B"H
Manche ziehen die Geschlechtertrennung in der Synagoge vor, andere hassen sie und mir ist sie mittlerweile so vertraut, dass es mir komisch vorkäme, neben einem Mann zu sitzen.
Chabad (Lubawitsch) New York listet ein paar sehr interessante Erklärungen auf, warum Frauen und Männer in der Synagoge getrennt sitzen. Wobei es bei den Lubawitscher Chassidim wesentlich offener zugeht als bei anderen chassidischen Höfen. Bis auf eine Ausnahme (in Rashi Street / Bnei Brak) war ich stets in der Lage, denselben Synagogeneingang wie die Männer zu benutzen. Dagegen ist es in anderen chassidischen Gemeinden (Satmar, bei den original Breslover Chassidim in Mea Shearim Street / Jerusalem, Toldot Aharon, Dushinsky, Belz, Karlin – Stolin, Nadvorna, Vishnitz, etc.) allgemein üblich, dass Frauen und Männer getrennte Synagogeneingänge benutzen.
http://www.chabad.org/therebbe/letters/default_cdo/aid/1440261/jewish/Why-Separate-Men-and-Women-in-the-Synagogue.htm
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Sonntag, September 02, 2012
Sonntag, Juni 24, 2012
Die weibliche Kopfbedeckung in Chabad – Lubawitsch
B"H
Wer sich für das Thema "Die Kopfbedeckung der verheirateten Frau im Judentum" interessiert, der findet hier vielleicht die ein oder andere Erklärung.
Das Thema an sich ist nicht so einfach zu erklären und heutzutage haben viele nationalrelig. sowie haredische (ultra – orthodoxe) Ausrichtungen fast ihre eigenen Trends, Vorschriften oder Mode entwickelt.
Im Judentum sind verheiratete, geschiedene oder verwitwete Frauen angehalten, ihre Haare zu bedecken. Inwieweit dies geschieht und wie die Kopfbedeckung genau auszuschauen hat, das kann je nach Ausrichtung völlig unterschiedlich sein.
Zum Thema fand ich eine interessante Schrift von Chabad (Lubawitsch) und wer will, der kann sich deren Definitionen einmal durchlesen:
Die PDF kann ebenso kostenlos heruntergeladen werden !
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Sonntag, Juni 17, 2012
Taliban Mutter verlässt das Gefängnis
Die in Israel bekannte TALIBAN MUTTER (IMMA TALIBAN) ist seit heute wieder in Freiheit.
Photo: Israel Hayom
B"H
Bruria Keren, die in Israel bekannt gewordene "Taliban Mutter – Imma Taliban" wurde heute früh nach vierjähriger Haftzeit aus einem israelischen Frauengefängnis entlassen. Der Grund für die Haft war die Misshandlung ihrer 12 Kinder mit diversen Schlägen und Folterinstrumenten. Bruria Keren wollte so die Kinder zu g – ttesfürchtigen Juden erziehen. Sie verbüsste ihre Haftstrafe und kehrt an ihren früheren Wohnort Ramat Beit Shemesh zurück. Ob sie die Kinder zurückerhält, konnte ich noch nicht herausfinden.
Bruria Keren ist ebenso die Gründerin sowie einstiges Oberhaupt des weiblichen Breslover Neureligiösenkultes der sogenannten "Taliban Frauen". Fast die gesamte haredische (ultra – orthodoxen) Welt belegte das Movement mit einem Bann und offiziell wird es als KULT bezeichnet.
Die Frauen des Movements unterziehen sich einer extremen Kleiderordnung, welche die Bedeckung des gesamten Körpers vorsieht. Teilweise wird auch noch das Gesicht verdeckt. Viele der Ehemänner sind gegen ihre eigene Ehefrau, wenn sie sich denn der Bewegung anschliesst. Die Frauen aber bestehen auf ihre freie Entscheidung und so gibt es nicht gerade wenig Zoff darüber in den eigenen Familien.
Die Bewegung besteht vorwiegend aus sephardischen neureligiösen Frauen, die sich den Breslover Chassidim anschliessen. Allerdings ist die chassidische Gruppe Breslov in vielerlei Sparten unterteilt und die Gruppen der Neureligiösen wie von Rabbi Berland oder Rabbi Arush haben nichts mit den originalen Breslovern in Mea Shearim (Jerusalem) zu tun. Vielmehr handelt es sich bei ihnen um eigenständige Movements, die auf eine bestimmte Art von Leute ausgerichtet sind. So auch die Taliban - Frauen und es wäre falsch, die gesamte Chassidut wegen ein paar neurelig. Frauen zu verdammen und des Talibankultes zu beschuldigen.
Mich allerdings interessiert weniger, wie Bruria Keren ihre Zukunft sieht, sondern ob sie sich der aktuellen Anführerin, der Rabbanit Ben Izri, unterordnen wird.
Die Frauen des Movements unterziehen sich einer extremen Kleiderordnung, welche die Bedeckung des gesamten Körpers vorsieht. Teilweise wird auch noch das Gesicht verdeckt. Viele der Ehemänner sind gegen ihre eigene Ehefrau, wenn sie sich denn der Bewegung anschliesst. Die Frauen aber bestehen auf ihre freie Entscheidung und so gibt es nicht gerade wenig Zoff darüber in den eigenen Familien.
Die Bewegung besteht vorwiegend aus sephardischen neureligiösen Frauen, die sich den Breslover Chassidim anschliessen. Allerdings ist die chassidische Gruppe Breslov in vielerlei Sparten unterteilt und die Gruppen der Neureligiösen wie von Rabbi Berland oder Rabbi Arush haben nichts mit den originalen Breslovern in Mea Shearim (Jerusalem) zu tun. Vielmehr handelt es sich bei ihnen um eigenständige Movements, die auf eine bestimmte Art von Leute ausgerichtet sind. So auch die Taliban - Frauen und es wäre falsch, die gesamte Chassidut wegen ein paar neurelig. Frauen zu verdammen und des Talibankultes zu beschuldigen.
Mich allerdings interessiert weniger, wie Bruria Keren ihre Zukunft sieht, sondern ob sie sich der aktuellen Anführerin, der Rabbanit Ben Izri, unterordnen wird.
Mittwoch, Januar 18, 2012
Die Frau, die Haredit werden wollte
Gesehen in Bnei Brak (bei Tel Aviv)
Photo: Miriam Woelke
B"H
Heute kann ich mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, wo genau ich die Frau traf. Die alleinerziehende Mutter einer kleinen Tochter. Anfang Vierzig vielleicht. Eine Frau, die eines Tages in ein Jerusalemer Café ging, um dort ganz normal eine Tasse Kaffee zu trinken. Am Nachbartisch saß ein Haredi (ultra – orthodoxer Jude) und es dauerte nicht lange, bis beide miteinander ins Gespräch.
Sobald ein Mitglied der haredischen (ultra – orthodoxen) Gesellschaft eine derartige Story hört, kommen Kommentare wie:
"Nun ja, der Typ sei bestimmt gar nicht religiös gewesen”. Oder “Der war bestimmt pervers oder geistig daneben”. “Garantiert stimmte mit dem etwas nicht”.
In der haredischen Gesellschaft ist es mehr als unüblich, dass ein Mann eine fremde Frau so mir nichts, dir nichts, anspricht. Im umgekehrten Falle ebenso wenig.
Als ich die Frau auf diese Tatsache aufmerksam machte, gab sie zurück, dass sich der Mann im Nachhinein als sehr normal und ehrlich entpuppt hatte. Offenbar war er ehrlichen Herzens an ihr interessiert und wollte sie heiraten und die Tochter anerkennen. Eine Bedingung an die Frau gab es jedoch: Sie, die eigentlich säkulere Israelin war, sollte Haredit, sprich zur haredischen Frau, werden.
Diesen gravierenden Schritt sollte sie unter keinen Umständen von heute auf morgen vollbringen, sondern ganz langsam und in ihrem individuellen Tempo. Nicht dass sie heute noch in einem unkoscheren Mac Donald’s essen geht und morgen beim Kaffeekränzchen der Frauen aus dem ultra – orthodoxen Stadtteil Mea Shearim sitzt. Dennoch hatte sie der Mann gefragt, ob sie denn solch einen Wandel vollziehen könne. Röcke tragen, lange Ärmel usw.
Ich fragte sie, ob sie wisse, worauf sie sich da einlassen.
Nein, wusste sie nicht, denn bisher hatte sie keinerlei Kontakte zur haredischen Gesellschaft gepflegt.
Nein, wusste sie nicht, denn bisher hatte sie keinerlei Kontakte zur haredischen Gesellschaft gepflegt.
"Aber willst Du denn?", fragte ich weiter.
"Ja", antwortete sie und ich sah in dem Moment ein Leuchten in ihren Augen erstrahlen. Kein Zweifel, sie war so richtig verliebt.
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Mittwoch, Januar 11, 2012
Die jüdischen “Taliban” Frauen rechtfertigen sich
B”H
Obwohl die kurze Dokumentation lediglich in hebräischer Sprache erfolgt, so ist die Message eindeutig: Die jüdischen “Taliban” Frauen rechtfertigen sich und sagen, dass niemand einen anderen Menschen gemäss seiner Kleidung richten soll. Frauen, die sich “talibanmässig” kleiden, folgen ihren eigenen hohen Anstandsregeln und betrachten sich nicht als “Kult”. Sie seien ganz normale religiöse Frauen und keine subversive Vereinigung. Es ist ihr Leben und ihre Entscheidung und sie wollen keinem anderen etwas Böses.
Bei den sogenannten “Taliban” Frauen bestehen zahlreiche Unterschiede und nicht jede Frau, die sich einen Schal umwirft, sieht sich selber als zugehörig zur “Taliban”Gruppe der Rabbanit Ben Izri.
Anmerkung: Eine RABBANIT ist die Frau eines orthodoxen Rabbiners.
Die Frauen im Video sind nicht alles “Taliban” Frauen, sondern eher am Thema “Anstand” interessiert. Viele von ihnen kenne ich von den chassidischen Tischen bei der Chassidut Toldot Aharon. Die Frauen der Toldot Aharon sind gewiss keine “Taliban” Frauen, dennoch besteht innerhalb der Gruppe bei einigen Frauen der Hang zum Konservativen. Und dazu gehört ein langer schwarzer Schal als Kopfbedeckung.
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Montag, Dezember 26, 2011
ISRAEL: Die Rolle der Geschlechtertrennung
B”H
Die Nachrichten überschlagen sich und Israels Presse berichtet mehr von Bussen und Anstandsschildern als zur politischen Lage der Nation. Nichts spielt mehr eine Rolle, denn man befindet sich im Krieg gegen das ultra – orthodoxe Judentum.
Dabei stellte ein haredischer (ultra – orthodoxer) Forenkommentar fest, dass die Presse anscheinend übersieht, dass selbst die nationalreligiöse Na’ama Margolis auf eine Mädchenschule geht und Jungen sind dort aus Anstandsgründen ebenso wenig erlaubt.
Anstatt Chanukkah richtig zu feiern, agieren Presse und zahlreiche andere Gruppierungen wie die Axt im Wald dagegen. Alles konzentriert sich auf Negativschlagzeilen, denn das bringt Umsatz. Und Profite sind dringend notwendig, denn das kostenlose Massenblatt “Israel Hayom” stiehlt der einst alles überragenden “Yediot Acharonot” die Kundschaft.
Die Rolle der Frau scheint in Gefahr, denn im orthodoxen Judentum herrschen strikte Geschlechtertrennungen. Von der Synagoge angefangen bis hin bei relig. Schulen.
Warum pocht die ultra – orthodoxe Männerwelt so sehr auf die Trennung von Männlein und Weiblein ? Der Grund scheint banal, ist es aber nicht. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich ihm manchmal ein gewisses Quentchen an Absurdität beifüge.
“Männer sind von Natur aus in der Lage, sich weniger zu beherrschen al seine Frau. Angefangen bei sexuellen Dingen bis hin zur Bewältigung aller möglichen Triebe. Und aus diesem Grund muss die Frau den Mann vor dem Aufkommen negative Triebe bewahren. Wie ? Indem sie getrennt vom Mann sitzt.
Beispiel SYNAGOGE:
Auch hier wird getrennt gesessen, denn man soll sich auf das Gebet konzentrieren und nicht fremde Geschlechter anstarren.
In der Synagoge kann ich das verstehen und habe keinerlei Probleme damit, von der Männerwelt getrennt zu sitzen. Im Bus wäre mir eine komplette Trennung zu extrem und meiner Meinung nach reicht es völlig aus, wenn zwei Männer oder zwei Frauen nebeneinandersitzen, doch nicht gleich der gesamte Bus in Frauen – und Männerriege getrennt wird.
Was das Chaos in Beit Shemesh angeht: Vor ein paar Jahren war ich bei chassidischen Freunden zum Schabbat eingeladen und merkte, wie angespannt die Situation zwischen den Nationalreligiösen und den Haredim jenseits der Brücke ist. Beit Shemesh ist nicht gerade zu vergleichen mit Jerusalem oder Bnei Brak.
Das Problem ist mitten in der haredischen Gesellschaft zu suchen, wo sich einige wenige Extremisten profilieren und ihre Machtposition ausbauen bzw. stärken wollen. Sie, die Sikarikim, versetzen andere Haredim in Angst und Schrecken, wenn sie diese bedrohen oder ihre Geschäfte abfackeln. Siehe, u.a., den Fall der Buchhandlung “Or HaChaim” in Mea Shearim.
Nur nebenbei gesagt, die “Süddeutsche Zeitung” brachte vor wenigen Tagen einen Artikel, in dem der Autor den gesamten Konflikt um die “Or HaChaim” Buchhandlung absolut missverstand und falsch darstellte !!! Es waren die Sikarikim, nicht die Haredim, welche die Buchhandlung bedrohten und der Fall an sich ist mehr als kompliziert. Übrigens gehört die Buchhandlungen selbst den Haredim. Chassidim aus der Chassidut GUR, um genau zu sein. Derlei Müll und falsche Informationen kommen heraus, wenn ein Journalist ohne Ahnung vom Fach, einen Artikel schreibt. Da sträuben sich einem nur noch die Haare.
Die haredische Gesellschaft ist gespalten und es ist kaum möglich sie DIE haredische Gesellschaft zu nennen. Was sind Haredim, wer gehört dazu und für welche Ideologie stehen die mehr als 100 internen Richtungen ?
Solange mein Leben nicht durch irgendeine Trennung eingeschränkt wird, ist es mir egal, was diverse extremistische Haredim in Beit Shemesh treiben. Nur tut mir die Mehrheit der Haredim leid, denn sie selber wird von eben jenen Extremisten drangsaliert.
Nach all dem Hickhack um Frauen, Männer und Trennungen, wie sieht es eigentlich innerhalb der säkuleren Welt Israels aus ? Apropos, auch die Nationalreligiösen trennen Männlein und Weiblein sehr wohl.
Insgesamt sind Frauen in Israel benachteiligt. Im Job, bei den Karrierechancen sowie beim Gehalt. Ein Mann verdient mehr und wird bevorzugt eingestellt. Wer als Frau eine Firma leitet, der darf sich nicht selten die Frage gefallen lassen, wo denn der Gatte sei. Denn Mister Gatte ist ja offenbar der wahre Boss des Unternehmens.
Ein weiterer Gedanke:
Wer fragt eigentlich die haredischen Frauen was sie denken ? Fühlen sie sich wirklich so benachteiligt oder ist es lediglich der weltliche Liberalismus, der sie als Opfer abstempelt ?
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Anstandskrieg in Beit Shemesh
B”H
”Unterschätze niemals Deine Leser”, so lautet ein Bloggermotto von mir. Dennoch gibt es Momente, da bin ich mir wirklich nicht sicher, ob ich in der Lage bin, den genauen Knackpunkt einer Situation in einem Artikel zum Leser zu bringen. Gerade beim Thema “Frauen im ultra – orthodoxen Judentum”.
Warum ?
Erstens, weil fast jeder in der Diaspora lebende Juden unterschiedliche Vorstellungen von ultra – orthodoxen Juden in Israel hat. Nichtjuden sind gar noch mehr verwirrt. Hinzu kommt, dass die Medien eine oft ziemlich bizarre Wirklichkeit wiedergeben. Noch dazu, wenn es sich um deutsche Medien handelt, welche absolut keine Ahnung vom Judentum haben und jeden Haredi grundsätzlich mit einem nationalreligiösen Siedler gleichsetzen.
Trotzdem will ich das Thema in meinen deutschsprachigen Blogs nicht auslassen, sonst kommen deutsche Medien auf den Plan und ziehen die jüdische Religion wieder einmal durch den Schmutz.
Zum Thema “Geschlechtertrennung in israelischen Busse” berichtete ich zu aktuellen Gegebenheiten bereits hier:
Warum benutzte Tanya Rosenblit einen Mehadrin Bus ?
Die Wahrheit über Tanya Rosenblit
Nachdem sich die Lage wieder beruhigt hatte, kam es vor wenigen Tagen erneut zum Knall, denn einige Haredim hatten im relig. Teil der Stadt Beit Shemesh (ca. 15km westlich von Jerusalem) ein 8 – jähriges nationalreligiöses Mädchen namens Na’ama Margolis angegriffen. Heisst, beschimpft, denn das Mädchen sei nicht anständig genug gekleidet gewesen und ihr Verhalten habe zu wünschen übrig gelassen. Die israelische Presse sowie die Nationalreligiösen stürzten sich auf den Fall und seither wird “Klein Na’ama” ständig vor die Kamera gezerrt. Es ist geradezu in Mode gekommen, die gesamte haredische Gesellschaft anzuklagen und selbst auf Facebook laufen Groups gegen Haredim.
Als Hintergrundinformation muss man jedoch einiges wissen: Der haredische Stadtteil sowie der nationalrelig. Stadtteil liegen in Beit Shemesh eng beieinander und sind lediglich durch eine Brücke getrennt. Seit Jahren gibt es Zoff zwischen beiden Gesellschaftsgruppen und ich selbst habe erlebt, wie Nationalrelig. die Haredim beschimpfen und herausfordern.
Warum ?
Zuerst einmal geht der Zwist auf das Verhalten des relig. – zionistischen MIZRACHI Movements im Holocaust zurück. Darüber werde ich noch berichten.
Zweitens fühlen sich zahlreiche Nationalreligiöse mit eigenen Komplexen behaftet, wenn sie Haredim sehen. Eine Art Neid kommt auf, denn die Haredim sind wohl relig. als es die nationalrelig. Gesellschaft zustande bringt. Dann ist jeder Grund Recht, den Haredim eines auszuwischen, um sich selber erhabener zu fühlen. Beit Shemesh war schon immer ein Pulverfass und beide Gesellschaftsrichtungen liegen dort so richtig im Clinch.
Warum ?
Erstens, weil fast jeder in der Diaspora lebende Juden unterschiedliche Vorstellungen von ultra – orthodoxen Juden in Israel hat. Nichtjuden sind gar noch mehr verwirrt. Hinzu kommt, dass die Medien eine oft ziemlich bizarre Wirklichkeit wiedergeben. Noch dazu, wenn es sich um deutsche Medien handelt, welche absolut keine Ahnung vom Judentum haben und jeden Haredi grundsätzlich mit einem nationalreligiösen Siedler gleichsetzen.
Trotzdem will ich das Thema in meinen deutschsprachigen Blogs nicht auslassen, sonst kommen deutsche Medien auf den Plan und ziehen die jüdische Religion wieder einmal durch den Schmutz.
Zum Thema “Geschlechtertrennung in israelischen Busse” berichtete ich zu aktuellen Gegebenheiten bereits hier:
Warum benutzte Tanya Rosenblit einen Mehadrin Bus ?
Die Wahrheit über Tanya Rosenblit
Nachdem sich die Lage wieder beruhigt hatte, kam es vor wenigen Tagen erneut zum Knall, denn einige Haredim hatten im relig. Teil der Stadt Beit Shemesh (ca. 15km westlich von Jerusalem) ein 8 – jähriges nationalreligiöses Mädchen namens Na’ama Margolis angegriffen. Heisst, beschimpft, denn das Mädchen sei nicht anständig genug gekleidet gewesen und ihr Verhalten habe zu wünschen übrig gelassen. Die israelische Presse sowie die Nationalreligiösen stürzten sich auf den Fall und seither wird “Klein Na’ama” ständig vor die Kamera gezerrt. Es ist geradezu in Mode gekommen, die gesamte haredische Gesellschaft anzuklagen und selbst auf Facebook laufen Groups gegen Haredim.
Als Hintergrundinformation muss man jedoch einiges wissen: Der haredische Stadtteil sowie der nationalrelig. Stadtteil liegen in Beit Shemesh eng beieinander und sind lediglich durch eine Brücke getrennt. Seit Jahren gibt es Zoff zwischen beiden Gesellschaftsgruppen und ich selbst habe erlebt, wie Nationalrelig. die Haredim beschimpfen und herausfordern.
Warum ?
Zuerst einmal geht der Zwist auf das Verhalten des relig. – zionistischen MIZRACHI Movements im Holocaust zurück. Darüber werde ich noch berichten.
Zweitens fühlen sich zahlreiche Nationalreligiöse mit eigenen Komplexen behaftet, wenn sie Haredim sehen. Eine Art Neid kommt auf, denn die Haredim sind wohl relig. als es die nationalrelig. Gesellschaft zustande bringt. Dann ist jeder Grund Recht, den Haredim eines auszuwischen, um sich selber erhabener zu fühlen. Beit Shemesh war schon immer ein Pulverfass und beide Gesellschaftsrichtungen liegen dort so richtig im Clinch.
In einem nachfolgenden Artikel werde ich ausführlich auf die Situation eingehen und hier nur eine kurze Zusammenfassung der aktuellen Ereignisse:
Die Stadtverwaltung Beit Shemesh, Bürgermeister Moshe Abutbul und die lokale Polizei entschieden, dass von nun an ca. 400 Videokameras in den Straßen aufgehängt werden, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Auch an der nationalrelig. Schule “Orot Banot”, in die Na’ama Margolis geht.
Die Stadtverwaltung Beit Shemesh, Bürgermeister Moshe Abutbul und die lokale Polizei entschieden, dass von nun an ca. 400 Videokameras in den Straßen aufgehängt werden, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Auch an der nationalrelig. Schule “Orot Banot”, in die Na’ama Margolis geht.
Seit mehreren Jahren hängen eine handvoll Fanatiker, die im Sprachgebrauch “Sikarikim” genannt werden, Anstandsschilder auf.
Geschlechtertrennungen auf den Gehsteigen oder, wie in diesem angesprochenen Fall, Frauen sollen sich nicht vor einem bestimmten Lehrhaus versammeln, sondern die gegenüberliegende Straßenseite benutzen.
Gestern sandte die Stadtverwaltung Beit Shemesh Ordnungshüter aus, um die Schilder zu entfernen. Wohlgemerkt, die Schilder hingen bereits einige Jahre herum, doch die Mehrheit der Haredim hielt sich eh nie an die Anordnungen, denn die Sikarikim gelten als idiotische Fanatiker, mit denen niemand etwas zu tun haben will. Gestern kamen die Schilder und in der darauffolgenden Nacht wurden sie von zahlreichen Haredim wieder aufgehängt.
Die Mehrheit der Haredim macht bei dem Krieg gar nicht mit, sondern sagt, dass lediglich ein paar Fanatiker ständig ausflippen und sich aufspielen wollen. Belästigt jedoch fühlen sie sich von den israelischen TV – Stationen, die seit Tagen durch Beit Shemesh kreuzen, um alles aufzunehmen, was vor die Linse kommt. Die Kameras wirken provozierend und nun begann ein Krieg zwischen der Presse und den Nationalreligiösen auf der einen, sowie den Haredim auf der anderen Seite.
Mittlerweile traf sich eine Gruppe Haredim mit Na’ama Margolis, um sich für ein paar ausrastende Fanatiker zu entschuldigen.
Fazit: Die haredische Gesellschaft ist, wie immer, gespalten und einige Fanatiker wollen unbedingt mehr macht ausüben. Allerdings geht dies alles auf Kosten der gesamten haredischen Gesellschaft.
Hier ein paar aktuelle Photos von dem Lehrhaus (Beit Midrasch) der chassidischen Gruppe Toldot Avraham Yitzchak und einem Anstandsschild vor dem Gebäude. Das Schild fordert Frauen auf, die gegenüberliegende Straßenseite zu benutzen.
Die Beit Midrash der Chassidut Toldot Avraham Yitzchak in Beit Shemesh
Gestern sandte die Stadtverwaltung Beit Shemesh Ordnungshüter aus, um die Schilder zu entfernen. Wohlgemerkt, die Schilder hingen bereits einige Jahre herum, doch die Mehrheit der Haredim hielt sich eh nie an die Anordnungen, denn die Sikarikim gelten als idiotische Fanatiker, mit denen niemand etwas zu tun haben will. Gestern kamen die Schilder und in der darauffolgenden Nacht wurden sie von zahlreichen Haredim wieder aufgehängt.
Die Mehrheit der Haredim macht bei dem Krieg gar nicht mit, sondern sagt, dass lediglich ein paar Fanatiker ständig ausflippen und sich aufspielen wollen. Belästigt jedoch fühlen sie sich von den israelischen TV – Stationen, die seit Tagen durch Beit Shemesh kreuzen, um alles aufzunehmen, was vor die Linse kommt. Die Kameras wirken provozierend und nun begann ein Krieg zwischen der Presse und den Nationalreligiösen auf der einen, sowie den Haredim auf der anderen Seite.
Mittlerweile traf sich eine Gruppe Haredim mit Na’ama Margolis, um sich für ein paar ausrastende Fanatiker zu entschuldigen.
Fazit: Die haredische Gesellschaft ist, wie immer, gespalten und einige Fanatiker wollen unbedingt mehr macht ausüben. Allerdings geht dies alles auf Kosten der gesamten haredischen Gesellschaft.
Hier ein paar aktuelle Photos von dem Lehrhaus (Beit Midrasch) der chassidischen Gruppe Toldot Avraham Yitzchak und einem Anstandsschild vor dem Gebäude. Das Schild fordert Frauen auf, die gegenüberliegende Straßenseite zu benutzen.
Die Beit Midrash der Chassidut Toldot Avraham Yitzchak in Beit Shemesh
Das Anstandsschild vor der Beit Midrash.
Ehrlich gesagt überraschte es mich, dass das Schild ausgerechnet dort angebracht ist. Unzählige Male berichtete ich über die Toldot Avraham Yitzchak und habe Freunde, die dort Mitglied sind. War es nun die Gruppe, die das Schild anbrachte oder doch die Sikarikim ?
Alle Photos gibt es HIER !
Sonntag, Dezember 11, 2011
"HaSodot - The Secrets"
B"H
Durch Zufall stiess ich auf Youtube auf den unten folgenden israelischen Spielfilm. Bisher sah ich lediglich drei der insgesamt sechzehn Teile.
Worum geht es in dem Film ?
The Secrets (Ha-Sodot) (הסודוח) Avi Nesher takes us inside an all-female Orthodox Jewish seminary (midrasha) in the spiritually infused ancient town of Safed — birthplace of Kabbalah. Naomi is a passionately devoted student of the religious texts. Her mother has just died, and she postpones her marriage to a humorless Rabbinical student who responds like an automaton. She and a fellow student befriend and try to save a dying woman named Anouk (Fanny Ardant) by bringing her back to G–d before she dies. The two students begin a complex relationship, including the steamiest backrubs I've seen in a long time. The performances were spot-on emotionally, and the story does draw in even those in the audience (certainly including your reviewer). The insight into Orthodox theology, and especially its treatment of women as incapable of full religious understanding and participation, not to mention condemning lesbianism without thinking it important enough to mention even once in the Torah. I couldn't help thinking, though, that the struggle the women of the seminary undertake to pry Orthodox Judaism from its misogynist roots, is inescapably futile. The theology is so rigid and dogmatic that it seems to an outsider to be irredeemable — there is no way for Orthodox Judaism to be both Orthodox and modern, even in the very loose sense of the last millennium. It is a testament to faith that these women hold unswervingly to their own beliefs in the face of all obstacles, but certainly in this case I would say that unquestioned blind faith is not a good thing. Recommended for general audiences, highly recommended for those especially interested in the subject matter.
See QUEERFILM
Leider hat der Film keine englischen Untertitel und ist nur in hebräischer Sprache !
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Safed
Donnerstag, Dezember 08, 2011
Nicht alles nur “Taliban” Frauen
B”H
Die israelisch – haredische (ultra – orthodoxe) ” Site “Kikar Shabbat” macht auf eine aktuelle Diskussion aufmerksam, die einmal wieder mehr in der säkuleren Presse ungeahnte Ausmaße anzunehmen scheint. Und zwar wird auf den sogenannten jüdischen “Taliban” Frauen herumgehackt. Die seien alle doof, bekloppt und irgendeine komische Sekte, deren Mitglieder sie eh nicht alle haben. Dabei macht die Presse schon gar keinen Unterschied mehr zwischen den wirklichen “Taliban” Frauen und jenen, die sich vielleicht ähnlich kleiden, mit dem Movement selber aber gar nichts zu tun haben. Alle Frauen in einen Topf zu werfen macht sich halt leichter als sorgsam zu recherchieren wer jetzt eigentlich genau wer ist.
Eine Frau aus dem ultra - orthodoxen Stadtteil Mea Shearim / Jerusalem, die nichts mit dem "Taliban" Movement zu tun hat.
Die Frau auf dem Photo könnte eine Bekannte von mir sein, die ich vor ca. drei Jahren bei Freunden in Mea Shearim kennen lernte. Irgendwie trafen wir uns bei ihnen im Haus, mehr oder weniger, zufällig und es stellte sich heraus, dass A. (so nenne ich die Bekannte an dieser Stelle) aus Südamerika stammte, zum Judentum konvertiert war und jetzt mit einem Anglo verheiratet ist, der sich, zusammen mit A., einer extremeren chassidischen Gruppe in Mea Shearim angeschlossen hat. Nicht den super Extremen, doch einem moderateren Ableger davon.
Zusammen mit anderen Freunde ging ich mit A. zu einem Vortrag der Rebbitzen der Chassidut Toldot Aharon und ab und an treffen wir A. am Schabbat, wenn sie mit ihrem kleinen Sohn aus der Synagoge nach Hause geht.
Seit längerem plane ich ein Interview mit A., denn ich würde sie gerne dazu befragen, wie eine junge Frau von außerhalb dazu kommt, sich so zu kleiden. Wobei ihre chassidische Gruppe dies gar nicht von ihr verlangt. A. tut es dennoch und sie scheint nicht unglücklich in ihrem Leben. Eher haben meine Freunde und ich einen gegenteiligen Eindruck, denn A. scheint überaus zufrieden zu sein.
Bisher traute ich mich nicht, A. auf ein Interview hin anzusprechen, denn als ich sie einmal anrief, um eine andere Frage zu stellen, meinte sie, dass sie da erst ihren Mann fragen müsse. Was also, wenn sie wieder erst ihren Mann fragen muss und dessen Meinung ich kenne. Einmal unterhielt ich mich mit ihm kurz am Telefon und er scheint überaus ernsthaft religiös bei der Sache zu sein. Dabei beabsichtige ich weder A.’s wahren Namen noch ihre chassidische Gruppe zu nennen. Vielmehr möchte ich verdeutlichen, wie eine relativ junge Frau sich dermassen anständig anzieht und offenbar keine Probleme damit hat.
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Donnerstag, Dezember 01, 2011
Israelischer Dokumentarfilm über die jüdischen "Taliban" Frauen
B"H
Eine Dokumentation des israelischen Fersehens über die jüdischen "Taliban" Frauen. Leider nur in hebräischer Sprache !!!
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Missstaende
Mittwoch, November 30, 2011
Das orthodoxe Judentum lehnt die "Taliban" Frauen ab
B”H
Kaum etwas amüsiert die israelisch – haredische (ultra – orthodoxe) Presse momentan mehr als die sogenannten jüdischen “Taliban” Damen. Eine kleine Gruppe neureligiöser Frauen innerhalb der chassidischen Gruppe Breslov.
Breslov hat viele Ausrichtungen, doch die einzig verlässlichste ist die der originalen Breslover unter Rabbi Yaakov Me’ir Schechter in Mea Shearim.
Sonntag, November 27, 2011
Die Edah HaCharedit gegen Yoelish Kroisz
B"H
Wer einmal so richtig lachen will, der schaue sich das Video in einem Artikel auf der haredischen (ultra – orthodoxen) Site “Kikar Shabbat” an. Wie berichtet, fand gestern abend vor dem Haus des lokalen Neturei Karta Oberhauptes des Jerusalemer Stadtteiles Mea Shearim eine Demonstration statt. Grund: Kroisz rechtfertigt die sogenannten jüdischen “Taliban” Frauen, welche in der israelischen Presse nur die “Schal tragenden Frauen” genannt werden.
Am Eingang zu seiner Beit Midrasch (Lehrhaus) stehen jedenfalls Bodyguards, die teilweise ihr Gesicht verdecken.
Es ist schon witzig wie Frau Kroisz die Demonstranten mit Wasser bewirft und wen ruft Yoelish ständig an ? Etwa die “zionistische” Polizei ?
Samstag, November 26, 2011
Mea Shearim: Massenproteste gegen die "Taliban" Frauen
B”H
Sonntag, November 20, 2011
Die EDAH HA'CHAREDIT warnt vor den "Taliban" Frauen
Die antizionistische Dachorganisation “Edah HaCharedit” warnt vor den sogenannten jüdischen “Taliban” Frauen.
Quelle: LaDa'at
B"H
Manchmal wünschte ich, ich hätte Psychologie studiert und nicht BWL. Dann nämlich würde ich vielleicht verstehen, warum diverse Frauen dazu tendieren, sich Kulten (Hebräisch: כתות - Katot) anzuschliessen. Wie kann es sein, dass eine Frau ihre Freiheit aufgibt, nur um einem Sektenführer bzw. einer Ideologie zu folgen ? Vielleicht bin ich einfach zu unabhängig im Leben als dass ich derlei Frauen begreife.
Anmerkung: Meine hiesigen Ausführungen haben nichts mit der Thora oder dem religiösen Leben zu tun, sondern ich formuliere allgemein !
Wie kann eine Frau nur so dumm sein, sich, u.a., einem Daniel Ambash anzuschliessen ? Ein Beweggrund wäre vielleicht, dass die Frauen in einer finanziellen Notlage sind, einfach auf der Straße stehen und nicht wissen, wohin. Oder wie kommen Frauen plötzlichauf die Idee, sich wie unsere Vormütter Sarah, Rivka (Rebekka), Lea und Rachel zu kleiden ? Wobei ich mir sicher bin, dass sich keine der Vormütter a la "Taliban" Frau kleidete noch sich so extrem verhielt. Die heutigen jüdischen “Taliban” Frauen gehen noch nicht einmal in einen Laden, wenn sich gerade ein männlicher Kunde darin befindet.
Der weibliche Part einer "Taliban" Family in Beit Shemesh.
Das jüdische Leben kann äußerst facettenreich sein und die Frage ist, wie mache ich einem Außenstehenden klar, wer oder was jüdische “Taliban” Frauen in Israel sind ? Dass sie sich “taliban”ähnlich kleiden. Mit dickem Schal, einer Burka oder sonstigen Körperbedeckungen. Handschuhe tragen sie auch, damit bloß niemand ein Stückchen Haut sieht, denn das ist für die “Taliban” Frauen unzüchtig. Anständig wollen sie sein und dem Vorbild der biblischen Vormütter folgen. Die Frauen legen sich selber strenge Lebensweisen auf, eben weil sie einen höheren Level erreichen wollen. Für sich selbst.
Die Frauen gehören vorwiegend der chassidischen Gruppe Breslov an. Der Gruppe der Neureligiösen in Breslov und nicht den geborenen originalen Breslover Chassidim von Mea Shearim. Es sind Rabbiner wie Eliezer Berland (der vor kurzer Zeit geistig abdrehte und von einem Sohn weggesperrt wurde) sowie Berlands Spezi, Rabbi Shalom Arush, welche den “Taliban” Frauen den Freifahrtschein geben. Sie befürworten den Kult und eines muss ich immer wieder hervorheben: Berland, Arush und die “Taliban” Frauen haben NICHTS mit den original Chassidim von Breslov zu tun, sondern sind ein neureligiöser Kult !!!
Ich kenne haredische (ultra – orthodoxe) Akademikerinnen und Rechtsanwältinenn. Wenn G – tt einen Menschen mit einer bestimmten Gabe ausstattet, dann ist es die Aufgabe eben jenes Menschen, diese Gabe zu nutzen. Hat jemand die Begabung zu malen, dann soll er dies tun. Ist jemand sportlich begabt, kann photographieren, schreiben oder sonstiges, dann sollte er sich diesen Bereichen hingeben und mit seinem Können andere erfreuen. G – tt erschuf die Frauen nicht, damit sie allein daheim am Herd stehen oder sich in einen “Taliban” Dress werfen. G – tt will, dass wir leben !
Mir ist klar, dass nicht alle Frauen stark, sondern viele schwach sind. Sie haben nicht gelernt, ihr Leben zu meistern, noch erlernten sie einen Beruf. Aus welchen Gründen auch immer. Demnach gibt es Frauen, die eine Leitfigur in ihrem Leben suchen und dabei stossen sie häufig an die falschen Vorbilder und werden im Nachhinein ausgenutzt.
Sekten (Kult) anhänger können sich abwenden und am Ende ist es meist der Sektenführer, der erbärmlich dasteht, denn er versuchte sein Sebstwertgefühl anhand von Schwächeren zu stärken.
Und was sagen jetzt eigentlich die “Taliban” Frauen ? Fragt jemand nach deren Meinung
Auf einem Blog fand ich ein paar Antworten. Offenbar gibt es innerhalb der "Taliban" Frauen – Bewegung ebenso gewaltige Unterschiede und nichts ist einfach so “talibanmässig” wie es aussieht. Einige Frauen sind fanatisch und halten sich an strenge Regeln; andere wiederum nehmen es eher gelassener und ihr Markenzeichen ist ein extra Schal, mit dem sie sich “verhüllen”.
Wie bereits erwähnt, unterstützen die Neureligiösenrabbiner Berland und Arush den Kult. Hinzu kommt Rabbi Aharon Rumpler, vor dessen Beit Midrash (Lernzentrum) in Ge’ulah (Jerusalem) gestern abend eine haredische Demonstration stattfand. Circa 200 Leute waren dort und demonstrierten gegen den “Taliban” Kult.
Wer diesen Blog mitverfolgt weiss, dass ich Leute wie Berland und Arush eh gefressen habe, denn sie sind einzig und allein auf das Geld anderer Leute aus und wissen, wie man es denen aus der Tasche ziehen kann.
Wie bereits erwähnt, unterstützen die Neureligiösenrabbiner Berland und Arush den Kult. Hinzu kommt Rabbi Aharon Rumpler, vor dessen Beit Midrash (Lernzentrum) in Ge’ulah (Jerusalem) gestern abend eine haredische Demonstration stattfand. Circa 200 Leute waren dort und demonstrierten gegen den “Taliban” Kult.
Die gestrige Demo gegen die "Taliban" Frauen vor der Beit Midrash des Rabbi Aharon Rumpler.
Wer diesen Blog mitverfolgt weiss, dass ich Leute wie Berland und Arush eh gefressen habe, denn sie sind einzig und allein auf das Geld anderer Leute aus und wissen, wie man es denen aus der Tasche ziehen kann.
Samstag, Oktober 29, 2011
Der Anstandswahnsinn von Bnei Brak
B”H
In den letzten Jahren nahm der Anstandswahnsinn innerhalb einigen wenigen Teilen der haredischen (ultra – orthodoxen) Gesellschaft erheblich zu. Insbesondere bei ein paar kleinen litvisch – haredischen Gruppierungen wie der antizionistischen Neturei Karta (litvisch, da viele Mitglieder litvisch und nicht unbedingt chassidisch sind) sowohl als auch bei einigen chassidischen Gruppierungen. Von der kleinen Neturei Karta einmal abgesehen, deren Ziel es ist, ganz Mea Shearim (ultra – orthodoxer Stadtteil Jerusalems) sowie Bnei Brak (bei Tel Aviv) ihren idiotischen Stempel aufzudrücken und zu terrorisieren, bestehen ebenfalls seitens der antizionistischen Dachorganisation “Edah HaCharedit” diverse Erlässe gegen die unanständige Kleidung innerhalb der haredischen Gesellschaft. Wohlgemerkt, die Edah HaCharedit ist kein Teil der Neturei Karta und umgekehrt. Beide Gruppierungen agieren völlig unabhängig voneinander und die Edah will nicht unbedingt etwas mit der Neturei Karta zu tun haben noch mit ihr identifiziert werden.
Grund für immer höhere Anstandslevel ist einzig und allein die eigene Politik, des “immer besser und frommer sein zu wollen als alle andere”. Eine Frau solle sich nicht eben mal so beim schnellen Gang zum Tante – Emma – Laden eine Kopfbedeckung überschmeissen und im Hausanzug Milch und Brot holen gehen. Auch der kurze Einkaufsgang setze voraus, dass eine Frau sich anständig kleidet und nicht im kunterbunten Hausanzug über die Straße haste. Bunte Farben ziehen die Augen der Männer auf sich und das soll gefälligst vermieden werden.
Hier einige Anstandswarnungen an die haredischen Bewohner von Bnei Brak bei Tel Aviv:
Hier einige Anstandswarnungen an die haredischen Bewohner von Bnei Brak bei Tel Aviv:
An alle Bekleidungsgeschäfte: Unanständige Kleidung zu verkaufen ist wie mit unkoscherem Fleisch zu handeln !
Genug mit dem fehlenden haredischen Anstand ! damit wird auf jene haredischen Frauen hingewiesen, die teilweise zu kurze Röcke tragen oder sich in zu bunten Farben kleiden. Haredische Kleidung sollte aus dunklen unauffälligen Farben wie schwarz, grau oder dunkelblau bestehen. Dieser Graffiti ist allerdings schon einige Jahre in der Raschi Street zu sehen.
Selbst wenn eine Hausfrau nur eben mal schnell Brot oder Milch einkaufen geht, sollte sie anständig gekleidet sein und dem Anstandsmodel und Vormutter Rachel folgen.
Die Edah HaCharedit und der Satmarer Rebbe (Rebbe Aharon Teitelbaum, nehme ich an, denn Bnei Brak ist voll mit seinen Anhängern und nicht jenen seines Bruders und Konkurrenten, Rebbe Zalman Leib Teitelbaum: Unanständige Kleidung zu verkaufen kommt dem Verkauf unkoscheren Fleisches gleich !
Photos: Miriam Woelke
Dienstag, September 27, 2011
Darf eine Frau an Rosh Hashana das Schofar blasen ?
B”H
Ist es nur Männern vorbehalten, am Rosh Hashana das Schofar zu blasen oder darf dies auch eine Frau tun ?
Laut dem Schulchan Aruch (Code of Jewish Law) darf eine Frau das Schofar blasen.
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Dienstag, August 23, 2011
Der Anstand der jüdischen Frau
B"H
Eine chassidische Leserin meines englischen Blogs wies mich auf das Anstandsbuch "Modesty: An Adornment for Life" geschrieben von Rabbi Pesach Eliyahu Falk hin. Das Buch beschreibt den Anstand der relig. jüdischen Frau. Von den Klamotten bis hin zum moralischen Verhalten. Glücklicherweise fand ich es zum Online Lesen Google Books; wenn auch nicht alle Seiten.
Immer wenn ich mit den absolut anständig gekleideten haredischen (ultra – orthodoxen) Frauen zu tun habe, fühle ich mich oft unwohl in meiner Haut. In solchen Situationen handelt es sich um eine bestimmte Sorte der haredischen Frauen. Hochanständig geboren und aufgewachsen sowie eine anständige Wortwahl. Und das alles nicht gekünstelt, sondern ernst gemeint. Immer wenn ich die Art Frau sehe, denke ich sofort an Kinder, Küche, kein hohes Bildungsniveau und eine begrenzte Freiheit im Leben. All das ist stereotyp, doch wandern mir automatisch die Gedanken durch den Kopf. Insbesondere dann, wenn ich junge frisch verheiratete Frauen sehe, die enorm darauf bedacht sind, plötzlich erwachsen zu wirken.
Als ich gestern im haredischen Stadtteil Ge'ulah (neben Mea Shearim in Jerusalem) war, ging ich auf ein kaltes Getränk in meinen Lieblings – Barad – Store. Der englische Ausdruck für Barad ist SLUSH und ich kenne das deutsche Wort nicht. Jedenfalls handelt es sich um eine kalte Getränkemischung mit Eis darin. In dem kleinen Laden gibt es den Slush in allen möglichen Variationen. Und das selbst in Parve (neutral, weder milchig noch fleischig) und mit Milchzusatz. Somit kann auch derjenige Kunde, der vorher Fleisch zu sich nahm, den Slush trinken, indem er ein Parve Getränk (ohne Milchzusatz) bestellt.
Der Laden ist, wie gesagt, recht klein und ich bin dort seit mehr als zehn Jahren Kunde. Geleitet wird er von englischsprachigen modernen Haredim (ultra – orthodoxe Juden) in der Malchei Israel Street. Ich liebe Slush und der große Becher kostet dort nur 13 Schekel (ca. 2,5 Euro.
Gestern bestellte ich mein Getränk und stellte mich neben die Theke, wo es ein paar Stehplätze gibt. Viel Platz ist eh nicht vorhanden.
Kurz darauf kame in ganzer Trupp eines Krankenwagenteams des israelischen "Magen David Adom" herin und stellte sich mit den Getränken neben mich. Drei Sanitäter und eine Sanitäterin. Die junge Frau und ich waren die einzigen weiblichen Personen im Store, die eine Hose trugen. Das störte auch niemanden, bis ein junges chassidisches Ehepaar in den Laden trat. Die Frau warf einen Blick auf uns und begann sofort, ihrem Gatten etwas zuzuflüstern. Der wiederum war gar nicht interessiert, an dem Gerede seiner Frau interessiert.
Nun konnte man denken, dass die junge chassidische Frau sich selbst auf einen höheren Level hob als uns, denn wir zwei anderen waren ja in Hose und überhaupt. Ich kenne derlei Blicke und Situationen zur Genüge, doch die Magen David Adom – Frau fühlte sich etwas deplatziert und wusste nicht, wohin sie schauen sollte.
Nun konnte man denken, dass die junge chassidische Frau sich selbst auf einen höheren Level hob als uns, denn wir zwei anderen waren ja in Hose und überhaupt. Ich kenne derlei Blicke und Situationen zur Genüge, doch die Magen David Adom – Frau fühlte sich etwas deplatziert und wusste nicht, wohin sie schauen sollte.
Ich konnte die chassidische Gruppe des Ehepaares anhand der Kleidung nicht genau ausmachen. Es könnte sich um die Gruppe Chernobyl gehandelt haben; sicher bin ich mir jedoch nicht. Jedenfalls dachte ich mir, dass die Frau weder die Sanitäterin noch mich kennt, aber sich schon von Weitem ein Urteil erlaubt. Und das anhand unseres Outfits. Ferner wird die Malchei Israel Street tagsüber von vielen säkuleren sowie traditionellen Juden benutzt und deswegen war unsere Anwesenheit keineswegs ungewöhnlich.
Link:
"Auch in der Aussenwelt muss ich mir meiner Aufgabe bewusst sein" - Bei der Rebbitzen der Toldot Aharon zum Anstandsunterricht
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Samstag, Mai 28, 2011
Leserfrage: Dürfen Frauen aus chassidischen Kreisen Autofahren ?
Zwei litvisch - haredische Yeshiva Studenten in Jerusalem.
Photo: Miriam Woelke
B”H
Eigentlich googelte ein Leser die Frage, ob denn die Frauen der chassidischen Gruppe Satmar Autofahren dürfen, doch will ich das Thema kurz allgemeiner fassen.
Tatsache ist, dass man wohl kaum eine Satmar Frau in Israel Autofahren sieht, in den USA hingegen schon. Wobei wir beim Thema sind, denn einige chassidische Gruppen wie Gur sehen ihre Frauen in Israel nicht gerne Autofahren, in den USA hingegen sind chassidische Gruppen teilweise offener und toleranter. In Israel gibt man sich bisweilen noch konservativer.
Allgemein kann man also nicht sagen, dass chassidischen Frauen das Autofahren untersagt ist, denn man muss hierbei den Wohnort in Betracht ziehen. Israel, USA oder England ? Außerdem ist die Art der Chassidut wichtig. Bei Chabad, z.B., denke ich, dass Frauen generell Autofahren. Bei extremen chassidischen Gruppen wie Toldot Aharon, Dushinsky, etc. ist es eher ungewöhnlich, wobei viele chassidische Familien gar kein Auto haben.
Bei litvischen Haredim sieht die Angelegenheit wieder ganz anders aus und unzählige Frauen fahren sehr wohl Auto, wenn eines in der Familie vorhanden sein sollte.
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Sonntag, Februar 13, 2011
Mitzwot she HaZman Grama
B”H
Im Judentum spielen die sogenannten “Mitzwot she HaZman Grama” eine wichtige Rolle und jeder, der sich eingehend mit dem Judentum beschäftigt, sollte dieses Konzept kennen.
Bei diesen speziellen Mitzwot (Thoragesetzen) handelt es sich um Mitzwot, deren Ausübung an einen bestimmten Zeitraum gebunden sind: Die Sukkah (Laubhütte) oder der Lulav an Sukkot, das Schofar (Widderhorn) oder die Zizit (Schaufäden).
Frauen sind aufgrund ihrer häuslichen und mütterlichen Pflichten oft von vielen Mitzwot entbunden außer dem Kiddusch am Freitag abend, der Mazza an Pessach, dem Pessachopfer (erst wieder existent in der Zeit des Meschiach), dem Hakel sowie der Freude an Pessach, Schavuot und Sukkot.
Link:
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Mittwoch, Dezember 22, 2010
Das Leben der RUTH BLAU
B"H
Auf meinem englischen Blog beschreibe ich die Lebensgeschichte der RUTH BLAU, der zweiten Frau des einstigen bekannten Neturei Karta Rabbiner Amram Blau.
Ruth hat eine ganz besondere Vergangenheit: In Frankreich als Christin geboren, Anfang der 50iger Jahre zum Judentum konvertiert (zusammen mit ihrem Sohn Claude), in einen riesigen israelischen Skandal verwickelt gewesen und am Ende heiratete sie den bekannten Mea Shearim Rabbiner Amram Blau.
Wer Englisch kann und wen die Geschichte der RUTH interessiert, der kann HIER nachlesen. Allerdings sollten zuerst Teil 1 + 2 gelesen werden. Die Linkvorgabe ist angegeben.
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