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Donnerstag, Dezember 15, 2011

Psalm Nr. 1: Wasserbäche


Photo: Miriam Woelke
B”H 

Im ersten Psalm lesen wir von einem Menschen, der sich den Bösen nicht anschliesst, doch dessen Verlangen darin besteht, G – ttes Thora zu folgen. Er soll wie ein Baum mit tiefen Wurzeln an Wasserbächen sein. 

Rabbi Samson Raphael Hirsch kommentiert hierzu, dass viele Bäche einer gemeinsamen Quelle entspringen. Genau so wie die Thora ihre “Bäche” hat, die wiederum in jeden Aspekt unseres Lebens einfliessen.

Samstag, März 12, 2011

Tehillim (Psalmen) Unterteilungen

B”H

Das Judentum unterteilt das “Sefer Tehillim” (Buch der Psalmen) in alle sieben Wochentage. Zum Beispiel werden an jedem Sonntag die Psalmen 1 – 29 gebetet. Am Montag die Psalmen 30 – 50, am Dienstag die Psalmen 51 – 72, am Mittwoch die Psalmen 73 – 89, am Donnerstag die Psalmen 90 – 106, am Freitag von 107 – 119 und am Schabbat von 120 – 150.

Andere wiederum unterteilen die Tehillim in jeden einzelnen Kalendertag eines JÜDISCHEN Monats. Ferner gibt es zu jeder Parasha am Schabbat bestimmte Psalmen zu beten genauso wie zu den jüdischen Feiertagen.

Donnerstag, März 10, 2011

Lese Tehillim (Psalmen) !


Photo: Miriam Woelke
B”H

“Wenn Ihr Probleme habt oder Euch irgendwo der Schuh drückt, dann lest Tehillim (Psalmen). Viele Tehillim (jedoch nicht alle) wurden von David HaMelech (König David) verfasst und wenn einer in seinem Leben Probleme hatte, dann er”.

Wie oft hörte ich diesen Ausspruch ? Insbesondere zu meiner Yeshiva (relig. Schule) Zeit vor ca. 14 Jahren. Ja, ich hatte Probleme und Zweifel aller Art. Ein haredisches (ultra – orthodoxes) Lehrinstitut ist zu gewissen Zeiten kein Zuckerschlecken und wer denkt nicht darüber nach, ob der haredische Weg der richtige für einen ist ?

Also las ich Tehillim und fand heraus, dass diese mich nicht berührten. König David hatte seine Angelegenheiten im Leben und es ist toll, dass er Psalmen schrieb, die Lösungswege vorschlagen. Aber das alles sind Davids Probleme und Tehillim und nicht die meinen. Ich suche meinen Weg und nicht den eines anderen. Wozu also soll ich dann seine Verse lesen ?

Einige Jahre später wurde mir bewusst, dass David oftmals generell Lösungen beschreibt und nicht nur auf sich allein bezogen. Daher kann ich jedem anraten, Tehillim zu lessen, doch nicht so, wie das einige Religiöse in Israel zu tun pflegen. Einfach so im Bus sitzen und nebenbei Tehillim herunterrasseln.

Wer am Schabbat ein ganzes Tehillim – Buch durchliest, erzeugt einen Engel, so heisst es. Ich habe nmoch nie solch einen Engel kreiert, denn wenn ich Psalmen lese, dann versuche diese zu analysieren und in gewissem Maße zu verinnerlichen und nicht einfach nur so eben mal ein Buch durchzulesen.

Tehillim werden in allen Lebenslagen gesagt; sogar für einen Kranken können bestimmte Verse gebetet werden. Einige sehen gerade in den Psalmen eine Art “Frauengebet”, was nicht stimmt. Im Gegenteil, der Baal Shem Tov beschäftigte sich mit ihnen genauso wie die Kabbalisten.

Montag, April 12, 2010

Chassidischer Tisch in Toldot Aharon

B"H

Am vergangenen Schabbat war ich wieder einmal in Mea Shearim eingeladen, wo ich mittlerweile mehrere Familien unterschiedlicher chassidischer Gruppen kenne. Mit zwei Familien bin ich seit weit mehr als zehn Jahren gut befreundet und beide Familien wollen mich in "ihre haredische (ultra - orthodoxe)" Welt zurückbefördern. Ganz so wie in alten Zeiten halt und ich solle mich endlich einmal aufraffen und entscheiden. Keine Ausflüchte mehr und eine Bekannte davon schwang sich zu meiner "Mea Shearim Mutter" auf und wir telefonieren mehrmals pro Woche. Natürlich wird auch ständig das Thema "Religiös" von hinten bis vorne diskutiert.:-)

Die Mea Shearim - Welt am Freitag abend, Erev Schabbat, einem Außenstehenden zu beschreiben, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Selbst wer sich als Tourist durch den Stadtteil bewegt, bekommt nie das mit, was er erleben würde, wäre er Mitglied der haredischen Gesellschaft oder kenne er dort die Bewohner.

Obwohl totmüde, raffte ich mich zum Schabbatessen auf und sass fast zwei Stunden nach Beginn des Schabbat in einem Mea Shearim Wohnzimmer. Vollgepackt mit Möbeln älteren Baujahres, dem traditionellen Kerzenleuchter an der Decke und weit mehr als zehn Enkelkinder liefen auf und ab.

Wer hier herumfragt, ob er Madonna oder Michael Jackson kennt, stößt auf ein überdeutliches NEIN. Kein Interesse an einer anderen weltlichen Welt, sondern allein die Thora zählt. Meine Gastgeber (Freunde) sind stolz auf ihre Kinder und Enkel. Die älteste Enkelin heiratet kurz nach Schavuot im Mai / Juni einen Chernobyler Chassid und alle sind aufgeregt, sobald das Thema "Heirat" aufkommt.

Es wird sich auf das positive Thoraleben und nicht den Klatsch drumherum konzentriert. Falls einmal jemand eingeladen wird, dann sind das Juden aus haredischen Yeshivot (Schulen) oder jene, die einmal dort lernten oder sich zumindest in der haredischen Gesellschaft bewegen / bewegten. So hält es auch die Rebbitzen der Chassidut Toldot Aharon gleich nebenan, wenn sie zum Schabbat einlädt. Normalerweise machen solche Telefonnummern in haredischen Yeshivot / Seminaren die Runde und niemals außerhalb.

Nach dem Essen und einer langen (üblichen "Religiös - Diskussion) wollte ich kurz zu einem der chassidischen Tische eines Rebben in der Nachbarschaft gehen. Bei den Toldot Avraham Yitzchak war nichts und alles duster und so versuchte ich mein Glück mit zwei israelischen Seminarmädels, die ich unterwegs traf, bei den Toldot Aharon gleich um die Ecke. Obwohl dort auch die Eingänge eher unbelebt waren, fand ein Tisch statt. Rebbe David Kahn aß gerade seine Hühnersuppe und an seinem ewig langen Tisch sowie drumherum auf den Metalltribünen hatten sich zahlreiche Chassidim versammelt. Im Verlauf der Nacht sollten es einige Hundert werden.

Auf der Frauenempore war nicht viel los, was normalerweise nicht so ist. Dann nämlich quetscht man sich im Gedränge nach vorn an die Glasmechitzah (Trennwand zu den Männern im Erdgeschoss) und steht (oder sitzt) wie eine Ölsardine da.

Ich fand einen tollen Stehplatz; hätte ich gesessen, wäre ich womöglich vor Müdigkeit eingeschlafen. Plötzlich kam eine in Weiss gekleidete Frau auf die zwei Seminargirls und mich zu. Den Frauen um uns herum hatte sie kleine weisse Zettel ausgeteilt und jetzt waren wir an der Reihe. Ich fragte sie, ob sie Tehillim (Psalmen) verteile und sie bejahte. Das Austeilen von Tehillim unter den Frauen bei chassidischen Tische ist durchaus keine Seltenheit.

Die Frau teilte Zettel mit unterschiedlichen Tehillim - Tagen und Nummern aus. Wir sollen für gekidnappte israelische Soldaten beten, meinte sie zu mir. Die Frau war kein Mitglied der Toldot Aharon und ich schätze einmal frei heraus, dass sie den Breslovern nahesteht.
Ich bekam den Freitag aufgedrückt, der mir gut passt, denn dann habe ich etwas Zeit.

Die Frau zog weiter und die Seminargirls wollten heim. Ich blieb und kurz darauf erschien die Toldot Aharon Rebbitzen. Wir kennen uns etwas, da wir schon einige Male miteinander redeten und ich einmal zu ihrem Unterricht (Schiur) erschien.

Wie ein chassidischer Tisch abläuft ?
Der Rebbe kommt herein, macht Kiddusch (Segnung des Weines) und viele Rebbes essen dann ein kleines Schabbatmahl. Dabei teilen sie immer wieder ihr Essen mit den anwesenden Chassidim, denn Essen, worüber der Rebbe einen Segen sprach, erhöht auch die Seelen der Chassidim. Deswegen wird sich stets um ein paar Brösel des Essen vom Rebben gedrängelt.

Lieder mit chassidischen Melodien werden gesungen und es kommt eine unbeschreibliche Atmosphäre auf. Jeder Rebbe pflegt seine individuellen Gewohnheiten und mir fällt es normalerweise leicht, mit den Frauen einer Gruppe ins Gespräch zu kommen. Wenn, dann stets über die Religion und das chassidische Leben. Wer kennt wen und so trifft eines auf das andere.

Um die wahre Bedeutung eines Tisches zu verstehen, sollte man sich mit der chassidischen Gesellschaft aus dem relig. Chassidismus heraus bewegen. Ansonsten schaut ein Besucher einmal hin, doch richtige Einblicke bleiben ihm fremd und verborgen.

Dienstag, Januar 19, 2010

Zum Papstbesuch in der Synagoge zu Rom

Psalms - Chapter 79

1. A song of Asaph. O God! Nations have come into Your heritage, they have defiled Your Holy Temple, they have made Jerusalem into heaps.



Sonntag, Januar 03, 2010

Psalm 121 - Shir LaMa'alot von Yosef Karduner

B"H

Nebenbei angemerkt: Innerhalb dieses Songs finden wir ein weiteres Lied mit einer eigenen Melodie: "Esa Ejnai - Ich erhebe meine Augen".

Psalm 121 - Shir LaMa'alot beschreibt wie die Juden sich ihrer eigenen Stärken besinnen und in g - ttliche Höhen aufsteigen. G - tt wird sie stets und immer beschützen.