz und gar nicht so ist, habe ich schon unzählige Male zu vermitteln versucht.
Ich persönlich laufe nicht ständig im langen Rock und mit langen Ärmeln herum. Vielmehr kleide ich mich unter der Woche (wenn ich zu keinen relig. Events oder in diverse Stadtteile gehe) ganz "normal" in Hose und T - Shirt. Nicht zu eng anliegend und niemals mit Ärmeln, welche nicht über den Ellbogen reichen. Aber dies täte ich auch so machen; völlig abgesehen von der Religion.
Warum sehen viele Juden die Orthodoxie als etwas Fundamentalistisches, die eigene Individualität einengend (ohne) jegliche Lebensfreude ? "So kann und will man einfach nicht sein; mit all den Mitzwot (Gesetzen) und so".
Wer sich gerade jetzt vor Rosh HaShana entschließt, vielleicht EINE EINZIGE Mitzwah auf sich zu nehmen, der macht einen guten Start. Leider wird die Orthodoxie immer mit einem absolut ehrfürchtigen relig. Leben verwechselt. Man hält halt alle Mitzwot ein.
Ein Vorurteil, denn nicht jeder hält ALLES ein. KEIN Mensch ist perfekt auf dieser Welt und wird es auch nicht sein. Was wir Juden allerdings tun sollten ist, unser Potential zu erfüllen.
Individuell stattete uns G - tt bei der Erschaffung mit einem gewissen Potential aus. Welche Fähigkeiten ich habe und welche nicht. Bei jeder Handlung auf den Nachbarn zu schauen ist falsch. Lernt der eine die gesamte Thoralesung (Parasha) der Woche und ich nur halb, weil ich keine Zeit habe oder ich es aus sonstigen Gründen nicht schaffe, bin ich dann schlechter als der andere ? Warum immer auf andere schauen ? Es bringt mehr, sich auf sich selbst zu konzentrieren; gemäss dem eigenen Potential. Andere Leute haben ihre Lebensaufgabe und ich die meine. Der Eine ist schlauer, der andere weniger.
Im Chassidismus gibt es die äußert berühmte Story des Rabbi Susha von Hanipol. Rabbi Susha lebte im 18. Jahrhundert in Polen und war der Bruder des ebenso berühmten chassidischen Rabbiners, Rabbi Elimelech von Lejansk.
Einmal sagte Rabbi Susha zu seinen Schülern, dass G - tt nach seinem (Sushas) Tod ihn nicht fragen werde, warum er nicht wie Avraham (Avinu), Yitzchak, Yaakov oder Moshe gewesen sei. Vielmehr wird G - tt die Frage an mich richten: "Susha, warum warst Du nicht Susha ?"
Heißt, dass wir im Leben wir selbst sein sollen und nicht nur auf andere schauen und uns an diesen messen oder sie zu imitieren versuchen.
Nicht jeder orthodoxe Jude (männlich) zieht sich schwarz - weiss und nicht jede orthodoxe Frau läuft in langem Rock daher. Natürlich kommt es bei verschiedenen Gruppierungen auch auf das äußerliche Auftreten an, doch nicht nur. Zuerst einmal muss ich meine innere Einstellung haben und mit ihr positiv umgehen. Selbst wenn ich nur eine oder wenige Mitzwot erfülle, dies ist ein Beginn und ich sollte damit zufrieden sein. Viele Haredim sagten mir, dass sie nicht perfekt seien. Sie gaben zu, dass ihnen dieses oder jenes nicht (immer) gelingt. Manche meinten, dass sie zu derjenigen Mitzwah noch nicht bereit seien, aber darauf hinarbeiten.
Man sollte niemals eine Mitzwah von vornherein ablehnen und sagen, das sei eh Schwachsinn. Es gibt keine Mitzwah ohne Grund und wer diesen nicht gleich versteht, sollte einen professionellen Rabbiner fragen, bei dem man sicher ist, dass er eine Antwort kennt. Wenn nicht rational, dann finden wir viele Mitzwahgründe in der Kabbalah.
Die jüdische Orthodoxie ist kein Ballast, den man auf sich nehmen muss, eben um dazuzugehören. Jeder sollte hingegen seinen eigenen Weg und sein eigenes Tempo finden und mit langsamen Schritten zufrieden zu geben. Heute tue ich dies oder das noch nicht, aber ich behalte es im Auge und eines Tages, wenn ich es verstehe, erfülle ich die Mitzwah vielleicht. Zumindest sollte man nie etwas aus den Augen verlieren und es von vornherein als "idiotisch" abtun.
Genauso wenig sollten Leute in die Depression verfallen und meinen, es gelinge ihnen einfach nichts. Sich zuviel Druck aufzuerlegen bringt auch nichts und man sollte sich der langsamen Schritte gewahr werden. Das bekannteste Beispiel hierzu bildet vielleicht der talmudische Rabbi Akivah, welcher 40 Jahre benötigte, um zur Religion zu finden. Nicht, dass jetzt ein jeder auf die 40 Jahre schielt, dennoch aber sollte sich Zeit genommen werden.
Orthodoxie bedeutet im weitesten Sinne, G - tt als den alleinigen Schöpfer und die Thora als Sein Werk anzuerkennen. Eine Thora, die auf ewig Gültigkeit besitzt und niemals verändert werden darf.
Aufgeben, wenn etwas nicht gleich so klappt, sollte man nie. Wahrscheinlich fühlen sich deswegen viele Baalei Teshuva (Juden, die im späteren Verlauf des Lebens religiös werden) vom Movement der Chassidut Breslov angezogen. Insbesondere Rabbi Nachman von Breslov spricht sich in seinen Lehren gegen die Depression aus. Niemals sollte ein Jude aufgeben, eine Mitzwah zu erfüllen. Auch dann nicht, wenn es mir heute nicht gelingt; morgen ist ein neuer Tag. Der Fall ist ganz normal und nach jedem Fall gibt es ein Wideraufstehen.
Nicht nur Rabbi Nachman von Breslov lehrt dies, sondern ebenso die Chassidut Chabad (Lubawitsch). Auch der Alter Rebbe (Baal HaTanya oder Rabbi Schneur Zalman von Liadi), der Begründer von Chabad (Lubawitsch) lehrte das Konzept.
Zu den Themen "Orthodoxie" und "Haredim" gibt es dermassen unendlich viel zu sagen und beschreiben, sodass man nichts der Verallgemeinerung überlassen sollte. Vor allem nicht die Orthodoxen als Fundamentalisten abtun.
Donnerstag, September 03, 2009
Parashat Ki Tavo - כי תבוא

B"H
Die Thoralesung für diesen Shabbat
Parashat Ki Tavo ist ein regelrechtes Up and Down der Gegensätze. G - d gibt uns die Mitzwot (Gesetze), aber gleichzeitig erinnert Er uns immer wieder daran, was passiert, wenn wir Seine Thoragesetze einhalten und was geschieht, wenn wir das Gegenteil tun.
Dass, was mir bei der ganzen Parashat ins Auge fiel, war der Satz "An diesem Tag trägt euch eurer G - tt auf, Seine Gesetze und Erlasse einzuhalten, und dieses sollt ihr aus ganzem Herzen und aus ganzer Seele tun".
Mag sein, dass meine Übersetzung ins Deutsche zu holprig klingt, aber ich habe den Satz wörtlich aus dem Hebräischen übersetzt und nichts verschnörkelt ausgedrückt und somit der Inhalt verfälscht.
An dieser Stelle steht in der hebr. Originalfassung nicht G - tt, sondern es werden zwei Seiner Namen genannt.
Die Namen G - ttes lauten an dieser Stelle
"A – do - nai E – lo – hei - cha".
Aber was genau bedeutet das "HaYom HaZeh - an diesem Tag" ?
Anscheinend war ich nicht die Einzige, die diese Bedeutung näher erklärt haben wollte, denn viele Kommentatoren wie der Ohr HaChaim, der Baal Shem Tov, der Sefat Emet sowie Rabbeinu Bachya, geben genaue Auskunft. Oberflächlich betrachtet entsteht der Eindruck, dass G - tt dies zu den Juden in diesem Augenblick sagt. An diesem Tag halt. Die wahre Bedeutung aber sehen unsere Kommentatoren ganz woanders.
Wieso nur an diesem Tag, der ja schon ewig zurückliegen mag ?
Vielmehr bedeutet "HaYom Hazeh", dass wir jeden Tag die Gesetze einhalten sollen. Jeder Tag ist ein neuer "HaYom Hazeh". Sobald wir morgens aufwachen, besteht unsere erste Mitzwa darin, G - tt dafür zu danken, dass wir das Licht eines neuen Tages erblicken (Rabbi Simcha Bunim von Peshis'cha). Nicht morgen sollen wir die Mitzwot erfüllen, sondern gleich heute (Raschi). Und jeden Tag neu sollen wir die Mitzwot mit gleicher Freude erfüllen. Und das aus ganzem Herzen und mit ganzer Seele.
Im Judentum unterscheiden wir zwischen "Dieser Welt" (Olam HaZeh) und der "Kommenden Welt" (Olam HaBah). Diverse Talmudkommentatoren und die Gemara im Talmud Traktat Sanhedrin sind sich uneins darüber, was genau die "Kommende Welt" denn eigentlich ist.
Ist es die Welt nach dem Tode, indem nur noch unsere Seele (Neschama) unendlich weiterlebt und zu ihrem eigentlichen Ursprung, nämlich G - tt, zurückkehrt. Oder ist es die Welt nach der Ankunft des Meschiach ?
Wie dem auch sei, eines ist sicher: In der "Kommenden Welt" werden wir nicht mehr in der Lage sein, die Mitzwot zu erfüllen, denn dies kann nur in Dieser Welt, in unserer materiellen Welt, geschehen.
Anhand der Erfüllung von G - ttes Gesetzen kommen wir Ihm näher und erhalten dafür einen dementsprechenden Platz in der "Kommenden Welt". Sobald wir jedoch sterben, können wir nichts mehr ändern und für eine Reue, nicht mehr Mitzwot eingehalten zu haben, ist es zu spät. Deshalb müssen wir uns immer darauf besinnen, dass wir die Mitzwot täglich tun und täglich neu von G - tt aufgetragen bekommen, da die Thora uns fuer alle Ewigkeiten gegeben wurde und gültig ist (Rabbi Yaakov Yosef von Polonnoye, einer der berühmtesten Schüler des Baal Shem Tov). Des Weiteren verbindet uns die Erfüllung der Mitzwot mit unserer Ursprungsquelle - G - tt (Sefat Emet).
Die erste Mitzwa dieser Parasha lautet BIKKURIM. Die ersten Früchte sollen wir nach Jerusalem zum Tempel tragen, wo sie uns ein Cohen (Tempelpriester) abnimmt.
Hierbei handelt es sich nur um die schönsten Früchte und diese Mitzwah wurden zu Tempelzeiten von den Leuten mit hohem Enthusiasmus ausgeführt. Auf dem Wege nach Jerusalem und in der Stadt selbst gab es große Feiern zu Zeiten der Bikkurim (in den Sommermonaten).Der Talmud Traktat Menachot 84b sowie Raschi lehren, dass es sich bei den Bikkurim nur um die Sheva Minim - die sieben Früchte Israels handelt. Nur Weizen, Gerste, Oliven, Granatäpfel, Weintrauben, Feigen und Datteln sollten zum Tempel getragen werden. Diese Getreidesorten bzw. Früchte besitzen bis heute einen speziellen Status in unseren Gebeten, vor allem nach dem Essen. Nach dem Essen von Getreide wird ganz normal das Birkat HaMazon oder Al HaMichya gesagt. Aber auch nach dem Essen der Oliven, Weintrauben, der Feigen, Granatäpfel und Datteln wird der Segen der Sheva Minim - Al HaEtz ve Al PriHaEtz - gesagt.
Erneut machte G - tt deutlich, dass wir für Ihn das "Auserwählte Volk" sind, welches sich an Seine Mitzwot halten muss, um ein hohes moralisches Verhalten zu zeigen und dadurch den anderen Völkern als Beispiel dienen kann.
Obwohl Rabbi Yaakov Yosef von Polonnoye seine Gedanken nur auf den Zaddik (Gerechten) bezieht, trifft es auf uns alle zu, dass wir durch die Einhaltung der Mitzwot immer höhere Level erreichen können.
Eines jedoch bleibt auf alle Zeiten in G - ttes Hand und Er entscheidet darüber allein, wie uns die Midrash Rabbah lehrt:
1. Die Wiederauferstehung der Toten.
2. Ob, wann und wieviel es regnet.
3. Ob eine Frau in der Lage ist, Kinder zu gebären oder nicht.
Trotz künstlicher Befruchtungen in der heutigen Zeit, ist nicht immer garantiert, dass eine Frau auch danach Kinder bekommen wird.
Vielleicht ist es gar keine schlechte Idee, sich einmal bewußt zu machen, von was wir Menschen eigentlich alles abhängig sind. Normalerweise betrachten wir den Regen, unser Essen und alles andere als selbstverständlich. Nur dann, wenn es einmal nicht da sein sollte oder wir krank werden, wird uns plötzlich bewusst, wie sehr wir davon abhängen und wie wenig wir bisher alles anerkannt haben als es noch vorhanden war.
Schabbat Schalom
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Auferstehung der Toten,
Thora Parasha
Die Töchter Lots und die Mitzwah
B"H
Der Talmud Traktat Bava Kamma 38b erwähnt einen interessanten Aspekt, wie ein Mensch seine Mitzwah (G - ttesgebot) auszuüben hat:
"Und Rabbi Chiya bar Abba sagte im Namen von Rabbi Yehoshua ben Korchah: Eine Person sollte stets danach streben, der Erste bei einer Mitzwah zu sein".
Schon von Avraham lernen wir, dass man beim Aufkommen einer Mitzwah nicht zögern darf und sofort "zugreifen" sollte. Steht eine Frau mit einem Kinderwagen vor dem Bus, so schaut man nicht lange fragend herum, sondern hilft ihr in den Bus - Um nur ein Beispiel zur Verdeutlichung zu nennen. Oder wir folgen einmal nicht unseren inneren negativen Einflüssen (Yetzer HaRah), sondern stehen zeitig zum Gebet auf.
Ein weiteres, sehr reales, Beispiel: Eine Freundin von mir wurde bei einem Schiur (relig. Vortrag) von der Rebbitzen der chassidischen Gruppe Toldot Aharon so sehr beeinflusst, dass sie am nachfolgenden Schabbat zeitig mit allen Vorbereitungen fertig war. Ansonsten steht sie noch zwei Minuten vor dem Sirenenton zum Schabbat in der Küche.
Anmerkung: In israelischen Orten wie Bnei Brak oder Jerusalem erfolgt mit dem Schabbatbeginn am Freitag abend ein kurzer Sirenenton.
Die Mitzwot seinen Mitmenschen zu helfen oder G - tt zu dienen nicht warten lassen, sondern frühzeitig bei der Sache sein. Dies lernen wir schon von Avraham, der da schon am Morgen loszog und seinen Sohn Yitzchak opfern wollte, wie es ihm G - tt befahl. Das Resultat war, dass Avraham diesen Test bestand. Die Opferung des Yitzchak war nichts weiter als ein Test G - ttes an Avraham.
Rabbi Chiya bar Abba fährt in der Gemara (rabbinischen Diskussion) in Bava Kamma fort mit der Erklärung zu den Töchtern von Lot. Die ältere Tochter zögerte nicht ihren Vater Lot ins Bett zu locken, um mit ihm ein Kind zu zeugen. Hierbei gibt es unterschiedliche Stellungnahmen, ob Lot tatsächlich betrunken war oder nur so tat. Lot selbst war moralisch betrachtet nicht ganz einwandfrei, denn als Avraham ihn bei der Trennung fragte, in welche Richtung Lot gehen wolle, um sich dort anzusiedeln, schaute Lot gierig auf Sodom und Umgebung. Das wohlhabende Sodom, welches zwar moralisch darniederlag, doch Lot wollte ebenso wohlhabend werden und suchte sich den fetten Brocken aus.
Anmerkung: Sodom und Gomorrha wurden letztendlich von G - tt aufgrund ihrer Geldgier vernichtet (siehe hierzu Talmud Sanhedrin 109a). Die Bewohner Sodoms beabsichtigen nur reiche Leute in ihre Stadt zu lassen. Keinesfalls wollten sie in ihrem Reichtum irgendwelche armen Vagabunden anziehen, die sich nur in der Stadt niederlassen, weil dort alles in Hülle und Fülle vorhanden ist. Gastfreundschaft gab es demnach nur wohlbetuchten Gästen gegenüber. Durchreisende Bettler hingegen wurden schrecklich behandelt und so deren schnelle Abreise herausgefordert. Unter anderem wurden unerwünschte Durchreisende auch schon einmal ihres Geldes beraubt.
Lots Töchter gingen davon aus, dass die gesamte Welt zerstört worden war und nicht nur Sodom und Gomorrha. Sie betrachteten sich als die einzigen Überlebenden und ihr Vater war der einzige Mann, mit dem sie nun Kinder, sprich eine "neue Generationen" zeugen konnten (siehe Talmud Traktat Nazir 23a). Somit wurde die Fortpflanzung und Erhaltung der Menschheit zu Mitzwah und genauso dachten die Töchter. Sie sahen in ihrem Verhalten keinerlei Vergehen.
Die ältere Tochter gebar von ihrem Vater einen Sohn, den sie "Moav - vom Vater" nannte. Moav wurde der Vater der Moabiter. Die zweite Tochter gebar einen Sohn, den sie "Ben Ami - Sohn meines Volkes" nannte und dieser wurde der Vater der Ammoniter.
Rabbi Chiya bar Abba sagt weiter in Bava Kamma 38b, dass man sich nur die Nachkommen der ersten Tochter (von Moav) anschauen solle: Oved, Yishai, David und Salomon.
Die Mutter Oveds war Ruth, die Moabiterin, und dessen Vater war Boaz (siehe Megillat Ruth). Die jüdischen Nachkommen der zweiten Tochter hingegen (vom Sohn Ben Ami) traten bis zur Geburt des Rechavam (Sohn des Salomon) nie in Erscheinung. Die Mutter Rechavams war Na'amah, die Moabiterin. Die Gemara in Bava Kamma sieht den Grund, dass die Nachkommen der ältesten Tochter zuerst in das Volk Israel einheirateten darin, dass sie die erste war, welche die Mitzwah der Fortpflanzung ausführte.
Dies mag seltsam klingen, doch muss man immer davon ausgehen, dass die Töchter sich im Recht sahen, denn sie dachten die Welt sei zerstört worden.
Die Nachfahren der ältesten Tochter heirateten vier Generation eher in das jüdische Volk ein.
Der Talmud Traktat Bava Kamma 38b erwähnt einen interessanten Aspekt, wie ein Mensch seine Mitzwah (G - ttesgebot) auszuüben hat:
"Und Rabbi Chiya bar Abba sagte im Namen von Rabbi Yehoshua ben Korchah: Eine Person sollte stets danach streben, der Erste bei einer Mitzwah zu sein".
Schon von Avraham lernen wir, dass man beim Aufkommen einer Mitzwah nicht zögern darf und sofort "zugreifen" sollte. Steht eine Frau mit einem Kinderwagen vor dem Bus, so schaut man nicht lange fragend herum, sondern hilft ihr in den Bus - Um nur ein Beispiel zur Verdeutlichung zu nennen. Oder wir folgen einmal nicht unseren inneren negativen Einflüssen (Yetzer HaRah), sondern stehen zeitig zum Gebet auf.
Ein weiteres, sehr reales, Beispiel: Eine Freundin von mir wurde bei einem Schiur (relig. Vortrag) von der Rebbitzen der chassidischen Gruppe Toldot Aharon so sehr beeinflusst, dass sie am nachfolgenden Schabbat zeitig mit allen Vorbereitungen fertig war. Ansonsten steht sie noch zwei Minuten vor dem Sirenenton zum Schabbat in der Küche.
Anmerkung: In israelischen Orten wie Bnei Brak oder Jerusalem erfolgt mit dem Schabbatbeginn am Freitag abend ein kurzer Sirenenton.
Die Mitzwot seinen Mitmenschen zu helfen oder G - tt zu dienen nicht warten lassen, sondern frühzeitig bei der Sache sein. Dies lernen wir schon von Avraham, der da schon am Morgen loszog und seinen Sohn Yitzchak opfern wollte, wie es ihm G - tt befahl. Das Resultat war, dass Avraham diesen Test bestand. Die Opferung des Yitzchak war nichts weiter als ein Test G - ttes an Avraham.
Rabbi Chiya bar Abba fährt in der Gemara (rabbinischen Diskussion) in Bava Kamma fort mit der Erklärung zu den Töchtern von Lot. Die ältere Tochter zögerte nicht ihren Vater Lot ins Bett zu locken, um mit ihm ein Kind zu zeugen. Hierbei gibt es unterschiedliche Stellungnahmen, ob Lot tatsächlich betrunken war oder nur so tat. Lot selbst war moralisch betrachtet nicht ganz einwandfrei, denn als Avraham ihn bei der Trennung fragte, in welche Richtung Lot gehen wolle, um sich dort anzusiedeln, schaute Lot gierig auf Sodom und Umgebung. Das wohlhabende Sodom, welches zwar moralisch darniederlag, doch Lot wollte ebenso wohlhabend werden und suchte sich den fetten Brocken aus.
Anmerkung: Sodom und Gomorrha wurden letztendlich von G - tt aufgrund ihrer Geldgier vernichtet (siehe hierzu Talmud Sanhedrin 109a). Die Bewohner Sodoms beabsichtigen nur reiche Leute in ihre Stadt zu lassen. Keinesfalls wollten sie in ihrem Reichtum irgendwelche armen Vagabunden anziehen, die sich nur in der Stadt niederlassen, weil dort alles in Hülle und Fülle vorhanden ist. Gastfreundschaft gab es demnach nur wohlbetuchten Gästen gegenüber. Durchreisende Bettler hingegen wurden schrecklich behandelt und so deren schnelle Abreise herausgefordert. Unter anderem wurden unerwünschte Durchreisende auch schon einmal ihres Geldes beraubt.
Lots Töchter gingen davon aus, dass die gesamte Welt zerstört worden war und nicht nur Sodom und Gomorrha. Sie betrachteten sich als die einzigen Überlebenden und ihr Vater war der einzige Mann, mit dem sie nun Kinder, sprich eine "neue Generationen" zeugen konnten (siehe Talmud Traktat Nazir 23a). Somit wurde die Fortpflanzung und Erhaltung der Menschheit zu Mitzwah und genauso dachten die Töchter. Sie sahen in ihrem Verhalten keinerlei Vergehen.
Die ältere Tochter gebar von ihrem Vater einen Sohn, den sie "Moav - vom Vater" nannte. Moav wurde der Vater der Moabiter. Die zweite Tochter gebar einen Sohn, den sie "Ben Ami - Sohn meines Volkes" nannte und dieser wurde der Vater der Ammoniter.
Rabbi Chiya bar Abba sagt weiter in Bava Kamma 38b, dass man sich nur die Nachkommen der ersten Tochter (von Moav) anschauen solle: Oved, Yishai, David und Salomon.
Die Mutter Oveds war Ruth, die Moabiterin, und dessen Vater war Boaz (siehe Megillat Ruth). Die jüdischen Nachkommen der zweiten Tochter hingegen (vom Sohn Ben Ami) traten bis zur Geburt des Rechavam (Sohn des Salomon) nie in Erscheinung. Die Mutter Rechavams war Na'amah, die Moabiterin. Die Gemara in Bava Kamma sieht den Grund, dass die Nachkommen der ältesten Tochter zuerst in das Volk Israel einheirateten darin, dass sie die erste war, welche die Mitzwah der Fortpflanzung ausführte.
Dies mag seltsam klingen, doch muss man immer davon ausgehen, dass die Töchter sich im Recht sahen, denn sie dachten die Welt sei zerstört worden.
Die Nachfahren der ältesten Tochter heirateten vier Generation eher in das jüdische Volk ein.
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