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Donnerstag, Mai 03, 2012

Parashat EMOR - פרשת אמור


Blick auf den Ölberg mit dem jüdischen Friedhof am Abhang

Photo: Miriam Woelke
B"H

Zu Beginn der Parashat (Thoralesung) EMOR trägt G – tt Moshe auf, den Cohanim (Tempelpriester), den Nachkommen (Söhnen) Aharons, zu sagen, dass sie sich von bestimmten Unreinheiten fernzuhalten haben.

Wortdefinition: EMOR = Sagen. Moshe soll den Cohanim, den Söhnen Aharons SAGEN, dass … 

Der polnisch - chassidische Rabbiner Elimelech von Lizhensk (Rabbi Elimelech Weisblum, 1717 – 1787) stellt die Frage, warum G – tt an dieser Stelle sagt: "Den COHANIM, den SÖHNEN AHARONS". Waren die Cohanim (Tempelpriester) nicht eh alles die Nachkommen des Aharon ? Wozu also diese Unterteilung bzw. zweimalige Erwähnung ? 

Rabbi Elimelech definiert aus dem Kontext heraus, dass es zweierlei Arten Zaddikim (Gerechte) und Cohanim gibt. Nämlich jene, die absolut ernsthaft bei der Sache sind und die zweite Gruppe, zumeist die Nachkommen, welche halt die Cohanim – Stellung innehalten,weil ihr Vater ein Cohen war. Richtiges Interesse aber haben sie nicht immer. Aber selbst wenn sie nicht mehr so aufrichtig sein sollten in ihrem Handeln, wie ihre Väter, so besitzen sie dennoch vor G – tt die Pluspunkte ihrer Väter und können in gewissem Maße davon zehren. Beispiel: Die heutigen Juden, inklusive den religiösen, sind nicht so dermassen fromm wie die Vorväter Avraham, Yitzchak oder Yaakov. Trotzdem wird sich G – tt immer an die großen Taten der Vorväter erinnern und zu den heutigen Juden halten. Selbst dann, wenn sie nicht immer ganz so fromm sein sollten. 

Kurz darauf heißt es in der Parasha, dass Cohanim sich von zwei Dingen distanzieren müssen: 
1. Sie dürfen keine Konvertitinnen oder keine geschiedene Frau heiraten. 
2. Cohanim dürfen nicht mit Toten in Berührung kommen und aus diesem Grund noch nicht einmal einen Friedhof betreten. Nummer 2 scheint auf den ersten Blick ein eher seltsames Gebot zu sein, doch in der Parasha erklärt G – tt den Hintergrund. Die Kabbalah geht noch viel weiter darauf ein. Insbesondere das kabbalistische Buch ZOHAR, welches beschreibt, wie unrein ein toter Körper sein kann. Gerade kurz nach dem Tod eines Menschen spielen sich unterschiedliche Dinge ab. Die Seele verläßt den Körper und aufgrunddessen wird der Körper unrein. Wann die Seele wohin aufsteigt oder wie lange sie im Körper verbleibt, darüber diskutiert nicht nur die Kabbalah, sondern auch der Talmud Traktat Berachot. 

Im Judentum besteht das Gesetz einen Verstorbenen unverzüglich zu begraben und nicht zu warten. Je länger die Zeit zwischen dem Todeszeitpunkt und dem Begräbnis, desto länger befindet sich die Seele des Toten gefangen in einem Twilight. Sie ist nicht auf Erden und nicht im Himmel, sondern in einer Art Grauzone (dies einmal symbolisch ausgedrückt). 

Praktisch gesehen ist es für einen Cohen kompliziert, einen Friedhof zu besuchen. Richtig aktuell wird das Thema wieder in der kommenden Woche, denn dann feiern wir gegen Ende der Woche das LAG BA’OMER, den 33. Tag des Omer. Hunderttausend Juden werden sich an dem Tag in Meron (Nordisrael) versammeln. Am Grab des talmudischen Rabbi Schimon bar Yochai, denn Lag Ba’Omer ist dessen Todestag. Und laut vielen Meinungen war es Rabbi Schimon, welcher den ZOHAR verfasste. Zwar nicht niederschrieb, sondern seine Mystik mündlich an seine Anhängerschaft weitergab. 

Sämtliche chassidischen Gruppen und deren Rebbes werden sich am nächsten Mittwoch abend bzw. Donnerstag in Meron versammeln und die traditionellen Feuer anzünden. Einige der Rebben sind jedoch Cohanim wie, z.B., der Rebbe der chassidischen Gruppe Toldot Aharon aus Jerusalem. Wie bekommt man den Rebben den Berg zum Grab des Rabbi Schimon hinauf, wenn er doch keinen Friedhof betreten darf ? HIER die Antwort !


Andere jüdische Friedhöfe hingegen bauten extra Brücken für Cohanim. Ein komplizertes halachisches Thema und der Bau wird stets von Rabbinern überwacht wie hier in Tiberias:

http://hamantaschen.blogspot.com/2010/11/eine-koschere-strasse-fur-cohanim-in.html

Samstag, Februar 04, 2012

Haredische Demonstration gegen "Kabbalah Center" Anhänger in Meron

B"H

Erneut kam eine Gruppe von Anhängern des “Kabbalah Centers” zum Grab des talmudischen Rabbi Schimon bar Yochai nach Meron (Nordisrael). Das “Kabbalah Center” a la Madonna, deren Anhänger eine Menge Geld zahlen, um angeblich die jüdische Kabbalah zu lernen. Dabei meditiert Madonna am ersten Buchstaben des hebräischen Alphabetes und glaubt, sie lerne Kabbalah. Dass, was Rabbi Yehudah Berg mit seinem Center abzieht, ist ein gewaltiges Wirtschaftsunternehmen, welches einzig und allein auf Profite aus ist. Und darum geht es dem “Kabbalah Center”. Um Geld. 

Der mittelalterliche Kabbalist, Rabbi Yitzchak Luria, sagte seinerzeit, dass ein Nichtjude die jüdische Kabbalah niemals erfassen kann, da Nichtjuden und Juden unterschiedliche Seelen besitzen. Dies ist nichts Negatives, denn Juden sowohl als auch Nichtjuden haben g – ttgegebene unterschiedliche Aufgaben auf dieser Welt. Was alles zum wahren Kabbalahstudium dazugehört, sind Jahre des Lernens einschlägiger Literatur, welche fast ausschliesslich nur in hebräischer Sprache vorhanden ist. Ferner gehören dazu erfahrene Lehrer / Rabbiner, die auf dem Gebiet bewandert sind. Nicht auf jeden Rabbiner trifft dies zu und nicht jeder Rabbiner ist automatisch eine Geistesgröße. Deswegen muss man schon suchen, um einen professionellen Lehrer zu finden. 

Kabbalah = Geheimnisse der Thora. Bedeutet, dass die Kabbalah kein mystischer Hokuspokus ist, sondern sich auf die Lehren der Thora bezieht. Auch handelt es sich bei der Kabbalah um keine esoterischen Lebenshilfen. 

Hier ein paar Photos der "Kabbalah Center" Leute sowie von der haredischen Demo gegen die Eindringlinge. Was ultra – orthodoxe Juden bemängeln ist, dass es sich bei den “Kabbalah Center” Leuten entweder um Nichtjuden oder vollkommen säkulere Juden handelt. Juden, die Schweinefleisch essen, aber hinterher Kabbalah lernen wollen. Ich habe derlei Leute selbst einmal live erlebt. Nicht vom “Kabbalah Center”, doch in meinem weiteren Bekanntenkreis. Erst lernen und dann Schweinefleisch essen. Ich fand das übelst. Solche Leute lernen nur Kabbalah, um sich selbst zu erheben und nicht, um wirklich Judentum zu lernen.


Der Dr. Berg Kult kommt nach Meron, um die heilige Stätte unrein zu machen.





Alle Photos HIER !

Sonntag, Dezember 18, 2011

Haredische Demonstration gegen Übernahme des Rashbi Grabes durch israelische Regierung


 Die heutige Demonstration am Kikar Schabbat / Jerusalem.

Mehr Bilder dazu HIER !
B”H 

Tausende Haredim (ultra – orthodoxe Juden) demonstrierten heute abend in Jerusalem gegen die Pläne der israelischen Regierung, das Grab des berühmten talmudischen Rabbiner Schimon bar Yochai in eine internationale Touristenattraktion umzugestalten. Das Touristenministerium will Tausende Christen an das Grab bringen und die Christen wiederum planen schon ihre eigene Übernahme. Rabbi Schimon soll zu einem von ihnen gemacht werden. Ein talmudischer Rabbiner, der eigentlich Christ war. Dieses Geschwafel von diversen kirchlichen Gruppierungen besteht schon seit längerer Zeit, hat jedoch nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Vielmehr geht es einmal wieder darum, etwas Jüdisches in etwas Christliches umzufunktionieren. So zum Beispiel, wie Chanukkah gerne als “auch christlich” präsentiert wird. Rabbi Schimon bar Yochai jedenfalls dreht sich im Grabe um, wenn da ein Haufen christlicher Touristen mit ihren Kreuz aus dem Bus steigen und an sein Grab stürmen. 

Heute abend demonstrierte die “Edah HaCharedit” aus Mea Shearim. Dabei waren auch der Rebbe der chassidischen Gruppe Toldot Aharon, sein Bruder, der Rebbe der Toldot Avraham Yitzchak, der chassisischen Rebbe der Gruppen Rachmastrivka, Pinsk – Karlin, Stropkov, der Mischkenot HaRoim sowie Rabbi Wosner und viele andere.

Link:


Niggun (Melodie) zu Rabbi Schimon bar Yochai

Mittwoch, Juli 06, 2011

Die jüdisch – religiöse Welt gegen Nichtjuden am Grab des Rabbi Schimon bar Yochai


 Am Grab des Rabbi Schimon bar Yochai in Meron / Nordisrael

Photo: Miriam Woelke

B”H

Der Israel – Tourismus boomt und da kam das israelische Touristenministerium doch gleich auf die Idee, noch mehr Besucher aus aller Welt anzulocken, um so mehr Geld zu scheffeln. Natürlich braucht unser Land den Tourismus, denn die gleichnamige Industrie hängt davon ab genau so wie die Wirtschaft und Arbeitsplätze. Ferner können all die Touristen den angeknacksten Israelruf in der Welt vielleicht etwas gerade rücken, wenn sie daheim erzählen, wie es hierzulande tatsächlich zugeht.

Tourismus – JA, aber um jeden Preis ? Müssen Judentum und jüdische Stätten wegen nichtjüdischer Touristen zurückstecken ? Unsere Regierung meint anscheinend JA, denn das Ministry of Tourism bietet Meron mit seinem Grab des berühmten talmudischen Rabbi Schimon bar Yochai weltweit als Touristenattraktion an. Eine Schande, denn bei dem Grab handelt es sich um eine ausschliesslich jüdische Stätte, an welcher Nichtjuden absolut nichts verloren haben. Rabbi Schimon bar Yochai würde sich im Grab umdrehen, wüsste er davon. Was um alles in der Welt haben Nichtjuden am Grab des Rabbi Schimon verloren ? Noch dazu, wo sie gar nicht wissen oder begreifen, was der Rabbi für eine Stellung im Talmud einnimmt !

Kein Wunder, dass die jüdisch – relig. Welt Alarm gegen irgendwelche Touristen schlägt. Touristen, die weder in Meron noch am Grab des Rabbi Schimon etwas zu suchen haben. Aus persönlicher Erfahrung heraus kann ich sagen, dass mich die Tatsache ebenso nervt, wenn da irgendwelche Leute auftauchen, die keine Ahnung von Rabbi Schimon haben. Was haben Nichtjuden am Grab eines Rabbiners verloren ? Noch dazu, wo ein deutscher Reiseführer (ich glaube der ATLAS Reiseführer) Rabbi Schimon als irgendeinen Kabbalisten beschreibt. Dies nur oberflächlich, wobei wichtige Fakten, wie der Talmud, erst gar keine Erwähnung finden.

Nichtjuden sind am Grab in Meron nicht willkommen. Nicht nur der Normalo – Tourist, denn insbesondere könnten christliche Missionare einmal wieder mehr ihr Unwesen treiben.

Es gibt mir schon zu denken: Einerseits lehnt das Christentum den Talmud ab, doch dann auf einmal will man zum Grab eines talmudischen Rabbiners.


Die aktuelle Zeitungsausgabe der "Edah HaCharedit" warnt vor Nichtjuden in Meron.

Link:

Samstag, Mai 21, 2011

Die Mystische Nacht: Lag Ba'Omer in Israel und das Grab des Rabbi Schimon bar Yochai

B”H

Ich bin mir nicht sicher, dass sich die Diaspora vorzustellen in der Lage ist, welchen Stellenwert der 33. Tag in der Omerzählung (heute abend + morgen / Sonntag) in Israel einnimmt. Ob jüdisch – religiös oder säkuler, im ganzen Land werden heute abend riesige Lagerfeuer gezündet. Diese Tradition geht darauf zurück, dass an Lag Ba’Omer ebenso die Yahrzeit (Todesgedenktag) des wichtigen talmudischen sowie kabbalistischen Rabbi Schimon bar Yochai ist. Um die Feuer herum wird getanzt und dies vor allem im nordisraelischen Meron, wo der Rabbi begraben liegt.

Zur Stunde machen sich Abertausende israelische Juden auf nach Meron und fast jeder chassidische Rebbe gibt dort heute nacht seinen Tisch für die Chassidim. Der kleine Ort Meron, eigentlich nu rein winziges Dorf um das Grab herum, ist restlos ausgebucht und die Besucher nächtigen in mitgebrachten Zelten. Ferner ist die nur ca. 10 km entfernte Stadt Zfat (Safed) ebenso bedingungslos ausgebucht. Nichts geht mehr und morgen werden die Straßen nach Meron völlig verstopft sein.

Aber auch in Tel Aviv, Jerusalem sowie an allen anderen Orten werden Lagerfeuer gezündet. Einschliesslich vor der Jerusalemer Klagemauer (Kotel).

HIER gibt es Photos vom Grabe des Rabbi Schimon bar Yochai !

Donnerstag, Mai 19, 2011

Virtueller Rundgang am Grab des Rabbi Schimon bar Yochai

B"H

Wer am Lag Ba'Omer (diesen Samstag abens sowie Sonntag) nicht nach Meron zum Grab des Rabbi Schimon bar Yochai kann:

Ein Leser meines englischen Blogs sandte mir diesen tollen Link zu einem virtuellen Grabrundgang zu.

Mittwoch, Mai 18, 2011

Die "Schabbat - Lag Ba'Omer - Rashbi" Kontroverse

B"H

Der Rebbe der chassidischen Gruppe Ruzhin - Boyan kündigte an, dass er plant, das am Lag Ba’Omer (33. Tag im Omer) traditionelle Feuer erst nach Mitternacht anzuzünden und nicht vorher. Weitere Rabbiner fassten denselben Entschluss, um relig. Juden davor zu bewahren, die Kontrolle zu verlieren und aus lauter Eifer die Lag Ba’Omer Vorbereitungen noch vor dem Schabbatende zu beginnen und somit den Schabbat zu brechen.

In Israel ist das Lag Ba'Omer – Fest ein extrem wichtiges Ereignis; insbesondere bei der relig. Bevölkerung. Tausende werden zum Lag Ba’Omer in Meron, am Grab des Rabbi Schimon bar Yochai (Kurzform: RASHBI) erwartet. In diesem Jahr beginnt das Fest an diesem Samstag abend, gleich nach dem Schabbatende. Samstag abend und Sonntag feiert die jüdische Welt den 33. Tag in der Omerzählung und damit auch die Yahrzeit (Todesgedenktag) des talmudischen sowie kabbalistischen Rabbiners Schimon bar Yochai. Die jüdische Mystik ist an dem Tag obenauf, doch gibt es in Israel schon seit Wochen eine heftige Kontroverse innerhalb der relig. Bevölkerung. Wann dürfen die Feierlichkeiten in Meron / Nordisrael beginnen ? Wer kommt wann nach Meron und das ja erst das offizielle Schabbatende abgewartet und nichts zum Nachteil des Schabbat überstürzt werde.

Aktuell berichtet auch noch die haredische (ultra – orthodoxe) News Site KIKAR SHABBAT , dass die israelische Regierung plane, das Grab des Rabbi Schimon zur Touristenstätte zu deklarieren. Seit einiger Zeit schon werden die Regierung mit ihrem Touristenministerium sowie der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat immer gieriger und tun alles, um ja nur noch mehr Touristen anzulocken. Sollen wir uns jetzt Tausende einfallende Christen am Grab des Rabbi Schimon bar Yochai vorstellen ? Leute, die mit dem Tanna (talmudischer Rabbiner) überhaupt nichts zu tun haben ?

Die antizionistische Dachorganisation “Edah HaCharedit” spricht ebenso eine aktuelle Warnung gegen ein geplantes “Mystik Center” der jüdischen Reformbewegung nahe des Grabes von Rabbi Schimon aus. Hierzu sei angemerkt, dass der Tanna selbst sich sicher im Grabe herumdrehen wird !

Momentan plant die israelische Regierung, unser Land in eine Art Disneyland für nichtjüdische Touristen umzufunktionieren !

Donnerstag, Mai 05, 2011

Meron bereitet sich auf LAG BA'OMER vor


B”H

Am 22. Mai ist der 33. Tag in der Omerzählung. LAG BA’OMER, der Tag steht in Israel für die Yahrzeit (Todesgedenktag) des großen talmudischen Rabbiners sowie Kabbalisten, Rabbi Schimon bar Yochai (RASHBI), der da im nordisraelischen Meron begraben liegt. An eben jenem 33. Tag des Omer, Lag Ba’Omer, werden sich mehr als 100,000 Juden im Miniort Meron einfinden und ein wildes Lag Ba’Omer feiern.

Hier ein paar Photos wie sich Meron auf das riesige Event vorbereitet:




Weitere informative Links zum Thema:




Am Grab des Rabbi Schimon bar Yochai in Meron

Montag, Dezember 13, 2010

Schnee in Meron


Snow on the hills of Meron

B"H

Gestern war General Winter unterwegs in Israel. Sturm, Regen und Schnee im Norden. 60 cm auf dem Hermon, doch auch in den Bergen Merons lag Schnee.
Das Chabad Hostel "Ascent" in Zfat (Safed) stellte diese grossartigen Photos ins Net !


MERON, ein kleiner Ort nahe Zfat (Safed), der durch das Grab des talmudischen Rabbi Schimon bar Yochai bekannt wurde.


Links zu Rabbi Schimon:

Der Talmud zu Rabbi Schimon bar Yochai

In der kabbalistischen IDRA RABBAH Höhle

Am Grab von Rabbi Schimon bar Yochai

Sonnenuntergang in Meron

Montag, Oktober 18, 2010

Sonnenuntergang über Meron




Der Sonnenuntergang über den Bergen von Meron / Nordisrael. 
Der berühmte talmudische Rabbiner, Rabbi Schimon bar Yochai,
liegt in Meron begraben, was den Ort zu einer Art jüdischen
Pilgerstätte macht. Auch ich war
schon mehrere Male am Grab des Rabbi Schimon.
Die Aufnahmen machte ich vom Ort gegenüber:
In der alten kabbalistischen Stadt Safed (Zfat).




Photos: Miriam Woelke



Links:


Dienstag, August 31, 2010

Am Grab von Rabbi Schimon bar Yochai in Meron

B"H

Rabbi Schimon bar Yochai ist bekannt aus dem Talmud sowie als Autor des kabbalistischen Buches "ZOHAR". Vor knapp zwei Wochen war ich an seinem Grab in Meron (Nordisrael) und machte die nachfolgenden Photos:





Der Souvenirverkauf auf dem Vorplatz zum Eingang des Grabes von Rabbi Schimon befindet sich fest in den Händen der Nana - Breslover Chassidim.











Der Eingang zum Grab ist nach Geschlechtern getrennt und Frauen haben einen separaten Eingang. Oben die Mezuza am Fraueneingang.







Das Grab des Rabbi Schimon bar Yochai. Die Männer beten hinter der Wand gegenüber !







Gedenkkerze mit Olivenöl






Im Judentum ist es Gesetz, sich nach dem Friedhofsbesuch die Hände zu waschen, um diverse Unreinheiten zu beseitigen.


Photos: Miriam Woelke

Sonntag, August 29, 2010

Die IDRA RABBAH HÖHLE zwischen Safed und Meron

B"H


In der vorletzten Woche nahm ich an einem Meditationskurs der chassidischen Gruppe Chabad (Lubawitsch) teil. Das Seminar fand im Chabad eigenen Hostel "Ascent" in Safed statt und wurde von Rabbi Shmuel Gavriel Tornek unterrichtet.


Nicht nur, dass wir im Vortragsraum des Hostels das Meditieren erlernten; nein, wir fuhren auch aktiv durch die "kabbalistische" Umgebung (u.a. nach Meron) und meditierten ebenso in der Höhle "Idra Rabbah", welche einst der Kabbalist Rabbi Yitzchak Luria, 1534 - 1572, ausfindig gemacht hatte. Ihm zufolge meditierten hier schon der grosse Rabbi Schimon bar Yochai sowie dessen Sohn Elazar.





Das Dach der Höhle "Idra Rabbah". Wenn man hineingeht, findet man die eigentliche Höhle vor !











Eine Liste der talmudischen Rabbis, welche schon in der Idra Rabbah meditiert haben sollen.





Unsere Meditationsgruppe vor dem Eingang. Mit dem Chabad Rabbi Eli Naiditch in der Mitte.





Die Gruppe beim Meditieren mit Rabbi Tornek.





Wem diese Gräber in der Höhle gehören, ist mir bis heute unklar.





Photos: Miriam Woelke

Freitag, August 20, 2010

Schabbat Schalom


In der Altstadt von Safed (Nordisrael)

Photo: Miriam Woelke


B"H

"Schabbat Schalom" an alle Leser aus der kabbalistischen Stadt Safed in Nordisrael !

Mehr zu allem in der kommenden Woche. Es gibt viel zu berichten. Erst heute morgen waren wir mit der Seminargruppe in der "IDRA RABBAH HÖHLE" des Rabbi Schimon bar Yochai und danach an seinem Grab in Meron.

Donnerstag, April 29, 2010

Warum feiern wir die Yahrzeit des Rabbi Schimon

B"H

Auf einem haredischen (ultra - orthodoxen) Radiosender hörte ich einen sephardischen Rabbiner, wie dieser die Antwort auf die Frage "Warum wir die Yahrzeit (Todesgedenktag) des talmudischen Rabbi Schimon bar Yochai so ausgiebig feiern" definiert. Warum tanzen Juden aufgrund der Yahrzeit des Rabbis am Lag Ba'Omer (33. Tag im Omer) ? Warum fahren Abertausende an sein Grab nach Meron ? Sollten wir nicht eher an dem Tag besinnlich Thora lernen und ein spezielles Mahl einnehmen, damit die Seele des Rabbis erhöht wird ?"

Der sephardische Rabbiner gab die Antwort:
Alles mit Rabbi Schimon bar Yochai hat mit g - ttlichen Wundern zu tun. Von den Römern verfolgt, flüchtete er mit seinem Sohn Elazar nach Nordisrael. Dort versteckten sich bei in einer abgelegenen Höhle, wie uns der Talmud Traktat Schabbat 33 lehrt. Um sich besser zu verbergen, gruben sie sich bis zum Kopf in Sand ein und lehrten sich tagsüber gegenseitig Thora. G - tt erschuf eine Wasserquelle sowie einen Carob Tree (Baum) in der Höhle, damit beide Rabbis Nahrung bekamen. Normalerweise benötigt ein Carob Tree viele Jahre um zu wachsen, doch durch das Wunder G - ttes war der neu erschaffene Baum in voller Ernte.

Nach zwölf Jahren verliessen Rabbi Schimon und Rabbi Elazar die Höhle, denn der römische Prokurator in Palästina starb. Dies bedeutete die Freiheit der beiden verfolgten Rabbiner, da die Politik hatte gewechselt und sie wurden nicht mehr länger verfolgt.
Als sie aus der Höhle kamen, sahen sie etwas weiter entfernt Bauern auf dem Feld arbeiten und Rabbi Schimon wunderte sich, wie es sein kann, dass sich die Juden mit Arbeit abgeben, wo doch solch ein grandioses spirituelles Thoraleben auf sie wartet, wenn sie sich dem voll und ganz hingeben täten. Die Spiritualität allein erhalte einen am Leben.
Daraufhin bestrafte G - tt die beiden Rabbiner, da sie Seine Erschaffung zerstörten. Er nämlich hatte jeden Menschen individuell erschaffen und nicht alle gleich. Zur Strafe mussten die Beiden auf ein weiteres Jahr zurück in die Höhle, damit sie wieder lernten, die Welt mit realistischen Augen und nicht von ihrem hohen sprituellen Level aus zu betrachten.

G - tt also liess mehrere Wunder auf einmal walten, und somit feiern wir ebenso, dass Rabbi Schimon niemals von den Römern gefangen und hingerichtete wurde, sondern vielmehr eines natürlichen Todes starb.
__________________

Da Rabbi Schimon bar Yochai im Judentum ein breites Themenspektrum einnimmt, richtete ich einen extra Label (siehe bei den Labeln rechts) ein.

Dienstag, April 27, 2010

Meron is going Business


Chassidut Satmar (Rebbe Zalman Leib) bei ihrem Lag Ba'Omer Feuer vor ihrer Beit Midrash in Yoel Street / Jerusalem.



B"H


Wann genau ist dieses Jahr Lag Ba'Omer (der 33. Tag der Omer - Zählung) ?
Eine sehr gute Frage, denn das Jerusalemer Oberrabbinat sowie anderweitige Rabbiner planen, den Beginn der Lag Ba'Omer Feierlichkeiten eventuell ganz auf Sonntag zu verschieben, da der Verdacht bestehe, dass so mancher Jude vor lauter Lag Ba'Omer Begeisterung sein traditionelles Feuer zu früh zündet und somit den Schabbat bricht.

Nichtsdestotrotz werden auch in diesem Jahre wieder mehrere 100,000 meist relig. Juden in Meron, im Norden Israel am Grabe des Rabbi Schimon bar Yochai erwartet. Rabbi Schimon bar Yochai wird als Autor des kabbalistischen Buch ZOHAR betrachtet und war ein Tanna zu talmudischen Zeiten. Er und sein Sohn Elazar sind unzählige Male im Talmud genannt. Rabbi Schimon starb am Lag Ba'Omer und aus diesem Grund versammelt sich alles um sein Grab in Nordisrael (bei Safed).



Am Grab von Rabbi Schimon bar Yochai in Meron. Männer und Frauen haben getrennte Eingänge !


Mit dem 33. Tag im Omer (der 50 Tage zwischen Pessach und Schavuot) geht ebenso die Trauerperiode um die 24,000 Schüler des Rabbi Akiva zuende. Dann darf sich wieder rasiert, die Haare geschnitten sowie geheiratet werden. All das war in den 32 Tagen zuvor aus Trauergründen nicht erlaubt gewesen.



Am Grabe Rabbi Schimons


Schon in dieser Woche wird das kleine Meron dicht besiedelt sein und ganze Families sowie chassidische Gruppen samt ihrem Rebben reisen an und campen um das Grab herum. Meron macht Business, denn fuer ein Bett in einem Lagerraum werden ganze 700 Dollar verlangt.
Da nehme man sich lieber ein Zelt und campiere im Freien. Falls noch Platz vorhanden sein sollte.:-)

 

In Meron an Lag Ba'Omer

Montag, Februar 22, 2010

Das Mahl des Achaschwerosch




B"H


Weiteres zum Purim - Fest, welches wir in der nächsten Woche (Samstag abend, Sonntag + Montag) feiern:


In den ersten Sätzen des "Buches Esther" (Megillat Esther) wird uns von einem riesigen Fest erzählt, welches der persische König Achaschwerosch für sich und seine führenden Untertanen aus 127 Ländern gab. Das Fest gab er im dritten Jahr seiner Herrschaft in der damaligen Hauptstadt des persischen Reiches, in Schuschan.


In der Gemara (rabbinische Diskussionen) des Talmud Traktates Megillah 12a wird eine interessante Frage aufgeworfen, welche von Rabbi Schimon Bar Yochai und seinen Schülern diskutiert wurde. Die Schüler fragten Rabbi Schimon, warum die Juden zu Zeiten Esthers, Mordechais und Achaschweroschs von G - tt ausgelöscht werden sollten.
Sie fragten und lieferten gleichzeitig die Antwort: "Weil die damaligen Juden mit größter Freude am Fest des Bösewichts Achaschwerosch teilnahmen."


Rabbi Schimon Bar Yochai aber gab sich mit der Antwort nicht zufrieden.
Wenn dem nämlich tatsächlich so gewesen wäre, dann hätten folglich nur die Juden in Schuschan sterben müssen und nicht jene, die nicht in der Hauptstadt lebten. Schließlich nahmen nur Juden aus Schuschan am Gelage teil.
Die Schüler des Rabbi Schimon gaben auf und baten ihn um die richtige Antwort, die folgendermassen lautete:


"Die Juden hatten es verdient zu sterben, weil sie sich zu Zeiten Nebuchabnezzars (babylonischer König, der den Ersten Tempel in Jerusalem zerstörte und die Juden ins babylonische - später persisches Exil - zwang) vor einer Statue verneigten.


Die Schüler begannen, Rabbi Schimon herauszufordern:
"Wenn die Juden sich zu den Zeiten wirklich vor einer goldenen Statue verneigten, hätte G - tt in dem Fall nicht Gnade walten lassen können ?"


Rabbi Schimon gibt hierauf eine erstaunliche Antwort:
"Die Juden vollführten den Akt des offenbaren Götzendienstes nur äußerlich, weil sie sich vor Nevuchadnezzar fürchteten. Innerlich jedoch glaubten sie nicht an die "Hokuspokus - Goldstatue". Ähnlich verhält es sich später zu Zeiten von Mordechai, Esther und Achaschwerosch. G - tt inszenierte den Konflikt mit Haman nur "äußerlich", um die Juden zu ängstigen und zur Teschuva (Umkehr zu G - tt) zu bewegen. "Im Inneren" jedoch dachte Er niemals auch nur eine Sekunde daran, die Juden wirklich auszulöschen."



Kommentare:


Die Schüler gaben an, dass die Juden am Fest des Achaschwerosch mit großer Freude teilnahmen. Was genau bedeutet das ?


Achaschwerosch hatte sich, wie schon einer seiner Vorgänger (Belshazzar), verkalkuliert. Beide glaubten nämlich, dass die Zeit der Rückkehr der Juden nach Israel abgelaufen sei. Die Babylonier / Perser kannten die Prophezeihungen der jüdischen Propheten, machten aber jedesmal den gleichen Fehler, sich zu verkalkulieren, um dann behaupten zu können, G - tt habe die Juden abgeschrieben und Er denke gar nicht mehr daran, sie nach Israel zurückzubringen.
Achaschwerosch feierte somit die auf ewig anhaltende Zerstörung des Ersten Tempels, und alle Juden, die begeistert am Fest teilnahmen, erweckten den Eindruck, dass auch sie der Meinung des Königs zustimmten.


Bezüglich des Niederbeugens vor einer Goldenen Statue zu Zeiten des Nevuchadnezzar:
Der große Kommentator Raschi sagt, dass nur Chananiah, Mishael und Azariah sich weigerten, vor der Statue niederzuknien; alle anderen Juden taten es.


Vielen ist das Purim - Fest, unter anderem, auch als eine Art "Karneval" bekannt. In Israel sieht man seit Tagen Kinder verkleidet zu Purim - Parties gehen und es gibt wohl keine Schule im Land, die keine Parties abhält. Die Verkleidungen sind vollkommen unterschiedlich; die Säkuleren tragen andere Kostüme als die Religiösen. Bei relig. Mädchen ist das Top - Kostüm "Königin Esther". Jede will Esther sein und das seit vielen Jahren. Bei den Jungen geht es gemischter zu. Vom Polizisten bis hin zum Piraten ist alles vertreten.
Warum aber der Brauch des Verkleidens an Purim ?
Sicher gibt es hierzu viele Meinungen, doch eine ganz interessante fand ich im chassidischen Kommentar "Ner Israel" der Chassidut Ruzhin - Boyan.




Im Wort "Esther" verbirgt sich das hebrä. Wort "Nistar". Und "NISTAR" heißt "VERBORGEN". Alles ist im Buch Esther (Megillat Esther) verborgen und offiziell greift G - tt nicht ein. Nicht immer muß G - tt unverzüglich tolle Wunder vollbringen; vielmehr greift Er oft anhand der Natur ein, was uns normalerweise verborgen bleibt. Wir glauben halt, es sei die Natur.


Im Buch Esther tritt G - tt nur verborgen und anhand der Natur auf. Im Verborgenen vollbrachte Er die Wunder. Folglich verkleiden (verbergen) wir uns an Purim, um nicht erkannt zu werden und erkennen so die Wunder, die G - tt vollbrachte, an. Und insgeheim hoffen wir natürlich auch heute, dass diese Wunder ihre Wiederholung finden werden.

Donnerstag, Dezember 03, 2009

Parashat Vayishlach - פרשת וישלך





B"H


Die Thoralesung für diesen Schabbat


Und Yaakov sandte (Yishlach - wird senden, Lischloach - senden) Engel / Boten aus, die seinen Bruder Esav treffen sollten. Mit diesem Inhalt beginnt die dieswöchige Thoralesung. Wörtlich bedeuten die "Malachim - מלאכים", die hier im Text genannt werden "Engel"; viele Kommentatoren hingegen übersetzen "Malachim" aber auch als "Boten" (u.a. Rabbi Samson Raphael Hirsch). Raschi hingegen sagt in seinem Thorakommentar, dass an dieser Stelle tatsächlich auch ENGEL gemeint sind. Wenn dem so ist, wie genau haben wir uns das vorzustellen ?


In mir kommt da wieder einer der Momente auf, in denen meine bescheidene menschliche Vorstellungskraft versagt. Obwohl das kabbalistische Buch Zohar auch eher die Engelversion annimmt, bleibt die kabbalistische Erklärung vollkommen in einer Metapher gefasst. Rabbi Eleazar, der Sohn des großen talmudischen Rabbis Schimon bar Yochai, interpretiert den Thoravers folgendermassen: Seitdem Yaakov Lavan verliess, wurde er von der Schechinah (Gegenwart) G - ttes begleitet.


Yaakov trug den Engeln / Boten auf, seinem Bruder Esav, welcher der Logik zufolge nach all den Jahren immer noch sauer auf Yaakov zu sein schien, auf auszurichten, dass er (Yaakov) als Fremder bei Lavan "gewohnt" habe. Als "Fremder" ? Waren Yaakov und Lavan nicht Neffe und Onkel ? Wieso also "Fremder" ? Und warum "gewohnt (garti-  גרתי)" und nicht "gelebt" ?


Raschi rechnet die hebräischen Buchstaben des Wortes "garti - gewohnt" - zusammen: Gimmel = 3, Resch = 200, Tav = 400, Yud = 10 und sieht im Ergebnis die 613 Mitzwot.


Bedeutet: Esav sollte aus der Satzstellung heraus erkennen, dass Yaakov immer noch der alte Yaakov war. Jener, der den Weg des einen ewigen G - ttes ging und keiner, der sich den schlechten Pfaden und dem Götzendienst angeschlossen hatte. "Seht her, ich wohnte zwar bei dem miesen Lavan, aber richtig gelebt habe ich dort niemals !"


Überhaupt macht uns diese Parasha klar, dass Yaakov sich nicht nur allein auf seine gerechtes Leben / Benehmen verliess und meinte, G - tt werde schon irgendwie alles richten. Stattdessen hatte er furchtbare angst, seinem Bruder zu begegnen, der er wusste nicht, wie dieser reagiert. Der Ramban (Nachmanides) sieht in dieser Textestelle einen Hinweis an die zukünftigen jüdischen Generationen: Alles was unseren Vorvätern passierte, wird uns genauso erreichen !


Esavs Generationen werden ebenso konstant den Juden begegnen und auch wir sollten uns daher mit jenen drei Dingen auf die Begegnung vorbereiten, wie Yaakov es tat: 1. Anhand des Gebetes, 2. Anhand vom Entsenden von Geschenken und 3. auf den Krieg, um zu fliehen und in Sicherheit zu gelangen.


Das antike Rom wurde als nachfolgende Generation des Esav bezeichnet. Heute streiten sich die Geister darum. Es gibt Leute, die sagen, die Deutschen seien Esav oder dessen Nachfahre Amalek (siehe Holocaust) und andere sagen ganz Westeuropa sei heute Esav einschließlich den USA. Die damaligen Römer zumindest waren es und der Ramban sieht die Schuld am Fall der Hasmonäer (Yehudah Maccabi und seine Familie) darin, dass sie einen heimlichen Bund mit Rom eingingen. Da wir am Freitag, dem 11. Dezember die erste Chanukkahkerze zünden, sind natürlich hier die Hasmonäer (Chashmona'im) von besonderer Bedeutung. Andererseits riefen die Hasmonäer ihren eigenen Fall ebenso herbei, da sie keinen rechtmässigen König einsetzten und sich lieber selbst zur Macht aufschwangen.


Rabbi Yehudah erklärt im Zohar, dass als Yaakov allein verblieb (siehe Genesis - Bereschit 32:25), er sich absichtlich einer Gefahr aussetzte und die beschützenden Engel ihn verliessen.
Der Talmud lehrt uns, dass wir nicht unbedingt an jedem Ort allein bleiben sollen. Vor allem nicht immer im Dunkeln oder in Ruinen.


Und schon wurde Yaakov von seiner eigenen Yetzer HaRah (der negativen Seite in uns) überfallen. Alles Weitere zu Yaakovs Kampf mit dem Engel HIER:


http://hamantaschen.blogspot.com/2008/12/parashat-vayishlach.html


Am Ende der Parasha erhalten wir eine ausführliche Liste der Nachkommen des Esav. In Genesis 36:34 wird "Magdiel" genannt. Raschi kommentiert hierzu, dass damit Rom gemeint sei. Weiterhin sieht Raschi in der gesamten Auflistung eine Prophezeihung. Der Ramban kommentiert dagegen und sieht in den hier genannten Generationen Esavs lediglich jene lebenden Generationen bis Moshe die Thora erhielt.


Eines war das Leben von Yaakov nicht: Er hatte es nie leicht.
Erst die Sache mit dem Recht des Erstgeborenen, dann die Flucht nach Haran zu Lavan (im heutigen Syrien), der "Betrug" bei der Hochzeit mit Lea, die Rückkehr ins Heilige Land, seine 12 Söhne und zu guter Letzt noch das Verschwinden des Yosef. Es heißt, dass Yaakov die einzigen guten Jahre seines Lebens in Ägypten, nach der Wiedervereinigung mit Yosef, erlebte bevor er starb.


Alles, was unsere Vorväter durchlebten, müssen auch wir erleiden. Nicht immer in genau derselben Art und Weise, dennoch gibt es im Thoratext versteckte Andeutungen. Die Diaspora, zum Beispiel, in welcher Yaakov in Haran lebte. Danach kam die Rückkehr nach Israel, welche für die Juden spätestens dann erfolgt, sobald der Meschiach eintrifft.


Wenn wir allein auf das Verhalten Yaakovs schauen, so lernen wir gerade aus dieser Parasha eine ganze Menge. Auch für unser Leben in der heutigen Zeit.


Schabbat Schalom