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Sonntag, Mai 06, 2012

Rabbi Chaim Eisen: "Besteht eine Verbindung zwischen Juden und Christen ?"

B"H 

Als ich noch in Jerusalem lebte, ging ich, mehr oder weniger, regelmässig zu den RAMBAM (Maimonides) sowie den RAMBAN (Nachmanides) Vorträgen des nationalrelig. Rabbiners Chaim Eisen. Für mich ist er einer DER Rambam – Experten und darüber hinaus half er mir oft in halachischen Fragen und Quellen aus. 

Rabbi Eisen lebt in Jerusalem,  er ist verheiratet und seine Kinder sind weitgehend bereits selbst verheiratet.

Wer am Basisfundament des Judentum interessiert ist, findet in dem folgenden Interview recht gute Definitionen:

Donnerstag, Januar 12, 2012

Rabbi Nathan Lopes Cardozo: "Ich nehme meine Kippah ab !"

B"H

Der in Jerusalem recht bekannte englischsprachige Referent Rabbi Natan Lopes Cardozo zu seiner Entscheidung, die Kippah vom Kopf zu nehmen:



Ich kenne Rabbi Cardozo viele Jahre. Nicht persönlich, sondern von seinen Vorträgen her. Es ranken sich immer wieder unterschiedliche Interpretationen bezüglich seiner Herkunft. Die einen sagen, er sei gebürtiger Jude und andere behaupten, er sei irgendwann zum Judentum konvertiert und in seinem früheren Leben ein Priester im Vatikan gewesen. Tatsache ist, dass Rabbi Lopes Cardozo in regelmässigen Abständen bei der Jerusalemer “Orthodox Union” Vorträge zum Thema “Warum der christliche J. nicht der Meschiach ist” hält. 

Ich muss zugeben, dass ich seine aktuelle Aussage nicht ganz verstehe. Meint er es tatsächlich ernst oder will er mit dem Essay lediglich zum Nachdenken anregen ? 

Natürlich bindet die Kippah einen jüdischen Mann an die Mitzwot (Thoragesetze) und in dem Moment, in dem sie getragen wird, wird derjenige schon an seine Herkunft erinnert. Leider ist es oft so, dass religiöse Juden immer beflissen auf die Einhaltung der Halachot schauen und weniger auf G – tt selber. Das geht mir genau so und in vielen Situationen, in denen ich nicht immer super religiös bin, sehe ich schon insgeheim die Strafe auf mich zukommen. Genau so sollte es nicht sein und jeder von uns ist in erster Linie dazu aufgerufen, G – tt zu lieben. Die Halachot sind der Leitfaden G – ttes an die Juden, heisst, wie sie leben sollen und was Er von ihnen verlangt. 

Die rabbinische Literatur unterscheidet bei der Mitzwoteinhaltung zwischen unterschiedlichen Leveln. Der höchste Level ist, wenn ein Jude die Thoragesetze aus Liebe zu G – tt erfüllt und nicht, weil es eben mal so irgendwo geschrieben steht. Der Talmud lehrt, dass die Ehrfurcht vor G – tt sowie die Liebe zu Ihm immer miteinander verbunden werden und in Einklang gehen müssen. Real betrachtet ist dieses Verhalten allerdings extrem schwer zu verwirklichen.

Mittwoch, Januar 11, 2012

Die Familiengeschichte des Rabbi Israel Me'ir Lau


B"H

FRUMLIFE bringt einen sehr interessanten Live - Bericht zu einem Vortrag von Israels ehemaligem aschkenazischen Oberrabbiner Israel Me'ir Lau. Wie der Rabbi und dessen Bruder den Holocaust überlebten und nach Israel gingen. 

Rabbi Lau publizierte sein neues Buch, in welchem er seine "Kindheit im Konzentrationslager Buchenwald" Revue passieren lässt. Nach dem Vortrag standen die Menschen Schlange, um sich handsignierte Buchausgaben abzuholen. Aufgrund des Andrangs wurden sogar Nummern verteilt, wie mir Frumlife berichtete. Und selbst um die Nummern wurde noch gekämpft. 

Samstag, Juli 30, 2011

Der Kabbalist Elazar Abuchatzeira wurde erstochen

Der Mörder Asher Dahan in Polizeigewahrsam.

Photo: Be'Chadrei HaCharedim

B"H

Die religiöse Welt Israels befindet sich in Aufruhr, denn am Donnerstag abend wurde der bekannte Kabbalist und Enkel des Baba Sali, Rabbi Elazar Abuchatzeira, in seiner Yeshiva (relig. Schule) erstochen. Zwar wurde der 70 – jährige noch ins lokale “Soroka – Krankenhaus” in Beersheva eingeliefert, doch nach kurzer Zeit erlag er seinen Verletzungen. 

Über die weitverzweigte Abuchatzeira – Familie zu berichten, ist nie leicht. Der im Jahre 1984 verstorbene Kabbalist “Baba Sali”, Rabbi Israel Abuchatzeira erfreute sich im Land großer Berühmtheit sowie Beliebtheit. Seine Söhne und Enkel sind bis heute als Rabbiner tätig und brachten es zu hohem Einfluss. Politisch sowie wirtschaftlich. 


Ursprünglich stammen die Abuchatzeiras aus Marokko und zählen daher zu den sephardischen Juden. Der Baba Sali liess sich in der Kleinstadt Netivot nieder, wo er auch begraben liegt. Noch vor zwei Jahren besuchte ich sein Grab und eine Freundin von mir, die mich begleitete, führte ein intensives Gespräch mit einem weiteren Enkel des Baba Sali. 


Nicht alle Nachfahren des Baba Sali erfreuen sich eines einwandfreien Rufes. So, zum Beispiel, sass ein Sohn, Rabbi Baruch Abuchatzeira (genannt: Baba Baruch),wegen mehrerer Delikte im Gefängnis. Als Rabbiner ist er dennoch weiterhin tätig. Manchmal erwecken zuviele Nachkommen den Eindruck, sie leben vom Namen Abuchatzeira


Andererseits können sie einem auch leid tun, denn in Netivot machte sich vor Jahren eine Konkurrenz auf. Rabbi Yaakov Ifergan, ein ehemaliger Schüler des Baba Sali, betreibt seinen eigenen Personenkult und nennt sich “Röntgen – Rabbi”. Angeblich besitze er die magische Eigenschaft einen Menschen anzusehen und ihn mit seinen Augen zu durchleuchten und zu wissen, was das Problem desjenigen sei. Hunderte Juden besuchen Ifergan monatlich und suchen seinen Rat. Und das vor den Augen der Abuchatzeiras, die da das Denkmal “Baba Sali” hochzuhalten suchen. Seit Jahren tobt ein Streit zwischen den beiden Familien und all das in der kleinen Negevstadt Netivot. 


Am Donnerstag kam Asher Dahan aus der haredischen (ultra – orthodoxen) Stadt El’ad (nahe Tel Aviv) nach Beersheva, um Rabbi Elazar Abuchatzeira (genannt: Baba Elazar) um Rat zu fragen. Dabei ging es um das Verhältnis zu einer Frau, wobei mir nicht bekannt ist, ob Dahan verheiratet oder geschieden ist. Dahan sprach mit Baba Elazar und offenbar gefiel ihm dessen Rat nicht woraufhin Dahan den Rabbiner mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzte und dieser kurz darauf verstarb. Gestern fand die Beerdigung statt, an der 100,000 Menschen teilnahmen.







Photo: Rabbi Elazar Abuchatzeira


Es heißt, dass Asher Dahan seit langem in psychiatrischer Behandlung ist, denn angeblich bedrohte er mehrere Persönlichkeiten seines Wohnortes El’ad. Haredische Websites heben ebenso hervor, dass Dahan ein Neureligiöser ist und keineswegs in eine haredische Familie hineingeboren worden ist. 

Und all das so kurz vor dem Trauertag um beide zerstörten Tempel “Tisha Be’Av – der 9. des jüdischen Monat Av.

Über die Familie Abuchatzeira zu berichten habe ich soweit fast immer vermieden, denn dies setzt ein breites Wissen zur Familienhistorie voraus und das wiederum bedeutet sehr viel Research. Die Abuchatzeiras und ihre Verwandtschaft wie der bekannte Rabbi Yoshiyahu Yosef Pinto genau so wie ihre Verzweigungen in der Politik sind ziemlich kompliziert und verworren.

Donnerstag, Juni 30, 2011

Die haredische (ultra - orthodoxe) Welt in dieser Woche


Thema Nr. 1 dieser Woche: Rabbiner Michel Yehudah Lefkowitz aus Bnei Brak verstarb vor wenigen Tagen. 100,000 Menschen kamen zur Beerdigung.

Einen Bericht zum Tod des Rabbi Lefkowitz folgt im nachfolgenden Blogartikel !

Rabbi Michel Yehudah Lefkowitz verstorben

B"H

Die Stadt Bnei Brak bei Tel Aviv hat ihre eigenen Thoragrößen und Rabbiner. Die litvisch – haredische (ultra – orthodoxe) Yeshiva Ponivezh ist eine der bedeutensten relig. Lehrinstitute des Landes und hat Rang und Namen. Nicht jeder wird dort eben mal so aufgenommen, sondern muss schon einen gewissen Family Background nachweisen. Ferner ist Ponivezh nicht gerade modern eingestellt und der Student muss schon auf so einiges verzichten (Beispiel: Kino).

Vor wenigen Tagen, am 27. Juni, verstarb einer der führenden rabbinischen Köpfe Bnei Braks sowie der Yeshivat Ponivezh: Rabbi Michel Yehudah Lefkowitz. Über 100,000 Menschen nahmen an seinem Begräbnis teil. 

Hier ein Video mit dem berühmten Rabbiner:

Montag, Juni 20, 2011

Mittwoch, Juni 01, 2011

Rabbi Hirsch Perez Chajes, der Gemeinderabbiner von Wien




Photos: Miriam Woelke
B”H

Das Grab des Rabbiners Hirsch (Hebräisch: Zvi) Perez Chajes fand ich eher zufällig auf dem Tel Aviver Trumpeldor Friedhof. 

Rabbi Chajes wurde im Jahre 1876 in Brody (heute Ukraine) geboren. Später arbeitete er als Rabbiner in Florenz. Von 1918 bis zu seinem Tod im Jahre 1927, diente er als Gemeinderabbiner in Wien. Nach seinem Tod wurde seine Leiche nach Palästina überführt und auf dem Trumpeldor Friedhof begraben.

Mittwoch, März 23, 2011

Rabbi Me'ir Schuster Update

B"H

Viele Leser meines englischen Blogs fragten immer wieder nach einem Update über Rabbi Me'ir Schuster ,der sehr krank ist und wir alle auf irgendeine Besserung hoffen. 

Hier nun ist das Update:

http://www.rebmeirschuster.org/

Alle, die schon einmal im Jerusalemer "Heritage House" waren, kennen Rabbi Schuster und wissen um seine Verdienste ! Hier mein Interview mit Rabbi Me'ir Schuster aus dem Jahre 2008.

Sonntag, Dezember 05, 2010

Rabbi Ovadiah Yosef und seine Aussagen


B"H

Wenn sich einige Israelis über die Aussagen des ehemaligen sephardischen Oberrabbiner Ovadiah Yosef aufregen, dann kann ich das noch einigermassen nachvollziehen. Wenn allerdings Juden oder besser gesagt, viele Nichtjuden, aus dem Ausland hysterisch werden, dann entzieht sich das meinem Verständnis. Vielerseit sind es gerade jene Juden, die sich aufregen, denen orthodoxe Aussagen eh nicht gefallen oder die die Thora nie richtig lernten. Geschweige denn Talmud.

Es ist durchaus richtig, dass Rabbi Yosef an vielen Mozzaei Schabbat häufig gerne diverse Sachen loslässt. Dies geschieht bei seiner Wochenansprache nach dem Schabbat. Was ich an Rabbi Yosef kritisiere ist, dass er viele tiefe jüdische Konzepte einfach so herausredet, ohne an die öffentlichen Konseqenzen zu denken. Nicht, dass, was er sagt, sondern wie er es an den Mann bringt.
Beispiel:

Wer als Mann zwischen zwei Frauen geht, ist ein Esel.

Es entspricht der Richtigkeit, dass diese Aussage im Talmud steht und relig. Männer normalerweise nicht zwischen zwei Frauen gehen, sondern am Rand bzw. drumherum.

Weiteres Beispiel:

Die Holocaust - Opfer sind Seelen, die einen Tikkun (Seelenkorrektur) brauchten.
Dieses Konzept allein ist sehr schwer zu verstehen und beruht einem jüdischen Thora-, Talmud - und Kabbalhkonzept der "Erev Rav". Leider habe ich bisher noch nie die Zeit gefunden, ausführlich darüber zu berichten, sondern habe dies immer nur am Rande getan.

Das Kontroverse ist, dass Rabbi Ovadiah Yosef nichts Falsches sagt, sondern dass er etwas behauptet, ohne G - tt jemals gefragt zu haben. Woher will er all das so genau wissen ? Zum Beispiel das mit den Opfer der Shoah ? Allerdings tut dies nicht nur Rabbi Yosef, sondern selbst der einstige Satmarer Rebbe Yoel Teitelbaum, der dem Zionismus eine Teilschuld am Holocaust einräumt.

Wenn Rabbi Yosef etwas sagt, dann ist das talmudisch untermauert, doch kann man nicht Dinge in die Öffentlichkeit werfen, von denen Otto Normalverbraucher nichts versteht. Ohne Ahnung zu haben, macht sich dann jeder seine eigenen Gedanken und versucht sich etwas zusammen zu reimen, was völlig falsch ist.

Der Rabbi hat Recht, wenn er sagt, alles Geschehen auf der Erde und im Universum hängt von G - tt ab, der da alles entscheidet. Nichts geschieht einfach so, sondern hat einen Hintergrund, der uns oft verborgen bleibt. Wie ich mehrmals andeutete, sehen wie Menschen nur einen Teil des Gesamtbildes und G - tt sieht alles. Daher sollte niemand sofort richten und meinen, er verstehe alles besser als Rabbi Ovadiah Yosef.

In Hinsicht auf den Brand auf dem Carmel gab es sicherlich einen Grund; einen Grund, den wir nicht kennen, doch die Juden in Israel sollten einmal in sich gehen und fragen, was schief läuft.  

Donnerstag, November 11, 2010

Rabbi Yitzchak Ginzburgh spricht in Zfat (Safed)

B"H

Der berühmte Chabad Rabbi, Kabbalist und Autor zahlreicher Bücher, Rabbi Yitzchak Ginzburgh, wird am Sonntag, dem 14. November 2010, in Zfat (Safed) zwei Vorträge halten.

Der erste Vortrag, in englischer Sprache, findet um 19.00 Uhr im Ascent Hostel (HaAri Street 2) statt. Rabbi Ginzburgh's Thema lautet:
"Personal Empowerment - The Twelve Senses".

Der Vortrag in hebräischer Sprache findet am gleichen Tag und Ort. jedoch erst um 21.00 Uhr statt.

Der Eintritt kostet 20 Shekel (ca. 4 Euro).

Einige Leute (sowohl als auch Kommentarschreiber auf diesem Blog) sind der Ansicht, dass Rabbi Yitzchak Ginzburgh zu fanatisch gegenüber den Arabern eingestellt ist. Jeder darf seine Meinung dazu haben, doch will ich mich an dieser Stelle eher auf seine relig. Aussagen konzentrieren und mich nicht noch in die Politik versteifen !

Von den Inhalten seines Vortrags am Sonntag werde ich auf diesem Blog berichten !

Link:

Rabbi Yitzchak's kabbalistic Website "Inner.Org"

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Vielleicht sollten die Leute, die negativ kommentieren wollen, zumindest einmal live bei einem Ginzburgh - Vortrag dabei gewesen sein und nicht nur aus der Ferne berichten !
Nur ein kleiner Ratschlag nebenbei.

Sonntag, Oktober 31, 2010

Die Yahrzeit des Rabbi Mordechai Sharabi

B"H

Am letzten Mittwoch abend beging die kabbalistische Yeshiva (relig. Institut) "Nahar Shalom" im Jerusalemer Stadtteil Nachlaot die Yahrzeit (Todesgedenktag) des grossen Rabbiners und Yeshivagruenders Rabbi Mordechai Sharabi.
Rabbi Sharabi war zeitlebens ein bekannter Kabbalist, kam eigentlich aus dem Jemen und verstarb im Oktober 1983.

Israelische Touristen, die eine professionelle Tour durch Jerusalem unternehmen, finden immer wieder zu dem Gebaeude neben der "Sharabi Yeshiva". Ein haessliches siebenstoeckiges Gebaeude aus den spaeten 70iger / frueher 80igern. Die Jerusalemer nennen das Gebaeude, welches genau gegenueber vom Machane Yehudah Markt liegt, das "verfluchte Gebaeude", und beziehen sich damit auf Rabbi Mordechai Sharabi, der es verflucht haben soll. Unsere Baeckerei befindet sich im Erdgeschoss und warum der Fluch nicht auf sie zutrifft, koennt Ihr HIER erfahren.

Und die Moral von der Geschicht: Rabbi Sharabis Anhaenger kaufen heutzutage gerne bei uns in der Baeckerei ein ! 


Photos von der Yahrzeitsfeier des Rabbis am vergangenen Mittwoch: 













Photos: Miriam Woelke

Dienstag, Juli 27, 2010

Jerusalems Oberrabbinat (Rabbanut)


Das Hauptgebäude des Jerusalemer Oberrabbinates (Rabbanut HaRashit). Es befinden sich dort zwei Abteilungen: Die für sephardische Juden und jene für ashkenasische Juden.

Photo: Miriam Woelke

Montag, Juli 12, 2010

Einst lernten Rabbiner Philosophie und Naturwissenschaften


Aus der heutigen "Yediot Acharonot"

Photo: Miriam Woelke


B"H

Teile der haredischen (ultra - orthodoxen) Gesellschaft stellen das bisherige haredische Schulprinzip genauso in Frage wie das staatliche israelische Bildungsministerium. Der neue Curriculum für jene haredischen Schulen, welche finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten, sieht ab sofort einen festen Englisch - Mathe - sowie Naturwissenschaftsunterricht vor und nicht "nur" Thora und Talmud für die Jungen.

Auch auf dem haredischen Radiosender "Kol BaRamah" wurde gestern abend diskutiert: Viele Haredim (Ultra - Orthodoxe), inclusive dem Knessetabgeordneten Eliezer Moses der chassidischen Gruppe Vishnitz, befürworteten den erweiterten Bildungsplan. 
Hinterher kam ein linker Meretz - Abgeordneter (ich glaube sein Name war "Horowitz) zu Wort und, obwohl ich sonst alles andere als Meretz bin, gebe ich Horowitz Recht: Eine gute Allgemeinbildung muss her !

Lernten die früheren Rabbiner wie Rabbi Kook, der Abarbanel oder der letzte Lubawitscher Rebbe noch Philosophie oder Naturwissenschaften, besteht die haredische Gesellschaft heutzutage (leider) aus Ja - Sagern, die sich anpassen und ihr Rabbi sie im (Bildungszaume) hält.

Donnerstag, Juli 08, 2010

Kreativität und Beleidigungen

B"H

Nichts zerstört Kreativität mehr als unangebrachte Kritik oder Beleidigung. Wenn eine Person kreative Tendenzen zeigt, sollte man versuchen, die Person zu ermutigen. Selbst dann, wenn man selber glaubt, die gegenwärtigen kreativen Ideen seien nicht gerade herausragend. Anhand von Verständnis und Ermutigung kann der Kreative auf vielerlei Art wachsen. Wer dennoch Kritik üben will, der sollte konstruktiv und taktvoll bleiben.

Beleidigung: "Oh nein, nicht schon wieder eine verrückte Idee. Das ist doch totale Zeitverschwendung".
"Deine Phantasie geht ganz schön mit Dir durch. Höre endlich auf zu träumen und bewege Dich in der realen Welt. Du wirst es nie zu etwas bringen, denn Du hast eh kein Talent".

Positive Aussage: "Ist ja toll, dass Du so kreativ bist. Alles, was Du brauchst ist, Deine Kreativität so zu planen, dass Du viel erreichts".

"Da Du so kreativ bist, solltest Du vielleicht andere kreative und bereits erfolgreiche Leute aufsuchen und sie um Rat fragen".

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Quelle:

"The Power of Words"
von Rabbi Zelig Pliskin

Sonntag, Juni 20, 2010

Rabbi Eliyahu Ben Dahan wurde gegangen

B"H

Israels Justizminister Yaakov Ne'eman veranlasste, zusammen mit einem speziellen Kommittee, den Abgang von Rabbi Eliyahu Ben Dahan. In den letzten zwanzig Jahren hielt Rabbi Eliyahu Ben Dahan die Position des Vorsitzenden der Batei Din (Rabbinischen Gerichte) in Israel inne. Hierbei war er für Konversionen zum Judentum sowie für Agunot zuständig.
Gemäss der Halacha muss eine Ehefrau oder der Ehegatte einer Scheidung zustimmen. Ohne diese Zustimmung kann die Ehe nicht geschieden werden und es gibt mehrere Hunderte Fälle, bei denen der Gatte die Scheidung verweigert. Mit dem Resultat, dass die Frau nicht wieder heiraten kann, denn die vorherigen Ehe kann nicht geschieden werden. Rabbiner wie Eliyahu Ben Dahan ziehen in solchen Fällen aus, um dem Gatten oder einer verweigernden Ehefrau die Scheidungsdokumente (Get) abzuringen. Notfalls mit Gewalt (Gefängnis).  

Jerusalems Lokalblatt "Yediyot Yerushalaim" veröffentlichte am vergangenen Freitag ein Interview mit Ben Dahan, wobei dieser angab, erst erschüttert über die Entscheidung des Regierungskommittees gewesen zu sein. Mittlerweile jedoch habe er sich damit abgefunden und neue Aufgaben im Leben gefunden.

Eine Angabe von Gründen erfolgte nicht. Ich denke aber einmal, dass die Regierung Netanyahu sich immer mehr von der Religion trennen will. Die Atmosphäre momentan besteht teilweise nur noch aus Hetze gegen relig. Juden.

Mittwoch, Juni 09, 2010

Rabbi Steinmann kommt nach Berlin

B"H


Einer der führenden Rabbiner der litvisch - haredischen Welt, Rabbi Aharon Leib Steinmann aus Bnei Brak, traf in der vergangenen Nacht in Odessa ein und wird nach einem kurzen Aufenthalt nach Berlin weiterreisen. Donnerstag abend tritt er schon seine Rückreise nach Israel an.


Absicht des Besuches ist, die beiden Diasporagemeinden zu stärken oder anders gesagt: Die Juden dort sollen sehen, dass es auch anders, sprich religiöser, zugeht.



Rabbi Steinmann (Mitte) beim Abflug aus Tel Aviv

Mittwoch, April 21, 2010

Rabbinerpersoenlichkeiten zum israelischen Unabhaengigkeitstag

B"H

The words of our sages:



Rabbi Avigdor Miller
"The State of Israel solves nothing. All 'problems' remain the same, and new ones are created: 1) The Arabian lands have been rendered uninhabitable for Jews; 2) constant wars with neighbors must be waged, incurring huge military expenditures and loss of many lives, in addition to constant peril; 3) it has exacerbated Jew-hatred in the nations, due to Arab influence and also to embroilment with the foreign policy of the nations; 4) and the proponents of the State of Israel attempt to kindle a fire under the Jews in all lands in order to make their position untenable so that they emigrate to augment the population of the new State." (Sing You Righteous, p. 25)


Rabbi Yosef Yitzchok Schneersohn of Lubavitch
"I am against the proposed Jewish state. It would be a calamity for the Jews, and in a short time they will realize what a calamity it is."


Rabbi Yitzchok Zev Soloveitchik
"The Rambam says that Meshiach will bring the Jewish people out from under the rule of the nations. Whoever believes there can be a redemption from the rule of the nations without Meshiach, is lacking complete emunah in Meshiach." (Yalkut Divrei Torah)


"Reb Meir Soloveitchik related that the Brisker Rav once asked: Why is the wording of the last oath different from the first two? In the first two (Shir Hashirim 2:7 and 3:5) it says "If you arouse and if you awaken," and in the last one (8:4) it says "Why do you arouse and why do you awaken?" The answer is, he said, that the first two oaths are said to the Jewish people before they make any attempt to throw off the yoke of exile. "Do not do it..." for if you do it will be bitter. But Shlomo Hamelech foresaw in his ruach hakodesh that there would come a time when the Jews would indeed try to force the end. After they have already tried, and seen the bitter consequences ("I will permit your flesh") Hashem calls to them: Why do you continue in your folly of fighting with the nations? Don't you see what the results are? Why are you asking for more?" (Uvdos Vehanhagos Leveis Brisk, v. 4 p. 187)


Rabbi Chaim Soloveitchik
"The Jewish people have suffered many plagues - the Sadducees, Karaites, Hellenisers, Shabbesai Zvi, Haskalah, Reform and many others. But the strongest of them all is Zionism." (Mishkenos Haro'im p. 269)


Rabbi Aharon Kotler
"Rabbi Wasserman, Rabbi Kotler, Rabbi Rottenberg from Antwerp, and the rabbis from Czechoslovakia and Hungary were unanimous in rejecting any proposal for a Jewish state on either side of the Jordan River, even if it were established as a religious state, because such a regime would be a form of heresy in our faith in the coming of Moshiach." (Hapardes, August 1937)


The Chazon Ish
On the fifth of Iyar in the last year of the Chazon Ish's life, he was honored to be sandek at three different brisin. Still, he requested that Tachanun be said, lest someone come later on and testify, "The Chazon Ish did not say Tachanun on the fifth of Iyar," without revealing the circumstances. He once said, "It would have been proper to declare the fifth of Iyar a public fast day." (Mishkenos Haro'im, p. 1196)


The Satmar Rebbe, Rav Yoel Teitelbaum
"If we were to put all the sins of this generation and all the transgressions committed in the entire world on one side of a scale, and the Zionist state on the other side, it would outweigh everything, for it is the poisonous source of the worst defilement, the worst cause of damage in the entire world, and they are ones who defiIe the entire world." (Vayoel Moshe, Introduction, p. 11)


The Chazon Ish
"Why do we mention the miracles of the Exodus from Egypt every day, but not the miracle of Purim? It was a very great miracle, in which the entire Jewish people was saved from death! The answer is that regarding the future redemption, Scripture states, "I have adjured you not to arouse or awaken the love before it is desired" (Shir Hashirim 2:7). We are forbidden under oath to force the hour, to make any effort toward the redemption and the coming of mashiach. This is why our Sages say that mashiach will come only when we take our minds off him (Sanhedrin 97a). This is the meaning of the verse, "I will show wonders like in the days when you went out of Egypt" (Michah 7:15): the future redemption will be similar to the Exodus, which happened when we took our minds off it· Israel did not force the hour, nor did they make any efforts toward the Exodus. They continued their labor and affliction until G-d sent Moshe, His chosen, to take them out. This is why we remember the Exodus every day, to teach that the future redemption
will be similar to the Exodus. Israel will not force the hour or take any physical action toward the redemption, but rather everything will be done on its own, an act of Heaven. In the miracle of Purim, on the other hand, Mordechai forced the hour by sending Esther to the king in violation of the law, thus endangering her life, although there were still many months left before the fulfillment of Haman's decree. Perhaps Jews would learn from this story that now as well, we must force the hour and take action to bring mashiach by force. Therefore, we do not mention the miracle of Purim daily."


Rav Chaim Elazar of Munkacz
"After the sin of the spies, Moshe told the Jewish people, 'Do not go up and do not fight.' But they went up anyhow, 'and the ark of the bris of Hashem and Moshe did not move from the camp.' This is a prophecy about our time: the Zionists go up to Eretz Yisroel with a strong hand to found colonies and fight with the gentiles. This is against the command of Hashem Yisborach, who warned against this way, and said it would be bitter in the end. But the ark and Moshe - the Torah, the Torah leaders, and the loyal Jews - did not move from the camp to join the Zionists. 'And they beat them and destroyed them until Chormah' - refers to the destruction and the killings we have seen in Jerusalem near the Kosel Hamaaravi (in 1929)." (Chaim Veshalom)

Dienstag, März 23, 2010

Rabbi Ovadiah Yosefs halachische Entscheidungen zur Organspende, dem Kaddisch sowie zum Selbstmord

B"H


The spiritual leader of the Shas party, Rabbi Ovadia Yosef, has declared in latest set of religious rulings that Jews who donate their bodies to science or commit suicide do not deserve to be mourned in the traditional Jewish way.


Yosef published recently a new volume in his well-known series of books under the title of Chazon Ovadia, which contains laws concerning Shabbat, medicine, burial rituals, holidays and other topics.


In the new volume, Rabbi Ovadia rules on topics focusing around mourning and burial practices relating to various irregular cases that go against the traditional Jewish law, such as donating one's organs, cremation, and suicide.
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"He who donates his body to science, to have his organs dissected, even though his intention is to advance scientific research, he is committing a serious offense, and might be relinquishing the chance of resurrection of his soul and body, and therefore we must not mourn his death," Rabbi Ovadia wrote.

Dienstag, März 16, 2010

עיני הרנטגן - Rabbi Yaakov Ifergan

B"H

Jüdisch - relig. scheint momentan Hochkonjunktur zu haben. Wenn westliche nichtjüdische Medien oder säkulere israelische Uniprofessoren oder Journalisten berichten, klingt fast alles ein wenig flapsig und falsch interpretiert. Seit einigen Monaten jedoch überrascht uns der israelische TV Sender "Arutz 10" mit nicht schlecht recherchiertem Material. Zwar nach wie vor aus der Sicht von Anfängern, doch immerhin ausgestattet mit Interviews von "vor Ort" und nicht Abkopiertes und Selbstinterpretiertes" aus dem Internet.

Vor wenigen Tagen kam nun Rabbi Yaakov Ifergan an die Reihe. "Ifergan, der New Age Guru" oder, wie er gerne genannt wird, der "Röntgen Rabbi". Letzterer Name deswegen, weil er schon beim Anblick einer Person alles, incl. Schicksal, zu wissen scheint.
Rabbi Yaakov Ifergan wohnt im südlichen Netivot und war, soweit mir bekannt ist, einmal ein Schüler des großen marokkanischen Rabbis "Baba Sali" (Israel Abuchatzeira). Solange, bis sich Ifergan selbständig machte und die Röntgenstrahlen sah. Seither plagt die Kleinstadt Netivot ein ernster Konkurrenzzwist der Familien Abuchatzeira und Ifergan. Leider ist es heute so, dass mehr Juden zu den Ifergans pilgern als zum Grab des Baba Sali nicht weit entfernt.

Ich will Rabbi Ifergan nichts unterstellen, doch ahne ich nie Positives, wenn sich da ein Rabbi an die High Society schmeisst und auf "spirituelle Erleuchtung" macht. Weder die israelische High Society noch der Rabbi bestreiten, dass es neben G - tt auch noch um reichhaltige Spendenzuwendungen geht. Die Reichen meinen, erleuchtet worden zu sein und Ifergan nimmt dankend Bares an. Seine Kontakte machten ihn damit zu einem der meist einflussreichsten Persönlichkeiten Israels.

Nun zeigte Arutz 10 einen Filmreport über den "Röntgen". Leider ist der Bericht nur in hebräischer Sprache und selbst ich muss ihn mir noch anschauen. Eines jedoch steht schon fest: Der TV - Report brach viele Einschaltquoten. Ein Beweis dafür, dass der "Röntgen Rabbi" Freunde und Feinde zu haben scheint. Zumindest will jeder ein paar seiner "Strahlen" sehen.