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Dienstag, November 06, 2012

Wird Dein Enkel noch Jude sein ?


Klickt bitte HIER, um die Skizze im Großformat zu sehen !


Wenn Juden Nichtjuden heiraten (Intermarriage), so gehen dem Judentum mit hoher Wahrscheinlichkeit die nachfolgenden Generationen verloren, denn fast immer setzt sich der nichtjüdische Partner bei der Kindererziehung durch.

Aber nicht nur dann verliert das Judentum seine Mitglieder. Wenn wir uns die Skizze anschauen, stellen wir fest, dass, sobald einst orthodoxe Juden vom Weg der Halachot abkommen und sich dem Reformjudentum zuwenden, die nachfolgenden Generationen meinen, Nichtjuden heiraten zu können oder sich anderweitig vom Judentum abwenden.

Bei orthodoxen Juden hingegen ist die Quote der Aussteiger immer noch gering und die Heirat mit Nichtjuden tendiert dem Nullpunkt entgegen.
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Eines sei klarzustellen: 

ORTHODOXER JUDE zu sein bedeutet nicht, Haredi (ultra – orthodoxer Jude) zu sein. Nicht irgendwie fanatisch, sondern ganz normal, indem man, u.a., den Schabbat einhält, koscher ißt, in die Mikweh (Ritualbad) geht. Im Englischen wird dies als OBSERVANT ausgedrückt. 


Links:

Warum Juden keine Nichtjuden heiraten sollen

Warum es problematisch ist, einen Nichtjuden zu heiraten

Montag, Mai 21, 2012

Mark Zuckerbergs Intermarriage

B"H

Wer es noch nicht mitbekam: Facebook – Gründer Mark Zuckerberg heiratete dieser Tage sein langjährige Freundin Priscilla Chan. Die traurige Bedeutung dieser Hochzeit liegt in der Tatsache, dass wieder einmal ein Jude eine Nichtjüdin ehelichte, denn Priscilla Chan ist Amerikanerin chinesischer Herkunft. 

Wieder einmal werden die Kinder aus einer solchen Ehe keine Juden mehr sein und eine weitere Generation geht dem Judentum völlig verloren. Zuckerberg ist kein Einzelfall, sondern eine weitere traurige Tatsache: Ein extrem hoher Anteil der Diaspora – Juden heiratet Nichtjuden. Ist in solchen Ehen die Frau keine Jüdin mehr, so werden die Kinder auch keine Juden mehr sein. Dagegen legen die jüngeren Juden Israels nach wie vor einen hohen Wert auf einen jüdischen Ehepartner. 

Mark Zuckerberg lieferte kein gutes Beispiel für die amerikanischen Juden ab und seine Nachfahren werden keine Juden mehr sein. Damit geht seine jüdische Erbschaftslinie mit ihm selbst dem Ende entgegen.

Links:


Rabbi Me'ir Lau: "Mischehen helfen Neonazis !"

Donnerstag, August 11, 2011

Parashat Va'etchanan - פרשת ואתחנן



Gesehen in Tel Aviv

Photo: Miriam Woelke

B"H

Die Thoralesung für diesen Schabbat

Dieser Schabbat ist zugleich "Schabbat Nachamu", der Schabbat nach dem Tisha be'Av (am Dienstag dieser Woche). Die Thoralesung "Va'etchanan" wird immer am Schabbat nach dem Tisha be'Av gelesen ! Va'etchanan ist mit dem Tisha be'Av verbunden, denn G - tt warnt die Juden vor dem Fall in den Götzendienst und dies war dann auch der Hauptgrund für die Zerstörung des Ersten Tempels. Va'etchanan zeigt uns jedoch ebenso den Weg der Hoffnung und dem des Neubeginn.

Aus unseren Fehlern sollten wir lernen und in der Zukunft zu vermeiden lernen. Im Judentum besteht fast immer ein Weg der Rückkehr zu G - tt. Wir können die Generationen des Ersten oder Zweiten Tempels nicht mehr umfunktionieren, doch haben wir die Chance, es besser zu machen.

Jeder von uns hat seine Lieblingsparshot in der Thora und jene, die ihm gar nichts sagen oder nur schwer verständlich sind. Die Parasha Va'etchanan gehört zu meinen Lieblingsparashot, eben weil sie soviel wichtige Inhalte enthält.

Wir erfahren, dass Moshe G - tt bat, nicht vielleicht Seine Meinung zu ändern und ihn (Moshe) doch wenigstens für kurze Zeit den Jordan überqueren lassen will und Moshe so das Land Israel sehen und betreten kann. G - tt gibt nicht nach, beauftragt Moshe jedoch, auf eine Anhöhe (Pisgah) zu gehen, damit er so das Land sehen könne. Es heißt, dass Moshe nicht nur das Land sah, sondern auch dessen Zukunft. In jenem Moment sah er alle folgende Generationen bis hin in unsere Zeit und noch darüber hinaus.

In der Thora heisst es:

"… u're'eh be'ejnecha … - und sehe mit DEINEN Augen".
Dies sagte G - tt zu Moshe als Er ihn aufforderte, in das verheissene Land herabzuschauen.

Der Thorakommentator Raschi fragt an dieser Stelle, warum G - tt sagte "… mit DEINEN Augen". 
Mit welchen Augen hätte Moshe denn sonst schauen sollen ?
Raschi aber betrachtet die Hervorhebung der eigenen Augen Moshes so, dass G - tt ja die Bitte Moshes zumindest teilweise erfüllte a la "Du willst das Land sehen ? Soviel kann Ich (G - tt) Dir gewähren. Dein Körper hingegen wird Israel nicht betreten.

Stellen wir uns einmal vor, was geschehen wäre, wenn Moshe mit den Israeliten nach Israel gegangen und weiterhin ihr Oberhaupt geblieben wäre. In der Kabbalah lautet eine Idee, dass Moshe den Meschiach sofort gebracht hätte. Der Kommentator Or HaChaim sagt, dass G - tt den Tempel sicherlich nicht zerstört hätte, wenn Moshe dagewesen wäre. Eine Zerstörung musste erfolgen, um die Juden für ihre Vergehen zu bestrafen und sie letztendlich in die Diaspora zu befördern, damit sie später nach Israel zurückkehren und der Meschiach kommt. Mit einer Person wie Moshe wäre G - ttes Plan etwas durcheinander gekommen. Wir selber sind aufgerufen gemäss G - ttes Willen zu agieren und eine Überperson wie Moshe hätte das vielleicht unbewusst verhindert. Der chassidische Thorakommentator Shem MiShmuel schreibt, dass die Juden aufgerufen waren, den letztendlichen Tikkun (Seelenkorrektur) in Israel auszuführen, denn ihre Seele war noch nicht perfektioniert. 

Ich weiß nicht, wie es in Thoraübersetzungen in verschiedene Sprachen ausschaut, doch adressiert Moshe in seiner Bitte G - tt mit zwei dessen Namen: A - do - nai (HaShem) und dem Namen Yud - Heh - Vav - Heh. Raschi und der Ramban (Nachmanides) kommentieren, dass die Namen für Gnade und Gesetz stehen. Laut Rabbi Samson Raphael Hirsch verwendete Moshe beide Namen um auszudrücken, dass wie immer auch G - ttes Entscheidung ausfallen werde, Moshe sie ohne Widerspruch akzeptiert.

Im Talmud Traktat Sotah 14a wird gefragt, warum Moshe unbedingt nach Eretz Israel gelangen wollte ?
Die Antwort lautet, dass ein Jude nur dort in der Lage ist, ALLE Mitzwot (Gesetze) auszuführen. Im Ausland lebende Juden haben immer das Problem, dass sie nie alle Mitzwot ausüben können und ihre Gebete erst über Umwege aufsteigen. Währenddessen in Israel alle Gebete sofort aufsteigen und direkt erhört werden. Von daher ist es sehr wichtig, in Israel zu leben. Moshe war bereit, G - ttes Entscheidung ohne jeden Widerspruch hinzunehmen. Genauso sollten auch wir unser Leben führen; nämlich in dem wir den wahren Grund erkennen, warum wir in dieser Welt sind und wer uns erschaffen hat.

In keinem Buch der Thora warnt G - tt so ausdrücklich vor dem Fall in den Götzendienst wie im Sefer Devarim (Deutoronomy). Jegliche Assimilation mit anderen Nationen wird uns untersagt. Im Talmud Traktat Avodah Zarah (Götzendienst) finden wir hervorragende Beispiele dafür, was uns genau verboten wurde und aus welchem Grund.
Genauso verhält es sich in Sefer Devarim mit der Intermarriage, der Ehen zwischen Juden und Nichtjuden. Übrigens ein biblisches Verbot, auch wenn manche es heutzutage vielfach schönreden wollen. Wer genaue Auskunft darüber sucht, der braucht nur Sefer Devarim und den Talmud aufzuschlagen, wo er alle Antworten diesbezüglich finden kann. In der Parashat Va'etchanan warnt G - tt vor Ehen zwischen Juden und den Völkern, die sich in Eretz Israel befinden, u.a. die Kanaaniter und die Jebusiten. Wer als Jude einen Nichtjuden heiratet, läuft große Gefahr sich leztendlich zu assimilieren, auch wenn er es vorher nicht für möglich hielt.

Was ? Mir passiert so etwas nicht, denken viele, aber spätestens die nachfolgende Generation sieht das schon ganz anders. Falls die nachfolgende Generation aufgrund einer nichtjüdischen Mutter überhaupt noch halachisch als jüdisch zu bezeichnen sein sollte. Aber es ist nicht nur Assimilation, sondern solche Ehen führen oft zwangsläufig zum Götzendienst der anderen Partei.

In einem Schiur (Vortrag) hörte ich einmal von einem interessanten Fall:
Eine amerikanische Jüdin hatte sich in einen Nichtjuden verliebt und wollte ihn heiraten. Er wiederum war sogar bereit, orthodox zum Judentum zu konvertieren. Am Ende jedoch wollte er die junge Frau gar nicht mehr heiraten, denn er war zu religiös geworden und wollte keine jüdische Frau mehr, die bereit war, einen Nichtjuden zu heiraten.

Im Talmud Traktat Avodah Zarah 36b kommt die Frage auf, ob denn ALLE Ehen zwischen Juden und Nichtjuden verboten seien. In der Parashat Va'etchanan werden schließlich nur die nichtjüdischen Völker in Eretz Israel genannt.
Die Schüler der berühmten talmudischen Rabbiner Hillel und Shammai genauso wie der berühmte Rabbi Schimon Bar Yochai kommentieren dagegen, dass damit ALLE Nichtjuden gemeint sind. Im Talmud Kiddushin 68b heißt es, dass jegliche Ehen zwischen Juden und Nichtjuden von der Halacha als Null und Nichtig betrachtet werden. Alle Ehen von Nichtjuden, die NICHT konvertieren und einen Juden heiraten, sind ungültig. Siehe dazu auch den RASHBA in TOSAFOT und den Rambam in seiner Mishna Thora (Hilchot Biah 12:1).

Nicht nur halachisch sind solche Ehen ein Problem; wer sich in der Kabbalah etwas auskennt, der weiß, dass bei unserer Erschaffung eine Seele (Neschama) in zwei Hälften getrennt wurde. Unsere Aufgabe ist es, unsere sogenannte "bessere Hälfte" wiederzufinden und durch die Hochzeit mit Nichtjuden erreichen wir das nicht. Dies gilt gleichermassen für den Fall, wenn der Nichtjude nicht ernsthaft konvertiert. Ganz zu schweigen mit den Identitätsproblemen der Kinder. Ich kenne so einige Fälle, in denen Kinder aus amerik. Ehen, bei denen die Mutter Nichtjüdin war, zum Judentum konvertieren wollten und ausgerechnet die nichtjüdische Mutter aggressiv einschritt. Die wollte ihre Kinder lieber in der Kirche sehen. Zum Glück konvertierten die Kinder aber doch und gingen später auf orthod. Yeshivot.

Immer und immer wieder warnt uns die Thora vor der Assimilierung. Ein ganz wichtiger Rabbiner, der dies auch tat war der Frankfurter Rabbi Samson Raphael Hirsch. Wir dürfen niemals vergessen, dass G - tt die Juden mit einer bestimmten Aufgabe erschaffen hat. Rabbi Yaakov Yitzchak Horowitz (der Seher von Lublin) sagte, dass die Juden ihre Wurzeln in den Namen G - ttes haben.

In dieser Parasha heisst es: 

"Ihr sollt meine Gesetze einhalten … die ich euch HEUTE aufgetragen habe zu tun".

Im Talmud Eruvin 22a heißt es dazu, dass sich das Wort HEUTE auf unsere Welt bezieht. In dieser materiellen Welt sollen wir G - ttes Mitzwot erfüllen und nicht morgen in der Kommenden Welt (Olam HaBah), denn dort ist es zu spät.

Die Assimilationsprobleme in der Diaspora (Galut) sind vielfältig. Leicht vergisst man seinen eigentlichen Ursprung und will sich nur allzu gerne anpassen. Aber nicht nur in der Galut herrscht das Problem, sondern auch hier in Israel. Leider sehen wir die Ergebnisse immer häufiger, wenn junge Leute aus dem Ausland kommen und sich in Yeshivot einschreiben wollen. Dann sind sie halachisch nicht jüdisch und müssen erst konvertieren. Ich erlebte nicht wenige, die sauer auf ihre Eltern waren, weil sie eine "Mischehe" führten.

Ferner trägt uns G - tt auf, Seine Thoragesetze NICHT zu verändern bzw. neue hinzuzufügen. Die Thora ist das Wort G - ttes und bis in alle Ewigkeiten gültig. Nichts daran darf verändert werden, nur weil der Originalinhalt einigen Leuten nicht in den Kram passt. Noch nicht einmal ein einziger Buchstabe darf umgeändert, ausgelassen oder hinzugefügt werden !

Am Schabbat ist es eine Mitzwah, Simcha (Freude) zu haben und alle Art von Trauer und Traurigkeit zu vermeiden. Aber vielleicht wäre es keine schlechte Idee, wenn sich jeder von uns einmal darauf besinnt, warum wir auf dieser Welt sind und was unsere Aufgabe ist. Jeder Mensch wurde mit einer ihm zugedachten Aufgabe auf dieser Welt erschaffen und es liegt an jedem einzelnen von uns, dadurch unseren Tikkun (Seelenreparatur) zu erfüllen, die Welt perfektionieren und so zur Ankunft des Meschiach beitragen. Ich kann nicht den Tikkun meines Nachbarn oder Freundes erfüllen und diese Leute wiederum nicht meinen Tikkun übernehmen.

Schabbat Schalom

Freitag, April 15, 2011

Schabbat Schalom


Tel Aviv Beach Promenade

Photo: Miriam Woelke

B"H

Ein vielleicht "un - heiliges" Bild zwischendurch. Ein Blick auf die Tel Aviver Strandpromenade sowie den Strand. Hier seht Ihr, wie viele Israelis diesen Schabbat (Schabbat HaGadol – der große Schabbat vor Pessach) verbringen werden. Sunshine + 24 Grad Hitze = Beach Time. 

Säkulere Juden gehen mir manchmal auf die Nerven, doch gibt es wesentlich Schlimmeres als nur den puren Säkularismus. Heute Morgen überhörte ich eine Unterhaltung zwischen zwei Touristen:

ErsterTourist: "Bist Du Jüdin ?"

Zweiter Tourist (eine junge Frau aus Kalifornien): "Nun, mein Vater ist Jude, meine Mutter ist nicht jüdisch".

Erster Tourist: "Fühlst Du mehr Jüschisches in Dir als etwas Christliches ?"

Zweiter Tourist: "In Israel müsste ich erst konvertieren, damit ich jüdisch bin. Irgendwie fühle ich schon etwas Jüdisches in mir, doch will ich am Karfreitag unbedingt in Jerusalem sein".

Was ich damit versuche zu sagen ist, dass viele säkulere Juden nur Juden ehelichen. Mit das Schlimmste, was passieren kann, ist, wenn Juden Nichtjuden heiraten (was lt. der Thora verboten ist). Man sehe sich nur an, was aus den Kindern wird, wenn sie am Karfreitag in Jerusalem auf Götzendienst aus sind. 

Hat uns G – tt deswegen aus Ägypten geholt ? Damit Juden Nichtjuden heiraten und sich somit selbst in ein neues spirituelles Ägypten begeben ?

"Schabbat Shalom - Gut Schabbes !"

Montag, Dezember 06, 2010

Freitag, September 24, 2010

Das Dilemma der nichtjüdischen Nachfahren in Israel

B"H

Man stelle sich einen Juden in Israel vor, egal, ob männlich oder weiblich. Besagter Jude sucht eine jüdischen Partner und fällt am Ende fälschlicherweise auf einen Nichtjuden herein.

Vor wenigen Tagen berichtete ich über die Folgen von "Intermarriage - Mischehen zwischen Juden und Nichtjuden". Wer keine jüdische Mutter hat oder nicht orthodox zum Judentum konvertierte, ist kein Jude. Demzufolge sind die Kinder aus einer solchen Intermaariage, wenn die Mutter keine Jüdin ist, ebenso keine Juden !

In Israel haben wir mehr als genug solcher Kinder herumlaufen, doch was geschieht, wenn diese zum Teenager bzw. Erwachsenen heranreifen ? Sie suchen Partner und gehen meist ebenso "Mischehen" ein. Je mehr Nichtjuden wir in Israel haben, desto grösser wird die Gefahr der Intermarriage. Nichtjuden verlieben sich in Juden oder wollen partout einen Juden heiraten. Oft geben sie im Vorfeld gar nicht zu, Nichtjuden zu sein. Da gibt sich ein Deutscher namens U als "D. G." aus. Oder ein rumänischer Einwanderer namens Tu... C., dessen Vater Jude ist, die Mutter dagegen nicht, nennt sich T. C.

Die Originalnamen habe ich auf Anraten eines Jurafreundes hinausgestrichen und durch Abkürzungen ersetzt !

Wer als Außenstehender kommt da nicht ins Schleudern und hält diese Leute fälschlicherweise für Juden ? Falls es zu einer geplanten Hochzeit kommen sollte, stellt sich spätestens bei der Eheanmeldung auf dem Rabbanut alles heraus. Dann aber meint der Nichtjude, der Jude habe sich so sehr in ihn verliebt, dass die Religion nur noch Nebensache sei.

Eltern, die eine Intermarriage eingehen, denken im voraus nicht an derlei Dramen, doch die Juden sollen es dann hinterher ausbaden.

Dienstag, September 21, 2010

Warum Juden keine Nichtjuden heiraten sollen ?

B"H

Fast den gesamten Yom Kippur (letzten Schabbat) verbrachte ich im Jüdischen Viertel der Altstadt. Das kostenlose haredische (ultra - orthodoxe) Hostel Heritage House veranstaltete traditionell den Synagogenservice, welcher diesmal im neu eingeweihten und total luxuriösen Gebäude von Aish HaTorah (Yeshiva gegenüber der Klagemauer) stattfand. Nicht, dass der G - ttesdienst unterbrochen wurde, doch wer wollte, der konnte zwischendurch an einigen Schiurim (relig. Vortrag) teilnehmen, denn ebenso traditonell sprach wie so oft Rabbi Yaakov Marcus vom haredischen Frauenseminar "Neve Yerushalaim". Rabbi Marcus stammt ursprünglich aus Toronto und eines seiner Leiblingsthemen ist die "Intermarriage - Wenn Juden Nichtjuden heiraten". Diesbezüglich reist er mehrere Male im Jahr zu kanadischen sowie US - Schulen, um junge Juden vor einer Intermarriage mit einem Nichtjuden zu warnen bzw. sie aufzuklären.

Die Anzahl der sogenannten "Mischehen - Intermarriage" weist in den USA weit mehr als 50% auf. Jude ist, wer eine halachisch jüdische Mutter hat oder orthodox zum Judentum konvertiert ist !

Hier ist die orthodoxe Version gegen eine Ehe mit einem Nichtjuden. Vorab jedoch sollte klargestellt werden, dass die Darstellung aus der Thora stammt und nichts mit Rassismus gemein hat. Vielmehr erschuf G - tt Juden sowie Nichtjuden, damit diese unterschiedliche Aufgaben auf dieser Welt ausführen. Oder anders ausgedrückt: Juden und Nichtjuden haben unterschiedliche Aufgaben in dieser Welt.

Als Rabbi Marcus sprach, lauschten ca. 40 Leute und ich konnte sehen, dass die "Intermarriage" bei jungen amerikanischen Juden ein weites Interessensspektrum einnimmt. Weltweit vielleicht ebenso, denn Chelsea Clinton heiratete einen Juden, wobei diese Ehe im eigentlichen jüdischen Sinne keinen Bestand hat. Halachisch kann ein Jude keinen Nichtjuden ehelichen, sondern nur mit ihm zusammenleben. Bei einer Trennung bedarf es keiner Scheidung, denn man ist nicht verheiratet, selbst wenn das Paar auf dem Standesamt heiratete. Halachisch nimmt der Jude seine Koffer und geht, da die Ehe niemals bestand. Konvertiert der nichtjüdische Part ernsthaft und orthodox zum Judentum, dann sieht die Sache wesentlich anders aus.

Rabbi Marcus erklärte:
Ein Jude kann mit einem Nichtjuden auf einem "Nefesh" Level liiert sein. Bedeutet, er gibt sich seinem körperlichen Verlangen hin. Weiterhin kann ein Jude mit einem Nichtjuden auf einem "Ruach" Level liiert sein, was bedeutet, "er verliebt sich". Was eine Beziehung zu einem Nichtjuden jedoch niemals erfüllt, ist der "Neshama" Level.
Wobei sich "Nefesh", "Ruach" und Neshama auf die unterschiedlichen Seelenlevel in einem Menschen beziehen. Ich kann mich dem niedrigsten Instinkt (Nefesh), wie meinen Gelüsten, hingeben oder mich nach meinen Emotionen (Ruach) richten. Der höchste Level des Lebens aber ist der "Neshama" Level, bedeutet: Intelligenz und wie ich mich gleichzeitig G - tt nähere bzw. mit Ihm eine Verbindung aufbaue. Ein nichtjüdischer Partner bringt einen Juden G - tt nicht näher und ist ihm in keinster Weise behilflich, eine Beziehung (zu G - tt) aufzubauen. Wobei wiederum den Nichtjuden keine Schuld an einer solchen Beziehung trifft, sondern dies einzig und allein dem Juden zugeschrieben wird, denn dieser sollte sich im Klaren sein, auf was er sich einlässt.
Juden und Nichtjuden wurden mit unterschiedlichen Seelen ausgestattet und damit ein Jude seine Aufgabe auf dieser Welt erfüllen kann, muss sein Partner jüdisch sein. Eine Intermarriage kann durchaus erfolgreich sein, doch eine Seelenverbindung dieser so unterschiedlichen Seelen kann es niemals geben.

Sonntag, August 01, 2010

Zur Hochzeit von Chelsea Clinton und Marc Mezvinsky

B"H

Gestern, ausgerechnet an einem Schabbat, an dem Hochzeiten aus halachischen Gründen untersagt sind, heiratete der amerikanische Jude Marc Mezvinsky seine Verlobte Chelsea Clinton. Die Hochzeitszeremonie wurde von einem Priester sowie einem "Rabbiner" durchgeführt.

Die Hochzeit an sich ist eine Schande, denn Ehen zwischen Juden und Nichtjuden sind lt. der Thora untersagt. Mezvinsky gehört dem Conservative Movement an und es wurde im Vorfeld gemunkelt, ob Chelsea Clinton zum konservativen Judentum konvertiert. Grund: Damit ein Conservative Rabbi die Trauungszeremonie halten kann, denn das Movement an sich führt keine Mischehen (Intermarriages) durch.

Selbst wenn Chelsea Clinton konservativ zum Judentum konvertiert wäre, so bliebe sie nach orthodoxen Massstäben weiterhin Nichtjüdin !