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Mittwoch, Oktober 17, 2012

The Origin of Light

B"H 

Aufmerksame Leser haben in der vergangenen Woche sicherlich bemerkt, dass die übliche Thoralesung ausfiel. Nicht in den Synagogen, sondern hier auf meinem Blog.:-) 

Der Grund ist einfach zu erklären: Ich bereite gerade einige detaillierte Artikel zum "Sefer Bereshit – 1. Buch Mose" vor, wobei die ersten beiden Parashot BERESCHIT sowie NOACH eine ganz besondere Rolle einnehmen. Allein Adam und Eva (Chava ) im Paradies ist eine Endlos – Story, denn, laut der Ansicht vieler jüdischer Kommentare, handelt es sich beim Paradies um keinen Ort, an den man einfach so reist. Vielmehr wird das Paradies als Metapher für unorstellbar hohe Seelenlevel gesehen. Adam und Eva lebten in unserer Welt, so wie wir, doch beinhalteten sie immens hohe Seelenlevel. Einer davon stattete sie mit Unsterblichkeit aus, die ihnen jedoch, nach ihrem Vergehen, genommen worden ist. Das Resultat war, dass die Menschheit sterblich wurde. 

Neben einigen Artikeln weiterer Themen wird sich hier für einige Zeit alles um die Welterschaffung, Adam und Eva sowie die Generation des Noach (Noah) drehen. 




Link: 

Adam, Eva & die Welterschaffung

Sonntag, September 09, 2012

Rosh Hashana und Adam Ha'Rishon


 Gesehen in Jerusalem

Photo: Miriam Woelke

B"H


Bei Rosh HaShana handelt es sich um das jüdische Neujahrsfest (am 1. des jüdischen Monat Tishrei) und diesmal feiern wir es beginnenden am 16. September. Im In - sowie im Ausland findet das Fest zwei Tage lang statt. Nicht nur, dass wir an Rosh HaShana ein neues Jahr (5773) beginnen; nein, die Zeitperiode vom Monatsbeginn Elul (vor ca. drei Wochen) über Rosh HaShana und Yom Kippur bis hin zum Laubüttenfest (Sukkot) steht ebenso für eine Umkehr zu G - tt (Teschuva) und die Vergebung G - ttes. Es gibt chassidische Quellen, denen zufolge G - tt erst an Chanukkah (im Dez.) Sein endgültiges Urteil fällt. 

Am Rosh HaShana wird die ganze Welt gerichtet, am Yom Kippur jedoch schließt G – tt sein Gericht über die Juden ab und unterschreibt, symbolisch gesprochen, das Urteil. Nichtjuden finden am Rosh HaShana ihr Gericht und ihr endgültiges Urteil und deswegen ist Rosh HaShana auch für sie von immenser Bedeutung. Aber nicht nur ein neues Jahr oder Teshuva bzw. das Gericht G - ttes sind die alleinigen Merkmale dieses Feiertages. Der Talmud Traktat Rosh HaShana 10b gibt uns Auskunft über weitere Geschehnisse, an denen wir an dem Feiertag gedenken. 

"Die Welt wurde im Monat Tishrei erschaffen".
(Talmud Rosh HaShana 10b) 

Diese Aussage in der Gemara (rabbinische Diskussionen) bezieht sich auf den sechsten Tag der Welterschaffung, denn an diesem sechsten Tag wurde der Mensch erschaffen. Der einzige Grund für die Welterschaffung war die Erschaffung des Menschen. Und die Welt war innerhalb der vorausgegangenen fünf Tage nicht perfekt, weil die Menschheit noch nicht erschaffen worden war. 

Die Gemara liefert uns einen Disput zweier Rabbiner (Rabbi Eliezer und Rabbi Yehoshua) wann denn nun genau die Welt erschaffen worden ist. Hierbei lautet eine Meinung, dass sie im Monat Nissan (April) erschaffen wurde und der zweite Rabbiner hält dagegen mit dem Argument, dass die Erde im Tishrei (mit der Erschaffung Adams) entstand. Im Prinzip sind beide Meinungen richtig, denn es heißt, dass G - tt im Nissan den Einfall hatte, eine Welt zu erschaffen und im Tishrei zur Tat Schritt (siehe hierzu auch den Thorakommentator Ohr HaChaim zur Parashat Bereschit). 
 Bitte dies nur als symbolische Erklärung aufnehmen ! 

Allein dieser Disput in Rosh HaShana 10b – 11a wird als Quelle dafür angesehen, dass Adam HaRishon an Rosh HaShana, dem 1. Tishrei, erschaffen worden ist. Der eigentliche Erschaffungsprozeß unserer Welt begann schon fünf Tage zuvor. Denn wie ich bereits sagte, bezog sich Rabbi Eliezer auf jene Phase der Welterschaffung, in welcher der Mensch (Adam) erschaffen worden ist. Erst mit ihm erreichte die Welt ihren eigentlichen Grund des Daseins. 

Ebenso wurden im Monat Tishrei die Vorväter Avraham und Yaakov geboren und sie verstarben im Monat Tishrei. Unser Vorvater Yitzchak wurde während des Pessach - Festes im Monat Nissan (ca. April) geboren. 

Es war am Rosh HaShana, dass sich G - tt an unsere bis dahin unfruchtbaren Vormütter Sarah und Rachel sowie an die Prophetin Channah (Mutter vom Propheten Samuel - Shmuel) erinnerte. 

Ebenso wurde der von den Ägyptern inhaftierte Yosef an Rosh HaShana aus seiner Haft entlassen". 

Nachdem Sarah, Rachel und Channah unendlich viele Jahre zu G - tt gebetet hatten und Ihn baten, ihnen doch Kinder zu schenken, wurden ihre Gebete erhört. Dies bedeutet keineswegs, dass sie an Rosh HaShana schwanger wurden oder gebaren, sondern vielmehr entschied G - tt an dem Tag, sie von ihrer Unfruchtbarkeit zu befreien (siehe die Kommentatoren Raschi, Ran und Maharsha). 

Im Judentum heißt es, dass jemand, der ein absolut gerechtes Leben (ein sogenannter Zaddik) führte, in seinem Geburtsmonat stirbt (siehe hierzu den Talmud Rosh HaShana 11a). Bestes Beispiel hierfür ist ebenso König David, der an Schavuot geboren wurde und an dem Tag auch verstarb. 

Unserer jüdischen mündlichen Überlieferung zufolge, wurde Adam (HaRishon - der erste Mensch) an Rosh HaShana erschaffen. Die Welt sowie der vorherige Erschaffungsprozeß begann einige Tage vor dem 1. Tishrei. Die Gemara (rabbinische Diskussionen) im Talmud Traktat Sanhedrin 38a lehrt dazu Folgendes: 

"Adam wurde an einem Freitag erschaffen und somit stand er am Ende des Erschaffungsprozesses". 

Die Gemara listet eine ganze Reihe von Gründen auf, warum Adam im Erschaffungsprozeß an letzter Stelle stand. Einer der Punkte besagt, dass Adam in eine für ihn erschaffene Welt gesetzt wurde. Sie war bereit für menschliches Leben und bot ihm Nahrung, Luft und alles was man als Mensch zum Leben benötigt (siehe auch Raschi). Und von daher finden wir eine der Quellen, dass Adam an Rosh HaShana erschaffen worden ist, in der Angabe des Datums (1. Tishrei) der Welterschaffung im Talmud Traktat 10b – 11a. Und dies, obwohl es dort nicht wörtlich heißt, dass Adam an dem Tag erschaffen wurde. Dennoch können wir es dem Diskussionsinhalt der Gemara entnehmen. 

Zusätzlich liefert Raschi einen interessanten Aspekt, warum Adam als letztes Glied in der Kette erschaffen worden ist. Den gesamten Erschaffungsprozeß über hatte es noch nicht ein einziges Mal geregnet. Bis heute müssen wir Juden im Land Israel für den Regen beten und kein Tropfen fällt von allein. Und laut Raschi wollte G – tt, dass auch Adam für Regen betet. 

Bereits der erste Mensch sollte G - ttes Schöpfung nicht als selbstverständlich ansehen, sondern für sein Wohlergehen beten und auf diese Weise G - tt selbst als den Erschaffer jeglicher Existenz anerkennen.

Montag, September 03, 2012

Die Aufgabe von Adam und Eva im Paradies

B"H 

G – tt gab den Juden die Aufgabe, die Thoragesetze einzuhalten. Die genaue Anzahl der Gesetze beläuft sich auf 613 Mitzwot (Gesetze), doch nicht jeder Jude ist imstande, all diese Gesetze einzuhalten. Aus dem einfachen Grund, weil sich viele der Vorschriften entweder nur auf Männer beziehen, auf die Tätigkeiten im Tempel sowie den Opferdienst oder die Arbeit der Cohanim (Tempelpriester) und Levi’im (Leviten). Da wir heute keinen Tempel haben und, nach wie vor, auf den Meshiach und die Errichtung des Dritten Tempels warten, können aus halachischer Sicht erst recht nicht alle Mitzwot erfüllt werden. Erst im Dritten Tempel nehmen Cohanim und Levi’im ihren Dienst, u.a., die Tieropferung, wieder auf. Bis dahin sind wir heute gerade einmal in der Lage, ca. 70 Thoragesetze einzuhalten. 

Die letzten Thoralesungen Ekev sowie Re’eh machen uns deutlich, dass es nur ein ENTWEDER ODER gibt. Die Gesetze einzuhalten und es geht uns gut oder wir vernachlässigen die Gesetze und das Gegenteil wird der Fall sein. In den Talmud Traktaten Berachot 33b, Sanhedrin 21b oder Kiddushin 39b diskutieren die Rabbiner in der Gemara, warum uns G – tt keine Gründe für die jeweiligen Gesetze nannte. Zwar erhielten wir von G – tt eine lange Liste, was wir zu tun haben, die genauen Gründe hierfür fehlen jedoch. 

Manchmal mögen die Aussagen in der Gemara so klingen als ob es keine besonderen Gründe für jedes einzelne Gesetz gibt, doch die absolute Mehrheit der Rabbiner, inklusive dem Rambam (Maimonides, 1135 – 1204), sind der festen Überzeugung, dass jedes Gesetz seine individuelle Bedeutung hat und wir als G – ttes Erschaffungen besitzen keinerlei Recht, Seine Mitzwot anzuzweifeln. 

Hey, G – tt gab den Juden die Thora und den Nichtjuden die Sieben Noachidischen Gesetze. G – tt erschuf jegliche Existenz und wenn ich dann irgendwo lese, dass der ein oder andere keinen Bock auf die Gesetze hat, weil sie eben zu veraltet erscheinen, frage ich mich, ob diese Leute eine Ahnung haben, was sie da von sich geben ? Was sie sich anmaßen ? Wer das ein oder andere Gesetz nicht einhalten will oder kann, der sollte zumindest versuchen, den Grund für das Gesetz herauszufinden und daran arbeiten, mit der Absicht, es vielleicht irgendwann doch einmal zu erfüllen. 

Allein zum Thema MITZWOT bieten uns Talmud, Kommentare, der Ramban sowie der Rambam eine lange Literaturliste und es dauert ewig, sich da durchzuwühlen. Aber fangen wir doch einfach mit dem Beginn aller Gesetze (Mitzwot) an. In Sefer Bereschit (1. Buch Moses, Genesis) 2:15 lesen wir: 

"Und G – tt (an dieser Stelle werden zwei Namen G – ttes auf einmal angegeben) nahm den Menschen (Adam) und platzierte ihn ins Paradies, damit er arbeite und es bewache". 

Die Frage ist, wie genau Adam arbeiten sollte, wenn doch bereits alles vorhanden war, was er brauchte. Essen hatte er mehr als genug, ausreichend Wasser befand sich im Fluß und Fabriken oder Büros gab es noch nicht. 

Die Midrasch Pirkei de’Rabbi Eliezer bietet uns vielleicht eine Antwort: 

Dort nämlich heisst es, dass die Arbeit des Adam darin bestand, Thora zu lernen. 

Nun wurde die Thora selbst ja erst mehr als 20 Generationen später an die Juden am Berg Sinai gegeben. Wie also sollte Adam da Thora lernen ? 

Vergessen dürfen wir nicht, dass Adam nicht unbedingt mit einem Buch dasass, sondern aufgrund seiner unendlich hochentwickelten Seelen viel mehr wusste als jemand von uns. Wie weit die Weisheit des ersten Menschen Adam ging, kann niemand sagen, doch bestand seine Aufgabe darin, G – tt als den Erschaffer des Universums anzusehen und zu achten. 

Ferner wird Adam angewiesen, das Paradies zu bewachen. 
Zu bewachen ? 
Vor was ? Vor Dieben oder anderweitigen Eindringlingen ? 

Hierzu ein Antwort aus dem SEFER HA’CHINUCH, wo es heisst, dass das Paradies zwar äußerlich aus Boden und Bäumen bestanden haben mag, aber sein innerer Kern war auf spiritueller Basis. Spirituelle und materielle Existenz benötigen Arbeit und Bewachung. Das Thoralernen als Arbeit und die Ausführung der Mitzwot als eine Art Bewachung. Bewachung deswegen, weil ich so sicherstelle, dass ich nicht nur Thora (G - ttes Willen) lerne, sondern auch danach lebe. Anhand der Einhaltung der Mitzwot. 

Neben dieser symbolischen Sprache liefert uns der Talmud weitere Metaphern für die Thora: Nämlich den Regen. Wasser sei vergleichbar mit der Thora. Ohne beides kann der Mensch nicht leben. 

Ob sich nun ein Jude für oder gegen die Thoragesetze entscheidet, bleibt seine freie Entscheidung. Trotzdem sollten wir alle uns gewisse Grundprinzipien immer vor Augen halten.

Sonntag, August 26, 2012

Der Ursprung der Teschuwa (Umkehr zu G – tt)


Photo: Miriam Woelke
B"H

In kaum einem Monat hören wir so viel von der TESCHUWA (Umkehr zu G – tt) wie in den Tagen vor Rosh Hashana, Yom Kippur und Sukkot (Laubhüttenfest). Ohne die Teschuwa könnten weder die Erde noch wir existieren.

In der Kabbalah ist häufig von den Welten, die G – tt in Seinen Gedanken vor unserem Universum erschuf, die Rede. Nicht, dass diese Welten tatsächlich existierten, sondern vorweglich handelt es sich bei diesem kabbalistischen Konzept um den symbolischen Ausdruck von dem Willen G - ttes, das Universum zu erschaffen. Die Kabbalah listet uns G – ttes Erschaffungsprozess anhand einer Symbolsprache auf.

Wenn ich also an dieser Stelle von den "Gedanken G – ttes" rede, dann bedeutet dies nicht, dass ein perfektes und in unendlicher Form existierendes Wesen wie G – tt Gedanken besitzt. Jedenfalls nicht in der Form, in welcher wir uns eine Gedankenwelt vorstellen. Am Anfang mag G – ttes Absicht darin bestanden haben, etwas Perfektes zu erschaffen und genau dies fand am Ende nicht statt. Hätte G – tt eine perfekte Welt erschaffen, so wären auch wir Menschen perfekt. Stattdessen aber erschuf Er eine imperfekte Welt, in welcher wir die Aufgabe besitzen, die Welt zu perfektionieren.

Wie ? Anhand unseres Verhaltens, unserer Gebete und selbstverständlich anhand der Ausführung der Thoramitzwot. Für Nichtjuden besteht die Aufgabe der Perfektionierung darin, nach den Sieben Noachidischen Gesetzen zu leben. Juden dagegen erhielten die Thoragesetze, um durch deren Ausführung einen Tikun (Seelenreparatur) durchzuführen. An sich selbst genau so wie an der Welt (Tikun Olam).

Beispiel: Hält ein Jude den Schabbat ein, so tut er damit etwas für die eigene Seele und gleichzeitig auch für eine Perfektionierung unserer Welt. Ißt ein Jude koscher oder betet er, so findet dasselbe statt.

Der Talmud lehrt uns, dass die Teschuwa eines jener Dinge war, welche G – tt bereits vor dem Universum erschuf. Warum ist das so ? Wäre nach einer unserer Vergehen eine Umkehr zu G – tt nicht möglich, müßten wir quasi auf der Stelle tot umfallen, da G – tt uns umgehend bestrafen täte.

Halten wir also die Fakten in Kürze fest:

Die Welt kann nur mit dem Konzept der Umkehr zu G – tt bzw. der aufrichtigen Reue nach einem Vergehen existieren. Würde G – tt mit uns immer nur streng ins Gericht gehen, so wäre kein Mensch überlebensfähig, denn wir alle sündigen ab und an. Im Judentum wird niemand verdammt, wenn er einmal einen Fehler beging. Dennoch wird bei Vergehen immer zwischen "absichtlich" oder "unabsichtlich" unterschieden. 

Zu Tempelzeiten brachten die Juden bei Vergehen (absichtliche + unabsichtliche Vergehen) Tieropfer (Chatat). Da der Dritte Tempel und Meschiach noch nicht da sind, sieht heute unsere Teschuwa ohne Tieropfer etwas anders aus. Sich bei seinen Mitmenschen entschuldigen, beten, Spenden an Bedürftige geben und sich anstrengen, die Thoragesetze mehr oder weniger einzuhalten. Reue und Entschuldigungen allein reichen für eine vollkommene Umkehr nicht aus. Reue, gut und schön, doch muss diese immer mit der Absicht verbunden sein, in Zukunft alles besser zu machen. Wenn ich hier und jetzt bereue und aufrichtig sage, dass mir der Fehler in Zukunft nicht mehr unterläuft, so gilt dies vor G – tt an Rosh Hashana oder Yom Kippur als Umkehr. 

Was aber, wenn ich eine Woche nach dem Yom Kippur in meinen alten Trott verfalle ? 

Dann wurde mir zuvor am Yom Kippur trotzdem vergeben, denn auf den Moment, in welchem ich aufrichtig Teschuwa machte, kommt es an. G – tt weiss alles und natürlich kann Er allein deswegen mein Verhalten in der Zukunft sehen. Und selbst wenn Er um meine zukünftigen Vergehen weiss, so wird mir dennoch in dem Moment meiner aufrichtigen Umkehr vergeben. 

Kann auch der schlimmste Mensch der Welt Teschuwa machen ? 

In den Tagen vor Rosh Hashana (Mitte September) werde ich zum Thema TESCHUWA aus verschiedenen Quellen zitieren. Unten anderem vom ersten Oberrabbiner Israels, Rabbi Avraham Yitzchak HaCohen Kook sowie dem RAMBAM (Maimonides) und dessen Hilchot Teschuwa (Mischna Thora). In Israel findet das Wort TESCHUWA im Alltag eine häufige Vewendung. Erstens im Zusammenhang mit der Umkehr zu G – tt vor den hohen Feiertagen Rosh Hashana, Yom Kippur und Sukkot. Zweitens werden säkulere Juden, die sich dafür entscheiden, religiöszu leben, Ba'alei Teschuwa genannt. Allerdings muss eine Teschuwa (Umkehr) nicht immer so enden, dass ein Jude von nun an einen absolut frommen Lebensstil führt. 

Unsere Frage, ob auch der schlimmste Verbrecher zur Teschuwa berechtigt ist, beantwortet der Rambam in seiner Mischna Thora. Um es ein wenig vorwegzunehmen: Es bestehen Fälle, in denen eine Teschuwa nicht mehr möglich ist, wie uns auch der Talmud Traktat Sanhedrin lehrt. Dort nämlich ist die Rede von Bilam, der Generation des Nimrod oder der Generation Noach, und es wird gelehrt, dass diese Generationen keine Teschuwa (bzw. keinen PLatz in der "Kommenden Welt" mehr erwarten können. 

Die berühmtesten Menschen, die zu G – tt zurückfanden, dürften Adam und Eva gewesen sein. Der Talmud Traktat Eruvin lehrt uns, dass Adam sich nach dem Rauswurf aus dem Paradies für eine Dauer von 130 Jahren von Eva trennte. Adam bereute aufrichtig und nach all der Zeit der Teschuwa fand das Ehepaar wieder zusammen und gebar den dritten Sohn Seth (Schet). Und Schet war es, der nach dem Ebenbild Adam erschaffen wurde und von dem die Menschheit abstammt.

Mittwoch, August 22, 2012

Buchempfehlung: "Von Meerjungfrauen, Drachen und der Erschaffung des Universums"

B"H

In der englischsprachigen Welt ist der in Israel lebende gebürtige Brite und orthodoxe Jude, Natan Slifkin, sehr bekannt. Vor Jahren fing der im orthodoxen Ramat Beit Shemesh lebende Slifkin damit an, Bücher über die Tierwelt der Thora zu verfassen. Hinzu kam, dass ebenso die Erschaffung der Welt erörtert wurde. Damit jedoch verärgerte Natan Slifkin diverse orthodoxe Richtungen als er verkündete, die Welt sei zwar in sechs Tagen erschaffen worden, doch stehe jeder dieser Tag für Millionen, wenn nicht sogar für Milliarden von Jahren. Eine These, die ich sowie viele andere orthodoxe Ausrichtungen mit ihm teilen. Was wir heute als 24 – Stunden – Tag kennen, gab es zur Zeit der Erschaffung noch gar nicht. Weder ist G – tt an irgendwelche Zeiteinheiten gebunden, noch war der Tag in 24 Stunden unterteilt. 

Wie ich bereits mehrere Male hervorhob, gehen Judentum und Wissenschaft Hand in Hand und widersprechen sich keineswegs. Im Gegenteil, denn zu früheren Zeiten waren berühmte Rabbiner gleichzeitig Physiker, Ärzte, Mathematiker oder Astronomen (Beispiel: der Vilna Gaon, der Rambam oder der Ramban und viele andere). Von daher sind die sechs Tage der Welterschaffung keineswegs ein Märchen, sondern eine Tatsache. Da das Universum zu dem Zeitpunkt keinem Zeitsystem unterlag, ist es durchaus denkbar, dass EIN TAG MIllionen von Jahren beinhaltete und nicht nur 24 Stunden. Wie dem auch sei, Natan Slifkin fing sich mit der These harsche Kritik einiger Teile der orthodoxen Szene ein. Man verbannte seine Bücher, doch gleichzeitig standen ihm bekannte Rabbiner aus Israel und den USA zur Seite. Ob der Bann immer noch gilt, entzieht sich meiner Kenntnis, doch wer Interesse an der Kontroverse hat, kann darüber Details auf Slifkins Website ZOOTORAH nachlesen.  

An dieser Stelle möchte ich zwei Bücher des Natan Slifkin empfehlen. Auszeichnen tun sie sich damit, dass massenhaft Quellenabgaben stattfinden und der Autor unverkennbar seine Hausaufgaben gemacht hat. Vom Rambam (Maimonides) bis hin zum Maharal von Prag, dem Talmud, der Halacha oder Joseph B. Soloveitchik ist alles vorhanden. 

Von besonderem Interesse dürfte das Buch SACRED MONSTERS sein, wo Natan Slifkin ausführlich auf Fabelwesen aus Talmud und Midrasch eingeht wie Einhorn, Meerjungfrau, Drachen, Werwölfe oder Seeungeheuer. Gab es das wirklich oder sind derlei Talmuderzählungen lediglich metaphorische Legenden mit tieferem Hintergrund ? 

Nicht jeder wird sich diese Bücher anschaffen, doch werde ich einiges daraus auf diesem Blog berichten. Natürlich mit den entsprechenden Quellenangaben !





Photos: Miriam Woelke

Link:

Montag, Juni 25, 2012

Adam HaRishon, Eva (Chava) und die Nacktheit

Der RAMBAN


B"H

Jeder von uns dürfte die berühmte Stelle im Buch Genesis (Bereschit) kennen, an der es heisst, dass Adam und Eva ihre Augen öffneten und erkannten, dass sie eigentlich nackt herumliefen. Dies geschah nach dem Essen des Apfels, welcher eigentlich gar kein Apfel war. Im Talmud lautet eine der zahlreichen Meinungen über das, was Adam und Eva tatsächlich taten: Sie aßen eine Feige. Andere sagen, es handelte sich um Weintrauben. 

Der Ramban (Rabbi Moshe ben Nachman, 1194 – 1270) kommentiert, dass die beiden ersten Menschen nicht plötzlich erkannten, nackt dazustehen. 

Insbesondere die Beschreibungen um die ersten Menschen herum, die Welterschaffung sowie das Paradies, besteht eine massenhafte Symbolsprache in der Thora und vieles ist nicht wörtlich zu nehmen. Vielmehr versteckt sich hinter den Worten eine tiefe innere Bedeutung. 

Worum es sich im eigentlichen Sinne handelt, wenn von der Nacktheit der Beiden die Rede ist, ist der Intellekt. Plötzlich erfuhren Adam und Eva eine Bewusstseinserweiterung, die ihnen erst nach Schabbatausklang zugedacht war. 

Bis zum Schabbatausklang war es ihnen untersagt, vom "Baum der Erkenntnis" zu essen. Danach hätte G – tt ihnen erlaubt, von ALLEN Bäumen zu essen. Ohne jede Beschränkung. Adam und Eva aber konnten sich noch nicht einmal an ein einziges Gesetz halten. 

Kabbalistische Schriften hingegen sehen in dem Moment, in welchem die Beiden von G – tt reguläre Kleidung erhielten, einen niedrigen Level in ihnen selbst. In dem Moment als die Beiden vom Baum aßen, wurden sie von jenen hohen Seelenleveln, die G – tt ihnen bei der Erschaffung einverleibt hatte, verlassen. Somit erreichten Adam und Eva einen niedrigen Seelenlevel und dies wird anhand der Symbolsprache der weltlichen Kleidung ausgedrückt.

Alles zu Adam Ha'Rishon (dem ersten Menschen) HIER !

Dienstag, Juni 19, 2012

Das Geheimnis des Monat Tammuz


Gesehen in Zfat (Safed) / Nordisrael

Photo: Miriam Woelke

B"H

Zuerst began ich, dass Chabad (Lubawitsch) - Buch "Sha’arei Ha’moadim" zu lessen, um einige Insights zum heute abend beginnenden neuen jüdischen Monat TAMMUZ zu liefern. Bei Chabad jedoch geht es mir im Tammuz zu sehr um Meschiach und dessen Zeit. Da einer der vorherigen Chabad - Rebben im Tammuz aus einem russischen Gefängnis entlassen wurde, steht der Tammuz bei Chabad als Monat der beginnenden GE’ULAH (Zeit des Meschiach). Zahlreiche Chabad – Rebben wurden daheim in Russland immer wieder verhaftet, da sie sich gegen die jeweiligen Regierungen stellten. 

Darüber hinaus feiert die chassidische Gruppe an diesem Schabbat den 3. Tammuz (Gimmel Tammuz), welcher den Todestag des letzten Rebben darstellt. Jene Chabadnikim, welche der Meinung sind, der letzte Rebbe Menachem Mendel Schneerson sei der Meschiach, sehen in dem 3. Tammuz nicht den Todestag des Rebben (im Juni 1994), sondern jenen Tag, an dem der Rebbe unsichtbar wurde, sich in höhere spirituelle Spähren begab und wir nicht in der Lage sind, ihn zu sehen. Obwohl der Rebbe körperlich immer noch am Eastern Parkway 770 in Crown Heights / New York lebt und keineswegs starb, müssen wir auf den Moment warten, in welchem er sich als Meschiach offenbart. Soviel vorerst zu Chabad und ich werde im laufe dieser Woche noch mehr zum "Gimmel Tammuz" berichten. 

Die Chabad – Inhalte warfen mir zu viel Meschiach und so wendete ich mich einem meiner chassidischen Lieblingskommentatoren, dem SHEM MI'SHMUEL zu, welcher da einen bemerkenswerten Kommentar zum TAMMUZ liefert.

Zu der Zeit als Adam und Eva (Chava) noch im Paradies weilten und von dem berühmten Apfel aßen, ruinierten sie sozusagen den menschlichen Sinn des Augenlichtes. Das SEHEN wurde in untere Level gezogen und sobald dies geschieht, bedarf es, kabbalistisch betrachtet, eines Tikun (Reparatur). Dies geschieht indem ich meine Sehkraft für etwas Positives benutze. Adam und Eva hingegen schauten gierig auf den Apfel, um ihn dann zu verspeisen. Indem sie den Apfel anschauten, wollten sie ihn haben. Die Gier stieg in ihnen auf und somit setzten sie ihre Sehkraft negativ ein.

Remark: Gemäss talmudischer und kabbalistischer Literatur handelte es sich nicht um einen Apfel, den die beiden ersten Menschen da aßen, sondern entweder um eine andere Frucht oder etwas, von dem wir keine Ahnung haben. Die Thora spricht zumeist in der Symbolsprache und der Apfel steht für etwas ganz anderes. Eine Meinung im Talmud lautet, dass die Beiden betrunken waren, andere behaupten, es handele sich um ein uns unbekanntes Konzept. Tatsache ist, dass niemand weiss, was genau die Beiden taten. Ebenso wenig wissen wir, was ein "Baum des Wissens" ist.

Als Adam und Eva den Apfel (oder was auch immer) anschauten, schlich sich bei ihnen die Gier ein und der Sehsinn wurde in einen tiefen spirituellen Abgrund gezogen.

Die Meraglim (Spione), welche uns in der Thoralesung der vergangenen Woche begegneten, hatte die Aufgabe, diesen Sehsinn wieder in positive Spähren zu bringen bzw. eine Korrektur des Vergehens von Adam und Eva durchzuführen. Aber was taten sie ? Letzten Endes nutzen sie ihr Augenlicht, um hinterher nur Negatives über Israel zu berichten und verpassten damit die Chance des Tikun. Somit liegt es an allen Juden, die Korrektur durchzuführen. Wie ? Indem wir unsere Augen positiv einsetzen.

Montag, Juni 18, 2012

Der wissenschaftliche Beweis für die Existenz G – ttes

B”H 

Schon immer war es mir wichtig, mich nach der Erlangung des Basiswissen im Judentum, höheren Studien zu widmen. Dies begann schon recht früh; gleich nach dem Abschluss eines Basiskurses. Obwohl es nicht für jedermann ratsam ist, sich mit einem kleinen Quentchen Basiswissen für höhere Studien zu bewerben, tat ich es dennoch und wurde von einem haredischen (ultra – orthodoxen) Institut für Talmudstudien angenommen. Nicht ganz billig, doch nebenher habe ich in mehreren Jobs gleichzeitig gearbeitet.

Ganz ohne professionelle Studien kommt man gewöhnlich nicht weit, obwohl viele anderer Meinung sind. Sobald jemand in das akademische Judentum eintaucht (Talmud, Midrashim, Kabbalah, jüdische Philosophie, etc.), stellt derjenige schnell fest, ob sein bisheriges Wissen auf fundierten Studien beruht oder lediglich auf ein paar Vorträgen hier und da bzw. unprofessioneller Privatpersonen. Mir jedenfalls hat es auf Yeshivot (relig. Schulen) stets gefallen, was sich auch nachher in Kursen auf der Hebrew University oder der Bar Ilan University fortsetzte. Nicht in einem ganzen Studium, sondern einzelnen spezifischen Kursen mit einem kleinen Zertifikat.

"Judentum und Wissenschaft" sind Teile meines Hauptinteresses. Das Judentum geht mit der Wissenschaft Hand in Hand und beides schliesst sich nicht aus. Das genaue Gegenteil ist der Fall.

Der Physiker Dr. Gerald Schroeder ist bekannt für seine Vorträge auf internationaler Basis. Nebenher unterrichtet er die Entstehung unseres Universums gemäss der Quantenphysik an der Jerusalemer Yeshiva AISH HATORAH, wo ich einmal an einem seiner Vorträge teilnahm.

Hier ein Video mit ihm, in welchem er die Existenz G – ttes wissenschaftlich erklärt. 

Donnerstag, Juni 07, 2012

Die hohe Lebenserwartung im Buch Bereschit (Genesis)

B"H

Der Talmud, die Midrasch sowie sämtliche rabbinischen Kommentare, nicht zu vergessen die Thora selbst, lehren uns von einer erstaunlich hohen Lebenserwartung der ersten Menschen. Die ersten Generationen, welche von Adam und Eva (Chava) bzw. ihrem dritten Sohn Seth (Schet) abstammen. 500, 600, 700, ja sogar 900 Jahre lebten die Menschen damals. Wie kann das sein ?

Die allgemeine Erklärung lautet, dass die Menschen vor der Flut einen anderen DNA besassen als wir heute. Selbst als die Generationen nach der Flut. Auch gab es vor der Flut keinerlei Krankheiten und wenn es an der Zeit war, zu sterben, vielen die Menschen einfach um. Ohne Vorwarnung, ohne alles.

Der RAMBAM (Maimonides, 1135 – 1204) und der RAMBAN (1194 – 1270) legen ihren völlig unterschiedlichen Ansichten zum Thema in ihren Schriften fest. Der RAMBAM in seinem "Führer der Unschlüssigen - Moreh Nevuchim" und der RAMBAN in seinem Thorakommentar. Beide Rabbiner, die sich nie begegnet sind, könnten unterschiedlicher nicht sein. Der Rambam ist eher auf das Pragmatische fixiert und hält nicht viel von spirituellen oder kabbalistischen "Exkursionen". Der RAMBAN war das genaue Gegenteil und die Kommentare der beiden Rabbiner werden bis heute gerne gegenübergestellt.

So sagt der RAMBAM zur hohen Lebensspanne der Menschen vor der Flut, dass nicht alle Leute viele Hundert Jahre alt wurden. Allein diejenigen, die sich in der Thoraauflistung befinden: Adam, Schet, Enosch, Kenan, Mahalalel, Jared, Enosch, Methusalem, Lamech und Noach lebten mehrere Hundert Jahre.

Was aber ist mit all den anderen Generationen, die ebenfalls von Adam abstammten ? Hatten Schet oder Enosch, etc. nicht viele weitere Kindern bzw. Nachkommen ? Was war mit ihnen ?

Rabbinische Kommentare besagen (u.a. im BUCH KUZARI von Rabbi Yehudah HaLevi), dass nur diejenigen eine hohe Lebenserwartung besassen, welche sich in direkter Linie bis Avraham fortsetzen. Mit Avraham sehen wir, dass die Entstehung des gesamten Judentums einer Linie folgt. Nämlich mit seinem Sohn Yitzchak und nicht mit Ischmael. Yitzchak hat zwei Söhne und auch hier geht die direkte Linie nur an einen über: Nämlich an Yaakov und nicht an Esav.

Genau so verhält es sich, gemäss des RAMBAM mit der hohen Lebenserwartung vor der Flut Noachs. Der RAMBAN hingegen war der Ansicht, dass alle Menschen ein dermassen hohes Lebensalter erreichten und nicht nur einige Wenige. Auch hier erhalten wir keine deutliche Festlegung, denn niemand von uns war dabei bzw. kann dies heute noch nachprüfen.

Links:



Die Lebenserwartung vor und nach der Flut

Sonntag, Mai 13, 2012

Woran sollte man vor dem Sündigen denken ?

B"H

Woran sollte man vor dem Sündigen denken:

1. Woher komme ich ? 

2. Wohin gehe ich ? 

3. Wie soll ich mich vor G – tt rechtfertigen ?

In der Midrasch heißt es, dass Adam HaRishon (der erste Mensch) Punkt Nummer 1 nicht erkannte. Alle Generationen nach ihm hatten Eltern, Adam aber blieb die große Ausnahme, was ihm vielleicht ein paar psychologische Probleme bereitete. Außerdem heißt es in der Midrasch sowie in den Legenden (Aggadot), dass viele Menschen den Adam hänselten; er habe keine biologischen Eltern und deswegen stimme wohl etwas mit ihm nicht.

Donnerstag, Mai 03, 2012

Der Mensch darf Fehler machen



B"H 

Mein persönliches Lieblingsthema im Judentum ist all das, was sich mit der Welterschaffung beschäftigt. Zum "Bereshit – Am Anfang" wurden Abertausende Texte verfasst und die Kabbalah dringt tief in die Materie ein. 

Unter anderem ist die Thora kein reines Geschichtsbuch, welches uns eben mal so die Historie des Judentum lehrt, sondern vielmehr ein Gesetzesbuch. Die Thora definiert die Aufgabe der Juden und teilweise auch die der Nichtjuden in dieser Welt. Bis heute haben sich diese Aufgaben nicht verändert, nur die Zeiten, in denen wir leben. Wer gegen die Thoragesetze verstößt, der wird von G – tt bestraft. Wer die Gesetze einhält, wird belohnt. 

Der Talmud lehrt uns, dass G – tt bereits vor der eigentlichen Erschaffungsphase mehrere Dinge erschuf. Darunter das Prinzip der "Teschuva – der Reue und Umkehr zu G – tt". Ohne die Reue und Umkehr wäre die Menschheit verloren und unfähig, vor G – tt zu bestehen. 

Adam und Eva (Chava) zeigten nach ihrem Rauswurf aus dem Paradies Reue. Auch Kain bereute im Nachhinein. "Teschuva – Reue und Umkehr" stellen mitunter eine der wichtigsten Erkenntnisse des Buches "Bereshit – Genesis" dar. Ein Mensch darf sündigen, aber wenn er ernsthafte Reue zeigt, kann er jederzeit zu G – tt zurückkommen. 

Das Buch "Bereshit – Genesis" ist das "Buch der Erschaffung". Nicht nur von der Erschaffung der Ozeane, Kontinente oder Planeten, sondern vielmehr vom Ursprung des jüdischen Volkes.

Donnerstag, Februar 16, 2012

Was trank Adam HaRishon ?

B"H

Das Buch "Sefer Seder HaDorot" lehrt, dass Adam HaRishon (Adam) sowie die nachfolgenden Generationen bis zu Noach (vor der Flut), ausschliesslich Wasser tranken. Der MAHARAL, Rabbi Yehudah Loew ben Bezalel von Prag (1520 - 1609), fügt jedoch hinzu, dass man damals neben dem Wasser auch Milch trank.

Dienstag, Februar 07, 2012

Tu be'Shevat und das Vergehen des Adam im Paradies


Chassidut Breslov zum Tu be' Shevat

Photo: Miriam Woelke
B"H

Bei der chassidischen Gruppe Breslov wird der “Neujahrstag der Bäume – Tu be’Shevat” als der Tag betrachtet, an dem Juden das Vergehen des Adam HaRishon im Paradies berichtigen können. Wie ? Indem wir die traditionellen Früchte am Tu be’Shevat mit der entsprechenden Kavanah (Konzentration) sowie die dazugehörigen Segen beten.

Adam beeinflusste den Verlauf der Weltgeschichte am meisten. Noch im Paradies hatte G – tt für ihn und Gattin Eva (Chava) ein ewiges Leben vorgesehen. Allein Adam war es, der von G – tt erschaffen worden war und bis heute ist unklar, wie genau er ausgesehen hat. Adam hatte die allerhöchsten Seelen in sich und seine einzige Aufgabe bestand darin, nicht vom “Baum der Erkenntnis – Etz HaDa’at Tov veRah” zu essen. Nachdem er dies vergeigte, wurden fast alle hohen Seelen von ihm genommen und er und Eva wurden sterblich. Sterblich deswegen, weil eine der höchsten Seele die Unsterblichkeit garantiert und diese Seele wurde ihm genommen.

Ferner veränderte sich unsere Welt und von der Zeit an sind die Nachfolgenden Generationen und nach Avraham, die Juden, damit beschäftigt, das Vergehen des Adam zu korrigieren. Wie bekannt kann ich etwas Negatives in etwas Positives umwandeln. Beispiel: Wein. Mit Wein kann man sich total vollsaufen, doch kann dieser genau so zu heiligen Zwecken verwendet werden. Beispiel: Die Segnung des Weines am Schabbat – Kiddusch. 

Stets kommt es auf meine Intension an und wenn diese positiv ist, dann kann auch etwas Positives hervorgebracht werden. Bis heute besteht unsere Aufgabe darin, die Seelen des Adam zu korrigieren und in die ehemaligen höheren Spähren zurückzukatapultieren. Ist die Welt korrigiert, wird der Meschiach eintreffen. Wobei zum Eintreffen des Meschiach mehrere Konzepte genannt werden (Talmud Traktat Sanhedrin 97 – 99). Auf alle Fälle ist der Tu be’Shevat mit seinen Früchten die passende Gelegenheit, Baumfrüchte positiv zu nutzen und es somit besser zu machen als Adam.

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Samstag, Januar 28, 2012

Talmud Chagigah 12a: Adams Größe umfasste die ganze Welt

B”H

Der Talmud Traktat Chagigah 12a lehrt, dass Adam HaRishon (Adam) von einer Größe war, sodas er die gesamte Welt umfasste. Er reiche von einem Ende der Welt bis zum anderen.

Erklärung:

Wie so viele Statements aus der Aggadah sind auch in diesem Fall die angegebenen Maße nicht wörtlich zu verstehen. Vielmehr will uns die Gemara (rabbinische Diskussion) vermitteln, dass Adams Verstand dermassen hoch lag und ausreichte, um die gesamte Welt zu verstehen und zu begreifen. Er wusste, was an allen Enden der Welt vor sich ging und war sich gleichzeitig dessen bewusst, was sich zwischen Himmel und Erde abspielte. 

Immerhin dürfen wir nicht vergessen, dass Adam vor seinen Vergehen mit solch hohen Seelenleveln ausgestattet war, die wir heute nicht mehr in der Lage sind zu begreifen, sondern deren Wirken nur aus kabbalistischer Literatur bekannt sind. Unter anderem handelte es sich dabei um einen Level, welcher einem Menschen ewiges Leben auf Erden ermöglichte. All die hohen Level jedoch nahm G – tt dem Adam nach dessen Vergehen und warf ihn nebst Gattin Eva (Chava) aus dem Paradies.

Freitag, November 04, 2011

Die Lebenserwartung vor und nach der Flut (Mabul)

B"H

Beginnend mit Adam (HaRishon) bis hin zu Noachs Flut (Mabul) betrug die Lebenserwartung der Menschen zu der Zeit ca. 1000 Jahre. Eine heutzutage unvorstellbare Lebenserwartung und es hört sich geradezu nach Indiana Jones an. Schauen wir uns nur einmal die Zahlen an, welche uns die Thora nennt: Da wurde Adam 930 Jahre alt, sein Sohn Seth (Shet) wurde 912 Jahre alt, Methusalem (Methushelach) wurde 969 Jahre alt, Lamech, der Vater von Noach, starb im Alter von 777 Jahren und Noach wurde 950 Jahre alt. 
Die große Veränderung trat mit Noachs Sohn Shem ein, der da “nur” noch 600 Jahre alt wurde. Nach Shem wurde die Lebenserwartungs nochmals auf 400 Jahre gedrosselt und bei Peleg, dem Sohn des Ever und Nachkommen von Shem, betrug sie lediglich ca. 200 Jahre. Avraham starb im Alter von 175 Jahren und sein Enkel Yaakov wurde 147 Jahre alt.

Es ist gewiss kein Geheimnis, dass nach der Flut einige Veränderungen auf dem Erdball stattfanden. Einerseits, weil G – tt die Menschen für ihre Vergehen (Adam und Evas Vergehen, die Generation des Enosh, Noachs Generation oder Nimrod mit dem Bau des Turmes zu Babylon) bestrafen wollte. Gleichzeitig jedoch hoffte G – tt, dass die Menschen endlich einsichtig werden und zu Ihm zurückfinden. Wenn sie all die Veränderungen sehen, müsste bei ihnen doch der Groschen fallen und sie sehen ein, dass nur G – tt die Welt regiert. Nichts dergleichen geschah und die Menschheit verfiel immer wieder denselben Fehlern und wurde arrogant. Man brauchte keinen G – tt mehr, sondern vertraute auf sich selbst. In der jüdischen Kabbalah heißt es, dass G – ttes Schechinah (Gegenwart) sich immer mehr zurückzog. Bedeutet, dass die Anwesenheit nicht mehr so stark zu fühlen war, wie noch bei Adam.

Nach der Flut veränderte G – tt den DNA der Menschen, doch was genau war der Grund gewesen, dass die Menschen vor der Flut ca. 1000 Jahre alt wurden ? Einer der vielen vielen Kommentare stammt vom Talmudkommentator ETZ YOSEF, der da zum Talmud Sanhedrin 108 schreibt: Die Generation des Noach kannte keine Krankheiten und war immer gesund. Der Grund hierfür war eine andere Luft, welche die Menschen atmeten. Eine saubere Luft, die so ganz anders war als wir uns das heute vorzustellen vermögen. Nicht nur, weil wir solch saubere Luft heute nicht mehr kennen, sondern weil eben diese Luft noch einen Hauch des Adam sowie des Erschaffungsprozesses beinhaltete.

Ich wünschte nur, dass ich diese besondere Luft einmal atmen könnte. Wenn auch nur für zwei Minuten oder so. Nicht, weil ich 1000 Jahre alt werden will, sondern um einen kleinen Einblick in die Welterschaffung zu erhalten.


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Donnerstag, Oktober 20, 2011

Parashat Bereschit - פרשת בראשית


Im jüdischen Altstadtviertel vor der dem Tempelberg. Im Hintergrund die Klagemauer sowie der Felsendom. 

Photo: Miriam Woelke

B”H

Die Thoralesung für diesen Schabbat

An diesem Schabbat wird in den Synagogen die Thora von vorne gelesen. Jedes Jahr unterliegen die jeweiligen Wochenabschnitte der Thora einem speziellen Zyklus, welcher mit Sukkot endet. Nach Simchat Thora geht es wieder von vorn los und so lautet die Thora Parasha des dieswöchigen Schabbat BERESCHIT – GENESIS. 

Gerade bei Bereschit besteht immer wieder das Problem, wo genau man denn anfangen soll zu kommentieren. Schliesslich beinhaltet die Parasha die gesamte Erschaffung unseres Universums sowie die Erschaffung jeglicher Existenz. Im Gegensatz zum christlichen Glauben geht es in der Parasha nicht ausschliesslich um Adam und Eva (Chava), die da ihren G – ttgegebenen freien Willen an einem Apfel ausliessen, sondern darum, dass G – tt als alleinige Existenz unser Universum sowie uns erschuf. 

In der Kabbalah existieren haufenweise Kommentare und Bücher allein zum ersten Wort der Thora “Bereschit – Genesis”. Allgemein wird es ja mit “Am Anfang” übersetzt, was jedoch nicht ganz der Richtigkeit entspricht. Insbesondere in der kabbalistischen Literatur wird das eine Wort in zwei unterteilt: 

Bereschit = Be’Reschit = בראשית 

Und so wird aus dem Inhalt nicht “Am Anfang”, sondern “Mit Weisheit”. G – tt erschuf die Welt mit Weisheit (“Reschit” oder auch “Chochmah”). 

Das Wort BERESCHIT stellt laut dem kabbalistischen Buch ZOHAR die Wurzel der gesamten Thora. “Bereschit” beinhaltet die uns verborgene Kraft und die Gedanken G – ttes, mit welchen Er die Welt erschuf. Mehrere Male zuvor deutete ich an, dass allein G – tt mit Seinen Gedanken ERSCHAFFEN kann. Und genau das tat Er bei der Erschaffung des Universums und allein Seins. 

Doch nicht nur die Entstehungsgeschichte ist in “Bereschit” enthalten, sondern genau so die Zukunft, so der Vilna Gaon, Rabbi Eliyahu Kremer, 1720 – 1797. “Bereschit” sei das Tor zur Vergangenheit, der Gegenwart sowie der Zukunft und nicht umsonst besteht die kabbalistische Literatur aus Tausenden Kommentaren zum Wort “Bereschit”. 

Das Buch BERESCHIT (1. Buch Mose) ist mein absolutes Lieblingsbuch der Thora und immer wieder berichte ich insbesondere zur Parashat Bereschit oder Noach. An dieser Stelle will ich einmal die Kabbalah beiseite lassen und einen hervorragenden Kommentar des chassidischen Rabbiners Elimelech von Lejanks (Letschansk), 1717 – 1787, einbringen. In seinem Thorakommentar “Noam Elimelech” führt er ein Beispiel an, was auch uns heutzutage zu denken geben sollte. 

Im Gan Eden (Paradies) gab es viele unterschiedliche Pflanzen und Bäume. Bei den uns bekanntesten Bäume handelt es sich eindeutig um den “Baum des Lebens – Etz HaChaim" und den “Baum der Erkenntnis – Etz HaDa’at Tov veRah”. Rabbi Elimelech stellt die beiden Bäume einander gegenüber und verbindet sie mit folgender Symbolik: 

Der “Baum des Lebens – Etz HaChaim” steht für die Thora, denn ohne Thora keine Existenz und kein Leben. Der “Baum der Erkenntnis – Etz HaDa’at Tov veRah” dagegen steht für die materielle Welt. Bedeutet, für die Befriedigung der Menschen. Essen, trinken, Luxusgüter, Geld, alles Materielle sowie Kino, TV, sich das neueste Galaxy Handy anzuschaffen (wie ich es demnächst vorhabe). Anstatt vom “Baum des Lebens” zu essen, bedeutet, die Thora zu lernen, stürzten sich Adam und Eva lieber auf alles Weltliche. 

Ohne Thorawissen jedoch kann die Kenntnis allen Weltlichen folgenschwere Konsequenzen haben, denn wie soll ich, ohne jegliches Wissen um G – tt, noch unterscheiden, was richtig und falsch ist. Was ist oberflächlich und bringt mir kurzfristige Freude im Leben, wohingegen mir das Thorawissen ganz andere Möglichkeiten eröffnet ? Spiritualität und eine Verbindung zu G – tt. 

Das aktuelleste iPhone (ich besitze G – tt sei Dank keine Apple Geräte) bietet einem Menschen, in diesem Fall “Konsumenten”, lediglich eine zeitweilige Befriedigung. Was aber bleibt davon übrig ? In spätestens ein bis zwei Jahren hat derjenige schon wieder ein neues Handy und schert sich nicht mehr um das alte. 

Der Sinn unseres Lebens besteht in Tieferem und nicht in einer materiellen Kaufkraft, die uns zeitweilige oberflächliche Freude bringt. Das ist es, was Rabbi Elimelech von Lejansk hier mitteilen will und dieser Gedanke trifft in unserer Generation mehr zu als in allen vorherigen. 

Essen nicht auch wir zuerst vom “Baum des Materiellen” ? 

“Schabbat Schalom” an alle Leser !  


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Donnerstag, Oktober 13, 2011

Waren Kain und Abel (Hevel) keine Menschen ? - Teil 1

B”H

Eigentlich sollte ich ja viel mehr über das derzeitige Sukkot (Laubhüttenfest) berichten. Das tue ich auch noch innerhalb der nächsten Tage.

Was mich jedoch jetzt schon beschäftigt, ist der Neubeginn der Thora nach den Feiertagen. Genau genommen am Schabbat nach Simchat Thora, dem letzten Tag der Sukkot – Feiertage. Am 22. Oktober 2011 wird in den Synagogen weltweit die Thora wieder von vorn gelesen. Bedeutet, es geht wieder bei Bereschit (Genesis) los.

Jedes Jahr ist es derselbe Ritus: Bis zum nächsten Sukkot wird die Thora, unterteilt in ihre Lesungen / Parashot, am Schabbat durchgelesen. Dieser Ritus zieht sich über ein Jahr hin und nach Simchat Thora geht alles wieder von vorne los. In ca. einer Woche also starten wir neu durch und das mit der Parashat Bereschit. Neben Noach meine Lieblings – Parasha.

Hier vorab schon einmal ein kleiner Beitrag zu BERESCHIT:

Der Rambam (Maimonides) schrieb in seinem “Moreh Nevuchim – Führer der Unschlüssigen” (1:7), dass nach Adam (dem ersten Menschen) lediglich dessen dritter Sohn Schet (Seth) menschliche Gestalt hatte. Die früheren Söhne Kain und Abel (Hevel) dagegen waren eher tierischer Gestalt und Form. 

Diverse Kommentatoren wie, u.a., der Arbarbanel, erklären, dass Adam sich zuerst den Gelüsten des Lebens hingab und hierbei seinen von G – tt gegebenen Verstand sowie seine Intelligenz nicht nutzte. Jedenfalls nicht in dem Maße, wie es nach “G – tt erschuf den Menschen nach Seinem Ebenbild” angedeutet wird. 

“… nach Seinem Ebenbild” bedeutet, dass wir Menschen unseren Verstand nutzen, G – tt erkennen und unsere Fähigkeiten positive nutzen. Erst nachdem Adam aus dem Paradies geflogen war, tat er Buße und das gleich 130 Jahre lang. Siehe hierzu den Talmud Traktat Eruvin 18b oder meinen noch folgenden Artikel zum Thema ! 

Nach 130 Jahren kam Adam wieder mit seiner Frau Eva zusammen, nachdem sie sich getrennt hatten und gemeinsam zeugten sie ihren dritten Sohn SCHET. Schet war es, der wieder eine menschliche Form besaß, nachdem seine Brüder Kain und Abel während Adams “wilder Zeit” gezeugt worden waren. Zahlreiche Midraschim, Kommentatoren sowohl als auch die Kabbalah gehen davon aus, dass die beiden älteren Söhne kein menschliches Aussehen hatten, sondern Tieren glichen. Eben weil Adam zu der Zeit noch gegen den Willen G - ttes handelte.

Dienstag, Oktober 04, 2011

Immer an die Türe klopfen

B”H

Im Judentum finden wir die Regel, dass ein Besucher stets vor dem Eintreten in ein fremdes Haus zuerst an die Haustür klopfen bzw. klingeln muss. Niemals darf einfach so eingetreten werden, selbst dann nicht, wenn die Türe bereits offen steht.

Die halachische Quelle dafür finden wir in den zwei Talmud Traktaten Pesachim 112 sowie Niddah 16, wo es heißt, dass G – tt diejenigen ablehnt, die einfach unangemeldet durch eine fremde Tür stürmen und den Bewohner in seiner Imtimsphäre stören. 

Diese Halacha erinnert mich an jene Thorastellen, in welchen es deutlich wird, dass G – tt einen Menschen immer vorher bei seinem Namen rief, um mit ihm zu sprechen. Schauen wir uns, u.a., Adam und Eva im Paradies an, nachdem sie beide vom “Baum der Erkenntnis – Etz HaDa’at Tov veRah” gegessen hatten. 

Die Thora in Bereschit (Genesis) 3:8 lehrt uns, dass G – tt sich vor Seinem Erscheinen bei den Beiden bemerkbar machte, sodas ihnen klar war, dass Er kam. G – tt erschien Adam und Eva nicht einfach so urplötzlich aus dem Nichts heraus, um sie zu erschrecken. Adam und Eva hörten also, dass G – tt im “Anmarsch” war und aus Scham über ihr Vergehen versteckten sie sich erst einmal. Danach rief G – tt die Beiden. 

Gerade lese ich dazu in meinem Thorakommentar, dass die Stelle tatsächlich mit der Lehre verbunden wird, dass man, erstens, einen Menschen vor dem Ansprechen mit dem Namen anspricht und, zweitens, dass niemand so einfach durch eine fremde Tür in ein Haus eintritt, sondern zuerst klopft und sich bemerkbar macht. Die Quelle hierzu finden wir in Derech Eretz Rabbah 5.

Samstag, September 24, 2011

Happy Birthday, Welt !!!

Der Big Bang
B"H
 
Heute (Schabbat - Samstag) ist der 25. Elul, der Tag, an dem G - tt unser Universum erschuf. Das in dieser Woche (Mittwoch abend) beginnende Rosh HaShana steht für die Erschaffung der beiden ersten Menschen - Adam und Eva (Chava).

Ganz besonders am heutigen Tag sollten wir G - ttes Erschaffungen zu würdigen wissen !

Samstag, August 13, 2011

Die 10 Generationen von Adam – Noach

B”H

Der erste Mensch ADAM starb 930 Jahre nach der Welterschaffung. Bedeutet, 930 Jahre nach dem sechsten Tag der Erschaffungsphase; Adams eigener Erschaffung durch G - tt.

Alle hier angegebenen Daten vom sechsten Tag ausgehen, an welchem Adam erschaffen worden war.

Adams dritter Sohn SETH (SHET) wurde 130 Jahre nach Adams Erschaffung geboren und verstarb 1042 Jahre nach der Erschaffung seines Vaters. Seth wurde somit 912 Jahre alt

ENOSH, der Sohn des Seth, wurde 235 Jahre nach der Erschaffung Adams geboren und verstarb im Jahre 1140. Somit wurde Enosh 905 Jahre alt.

KENAN wurde 325 Jahre nach der Erschaffung des Adam geboren und verstarb im Alter von 910 Jahre im Jahr 1235.

MAHALALEL wurde 395 Jahre nach der Erschaffung des Adam geboren und verstarb im Alter von 895 im Jahre 1290.

JARED wurde 460 Jahre nach der Erschaffung des Adam geboren und starb im Alter von 962 im Jahre 1422.

ENOCH wurde 622 nach der Erschaffung des Adam geboren und verstarb im Alter von 365 Jahren. Wobei diverse Kommentare hierzu lauten, dass Enoch (Chanoch) niemals starb, sondern einfach so zu G – tt aufstieg. Enoch war nach all den Generationen die Perfektion an sich und hatte kein einziges Vergehen auf sich geladen. Deswegen beschloss G – tt, ihn zu sich zu holen, damit Enoch nicht doch noch etwas Negatives anstellt. Hierzu existieren Ansichten, dass Enoch bei G – tt zum Engel umfunktioniert worden ist.

METUSHELACH wurde 687 Jahre nach der Erschaffung des Adam geboren und verstarb im Alter von 969 im Jahre 1656.

LAMECH wurde 874 Jahre nach der Erschaffung des Adam geboren und verstarb im Alter von 777 im Jahre 1651. Somit sah Lamech noch den Adam persönlich, bevor dieser im Jahre 930 verstarb.

NOACH (Noah) wurde 1056 Jahre nach der Erschaffung des Adam geboren und starb im Alter von 950 im Jahre 2006. Er war der Erste der Linie, der Adam nicht mehr kannte.

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Die Generationen bewegen sich von Vater zu Sohn !