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Donnerstag, September 08, 2011

Synagoge von RUZHIN - BOYAN in Jerusalem


Die Synagoge der chassidischen Gruppe RUZHIN - BOYAN (genannt: Die BOYANER) in Jerusalem. Mehr zu der im deutschsprachigen Raum eher unbekannten chassidischen Gruppe HIER !

Photo vom August 2011: Miriam Woelke

Samstag, Mai 21, 2011

Lag Ba'Omer in Meron & Chassidischer Tisch des Boyaner Rebben

B"H

Der Ruzhin - Boyaner Rebbe in Meron an Lag Ba'Omer 5770 / 2010

Sonntag, Oktober 10, 2010

Schabbat Teachings aus Tzfat (Safed)

B"H

Gemeindeleben, das ist es, was die Bewohner der Altstadt des nordisraelischen Zfat (Safed) hervorheben. Fast jeder kennt jeden, man hilft sich oder lässt den Mitmenschen, bei Bedarf, genauso in Ruhe. Jeder Bewohner von Zfat hat seine eigene Geschichte und viele davon sind mehr als interessant.

In der Tat ist die Stadt voll amerikanischer Neueinwanderer, welche sich vorwiegend in der Altstadt niedergelassen haben. Vielerseits relig. amerikanische Juden. Wer sich ausgerechnet in Zfat niederlässt, den erwartet eine relativ niedrige Miete, doch schlechte Jobaussichten, denn es herrscht tote Hose. Kleinstadt pur und das auch noch ohne Kino.

Im Mittelalter war die Stadt zusammen mit dem ca. 30 km entfernt liegenden Tiberias unten am See Genezareth (Kinneret) DAS Zentrum der Juden im damaligen Israel. Zfat tat sich durch seine berühmten Kabbalisten hervor. Rabbi Yitzchak Luria oder Rabbi Moshe Cordovero, zum Beispiel.

Am vergangenen Freitag traf ich gegen mittag in Zfat ein und bleibe hier für genau eine Woche im Hostel der chassidischen Gruppe Chabad.
Egal, ob der Schabbat frühzeitig einbricht (wie im Winter) oder später, die Geschäfte der Stadt sind schon kurz nach mittag geschlossen. Kleinstadtleben halt oder fast schon Dorf. Keineswegs zu vergleichen mit dem Treiben auf dem Jerusalemer Machane Yehudah Markt kurz vor Schabbateinbruch.

In der "Ascent" eigenen Synagoge hielten wir den "Kabbalat Schabbat Service" ab und erhielten hinterher Familien, bei denen wir zum Schabbatessen eingeladen waren. Kurz nach mittag geschah ein Wunder und es begann aus allen Eimern zu regnen. Ungewöhnlich früh im Oktober, aber Israel braucht dringend Regen. Mit dem Regen fiel auch gleich der Strom aus. Kleinstadtleben halt, wobei mich der Stromausfall sofort an meine alten Kibbutzzeiten erinnerte.

Zusammen mit drei weiteren Leutchen wurde ich zu einer Familie in der Altstadt entsandt. Es stellte sich heraus, dass die Familie neben der Synagoge der Lelover Chassidim wohnt und der Hausherr berichtete mir, dass einer der zwei Lelover Rebben aus Bnei Brak an diesem Schabbat in Zfat weile. Ich roch sofort einen chassidischen Tisch und wollte nach dem Essen unbedingt einmal in die Synagoge schauen.

Wir aßen unser Schabbatmahl und wieder begann es zu regnen. "Nur keine Sorge, sagten unsere Gastgeber, in Zfat regnet es zwar viel, doch nie besonders lange. Ihr kommt schon trocken nach "Ascent" zurück. Und so war es dann auch, obwohl der Strom wieder ausfiel und wir im Dunkeln über die kleinen Pflastersteine der Altstadt schwankten und in so manche tiefe Pfütze traten. Vorher jedoch warf ich einen Blick in die Lelover Synagoge, aber dort spielte sich nichts ab und die Chassidim schienen ebenso vor dem Regen nach Hause geflüchtet zu sein.

Unter anderem lernten wir, dass heute die Yahrzeit (Todesgedenktag) des ersten Rebben der Chassidut Ruzhin - Boyan ist. Rebbe Israel von Rizhin lebte seinerzeit in einem schlossähnlichen Gebäude und trug sogar goldene Schuhe. Allerdings hatte er die Schuhsohlen abgeschnitten, um wegen seines Reichtums nicht zu arrogant zu werden. Obwohl er für die Leute den Anschein erweckte, er sei unheimlich reich und trage seinen Reichtum zur Schau, so war er dennoch bescheiden und lief in Schuhen ohne Sohlen herum. Allerdings sei zu erwähnen, dass Rebbe Israel von Rizhin bis heute nicht unumstritten ist, denn die Polizei von Ruzhin (heute Ukraine) beschuldigte ihn am Tode von zwei jungen Männern beteiligt zu sein. Der Rebbe wurde verhaftet, doch entkam und liess sich in einer Nachbarland nieder.

An diesem gerade ausgeklungenen Schabbat lasen wir die Thora Parashat "Noach". Von der Flut und dem Turm von Bavel. Ein "Ascent" Chabad Rabbiner lehrte, dass das Wort "Teva - Arche" ebenso für "Wort" stehen kann. Noach sagte: "Kommt in meine Arche" und anders interprtiert kann dies genauso bedeuten: "Kommt zum Wort" - bedeutet "zur Thora, wo Ihr geschützt seid".

Eli Naiditch von "Ascent" hatte ein gutes und sehr hilfreiches Teaching bezüglich der Aliyah nach Israel parat. Er zitierte den Lubawitscher (Chabad) Rebben, der da seinerzeit sagte, dass ein Jude bei seiner Einwanderung nach Israel nicht nur materielle Theorien im Kopf haben sollte. Die Aliyah verlange gleichsam eine spirituelle Vorbereitung. Nicht immer sollen Neueinwanderer auf ihr materielles Wohl schauen und an allem herummäkeln, wenn es einmal nicht so gut läuft und sie anderes aus ihrem vorherigen Heimatland gewohnt sind. Vielmehr soll jeder Neueinwanderer ebenso die Qualitäten und positive Aspekte Israels erkennen. Nur so wird ein Neueinwanderer richtig glücklich.

Sonntag, Januar 31, 2010

Ruzhin - Boyan: Hachnasat Sefer Thora in Beit Shemesh

B"H

Die Chassidut Ruzhin - Boyan weihte in der vergangenen Woche eine neue Thorarolle in ihrer Synagoge in Beit Shemesh ein. Auf Hebräisch heisst diese Einweihungszeremonie "Hachnasat Sefer Thora".



Der Boyaner Rebbe Nachum Dov Brayer mit der neuen Thorarolle.


Sämtliche Photos können HIER angeschaut werden !

Donnerstag, August 28, 2008

Feiern in Ruzhin - Boyan

B"H

Der Terminkalender für diesen anstehenden Schabbat in der chassidischen Gruppe Ruzhin - Boyan in Ge'ulah (Jerusalem):

http://chassidicstories.blogspot.com/2008/08/feiern-in-ruzhin-boyan.html

Wer Fragen zur Chassidut Ruzhin - Boyan hat, kann mich diese bis Sonntag wissen lassen, denn dann treffe ich einen der Chassidim zum Interview !!!

Entweder hier im Blog oder per e - mail:
miriamwoelke@gmail.com

Sonntag, August 24, 2008

Feste und Kopfbedeckungen

B"H

Normalerweise herrscht in den Sommermonaten alljährlich Ruhe, denn die Yeshivot (relig. Schulen) haben geschlossen, viele Haredim (Ultra - Orthod.) sind im Urlaub und die chassidischen Rebben befinden sich ebenfalls auf Tour. An diesem Schabbat jedoch war alles etwas anders, denn die chassidische Gruppe Ruzhin - Boyan feiert am Dienstag die Hochzeit eines Sohnes ihres Rebben. Und somit gab es am Schabbat einen Aufruf; heißt, der Bräutigam wurde zur Thora aufgerufen. Leider verpaßte ich die gesamte Zeremonie um weniger als fünf Minuten. Das kommt davon, wenn man am Abend zuvor zu lange beim Schabbatdinner sitzt und am Morgen danach nicht aus dem Bett kommt.

Nach dem Synagogenservice gaben die Boyaner ein riesen Festmahl im Erdgeschoß ihrer Synagoge und einige Frauen halfen emsig beim Tischdecken. Bisher war ich bei den Boyanern nur bei einem einzigen chassidischen Tisch des Rebben gewesen, doch dort hatte ich sofort jene Dame kennen gelernt, die anscheinend die gesamte Frauenempore unter sich hat. Das war vor ca. einem Monat und am Schabbat traf ich besagte Dame wieder. Sie kam gleich auf mich zu, schüttelte meine Hand und war sofort wieder auf und davon, denn schließlich war sie beim Tischedecken voll im Einsatz.
Die Synagoge der Boyaner war bis zum letzten Platz gefüllt; nicht nur mit Boyanern, sondern es waren auch Chassidim anderer Gruppen anwesend. Darunter erstaunlich viele Karliner, in deren Synagoge ich am Freitag abend zum Schabbatg - ttesdienst war.

Das einzige Problem bestand darin, dass ich mich bei den Boyanern nicht lange aufhalten konnte, denn ich hatte eine Einladung zum Mittagessen im benachbarten Mea Shearim. Und so verpaßte ich leider den gesamten Festschmaus im Untergeschoß.

Jedesmal wenn ich bei besagter Family in Mea Shearim eingeladen bin, bittet mich die Gastgeberin mindestens zwanzig Mal, nicht ihren Namen bzw. Lokalität oder Gruppe im Internet zu nennen. Daran halte ich mich, dennoch kann ich sagen, dass sie gerade zum Schabbatmittagessen kaum Gäste von außerhalb hatte, sondern fast nur ihre eigene Family war zu Besuch. Die Familie lebt in einem der vielen Mea Shearimer Hinterhöfe. Viele Leute fragen ab und an nach, ob das weitgehend chassidische Mea Shearim Gäste am Schabbat aufnimmt. Nach längerem Umhören fand ich heraus, dass dem so ist und zahlreiche Familie Leute einladen. Allerdings fast nur solche Gäste, die in Yeshivot oder relig. Seminaren lernen. Nichtjuden haben, soweit mir bekannt ist, absolut keine Chance mehr. Dies war früher etwas anders, doch gab es mit der Nachbarschaft Ärger oder die Gäste benahmen sich daneben. Mit den Nachbarn deshalb, weil allgemein die Befürchtung herrscht, dass da eventuell christl. Missionare herumschleichen und sich an die chassidischen Kinder heranmachen, wie es schon einige Male vorgekommen ist. Kurz gesagt benötigt man jedoch auch als Jude einige Beziehungen, um eingeladen zu werden.

Bei besagter Familie sitzen wir in zwei Räumen, je nach Männlein und Weiblein getrennt. Klingt vielleicht radikal, doch es hat seine Vorteile, weil man nicht dauernd von heiratswilligen Männern angestarrt wird und diese einem auf den Geist gehen. Unweigerlich wurde ich dann im Laufe des Mittagessens Zeuge einer für Mea Shearim anscheinend alltäglichen Diskussion. Die mir gegenübersitzende Gastgeberin sowie eine neben mir sitzende ältere Dame (die Enkelin eines berühmten Rabbiners) begannen eine für mich fremd klingende Diskussion. Ganz offen erzählten sie mir von ihren Kopfbedeckungen. Jede verheiratete, geschiedene oder verwitwete orthodoxe Jüdin bedeckt ihre Haare. Dies geschieht aus Anstandsgründen und man könnte jetzt lange diskutieren, ob dies in der Thora verankert ist und wie eine optimale Kopfbedeckung ausschaut.

Die Gastgeberin teilte offen und ehrlich mit, dass sie ihre Haare abrasiere. Dies geschehe ca. alle zwei Wochen, sobald diese nachwachsen. Den Brauch habe sie so von ihrer Mutter gelernt und ihn übernommen. Über ihr fast kahles Haupt setze sie eine Haube und darauf die Perücke.

Ich dachte bei der Beschreibung ziemlich praktisch und fragte, ob das denn nicht zu warm sei. "Nein, gaben beide Frauen wie aus der Pistole geschossen zurück. Nein, überhaupt nicht".
Weiter meinte die Gastgeberin, dass nur ein Schmattes (Tuch) um den Kopf für sie aus fehlenden Anstandsgründen nicht in Frage komme, denn soetwas könne verrutschen. Ein Perücke hingegen weniger. Und um ganz auf koschere Nummer Sicher zu gehen, sei ihr Perückenhaar aus synthetischen Haaren hergestellt. "Das sei wie Seide", meinte sie.

Die neben mir sitzende Dame fügte hinzu, dass sie ja nur mit dem Tuch um den Kopf herumlaufe. Das reiche doch aus und außerdem haben einige Frauen nun einmal einen Kopf wie für das Tuch gemacht. Vor allem diejenigen mit runder Gesichtsform. Denen stehe doch gar keine Perücke.

Die Diskussion ging einige Zeit so weiter und beide Frauen zeigten Angst, dass die jüngeren Generationen sich nicht mehr unbedingt an die alten Traditionen halten könnten. Und wie sagte der große Rabbiner Chatam Sofer schon: "Alles Neue und jegliche Änderungen sind abzulehnen".

Vier Stunden dauerte unsere Mittagsdiskussion, wobei es überwiegend um chassidische Gruppen ging. Wie gehe man als Frau mit den Traditionen und der Männerwelt um ? Aber genauso ging es um Schidduchim (Ehepartnesuche) und wie diese in Mea Shearim bzw. innerhalb verschiedener chassidischer Gruppen von statten gehen. Kurz gesagt, unbeschreiblich viel Stoff für mich, welchen ich erst einmal verarbeiten muß.

Wenn alles nach Plan verläuft, werde ich im September zu einigen weiteren Mea Shearim – Familien gehen und an den anstehenden hohen Feiertagen bin ich ebenso eingeladen. Gerade an den Sukkot (Laubhütten - ) – Feiertagen ist in Mea Shearim viel los und die Hauptstraße sowie der lokale Markt werden nach Geschlechtern getrennt.

Und was sagen die Chassidim, wenn sie erfahren, dass ich über ihre Belange schreibe ?

Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus. Eine anfängliche Ablehnung bzw. bestehende Zweifel konnte ich zwar nicht immer vollständig aus dem Weg räumen, doch findet man sich irgendwie mit dem Thema ab. Außerdem gebe ich zwei wichtige Punkte zu bedenken, die mehr als plausibel klingen. Im Endeffekt sind viele neugierig, wie die Leserreaktion ausfällt und wie andere chassidische Gruppen reagieren.

Freitag, August 22, 2008

Back to Normal !

B"H

Nach all den Aufregungen dieser Woche, International Bloggers Convention hin oder her, dürfen wir eines nicht aus den Augen verlieren: Nämlich die Realität, dass der Schabbat naht.

Noch ist August und die Mehrheit der chassidischen Rebbes befindet sich noch mindestens eine Woche im Urlaub oder auf der Jagd nach Spenden für die eigene chassidische Gruppe. Daher ist derzeit etwas Leerlauf. Aber nichtsdestotrotz gehe ich heute abend zum Kabbalat Schabbat (Schabbatg - ttesdienst) in die Synagoge der chassidischen Gruppe Karlin - Stolin in Mea Shearim.

Morgen früh dann ist ebenso Synagogen - Time; und das bei den Boyanern, denn die feiern einen "Aufruf".

Das jiddische Wort "Aufruf" steht für den Thoraaufruf eines Bräutigams am Schabbat vor seiner Hochzeit. Traditionell werfen die Frauen und Mädels dabei jedesmal Süssigkeiten hinab auf die Männerseite, wo alle kleinen Jungen begeistert alles aufsammeln.

Und in der kommenden Woche gibt es dann eine große Hochzeit in der chassidischen Gruppe Ruzhin - Boyan, denn ein Sohn des Rebben heiratet.

Schabbat Schalom an alle Leser !!!

Und wer Lust hat, kann einmal auf FACEBOOK vorbeischauen und an etwaigen Diskussionsrunden teilnehmen.
Search for: "Freunde von Hamantaschen" (aber nicht nur Freunde sind gemeint :-))))

Sonntag, Juli 27, 2008

Chassidischer Tisch bei Ruzhin - Boyan

B"H

Einen mehr als ausführlichen Bericht zu unserem letzten Besuch bei einem chassidischen Tisch am Schabbat gibt es hier zu lesen:

http://chassidicstories.blogspot.com/2008/07/chassidischer-tisch-bei-ruzhin-boyan.html

Donnerstag, Juli 24, 2008

Schabbat bei Ruzhin - Boyan

B"H

An diesem Schabbat werde ich in Jerusalem sein, wo ich am Freitag abend (Erev Schabbat) an einem Tisch des Rebben der chassidischen Gruppe Ruzhin - Boyan teilnehme.

Schon viel wurde mir über die Boyaner berichtet und, Dank Internet und Blog, habe ich einen Chassid von dort kennen gelernt. Also kann ich demnächst ausführlich berichten.



Die Synagoge der Boyaner in Ge'ulah / Jerusalem