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Montag, Januar 02, 2012

Haredische Demonstranten suchten Aufmerksamkeit …

und bekamen sie. Tja, ganz schön hereingefallen, liebe Blogger und Berichterstatter !


Zwar gefallen wir mir die Bilder der Kinder mit den Davidsternen auch nicht gerade, doch war mir der Sinn und Zweck der gestrigen Demo schon klar. Die Judensterne sollte schocken und die Massen zum Nachdenken bewegen. Gesagt, getan. Heute gab es im Jerusalemer Nobelhotel “Mezudat David” eine erregte Podiumsdiskussion mit Politikern (Oppositionsführerin Zipi Livni) sowie Vertretern der haredischen sowohl als auch der säkuleren Presse. 

Samstag, Dezember 31, 2011

Heute abend in Mea Shearim ...

Großdemonstration gegen die Hetze bezüglich der haredischen (ultra – orthodoxe) Gesellschaft in Israels säkuleren Medien. 




Die Kinder so zur Schau zu stellen finde ich allerdings etwas daneben. Es reicht doch, wenn die Erwachsenen demonstrieren !

Mehr Photos HIER !

Dienstag, Dezember 27, 2011

Gute und schlechte Haredim (ultra - orthodoxe Juden)


Photo: Miriam Woelke
B”H 

Akiva hat Recht. Zu wenig haredische (ultra – orthodoxe) israelische Rabbiner widersetzen sich den fanatischen Sikarikim, die da eine ganze Gesellschaft herumkommandieren wollen. Es wird Zeit, dass haredische Rabbiner aufstehen und mit der Faust auf den Tisch hauen, denn die gesamte haredische Gesellschaft wird beschuldigt und von der säkuleren Presse durch den Schmutz gezogen. Ein normaler Zeitungsleser, der wenig bis gar keine Ahnung vom Judentum hat, ist gar nicht mehr in der Lage zu unterscheiden, wer hier eigentlich gegen wen demonstriert. Und wie der sephardisch – haredische SHASS – Politiker Chaim Amlanz gestern sagte geht es nicht um einen Krieg zwischen religiösen und säkuleren Juden, sondern um den Kampf aller gegen die Sikarikim. 

Die Sikarikim sind eine handvoll Haredim, welche sich zu Fanatikern aufgeschwungen haben und alle anderen Haredim bedrohen. 

Sehr lesenswert: “Mystical Path” von Reb Akiva 

Sonntag, Dezember 18, 2011

Haredische Demonstration gegen Übernahme des Rashbi Grabes durch israelische Regierung


 Die heutige Demonstration am Kikar Schabbat / Jerusalem.

Mehr Bilder dazu HIER !
B”H 

Tausende Haredim (ultra – orthodoxe Juden) demonstrierten heute abend in Jerusalem gegen die Pläne der israelischen Regierung, das Grab des berühmten talmudischen Rabbiner Schimon bar Yochai in eine internationale Touristenattraktion umzugestalten. Das Touristenministerium will Tausende Christen an das Grab bringen und die Christen wiederum planen schon ihre eigene Übernahme. Rabbi Schimon soll zu einem von ihnen gemacht werden. Ein talmudischer Rabbiner, der eigentlich Christ war. Dieses Geschwafel von diversen kirchlichen Gruppierungen besteht schon seit längerer Zeit, hat jedoch nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Vielmehr geht es einmal wieder darum, etwas Jüdisches in etwas Christliches umzufunktionieren. So zum Beispiel, wie Chanukkah gerne als “auch christlich” präsentiert wird. Rabbi Schimon bar Yochai jedenfalls dreht sich im Grabe um, wenn da ein Haufen christlicher Touristen mit ihren Kreuz aus dem Bus steigen und an sein Grab stürmen. 

Heute abend demonstrierte die “Edah HaCharedit” aus Mea Shearim. Dabei waren auch der Rebbe der chassidischen Gruppe Toldot Aharon, sein Bruder, der Rebbe der Toldot Avraham Yitzchak, der chassisischen Rebbe der Gruppen Rachmastrivka, Pinsk – Karlin, Stropkov, der Mischkenot HaRoim sowie Rabbi Wosner und viele andere.

Link:


Niggun (Melodie) zu Rabbi Schimon bar Yochai

Sonntag, November 27, 2011

Die Edah HaCharedit gegen Yoelish Kroisz

B"H

Wer einmal so richtig lachen will, der schaue sich das Video in einem Artikel auf der haredischen (ultra – orthodoxen) Site “Kikar Shabbat” an. Wie berichtet, fand gestern abend vor dem Haus des lokalen Neturei Karta Oberhauptes des Jerusalemer Stadtteiles Mea Shearim eine Demonstration statt. Grund: Kroisz rechtfertigt die sogenannten jüdischen “Taliban” Frauen, welche in der israelischen Presse nur die “Schal tragenden Frauen” genannt werden.

Es ist schon witzig wie Frau Kroisz die Demonstranten mit Wasser bewirft und wen ruft Yoelish ständig an ? Etwa die “zionistische” Polizei ?

Am Eingang zu seiner Beit Midrasch (Lehrhaus) stehen jedenfalls Bodyguards, die teilweise ihr Gesicht verdecken.

Samstag, November 26, 2011

Mea Shearim: Massenproteste gegen die "Taliban" Frauen

B”H  

In Jerusalems bekannten ultra – orthodoxen Stadtteil Mea Shearim brennen die Mülltonnen in den Straßen. Massenproteste heute abend gegen die jüdischen “Taliban” Frauen und jene Rabbiner, die sie in ihrer Ideologie unterstützen. Derzeit finden Demonstrationen vor der Beit Midrasch (Lehrhaus) des Rabbi Rumpler sowie vor dem Haus des Yoelish Kroisz (von der Neturei Karta) statt.

Montag, August 29, 2011

Der Lubawitscher Rebbe & Rabbi Israel Odesser bei der Zeltdemo auf dem Rothschild Boulevard


Die Zeltdemo auf dem Tel Aviver Rothschild Boulevard existiert immer noch, wenn die Zelte auch verlassen dastehen. Ein paar Junkies und Hippies sind noch zu finden, doch die einstige Leitung der Demonstration hat sich zusammen mit den Organisatoren der extremen Linken längst abgeseilt. Was die Linken taten war, den Slogan “Soziale Gerechtigkeit” für ihre eigenen Ziele auszunutzen. In Israel aber sind kommunistische Ideologien alles andere als beliebt. Zwar müssen in der Sozialpolitik des Landes drastische Änderungen erfolgen, doch die extreme Linke einzubringen ist keine Lösung, sondern ein Fehler. Damit versetzte sich die Demo selbst den Todesstoß.

Die Organisatoren planen ein letztes Aufbäumen für diesen Samstag abend (Mozzaei Schabbat) und erwarten eine Million Demoteilnehmer. Am vergangenen Samstag aber brachten die landesweiten Demos gegen Mietwucher und zu hohe Lebenshaltungskosten lediglich ein paar Tausend Leute auf die Straße.

Heute war ich einmal wieder am Rothschild Boulevard und fand dort den Lubawitscher Rebben sowie Rabbi Israel Odesser. Kein Zweifel, die Sparte der Chabad Meshichisten (jene kleine Gruppe innerhalb von Chabad, welche den letzten Rebben Menachem Mendel Schneerson als Meschiach betrachtet, und das kleine Breslover Na Nach Movement waren da, um ihre Propaganda zu verbreiten.:-)


Rosh Hashana 5772 Poster des Na Nach Movement.




Und hier kommt der Lubawitscher Rebbe Menachem Mendel Schneerson.



Copyright / Photos: Miriam Woelke

Donnerstag, Juli 28, 2011

Mit dem Esel zur Gay Parade

B"H

Wie ich hörte, fand in Jerusalem heute nachmittag die alljährliche Gay Parade statt. Die Parade selber nimmt in der Heiligen Stadt keine überschwenglichen Ausmasse an wie in Tel Aviv, sondern wird von der Polizei räumlich und zeitlich begrenzt.

Und wie in jedem Jahr gab es auch wieder eine Gegendemo. Der als “Rechte” bezeichnete Baruch Marzel brachte ein paar Esel mit, welche die Homosexuellen an ihre sexuellen Praktiken erinnern sollten. Normalerweise treibt derartiger Vergleich die Homosexuellen immer wieder neu auf die Palme. 


Allerdings ist nicht bekannt, ob denn die Esel auch schwul waren ! :-)))))



 

Donnerstag, März 31, 2011

Das unkoschere Jerusalemer Essensfestival

B”H

Festivalplakate der Stadtverwaltung


Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat macht immer mehr auf “Weltmann” und es ist ihm völlig egal, wer sich in der Stadt welchem Festival hingibt. Seit Sonntag bis einschliesslich heute abend (Donnerstag, 31. 03.2011) begeht die Altstadt ein “Festival des Essen”. Das “Besondere” daran ist, dass teilweise unkoscheres Essen an den Ständen angeboten wird.

Unter Barkat gibt sich Jerusalem der Lächerlichkeit preis und soll zum modernen Disneyland umfunktioniert werden, um den Tourismus anzukurbeln. Tourismus ja, doch nicht auf Kosten des Judentums !

Orthodoxe Organisationen riefen daher zu Protesten gegen das Festival auf:



 Die Haredim (ultra - orthodoxe Juden) rufen zu Protesten gegen das "Festival HaTrefot - Unkoschere Festival" auf. 


Hinzu kommt, dass Christengruppen innerhalb der Jüdischen Altstadt beim Festival Kerzen anzünden wollen. Die Geschäftsinhaber in der Jüdischen Altstadt laufen Sturm dagegen. "Nir Barkat" ruiniert die Heiligkeit Jerusalems mit seinem unkoscheren Wohlwollen und Christen mit Kerzen haben im Jüdischen Viertel nichts verloren.


Das Oberrabbinat (Rabbanut) Jerusalem gegen das Festival.









Dienstag, Juni 22, 2010

Protest gegen den Hass der Säkuleren



Dieser Haredi (Ultra - Orthodoxe) protestiert vor der US - Botschaft in Tel Aviv gegen den Hass der säkuleren israelischen Gesellschaft gegenüber den Haredim.
Innerhalb der vergangenen Woche zog eine regelrechte Hetzkampagne gegen die ultra - orthodoxe Gesellschaft durch das Land.

Freitag, Juni 18, 2010

Schabbat Schalom


Agrippas Street / Jerusalem am Machane Yehudah Markt

Photo: Miriam Woelke

B"H

Ausgerechnet das wichtige israelische Thema dieser Woche "Haredische Demos gegen das Urteil des Obersten Gerichtshofes bezüglich der Beit Yaakov Schule in Emmanuel" habe ich auf Hamantaschen wenig bis gar nicht aufgegriffen. Es gibt einen Grund, weshalb ich dies ausführlicher auf "Leben in Jerusalem" tat: 
Die Presse berichtet dermassen einseitig und gegen die Haredim. Aus diesem Grund heraus wollte ich das Thema allgemeiner und mit einem breiteren Leserzugang ansprechen als "nur" spezifisch religiös auf Hamantaschen.

Neben all dem Chaos in Israel befällt uns an diesem Schabbat eine gewaltige tropische Hitzewelle. Daher fasse ich mich kurz, denn ich sitze an einem Ort ohne Klimaanlage und es tropft nur so aus meinen Klamotten hervor.

Ab Sonntag will ich Näheres zum Thema der morgigen Thoralesung berichten: Kommentare zur Roten Kuh (Parah Adumah). Es sollte jedoch niemand eine Lösung der verborgenen Message der Roten Kuh erwarten, denn, außer G - tt, hat niemand eine richtige Antwort parat.

30 Grad Celsius und mehr lassen uns bei tropischer Luftfeuchtigkeit schwitzen. Am vergangenen heißen Schabbat gingen die Leute in die Synagoge und danach heim. Essen und schlafen; das ist es, was man bei dem Wetter am Schabbat machen kann, denn wer begibt sich schon gerne nach draußen, wenn die Sonne nur so sticht.

"Schabbat Schalom - Gut Schabbes" an alle Leser !

Freitag, Juni 04, 2010

Tel Aviv Demonstration vor der Türkischen Botschaft & Parashat Schlach

B"H

Die dieswöchige Thoralesung am Schabbat ist die Parashat SCHLACH und der wohl berühmteste Inhalt darin ist, wie Moshe die Meraglim (Spione) nach Israel (ins damalige Land Canaan) schickt, um einen ausführlichen Bericht zu erhalten. Doch was taten die Spione ? Sie trugen bei ihrer Rückkehr nur die negativen Seiten des Landes vor. Nicht, dass sie logen, doch bogen sie ihre Berichte ins Negative, ohne G - tt und alles Positive zu erkennen. Nicht gerade wenige Thorakommentatoren sehen in den ausschliesslich negativen Berichten der Spione an Moshe eine Art "Laschon HaRah - Üble Nachrede". Nachdem die Juden den Bericht vernahmen, wollten sie erst recht nicht mehr in das von G - tt verheisse Land ziehen. Viele waren so sehr an die Wüstenwanderungen verbunden mit G - ttes Schutz gewöhnt, dass sie sich ein Leben ausserhalb des kleinen Zirkels nicht mehr vorstellen konnten.

In dieser ausklingenden Woche gab es fast nur ein einziges Thema:
Die Terroristen an Board der Flotilla und die Auswirkungen; sprich den Hass der Welt auf Israel. Und wie jede Woche versuche ich in der Parasha zum Schabbat einen Bezug zu den Ereignissen der Woche zu finden.

Eines ist einmal sicher: Die Teilnehmer der Demonstrations vor der Türkischen Botschaft in Tel Aviv (HaYarkon Street 202 am Hilton Hotel) sprachen keine "Laschon Harah" über Israel. Das Gegenteil war der Fall, denn es wurde stolz und patriotisch demonstriert. Die Botschaftsangestellten dagegen liefen wie ein nervöser Hühnerhaufen hinter den Fenstern auf und ab. Man photograpierte uns Demoteilnehmer; insbesondere die Plakate, um dann die Inhalte zu lesen.

Es gab TV - Berichte, dass die wenigen Demoteilnehmer, Fans des Jerusalemer Erstligaclubs "Beitar Yerushalaim" ausflippten und eine türkische Flagge verbrannt haben sollen. Andere bestreiten das und was ich lediglich sah war die Zündung einer Rauchbombe. Eintausend Demonstraten waren gekommen; vorwiegend Familien mit Kind und Kegel. Viele sangen "David Melech Israel" und verlangten den Abmarsch der Botschaftsangestellten aus Tel Aviv.

Heute also gab es nichts Negatives über Israel und die Meraglim - Affäre wandelte sich in etwas Positives. Eines durfte jedoch nicht fehlen: Die gelbe Meschiach - Flagge von Chabad (Lubawitsch) machte ebenso die Runde. Der "Meschiach" ist all überall.:-)




Demo mit reichlich Unterstützung mehrerer Hundert Autofahrer und deren Hupkonzert vor der Botschaft.

Dienstag, Mai 25, 2010

Großdemonstration in Yaffo


B"H

Zusammen mit der antizionistischen Dachorganisation "Edah HaCharedit" rief die Chassidut Satmar (Jerusalem) am heutigen Dienstag zu einer Großdemonstration in Yaffo (bei Tel Aviv) auf. Leider kann ich selber an dem Event nicht teilnehmen, um darüber zu berichten, denn ich stecke bei der Arbeit in der Jerusalemer Bäckerei fest. Wer jedoch die Demoberichte auf dem israelisch - haredischen Radiokanal "Kol HaRamah" mitverfolgt, der erhält Berichte von haredischen (ultra - orthodoxen) Journalisten, welche von der Polizei verhaftet worden sind.
Verhaftet, aufgrunddessen, dass sie Haredim sind oder einfach nur filmten, wie die Polizei teilweise brutal gegen die haredischen Demonstranten vorging ? Wer vermag das aus der Ferne beurteilen ?

Seit Wochen wird in Jerusalem, in Aschkelon (dort herrscht mittlerweile Ruhe) sowie in Yaffo demonstriert. Der Grund sind antike Friedhöfe, welche wegen Bauarbeiten verlegt werden sollen. Dies ist halachisch möglich, doch kann das Ausgraben der Skelette nur unter Anleitung professioneller Rabbiner erfolgen. Die Regierung Netanyahu entschied sich gegen Halacha und Rabbiner und läßt die Knochen von Archäolgen ausgraben.

Lautete in Aschkelon noch die Begründung, es handele sich ja "nur" um nichtjüdische Gräber, so scheint die Lage in Yaffo eindeutig. Laut eines Journalisten des Radiosenders gab es in der Vergangenheit mehrmals Vorfälle, bei denen Archäologen Kreuze oder sonstige götzendienerische Symbole auf Gräber malten nur um zu beweisen, es handele sich nicht um jüdische Gräber. In Yaffo aber gebe es nichts zu fälschen, denn auf dem antiken Friedhof liegen Juden.

Netanyahu allerdings läßt sich davon wenig beeindrucken und will die Gräber in Yaffo ebenfalls wider jeder Halacha räumen. Und so kommt es heute wieder einmal zu einer wilden Demo am Hafen von Yaffo. Zu sehen gibt es nicht viel, denn die Polizei ist gerüstet und wird die Umgebung voraussichtlich weiträumig abriegeln.

Chassidim der Chassidut Satmar sowie der Toldot Aharon rollen heute aus Jerusalem an. Angeblich soll auch einer der führenden Edah Rabbiner, Rabbi Tuvia Weiss, demonstrieren. Leider weiss ich nicht, ob und wann genau er eintrifft.

Mehr Pashkevilim (Mitteilungsposter) HIER !

Mittwoch, Dezember 02, 2009

Rabbi Nissim Karelitz gegen die NEW PHARM

B"H

Noch vor wenigen Tagen tobte hier auf diesem Blog eine erbitterte Diskussion zum Thema "Frauen mit zu dick aufgetragener Schminke etc." und schon steht dieses Thema auch im fast haredischen (ultra - orthodoxen) Bnei Brak (bei Tel Aviv) zur Diskussion.
Dort nämlich erliess der örtliche Oberrabbiner Nissim Karelitz einen Issur (Verbot), bei der gerade neu eröffneten "New Pharm" (eine israelische Drogeriekette) einzukaufen. Oder mit anderen Worten: Das Beit Din (rabbinisches Gericht) des Rabbi Karelitz erliess einen Bann gegen "New Pharm".

Warum ?

Weil er die Drogerie mit ihren Produkten wie Parfums und allerlei Kosmetikartikeln als spirituelle Gefahr sieht.

Mal sehen, wie die Angelegenheit weitergeht, denn ich bin mir sicher, dass Bnei Braker Haredim gerne dort einkaufen täten. Allgemein gelten die Bnei Braker eh als "modern" und "peppig auf die Mode achtende" Haredim. Zur Missfallen einiger strenger Rabbiner.

Ob sich wohl jetzt alle nach dem Erlass richten und boykottieren ?


Link:

Artikel der Chadrei HaCharedim (hebraeisch)

Sonntag, November 29, 2009

Haredische Diktatur ?

B"H

Seit meiner Aliyah nach Israel im Juni 2000 habe ich die überwiegende Zeit in Jerusalem verbracht. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert.
Habe ich mich in Jerusalem jemals von den Haredim (Ultra - Orthodoxen) unterdrückt gefühlt ? Meine Antwort darauf lautet eindeutig NEIN.

Sobald ich in einem sekulären Stadtteil Jerusalems lebe, schreibt mir niemand vor, was ich zu tun oder zu lassen habe, was ich anziehen muss, was ich essen soll oder wie ich mich sonst irgendwie benehme. Meine Freiheiten kann ich sogar im nationalrelig. Stadtteil Kiryat Moshe geniessen, wenn mir danach ist.

Im Jahre 1997 lebte ich für etwas mehr als ein halbes Jahr im haredischen Teil von Ramot / Jerusalem. Ramot Aleph, um genau zu sein. Selbst dort waren einige wenige unserer Nachbarn immer noch säkuler neben all den Haredim im Haus. Man meisterte das Leben zusammen ohne sich großartig provokant in die Quere zu kommen.

Wer im säkuleren Rehavia, French Hill, Talpiot, Arnona, Teile Katamons oder der German Colony wohnt, der darf sich als Haredi nicht unbedingt über laute Musik oder ein laut aufgedrehtes TV - Gerät am Schabbat beschweren. Doch auch dort leben relig. und säkuler immer noch friedlich miteinander zusammen.
Sobald ich mich jedoch in haredische Gefilde begebe, sollte ich deren Stadtteil genauso achten bzw. respektieren und nicht wie ein wild gewordener Heini provozierend herumtapsen und mir den Minirock überstülpen. Nicht, dass ich als Besucher auf Haredi machen muss, aber ein gewisser Respekt sollte schon vorhanden sein. Von haredischer Seite wird nicht unbedingt ein Baseballschläger auf mich wartet, falls meine Ärmel zu kurz sind. Eigentlich passiert diesbezüglich kaum etwas und die wenigsten Leute werden in haredischen Bezirken dumm angemacht. Jedenfalls nicht wochentags, sondern wenn, dann eher am Schabbat.


Warum also demonstrierte gestern abend eine Gruppe säkulerer Israelis gegen die Haredim ? Die Demo fand in Jerusalems Innenstadt statt und wurde offenbar von der radikalen Linkspartei MERETZ organisiert. Die Demonstranten sehen Jerusalem einer diktatorischen haredischen Knute unterlegen. Bald sehe es hier so aus wie in Teheran. Nur jüdisch halt.

Haben die Demonstranten damit Recht ?

Zuerst einmal sehe ich viele Teilnehmer der linken Demo als Teilnehmer oder Sympathisanten der Jerusalemer Gay Parade, die fast alljährlich haredische Demonstrationen hervorruft. Zuletzt nicht mehr, denn die Haredim beschlossen, den Homos keine Bühne / Public Relation mehr zu bieten.
Weitere Demoteilnehmer am gestrigen Abend waren sicher jene Leute, welche eh einen Hass auf die haredische Gesellschaft haben. Nicht, dass sie diese genauer kennen täten, aber das Klischee ("Die sind alle faul und gehen weder arbeiten noch zur Armee") scheint alles wettzumachen. Andererseits betrachte selbst ich die haredischen Demonstrationen gegen die Schabbatarbeit beim Chiphersteller INTEL / Jerusalem als überflüssig. Wieviele Betriebe arbeiten in Jerusalem am Schabbat und bei denen wird geschwiegen und nicht demonstriert ? Wieso, um Himmels Willen, also nur die Schabbatdemos vor INTEL ?
Und eine positive Resonanz erfahren die Haredim auch nicht mit dem "Schabbes, Schabbes" - Geschrei. Wobei ich unbedingt erwähnen muss, dass nur Gruppen von der Edah HaCharedit (Toldot Aharon, Satmar, etc.) an den Demos beteiligt sind und nicht Belz, Vishnitz oder Gur. Nicht, dass ein Leser denkt, die Haredim sind nur alle DIE HAREDIM !

Jemand, der behauptet, die Haredim übernehmen das Jerusalemer Ruder und machen auf Diktator, der sollte die haredische Gesellschaft erst einmal näher kennen lernen, um zu urteilen. Eine Tatsache ist, zum Beispiel, das die säkulere Gesellschaft sich mehr und mehr in Luft auflöst. Wo werden deren Nachfahren einmal sein, wenn ihre Eltern oder Großeltern so toll auf assimiliert und liberal machen ? Heiraten sie Nichtjuden; jemanden von Israels Fremdarbeiterkindern ? Statt rumzunörgeln, sollte jeder einen Blick in die Zukunft werfen. Wie steht es da mit der jüdischen Identität, der Religion oder der eigenen Geschichte ? Soll ich all das aufgeben, nur damit ich meine Freiheiten geniessen kann und meine Bequemlichkeit hinter mir lasse ? Nennt man das dann die perfekte Moderne ?

Wie schaut meine Freiheit aus ? Zuerst bin ich total happy und geniesse, aber dann irgendwann kommt der Zeitpunkt, an welchem mich Nichtjuden auf meine wahre Identität aufmerksam machen und mich "Jude" nennen / schimpfen. Weiss ich dann noch, was es heißt, ein Jude zu sein ?

Andererseits kann die haredische Gesellschaft nicht verlangen, dass alle Juden Jerusalems sich nun ihnen unterwerfen. Gemeinsamen legen wir die Regeln der Stadt fest und nicht eine einzige Gruppe allein. Bisher lebte jeder friedlich in seinem Stadtteil, ohne den anderen groß zu stören. Hier und da werden von haredischer Seite aus koschere Busse verlangt. Jerusalem jedoch besteht aus vielen unterschiedlichen Juden und eine Gesellschaft soll nicht der anderen irgendwelche Vorschriften machen. Weder die Säkuleren noch die Haredim.
Die Haredim identifizieren die Säkuleren mit Gay Parade, Schweinefleisch, Ehen zwischen Juden und Nichtjuden, fehlendem Anstand oder Drogenkonsum. Die Säkuleren erheben genauso Vorurteile gegenüber den Haredim, die da lauten, dass die ja alle fanatische Spinner seien, wild demonstrieren und unser Leben ins Mittelalter katapultieren wollen.

Ich habe keine Lösung anzubieten. Jene, die die Haredim hassen, werden dies auch weiterhin tun genauso wie all jene Haredim, die das Leben der Säkuleren "leer" nennen. Eine Lösung auf Jerusalem bezogen findet wenn, dann eher im privaten Bereich statt. Dort nämlich, wo ein säkulerer Jude einer haredischen Frau hilft, ihren Kinderwagen in den Bus zu heben. Dann sehen beide Seiten plötzlich, dass man ja doch nicht nur nebeneinander herlebt, sondern auch irgendwie miteinander.

Jerusalem ist längst nicht so "intolerant" wie sein Ruf. Seltsamerweise halten alle Juden immer nur dann zusammen, sobald wir einen gemeinsamen Feind haben und es zu Katastrophen kommt. Nicht, dass ich damit unbedingt ein Desaster heraufbeschwören will, damit wir alle miteinander auskommen. Dennoch erweckt es leider manchmal den Eindruck als brauchen wir immer wieder eine derbe Erinnerung an uns und unsere jüdische Umgebung. Zumindest aber sollten beide Seiten einander mit mehr Respekt begegnen. Damit ziehe ich jetzt keine Extreme auf und sage, der Haredi solle den Homosexuellen respektieren. Richtiger aber wäre es, den Homosexuellen als Mitmenschen zu sehen, von dessen Neigungen einmal abgesehen. 

Immerhin sind wir alle Juden und füreinander verantwortlich.

Dienstag, November 17, 2009

Demonstration gegen den Jerusalemer "Scheitel" Markt



B"H

Haredische (ultra - orthodoxe" Frauen kamen zum "Scheitel (Perücke)" Markt in Jerusalem und was erwartete sie dort ? Eine Demonstration gegen das Tragen von Perücken verheirateter haredischer Frauen.

Ich werde noch viel mehr zum Thema verfassen, denn ich besitze einen Haufen Material dazu von der chassidischen Gruppe Toldot Aharon !
Viele verheiratete haredische Frauen bedecken ihr Haar mit einer Perücke, was von ebenso zahlreichen haredischen Richtungen entschieden abgelehnt wird. Einige davon lehnen lediglich das Tragen einer Perücke aus nichtjüdischem Haar ab, andere wiederum sind bereit, die Perücken zu verbrennen. Das Tragen einer Perücke würde Zures (Zarot, Probleme) über das jüdische Volk bringen.


Hier einige Photos von der Demo:



Gegen das Tragen von Perücken hergestellt aus nichtjüdischem Haar.




Benötigt sie wirklich einen Scheitel (Perücke) ?




Die Polizei ist auch schon da.




Die Kundschaft lässt sich nicht beeinflussen.


Alle Photos gibt es hier zu sehen:



Mehr Infos zur jüdischen Frau und ihrer Kopfbedeckung HIER !

Dienstag, Oktober 20, 2009

Update: Mein Radiointerview zu den haredischen Demonstrationen in Jerusalem

B"H

Am 19. Juli 2009 interviewte mich Baruch Spier vom "Rusty Mike Radio" der Anglo - Society (AACI) in Jerusalem. Das Interview erschien im Podcast, doch Rusty Mike hat Probleme es zu aktivieren. Vielleicht gelingt es ja in diesen / den kommenden Tag und das Interview wird endlich zu hören sein.

http://www.rustymikeradio.com/podcast/rm_podcasts.php?entry_id=1247979960

Mittwoch, Juli 22, 2009

Radio Interview

B"H

Diejenigen, welche an dem Radiointerview, welches ich vor wenigen Tagen bezüglich der haredischen Demos gab, interessiert sind, können demnächst hier hineinhören:


http://rustymikeradio.com/podcast/rm_podcasts.php?title=haredi-unrest-in-jerusalem-pt.2&entry_id=1247979960


Allerdings hat Rusty Mike das Interview noch nicht aktiviert, was aber in der kommenden Zeit geschehen dürfte !


Ich tue mir nicht noch einmal an, denn ich stotterte manchmal ziemlich herum, da ich zögerte, denn die Akustik am Telefon war teilweise grausam.

Montag, Juli 20, 2009

Bild des Tages

Polizeiaufmarsch bei einer haredischen Demo in Jerusalem


Mehr zum Thema hier !

Sonntag, Juli 19, 2009

Interview zum Thema "Haredische Proteste in Jerusalem"

B"H

Wer Interesse haben sollte, einem Interview bezüglich der derzeitigen haredischen (ultra - orthodoxen) Demonstrationen in Jerusalem zu lauschen: Rusty Mike Radio bat mich um ein Interview. Heute abend (Sonntag) um 21.00 Uhr abends israelischer Zeit.

http://www.rustymikeradio.com

Der Radiosender wird vom AACI Jerusalem (Aliyahorganisation für Amerikaner und Kanadier) in englischer Sprache gesendet und jeder ist willkommen, einmal hineinzuhören. Mit oder ohne mich.:-)