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Mittwoch, Februar 01, 2012

Jüdische Orthodoxie: "Ohr Sameach" und "Machon Me’ir"

B"H 

Worin unterscheidet sich die jüdische Orthodoxie ? Muss man im ultra – orthodoxen Mea Shearim leben, um als ORTHODOX zu gelten ? Nein, sicher nicht und darüber hinaus gibt es unzählige Auslegungen des jüdisch – orthodoxen Lebens. Allerdings braucht deswegen noch lange nicht jeder Mann einen schwarzen Hut aufzusetzen oder eine Frau lange Röcke zu tragen. Es ist wichtig zu verstehen, dass sich die Orthodoxie recht facettenreich präsentiert, was gerade in Jerusalem besonders deutlich wird. Dort nämlich drängen sich streng Orthodoxe dicht an dicht mit traditionellen Juden, nationalreligiösen – zionistischen Juden, den Modern – Orthodox oder den super Modern – Orthodox Shlomo Carlebach Anhängern. 

Da mich jemand aus der Leserschaft fragte, was genau die einzelnen Richtungen innerhalb der jüdischen Orthodoxie bedeuten und wie diese zum liberalen Judentum stehen, hier eine kleine Serie zum besseren Verständnis. Wobei ich gerade das Verständnis nicht garantieren kann, denn vor allem in Deutschland werden Juden, die noch niemals in Israel an relig. Einrichtungen (sprich YESHIVOT oder SEMINAREN) studierten, sich schwer tun, nachzuvollziehen, von was genau ich rede. Das Problem sind die unterschiedlichen Mentalitäten und gerade in Deutschland werden viele Richtungen der Orthodoxie sofort als fanatisch, irre, total daneben oder nicht mehr zeitgemäss, abgehakt. Wer sich hingegen entschliesst, für mindestens ein halbes Jahr nach Israel zu kommen und an einer relig. Einrichtung zu lernen, der wird hinterher Probleme haben, sich wieder in eine deutsche Gemeinde einzuleben. In Israel laufen die Uhren anders und wer das verstehen will, der muss seine deutsche Mentalität erst einmal ad acta legen. 

Am besten zeigt sich, wer wer ist, wenn wir mit den unterschiedlichen Lernprogrammen einzelner orthodoxer Auslegungen beginnen. Zahlreiche Leser fragen regelmässig nach, wo sie was lernen können. Mit zwei, in Jerusalem, sehr bekannten Programmen will ich beginnen. Bitte beachtet, dass diese beiden Programme nur für männliche Bewerber offen stehen und keinesfalls für Frauen !!! 

Wer auf der nationalrelig. Yeshiva “Machon Me’ir” lernen will, muss Jude sein. Entweder jüdisch geboren oder halachisch orthodox konvertiert. Schummeln empfiehlt sich nicht, denn es werden Empfehlungsschreiben verschiedener Rabbiner verlangt. “Machon Me’ir” unterscheidet sich von meiner zweiten Beschreibung der haredisch (ultra – orthodox) – litvischen Yeshiva darin, dass das Machon Konversionskurse zum Judentum anbietet. Auch hier gilt: Ausschliesslich für männliche Bewerber !!! 

Beide Institutionen befinden sich in Jerusalem, wobei “Ohr Sameach” ebenso Niederlassungen im Ausland unterhält. Unter anderem in den USA. Die nationalreligiöse Yeshiva “Machon Me’ir” im gleichfalls nationalrelig. Stadtteil Jerusalems, Kiryat Moshe, vermittelt sehr viel Wissen zum relig. Zionismus. Wie wichtig das Land Israel ist. Im Sinne der Thora sowie der jüdischen Vorväter. Ferner werden jüdische Gesetze (Halacha) gelehrt oder auch Philosophie. Das Machon unterhält mehrere Zweige: Es lernen dort Neureligiöse jeglicher Herkunft. Ob Franzosen, Israelis, Anglos, etc. Von den Konversionskursen habe ich verhältnismässig viel Negativstories vernommen. Von Leuten, die dort lernten. Zum einen seien die Dormitories zu vollgestopft. Mit vier bis fünf Leuten in einem kleinen Zimmer. Außerdem werde bei den Konvertiten untereinander geklaut und, wie im russischen Konversionskurs, gesoffen. 

Kurse aller Art werden in hebräischer, französischer, russischer , spanischer oder englischer Sprache angeboten. 

Bei “Ohr Sameach” im Jerusalemer Stadtteil Ma’a lot Dafna schauen die Lernprogramme wesentlich anders aus. Hier setzt man auf das Talmudstudium. Selbst für Juden, die sich im Judentum kaum auskennen und erst einmal kleine Schritte in Richtung ihrer eigenen Religion unternehmen. Talmud deswegen, da man den Studenten etwas bieten will. Sozusagen, damit diese sagen, sie lernen “Talmud”. “Ohr Sameach” wird gerne mit der ebenso haredisch – litvischen Yeshiva “Aish HaTorah” in der jüdischen Altstadt Jerusalems verglichen. Beide Institutionen unterscheiden sich jedoch bei den Lerninhalten sowie der Mentalität ihrer Studenten. Insgeheim gilt “Ohr Sameach” als intellektueller. Andererseits hörte ich, dass AISH mit besserem Essen aufwartet. 

“Ohr Sameach” bietet keine Konversionskurse an, doch gibt es dort einen Rabbiner, welcher sich um Konversionswillige kümmert und seinen eigenen Kurs unterhält. Unabhängig von “Ohr Sameach”. Wer Näheres dazu wissen will, kann einen Kommentar hinterlassen oder mir schreiben ! 

Hier ein paar Video – Eindrücke und morgen werde ich mit den Beschreibungen fortfahren ! 

Falls jemand fragt, ob er als deutscher Jude an den Programmen teilnehmen kann: Ja, kann er. Vorausgesetzt er ist der englischen Sprache mächtig. 

Und die Kosten ? “Machon Me’ir” wird teilweise auch von der Jewish Agency gesponsort und bietet Kurse sowie Wohngelegenheiten in den Dormitories günstig an. Die aktuelle Preisliste kenne ich nicht, doch dürften sie sich um ca. 200 – 300 Euro / Monat bewegen. Inklusive Lernen, Essen und Unterkunft. 

“Ohr Sameach” ist da wesentlich teurer, doch werden Stipendien angeboten. Vor einiger Zeit war es noch so, dass man das erste Studienjahr umsonst bekam. Ob dem noch so ist, muss ich erst erfragen.     


OHR SAMEACH




Machon Me'ir 

Mittwoch, Juli 20, 2011

Wie Fernsehproduktionen die ultra – orthodoxe Welt verfälschen, Teil 3

B”H 
 




Die Hetze der TV – Reportage setzt sich auch im Teil 3 fort.

Religiöse Schulen ? Da lernt man nur heilige Schriften !
Zuerst einmal muss “relig. Schule” definiert werden, denn es gibt unterschiedliche haredische Lerninstitute sowie die der Nationalreligiösen. Und relig. Schulen der Nationalreligiösen berechtigen sehr wohl zum Unistudium. Haredim hingegen studieren an ihren eigenen Unis, die MICHLALOT genannt werden. Dort kann man sich zum Techniker, Arzt oder was auch immer ausbilden lassen. Nur allein RELIGIÖSE SCHULE sagen und alle über einen Kamm scheren ist so ziemlich stereotyp. Da könnte ich auch sagen “Alle Deutschen waren Nazis !”

Der Anteil der arbeitenden haredischen Bevölkerung ist innerhalb der vergangenen Jahre stark angestiegen. Wobei ich darauf hinweisen muss, dass zuvor viele von ihnen arbeiten. Und das in ihren eigenen Gemeinden.

Der Grund, warum immer mehr Leute aus Jerusalem wegziehen, sind gewiss keine religiösen Juden. Junge Leute ziehen fort, weil Jerusalem ihnen keine Perspektive bietet. Zu teuer und zu wenig Jobs. An der Küste, wie in Tel Aviv, gibt es mehr Jobs und die Gehälter liegen wesentlich höher. Dazu bietet Tel Aviv ein weitreichendes Kulturprogramm und Kunstbeflissene fühlen sich dort ganz wie zuhause. Die Stadtverwaltung Jerusalem muss sich an die eigene Nase fassen, wenn die Bewohner abwandern. Zu wenig Attraktivität der Stadt, zu teuer, zu dreckig, zu viele Arbeitslose und zu wenig Lebensqualität.

Das interviewte Mädchen sieht mir alles andere als aus relig. Hause aus. Selbst wenn sie nicht mehr so relig. sein sollte, ich glaube kaum, dass sie sich so anziehen täte und dann bei ihren Eltern so tut als lebe sie weiterhin traditionell. Ehrlich gesagt, ich halte das Mädchen für ein Fake. 

Das Nachtleben in Jerusalem unterscheidet sich sehr wohl von dem in Tel Aviv. Für wie blöd hält die Reportage die Zuschauer eigentlich ? Auch in säkuleren Vierteln Jerusalems ist der Schabbat dennoch immer präsent. Schon allein deswegen, weil zahlreiche sephardische Juden sehr traditionell eingestellt sind !

Der im Film gezeigte Josef Rosenfeld führt keine Demos an. Der Witz des Tages ! Die Demos vor INTEL finden auch nicht jeden Schabbat statt, sondern ab und zu. Im Wesentlichen geht es um die Arbeit am Schabbat, gegen die demonstriert wird. Juden werden zum Arbeiten am Schabbat verleitet und diese Tatsache wiegt sehr schwer. Angeführt werden die Demos von der Edah HaCharedit in Mea Shearim und ein Josef Rosenfeld ist mir unbekannt. Wer soll das sein ? Sind die Journalisten da auf einen gestossen, der sich wichtig machen will ?

Die Haredim wollen Jerusalem erobern ? Das klingt als breite sich eine ansteckende Krankheit aus oder Julius Streicher zieht eine Hetzshow ab. Was die Haredim wollen ist, in ihren Stadtteilen ihre Ruhe zu haben und keine dummen Fragen antijüdischer und dazu noch nichtjüdischer Journalisten zu beantworten, die nur auf alles Negative aus sind und sich noch nicht einmal um eine objektive gut recherchierte Reportage bemühen.

Mittwoch, Juni 29, 2011

Judentum unterrichten


Meine Parashat HaShavua (Thoralesung) Vorbereitung

Photo: Miriam Woelke

B"H

Mein ganzes Leben lang bin ich innigst mit Büchern verbunden. Genau gesagt bin ich mit ihnen aufgewachsen und an der Verbundenheit hat sich bis heute nichts geändert. In den letzten 14, 15 Jahren jedoch beschränkte sich meine Literatur vorwiegend auf das Studium der "Sifrei Koidesh – Jüdisch religiöse Bücher". Gemara (Talmud) Studien in einem professionellen litvish – haredischen (ultra – orthodoxen) Frauensemninar sowie einige Kurse an der Bar Ilan University. Ferner nahm ich an einem akademischen Kurs zur “Jüdischen Symbolik im Talmud und der Kabbalah” teil. Insgeheim aber bin ich immer der Yeshiva – Typ (relig. Schule) geblieben. Nein, ich mag keine Chavrutah (zwei Personen, die sich vorwiegend in talmudische Diskussionen vertiefen), sondern ziehe Vorlesungen von guten Rabbinern oder selbst Professoren vor. Rabbiner und Professoren, die sich auf ihren Gebieten allerbestens auskennen ! Was ich nicht tue ist, mir Vorträge von selbsternannten “Experten” anzuhören, die sich entweder ihre Inhalte aus dem Internet saugen oder Wikipedia umkrempeln.

Einige Male besuchte ich die Vorträge eines in der “modern – Orthodox” world bekannten englischsprachigen Referenten. Was immer der Referent damals im Jerusalemer “Israel Center” (Orthodox Union) auch sagte, klang plausibel und interessant. In den nachfolgenden Tagen besorgte ich mir eindeutige Literatur zu den Themen, denn ich wollte mehr lernen. Leider kam dabei heraus, dass der Referent selbst einschneidende Fehler begangen hatte. Einer der Extremfehler bezog sich auf den falschen jüdischen Meschiach Shabtai Zvi aus dem 17. Jahrhundert. Hier hatte der Referent einen Fehler aus einer Wikipedia Seite übernommen, ohne genauer nachzuforschen. Seither drängt es mich nicht mehr allzu sehr in Vorträge eben jener selbsternannter “Experten”. Insbesondere in Jerusalem geben unzählige Leute relig. Vorträge, die gar keinen relig. Hintergrund in ihrem Leben vorweisen können. 

Ferner bin ich der Ansicht, dass bestimmte Dinge ganz einfach nicht in die breite Öffentlichkeit gehören und eher in einem kleinen Kreis derjenigen bleiben sollten, die sich mit dem Thema bestens auskennen.

Freitag, Mai 27, 2011

Betreibt die Yeshiva AISH HATORAH Gehirnwäsche ?


Gesehen in Jerusalem

Photo: Miriam Woelke
B”H

Eine israelische, völlig säkulere, Arbeitskollegin nervt mich in letzer Zeit, wenn sie immer wieder davon anfängt, wie einige jüdisch – orthodoxe Programme junge Juden, die vorher nichts vom Judentum wussten und nun in Programmen lernen, der Gehirnwäsche unterziehen. Vor kurzem lernte sie auch noch einen jungen Amerikaner kennen, der auf der Yeshiva von AISH HATORAH Yeshiva in Jerusalem lernt. AISH ist in der jüdischen Welt bekannt für seine weltweiten Aktivitäten. Ähnlich Chabad, doch auf der litvischen Seite und nicht etwa chassidisch.

Der Typ, den meine Kollegin kennen lernte, besucht den Anfängerkurs bei AISH in Jerusalem, weiss jedoch nie so recht, was er will und flüchtet sich regelmässig nach Tel Aviv. Wenige Tage danach kehrt er nach Jerusalem zurück.

Meine Kollegin fragte mich mehrere Male über AISH aus und ob da nicht die totale Gehirnwäsche abgehe. Man kommt als säkulerer Jude an und wird da wohl auf Haredi (ultra – orthodoxer Jude) getrimmt. 

Tatsächlich gibt es bezüglich AISH HATORAH unterschiedliche Ansichten und viele fragen sich, ob das Programme überhaupt noch den Prinzipien des mittlerweile verstorbenen Gründern, Rabbi Noach Weinberg, folgt.

Es ist nicht so, dass meine Kollegin sich AISH gegenüber der Klagemauer niemals angeschaut hat. Sie war da, besuchte ihren Bekannten und sprach mit einigen anderen Studenten. Glauben schenken will sie all den Aussagen aber nicht und das einzige, was ich ihr sagen konnte ist, dass es jedermanns eigene Entscheidung ist, dort zu lernen oder nicht. Wem es nicht gefällt, der kann jederzeit gehen. Gezwungen dort zu bleiben wird niemand.

Dennoch hat AISH auch eine andere Seite, welche Druck ausüben kann: Solange sich der Lernende im Anfängerkurs “Essentials” befindet, darf er machen was er will. Auch darf er anziehen, was er will und Rastalocken oder Jeans nerven niemanden. Tritt der Student aber in das Hauptstudium von AISH ein, wird man ihm schon sagen, dass ein schwarzer Hut, eine schwarze Hose und ein weisses Hemd von Vorteil wären. Dann nämlich beginnt der interne Druck der Kleiderordnung, aber nicht nur bei AISH findet dies statt. 
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Links:



Mittwoch, März 23, 2011

Rabbi Me'ir Schuster Update

B"H

Viele Leser meines englischen Blogs fragten immer wieder nach einem Update über Rabbi Me'ir Schuster ,der sehr krank ist und wir alle auf irgendeine Besserung hoffen. 

Hier nun ist das Update:

http://www.rebmeirschuster.org/

Alle, die schon einmal im Jerusalemer "Heritage House" waren, kennen Rabbi Schuster und wissen um seine Verdienste ! Hier mein Interview mit Rabbi Me'ir Schuster aus dem Jahre 2008.

Montag, März 07, 2011

MACHON ME'IR auf Deutsch

B”H

Die nationalreligiöse Yeshiva MACHON ME’IR in Jerusalem und ihre deutsche Internet Site. Machon Me’ir folgt dem Zionismus des ersten Oberrabbiners von Israel (damals PALÄSTINA), Rabbi Avraham Yitzchak HaCohen Kook und ist vorwiegend ein Lerninstitut für neureligiöse Juden (Ba’alei Teschuva). Darüber hinaus führt das “Machon” orthodoxe Konversionen zum Judentum durch. In englischer, französischer und in russischer Sprache. 

Die Yeshiva ist NUR für männliche Bewerber !

Mittwoch, August 18, 2010

Meditativer Trip nach Safed


Altstadt von Safed (Nordisrael)

Photo: Miriam Woelke

 
B"H

Es war nicht geplant und ergab sich erst im Verlauf dieser Woche:
Morgen früh (donnerstag) werde ich wieder nach Safed fahren, um bei Ascent (von Chabad) an einem meditativen Seminar teilzunehmen.

Ich fahre nicht allein, sondern zu zweit machen wir uns erst auf nach Tiberias (am See Genezareth). Kleiner Stadtbummel und ein Gang zum Grabe des Rambam (Maimonides, 1135 - 1204). Danach geht es mit dem Bus weiter nach Safed.

Die Ascent - Seminare sind immer interessant und recht ergiebig. Einige von ihnen habe ich schon in der Vergangenheit besucht und ein paar Tage in der Idylle tun jedesmal gut.

Am Sonntag erfolgt die Heimkehr nach Jerusalem.

Montag, August 16, 2010

Seelenreflektierung

B"H

Vor ca. vierzehn Jahren nahm ich am "Discovery Programme" der litvisch - haredischen (ultra - orthodoxen) Yeshiva "Aish HaTorah" teil. Das Seminar dauerte 1,5 Tage und beinhaltete Vorträge zum Thema "Gibt es einen G - tt ?"
Eine immens wichtige Frage in jüdisch - orthodoxen Seminaren aufgebaut für säkulere Juden oder jene, die sich entschlossen haben, relig. zu werden.
Gegen Ende versammelten sich alle Teilnehmer sitzend in einem Kreis und jeder teilte seine Gefühle mit: Was hat das Seminar dem einzelnen gebracht ? 
Danach wurden wir aufgefordert, einen Brief an uns selbst zu schreiben, welchen Aish ein oder zwei Jahre später an uns sendet. Dann können wir unsere damaligen Gefühle mit unserem heutigen Leben vergleichen und sehen, wie wir unsere Erfahrungen genutzt bzw. nicht genutzt haben.

Obwohl ich nicht mehr genau weiss, was in meinem Brief an mich selbst stand erinnere ich mich dennoch, wie geschockt ich war den Inhalt zu lesen. Genauso erging es mir wieder am letzten Schabbat beim Schabbat Programm des Chabad Hostels "Ascent" in Safed (Nordisrael).

Circa zur gleichen Zeit vor vierzehn Jahren als ich am Aish Programme teilnahm, begann ich bei Chabad (den Lubawitschern) meine ersten Schritte in den Chassidismus. Wobei Chabad an sich hier eher egal ist, denn es hätte jede andere chassidische Gruppe sein können.
Als ich damals die ersten Schritte unternahm, hatte ich bestimmte Vorstellungen von meiner Zukunft. Eine Zeit darauf verliess ich die chassidische Welt, kehrte zurück, ging, kam zurück …
Eine Kette von Verwirrungen, die sich bis heute fortsetzt.

Zwischenzeitlich hatte ich meine Prinzipien beiseite gelegt, lernte neue, andere, Leute kennen und mein Leben änderte sich. Sobald ich jedoch dem Schiur (relig. Vortrag) von Rabbi Shaul Leiter lauschte, kamen urplötzlich all die "alten" Erinnerungen und Lebensvorstellungen wieder auf. Ich fand mich wieder mit der stillen Frage
"Was ist jetzt eigentlich aus mir geworden ?"
Wie ein Spiegel der eigenen Seele aus der Vergangenheit, die nach wie vor präsent ist. Nichts ist Vergangenheit, sondern Bestandteil der Seele und des eigentlichen Daseins. Plötzlich fand ich mich wieder und was nun ? Natürlich werde ich mein Leben um einiges verändern und versuchen, an gewisse Dingen anzuknüpfen. Keine übertriebenen Umschwünge, doch das Leben um einige Grade drehen. Der Monat Elul vor dem Rosh HaShana scheint dazu eh die beste Gelegenheit zu sein !

Mittwoch, Januar 27, 2010

See you on Shabbos



B"H

Einige orthodoxe Juden starteten ein neues Projekt mit dem Ziel, Juden näher mit dem Schabbat und dem orthodoxen Judentum zu verbinden. Schidduchim (Ehepartner) stehen ebenso auf dem Programm. Man stellt halt insgeheim Leute einander vor.:-) 

Wer Interesse hat (und dies gilt weltweit):


Die Siteinhaber (Organisatoren) versicherten mir, dass der gesamte Service KOSTENLOS erfolgt !

Sonntag, Januar 17, 2010

קיום - Existenz

Bedeutet das Sitzen an der Bar ausschliesslich Egoismus und somit den Ausschluss der Mitzwot ?




B"H

Sobald jemand in Jerusalem aus dem Bus steigt, hört er Thora. Nicht konstant und an jedem Ort, dennoch ist Thora zu vernehmen.
Ich hörte es am vergangenen Freitag nachmittag als ich aus dem Zentralen Busbahnhof kam und mich an eine Bushaltestelle der Lokalbusse stellte. Ein paar junge amerikanische Yeshivastudenten gingen an mir vorbei und waren, ohne Zweifel, tief in ein Gespräch über die Thora Parasha zum Schabbat involviert.

In dem Moment befanden sich meine Gedanken ganz woanders, doch erinnerte mich der "Parasha Talk" an meine eigene Yeshiva (Seminar) Zeit. Mit meine ersten Schritte machte ich auf litvisch - haredischen sowie in chassidischen Seminaren; genauso wie beim "Discovery" Programm der Yeshivat "Aish HaTorah".

Nicht jeder "Anfänger" wird sofort an die Halachot herangeführt und schon gar nicht werden sie ihm "wumms" mit einem Male eingepaukt. Solch Verhalten täte die Mehrheit der Anfänger auf nimmer Wiedersehen abschrecken.
All dieser endlos erscheinende Mitzwahberg auf einmal ?
Das erstickt einen geradezu; noch dazu, wo G - tt eventuell bei Nichteinhaltung bestraft.

Aus diesem Grund heraus beginnen viele Programme mit der "Philosophie" a la:
"Warum man denn erschaffen worden ist. Warum befinde ich mich in dieser Welt, wo ist mein Platz und was meine Aufgabe ? Existiert überhaupt eine Aufgabe oder sind sämtliche Arten der Erschaffung (einschliesslich mir selbst) reiner Zufall und nichts weiter ?

Die Programme beweisen jedem einzelnen Teilnehmer die Existenz G - ttes und das NICHTS auf der Welt zufällig geschieht. G - tt hat einen Masterplan und wir (besonders die Juden mit ihren Mitzvot) haben diesem Plan zu folgen. Das allein ist der Grund, warum wir erschaffen worden sind. Unser ganzes Dasein liegt darin verborgen. Die Mitzwot auszuführen und unsere Lebensaufgabe zu suchen und auch zu finden.

Haredische (ultra - orthodoxe), insbesondere diverse strenge chassidische Gruppierungen, gehen sogar noch einen Schritt voraus, indem sie ihre eigenen internen Regeln erstellen. Der Rebbe lehrt, dass wenn die Mitglieder die Thora und die Gruppengesetze nicht einhalten, die Bestrafung schon wartet. Nicht nur durch G - tt, sondern genauso durch die Gruppe.

All das vermittelt einem das Gefühl als bestehe der einzige Lebensinhalt aus Mitzwot.
Gefangen in einem riesigen Mitzwahknast. Weder selbständiges Denken noch Freiheiten noch Individualität. Sich selbst und seine Persönlichkeit aufgeben, um zu funktionieren, wie es die Gesellschaftsordnung verlangt. Darum wurde ich erschaffen.

Als die Yeshivaleute an mir vorübertrabten, drehten sich meine Gedanken im Kreis:
"Wo befinde ich mich in G - ttes Masterplan ? Nicht nur ich, sondern meine Existenz und Persönlichkeit ? Besteht mein alleiniger Lebensinhalt aus dem Befolgen von Regelungen und falls nicht, werde ich dann automatisch bestraft ?"

Zwischen geborenen Haredim und den erst später hinzugekommenen (Baalei Teschuva) existiert ein riesiger Unterschied. Als Baal Teschuva reagieren viele nicht selten vollkommen aufgeregt bzw. voller Elan. Alles wollen sie sofort und natürlich richtig machen. 100%ig, wenn es geht. Man rennt in die Religion, ohne groß zu fragen bzw. nachzudenken. Dann gibt es wieder jene, die trotz Religion und all dem fromm sein, dem Verstand nach reagieren und hinterfragen. Geborene Haredim dagegen tun und hinterfragen nicht groß: "Dies ist meine Aufgabe / Pflicht, das ist das, was G - tt von mir will und damit hat sich der Fall erledigt !"

Ich habe ein Problem damit, in und mit einer Gesellschaft so eng verflochten zu leben. In einer Gesellschaft, in welcher das Individuum nicht zählt, sondern die Masse.
Plötzliche Baalei Teschuva geben sich selbst nur allzu willig auf; ihr "ICH" , damit sie auch ja ihre Lebensaufgabe erfüllen. Was aber geschieht mit mir selbst ? Warum erschuf mich G - tt ? Warum stattete Er mich mit einer Persönlichkeit aus, wenn ich sie eigentlich gar nicht unbedingt benötige ? Nur, um mir klarzumachen, dass ich damit meinen "Freien Willen - Bechirat Chofshit" im Leben benutze und die gute Seite, sprich "Mitzwot" wähle ?

Ich denke, dass da soviel mehr eine Rolle spielt als einfach "nur zu leben". Unter anderem, seine eigene Freiheit zu finden, ohne die Mitzwot aufzugeben. Eine absolut säkulere Bekannte sagte mir einmal, dass all jene, die sich auf die Mitzwot versteifen, Regeln folgen und in einer frommen Gesellschaftsrichtung leben, gar nicht in der Lage sind, sich in einer "normalen" Gesellschaft zurechtzufinden. Deshalb brauchen und suchen sie nach Anleitungen im Leben.
Bis zu einem gewissen Grad gebe ich meiner Bekannten Recht.

Auf lange Sicht wird sich das "völlig Überwältigtsein" als nicht gerade positive Einstellung erweisen. Gewöhnlich verläuft sich das Gefühl. Besonders ab dem Zeitpunkt, ab welchem einem Anfänger klar wird, dass fromm sein "Arbeit" bedeutet. Konstante Arbeit / Verbesserung an sich selbst. Des Weiteren kommen nach einiger Zeit schon Fragen auf wie "Wo bin ich jetzt eigentlich ? Wo sehe ich meinen Platz oder wurde ich zum Roboter" ?

G - tt gab uns diese Welt, um sie zu geniessen; uns an ihr zu erfreuen. Geniessen in einem Mitzwahrahmen, doch bedeutet religiös sein nicht gleichzeitig eine Selbstaufgabe !

Montag, Oktober 12, 2009

Was nicht mehr lernen ?

B"H

Neulich machte jemand eine ganz überraschende Bemerkung mir gegenüber:

"Du bist immer bei all den Haredim (Ultra - Orthodoxen), berichtest über sie, sammelst Material für Dein Buch und bist auch sonst irgendwo in der haredischen Welt unterwegs. Was ist eigentlich mit dem Lernen ? Bedauerst Du nicht, dass Du dies aufgegeben hast ?"

Zuerst verstand ich gar nicht, was genau derjenige mir sagen wollte.
Nicht mehr lernen ?
Sich mit einem großen Thema, weitgehend dem Chassidismus und allem drumherum, zu befassen bedeutet noch lange nicht, dass ich nichts anderes mehr im Sinn habe. Und lernen tue ich nach wie vor.
Mein Lernprogramm hängt oft mit verschiedenen Themen zusammen, die ich für meine Unterrichtsprogramme zusammenstelle. Hinzu kommen die jüdischen Feiertage mittendrin sowie die jeweiligen Thoralesungen (Parashot) am Schabbat. Ganz intensiv setze ich mich dem dem Rambam (Maimonides, 1135 - 1204) auseinander sowie dem Kommentar des Ramban (Nachmanides, 1194 - 1270) an den Theorien des Rambam. Hierzu gehe ich einmal pro Woche zu einem intensiven Unterricht bei einem Rabbiner.

Am Talmud fehlt es ebenso nicht und nebenbei darf die jüdische Philosophie und Geschichte nicht fehlen. Selbstverständlich würfelt die Praxis manchmal mein Programm durcheinander und insgeheim kriege ich dann Panik, mein Pensum nicht geschafft zu haben. Bestes Beispiel hierzu bildeten vor kurzem zwei Leutchen aus der deutschen Filmindustrie, die einen Film planen und einiges an Details betreff "haredische Welt" nachfragten. Wir trafen uns genau zu dem Zeitpunkt als meine Thoraparasha fällig war und so stiess ich wieder in die Verspätung.
Persönliche Treffen mit Leuten, wie jetzt in diesen Tagen mit einem Rabbiner (Chabad soll in Deutschland Konkurrenz bekommen) bringen mich jedesmal aus dem Zeittakt.

Lernen aber ist ungemein wichtig und manchmal vermisse ich die Zeiten als ich dies noch intensiver tun und mich auf ein einziges Thema konzentrieren konnte.

Sonntag, Februar 01, 2009

Als nächstes Pogrom ?

B"H

Etwas länger als eine Stunde bin ich gerade auf Youtube herumgesurft und habe mir einiges zum Thema "Antisemitismus in Deutschland" angeschaut. Von "Spiegel - TV" über "Report" zu "Hart aber fair". Wobei ich Letzteres nur ca. 15 Minuten verfolgte und feststellen musste, dass Blüm und Kienzle das sind, was man abgrundtiefe Antisemiten nennt. Beide täten diese Anschuldigung energisch von sich schieben und nur auf ihre Israelkritik verweisen. Wer ihnen jedoch genauer zuhört, der stellt schon nach kurzem fest, dass hier wieder ein Geist neu entflammt, der an Pogromstimmung erinnert. Tiefstes Mittelalter und schlimmste Stereotype. Wobei ich Michel Friedman nicht vergessen will zu unterstellen, die jüdische sowie die israelische Geschichte nicht ausreichend zu kennen. Wer Geschichte kennt, der kann sich wehren und ist in der Lage sämtliche Vorwürfe zu widerlegen. Allein schon aus dem israelischen Verständnis heraus, damit meine ich eine Bezugsperson, die sich mit unserem Land als Israeli auskennt, hätte der TV - Sender zum Beispiel den israelischen Botschafter in Berlin einladen sollen. Keinen Friedman, der in Israel nichts weiter als Tourist ist.


Aber mir geht es nicht um die Sendung an sich. Es erschreckte mich zutiefst, was wieder für ein Geist in Deutschland herrscht. Offenbar kommen aufgrund des Gazakrieges alle geheimen verdeckten Antisemiten aus ihren Schlupflöchern. Nach dem Outing von Hape Kerkeling und Alfred Biolek als Homosexuelle ist dies das gravierenste Outing, was mir je bezüglich Deutschland wiederfahren ist. Ein Outing, welches nach dem Mauerfall begann. Plötzlich zeigten Antisemiten unter ihrem eigenen Namen Flagge und blieben nicht mehr anonym. Jahre später, zur heutigen Zeit, darf jeder ungehindert "Juden raus !" schreien und Gaza mit dem Warschauer Ghetto vergleichen. Dabei weiss kaum jemand, was in Gaza seit Jahren geschieht.

Fragt sich jemand, warum der Gazastreifen abgeriegelt worden ist ?
Fragt irgendjemand nach den Gründen, die da lauten, dass Hamas - Terroristen nur
auf die Gelegenheit warten ? Warum ist den Palästinensern ohne israel.
Personalausweis teilweise der Zutritt nach Israel verwehrt ?

Der bekannte linksgerichtete israelische Journalist Yaron London fiel dieser Tage durch ein ganz spezielles Interview auf. Er gab nämlich zu, der Meinung zu seien, dass ein Volk, wie die Palis in Gaza, sich mehrheitlich für die Hamas, sprich den Terrorismus entscheiden, es verdient auch ausgebombt zu werden. Zivilisten sind die Hamas - Wählerschaft genauso wie Deutsche einst Hitler wählten und wenn auch weiterhin an der Terroristmusstange geklebt und sich mir besagter Obrigkeit identifizieren wird, dann sind die Bewohner Gazas nicht besser als ihre Obrigkeit selbst.

Um den Konflikt zwischen Israel und den Palis annähernd zu verstehen, muss man weit in der Geschichte zurückgehen. Sehr weit, was bis zum Aufkommen den Islam reicht. Mohammends Beziehungen zu den Juden und seinen Haß auf diese, weil sie sich weigerten, seine neu gegründete Religion anzunehmen. Und wer da gläubiger Christ ist, dem sollten aus den Propheten genau diese Weihsagungen bekannt sein. Behielten die Propheten nicht recht als sie vor den Völkern warnten ? Die Welt handelt so wie es in den Propheten geschrieben steht.

Aber nun werden manche meinen, dass sie ja nur Kritik an Israel üben.
Kritik darf jeder anbringen, nur sollte die Stereotype vermieden werden. Allzu schnell ist immer nur von palästinensischen Opfern die Rede. Da wird kurz TV geschaut und man meint, bestens informiert zu sein. Jahrelang ging die Presse gegen Neonazis und die NPD vor, im gleichen Zuge jedoch förderte sie durch pro - palästinensische Berichterstattung (vielfach aufgrund von Tatsachenverdrehung) den Antisemitismus.

Nach nahezu 2000 Jahren des Antisemitismus in der christlichen Welt ist es mir rätselhaft wie sich Juden immer noch gegen einen Papst und anderweitige antisemitische Strömungen in der katholischen Kirche wehren müssen. Und hat Deutschland tatsächlich aus seiner eigenen Geschichte gelernt, wie jahrzehnte propagandiert worden ist ?

Wenn ich mir die Reportagen so anschaute (wo ein Duisburger nach Hitler rief), dann würde es mich gewiß nicht wundern, wenn es demnächst zu viel schlimmeren Attacken gegen jüdische Gemeinden kommt. Wie dieser Tage die Attacke auf eine Synagoge in Venezuela. Selbst auf Island kommen antisemitische Haßparolen auf.
Wer sich mit der Geschichte etwas eingehender beschäftigt, der bemerkt, dass der alte böse Geist des Antisemitismus stets, wenn auch in neuer Verkleidung, wieder auftaucht. Leute wie Blüm oder Kienzle hätten vor dem Beginn des Dritten Reiches "demokratische" deutsche Nachbarn abgegeben, sich aber schnell nach der berühmten Machtergreifung als willige Mitläufer und Helfer entpuppt.

Seit dem Mittelalter also tritt Europa auf der Stelle und keine noch so fortgeschrittene Aufklärung hat in ausreichender Form etwas zum Positiven bewirkt. Diese Feststellung soll allerdings nicht die Tatsache verdecken, dass Leute aus dem Zweiten Weltkrieg lernten und zu Israel stehen.


Dennoch, was steht in der unmittelbaren Zukunft an ?
Inquisition, Pogrome ?
Klingt übertrieben ?
Noch vor kurzem klang die aktuelle antisemitische Stimmung für mich auch noch übertrieben. Und was ist aus all dem geworden ?

Donnerstag, November 27, 2008

Messianische Juden raus aus BIRTHRIGHT !!!

B"H

Taglit (Birthright) bringt in jedem Jahr unzählige ausländische junge Juden im Alter von 18 - 26 Jahren kostenlos nach Israel, um ihnen das Land ihrer Vorväter näherzubringen. Ziel ist natürlich die spätere Aliyah nach Israel.

Immer wieder wurde das BIRTHRIGHT Programm von unterschiedlichen Personen für eigene Zwecke ausgenutzt. Zum Beispiel liessen sich da radikale linksorientierte bzw. palästinenerfreundliche Juden den Trip von BIRTHRIGHT zahlen, nur um sich dann schnellstens in einen Volontärsjob nach Ramallah etc. abzusetzen.

Weiterhin nutzen Kinder aus sogenannten "Mischehen" (Juden und Christen) die Trips aus, an denen sie eigentlich gar nicht teilnehmen sollten, wenn ihre Mutter keine Jüdin lt. Halacha, sondern nur der Vater Jude ist. Folglich sind dann diese Kinder auch keine Juden und haben in einem jüdischen Programm nichts verloren.

Hinzu kommt, dass einmal wieder mehr messianische Juden das BIRTHRIGHT Programm entdeckten, um ihre eigenen miesen Spielchen zu betreiben. Unterwegs ziehen sie ihr Neues Testament hervor, damit andere jüdische Teilnehmer munter missioniert werden können.

BIRTHRIGHT will dem missionarischen Treiben jetzt einen Riegel vorschieben.

Zeit wirds !!!


Links:

Fragen / Antworten zu BIRTHRIGHT (Taglit)