Donnerstag, November 01, 2012
Yahrzeit (Todesgedenktag) des Rabbi Me'ir Kahane
In Deutschland wird jemand, sobald er den Namen Rabbi Me'ir Kahane in den Mund nimmt, sofort als jüdischer Fanatiker abgetan. In Israel ist dies in gewissen Gesellschaftsbereichen oft nicht anders, doch richtig mit Kahane auseinandergesetzt hat sich von diesen Kritikern nie einer.
Obwohl ich lange keine "Kahanist" bin und nicht unbedingt mit allem, was Rabbi Kahane sagte, einverstanden bin, muss ich trotzdem zugeben, dass er mit vielem, was er sagte, Recht behielt. Insbesondere mit einer eventuellen schwachen israelischen Regierung, die den Palästinensern immer mehr an Land abtritt und damit gleichzeitig ganz Israel in Gefahr begibt. Mit Ariel Sharon und der Abgabe Gazas oder Hebron unter Netanyahu, haben wir da die besten Beispiele. In Hebron herrscht bis heute palästinensischer Scharfschützenalarm und von der Hamas und dem Dschihad Ha’Islami sowie deren Raketen auf den Süden Israels gar nicht erst zu reden.
Gewinnt Netanyahu die Knessetwahlen im Januar 2013, werden wohl auch weite Teile Judäas und Samarias an die Palästinenser abgegeben werden. Und was uns dann an Raketenterror erwartet, male ich mir lieber jetzt noch gar nicht aus.
Montag, März 05, 2012
Wen interessiert, was Obama oder Achmadinejad über Israel sagen ?
Das Purim Event von vor mehreren Tausend Jahren sollte die Juden lehren, wer wirklich zu ihnen steht und über sie wacht: G – tt allein und der zieht auch die Fäden.
Mittwoch, Januar 25, 2012
Der Knessetabgeordnete Israel Eichler wurde heute aus dem Sitzungssaal entfernt
Jerusalem - Opposition leader Tzipi Livni blasted Housing and Construction Minister Ariel Atias for refusing to give priority affordable housing to households where both partners work. "The housing minister's decision is an insult to those who went out to the streets (to protest)," she said, adding that the measure makes the benefit only accessible to the haredi sector. MK Yisrael Eichler (United Torah Judaism) responded by calling Livni "our enemy," prompting Knesset Speaker Reuven Rivlin to expel him from the session.
Dienstag, Dezember 27, 2011
Präsident Schimon Peres spricht sich gegen Anti – Haredische Hetze aus
Die Mehrheit der Haredim sei nicht fanatisch und poche nicht auf Geschlechtertrennungen in Bussen oder auf Gehsteigen. Diejenigen Fanatiker, die das tun, befinden sich in der absoluten Minderheit und wenn ein paar Randale betreiben, so hat die Presse kein Anrecht darauf, alle zu verteufeln.
Bei der anti – haredischen Hetze tun sich insbesondere das Massenblatt “Yediot Acharonot” sowie der TV – Kanal “Arutz 2” hervor.
Montag, Oktober 03, 2011
Yaakov Katz an die Diaspora - Juden
Sonntag, September 25, 2011
Ist Benjamin Netanyahu ein SHOMER SHABBAT ?
Mittwoch, November 24, 2010
"Chaim Amsellem" - Das Enfant Terrible bei SHASS
Photo: Knesset
Nicht nur Netanyahus LIKUD - Partei ist mit Rebellen gegen den eigenen Vorsitzenden (Netanyahu) gespickt; auch bei der sephardisch - haredischen (ultra - orthodoxen) SHASS Partei knallt es dieser Tage gewaltig im Gebälk.
SHASS sitzt in der derzeitigen Regierung und der Parteivorsitzende Eli Yishai fungiert als Innenminister. Das geistige SHASS Oberhaupt ist jedoch der ehemalige sephardische Oberrabbiner Rabbi Ovadiah Yosef.
Über die letzten zwei Monate hinweg stellte sich einer der Knessetabgeordneten von SHASS, Chaim Amsellem , immer wieder quer, denn er vertritt in einigen Angelegenheiten eine liberalere Meinung. Unter anderem gehört dazu, dass Haredim, die nicht den ganzen Tag Thora lernen, arbeiten gehen sollen. "Haredim, die herumhängen und nur auf ihre Stütze warten, sollen sich gefälligst einen Job suchen. Ausserdem sollen Haredim (Ultra - Orthodoxe) eine bessere Schulbildung erhalten, damit sie nicht zu Dummies werden".
SHASS Mitglieder berichteten, dass Rabbi Ovadiah Yosef geweint haben soll als er Amsellems abtrünnige Rede im Radio hoerte. Konkurrent Eli Yishai will Amsellem gleich ganz loswerden und fordert dessen Rückzug aus der Knesset. Chaim Amsellem aber denkt gar nicht daran. Entweder will er seine eigene Partei gründen oder er schliesst sich einer anderweitigen relig. Partei an. Angebote dazu gibt es genug. Unter anderem von den Nationalreligiösen.
Ich muss ehrlich zugeben, dass Amsellem nicht unrecht hat. Seine Interviews verfolgte ich in letzter Zeit auf einigen haredischen Radiosendern und er sprach ziemlich gut und auf die Realität bezogen. SHASS will ihn schassen, doch so leicht lässt sich Amsellem nicht abwimmeln.
Mehr zum SHASS Skandal in HAARETZ !
Montag, Juli 19, 2010
Die Giur - Reform
Montag, Januar 25, 2010
Der Irak gegen den Propheten Yechzekel
Der Prophet Ezekiel (Yechezkel) liegt südlich von Bagdad begraben und bis heute dient sein Grab als jüdische Pilgerstätte.
Wie lange noch, denn der Irak unternimmt vermehrt Versuche, die jüdische Geschichte des Landes sowie das Grab auszulöschen:
http://jewishrefugees.blogspot.com/2010/01/ezekiels-shrine-has-suffered.html
Donnerstag, Dezember 17, 2009
Parashat Miketz
Er selber unterwarf seine Brüder allen nur erdenklichen Tests um festzustellen, ob sie nicht doch noch die alten, ihm feindlich gesinnten, Charaktäre waren.
Zu Zeiten Yosefs hasste man alles, was aus dem damaligen Canaan kam und verachtete jeden als Primitivling. Yosef bildete da keine Ausnahme, denn für die hochkultivierten Ägypter war er anfangs soetwas wie ein Dorftrottel.
Sonntag, August 30, 2009
AM ISRAEL CHAI - עם ישראל חי
Photo: Graffiti Tel AvivB"H
Eines nervte mich gewaltig als ich heute früh die Wochenendausgabe der israelischen Tageszeitung MAARIV aufschlug:
Wiederholt nervte Angela Merkel den israelischen Premier Netanyahu mit ihrem Gesülze, Israel solle den Siedlungsbau stoppen.
"Die Zeit läuft, Herr Netanyahu".
Als ob Angela Merkel eine Ahnung von israelischen Siedlungen hätte. Wenn jemand Israel etwas "vorschreiben (vorschlagen)" kann, dann sind das alle, nur nicht Deutschland. Und woher nimmt eine Angela Merkel das Recht, in G - ttes Thora einzugreifen, wo es heißt, dass Israel Seinem Volke (den Juden) gegeben worden ist. Wo Deutschlands Vorschläge hinführen, sahen wir gestern als Premier Netanyahu das Museum in WANNSEE besuchte. Vielleicht sollte Angela Merkel diese Tatsache einmal überdenken !
Benjamin Netanyahu ist von Haus aus mit der jüdischen Geschichte verbunden, denn sein Vater ist der Historiker Benzion Netanyahu, welcher eine Menge Bücher über das spanische Judentum und die Inquisition schrieb. Benzion Netanyahu wäre daher der bessere Gesprächspartner für Angela Merkel gewesen als sein Sohn !
"Am Israel Chai - Das Jüdische Volk lebt !" schrieb Netanyahu in das Gästebuches des Museums in Wannsee. Einem Ort, an welchem die Endlösung beshlossen worden ist.
Bis heute hat das Thema nichts an seiner Bedeutung verloren, doch seien die Zeiten auch noch so depressiv, "Am Israel Chai" war und wird der ewige Überlebensslogan der Juden in aller Welt bleiben.
Montag, August 17, 2009
Montag, Juli 20, 2009
Der Dritte Tempel wird nicht gebaut werden ?
Das Oberhaupt des Jerusalemer Islamisten Movements Icharma Savri schwor doch glatt, dass die Juden keinen weiteren Tempel mehr bauen werden.
Pech gehabt, denn G - tt hat es so vorher bestimmt. Da kann Savri beten, soviel er Lust hat !
Sonntag, Juni 28, 2009
Ausschreitungen gehen weiter
Gestern in Mea ShearimPhoto: Walla
B"H
Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat öffnete am gestrigen Schabbat bereits um 7.00 Uhr früh das Parkhaus Karta am Jaffa - Tor. Drei Wochen zuvor als der Bürgermeister sich entschloss, das städtische Parkhaus am Safra Square kostenlos zu öffnen, um dem Touristmus am Schabbat Herr zu werden, kam es zu Demonstrationen und Ausschreitungen. Jene haredischen (ultra - orthodoxen) Richtungen, welche der antizionistischen Edah HaCharedit von Mea Shearim angehören, sehen es als eine Schande an, dass ausgerechnet der Bürgermeister der Heiligen Stadt besonders israelischen Touristen hilft, den Schabbat besser zu brechen, sprich sorglos mit dem Auto herumzufahren. Man stelle am Schabbat keine öffentlichen Parkhäuser zur Verfügung.
Nir Barkat wurde im vergangenen November nur Bürgermeister, weil der Gerrer Rebbe (Chassidut Gur) eine Privatfehde mit dem haredischen Bürgermeisterschaftskandidaten Me'ir Porush abzog und um sich an Porush zu rächen, stimmten die Gerrer Chassidim, sowie viele weitere (darunter auch Belz) für den säkuleren Barkat. Seither steht die Chassidut Gur bei der Edah HaCharedit sowie bei vielen haredischen Gruppierungen auf der Abschußliste. Besonders auch in diesen Tagen, denn mit einem Bürgermeister namens Me'ir Porush wäre das ganze Chaos um offene Parkhäuser am Schabbat niemals aufgetaucht.
Vor drei Wochen warfen die Haredim Steine auf die Polizei und danach war zwei Wochen lang Ruhe. Nir Barkat hatte entschieden, die Parkhäuser am Safra Square sowie Karta geschlossen zu halten. Mitte der vergangenen Woche hatte es Verhandlungen mit den Haredim gegeben und Barkat gab bekannt, dass er Safra geschlossen halte, dafür jedoch das einige Hundert Meter weiter entfernte Karta - Parkhaus am Schabbat öffne. Daraufhin kündigte die Edah HaCharedit ein gemeinsames öffentliches Gebet am Erev Schabbat (Freitag abend) in der Bar Ilan Street an. Mehr als 35,000 Menschen nahmen daran teil. Unter anderem wurden dort folgende chassidische Rebbes gesichtet: Der Rebbe der Toldot Aharon, der Rebbe der Chassidut Dushinsky, der Rebbe der Chassidut Karlin - Pinsk und viele weitere rabbinische Persönlichkeiten. Nach dem Gebet versuchten einige Haredim die Zufahrt zur Sderot Herzl, an der Stadteinfahrt, zu blockieren.
Am gestrigen Mozzaei Schabbat (Schabbatausklang), kam es zu einer Großdemonstration an der Kreuzung Shivtei Israel - HaNevi'im Street. Genau in Mitte zwischen Mea Shearim und dem Safra Square samt Rathaus. Beide Lokalitäten liegen nahe beieinander. Die Haredim warfen Steine, Flaschen und (faules ?) Obst. Sie versuchten, den Safra Square zu erreichen, was aber wiederum die Polizei mit Wasserwerfern verhinderte. Zuletzt hieß es in den Meldungen, dass 24 Haredim verhaftet worden seien. Ein sechsjähriges Kind war verletzt worden, ein 20 - jähriger war von einem Zaun gefallen und schwer verletzt worden. Die Polizei wies im letzten Fall jede Verantwortung von sich. Auf Seiten Polizei wurden vier Beamte verletzt.
In der säkuleren israelischen Presse kommt es nie richtig zur Sprache, doch auf haredischen Sites sah es anders aus. Viele Haredim bemängelten das äußerst brutale Vorgehen der Polizei. Die Polizisten jagten alles, was sich bewegte, selbst Passanten bekamen Prügel.
Ich selbst erlebte das vor ein paar Jahren einmal in der Jerusalemer Agrippas Street mit. Die mit Motorrädern ausgerüstete Polizeieinheit "Yassam" fuhr mitten in eine haredische Menge ohne Rücksicht auf Verluste. Ich fühlte mich als sei ich in dem Moment mit einer Zeitmaschine in Nazideutschland gelandet. Damals schritten die Passanten ein und schrien aufgebracht die Polizisten an, was ihnen einfiele, in die Haredim hineinzufahren.
Vor mehr als zwei Jahren fast das gleiche Bild als es zu einer Demonstration gegen ein Chabad - Konzert in der Jerusalemer Channah Street kam. Es versteht sich von selbst, dass auch Steinewerfen kein leichtes Delikt ist, doch mit Knüppeln um sich schlagen oder in Menschenmengen hineinfahren, ist keine richtige Reaktion und sorgt für neue Gewalt. Laut haredischen Meldungen, bekam die Polizei Rückendeckung (von Nir Barkat ?) ohne jegliche Gnade vorzugehen.
In dieser Woche soll es zu erneuten Verhandlungen zwischen der Edah HaCharedit und dem Bürgermeister kommen. Des Weiteren drohen der ehemalige sephardische Oberrabbiner Ovadiah Yosef, der Gerrer Rebbe, Rabbi Yaakov Aryeh Alter sowie auch das geistige Oberhaupt der litvischen Haredim, Rabbi Yosef Shalom Eliyashiv mit dem Abzug der haredischen Stadträte aus Barkats Koalition. Dies wiederum würde den Bürgermeister zu Fall bringen.
Zur gleichen Zeit demonstrierten auf dem Safra Square Vertreter der extremen Linkspartei Meretz für ein "freies Jerusalem" und gegen die Haredim. Meretz ist überall zu finden, wo es gegen die Religion und gegen Rechte geht.
Das Video beschreibt die Demos beider Seiten und entstand in einer Nachrichtensendung des israelischen TV von gestern abend.
Die Frau im Interview ist eine Russin und sie sagt, dass man nach Jerusalem kam und mit Leichtigkeit einen Parkplatz fand.
Eine etwas merkwürdige Situation, denn man hätte nicht gerade eine russische Neueinwanderin befragen sollen, da in Israel 80 - 90 % der Russen überhaupt keine halachischen Juden sind.
Was also hätte die Frau antworten sollen ?
Dass der Schabbat heilig ist und man ihn einhält ?
Mittwoch, Juni 03, 2009
OBAMA in den THORA CODES
Barak Hussein Obama in den Thora Codes: Ein interessanter Artikel in englischer Sprache !
Wer des Englischen vielleicht nicht allzu mächtig ist, kann trotzdem einige Grundprinzipien erfahren.
http://tsafedkabbalah.blogspot.com/2009/06/obama-in-den-thora-codes.html
Sonntag, Mai 17, 2009
Bibi wurde gesegnet
Photo: Chadrei HaCharedimB"H
Vor seiner Abreise in die USA traf sich Premier Benjamin Netanyahu mit dem ehemaligen sephardischen Oberrabbiner sowie geistigem Oberhaupt der sephardischen SHASS - Partei Rabbi Ovadiah Yosef. Der Rabbi segnete Netanyahu und wünschte ihm viel Verhandlungsgeschick.
Letzteres ist auch von Nöten, denn US - Präsident Barak Hussein Obama wird sich einiges einfallen lassen, um die Arabische Liga und seinen neuen Freund, den Iran, bei der Stange zu halten. Unter anderem soll Israel dem "Zwei - Staaten - Plan" zustimmen, Landabgaben durchführen, den Siedlungsbau komplett einstellen und insgesamt die Klappe halten.
Zugeständnisse Netanyahus können diesen in größte Schwierigkeiten mit der Koalition, Politikerkollegen sowie der Bevölkerung bringen. Es ist nicht so, dass Israel grundsätzlich alles ablehnt, doch sollen Sicherheiten her, die bisher nie eintrafen.
Mittwoch, Mai 06, 2009
Gattin des stellvertretenden israelischen Außenministers ist eine Evangelikale Christin
Diese Nachricht fand ich auf "Shilo Musings" und ich muss zugeben, dass ich immer noch geschockt bin. Wie kann die Frau des israelischen stellvertretenden Außenministers Daniel Ayalon eine evangelikale Christin sein ? Warum hörte man bisher nichts davon in der israelischen Presse ?
Anne & Daniel AyalonQuelle: Washington Life
Geposted von Ellen Horowitz (Jewish Israel)
She may be "born again", but this
“Judeo-Christian union” could be the death of us all (G-d forbid)…
Evangelical Christian Anne Ayalon, the wife of Israel’s Deputy Foreign
Minister Daniel Ayalon, can be seen and heard on Daystar Television kvelling (sic!) about Jesus’s ministry in Israel (see 8 minutes into the video).
Daystar is a premier missionary network with “a singular goal—to reach souls with the good news of Jesus Christ”, and I guess Mrs. Ayalon considers it good news that, "Eighty percent of Jesus' ministry is up in the Galilee. You walk there and you just feel god's love!"
It’s reportedly not the first time that Anne has used her position as the wife of a
Jewish Israeli leader to “share her testimony about Jesus “ . As the wife of
the former Ambassador of Israel to the United States, it appears Mrs. Ayalon
witnessed on the banquet circuit…
Here’s a choice excerpt from Charles Carrin Ministries:
"While I was surprised by the Ambassador and his wife’s youthfulness, I was more astounded that Anne Ayalon used the Banquet-occasion to share her testimony about Jesus. She is a born-again believer. Speaking before high-ranking Jewish delegates, Washington’s media-reporters, and other international figures, she told of her love for Jesus and even gave a capable explanation of God’s Trinitarian nature. I sat there astonished. Never have I witnessed more graciousness, more spiritual beauty, or more gentleness than she displayed. No one could have criticized her loveliness. The incoming Ambassador’s wife, Noa Meridor, listened attentively as she spoke. More so, I was overwhelmed, wondering about the effects of such a woman becoming Israel’s First Lady. Pray for this couple!"
Israel better pray long and hard that its Jewish leaders come back to themselves and to their people.
Kein Wunder also, dass die Netanyahu - Regierung Spenden in Millionenhöhe vom amerikanischen Evangelikalen Movement erhält !
Sonntag, April 26, 2009
"Tag der Knochen" - Die israelische Unabhängigkeit
Am Dienstag abend und Mittwoch feiert Israel seinen 61. Unabhängigkeitstag. Fast jeder Israeli geht dann hinaus ins Freie, grillt oder unternimmt Ausflüge in die Natur. Fast jeder Israeli, aber nicht alle !
Alljährlich kommen die üblichen Diskussionen auf, ob und warum zahlreiche Haredim in Jerusalems berühmten ultra - orthod. Stadtteil Mea Shearim, anderen haredischen Stadtteilen oder in Bnei Brak bei Tel Aviv den Unabhängigkeitstag ignorieren. Für viele haredische Richtungen ist es ganz einfach ein normaler Arbeitstag ohne Grund zum feiern. Vor allem Chabad, die Satmarer Chassidim sowie die Neturei Karta bezeichnen den Tag als "Tag der Knochen" und der Trauer. Die Bezeichnung "Tag der Knochen" ist ein hebräisches Wortspiel. Der Unabhängigkeitstag heißt übersetzt "Yom HaAzma'ut" und man hat ihn symbolisch in "Yom HaAzamot" umbenannt.
In Mea Shearim gibt es zwei große Gruppen, die den Staat Israel ablehnen: Die Neturei Karta sowie die Edah HaCharedit, eine Organisation bestehend vor allem aus Satmar, Toldot Aharon, Toldot Avraham Yitzchak, Spinka, Teilen Breslovs, Anhängern des Vilna Gaon sowie den Mischkenot HaRoim und Dushinsky. Die Neturei Karta in Mea Shearim besteht nur aus einigen wenigen Familien, welche meistens im und um Beit Hungarin (ein Hinterhof nahe Mea Shearim Street) leben. Ihre Blühtezeit erlebte sie in den fünfziger und sechziger Jahren zu Zeiten der Rabbis Amram Blau (Bloi) und Aharon Katzenellenbogen. Heute wie damals besitzt die Neturei Karta einiges an Einfluß auf die Edah. Nicht, dass sie dort selbst vertreten sind, sondern viel mehr durch die Satmarer Chassidim.
Israel könne nur wieder als eigenes Land gelten, wenn der Meschiach kommt, so die zwei Gruppen. Alles andere wie der heutige Staat Israel sei G - tteslästerung. Israel wird nicht mit weltlichen Gesetzen regiert, sondern folgend der Thora und der Halacha (dem jüd. Religionsgesetz). Außerdem werde nur im Israel des Meschiach die hebräische Sprache benutzt. Dies ist der Grund, warum heute viele chassidische Gruppen im Alltag fast nur auf Jiddisch kommunizieren.
Die Neturei Karta, Satmar, Toldot Aharon u.a. sind dafür bekannt, dass sie KEINE israel. Busse (Egged) benutzen. Sie verfügen über eigene Krankenkassen und VERWEIGERN die israel. Sozialhilfe. Finanziert werden sie vor allem von anderen Chassidim aus den USA.
Wer am Unabhängigkeitstag durch die Straßen Mea Shearims geht, der sieht keinerlei israel. Flaggen ausgehängt. Nichts deutet auf einen Feiertag hin. 200 Meter weiter, in der Jaffa Road, sind die Feiern in vollem Gange, doch am Kikar Schabbat, in Malchei Israel und Mea Shearim Street ist von all dem nichts zu spüren. Die Geschäfte sind geöffnet und man sieht Schulkinder aus der Schule kommen.
Viele Jahre lang feierte ich den Unabhängigkeitstag fast genauso wie alle anderen Israelis auch. Mittlerweile aber hat sich das gelegt, was auf zwei Gründen basiert: Erstens lernte ich zwischenzeitlich eine Menge über die Gründe des Antizionismus und zweitens stellt man sich nicht selten die Frage, was eigentlich in unserem Land vorgeht und ob wir auf alles so stolz sein können. Statt vor dem Feiertag abends in die Große Jerusalemer Synagoge zu gehen, Hallel zu sagen (Psalmen 113 - 118), die Rede des aschkenazischen Oberrabbiners zu hören und dem Chor zu lauschen, beschränke ich mich auf einige wenige Kulturveranstaltungen. Dabei, unter anderem, den kostenlosen Besuch des Israel Museums sowie einige Theatervorstellungen unter freiem Himmel.
Nach ihrer Vertreibung aus Gush Katif weigerten sich sogar viele Nationalreligiöse die Unabhängigkeit zu feiern. Dann kam Olermt und alles wurde noch fraglicher. Korruption und Linke. Ist Israel ein Land, in dem sich ein relig. Jude wohlfühlt ? Nun haben wir Bibi Netanyahu und ich gebe zu, dass er das kleinere Übel gegenüber Zipi Livni ist.
In diesem Sinne bin ich wohl kein überragender israelischer Patriot, dennoch bin ich froh, dass Juden ihr eigenes Land besitzen. Schon allein des ewig steigenden Antisemtismus im Ausland, wo Israel den idealen Zuflcuhtsort bildet.
Gestern nachmittag ging ich durch den ultra - orthodoxen Stadtteil Ge'ulah in Jerusalem und las einen aktuellen Fakshivili (Mitteilungsposter der Haredim). Was dort zu lesen war, sprach mir direkt aus der Seele:
Wieder begehen die Zionisten ihren Unabhängigkeitstag.
Worauf sind die stolz ?
Darauf, dass Männer und Frauen zusammen wie wild in der
Innenstadt tanzen ? (Am Zion Square findet eine riesige Party statt)
Auf eine korrupte Regierung, die außerdem christlichen Missionaren immer mehr Grundstücke zuspricht ?
Auf Juden, die ins Ausland reisen und dort nichtjüdische Partner treffen und heiraten ? Und danach schlimmstenfalls mit nach Israel importieren.
Was für ein jüdisches Land soll das sein ?
Der Inhalt des Fakshivili hat Recht. Insbesondere die Netanyahu - Regierung nimmt immer mehr Spendengelder in Millionenhöhe von verschiedenen christlichen Gruppierungen (z.B. die fanatischen Evangelisten aus den Staaten - "Southern Baptist Convention") an. Ziel der Evangelisten ist es, sämtliche Juden nach Israel zu holen, sie dort zum Christentum zu bekehren und somit ein zweites Kommen des falschen Meschiach J. einzuleiten.
Heutzutage werden christliche Prominente geradezu hofiert. Ein Ding der Unmöglichkeit noch zu
Zeiten der Regierung eines Menachem Begin. Im nächsten Monat kommt der Papst auf
Besuch und einige Rabbiner des Oberrabbinates (Rabbanut) scheinen sich darum zu drängeln, wer dem ehemaligen Hitlerjungen und Kriegshelfer die Hand schütteln darf. G - tt sei Dank lassen sich weder Rabbi Eliyashiv noch irgendwelche chassidischen Rebbes auf derlei widerliche Aktionen ein.
Tausende junger Israel reisen alljährlich in den Fernen Osten, nach Europa oder Südamerika.
Unterwegs treffen sich nichtjüdische Freundinnen, die sie heiraten und schlimmstenfalls mit nach Israel importieren. Deutsche, Inderinnen, Chinesinnen, Russinen, Südamerikanerinnen, mitterweile läuft hier im Land alles herum und meint auch noch, Forderungen stellen zu können. Gehören solche "eingeheirateten" Nichtjuden nach Israel ? Anstatt dass sich viele Juden im eigenen Land und in
der eigenen Religion umschauen, suchen sie woanders und wenn es dann passiert,
ist der Aufschrei der Eltern groß. Instead of checking out they should start checking into Judaism.
In Israel laufen unzählige nichtjüdische Kinder aus derlei gemischten Eheverhältnissen herum. Vater Jude, Mutter nicht. Ergo, das Kind ist kein Jude und der Vater als Jude steht plötzlich mitNichtjuden da. In welchem Land leben wir eigentlich ? Ist es das, was G - tt von uns will ?
Obwohl berühmte Rabbiner wie der Ramban (Nachmanides) es als eine Mitzwah betrachten, in Eretz Israel zu leben, gehören derlei Beziehungen alles andere als zu einer Mitzwah. Ganz im Gegenteil, denn sie zerstören das jüdische Volk und in dieser Hinsicht mag ich nicht so recht an den Unabhängigkeitstag glauben. Neben einem Nichtjuden stehen und Flagge halten ?
Nationalrelig. und die christlichen Spenden
THANK YOU
Sonntag, April 05, 2009
"ANSTAND" oder "DESINFORMATION" ?
Nennt man das ANSTAND oder DESINFORMATION ?
Die israelische Tageszeitung der litvischen Haredim (Ultra - Orthod.)"Yated Ne'eman" retuschierte die zwei neuen WEIBLICHEN Kabinettsmitglieder der aktuellen Regierung Netanyahu einfach weg. Alles Dank Photoshop !

Bei dem oberen Photo handelt es sich um das Originalphoto und zeigt, neben bzw. hinter Benjamin Netayahu stehend, die zwei neuen Ministerinnen: Limor Livnat (Sport und Kultur) und ihre Kollegin Sofa Landver (Immigration).
Bei dem unteren Photo handelt es sich um die Fälschung (Retusche) aus "Yated Ne'eman", in der die Frauen einfach hinausgeschnitten worden sind.
"Yated Ne'eman" rechtfertigt sich damit, dass eben keine weiblichen Wesen in irgendeiner haredischen Zeitung abgebildet zu sehen sind. Dies geschieht aus Anstandsgründen und sogar Zipi Livni wurde stets wegretuschiert.
Wenn man in der haredischen Presse keine Frauenbilder veröffentlichen mag, dann soll man es halt ganz bleiben lassen, anstatt Originalphotos zu fälschen. Ansonsten nämlich muss der Öffentlichkeit die Frage gestattet sein, was denn sonst noch alles gefälscht bzw. retuschiert in der Zeitung erscheint !
Freitag, Februar 13, 2009
Der "Satan" Avigdor Lieberman
Kurz vor den Knessetwahlen nannte der ehemalige sephardische Oberrabbiner und derzeitiges spirituelles Oberhaupt der SHASS – Partei, Rabbi Ovadiah Yosef, den Vorsitzenden der "Israel Beitenu – Partei" Avigdor Lieberman einen "Satan".
Lieberman ist ein israelischer Politiker, der, ohne Zweifel, Araber hasst. Die Palästinenser sehen in ihm einen Rassisten und relig. Juden stehen da nicht nach, denn Lieberman hasst ebenso die Orthodoxie. Lieberman ist russischer Abstammung und von dort aus vor vielen Jahren nach Israel eingewandert. Trotz all der Jahre in Israel behielt Lieberman seinen russischen Akzent im Hebräischen bei.
Als Benjamin Netanyahu in den 90iger Jahren Premierminister war, gab er den Palis teilweise die Stadt Hebron und als Mitglied der Sharon – Regierung unterzeichnete Netanyahu das Abkommen zur Räumung Gush Katifs. Relig. Juden sowie die nationalrelig. Szene werden ihm das nie vergeben geschweige denn vergessen. Diese Erfahrungen veranlassten unzählige Israelis noch weiter rechts abzudriften, nur um Netanyahu nicht wählen zu müssen. Es ist ganz einfach kein Vertrauen in den Ex – Premier mehr vorhanden.
Der größte Gewinner der Wahl vor zwei Tagen ist zweifelsohne Avigdor Lieberman, der die Verweigerungsstimmen des Likud aufsaugte. Wenige Tage vor der Wahl nannte Rabbi Ovadiah Yosef Lieberman einen "Satan". Der Grund hierfür: Lieberman will mehr unkoschere Läden eröffnen sowie die Zivilehe vor dem Standesamt einführen.
Benjamin Netanyahu versucht dieser Tage eine Regierung samt Koalition zu formen um sich dann selbst zum Premierminister zu krönen. Lieberman ist der wertvollste Kandidat hierfür, verfügt er doch über 15 Knessetsitze. Der Russe ist sicher seiner "Zünglein an der Waage" – Rolle mehr als bewusst und stellt unverholen seine Forderungen: Vize – Premier will er werden und die Zivilehen wie geplant einführen.
Seit der Gründung des Staates Israel ist das Oberrabbinat (Rabbanut) für sämtliche Eheschliessungen auf dem jüdischen Sektor verantwortlich und jeder israelische Jude muss sich dort zur Ehe registrieren lassen. Jene, die sich nicht gemaess der Halacha verheiraten wollen (z.B. ein Cohen (Tempelpriester) heiratet eine geschiedene Frau oder ein Jude heiratet einen Nichtjuden), sind entweder gezwungen, sich im Ausland zu vermählen oder irgendein Heiratszertifikat einer ausländischen Botschaft zu kaufen. Viele erstehen deswegen das Zertifikat der Botschaft aus Paraguay. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob dieser zweite Weg noch existiert.
Lieberman's "satanische" Forderungen finden viel positiven Anklang bei in der russischen Gesellschaft. Die Mehrheit von ihnen ist halachisch nicht jüdisch und hasst mitunter relig. orthod. Juden; insbesondere die SHASS – Partei. Heutzutage ist Israel geradezu mit nichtjüdischen Russen überflutet und diese meinen, dass auch ihnen ein Machtanteil zusteht. Israel oder ein Israel mit einer jüdischen Identität lehnen sie ab und wollen stattdessen ein Israel mit den Inhalten anderer internationaler Nationen. Hinzu kommt, dass eine nicht zu verachtenden Zahl von jüdischen Israelis eine Zivilehe vor dem Standesamt vorziehen täte, denn wer von ihnen will schon einem alternden Rabbanutsrabbi seine Hochzeitsgründe erklären ? Leider gibt es in unserem Land mitunter viele Juden, denen ihre Religion und Identitaet einerlei ist und die es vorziehen so sein zu wollen, wie alle anderen Nationen auf dieser Welt.
Satan oder nicht, Lieberman hat definitive einen Markt gefunden, der ihn unterstützt. Weiterhin schreit er nach Rache gegen die SHASS – Partei und des Rabbi Yosef.
Manchmal kommt es mir tatsächlich so vor als gebe es zwischen Lieberman und den Arabern nur wenige oder gar keine Unterschiede. Beide beabsichtigen die jüdische Identität und einen jüdischen Staat zu zerstören. Lieberman behauptet, für die Existenz Israels zu kämpfen, nur bekommt er dabei anscheinend nicht mit, dass es nur eine Existenz zusammen mit einer jüdischen Identität geben kann. Wenn sich Nichtjuden in Israel verheiraten wollen, dann sollen sie dich gefälligst an die Regeln halten, denn in diesem jüdischen Land sind die Gast und mehr nicht. Wem als nichtjüdischer Einwohner ein jüdischer Staat nicht passt, der ziehe in den Vatikan, nach Moskau, nach New York oder wohin auch immer. Niemand haelt sie in Israel und letztendlich haben wir keinerlei Bedarf für solche Leute.







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