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Donnerstag, Februar 09, 2012

Chassidische Tu be'Shevat Photos

B"H 

Gestern abend: Tu be'Shevat in den chassidischen Gruppen Nadvorna, Permishlan, Kretchnif - Jerusalem, Lelov - USA, Machnovke und Shomrei Emunim:

Chassidut Nadvorna / Bnei Brak


Chassidut Kretchnif in Jerusalem

Alle Photos gibt es HIER zu sehen!

Dienstag, März 02, 2010

Purim 5770 in Mea Shearim

B"H

Mein gestriger Purim - Ausflug in eines der zahlreichen Jerusalemer ultra - orthodoxen Zentren Jerusalems: Mea Shearim.

Purimfeiern bei den chassidischen Gruppen Toldot Aharon, Kretchnif, Karlin - Stolin & Satmar.


Sonntag, März 09, 2008

Tischandrang

B"H

Perfektes Schabbatwetter mit über 20 Grad erwartete uns alle.
Die Bäume stehen längst in voller Blüte und es herrschte geradezu ein Hauch von Sommer. Selbst die Nächte sind derzeit schon verhältnismässig warm. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass es erst Anfang Mätz und der Winter somit noch nicht vorüber ist.

Mit einer Freundin begann ich den Schabbat beim Abendgebet (Maariv) der Chassidim von Karlin - Stolin in Mea Shearim. In meinem englischen Blog steht Karlin - Stolin weit abgeschlagen auf dem ersten Platz der Synagogenanfragen. Religiöse jüdische Touristen fragen regelmässig an, wie sie zur Synagoge der Karliner Chassidim kommen. Obwohl die Karliner auch in New York vertreten sind, scheinen dennoch viele sie in Mea Shearim in voller Action sehen zu wollen, denn ihre Gebetsservice sind berühmt für ekstasische Gebete. So intensiv, dass die Worte geradezu herausgeschrien werden. Ein bewegendes Schauspiel, welches uns auch an diesem Erev Schabbat wieder erwartete. Karlin - Stolin gehört für uns fast schon zum Ritual. Die Chassidim sind sehr freundlich und es ich leicht, Kontakte aufzubauen. Übrigens verfügt die ursprünglich aus Lithauen stammende chassidische Gruppe über ihr eigenes Sidur (Gebetbuch).

Nach Karlin - Stolin machten wir uns auf zum Schabbatessen bei Rabbi Mordechai Machlis. Ein weiteres Ritual am Erev Schabbat. Obwohl der Rabbi am Schabbat keine politischen Reden in seinem Haus haben will, begann das Essen vorerst mit ein paar Eindrücken zum Terrorattentat auf die nationalrelig. Yeshiva (relig. Schule) Mercaz HaRav im Stadtteil Kiryat Moshe, bei der acht Studenten erschossen worden waren. Der Rabbi hatte ca. 30 Minuten vor dem Attentat das Gebäude verlassen und ein gemeinsamer Bekannter von uns befand sich während des Attentates im oberen Stockwerk des Gebäudes, wo alle Anwesenden dachten, dass jemand unten Knallkörper herumwerfe. Wenig später wurden sie dann Zeuge von dem, was wirklich passiert war.

Nach dem Essen, was relativ spät endete (22.30 Uhr), gingen wir direkt zur chassidischen Gruppe Dushinsky. Deren Synagoge liegt nur fünf Minuten vom Machlis - Haus entfernt. Leider war fast die gesamte Frauenempore überfüllt und wir konnten kaum sehen, was im Erdgeschoss bei den Männern vor sich ging. Ein kurzer Blick auf Rebbe Yosef Zvi Dushinsky und das war es auch schon. Wir versuchten es weiter bei der ebenso nahegelegenen Synagoge der Kretchnifer Chassidim. Gück gehabt. Die Frauenempore war fast leer und kurz darauf kam die Rebbitzen mit ihrem Familienanhang herein.
Das Problem bei Kretchnif ist die Mechitzah (Trennwand zu den Männern). Obwohl Metallstäbe die Sicht etwas versperren, war es bis vor einigen Wochen möglich, alles gut zu überblicken. Dann kam man auf die fatale Idee, die Sicht zusätzlich mit einer Art Plane zu versperren und wer jetzt länger durch die Plane schaut, dreht sich irgendwann im Kreis. Die Mischung zwischen Papier und Plastik ist nicht besonders gut für die Augen.

Nach ca. 20 Minuten zogen wir davon, denn ich wollte unbedingt schauen, ob es bei den Shomrei Emunim (den "Hütern des Glaubens" und der Ursprung der extremen Gruppe Toldot Aharon) einen Tisch gibt. Deren Rebbe Avraham Chaim Roth wohnt in Bnei Brak und kommt nur alle Jubeljahre einmal nach Jerusalem. Leider hatten wir Pech und es gab keinen chassidischen Tisch.

Zuvor jedoch hatten wir die Synagoge der geheimen chassidischen Gruppe "Mishkenot HaRoim" passiert. Wenn man sie überhaupt eine chassidische Gruppe nennen darf, denn eigentlich sind die Mischkenot HaRoim eine Art Zusammenschluß oder Organisation mit Rabbi Chaim Rabinovicz als Oberhaupt. Sie sind die geheimste Gruppe in der anti - zionistischen Dachorganisation "Edah HaCharedit" und geben sich äußerst bedeckt.

Als wir ihr Gebäude passierten, standen alle Türen einladend offen und im Inneren wurde gesungen. Das große Problem ist nur, dass beide Eingänge auschließlich für Männer sind und wir als weibliche Wesen keine Chance sahen. Auch ein Suchen nach einem dritten Eingang war erfolglos. Also dachte ich mir, dass ich auf anderem Wege Näheres herausfinde. Nämlich dann, wenn ich die Synagoge der Neturei Karta besuche.

Und was war wohl unser nächstes und letztes Ziel ?
Genau, der Tisch des Rebben der Toldot Aharon, Rebbe David Kahn. Aber dort war es mehr als gerammelt voll. Hunderte Frauen drängten sich auf den Metalltribünen und wir quetschten uns nur ca. eine halbe Stunde hinter die Glasmechitzah. Im Erdgeschoß befanden sich Hunderte von Chassidim sowie viele Gäste von ausserhalb, die mit dem Rebben den chassidischen Tisch feierten. Kurz gesagt, bei dem schönen Wetter herrschte der totale Andrang, denn alle waren ausgezogen, etwas zu sehen.

Zum Morgengebet Schacharit lag die Versuchung nahe, zur Neturei Karta Synagoge zu gehen, was ich dann aber auf den nächsten Schabbat verschob. Irgendwie landete ich doch wieder bei den Toldot Aharon, wo ich diesesmal nicht unbedingt einen spirituellen Synagogenservice verbrachte. Als ich ankam, war es genauso voll wie am Abend zuvor. Platz fand ich auf der Hinterbank und ob es jemand glaubt oder nicht, ich war fast drei Stunden dort und sah nichts von dem, was unten bei den Männern vor sich ging. Zu hören war auch kaum etwas und so kämpfte ich die ganze Zeit über mit meinem Gehör, um vielleicht annähernd herauszufinden, in welchem Teil des Gebetes wir uns gerade befanden. Mehr oder weniger erfolglos.
Dafür fand ich genügend Zeit mich ein wenig zu unterhalten und den Frauen zuzuschauen. Ihre Kleidung auseinanderzuhalten und ein paar ganz junge Mädels hatten frisch geheiratet. Sie konnten nicht älter als 18 Jahre alt gewesen sein und nicht alle von ihnen sahen unbedingt happy aus.

Und dann berichtete mir meine Banknachbarin, dass auch heute wieder ein Schabbat Chatan sei. Ein Schabbat an dem diejenigen Männer, die in der kommenden Woche heiraten werden, zur Thora aufgerufen werden. Da ich nichts sah, zählte ich zumindest mit und es werden wenigstens drei Hochzeiten stattfinden, wenn nicht sogar vier.

Am nächsten Schabbat werde ich ganz sicher nicht mein Morgengebet bei den Toldot Aharon verbringen, obwohl einige Frauen fragten, ob ich wiederkomme. Ich hätte gerne etwas vom Synagogenservice gesehen und vor allem das Wesentliche mitbekommen. Aber wer bei den Toldot Aharon nicht pünktlich um 9.00 Uhr früh auf der Matte steht, hat kaum noch eine Chance. Vielleicht findet er einen guten Sitzplatz, doch gibt es keine Garantie für das Hören der Gebete.

Samstag, Januar 12, 2008

Kalt aber nicht langweilig

B"H

Jerusalem zittert vor Kälte. Minusgrade und jeder, der kann, sucht sich ein warmes Plätzchen. Sogar Handschuhe sind keine Seltenheit mehr.

Als ich mich abends auf den Weg nach Maalot Dafna, zum Haus von Rabbi Mordechai Machlis, machte, traf ich kurz darauf schon auf den ersten Chassid. Ein Vishnitzer Chassid, den ich von der Uni her kenne, und der relig. Bücher schreibt. In Mea Shearim trennten sich unsere Wege, dennoch hatten wir vorher viel Zeit zum Reden. Er zählte mir sämtliche Vishnitzer Rebben auf. Natürlich kamen auch die internen Probleme der chassidischen Gruppe Vishnitz zur Sprache. Zwei Söhne des derzeitigen kranken Rebben in Bnei Brak streiten sich um dessen Nachfolge und Vishnitz spaltet sich daher immer mehr in zwei Lager auf.

Nach den Machlises wagten wir es erneut und waren erfolgreich. Immer, wenn meine Freundin und ich zum chassidischen Tisch des Rebben der Chassidut Dushinksy gehen, kommt etwas dazwischen. Entweder haben Frauen keinen Einlass oder es findet kein Tisch statt. Gestern dann war alles anders und wir fanden einen hervorragenden Platz mit toller Aussicht auf die Chassidim und den Rebben, Rabbi Yosef Zvi Dushinsky.

Der derzeitige Dushinsky Rebbe: Rabbi Zvi Dushinsky mit Gebetbuch



Der Tisch bei Dushinsky ist mit zwei Stunden relativ kurz, doch muss ich sagen, dass dort die Lieder am besten anzuhören sind. Obwohl die Chassidut Belz die besten chassidischen Melodien hat, wird bei Dushinsky geradezu chormässig gesungen. Sogar im Kanon. Ein führender Rabbiner sowie der Rebbe selbst gaben recht lange ausführliche Derashot (relig. Reden) zum Schabbat. Meistens allerdings wird dort gesungen.

Zum Schluss tanzt der Rebbe zusammen mit einigen Chassidim dreimal im Kreis um den grossen Tisch herum und danach stellt er sich auf, um jeden einzelnen Chassid mit "Gid Schabbes" zu verabschieden. Rebbe Yosef Zvi Dushinsky ist ein eher ernster Charakter, doch weiss er, was er sagt. Die Chassidut Dushinsky ist außerhalb chassidischer Zirkel weniger bekannt. Erstens ist es eine kleine Gruppe und wurde erst vor ca. 70 jahren gegründet. Und zweitens bewegt sich Dushinsky fast nur innerhalb der anti - zionistischen Dachgruppe Mea Shearims, in der Edah HaCharedit. Obwohl Dushinsky relativ klein ist, hat die Gruppe einen enormen Einfluss in der Edah. Der Gründer der Gruppe, auch ein Rebbe namens Yosef Zvi Dushinsky (der Maharitz) fuhr im Jahre 1948 nach New York und versuchte die UNO zu überzeugen, keinen Staat Israel zuzulassen. Bis heute ist Dushinsky absolut anti - zionistisch.

Mehr zum Antizionismus hier:

http://hamantaschen.blogspot.com/2007/11/der-talmudisch-begrndete-antizionismus.html

Nach Dushinsky zogen wir durch die Yoel Street nach Mea Shearim. Obwohl es schon spät war, beschlossen wir, wenigstens noch bei der Chassidut Kretchnif Jerusalem vorbei zuschauen. Bei Kretchnif ist mehr Stimmung als bei Dushinsky und viele Chassidim, die wir vorher bei Dushinsky gesichtet hatten, standen nun am Tisch des Kretchnifer Rebben. Einschließlich des Sohnes des Kretchnifer Rebben.

Neben dem Rebben der Toldot Aharon Yitzchak ist der Kretchnifer Rebbe der beste Entertainer. Sein Tisch ist euphorisch und wer nicht mitmacht, wird vom Rebben persönlich angefeuert. Leider verpassten wir gestern den alleinigen Tanze des Rebben, doch waren wir gegenwärtig als er zusammen mit seinen Chassidim im Kreis tanzte. Dies ist die beste Show, denn vorher tanzen alle eintönig und sobald der Rebbe mit einstimmt, geht die Post ab. Dann kommt Stimmung und Bewegung in den Kreis.

Viele Frauen waren nicht oben auf der Empore. Nur die Rebbitzen und einige weibl. Familienangehörigen. Die Rebbitzen kam gegen Ende auf mich zu und wir unterhielten uns. Eines ist sicher; wenn ich Details ueber Kretchnif brauche und einen Ansprechpartner suche, steht sie zur Verfügung. Das hatten wir bisher noch nicht, dass sich eine Rebbitzen persönlich bereit erklärte. Sie ist eine etwas ältere Dame mit einem sehr guten Sinn für Humor.

Nach Kretchnif fuehrte unser Weg durch den Markt von Mea Shearim. Mittlerweile war es 2.00 Uhr frueh und viele Leute waren nicht mehr unterwegs. Leider fanden wir die Synagoge der Neturei Karta nicht und sind gezwungen eingehend zu fragen. Dafür fanden wir einige andere interessante Synagogen im Markt. Dann kam auch noch ein Krankenwagen mit Blaulicht langsam um die Ecke gebogen und sofort rannten zwei Chassidim der Avraham Yitzchak aus der Synagoge auf die Strasse hinaus. Normalerweise werden Autos am Schabbat gesteinigt, doch bei Ambulanzen geschieht nichts und die Chassidim zogen sich zurueck.

Der Markt von Mea Shearim ist eine Hochburg der Neturei Karta und die Grafittis zu lesen, ist immer recht lustig. "Zionisten Raus" und "Free Palestine" war zu lesen.

Alles in allem eine gelungene Tischnacht.

Sonntag, Januar 06, 2008

Schabbes Koidesch

B"H

Schabbes Koidesch = Yiddisch: Heiliger Schabbat


Unsere zwei großen Tisch - Favoriten, die chassidischen Gruppen Toldot Aharon sowie deren Abspaltung Toldot Avraham Yitzchak, werden erst in drei Wochen ihren nächsten chassidischen Tisch geben. Die Rebben der zwei Gruppen befinden sich im Ausland.

Mein spezielles Gebiet, über eine der extremsten chassidischen Gruppen, die Toldot Aharon, zu berichten, muß daher noch etwas warten.

Hier ein kleiner Vorgeschmack:

http://hamantaschen.blogspot.com/2007/09/die-koenigin-der-nacht.html

Einerseits gibt uns die "freie" Zeit natürlich Gelegenheiten, uns auch um anderen kleiner chassidische Gruppen zu kümmern, denn wer kennt schon außerhalb der chassidischen Welt Gruppen wie die Slonim, Karlin - Stolin oder Kretchnif ?
Andererseits aber vermissen meine Freundin und ich die Toldot Aharon ungemein. Bei ihnen haben wir die nettesten Frauen kennen gelernt und schon mit tollen Leuten gesprochen. Zugegeben, es braucht unendlich viel Zeit und Geduld, solcherlei Kontakte aufzubauen. Die Mitglieder der Toldot Aharon, insbesondere die Frauen, geben sich nur mit Ihresgleichen ab und Freundschaften nach außen sind fast unmöglich. Weiterhin dauert es sehr lange, bis einiges an Vertrauen aufgebaut wird und bis zu dem Zeitpunkt, an dem man wirklich über intimere Themen redet. Ein israel. Journalist, der vor Jahren ein Buch über die Chassidim in Mea Shearim herausbrachte, benötigte volle vier Jahre, um interne Kontakte zu den dortigen Chassidim herzustellen.

Allerdings muß ich offen zugeben, dass ich soweit nicht alles veröffentlicht habe, was wir real erlebten. Erstens bin ich noch nicht zu allem gekommen und zweitens bin ich der Ansicht, dass nicht alles in die Öffentlichkeit gehört. Auch die Chassidim haben ein Anrecht auf Privatleben und es geht mir bei dem Thema nicht um schnelle Schlagzeilen.

Freitag Abend dann waren wir erneut gezwungen, einen Ersatz für unsere zwei Tisch - Favoriten aufzutreiben und nachdem bei der Chassidut Dushinsky extreme Ruhe herrschte, gingen wir erst gar nicht in deren Synagoge hinein. Stattdessen gingen wir die Yoel Street hinauf zur Chassidut Kretchnif.

Der Jerusalemer Krechtnif Rebbe ist nicht der einzige der Chassidut. Weitere Rebben hat Kretchnif in Haifa, Rehovot oder Williamsburgh (New York).

Wie ich zuvor erwähnte, sind die Kretchnif Frauen recht distanziert gegenüber auswärtigen Besuchern. Mit "auswärtig" meine ich hierbei Leute außerhalb Mea Shearims.
Mit der Zeit gibt sich dieses Verhalten jedoch. Vor allem dann, wenn man ihr Yiddisch versteht und Fragen zur Chassidut stellt. Auch die Rebbitzen taut auf und Freitag Abend bekamen wir sogar Kuchen hingestellt.

Bei anderen Gruppen ist es etwas anders. Besonders mit den Toldot Aharon kam ich sehr schnell in Kontakt. Ich möchte fast sagen, dass wenn sie einmal sehen, wer man ist, sie schnell auf einen zugehen. Dazu gehören Yiddisch bzw. Hebräischkenntnisse. Dass jemand Jude sein sollte, versteht sich von selbst. Des Weiteren werden orthodoxe Juden und diverse Kenntnisse in der Religion erwartet. Mit "Kennissen" meine ich jetzt keinesfalls, dass jemand einem Test unterzogen wird. Vielmehr haben die Chassidim ihre eigene Sprache sowie Slogans und diese Sprache sollte man beherrschen. Wer auf haredischen Yeshivot (relig. Schulen) war, hat diesbezüglich keinerlei Probleme. Nicht erwartet wird dagegen, dass man mit ihren Dogmen und Ansichten übereinstimmt.

Da in Mea Shearim derzeit kaum chassidische Tisch stattfinden, suchten auch die Mitglieder der Toldot Aharon nach Auswegen. Und so kam es, dass wir gestern eine derer Frauen mit ihren zwei kleinen Töchtern bei Kretchnif antrafen. Unten bei den Männern waren, wie üblich, auch Mitglieder von den Slonim, Satmar, Toldot Aharon oder den Shomrei Emunim anzutreffen. Der Kretchnifer Rebbe war bester Laune und dirigierte euphorisch die Chassidim. Singen ist erwünscht und der Rebbe achtet darauf, dass alle mächtig engagiert bei der Sache sind. Er ist überaus freundlich und jeder ist willkommen. Er macht keinen Unterschied zwischen einem Satmarer Chassid oder jemandem aus seiner eigenen Chassidut. Ein jeder Tischteilnehmer bekommt Essen ausgeteilt, wobei es zum Ende hin Früchte und Kuchen gibt.

Dass, was mir am besten am Kretchnifer Tisch gefällt ist, wenn der Rebbe alleine tanzt. Dies tut er gewöhnlich zweimal und es ist jedesmal toll, dies mit anzusehen. Dazwischen tanzen die Chassidim in einem großen Kreis durch den Raum und ganz zum Schluß mischt auch der Rebbe im Kreis mit.

Wer einen bewegenden enthusiastischen chassidischen Tisch sucht, der kommt bei Kretchnif richtig. Ebenfalls von Vorteil ist, dass es sich um eine kleine Chassidut handelt und der Raum nicht mit mehreren Hundert Chassidim überfüllt ist, wie bei Belz, Toldot Aharon, den Slonim oder Toldot Avraham Yitzchak. Freitag Abend, zum Beispiel, waren nur ca. 60 Chassidim anwesend.

Gegen 2.00 Uhr nachts ging der Tisch zuende und der Rebbe verabschiedete sich. Als wir draußen ankamen, stutzten die Chassidim und es kam fast zu einem Eklat. Wir wurden Zeuge einer etwas obskuren Szene und ich weiß bisher nicht so recht, wie ich das Ereignis deuten soll.

Als wir nach wenigen Metern in die Yoel Street kamen, stand dort ein weißes Auto mit blauer Aufschrift: "Schmira Ke'Halacha - Wächter laut Halacha". Der Wagen war einem Polizeiwagen ähnlich, doch sollte es sich hierbei laut der Aufschrift um etwas Religiöses handeln. Warum aber fährt eine angeblich relig. Wache am Schabbat mit einem Auto durch Mea Searim ? Die Chassidim jedenfalls stürzten auf den Wagen zu und dieser fuhr sogleich an und einige Meter außer Reichweite. Ich konnte nicht erkennen, wer am Steuer saß.
Anscheinend aber war ich nicht die Einzige, die sich keinen Reim auf das unbekannte Farhrzeug machen konnte, denn die Chassidim reagierten verärgert.

Sollte am kommenden Freitag Abend die Chassidut Dushinsky keinen Tisch veranstalten, dann werden wir wieder bei Kretchnif landen und hoffentlich einige gute Gespräche mit den Frauen führen. Denn diese scheinen so langsam aufzutauen.

Samstag, Dezember 29, 2007

Kretchnif - Der fast unbekannte chassidische Tisch

B"H

Toldot Aharon, Karlin - Stolin, Toldot Avraham Yitzchak, Belz oder Gur; dies sind die Namen der relativ grossen chassidischen Tisch in Jerusalem. Vielleicht gehören die Slonim noch dazu, aber wer kennt schon die kleine chassidische Gruppe "Kretchnif" ?

Seit Juni gehe ich regelmäßig fast jeden Freitag Abend (Erev Shabbat) zu verschiedenen chassidischen Tischen und nach der Zeit entwickelt ein jeder Tischbesucher so seine Vorlieben. Unsere Favorit sind ganz klar Toldot Aharon sowie deren Abspaltung Avraham Yitzchak. Alles andere erledigten wir sozusagen nebenbei. Vor allem die Slonim und Kretchnif.

Nun ist es einmal wieder der Fall, dass die Rebbes von Toldot Aharon und Avraham Yitzchak auf Auslandsbesuch weilen und so mussten wir auch gestern Abend einmal wieder mehr umdisponieren. Als Rabbi Mordechai Machlis sein Shabbat - Dinner beendete, war es schon recht spät und wir hatten glatt vergessen, auf die Uhr zu schauen und eventuell eher zu gehen. Viel blieb dann nicht mehr übrig und wir gingen erst einmal zur Chassidut Dushinsky. Dort jedoch war es ziemlich ruhig und bevor wir groß herumsuchen und dann doch keinen Tisch vorfinden, machten wir uns durch die Yoel - Street auf nach Mea Shearim.

Eine Abzweigung von der Yoel ist die Avinoam Street, gleich gegenüber von Karlin und der Beit Midrash der Satmarer Chassidim. Spontan schauten wir bei der kleinen Chassidut Kretchnif vorbei. Zum letzten Mal waren wir dort an Sukkot (Laubhüttenfest) im Oktober und soweit sahen wir Kretchnif immer nur als Auswegsloesung, weil nichts anderes los war. Seit gestern nun sehen wir das anders.

Die Synagoge der Kretchifer Chassidim ist ein recht grosses Gebäude und der Fraueneingang befindet sich auf der Rückseite. Nach dem ganzen Machlis - Essen die drei Stockwerke hinaufzutraben, war allerdings katastrophal. Oben angekommen wird man jedoch belohnt, denn die Aussicht über Jerusalem ist überwältigend.

Auf der kleinen Frauenempore waren nur ganz wenige Kretchifer Frauen und da die Chassidut sehr klein ist, ist man auch nicht unbedingt Aussenstehende weibliche Gäste gewohnt. Bei den Männer unten ist dies anders, denn dort ist die Hälfte der Tischgaeste des Rebben nicht von Kretchnif. Auch gestern waren alle möglichen männlichen Chassidim versammelt: Toldot Aharon, Shomrei Emunim, Satmar, Slonim, Belz, Gur und drei junge litvishe Haredim.

Betritt man dagegen als Aussenstehender die Frauenempore, wird man beäugt und man muss schon aufdringlich nachfragen, um eine Antwort zu bekommen. Gestern aber sahen wir zum ersten Mal die Kretchnifer Rebbitzen, die über einen extra Stuhl, eine Art Thron, verfügt. Sie machte einen sehr freundlichen offenen Eindruck, im Gegensatz zu ihrem Frauenclan um sie herum. Die Frauen waren mir recht egal und ich konzentrierte mich lieber auf die Chassidim.

Da wir erst gegen 23.30 Uhr Uhr eintrudelten, hatte der Rebbe schon sein Mahl beendet und begann mit den Chassidim zu singen. Der Kretchifer Rebbe war bester Laune und wedelte mit seinen Armen, um die umherstehenden Chassidim zum Singen zu bewegen. Dann wurden die Tisch beiseite gerückt und alle anwesenden Chassidim tanzten in einem grossen Kreis um den Rebben herum. Der stimmte dann auch noch mit ein und legte erst richtig los. Ehrlich gesagt bewegte er sich schneller und euphorischer als alle anderen, was den Tanzkreis zum Kollaps führte. Der Rebbe war zu schnell.
Hinterher tanzte er allein auf und ab, was ich bisher nur von Videos kannte. Es war toll anzusehen, das muss ich zugeben. Zwischendurch wurden immer wieder weitere kleinere Leckereien aufgetischt und dann kamen zwei riesige noch dampfende Kuchen hereingerollt. Der Duft stieg uns bis oben in die Nase. Ein Karottenkuchen und ein Topfkuchen. Die Chassidim stellten sich vor dem Rebben auf und dieser verteilte ausser Kuchen auch noch Früchte.

Ueberraschenderweise bekamen die Frauen auch Kuchen ab, worauf meine Freundin und ich aber verzichteten. Anstatt uns mit an den Damentisch zu setzen, hoerte ich der Rede des Rebben zu. Viel war nicht zu verstehen, denn er spricht nicht gerade laut und deutlich. Selbst die Chassidim mussten ganz nahe an ihn heranrücken, um ihn zu verstehen. Er sprach in Yiddish und das, was ich verstand war, dass er ueber den Auszug der Israeliten aus Aegypten sprach. Sie haetten von G - tt den Shabbat als Mitzwah bekommen und jeder einzelne richtig gefeierte Shabbat gibt uns neue innere Kraft.

Ich war mitten beim Zuhoeren als die Frauen beim Kuchenklatsch (Kaffee gab es keinen) in Plauderlaune gerieten und ich von der Rede des Rebben nichts mehr mitbekam. Wieso müssen Frauen immer nur über den Haushalt und die Kinder reden ? Koennen sie nicht einmal die Klappe halten ?

Nach der Rede wurde wieder getanzt bis sich der Kretchnifer Rebbe schliesslich um 1.15 Uhr frueh zurückzog.
Uns hat der gestrige Tisch sehr gut gefallen und wir wollen oefters einmal bei dem etwas verkannten Kretschnif - Tisch vorbeischauen.

Hier ein Link zu einem Video mit dem Jerusalemer Kretchnifer Rebben beim Tanz mit seiner jüngsten Tochter. Die Tochter hat ein Tuch vor ihrem Gesicht, da sie sich auf der Männerseite befindet und ihr Gesicht ausgerechnet dort zu zeigen als unanständig gilt.

http://video.google.com/videoplay?docid=8053135343788864700


Und hier ein kurzes Video vom Tisch:

http://video.google.com/videoplay?docid=7495712384584720227&q=kretshnif+tish&total=4&start=0&num=10&so=0&type=search&plindex=0

Samstag, August 04, 2007

Eine weitere Nacht

B"H

Viele Leute aus aller Welt, vor allem aus den Staaten, lesen meinen engl. Blog, wenn ich ueber die Teilnahme an chassidischen Tischen berichte. Vor allem, weil viele amerik. Juden selbst Erfahrungen mit Tischen in New York haben und sich einfach einmal ueber die israelische Seite und die hiesigen Gruppen informieren wollen.

Meiner Freundin und mir macht die Teilnahme an solchen Tischen unglaublichen Spass und wir koennen schon gar nicht anders. Jeden Freitag Abend machen wir uns immer wieder aufs Neue auf und werden jedesmal fuendig.

Fuer diejenigen, die es noch nicht wissen: Ein chassidischer Tisch wird von dem Rebben der jeweiligen Gruppe abgehalten. Meistens Freitag abends nach dem Shabbatessen. Der Rebbe versammelt seine Chassidim um sich, sie essen, singen und tanzen. Jeder Tisch und jede Gruppe sind anders. Die Leute und die Gaeste sind anders und seitdem wir daran teilnehmen, haben wir unendlich viele, meistens positive, Erfahrungen gemacht, die wir nicht mehr missen moechten.

Man fragte mich in auf meinem engl. Blog, ob ich mir ein chassidisches Leben vorstellen koenne. Soweit ja und je mehr wir teilnehmen und Leute kennen lernen, denke ich darueber nach. Vielleicht nicht zum jetzigen Zeitpunkt, da ich noch lange nicht meine endgueltige Entscheidung gefaellt habe, doch in Zukunft koennte es eine Perspektive sein.

Auch gestern war es wieder soweit. Freitag Abend, fast Mitternacht, nach dem Shabbat - Essen bei Rabbi Mordechai Machlis.
Wir hatten die ganz ganz grosse Hoffnung, dass unsere beiden Favoriten, die Toldot Aharon und Toldot Avraham Yitzchak wieder einen Tisch abhalten. Ehrlich gesagt fiebern wir dem auf unbeschreibliche Art und Weise entgegen. Nicht nur aus dem Grund, dass ich ueber beide Gruppen schreibe.

Schon von Weitem hatte ich kein gutes Gefuehl, denn in der Toldot Aharon - Gegend waren nicht viele Leute unterwegs. Vor dem Fraueneingang trafen wor auf ein litvish - haredisches Ehepaar, wovon der Ehemann loszog, um zu fragen, ob ein Tisch stattfindet.
Ich muss dazu erklaeren, dass es bei Chassidim so ist, dass fast grundsaetzlich Maenner nur mit Maennern sprechen und Frauen nur mit Frauen. Immer wieder, wenn wir irgendwo neu sind, muessen wir von daher Frauen finden, die wir fragen koennen. Allerdings gibt es auch viele Ausnahmen und wer Glueck hat oder die Chassidim naeher kennt, der findet auch gespraechige Maenner.

Toldot Aharon sowie Avraham Yitzchak waren immer noch nicht aktuell und so entschieden wir uns, zur weiter entfernten Chassidut Dushinsky zu gehen. Dushinsky ist eine kleinere Gruppe, die sehr aktiv in der anti - zionistischen Dachorganisation Edah HaCharedit ist.
Als wir bei Dushinsky ankamen, bot sich uns das immer wieder aufkommende Problem bei neuen Tischen. Wo ist der Fraueneingang ?
Bei Chassidim benutzen Frauen und Maenner aus Anstandsgruenden nie denselben Eingang. Der Fraueneingang befindet sich meistens einige Meter weiter weg oder auf der Rueckseite des Gebaeudes.

Wir standen vor Dushinsky und keine Frau zum fragen war in Sicht. Ploetzlich kam eine litvish - amerik. Family auf uns zu und fragte, ob sie uns helfen koennen.
Sie fragten fuer uns zwei Chassidim von Dushinksy und die beschrieben und den Eingang. Der allerdings stellte sich an diesem Shabbat fuer die Frauen als geschlossen heraus und so entschlossen wir uns, wieder zur Chassidut Kretchnif zu gehen.

Kretchnif war unten auf der Maennerseite fast vollkommen ueberfuellt. Sogar 15 oder mehr Chassidim von Toldot Aharon befanden sich dort und oben auf der Frauenempore waren auch einige Damen der Gruppe anwesend.
Bei den Frauen von Kretchnif ist es anscheinend so, dass fast immer eine kleine eingeschworene Clique dort ist und jeder Neuankoemmling wird etwas misstrauisch beaeugt. Wir auch, aber das Eis war nach zwei Minuten gebrochen.

Fast zwei Stunden verbrachten wir bei Kretchnif und waren sauer, keine Maenner zu sein. Die naemlich labten sich unten an einem grossen Fruechteteller und kuehles Bier wurde aufgefahren. Was haetten wir fuer einen Schluck davon gegeben.
In der Zwischenzeit gingen zwei Toldot Aharon Frauen auf den Ausgang zu und ich stuermte hinterher. Endlich wollte ich einmal Gewissheit haben, wann deren Rebbe wieder einen Tisch gibt.
Eine der Frauen schaute mich dermassen erstaunt an, dass ich sie als Toldot Aharon erkannte, dass sie fast in Ohnmacht viel. Besonders jene Gruppen sind oft der Ansicht, dass Aussenstehende absolut nichts ueber sie wissen.
Erstaunt gab sie zurueck, dass es schon noch einige Wochen dauert und wir Geduld haben muessten. Schwerer gesagt als getan.
Anscheinend dauert es noch bis Ende August, ehe dort wieder der erste Tisch anlaeuft.

Kurz darauf machten wir uns auch auf den Heimweg. Im Treppenhaus von Kretchnif trafen wir auf einen jungen litvishen Amerikaner. Oh Schreck, ein Mann im Frauentrakt. Naja, mit uns kann man es ja machen und jede Scham war von uns genommen, denn wir sahen, dass nicht nur wir immer in die falschen Eingaenge laufen.
Der Litvishe stotterte, dass er die Frauenempore fuer seine Schwester suche, und so fuehrten wir die Schwester und deren Freudin zu den Frauen.

Es war eine herrliche Nacht bei sommerlich warmem Wetter. Leute suchten Tische und gingen von Gebaeude zu Gebaeude. Bei den Shomrei Emunim wurde einfach die Tuer aufgerissen. "Ist hier ein Tisch", riefen ein paar Maenner hinein. "Nein", droehnte die Antwort heraus und sogleich wurde die Tuer wieder zugeknallt.
Wir lieben diese Tisch - Atmosphaere und beschlossen, soviele Leute wie moeglich kennen zulernen, um mitgezogen zu werden.

Bis zum naechsten Shabbat dann.....

Samstag, Juli 28, 2007

Tisch bei Kretchnif und andere Erlebnisse

B"H

Unsere grosse Hoffnung, dass die Rebben der chassidischen Gruppen Toldot Aharon sowie Toldot Avraham Yitzchak wieder in Jerusalem sind und einen Tisch geben, blieb unerfuellt. Bei beiden Gruppen fand gestern Abend kein Tisch statt.
Zu den Slonim wollten wir nicht unbedingt, denn bei einer Hitze von fast 30 Grad um Mitternacht wollten wir nicht in eine Synagoge gehen, in der es auf der Frauenempore keine Klimaanlage gibt. So entschieden sich meine Freundin und ich uns fuer die chassidischen Gruppen Dushinsky und Kretchnif. Kretchnif liegt nicht weit entfernt von Mea Shearim Street, doch entschieden wir uns fuer einen riesen Umweg, denn ein Bekannter hatte uns von Dushinsky aus beschrieben, wie wir zu den Kretchnifer Chassidim gelangen.

Als wir so ziemlich nassgeschwitzt die Mea Shearim durchwanderten, hoerte ich ploetzlich, mehr oder weniger unbewusst, ein paar Maedels mit ihrer Mutter sprechen. Ja, sie gingen zu der chassidischen Gruppe Shomrei Emunim (Hueter des Glaubens). Ich wurde sofort hellhoerig, denn die Shomrei Emunim sind die zweite Abspaltung der Toldot Aharon neben Avraham Yitzchak. Schon des oefteren standen wir vor der Synagoge der Shomrei Emunim, doch fanden wir nie den Fraueneingang. Ich fragte einige voruebergehende Passantinnen in der Strasse, doch die wussten auch nichts Genaues.

Gestern nun hoerte ich die Familien darueber reden, die dann auch allesamt in einen Hauseingang etwas weiter entfernt stuermten. Ich raste hinterher und so fanden wir endlich den Fraueneingang in die Synagoge. Zusammen mit der Family kletterten meine Freundin und ich ueber wackelige Treppen in den Hinterhoefen Mea Shearims.
Die Synagoge der Shomrei Emunim ist recht klein, doch haben sie einen wunderschoenen Aron HaKodesh fuer ihre Thorarollen.
Die Family veranschiedete sich von uns und ging weiter zum Tisch der Belzer Chassidim. Es war kurz nach Mitternacht und wir machten uns auf zu den Kretchnifern, die wir auch recht schnell fanden.

In einer Nebenstrasse Mea Shearims befindet sich das recht grosse Gebaeude der Kretchnifer Chassidim, die keine grosse Anzahl von Mitgliedern haben. Draussen trafen wir zwei Maedels, die uns den genauen Weg in die Frauenempore beschrieben und so stiegen wir mehrere Treppen hinauf, die uns auf einen Balkon fuehrten. Dann standen wir da und wussten nicht weiter. Ich oeffnete einfach eine Tuer und siehe da, wir waren richtig.

Der Raum fuer den chassidischen Tisch der Kretchnifer Chassidim war recht klein. Die Chassidim sassen fast alle um einen langen Tisch herum und der Rebbe sass in seinem dunkelbraunem Stuhl mit hellbrauenem Bezug am Beginn des Tisches. Er war gut gelaunt und fast die ganze Zeit ueber wurde gesungen. Wer gute chassidische Stimmung sucht, der kann getrost zu den Kretchifern gehen. Sie sind auf alle Faelle einen Besuch wert.

Die Frauen verfuegen ueber eine kleine Empore, wo es trotz der Holzmechitza leicht moeglich ist, alles unten bei den Maennern zu verfolgen. Ueberhaupt ging es sehr familiaer zu, da es sich nur um wenige Chassidim handelt. Unten sahen wir mehrere Chassidim anderer Gruppen. u.a. waren auch einige Toldot Aharon oder Avraham Yitzchak - Leute dort.

Von groesstem Vorteil war die tolle Klimaanlage, das Allerwichtigste bei der momentanen Hitzewelle. Die Frauen waren total nett und bei Kretchnif kommt man mehr als leicht in Kontakt mit allen.
Wir blieben eine Stunde und machten uns dann auf den Heimweg. Unterwegs fanden wir zufaellig die Synagoge der Chassidut Munkatch, die wir auch irgendwann aufsuchen werden.

Am kommenden Freitag haben wir eine Einladung vom Bialer Rebben. Es gibt zwei Bialer von denen der Aeltere in der Schweiz lebt und nur an den hohen Feiertagen nach Jerusalem kommt und einen Tisch gibt, und es gibt den juengeren Bialer Rebben. Also werden wir den naechsten Freitag Abend beim juengeren Bialer Rebben verbringen, denn ein Freund von mir hat uns die Einladung verschafft.

Danach geht es aber mit Sicherheit erst einmal wieder zurueck zu Toldot Aharon und Avraham Yitzchak, unsere klaren Favoriten in Mea Shearim. Nicht zu vergessen andere Gruppen, die wir natuerlich auch noch aufsuchen und ich ueber sie schreiben werde. Irgendwann planen wir einen Shabbat in der haredischen Stadt Bnei Brak, nahe Tel Aviv, da wir zu Tischen der Chassidut Nadvorna und anderen gehen wollen.

Freitag, Juli 27, 2007

Chassidische Tische am Shabbat

B"H

Auch heute Abend am Erev Shabbat ziehen wir nach dem Dinner bei Rabbi Mordechai Machlis wieder zu zweit los, um chassidische Tische zu besuchen.

Ob der Rebbe von Toldot Aharon wieder aus dem Urlaub zurueck ist, wissen wir nicht. Auf alle Faelle schauen wir nach, ob es dort einen Tisch gibt.
Falls nicht, besuchen wir die Chassidut Dushinsky sowie die kleine Chassidut Kretchnif.

Hier zwei Videos vom chassidischen Tisch der Chassidut Kretchnif aus Mea Shearim. Kretchnif ist stammt urspruenglich aus der Nadvorna - Dynastie.


http://video.google.com/videoplay?docid=-4967758554062247749&q=kretshnif+tish&total=5&start=0&num=10&so=0&type=search&plindex=2


http://video.google.com/videoplay?docid=-5496096413562263559&q=kretshnif+tish&total=5&start=0&num=10&so=0&type=search&plindex=0