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Dienstag, September 11, 2012

Honigkuchen zum Rosh Hashana


B"H

Am Abend des 16. September beginnt diesmal das jüdische Neujahrsfest Rosh Hashana und traditionell wird zum Fest selber sowie vorher Honigkuchen serviert.

Warum ausgerechnet HONIGKUCHEN und Honig ?
Weil wir auf ein süsses Neues Jahr 5773 hoffen !


Gutes Gelingen beim Honigkuchenbacken zum Festtag !


- 6 Eiweiß


- Eine halbe Tasse Zucker


- Beides zusammen schaumig schlagen


Ein Eigelb mit einer halben Tasse Honig vermischen und etwas Vanille dazugeben. Außerdem kann noch etwas Zitronensaft hinzugefügt werden. Alles zusammen schaumig schlagen. Dann eine Tasse Mehl sowie das schaumig geschlagene Eiweiß mit dem Zucker hinzugeben.


Den Teig bei 180 Grad 20 - 30 Minuten lang backen.


Würde mich freuen Eure Reaktionen zu hören.
Ist der Kuchen zu essen oder nicht ?



Dienstag, August 28, 2012

Rosh Hashana Einkäufe

B"H

Am Abend des 16. September 2012 beginnt dieses Mal das jüdische Neujahrsfest Rosh Hashana und damit treten wir, lt. dem jüdischen Kalender, in das Jahr 5773 ein. Viel viel mehr zum Fest gibt es in dieser Zeit vor dem Fest auf diesem Blog ! 

Mal kurz nachgefragt: Haben die jüdischen Leser unter uns schon mit den materiellen Vorbereitungen begonnen ? Außer all der Teschuwa (Umkehr zu G – tt) und den speziellen Gebeten geht es genau so um das leibliche Wohl und die Sitzplatzreservierung in vielen Synagogen. Einkaufen, Planen, Kochen, Putzen, eventuell Gäste einladen. Immerhin dauert Rosh Hashana von Sonntag abend bis Dienstag abend (16. – 18. September 2012). 

Bei mir selbst schaut es so aus, dass ich eingeladen bin, aber auch ein paar Leute zu mir daheim zum Essen einlade. Und das Putzen, Einkaufen und Kochen bleibt mir eh nicht erspart. 

Hier eine kleine Liste vorab. All die Dinge, die man zum Rosh Hashana unbedingt braucht:


Honig, Honig, Honig.

Der Honig gehört zur Grundausstattung und in ihn dippt man Apfelstücke sowie die Challah (Festtagsbrot). Die Tradition besagt, dass wir ein gutes und süßes Neues Jahre haben wollen und was bietet sich da besser an als Honig ? 



Neue Schuhe für die haredische (ultra – orthodoxe) Damenwelt von Bnei Brak. Dort jedenfalls entstand das Photos. 

Neben dem Honig werden im Vorfeld neue Klamotten sowie Schuhe zum Fest gekauft. Wer sich dies nicht leisten kann, muss nicht unbedingt mitmachen.



Igitt. Ebenfalls zum Mahl an Rosh Hashana gehört entweder ein Fisch – oder ein Schafskopf. Wer will, der kann sich ein wenig Fleisch aus den Köpfen picken, denn schliesslich wollen wir im Neuen Jahr vorne mit dabeisein und nicht hinten anstehen. Aus diesem Grund steht meist ein Fischkopf auf dem Tisch, wobei viele Anwesende nicht immer davon essen.:-)

Photos: Miriam Woelke

Donnerstag, Mai 24, 2012

Kein Friedhof, sondern Käse aus Zfat / Nordisrael

B"H

An diesem Nachmittag machte ich mich auf den Weg zum berühmten Friedhof in Zfat. Zu den Gräbern vieler mittelalterlicher Kabbalisten sowie weiterer berühmter Rabbis. Die Sonne brannte vom Himmel und es so richtig heiss.

Als ich meinen Weg durch die Gassen der Altstadt suchte, stand ich plötzlich vor der Niederlassung einer der beiden lokalen Käseproduzenten namens "Kadosh Cheese". Die Tür stand weit offen und ich erwartete einen Laden vorzufinden. Stattdessen stand ich in einer Küche mit einem großen Holztisch in der Mitte. Bei Kadosh lud man die Kundschaft zum Sitzen, Kaffeetrinken und Käseprobieren ein. Alle Anwesenden wurden mit hausgemachtem Käse vollgestopft und natürlich wurde viel gekauft. 

Käse, Käsekuchen, Eiscreme und sämtliche Milchprodukte sind ein wichtiger Brauch am Samstag abend beginnenden Schavuot. SCHAVUOT der Feiertag des Milchprodukte. Für den Grund dafür gibt es allerlei unterschiedliche Kommentare. Einer davon lautet, dass als die Juden am Berg Sinai von G – tt die Thora erhielten, sie danach erst Schächtmesser herstellen mussten. Die Thora schrieb das Schächten koscherer Tiere bevor, bevor das Fleisch verzehrt werden durfte. Wie sollte das genau geschehen und welche Instrumente (z.B. Messer) waren dafür nötig ? All das bedurfte einer gewissen Vorbereitung und Herstellung und bis dahin beschränkten sich die Juden darauf, Milchprodukte zu essen. Indem wir ebenso an Schavuot Milchprodukte essen, erinnern wir an die Vergabe der Thora. Wer dieser Tage auf israelische Märkte geht, der sieht lange Schlangen vor Käseständen. Käse, Käsekuchen, Yoghurts … all das findet reissenden Absatz. 

Nachdem ich bei Kadosh war, bin ich bestens mit frischem Käse versorgt. Danach strich ich meinen Friedhofsbesuch, denn ich musste zu meiner Unterkunft, um den Käse in den Kühlschrank zu packen. Klar, dass ich auch etwas probierte, aber für Schavuot in Jerusalem bleibt immer noch genug übrig.

Morgen früh kehre ich aus Zfat nach Jerusalem zurück und ich hoffe nur, dass mit dem Käsetransport alles klargeht und nicht rumschmiert. Nach Schavuot am Sonntag abend, beginnt eine ereignisreiche Woche. Am Montag muss ich wegen meines kaputten Meniskus in eine Klinik und gleich darauf beginnt mein Umzug in die neue Wohnung in Jerusalem. 

Allen Leser wünsche ich jetzt schon einmal ein tolles Schavuot, Chag Sameach, einen schönen Feiertag & Schabbat Schalom !



Ein Camembert



Cremiger Ziegenkäse



Photos: Miriam Woelke

Montag, April 02, 2012

Pessach - Vorbereitungen in Jerusalem

B"H

Heute verbrachte ich einige Stunden in Jerusalem und machte dabei ein Photos, die zeigen, wie sehr die Stadt mit den Vorbereitungen für das am Freitag abend beginnende siebentägige Pessach (Passover) beschäftigt ist. Jerusalem ist anders und steht ein jüdischer Feiertag an, dann kommt Atmosphäre auf. Eine Atmosphäre, die in unserem Land einmalig ist.


Einkauf auf dem Jerusalemer Machane Yehudah Markt.




Nusskekse, die nur an Pessach verkauft werden. Mir schmecken sie total gut, doch an Pessach selbst sind sie für aschkenazische Juden KIDNIYOT. Bedeutet, sie werden, aufgrund ihrer Zutaten, nicht gegessen. Sephardische Juden hingegen essen sie sehr wohl, denn die Sepharadim kennen den Brauch der Kidniyot (keine Hülsenfrüchte an Pessach) nicht.



Diese Kekse werden von allen gegessen und sind Kidniyot - frei. Kokoskekse, die ich einfach nur trocken und widerlich finde. Aber wem es schmeckt ...




Unterschiedliche Mazzot im Machane Yehudah Markt



Aufgrund des hohen Preise essen viele Familien nur bei der Pessach Seder (am Freitag abend) handgemachte Mazzot. An den anderen Pessach – Tagen werden die billigeren maschinengefertigten Mazzot verzehrt.



 Wer noch Chametz (verbotenes Getreide / Getreideprodukte an Pessach) daheim hat und es nicht wegwerfen will, der kann es an allen möglichen Stellen symbolisch verkaufen. Mehrere haredische (ultra - orthodoxe Juden) boten heute auf dem Machane Yehudah Markt den Verkauf des Chametz an und das obere Bild zeigt ein Poster zum Verkauf. Das Poster ist von der chassidischen Gruppe Belz.



Jeder Jude soll eine Pessach Seder haben und die oberen beiden Poster mit den Telefonnummern bieten bedürftigen Juden Essen zur Seder. 



Am Schabbat Square bei Mea Shearim heute morgen. 

Copyright / Photos: Miriam Woelke

Dienstag, März 27, 2012

Koschere Nudeln für Pessach

B"H

Vor noch nicht allzu langer Zeit regten wir uns alle noch auf, dass an Pessach keine Nudeln verzehrt werden dürfen. Als Weizenprodukt sind Nudeln an den sieben Pessachfeiertagen CHAMETZ. Bedeutet, sie gehören in die Kategorie verbotenes Getreide an Pessach. Wie bekannt ist es Juden an Pessach untersagt, Getreideprodukte wie Hafer, Spelt, Roggen, Weizen oder Gerste zu verzehren. Alles daraus Erzeugte gilt als CHAMETZ und somit verboten. Für aschkenazische Juden bleibt an Pessach eh nicht viel zum Essen übrig außer Fisch, Fleisch, Kohl, Kartoffeln, Karotten, Eier oder Zwiebeln. Sephardische Juden hingegen kennen all die aschkenazischen Bräuche nicht und essen teilweise Reis. Aschkenazen ist der Reisverzehr an Pessach lt. eines mittelalterlichen Brauches untersagt, sephardische Juden hingegen essen Reis. Darunter Kurden, Perser oder Iraker. Marokkaner essen teilweise keinen Reis an Pessach. Ferner ist es sephardischen Juden erlaubt, Kidniyot zu essen. In diese Kidniyot – Sparte fallen insbesondere Hülsenfrüchte wie Mais, Erbsen, Bohnen, Humus aus Kichererbsen und alles, was aus diesen Lebensmittel hergestellt wurde. Auch die Kidniyot gehen auf einen Brauch zurück. Nach all den Beschwerden des Essensmangel aschkenazischer Juden, existiert seid Jahren Kuchen, der an Pessach erlaubt ist, denn er ist mit Mazze – oder Kartoffelmehl gebacken. Koscher für Pessach also.

Als ich heute abend im Supermarkt einkaufte, sah ich doch glatt koschere Nudeln für Pessach ! Wie das ? Indem sie aus Reis angefertigt worden sind. Reis wiederum bedeutet Kidniyot und nur sephardische Juden kommen in den Genuß. Allerdings sah ich ebenso koschere Nudeln für Pessach ohne Kidniyot – Zusätze.

Hier ein paar Einkaufsimpressionen von heute abend. 
Ort: Der MEGA Markt in der Dizengoff Street / Ecke Pinsker in Tel Aviv.


Koscher für Pessach !



Koschere Nudeln für Pessach



Mit Kidniyot und hergestellt aus Reis.



Für die Suppe und koscher für Pessach.



Wein für die Pessach Seder



Mazzot



Kekse koscher für Pessach. Vorwiegend aus Kartoffelmehl gebacken.

Photos: Miriam Woelke

Kein Zweifel: Pessach ist einer der teuersten jüdischen Feiertage und viele jüdische Familien in Israel können sich das kostspielige Essen einfach nicht leisten und sind daher auf Geld – und Essensspenden angewiesen. Einschliesslich vieler haredischer (ultra – orthodoxer) Familien in Mea Shearim sowie in Bnei Brak.
Eine dieser Spendenorganisationen ist die im ultra – orthodoxen Mea Shearim (Jerusalem) anzutreffende: "LINAT HA'CHESED" der chassdischen Gruppe Toldot Avraham Yitzchak. Vor zwei Jahren war ich dort und interviewte einige der Chassidim.

Link: 

Dienstag, März 13, 2012

Honig ist 1/60 vom Manna

B"H 

Die Gemara (rabbinische Diskussion) des Talmud Traktates Berachot 57b lehrt, dass Honig 1/60 vom biblischen "Manna (Man)" in der Wüste ist. Das 2. Buch Mose (Sefer Schmot, Exodus) 16:31 beschreibt das "Man" als weisse, süßlich schmeckende, runde sowie korianderähnliche Substanz, welches da vom Himmel fiel und die Israeliten ernährte. Ferner definiert die Thora das Man "wie ein Kuchen in Honig gebacken". 

Was also bedeutet das Statement der Gemara: "Honig sei 1/60 des einstigen Man" 

Die Talmudkommentatoren Raschi und Maharsha sehen den Zahlenwert 1/60 nicht als präzise Zahlenangabe. Die Zahl 60 werde im Talmud oftmals symbolisch benutzt, um eine große Nummer darzustellen. Honig besitzt also einen bestimmten Geschmacksanteil des einstigen Man (Manna). Selbst wenn dieser Anteil nur sehr gering sein sollte, reicht er dennoch aus, einem Ganzen ein Quentchen Geschmacksanteil zu verleihen.

Freitag, März 02, 2012

Olivenöl = Weisheit


Olivenölstand im Jerusalemer Machane Yehudah Markt. 

Photo: Miriam Woelke
B"H

Im Judentum symbolisiert reines Olivenöl stets die Weisheit (Chochmah). 

Davon einmal abgesehen: Bei mir in der Küche spielt sich kein Gericht ohne reinem Olivenöl ab ! Jeden Monat gebe ich für eine Flasche "Katit" (reines Olivenöl) recht viel Geld aus. Olivenöl gehört zur Küche des Nahen Ostens genau so wie der Humus (Kichererbsenbrei), der Reis oder das Huhn.

Mittwoch, Februar 29, 2012

Backrezept zu Purim - HAMANTASCHEN




B"H
 
Am 08.03. bzw. am 09.03.  feiern wir PURIM und hier vorab schon einmal ein Backrezept für die traditionellen HAMANTASCHEN:

1 kg Zucker

2 kg Margarine / Mazola

10 grosse Eier

1 Teelöffel Vanille

Alles gut durchrühren und dann 3 kg Mehl hinzufügen.

Füllungen: Dattelcreme, Mohn, Käse, Schokolade, Marmelade oder Nussfüllung, etc.



Gutes Gelingen !!!

Geheimtipp: Auf einer haredischen (ultra - orthodoxen) Site las ich gerade, dass der neueste "Schrei" Hamantaschen mit Rosinen - Mandel - Füllungen sind. Aber eigentlich sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Donnerstag, Februar 16, 2012

Was trank Adam HaRishon ?

B"H

Das Buch "Sefer Seder HaDorot" lehrt, dass Adam HaRishon (Adam) sowie die nachfolgenden Generationen bis zu Noach (vor der Flut), ausschliesslich Wasser tranken. Der MAHARAL, Rabbi Yehudah Loew ben Bezalel von Prag (1520 - 1609), fügt jedoch hinzu, dass man damals neben dem Wasser auch Milch trank.

Montag, Februar 13, 2012

Bier zu talmudischer Zeit

B”H

Vor längerer Zeit beschrieb ich einmal anhand des Talmud “Kutach”, eine antike Mahlzeit aus Babylon. Der Talmud Traktat Pesachim 42a lehrt uns aber auch wie in der Antike Bier gebraut worden ist. Da wurde, zum Beispiel, das Standardbier aus einem Gebrau von Datteln hergestellt. Datteln pur und ohne jede Zusätze !

An anderer Stelle lehrt der Talmud, dass ein Cohen (Tempelpriester), welche eine bestimmte Art von Datteln zu sich genommen hatte, nicht seinen Tempeldienst ausüben durfte, denn er galt als betrunken. Daher wissen wir, dass es offenbar eine Dattelart gab, die selbst beim Essen eine Art Rausch hervorrief. 

Die Midianiter hingegen stellten ihr Bier aus Wasser und Gerstenfragmenten her. Die alten Ägypter brauten ihr Bier teils aus Gerste oder Weizen, Salz und Saflor.

Dienstag, Januar 24, 2012

Fische müssen koscher sein


 Fisch gebacken in Kokosnussmilch


B”H 

Im 3. Buch Moses (Leviticus – Sefer Vayikra) gibt G – tt den Juden die Kaschrutgesetze, denn Er will, dass Sein Volk nur koscheres Essen zu sich nimmt. In Vayikra (Leviticus) 11:9 heisst es, dass alle Fische, die Schuppen und Flossen besitzen, koscher sind und wir sie verzehren dürfen. Weiter heisst es in  Vayikra 11:10, dass jene Meereslebewesen, die weder Flossen noch Schuppen besitzen, nicht koscher und somit nicht gegessen werden dürfen. 

Was aber ist, wenn ein Fisch entweder nur Flossen oder nur Schuppen besitzt ? Ist er dann trotzdem koscher oder doch nicht ? 

Die Mischna (G – ttes mündliche Gesetzesüberlieferung am Berg Sinai) im Talmud Traktat Chullin 66 legt fest, dass ein Fisch Schuppen UND Flossen haben muss, um als koscher zu gelten. Rabbinische Zusatzkommentare diskutieren, u.a., die Bedeutung der Schuppen. Beispiel: Vor dem Verzehr sollten die Schuppen mit einem Messer entfernt werden. Gesetz dem Fall, dass die Schuppen Bestandteil des Körpers sind und sich somit nicht mit einem Messer abkratzen lassen, ist es fraglich, ob diese Schuppen dann wirklich als Schuppen gelten und der Fisch damit nicht doch in die Kategorie “unkoscher” fällt. Normalerweise jedoch lassen sich jene Fische mit Schuppen und Flossen, die wir auf den Märkten kaufen, leicht mit dem Messer herunterkratzen. 

Was dagegen nicht koscher und somit im Judentum verboten ist, ist der Verzehr von Muscheln, Shrimps, Krabben, Tintenfisch, Krebse, Aale oder Garnelen. 

Links:


Wo sind die Skelette der Toten von Noahs Flut ?

Dienstag, Dezember 20, 2011

Backrezept: Chanukkah Sufganiot




Sufganiot am Jerusalemer Machane Yehudah Markt in der vergangenen Woche.

Photos: Miriam Woelke
B"H


Heute abend begann das jüdische Chanukkahfest und viele Leser halten immer noch nach dem passenden Backrezept Ausschau. In Israel sind sie schon seit einiger Zeit wieder im Handel, die traditionellen Sufganiot (Krapfen, Berliner). Je nach Füllung kosten sie zwischen 3 - 8 Schekel (ca. 60 Cent 1,50 Euro).


Hier erst einmal ein Rezept aus der Bäckerei, in der ich bis vor einem Jahr zu arbeiten pflegte:


1 kg Mehl (Vollkornmehl)

Eine dreiviertel Tasse Zucker

1 Teelöffel Salz

2 Eier

2 Eßlöffel Cognak

Eine halbe Tasse Olivenöl

60 g Hefe

Das ist alles. Man kann die Sufganiot ganz normal im Backofen backen. 20 Minuten lang bei 160 Grad. Meistens aber werden die Sufganiot in einer Pfanne oder einem Topf voll Olivenöl gedünstet. Heisst, sie müssen darin schwimmen. Die Füllung wird hinterher reingespritzt. In der Bäckerei verwenden wir überwiegend Dattel - Apfel - Füllung. Je nachdem kann man die Sufganiot noch mit Olivenöl, Puderzucker, Honig, etc. bestreichen. 

Der Cognak verursacht übrigens, dass das Olivenöl vom Teig besser aufgesaugt wird. 

Viel Spaß beim Backen und gutes Gelingen !!!

Dienstag, Dezember 06, 2011

Backrezept: Chanukkah Sufganiot




Sufganiot am Jerusalemer Machane Yehudah Markt in der vergangenen Woche.

Photos: Miriam Woelke
B"H


Am Abend des 20. Dezember beginnt das jüdische Chanukkahfest und viele Leser halten jetzt schon nach dem passenden Backrezept Ausschau. In Israel sind sie schon seit einiger Zeit wieder im Handel, die traditionellen Sufganiot (Krapfen, Berliner). Je nach Füllung kosten sie zwischen 3 - 8 Schekel (ca. 60 Cent 1,50 Euro).


Hier erst einmal ein Rezept aus der Bäckerei, in der ich bis vor einem Jahr zu arbeiten pflegte:


1 kg Mehl (Vollkornmehl)

Eine dreiviertel Tasse Zucker

1 Teelöffel Salz

2 Eier

2 Eßlöffel Cognak

Eine halbe Tasse Olivenöl

60 g Hefe

Das ist alles. Man kann die Sufganiot ganz normal im Backofen backen. 20 Minuten lang bei 160 Grad. Meistens aber werden die Sufganiot in einer Pfanne oder einem Topf voll Olivenöl gedünstet. Heisst, sie müssen darin schwimmen. Die Füllung wird hinterher reingespritzt. In der Bäckerei verwenden wir überwiegend Dattel - Apfel - Füllung. Je nachdem kann man die Sufganiot noch mit Olivenöl, Puderzucker, Honig, etc. bestreichen. 

Der Cognak verursacht übrigens, dass das Olivenöl vom Teig besser aufgesaugt wird. 

Viel Spaß beim Backen und gutes Gelingen !!!

Donnerstag, November 24, 2011

Koscheres mit Schweinefleischgeschmack



B”H 

Der aschkenazische Oberrabbiner Israels, Rabbi Jonah Metzger, gab bekannt, dass es seit Neuestem eine Gänseleberpastete gibt, die nach Schweinefleisch schmeckt. Alles super koscher und säkulere Juden, die sich sonst des Schweinefleisches bedienen, könnten doch auf das neue Produkt umsteigen. Immerhin essen sie dann koscher, aber ihrem Drang nach dem Geschmack des Schweinefleisches gehen sie gleichzeitig nach. 

Die Thora verbietet den Juden jeglichen Genuss von Schweinefleisch. Ich selber kann mir nicht erklären, warum es Juden gibt, die es unbedingt zum Schweinefleisch zieht. Die Mehrheit meiner Arbeitskollegen in Tel Aviv ißt Schweinefleisch; gekauft von der lokalen Supermarktkette “Tiv Ta’am”. Auf meine Frage an meine Kollegen, warum es denn ncht auch ohne Schweinefleisch geht, bekam ich die Antwort, dass es einfach gut schmecke. Schinken oder ein tolles Kotelett, das wäre doch etwas. Mich zieht es ganz gewiss nicht zum Schweinefleisch und ich brauche auch keinen Geschmacksersatz. Einmal oder zweimal pro Woche ein paar Stückchen Huhn reicht mir völlig aus. 

Manchmal kommt es mir so vor als sei es der Reiz des Verbotenen. Aber wer will, der kann sich ja jetzt an der Gänseleberpastete laben.

Samstag, November 19, 2011

Darf Essen vor dem Kauf probiert werden ?

B”H 

Rechtlich gesehen mag es ein Problem sein, wenn ein potentieller Kunde an einem Marktstand oder überhaupt Verkaufsstand vorbeikommt und ausliegendes Obst oder anderweitige angebotene Lebensmittel vor dem Kauf erst probieren will. Sind die Weintrauben oder Mandarinen süß oder die Oliven würzig genug ? Normalerweise sollte in einem Laden erst der Verkäufer gefragt werden, ehe man sich bedient. Wie aber betrachtet die jüdische Halacha die Angelegenheit ? Ist es Diebstahl, wenn ich ein oder zwei Weintrauben oder Kirschen esse ? 

Die genau talmudische Quelle muss ich erst suchen, doch glaube ich, dass der Talmud Traktat Bava Metziah (?) diesbezüglich etwas festlegt. Ein potentieller Kunde, welcher ernsthaft beabsichtigt, das entsprechende Kilo Oliven, Kirschen, etc. an einem Stand zu kaufen, darf sehr wohl die Ware im voraus testen bzw. probieren. Kommt jedoch nur so jemand vorbei und will sich umsonst vollstopfen, gilt die Aussage nicht. 


Olivenauswahl auf dem Jerusalemer Machane Yehudah Markt. Oft grabschen Passanten einfach so hinein und angeln sich eine Olive heraus.

Photo: Miriam Woelke

In Israel sieht man besonders auf offenen Märkten Passanten ewig probieren und es ist garantiert nicht immer allzu appetitlich, wenn jeder seine Finger in den Oliven- oder Pommeshaufen steckt und sich etwas herauszieht. Normalerweise sagen die Markthändler nichts, doch wer wirklich einen Kauf beabsichtigt und die beste Ware sucht, der darf lt. Halacha selbstverständlich probieren.

Mittwoch, September 21, 2011

Honigkuchen zu Rosh Hashana


B"H

Am Abend des 28. September beginnt das jüdische Neujahrsfest Rosh HaShana und traditionell wird zum Fest selber sowie vorher Honigkuchen serviert.

Warum ausgerechnet HONIGKUCHEN und Honig ?
Weil wir auf ein süsses Neues Jahr 5772 hoffen !


Gutes Gelingen beim Honigkuchenbacken zum Festtag !


- 6 Eiweiß


- Eine halbe Tasse Zucker


- Beides zusammen schaumig schlagen


Ein Eigelb mit einer halben Tasse Honig vermischen und etwas Vanille dazugeben. Außerdem kann noch etwas Zitronensaft hinzugefügt werden. Alles zusammen schaumig schlagen. Dann eine Tasse Mehl sowie das schaumig geschlagene Eiweiß mit dem Zucker hinzugeben.


Den Teig bei 180 Grad 20 - 30 Minuten lang backen.


Würde mich freuen Eure Reaktionen zu hören.
Ist der Kuchen zu essen oder nicht ?



Sonntag, September 04, 2011

Würmer im Reis

B"H 

Die nachfolgenden Photos entnahm ich aktuell einem haredischen (ultra – orthodoxen) Forum und sie zeigen, wie sich der Reis schnell in Würmer (Motten) verwandeln kann. Aus diesem Grund besteht im Judentum die Vorschrift, den Reis vor dem Kochen genauestens zu untersuchen. Am besten nach und nach auf einen großen Teller streuen und langsam mit der Hand durch den Reis gehen und ihn nach Würmern durchsuchen.

Alle Photos gibt es HIER zu sehen !





Dienstag, August 30, 2011

Kekseis und sein Segen

B”H

Photo: Kwarnke


Persönlich mag ich es sehr gerne: Das cremige Eis mit den Keksen darin. Die Frage aber ist, welchen Segen ein Jude über eben dieses Eis betet. 

Im Judentum sagen wir vor dem Essen und nach dem Essen ganz unterschiedliche Segen, die vom Vermehrten abhängen. Brot oder eine Mahlzeit mit Brot beinhaltet einen völlig anderen Segen als eine Erdbeere. Kuchen wiederum ist anders als eine Weintraube und Wein anders als Bier. 

Wenn ein Jude plant, die Segen vor und nach der Mahlzeit oder dem Trinken zu sagen, sollte er sie einigermassen auswendig lernen. 

Im Internet findet Ihr eine Berachot – Site, u.a., bei der OU (Orthodox Union):
http://www.ou.org/publications/brachot/default.htm

Aber zurück zum Kekseincreme: Welcher Segen wird über dieses Eis gesagt, wenn es Kekse enthält, denn Teigwaren haben immer eine besondere Bedeutung ?

Man nehme zuerst ein kleines Stück des Keks aus dem Eis und sage darüber den “Mezonot” - Segen. Danach wird ein wenig Crème genommen und darüber der “She HaKol” – Segen gesprochen. Da Teigwaren eine kleine Sonderstellung einnehmen ist es wichtig, zuerst den Segen über den Keks zu sagen !

Der Segen des Kekseiscremes nach dem Verzehr erweist sich als etwas komplizierter: Wer mindestens eine Kzayit (Olivengröße) der Keksportion des Eiscremes innerhalb von vier Minuten verzehrt, der sage am Ende “Al HaMichiya”. Wer die Crème vollkommen mit der Keksportion vermischt bzw. weniger Keks innerhlab der ersten vier Minuten verzehrt, der bete nach dem Verzehr “Boreh Nefashot”. 

Ich selber würde auf alle Fälle beide Segen sagen. Zuerst “Al HaMichiya” und hinterher “Boreh Nefashot”.

Dienstag, Juni 28, 2011

Leserfrage: Warum Juden keinen Reis essen

B”H

“Warum Juden keinen Reis essen” – diese Worte googelte jemand und stiess so auf diesen Blog. 

Allerdings essen Juden sehr wohl Reis und das in Israel sogar mit Vorliebe. Insgesamt existiert kaum ein Menu kurdischer, irakischer, iranischer oder marokkanischer Juden ohne die Reisbeilage.

Worauf die Leserfrage vielleicht anspielen mag ist PESSACH. An den sieben Pessachfeiertagen essen aschkenazische Juden keinen Reis, was auf eine Tradition des Mittelalters zurückgeht. Damals nämlich wurde Reis auch in Mehlsäcken verpackt und Mehl ist ja bekanntlich an Pessach CHAMETZ und verboten.

Einige sephardische oder Mizrachi Juden wie Kurden, Iraner oder Iraker kennen diese Tradition nicht und essen auch an Pessach Reis. Marokkaner hingegen nicht.

Donnerstag, Juni 23, 2011

Die “Hüttenkäse – Rebellion”


Photo: Miriam Woelke
B”H

Ausgerechnet ein Haredi (ultra – orthodoxer Jude) aus Bnei Brak (bei Tel Aviv) zettelte auf Facebook den israelischen Verbraucherkrieg gegen die heimschen Hüttenkäse (Cottage) – Hersteller an.

Seit geraumer Zeit steigt der Preis für den in Israel so beliebten Hüttenkäse drastisch an und der Konsument verweigert nun den Kauf des Produktes. Die Facebook Group half und plötzlich sehen sich die Hersteller an die Wand gedrängt.