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Donnerstag, November 01, 2012

Yahrzeit (Todesgedenktag) des Rabbi Me'ir Kahane

B"H

In Deutschland wird jemand, sobald er den Namen Rabbi Me'ir Kahane in den Mund nimmt, sofort als jüdischer Fanatiker abgetan. In Israel ist dies in gewissen Gesellschaftsbereichen oft nicht anders, doch richtig mit Kahane auseinandergesetzt hat sich von diesen Kritikern nie einer. 

Obwohl ich lange keine "Kahanist" bin und nicht unbedingt mit allem, was Rabbi Kahane sagte, einverstanden bin, muss ich trotzdem zugeben, dass er mit vielem, was er sagte, Recht behielt. Insbesondere mit einer eventuellen schwachen israelischen Regierung, die den Palästinensern immer mehr an Land abtritt und damit gleichzeitig ganz Israel in Gefahr begibt. Mit Ariel Sharon und der Abgabe Gazas oder Hebron unter Netanyahu, haben wir da die besten Beispiele. In Hebron herrscht bis heute palästinensischer Scharfschützenalarm und von der Hamas und dem Dschihad Ha’Islami sowie deren Raketen auf den Süden Israels gar nicht erst zu reden. 

Gewinnt Netanyahu die Knessetwahlen im Januar 2013, werden wohl auch weite Teile Judäas und Samarias an die Palästinenser abgegeben werden. Und was uns dann an Raketenterror erwartet, male ich mir lieber jetzt noch gar nicht aus.

Montag, März 05, 2012

Wen interessiert, was Obama oder Achmadinejad über Israel sagen ?

B"H

Das Purim Event von vor mehreren Tausend Jahren sollte die Juden lehren, wer wirklich zu ihnen steht und über sie wacht: G – tt allein und der zieht auch die Fäden.

Mittwoch, Januar 25, 2012

Der Knessetabgeordnete Israel Eichler wurde heute aus dem Sitzungssaal entfernt

B"H

Der Knessetabgeordnete Rabbi Israel Eichler (Mitglied der haredischen Partei "Yahadut HaTorah" sowie Mitglied der chassidischen Gruppe Belz) wurde heute nachmittag aus dem Sitzungssaal der Knesset entfernt. Der Grund war, dass er Oppositionsführerin Zipi Livni eine FEINDIN (der haredischen - ultra - orthodoxen Gesellschaft) nannte. 

Tatsächlich betreibt Zipi Livni in letzter Zeit wieder einmal rege Propaganda gegen Haredim, denn ihr Konkurrent, Hasser aller Ultra - Orthodoxen und Journalist, Ya'ir Lapid, gründet momentan seine eigene Partei und säkulere Wähler werden, aller Voraussicht nach, der Kadima davonlaufen und sich auf Lapid einlassen. Somit versucht Zipi Livni Ideologien Lapids aufzugreifen, um ihre eigene Wählerschaft bei Laune zu halten, anstatt sich nach den nächsten Knessetwahlen auf dem Arbeitsamt wiederzufinden.


Jerusalem - Opposition leader Tzipi Livni blasted Housing and Construction Minister Ariel Atias for refusing to give priority affordable housing to households where both partners work. "The housing minister's decision is an insult to those who went out to the streets (to protest)," she said, adding that the measure makes the benefit only accessible to the haredi sector. MK Yisrael Eichler (United Torah Judaism) responded by calling Livni "our enemy," prompting Knesset Speaker Reuven Rivlin to expel him from the session.

Dienstag, Dezember 27, 2011

Präsident Schimon Peres spricht sich gegen Anti – Haredische Hetze aus


Präsident Schimon Peres mit einem Mitarbeiter der haredischen News Site "Kikar Shabbat".

B”H  

Selbst Schimon Peres ist es leid, dass die israelische Presse ohne Gande über die haredische (ultra – orthodoxe) Gesellschaft herfällt. 

Die Mehrheit der Haredim sei nicht fanatisch und poche nicht auf Geschlechtertrennungen in Bussen oder auf Gehsteigen. Diejenigen Fanatiker, die das tun, befinden sich in der absoluten Minderheit und wenn ein paar Randale betreiben, so hat die Presse kein Anrecht darauf, alle zu verteufeln. 

Bei der anti – haredischen Hetze tun sich insbesondere das Massenblatt “Yediot Acharonot” sowie der TV – Kanal “Arutz 2” hervor. 

Ich stelle mir allerdings wieder einmal die Frage, warum YEDIOT die Propaganda ausgerechnet jetzt betrieb. Erst wurde Tanya Rosenblit in den Himmel gehoben und als deren falsche Absicht aufflog, wurde einmal wieder Beit Shemesh entdeckt. Worauf will man mit der erneuten Hetzattacke eigentlich hinaus ?

Montag, Oktober 03, 2011

Yaakov Katz an die Diaspora - Juden

B"H 

Der nationalreligiöse Knessetabgeordnete YAAKOV KATZ (genannt: Katzeleh) an die Juden in der Diaspora: 




Yaakov Katz steht auf dem Video vor der Ma'arat Hamachpelah in Hebron.

Sonntag, September 25, 2011

Ist Benjamin Netanyahu ein SHOMER SHABBAT ?

B”H 

Auf meinem englischen Blog stellte jemand die Frage, ob Benjamin Netanyahu den Schabbat einhält. 

Die Antwort darauf lautet, dass er dies nicht tut. Netanyahu ist KEIN Shomer Shabbat ! 

Darüber hinaus ißt er nicht koscher und wurde vor ein paar Jahren nebst Gattin Sarah in einem unkoscheren Restaurant in Jerusalem photographiert.

Mittwoch, November 24, 2010

"Chaim Amsellem" - Das Enfant Terrible bei SHASS

B"H




Photo: Knesset




Nicht nur Netanyahus LIKUD - Partei ist mit Rebellen gegen den eigenen Vorsitzenden (Netanyahu) gespickt; auch bei der sephardisch - haredischen (ultra - orthodoxen) SHASS Partei knallt es dieser Tage gewaltig im Gebälk.
SHASS sitzt in der derzeitigen Regierung und der Parteivorsitzende Eli Yishai fungiert als Innenminister. Das geistige SHASS Oberhaupt ist jedoch der ehemalige sephardische Oberrabbiner Rabbi Ovadiah Yosef.

Über die letzten zwei Monate hinweg stellte sich einer der Knessetabgeordneten von SHASS,  Chaim Amsellem , immer wieder quer, denn er vertritt in einigen Angelegenheiten eine liberalere Meinung. Unter anderem gehört dazu, dass Haredim, die nicht den ganzen Tag Thora lernen, arbeiten gehen sollen. "Haredim, die herumhängen und nur auf ihre Stütze warten, sollen sich gefälligst einen Job suchen. Ausserdem sollen Haredim (Ultra - Orthodoxe) eine bessere Schulbildung erhalten, damit sie nicht zu Dummies werden".

SHASS Mitglieder berichteten, dass Rabbi Ovadiah Yosef geweint haben soll als er Amsellems abtrünnige Rede im Radio hoerte. Konkurrent Eli Yishai will Amsellem gleich ganz loswerden und fordert dessen Rückzug aus der Knesset. Chaim Amsellem aber denkt gar nicht daran. Entweder will er seine eigene Partei gründen oder er schliesst sich einer anderweitigen relig. Partei an. Angebote dazu gibt es genug. Unter anderem von den Nationalreligiösen.


Ich muss ehrlich zugeben, dass Amsellem nicht unrecht hat. Seine Interviews verfolgte ich in letzter Zeit auf einigen haredischen Radiosendern und er sprach ziemlich gut und auf die Realität bezogen. SHASS will ihn schassen, doch so leicht lässt sich Amsellem nicht abwimmeln.


Mehr zum SHASS Skandal in  HAARETZ !

Montag, Juli 19, 2010

Die Giur - Reform

B"H

Netanyahu und sein Außenminister Avigdor Liebermann liegen im erneuten Clinch. Und das nicht erst seit vorgestern als Liebermann drohte, in der Knesset gegen den neuen Netanyahu - Haushalt zu stimmen.
Die Auflistung der Unstimmigkeiten lasse ich im Hintergrund und gehe auf das aktuelle Thema in Israel ein: Eine Giur (Konversion zum Judentum) - Reform soll her. Ein neues Gesetz und das ist nicht so einfach, denn Liebermanns Partei "Israel Beitenu" steht für Erleichterungen im Giurgesetz. Dennoch wurde ein Kompromiss gefunden, dem sogar "Israel Beitenu" bereit ist zuzustimmen, doch nun stellt sich Netanyahu quer. Er wolle die Giur - Reform in dieser Form nicht ! Basta !

Warum nicht ?
Die neue Giur - Reform, wenn sie denn von der Knesset verabschiedet wird, sieht vor, dass das Oberrabbinat die Hand auf allem hat.
Richtig so, denn aus dem Ausland werden wir geradezu mit Reform - oder Konservativkonvertiten überflutet. Konvertiten, die sich als jüdisch sehen, doch es nicht sind. Nur ein ERNSTGEMEINTER ORTHODOXER GIUR macht einen Konvertiten zum Juden und kein bequemer Reformgiur. Wobei anzumerken sei, dass orthodoxe Konvertiten, welche die Mitzwot auch nach der Konversion nicht einhalten, keine Juden sind (siehe hierzu den Talmud Traktat Gerim).

Man stelle sich vor, welches Chaos Reformkonvertiten in das jüdische Volk bringen und, G - tt sei Dank, werden sie in Israel beim Rabbinat nicht als Juden erfasst, sondern bleiben im Status "Nichtjude".

Die Reform wird u.a. selbst von "Israel Beitenu" unterstützt, denn bei der Aliyah von Reformkonvertiten muss der Staat Israel denen die Staatsbürgerschaft sowie Aliyahrechte geben. Und wer will heutzutage noch eine Menge Leute einwandern lassen, die in Israel als Nichtjuden nichts verloren haben. Als ob wir nicht schon genügend andere Probleme haben. Wer nicht vorhat, die Thora zu halten, ist nun einmal kein Jude und sollte sich eher als "Noachide" bekennen als im Judentum herumzumrksen.

Warum ist Netanyahu gegen das Gesetz ?
Weil er seine amerikanische Reformlobby nicht verlieren will. US - Reform - sowie Konservativjuden spenden Netanyahu eine Menge Geld und so lässt sich der Premier wieder einmal von falschen Freunden lenken.

Links:


Netanyahu stolpert im Konversionsgesetz

Montag, Januar 25, 2010

Der Irak gegen den Propheten Yechzekel


B"H

Der Prophet Ezekiel (Yechezkel) liegt südlich von Bagdad begraben und bis heute dient sein Grab als jüdische Pilgerstätte.

Wie lange noch, denn der Irak unternimmt vermehrt Versuche, die jüdische Geschichte des Landes sowie das Grab auszulöschen:

http://jewishrefugees.blogspot.com/2010/01/ezekiels-shrine-has-suffered.html

Donnerstag, Dezember 17, 2009

Parashat Miketz



B"H

Die Thoralesung für diesen Schabbat

Parashat Miketz wirft einige Fragen auf, die niemand so richtig zu beantworten in der Lage ist. Wir erfahren, wie Yosef aus dem Gefängnis freikam, der Aufstieg zum Stellvertreter Pharaos und dann das Wiedersehen mit den Brüdern in Ägypten.
Die berühmte Frage, welche diese sowie die nächste Parashat Vayigash aufwirft lautet:

Wie war das Verhältnis des Yosef zu seinen Brüdern nach all der Wiedersehensfreude ? 

Er selber unterwarf seine Brüder allen nur erdenklichen Tests um festzustellen, ob sie nicht doch noch die alten, ihm feindlich gesinnten, Charaktäre waren.
Aber selbst wenn sich die gesamte Familie wiederfindet, inwieweit gibt es ein Vergeben ?

Ich las alle möglichen Kommentare, doch immer wieder kam in mir der Gedanke an ein Interview hoch, welches vor ca. drei Wochen in der israelischen Tageszeitung MAARIV veröffentlicht wurde. Dort beschrieb ein israelischer Soldat, der sich einst nach dem Yom Kippur Krieg (1973) dreieinhalb Jahre lang in ägyptischer Kriegsgefangenschaft befand, von seiner Zeit nach der Freilassung und dem "Leben danach".

Zu Zeiten Yosefs hasste man alles, was aus dem damaligen Canaan kam und verachtete jeden als Primitivling. Yosef bildete da keine Ausnahme, denn für die hochkultivierten Ägypter war er anfangs soetwas wie ein Dorftrottel.

Der ehemalige israelische Soldat ging nicht auf die Zeit seiner Kriegsgefangeneschaft ein, sondern teilte den Eltern des gekidnappten Soldaten Gilad Shalit mit, was sie erwartet, wenn ihr Sohn freikommen sollte. Er wird ein anderer Mensch sein und nichts ist mehr so, wie es war. Das ist es, was die Shalits nicht begreifen bzw. noch nicht wahrhaben wollen. Zwischen ihnen und ihrem Sohn werden stets die Jahre der Gefangenschaft stehen und genauso stelle ich es mit bei Yosef und seiner Familie vor. Bei ihnen ist die Angelegenheit noch gravierender, denn es stehen viel mehr Jahre zwischen dem Verkauf des Yosef sowie dem letzendlichen Wiedersehen.

Selbstverständlich war alles ein G - ttesplan, so wie alles in unserem Leben nach Seinem Plan verläuft. Der Verkauf des Yosef musste erfolgen, um die Israeliten so nach Ägypten zu bewegen, damit der Auszug sowie die Vergabe der Thora stattfinden konnte.

"Und es geschah nach zwei Jahren…." - So lautet der erste Satz der dieswöchigen Thoralesung. Das Wort "Miketz" wird gewöhnlich dem " nach Ende…." übersetzt. "Nach dem Ende / Ablauf von zwei Jahren.

Die Frage ist nur, welches Ende / Ketz ist an dieser Stelle eigentlich gemeint ? Was oder wann war der Beginn der hier erwähnten zwei Jahre ?

Wenn wir uns die vorherige Parashat Vayeshev ansehen, dann lautet das dortige Ende, dass der Mundschenk des Pharao freikam und Yosef vergaß. Wörtlich heißt es sogar: "Der Mundschenk erinnerte sich nicht mehr an Yosef; er vergß ihn".

Yosef hatte sich von dem Mundschenk einiges erwartet, denn dieser hätte die Traumdeutungen an hoher Stelle erwähnen und so eine Freilassung Yosefs ermöglichen können. Folglich ist also anzunehmen, dass der Mundschenk vor zwei Jahren aus dem Gefängnis entlassen wurde und nun Pharao seine Traum hatte. Und siehe da, der Mundschenk erinnerte sich wieder.

Allen Kommentatoren machen insbesondere die ersten Worte dieser Parasha zu schaffen. Am eindringlichsten geht wohl das kabbalistische Buch "Zohar" auf das Wort "Miketz" ein. Zuerst einmal wird Yosef schwer angeklagt. Aber das nicht nur im Zohar, sondern genauso vom Kommentator Ohr HaChaim und allen nur erdenklich anderen Kommentatoren.
Wie konnte Yosef sein Vertrauen nur auf den Mundschenk
beschränken ? In dem Moment der Freilassung des Mundschenks dachte Yosef, dass auch er bald freikäme, denn sicher werde der Mundschenk dafür sorgen. Doch nichts geschah und Yosef saß weitere zwei Jahre in Haft. Diese zusätzlichen zwei Jahren werden als G - ttesstrafe bezeichnet.

Der "Zohar" fährt fort, dass Yosef einzig und allein hätte auf G - tt vertrauen sollen und nicht auf einmenschliches Wesen. Rabbi Shimon bar Yochai sagt im Zohar, dass das "Ende - Ketz" die Zeit "des sich nicht erinnern" darstellt. Symbolisch werden diese zwei Jahre in je zwei Level unterteilt: in der des Vergessens und in den des sich erinnern. G - tt erinnerte sich an Yosef und bewirkte, dass Pharao träumte und sich der Mundschenk erinnerte.

In der chassidischen sowie der kabbalistischen Lehre hat das Wort "Miketz - nach Ende" jedoch noch eine weitere wichtige Bedeutung. Der Sefat Emet sowohl als auch der Chozeh (Seher) von Lublin, Rabbi Yaakov Yitzchak Horowitz (1745 - 1815), sehen in dem Wort sowie im Traum des Pharao versteckte Metaphern, die noch eine ganz andere Botschaft für uns bereithalten. Die Thora kann in vielfacher unterschiedlicher Weise gelernt werden. Die einfachste ist, sie als Geschichtsbuch zu lesen oder nur das einfache Peshat zu studieren. Heißt, eine einfache Bedeutung des Textes ohne irgendwelche Zwischeninterpretationen. Andererseits wissen wir, dass die Thora eine offene Botschaft genauso wie viele versteckte Botschaften für uns bereit hält. Die Kabbalah und ebenso die Chassidut helfen uns diese verborgenen Hinweise zu erfassen und zu begreifen.

"Miketz - Ende" ist gleichzusetzen mit "Dunkelheit", so der Ohr HaChaim, der Sefat Emet, der Seher von Lublin und viele andere Kommentatoren. "Dunkelheit" auf der Welt bedeutet, dass die Menschen ihre Yetzer HaRah, ihren negativen inneren Neigungen, folgen. Sobald es jedoch Licht wird, verwandelt sich das Negative in Positives. Demnach ist das Ende der zwei Jahre symbolisch gleichgesetzt mit dem Kommen des Meschiach, denn in dem Moment wird es Licht und die Yetzer HaRah des Menschen verschwindet. Im Zeitalter des Meschiach wird es keine negativen menschlichen Eigenschaften mehr geben. Nach der Dunkelheit ließ G - tt das Licht erstrahlen, heißt, er sorgte dafür, dass Yosef freikam.

Aber wieso bezieht sich die Interpretation auf die Gegenwart bzw. die Zukunft. Yosef kam aus dem Gefängnis frei, aber was hat das nach all den Tausenden von Jahren mit uns und dem Kommen des Meschiach zu tun ?

Den Fehler, welchen viele Leute begehen ist, die Thora und die Propheten als Geschichtsbücher zu lesen. Das war einmal und wen interessiert heute schon groß, was König David oder Avraham taten ? Was hat das mit mir zu tun ?
Ganz im Gegenteil, denn die Thora darf niemals als Geschichtsbuch gelesen werden, sondern so als ob es jetzt und heute mir passieren tut. Es soll uns etwas mitgeteilt werden, was genauso einen Bezug zu meinem persönlichen Leben hat als seinerzeit auf Avraham etc. Da die Thora auf alle Zeiten gültig sein wird, hat sie jederzeit einen aktuellen Bezug.

Und so sieht der chassidische Sefat Emet im Traum des Pharaos die aktuelle Botschaft für uns, denn auch unsere Aufgabe besteht darin, uns in guten Zeiten auf eventuelle schlechte Zeiten vorzubereiten. Wie die mageren Kühe im Traum des Pharao die fetten Kühe fraßen, so kann es uns ergehen. In Zeiten, in denen es uns gut geht, ist es extrem leicht, an G - tt zu glauben. Falls überhaupt, denn wer braucht G - tt, wenn es mit gutgeht. Sobald jedoch schlechte Zeiten für jemanden beginnen, erinnert er sich schnell an G - tt und erwartet Hilfe. Wenn es geht sofort. Deshalb sollen wir uns in guten Zeiten mental auf eventuell folgende schlechte vorbereiten, damit wir die Keduscha (Heiligkeit) mitnehmen können, um nicht zu verzweifeln.

Als Yosef letztendlich aus dem Gefängnis freikam, war er fast 30 Jahre alt. Zwölf Jahre war er unschuldig inhaftiert gewesen. Sein Vater Yaakov war zu dem Zeitpunkt 120 Jahre alt und die Gemara im Talmud Traktat Rosh HaShana 10b läßt uns wissen, dass Yosef im Jahre 2230 nach der Welterschaffung freikam.

Neun Jahre nachdem Yosef zum Stellvertreter Pharaos ernannt wurde, kamen seine Brüder nach Ägypten, um Getreide einzukaufen. Sie erkennen Yosef nicht mehr, da dieser andere Kleidung trägt, eine fremde Sprache spricht und sich anhand eines Übersetzers verständlich macht und vorgibt, die Sprache der Brüder nicht zu kennen.
Und dann folgt eine kaum endende Odyssee. Erst werden die Brüder verhaftet, dann zum Vater zurückgeschickt um Benjamin zu holen, dann wird Benjamin des Diebstahl bezichtigt. Warum das alles ? Warum offenbarte sich Yosef seinen Brüdern nicht spätestens nach dem Zusammentreffen mit seinem Bruder Benjamin ?
Hierauf hat Rabbi Samson Raphael Hirsch einen vortrefflichen Kommentar bereit. Nach all dem, was die Brüder Yosef angetan hatten, konnte es theoretisch immer noch sein, dass diese einen innerlich verborgenen Haß auf ihn verspürten. Um herauszufinden, ob dem so war und ob die Brüder nicht auch seinen kleinen Bruder Benjamin haßten, testete Yosef die Brüder und offenbarte sich ihnen erst später.

Und warum wußte Yaakov nicht, dass sein Sohn Yosef noch am Leben war und nicht von einem wilden Tier getötet worden war ? Wieso ließ G - tt ihn dies nicht wissen ? Und hätte Yaakov es nicht anhand seiner Fähigkeiten Prophezeihungen auszusprechen selber sehen können ?

Das kabbalistische Buch "Zohar":" beantwortet auch diese Fragen.
Als Yosef nach Ägypten kam, ging die Shechinah (G - ttes Anwesenheit) mit ihm ins Exil. Dadurch verlor Yaakov seine Fähigkeit zu prohezeihen. Er glaubte, dass sein Sohn umgekommen war und verfiel in Depressionen, doch die Schechinah (G - ttes Anwesenheit) bleibt nicht bei jemandem, der depressiv ist. Besonders Rabbi Nachman von Breslov sowie das Buch Tanya der Chassidut Chabad warnen uns vor dem Fall in die Depression. G - tt liebt keine depressiven Menschen und unsere Aufgabe ist es, uns so schnell wie möglich davon zu befreien. Insbesondere aus der religiösen Depression.
Das beste Rezept laut Rabbi Nachman von Breslov ist, sich auf seine guten Taten sowie Eigenschaften zu besinnen und darauf zu bauen. Niemals sollen wir nur die schlechten Punkte in uns ausfindig machen. Und sollte es heute einmal nicht so klappen mit dem perfekten Leben, dann folgt morgen ein neuer Tag.

Die Schechinah ging mit Yosef ins Exil und hieraus lernen wir, dass die Schechinah immer mit uns geht, egal, wo wir uns befinden. Mehrmals in der Thora verspricht G - tt, die Juden niemals allein zu lassen und den Beweis dafür erhalten wir durch Yosef.


"Schabbat Schalom + Chanukkah Sameach"

Sonntag, August 30, 2009

AM ISRAEL CHAI - עם ישראל חי

Photo: Graffiti Tel Aviv


B"H

Eines nervte mich gewaltig als ich heute früh die Wochenendausgabe der israelischen Tageszeitung MAARIV aufschlug:

Wiederholt nervte Angela Merkel den israelischen Premier Netanyahu mit ihrem Gesülze, Israel solle den Siedlungsbau stoppen.
"Die Zeit läuft, Herr Netanyahu".

Als ob Angela Merkel eine Ahnung von israelischen Siedlungen hätte. Wenn jemand Israel etwas "vorschreiben (vorschlagen)" kann, dann sind das alle, nur nicht Deutschland. Und woher nimmt eine Angela Merkel das Recht, in G - ttes Thora einzugreifen, wo es heißt, dass Israel Seinem Volke (den Juden) gegeben worden ist. Wo Deutschlands Vorschläge hinführen, sahen wir gestern als Premier Netanyahu das Museum in WANNSEE besuchte. Vielleicht sollte Angela Merkel diese Tatsache einmal überdenken !

Benjamin Netanyahu ist von Haus aus mit der jüdischen Geschichte verbunden, denn sein Vater ist der Historiker Benzion Netanyahu, welcher eine Menge Bücher über das spanische Judentum und die Inquisition schrieb. Benzion Netanyahu wäre daher der bessere Gesprächspartner für Angela Merkel gewesen als sein Sohn !

"Am Israel Chai - Das Jüdische Volk lebt !" schrieb Netanyahu in das Gästebuches des Museums in Wannsee. Einem Ort, an welchem die Endlösung beshlossen worden ist.

Bis heute hat das Thema nichts an seiner Bedeutung verloren, doch seien die Zeiten auch noch so depressiv, "Am Israel Chai" war und wird der ewige Überlebensslogan der Juden in aller Welt bleiben.

Montag, August 17, 2009

Bild des Tages

Die chassidische Perspektive der Obamas
Toller Photoshop !

Montag, Juli 20, 2009

Der Dritte Tempel wird nicht gebaut werden ?

B"H

Das Oberhaupt des Jerusalemer Islamisten Movements Icharma Savri
schwor doch glatt, dass die Juden keinen weiteren Tempel mehr bauen werden.

Pech gehabt, denn G - tt hat es so vorher bestimmt. Da kann Savri beten, soviel er Lust hat !

Sonntag, Juni 28, 2009

Ausschreitungen gehen weiter

Gestern in Mea Shearim
Photo: Walla


B"H

Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat öffnete am gestrigen Schabbat bereits um 7.00 Uhr früh das Parkhaus Karta am Jaffa - Tor. Drei Wochen zuvor als der Bürgermeister sich entschloss, das städtische Parkhaus am Safra Square kostenlos zu öffnen, um dem Touristmus am Schabbat Herr zu werden, kam es zu Demonstrationen und Ausschreitungen. Jene haredischen (ultra - orthodoxen) Richtungen, welche der antizionistischen Edah HaCharedit von Mea Shearim angehören, sehen es als eine Schande an, dass ausgerechnet der Bürgermeister der Heiligen Stadt besonders israelischen Touristen hilft, den Schabbat besser zu brechen, sprich sorglos mit dem Auto herumzufahren. Man stelle am Schabbat keine öffentlichen Parkhäuser zur Verfügung.

Nir Barkat wurde im vergangenen November nur Bürgermeister, weil der Gerrer Rebbe (Chassidut Gur) eine Privatfehde mit dem haredischen Bürgermeisterschaftskandidaten Me'ir Porush abzog und um sich an Porush zu rächen, stimmten die Gerrer Chassidim, sowie viele weitere (darunter auch Belz) für den säkuleren Barkat. Seither steht die Chassidut Gur bei der Edah HaCharedit sowie bei vielen haredischen Gruppierungen auf der Abschußliste. Besonders auch in diesen Tagen, denn mit einem Bürgermeister namens Me'ir Porush wäre das ganze Chaos um offene Parkhäuser am Schabbat niemals aufgetaucht.

Vor drei Wochen warfen die Haredim Steine auf die Polizei und danach war zwei Wochen lang Ruhe. Nir Barkat hatte entschieden, die Parkhäuser am Safra Square sowie Karta geschlossen zu halten. Mitte der vergangenen Woche hatte es Verhandlungen mit den Haredim gegeben und Barkat gab bekannt, dass er Safra geschlossen halte, dafür jedoch das einige Hundert Meter weiter entfernte Karta - Parkhaus am Schabbat öffne. Daraufhin kündigte die Edah HaCharedit ein gemeinsames öffentliches Gebet am Erev Schabbat (Freitag abend) in der Bar Ilan Street an. Mehr als 35,000 Menschen nahmen daran teil. Unter anderem wurden dort folgende chassidische Rebbes gesichtet: Der Rebbe der Toldot Aharon, der Rebbe der Chassidut Dushinsky, der Rebbe der Chassidut Karlin - Pinsk und viele weitere rabbinische Persönlichkeiten. Nach dem Gebet versuchten einige Haredim die Zufahrt zur Sderot Herzl, an der Stadteinfahrt, zu blockieren.

Am gestrigen Mozzaei Schabbat (Schabbatausklang), kam es zu einer Großdemonstration an der Kreuzung Shivtei Israel - HaNevi'im Street. Genau in Mitte zwischen Mea Shearim und dem Safra Square samt Rathaus. Beide Lokalitäten liegen nahe beieinander. Die Haredim warfen Steine, Flaschen und (faules ?) Obst. Sie versuchten, den Safra Square zu erreichen, was aber wiederum die Polizei mit Wasserwerfern verhinderte. Zuletzt hieß es in den Meldungen, dass 24 Haredim verhaftet worden seien. Ein sechsjähriges Kind war verletzt worden, ein 20 - jähriger war von einem Zaun gefallen und schwer verletzt worden. Die Polizei wies im letzten Fall jede Verantwortung von sich. Auf Seiten Polizei wurden vier Beamte verletzt.

In der säkuleren israelischen Presse kommt es nie richtig zur Sprache, doch auf haredischen Sites sah es anders aus. Viele Haredim bemängelten das äußerst brutale Vorgehen der Polizei. Die Polizisten jagten alles, was sich bewegte, selbst Passanten bekamen Prügel.

Ich selbst erlebte das vor ein paar Jahren einmal in der Jerusalemer Agrippas Street mit. Die mit Motorrädern ausgerüstete Polizeieinheit "Yassam" fuhr mitten in eine haredische Menge ohne Rücksicht auf Verluste. Ich fühlte mich als sei ich in dem Moment mit einer Zeitmaschine in Nazideutschland gelandet. Damals schritten die Passanten ein und schrien aufgebracht die Polizisten an, was ihnen einfiele, in die Haredim hineinzufahren.
Vor mehr als zwei Jahren fast das gleiche Bild als es zu einer Demonstration gegen ein Chabad - Konzert in der Jerusalemer Channah Street kam. Es versteht sich von selbst, dass auch Steinewerfen kein leichtes Delikt ist, doch mit Knüppeln um sich schlagen oder in Menschenmengen hineinfahren, ist keine richtige Reaktion und sorgt für neue Gewalt. Laut haredischen Meldungen, bekam die Polizei Rückendeckung (von Nir Barkat ?) ohne jegliche Gnade vorzugehen.

In dieser Woche soll es zu erneuten Verhandlungen zwischen der Edah HaCharedit und dem Bürgermeister kommen. Des Weiteren drohen der ehemalige sephardische Oberrabbiner Ovadiah Yosef, der Gerrer Rebbe, Rabbi Yaakov Aryeh Alter sowie auch das geistige Oberhaupt der litvischen Haredim, Rabbi Yosef Shalom Eliyashiv mit dem Abzug der haredischen Stadträte aus Barkats Koalition. Dies wiederum würde den Bürgermeister zu Fall bringen.

Zur gleichen Zeit demonstrierten auf dem Safra Square Vertreter der extremen Linkspartei Meretz für ein "freies Jerusalem" und gegen die Haredim. Meretz ist überall zu finden, wo es gegen die Religion und gegen Rechte geht.

Das Video beschreibt die Demos beider Seiten und entstand in einer Nachrichtensendung des israelischen TV von gestern abend.
Die Frau im Interview ist eine Russin und sie sagt, dass man nach Jerusalem kam und mit Leichtigkeit einen Parkplatz fand.
Eine etwas merkwürdige Situation, denn man hätte nicht gerade eine russische Neueinwanderin befragen sollen, da in Israel 80 - 90 % der Russen überhaupt keine halachischen Juden sind.
Was also hätte die Frau antworten sollen ?
Dass der Schabbat heilig ist und man ihn einhält ?



Mittwoch, Juni 03, 2009

OBAMA in den THORA CODES

B"H

Barak Hussein Obama in den Thora Codes: Ein interessanter Artikel in englischer Sprache !


Wer des Englischen vielleicht nicht allzu mächtig ist, kann trotzdem einige Grundprinzipien erfahren.

http://tsafedkabbalah.blogspot.com/2009/06/obama-in-den-thora-codes.html

Sonntag, Mai 17, 2009

Bibi wurde gesegnet

Photo: Chadrei HaCharedim

B"H

Vor seiner Abreise in die USA traf sich Premier Benjamin Netanyahu mit dem ehemaligen sephardischen Oberrabbiner sowie geistigem Oberhaupt der sephardischen SHASS - Partei Rabbi Ovadiah Yosef. Der Rabbi segnete Netanyahu und wünschte ihm viel Verhandlungsgeschick.

Letzteres ist auch von Nöten, denn US - Präsident Barak Hussein Obama wird sich einiges einfallen lassen, um die Arabische Liga und seinen neuen Freund, den Iran, bei der Stange zu halten. Unter anderem soll Israel dem "Zwei - Staaten - Plan" zustimmen, Landabgaben durchführen, den Siedlungsbau komplett einstellen und insgesamt die Klappe halten.

Zugeständnisse Netanyahus können diesen in größte Schwierigkeiten mit der Koalition, Politikerkollegen sowie der Bevölkerung bringen. Es ist nicht so, dass Israel grundsätzlich alles ablehnt, doch sollen Sicherheiten her, die bisher nie eintrafen.

Mittwoch, Mai 06, 2009

Gattin des stellvertretenden israelischen Außenministers ist eine Evangelikale Christin

B"H

Diese Nachricht fand ich auf "Shilo Musings" und ich muss zugeben, dass ich immer noch geschockt bin. Wie kann die Frau des israelischen stellvertretenden Außenministers Daniel Ayalon eine evangelikale Christin sein ?
Warum hörte man bisher nichts davon in der israelischen Presse ?


Anne & Daniel Ayalon
Quelle: Washington Life




Geposted von Ellen Horowitz (Jewish Israel)

She may be "born again", but this
“Judeo-Christian union” could be the death of us all (G-d forbid)…

Evangelical Christian Anne Ayalon, the wife of Israel’s Deputy Foreign
Minister Daniel Ayalon, can be seen and heard on
Daystar Television kvelling (sic!) about Jesus’s ministry in Israel (see 8 minutes into the video).

Daystar is a premier missionary network with “a singular goal—to reach souls with the good news of Jesus Christ”, and I guess Mrs. Ayalon considers it good news that, "Eighty percent of Jesus' ministry is up in the Galilee. You walk there and you just feel god's love!"

It’s reportedly not the first time that Anne has used her position as the wife of a
Jewish Israeli leader to “share her testimony about Jesus “ . As the wife of
the former Ambassador of Israel to the United States, it appears Mrs. Ayalon
witnessed on the banquet circuit…

Here’s a choice excerpt from Charles Carrin Ministries:

"While I was surprised by the Ambassador and his wife’s youthfulness, I was more astounded that Anne Ayalon used the Banquet-occasion to share her testimony about Jesus. She is a born-again believer. Speaking before high-ranking Jewish delegates, Washington’s media-reporters, and other international figures, she told of her love for Jesus and even gave a capable explanation of God’s Trinitarian nature. I sat there astonished. Never have I witnessed more graciousness, more spiritual beauty, or more gentleness than she displayed. No one could have criticized her loveliness. The incoming Ambassador’s wife, Noa Meridor, listened attentively as she spoke. More so, I was overwhelmed, wondering about the effects of such a woman becoming Israel’s First Lady. Pray for this couple!"

Israel better pray long and hard that its Jewish leaders come back to themselves and to their people.


Kein Wunder also, dass die Netanyahu - Regierung Spenden in Millionenhöhe vom amerikanischen Evangelikalen Movement erhält !


Sonntag, April 26, 2009

"Tag der Knochen" - Die israelische Unabhängigkeit

B"H

Am Dienstag abend und Mittwoch feiert Israel seinen 61. Unabhängigkeitstag. Fast jeder Israeli geht dann hinaus ins Freie, grillt oder unternimmt Ausflüge in die Natur.
Fast jeder Israeli, aber nicht alle !

Alljährlich kommen die üblichen Diskussionen auf, ob und warum zahlreiche Haredim in Jerusalems berühmten ultra - orthod. Stadtteil Mea Shearim, anderen haredischen Stadtteilen oder in Bnei Brak bei Tel Aviv den Unabhängigkeitstag ignorieren. Für viele haredische Richtungen ist es ganz einfach ein normaler Arbeitstag ohne Grund zum feiern. Vor allem Chabad, die Satmarer Chassidim sowie die Neturei Karta bezeichnen den Tag als "Tag der Knochen" und der Trauer. Die Bezeichnung "Tag der Knochen" ist ein hebräisches Wortspiel. Der Unabhängigkeitstag heißt übersetzt "Yom HaAzma'ut" und man hat ihn symbolisch in "Yom HaAzamot" umbenannt.

In Mea Shearim gibt es zwei große Gruppen, die den Staat Israel ablehnen: Die Neturei Karta sowie die Edah HaCharedit, eine Organisation bestehend vor allem aus Satmar, Toldot Aharon, Toldot Avraham Yitzchak, Spinka, Teilen Breslovs, Anhängern des Vilna Gaon sowie den Mischkenot HaRoim und Dushinsky. Die Neturei Karta in Mea Shearim besteht nur aus einigen wenigen Familien, welche meistens im und um Beit Hungarin (ein Hinterhof nahe Mea Shearim Street) leben. Ihre Blühtezeit erlebte sie in den fünfziger und sechziger Jahren zu Zeiten der Rabbis Amram Blau (Bloi) und Aharon Katzenellenbogen. Heute wie damals besitzt die Neturei Karta einiges an Einfluß auf die Edah. Nicht, dass sie dort selbst vertreten sind, sondern viel mehr durch die Satmarer Chassidim.

Israel könne nur wieder als eigenes Land gelten, wenn der Meschiach kommt, so die zwei Gruppen. Alles andere wie der heutige Staat Israel sei G - tteslästerung. Israel wird nicht mit weltlichen Gesetzen regiert, sondern folgend der Thora und der Halacha (dem jüd. Religionsgesetz). Außerdem werde nur im Israel des Meschiach die hebräische Sprache benutzt. Dies ist der Grund, warum heute viele chassidische Gruppen im Alltag fast nur auf Jiddisch kommunizieren.

Die Neturei Karta, Satmar, Toldot Aharon u.a. sind dafür bekannt, dass sie KEINE israel. Busse (Egged) benutzen. Sie verfügen über eigene Krankenkassen und VERWEIGERN die israel. Sozialhilfe. Finanziert werden sie vor allem von anderen Chassidim aus den USA.

Wer am Unabhängigkeitstag durch die Straßen Mea Shearims geht, der sieht keinerlei israel. Flaggen ausgehängt. Nichts deutet auf einen Feiertag hin. 200 Meter weiter, in der Jaffa Road, sind die Feiern in vollem Gange, doch am Kikar Schabbat, in Malchei Israel und Mea Shearim Street ist von all dem nichts zu spüren. Die Geschäfte sind geöffnet und man sieht Schulkinder aus der Schule kommen.

Viele Jahre lang feierte ich den Unabhängigkeitstag fast genauso wie alle anderen Israelis auch. Mittlerweile aber hat sich das gelegt, was auf zwei Gründen basiert: Erstens lernte ich zwischenzeitlich eine Menge über die Gründe des Antizionismus und zweitens stellt man sich nicht selten die Frage, was eigentlich in unserem Land vorgeht und ob wir auf alles so stolz sein können. Statt vor dem Feiertag abends in die Große Jerusalemer Synagoge zu gehen, Hallel zu sagen (Psalmen 113 - 118), die Rede des aschkenazischen Oberrabbiners zu hören und dem Chor zu lauschen, beschränke ich mich auf einige wenige Kulturveranstaltungen. Dabei, unter anderem, den kostenlosen Besuch des Israel Museums sowie einige Theatervorstellungen unter freiem Himmel.

Nach ihrer Vertreibung aus Gush Katif weigerten sich sogar viele Nationalreligiöse die Unabhängigkeit zu feiern. Dann kam Olermt und alles wurde noch fraglicher. Korruption und Linke. Ist Israel ein Land, in dem sich ein relig. Jude wohlfühlt ? Nun haben wir Bibi Netanyahu und ich gebe zu, dass er das kleinere Übel gegenüber Zipi Livni ist.

In diesem Sinne bin ich wohl kein überragender israelischer Patriot, dennoch bin ich froh, dass Juden ihr eigenes Land besitzen. Schon allein des ewig steigenden Antisemtismus im Ausland, wo Israel den idealen Zuflcuhtsort bildet.

Gestern nachmittag ging ich durch den ultra - orthodoxen Stadtteil Ge'ulah in Jerusalem und las einen aktuellen Fakshivili (Mitteilungsposter der Haredim). Was dort zu lesen war, sprach mir direkt aus der Seele:


Wieder begehen die Zionisten ihren Unabhängigkeitstag.
Worauf sind die stolz ?
Darauf, dass Männer und Frauen zusammen wie wild in der
Innenstadt tanzen ? (Am Zion Square findet eine riesige Party statt)
Auf eine korrupte Regierung, die außerdem christlichen Missionaren immer mehr Grundstücke zuspricht ?
Auf Juden, die ins Ausland reisen und dort nichtjüdische Partner treffen und heiraten ? Und danach schlimmstenfalls mit nach Israel importieren.
Was für ein jüdisches Land soll das sein ?



Der Inhalt des Fakshivili hat Recht. Insbesondere die Netanyahu - Regierung nimmt immer mehr Spendengelder in Millionenhöhe von verschiedenen christlichen Gruppierungen (z.B. die fanatischen Evangelisten aus den Staaten - "Southern Baptist Convention") an. Ziel der Evangelisten ist es, sämtliche Juden nach Israel zu holen, sie dort zum Christentum zu bekehren und somit ein zweites Kommen des falschen Meschiach J. einzuleiten.

Heutzutage werden christliche Prominente geradezu hofiert. Ein Ding der Unmöglichkeit noch zu
Zeiten der Regierung eines Menachem Begin. Im nächsten Monat kommt der Papst auf
Besuch und einige Rabbiner des Oberrabbinates (Rabbanut) scheinen sich darum zu drängeln, wer dem ehemaligen Hitlerjungen und Kriegshelfer die Hand schütteln darf. G - tt sei Dank lassen sich weder Rabbi Eliyashiv noch irgendwelche chassidischen Rebbes auf derlei widerliche Aktionen ein.

Tausende junger Israel reisen alljährlich in den Fernen Osten, nach Europa oder Südamerika.
Unterwegs treffen sich nichtjüdische Freundinnen, die sie heiraten und schlimmstenfalls mit nach Israel importieren. Deutsche, Inderinnen, Chinesinnen, Russinen, Südamerikanerinnen, mitterweile läuft hier im Land alles herum und meint auch noch, Forderungen stellen zu können. Gehören solche "eingeheirateten" Nichtjuden nach Israel ? Anstatt dass sich viele Juden im eigenen Land und in
der eigenen Religion umschauen, suchen sie woanders und wenn es dann passiert,
ist der Aufschrei der Eltern groß. Instead of checking out they should start checking into Judaism.

In Israel laufen unzählige nichtjüdische Kinder aus derlei gemischten Eheverhältnissen herum. Vater Jude, Mutter nicht. Ergo, das Kind ist kein Jude und der Vater als Jude steht plötzlich mitNichtjuden da. In welchem Land leben wir eigentlich ? Ist es das, was G - tt von uns will ?

Obwohl berühmte Rabbiner wie der Ramban (Nachmanides) es als eine Mitzwah betrachten, in Eretz Israel zu leben, gehören derlei Beziehungen alles andere als zu einer Mitzwah. Ganz im Gegenteil, denn sie zerstören das jüdische Volk und in dieser Hinsicht mag ich nicht so recht an den Unabhängigkeitstag glauben. Neben einem Nichtjuden stehen und Flagge halten ?

Nationalrelig. und die christlichen Spenden

THANK YOU


Sonntag, April 05, 2009

"ANSTAND" oder "DESINFORMATION" ?

B"H

Nennt man das ANSTAND oder DESINFORMATION ?

Die israelische Tageszeitung der litvischen Haredim (Ultra - Orthod.)"Yated Ne'eman" retuschierte die zwei neuen WEIBLICHEN Kabinettsmitglieder der aktuellen Regierung Netanyahu einfach weg. Alles Dank Photoshop !


Bei dem oberen Photo handelt es sich um das Originalphoto und zeigt, neben bzw. hinter Benjamin Netayahu stehend, die zwei neuen Ministerinnen: Limor Livnat (Sport und Kultur) und ihre Kollegin Sofa Landver (Immigration).

Bei dem unteren Photo handelt es sich um die Fälschung (Retusche) aus "Yated Ne'eman", in der die Frauen einfach hinausgeschnitten worden sind.


"Yated Ne'eman" rechtfertigt sich damit, dass eben keine weiblichen Wesen in irgendeiner haredischen Zeitung abgebildet zu sehen sind. Dies geschieht aus Anstandsgründen und sogar Zipi Livni wurde stets wegretuschiert.

Wenn man in der haredischen Presse keine Frauenbilder veröffentlichen mag, dann soll man es halt ganz bleiben lassen, anstatt Originalphotos zu fälschen. Ansonsten nämlich muss der Öffentlichkeit die Frage gestattet sein, was denn sonst noch alles gefälscht bzw. retuschiert in der Zeitung erscheint !

Freitag, Februar 13, 2009

Der "Satan" Avigdor Lieberman

B"H

Kurz vor den Knessetwahlen nannte der ehemalige sephardische Oberrabbiner und derzeitiges spirituelles Oberhaupt der SHASS – Partei, Rabbi Ovadiah Yosef, den Vorsitzenden der "Israel Beitenu – Partei" Avigdor Lieberman einen "Satan".
Lieberman ist ein israelischer Politiker, der, ohne Zweifel, Araber hasst. Die Palästinenser sehen in ihm einen Rassisten und relig. Juden stehen da nicht nach, denn Lieberman hasst ebenso die Orthodoxie. Lieberman ist russischer Abstammung und von dort aus vor vielen Jahren nach Israel eingewandert. Trotz all der Jahre in Israel behielt Lieberman seinen russischen Akzent im Hebräischen bei.

Als Benjamin Netanyahu in den 90iger Jahren Premierminister war, gab er den Palis teilweise die Stadt Hebron und als Mitglied der Sharon – Regierung unterzeichnete Netanyahu das Abkommen zur Räumung Gush Katifs. Relig. Juden sowie die nationalrelig. Szene werden ihm das nie vergeben geschweige denn vergessen. Diese Erfahrungen veranlassten unzählige Israelis noch weiter rechts abzudriften, nur um Netanyahu nicht wählen zu müssen. Es ist ganz einfach kein Vertrauen in den Ex – Premier mehr vorhanden.

Der größte Gewinner der Wahl vor zwei Tagen ist zweifelsohne Avigdor Lieberman, der die Verweigerungsstimmen des Likud aufsaugte. Wenige Tage vor der Wahl nannte Rabbi Ovadiah Yosef Lieberman einen "Satan". Der Grund hierfür: Lieberman will mehr unkoschere Läden eröffnen sowie die Zivilehe vor dem Standesamt einführen.
Benjamin Netanyahu versucht dieser Tage eine Regierung samt Koalition zu formen um sich dann selbst zum Premierminister zu krönen. Lieberman ist der wertvollste Kandidat hierfür, verfügt er doch über 15 Knessetsitze. Der Russe ist sicher seiner "Zünglein an der Waage" – Rolle mehr als bewusst und stellt unverholen seine Forderungen: Vize – Premier will er werden und die Zivilehen wie geplant einführen.

Seit der Gründung des Staates Israel ist das Oberrabbinat (Rabbanut) für sämtliche Eheschliessungen auf dem jüdischen Sektor verantwortlich und jeder israelische Jude muss sich dort zur Ehe registrieren lassen. Jene, die sich nicht gemaess der Halacha verheiraten wollen (z.B. ein Cohen (Tempelpriester) heiratet eine geschiedene Frau oder ein Jude heiratet einen Nichtjuden), sind entweder gezwungen, sich im Ausland zu vermählen oder irgendein Heiratszertifikat einer ausländischen Botschaft zu kaufen. Viele erstehen deswegen das Zertifikat der Botschaft aus Paraguay. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob dieser zweite Weg noch existiert.

Lieberman's "satanische" Forderungen finden viel positiven Anklang bei in der russischen Gesellschaft. Die Mehrheit von ihnen ist halachisch nicht jüdisch und hasst mitunter relig. orthod. Juden; insbesondere die SHASS – Partei. Heutzutage ist Israel geradezu mit nichtjüdischen Russen überflutet und diese meinen, dass auch ihnen ein Machtanteil zusteht. Israel oder ein Israel mit einer jüdischen Identität lehnen sie ab und wollen stattdessen ein Israel mit den Inhalten anderer internationaler Nationen. Hinzu kommt, dass eine nicht zu verachtenden Zahl von jüdischen Israelis eine Zivilehe vor dem Standesamt vorziehen täte, denn wer von ihnen will schon einem alternden Rabbanutsrabbi seine Hochzeitsgründe erklären ? Leider gibt es in unserem Land mitunter viele Juden, denen ihre Religion und Identitaet einerlei ist und die es vorziehen so sein zu wollen, wie alle anderen Nationen auf dieser Welt.

Satan oder nicht, Lieberman hat definitive einen Markt gefunden, der ihn unterstützt. Weiterhin schreit er nach Rache gegen die SHASS – Partei und des Rabbi Yosef.

Manchmal kommt es mir tatsächlich so vor als gebe es zwischen Lieberman und den Arabern nur wenige oder gar keine Unterschiede. Beide beabsichtigen die jüdische Identität und einen jüdischen Staat zu zerstören. Lieberman behauptet, für die Existenz Israels zu kämpfen, nur bekommt er dabei anscheinend nicht mit, dass es nur eine Existenz zusammen mit einer jüdischen Identität geben kann. Wenn sich Nichtjuden in Israel verheiraten wollen, dann sollen sie dich gefälligst an die Regeln halten, denn in diesem jüdischen Land sind die Gast und mehr nicht. Wem als nichtjüdischer Einwohner ein jüdischer Staat nicht passt, der ziehe in den Vatikan, nach Moskau, nach New York oder wohin auch immer. Niemand haelt sie in Israel und letztendlich haben wir keinerlei Bedarf für solche Leute.