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Montag, April 23, 2012

Musikunterricht während der OMER – Periode, Teil 3

B"H

Hier ist nun der dritte Teil der kleinen Serie zur OMER – Zählung, in der wir uns momentan befinden:

Online las ich irgendwo die Frage, ob es erlaubt sei, während der Omer – Periode Musikunterricht zu nehmen. 

Vor ca. zwei Wochen an Pessach begannen wir mit der Omer – Zählung, welche noch bis Schavuot (26. Mai) anhält. Bis mindestens zum 33. Tag im Omer (10. Mai) ist das Musikhören sowie Heiraten aus Trauergründen verboten. Wir erinnern uns an den Trauergrund: 24,000 Anhänger des talmudischen Rabbi Akivah starben an einer Seuche. Mehr dazu HIER ! 

Keine Musik also, aber was ist, wenn jemand regelmässigen Musikunterricht nimmt ? Klavierunterricht oder anderes ? Die Antworten dazu fallen in zweierlei Richtungen aus: 

1. Rabbi Moshe Feinstein legte seinerzeit fest, dass Musikunterricht nur für denjenigen erlaubt ist, der sich damit ernährt und sein Einkommen verdient. 

2. Rabbi Eliyashiv und weitere Rabbiner sind verhältnismässig entgegenkommender und sagen, dass Musikunterricht dann erlaubt sei, wenn die Gefahr besteht, der Schüler verpasse zuviel Unterrichtsstoff. Trotzdem sollte es weitgehend vermieden werden, ganze Musikstücke zu spielen, sondern eher kleine Musikeinheiten zum Üben.

Dienstag, April 17, 2012

Vergessen, das OMER zu zählen ?

B"H 

Was, wenn ich am Vorabend vergessen habe, das OMER zu zählen ? Kann ich dies am nachfolgenden Tag noch nachholen ? 

Die Zählung kann nachgeholt werden, doch der entsprechende Segen wird ausgelassen. Nur die alleinige Zählung des Tages und der Wochen erfolgt. 

Was, wenn ich nur die Tage des OMER zähle, aber die Wochen auslasse ? In dem Fall darf der vorhergehende Segen trotzdem gesagt werden (Mischna Berurah 489:7).

Widersprüchliches zur OMER – Zählung, Teil 2

B"H

Vor wenigen Tagen schrieb ich einiges zur kabbalistischen Seite der OMER – Zählung und heute geht die kleine OMER - Serie mit dem Blickwinkel aus einer anderen Perspektive weiter.

Zur Erinnerung: Seit dem Zweiten Pessach – Tag befinden wir uns inmitten der OMER – Periode und bis Schavuot (der Vergabe der Thora durch G – tt an die Juden) zählen wir allabendlich das OMER gemäss eines bestimmten Ritus bzw. Segen. Chabad (Lubawitsch) stellte hierzu einen sehr übersichtlichen Zählkalender online, welcher ebenso die kabbalistischen Sefirot jedes einzelnen Tages im OMER auflistet. 

Es war an Pessach als die Juden Ägypten verliessen und genau 50 Tage später erhielten sie am Berg Sinai von G – tt die Thora. Das OMER – Zählen bis zu diesem 50. Tag stellt eine Art Reinigungsprozess der jüdischen Seele dar. Als die Juden Ägypten verliessen, waren sie nach all den Jahren der Sklaverei viel zu sehr von den Ägyptern beeinflusst. Viele der Juden hatten längst die typische Sklavenmentalität angenommen. Bedeutet, sie waren nicht mehr in der Lage, ihren Tag individuell zu gestalten, denn stets waren sie zur Arbeit getrieben worden. Alleinige Entscheidungen konnten sie daher gar nicht mehr fällen. Demnach mussten sie bei ihrer Wüstenwanderung erst einmal eben diese Mentalität der Unterwürfigkeit und Abhängigkeit ablegen. 

Wieder andere hatten sich in Ägypten zu sehr assimilieren wollen und sogar diverse ägyptische Götzendienstpraktiken angenommen. All das musste erst einmal hinter sich gelassen werden, bevor die Juden bereit waren, die Thora zu empfangen. In der kabbalistischen Literatur verlautet es sogar, dass die Juden in Ägypten spirituell bis hinunter zum 49. kabbalistischen Tor gesunken waren. Bedeutet hier, dass es bei den Juden spirituell um ihr Judentum nicht mehr besonders bestellt waren und sie kurz vor der totalen Assimilierung standen. Daher war es also an der Zeit, die Juden aus Ägypten herauszuholen. 

Wie genau das Leben der Juden im fremden götzendienerischen Ägypten verlief, kann sich heute kein Mensch mehr vorstellen. Die Mentalität und das Leben im antiken Ägypten war sicher eine Wohltat für die Upper Class, doch sicher nicht für normale Arbeiter geschweige denn für Sklaven. 

Das OMER jedoch stellt nicht nur die Zählung bis zum Erhalt der Thora dar, sondern ist gleichzeitig eine Trauerperiode für die umgekommenen Schüler des talmudischen Rabbi Akivah. Demnach verzichten relig. Juden während der OMER – Zeit auf Musik, geheiratet wird bis Schavuot auch nicht und Haare bzw. Bärte werden als Zeichen der Trauer ebenso wenig geschnitten. 

Nun aber kommt der heutige Staat Israel und setzt seinen Unabhängigkeitstag genau in diese OMER – Periode. Überschwengliche Feiern gegen die Trauer des OMER, also. Schon allein aus diesem Grund verweigern nicht wenige Haredim (ultra – orthodoxe Juden) die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag. Nationalreligiöse Juden hingegen sehen im Unabhängigkeitstag ein freudiges Event, welches immerhin das Kommen des Meschiach einleitet. Zwar mag der heutige Staat Israel noch kein relig. Staat mit Meschiach und einem davidischen König sein, doch wenigstens ist die jetzige Staatsform ein Vorläufer auf das, was einmal kommen wird. Mit Meschiach und dem Dritten Tempel. Allein deswegen sei es erlaubt, den Unabhängigkeitstag selbst im OMER gebührend zu feiern. Manche Juden stimmen dem zu, andere nicht. Von mir aus darf jeder seine Meinung haben und ausleben. In der nächsten Woche, am diesjährigen Unabhängigkeitstag muss ich eh arbeiten und deswegen sind mir sämtliche Anerkennungen eh egal.

Sonntag, April 08, 2012

Kabbalistisches zur Omer - Zählung (Sefirat HaOmer), Teil 1


Die Zählung des Omer - Sefirat HaOmer


B"H

Wie bereits erwähnt, befinden wir uns seit gestern abend in der Periode der Omer – Zählung. Das Zählen des Omer (Sefirat HaOmer) beginnt am zweiten Tag von Pessach und endet mit Schavuot (als G – tt den Juden am Berg Sinai die Thora gab). Nun kann man die Zählung als "althergebracht" ansehen. Ein biblisches Gebot, welches mir heute nicht unbedingt etwas sagt. Die jüdische Kabbalah hingegen betrachtet die Omer – Zählung als einen Tikun (Seelenkorrektur). Rabbi Moshe Chaim Luzzatto (RAMCHAL genannt) berichtet im Buch "Kitzur HaKavanot" von wesentlich tieferen Bedeutungen des Omer. Unter anderem, dass jede der sieben Wochen während der Zählung, für eine bestimmte SEFIRAH steht. Die ZEHN SEFIROT dienen der Kabbalah als Symbolik, mit der, u.a., G – ttes Eigenschaften zu deuten versucht werden. Ohne diese Symbolik könnten wir, z.B., nicht die Welterschaffung ausdrücken. Von G – ttes unendlicher Weisheit (Chochmah), die wir als Menschen gar nicht zu fassen in der Lage sind. "G – ttes Weisheit" – was sollen wir uns da vorstellen, wenn wir lediglich in der Lage sind, unsere Weisheit als Beispiel voranzusetzen. 

Die erste Woche im Omer ist die Woche der SEFIRAH Weisheit (Chochmah). Mit jeder Nacht des Zählens erfüllt ein Jude (vorausgesetzt er zeigt die richtige Absicht) eine Seelenkorrektur und kann sich dadurch auf eine höhere Stufe bewegen. Der RAMCHAL schreibt, dass dies in jeder Nacht des Omer geschieht. 

Die Kommentare dürften für viele Leser ziemlich kompliziert klingen und ich muss zugeben, dass ich selbst nicht in der Lage bin, den gesamten Text des Rabbi Moshe Chaim Luzzatto zu verstehen. Wahrscheinlich erst nach anderweitigen Definitionen und Kommentaren. Kurz gesagt geht es in diesen sieben Wochen der Zählung darum, uns zu perfektionieren, um an Schavuot die Thora in Empfang zu nehmen. Das ist es, was Juden an jedem Schavuot erneut tun: Die Thora von G – tt in Empfang zu nehmen. 

Links:


Die ZEHN SEFIROT, Teil 2

Samstag, April 07, 2012

Die Zählung des Omer - Sefirat ha'Omer

B"H

Die Zählung des Omer ist ein biblisches Gebot aus dem Buch Leviticus (Vayikra) 23:15.

Warum beginnen wir das Omer erst am zweiten Tag von Pessach zu zählen ?
Rabbi Moshe Chaim Luzzatto (Ramchal) schreibt in seinem Buch Kitzur HaKavanot:
"Der Tikun (Seelenreparatur) für den ersten Tag ist die Seder und ab dem zweiten Tag erreichen wir in dem Moment, in dem wir das Omer zählen, den gleichen hohen Tikun wie bei der Seder. So steigern wir uns in den sieben Wochen des Zählens bis hin zu Schavuot (dem Wochenfest), an dem wir die Thora empfangen".

In chassidischer Literatur wird das Zählen des Omer als unsere innere Reise beschrieben, die uns spirituell auf den Empfang der Thora an Schavuot vorbereitet.
Aus dem gleichen Grund bekamen die Israeliten nach ihrem Auszug aus Ägypten nicht sofort die Thora, sondern erst nach sieben weiteren Wochen. Auch sie mussten sich erst spirituell von Ägypten (negativen Einflüssen) lösen, um an Schavuot von G - tt die Thora zu erhalten.

Zwischen Pessach und Lag Be'Omer - 33. Tag des Omer (ein Feiertag, auf den ich noch ausführlicher eingehen werde) gelten folgende Regeln:

Es finden keine Hochzeiten statt, es darf sich weder rasiert noch dürfen die Haare geschnitten werden.

Diese Zeit wird zusätzlich als eine ernsthafte Zeit der Besinnung gesehen, starben doch in der Zeit 24.000 Schüler des Rabbi Akiva. Als Grund für deren Tod nennt der Talmud das Vergehen der Laschon HaRa (üble Nachrede). Die Schüler des Rabbi Akiva hätten auf einem sehr hohen relig. Level sein sollen, doch stattdessen sprachen sie schlecht übereinander.

Historiker haben darüber eine ganz andere Meinung. Rabbi Akiva war ein Bewunderer Bar Kochbas und unterstützte dessen Aufstand gegen die Römer. Aufgrunddessen unterstützten auch die Schüler Bar Kochba militärisch und wurden Soldaten.
24.000 Schüler fielen im Kampf gegen die Römer.

Wer das Zählen des Omer am Abend vergessen sollte, kann dies tagsüber nachholen. Allerdings ohne den Segen zu sagen.

Heute abend (Samstag) wird der 1. im Omer gezählt !!!

Noch eine wahre Geschichte zu Pessach:

Einmal kam eine Frau zu einem berühmten amerikanischen Rabbiner und fragte, ob sie bei der Seder den Wein gegen Milch austauschen könne. Sie wäre so arm, dass sie sich den Wein für die Pessach – Seder nicht leisten kann. Der Rabbi überlegte, gab ihr 300 Dollar bar auf die Hand und sagte zu ihr, dass sie von dem Geld Wein kaufen solle. Glücklich ging die Frau heim.

Die Ehefrau des Rabbis fragte hinterher ihren Gatten, warum er der Frau soviel Geld gab. Weniger hätte doch vollkommen für den Weinkauf gereicht. Der Rabbi antwortete seiner Frau, dass man auch sehen muss, was hinter die Fassade der Menschen steht. Natürlich hätte eine geringere Summe für den Weinkauf ausgereicht, doch die Frau wollte bei der Seder den Wein durch Milch ersetzen. Heisst, sie hatte auch kein Fleisch zu essen (siehe Kaschrut), nur war sie zu beschämt auch das zu erwähnen. Von den 300 Dollar kann sie sich nun eine gesamte Seder leisten.

Viele Menschen erzählen nur einen kleinen Teil ihrer Problemen, die sie wirklich haben und der Zuhörer sollte imstande sein, auch hinter die Kulissen zu schauen.

Ich wünsche allen weiterhin schöne Zwischenfeiertage - Moadim Le'Simcha !!!!

Die Schüler des Rabbi Akiva und das Omer

B"H

In der Zeit von Pessach bis hin zum 33. Tag im Omer (Zählperiode von Pessach bis Schavuot) ist es üblicherweise Brauch, weder Musik zu hören, noch sich die Haare zu schneiden oder zu heiraten. Der 33. Tag nach Beginn der Omer - Zählung wird "Lag Ba'Omer" genannt und normalerweise auf unterschiedliche Art und Weise gefeiert. Unter anderem ist "Lag Ba'Omer" auch der Todestag des berühmten kabbalistischen sowie talmudischen Rabbis, Rabbi Schimon Bar Yochai. Rabbi Schimon war einst einer der berühmtesten Schüler des Rabbi Akiva ben Yosef.

Ständig wird uns gelehrt, dass die Zeit der Omer - Zählung eine Zeit der Trauer ist und wir von daher keine Musik hören oder heiraten sollen. Der Talmud Traktat Yevamot 62b lehrt uns, dass in genau der Zeit von Pessach bis zum 33. Tag des Omer (Lag Ba'Omer) 24.000 Schüler des Rabbi Akiva an einer Seuche starben. Unsere Weisen (Mefarschim) geben als Grund für die Seuche "Laschon Harah - Üble Nachrede" an. Keiner der Schüler habe mehr den anderen beachtet und stattdessen gemeint, er sei besser als alle anderen. Die Gemeinsamkeit und der Respekt fehlten, obwohl sie auf einem extrem hohen Level gewesen sein sollten. Demgemäß fiel auch ihre Strafe härter aus.

Historiker weisen jedoch noch auf einen ganz anderen und sehr plausiblen Grund hin. Die Schüler seien nicht aufgrund einer ausgebrochenen Seuche verstorben, sondern ganz einfach weil Rabbi Akiva sie gegen die römischen Besatzer kämpfen ließ. Wie vielen bekannt sein dürfte, war Rabbi Akiva ein glühender Verehrer Bar Kochbas und sah in ihm sogar den Meschiach. Als Bar Kochba im Krieg fiel, wurde Rabbi Akiva bewußt, dass er sich geirrt hatte, denn ein Toter kann kein Meschiach sein.

Es besteht absolut kein Zweifel daran, dass die Zeit bis zum Lag Ba'Omer eine Trauerperiode ist, aber trotzdem bestehen viele Leute vielleicht auf dem falschen Grund. Wer weiß ….

Donnerstag, April 28, 2011

Die Schüler des Rabbi Akiva und das Omer

B"H

In der Zeit von Pessach bis hin zum 33. Tag im Omer (Zählperiode von Pessach bis Schavuot) ist es üblicherweise Brauch, weder Musik zu hören, noch sich die Haare zu schneiden oder zu heiraten. Der 33. Tag nach Beginn der Omer - Zählung wird "Lag Ba'Omer" genannt und normalerweise auf unterschiedliche Art und Weise gefeiert. Unter anderem ist "Lag Ba'Omer" auch der Todestag des berühmten kabbalistischen sowie talmudischen Rabbis, Rabbi Schimon Bar Yochai. Rabbi Schimon war einst einer der berühmtesten Schüler des Rabbi Akiva ben Yosef.

Ständig wird uns gelehrt, dass die Zeit der Omer - Zählung eine Zeit der Trauer ist und wir von daher keine Musik hören oder heiraten sollen. Der Talmud Traktat Yevamot 62b lehrt uns, dass in genau der Zeit von Pessach bis zum 33. Tag des Omer (Lag Ba'Omer) 24.000 Schüler des Rabbi Akiva an einer Seuche starben. Unsere Weisen (Mefarschim) geben als Grund für die Seuche "Laschon Harah - Üble Nachrede" an. Keiner der Schüler habe mehr den anderen beachtet und stattdessen gemeint, er sei besser als alle anderen. Die Gemeinsamkeit und der Respekt fehlten, obwohl sie auf einem extrem hohen Level gewesen sein sollten. Demgemäß fiel auch ihre Strafe härter aus.

Historiker weisen jedoch noch auf einen ganz anderen und sehr plausiblen Grund hin. Die Schüler seien nicht aufgrund einer ausgebrochenen Seuche verstorben, sondern ganz einfach weil Rabbi Akiva sie gegen die römischen Besatzer kämpfen ließ. Wie vielen bekannt sein dürfte, war Rabbi Akiva ein glühender Verehrer Bar Kochbas und sah in ihm sogar den Meschiach. Als Bar Kochba im Krieg fiel, wurde Rabbi Akiva bewußt, dass er sich geirrt hatte, denn ein Toter kann kein Meschiach sein.

Es besteht absolut kein Zweifel daran, dass die Zeit bis zum Lag Ba'Omer eine Trauerperiode ist, aber trotzdem bestehen viele Leute vielleicht auf den falschen Grund. Wer weiß …

Mittwoch, April 20, 2011

Sefirat HaOmer - Die Zählung des Omer

B"H

Gestern abend haben wir Juden begonnen, das Omer zu zählen (49 Tage bis zum Empfang der Thora an Shavuot). Wer das Omer mitzaehlen will:

Baruch ata HaShem, Elokenu Melech HaOlam, ascher kidischanu be' Mitzwotav ve ziwavu al Sefirat HaOmer. Hayom yom sheni la Omer.

Dies ist die Zählung für heute abend, der 2. im Omer. Bei dem Segen habe ich die Namen G-ttes nicht ausgeschrieben. Ihr findet die Zählung in jedem Sidur und falls jemand vergisst, am Abend zu zählen, kann er es am darauffolgenden Tag ohne Segen sagen.

Beispiel: Hayom yom sheni la'Omer.

Die ausführliche Zählung findet Ihr bei Chabad:

Mittwoch, März 31, 2010

Das Omerzählen nicht vergessen !





Die Zählung des Omers bereitet die Juden spirituell auf den Empfang der Thora an Schavuot vor !

Sonntag, März 28, 2010

Pessach & Das Zählen des OMER

Photo: JewishJournal.com

B"H

Wie jedem bekannt sein dürfte, feiern wir an Pessach den Auszug der Israeliten aus Ägypten. Das Fest dauert in Israel sieben und im Ausland acht Tage. In diesem Jahr beginnt Pessach es gemäß des weltlichen Kalenders am Montag abend (Sederabend), dem 29. März und dauert bis einschließlich 5. April (in der Diaspora bis zum 6. April).


An den sieben / acht Tagen von Pessach ist es Juden verboten jegliche Getreideprodukte (Chametz) zu sich zu nehmen. Darunter fallen z.B. Nudeln, Bier, Gebäck usw. Auf das letztere, das Gebäck, braucht man dennoch nicht ganz zu verzichten; überall in Israel sind Kuchen oder Kekse aus Kartoffel – bzw. Mazzemehl erhältlich.

Für ashkenazische Juden gilt zusätzlich der Brauch, keine Kidniot (Hülsenfrüchte) zu essen. Demnach gibt es auch keinen Mais, Reis, keine Bohnen, Erbsen und keinen Humus. Die Ashkenazim müssen sich überwiegend mit Kartoffeln, Wurst, Salaten, Eier und Fisch begnügen. Die sephardischen Juden haben einen größeren Speiseplan und Pessach ist die Zeit, an der ich sie darum beneide. Auch essen die meisten sephardischen Juden Reis an Pessach. Für Ashkenazim vollkommen unmöglich, denn bei uns ist das Chametz. Diese Regel geht aber mehr oder weniger aus einem Brauch hervor. Die einzige Gruppe bei den Sepharadim, die keinen Reis an Pessach isst, sind die Marokkaner (soweit mir bekannt ist).

Am Abend des 14. Nissan (28. März, Sonntag abend nach Einbruch der Dunkelheit) gibt es in jedem jüdischen Haushalt eine besondere Zeremonie, das sogenannte Bedikat Chametz (das Suchen nach dem Chametz). Es handelt sich dabei um ein symbolische Suchen nach Getreide, um sicherzugehen, dass sich kein verbotenes Getreide mehr im Haushalt befindet. Diese Zeremonie wird im Schulchan Aruch (Orach Chaim 431:1), der Mischna Berurah (Hilchot Pessach) und im Talmud Traktat Pesachim 7b näher erläutert. Normalerweise wird mit einer Kerze in einigen Räumen zusammen mit der ganzen Familie nach Chametz gesucht. Die Gebrauch von Kerzen ist jedoch innerhalb der vergangenen Jahre zum Problem geworden, denn es gab unzählige Wohnungsbrände und sogar ein Todesopfer. Von daher ziehen viele die Taschenlampe vor.

Am Morgen des 15. Nissan (Montag 29. März) gelten bestimmte Zeiten, ab denen es verboten ist, Chametz zu verzehren. Sepharadim und Ashkenazim haben hierfür unterschiedliche Zeiten, die jedes Jahr in den israelischen Tageszeitungen veröffentlicht werden. In Jerusalem gilt das Verbot des Chametzessens von morgen, Montag morgen 10.09 Uhr an.
Außerdem wird morgens das restliche Chametz symbolisch verbrannt (siehe Talmud Pesachim 12b). Wer also morgen überall Rauch aufsteigen sieht, der weiß, dass dort Chametz verbrannt wird.

Am Montag abend (morgen) wird die traditionelle Pessach - Seder gefeiert. Für Juden ist das die wichtigste Familienzusammenkunft des Jahres. Gemeinsam sitzt man am Tisch und liest die Haggadah über den Auszug aus Ägypten. Die meisten Familienmitglieder sind zu dem Zeitpunkt oft schon mit den Nerven am Ende, haben sie doch wochenlang für Pessach geputzt. Laut Halacha ist das Essen der Mazza bei der Seder das wichtigste, und der Kabbalah zufolge bringt uns die Mazza auf einen höheren spirituellen Level.

Kabbalistisch gesehen, ist die Seder der eigentliche Höhepunkt von Pessach. Der Arizal (Rabbi Yitzchak Luria) und der Ramchal (Rabbi Moshe Chaim Luzzatto) schreiben, dass bei der Seder solch eine Keduscha (Heiligkeit) vorhanden ist, dass sämtliche spirituellen Welten auf einen Schlag aufsteigen. Nicht einmal der Schabbat schafft das, denn beim Morgengebet Schacharit bewegen wir uns nur von Level zu Level.

Viele sitzen bei der Seder und meinen, die Pessach - Haggadah sei ein kleines nettes Büchlein, in dem uns eine nette antike Geschichte unserer Vorvaeter erzählt wird. Der Auszug aus Ägypten ist jedoch alles andere als antik, sondern auch in unserer Zeit immer aktuell, genauso wie die Ereignisse von Purim. Die absolute Freiheit haben wir immer noch nicht erzielt und der alltägliche Antisemitismus ist überall gegenwärtig.

Jeder von uns hat seinen privaten Auszug aus Ägypten. Sei es nun, dass sich jemand in einer physischen oder einer spirituellen Gefangenschaft befindet. Pessach ist die Zeit der Freiheit und einer neuen aufkommenden Energie, die wir nutzen sollen, uns von negativen Gedanken zu befreien. In kabbalistischer Literatur steht das Chametz symbolisch für unsere Yetzer HaRah (die schlechte Seite in uns selbst). Es reicht nicht, dass wir das ganze Haus von dem Chametz befreien und ewig putzen. Auch innerlich müssen wir uns über Pessach vom Chametz (negativen Gedanken) befreien.

Im Talmud Traktat Pesachim 7b steht, dass wir am Abend vor der Seder das letzte Chametz mit Hilfe einer Kerze suchen sollen. Die Seele eines Menschen ist die Kerze G - ttes. So sucht G - tt die innersten Gedanken eines jeden von uns und untersucht sie (Proverbs 20:27 und Rabbeinu Yonah).

Die Diaspora in Ägypten war die erste von drei weiteren Diasporas und alle weiteren haben ihre spirituellen Wurzeln in der ersten ägyptischen Diaspora. An Pessach sollen wir vor allem G - tt danken, dass er uns aus der Diaspora befreit und trinken bei der Seder vier Gläser Wein / Weintraubensaft. Vier Gläser Wein gegen vier Diasporas (so der Bnei Yissachar). Hoffen wir, dass G - tt uns demnächst auch aus unserer derzeitigen vierten und letzten Diaspora befreit.
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Die Zählung des Omer ist ein biblisches Gebot aus dem Buch Leviticus (Vayikra) 23:15. Warum beginnen wir das Omer erst am zweiten Tag von Pessach zu zählen ? Rabbi Moshe Chaim Luzzatto (der Ramchal) schreibt in seinem Buch Kitzur HaKavanot: Der Tikun (Seelenreparatur) für den ersten Tag ist die Seder und ab dem zweiten Tag erreichen wir in dem Moment, in dem wir das Omer zählen, den gleichen hohen Tikun wie bei der Seder. So steigern wir uns in den sieben Wochen des Zählens bis hin zu Schavuot (Wochenfest), an dem wir die Thora empfangen. In chassidischer Literatur wird das Zählen des Omer als unsere innere Reise beschrieben, die uns spirituell auf den Empfang der Thora an Schavuot vorbereitet. Aus dem gleichen Grund bekamen die Israeliten nach ihrem Auszug aus Ägypten nicht sofort die Thora, sondern erst nach sieben weiteren Wochen. Auch sie mussten sich erst spirituell von Ägypten (negativen Einflüssen) lösen, um an Schavuot von G - tt die Thora zu erhalten.

Zwischen Pessach und Lag Ba'Omer - 33. Tag des Omer (einen Feiertag, auf den ich noch ausführlicher eingehen werde) gelten folgende Regeln: es finden keine Hochzeiten statt, es darf sich weder rasiert noch dürfen die Haare geschnitten werden. Diese Zeit wird zusätzlich als eine ernsthafte Zeit der Besinnung gesehen, starben doch in der Zeit 24.000 Schüler des Rabbi Akiva. Als Grund für deren Tod nennt der Talmud das Vergehen der Laschon HaRah (üble Nachrede). Die Schüler des Rabbi Akiva haetten auf einem sehr hohen relig. Level sein sollen, doch stattdessen sprachen sie schlecht übereinander.

Historiker haben darüber eine ganz andere Meinung. Rabbi Akiva war ein Bewunderer Bar Kochbas und unterstützte dessen Aufstand gegen die Römer. Aufgrunddessen unterstützen auch die Schüler Bar Kochba militärisch und wurden Soldaten. 24.000 Schüler fielen im Kampf gegen die Römer.

Noch eine wahre Geschichte zu Pessach:

Einmal kam eine Frau zu einem berühmten amerikanischen Rabbiner und fragte, ob sie bei der Seder den Wein gegen Milch austauschen könne. Sie wäre so arm, dass sie sich den Wein für die Pessach – Seder nicht leisten kann. Der Rabbi überlegte, gab ihr 300 Dollar bar auf die Hand und sagte zu ihr, dass sie von dem Geld Wein kaufen solle. Überglücklich ging die Frau heim.

Die Ehefrau des Rabbis fragte ihren Mann, warum er der Frau soviel Geld gegeben habe. Weniger hätte doch vollkommen für den Weinkauf gereicht. Der Rabbi antwortete seiner Frau, dass man auch sehen muss, was hinter die Fassade der Menschen vorgeht. Natürlich hätte eine geringere Summe für den Weinkauf ausgereicht, doch die Frau wollte bei der Seder den Wein durch Milch ersetzen. Heißt, sie hatte auch kein Fleisch zu essen (Milch und Fleisch dürfen nicht zusammen verzehrt werden), nur war sie zu beschämt auch das zu erwähnen. Von den 300 Dollar kann sie sich nun eine gesamte Seder leisten.

Viele Menschen erzählen nur einen kleinen Teil von den Problemen, die sie wirklich haben und der Zuhörer sollte imstande sein, auch hinter die Kulissen zu schauen.

"Chag Sameach und allen jüdischen Leser wünsche ich tolle und koschere Feiertage" !

Mittwoch, April 22, 2009

Rosh Chodesh Iyar - Beginn des jüdischen Monat Iyar

Photo: Ascent


B"H

Am Freitag und Schabbat (24. + 25. April) feiern wir Rosh Chodesh Iyar (אייר), den Monatsbeginn des jüdischen Monat Iyar.

Offiziell stammt das Wort Iyar aus dem Babylonischen, doch das chassidische Buch "Bnei Yissachar" sieht die Buchstaben des Wortes als eine kabbalistische Abkürzung für die Anfangsbuchstaben von Avraham, Yitzchak, Yaakov und Rachel.

Wir sollen aus den Taten unserer Vorväter lernen und daher ist es dieser Tage Brauch, den Talmud Traktat Avot zu lernen. Im Monat Iyar hat ein jeder automatisch die Möglichkeit, täglich eine Mitzwah (eine gute Tat) zu begehen, denn wir befinden uns mitten in der Zählung des Omers (Sefirat HaOmer).

Jeder neue Monat steht gleichzeitig für einen Neubeginn in unserem Leben. Auch sollen wir G - tt danken, dass wir einen weiteren Monat überlebt haben.
Der Monat Iyar steht für Licht und ist lt. kabbalistischer (Book of Creation – Sefer Yetzira) und chassidischer (Bnei Yissachar) Literatur der Monat des Heilens. Der Frühling hat begonnen und auch wir erhalten neue Energien.

Laut Kabbalah (Sefer Yetzirah) hat jeder Monat einen eigenen Buchstaben, israelitischen Stamm, etc.
Der Buchstabe des Monats Iyar ist das VAV ו, der Stamm ist Yissachar, der menschliche Sinn ist das Denken, das Sternzeichen ist der Stier und das Organ ist die rechte Niere.

Im Talmud Traktat Berachot 61b heißt es, dass die Nieren uns Rat geben und das Herz entscheidet, welcher Rat angenommen wird. Die Zunge artikuliert und der Mund beendet den Prozeß.

Am 14 Iyar (in diesem Jahr am 8. Mai (Freitag) feiern wir das sogenannte "Pessach Scheni", das zweite Pessach. Jeder sollte mindestens eine Mazza aufheben und an Pessach Scheni essen.
Pessach Scheni gab denjenigen Juden, die an Pessach selbst unrein waren, eine verspätete Chance, auch noch vom Pessachopfer zu essen.

Auch fällt das Fest Lag Be'Omer in den Iyar. Lag Be'Omer fällt dieses Jahr auf Montag abend und den darauffolgenden Dienstag (11. + 12. Mai).

Eine bekannte Yahrzeit (Sterbegedenktag) gibt es auch zu verkünden:
Der chassidische Rabbi Menachem Mendel von Vitebsk, 1730 - 1788, verstarb am Rosh Chodesh Iyar.

Chodesh Tov – חודש טוב - Allen einen tollen Monat Iyar.

Da der neue Monat mit einem Schabbat zusammenfällt, besteht an diesem Tag "doppelte Heiligkeit". Zumindest spirituell betrachtet.

Mittwoch, April 08, 2009

Chag Sameach - Happy Passover

B"H

Niemals zuvor ist mir das so richtig passiert, doch fast alles hat einmal einen Anfang. Ich bin in keiner Pessachsederstimmung. Von mir aus können die Zwischenfeiertage (Chol HaMoed) sofort starten; ich bin bereit, Ausflüge zu unternehmen und die gewonnene Freiheit (die Israeliten zogen in die Freiheit) zu geniessen.

Es gab eine Menge Einladungen, doch alles lehnte ich dankend ab und plante einen Strandbesuch samt Mazzot und G - tt. Hidbodedut nennt man das im chassidischen Sprachgebrauch. Letztendlich habe ich mich aber entschlossen, die Seder it Freunden in Jerusalem zu verbringen.
Gestern nachmittag gab es eine chaotische e - mail - Korrespondenz und irgendwie einigten wir uns dann alle.

Tel Aviv zu verlassen ist für mich jedesmal hart und ich werde so schnell wie möglich nach Ende des morgigen ersten Feiertages wieder heimfahren. Am besten am Donnerstag abend gleich den ersten Bus erwischen.

Viele relig. Juden schreiben an den Zwischenfeiertagen (Chol HaMoed) von Pessach und Sukkot nicht. Ich schreibe und werde Euch deswegen über die Pessachevents an der israel. Küste informieren. Außerdem plane ich einige Trips in die Natur.

Über Jerusalem braucht man nicht viel zu sagen, denn dort laufen die üblichen Veranstaltungen im Jüdischen Viertel der Altstadt. Am Sonntag morgen gibt es dort an der Kotel (Klagemauer den "Segen der Cohanim (Priester)- Birkat HaCohanim".

Der Archeology Park an der Kotel wird offen sein, doch kostet Eintritt ! Gleich weiter unten, am, Dung Gate, links runter, findet Ihr in der Mitte des arab. Dorfes Silwan die "City of King David - Ir David". Falls Ihr dort eine Tour plant, so kostet dies 25 - 30 Schekel. Solltet Ihr jedoch ein wenig allein herumlaufen wollen, könnt Ihr dort einen ganzen Tag umsonst verbringen. Allerdings wird es gerammelt voll sein !

Wie auch immer, nehmt Euch Essen und Trinken lieber selbst mit auf Eure Trips, anstatt irgendwo am Kiosk überteuerte Waren zu kaufen.

Wer in Tel Aviv ist: Geht an den Strand oder in den Hayarkon Park. Die nahegelegene Stadt Holon bietet außerdem viele Attraktionen an Pessach.

Wie Ihr Euch auch entscheidet, allen Lesern tolle Feiertage., have a great holiday. "Chag Sameach - Happy Passover" !!!!!





Weitere Details zu Pessach und zur Zählung des Omer:

http://hamantaschen.blogspot.com/search/label/Pessach

http://hamantaschen.blogspot.com/search/label/Omer

Pessach beginnt heute (8. April) abend und endet am Abend des 15. April. In der Diaspora endet Pessach erst am Abend des 16. April.

Die in den Links angegebene Texte sind teilweise älteren Datums !

Dienstag, März 24, 2009

Pessach und Sefirat HaOmer (Zählung des Omer) Insights

Photo: JewishJournal.com

B"H

Wie jedem bekannt sein dürfte, feiern wir an Pessach den Auszug der Israeliten aus Ägypten. Das Fest dauert in Israel sieben und im Ausland acht Tage. In diesem Jahr beginnt Pessach es gemäß des weltlichen Kalenders am Mittwoch abend (Sederabend), dem 8. April und dauert bis einschließlich 15. April (in der Diaspora bis zum 16. April).

An den sieben / acht Tagen von Pessach ist es Juden verboten jegliche Getreideprodukte (Chametz) zu sich zu nehmen. Darunter fallen z.B. Nudeln, Bier, Gebäck usw. Auf das letztere, das Gebäck, braucht man dennoch nicht ganz zu verzichten; überall in Israel sind Kuchen oder Kekse aus Kartoffel – bzw. Mazzemehl erhältlich.
Für ashkenazische Juden gilt zusätzlich der Brauch, keine Kidniot (Hülsenfrüchte) zu essen. Demnach gibt es auch keinen Mais, Reis, keine Bohnen, Erbsen und keinen Humus. Die Ashkenazim müssen sich überwiegend mit Kartoffeln, Wurst, Salaten, Eier und Fisch begnügen. Die sephardischen Juden haben einen größeren Speiseplan und Pessach ist die Zeit, an der ich sie darum beneide. Auch essen die meisten sephardischen Juden Reis an Pessach. Für Ashkenazim vollkommen unmöglich, denn bei uns ist das Chametz. Diese Regel geht aber mehr oder weniger aus einem Brauch hervor. Die einzige Gruppe bei den Sepharadim, die keinen Reis an Pessach isst, sind die Marokkaner (soweit mir bekannt ist).

Am Abend des 14. Nissan (7. April, Dienstag abend nach Einbruch der Dunkelheit) gibt es in jedem jüdischen Haushalt eine besondere Zeremonie, das sogenannte Bedikat Chametz (das Suchen nach dem Chametz). Es handelt sich dabei um ein symbolische Suchen nach Getreide, um sicherzugehen, dass sich kein verbotenes Getreide mehr im Haushalt befindet. Diese Zeremonie wird im Schulchan Aruch (Orach Chaim 431:1), der Mischna Berurah (Hilchot Pessach) und im Talmud Traktat Pesachim 7b näher erläutert. Normalerweise wird mit einer Kerze in einigen Räumen zusammen mit der ganzen Familie nach Chametz gesucht. Die Gebrauch von Kerzen ist jedoch innerhalb der vergangenen Jahre zum Problem geworden, denn es gab unzählige Wohnungsbrände und sogar ein Todesopfer. Von daher ziehen viele die Taschenlampe vor.

Am Morgen des 15. Nissan (Mittwoch 8. April) gelten bestimmte Zeiten, ab denen es verboten ist, Chametz zu verzehren. Sepharadim und Ashkenazim haben hierfür unterschiedliche Zeiten, die jedes Jahr in den israelischen Tageszeitungen veröffentlicht werden. Außerdem wird morgens das restliche Chametz symbolisch verbrannt (siehe Talmud Pesachim 12b). Wer also kommenden Mittwoch überall Rauch aufsteigen sieht, der weiß, dass dort Chametz verbrannt wird.

Am Mittwoch abend wird die traditionelle Pessach - Seder gefeiert. Für Juden ist das die wichtigste Familienzusammenkunft des Jahres. Gemeinsam sitzt man am Tisch und liest die Haggadah über den Auszug aus Ägypten. Die meisten Familienmitglieder sind zu dem Zeitpunkt oft schon mit den Nerven am Ende, haben sie doch wochenlang für Pessach geputzt. Laut Halacha ist das Essen der Mazza bei der Seder das wichtigste, und der Kabbalah zufolge bringt uns die Mazza auf einen höheren spirituellen Level.

Kabbalistisch gesehen, ist die Seder der eigentliche Höhepunkt von Pessach. Der Arizal (Rabbi Yitzchak Luria) und der Ramchal (Rabbi Moshe Chaim Luzzatto) schreiben, dass bei der Seder solch eine Keduscha (Heiligkeit) vorhanden ist, dass sämtliche spirituellen Welten auf einen Schlag aufsteigen. Nicht einmal der Schabbat schafft das, denn beim Morgengebet Schacharit bewegen wir uns nur von Level zu Level.

Viele sitzen bei der Seder und meinen, die Pessach - Haggadah sei ein kleines nettes Büchlein, in dem uns eine nette antike Geschichte unserer Vorvaeter erzählt wird. Der Auszug aus Ägypten ist jedoch alles andere als antik, sondern auch in unserer Zeit immer aktuell, genauso wie die Ereignisse von Purim. Die absolute Freiheit haben wir immer noch nicht erzielt und der alltägliche Antisemitismus ist überall gegenwärtig.

Jeder von uns hat seinen privaten Auszug aus Ägypten. Sei es nun, dass sich jemand in einer physischen oder einer spirituellen Gefangenschaft befindet. Pessach ist die Zeit der Freiheit und einer neuen aufkommenden Energie, die wir nutzen sollen, uns von negativen Gedanken zu befreien. In kabbalistischer Literatur steht das Chametz symbolisch für unsere Yetzer HaRah (die schlechte Seite in uns selbst). Es reicht nicht, dass wir das ganze Haus von dem Chametz befreien und ewig putzen. Auch innerlich müssen wir uns über Pessach vom Chametz (negativen Gedanken) befreien.

Im Talmud Traktat Pesachim 7b steht, dass wir am Abend vor der Seder das letzte Chametz mit Hilfe einer Kerze suchen sollen. Die Seele eines Menschen ist die Kerze G - ttes. So sucht G - tt die innersten Gedanken eines jeden von uns und untersucht sie (Proverbs 20:27 und Rabbeinu Yonah).

Die Diaspora in Ägypten war die erste von drei weiteren Diasporas und alle weiteren haben ihre spirituellen Wurzeln in der ersten ägyptischen Diaspora. An Pessach sollen wir vor allem G - tt danken, dass er uns aus der Diaspora befreit und trinken bei der Seder vier Gläser Wein / Weintraubensaft. Vier Gläser Wein gegen vier Diasporas (so der Bnei Yissachar). Hoffen wir, dass G - tt uns demnächst auch aus unserer derzeitigen vierten und letzten Diaspora befreit.
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Die Zählung des Omer ist ein biblisches Gebot aus dem Buch Leviticus (Vayikra) 23:15. Warum beginnen wir das Omer erst am zweiten Tag von Pessach zu zählen ? Rabbi Moshe Chaim Luzzatto (der Ramchal) schreibt in seinem Buch Kitzur HaKavanot: Der Tikun (Seelenreparatur) für den ersten Tag ist die Seder und ab dem zweiten Tag erreichen wir in dem Moment, in dem wir das Omer zählen, den gleichen hohen Tikun wie bei der Seder. So steigern wir uns in den sieben Wochen des Zählens bis hin zu Schavuot (Wochenfest), an dem wir die Thora empfangen. In chassidischer Literatur wird das Zählen des Omer als unsere innere Reise beschrieben, die uns spirituell auf den Empfang der Thora an Schavuot vorbereitet. Aus dem gleichen Grund bekamen die Israeliten nach ihrem Auszug aus Ägypten nicht sofort die Thora, sondern erst nach sieben weiteren Wochen. Auch sie mussten sich erst spirituell von Ägypten (negativen Einflüssen) lösen, um an Schavuot von G - tt die Thora zu erhalten.

Zwischen Pessach und Lag Ba'Omer - 33. Tag des Omer (einen Feiertag, auf den ich noch ausführlicher eingehen werde) gelten folgende Regeln: es finden keine Hochzeiten statt, es darf sich weder rasiert noch dürfen die Haare geschnitten werden. Diese Zeit wird zusätzlich als eine ernsthafte Zeit der Besinnung gesehen, starben doch in der Zeit 24.000 Schüler des Rabbi Akiva. Als Grund für deren Tod nennt der Talmud das Vergehen der Laschon HaRah (üble Nachrede). Die Schüler des Rabbi Akiva haetten auf einem sehr hohen relig. Level sein sollen, doch stattdessen sprachen sie schlecht übereinander.

Historiker haben darüber eine ganz andere Meinung. Rabbi Akiva war ein Bewunderer Bar Kochbas und unterstützte dessen Aufstand gegen die Römer. Aufgrunddessen unterstützen auch die Schüler Bar Kochba militärisch und wurden Soldaten. 24.000 Schüler fielen im Kampf gegen die Römer.

Noch eine wahre Geschichte zu Pessach:

Einmal kam eine Frau zu einem berûhmten amerikanischen Rabbiner und fragte, ob sie bei der Seder den Wein gegen Milch austauschen könne. Sie wäre so arm, dass sie sich den Wein für die Pessach – Seder nicht leisten kann. Der Rabbi überlegte, gab ihr 300 Dollar bar auf die Hand und sagte zu ihr, dass sie von dem Geld Wein kaufen solle. Überglücklich ging die Frau heim.

Die Ehefrau des Rabbis fragte ihren Mann, warum er der Frau soviel Geld gegeben habe. Weniger hätte doch vollkommen für den Weinkauf gereicht. Der Rabbi antwortete seiner Frau, dass man auch sehen muss, was hinter die Fassade der Menschen vorgeht. Natürlich hätte eine geringere Summe für den Weinkauf ausgereicht, doch die Frau wollte bei der Seder den Wein durch Milch ersetzen. Heißt, sie hatte auch kein Fleisch zu essen (Milch und Fleisch dürfen nicht zusammen verzehrt werden), nur war sie zu beschämt auch das zu erwähnen. Von den 300 Dollar kann sie sich nun eine gesamte Seder leisten.
Viele Menschen erzählen nur einen kleinen Teil von den Problemen, die sie wirklich haben und der Zuhörer sollte imstande sein, auch hinter die Kulissen zu schauen.


Freitag, Mai 09, 2008

Der staatliche Widerspruch zum Omer

B"H

Und es war wieder einmal so wie in all den Jahren zuvor. Der 60. Geburtstags des Staates Israel veranlasste die wenigsten Haredim (Ultra - Orhtod.) zum Feiern. Man gab sich unsichtbar und ging seiner Wege.

Zwar gab es am Erev Yom HaZikaron (Tag zur Erinnerung der gefallenen israel. Soldaten), am Dienstag abend, einen Zwischenfall in Mea Shearim; dieser jedoch schien so offensichtlich von außen provoziert, dass er schon kaum der Rede wert ist. Ein Mann stellte sich am Kikar Schabbat mit einem Poster "zionistischen" Inhaltes auf. Fast überflüssig zu erwähnen, dass einige Satmarer Chassidim kamen und ihm einiges zu sagen hatten. Die Chassidut Satmar gilt als besonders anti - zionistisch und ist das einflußreichste Mitglied in der anti - zionistischen Dachorganisation "Edah HaCharedit".

Und immer wieder ruft gerade das "Omer" eine riesige Kontroverse hervor. Inwieweit ist es uns in dieser Zeit von Pessach bis hin zum Wochenfest Schavuot zu feiern. Laut Talmud Yevamot gilt die Zeit des Omer als Trauerperiode und es finden keinerlei Hochzeiten statt. Auch rasieren tun sich relig. Männer derzeit nicht, denn das Nichtrasieren ist ein weiterer Ausdruck der Trauer. Und so sieht man derweil relig. Männer, die normalerweise ohne Bart herumlaufen mit Bart. Eine Sache, die manchmal ziemlich gewöhnungsbedürftig ist.

Ein weiteres Verbot am Omer ist das Hören von Musik. Und feiern wir nicht gerade am Unabhängigkeitstag wie gestern und vorgestern besonders laut. Da knallen die Feuerwerke nur so und die Disco - Musik dröhnt durch die Straßen. Kann man da mitfeiern, wenn es talmudisch verboten ist ? Rabbi Akiva verlor zu talmudischen Zeiten 24.000 seiner Schüler, die durch eine Krankheit umkamen. Und was machen wir ? Wir jagen Feuerwerkskörper in die Luft.

Die Frage stellt sich, ob nicht gerade der Freudesausdruck ein Zeichen des Überkommens der Trauer ist. Ein Zeichen der Hoffnung. Es kann ja nur alles besser werden sozusagen.
Aber ist dies nicht wiederum eine Ausrede für wilde Parties. Okay, ich trauere zwar, lasse es aber dennoch knallen, um alles zu überkommen ?

Manchmal ist es vielleicht besser, in Zeiten tiefer Trauer einen Hoffnungssschimmer zu sehen, und dieser heißt da, dass die Juden wieder ein eigenes Land haben. Ich frage mich da jedesmal, wie wohl Rabbi Akiva reagiert hätte. Gerade er, denn der Rabbi erlebte die Zeit nach der Zerstörung des Zweiten Tempels und die brutale römische Besatzung. Und genau diese Römer richteten ihn letztendes auf unbeschreiblich brutale Art und Weise hin.

Hätte nicht vielleicht auch Rabbi Akiva einen Funken Hoffnung gesehen ?

Sonntag, April 27, 2008

Die Schüler des Rabbi Akiva und das Omer

B"H

In der Zeit von Pessach bis hin zum 33. Tag im Omer (Zählperiode von Pessach bis Schavuot) ist es üblicherweise Brauch, weder Musik zu hören, noch sich die Haare zu schneiden oder zu heiraten. Der 33. Tag nach Beginn der Omer - Zählung wird "Lag Ba'Omer" genannt und normalerweise auf unterschiedliche Art und Weise gefeiert. Unter anderem ist "Lag Ba'Omer" auch der Todestag des berühmten kabbalistischen sowie talmudischen Rabbis, Rabbi Schimon Bar Yochai. Rabbi Schimon war einst einer der berühmtesten Schüler des Rabbi Akiva ben Yosef.

Ständig wird uns gelehrt, dass die Zeit der Omer - Zählung eine Zeit der Trauer ist und wir von daher keine Musik hören oder heiraten sollen. Der Talmud Traktat Yevamot 62b lehrt uns, dass in genau der Zeit von Pessach bis zum 33. Tag des Omer (Lag Ba'Omer) 24.000 Schüler des Rabbi Akiva an einer Seuche starben. Unsere Weisen (Mefarschim) geben als Grund für die Seuche "Laschon Harah - Üble Nachrede" an. Keiner der Schüler habe mehr den anderen beachtet und stattdessen gemeint, er sei besser als alle anderen. Die Gemeinsamkeit und der Respekt fehlten, obwohl sie auf einem extrem hohen Level gewesen sein sollten. Demgemäß fiel auch ihre Strafe härter aus.

Historiker weisen jedoch noch auf einen ganz anderen und sehr plausibelen Grund hin. Die Schüler seien nicht aufgrund einer ausgebrochenen Seuche verstorben, sondern ganz einfach weil Rabbi Akiva sie gegen die römischen Besatzer kämpfen ließ. Wie vielen bekannt sein dürfte, war Rabbi Akiva ein glühender Verehrer Bar Kochbas und sah in ihm sogar den Meschiach. Als Bar Kochba im Krieg fiel, wurde Rabbi Akiva bewußt, dass er sich geirrt hatte, denn ein Toter kann kein Meschiach sein.

Es besteht absolut kein Zweifel daran, dass die Zeit bis zum Lag Ba'Omer eine Trauerperiode ist, aber trotzdem bestehen viele Leute vielleicht auf dem falschen Grund. Wer weiß ….

Dienstag, April 22, 2008

Die Zählung des Omer

B"H

Die Zählung des Omer ist ein biblisches Gebot aus dem Buch Leviticus (Vayikra) 23:15.

Warum beginnen wir das Omer erst am zweiten Tag von Pessach zu zählen ?
Rabbi Moshe Chaim Luzzatto (Ramchal) schreibt in seinem Buch Kitzur HaKavanot:
"Der Tikun (Seelenreparatur) für den ersten Tag ist die Seder und ab dem zweiten Tag erreichen wir in dem Moment, in dem wir das Omer zählen, den gleichen hohen Tikun wie bei der Seder. So steigern wir uns in den sieben Wochen des Zählens bis hin zu Schavuot (dem Wochenfest), an dem wir die Thora empfangen".

In chassidischer Literatur wird das Zählen des Omer als unsere innere Reise beschrieben, die uns spirituell auf den Empfang der Thora an Schavuot vorbereitet.
Aus dem gleichen Grund bekamen die Israeliten nach ihrem Auszug aus Ägypten nicht sofort die Thora, sondern erst nach sieben weiteren Wochen. Auch sie mussten sich erst spirituell von Ägypten (negativen Einflüssen) lösen, um an Schavuot von G - tt die Thora zu erhalten.

Zwischen Pessach und Lag Be'Omer - 33. Tag des Omer (ein Feiertag, auf den ich noch ausführlicher eingehen werde) gelten folgende Regeln:

Es finden keine Hochzeiten statt, es darf sich weder rasiert noch dürfen die Haare geschnitten werden.

Diese Zeit wird zusätzlich als eine ernsthafte Zeit der Besinnung gesehen, starben doch in der Zeit 24.000 Schüler des Rabbi Akiva. Als Grund für deren Tod nennt der Talmud das Vergehen der Laschon HaRa (üble Nachrede). Die Schüler des Rabbi Akiva hätten auf einem sehr hohen relig. Level sein sollen, doch stattdessen sprachen sie schlecht übereinander.

Historiker haben darüber eine ganz andere Meinung. Rabbi Akiva war ein Bewunderer Bar Kochbas und unterstützte dessen Aufstand gegen die Römer. Aufgrunddessen unterstützten auch die Schüler Bar Kochba militärisch und wurden Soldaten.
24.000 Schüler fielen im Kampf gegen die Römer.

Wer das Zählen des Omer am Abend vergessen sollte, kann dies tagsüber nachholen. Allerdings ohne den Segen zu sagen.

Heute Abend (Dienstag) wird der 3. im Omer gezählt !!!

Noch eine wahre Geschichte zu Pessach:

Einmal kam eine Frau zu einem berühmten amerikanischen Rabbiner und fragte, ob sie bei der Seder den Wein gegen Milch austauschen könne. Sie wäre so arm, dass sie sich den Wein für die Pessach – Seder nicht leisten kann.
Der Rabbi überlegte, gab ihr 300 Dollar bar auf die Hand und sagte zu ihr, dass sie von dem Geld Wein kaufen solle. Glücklich ging die Frau heim.

Die Ehefrau des Rabbis fragte hinterher ihren Gatten, warum er der Frau soviel Geld gab. Weniger hätte doch vollkommen für den Weinkauf gereicht.
Der Rabbi antwortete seiner Frau, dass man auch sehen muss, was hinter die Fassade der Menschen steht. Natürlich hätte eine geringere Summe für den Weinkauf ausgereicht, doch die Frau wollte bei der Seder den Wein durch Milch ersetzen. Heisst, sie hatte auch kein Fleisch zu essen (siehe Kaschrut), nur war sie zu beschämt auch das zu erwähnen. Von den 300 Dollar kann sie sich nun eine gesamte Seder leisten.

Viele Menschen erzählen nur einen kleinen Teil ihrer Problemen, die sie wirklich haben und der Zuhörer sollte imstande sein, auch hinter die Kulissen zu schauen.

Ich wünsche allen weiterhin noch schöne Feiertage !!!!

Dienstag, April 17, 2007

Gedanken zur Zaehlung des Omer (Sefirat HaOmer)

B"H

Derzeit haben sich die israelische Presse sowie religioese englischsprachige Blogs ganz auf das Thema Vishnitz eingeschossen. Ueberall wird diskutiert, vor allem in den Blogs.

Heute wurde berichtet, dass Unbekannte vor Pessach in die Vishnitzer Beit Midrash (relig. Bibliothek, Lehrhaus) eindrangen und dort die Originalschriften des derzeitigen Vishnitzer Rebben Moshe Yehoshua Hager stahlen.
Beide Soehne des 92 - jaehrigen und an Alzheimer erkrankten Rebben beschuldigen sich nun gegenseitig der Tat. Gestern erliess ein Beit Din (rabbinisches Gericht) in Bnei Brak, dass der Dieb eine Woche Zeit hat, die Schriften zurueckzugeben. Falls nicht, wuerde der bisher Unbekannte aus der Gemeinde verbannt werden.

Vor allem zur Zeit der Zaehlung des Omer (Sefirat HaOmer) sollte man auch bei Vishnitz Einsicht zeigen. Sie geben nicht unbedingt das beste Beispiel fuer Chassidim.
Hier ein kurzes Teaching von Rabbi Mordechai Machlis vom letzten Shabbat, welches ich allgemein schreibe und nicht unbedingt auf den Fall Vishnitz bezogen.

In der Zeit von Pessach bis Shavuot starben 24.000 Schueler des Rabbi Akiva (siehe Talmud Yevamot 62b). Die Schueler starben, weil sie sich gegenseitig nicht achteten. Aber warum starben gerade die Schueler des Rabbi Akiva und nicht andere auch ?
Rabbi Akiva lehrte vor allem, dass jeder seinen Naechsten wie sich selbst lieben solle, und gerade seine Schueler haetten dies einhalten muessen.

Auch heute stehen wir vielfach vor der Realitaet, dass relig. Gruppen, seien es nun gewisse Haredim oder unsere Gemeinden, ja, sogar wir selbst, Aussenseiter nicht anerkennen. Der traegt keinen schwarzen Anzug, Kaftan oder Streimel. Ich bin Haredi und du nur nationalreligioes usw.
Wer so handelt, der hat vielleicht die Botschaft des Sefirat HaOmer noch nicht verstanden, denn eigentlich sollten wir in dieser Trauerperiode vom Schicksal der Schueler lernen.