Posts mit dem Label Medien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Medien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, Januar 30, 2012

Das jüdische Familienmagazin: "Mishpacha"

B”H

MISHPACHA ist der hebräische Ausdruck für FAMILIE. “Mishpacha” – so lautet auch der Name des bekannten haredischen (ultra – orthodoxen) wöchentlichen Familienmagazins, welches in englischer sowie in hebräischer Sprache erscheint. Ich lese “Mishpacha” nicht regelmässig, ab und an aber gibt es recht interessante Texte zu lesen. 

Heute fragte “Mishpacha” an, ob das Magazin einige meiner Photos mit Namensangabe bzw. Name des Blogs übernehmen darf. Wundert Euch daher nicht, wenn Ihr dieselben Photo hier und dort seht.

Übrigens wird “Mishpacha” nicht von allen ultra – orthodoxen Juden gutgeheissen. Unter anderem steht das Wochenmagazin auf dem Index der antizionitischen “Edah HaCharedit”. 

http://www.mishpacha.com/

Montag, Januar 23, 2012

Chassidim im Holocaust und die deutsche Berichterstattung

B”H 

Da sich der "Internationale Holocaust – Gedenktag" am 27. Januar nähert, berichtet die deutsche Presse vermehrt zum von den Deutschen geplanten Massenmord an den Juden im Dritten Reich. Was mich dazu nur wundert ist, wie viele deutsche Presseorgane einerseits so verurteilend, u.a., über die "Wannsee – Konferenz" berichten, andererseits jedoch genau so antisemitisch gegen religiöse Juden hetzen wie einst "Der Stürmer". 

Chassidim im Holocaust

Dienstag, Januar 17, 2012

ARUTZ 7 zitierte aus meinen englischen Blog

B"H 

Mein englischsprachiger SHEARIM Blog fand heute auf der nationalreligiösen israelischen News Site ARUTZ 7 Erwähnung. Es wurde aus meinem Bloginhalt zum langjährigen Streit zwischen den chassidischen Gruppen Belz und Satmar zitiert. 

Für Außenstehende ist allein dieser Streit lediglich zweier großer und wichtiger chassidischer Gruppen eine Verständnisherausforderung. Es ist kaum möglich, den Hintergrund in einem Abwasch darzulegen und zu erklären. Allein zu dem Streit können ganze Bücher verfasst werden. 

Leider betreiben deutsche Medien, neben den israelischen, eine wirre Hetzjagd gegen ultra – orthodoxe Juden in Israel. Die hebräische Sprache kennt den Ausdruck “ultra – orthodox” nicht und man beschränkt sich auf den Begriff “Haredim”. Wobei “Haredim” ein Oberbegriff für mehr als Hundert kleine Grüppchen und Richtungen darstellt. Der Laie geht nach wenigen Minuten im Wust der Gruppierungen und Ideologien unter und mischt am Ende alles zusammen, was nicht zusammen gehört. Deswegen lese ich grundsätzlich keine Artikel solcher Laien und Möchtegern – Kommentatoren, die noch niemals Teil der haredischen Gesellschaft waren, sondern lediglich mutmassen oder von anderen Sites abkopieren. 

Meine Beziehungen zur chassidischen Gruppe Satmar waren vor Jahren einmal sehr intensiv. Was den Streit zwischen Satmar und Belz betrifft, so kann ich auf diesem Blog auf Wunsch gerne mehr berichten bzw. Links zu meinem chassidischen Blog geben. Sollten sich Leser melden, die spezielle Infos suchen, können sie mich dies per Mail oder Kommentar wissen lassen. 

Hier erst einmal ein Kommentar von mir zum ARUTZ 7 Artikel: 

Offenbar versuchen der Belzer Rebbe (Jerusalem) sowie einer der zwei derzeitigen Satmarer Rebben (New York), Rabbi Aharon Teitelbaum, Frieden zu schliessen. Vor fast Dreissig Jahren war es zu einem riesen Zoff zwischen den beiden Gruppen gekommen und seither war man sich nicht mehr grün. Nur gibt es da ein kleines Problem: Die Frau des Belzer Rebben ist die Schwester der Gattin des Rebben Aharon Teitelbaum. Schon allein deswegen gab es inoffizielle Kontake zwischen den Familienmitgliedern. 

Soweit so gut, doch stört eine Person in dem Spiel: Der zweite derzeitige Satmarer Rebbe, Rabbi Zalman Leib Teitelbaum. Dieser ist Rebbe Aharons Bruder und beide befinden sich im Krieg um die Führungsposition in Satmar. 

Wer die Größe der Chassidut Satmar nicht einzuordnen vermag: Die Satmarer stellen die größte chassidische Gruppe der Welt. Größer als Chabad (Lubawitsch). 

Der Belzer Rebbe und Rebbe Aharon Teitelbaum sind also verschwägert und lästern gern über Rebbe Zalman Leib. Der Dritte im Freundschaftbund ist einer der drei derzeitigen Vishnitzer Rebben aus Bnei Brak (bei Tel Aviv), Rebbe Israel Hager. Rebbe Israel ist der Bruder der beiden o.g. Gattinen des Belzer und Satmarer Rebben. 

Die Frage, die sich in Satmar stellt ist, was denn Rebbe Zalman Leib zu einem etwaigen Friedensbündnis zwischen Belz und seinem Bruder Aharon sagen wird. Dabei hatte Rebbe Zalman Leib doch schon vor Jahren gelästert, dass Rebbe Aharons Gattin (die Tochter des alten Vishnitzer Rebben in Bnei Brak) auf eine Schule ging, auf der Hebräisch und nicht Jiddisch gesprochen wird. “Ein Unding” in Satmar und Rebbe Zalman Leib Teitelbaum verwendete dieses Argument gegen seinen Bruder im Kampf um die Vorherrschaft. 

Alles klar ? 

Wie gesagt, wer gerne mehr wissen möchte oder wenigstens ein paar chassidische Stories / Ideologien zu hören beabsichtigt, kann es mich gerne wissen lassen. 


http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/151825#.TxW0jV12rZI

Samstag, Dezember 31, 2011

Heute abend in Mea Shearim ...

Großdemonstration gegen die Hetze bezüglich der haredischen (ultra – orthodoxe) Gesellschaft in Israels säkuleren Medien. 




Die Kinder so zur Schau zu stellen finde ich allerdings etwas daneben. Es reicht doch, wenn die Erwachsenen demonstrieren !

Mehr Photos HIER !

Donnerstag, Dezember 29, 2011

Im Zwielicht ... die säkulere israelische Presse und ihr endloser Kampf gegen orthodoxe Juden


Die haredische (ultra - orthodoxe) Presse beklagt diese Woche das zwielichtige Verhalten der säkuleren Medien Israels.

Montag, Dezember 26, 2011

Anstandskrieg in Beit Shemesh

B”H 

”Unterschätze niemals Deine Leser”, so lautet ein Bloggermotto von mir. Dennoch gibt es Momente, da bin ich mir wirklich nicht sicher, ob ich in der Lage bin, den genauen Knackpunkt einer Situation in einem Artikel zum Leser zu bringen. Gerade beim Thema “Frauen im ultra – orthodoxen Judentum”. 

Warum ? 

Erstens, weil fast jeder in der Diaspora lebende Juden unterschiedliche Vorstellungen von ultra – orthodoxen Juden in Israel hat. Nichtjuden sind gar noch mehr verwirrt. Hinzu kommt, dass die Medien eine oft ziemlich bizarre Wirklichkeit wiedergeben. Noch dazu, wenn es sich um deutsche Medien handelt, welche absolut keine Ahnung vom Judentum haben und jeden Haredi grundsätzlich mit einem nationalreligiösen Siedler gleichsetzen. 

Trotzdem will ich das Thema in meinen deutschsprachigen Blogs nicht auslassen, sonst kommen deutsche Medien auf den Plan und ziehen die jüdische Religion wieder einmal durch den Schmutz. 

Zum Thema “Geschlechtertrennung in israelischen Busse” berichtete ich zu aktuellen Gegebenheiten bereits hier: 

Warum benutzte Tanya Rosenblit einen Mehadrin Bus ?

Die Wahrheit über Tanya Rosenblit

Nachdem sich die Lage wieder beruhigt hatte, kam es vor wenigen Tagen erneut zum Knall, denn einige Haredim hatten im relig. Teil der Stadt Beit Shemesh (ca. 15km westlich von Jerusalem) ein 8 – jähriges nationalreligiöses Mädchen namens Na’ama Margolis angegriffen. Heisst, beschimpft, denn das Mädchen sei nicht anständig genug gekleidet gewesen und ihr Verhalten habe zu wünschen übrig gelassen. Die israelische Presse sowie die Nationalreligiösen stürzten sich auf den Fall und seither wird “Klein Na’ama” ständig vor die Kamera gezerrt. Es ist geradezu in Mode gekommen, die gesamte haredische Gesellschaft anzuklagen und selbst auf Facebook laufen Groups gegen Haredim. 

Als Hintergrundinformation muss man jedoch einiges wissen: Der haredische Stadtteil sowie der nationalrelig. Stadtteil liegen in Beit Shemesh eng beieinander und sind lediglich durch eine Brücke getrennt. Seit Jahren gibt es Zoff zwischen beiden Gesellschaftsgruppen und ich selbst habe erlebt, wie Nationalrelig. die Haredim beschimpfen und herausfordern. 

Warum ? 
Zuerst einmal geht der Zwist auf das Verhalten des relig. – zionistischen MIZRACHI Movements im Holocaust zurück. Darüber werde ich noch berichten. 

Zweitens fühlen sich zahlreiche Nationalreligiöse mit eigenen Komplexen behaftet, wenn sie Haredim sehen. Eine Art Neid kommt auf, denn die Haredim sind wohl relig. als es die nationalrelig. Gesellschaft zustande bringt. Dann ist jeder Grund Recht, den Haredim eines auszuwischen, um sich selber erhabener zu fühlen. Beit Shemesh war schon immer ein Pulverfass und beide Gesellschaftsrichtungen liegen dort so richtig im Clinch.



Na'ama Margolis

Photo: Kikar Shabbat

In einem nachfolgenden Artikel werde ich ausführlich auf die Situation eingehen und hier nur eine kurze Zusammenfassung der aktuellen Ereignisse: 

Die Stadtverwaltung Beit Shemesh, Bürgermeister Moshe Abutbul und die lokale Polizei entschieden, dass von nun an ca. 400 Videokameras in den Straßen aufgehängt werden, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Auch an der nationalrelig. Schule “Orot Banot”, in die Na’ama Margolis geht.

Seit mehreren Jahren hängen eine handvoll Fanatiker, die im Sprachgebrauch “Sikarikim” genannt werden, Anstandsschilder auf. Geschlechtertrennungen auf den Gehsteigen oder, wie in diesem angesprochenen Fall, Frauen sollen sich nicht vor einem bestimmten Lehrhaus versammeln, sondern die gegenüberliegende Straßenseite benutzen. 

Gestern sandte die Stadtverwaltung Beit Shemesh Ordnungshüter aus, um die Schilder zu entfernen. Wohlgemerkt, die Schilder hingen bereits einige Jahre herum, doch die Mehrheit der Haredim hielt sich eh nie an die Anordnungen, denn die Sikarikim gelten als idiotische Fanatiker, mit denen niemand etwas zu tun haben will. Gestern kamen die Schilder und in der darauffolgenden Nacht wurden sie von zahlreichen Haredim wieder aufgehängt. 

Die Mehrheit der Haredim macht bei dem Krieg gar nicht mit, sondern sagt, dass lediglich ein paar Fanatiker ständig ausflippen und sich aufspielen wollen. Belästigt jedoch fühlen sie sich von den israelischen TV – Stationen, die seit Tagen durch Beit Shemesh kreuzen, um alles aufzunehmen, was vor die Linse kommt. Die Kameras wirken provozierend und nun begann ein Krieg zwischen der Presse und den Nationalreligiösen auf der einen, sowie den Haredim auf der anderen Seite. 

Mittlerweile traf sich eine Gruppe Haredim mit Na’ama Margolis, um sich für ein paar ausrastende Fanatiker zu entschuldigen. 

Fazit: Die haredische Gesellschaft ist, wie immer, gespalten und einige Fanatiker wollen unbedingt mehr macht ausüben. Allerdings geht dies alles auf Kosten der gesamten haredischen Gesellschaft. 

Hier ein paar aktuelle Photos von dem Lehrhaus (Beit Midrasch) der chassidischen Gruppe Toldot Avraham Yitzchak und einem Anstandsschild vor dem Gebäude. Das Schild fordert Frauen auf, die gegenüberliegende Straßenseite zu benutzen.







Die Beit Midrash der Chassidut Toldot Avraham Yitzchak in Beit Shemesh



Das Anstandsschild vor der Beit Midrash.

Ehrlich gesagt überraschte es mich, dass das Schild ausgerechnet dort angebracht ist. Unzählige Male berichtete ich über die Toldot Avraham Yitzchak und habe Freunde, die dort Mitglied sind. War es nun die Gruppe, die das Schild anbrachte oder doch die Sikarikim ?



Alle Photos gibt es HIER !

Dienstag, Oktober 19, 2010

Vier Jahre HAMANTASCHEN - BLOG

B"H

Keiner hat's gemerkt und ich selber auch nicht. Fast zumindest, denn vorgestern fiel es mir ein als ich im Bus sass. Vor vier Jahren rief ich HAMANTASCHEN ins Leben. Ich hatte eine lange Mittagspause, sass am PC und um die Zeit herumzukriegen klickte ich auf die Blogwelt. Erfolgreich oder nicht, das war und ist mir bis heute egal. Das orthodoxe Judentum ist im deutschen Sprachraum nicht allzu breit vertreten und ich versuche mein Bestes, ein paar Sichtweisen darzustellen. Bei meiner Themenwahl folge ich meinen Launen und hoffe, dass die Inhalte recht abwechselungsreich ankommen. 

Bei all meinen Blogs halte ich mich an ein Motto: 
Ich clique nicht mit anderen und ziehe mein eigenes Ding durch. Ob das einigen Leuten passt oder nicht. 

Das Judentum liefert genug Material und die Themen gehen nie aus. Mir selber macht es Freude, den Research zu betreiben und ich glaube, dass es gerade ich bin, die am meisten durch die Inhalte lernte. Meine Yeshivavergangenheit kommt mir zugute genauso wie meine teilweise haredische (ultra - orthodoxe) Umgebung. 

Auf hoffentlich weitere vier und mehr Jahre, denn es gibt nach wie vor viel zu tun.:-)
Einen Dank jedenfalls an alle interessierten Leser und falls jemand Anregungen hat, kann er es mich wissen assen !

Montag, April 19, 2010

Wenn sekuläre Juden über die haredische Gesellschaft schreiben

B"H

Es ist geradezu in Mode gekommen, dass sekuläre Juden (geschweige denn Nichtjuden) Bücher über die ultra - orthodoxe (Haredi) schreiben. Je extremer die chassidische Gruppe, desto höher der Bücherumsatz. Und genau das ist es, was derlei "Autoren" wollen:  
Geld verdienen, egal um welchen Preis.

Jeder hat das Recht zu tun, was er will, aber sobald sekuläre Juden von haredischen Rabbinern berichten, wird der Inhalt größtenteils zum Wirrwarr, der seinesgleichen sucht.
In der 80iger Jahren verfasste der linksgerichtete israelische Journalist Amnon Levi sein Buch "Die Haredim". Recht gut geschrieben und der Leser merkt, dass Levi hier guten Research betrieb. Ein Gerrer (Gur) Chassid sagte mir jedoch, dass Amnon Levi einen Fehler gemacht habe: Er schrieb das Buch als sekulärer Jude und das passt nicht. Es passt nicht, weil ich nicht einfach daherkomme, an einer Gesellschaft nicht im Geringsten interessiert bin und einfach aufs Geratewohl loslege.

Zahlreiche sekuläre Juden schlichen sich in die haredische Gesellschaft ein, um so an Infomaterial zu kommen. Meist ohne viel Erfolg, da sie die Gruppeninhalte / Ideologien und Lehren nicht interessiert. Somit ist das Resultat negativ, denn ich muss ein Thema begreifen und mich damit eingehend auseinandersetzen. Nicht nur die Oberfläche mitnehmen und nach eventuellen Skandalen Ausschau halten, sondern in die Tiefe gehen. Aber wer will sich jahrelang mit etwas befassen, wenn es um das schnelle Geld geht ?

Manchmal sehe ich einen Uniprofessor in Jerusalem, der ein Buch über einen ehemaligen Rabbi der antizionistischen Neturei Karta schreibt. Der Professor beschwert sich bei seinen Kollegen, warum denn die Neturei Karta oder anderweitige Gruppierungen nicht mit ihm reden.

Das allein zeugt schon von Unverständnis der Materie. Man kommt nicht eben einmal so als sekulärer Prof einer (zionistischen) Uni daher und will Informationen. Das Herantasten an manche Gruppierungen kann äußerst zeitaufwendig sein. Anstatt jeden Schabbat in deren Synagogen anzurücken und so Kontakte zu knüpfen, ruft der Professor an und macht auf "Ich bin Professor und gibt mir die Infos". Eben weil er abgelehnt wurde, hetzt der Professor jetzt erst recht gegen die Neturei Karta und anderweitige Rabbiner. Ich kann mir schon jetzt ausmalen, wie sein Buch aussehen wird.

Das Schlimmste an solchen Verhaltensweise ist, dass später die Leser, welche keinerlei Ahnung von Haredim haben, die Inhalte glauben. Dem Autor ist es egal, ob so manche Beschreibung frei erfunden ist, wenn es keine Infos gab. Sind doch die Rabbiner selber schuld, wenn sie am Telefon nicht reden ! Hauptsache das Buch bringt Geld.

Einen der wenigen Autoren, die ich zum dem Thema empfehlen kann, ist der ehemalige Gerrer (Gur) Chassid YITZCHAK ALFASSI. ER schrieb mehr als siebzig Bücher und einige davon wurden ins Englische übersetzt. Yitzchak Alfassi lehrte an der Tel Aviv University und seine Bücher zum Chassidismus sind absolut glaubwürdig.

Dienstag, Februar 16, 2010

Die deutsche Presse stürzt sich auf Aussteigergeschichten der haredischen Gesellschaft

B"H

Mehrere Leser machten mich darauf aufmerksam, dass "Der Spiegel" und vielleicht auch andere deutsche Medien Artikel zum Thema "Aussteiger aus der haredischen Gesellschaft" fahren. Hierzu gibt es auch etwas bei Chaim zu lesen.

Wie ich in X Kommentaren dazu bereits sagte: Wer die haredische Gesellschaft nicht kennt und derlei Stories nur aus finanziellem Kalkül heranzieht, der verursacht nichts weiter als den Hass auf die haredische Gesellschaft. Es ist unbedingt notwendig, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Als Jude und nicht unbedingt als Nichtjude. Im "Spiegel" erscheint es mir als wolle man mit den Inhalten nur Aufmerksamkeit erhaschen. "Sektenmässiges" kommt immer gut und die bekloppten fanatischen Haredim haben sie ja eh nicht alle. "Seht her, wie die leben und wie bescheuert die sind !"

Wenn in Israel ansässige deutsche Journalisten "arbeiten", dann schaut deren Tagesablauf so aus:

Sie werden von einer Nachrichtenredaktion in Deutschland angerufen und bekommen den Auftrag, einen Artikel zu einem bestimmten vorgegebenen Thema zu verfassen. Dann kommt der entsprechende Journalist ins Rotieren, denn Interviewpartner müssen her.
Woher nehmen, wenn man keinen kennt ?
Googeln ? Ja, klar, denn wie soll sonst der Artikel zustande kommen ?
Jemanden Professionelles befragen ?
Hinterher will der noch Provision oder so ! Nee, nee, lieber nicht.
Also dann schnell alleine was zusammengesucht. Der erstbeste Auskunftsfreudige, der antanzt, kriegt den Zuschlag.

Und genau so kommen fragwürdige Artikel und Dokumentarbericht zustande. Derjenige, der mit dem Thema zu tun hat und der die Gesellschaft kennt, schüttelt mit dem Kopf und der Leser bzw. TV -Zuschauer erhält dementsprechend falsche und einseitige Berichte.
Der einzig Glückliche ist der Journalist, denn er bekommt Cash und der Wahrheitsinhalt kann ihm doch scheissegal sein. Bis zum nächsten Artikel dann ihr ollen Medienkonsumierer !

So erging es mir selbst mehrere Male, nachdem ich mich mit derlei Journalisten traf, ihnen Infos gab und im Nachhinein einen nichtssagenden verhunzten Artikel im Internet fand.

Sonntag, Januar 03, 2010

Bekanntheitsgrad schützt nicht vor Einsamkeit

B"H

Wenn ich wahre Geschichten zu lesen / hören bekomme, dann interessiert es mich nach einiger Zeit brennend, was eigentlich aus den Leuten von "damals" geworden ist. Haben sie erreicht, was sie sich erhofften ? Wie ist alles ausgegangen oder wie geht es weiter ?

Ich selber berichte unendlich viel über Leute und Geschehnisse und sobald ich etwas Neues höre, versuche ich ein "Follow  Up" zu konstruieren. In den meisten Fällen hört man selber kaum mehr etwas, denn die Presse ist an derlei "Updates" nicht interessiert, es sei denn, ein deftiger medienreicher Skandal ist im Anmarsch. Ansonsten wird eine Story in Schlagzeilen ausgeschlachtet und das war es dann.

Erst kürzlich berichtete ich über eine junge Frau, welche eine chassidische Gruppe verliess und es gelang mir über Umwege, sie zu kontaktieren. Seither haben wir einen regen e - mail Verkehr und wollen telefonieren bzw. uns treffen. Persönlich finde ich es sehr wichtig, den Werdegang der Frau weiterzuverfolgen; insbesondere deswegen, da sie es in der säkuleren Welt ungemein schwer hat, Ansprechpartner zu finden. Die Menschen hören zu "Aha, Okay", aber begreifen sie die Problematik ? Nein, und das ist nicht deren Schuld !
Man sollte schon das gleiche irgendwie erlebt haben. Zugegeben, als ich die haredische (ultra - orthodoxe) Welt mehr oder weniger hinter mir liess, hatte ich es wesentlich einfacher als diese Frau. Sie hat zwei kleine Kinder und war in der chassidischen Gruppe aufgewachsen, heißt, erhielt deren Erziehung und Schulsystem.

Das erinnert mich jedesmal an ein Teaching von Rabbi Mordechai Machlis aus Jerusalem:

Es kommt vor, dass einem Leute begegnen, die auf den ersten Blick absolut "messudar - etabliert" erscheinen. Manche mögen sogar bekannt, wenn nicht berühmt sein. Täte da jemand von uns auf die Idee kommen, diese Leute für einsam zu halten ? Wer würde sich die Frage erlauben, sie zum Schabbat zum Essen einzuladen ?

"Nee, diese Person ist bekannt und hat soviele Freunde. Da frage ich lieber erst gar nicht, denn derjenige kann sich sicher vor Einladungen gar nicht retten ?"

Ach, tatsächlich ? Haben wir es einmal probiert und trotzdem eine Einladung ausgesprochen ?

Rabbi Machlis tat dies und ein eigentlich bekannter Herr gestand ihm, dass er all die Jahre am Schabbat allein daheim sass. Die Mitmenschen waren ganz einfach der Meinung, der Mann habe soviel zu tun und kenne unendlich viele Persönlichkeiten, da benötige er gewiss keine Einladung von Otto Normalverbraucher. Ein Irrtum und deswegen sollten wir vor Updates nicht zurückschrecken. Einmal schauen, was außerhalb der allzu künstlichen Presse / Menschenfassade vor sich geht.

Mittwoch, Dezember 02, 2009

DNA - Tests bei jüdischen Körperteilen ?

B"H

Per e - mail stellte mir jemand die Frage, wie man im Judentum das Zusammensuchen von jüdischen Körperteilen nach Terroranschlägen nennt.

Dazu sprach ich gestern mit einem chassidischen Rabbiner und der teilte mir das mit, was ich eigentlich schon erwartet hatte; nämlich das es keinen speziellen Namen dafür gibt.
Laut Halacha sollten sämtliche Körperteile und jeder Hautfetzen einem DNA - Test unterliegen, um die betreffende Leiche mit allem zu beerdigen. In der Praxis schaut es heutzutage jedoch manchmal anders aus. In Jerusalem werden nicht immer alle Körperteile einem DNA - Test unterzogen und gemeinsam in einem Grab auf dem Har Haze'itim (Ölberg) beerdigt. Solch eine Grab wird "Kever Achim - Brudergrab" genannt.

Sonntag, November 22, 2009

Live - Erkenntnisse aus der deutschen Medienlandschaft

B"H

Wer sich entscheidet, einen Blog aufzumachen, der ist sich nicht unbedingt darüber im Klaren, was auf ihn warten könnte. Insbesondere dann, wenn er zu einem speziellen Thema bloggt, wie ich über die haredische Gesellschaft.

Im Laufe der Zeit baten mich einige deutsche Journalisten / Filmemacher um Mithilfe, denn sie wussten nichts über die haredische Gesellschaft. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich so doof war, mich mit diesen Leuten hinzusetzen und ihnen einen Erklärungsversuch abstattete. Gebracht hat es nie etwas, sondern das Einzige, worauf man aus war war, schnell und ohne viel zu googlen an Infos zu kommen. Diese Infos wurden hinterher in ein NICHTS umgesetzt.
Nicht, dass meine Inhalte falsch wiedergegeben worden sind; nein, sie wurden erst gar nicht wiedergegeben. Stattdessen bekamen die Leser gewisser deutschsprachiger Zeitungen lapidaren Müll zu lesen. Anders kann ich das schon nicht mehr nennen.
Oder noch deutlicher: Die Leser diverser Zeitungen wurden regelrecht verarscht !
Nicht nur sie, sondern ich gewissermassen genauso, da ich meine Zeit mit diesen Journalisten verschwendete.

Wie man so schön sagt: "Man lernt nie aus !" :-)

Der Nächste, der mir in dieser Art eine Bitte nach Infos zusendet, kann sich die Mühe sparen und soll selber nachforschen. Falsch googlen, Unwahrheiten schreiben, was weiss ich.
Aber bitte mich nicht mehr belästigen, denn ich habe keine Lust meinen Namen in einem grausam missglückten Zeitungsartikel wiederzufinden.

Meinen Leser jedenfalls liefere ich nicht solch einen Schund ab.

An alle Journalisten / TV - Leute / etc. - Ich wünsche ein nettes "Alleine Weiterforschen" !

Dienstag, Oktober 20, 2009

Update: Mein Radiointerview zu den haredischen Demonstrationen in Jerusalem

B"H

Am 19. Juli 2009 interviewte mich Baruch Spier vom "Rusty Mike Radio" der Anglo - Society (AACI) in Jerusalem. Das Interview erschien im Podcast, doch Rusty Mike hat Probleme es zu aktivieren. Vielleicht gelingt es ja in diesen / den kommenden Tag und das Interview wird endlich zu hören sein.

http://www.rustymikeradio.com/podcast/rm_podcasts.php?entry_id=1247979960

Donnerstag, Oktober 15, 2009

Mittwoch, Oktober 14, 2009

Freitag, September 25, 2009

Israels Oberrabbinat erlaubt Organspenden

B"H

Eine, in vielen jüdisch - orthodoxen Kreisen eine höchst umstrittene Entscheidung und wie man sich vorstellen kann, stimmt nicht jeder Rabbiner zu:


Was ist mit der Auferstehung der Toten ? Wache ich als Organspender ohne Leber oder Herz auf ?
Der Talmud lehrt metaphorisch, dass jene Toten, die wieder auferstehen von der Sonne geheilt werden, wenn ein Körperteil fehlen sollte.

Wer beabsichtigt, seine Organe nach seinem Tode zu spenden, der sollte sich vor der endgültigen Entscheidung auf alle Fälle an einen professionellen Rabbiner wenden. Sprich an jemanden, der sich mit dem Thema "Halacha und Medizin" allerbestens auskennt !

Mittwoch, August 26, 2009

Ellen Horowitz im Interview auf ARUTZ 7

B"H

Neulich interviewte der nationalrelig. Sender
ARUTZ 7 die gegen christliche Missionare kämpfende Ellen Horowitz, welche für die Site "Jewish Israel" verantwortlich ist.

Da ARUTZ 7 unter anderem von christlichen Organisationen Gelder erhält, toleriert der Sender und dessen Website nicht gerade immer die freie Meinungsässerung von Juden gegenüber Christen. Da man dort die Show von Ellen unter dem Titel "Traue keinen Christen" zu provokant fand, wurde der Potcast kurzerhand von der hauseigenen Website entfernt. Nun ist das Interview zurück und abhörbar:

http://jewishisrael.ning.com/profiles/blogs/a7-pulls-radio-segment-on


Bei einigen israelischen Medien frage ich mich eh, inwieweit sie durch christliche Spendengelder beeinflusst sind. Auf ARUTZ 7 jedenfalls muss ein schreibender Jude seine Zunge im Zaume halten !

Mittwoch, Juli 22, 2009

Richterin Dorner versus Presse

B"H

So manchem Leser mag das Thema unbewegt lassen oder schlimmstenfalls mittlerweile total nerven. Meinerseits hatte ich dieserzeit auch andere Beiträge geplant als immer wieder die letzten Updates zum Fall der unter Hausarrest stehenden Mutter aus Mea Shearim. Ich will jetzt nicht den ganzen Fall wieder von vorne aufrollen und wer Interesse zeigt, der kann gerne auch meinem chassidischen Blog vorbeischauen und in Ruhe alles nachlesen.

Seit über einer Woche hetzt die säkulere israelische Presse in einer Art und Weise gegen die haredische (ultra - orthodoxe) Bevölkerung die kaum mehr zu ertragen ist. Eine Blogleserin beschwerte sich heute bei mir, dass sogar gewisse deutsche Blogger, die sich "jüdisch" nennen, doch mit dem haredischen Judentum aber auch GAR NICHTS zu tun haben oder jemals hatten, meinen, ihre Meinung abgeben zu dürfen. Ich befasse mich mit dem Gewäsch von solchen Leuten nicht, die da meinen, einmal in Mea Shearim gewesen zu sein und nun auf Experte machen zu müssen.
Genau diese Leute geben bei mir keinerlei Meinung ab, sondern lesen mal eben so kurz rum, um dann auf ihren Sites wer weiß wie die Fakten zu verdrehen. Keine Ahnung, aber große Sprüche ablassen !

Genauso wie diverse israelische Medien, oben angefangen mit der Tageszeitung YEDIOT ACHARONOT, welche in BILD - Zeitungsmanier auf das Thema eingeht. Die BILD ist noch gar nichts dagegen, denn YEDIOT betreibt Hetze a la Stürmer Manier.

Da wird eine Mutter wegen angeblicher Kindesmisshandlung verhaftet und alles stürzt sich darauf, weil die Frau aus Mea Shearim stammt. Wobei schon berichtet wird, dass der Polizei eventuell ein Fehler unterlaufen sein kann und alles gar nicht so stimmen mag, wie angenommen. Besser gesagt, vieles ist nach wie vor unklar.

Hetze gegen Haredim, wobei alle als Idioten und Brutalo - Fanatiker dargestellt werden.

Hat sich einmal jemand schon die Mühe gemacht, die Gesellschaft kennenzulernen ? Richtig mit privaten Kontakten und so. Jeder, der dass nämlich tut, erhält gegenteilige Eindrücke.

Mich interessiert nicht, was die israelische, die deutsche Presse oder andere Blogger schreiben, denn bei dem Gewäsch kommt es einem vermutlich sonstwie hoch. Leute berichten, welche mit chassidischen Gruppen wie Toldot Aharon nichts zu tun haben und niemals etwas zu tun haben werden. Bis ich auf meinen Blogs von dieser Gruppe ausgiebig berichtete, wussten eben jene Schreiberlinge gar nicht, dass soetwas überhaupt existiert !
Wieviele Leute sind dazu auf meine englische Site eingestürzt und lasen meine Beschreibungen und Details zu der Gruppe ? Ich finde meinen Link auf einigen Presseblättern wieder und frage mich da schon, was die Leute eigentlich wissen. Mit welchem Elan sie an diverse Hetze gehen.

Aber nicht nur ich denke so, sondern nun auch die
Richterin Dalia Dorner vom Obersten Israelischen Gerichtshof. Diese will nämlich Ermittlungen anstellen, inwieweit die säkulere Presse gezielte Hetze gegen die haredische Bevölkerung betrieb.
Und wer nun wieder meint, Frau Dorner sei ja bestimmt mit der Orthodoxie verbandelt, der sollte wissen, dass diese Dame eine bekennende Lesbe ist und dennoch nicht alle Haredim bis aufs Blut hasst.

Radio Interview

B"H

Diejenigen, welche an dem Radiointerview, welches ich vor wenigen Tagen bezüglich der haredischen Demos gab, interessiert sind, können demnächst hier hineinhören:


http://rustymikeradio.com/podcast/rm_podcasts.php?title=haredi-unrest-in-jerusalem-pt.2&entry_id=1247979960


Allerdings hat Rusty Mike das Interview noch nicht aktiviert, was aber in der kommenden Zeit geschehen dürfte !


Ich tue mir nicht noch einmal an, denn ich stotterte manchmal ziemlich herum, da ich zögerte, denn die Akustik am Telefon war teilweise grausam.

Dienstag, Juni 16, 2009

Koogle

B"H

Das orthodoxe Judentum richtete sein eigenes KOSCHERES Google unter dem Namen Koogle ein.

http://www.koogle.co.il/English/

Koogle ist ein Wortspiel bezogen auf die Schabbatpastete Kugel (Jiddisch: Kigel).

Koogle verspricht seinen Usern, ausschließlich koschere und keine schmutzigen Sites zu präsentieren. Absolut stubenrein also !