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Montag, November 12, 2012

Der TANZ der CHABAD SCHLUCHIM

B"H

Sämtliche Abgesandte (Schluchim) der chassidischen Gruppe Chabad (Lubawitsch) trafen sich dieser Tage in Crown Heights / New York zu ihrem alljährlichen SCHLUCHIM MEETING. Hunderte Abgesandte, die in aller Herren Länder CHABAD HÄUSER ERRICHTETEN. 

 Hier seht Ihr den gestrigen Tanz der Schluchim ! 




Mehr Details HERE !

Sonntag, November 11, 2012

Live - Schaltung zu den Chabad - Schluchim nach New York


B"H

Dieser Tage treffen sich die Chabad – Schluchim (Repräsentanten) aus aller Herren Länder zu ihrem jährlichen Kongress in Crown Heights / New York. 


Wer Lust hat, der kann in ca. sieben Stunden die SCHLUCHIM GALA live mitverfolgen:

http://www.jerusalemchabad.org/multimedia/live_cdo/aid/221818/jewish/Conference-of-Chabad-Lubavitch-Emissaries.htm

Mittwoch, November 07, 2012

Den "Messias" an der Tür


Photo: Miriam Woelke

B"H

Am vergangenen Freitag, mitten im Schabbateinkauf auf dem Jerusalemer Machane Yehudah Markt, drückte mir ein Chabadnik zwei Schabbatkerzen in die Hand. Nichts Ungewöhnliches, denn überall verteilt Chabad (die Lubawitscher Chassidim) vor Schabbateinbruch Kerzen. 

Der letzte Rebbe, Menachem Mendel Schneerson, legte fest, dass jeder Jude Schabbatkerzen anzünden solle, um so eine Mitzwah (Gebot) zu erfüllen, um einen Platz in der KOMMENDEN WELT zu erhalten. 

Außerdem überreichte mir der Chabadnik ein Poster des Rebben. Ich solle es man ja daheim aufhängen. Zuhause dann sah ich, dass das Poster von einem Meschichisten ausgegeben wurde, denn am unteren Rand befindet sich eine entsprechende Aufschrift. Zuerst wollte ich sie abschneiden, doch aus Gag liess ich sie dran. 

Und so hängt das Poster jetzt bei mir an der Tür.

Sonntag, Oktober 28, 2012

Am 7. November 2012 hat Chabad sein grosses Event


B"H

Es ist wieder soweit. Vom 7. - 11. November 2012 findet in Crown Heights / New York das alljährliche Treffen aller Chabad Schluchim (Abgesandte) statt.

Hier schon einmal vorab ein paar Infos !!!

http://www.kinus.com/templates/kinus/default.htm

Dienstag, Oktober 23, 2012

Chabad Meshichisten in Zfat / Nordisrael






Die Kleinstadt Zfat ist eine DER Hochburgen, in denen jene Chabadnikim verkehren, die der Meinung sind, dass der letzte und im Juni 1994 verstorbene Rebbe Menachem Mendel Schneerson als wiederkommt. 

Auf den Photos sehen wir die Chabad Meshichisten - Yeshiva in der Ari Street in Zfat / Nordisrael. Ich habe allerdings keine Ahnung, was genau das Flugzeug zu bedeuten hat. Die gelben Schildchen aber sagen: Meshiach - Messias !

Photos: Miriam Woelke

Montag, Oktober 22, 2012

In Zfat (Safed), der Stadt der Kabbalah


















Copyright / Photos: Miriam Woelke
B"H

Im Mittelalter gehörte die Kleinstadt Zfat (Safed) in Nordisrael zu den bekanntesten Orten, an denen die jüdische Kabbalah gelehrt und entwickelt wurde. Hier lebte der große Arizal (Rabbi Yitzchak Luria, 1534 – 1572), welcher der Kabbalah ein fast neues Gesicht gab, indem er seine eigens entwickelte metaphorischen Symbole hinzufügte, ohne die wir heutzutage G – ttes Erschaffungsprozess nicht verstehen würden. Nicht, dass Rabbi Luria uns genauestens beschrieb, was in G – tt vorging und wie genau Er diese Welt erschuf. Vielmehr entwickelte der Kabbalist eine Symbolik, die uns Menschen diverse Vorgehensweisen bei der Welterschaffung beschreibt bzw. zugänglich macht. 

Heutzutage ist Zfat immer noch eine Kleinstadt. Es gibt nur wenige Jobs und jene Juden, die hier neu herziehen, sind nicht selten relig. Juden, die in ihrem Leben nach Spiritualität suchen. Allein damit aber lebt es sich nicht und Zugezogene landen nur allzu schnell auf dem realistischen Boden der Tatsachen. 

Ich komme immer wieder gern hierher und übernachte vorweglich bei Chabad (Lubawitsch). Besonders in Zfat sind die hiesigen Lubawitscher vom Meschichismus geprägt und fast alle meinen, der letzte Rebbe sei der Meschiach. 

Ich miete ein Einzelzimmer bei Chabad und mehr nicht. Klar, muss ich mich an gewisse Spielregeln halten, doch für ein paar Tage ist das okay und zu irgendetwas gezwungen wird man nun auch wieder nicht.

Sonntag, Oktober 14, 2012

Eine neue Thorarolle in Chabad Rehavia, Teil 3 + 4

B"H 

Nach Teil 1 & 2 seht Ihr die beiden letzten Teile 3 & 4 der Einweihung einer neuen Thorarolle im Chabad House von Rehavia / Jerusalem. Das Event fand bereits am Donnerstag, dem 27. September 2012 / 5773 statt. 

Mitunter werde ich in Zukunft noch weitere Photos vom Event in die Blogs stellen ! 





Mittwoch, Oktober 10, 2012

Eine neue Thorarolle in Chabad / Rehavia, Teil 2



B"H

Hier nun der zweite Videoteil zur feierlichen Einweihung einer neuen Thorarolle in Chabad (Lubawitsch). Im Chabad Haus mitten im Jerusalemer Stadtteil Rehavia. Das Event fand bereits am 27. September 2012 / 5773 statt.

Teil 1. mit dem Schreiben der letzten Buchstaben in die Thorarolle ist hier einzusehen:

http://hamantaschen.blogspot.co.il/2012/10/eine-neue-thorarolle-in-chabad-rehavia.html


Teil 2 zeigt den Festzug zur Synagoge, wo die Thorarolle ihren Platz im Thoraschrein fand. Unter einer Chuppah (Hochzeitsbaldachin) wird mit der Rolle im Festzug getanzt. 

Mindestens zwei weitere Videos werden noch folgen !

Samstag, Oktober 06, 2012

Eine neue Thorarolle in Chabad Rehavia / Jerusalem, Teil 1



B"H

Hier seht Ihr den ersten Teil der kleinen Video - und Photoserie zur Einweihung einer neuen Thorarolle bei Chabad (Lubawitsch) Rehavia in Jerusalem. Der dortige Schaliach (Chabad Abgesandte) heisst Rabbi Israel Goldberg und er ist es auch, der die erste Ansprache hält.

Dieses erste Video zeigt wie die letzten Buchstaben der neuen Thorarolle hinzugefügt werden. Ansonsten wird eine gesamte auf Tierhaut geschriebene Rolle von einem SOFER (Schreiber) geschrieben. Hierbei muss es sich um eine religiösen Juden handeln, der bei seiner Tätigkeit "reine Gedanken" haben sollte. Bedeutet, dass er sich beim Schreiben der Buchstaben auf G – tt konzentriert.

Die letzten Buchstaben werden bei einem SI’UM feierlich von speziell ernannten Personen hinzugefügt und danach wird die Thorarolle mit Musik und Tanz zur Synagoge getragen. Wie genau das vor sich geht, seht Ihr hier anhand dieser kurzen Video – und Photoserie.

Rabbi Goldberg spricht im Video aus Hebräisch sowohl als auch auf Englisch ! Die Feier fand am Donnerstag, dem 27. September 2012 statt.

Sonntag, September 30, 2012

SUKKOT in Kurzform


Gesehen in Jerusalem

Photo: Miriam Woelke
B"H

Eines meiner liebsten jüdischen Feste beginnt heute abend und wird un seine gesamte Woche begleiten: Das Laubhüttenfest SUKKOT.

Was man in Israel am Sukkot eher selten sieht: Regen ! Zwar heisst es im Talmud, dass Regen an Sukkot (in Israel) kein besonders gutes Zeichen ist, doch hoffen wir dennoch auf ein wenig Positives. Unser Land braucht dringend Regen und mir reicht es langsam mit dem, in diesem Jahr, ewig andauernden Sommer. Gestern abend fing es an zu regnen und ich pflanzte mich auf den Balkon, denn es war das erste Mal, dass ich seit März oder April wieder einmal Regen zu Gesicht bekam.

Am vergangenen Donnerstag war ich bei der Einweihung einer neuen Thorarolle im hiesigen Chabad Haus in Rehavia / Jerusalem. In Jerusalem besitzt fast jeder Stadtteil sein eigenes Chabad (Lubawitsch) Haus und selbst bei mir in der Straße befindet sich eines. Dazu und zur neuen Thorarolle mehr ab Dienstag. Mit vielen Photos sowie einem Video !



Eine neue Thorarolle in Chabad Rehavia / Jerusalem





Photos: Miriam Woelke


Heute früh kaufte ich meinen Lulav samt dem dazugehörigen Etrog. Vom Lulav Markt stelle ich am Dienstag ein Video in den Blog.



Lulav, Hadassim, Aravot & der passenden Plastikhülle



Der Etrog (die Zitrusfrucht)

Photos: Miriam Woelke


Ab Dienstag werde ich von zahlreichen Sukkot – Simchat Beit Ha’Sho’eva Verantsaltungen berichten und ebenso Videos in die Blogs stellen. Bis dahin 

CHAG SAMEACH – Schöne Feiertage ! 



Sukkah in der Ben Yehudah Mall in Downtown Jerusalem

Photo: Miriam Woelke

Donnerstag, September 27, 2012

LULAV Photos aus Jerusalem


 Auf dem LULAV Markt in Jerusalem

Photo: Miriam Woelke
B"H 

Ich muss ihn mir dieser Tage auch noch kaufen. Den Lulav für Sukkot und einen dazugehörigen Etrog (die Zitrusfrucht). Beides wird an Sukkot in sämtliche Himmelsrichtungen geschüttelt, was für einen Juden (Frau und Mann) eine Mitzwah darstellt. 

Mittlerweile kriege ich langsam Panik, denn heute ist schon Donnerstag und bis spätestens zum Sonntag morgen will ich den Lulav gekauft haben. Außerdem werde ich aktuelle Photos von den Lulav – Märkten Jerusalems in die Blogs stellen. Photos & Videos. 

In wenigen Stunden feiert ein Chabad Haus in Downtown Jerusalem eine sogenannte HACHNASAT SEFER THORA, die feierliche Einweihung einer neuen Thorarolle. Ehrengast wird der aschkenazische Oberrabbiner Israels, Rabbi Jonah Metzger, sein. Ich nehme an dem Event teil und werde ebenfalls Photos und ein Video in den Blog stellen. 

Hier aber vorerst ein paar Lulav Bilder aus den vergangenen zwei Jahren:

Auf dem LULAV Markt, Teil 1

Auf dem LULAV Markt, Teil 2

LULAV Photos aus Jerusalem

Mittwoch, September 26, 2012

Ein Jude besitzt ein First - Class - Ticket

B"H

Die gestrige Einleitung zum Yom Kippur, dem Kol Nidre Service, verbrachte ich bei Chabad (Lubawitsch). Der G – ttesdienst verlief super und mittendrin erzählte der Rabbiner immer wieder eine chassidische Story. Eine davon möchte ich hier mit Euch teilen, denn ich fand sie sehr inspirierend.


In Osteuropa lebte einmal ein armer Jude namens Moshke. Nur mit Not war er in der Lage, anhand seines Einkommens seine Familie zu ernähren, aber darüber hinaus war kein Geld für irgend etwas anderes vorhanden.

Um an seinen Arbeitsplatz zu gelangen, musste Moshke den Zug nehmen, doch der war zu teuer. Zum Laufen war es zu weit und so stieg Moshe jeden Tag in den Zug und versteckte sich unter einer Sitzbank im letzten Zugabteil, hoffend, dass ihn der Kontrolleur nicht erwischt.

Alles ging gut und eines Tages gewann Moshke eine riesige Summe in der Lotterie. Von nun an konnte er sich endlich das Zugticket leisten wie jeder andere Fahrgast auch. Er kaufte das Billet, stieg in den Zug, doch verkroch sich wie gewohnt, unter der letzten Sitzbank. Diesmal erwischte ihn der Kontrolleur, doch Moshke reichte ihm sofort das Ticket. Der Kontrolleur wiederum konnte es nicht fassen und sagte:

"Was machen Sie hier ? Das ist ein Erster – Klasse – Ticket und Sie sitzen hier unter einer Bank im letzten Abteil ?"


Was wir aus dieser Erzählung lernen ? 

Jeder Jude besitzt ein First – Class – Ticket und sollte sich daher niemals bücken und irgendwie klein in dieser Welt fühlen. Stattdessen wollten wir unser G – ttgegebenes Potenzial nutzen und uns aufrecht geben. Mit dem Verhalten "sich klein und unwichtig zu fühlen und vor G – tt als der ewige Sünder dastehen zu wollen" ziehen wir uns nur noch mehr in den Abgrund. Niemand sollte sich dermassen Down fühlen, dass er sein hohes Potenzial einfach ungenutzt und brach liegenläßt.

Dienstag, September 25, 2012

Schana Tova ve'Gmar ve'Chatimah Tova an alle Juden dieser Welt !


Die Kapparot Rache



Heute morgen: Chabad (Lubawitsch) Kapparot auf dem Machane Yehudah Markt / Jerusalem.



Lubawitscher Rebbe Poster an Jerusalems Bushaltestellen. Chabad (Lubawitsch) wünscht allen Juden ein gutes und süsses Neues Jahr sowie das schnelle Eintreffen der Ge'ulah (messianischen Zeit).



Yom Kippur Shopping auf dem Machane Yehudah Markt





Jaffa Road / Jerusalem

Copyright / Photos: Miriam Woelke

Sonntag, September 02, 2012

Warum sitzen in jüdisch – orthodoxen Gemeinden Frauen und Männer getrennt ?

B"H 

Manche ziehen die Geschlechtertrennung in der Synagoge vor, andere hassen sie und mir ist sie mittlerweile so vertraut, dass es mir komisch vorkäme, neben einem Mann zu sitzen. 

Chabad (Lubawitsch) New York listet ein paar sehr interessante Erklärungen auf, warum Frauen und Männer in der Synagoge getrennt sitzen. Wobei es bei den Lubawitscher Chassidim wesentlich offener zugeht als bei anderen chassidischen Höfen. Bis auf eine Ausnahme (in Rashi Street / Bnei Brak) war ich stets in der Lage, denselben Synagogeneingang wie die Männer zu benutzen. Dagegen ist es in anderen chassidischen Gemeinden (Satmar, bei den original Breslover Chassidim in Mea Shearim Street / Jerusalem, Toldot Aharon, Dushinsky, Belz, Karlin – Stolin, Nadvorna, Vishnitz, etc.) allgemein üblich, dass Frauen und Männer getrennte Synagogeneingänge benutzen.

http://www.chabad.org/therebbe/letters/default_cdo/aid/1440261/jewish/Why-Separate-Men-and-Women-in-the-Synagogue.htm

Sonntag, Juni 24, 2012

Die weibliche Kopfbedeckung in Chabad – Lubawitsch

B"H 

Wer sich für das Thema "Die Kopfbedeckung der verheirateten Frau im Judentum" interessiert, der findet hier vielleicht die ein oder andere Erklärung. Das Thema an sich ist nicht so einfach zu erklären und heutzutage haben viele nationalrelig. sowie haredische (ultra – orthodoxe) Ausrichtungen fast ihre eigenen Trends, Vorschriften oder Mode entwickelt. 

Im Judentum sind verheiratete, geschiedene oder verwitwete Frauen angehalten, ihre Haare zu bedecken. Inwieweit dies geschieht und wie die Kopfbedeckung genau auszuschauen hat, das kann je nach Ausrichtung völlig unterschiedlich sein.

Zum Thema fand ich eine interessante Schrift von Chabad (Lubawitsch) und wer will, der kann sich deren Definitionen einmal durchlesen:

Die PDF kann ebenso kostenlos heruntergeladen werden !



Weitere Links:



Freitag, Juni 22, 2012

3. Tammuz (Gimmel Tammuz) in Chabad - Lubawitsch

B"H

Die chassidische Gruppe Chabad (Lubawitsch) hat an diesem Schabbat ihren großen Tag. Der 3. Tammuz (Gimmel Tammuz) steht an. Der Tag, an dem der letzte Rebbe Menachem Mendel im Juni 1994 verstarb.

Chabad begeht den Tag festlich, denn die Seele eines Verstorbenen soll auf seinem Todesgedenktag erhoben werden. Eine jüdische Tradition. Ich nehme daher an, dass in den Chabad – Synagogen morgen eine "Meshiach Meal – Se’udat Meshiach" serviert wird. Nicht, weil alle Chabadnikim meinen, der letzte Rebbe komme als Meschiach wieder. Vielmehr bedeutet die "Se’udat Meshiach" in Chabad eine festliche Einleitung der Ankunft des Meschiach und steht somit für ein altes generelles chassidisches Konzept. Nämlich die Zeit des Meschiach näherzubringen. Wobei dies nicht unbedingt etwas mit dem Lubawitscher Rebben zu tun hat.

Diejenigen in Chabad, die in Rebbe Menachem Mendel tatsächlich den Meschiach sehen, sind der Ansicht, dass der Rebbe niemals starb, sondern am Gimmel Tammuz für unsere Augen unsichtbar wurde. Er stieg in höhere Spähren auf, residiert jedoch nach wie vor in seinem Haus am Eastern Parkway 770 in Crown Heights / New York. Wenn die Zeit kommt, wird er sich als Meschiach zurückmelden.

Mehr Infos dazu hier:





Photo: Miriam Woelke

Das Chabad – Haus in Zfat (Safed) in Nordisrael. Die Kleinstadt ist für ihren extrem hohen Anteil an Lubawitscher Chassidim bekannt. Auch dafür, dass die Mehrheit der lokalen Chabadnikim glühende Anhänger der "Rebbe Menachem Mendel ist der Meschiach" - Ideologie sind. 

Kurz gesagt, bei Chabad in Zfat dreht sich alles um den letzten Rebbe und seiner Person als Meschiach.

Dienstag, Juni 19, 2012

Das Geheimnis des Monat Tammuz


Gesehen in Zfat (Safed) / Nordisrael

Photo: Miriam Woelke

B"H

Zuerst began ich, dass Chabad (Lubawitsch) - Buch "Sha’arei Ha’moadim" zu lessen, um einige Insights zum heute abend beginnenden neuen jüdischen Monat TAMMUZ zu liefern. Bei Chabad jedoch geht es mir im Tammuz zu sehr um Meschiach und dessen Zeit. Da einer der vorherigen Chabad - Rebben im Tammuz aus einem russischen Gefängnis entlassen wurde, steht der Tammuz bei Chabad als Monat der beginnenden GE’ULAH (Zeit des Meschiach). Zahlreiche Chabad – Rebben wurden daheim in Russland immer wieder verhaftet, da sie sich gegen die jeweiligen Regierungen stellten. 

Darüber hinaus feiert die chassidische Gruppe an diesem Schabbat den 3. Tammuz (Gimmel Tammuz), welcher den Todestag des letzten Rebben darstellt. Jene Chabadnikim, welche der Meinung sind, der letzte Rebbe Menachem Mendel Schneerson sei der Meschiach, sehen in dem 3. Tammuz nicht den Todestag des Rebben (im Juni 1994), sondern jenen Tag, an dem der Rebbe unsichtbar wurde, sich in höhere spirituelle Spähren begab und wir nicht in der Lage sind, ihn zu sehen. Obwohl der Rebbe körperlich immer noch am Eastern Parkway 770 in Crown Heights / New York lebt und keineswegs starb, müssen wir auf den Moment warten, in welchem er sich als Meschiach offenbart. Soviel vorerst zu Chabad und ich werde im laufe dieser Woche noch mehr zum "Gimmel Tammuz" berichten. 

Die Chabad – Inhalte warfen mir zu viel Meschiach und so wendete ich mich einem meiner chassidischen Lieblingskommentatoren, dem SHEM MI'SHMUEL zu, welcher da einen bemerkenswerten Kommentar zum TAMMUZ liefert.

Zu der Zeit als Adam und Eva (Chava) noch im Paradies weilten und von dem berühmten Apfel aßen, ruinierten sie sozusagen den menschlichen Sinn des Augenlichtes. Das SEHEN wurde in untere Level gezogen und sobald dies geschieht, bedarf es, kabbalistisch betrachtet, eines Tikun (Reparatur). Dies geschieht indem ich meine Sehkraft für etwas Positives benutze. Adam und Eva hingegen schauten gierig auf den Apfel, um ihn dann zu verspeisen. Indem sie den Apfel anschauten, wollten sie ihn haben. Die Gier stieg in ihnen auf und somit setzten sie ihre Sehkraft negativ ein.

Remark: Gemäss talmudischer und kabbalistischer Literatur handelte es sich nicht um einen Apfel, den die beiden ersten Menschen da aßen, sondern entweder um eine andere Frucht oder etwas, von dem wir keine Ahnung haben. Die Thora spricht zumeist in der Symbolsprache und der Apfel steht für etwas ganz anderes. Eine Meinung im Talmud lautet, dass die Beiden betrunken waren, andere behaupten, es handele sich um ein uns unbekanntes Konzept. Tatsache ist, dass niemand weiss, was genau die Beiden taten. Ebenso wenig wissen wir, was ein "Baum des Wissens" ist.

Als Adam und Eva den Apfel (oder was auch immer) anschauten, schlich sich bei ihnen die Gier ein und der Sehsinn wurde in einen tiefen spirituellen Abgrund gezogen.

Die Meraglim (Spione), welche uns in der Thoralesung der vergangenen Woche begegneten, hatte die Aufgabe, diesen Sehsinn wieder in positive Spähren zu bringen bzw. eine Korrektur des Vergehens von Adam und Eva durchzuführen. Aber was taten sie ? Letzten Endes nutzen sie ihr Augenlicht, um hinterher nur Negatives über Israel zu berichten und verpassten damit die Chance des Tikun. Somit liegt es an allen Juden, die Korrektur durchzuführen. Wie ? Indem wir unsere Augen positiv einsetzen.

Dienstag, Juni 12, 2012

"HaRabbi miLubawitsch - The Rebbe"

B"H

Das Buch gilt bei vielen Leuten als ziemlich kontrovers. Insbesondere bei der chassidischen Gruppe Chabad. 

Es ist zwei Jahre her, seitdem die Autoren Menachem Friedman und Shmuel Heilman das Buch veröffentlichten und ich kann mir vorstellen, dass es auf dem deutschen Markt fast unbekannt sein dürfte. Friedman und Heilman verfassten ein kritisches Buch über die letzten zwei Lubawitscher Rebben: Den sechsten Rebben, Rabbi Yoseph Yitzchak Schneersohn, sowie den siebten Rebben, Rabbi Menachem Mendel Schneerson. Anzumerken sei, dass Rabbi Menachem Mendel der Schwiegersohn des Rebben Yoseph Yitzchak was und daher die Schreibweisen des Nachnamens unterschiedlich geschrieben werden.  


Photo: Miriam Woelke

Der Buchtitel lautet "HaRabbi miLubavitch" (in der hebräischen Ausgabe) und "The Rebbe: The life and the afterlife of Menachem Mendel Schneerson" (in der englischen Ausgabe). Das Buch rief eine hohe Kontroverse hervor, da es sich eingehend mit dem fast "säkuleren" Lebensstil des Rebben Menachem Mendel befasst. Und zwar zu der Zeit als er an den Unis in Berlin und Paris studierte. Außerdem: Wie kam es dazu, dass Chabad – Lubawitsch von einer kleinen unbedeutenden chassidischen Gruppe zu einem der größten Unternehmen aufsteigen konnte ?

Vor ein paar Tagen kaufte ich mir die hebräische Buchausgabe, doch wer in englischer Sprache nachlesen will, der kann dies HIER tun!

Weitere Links:



Ich werde das Buch lesen und hier auf Hamantaschen sowohl als auch auf meinem englischen Buch einige Inhalte diskutieren.

Montag, Juni 04, 2012

Chabad Ramat Aviv darf nicht in die örtliche Shopping Mall


Der heutige Artikel in der israelischen tageszeitung MA'ARIV

Photo: Miriam Woelke
B"H

Laut der israelischen Tageszeitung MA'ARIV (sowie anderweitiger Presseberichte), dürfen die Chabad (Lubawitsch) Chassidim ab sofort keinen Tefillinstand mehr in der örtlichen Shopping Mall aufstellen. Bisher hatten Kunden sowohl als auch Ladenbesitzer den Chabad – Stand genutzt, um ihre Tefillin (Gebetsriemen) zu legen, doch dies scheint nun vorbei zu sein.

Das Legen der Gebetsriemen ist ein vorgeschriebenes morgentliches Ritual im Judentum. Jüdische Männer legen ihre Tefillin basierend auf Thora sowie der Halacha. Die chassidische Gruppe Chabad (Lubawitsch) legt hohen Wert darauf, Outreach zu betreiben und baut seit vielen Jahren öffentliche Stände an Flughäfen, in Fussgängerzonen oder auf Märkten an, wo jüdischen Männern, die normalerweise nicht jeden Tag Tefillin legen, dies nachzuholen. 

Gestern nachmittag kam der Ramat Aviv Chabad Rabbi, Rabbi Mordechai Wober, wie gewohnt zur Shopping Mall der noblen Ramat Aviv Mall, um drinnen seinen Tefillinstand aufzubauen. Zu seiner Überraschung verweigerte ihm der Wächter am Eingang den Zutritt. Rabbi Wober ging zu einem anderen Eingang und auch hier wurde er am Eintritt gehindert. Letztendlich gelang es dem Rabbi jedoch, die Mall zu betreten, denn Passanten hatten sich lautstark für den Rabbiner eingesetzt.

Die offizielle Stellungnahme der Ramat Aviv Mall: Die Ramat Aviv Mall heisst jeden Besucher willkommen. Egal, welche Hautfarbe, welches Geschlecht oder welche Religion er hat. Im Fall Chabad jedoch hatte es seitens vieler Kunden und Ladeninhaber Beschwerden gegeben, denn zahlreiche Leute fühlen sich von den Chassidim bedrängt. Aus diesem Grund hatte die Leitung der Mall die Chabadnikim aufgefordert, in Zukunft auf ihren Stand zu verzichten. Als Kunden aber seien sie jederzeit gern gesehen.

Die Chabad – Niederlassung im Nobelviertel Ramat Aviv (im Norden von Tel Aviv) hat seit Jahren Probleme mit vielen Teilen der Bewohner. Zum einen ist die Niederlassung meschichistisch angehaucht. Bedeutet, dass die Chabadnikim in Ramat Aviv zu denjenigen der Gruppe gehören, welche den letzten Rebben Menachem Mendel Schneerson (gestorben im Juni 1994) als den Meschiach betrachten. Das Herumfahren auf einem gelben Meschiach – Motorrad sowie das Schwenken der berühmten gelben Meschiach – Flagge kommt nicht bei allen Nachbarn gut an. 


Chabad House mit Meschiach - Flagge in Zfat / Nordisrael

Photo: Miriam Woelke


Zudem ist die Mehrheit der Bevölkerung von Ramat Aviv säkuler, wenn nicht sogar der eigenen Religion nicht gerade freundlich gesonnen. Chabad also stört den säkuleren Schein. Andererseits veranstaltet Chabad öffentliche Pessach – Sedern, zu der zahlreiche Nachbarn gern und zahlreich erscheinen. Ich selbst nahm vor zwei Jahren an der Pessach – Seder in Ramat Aviv teil.

Für jene, die nicht mit den Örtlichkeiten vertraut sind: Das Chabad House und die eigene Yeshiva (relig. Schule) liegen nur wenige Meter von der Mall entfernt. 

Link:

Nur in Chabad: "Der Weihnachtsmann mit Tefillin"

Mittwoch, Mai 23, 2012

Zfat (Safed) by Night

B"H

ZFAT (SAFED) - die einstige so wichtige Stadt der Kabbalah. Im Mittelalter des 16. Jahrhunderts erlebte die kleine Stadt in Galiläa ihre Blütezeit. Rabbi Joseph Karo (Autor des SCHULCHAN ARUCH), Rabbi Shlomo HaLevi Alkabetz (Komponierte den Schabbat Song LECHA DODI), Rabbi Moshe Cordovero (verfasste Kommentar zum kabbalistischen ZOHAR), Rabbi Yitzchak Luria oder Rabbi Moshe Alshich lebten in der Stadt und sind in Zfat begraben. Morgen werde ich auf den berühmten Friedhof der Stadt gehen und ein paar weitere Photos machen. Bis Freitag früh bin ich noch in der Stadt, in der es gerade dunkel wurde. Mit Freunden aus Zfat war ich Essen und machte auf dem Heimweg zur Unterkunft die folgenden Photos:






Rechts im Hintergrund: Blick auf die Berge von Meron. In Meron liegt der talmudische Rabbi Schimon bar Yochai begraben, der ebenso als Autor des ZOHAR gilt.



Die kleine Einkaufsstraße Rehov Yerushalayim (Jerusalem Street)



Das Chabad (Lubawitsch) Center in Rehov Yerushalayim. Zfat ist voller Mitglieder unterschiedlicher chassidischer Gruppen, wobei die Lubawitscher Chassidim wohl in der Mehrheit sein dürften. Chabad in Zfat ist bekannt dafür, dass die Mehrheit der Mitglieder den letzten Lubawitscher Rebben als den Meschiach betrachtet. Die Zfat – Meschichisten gelten als fanatisch und einmal fuhren einige von ihnen nach Crown Heights (New York) zum Haus des verstorbenen Rebbe Menachem Mendel Schneerson und prügelten auf all jene Chabadnikkim ein, die sich ihnen in den Weg stellten und keine Meschichisten waren. Ein trauriger Part in der Chabad – Historie.

Photo: Miriam Woelke