Freitag, September 24, 2010

Das Dilemma der nichtjüdischen Nachfahren in Israel

B"H

Man stelle sich einen Juden in Israel vor, egal, ob männlich oder weiblich. Besagter Jude sucht eine jüdischen Partner und fällt am Ende fälschlicherweise auf einen Nichtjuden herein.

Vor wenigen Tagen berichtete ich über die Folgen von "Intermarriage - Mischehen zwischen Juden und Nichtjuden". Wer keine jüdische Mutter hat oder nicht orthodox zum Judentum konvertierte, ist kein Jude. Demzufolge sind die Kinder aus einer solchen Intermaariage, wenn die Mutter keine Jüdin ist, ebenso keine Juden !

In Israel haben wir mehr als genug solcher Kinder herumlaufen, doch was geschieht, wenn diese zum Teenager bzw. Erwachsenen heranreifen ? Sie suchen Partner und gehen meist ebenso "Mischehen" ein. Je mehr Nichtjuden wir in Israel haben, desto grösser wird die Gefahr der Intermarriage. Nichtjuden verlieben sich in Juden oder wollen partout einen Juden heiraten. Oft geben sie im Vorfeld gar nicht zu, Nichtjuden zu sein. Da gibt sich ein Deutscher namens U als "D. G." aus. Oder ein rumänischer Einwanderer namens Tu... C., dessen Vater Jude ist, die Mutter dagegen nicht, nennt sich T. C.

Die Originalnamen habe ich auf Anraten eines Jurafreundes hinausgestrichen und durch Abkürzungen ersetzt !

Wer als Außenstehender kommt da nicht ins Schleudern und hält diese Leute fälschlicherweise für Juden ? Falls es zu einer geplanten Hochzeit kommen sollte, stellt sich spätestens bei der Eheanmeldung auf dem Rabbanut alles heraus. Dann aber meint der Nichtjude, der Jude habe sich so sehr in ihn verliebt, dass die Religion nur noch Nebensache sei.

Eltern, die eine Intermarriage eingehen, denken im voraus nicht an derlei Dramen, doch die Juden sollen es dann hinterher ausbaden.

Kommentare:

  1. Zu diesem Thema ein interessanter Blog: http://rungholt.wordpress.com/

    Das ist eine Frau, die genau in dieser Situation ist, bzw. ihre Kinder...

    Aber trotzdem scheint es bei ihr damit bisher keine Probleme gegeben zu haben...

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  2. B"H

    Probleme gibt es immer, nur fallen sie oftmals nicht unbedingt gleich ins Auge. Allerdings rechne ich es Lila hoch an, dass sie mit ihrer Identitaet offen umgeht und nicht vorgibt etwas zu sein, was sie nicht ist, wie andere in der Blogosphere.

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