Das Video zeigt die SELICHOT - Gebete der sephardischen Juden. Die der Ashkenazim vor Rosh Hashana beginnen erst in einigen Tagen.
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Montag, September 03, 2012
Sonntag, August 26, 2012
SELICHOT in NEHAR SHALOM
Rabbi Mordechai Scharabi (1908 - 1984)
B"H
In drei Wochen feiern wir Rosh Hashana, das jüdische Neujahrsfest. Mag sein, dass sich einige darunter eine Art "jüdisches Sylvester" vorstellen, aber dem ist ganz und gar nicht so. Zwar handelt es sich bei Rosh Hashana und ein fröhliches Fest, doch findet dies mit ernsthaftem Hintergrund statt. G – tt richtet die Welt auf ein weiteres neues Jahr. Die gesamte Welt einschliesslich Juden und Nichtjuden. In dieser Hinsicht sollten auch Nichtjuden am Rosh Hashana in sich kehren und hoffen, dass ihnen ein gutes Neues Jahr bevorsteht.
Rosh Hashana wird zwei Tage lang gefeiert und üblicherweise gehen Juden in die Synagoge und geniessen das Festtagsessen. Gleichzeitig handelt es sich beim Rosh Hashana um den Beginn des neuen jüdischen Monat Tischre'i.
Einen Monat zuvor, im derzeitigen Monat ELUL, beginnen die sephardischen Juden bereits mit ihren SELICHOT – Gebeten vor Rosh Hashana. Man bittet G – tt um Entschuldigung für seine Vergehen verbunden mit der Absicht, in Zukunft alles besser zu machen. Juden aschkenazischer Herkunft beginnen die SELICHOT erst am Mozzaei Schabbat (Schabbatausklang) vor dem Rosh Hashana.
Am Rosh Hashana werden die Welt, Juden sowie Nichtjuden gerichtet. Der große Unterschied besteht jedoch darin, dass die Welt sowie die Nichtjuden an diesen zwei Tagen gerichtet werden. Juden dagegen können ihr Schicksal noch bis zum Yom Kippur bzw. Ende Sukkot zum Guten oder auch zum Negativen wenden. Rosh Hashana ist also ein Feiertag für die gesamte Welt, der Yom Kippur aber ist ein reiner jüdischer Feiertag !
In den sephardischen Gemeinden laufen die Selichot – Gebete und diese werden zumeist nach Mitternacht begonnen. Im Jerusalemer Stadtteil Nachlaot finden wir unzählige kleine sephardische Synagogen. Von den Syrern über die Kurden bis hin zu den Iranern und Irakern ist alles vertreten.
Photo: Miriam Woelke
Hier sehr Ihr ein kleines Poster, welches die Selichot – Gebete in der NEHAR SHALOM Synagoge verkündet. Bei NEHAR SHALOM handelt es sich um eine Synagoge der jemenitischen Juden, gegründet vom bekannten jemenitischen Kabbalisten, Rabbi Mordechai Scharabi.
Die NEHAR SHALOM Synagoge in Nachlaot/ Jerusalem
Photo: Miriam Woelke
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Sephardische Juden
Montag, August 20, 2012
Juden sephardischer Herkunft
B"H
Nicht immer ist es soziologisch ganz korrekt zu sagen, dass alle Juden aus den Ländern Marokko, Tunesien, Algerien, Kurdistan, dem Irak sowie dem Iran, Syrien, Spanien oder Südamerika sephardische Juden sind. Es gibt kleine historische Unterschiede, wobei die jemenitischen Juden sich ebenso eine Sonderstellung einräumen. Umgangssprachlich jedoch werden die Juden der ersten Länderkategorie als SEPHARADIM (sephardische Juden) bezeichnet.
Juden aus Europa, den USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Südafrika, aus Teilen Südamerikas, etc. sind allgemein ASCHKENAZISCHER Herkunft. Beide Kategorien folgen vielen unterschiedlichen Bräuchen, wobei die Sepharadim als religiöser bzw. weitaus traditioneller gelten als die westeuropäischen aschkenazischen Juden, denen im 19. Jahrhundert die Reformluft um die Nase kroch.
Viele Leute, die Israel noch nie besucht haben, meinen fälschlicherweise, unser Land bestehe entweder vorweglich aus deutschsprachigen Juden oder zumindest einer aschkenazischen Mehrheit. Vielerorts ist aber das genaue Gegenteil der Fall. Nehmen wir nur Jerusalem als Beispiel, wo die Mehrheit der Bewohner sephardischer Abstammung ist. In Tel Aviv hingegen ist es weitgehend umgekehrt. Dann wieder gibt es Orte, deren Bewohner fast nur aus sephardischen Juden bestehen wie Ofakim, Sderot, Netivot, Gedera, Kiryat Malachi, Yafne, Arad, Dimona oder einst sogar die Stadt Beit Shemesh. Seitdem die Anglo – Neueinwanderer jedoch Beit Shemesh entdeckten, wendete sich das Blatt zur aschkenazischen Seite.
Was ich insgesamt damit zum Ausdruck bringen will ist, dass in Israel ein extrem hoher Anteil an der sephardischen Judenschaft besteht und das nicht alles so toll westeuropäisch abläuft, eben aufgrund der verschiedenen Mentalitäten.
Es kommt auf die Situation an, doch oft liegen mir die sephardischen Juden mehr als die aschkenazischen. Besonders dann, wenn es ums Essen geht. Ich esse gerne orientalisch scharf und da komme ich bei den Sepharadim gerade recht. Auch die Portionen sind bei ihnen reichlicher als bei den knauserigen Aschkenazim, wo man gerade einmal einen Keks auf dem Teller findet.:-)
Sephardische Juden folgen anderen Bräuchen und beten aus ihrem eigenen Sidur (Gebetbuch). Einer ihrer Bräuche ist es, ab dem Monatsbeginn des Elul bereits die Selichot (Entschuldigungsgebete) vor dem jüdischen Neujahr Rosh Hashana zu beten. Aschkenazische Juden beginnen damit erst wenige Tage vor dem eigentlichen Fest Gebete, die bei den sephardischen Juden mit eigenen Melodien verbunden sind.
Da ich momentan für ein paar englischsprachige jüdische Presseorgane einige Artikel vorbereite, mache ich mich heute, u.a., auf den Weg, die sephardische Selichot – Gebetsstimmung an der Klagemauer (Kotel) einzufangen. Mit Photos und Videos. Einiges davon werde ich in meinen Blogs veröffentlichen und vielleicht ist es für die deutschsprachigen Leser nicht uninteressant zu erfahren, was sich in anderen jüdischen Communities abspielt. Gerade in Jerusalem haben wir ziemlich viel davon und das Angebot ist breit gefächert. Von den syrischen Juden, dem iranischen Ritus bis hin zu den chassidischen Gruppen.
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Dienstag, Mai 29, 2012
Feiertagspause im Judentum
Das Äußere einer sephardischen Synagoge im Jerusalemer Stadtteil Nachlaot.
Photo: Miriam Woelke
B"H
In Israel ging Schavuot am Sonntag abend zuende, in der Diaspora gestern (Montag) abend. Wem die ganzen Feiertage "langweilig" bzw. "zu viel" wurden, dem sei gesagt: "Bis zum Rosh Hashana (jüd. Neujahrsfest) Mitte September finden kaum weitere Feiertage statt !"
Am Samstag abend als der Schabbat zuende ging und umgehend Schavuot begann, beteten Juden die längste Havdalah (Gebet nach dem Schabbat und die Segnung der neuen Woche) des Jahres. Zuerst wurde der Schabbat verabschiedet und gleich darauf erfolgte der Kiddusch (Segnung des Weines) für den Schavuot – Feiertag.
Seit weit mehr als einem Jahr war ich wieder einmal bei einem Schabbatessen bei Rabbi Mordechai Machlis. Ich weiss, dass andere Blogs die Machlis - Familie als diejenigen anpreisen, welche auch Nichtjuden am Schabbat aufnehmen. Allerdings hören sich derlei Ankündigungen wie ein Touristenreport an, der da ganze Reisegruppen zu den Machlises schicken will. Immerhin sei erwähnt, dass zu viele Nichtjuden mit ihren Kameras nicht unbedingt willkommen sind. Ein jüdischer Schabbat ist keine Ausstellung des Judentums und wer die Machlis – Familie eben mal so als Ausflugsziel ankündigt, der übersieht anscheinend die anwesenden jüdischen Gäste, die einen jüdischen Schabbat feiern suchen und nicht unbedingt einen Tischnachbarn wollen, der ein fettes Kreuz als Halskette trägt.
Insgesamt bin ich froh, wieder in Jerusalem zu sein. Da ich in der glücklichen Lage bin, mir meine Arbeitszeiten selbst einteilen zu können, finde ich auch endlich wieder Zeit, an relig. Unterrichten (Schiurim) teilzunehmen. Außerdem war ich froh, endlich einmal viele Freunde wiederzusehen, die ich wegen des Zeitmangels solange nicht sehen konnte.
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Samstag, April 14, 2012
MIMUNA der marokkanischen Juden
B"H
Pessach ist zuende gegangen und allen Juden marokkanischer Abstammung wünsche ich hiermit HAPPY MIMUNA !!!
Jedes Jahr wieder gibt es in Israel ein riesen Aufsehen um das marokkanische MIMUNA. Mimuna beginnt in diesen Minuten des Schabbatausklang (Mozzaei Schabbat).
Marokkanisches Essen
Hunderttausende Juden marokkanischer Abstammung leben heute in Israel. Ich hörte, dass die marokkanische Mimunatradition eigentlich von dem Wort "Maimonides (Rambam, 1135 - 1214) stammt. Marokkanische Juden weiten Pessach noch aus; dies jedoch mit Chametz, denn Getreide ist ja zu dem Zeitpunkt wieder erlaubt.
Die Mehrheit der marokkanischen Juden machte in den 50iger sowie 60iger Jahren Aliyah. Ganze Städte wie Beit Shean wurden fast ausschliesslich marokkanisch. Von den aschkenazischen Juden widerwillig beäugt, setzten sich immer mehr sephardische Juden gesellschaftlich durch. Mimuna, aber, die alte Tradition, wird aufrechterhalten. Mit marokkanischer Musik (heute wahrscheinlich mehr mit den hauseigenen Popstars Sarit Hadad und Kobi Peretz), gutem Essen und viel marokkanischem Tanz. Mittlerweile entwickelte sich der Feiertag des Marokkaner ebenso zum Tag der Politiker, denn sogar aschkenazische Politiker wie Schimon Peres oder Benjamin Netanyahu gehen auf die Mimuna - Parties. Der Public Relation wegen.
Als die Nazitruppen Nordafrika besetzten, fanden auch in Marokko Judenpogrome statt. Synagogen wurden niedergebrannt und es fanden Gewaltakte gegen Juden statt.
Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 51 % der eingewanderten marokkanischen Juden nach wie vor an den jüdischen Traditionen festhält und, u.a., die Kaschrut oder ein Schabbat einhält. Hier hat das Reformjudentum noch nicht um sich gegriffen und Traditionen für Null und Nichtig erklärt.
Dennoch sehen sich heute viele Marokkaner immer noch diskriminiert, denn nicht wenige Israelis sind der Ansicht, dass gerade diese Neueinwanderschaft ihrerzeit die Mafia nach Israel brachten. Man schaue nur auf die marrokanischen Familiengangs Alperon oder Abergel, die sich auf offener Straße gegen seitig abknallen.

Pessach ist zuende gegangen und allen Juden marokkanischer Abstammung wünsche ich hiermit HAPPY MIMUNA !!!
Jedes Jahr wieder gibt es in Israel ein riesen Aufsehen um das marokkanische MIMUNA. Mimuna beginnt in diesen Minuten des Schabbatausklang (Mozzaei Schabbat).
Marokkanisches Essen
Hunderttausende Juden marokkanischer Abstammung leben heute in Israel. Ich hörte, dass die marokkanische Mimunatradition eigentlich von dem Wort "Maimonides (Rambam, 1135 - 1214) stammt. Marokkanische Juden weiten Pessach noch aus; dies jedoch mit Chametz, denn Getreide ist ja zu dem Zeitpunkt wieder erlaubt.
Die Mehrheit der marokkanischen Juden machte in den 50iger sowie 60iger Jahren Aliyah. Ganze Städte wie Beit Shean wurden fast ausschliesslich marokkanisch. Von den aschkenazischen Juden widerwillig beäugt, setzten sich immer mehr sephardische Juden gesellschaftlich durch. Mimuna, aber, die alte Tradition, wird aufrechterhalten. Mit marokkanischer Musik (heute wahrscheinlich mehr mit den hauseigenen Popstars Sarit Hadad und Kobi Peretz), gutem Essen und viel marokkanischem Tanz. Mittlerweile entwickelte sich der Feiertag des Marokkaner ebenso zum Tag der Politiker, denn sogar aschkenazische Politiker wie Schimon Peres oder Benjamin Netanyahu gehen auf die Mimuna - Parties. Der Public Relation wegen.
Als die Nazitruppen Nordafrika besetzten, fanden auch in Marokko Judenpogrome statt. Synagogen wurden niedergebrannt und es fanden Gewaltakte gegen Juden statt.
Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 51 % der eingewanderten marokkanischen Juden nach wie vor an den jüdischen Traditionen festhält und, u.a., die Kaschrut oder ein Schabbat einhält. Hier hat das Reformjudentum noch nicht um sich gegriffen und Traditionen für Null und Nichtig erklärt.
Dennoch sehen sich heute viele Marokkaner immer noch diskriminiert, denn nicht wenige Israelis sind der Ansicht, dass gerade diese Neueinwanderschaft ihrerzeit die Mafia nach Israel brachten. Man schaue nur auf die marrokanischen Familiengangs Alperon oder Abergel, die sich auf offener Straße gegen seitig abknallen.
Nichtsdestotrotz, HAPPY MIMUNA !

Mimuna - Barbecue in den Parks
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Dienstag, März 27, 2012
Koschere Nudeln für Pessach
B"H
Vor noch nicht allzu langer Zeit regten wir uns alle noch auf, dass an Pessach keine Nudeln verzehrt werden dürfen. Als Weizenprodukt sind Nudeln an den sieben Pessachfeiertagen CHAMETZ. Bedeutet, sie gehören in die Kategorie verbotenes Getreide an Pessach. Wie bekannt ist es Juden an Pessach untersagt, Getreideprodukte wie Hafer, Spelt, Roggen, Weizen oder Gerste zu verzehren. Alles daraus Erzeugte gilt als CHAMETZ und somit verboten.
Für aschkenazische Juden bleibt an Pessach eh nicht viel zum Essen übrig außer Fisch, Fleisch, Kohl, Kartoffeln, Karotten, Eier oder Zwiebeln. Sephardische Juden hingegen kennen all die aschkenazischen Bräuche nicht und essen teilweise Reis. Aschkenazen ist der Reisverzehr an Pessach lt. eines mittelalterlichen Brauches untersagt, sephardische Juden hingegen essen Reis. Darunter Kurden, Perser oder Iraker. Marokkaner essen teilweise keinen Reis an Pessach. Ferner ist es sephardischen Juden erlaubt, Kidniyot zu essen. In diese Kidniyot – Sparte fallen insbesondere Hülsenfrüchte wie Mais, Erbsen, Bohnen, Humus aus Kichererbsen und alles, was aus diesen Lebensmittel hergestellt wurde. Auch die Kidniyot gehen auf einen Brauch zurück.
Nach all den Beschwerden des Essensmangel aschkenazischer Juden, existiert seid Jahren Kuchen, der an Pessach erlaubt ist, denn er ist mit Mazze – oder Kartoffelmehl gebacken. Koscher für Pessach also.
Als ich heute abend im Supermarkt einkaufte, sah ich doch glatt koschere Nudeln für Pessach ! Wie das ? Indem sie aus Reis angefertigt worden sind. Reis wiederum bedeutet Kidniyot und nur sephardische Juden kommen in den Genuß. Allerdings sah ich ebenso koschere Nudeln für Pessach ohne Kidniyot – Zusätze.
Hier ein paar Einkaufsimpressionen von heute abend.
Ort: Der MEGA Markt in der Dizengoff Street / Ecke Pinsker in Tel Aviv.
Ort: Der MEGA Markt in der Dizengoff Street / Ecke Pinsker in Tel Aviv.
Koscher für Pessach !
Koschere Nudeln für Pessach
Mit Kidniyot und hergestellt aus Reis.
Für die Suppe und koscher für Pessach.
Wein für die Pessach Seder
Mazzot
Kekse koscher für Pessach. Vorwiegend aus Kartoffelmehl gebacken.
Photos: Miriam Woelke
Kein Zweifel: Pessach ist einer der teuersten jüdischen Feiertage und viele jüdische Familien in Israel können sich das kostspielige Essen einfach nicht leisten und sind daher auf Geld – und Essensspenden angewiesen. Einschliesslich vieler haredischer (ultra – orthodoxer) Familien in Mea Shearim sowie in Bnei Brak.
Eine dieser Spendenorganisationen ist die im ultra – orthodoxen Mea Shearim (Jerusalem) anzutreffende: "LINAT HA'CHESED" der chassdischen Gruppe Toldot Avraham Yitzchak. Vor zwei Jahren war ich dort und interviewte einige der Chassidim.
Eine dieser Spendenorganisationen ist die im ultra – orthodoxen Mea Shearim (Jerusalem) anzutreffende: "LINAT HA'CHESED" der chassdischen Gruppe Toldot Avraham Yitzchak. Vor zwei Jahren war ich dort und interviewte einige der Chassidim.
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Donnerstag, Dezember 22, 2011
Wo wird die Thorarolle aufbewahrt ?
Copyright / Photos: Miriam Woelke
Jerusalem: Ein Geschäft für die typischen sephardischen runden Behälter in denen die Thorarolle aufbewahrt wird. Im unteren Teil des Regales sehen wir aschkenazische Bedeckungen der Thorarolle. Befinden sich die Thorarollen im Thoraschrein (Aron haKodesh), sind sie entweder mit einem Stoffüberzug verhüllt (bei aschkenazischen Juden) oder sie befinden sich in einem runden verzierten Behälter aus Holz oder Metall wie bei den sephardischen Juden.
Jerusalem: Ein Geschäft für die typischen sephardischen runden Behälter in denen die Thorarolle aufbewahrt wird. Im unteren Teil des Regales sehen wir aschkenazische Bedeckungen der Thorarolle. Befinden sich die Thorarollen im Thoraschrein (Aron haKodesh), sind sie entweder mit einem Stoffüberzug verhüllt (bei aschkenazischen Juden) oder sie befinden sich in einem runden verzierten Behälter aus Holz oder Metall wie bei den sephardischen Juden.
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Samstag, November 19, 2011
Auf den Friedhof am Schabbat ?
B”H
Ein Leser googelte die Frage, ob es erlaubt sei, am Schabbat den Friedhof zu besuchen. Die Antwort lautet, dass Juden am Schabbat nicht auf den Friedhof gehen, denn ein Friedhof kann in vielen Fällen mit Trauer verbunden sein. Am Schabbat aber sollen wir nicht trauern, sondern den Alltag gedanklich beiseite legen und uns auf erfreuliche Dinge konzentrieren. Dies betrifft, u.a., auch, dass jemand sogar seine finanziellen Probleme vergisst. Jedenfalls solange, bis der Schabbat vorüber ist.
Während der Zwischenfeiertage an Pessach und Sukkot (Laubhüttenfest) folgen aschkenazische und sephardische Juden unterschiedlichen Bräuchen. Aschkenazim besuchen an den Zwischenfeiertagen keinen Friedhof, Sepharadim hingegen schon.
Mittwoch, September 14, 2011
Religiöse Schulen wollen keine äthiopischen Schüler
B”H
Der Alltag in unserem Land sieht so aus, dass es den Kindern der Einwanderer aus Äthiopien stets schwer fällt, nach den Sommerferien eine Schule zu finden, welche bereit ist, sie aufzunehmen. Viele Schulen nehmen keine äthiopischen Kinder auf und das hat Gründe. Schauen wir uns nur einmal in wohlhabenden Gegenden wie dem Tel Aviver Norden oder das angrenzende Ramat Aviv. Hier wollen und haben die Schulen keine äthiopischen Schüler. Selbst Schüler sephardischer Abstammung sind eher eine Seltenheit. Im reichen aschkenazischen Ramat Aviv bleibt man lieber unter sich.
Andererseits regen sich die meist säkuleren Juden von Ramat Aviv tierisch auf, wenn eine religiöse Schule, egal, welcher Art, äthiopische Kinder ablehnt. Nehmen etwa die Schulen Ramat Avivs die Äthiopier auf ? Nein, denn man will dort keine primitiven Wilden aus der Unterschicht, die womöglich nur klauen.
Andererseits regen sich die meist säkuleren Juden von Ramat Aviv tierisch auf, wenn eine religiöse Schule, egal, welcher Art, äthiopische Kinder ablehnt. Nehmen etwa die Schulen Ramat Avivs die Äthiopier auf ? Nein, denn man will dort keine primitiven Wilden aus der Unterschicht, die womöglich nur klauen.
In Petach Tikwah
Photo: Miriam Woelke
Die Stadtverwaltung von Petach Tikwah (nahe Tel Aviv) sandte kürzlich ein paar äthiopische Mädchen zur Chabad (Lubawitsch) Mädchenschule OR CHAYA, weil man der Meinung war, Chabad werde es schon richten. Die fünf Mädchen waren im Vorfeld so gut wie überall abgelehnt worden und da fand das Rathaus, dass Chabad die Initiative ergreifen solle.
Die Mädchen trabten zur OR CHAYA Schule, wo ebenfalls die Tore für sie verschlossen blieben. Chabad sandte die Mädchen umgehend wieder heim, denn es sei nicht bewiesen, dass es sich bei den Schülerinnen um rechtmässige halachische Juden handele.
Das Problem ist altbekannt und offiziell werden äthiopische Juden lediglich vom sephardischen Teil des Oberrabbinates (Rabbanut) als Juden anerkannt. Soweit sie denn Dokumente vorweisen können. Die Entscheidung zur Anerkennung fiel vor Jahren vom damaligen sephardischen Oberrabbiner Ovadia Yosef. Der aschkenasische Teil des Rabbanut erkennt äthiopische Einwanderer nicht als Juden an, es sei denn, sie durchlaufen einen anerkannten orthodoxen Konversionskurs. Aber so einfach von Äthiopien kommen und Jude sein wollen, geht nicht.
Tatsache ist, dass sehr viele äthiopische Einwanderer keine halachischen Juden sind. Eben weil zahlreiche Männer vorwiegend christliche Äthiopierinnen heirateten und demzufolge die Kinder keine Juden mehr sind.
Was ich nicht begreife ist, wie die das Rathaus von Petach Tikwah äthiopische school kids, die vorher schon überall abgelehnt worden waren, ausgerechnet zu den aschkenasischen Chabadnikim schicken konnte. Da ist einem doch im voraus klar, was passieren wird. Warum sandte die Stadtverwaltung die Mädchen nicht zu einer sephardischen Schule der SHASS – Partei ?
Siehe auch hier den Artikel von YNET !
Siehe auch hier den Artikel von YNET !
Samstag, September 10, 2011
"Silent Exodus - Der Stille Exodus"
B"H
Silent Exodus was selected at the International Human Rights Film Festival of Paris (2004) and presented at the UN Geneva Human Rights Annual Convention (2004)
In 1948 nearly one million Jews lived in Arab lands. But In barely twenty years, they have become forgotten fugitives, expelled from their native lands, forgotten by history and where the victims themselves have hidden their fate under a cloak of silence.
A people whom legend have always associated with "wandering" many of these Jews from Arab lands had lived there for thousands of years and accepted their fate, through good times and bad times.
But 1948, the beginning of their exodus, also saw the birth of the State of Israel.
And, while the Arab armies were preparing to invade the young refugee-country, the survivors of the Shoah were piling up in rickety boats. Meanwhile a few hundred thousand Arabs from Palestine were getting ready to flee their homes, convinced that they would return as winners and conquerors.
Soon - by a terrible twist of fate they, as well, began to fill up refugee camps and passed on their refugee status to new generations.
The Jews, however, did not receive refugee status.
They had just rediscovered the land of their birthright.
And if they came from Morocco, Algeria, Tunisia, Libya, Egypt, Syria, Iraq or from Yemen, if they had lost everything, even their relatives and their cemeteries, they were ready to rebuild their lives in the West and for many - in Israel - and try to forget their past.
Without ever asking for compensation or the right of return, or even wishing that their story be told...
THE ARABS WITHOUT THE JEWS: ROOTS OF A TRAGEDY
by MAGDI ALLAM
(translated from Italian by Lyn and Lawrence Julius)
Israel is the keeper of a mutilated Arab identity, the repository for the guilty consciences of the Arab peoples, the living witness to a true history of the Arab countries, continuously denied, falsified and ignored.
Mittwoch, August 31, 2011
Sephardische SELICHOT Gebete vor Rosh Hashana an der Kotel (Klagemauer)
B”H
Mit dem Monatsbeginn des ELUL beginnen sephardische Juden ihre SELICHOT Gebete vor dem anstehende jüdischen Neujahrsfest Rosh Hashana. Am Rosh Hashana richtet G – tt die Welt und am Yom Kippur die Juden.
Mit dem Elul, einem Monat vor dem Neujahrsfest im Tischre’i, beginnen die Juden mit der Umkehr, damit ihnen G – tt an Rosh Hashana bzw. am Yom Kippur ein weiteres Jahr auf dieser Welt gewährt.
Der Monat Elul vor Rosh Hashana und Yom Kippur ist die Zeit der Besinnung. Was haben wir falsch gemacht und was wollen wir persönlich im neuen Jahr 5772 besser machen. Unsere Fehler einsehen, zu G – tt umkehren und auf ein besseres, positiveres Jahr hoffen. Ein weiteres Jahr, das ist es, worum wir G – tt bitten. Ein Jahr in Frieden, Gesundheit und mit ausreichenden Finanzen.
Die sephardischen Juden haben mit ihren Selichot – Gebeten begonnen, in denen G – tt um Vergebung gebeten wird. Er soll und unsere Vergehen vergeben, aber dazu gehört unsererseits die Einsicht, etwas falsch gemacht zu haben. Ferner muss die Absicht da sein, es in Zukunft besser zu machen.
Aschkenazische Juden beginnen mit ihren Selichot – Gebeten erst am Schabbatausklang (Mozzaei Schabbat) vor dem Rosh Hashana; bedeutet am Abend des 24. September 2011. In der Regel werden die Selichot – Gebete nach Mitternacht gebetet. Tausende Menschen strömen noch bis zum Yom Kippur an die Kotel (Klagemauer) und ich werde mich in der kommenden Woche dorthin begeben und einmal umschauen.
Anmerkung: Selichot = Entschuldigungen, Vergebungen
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Montag, August 01, 2011
Das Haus des BABA SALI in Rissani / Marokko
B"H
In Israel ist der vor mehr als zwanzig Jahren verstorbene Kabbalist BABA SALI, Rabbi Israel Abuchatzeira (1890 - 1984), bis heute unvergessen. Ein Enkel von ihm, Rabbi Elazar Abuchatzeira, wurde am vergangenen Donnerstag ermordet, und allein aufgrund der Tatsache, dass Rabbi Elazar einer der "Abuchatzeiras" ist, gewinnt der Mord in Israel an Brisanz.
Die Nachkommen des Baba Sali sind bis heute weit verzweigt und halten Rabbinerpositionen in mehreren Orten des Landes inne.
Presented by Diarna (www.diarna.org): Enter the old mellah (Jewish quarter) of Rissani, a city in southeastern Morocco near the Algerian border, and explore its narrow alleyways in search of a famous home. Buried inside the mellah's labyrinth is the former home of the Baba Sali (Rabbi Yisrael Abuhatzeira), an internationally renowned rabbi. Before he became an icon in Israel, France, and around the world, the Baba Sali lived on the edge of the Sahara desert in Morocco. In 1912, his brother was murdered in Rissani, purportedly sacrificing his life to a local chieftan so that the rest of the Jewish community could survive. The Baba Sali continued to lead the large Jewish community of the Tafilalet region of southern Morocco, training most of the rabbis in the area. In 1950, he sold his home to a Muslim woman and left for Israel. After moving in, she recounts that the Baba Sali appeared to her in a dream and told her not to live in the house. She eventually vacated the home — which now sits empty — but opens it up so visitors can light candles by the well in the home's central courtyard.
This video begins with a walk into the mellah via the main gate, which for centuries was locked at night, enclosing the Jewish inhabitants. Visitors then proceed down a winding street until eventually arriving at the dark alleyway where the Baba Sali's home is located.
Links:
Alles, was in Israel Rang und Namen hat, reist zur Shiva im Haus des erstochenen Rabbiners.
Gematria on Rabbi Elazar Abuchatzeiras Murder Case
Gematria:
Jeder hebräische Buchstabe steht auch für eine Zahl und wenn man die Zahlenwerte eines Wortes zusammenzählt, können diese mit identischen Werten an anderer Stelle verglichen werden. Somit ergibt sich ggf. ein Zusammenhang mehrerer unterschiedlicher Thorastellen.
Jeder hebräische Buchstabe steht auch für eine Zahl und wenn man die Zahlenwerte eines Wortes zusammenzählt, können diese mit identischen Werten an anderer Stelle verglichen werden. Somit ergibt sich ggf. ein Zusammenhang mehrerer unterschiedlicher Thorastellen.
Ein bekanntes Beispiel:
Die Buchstaben des Wortes AMALEK (der Feind Israels, Nachkomme Esavs und bis heute dient das Wort AMALEK für sämtliche Feinde Israels) ergeben denselben Zahlenwert wie "SAFEK - Zweifel". Somit will Amalek die Juden von der Thora abbringen.
In diesem Zusammenhang sei zu beachten, dass Amalek nicht nur ein Nachkomme des Esav war, der die Juden hasste. Bis heute dient Amalek als ein KONZEPT für den ewigen und sinnlosen Judenhass bzw. Antisemitismus.
Samstag, Juli 30, 2011
Der Kabbalist Elazar Abuchatzeira wurde erstochen
B"H
Die religiöse Welt Israels befindet sich in Aufruhr, denn am Donnerstag abend wurde der bekannte Kabbalist und Enkel des Baba Sali, Rabbi Elazar Abuchatzeira, in seiner Yeshiva (relig. Schule) erstochen. Zwar wurde der 70 – jährige noch ins lokale “Soroka – Krankenhaus” in Beersheva eingeliefert, doch nach kurzer Zeit erlag er seinen Verletzungen.
Über die weitverzweigte Abuchatzeira – Familie zu berichten, ist nie leicht. Der im Jahre 1984 verstorbene Kabbalist “Baba Sali”, Rabbi Israel Abuchatzeira erfreute sich im Land großer Berühmtheit sowie Beliebtheit. Seine Söhne und Enkel sind bis heute als Rabbiner tätig und brachten es zu hohem Einfluss. Politisch sowie wirtschaftlich.
Ursprünglich stammen die Abuchatzeiras aus Marokko und zählen daher zu den sephardischen Juden. Der Baba Sali liess sich in der Kleinstadt Netivot nieder, wo er auch begraben liegt. Noch vor zwei Jahren besuchte ich sein Grab und eine Freundin von mir, die mich begleitete, führte ein intensives Gespräch mit einem weiteren Enkel des Baba Sali.
Nicht alle Nachfahren des Baba Sali erfreuen sich eines einwandfreien Rufes. So, zum Beispiel, sass ein Sohn, Rabbi Baruch Abuchatzeira (genannt: Baba Baruch),wegen mehrerer Delikte im Gefängnis. Als Rabbiner ist er dennoch weiterhin tätig. Manchmal erwecken zuviele Nachkommen den Eindruck, sie leben vom Namen Abuchatzeira.
Andererseits können sie einem auch leid tun, denn in Netivot machte sich vor Jahren eine Konkurrenz auf. Rabbi Yaakov Ifergan, ein ehemaliger Schüler des Baba Sali, betreibt seinen eigenen Personenkult und nennt sich “Röntgen – Rabbi”. Angeblich besitze er die magische Eigenschaft einen Menschen anzusehen und ihn mit seinen Augen zu durchleuchten und zu wissen, was das Problem desjenigen sei. Hunderte Juden besuchen Ifergan monatlich und suchen seinen Rat. Und das vor den Augen der Abuchatzeiras, die da das Denkmal “Baba Sali” hochzuhalten suchen. Seit Jahren tobt ein Streit zwischen den beiden Familien und all das in der kleinen Negevstadt Netivot.
Am Donnerstag kam Asher Dahan aus der haredischen (ultra – orthodoxen) Stadt El’ad (nahe Tel Aviv) nach Beersheva, um Rabbi Elazar Abuchatzeira (genannt: Baba Elazar) um Rat zu fragen. Dabei ging es um das Verhältnis zu einer Frau, wobei mir nicht bekannt ist, ob Dahan verheiratet oder geschieden ist. Dahan sprach mit Baba Elazar und offenbar gefiel ihm dessen Rat nicht woraufhin Dahan den Rabbiner mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzte und dieser kurz darauf verstarb. Gestern fand die Beerdigung statt, an der 100,000 Menschen teilnahmen.
Photo: Rabbi Elazar Abuchatzeira
Es heißt, dass Asher Dahan seit langem in psychiatrischer Behandlung ist, denn angeblich bedrohte er mehrere Persönlichkeiten seines Wohnortes El’ad. Haredische Websites heben ebenso hervor, dass Dahan ein Neureligiöser ist und keineswegs in eine haredische Familie hineingeboren worden ist.
Und all das so kurz vor dem Trauertag um beide zerstörten Tempel “Tisha Be’Av – der 9. des jüdischen Monat Av.
Über die Familie Abuchatzeira zu berichten habe ich soweit fast immer vermieden, denn dies setzt ein breites Wissen zur Familienhistorie voraus und das wiederum bedeutet sehr viel Research. Die Abuchatzeiras und ihre Verwandtschaft wie der bekannte Rabbi Yoshiyahu Yosef Pinto genau so wie ihre Verzweigungen in der Politik sind ziemlich kompliziert und verworren.
Über die weitverzweigte Abuchatzeira – Familie zu berichten, ist nie leicht. Der im Jahre 1984 verstorbene Kabbalist “Baba Sali”, Rabbi Israel Abuchatzeira erfreute sich im Land großer Berühmtheit sowie Beliebtheit. Seine Söhne und Enkel sind bis heute als Rabbiner tätig und brachten es zu hohem Einfluss. Politisch sowie wirtschaftlich.
Ursprünglich stammen die Abuchatzeiras aus Marokko und zählen daher zu den sephardischen Juden. Der Baba Sali liess sich in der Kleinstadt Netivot nieder, wo er auch begraben liegt. Noch vor zwei Jahren besuchte ich sein Grab und eine Freundin von mir, die mich begleitete, führte ein intensives Gespräch mit einem weiteren Enkel des Baba Sali.
Nicht alle Nachfahren des Baba Sali erfreuen sich eines einwandfreien Rufes. So, zum Beispiel, sass ein Sohn, Rabbi Baruch Abuchatzeira (genannt: Baba Baruch),wegen mehrerer Delikte im Gefängnis. Als Rabbiner ist er dennoch weiterhin tätig. Manchmal erwecken zuviele Nachkommen den Eindruck, sie leben vom Namen Abuchatzeira.
Andererseits können sie einem auch leid tun, denn in Netivot machte sich vor Jahren eine Konkurrenz auf. Rabbi Yaakov Ifergan, ein ehemaliger Schüler des Baba Sali, betreibt seinen eigenen Personenkult und nennt sich “Röntgen – Rabbi”. Angeblich besitze er die magische Eigenschaft einen Menschen anzusehen und ihn mit seinen Augen zu durchleuchten und zu wissen, was das Problem desjenigen sei. Hunderte Juden besuchen Ifergan monatlich und suchen seinen Rat. Und das vor den Augen der Abuchatzeiras, die da das Denkmal “Baba Sali” hochzuhalten suchen. Seit Jahren tobt ein Streit zwischen den beiden Familien und all das in der kleinen Negevstadt Netivot.
Am Donnerstag kam Asher Dahan aus der haredischen (ultra – orthodoxen) Stadt El’ad (nahe Tel Aviv) nach Beersheva, um Rabbi Elazar Abuchatzeira (genannt: Baba Elazar) um Rat zu fragen. Dabei ging es um das Verhältnis zu einer Frau, wobei mir nicht bekannt ist, ob Dahan verheiratet oder geschieden ist. Dahan sprach mit Baba Elazar und offenbar gefiel ihm dessen Rat nicht woraufhin Dahan den Rabbiner mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzte und dieser kurz darauf verstarb. Gestern fand die Beerdigung statt, an der 100,000 Menschen teilnahmen.
Photo: Rabbi Elazar Abuchatzeira
Es heißt, dass Asher Dahan seit langem in psychiatrischer Behandlung ist, denn angeblich bedrohte er mehrere Persönlichkeiten seines Wohnortes El’ad. Haredische Websites heben ebenso hervor, dass Dahan ein Neureligiöser ist und keineswegs in eine haredische Familie hineingeboren worden ist.
Und all das so kurz vor dem Trauertag um beide zerstörten Tempel “Tisha Be’Av – der 9. des jüdischen Monat Av.
Über die Familie Abuchatzeira zu berichten habe ich soweit fast immer vermieden, denn dies setzt ein breites Wissen zur Familienhistorie voraus und das wiederum bedeutet sehr viel Research. Die Abuchatzeiras und ihre Verwandtschaft wie der bekannte Rabbi Yoshiyahu Yosef Pinto genau so wie ihre Verzweigungen in der Politik sind ziemlich kompliziert und verworren.
Samstag, Juni 25, 2011
Die Geschichte der Juden von Libyen
Die BEN SHAIF SYNAGOGE in Zliten / Libyen. Das Photo entstand vor dem Zweiten Weltkrieg.
B”H
Schon vor Beginn der weltlichen Zeitrechnung, im Jahre 323, siedelten sich Juden in Libyen an. Der römische Kaiser Augustus sprach seinerzeit den Juden der Region Cyrene / Libyen besondere Privilegien zu und wenn man es historisch nimmt, so waren die Juden viele Jahre vor der Gründung des Islam in Libyen ansässig. Nach Muhammad krähte damals noch kein Hahn !
Einst eine blühende jüdische Gemeinde, im letzten Jahrhundert fand alles abrupt ein Ende und heute finden wir in Libyen keine Juden mehr. Allerdings würden viele in Israel lebende Juden libyscher Herkunft gerne ihr ehemaliges Heimatland besuchen.
Am 5. November 1945 kam es in der Hauptstadt Tripoli zu einem Pogrom, in dem 140 Juden umkamen. Hintergrund: Im Jahre 1911 besetzte Italien das nordafrikanische Land. Im Jahre 1931 waren 4 % der Gesamtbevölkerung Libyens Juden. Von 550,000 Libyern waren 21,000 Juden.
Ende der 30iger Jahre kam es dann durch die antisemitischen Mussolini – Italiener zu den ersten Benachteiligungen der Juden von Libyen. Im Jahre 1942 jedoch besetzte die deutsche Wehrmacht das Land und wer immer glaubte, Hitler liess nur die aschkenazisch – europäischen Juden verfolgen, der hat sich noch nicht mit den Leiden der Juden Nordafrikas auseinandergesetzt. Ein trauriges Kapitel, von dem bis heute kaum die Rede ist: Nordafrikanische Juden in Arbeits – u. Konzentrationslagern. Die Nazi – Vernichtungsmaschinerie ging in Nordafrika genau so unbarmherzig gegen Juden vor wie in allen besetzten Teilen Europas.
Bilder aus einer langen traditionsreichen Vergangenheit: Juden in Libyen
Im Juni 1948 brachten arabische Randalierer erneut 12 Juden um und zerstörten 250 jüdische Häuser. Seitdem verliessen immer mehr Juden das Land und als Diktator Ghadaffi im Jahre 1969 die Macht an sich riss, liess dieser alles jüdische Eigentum sofort konfiszieren und arabische Schuldner brauchten ihre Schulden an Juden nicht mehr zurückzahlen.
Der letzte in Libyen verbliebene Jude starb im Jahre 2002.
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Montag, Juni 20, 2011
Montag, April 25, 2011
Mimuna
B"H
Pessach ist gerade zuende gegangen. Jedenfalls in Israel, denn in der Diaspora wird noch bis morgen (dienstag) abend gefeiert.
Jedes Jahr wieder gibt es in Israel ein riesen Aufsehen um das marokkanische MIMUNA. Mimuna beginnt wenige Minuten nach dem offiziellen israelischen Pessachende und wird bis zum darauffolgenden Tag gefeiert.
Hunderttausende Juden marokkanischer Abstammung leben heute in Israel. Ich hörte, dass die marokkanische Mimunatradition eigentlich von dem Wort "Maimonides (Rambam, 1135 - 1214) stammt. Marokkanische Juden weiten Pessach noch aus; dies jedoch mit Chametz, denn Getreide ist ja zu dem Zeitpunkt wieder erlaubt.
Die Mehrheit der marokkanischen Juden machte in den 50iger sowie 60iger Jahren Aliyah. Ganze Städte wie Beit Shean wurden fast ausschliesslich marokkanisch. Von den aschkenazischen Juden widerwillig beäugt, setzten sich immer mehr sephardische Juden gesellschaftlich durch. Mimuna, aber, die alte Tradition, wird aufrechterhalten. Mit marokkanischer Musik (heute wahrscheinlich mehr mit den hauseigenen Popstars Sarit Hadad und Kobi Peretz), gutem Essen und viel marokkanischem Tanz. Mittlerweile entwickelte sich der Feiertag des Marokkaner ebenso zum Tag der Politiker, denn sogar aschkenazische Politiker wie Schimon Peres oder Benjamin Netanyahu gehen auf die Mimuna - Parties. Der Public Relation wegen.
Als die Nazitruppen Nordafrika besetzten, fanden auch in Marokko Judenpogrome statt. Synagogen wurden niedergebrannt und es fanden Gewaltakte gegen Juden statt.
Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 51 % der eingewanderten marokkanischen Juden nach wie vor an den jüdischen Traditionen festhält und, u.a., die Kaschrut oder ein Schabbat einhält. Hier hat das Reformjudentum noch nicht um sich gegriffen und Traditionen für Null und Nichtig erklärt.
Dennoch sehen sich heute viele Marokkaner immer noch diskriminiert, denn nicht wenige Israelis sind der Ansicht, dass gerade diese Neueinwanderschaft ihrerzeit die Mafia nach Israel brachten. Man schaue nur auf die marrokanischen Familiengangs Alperon oder Abergel, die sich auf offener Straße gegen seitig abknallen.

Pessach ist gerade zuende gegangen. Jedenfalls in Israel, denn in der Diaspora wird noch bis morgen (dienstag) abend gefeiert.
Jedes Jahr wieder gibt es in Israel ein riesen Aufsehen um das marokkanische MIMUNA. Mimuna beginnt wenige Minuten nach dem offiziellen israelischen Pessachende und wird bis zum darauffolgenden Tag gefeiert.
Marokkanisches Essen
Hunderttausende Juden marokkanischer Abstammung leben heute in Israel. Ich hörte, dass die marokkanische Mimunatradition eigentlich von dem Wort "Maimonides (Rambam, 1135 - 1214) stammt. Marokkanische Juden weiten Pessach noch aus; dies jedoch mit Chametz, denn Getreide ist ja zu dem Zeitpunkt wieder erlaubt.
Die Mehrheit der marokkanischen Juden machte in den 50iger sowie 60iger Jahren Aliyah. Ganze Städte wie Beit Shean wurden fast ausschliesslich marokkanisch. Von den aschkenazischen Juden widerwillig beäugt, setzten sich immer mehr sephardische Juden gesellschaftlich durch. Mimuna, aber, die alte Tradition, wird aufrechterhalten. Mit marokkanischer Musik (heute wahrscheinlich mehr mit den hauseigenen Popstars Sarit Hadad und Kobi Peretz), gutem Essen und viel marokkanischem Tanz. Mittlerweile entwickelte sich der Feiertag des Marokkaner ebenso zum Tag der Politiker, denn sogar aschkenazische Politiker wie Schimon Peres oder Benjamin Netanyahu gehen auf die Mimuna - Parties. Der Public Relation wegen.
Als die Nazitruppen Nordafrika besetzten, fanden auch in Marokko Judenpogrome statt. Synagogen wurden niedergebrannt und es fanden Gewaltakte gegen Juden statt.
Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 51 % der eingewanderten marokkanischen Juden nach wie vor an den jüdischen Traditionen festhält und, u.a., die Kaschrut oder ein Schabbat einhält. Hier hat das Reformjudentum noch nicht um sich gegriffen und Traditionen für Null und Nichtig erklärt.
Dennoch sehen sich heute viele Marokkaner immer noch diskriminiert, denn nicht wenige Israelis sind der Ansicht, dass gerade diese Neueinwanderschaft ihrerzeit die Mafia nach Israel brachten. Man schaue nur auf die marrokanischen Familiengangs Alperon oder Abergel, die sich auf offener Straße gegen seitig abknallen.
Nichtsdestotrotz, HAPPY MIMUNA !

Mimuna - Barbecue in den Parks
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Montag, Februar 21, 2011
Sonntag, Januar 16, 2011
Tunesiens Juden haben Angst
B"H
Die ca. 2500 Juden von Tunesien haben Angst. Die alte Regierung trug viel zum Schutz der Juden bei, doch die derzeitige aktuelle Lage ist unklar.
Schutz der Juden von Tunesien
Mehr Photos von den Juden aus Tunis HIER !
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Sonntag, Dezember 05, 2010
Rabbi Ovadiah Yosef und seine Aussagen
B"H
Wenn sich einige Israelis über die Aussagen des ehemaligen sephardischen Oberrabbiner Ovadiah Yosef aufregen, dann kann ich das noch einigermassen nachvollziehen. Wenn allerdings Juden oder besser gesagt, viele Nichtjuden, aus dem Ausland hysterisch werden, dann entzieht sich das meinem Verständnis. Vielerseit sind es gerade jene Juden, die sich aufregen, denen orthodoxe Aussagen eh nicht gefallen oder die die Thora nie richtig lernten. Geschweige denn Talmud.
Es ist durchaus richtig, dass Rabbi Yosef an vielen Mozzaei Schabbat häufig gerne diverse Sachen loslässt. Dies geschieht bei seiner Wochenansprache nach dem Schabbat. Was ich an Rabbi Yosef kritisiere ist, dass er viele tiefe jüdische Konzepte einfach so herausredet, ohne an die öffentlichen Konseqenzen zu denken. Nicht, dass, was er sagt, sondern wie er es an den Mann bringt.
Beispiel:
Beispiel:
Wer als Mann zwischen zwei Frauen geht, ist ein Esel.
Es entspricht der Richtigkeit, dass diese Aussage im Talmud steht und relig. Männer normalerweise nicht zwischen zwei Frauen gehen, sondern am Rand bzw. drumherum.
Weiteres Beispiel:
Die Holocaust - Opfer sind Seelen, die einen Tikkun (Seelenkorrektur) brauchten.Dieses Konzept allein ist sehr schwer zu verstehen und beruht einem jüdischen Thora-, Talmud - und Kabbalhkonzept der "Erev Rav". Leider habe ich bisher noch nie die Zeit gefunden, ausführlich darüber zu berichten, sondern habe dies immer nur am Rande getan.
Das Kontroverse ist, dass Rabbi Ovadiah Yosef nichts Falsches sagt, sondern dass er etwas behauptet, ohne G - tt jemals gefragt zu haben. Woher will er all das so genau wissen ? Zum Beispiel das mit den Opfer der Shoah ? Allerdings tut dies nicht nur Rabbi Yosef, sondern selbst der einstige Satmarer Rebbe Yoel Teitelbaum, der dem Zionismus eine Teilschuld am Holocaust einräumt.
Wenn Rabbi Yosef etwas sagt, dann ist das talmudisch untermauert, doch kann man nicht Dinge in die Öffentlichkeit werfen, von denen Otto Normalverbraucher nichts versteht. Ohne Ahnung zu haben, macht sich dann jeder seine eigenen Gedanken und versucht sich etwas zusammen zu reimen, was völlig falsch ist.
Der Rabbi hat Recht, wenn er sagt, alles Geschehen auf der Erde und im Universum hängt von G - tt ab, der da alles entscheidet. Nichts geschieht einfach so, sondern hat einen Hintergrund, der uns oft verborgen bleibt. Wie ich mehrmals andeutete, sehen wie Menschen nur einen Teil des Gesamtbildes und G - tt sieht alles. Daher sollte niemand sofort richten und meinen, er verstehe alles besser als Rabbi Ovadiah Yosef.
In Hinsicht auf den Brand auf dem Carmel gab es sicherlich einen Grund; einen Grund, den wir nicht kennen, doch die Juden in Israel sollten einmal in sich gehen und fragen, was schief läuft.
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