Montag, Mai 21, 2012

Mark Zuckerbergs Intermarriage

B"H

Wer es noch nicht mitbekam: Facebook – Gründer Mark Zuckerberg heiratete dieser Tage sein langjährige Freundin Priscilla Chan. Die traurige Bedeutung dieser Hochzeit liegt in der Tatsache, dass wieder einmal ein Jude eine Nichtjüdin ehelichte, denn Priscilla Chan ist Amerikanerin chinesischer Herkunft. 

Wieder einmal werden die Kinder aus einer solchen Ehe keine Juden mehr sein und eine weitere Generation geht dem Judentum völlig verloren. Zuckerberg ist kein Einzelfall, sondern eine weitere traurige Tatsache: Ein extrem hoher Anteil der Diaspora – Juden heiratet Nichtjuden. Ist in solchen Ehen die Frau keine Jüdin mehr, so werden die Kinder auch keine Juden mehr sein. Dagegen legen die jüngeren Juden Israels nach wie vor einen hohen Wert auf einen jüdischen Ehepartner. 

Mark Zuckerberg lieferte kein gutes Beispiel für die amerikanischen Juden ab und seine Nachfahren werden keine Juden mehr sein. Damit geht seine jüdische Erbschaftslinie mit ihm selbst dem Ende entgegen.

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Rabbi Me'ir Lau: "Mischehen helfen Neonazis !"

Kommentare:

  1. Wird man als nicht-jüdischer Ehepartner in Israel diskriminiert oder gar verachtet/gehasst ?

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  2. B"H

    Das haengt sehr oft davon ab, wo in Israel man lebt. Grob gesagt, in Jerusalem ist die Akzeptanz geringer als in Tel Aviv.

    Hinzu kommt der Freundeskreis sowie die Familie des jued. Partners. Die meisten Familien, die ich kenne, und das sind nicht nur relig. Juden, lehnen einen nichtjued. Partner ab. Allein aus der Tradition heraus sollte der Partner juedisch sein.

    Ist der Freundeskreis relig. und die Familie obendrein, dann wird eine derartige "Ehe" (die ja lt. dem Judentum gar keine ist und auch nicht anerkannt wird) gaenzlich abgelehnt.

    Mal von der Religion abgesehen: Hinter dem Ruecken wird auch bei saekuleren und liberalen Juden gelaestert und wenn es hart auf hart kommt, ist der Nichtjude eben immer Nichtjude. Das klingt hart, ist aber so.

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  3. Danke für deine Antwort!

    Ich meinte weniger im familiären/privaten Umfeld (das ist, glaube ich, dann doch zu individuel), sondern eher im gesellschaftlichen Umfeld?

    Zum Beispiel in der Region Gush-Dan.

    Dinge wie Arbeitsplatz/Jobs/Jobsuche/täglicher Alltag/Behörden/Ämter/öffentliche Institutionen/Bildungseinrichtungen/Versicherungen/Banken/Krankenhäuser/ usw.

    Muss man damit rechnen Probleme zu bekommen, als nicht-Jude, der vorhat dauerhaft in Israel zu leben?

    Existiert soetwas wie "Alltagsrassismus" gegenüber nicht-Juden (westlicher Herkunft) ?

    Danke für deine Tipps!

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  4. B"H

    Mit westlicher Herkunft hat Du es garantiert einfacher als diejenigen aus dem Fernen Osten (sprich den philippinischen Gastarbeitern), Afrikaner, Osteuropaern oder Suedamerikanern.

    Es kommt darauf an, ob Du nur so in Israel lebst und Dich von Touristenvisum zu Touristenvisum hangelst. Dann bist Du eh in Deinen Rechten sehr eingeschraenkt.

    Heiratet ein auslaendischer Nichtjude einen Israeli, so erhaelt der Nichtjude nicht den allgemeinen Einwanderungsstatus und somit auch keinerlei Aliyahrechte wie finanzielle Hilfen. Er kann die Staatsbuergerschaft erlangen, doch in seinem Ausweis bleibt immer der Vermerk NICHTJUDE. Nicht so offen wie frueher, doch anhand eines bei ihm fehlenden Geburtsdatums laut dem juedischen Kalender.

    Beispiel:

    Bei mir steht im Personalausweis neben dem regulaeren Geburtsdatum ebenso das hebraeische. Bei einem Nichtjuden fehlt dies und somit wirst Du auf jedem Amt oder wo immer Du den Ausweis zeigst, auch als Nichtjude erkannt.

    Nachteile kann das sicher bringen und die Leute sind nicht immer so freundlich. Vor allem dann nicht, wenn Du, z.B., auf einen relig. Arzt triffst und der erkennt, dass Du einen Juden geheiratet hast, selbst aber kein Jude bist.

    An der Tatsache, dass Nichtjuden, die mit Israelis verheiratet sind, oft boes angegangen werden, wird sich auch in Zukunft nicht aendern. Auch fragen sich die Israelis in dem Fall, was Du eigentlich in Israel zu suchen hast.

    Alltagsrassismus ? Gibt es sicher. Aber der beginnt schon dort, wenn ein aschkenazischer Jude einen Jemeniten von oben herab anschaut.:-)

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