Freitag, Februar 03, 2012

Chassidut Vishnitz singt Chabad Song



Ein Sukkot Tisch des Vishnitzer Rebben Israel Hager / Bnei Brak
 
Link:

Donnerstag, Februar 02, 2012

Parashat Beshalach - פרשת בשלח


In der kommenden Woche feiern wir Tu be'Shevat - das jüdische Neujahrsfest der Bäume. Das Photo zeigt den überall stattfindenden traditionellen Früchteverkauf zum 15. Shevat. Hier ein Stand auf dem Tel Aviver Carmel Markt.

Photo: Miriam Woelke

B"H

Die Thoralesung für diesen Schabbat

Dieser Schabbat ist ebenso "Schabbat Schira", denn es wird der Song von Moshe "Az Yashir Moshe" gelesen. Moshe war von all den Wundern (der Durchquerung des Roten Meeres) dermassen überwältigt, dass er zu singen begann.

In dieser Parashat Beshalach kommen die Israeliten endlich frei und sie verlieren keine Zeit und ziehen sofort los. Die Mehrheit der Kommentatoren diskutiert nicht nur diese Tatsache, sondern befaßt sich ungewohnterweise ebenso mit der Psychologie.

Nach der Ankunft Yosefs und seines Vaters Yaakovs in Ägypten, waren mehr als 200 Jahre vergangen, was automatisch zur Folge hatte, dass neue Generationen geboren wurden. Und genau diese neuen Generationen kannten kein Leben in Freiheit geschweige denn, dass sie unabhängig denken konnten. Vielmehr hatten sie sich an ihr Sklavendasein gewöhnt und man mag sich vorstellen, mit welcher Mentalität sie Ägypten verliessen (siehe das kabbalistische Buch ZOHAR).

Eine neue große Zukunft stand für sie bereit, doch waren sie mental imstande, dieser entgegenzusehen ? Selbst G - tt hegte da so seine Zweifel und entschloß sich, die Israeliten nicht auf einmal zu überfordern.

In der Chassidut wird der Sklavenmentalität noch weitere Bedeutung begemessen und Hinterherjagen Pharaos nach den Israeliten als eine Metapher gesehen. Der große chassidische Rabbiner, Rabbi Simcha Bunim Bonhart von Peshis'cha (1765 - 1827) kommentiert, dass die Verfolgung Pharaos gleichkommt mit der Yetzer HaRah, der schlechten Seite in uns. Sein Kommentar basiert übrigens auf dem Kommentar von keinem anderen als dem Baal Shem Tov selber. Immer wieder wird ein jeder von uns von seiner eigenen Yetzer heimgesucht, die ihn dazu überreden will, Negatives zu tun.

Metaphorisch betrachtet wurden sie nicht vom physischen Pharao verfolgt, sondern die Israeliten nahmen ihre eigene Yetzer HaRah mit im Gepäck. Ziel eines jeden von uns ist es, seine eigene Yetzer zu überwinden und in etwas Gutes umzuwandeln.

In der Kabbalah ist häufig die Sprache von einem inneren seelischen Reinigungsprozeß, den sie Israeliten durchlaufen mußten. Die 40 Jahre in der Wüste werden als 40 Jahre der spirituellen Reinigung gesehen. Die ursprüngliche Absicht G - ttes war zuvor eine ganz andere; die Israeliten sollten nämlich direkt nach ihrem Auszug zum Berg Sinai geführt werden, dort die Thora erhalten und gleich anschliessend war der Einzug nach Israel geplant. Durch den Bau des Goldenen Kalbes aber wurde alles zunichte gemacht und stattdessen dauerte die Wanderung 40 Jahre. Somit hatte die individuelle Yetzer gesiegt. G - tt selber greift kaum ein, denn schliesslich haben die Menschen ihren freien Willen und müssen allein zu der richtigen Erkenntnis kommen.

Der Ramban (Nachmanides, 1194 - 1270) stellt in seinem Thorakommentar die Frage, warum die Israeliten immer wieder aufschrien und sich beschwerten, andererseits jedoch ihr G - ttvertrauen bewahrten. Schon Rabbeinu Bachya (ben Ascher ibn Halawa) aus Saragossa (verstorben im Jahre 1340) und der Ramban nahm dessen Frage sowie Antwort mit in seinen Kommentar auf.

Rabbeinu Bachya und der Ramban sind der Meinung, dass es im Lager der Israeliten unterschiedliche Gruppen gab. Diese Gruppen vertraten verschiedene Interessen und so ergaben sich immer wieder neue Konflikte. Einmal wollte das eine Lager nach Ägypten zurückkehren, dann wieder wollten sie essen und dann ein Goldenes Kalb bauen. Moshes grandiose Aufgabe bestand darin, der Anführer aller zu sein und ich stelle mir häufig die Frage, wie er das bloss schaffte.

Trotz all der alltäglichen Wunder rebellierten immer wieder neu einige der Interessenlager. Ist uns das so furchtbar fremd ? Sind wir nicht heute genauso ? Man schaue sich nur eine "normale" jüdische Gemeinde an !

Schabbat Schalom

Titelseite des jiddischen Magazines "A Blick" in dieser Woche

B"H 

Die chassidische Welt in dieser Woche: Der jüdische Monat Shevat wird von Chassidim sehr gerne für Hochzeiten genutzt.



Wie evangelikale Christen eine Thorarolle schänden

B"H

"Jewish Israel" berichtet wie evangelikale Christen mit einer jüdischen Thorarolle in schandhafter Weise Unfug treiben. Zumindest sieht jeder daran, aus was für Menschen diese fundamentalistische Sekte besteht, deren oberstes Ziel es ist, Juden zu missionieren.
_______________________

Vorgestern kamen Nichtjuden zum Grab des talmudischen Rabbi Schimon bar Yochai, um angeblich eine “Bar Mitzwah” zu feiern. Bei der fragwürdigen Zeremonie bildeten Frauen eine"Minyan", welche unter normalen Umständen lediglich von zehn jüdischen Männern gebildet wird. Die Frauen sind anscheinend Mitglieder des "Kabbalah Center" (Madonna läßt grüssen). 

Seitdem das israelische Touristenministerium Werbung für Meron und das Grab des Rabbi Schimon betreibt, reisen immer mehr Nichtjuden an, welche in Meron gar nicht erwünscht sind und es jedesmal neu Ärger gibt. Ich frage mich nur, was Christen mit einem jüdischen Rabbiner verbinden, der sich selber sein ganzes Leben gegen den Götzendienst einsetzte.

Bilder aus dem haredischen Teil der Stadt Bnei Brak

B”H 

Hier ein paar Photos vom haredischen (ultra – orthodoxen) Teil der Stadt Bnei Brak bei Tel Aviv:








"Genug mit der haredischen (ultra - orthodoxen) Nichteinhaltung des Anstands !" Das Graffiti gibt es schon seit ein paar Jahren und es weist auf jene haredischen Frauen hin, die angeblich zu kurze Röcke tragen und sich auch sonst in zu bunten auffälligen Farben kleiden. 

Wir sehen hier, dass es innerhalb der haredischen Gesellschaft auch genügend Zoff gibt.



Chabad in Rashi Street 



Kiryat Vishnitz (Stadtteil der chassidischen Gruppe Vishnitz)




 Copyright / Photos: Miriam Woelke

Mittwoch, Februar 01, 2012

Die gesamte Thora ist der Name G - ttes


B"H

Der Ramban (Nachmanides, Rabbi Moshe ben Nachman Girondi, 1194 - 1270) lehrte: 

Die gesamte Thora ist der Name G - ttes. 

Bedeutet: In der Thora drückt G – tt Sein alles überragendes Wesen oder zumindest einen Teil bzw. Aspekt dessen, aus. Jenen Teil G – ttes, welcher offen gezeigt werden kann. Und das anhand der Welterschaffung. 

Wie wir wissen, gibt es in G – tt ebenso Seiten, welche Er nicht offen zeigen will oder kann. Somit müssen wir das annehmen, was Er uns von sich preisgibt. Sprich Seinen Willen in der Thora.

Torah = die konzentrierte Macht G – ttes, welche sich in Seinem Namen ausdrückt

Jüdische Orthodoxie: "Ohr Sameach" und "Machon Me’ir"

B"H 

Worin unterscheidet sich die jüdische Orthodoxie ? Muss man im ultra – orthodoxen Mea Shearim leben, um als ORTHODOX zu gelten ? Nein, sicher nicht und darüber hinaus gibt es unzählige Auslegungen des jüdisch – orthodoxen Lebens. Allerdings braucht deswegen noch lange nicht jeder Mann einen schwarzen Hut aufzusetzen oder eine Frau lange Röcke zu tragen. Es ist wichtig zu verstehen, dass sich die Orthodoxie recht facettenreich präsentiert, was gerade in Jerusalem besonders deutlich wird. Dort nämlich drängen sich streng Orthodoxe dicht an dicht mit traditionellen Juden, nationalreligiösen – zionistischen Juden, den Modern – Orthodox oder den super Modern – Orthodox Shlomo Carlebach Anhängern. 

Da mich jemand aus der Leserschaft fragte, was genau die einzelnen Richtungen innerhalb der jüdischen Orthodoxie bedeuten und wie diese zum liberalen Judentum stehen, hier eine kleine Serie zum besseren Verständnis. Wobei ich gerade das Verständnis nicht garantieren kann, denn vor allem in Deutschland werden Juden, die noch niemals in Israel an relig. Einrichtungen (sprich YESHIVOT oder SEMINAREN) studierten, sich schwer tun, nachzuvollziehen, von was genau ich rede. Das Problem sind die unterschiedlichen Mentalitäten und gerade in Deutschland werden viele Richtungen der Orthodoxie sofort als fanatisch, irre, total daneben oder nicht mehr zeitgemäss, abgehakt. Wer sich hingegen entschliesst, für mindestens ein halbes Jahr nach Israel zu kommen und an einer relig. Einrichtung zu lernen, der wird hinterher Probleme haben, sich wieder in eine deutsche Gemeinde einzuleben. In Israel laufen die Uhren anders und wer das verstehen will, der muss seine deutsche Mentalität erst einmal ad acta legen. 

Am besten zeigt sich, wer wer ist, wenn wir mit den unterschiedlichen Lernprogrammen einzelner orthodoxer Auslegungen beginnen. Zahlreiche Leser fragen regelmässig nach, wo sie was lernen können. Mit zwei, in Jerusalem, sehr bekannten Programmen will ich beginnen. Bitte beachtet, dass diese beiden Programme nur für männliche Bewerber offen stehen und keinesfalls für Frauen !!! 

Wer auf der nationalrelig. Yeshiva “Machon Me’ir” lernen will, muss Jude sein. Entweder jüdisch geboren oder halachisch orthodox konvertiert. Schummeln empfiehlt sich nicht, denn es werden Empfehlungsschreiben verschiedener Rabbiner verlangt. “Machon Me’ir” unterscheidet sich von meiner zweiten Beschreibung der haredisch (ultra – orthodox) – litvischen Yeshiva darin, dass das Machon Konversionskurse zum Judentum anbietet. Auch hier gilt: Ausschliesslich für männliche Bewerber !!! 

Beide Institutionen befinden sich in Jerusalem, wobei “Ohr Sameach” ebenso Niederlassungen im Ausland unterhält. Unter anderem in den USA. Die nationalreligiöse Yeshiva “Machon Me’ir” im gleichfalls nationalrelig. Stadtteil Jerusalems, Kiryat Moshe, vermittelt sehr viel Wissen zum relig. Zionismus. Wie wichtig das Land Israel ist. Im Sinne der Thora sowie der jüdischen Vorväter. Ferner werden jüdische Gesetze (Halacha) gelehrt oder auch Philosophie. Das Machon unterhält mehrere Zweige: Es lernen dort Neureligiöse jeglicher Herkunft. Ob Franzosen, Israelis, Anglos, etc. Von den Konversionskursen habe ich verhältnismässig viel Negativstories vernommen. Von Leuten, die dort lernten. Zum einen seien die Dormitories zu vollgestopft. Mit vier bis fünf Leuten in einem kleinen Zimmer. Außerdem werde bei den Konvertiten untereinander geklaut und, wie im russischen Konversionskurs, gesoffen. 

Kurse aller Art werden in hebräischer, französischer, russischer , spanischer oder englischer Sprache angeboten. 

Bei “Ohr Sameach” im Jerusalemer Stadtteil Ma’a lot Dafna schauen die Lernprogramme wesentlich anders aus. Hier setzt man auf das Talmudstudium. Selbst für Juden, die sich im Judentum kaum auskennen und erst einmal kleine Schritte in Richtung ihrer eigenen Religion unternehmen. Talmud deswegen, da man den Studenten etwas bieten will. Sozusagen, damit diese sagen, sie lernen “Talmud”. “Ohr Sameach” wird gerne mit der ebenso haredisch – litvischen Yeshiva “Aish HaTorah” in der jüdischen Altstadt Jerusalems verglichen. Beide Institutionen unterscheiden sich jedoch bei den Lerninhalten sowie der Mentalität ihrer Studenten. Insgeheim gilt “Ohr Sameach” als intellektueller. Andererseits hörte ich, dass AISH mit besserem Essen aufwartet. 

“Ohr Sameach” bietet keine Konversionskurse an, doch gibt es dort einen Rabbiner, welcher sich um Konversionswillige kümmert und seinen eigenen Kurs unterhält. Unabhängig von “Ohr Sameach”. Wer Näheres dazu wissen will, kann einen Kommentar hinterlassen oder mir schreiben ! 

Hier ein paar Video – Eindrücke und morgen werde ich mit den Beschreibungen fortfahren ! 

Falls jemand fragt, ob er als deutscher Jude an den Programmen teilnehmen kann: Ja, kann er. Vorausgesetzt er ist der englischen Sprache mächtig. 

Und die Kosten ? “Machon Me’ir” wird teilweise auch von der Jewish Agency gesponsort und bietet Kurse sowie Wohngelegenheiten in den Dormitories günstig an. Die aktuelle Preisliste kenne ich nicht, doch dürften sie sich um ca. 200 – 300 Euro / Monat bewegen. Inklusive Lernen, Essen und Unterkunft. 

“Ohr Sameach” ist da wesentlich teurer, doch werden Stipendien angeboten. Vor einiger Zeit war es noch so, dass man das erste Studienjahr umsonst bekam. Ob dem noch so ist, muss ich erst erfragen.     


OHR SAMEACH




Machon Me'ir 

Montag, Januar 30, 2012

Das jüdische Familienmagazin: "Mishpacha"

B”H

MISHPACHA ist der hebräische Ausdruck für FAMILIE. “Mishpacha” – so lautet auch der Name des bekannten haredischen (ultra – orthodoxen) wöchentlichen Familienmagazins, welches in englischer sowie in hebräischer Sprache erscheint. Ich lese “Mishpacha” nicht regelmässig, ab und an aber gibt es recht interessante Texte zu lesen. 

Heute fragte “Mishpacha” an, ob das Magazin einige meiner Photos mit Namensangabe bzw. Name des Blogs übernehmen darf. Wundert Euch daher nicht, wenn Ihr dieselben Photo hier und dort seht.

Übrigens wird “Mishpacha” nicht von allen ultra – orthodoxen Juden gutgeheissen. Unter anderem steht das Wochenmagazin auf dem Index der antizionitischen “Edah HaCharedit”. 

http://www.mishpacha.com/

Geschirr abtrocknen am Schabbat ?

B”H 

Ist es am Schabbat erlaubt, mit einem Geschirrtuch abgewaschenes Geschirr abzutrocknen ? 

Ja, man darf Geschirr abtrocknen. Allerdings sollte das Geschirrtuch nie zu nass werden, sodass der Benutzer gezwungen ist, es auszuwringen.

Was ist "Zionismus" ?

B”H

Rabbi Me’ir Kahane ist bei den meisten deutschen Juden sicher kein Thema, denn gilt er ja bei denen, die sich weniger mit ihm auseinandersetzen, als reiner “Fundamentalist”. Ja, gar Rassist den Palästinensern gegenüber. “Rabbi Me’ir Kahane” ist ein breites Thema, mit dem ich mich auf meinen Blogs bisher kaum auseinandergesetzt habe. Aus Zeitgründen.

Einmal gab es harsche Kritik, allein weil ich den Chabad Rabbi Yitzchak Ginzburgh aus seinen Büchern zitierte. In religiösem Sinne und ohne jeglichen politischen Hintergrund. Sogleich aber kam aus Deutschland Kritik, weil ich Rabbi Ginzburgh zitierte. 

Egal, ob Rabbi Ginzburgh oder Kahane, jeder sollte sich vor seiner Kritik damit befassen, was die beiden Rabbiner motiviert(e) bzw. deren relig. Inhalte hervorbrachte. Beide Rabbiner sind bzw. waren politisch, doch im Grunde genommen bleiben sie Rabbiner und stehen für Thorakommentare. Meine Freundin “FRUMLIFE” kennt Kahanisten in Israel, besitzt die Bücher des Rabbi Me’ir Kahane und berichtet mehr als ich zum Thema: 




Link: 


Kahane Writings

Sonntag, Januar 29, 2012

Ein Lied vom chassidischen Rabbi Elimelech von Lizhensk



This song is credited as composed by the Tzadik Rabbi Reb Elimelech of Lizensk. It was passed down by his famed Talmud the Rabbi Naftul Tzvi of Ropshitz, who then passed it down to his son-in-law Rabbi Usher Shaya of Ropshitz, who passed it down to his son-in-law Rabbi Feivish of Brezhan, passed it to his son Rabbi Leibish of Brezahn, who passed it to his grandchildren and great grandchildren that survived the WWII to pass it on to us. A beautiful 'Heilige' nigun that tlak to the depth of your heart.

Der KOTZKER REBBE zur Thoralesung BO


Photo: Miriam Woelke
B"H 

Übersetzung:

BO - KOMM 

Ein berühmtes sowie populäres Teaching des Kotzker Rebben (Rabbi Menachem Mendel Morgensztern, 1787 - 1859): 

"G – tt sagte zu Moshe: KOMM (BO) zu Pharao ..."

Warum trug G – tt dem Moshe auf, zu Pharao zu KOMMEN, anstatt zu Pharao zu GEHEN ? Moshe war ja noch gar nicht bei Pharao, sondern musste sich erst dorthin begeben.

Der Kotzker Rebbe betrachtet das BO als ob G – tt selbst sich schon längst bei Pharao befindet. Als ob G – tt in Pharaos Palast ist und Moshe erwartet. Was der Rebbe damit anzudeuten beabsichtigt ist, dass, wo immer die Juden auch hingehen, G – tt schon dort ist. Selbst in der Diaspora sind die Juden niemals allein. 

Wann immer sich ein Mensch einsam und allein fühlt, befinden sich stets zwei Anwesende in seiner Gegenwart: Der Mensch selber und G - tt.

Samstag, Januar 28, 2012

Ahallel Amallel


Talmud Chagigah 12a: Adams Größe umfasste die ganze Welt

B”H

Der Talmud Traktat Chagigah 12a lehrt, dass Adam HaRishon (Adam) von einer Größe war, sodas er die gesamte Welt umfasste. Er reiche von einem Ende der Welt bis zum anderen.

Erklärung:

Wie so viele Statements aus der Aggadah sind auch in diesem Fall die angegebenen Maße nicht wörtlich zu verstehen. Vielmehr will uns die Gemara (rabbinische Diskussion) vermitteln, dass Adams Verstand dermassen hoch lag und ausreichte, um die gesamte Welt zu verstehen und zu begreifen. Er wusste, was an allen Enden der Welt vor sich ging und war sich gleichzeitig dessen bewusst, was sich zwischen Himmel und Erde abspielte. 

Immerhin dürfen wir nicht vergessen, dass Adam vor seinen Vergehen mit solch hohen Seelenleveln ausgestattet war, die wir heute nicht mehr in der Lage sind zu begreifen, sondern deren Wirken nur aus kabbalistischer Literatur bekannt sind. Unter anderem handelte es sich dabei um einen Level, welcher einem Menschen ewiges Leben auf Erden ermöglichte. All die hohen Level jedoch nahm G – tt dem Adam nach dessen Vergehen und warf ihn nebst Gattin Eva (Chava) aus dem Paradies.

Donnerstag, Januar 26, 2012

Die "Großen Synagoge" von Tel Aviv by Night

B”H 

Die dieswöchige Thoralesung “BO” werde ich aus Zeitgründen erst am Samstag abend in den Blog stellen. Dafür ein paar Photos von der Tel Aviver “Großen Synagoge”. Aufgenommen am heutigen Abend. 






Photos: Miriam Woelke

Warum bringen Juden heutzutage keine Tieropfer dar ?

B”H 

Seit einigen Jahren bin ich Mitglied in einem Forum, welches allerlei Fragen beantwortet. Jemand, der sich für das Judentum interessiert, stellte mir gestern die folgende Frage: 

wer kann mir sagen warum auch orthodoxe juden keine tieropfer mehr darbringen, wie es in der tora (4. buch mose) eigentlich vorgeschrieben ist. in anderen bereichen halten sich die strenggläubigen juden sehr genau an den wortlaut der bibel. 

Meine Antwort: 

Tieropfer wurden nur im Tempel erbracht ! Zur Zeit Moshes wurden Tiere im Mischkan (Tabernakel) geopfert. Später, zur Zeit des Ersten und Zweiten Tempels, wurden die Tiere im Tempel rituell geopfert. Die Opferungen fanden nur im Tempel zu Jerusalem statt und nicht irgendwo anders im Land ! Seit wir Juden derzeit keinen Tempel haben und immer noch auf den Meschiach und die Errichtung des Dritten Tempels warten, werden bis dahin keinerlei Tieropfer erbracht. 

Was symbolisch an den Tieropferdienst erinnert: Das Mussaf - Gebet beim Morgeng - ttesdienst am Schabbat. Verschiedene Gebete, welche dem regulären G - ttesdienstritus angehängt werden. 

Link: 

Juden und die täglichen Opferungen

Religiöser jüdischer Kalender

B”H 

Ein regulärer Kalender ist für einen relig. Juden unzureichend, denn nur religiöse Kalender zeigen sämtliche jüdischen Daten an. Wie, z.B., den “Yom Kippur Katan”  oder verschiedene Yahrzeiten (Todesgedenktage) wichtiger Rabbiner. 

Hier zwei Bilder von meinem Kalender. Ein kleines Heftchen, erhältlich in ultra – orthodoxen (haredischen) Buchhandlungen und ganz und gar nicht teuer. 




 Photos: Miriam Woelke

Wer herausfinden möchte, welches Datum des gregorianischen Kalenders für den Tag im jüdischen Kalender steht, hier ein Converter: