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Dienstag, September 25, 2012

Schana Tova ve'Gmar ve'Chatimah Tova an alle Juden dieser Welt !


Die Kapparot Rache



Heute morgen: Chabad (Lubawitsch) Kapparot auf dem Machane Yehudah Markt / Jerusalem.



Lubawitscher Rebbe Poster an Jerusalems Bushaltestellen. Chabad (Lubawitsch) wünscht allen Juden ein gutes und süsses Neues Jahr sowie das schnelle Eintreffen der Ge'ulah (messianischen Zeit).



Yom Kippur Shopping auf dem Machane Yehudah Markt





Jaffa Road / Jerusalem

Copyright / Photos: Miriam Woelke

Montag, September 24, 2012

"Wie die Engel" - Der höchste jüdische Feiertag YOM KIPPUR


B"H

Die zehn Tage (Aseret Yame'i Teshuva) zwischen dem Neujahrsfest Rosh HaShana und dem Versöhnungstag Yom Kippur sind jedesmal sehr emotional. An Rosh Hashana werden wir Juden für das Neue Jahr gerichtet und am Yom Kippur (vom morgigen Dienstag abend - Mittwoch abend) "unterschreibt" G - tt Sein Urteil (um es einmal bildlich darzustellen). 

Für die zehn Tage zwischen den beiden Feiertagen gilt allgemein die Regel, dass wir uns mit jeglichen Vergehen etwas zurückhalten sollten. Schließlich kann es ja durchaus sein, dass G - tt unser individuelles Schicksal noch nicht entschieden hat und so wollen wir Ihm dieser Tage zeigen, dass wir doch eigentlich gar nicht so schlecht sind. Demzufolge könnte Er bis Yom Kippur Seine Meinung über uns ändern und uns für ein positives Jahr ins "Buch des Lebens" eintragen. Auch beten wir innerhalb dieser zehn Tage weiter die Selichot - Gebete, um G - tt um Verzeihung zu bitten. 

Den Feiertag Yom Kippur begehen wir jedes Jahr am 10. des jüdischen Monat Tischre. Der 10. Tischre war der Tag, an dem Moshe mit dem zweiten Paar Gesetzestafeln vom Berg Sinai in das israelitische Lager zurückkehrte. G - tt hatte ihnen nach dem Vorfall mit dem Goldenen Kalb verziehen und Moshe, nachdem er die ersten Gesetzestafeln zerbrach, ein zweites Paar gegeben. In den Thora Parashot (Thoralesungen) "Acharei Mot" sowie in "Pinchas" trägt G - tt uns auf, diesem Tag auch weiterhin zu gedenken und ihn zu feiern. Somit ist der Yom Kippur ein biblisch - vorgeschriebener Feiertag.

Während an Rosh HaShana Juden und Nichtjuden gerichtet werden, betrifft der Yom Kippur einzig und allein nur für das jüdische Volk.


Bevor ich auf den eigentlich Feiertag eingehe, möchte ich einen Minhag (Brauch) beschreiben, der in den Tagen vor Yom Kippur von wesentlicher Bedeutung ist und der von jeher von Nichtjuden als antisemitische Hetze gegen Juden verwendet wurde. Vielleicht versteht ja nach dem Lesen des Artikels der ein oder andere den Minhag etwas besser. 

Beim dem Minhag handelt es sich um die "Kapparot". Nicht, dass mir jetzt sämtliche Tierschützer aufs Dach steigen und mir Tierquälerei vorwerfen, denn bei den Kapparot geht es vorwiegend um die rituelle Schlachtung eines Huhnes. Überall in jüdisch - relig. Wohngegenden sieht man in dieser Woche folgendes Schauspiel:
Juden gehen zu Ständen, an denen die Kapparot angeboten werden. Man zahlt einen Unkostenbeitrag, ein Religiöser nimmt ein Huhn und zirkelt dies 3 oder 7 Mal über unsere Köpfe hinweg. Die Anzahl von drei oder sieben kommt ganz auf den Brauch der jeweiligen Person an. Die Person spricht ein kurzes Gebet und danach wird das Huhn rituell geschächtet, heisst, es wird ihm mit einem kleinen Schächtmesser die Kehle durchgeschnitten. Es ist üblich für eine Frau eine Henne und für den Mann einen Hahn zu verwenden (siehe Kitzur Shulchan Aruch - Dine'i Yom Kippur). 

Der Brauch der Kapparot findet weder in der Thora noch im Talmud Erwähnung. Allerdings ist der Minhag sehr alt, denn schon im 9. Jahrhundert wurde er von Kommentatoren erwähnt. Hintergrund des Brauches ist die Symbolisierung des sogenannten Sündenbockes (Azalzel), ein Ritual, bei welchem der Hohepriester (Cohen HaGadol) in einer Tempelzeremonie einen Ziegenbock in die Wüste sandte. Symbolisch betrachtet transferieren wir unsere Sünden in das Huhn, welches für uns stirbt. Diese Meinung ist ausdrücklich nur Symbolik, und das eigentliche Ziel der Kapparot ist es, uns auf den Yom Kippur vorzubereiten, an dem wir G - tt um Verzeihung bitten. 

Nicht immer finden die Kapparot anhand eines Huhnes statt. Leute, die nicht unbedingt wollen, dass ein Huhn für sie stirbt, können sich darauf beschränken, nur einen bestimmten Unkostenbeitrag zu geben und bekommen dann ein kleines Zertifikat ausgestellt. Wieder andere geben nur Geld, aber zusätzlich wird ein Huhn über ihren Kopf gedreht, welches hinterher nicht geschächtet wird. Im Mittelalter lehnten so berühmte Rabbiner wie der Ramban und Rabbi Yosef Karo diese Zeremonie grundsaetzlich ab. Das sei alles dumm und erinnere an götzendienerische Rituale. Der große Kabbalist, Rabbi Yitzchak Luria, hingegen sah in den Kapparot eine immense kabbalistische Bedeutung. 

Wie dem auch sei, jeder kann für sich entscheiden, ob er Kapparot macht oder nicht. Ich selbst habe mich schon im vergangenen Jahr entschieden, dem Brauch mehrzu folgen und die Kapparot auszulassen. 

Den Kapparot in Jerusalem zu entkommen, ist unmöglich, denn in der ganzen Stadt stehen Stände. In Mea Shearim und neben dem Machane Yehuda Markt werden vor dem Feiertag täglich Tausende von Hühnern geschächtet und Geldstände sich ebenso zur Genüge vorhanden. Aber was passiert eigentlich danach mit all den toten Hühnern ? Hierzu gibt es unterschiedliche Bräuche. Manche nehmen das Huhn mit heim und essen es und wieder andere geben es als Spende an arme Leute.



Israelische Tierschützer protestieren jedes Jahr aufs Neue gegen den Kapparot - Brauch. Bisher brachten die Demos nichts ein, denn vor allem die Haredim (Ultra - Orthod.) sehen nicht ein, warum sie auf das Huhn verzichten sollten. Weiterhin seien die Kapparot mit einem Huhn kabbalistisch ggf. auf einem höheren Level.


Die Tierschützer

Photos Ynet


In Jerusalem ist schon gegen mittag Yom Kippur Stimmung. Die Geschäfte machen bereits gegen 14.00 Uhr dicht und jeder eilt nach Hause, um sich nicht übermässig anzustrengen und noch auszuruhen.




Leere Straßen am Yom Kippur.


Grundsätzlich gelten für diese 25 Feiertagsstunden fünf feste Regeln:

1. Nichts essen, denn an dem Tag sind wir wie die Engel, welcher keiner Nahrung bedürfen.
Diese Regel trifft nicht auf jene Menschen zu, die ernsthafte gesundheitliche Probleme haben. Auch Kleinkinder und schwangere Frauen sind von der Regel befreit.

2. Nichts trinken

3. Keinen Sex

4. Keine Lederschuhe tragen, denn die sind ein Zeichen für Bequemlichkeit. Innerhalb der vergangenen Jahre tat sich ebenso das "Problem" der CROCS auf. Sind die Crocs zu bequem am Yom Kippur ? Viele israelische Rabbiner sagen JA und man sollte auf sie verzichten.

5. Sich nicht duschen, waschen oder Deos bzw. Cremes verwenden.

Am Yom Kippur sollen auf alle weltlichen Bequemlichkeiten verzichtet werden und wir widmen uns G - tt, Der uns richtet. Neben diesen fünf Regeln gelten natürlich zusätzlich sämtliche Halachot wie für den Schabbat auch (kein Feuer anzünden, etc). 

Vor dem Fastenbeginn essen wir nochmals ausreichend bei einer speziellen Mahlzeit, die "Se'udat Mafseket" genannt wird. Diese Mahlzeit ist eine Mitzwa, auf die keinesfalls verzichtet werden sollte. 

Dieser Tage werden fast alle israel. Tageszeitungen ihre alljährlichen Empfehlungen für die Mahlzeiten ablassen. Was isst man am besten, wenn man danach 25 Stunden fastet ? Fleisch macht durstig und vegetarisch wäre besser. Sind Früchte und Obst angebracht ? Mein persönlicher Geheimtipp lautet immer Weintrauben und viel Wasser trinken. 

Nach dem Kerzenanzünden gehen wir in die Synagogen. Wer für verstorbene Angehörige eine Kerze (Ner Zikaron) zünden will, der sollte das vor den Kerzen für den Yom Kippur tun. 

Der Synagogenservice beginnt mit dem "Kol Nidre" und danach gehen wir über zum Abendgebet Ma'ariv. 

Der Tag darauf wird von nonstop Synagogendiensten bestimmt. Im Morgengebet Schacharit lesen wir bei der Thoralesung aus dem Buch Vayikra (Leviticus) 16:1 - 34 (Parashat Acharei Mot). Der Maftir wird aus Numeri (Sefer BaMidbar) 29:7 - 11 gelesen und die Haftarah (Lesung aus den Propheten) erfolgt aus Jesaja (Yeshayahu) 57 - 14, welche von der Umkehr zu G - tt handelt. 

Zum Nachmittagsgebet Mincha erfolgt die Thoralesung aus Vayikra (Leviticus) 18:1 - 30, in der es um verbotene sexuelle Beziehungen geht. Der Grund für diese Lesung ist, dass gerade aufgrund dieser Vergehen das jüdische Volk immer wieder aufs Neue ins Verderben fiel.



Die Haftarah (Lesung aus den Propheten) ist das Buch Jonah.
Ein jeder von uns kennt die Geschichte Jonah's, der vor G - tt flüchtete als ihm aufgetragen wurde, nach Ninveh zu gehen und die Stadt vor G - ttes Zorn zu warnen. Letzendlich landete Jonah im Bauch eines Fisches, bat G - tt um Verzeihung, wurde aus dem Fisch befreit und er ging nach Ninveh. 

Wir lesen das Buch Jonah am Yom Kippur, da das gesamte Buch natürlich mit Umkehr zu G - tt (Teshuva) zu tun hat. Ich war immer der Meinung, dass es reicht, einmal das Buch Jonah zu lesen und dann habe ich meine Message auf ewig. Dann fand ich zufällig den Kommentar des Vilna Gaon zum Buch Jonah und seitdem habe ich einen wesentlich anderen Zugang zum Buch. 

Der Vilna Gaon sieht die ganze Story nur als Metapher. Seiner Meinung nach ist die Person Jonahs nur ein Symbol für unsere eigene Seele, die im Paradies sitzt und von G - tt auf die Erde gesagt wird. Die Seele weigert sich natürlich, denn sie will nicht in einen irdischen Körper. Daher sagt der Vilna Gaon das der Körper hier von dem Schiff symbolisiert wird, auf das Jonah flüchtete. Der Körper kann alles andere als spirituell sein und geht gewöhnlich seinen weltlichen Verlangen nach. Der Fisch ist sozusagen das Grab und die Seele einer Person steigt auf (das trockene Land, auf welches Jonah gespiehen wurde). 

Nach dem Mincha - Gebet gehen wir über in das Ne'ilah - Gebet, welches recht kurz ist. Mittlerweile schauen schon alle auf die Uhr, wann das Fasten denn endlich vorbei ist. Das Ne' ilah ist die letzte Chance bevor die Himmelstore geschlossen werden und daher wird es im Englischen "Closing the Gates" genannt. 

Gleich anschliessend ertönt das Schofar und es darf nach Herzenslust gegessen und getrunken werden. Besonders emotional ist der Yom Kippur - Ausgang an der Klagemauer, wo Abertausende von Menschen versammelt sein werden. Damit nicht alle hungrig heimgehen, werden Gebäck und Getränke ausgeteilt. 

Bleibt noch zu erwähnen, dass zu Tempelzeiten ganz spezielle Yom Kippur - Riten im Tempel stattfanden. Es war der einzige Tag im Jahr, an dem der Hohepriester (Cohen HaGadol) das Allerheiligste (Kodesh HaKedoshim) betreten durfte. Er rief G - ttes richtigen Namen aus und bat für das jüdische Volk um Vergebung. Auch fand die berühmte Verlosung der zwei Ziegenböcke statt, von denen einer G - tt geopfert wurde und der andere dem sogenannten Azalzel, der schlechten Seite. 

Im Judentum haben wir eine absolut unterschiedliche Vorstellung von der schlechte Seite bzw. dem Satan. Der Satan ist keine Person, sondern unsere eigene schlechte Seite, die uns zum Sündigen veranlasst. Der "jüdische Satan", wenn ich das einmal so formulieren darf, wurde von G - tt selbst erschaffen. Er wollte, dass wir eine freie Wahl im Leben haben und dies wäre ohne negative Aspekte unmöglich. Im Talmud Bava Batra heisst es, dass G - tt nach der Ankunft des Meschiach die schlechten Veranlagungen in uns abschafft und wir nur noch Gutes tun werden.


BeShana HaBah Be' Yerushalaim - Im nächsten Jahr in Jerusalem - Nach der Ankunft des Meschiach.

Zom Kal und Gmar veChatimah Tova an alle Leser.

Ein leichtes Fasten und ein gnädiges G - ttesurteil an alle Leser.

צום קל וגמר וחתימה טובה

Mittwoch, September 19, 2012

Mea Shearim nach Rosh Hashana

B"H

Heute früh hatte ich etwas im ultra – orthodoxen Stadtteil Jerusalems, Mea Shearim, zu erledigen und auf meinem Weg durch den Stadtteil machte ich ein paar Photos. 

Rosh Hashana ist gerade einmal vorbei, Yom Kippur steht in der kommenden Woche an und in knapp zwei Wochen erst feiern wir Sukkot (das Laubhüttenfest). Der Kommerz um Letzteres ist jedoch schon in vollem Gange.



Kapparot Mitteilung an einer Hauswand

Zu den vor Yom Kippur traditionellen Kapparot gehe ich gesondert ein. Grob umschrieben handelt es sich um einen Brauch, den ein Jude entweder per Huhn oder mit Geld ausübt. Alles dient dazu, seine eigenen Vergehen zu bereuen und vor Yom Kippur vor dem G - ttesgericht positiver dazustehen. 



Sukkah in Yoel Street (Mea Shearim)



Am Kikar Supnik / Supnikplatz baut die chassidische Gruppe Dushinsky eine gigantische Sukkah.





Eine "Balkon" Sukkah (Laubhütte) zum anstehenden Sukkot (Laubhüttenfest) in Mea Shearim Street / Jerusalem






Die chassidische Gruppe GUR (jiddisch: Ger) hielt offenbar in ihrer Beit Midrasch (Lehrhaus) ein ziemliches wildes Rosh Hashana Festmahl ab. Jedenfalls wurde der Abfall auf dem Gehsteig gegenüber entsorgt.



Eine der vielen Sukkot (Laubhütten) der chassidischen Gruppe Gur in der Sefat Emet Street / Jerusalem.

Photos: Miriam Woelke

Montag, Oktober 10, 2011

Die Kapparot Rache


Gesehen auf Facebook

Donnerstag, Oktober 06, 2011

"Wie die Engel" - Der höchste jüdische Feiertag YOM KIPPUR



B"H

Die zehn Tage (Aseret Yame'i Teshuva) zwischen dem Neujahrsfest Rosh HaShana und dem Versöhnungstag Yom Kippur sind jedesmal sehr emotional. An Rosh HaShana werden wir Juden für das Neue Jahr gerichtet und am Yom Kippur (Freitag abend - Samstag abend) "unterschreibt" G - tt Sein Urteil (um es einmal bildlich darzustellen).

Für die zehn Tage zwischen den beiden Feiertagen gilt allgemein die Regel, dass wir uns mit jeglichen Vergehen etwas zurückhalten sollten. Schließlich kann es ja durchaus sein, dass G - tt unser individuelles Schicksal noch nicht entschieden hat und so wollen wir Ihm dieser Tage zeigen, dass wir doch eigentlich gar nicht so schlecht sind. Demzufolge könnte Er bis Yom Kippur Seine Meinung über uns ändern und uns für ein positives Jahr ins "Buch des Lebens" eintragen. Auch beten wir innerhalb dieser zehn Tage weiter die Selichot - Gebete, um G - tt um Verzeihung zu bitten.

Den Feiertag Yom Kippur begehen wir jedes Jahr am 10. des jüdischen Monat Tischre. Der 10. Tischre war der Tag, an dem Moshe mit dem zweiten Paar Gesetzestafeln vom Berg Sinai in das israelitische Lager zurückkehrte. G - tt hatte ihnen nach dem Vorfall mit dem Goldenen Kalb verziehen und Moshe, nachdem er die ersten Gesetzestafeln zerbrach, ein zweites Paar gegeben. In den Thoraparashot (Thoralesungen) "Acharei Mot" sowie in "Pinchas" trägt G - tt uns auf, diesem Tag auch weiterhin zu gedenken und ihn zu feiern. Somit ist der Yom Kippur ein biblisch - vorgeschriebener Feiertag.


Während an Rosh HaShana Juden und Nichtjuden gerichtet werden, betrifft der Yom Kippur einzig und allein nur für das jüdische Volk.



Bevor ich auf den eigentlich Feiertag eingehe, möchte ich einen Minhag (Brauch) beschreiben, der in den Tagen vor Yom Kippur von wesentlicher Bedeutung ist und der von jeher von Nichtjuden als antisemitische Hetze gegen Juden verwendet wurde. Vielleicht versteht ja nach dem Lesen des Artikels der ein oder andere den Minhag etwas besser.

Beim dem Minhag handelt es sich um die "Kapparot".Nicht, dass mir jetzt sämtliche Tierschützer aufs Dach steigen und mir Tierquälerei vorwerfen, denn bei den Kapparot geht es vorwiegend um die rituelle Schlachtung eines Huhnes. Überall in jüdisch - relig. Wohngegenden sieht man in dieser Woche folgendes Schauspiel:
Juden gehen zu Ständen, an denen die Kapparot angeboten werden. Man zahlt einen Unkostenbeitrag, ein Religiöser nimmt ein Huhn und zirkelt dies 3 oder 7 Mal über unsere Köpfe hinweg. Die Anzahl von drei oder sieben kommt ganz auf den Brauch der jeweiligen Person an. Die Person spricht ein kurzes Gebet und danach wird das Huhn rituell geschächtet, heisst, es wird ihm mit einem kleinen Schächtmesser die Kehle durchgeschnitten. Es ist üblich für eine Frau eine Henne und für den Mann einen Hahn zu verwenden (siehe Kitzur Shulchan Aruch - Dinei Yom Kippur) .

Der Brauch der Kapparot findet weder in der Thora noch im Talmud Erwähnung. Allerdings ist der Minhag sehr alt, denn schon im 9. Jahrhundert wurde er von Kommentatoren erwähnt. Hintergrund des Brauches ist die Symbolisierung des sogenannten Sündenbockes (Azalzel), ein Ritual, bei welchem der Hohepriester (Cohen HaGadol) in einer Tempelzeremonie einen Ziegenbock in die Wüste sandte. Symbolisch betrachtet transferieren wir unsere Sünden in das Huhn, welches für uns stirbt. Diese Meinung ist ausdrücklich nur Symbolik, und das eigentliche Ziel der Kapparot ist es, uns auf den Yom Kippur vorzubereiten, an dem wir G - tt um Verzeihung bitten.

Nicht immer finden die Kapparot anhand eines Huhnes statt. Leute, die nicht unbedingt wollen, dass ein Huhn für sie stirbt, können sich darauf beschränken, nur einen bestimmten Unkostenbeitrag zu geben und bekommen dann ein kleines Zertifikat ausgestellt. Wieder andere geben nur Geld, aber zusätzlich wird ein Huhn über ihren Kopf gedreht, welches hinterher nicht geschächtet wird. Im Mittelalter lehnten so berühmte Rabbiner wie der Ramban und Rabbi Yosef Karo diese Zeremonie grundsaetzlich ab. Das sei alles dumm und erinnere an götzendienerische Rituale. Der große Kabbalist, Rabbi Yitzchak Luria, hingegen sah in den Kapparot eine immense kabbalistische Bedeutung.

Wie dem auch sei, jeder kann für sich entscheiden, ob er Kapparot macht oder nicht. Ich selbst habe mich schon im vergangenen Jahr entschieden, dem Brauch nicht mehrzu folgen und die Kapparot auszulassen.

Den Kapparot in Jerusalem zu entkommen, ist unmöglich, denn in der ganzen Stadt stehen Stände. In Mea Shearim und neben dem Machane Yehuda Markt werden vor dem Feiertag täglich Tausende von Hühnern geschächtet und Geldstände sich ebenso zur Genüge vorhanden.
Aber was passiert eigentlich danach mit all den toten Hühnern ?
Hierzu gibt es unterschiedliche Bräuche. Manche nehmen das Huhn mit heim und essen es und wieder andere geben es als Spende an arme Leute.



Israelische Tierschützer protestieren jedes Jahr aufs Neue gegen den Kapparot - Brauch. Bisher brachten die Demos nichts ein, denn vor allem die Haredim (Ultra - Orthod.) sehen nicht ein, warum sie auf das Huhn verzichten sollten. Weiterhin seien die Kapparot mit einem Huhn kabbalistisch ggf. auf einem höheren Level.


Die Tierschützer

Photos Ynet


In Jerusalem ist schon gegen mittag Yom Kippur Stimmung. Die Geschäfte machen früh dicht und jeder eilt nach Hause, um sich nicht übermässig anzustrengen und noch auszuruhen.




Leere Straßen am Yom Kippur.


Grundsätzlich gelten für diese 25 Feiertagsstunden fünf feste Regeln:

1. Nichts essen, denn an dem Tag sind wir wie die Engel, welcher keiner Nahrung bedürfen.
Diese Regel trifft nicht auf jene Menschen zu, die ernsthafte gesundheitliche Probleme haben. Auch Kleinkinder und schwangere Frauen sind von der Regel befreit.

2. Nichts trinken

3. Keinen Sex

4. Keine Lederschuhe tragen, denn die sind ein Zeichen für Bequemlichkeit. Innerhalb der vergangenen Jahre tat sich ebenso das "Problem" der CROCS auf. Sind die Crocs zu bequem am Yom Kippur ? Viele israelische Rabbiner sagen JA und man sollte auf sie verzichten.

5. Sich nicht duschen, waschen oder Deos bzw. Cremes verwenden.

Am Yom Kippur sollen auf alle weltlichen Bequemlichkeiten verzichtet werden und wir widmen uns G - tt, Der uns richtet. Neben diesen fünf Regeln gelten natürlich zusätzlich sämtliche Halachot wie für den Schabbat auch (kein Feuer anzünden, etc).

Vor dem Fastenbeginn essen wir nochmals ausreichend bei einer speziellen Mahlzeit, die "Se'udat Mafseket" genannt wird. Diese Mahlzeit ist eine Mitzwa, auf die keinesfalls verzichtet werden sollte.

Dieser Tage werden fast alle israel. Tageszeitungen ihre alljährlichen Empfehlungen für die Mahlzeiten ablassen. Was isst man am besten, wenn man danach 25 Stunden fastet ? Fleisch macht durstig und vegetarisch wäre besser. Sind Früchte und Obst angebracht ? Mein persönlicher Geheimtipp lautet immer Weintrauben und viel Wasser trinken.

Nach dem Kerzenanzünden gehen wir in die Synagogen. Wer für verstorbene Angehörige eine Kerze (Ner Zikaron) zünden will, der sollte das vor den Kerzen für den Yom Kippur tun.

Der Synagogenservice beginnt mit dem "Kol Nidrei" und danach gehen wir über zum Abendgebet Ma'ariv.

Der Tag darauf wird von nonstop Synagogendiensten bestimmt. Im Morgengebet Schacharit lesen wir bei der Thoralesung aus dem Buch Vayikra (Leviticus) 16:1 - 34 (Parashat Acharei Mot). Der Maftir wird aus Numeri (Sefer BaMidbar) 29:7 - 11 gelesen und die Haftarah (Lesung aus den Propheten) erfolgt aus Jesaja (Yeshayahu) 57 - 14, welche von der Umkehr zu G - tt handelt.

Zum Nachmittagsgebet Mincha erfolgt die Thoralesung aus Vayikra (Leviticus) 18:1 - 30, in der es um verbotene sexuelle Beziehungen geht. Der Grund für diese Lesung ist, dass gerade aufgrund dieser Vergehen das jüdische Volk immer wieder aufs Neue ins Verderben fiel.



Die Haftarah (Lesung aus den Propheten) ist das Buch Jonah.
Ein jeder von uns kennt die Geschichte Jonah's, der vor G - tt flüchtete als ihm aufgetragen wurde, nach Ninveh zu gehen und die Stadt vor G - ttes Zorn zu warnen. Letzendlich landete Jonah im Bauch eines Fisches, bat G - tt um Verzeihung, wurde aus dem Fisch befreit und er ging nach Ninveh.

Wir lesen das Buch Jonah am Yom Kippur, da das gesamte Buch natürlich mit Umkehr zu G - tt (Teshuva) zu tun hat. Ich war immer der Meinung, dass es reicht, einmal das Buch Jonah zu lesen und dann habe ich meine Message auf ewig. Dann fand ich zufällig den Kommentar des Vilna Gaon zum Buch Jonah und seitdem habe ich einen wesentlich anderen Zugang zum Buch.

Der Vilna Gaon sieht die ganze Story nur als Metapher. Seiner Meinung nach ist die Person Jonahs nur ein Symbol für unsere eigene Seele, die im Paradies sitzt und von G - tt auf die Erde gesagt wird. Die Seele weigert sich natürlich, denn sie will nicht in einen irdischen Körper. Daher sagt der Vilna Gaon das der Körper hier von dem Schiff symbolisiert wird, auf das Jonah flüchtete. Der Körper kann alles andere als spirituell sein und geht gewöhnlich seinen weltlichen Verlangen nach. Der Fisch ist sozusagen das Grab und die Seele einer Person steigt auf (das trockene Land, auf welches Jonah gespiehen wurde).

Nach dem Mincha - Gebet gehen wir über in das Ne'ilah - Gebet, welches recht kurz ist. Mittlerweile schauen schon alle auf die Uhr, wann das Fasten denn endlich vorbei ist. Das Ne' ilah ist die letzte Chance bevor die Himmelstore geschlossen werden und daher wird es im Englischen "Closing the Gates" genannt.

Gleich anschliessend ertönt das Schofar und es darf nach Herzenslust gegessen und getrunken werden. Besonders emotional ist der Yom Kippur - Ausgang an der Klagemauer, wo Abertausende von Menschen versammelt sein werden. Damit nicht alle hungrig heimgehen, werden Gebäck und Getränke ausgeteilt.

Die Yeshiva Aish HaTorah veranstaltet zusammen mit Jeff Seidel's Jewish Student Information Center sowie dem kostenlosen relig. Hostel Heritage House ein Yom Kippur Programm. Zum Abschluß des Fastens findet ein "Break - Fast bei" Jeff Seidel statt. Dort gibt es Unmengen von Getränken, Beigels, Käse und Obst. Niemand bleibt ungesättigt und wir alle haben jedesmal das ganz besondere Gefühl, dass wir es tatsächlich durchgehalten haben und frei von jeder Sünde sind. Jedenfalls für kurze Zeit.

Bleibt noch zu erwähnen, dass zu Tempelzeiten ganz spezielle Yom Kippur - Riten im Tempel stattfanden. Es war der einzige Tag im Jahr, an dem der Hohepriester (Cohen HaGadol) das Allerheiligste (Kodesh HaKedoshim) betreten durfte. Er rief G - ttes richtigen Namen aus und bat für das jüdische Volk um Vergebung. Auch fand die berühmte Verlosung der zwei Ziegenböcke statt, von denen einer G - tt geopfert wurde und der andere dem sogenannten Azalzel, der schlechten Seite.

Im Judentum haben wir eine absolut unterschiedliche Vorstellung von der schlechte Seite bzw. dem Satan. Der Satan ist keine Person, sondern unsere eigene schlechte Seite, die uns zum Sündigen veranlasst. Der "jüdische Satan", wenn ich das einmal so formulieren darf, wurde von G - tt selbst erschaffen. Er wollte, dass wir eine freie Wahl im Leben haben und dies wäre ohne negative Aspekte unmöglich. Im Talmud Bava Batra heisst es, dass G - tt nach der Ankunft des Meschiach die schlechten Veranlagungen in uns abschafft und wir nur noch Gutes tun werden.


BeShana HaBah Be' Yerushalaim - Im nächsten Jahr in Jerusalem - Nach der Ankunft des Meschiach.

Zom Kal und Gmar veChatimah Tova an alle Leser.

Ein leichtes Fasten und ein gnädiges G - ttesurteil an alle Leser.

צום קל וגמר וחתימה טובה

Montag, Oktober 03, 2011

Bnei Brak, Machzor & Yom Kippur


 Kreuzung Ramat Gan / Bnei Brak

Photo: Miriam Woelke
B”H  

Nun sind sie da, die “Aseret Yame’i Teschuva – Die 10 Tage der Umkehr zu G – tt” zwischen Rosh Hashana und den am Freitag abend beginnenden höchsten jüdischen Feiertag YOM KIPPUR (Versöhnungstag). Viel Gefühl habe ich noch nicht entwickelt, denn ich bin täglich zu sehr mit der Arbeit beschäftigt. Heute aber machte ich eher Schluß und fuhr dann kurz darauf von Tel Aviv nach Bnei Brak. Mit dem Bus dauert das ca. eine halbe Stunde. Zuerst wird die Nachbarstadt Ramat Gan durchkreuzt und gleich anschliessend folgt Bnei Brak. 

Nicht alle Bewohner von Bnei Brak sind relig., doch existieren zahlreiche ultra – orthodoxe Stadtviertel, wie ich schon mehrmals andeutete.  Ich befinde mich momentan in einem Dilemma, denn bis zur letzten Minute werde ich nicht wissen, wo ich den Yom Kippur verbringe. Werde ich mit der Arbeit am Freitag rechtzeitig fertig und schaffe ich es, einen der letzten Busse nach Jerusalem zu erwischen, um den Fastentag in der Heiligen Stadt zu verbringen ? Schaffe ich es zeitlich nicht mehr, so bleibe ich in Tel Aviv. Mein Boss meinte aber, dass ich es zum Bus schaffen werden. Notfalls soll halt jemand anders für mich einspringen, damit ich zum Bus rennen kann. 

Die zweite Problematik war, dass ich immer noch ein paar meiner Bücher in Jerusalem habe. Darunter auch mein Yom Kippur Machzor (Gebetbuch zum Yom Kippur). Zeit, es abzuholen, habe ich vor dem Fastenbeginn nicht mehr und somit fuhr ich heute nach Bnei Brak, um mir kurzfristig ein neues Machzor anzuschaffen. Viel kostet es nicht, doch Bnei Brak kommt gerade recht, denn ich kaufe stets chassidischen Gebetbücher. Und so fand ich dann im vierten von mir angesteuerten Buchladen noch das letzte Machzor Nussach Sfarad. 

Bei Feiertagsgebetbüchern genau so wie bei den normalen Siddurim mit den regulären Wochentags – und Schabbatgebeten, bestehen starke Unterschiede in verschiedenen Riten. Chassidim fügen, zum Beispiel, kabbalistische Passagen in die Gebete mit ein. Vorweglich vom mittelalterlichen Kabbalisten Rabbi Yitzchak Luria. Ebenso beten wir einige Passagen des Baal Shem Tov. Viele chassidischen Gruppen besitzen ihre eigenen Gebetbücher und viele von Euch werden das auch von Chabad (Lubawitsch) kennen. Sephardische Juden beten fast dasselbe wie Aschkenazim, doch an den Feiertagen existieren Unterschiede. Das reine aschkenazische Gebetbuch enthält den regulären Gebetsritus, jedoch keine Zusätze aus der Kabbalah oder, wie bei den Sepharadim, Zusätze sephardischer Rabbiner. 

In Bnei Brak ein chassidisches Machzor zum Yom Kippur zu finden, erwies sich schwieriger als angenommen, denn die Mehrheit der Buchläden verkauft alles im Set und nur in wenigen Fällen Einzelausgaben. Da ich jedoch alle Machzorim für die Feiertage Pessach, Schavuot, Rosh Hashana, Yom Kippur und Sukkot besitze, brauche ich kein Set. Nur kurzfristig ein neues Machzor für den Yom Kippur. Im vierten Buchladen fand ich schliesslich ein Exemplar des “Machzor Rabbah” für 24 Schekel (ca. 5,50 Euro). 

Photos stelle ich morgen in den Blog, damit Ihr seht, wie so etwas eigentlich ausschaut. 

Wenn ich schon einmal in Bnei Brak bin, dann will ich mir doch gleich die momentan stattfindenden Kapparot ansehen. Juden wollen ihre Sünden vergeben wissen und viele schächten deswegen ein Huhn, welches vorher bezahlt und über den Kopf desjenigen Sünders geschwenkt wird. Ich mache dabei nie mit, weil ich das furchtbar finde. Tausende Hühner in Plastikboxen warten auf ihren Tod. Und der Gestank erst. 

Vor Jahren gab ich statt der Hühnerprozedur immer Geld, aber auch das stellte ich ein. Kapparot sind ein Brauch und viele Weisen lehnen ihn ab. In Bnei Brak dagegen wurde viel Posterwerbung betrieben, doch teilzunehmen und 36 Shekel (ca. 7 Euro) zu zahlen, um mit dem Geld armen Familien unter die Arme zu greifen. Letztendlich fand ich in Bnei Brak keinen Kapparotplatz und suchte auch erst gar nicht groß herum. Dafür kaufte ich ein paar billige Lebensmittel ein, denn in haredischen (ultra – orthodoxen) Gebieten liegen in vielen Geschäften die Preise wesentlich niedriger, da die Bewohner wenig Geld haben.

Kapparot in Jerusalem

B"H

Die Kapparot in den Tagen vor dem höchsten jüdischen Feiertag YOM KIPPUR haben eine mehr als tausendjährige Tradition. Allerdings sind sie nicht mehr als ein "Minhag - Brauch" und keinesfalls Halacha. Während viele bekannte Rabbiner wie der Ramban (Nachmanides) die Kapparot ablehnen und sogar als "dummen Brauch" betiteln, stehen andere Rabbiner voll und ganz hinter den Kapparot. In der Kabbalah, zum Beispiel, nehmen sie ein sehr wichtiges Spektrum ein und insbesondere aschkenazische Haredim (Ultra - Orthodoxe) ziehen die Hühner dem Geldgeben vor.

Hiermit sind wir beim Thema, denn die Kapparot können auf zweierlei Arten erfolgen:

1. Anhand von Geld.
In Israel wird an den unzähligen Kapparot - Ständen ein Mindestbetrag von 18 Schekel verlangt.

2. Anhand eines Huhnes (ca. 30 - 50 Schekel).
Weitere Erläuterungen HIER !


Vor genau einem Jahr war ich am Jerusalemer Machane Yehudah Markt unterwegs, um mir das "Kapparot - Treiben" anzusehen. 
Hier ein paar Impressionen:





Kapparot mit Geld



Vor dem Machane Yehudah Markt (in der Jaffa Road).


Kapparot mit Hühnern auf dem Schulhof der Etz Chaim Yeshiva am Machane Yehudah Markt / Jerusalem. 




Rituelle Schlachtung (Schächtung - Schechitah) des Kapparot - Huhnes durch den Schochet.







Die Hühner






Nach der Schächtung steckt der Schochet die Hühner in dieser "Löcher" zum Ausbluten und Sterben.


Photos & Copyright: Miriam Woelke


Links zu den KAPPAROT:


Mittwoch, September 15, 2010

Kapparot in Jerusalem

B"H

Die Kapparot in den Tagen vor dem höchsten jüdischen Feiertag YOM KIPPUR haben eine mehr als tausendjährige Tradition. Allerdings sind sie nicht mehr als ein "Minhag - Brauch" und keinesfalls Halacha. Während viele bekannte Rabbiner wie der Ramban (Nachmanides) die Kapparot ablehnen und sogar als "dummen Brauch" betiteln, stehen andere Rabbiner voll und ganz hinter den Kapparot. In der Kabbalah, zum Beispiel, nehmen sie ein sehr wichtiges Spektrum ein und insbesondere aschkenazische Haredim (Ultra - Orthodoxe) ziehen die Hühner dem Geldgeben vor.

Hiermit sind wir beim Thema, denn die Kapparot können auf zweierlei Arten erfolgen:

1. Anhand von Geld.
In Israel wird an den unzähligen Kapparot - Ständen ein Mindestbetrag von 18 Schekel verlangt.

2. Anhand eines Huhnes (ca. 30 - 50 Schekel).
Weitere Erläuterungen HIER !


In den vergangenen zwei Tagen war ich am Jerusalemer Machane Yehudah Markt unterwegs, um mir das "Kapparot - Treiben" anzusehen.
Hier ein paar Impressionen:





Kapparot mit Geld



Vor dem Machane Yehudah Markt (in der Jaffa Road).




Kapparot mit Hühnern auf dem Schulhof der Etz Chaim Yeshiva am Machane Yehudah Markt / Jerusalem. 




Rituelle Schlachtung (Schächtung - Schechitah) des Kapparot - Huhnes durch den Schochet.







Die Hühner






Nach der Schächtung steckt der Schochet die Hühner in dieser "Löcher" zum Ausbluten und Sterben.


Photos & Copyright: Miriam Woelke


Links zu den KAPPAROT: