Montag, August 20, 2012
Juden sephardischer Herkunft
Montag, Juni 13, 2011
Naturphotos aus Israel
Mittwoch, April 21, 2010
Rabbinerpersoenlichkeiten zum israelischen Unabhaengigkeitstag
"Reb Meir Soloveitchik related that the Brisker Rav once asked: Why is the wording of the last oath different from the first two? In the first two (Shir Hashirim 2:7 and 3:5) it says "If you arouse and if you awaken," and in the last one (8:4) it says "Why do you arouse and why do you awaken?" The answer is, he said, that the first two oaths are said to the Jewish people before they make any attempt to throw off the yoke of exile. "Do not do it..." for if you do it will be bitter. But Shlomo Hamelech foresaw in his ruach hakodesh that there would come a time when the Jews would indeed try to force the end. After they have already tried, and seen the bitter consequences ("I will permit your flesh") Hashem calls to them: Why do you continue in your folly of fighting with the nations? Don't you see what the results are? Why are you asking for more?" (Uvdos Vehanhagos Leveis Brisk, v. 4 p. 187)
will be similar to the Exodus. Israel will not force the hour or take any physical action toward the redemption, but rather everything will be done on its own, an act of Heaven. In the miracle of Purim, on the other hand, Mordechai forced the hour by sending Esther to the king in violation of the law, thus endangering her life, although there were still many months left before the fulfillment of Haman's decree. Perhaps Jews would learn from this story that now as well, we must force the hour and take action to bring mashiach by force. Therefore, we do not mention the miracle of Purim daily."
Freitag, April 16, 2010
Schabbat Schalom
Rabbi Mordechai Machlis zum 62. israelischen Unabhängigkeitstag
Dienstag, Juli 14, 2009
Vorsicht bei TNUVA, DANONE und STRAUSS Produkten
Wer nach Israel kommt, der sollte meinen, dass fast alles Essen koscher ist. Zumindest jene Lebensmittel produziert von bekannten israelischen Herstellern wie, zum Beispiel, TNUVA.
Neben STRAUSS and TARA ist TNUVA der größte Milchproduktehersteller Israels.
TNUVA LOGODennoch ist Wachsamkeit angebracht und checkt vorsichtshalber jede Verpackung auf ihren Inhalt durch !
Unzählige TNUVA, STRAUSS sowie DANONE Joghurts und Käse (in Israel) enthalten "Avkat Chalav Nochri - Nochri Milchpulver" !
Nicht, dass nichtjüdisches Milchpulver absolut unkoscher wäre, doch konsumieren relig. Juden, die eine strengere Kaschrut einhalten, derlei Produkte nicht. Unter anderem auch kabbalistischen Gründen zufolge, denn dort heißt es, dass die Seele durch bestimmte "negative" Nahrung ebenso negativ beeinflusst werden kann.
Zur Vorsicht, sollte jeder einzelne Joghurt sowie andere Produkte auf dessen Inhalt durchgecheckt werden. Das jeweilige Milchpulver ist auf dem Etikett angegeben !
Der israelische Hersteller TARA hingegen scheint in dieser Hinsicht absolut koscher zu sein.
Mittwoch, Juni 24, 2009
Was, wenn die Konversion zum Judentum annulliert wird ?
Erneut wurde ein legal erlangter Giur (Konversion zum Judentum) vom Vorsitzenden des Obersten Rabbinischen Gerichtes annulliert. In dem auf YNET aktuell erschienenen Artikel geht es um eine Frau, die legal zum Judentum konvertiert war und später von ihrem jüdischen Gatten verpfiffen worden war, sie habe dem Konversionsrabbiner eine bestimmte Summe an Cash gezahlt, um so einen schnelleren Giur (Konversion) bewilligt zu bekommen. Im Artikel der "Jerusalem Post" hingegen fällt die Fallbeschreibung wesentlich intensiver aus als in der Kurzform auf Ynet.
Wie ich bereits mehrmals angab, fällt es heutzutage alles andere als leicht, über Konversionen in Israel zu berichten, denn fast wöchentlich ändern sich hierzu die Vorschriften / Gesetze und kaum ein Mensch steigt mehr durch. Zu vergleichen sei die kompakte Materie vielleicht mit dem deutschen Steuergesetz, wo auch nur noch ein Experte, sprich der Steuerberater, durchsteigt.
Ich beabsichtige nicht, auf den konkreten Fall aus der heutigen Presse einzugehen, sondern möchte auf ein paar weitere Komplikationen des "Giur in Israel" aufmerksam machen. Jedenfalls folglich den Stellungnahmen und Erfahrungen, welche ich in letzter Zeit von Konvertiten oder aus der hiesigen Presse vernehme.
Bezügliches des aktuellen Falles, indem Rabbi Sherman die Konversion als ungültig ansah, sei noch soviel gesagt, dass es nicht gerade selten ist, wenn der jüdisch geborene Gatte einer Konvertitin zu einem Rabbiner rennt und behauptet, seine Frau handele da ewig wider der Halacha. Dies habe ich einige Male in säkuleren Kreisen erfahren. Ein mehr oder weniger säkulerer Israeli heiratet eine Konvertitin (vorwiegend aus dem Ausland stammend) und wenn die Ehe halt nicht so läuft, sieht der Gatte seine Chance gekommen, seine Frau auf leichtem Wege zu "entsorgen". Und billig dazu, denn beschwert er sich bei einem Rabbiner über das so "nicht - halachische" Leben seiner Frau, kann der Giur entzogen werden und somit braucht der Gatte das in der Ketubah (Ehevertrag) festgelegte Geld nicht zu zahlen. Die Frau verschwindet aus seinem Leben; kostenlos und ohne chemische Rückstände.
Von daher bin ich immer skeptisch, ob die Beschwerden eines Ehemannes der Richtigkeit entsprechen. Eingehende Prüfungen sind angeraten, aber leider schenkt das Beit Din dem geborenen Juden nicht selten mehr Glauben. Hinzu kommt, dass es sich um einen Mann als Zeugen handelt und lt. der jüdischen Halacha sind Männer als Zeugen vorgeschrieben und keine Frauen. Ich will dies keinesfalls verallgemeinern und behaupten, alles sei nun immer so, doch mit Sicherheit bestehen derlei Situationen.
Dass ein Giur aberkannt werden kann, ist nicht unbekannt. Zumindest nicht in Israel. Heutzutage muss sich ein in Israel Konvertierender mit allem Möglichen herumschlagen. Da sind sind die Bürokratien des Rabbanut (Oberrabbinat), jene des Innenministeriums zwecks Visavergabe, das Innenministerium bwz. dessen speziellem Kommittee zur Zulassung zu einem Giurkurs; vom Geld erst gar nicht zu reden, denn man sollte sich als Kandidat darauf gefasst machen, keine Arbeitsbewilligung zu bekommen. Von was also leben und von was all die anfallenden Gebühren des Rabbanut (bei der Ersteröffnung der "TIK" - der Akte eines jeden Konvertiten) bezahlen ? Alle drei Monate oder wenn man Glück hat, alle sechs Monate, ein neues Visum zu beantragen kostet derzeit um die 150 Schekel (ca. 30 Euro) und das ist in Israel viel Geld, wenn man kaum etwas hat und jeden Schekel umdrehen muss.
Darüberhinaus will man ja auch irgendwie leben und eine Bleibe mieten. Die Schabbatot bei Rabbi Mordechai Machlis waren immer sehr aufschlussreich für mich, denn ich traf dort auf unzählige Leute mit so unterschiedlichen Backgrounds, wie man sich kaum vorzustellen vermag. Dort berichteten mir einige Konversionskandidaten, dass Wohnungen allgemein zu teuer seien und sie lieber in einem billigen arabischen Hostel bleiben, bis der Giur bestanden sei. Danach ist man zur Aliyah berechtigt, wird Staatsbürger, bekommt seine Rechte (incl. etwas Geld), kann Job suchen und richtig verdienen. Und dann kann auch eine anständige Bleibe finanziert werden. Das mit dem Hostel sei ja alles nur zeitbegrenzt.
Diesen Plänen jedoch machen orthodoxe Rabbiner einen dicken Strich durch die Rechnung. Der Konvertit habe in einer jüdischen Umgebung zu wohnen; mit allem Drum und Dran, was selbstverständlich eine koschere Küche beinhaltet. Keine Hostelküche, in der vielleicht irgendein Tourist seinen Schweinsbraten dünstet !
Sobald dies geschieht, kommt der Konversionskandidat schon zu Beginnn seines Kurses ins Rotieren. Woher das Geld für die Miete und die Kaution nehmen ? Viele Israelis raten in dem Fall, sich eine Unterkunft einer alten Dame zu nehmen. Im Falle eines Mannes natürlich einen Rentner. In den Städten suchen viele alte Leute junge Mitbewohner. Diese lässt man umsonst bei sich wohnen, verlangt aber als Gegenleistung das Putzen der Wohnung, den Einkauf oder dass sich die jungen Mitbewohner etwas um einen kümmern.
Ehrlich gesagt, wer will das machen ? Die Miete sparen wäre schon gut, aber was, wenn besagte ältere Person sich als ausgesprochene Nervensäge entpuppt, die einen völlig beansprucht und keinen Freiraum mehr gewährt ? Also doch lieber in eine "normale" WG ziehen ?
Was soll man demjenigen raten ? Einen illegalen Job wie putzen suchen und sich irgendwie durchhangeln ?
Hierauf habe ich keine passende Antwort.
In dem Artikel der "Jerusalem Post" wird, u.a., von rabbinischer Seite angegeben, dass Konvertiten diverse Unreinheiten mit sich bringen. Damit ist sicherlich gemeint, dass nach einer halachischen Konversion zum Judentum der in jüdischer Literatur beschriebene Austausch der Seelen stattfindet. Bedeutet: Wer einen aufrichtigen Giur unternimmt und sich vornimmt, die Halachot zu halten und ein relig. Leben zu führen (ohne zu sagen, dies passt mir nicht oder das), der bekommt eine jüdische Seele ! In der Kabbalah wird detailliert beschrieben, dass Juden und Nichtjuden unterschiedliche Seelen besitzen. Auf dieses Konzept geht ebenso der "Baal HaTanya", der Chabad - Gründer Rabbi Schneur Zalman von Liadi, in seinem Buch TANYA ein. Eine jüdische Seele bedeutet einen zusätzlichen "Nizotz E - lo - kit - einen besonderen Funken G - ttes". Sprich eine einzigartige Verbindung mit G - tt.
Anmerkung: Dieses Konzept soll keinen rassistischen Eindruck erwecken, dass Juden nun besser seien als Nichtjuden. Vielmehr ist gemeint, dass Juden und Nichtjuden bestimmten Aufgaben in dieser Welt nachgehen ! Und ein Jude hat die Fähigkeit, anhand dessen, dass er die Halachot einhält, besondere Tikunim (Korrekturen) in dieser Welt vorzunehmen. Bedeutet wiederum, dass er mit seinem Verhalten die Welt beeinflusst.
Zu diesem Thema gibt es noch Unmengen zu sagen und zu erklären, doch ich belasse es vorerst dabei und fahre fort !
Wenn nun ein Nichtjude zum Judentum konvertiert und das orthodox und gemäß sämtlichen vorgeschriebenen Ritualen, aber insgeheim im Hinterkopf denkt, nach dem Beit Din (rabbinisches Gericht) kein relig. Leben zu führen, dem kann man absprechen, dass ein Austausch der Seele stattfand. Theoretisch trägt er dann nach wie vor seine nichtjüdische Seele mit sich herum und eine Konversion fand nur auf dem Papier statt.
Hierzu bestehen vielerlei Meinungen, auch im Talmud !
Wenn gewisse Rabbiner jedoch dem Konzept des Nichtsaustausches der Seele ausgehen, dann stelle man sich Folgendes vor: Ein unaufrichtiger Konvertit heiratet einen einen geborenen Juden. Was also gehen da für Kinder aus der Ehe hervor, wenn beim Konvertiten kein Seelenaustausch stattfand ? Hierbei wird der eventuell jüdische Ehepartner nicht in Betracht gezogen, denn dieser besitzt, ob nun relig. oder nicht, eh die jüdische Seele.
Ich kann mir vorstellen, dass Rabbiner, die sich als Hardliner betrachten, hier eine Unreinheit sehen.
Das Giurzertifikat kann einem Konvertiten entzogen werden und was dann ?
Zuerst einmal wird damit die ggf. erlangte israelische Staatsbürgerschaft hinfällig und in solchen Fällen wird sich an den Obersten Gerichtshof gewandt. Die Konversion ist futsch, doch ob man in Israel bleiben darf, entscheidet das weltliche Gericht. Dies oftmals zu Gunsten des Klägers, denn der Oberste Gerichtshof ist als anti - relig. und links verschrien.
Wann kann der Giur entzogen werden ?
Hierzu hörte ich ganz unterschiedliche Versionen. Sagen wir, ein Konvertit ißt nicht gerade koscher oder bricht den Schabbat, dann wird ihm sicher nicht der Schein entzogen. Auch für derlei Person gilt das Konzept der "Teschuva - Umkehr zu G - tt". Nicht selten erlebte ich Konvertiten, die während ihres Kurses alles andere als aufrichtig handelten, sich aber irgendwann nach dem Giur als super relig. entpuppten.
Ich hörte vor Jahren von zwei Fällen, bei denen ein Giur entzogen worden war und davon berichtete ich schon einige Male auf diesem Blog. Im ersten Fall handelte es sich um einen Konvertiten, der eine Israelin vergewaltigte; im zweiten Fall zog ein Konvertit in einen säkuleren Kibbutz. Neuerdings werden Giurzertifikate aus weiteren Gründen entzogen. Wenn, zum Beispiel, der Konversionsrabbiner umstritten ist (wie im Falle des Rabbi Druckman) oder dem Kandidaten selbst Unaufrichtigkeit nachzuweisen ist.
Beim Oberrabbinat kommt es stets darauf an, wen man da als Rabbi vor sich sitzen hat. Ein neuer Konversionskandidat ist in den seltensten Fällen imstande, sich zu wehren. Da kommt man aus dem Ausland frisch nach Israel, kennt die Mentalität nicht, geschweige denn all die Vorschriften, Halachot und Bürokratie des Rabbanut, an der Landesprache hapert es. Wer auf das Rabbanut geht, der merkt schnell, dass viele Angestellte nur der hebräischen Sprache mächtig sind. Und darüber hinaus wird der "noch Nichtjude" nicht selten auch als solches behandelt.
Wie soll man da reagieren, ohne nicht anzuecken oder gar rauszufliegen ?
Eine passende Antwort habe ich auch hierauf nicht und es kommt immer auf den Individualfall an.
Wer in Israel konvertieren will, der sollte sich ein dickes Fell zulegen. Auf keinen Fall als Konvertit mit dem System in Konflikt kommen ! Mit dem System meine ich hierbei das Rabbanut und die Giurkurse. Ihr kennt deren Regelungen nicht und seid nicht in der Lage, halachisch zu argumentieren und falls Ihr das wagt, könnt Ihr ganz schön ins Schleudern kommen. Legt Euch nicht mit einem Rabbanut - Rabbi an, denn der kann Euch durch seine Beziehungen das Leben zur Hölle machen und am Ende seid Ihr gezwungen, die Koffer zu packen. Nach dem Giur dürft Ihr reden, aber nicht vorher !
Wenn Ihr in Israel seid, erkundigt Euch beim Rabbanut nach der Anerkennung des jeweiligen Kurses. Als Konvertit aus Deutschland, heißt mit einem Zertifikat aus Deutschland, steht Ihr oftmals schlechter da als mit einem israelischen. Zuviel Unsicherheit besteht bei Gerim (Konvertiten) aus dem Ausland, es sei denn, jemand kommt vom Beit Din in London oder Paris ! Vielleicht bemerkt Ihr das am Anfang weniger, doch wenn es zu Hochzeiten oder anderen Fragen kommt, könntet Ihr in Schwierigkeiten kommen. "Wer war der deutsche Rabbi, der Euch konvertierte ? Wo erlernte der seinen Beruf ? Wer ernannte ihn zum Rabbi ? Und und und.
Das hört sich nach Haarspalterei an, ist aber in Israel ein sehr ernstzunehmendes Thema und Ihr werdet nicht darum herumkommen.
In einigen Fällen ist die Aberkennung des Giur sicher notwendig. Zum Beispiel, wenn ein Konvertit nach wie vor in die Kirche rennt, homosexuell ist oder einen Nichtjuden heiratet.
Letzteres mag sich seltsam anhören ! Ein Konvertit heiratet am Ende einen Nichtjuden ? Wieso konvertiert dann erst jemand ?
Einige Male erlebte ich es, dass ein Konvertit zum Judentum letztendlich einen Nichtjuden heiratete. Persönlich empfinde ich dies als Gipfel aller Frechheiten und demjenigen sollte UNVERZÜGLICH der Giur entzogen werden ! Selbst dann, wenn der nichtjüdische Gatte konvertiert ! Für derlei mieses Verhalten gibt es keine Entschuldigung. Auch nicht die, dass man irgendwie keinen jüdischen Partner fand.
Dummheit soll hier nicht als Argument gelten.
Natürlich sollte kein Geld im Spiel sein und Rabbiner, die nach ausgiebiger Bezahlung gieren, disqualifizieren sich schon allein. Ein Giur ist keine Investition, sondern ein einschneidender Schritt in der Veränderung der eigenen Identität. Viele Konversionswillige übersehen dass und wer von Beginn an nicht zu gewissen Schritten bereit ist, der sollte sich lieber an die Sieben Noachidischen Gesetze halten, anstatt Rabbiner zu nerven. Es wird von keinem verlangt, plötzlich nach Mea Shearim überzusiedeln und sich haredisch anzuziehen. Was verlangt wird, ist ein gewisses Mass an Aufrichtigkeit. Vor allem mit sich selbst !
Das Judentum ist keine Esotherikerscheinung oder ein Club, wo man eben so mal Mitglied wird. Wer heute noch nicht besonders relig. oder wie auch immer lebt, der sollte zuimndest im Hinterkopf haben, morgen eine weitere Halacha auf sich zu nehmen. Gebt zu, dass Ihr vielleicht heute noch nicht bereit seid alles einzuhalten, doch vorhabt, daraufhinzuarbeiten und Euch zu perfektionieren. Jeder gemäß seines individuellen Tempos und nichts überhasten. Andererseits aber soll dies nicht als Argument gelten indem gesagt wird "Naja, irgendwann klappt es schon, aber derzeit habe ich halt keinen Bock oder das ist mir alles zu dämlich". Eine ernsthafte Einstellung sollte vorhanden sein und kein "die Rabbiner sind eh alle bescheuert".
Was, wenn ich in Israel meines Giur wegen dumm angemacht werde ?
Dies kann durchaus geschehen. Insbesondere bei Haredim, wenn diese erfahren, dass jemand einen nationalrelig. Giur durchlief.
Das ist keine Schande und man sollte in derlei Fällen mit einer gewissen Mischung aus Sarkasmus und Humor reagieren. Nicht die Leute zurückanmachen und sich unnötig aufregen. Nach einiger Zeit findet man heraus, mit wem man sich besser nicht abgibt und mit wem schon. Auch hier gilt immer, dass es auf die Persönlichkeit des Einzelnen ankommt und nicht immer auf das Zertifikat.
___________
Dies waren einige Gedanken zu den aktuellen Verfahrensweisen des Rabbanut. Ich vertrat damit meine eigenen Ansichten und bin mir bewusst, dass es Unmengen dazu zu sagen gibt und längst nicht alles zur Sprache kam. Aber dazu gibt es ja Kommentare ! :-)
Links:
Warum immer gleich zum Judentum konvertieren ?
Giur & Halacha
Wenn der Feind konvertiert
Montag, Mai 25, 2009
"Megillath Ruth" - Zum Buch RUTH
Am Donnerstag abend beginnt Schavuot, ein biblisches Fest, an welchem die Juden am Berg Sinai die Thora erhielten. Unzählige Fakten kann man über Schavuot berichten. Viel Kabbalistisches, die Midrasch gibt was her, die Kommentatoren, die Thora selbst, aber auch der Talmud. Und aus dem Talmud sowohl als auch der Midrasch möchte ich einige Lehren zu Schavuot entnehmen und hoffe, die richtige Auswahl getroffen zu haben.
Am Freitag, dem eigentlichen Schavuot – Tag wird in den Synagogen das "Buch Ruth – Megillat Ruth" gelesen. Warum gerade Ruth ?
Weil sie eine Vorfahrin des König Davids war (ihr Sohn Oved war Davids Großvater) und dieser an Schavuot geboren wurde und ebenso verstarb. An Schavuot standen alle Israeliten am Berge Sinai und erhielten die Thora. Erst mit dem Erhalt der Thora wurden sie zu einem eigenen Volk und konvertierten mit der Annahme der Gesetze G – ttes zum Judentum. Ab dem Zeitpunkt handelte es sich bei ihnen um das Jüdische Volk.
Auch Ruth, die Moabiterin, konvertierte zum Judentum. Nicht so, wie dies heutzutage der Fall ist; mit Auswahlverfahren und Beit Din (rabbinischem Gericht). Ruth konvertierte einzig und allein durch ihren Satz, dass der G – tt ihrer Schwiegermutter Naomi auch der ihre ist. Ohne wenn und aber und mit allen Konsequenzen. Dadurch wird gerade Ruth als die perfekte Konvertitin gesehen.
Die "Megillat Ruth" beginnt mit dem Bericht, wie Elimelech, seine Frau Naomi und ihre zwei Söhne Machlon und Kiliyon die Stadt Bethlehem aufgrund einer verheerenden Hungersnot verliessen und ins Land Moav abwanderten. Im Talmud Traktat Bava Batra 91a wird in der Gemara (rabbinische Diskussionen) die Frage gestellt, wann man Israel verlassen darf, um woanders zu leben. Und wie fast jedesmal im Talmud erhalten wir gleich mehrere Interpretationen zugleich. Eine davon lautet, dass wir Israel nur verlassen dürfen, um woanders zu leben, wenn die Preise so drastisch angestiegen sind, dass ein hiesiges Überleben kaum mehr möglich ist. Eine andere Meinung lautet, dann, wenn es nichts mehr zu kaufen gibt. Dennoch, sollte es immer noch Weizen zu kaufen geben, besteht wiederum ein Bleibegrund.
Thora, Talmud sowie die jüdische Halacha legen äußersten Wert darauf, dass ein Jude in Israel lebt. Unter anderem, weil nur hier ein unbeschreiblich hoher Level der Seele (Neschama) erreicht werden kann, denn nur im Lande Israel ist es einem Juden möglich, alle Mitzwot einzuhalten. Viele Thoramitzwot gelten im Ausland nicht und zeigen nur in Israel Wirkung (z.B. Schemittah – das 7. Jahr, in welchem die Landwirtschaft brachliegt). Außerdem werden Gebete in Israel besser und schneller akzeptiert als jene aus der Diaspora, denn hier steigen die Gebete sofort zu G – tt hinauf und gehen nicht erst Umwege wie nach Israel und dann nach Jerusalem und dann zu G – tt. Und der Talmud sowie der erste aschkenazische Oberrabbiner Kook (Kuk) lehren, dass die Luft in Israel weise macht. Was heißt weise ? Hier sind wir einfach zu ganz anderen Leveln fähig, wohin gegen wir im Ausland immer irgendwelchen Blockaden unterliegen.
Der Kommentator Raschbam wirft einen interessanten Punkt ein.
Er nämlich sieht einen Juden, der Israel verläßt als jemanden, der sich bis zu einem gewissen Grad selbst von den Thoramitzwot entfernt, denn er kann ja nicht mehr alle Mitzwot erfüllen. Der Ramban (Nachmanides) hingegen zeigt mehr Verständnis für die "Abwanderer" und sagt, dass es erlaubt ist, Israel zu verlassen, denn man darf sich auf keinen Fall selbst ruinieren.
Die Gemara in Bava Batra fährt fort mit dem Tode der beiden Söhne Machlon und Kiliyon. Hier scheint es als erwiesen, dass Elimelech für seine Abwanderung bestraft wurde, indem seine Söhne verstarben. Und gemäß der Midrasch Rabbah war Elimelech nicht irgendjemand in Bethlehem gewesen, sondern ein angesehener wohlhabender Mann der Provinz. Der Grund, warum er sich entschloß, Israel zu verlassen, war keineswegs der Hunger. Vielmehr wollte er seinen Besitz zusammenhalten. Er befürchtete ganz einfach, dass nun alle Armen zu ihm kommen und herumbetteln. Da wanderte er doch lieber nach Moav ab. Die Midrasch betrachtet dieses Verhalten als den Grund für den frühen Tod seiner Söhne.
Die Midrasch Rabbah fährt fort mit der Beschreibung der Indentität der Schwestern Ruth und Orphah. Beide nämlich waren die Töchter des Moabiterkönigs Eglon, und Eglon wiederum war ein Nachfahre des Balak; jener, der in der Wüste die Israeliten verwünscht haben wollte.
Als Elimelech verstarb, wollte seine Witwe Naomi wieder in die Heimat, nach Bethlehem, zurückkehren. Ihre Schwiegertöchter Ruth und Orphah machten sich mit ihr auf den Weg und unterwegs bat Naomi die beiden wieder nach Moav zurüchzukehren. Orphah ging zurück und Ruth blieb bei Naomi. Es heißt, dass Orphah später einen Sohn mit dem Namen Goliath gebar. Jener Goliath der gegen König David kämpfte und unterlag, war eigentlich ein Verwandter Davids.
Aufgrund ihres Verhaltens verdiente sich Ruth eine Vorfahrin des Meschiach zu sein. Ausgerechnet eine Moabiterin, denn den männlichen Moabitern ist es in alle Ewigkeiten verboten in das Jüdische Volk einzuheiraten. Bei den Moabiterfrauen hingegen ist es erlaubt. Rabbi Mordechai Machlis warf in einem Schiur einmal die Frage auf, warum nicht König Saul (Sha'ul) zum Meschiach wurde. Vielleicht, so der Rabbi, muß selbst der Meschiach einige Leichen im Keller haben und Sha'ul war zu perfekt. Wir lernen also, dass nicht jeder, der so ungemein perfekt ist, auch immer in die erste Wahl kommt. Auch Leute mit einem nicht so tollen Background haben Chancen und das lernen wir von Ruth und David. Beide wurden zu Lebzeiten von den Juden verspottet. So war sie die Moabiterin und er kein richtiger Jude. Richtiger Jude schon, doch nicht laut dem Spott der Mitmenschen.
Es heißt, dass der Meschiach nach seiner Ankunft mit seinem einzigartigen Geruchssinn feststellen wird, wer tatsächlich Jude ist und wer nicht. Viele mögen überrascht sein, die Wahrheit zu erfahren. Manche, die so fest glaubten, so toll und perfekt zu sein, könnten sich am Ende ganz unerwartet woanders wiederfinden. Und nicht immer muß der Meschiach aus einer tollen Familie kommen oder ein großer chassidischer Rebbe sein. Vielleicht sollten wir auch einmal einen Blick auf die kleinen Leute werfen und nicht immer nur auf bekannte Persönlichkeiten. Die unbekannte Moabiterin Ruth hat uns dies gelehrt.
Sonntag, Mai 24, 2009
Neue Missionsaktivitäten in Israel
B"HMUQATA berichtet über ILLEGALE Werbeplakate aufgehängt von CHRISTLICHEN Missionaren.
Sonntag, Mai 17, 2009
Die "unerwünschten Messianics"
Wer will schon etwas mit einem messianischen "Juden" (Die Bezeichnung "Jude" ist hier eigentlich unangebracht.) zu tun haben, der da offen Götzendienst betreibt ? Gerade die Ausübung des Götzendienstes ist eines der schlimmsten vergehen, welches in der Thora aufgeführt wird.
Hier ein erneutes Beispiel hinterhältiger Missionsaktivitäten der Messianics. Bleibt zu hoffen, dass sich alle Israelis so auflehnen, wie die Leute in Rehovot in der vergangenen Woche.
Link:
Haredim clash with messianics in Rehovot
Mittwoch, Mai 06, 2009
Gattin des stellvertretenden israelischen Außenministers ist eine Evangelikale Christin
Diese Nachricht fand ich auf "Shilo Musings" und ich muss zugeben, dass ich immer noch geschockt bin. Wie kann die Frau des israelischen stellvertretenden Außenministers Daniel Ayalon eine evangelikale Christin sein ? Warum hörte man bisher nichts davon in der israelischen Presse ?
Anne & Daniel AyalonQuelle: Washington Life
Geposted von Ellen Horowitz (Jewish Israel)
She may be "born again", but this
“Judeo-Christian union” could be the death of us all (G-d forbid)…
Evangelical Christian Anne Ayalon, the wife of Israel’s Deputy Foreign
Minister Daniel Ayalon, can be seen and heard on Daystar Television kvelling (sic!) about Jesus’s ministry in Israel (see 8 minutes into the video).
Daystar is a premier missionary network with “a singular goal—to reach souls with the good news of Jesus Christ”, and I guess Mrs. Ayalon considers it good news that, "Eighty percent of Jesus' ministry is up in the Galilee. You walk there and you just feel god's love!"
It’s reportedly not the first time that Anne has used her position as the wife of a
Jewish Israeli leader to “share her testimony about Jesus “ . As the wife of
the former Ambassador of Israel to the United States, it appears Mrs. Ayalon
witnessed on the banquet circuit…
Here’s a choice excerpt from Charles Carrin Ministries:
"While I was surprised by the Ambassador and his wife’s youthfulness, I was more astounded that Anne Ayalon used the Banquet-occasion to share her testimony about Jesus. She is a born-again believer. Speaking before high-ranking Jewish delegates, Washington’s media-reporters, and other international figures, she told of her love for Jesus and even gave a capable explanation of God’s Trinitarian nature. I sat there astonished. Never have I witnessed more graciousness, more spiritual beauty, or more gentleness than she displayed. No one could have criticized her loveliness. The incoming Ambassador’s wife, Noa Meridor, listened attentively as she spoke. More so, I was overwhelmed, wondering about the effects of such a woman becoming Israel’s First Lady. Pray for this couple!"
Israel better pray long and hard that its Jewish leaders come back to themselves and to their people.
Kein Wunder also, dass die Netanyahu - Regierung Spenden in Millionenhöhe vom amerikanischen Evangelikalen Movement erhält !
Donnerstag, April 30, 2009
Haredim aus Bnei Brak gedenken der gefallenen israelischen Soldaten
Betreffend meines vorherigen Artikel zum israelischen Unabhängigkeitstag und dem Verhalten der Haredim (Ultra - Orthodoxen).
Dienstag, 28. April 2009:
Haredische Bewohner der Stadt Bnei Brak (nahe Tel Aviv) stehen zum Sirenenton am Yom HaZikaron (Gedenktag der gefallenen israelischen Soldaten und Terroropfer).



Link:
http://hnn.co.il/gallery7266.html
Montag, Februar 23, 2009
Neues Kommittee im Innenministerium
Aufgrunddessen das Tausende Nichtjuden in Israel herumlaufen und die hiesige Staatsbürgerschaft verlangen, bildete Innenminister Me'ir Sheetrit ein neues Kommittee, welches das derzeitige "Law of Return - Rückkehrerrecht" überarbeiten soll. Gemäss des bestehenden Law of Return hat jeder Jude oder zum Judentum Konvertierte (Reformkonvertiten sollten sich stets vorher gesondert erkundigen !) das Recht auf Aliyah nach Israel. Nach der Aliyah erhält jeder jüdische Einwanderer die israelische Staatsbürgerschaft und somit gewisse Rechte aber auch Bürgerpflichten.
Heutzutage jedoch meinen Hunderte fanatischer Christen, sie seien ein Teil des jüdischen Volkes und verfügen somit über das Recht, hierbleiben zu dürfen. Zusehends wurde das Law of Return immer mehr ausgenutzt und die schockierende Mitteilung ist, dass 30% der Bewohner von Eilat keine halachischen Juden sind !
Nun soll das speziell eingerichtete Kommittee eventuelle Ergänzungen zum Law of Return ausarbeiten. Eine Alternative wäre, dass Neueinwanderern nach der Aliyah vorläufig ein besonderer Status gegeben und dabei gleichzeitig geprüft wird, ob es sich hier tatsächlich um einen Juden handelt. Weiterhin soll der Betreffende seine Loyalität zu Israel beschwören. Derzeit kommt es häufig vor, dass weibliche russische Einwanderer sich mit Palis einlassen und in der Vergangenheit half eine Russin einem Pali ein Attentat zu verüben.
Hinzu soll vor Vergabe der Staatsbürgerschaft geprüft werden, ob der Antragsteller des Hebräischen etwas mächtig ist. Kurz gesagt, es soll sich um Neueinwanderer handeln, die fähig sind, sich in die israelische Gesellschaft einzugliedern und dazu gehört die hebräische Landessprache.
Die zweite schockierende Nachricht:
According to recent Interior Ministry data, approximately 1 million illegal immigrants currently reside in Israel. Among them are 25,000 African infiltrators (only 600 of which are refugees from Darfur), tens of thousands of Palestinian Authority Arab women married to resident Israeli Bedouins,16,000 Arab women receiving Israeli welfare stipends while residing in Judea and Samaria, and 46,000 non-Jewish Ethiopians.
Montag, Februar 02, 2009
"Yes, we can !"
B"H
Am 10. Februar 2009 wird in Israel eine neue Knesset gewählt und man schaue sich nur an, wie Benjamin Netanyahu vom LIKUD sowie Eli Yishai von der sephardisch - haredischen SHASS - Partei von der Site des Barak Hussein Obama abkupfern. Sogar der Slogan
"Yes, we can !" wurde ohne grosses Zögern übernommen.
Sonntag, Januar 04, 2009
Für Israel
Wer Israel in der derzeitigen Kriegssituation helfen will, der kann Tehillim (Psalmen) beten. Insbesondere Psalm Nr. 20.
Shavua Tov - Eine gute Woche !
Sonntag, November 23, 2008
Ihr Esel - אתם חמורים !!!!

B"H
In Israel ist er nur allzu bekannt für seine manchmal flappsigen Sprüche und nicht selten einzigartigen Ansichten. Auch jetzt hat das geistige Oberhaupt der sephardisch - haredischen SHASS - Partei seine Zunge wieder einmal nicht im Zaume halten können und attackierte das säkulere israelische Schulsystem.
"Die wissen nichts und sind Esel
(חמורים) !" behauptet der Rabbi.
Rabbi Yosef beschuldigte säkulere Lehrer jüdischen Schülern keine Thora sowie jüdische Identitaet zu vermitteln.
"Die Schüler müssen langsam an Thora und Mitzwot herangeführt werden".
Nichtsdestotrotz lästern israelische Haredim (wahrscheinlich Ashkenazim) in ihren Foren schon kräftig ab:
"Wie schaut es denn mit dem sephardischen Schulsystem aus ? Wo ist da die Bildung ?"
Anmerkung:
Falls es überhaupt soetwas wie eine Bildung dort gibt ...
Rabbi Ovadiah Yosef hat zwar in gewissem Maße recht, dennoch sollte er zuerst auf seine eigenen Institutionen schauen, da die SHASS - Anhänger für alles bekannt sind, nur nicht gerade als Intelligenzbestien.
Link:
Ynet
Donnerstag, November 13, 2008
Fanatische Christen wollen das Ruder übernehmen
Eine Bekannte, die sich mehr als ausgiebig mit dem Thema "Christliche Missionare in Israel" auseinandersetzt und derzeit diesbezüglich Teil eines themenspezifischen Projektes ist, berichtete mir gestern, dass diverse fanatische christliche Gruppierungen die israelische Regierung dahingehend bewegen zu wollen, Christen zur Aliyah anzuerkennen.
Wie das ?
Eine christliches "Birthright" soll gegründet werden oder ist schon gegründet worden. Anscheinend fühlen sich absurderweise viele Christen aus aller Welt als Teil der verlorengegangenen zehn israelitischen Stämme. Hierbei spielt es keine Rolle, ob der Betreffende über absolut keine Wurzeln zum Judentum verfügt - er muß halt nur das Gefühl haben, Teil der einstigen israelitischen Stämme zu sein. Eine Art Vision oder innere Eingebung aus dem Lala - Land der Schizophrenen. Und genau diese Leute wollen dann zur Aliyah berechtigt sein.
Kurz gesagt, jener könne theoretisch daherkommen und seine Phrasen dreschen.
Klingt wie aus einem übertriebenen Science Fiction ?
Tatsache ist, dass unsere derzeitige Regierung genauso wie der Likud mit Benjamin Netanyahu tief in der Schuldigkeit reicher christlicher Organisationen steht. Die Spender wollen sozusagen ihre Rechte einfordern. Dazu kommt, dass ebenso der neue Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat gerne die Hand aufhält, wenn die Christen nur mit Spenden daherkommen. Ein weiterer Fall ist der Oberrabbiner von Efrat, Rabbi Shlomo Riskin.
Man betitelt fanatische Christen als gute Freunde und ermöglicht ihnen bereitwillig Unterkünfte wie Riskin dies in Efrat wiederholt durchführte. Hauptsache man behauptet brav, ein "Abrahamischer Jude" oder ein "Ben Menasche" (die sogenannten indischen "Juden") zu sein und schon ist man bei Riskin dabei.
Innerhalb der nächsten Wochen wird die anti - missionarische Projektgruppe so einige akute Fälle zusammenstellen und ich werde weiterhin zum Thema berichten. Part dieses Projektes ist, unter anderem, die ehemalige Jerusalemer Stadträtin der nationalrelig. Partei MAVDAL, Mina Fenton. Und gerade Mina Fenton ist bekannt für ihren rigorosen Einsatz gegen christliche Missionare in Israel.
Vorab schon einmal zwei Site - Empfehlungen:
Esav Exposed
The Key to Redemption
Ziel dieser Fanatiker ist es, die Juden loszuwerden oder zum Christenzum zu missionieren. Wie bei den Nazis heisst der Hauptfeind: die JUDEN.
Nehmen wir einmal an, derlei Christen bilden sich ein, die "wahren" heutigen Juden zu sein, was ist dann eigentlich mit G - tt ?
Ich meine damit, dass ich genauso behaupten kann, ich sei Chinese, aber im Prinzip ist eindeutig, dass dem nicht so ist.
Vielleicht können Gruppen wie die Evangelisten etc. mit ihren Millionen von Dollars anderen die Hirne verdrehen; G - tt allerdings lässt sich nicht bluffen und ein richtiger Jude wird stets einer bleiben. Genauso wie ein richtiger Nichtjude stets einer bleiben wird (es sei denn, er konvertiert orthodox). Und für G - tt spielt es ebenso wenig eine Rolle, wer sich was in seinem Hirn zurechtlegt und welche Visionen denjenigen letztendlich plagen.
Montag, Juni 16, 2008
Die Sau ist los ....
Seit der Gründung des Staates Israel (1948) und sogar viele Jahre vorher, war das Land immer mehrheitlich in säkulerer Hand. Ganz zu schweigen von den Regierungen. Dennoch gab es immer irgendwo eine Grenze, wieweit der Säkularismus tatsächlich gehen darf. Meistens lag die Grenze beim "Yom Kippur - dem Versöhnungstag", an dem die Mehrheit der israel. Juden fastete. Etwas anderes stand gar nicht zur Debatte. Obwohl nicht immer religiös, wurden doch jüdische Traditionen und Riten eingehalten. Bei den vor und nach der Staatsgründung eingewanderten deutschen Juden vielleicht weniger als bei ihren Gegenparts aus Rußland, Ungarn oder Polen.
Vor allem in den osteuropäischen Staaten zeigte man sich noch traditionsverwachsener als im deutschen Reformjudentum. Dem wurde teilweise noch eins draufgesetzt als die jemenitischen Juden einwanderten. Ganz zu schweigen von den marokkanischen, iranischen, irakischen oder kurdischen Juden. Bis heute sind gerade diese sephardischen Juden viel traditionsbewußter als die aschkenazischen Juden. Selbst dann, wenn es sich um säkulere sephardische Juden handelt, denn auch bei ihnen liegt die Schmerzgrenze oftmals viel niedriger als bei ihren aschkenazischen säkuleren Gegenparts. Unter anderem will eine "richtige" sephardische Mutter ihren Sohn nun einmal mit einer Jüdin verheiratet sehen. Und auf Kaschrut wird in vielen Fällen auch wert gelegt. Nicht immer muß die Küche super koscher sein, doch bestehen auch hier einige Grundregeln, die gehalten werden.
Seit der Ausbreitung des Videos, DVD oder des Internet hat sich einige verändert und da wird am Yom Kippur nicht selten ein Film eingeworfen. Sonst sei es halt zu langweilig. Fasten - JA, auf Filme verzichten - NEIN.
Und seit der Masseneinwanderung der Russen aus den GUS - Staaten haben besonders unkoschere Läden absolute Hochkonjunktur. Nicht, dass es solche Läden zuvor im Lande nicht gab. Es gab sie und selbst ein Kibbutz hatte sich schon vor Ewigkeiten auf die Schweinezucht und somit die Herstellung von Schweinefleisch spezialisiert. Was vor ca. 20 Jahren noch hinter vorgehaltener Hand erzählt bzw. gegessen wurde, findet nun ungeniert in aller Öffentlichkeit statt.
Die russischen Einwanderer liessen von Beginn an verlauten, dass sie halt nicht auf ihr Schweinefleisch verzichten wollen. Alles solle so sein wie in Rußland. So ein Quark, denn ich aus Bayern kommend, mache hier auch keinen Leberkäs - Handel auf. Dennoch nutzten nicht wenige Russen ihr jüdisches Aliyah - Geld, um Läden mit Schweinefleisch zu eröffnen. Zuerst waren viele Israelis außer sich, und in dem Falle nicht nur die Religiösen. Mittlerweile haut all dies aber niemanden mehr vom Hocker. Gab es vor wenigen Jahren noch wilde Demos gegen russ. Schweinefleischläden in Beit Schemesch, so hat sich die Lage weitgehend beruhigt. Wobei Beit Schemesch eine Ausnahme bildet, denn man nimmt an, dass die Stadt in einigen Jahren eh fast vollkommen haredisch (ultra - orthod.) sein wird, und somit die Russen eh abwandern oder abgewandert werden.
Auch in der nordisrael. Stadt Kiryat Schemona gab es Proteste gegen russ. unkoschere Läden und vor wenigen Jahren nahm ich mehr oder weniger an einer haredischen Demo gegen einen neueröffneten unkoscheren Laden in der Jerusalemer Agrippas Street teil. Ausgerechnet dieser Laden jedoch leitete auch in Jerusalem einen neuen Trend ein. Unkoschere Läden wurden nun auch vermehrt von Israelis eröffnet und nicht nur von den Russen. Und immer mehr säkulere Israelis fragten nach unkoscheren Produkten nach. Man sah die "tollen" Fressalien im Auslandsurlaub und wollte auf soetwas daheim halt nicht verzichten. Und so deckt unter anderem die Lebensmittelkette "Tiv Ta'am" den Bedarf nach Schwein und Sonstigem. Als "Tiv Ta'am" vor einem Jahr vor der Krise stand, waren es jedoch wieder einmal die Russen, die sich aufregten und weiterhin auf unkoschere "Spezialitäten" drängten.
In Jerusalem weniger, in Tel Aviv hingegen umso mehr. In bestimmten Stadtteilen Tel Avivs hat "die Sau" Hochkonjunktur. Insbesondere die Gegend um den Zentralen Busbahnhof ist "Schweineland". Ich nenne hier nur einen größeren Laden gegenüber des alten Busbahnhofes "The Kingdom of Pork Factory", in welchem die Belegschaft aus Russen besteht. Auf dem Ladenschild findet sich die Aufschrift in Russisch, Englisch und Thailändisch. Gemäß der Gegend dürfte die Kundschaft mehrheitlich aus Russen, Thailändern und Philippinos bestehen.
Nicht jeder muß in Mea Shearim oder Bnei Brak wohnen und super koscher leben. Andererseits ist Israel nicht irgendein Land und die Bewohner sollten schon einen gewissen Respekt G - tt gegenüber zeigen. Traurigerweise haben sich die haredischen Demos fast vollkommen aufgelöst. Entweder gab man auf oder eine Demo passte gerade politisch nicht ins Konzept. Im Judentum haben wir das Konzept des "Sieges über die eigene Yetzer HaRah - die schlechte Seite in einem jedem von uns". Und wie könnten wir diese Mitzwah erfüllen und somit einen Tikun (Reparatur der Seele) ausführen, wenn wir keine freie Wahl hätten ?
Nur wenn wir vor einem Schweinefleischtresen und einem Tresen mit koscherem Fleisch stehen, können wir unsere innere Größe zeigen, indem wir uns für das koschere Essen entscheiden.
Wenn wir einmal nach dem Tode vor G - tt treten, dann wird es uns nicht unbedingt hoch angerechnet werden, wenn wir in zeitlebens in Bnei Brak elebt haben und gar keine andere Wahl hatte als koscher zu essen.
Ich will hier keineswegs für die Einführung unkoscheren Essens plädieren, nur, damit wir unsere Yetzer besiegen können. Aber aufgrund der vielen unkoscheren Läden versuche ich halt, dem Ganzen etwas Positives abzugewinnen und gleichzeitig einen positiven Zweck zu erkennen. Ansonsten bin ich jedoch absolut gegen unkoscheres Essen in Israel.
Sonntag, April 27, 2008
Haredim im Holocaust
An diesem Mittwoch abend beginnt in Israel der nationale Holocaust - Gedenktag.
Am Donnerstag morgen wird ein zweiminütiger Sirenenton zu vernehmen sein, bei dem die Mehrheit der Bevölkerung zum Gedenken an die Opfer stillsteht.
Araber sowie viele Haredim ignorieren den Sirenenton und stehen nicht still. Bei den Haredim ist wieder zu differenzieren, denn nicht alle reagieren so und bei jenen, die so reagieren, sollte man sich der Gründe näher bewußt sein und nicht gleich drauflosverurteilen.
Ich hoffe, dass ich es schaffe, einen längeren Artikel über den vorherigen Belzer Rebben, Rabbi Aharon Rokeach, und seine Flucht vor der Gestapo fertigzubekommen und als Andenken in den Blog zu stellen.
Vorab schon weitere Links zu dem Thema:
Der Sinneswandel des Rabbi Yissachar Shlomo Teichtal
Der Klausenberger Rebbe
Die Chassidische Reaktion auf den Holocaust
Die koschere Sukka in Auschwitz
Dienstag, März 11, 2008
Neues vom israelischen Konversionssektor
Lange schon habe ich es aufgegeben, überhaupt noch irgendetwas zum Thema "Konversion zum Judentum in Israel" zu verstehen. Rabbis wollte ich dazu interviewen, aber die harte Realität schaut derweil so aus, dass sich fast monatlich die Regelungen ändern.
Soweit ich weiß, ist nun jeder Konversionswillige verpflichtet, sich vor dem Eintritt in einen israel. orthod. Konversionskurs eine Bewilligung vom Misrad HaPnim (Innenministerium) zu holen. Dort gibt es seit geraumer Zeit ein extra eingerichtetes Kommittee, welches in Abwesenheit des Antragstellers darüber entscheidet, wer eine Bewilligung bekommt, an einem Konversionskurs teilnehmen zu dürfen. Ohne diese Bewilligung darf nicht mehr konvertiert werden und der Erhalt der damit verbundenen israel. Staatsbürgerschaft wird gleich ganz verweigert.
Im Klartext bedeutet dies:
1. Vorsprechen bei einem Konversionskurs
2. Beantragung der Bewilligung beim Innenministerium
3. Abwarten, denn besagtes Kommittee trifft sich nur alle Jubeljahre.
4. Falls bewilligt wird, darf mit dem Konversionskurs begonnen werden.
5. Konversion
6. Hinter dem Erhalt der israel. Staatsbürgerschaft steht dennoch ein grosses Fragezeichen.
Sicher werden sich viele Fragen "Warum dies alles ?"
Kurz gesagt, unsere derzeitige Regierung will nicht zuviele relig. Konvertiten, die dann eventuell gegen sie stimmen. Stattdessen sieht es das Innenministerium als seine Aufgabe, es dem orthod. Oberrabbinat (Rabbanut) so schwer wie möglich zu machen. Nichts da mehr mit Massenkonversionen und hinterher wollen die Leute gleich die Staatsbürgerschaft.
Auch hat das Ministerium die Nase voll von all den Konvertiten und läßt nur noch jene zu, die niemals ihr Visum überzogen, ihre finanziellen Verhältnisse nachweisen und sich allein finanzieren können, und alle weiteren, die niemals unangenehm auffielen. Ohne dieses Kommittee läuft gar nichts mehr. Das Rabbanut hingegen will dagegen angehen, kann sich aber derzeit kaum richtig durchsetzen.
Jetzt wurde bekannt, dass auch das Rabbanut abdriftet. Der sephardische Oberrabbiner Shlomo Amar ernannte zehn neue rabbinische Richter (Dayanim), wovon acht zur ultra - orthod. Szene gehören. Einige von ihnen sassen sogar als Dayanim im Beit Din (rabbinisches Gericht) des haredischen Bnei Braker Rabbi Nissim Karelitz.
Was auf die neuen Konvertiten zukommt, ist noch nicht abzusehen. Viele von ihnen befürchten sogar eine Ablehnung ihres vorherigen Giur (Konversion zum Judentum).
Dies betrifft allerdings nur jene Fälle, bei denen Leute frisch konvertiert sind und noch auf ihre offiziellen Papiere warten.
Sind die Papiere erst einmal da, kommt gleich die nächste Katastrophe:
Der Kampf mit dem Innenministerium um die israelische Staatsbürgerschaft.
Und wer nun gar meint, im Ausland zu konvertieren sei da von Vorteil, der liegt ebenso falsch. Das Innenministerium tut sich momentan auch mit ausländischen Konversionen schwer und erteilt keine sofortigen Staatsbürgerschaften mehr.
Leute, ihr seid nicht zu beneiden, wenn ihr gerade irgendsoetwas in der Richtung plant.



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