Dienstag, Dezember 06, 2011

Backrezept: Chanukkah Sufganiot




Sufganiot am Jerusalemer Machane Yehudah Markt in der vergangenen Woche.

Photos: Miriam Woelke
B"H


Am Abend des 20. Dezember beginnt das jüdische Chanukkahfest und viele Leser halten jetzt schon nach dem passenden Backrezept Ausschau. In Israel sind sie schon seit einiger Zeit wieder im Handel, die traditionellen Sufganiot (Krapfen, Berliner). Je nach Füllung kosten sie zwischen 3 - 8 Schekel (ca. 60 Cent 1,50 Euro).


Hier erst einmal ein Rezept aus der Bäckerei, in der ich bis vor einem Jahr zu arbeiten pflegte:


1 kg Mehl (Vollkornmehl)

Eine dreiviertel Tasse Zucker

1 Teelöffel Salz

2 Eier

2 Eßlöffel Cognak

Eine halbe Tasse Olivenöl

60 g Hefe

Das ist alles. Man kann die Sufganiot ganz normal im Backofen backen. 20 Minuten lang bei 160 Grad. Meistens aber werden die Sufganiot in einer Pfanne oder einem Topf voll Olivenöl gedünstet. Heisst, sie müssen darin schwimmen. Die Füllung wird hinterher reingespritzt. In der Bäckerei verwenden wir überwiegend Dattel - Apfel - Füllung. Je nachdem kann man die Sufganiot noch mit Olivenöl, Puderzucker, Honig, etc. bestreichen. 

Der Cognak verursacht übrigens, dass das Olivenöl vom Teig besser aufgesaugt wird. 

Viel Spaß beim Backen und gutes Gelingen !!!

Ist der Schach - Champion GARRY KASPAROV Jude ?

B”H 

Garry Kimovich Kasparov wurde unter dem Namen Garry Kimovich Weinstein am 13. April 1963 in Azerbaidshan geboren. Seine Mutter war Armenierin und sein Vater war Jude. Demnach ist Kasparov kein Jude, da er keine jüdische Mutter hat.

Tel Avivs Grosse Synagoge


Photo: Miriam Woelke

Sonntag, Dezember 04, 2011

Ist der Schauspieler DAVID SCHWIMMER Jude ?

B”H 

Wir alle kennen den US – Schauspieler DAVID SCHWIMMER aus der Sitcom “FRIENDS”, wo er die Rolle des Ross Geller spielte.  

Ist David Schwimmer Jude ? 

Schwimmer wurde am 2. November 1966 in New York geboren. Seine Eltern sind die Rechtsanwälte Arthur and Arlene Colman Schwimmer. Beide Elternteile sind Juden und somit ist David Schwimmer Jude.

Weihnachten und Sylvester in Israel ?

B”H 

Alle Jahre wieder erhalten ich dieselben Anfragen: 

Nein, in Israel wird normalerweise kein Weihnachten oder Sylvester gefeiert. Insbesondere nicht in Jerusalem. Wenn derlei Feste stattfinden, dann eher privater Natur. 

In Tel Aviv findet man dennoch so manche Sylvesterparty und vielleicht auch ein kleines Feuerwerk.

Synagoge in Ra'anana


Synagoge in Ra'anana (zwischen Herzliya und Netanya)

Photo: Miriam Woelke

Samstag, Dezember 03, 2011

Die Flucht frommer Juden nach Tel Aviv

B"H

Tel Aviv = Sin City

So lautet der Spruch, mit dem viele Israelis die Stadt Tel Aviv identifizieren. Säkuler, vollgepackt mit sündhaftem Verhalten (was immer das auch bedeuten mag) und insgesamt recht seltsam. Ein richtiger Tel Avivi interessiere sich nicht für sein Land, sondern ausschliesslich für sich selbst.

Warum aber kommen dann allwöchentlich Hunderte von frommen Juden ausgerechnet nach Sin City ? Immer donnerstags traben sie an, verbringen die Nacht in billigen Hotels oder Hostels und reisen freitags mittags wieder zurück nach Hause oder in die Yeshiva (relig. Schule). Natürlich ohne ihren Rabbinern und der relig. Umwelt zu berichten, wo sie die letzte Nacht verbracht haben. Das Gegenteil ist der Fall, denn am Schabbat geben viele von ihnen eine Drasha (relig. Ansprache) und lästern nicht selten darin so richtig über Tel Aviv ab.

Wir haben Mitglieder sämtlicher jüd. – relig. Richtungen anreisen: Yeshiva Studenten, zum Beispiel. Die Mehrheit der anreisenden Haredim (ultra – orthodoxen Juden) gehören dem litvischen Movement an. Nationalrelig. kommen eher selten. 

Ein ca. 60 – jähriger Litvak richtet sich mindestens einmal pro Monat in einem bestimmten Etablissement ein. Eine Stunde lang allein in einem angemieteten Zimmer und danach geht er wieder. Das Zimmer ist sein kleines Geheimnis und er kommt jedesmal mit einem der Stadtbusse. Vermutlich aus dem benachbarten Bnei Brak und ich nehme an, dass er Rabbiner ist. Sehr distinguiert schaut er aus und niemand würde je vermuten, dass er ein “Zimmer – Geheimnis” hat.  

Viele Haredim kommen mit ihren kleinen Geheimnissen nach Tel Aviv. Nicht jeder hat vor, sich in den Sündenpfuhl der Stadt zu werfen, sondern sucht einfach ein paar Stunden lang ein Entkommen aus seinem regulären Leben. Frei sein, ohne dass die eigene Gesellschaft kontrolliert, was man tut und wie man sich verhält. Kurzfristig einfach nur das tun, was einem Spass macht und sei es nur im Kaffeehaus zu sitzen und TV schauen. Wer kann schon nonstop fromm sein ? Menschen benötigen einen Ausgleich und oft auch eine Distanz zu ihrem Alltag. Egal, ob jemand einen schwarzer Hut oder eine Perücke trägt (wie verheiratete haredische Frauen), es ist unmöglich, die ganze Zeit über in religiöse Bücher zu schauen.

Es ist nicht immer die Yetzer HaRah (die schlechte Seite in einem jeden von uns) welche selbst fromme Juden auf einen Ausflug nach Tel Aviv führt. Vielmehr ist es die menschliche Sehnsucht nach Freiheit sowie dem Ausleben der eigenen Persönlichkeit. Dies kann einfach nur Kaffeetrinken, spazierengehen oder der Gang zum Strand sein. Und zwar ohne, dass die Umwelt denjenigen sofort richtet, wie es daheim der Fall ist.

Hätten die Haredim nicht ihre regelmässige Flucht in unsere Stadt, würden viele von ihnen in ihrer eigenen Gesellschaft durchdrehen.

Kosherfest 2010

B”H 

Nur als kleine Anregung für das, was im deutschsprachigen Raum vielleicht fehlt. Zugegeben, die Anzahl der Konsumenten wäre wahrscheinlich nicht berauschend, aber warum nicht einmal auch ein “Koscherfest” abhalten wie jetzt im November in New Jersey / USA. Vielleicht in kleinerer Form, aber immerhin ein Anfang !

HIER werden Ausstelleranmeldungen für das nächste Kosherfest Mitte November 2012 (in den USA) angenommen. 

Donnerstag, Dezember 01, 2011

Israelischer Dokumentarfilm über die jüdischen "Taliban" Frauen

B"H 

Eine Dokumentation des israelischen Fersehens über die jüdischen "Taliban" Frauen. Leider nur in hebräischer Sprache !!!

Galut = Diaspora


Chavazelet Street / Ecke Jaffa Road in Jerusalem. Vor wenigen Jahren quetschte sich hier noch der Autoverkehr durch die engen Strassen. Heute ist alles Fussgängerzone. 

Photo: Miriam Woelke

B”H 

In der dieswöchigen Thoralesung “Vayetze” zieht Yaakov in die Galut (Diaspora) und jeder von uns, der nicht in Israel geboren wurde, weiss bestimmt, was das bedeutet. Ich will jetzt keine überschwenglichen Reden schwingen, doch bin ich seit mehr als 11 Jahren immer wieder froh, nicht mehr in der Diaspora zu leben. Mich nicht mehr der Religion wegen rechtfertigen zu müssen. 

Das Leben in Israel ist alles andere als einfach, doch habe ich hier Menschen kennen gelernt, Erfahrungen gemacht und meine persönlichen Lebenswege gefunden, was mir in Deutschland so niemals passierte und auch sicher nie passiert wäre.

Pläne

B”H  

Die Zeit ist in der letzten Zeit etwas knapp geworden und ich komme, aufgrund der Arbeit, zu weniger Research. Wie ich vor einiger Zeit bereits ankündigte, wird sich das innerhalb der nächsten Zeit einiges ändern. Wegen einer Familienangelegenheit durchlaufe ich gerade eine ziemlich nervige Bürokratie. Meinen Job gebe ich in ca. 1 – 2 Monaten auf und konzentriere mich dann auf ganz andere Perpektiven, die mir wiederum ermöglichen, dass auf meinen Blogs viel mehr Inhalte zu lesen sein werden. 

Was ich unbedingt in der kommenden Woche erwähnen will, ist der Jahrestag des Massakers im Chabad – Haus von Mumbai sowie der Sorgerechtskampf zweier Familien um den kleinen Moische Holtzberg; der kleine Sohn des Chabad – Ehepaars Holtzberg, der das Massaker arabischer Terroristen überlebte. 

Ich selber hoffe sehr, dass ich bald in der Lage sein werde, die Bloginhalte wieder intensiver zu gestalten.

Parashat Vayetze - פרשת ויצא


 Hier hatte Yaakov seinen Traum: Auf dem Jerusalemer Tempelberg

Photo: Miriam Woelke

B"H

Die Thoralesung für diesen Schabbat


Die dieswöchige Thoraparasha ist nur so gespickt mit wichtigen Ereignissen und es ist kaum möglich, auf alles im Detail einzugehen. Das berühmtes und am meisten diskutierte Ereignis ist jedoch immer wieder "Yaakov's Leiter - Jacob's Ladder oder im Original - Sulam Yaakov".

Am Ende der vorherigen Thoralesung sandte Yitzchak seinen Sohn Yaakov zu seiner Familie nach Padan (Syrien), um eine passende Ehefrau zu finden. Daheim waren sie nur von den götzendienenden Kanaanitern umgeben und Yitzchak dachte nicht daran, einen von ihnen mit seinem Sohn zu verheiraten. Auch Esav sah sehr wohl, dass sein Vater nichts mit den Canaanitern zu tun haben wollte und um ihn nicht zu verärgern, ging er zu Ishmael und heiratete eine von dessen Töchtern (Raschi).

Die aktuelle Thoralesung beginnt mit dem Fortgang Yaakovs aus Beer Sheva. Zu diesem Zeitpunkt war Yaakov schon 63 Jahre alt. Das Alter dürfte bei ihm eine geringere Rolle gespielt haben, denn heisst es doch im Talmud Traktat Bava Metziah 84, dass Yaakov die absolute Schönheit von Adam besaß.

In der Thora heisst es, dass Yaakov Beer Sheva verliess und nach Haran (Syrien) ging.
Schon allein dieser erste Satz der Lesung verursacht unzählige unterschiedliche Kommentare und Meinungen. Zuerst einmal heisst es "Vayetze - Er verliess Beer Sheva" und kurz darauf heisst es "er ging nach Haran".

Bedeutet der Satz, dass Yaakov sofort nach Haran ging und sich dort befand als er sich zum Schlafen hinlegte oder befand er sich mitten auf dem Weg ? Die bekanntesten und weitverbreitetesten Meinungen lauten, dass Yaakov Beer Sheva verliess, dann irgendwann der Abend einbrach und er sich zur Rast entschloß. Und das nicht an irgendeinem Platz, sondern genau auf dem heutigen Tempelberg Har HaBait. Schon zur damaligen Zeit besaß der Tempelberg eine einmalige Bedeutung, denn von seinem Staub wurde der erste Mensch Adam erschaffen und später opferte an der gleichen Stelle Avraham seinen Sohn Yitzchak. Viele Kommentare lassen verlauten, dass sich auf dem Tempelberg das "Tor zum Himmel" befindet. Der berühmte Kommentator Raschi sagt, dass sich der himmlische Tempel genau über dem irdischen befindet.

In der Chassidut sowohl als auch der Kabbalah gibt es das Konzept, dass alles Irdische seinen spirituellen Gegenpart in der "Oberen spirituellen Welt" hat. Das obere Gegenstück hält durch seine Anwesenheit das untere am Leben. Juden warten auf den Meschiach und die Erbauung des Dritten Tempels und wie der Rambam (Maimonides) kommentierte, steht der Dritte Tempel spirituell schon im Himmel parat und braucht nur noch herunterzukommen.

Während Rabbi Samson Raphael Hirsch noch eine sehr rationale Meinung vertritt, sehen chassidische Kommentatoren den Wegzug Yaakovs aus seiner Heimatstadt Beer Sheva als einen Übergang zu viel höheren Leveln im Leben. Laut Rabbi Hirsch bedeutet der Auszug die Loslösung Yaakovs von der elterlichen Fürsorge und den Beginn seines eigenen unabhängigen Lebens. Der chassidische Rabbi Elimelech von Lejansk, schreibt jedoch in seinem Buch "Noam Elimelech", dass Yaakovs Leben in Beer Sheva ein Level war und er durch seinen Fortzug zu einem höheren Level aufsteigt. Genau das sollte auch unser Ziel im Leben sein. Niemals sollen wir meinen, auf einer Stelle verweilen zu müssen und stattdessen sollten wir ständig nach mehr Perfektion streben. Schon die kleinste Anstrengung allein bringt uns dem Ziel näher.

Yaakov war unterwegs und plötzlich wurde es Abend und die Sonne ging unter. Er betete sein Abendgebet (Maariv), sammelte einige Steine ein und legte sich schlafen. Und abermals sieht die Chassidut (Chassidismus) in diesen Worten versteckte Metaphern. Rabbi Naftali Zvi Horowitz von Ropschitz sieht die "Nacht" als eine Metapher für die kommende Diaspora (Galut) Yaakovs. Das "Licht G - ttes" wird in der Diaspora schwächer und von daher muß sich jeder Jude G - tt noch mehr zuwenden. Sprich, durch Gebet und heutzutage auch durch ein Leben nach der Thora.

Yaakov sammelt Steine und legt sie unter seinen Kopf.
Hierbei ist wieder einmal auf das hebräische Original zu achten, denn als er sammelt, heisst es Steine und als er erwacht heisst es "der Stein unter seinem Kopf ". Wie ist aus den vielen Steinen plötzlich nur ein einziger Stein geworden, fragt die Gemara im Talmud Traktat Chullin 91b. Die Midrash Rabbah sowie der Kli Yakar geben uns den Hinweis, dass es sich um 12 Steine handelte. Die genaue Anzahl von 12 stellt symbolisch die Anzahl der 12 israelitischen Stämme dar, die von Yaakov abstammen werden. Die Gemara lehrt, dass in der Nacht alle 12 Steine zu einem zusammenschmolzen. Zwölf verschiedene Stämme machen ein Ganzes aus; nämlich das jüdische Volk.

Und dann folgt der so berühmte Traum Yaakovs. Eine Leiter kommt vom Himmel herab. An ihrem oberen Ende steht G - tt und auf der Leite selbst steigen Engel auf, nur um danach wieder herunterzusteigen. An dieser Stelle bitte darauf achten, dass sie Engel zuerst aufsteigen und danach heruntersteigen.

Zu diesem Traum gibt es unendlich viele Kommentare und ich beschränke mich darauf, einige der wichtigsten Meinungen wiedergeben. Der Ramban (Nachmanides), z.B., schreibt, dass der Aufstieg eine Zukunftsvision der kommenden Tempel ist. Vom Tempelberg steigen alle Gebete hinauf in den Himmel. Genauso geschah es mit dem Rauch der Opferungen beider Tempel. Allgemein heisst es, dass die Gebete der Diaspora erst nach Israel kommen, dann nach Jerusalem und dann zum Tempelberg, von dem aus sie aufsteigen. Wohin gegen wir in Jerusalem eine Direktleitung zu G - tt haben, da unsere Gebete keine Umwege gehen müssen. Schon allein aus dem Grund ist es wichtig, in Israel zu leben, um einmal einen kleinen zionistischen Einwurf zu starten.

Das kabbalistische Buch Zohar sowie die Mehrheit der Kommentatoren sehen in den auf - und niedersteigenden Engeln den Auf - bzw. Abstieg des jüdischen Volkes sowie der anderen Völker. Erfüllt das jüdische Volk G - ttes Gebote nicht, beweist die Geschichte, dass wir jedesmal bestraft wurden, indem die anderen Völker über uns herrschten. Halten wir uns jedoch an G - ttes Willen, dann stehen wir über den anderen Völkern wie, z.B., zur Zeit König Davids oder König Salomons.

Die Chassidut andererseits sieht den Auf - u. Abstieg als den Versuch des Menschen, zu höheren Leveln im Leben aufzusteigen. Einen weiteren interessanten Aspekt vermittelt der Seher von Lublin, Rabbi Yaakov Yitzchak Horowitz. Er betrachtet den Abstieg als unsere materielle Welt und den Aufstieg als die künftige spirituelle Seelenwelt (Olam HaBah).

In der Thora heisst es, dass G - tt am oberen Ende der Leiter im Himmel stand. Solche Sätze sind natürlich immer eine Metapher und nicht wörtlich zu nehmen, da G - tt weder Form noch Gestalt besitzt. Der Rambam (Maimonides) schrieb dazu gleich einen Kommentar in sein Buch "The Guide of the Perplexed - Der Führer der Unschlüssigen" (1:15). Die Engel seien an dieser Stelle eine Metapher für die zukünftigen jüdischen Propheten und G - ttes "Position" am Ende der Leiter drückt Seine immerwährende Anwesenheit aus.

Eine der wichtigsten Verhaltensmuster in dieser Parasha ist das Verhalten Yaakovs in der Diaspora in Haran. Auch nach all den Jahren assimilierte sich Yaakov keinesfalls. Niemals nahm er an den Schandtaten seines Schwiegervaters Lavan teil oder entfernte sich von G - tt. Da uns die Thora immer etwas lehren will, tut sie dies hier, indem sie auch uns aufzeigt, wie wir in der Diaspora leben sollten. Leider ist der Mut Yaakovs im Laufe der Jahrtausende bzw. Jahrhunderte so ziemlich verloren gegangen und immer mehr Juden meinen, sie müssen genauso sein, wie die anderen Völker auch.

Rabbi Samson Raphael Hirsch nennt einen zusätzlichen wichtigen Punkt. Bevor sich Yaakov nach Haran aufmacht, betet er zu G - tt, dass dieser ihn mit Nahrung versorge. Dieses Verhalten zeigt uns einmal mehr, dass nichts im Leben selbstverständlich ist. G - tt ist für alles verantwortlich und der einzige, der uns alle Wünsche erfüllen kann. Und schon allein aus dem Grund sollen wir zu Ihm beten und nicht allein auf unsere Stärken vertrauen. Die nämlich sind keineswegs unendlich und noch dazu begrenzt.

Schabbat Schalom

"Hachnasat Sefer Thora" - Eine neue Thorarolle hält Einzug in die Synagoge

B”H 

Erhält eine israelische Synagoge eine neue Thorarolle, gibt es immer eine große Feier der jeweiligen Gemeinde. Die letzten Buchstaben der Thorarolle werden feierlich hinzugefügt und danach erfolgt der feierliche Einzug in die Synagoge. Mit Tanz, Musik und gutem Essen. 

Hier seht Ihr wie es normalerweise be idem feierlichen Zug zugeht. 

Mittwoch, November 30, 2011

Die haredische (ultra - orthodoxe) Welt in dieser Woche


Die amerikanische Neturei Karta gegen Gur und Belz

B"H 

Die zwei chassidischen Gruppen Gur und Belz sind aktive Mitglieder der Knessetpartei "Yahadut HaTorah" und haben dadurch auf Israel einen immensen Einfluss. Das allein aber besagt nicht, dass die zwei Gruppen sowohl als auch andere Chassidim, welche die Partei wählen, nun der zionistischen Idee des Staates Israel zustimmen. Ganz im Gegenteil, denn die Mehrheit der Haredim (ultra – orthodoxe Juden) ist gegen den offiziellen Staat Israel, hat sich aber mit ihm arrangiert. Jedenfalls solange bis der Meschiach kommt. 

Durch die haredischen Parteien in der Knesset kommt einiges an Religion in das sonst so säkulere Parlament und so kann von innen heraus Einfluss genommen werden, damit auch die haredische Bevölkerung zu ihrem Recht kommt udn das Land nicht ganz gegen die Religion agiert. 

Die antizionistische Neturei Karta (im Video protestiert die NK Niederlassung in New York) sieht das alles, wie immer, anders und bezichtigt Belz und Gur, mit den Zionisten zusammen zu arbeiten. 


Das Problem ist, dass die Demonstranten von Israel selbst gar keine Ahnung haben !

Das orthodoxe Judentum lehnt die "Taliban" Frauen ab

B”H 

Kaum etwas amüsiert die israelisch – haredische (ultra – orthodoxe) Presse momentan mehr als die sogenannten jüdischen “Taliban” Damen. Eine kleine Gruppe neureligiöser Frauen innerhalb der chassidischen Gruppe Breslov. 

Breslov hat viele Ausrichtungen, doch die einzig verlässlichste ist die der originalen Breslover unter Rabbi Yaakov Me’ir Schechter in Mea Shearim.

November 2011: Alljährliches Chabad - Schluchim Meeting in Crown Heights / New York


Dienstag, November 29, 2011

Das Weihnachtsbusiness in Israel

B"H

Der jüdische Monat Kislev hat gerade erst begonnen und wahrscheinlich sollte ich eher etwas Romantisches verfassen. Ganz zur Stimmung des anstehenden Chanukkah passend. Wenn ich jedoch die folgende, eher negativ ausfallende Story verfasse, so heißt das nicht, dass ich nur negativ denke. Das Gegenteil ist der Fall und ich bin alles andere als ein negativer Mensch. Vielmehr meine ich, dass Juden mehr zu ihrer eigenen jüdischen Identität stehen sollten, anstatt woanders zu graben und schlimmstenfalls verloren zu gehen. 

Hunderte säkulerer Juden in Israel feiern Weihnachten, Nicht etwa wegen der christlichen Religion, sondern einfach so. Ein dekorierter Baum, ein tolles Festessen und die gemütliche Stimmung, das sei doch toll. Deswegen konvertiert man doch noch lange nicht zum Christentum. Zu viele Israelis wollen so sein wie alle anderen Nationen der Erde und sie haben die Schnauze voll von ihrem eigenen Judentum, was sie zu diversen Thoragesetzen verpflichtet. “Lasst uns lieber so sein, wie alle anderen auch und dann gibt es auch keinen Antisemitismus mehr !” Aber Pustekuchen, denn den Antisemitismus werden wir auf die Weise nicht los. Dabei ist doch bekannt, dass der Antisemitismus bis zur Ankunft des Meschiach bestehen bleibt. Da kann sich so macher Jude zehn Weihnachtsbäume in die Stube stellen. Ein Leser meines englischen Blogs riet den Vers 10 des Propheten Jeremiah (Yimiyahu) zu lesen und damit sei eigentlich alles klar.

Weihnachten steht vor der Tür und gestern kam ich am alljährlichen Weihnachtskitschmarkt im Untergeschoss des Tel Aviver Busbahnhofes vorbei. Weihnachtsmänner, Christbaumschmuck und sonstiger Kitsch. Alles war vertreten. Die Stände werden vorwiegend von Russen geleitet, die da ihre Landsleute oder die philippinischen Gastarbeiter verkaufen. Leider gehören jedoch auch Israelis zur Kundschaft. Hier ein paar Bilder zum Eindruck:






Tel Aviv Zentraler Busbahnhof: Der Weihnachtskitschmarkt in einem Land, in dem die Juden kein Weihnachten feiern.

Photos: Miriam Woelke

19. Jahrhundert: Mehrzahl der Bewohner von Jerusalem waren Juden


Montag, November 28, 2011

Online Verkäufe sind steuerpflichtig

B”H 

Dass, was in mir stets Zweifel aufkommen läßt ist, ob Rabbiner oder relig. Websites / Blogs ihre Einnahmen gesetzgemäss versteuern. Dabei kommt es nicht zu sehr auf das Land an, in dem sie leben. Jedes Finanzamt kassiert gerne ab und wenn Rabbiner / Websitebetreiber oder Blogger Verkaufseinnahmen oder sonstiges erzielen, unterliegen sie der Steuer.

Sonntag, November 27, 2011

Die Edah HaCharedit gegen Yoelish Kroisz

B"H

Wer einmal so richtig lachen will, der schaue sich das Video in einem Artikel auf der haredischen (ultra – orthodoxen) Site “Kikar Shabbat” an. Wie berichtet, fand gestern abend vor dem Haus des lokalen Neturei Karta Oberhauptes des Jerusalemer Stadtteiles Mea Shearim eine Demonstration statt. Grund: Kroisz rechtfertigt die sogenannten jüdischen “Taliban” Frauen, welche in der israelischen Presse nur die “Schal tragenden Frauen” genannt werden.

Es ist schon witzig wie Frau Kroisz die Demonstranten mit Wasser bewirft und wen ruft Yoelish ständig an ? Etwa die “zionistische” Polizei ?

Am Eingang zu seiner Beit Midrasch (Lehrhaus) stehen jedenfalls Bodyguards, die teilweise ihr Gesicht verdecken.

Leserfrage: Bedeutung des hebräischen Alphabetes

B”H  

Ein Leser googelte die Frage nach der Bedeutung des hebräischen Alphabetes und die Antwort darauf ist nicht einfach und kann ganze Bücher füllen. Allgemein gesprochen stehen die hebräischen Buchstaben auch für Zahlen und dies besonders bei Daten und Jahresangaben im jüdischen Kalender. Darüber hinaus können die Wochentage ebenso mit derartigen Zahlenangaben bestimmt werden. 

Beispiel: 

Sonntag – Yom Rishon = Yom Aleph (Nach dem ersten Buchstaben des hebraeischen Alphabetes “Aleph”) 

Montag – Yom Scheni = Yom Beth 

Dienstag – Yom Shlishi = Yom Gimmel 

Mittwoch – Yom Revi’i = Yom Dalet 

Donnerstag – Yom Chamishi = Yom Heh 

Freitag – Yom Shishi = Yom Vav 

Samstag – Schabbat  = Yom Sein

Die zweite Bedeutung der hebräischen Buchstaben ist eine kabbalistische, da G – tt unser Universum mit eben jenen Buchstaben erschuf. Jeder einzelne Buchstabe hat eine bestimmte Bedeutung und baut Verbindungen zu anderen Buchstaben auf. Hierzu gehören auch die Buchstaben der Namen G – ttes. 

Zum Thema der hebräischen Buchstaben bin ich in all den Jahren des Bloggens noch gar nicht gekommen, denn das Thema an sich ist sehr komplex.

Samstag, November 26, 2011

Haredische Demonstration verhindert Massentaufe von Juden durch christliche Missionare


B"H

Es ist mehr als widerwärtig, mit welchen Mitteln christliche Missionare gegen Juden in Israel aufwarten. Ein regelrechter "Chilul Hashem – Verunglimpfung des Namen G - ttes" durch christliche Missionare aller Art, die es auf die Judenmission abgesehen haben.

Heute, am Schabbat, verhinderte eine Demonstration von Haredim (ultra – orthodoxen Juden) sowie der israelischen Anti - Missionsorganisation "Yad Le'Achim" eine geplante Massentaufe jener Juden, welche den christlichen Missionaren zum Opfer fielen. Ort des Geschehens: “Gane’i Ta’arucha (ein internationals Kongreßzentrum) in Tel Aviv.

Christliche Missionare schrecken vor absolut nichts zurück und gerade sie sind es, die jüdische Seelen zerstören, doch deren eigene Seele am Ende selbst zerstört wird.

Mea Shearim: Massenproteste gegen die "Taliban" Frauen

B”H  

In Jerusalems bekannten ultra – orthodoxen Stadtteil Mea Shearim brennen die Mülltonnen in den Straßen. Massenproteste heute abend gegen die jüdischen “Taliban” Frauen und jene Rabbiner, die sie in ihrer Ideologie unterstützen. Derzeit finden Demonstrationen vor der Beit Midrasch (Lehrhaus) des Rabbi Rumpler sowie vor dem Haus des Yoelish Kroisz (von der Neturei Karta) statt.

Rosh Chodesh KISLEV


B"H

Heute abend und morgen feiern wir den Beginn des neuen jüdischen Monat Kislev. Ein neuer Monat stellt jedesmal aufs Neue auch für uns persönlich einen Neubeginn in unserem Leben dar, was uns gleichzeitig immer wieder motiviert, alles besser machen zu wollen.

Fast am Ende des Kislev beginnt das Chanukkah - Fest und in Jerusalem essen wir schon seit jetzt die traditionellen Sufganiot (Krapfen, Berliner), welche uns bewußt machen, dass Chanukkah vor der Tür steht. Suganiot mit allen erdenklichen Füllungen; von der einfachen Marmelade über die Karamelcreme bis hin zum Eierlikör. Alles ist zu haben.

Kislev ist der Monat der "Sicherheit" und des "Vertrauens in G – tt". Die kämpfenden Chashmonaim (Hasmonäer) gegen die griechische Besatzung gaben niemals ihr G – ttvertrauen auf und besiegten so den götzenanbetenden Feind. Gleichzeitig ist Kislev aber auch der Monat des "Schlafes", welcher von Kabbalisten als passives G – ttvertrauen bezeichnet wird. G – tt wird immer über Israel wachen.

Aus dem kabbalisitschen Buch "Sefer Yetzira – The Book of Creation" geht hervor, dass jeder jüdische Monat einen bestimmten Buchstaben, einer Farbe, einem israelitischen Stamm, einem menschlichen Sinn sowie eines Organes symbolisiert.

Das chassidische Buch "Bnei Yissachar" verfügt über eine Reihe genialer Insights zum Kislev. Hier eines davon: Laut Kabbalisten und Chassidim handelt es sich bei dem Licht an Chanukkah um jenes Licht, welches das erste von G – tt geschaffene Licht nach der Welterschaffung (Or HaGanuz) symbolisiert. Dieses Or HaGanuz wurde nach Beendigung des Erschaffungsprozesses von G – tt verborgen und bis heute können wir es nur anhand des Thorastudiums zum Scheinen bringen. An Chanukkah jedoch ist es offensichtlich.

Freuen wir uns auf den neuen Monat Kislev und das baldige Chanukkah – Fest. Der Abend 20. Dezember ist der erste Tag des Chanukkah - Festes.
Die Farbe des Kislev ist blau – violet.
Der Buchstabe ist das SAMECH ס . Die Form des Samech ist ein Kreis, der für die Allgegenwärtigkeit G – ttes steht.
Das Sternzeichen des Kislev ist der Schütze.
Der israelitische Stamm ist Benjamin.
Der menschliche Sinn ist der Schlaf. Wenn jemand das absolute G – ttvertrauen besitzt, dann hat er positive Zukunftsträume, was sich gleichzeitig auch an seiner positiven Lebenseinstellung im Alltag zeigt.
Das menschliche Organ ist der Bauch, der ebenso eine Verbindung zum Schlaf darstellt.
Chodesh Tov – Einen guten Monat Kislev an alle Leser.

Freitag, November 25, 2011

Gedanken zu Parashat TOLDOT



B”H 

Die Thoralesung für diesen Schabbat 

Parashat Toldot (Toldot = Generationen) berichtet uns vom Kampf zwischen Yaakov und Esav. Dem Judentum (Yaakov) und dem späteren Erzfeind der Juden (Esavs Nachfahren, Beispiel: Amalek). Im Judentum heisst es, das die Vorväter jeweils eine besondere Eigenschaft repräsentierten. So stand bei Avraham die Chesed (Güte) im Vordergrund. Er war es, der sämtliche vorbeiziehende Reisende zum Essen in sein Zelt einlud und damit eine unvorstellbare Gastfreundschaft bewies. 

Avrahams Sohn Yitzchak repräsentierte Din (Gericht). Yitzchak war nicht der so gütige Typ, sondern richtete die Menschen gemäss ihrer Persönlichkeit. Auch lud er nicht jeden so einfach ein, sondern zog sich sehr wohl in seinen eigenen Kreis zurück. 

Yitzchaks Sohn Yaakov wiederum repräsentierte Tiferet; sozusagen eine Mischung aus Chesed und Din zugleich. In der Kabbalah gelten all die drei Eigenschaften als “Sefirot” und G – tt erschuf die Welt letztendlich so, dass nicht nur Chesed oder Din allein regieren, sondern Tiferet. 

Ich kann nicht nur ausschliesslich gütig sein, genau so wie ich nicht nur immer richten kann. Beide Eigenschaften müssen zu einer, sich in der Waagschale ausgeglichenen, Einheit verbunden werden. Somit hatte Yaakov ein wenig von Beidem. Auch sonst waren die drei Vorväter recht unterschiedliche Persönlichkeiten und handelten jeweils nach ihrem persönlichen Potential. Nur allzu oft kommt mir dazu die Erzählung des chassidischen Rabbiners Zusha von Hanipol (1718 – 1800), dem Bruder des berühmten Rabbiner Elimelech von Lizhensk, in den Sinn: 

Rabbi Zusha sagte einmal seinen Anhängern, dass, wenn er stirbt und vor G – tt steht, dieser ihn nicht fragen wird, warum er nicht so außerordentlich war wie Avraham, Moshe oder König David. Was G – tt jedoch fragen wird ist: “Zusha, warum warst Du nicht Zusha ?” 

Bedeutet, dass ein jeder Mensch nach seinem Potential handeln sollte. Im positiven Sinne, wobei niemand auf seine Mitmenschen schaut und sich stattdessen auf sein eigenes Tun konzentriert. Mein Nachbar kann so viel Geld besitzen wie er will, ein neues Auto haben oder befördert worden sein. Ich dagegen wurde mit meinem eigenen Ziel und Potential erschaffen und was mein Nachbar erreicht, muss ich nicht unbedingt auch haben. Er hat seine Aufgabe im Leben und ich habe die meine. Deswegen muss ich zusehen, dass ich die Meine erfülle und nicht die Aufgabe eines anderen. 

Link:

Donnerstag, November 24, 2011

Zu Besuch bei Rabbi Yosef Shalom Eliyashiv

B"H 

Zu Besuch im Haus des grossen Halachaexperten Rabbi Yosef Shalom Eliyashiv in Jerusalem. Ebenso ist Rabbi Eliyashiv das spirituelle Oberhaupt der litvisch - haredischen Bewegung.

Koscheres mit Schweinefleischgeschmack



B”H 

Der aschkenazische Oberrabbiner Israels, Rabbi Jonah Metzger, gab bekannt, dass es seit Neuestem eine Gänseleberpastete gibt, die nach Schweinefleisch schmeckt. Alles super koscher und säkulere Juden, die sich sonst des Schweinefleisches bedienen, könnten doch auf das neue Produkt umsteigen. Immerhin essen sie dann koscher, aber ihrem Drang nach dem Geschmack des Schweinefleisches gehen sie gleichzeitig nach. 

Die Thora verbietet den Juden jeglichen Genuss von Schweinefleisch. Ich selber kann mir nicht erklären, warum es Juden gibt, die es unbedingt zum Schweinefleisch zieht. Die Mehrheit meiner Arbeitskollegen in Tel Aviv ißt Schweinefleisch; gekauft von der lokalen Supermarktkette “Tiv Ta’am”. Auf meine Frage an meine Kollegen, warum es denn ncht auch ohne Schweinefleisch geht, bekam ich die Antwort, dass es einfach gut schmecke. Schinken oder ein tolles Kotelett, das wäre doch etwas. Mich zieht es ganz gewiss nicht zum Schweinefleisch und ich brauche auch keinen Geschmacksersatz. Einmal oder zweimal pro Woche ein paar Stückchen Huhn reicht mir völlig aus. 

Manchmal kommt es mir so vor als sei es der Reiz des Verbotenen. Aber wer will, der kann sich ja jetzt an der Gänseleberpastete laben.

Rabbiner haben keinen Freifahrtschein

B”H 

Nur weil sich Rabbiner "Rabbiner" nennen, bedeutet dies noch lange nicht, dass sie allen anderen Juden überlegen sind und mit einem Freifahrtschein ihr Leben bewerkstelligen. Es gibt leider genügend Rabbiner, die alles andere als religiös handeln. Vor allem dann, wenn es um Spendengelder geht. 

Tatsache ist, dass viele religiöse Einrichtungen in Israel auf Spendengelder aus dem Ausland angewiesen sind und viele Rabbiner bzw. Fund Raisers verlieren da schnell ihren Kopf. Geld scheint fast alles zu sein und um den Spendenfluss zu erhalten, wird schon einmal allzu wild um sich geschlagen, wenn jemand dazwischenfunkt.

Die haredische Welt in dieser Woche


Eine der Nachrichten: Der Rebbe der chassidischen Gruppe Belz, Rabbi Issachar Dov Rokeach, fuhr in diesem Jahr nicht wie sonst hinauf in den Norden nach Tiberias, um dort am Grab seines Vaters Rabbi Mordechai von Bilgoraj dessen Yahrzeit (Todesgedenktag) zu gedenken. Stattdessen gedachte der Rebbe in Telshe Stone / ausserhalb von Jerusalem. Gerüchte besagen, der Rebbe sei krank und ihn erwarte eine Beinoperation.

Mittwoch, November 23, 2011

Die größte Bedrohung des jüdischen Volkes

B”H 

Wie wahr ! Unsere heimische linke Presse hetzt fast tagtäglich gegen religiöse Juden im Land und macht Stimmung. Dabei ist Israels größte Bedrohung nicht der Iran, sondern dass zu viele Juden ihr Judentum aufgeben. In unserem eigenen Land zermürben wir uns selbst und meinen, Assimilation an die Völker sei die Lösung der heutigen Moderne. Das Gegenteil ist der Fall und was wir brauchen, ist eine Rückbesinnung auf das Judentum. Nicht, dass jeder plötzlich super fromm wird, aber dass er sich auf seine Identität und Geschichte besinnt.

Hochzeit Faltishan Vien Spinka

B”H

Es gibt unzählige kleinere chassidische Gruppen und das untere Video zeigt eine Hochzeit, die dieser Tage in Brooklyn / New York stattfand. Drei chassidische Gruppen (Faltishan, Vien und Spinka) waren involviert und Braut und Bräutigam wurden miteinander verheiratet. 

Wie kommt es zu all den kleineren chassidischen Gruppen ? 
Es handelt sich um Abspaltungen großer Gruppen sowie deren Familieangehöriger der jeweiligen Rebben. Nicht immer wird sich aus Protest oder im Zorn von einer bestehenden Gruppe abgespalten. Vielmehr kann ein Rebbe mehrere Söhne haben, von denen jeder seine eigene Dynastie gründet. Unter anderem hat die chassidische Gruppe Chernobyl unsaglich viele kleine Abspaltungen (z.B. Skver, Rachmastrivka, Tulna oder Machnovke. Wobei Machnovke ebenso an Belz hängt, denn bei den Rebbefamilien handelt es sich um Verwandte. Abgesehen von der Tatsache, dass zwischen Belz und Machnovke ein interner Krieg herrscht). 


Dienstag, November 22, 2011

Das Kaugummi in der Halacha

B”H 

Wenn sich ein Jude ein Kaugummi in den Mund steckt, benutzt er dabei gewöhnlich den Segen “She HaKol”. Wie aber sieht es aus, wenn er sich ein weiteres Kaugummi in den Mund steckt ? Gilt dabei immer noch derselbe erste Segen oder muss ein neuer gesagt werden ? 

Normalwerweise gilt, dass wenn ein Stück des alten Kaugummis im Mund verbleibt und ein neues hinzukommt, der erste ursprüngliche Segen weiterbesteht. Es bedarf also keines neues “She HaKol” Segen. Wird das alte Kaugummi dagegen ausgespuckt und die Person steckt sich ein neues Kaugummi in den Mund, so muss auch ein neuer Segen gesagt werden.

Sonntag, November 20, 2011

Die EDAH HA'CHAREDIT warnt vor den "Taliban" Frauen


Die antizionistische Dachorganisation “Edah HaCharedit” warnt vor den sogenannten jüdischen “Taliban” Frauen.

Quelle: LaDa'at

B"H 

Manchmal wünschte ich, ich hätte Psychologie studiert und nicht BWL. Dann nämlich würde ich vielleicht verstehen, warum diverse Frauen dazu tendieren, sich Kulten (Hebräisch: כתות - Katot) anzuschliessen. Wie kann es sein, dass eine Frau ihre Freiheit aufgibt, nur um einem Sektenführer bzw. einer Ideologie zu folgen ? Vielleicht bin ich einfach zu unabhängig im Leben als dass ich derlei Frauen begreife.

Anmerkung: Meine hiesigen Ausführungen haben nichts mit der Thora oder dem religiösen Leben zu tun, sondern ich formuliere allgemein !

Wie kann eine Frau nur so dumm sein, sich, u.a., einem Daniel Ambash anzuschliessen ? Ein Beweggrund wäre vielleicht, dass die Frauen in einer finanziellen Notlage sind, einfach auf der Straße stehen und nicht wissen, wohin. Oder wie kommen Frauen plötzlichauf die Idee, sich wie unsere Vormütter Sarah, Rivka (Rebekka), Lea und Rachel zu kleiden ? Wobei ich mir sicher bin, dass sich keine der Vormütter a la "Taliban" Frau kleidete noch sich so extrem verhielt. Die heutigen jüdischen “Taliban” Frauen gehen noch nicht einmal in einen Laden, wenn sich gerade ein männlicher Kunde darin befindet.


Der weibliche Part einer "Taliban" Family in Beit Shemesh. 

Das jüdische Leben kann äußerst facettenreich sein und die Frage ist, wie mache ich einem Außenstehenden klar, wer oder was jüdische “Taliban” Frauen in Israel sind ? Dass sie sich “taliban”ähnlich kleiden. Mit dickem Schal, einer Burka oder sonstigen Körperbedeckungen. Handschuhe tragen sie auch, damit bloß niemand ein Stückchen Haut sieht, denn das ist für die “Taliban” Frauen unzüchtig. Anständig wollen sie sein und dem Vorbild der biblischen Vormütter folgen. Die Frauen legen sich selber strenge Lebensweisen auf, eben weil sie einen höheren Level erreichen wollen. Für sich selbst. 

Die Frauen gehören vorwiegend der chassidischen Gruppe Breslov an. Der Gruppe der Neureligiösen in Breslov und nicht den geborenen originalen Breslover Chassidim von Mea Shearim. Es sind Rabbiner wie Eliezer Berland (der vor kurzer Zeit geistig abdrehte und von einem Sohn weggesperrt wurde) sowie Berlands Spezi, Rabbi Shalom Arush, welche den “Taliban” Frauen den Freifahrtschein geben. Sie befürworten den Kult und eines muss ich immer wieder hervorheben: Berland, Arush und die “Taliban” Frauen haben NICHTS mit den original Chassidim von Breslov zu tun, sondern sind ein neureligiöser Kult !!! 

König David hätte sich über die Talibaninnen kaputt gelacht und selbst die Juden der Ersten und Zweiten Tempelperiode wären sicherlich recht verduzt gewesen, wenn da eine vermummte Gestalt aufgetaucht wäre. Man schaue nur auf die emanzipierte Gattin des talmudischen Rabbi Me’ir, die da den Juden Ratschläge gab und in der Religion bewandert war. Man schaue auf Raschis Töchter oder Dona Gracia.

Ich kenne haredische (ultra – orthodoxe) Akademikerinnen und Rechtsanwältinenn. Wenn G – tt einen Menschen mit einer bestimmten Gabe ausstattet, dann ist es die Aufgabe eben jenes Menschen, diese Gabe zu nutzen. Hat jemand die Begabung zu malen, dann soll er dies tun. Ist jemand sportlich begabt, kann photographieren, schreiben oder sonstiges, dann sollte er sich diesen Bereichen hingeben und mit seinem Können andere erfreuen. G – tt erschuf die Frauen nicht, damit sie allein daheim am Herd stehen oder sich in einen “Taliban” Dress werfen. G – tt will, dass wir leben !

Mir ist klar, dass nicht alle Frauen stark, sondern viele schwach sind. Sie haben nicht gelernt, ihr Leben zu meistern, noch erlernten sie einen Beruf. Aus welchen Gründen auch immer. Demnach gibt es Frauen, die eine Leitfigur in ihrem Leben suchen und dabei stossen sie häufig an die falschen Vorbilder und werden im Nachhinein ausgenutzt. Sekten (Kult) anhänger können sich abwenden und am Ende ist es meist der Sektenführer, der erbärmlich dasteht, denn er versuchte sein Sebstwertgefühl anhand von Schwächeren zu stärken.

Und was sagen jetzt eigentlich die “Taliban” Frauen ? Fragt jemand nach deren Meinung
Auf einem Blog fand ich ein paar Antworten. Offenbar gibt es innerhalb der "Taliban" Frauen – Bewegung ebenso gewaltige Unterschiede und nichts ist einfach so “talibanmässig” wie es aussieht. Einige Frauen sind fanatisch und halten sich an strenge Regeln; andere wiederum nehmen es eher gelassener und ihr Markenzeichen ist ein extra Schal, mit dem sie sich “verhüllen”. 

Wie bereits erwähnt, unterstützen die Neureligiösenrabbiner Berland und Arush den Kult. Hinzu kommt Rabbi Aharon Rumpler, vor dessen Beit Midrash (Lernzentrum) in Ge’ulah (Jerusalem) gestern abend eine haredische Demonstration stattfand. Circa 200 Leute waren dort und demonstrierten gegen den “Taliban” Kult. 


 Die gestrige Demo gegen die "Taliban" Frauen vor der Beit Midrash des Rabbi Aharon Rumpler.


Wer diesen Blog mitverfolgt weiss, dass ich Leute wie Berland und Arush eh gefressen habe, denn sie sind einzig und allein auf das Geld anderer Leute aus und wissen, wie man es denen aus der Tasche ziehen kann. 

Samstag, November 19, 2011

Der christliche “Meschiach” J. im Talmud

B”H 

Rabbi Gil Student stellt eine Zeitthese auf, welche sich mit verschiedenen J.’s im Talmud beschäftigt. Tatsächlich finden wir im Talmud mehrere Erwähnungen eines YESHU HA’NOCHRI – Yeshu, der Nichtjude”. J. wird sozusagen als Nichtjude angesehen, obwohl er dennoch Jude war. Aufgrund seiner ketzerischen Reden und der öffentlichen Hetze gegen die Thora, hegen die Rabbiner im Talmud so ihre eigenen Ideologien, nach denen J. spöttisch als “Nochri” betitelt wird.  

Der Talmud Traktat Sanhedrin 43a lehrt, dass J. lediglich fünf Jünger namens Mattai, Nakkai, Netzar, Buni und Todah hatte. Die im Talmud diskutierten Yeshus entsprechen zumeist nicht dem Juden J. des späteren christlichen Glauben, denn die Zeitunterschiede sind zu gravierend. 

Link:

Die Sache mit dem Gasthaus

Auf den Friedhof am Schabbat ?

B”H 

Ein Leser googelte die Frage, ob es erlaubt sei, am Schabbat den Friedhof zu besuchen. Die Antwort lautet, dass Juden am Schabbat nicht auf den Friedhof gehen, denn ein Friedhof kann in vielen Fällen mit Trauer verbunden sein. Am Schabbat aber sollen wir nicht trauern, sondern den Alltag gedanklich beiseite legen und uns auf erfreuliche Dinge konzentrieren. Dies betrifft, u.a., auch, dass jemand sogar seine finanziellen Probleme vergisst. Jedenfalls solange, bis der Schabbat vorüber ist. 

Während der Zwischenfeiertage an Pessach und Sukkot (Laubhüttenfest) folgen aschkenazische und sephardische Juden unterschiedlichen Bräuchen. Aschkenazim besuchen an den Zwischenfeiertagen keinen Friedhof, Sepharadim hingegen schon.

Darf Essen vor dem Kauf probiert werden ?

B”H 

Rechtlich gesehen mag es ein Problem sein, wenn ein potentieller Kunde an einem Marktstand oder überhaupt Verkaufsstand vorbeikommt und ausliegendes Obst oder anderweitige angebotene Lebensmittel vor dem Kauf erst probieren will. Sind die Weintrauben oder Mandarinen süß oder die Oliven würzig genug ? Normalerweise sollte in einem Laden erst der Verkäufer gefragt werden, ehe man sich bedient. Wie aber betrachtet die jüdische Halacha die Angelegenheit ? Ist es Diebstahl, wenn ich ein oder zwei Weintrauben oder Kirschen esse ? 

Die genau talmudische Quelle muss ich erst suchen, doch glaube ich, dass der Talmud Traktat Bava Metziah (?) diesbezüglich etwas festlegt. Ein potentieller Kunde, welcher ernsthaft beabsichtigt, das entsprechende Kilo Oliven, Kirschen, etc. an einem Stand zu kaufen, darf sehr wohl die Ware im voraus testen bzw. probieren. Kommt jedoch nur so jemand vorbei und will sich umsonst vollstopfen, gilt die Aussage nicht. 


Olivenauswahl auf dem Jerusalemer Machane Yehudah Markt. Oft grabschen Passanten einfach so hinein und angeln sich eine Olive heraus.

Photo: Miriam Woelke

In Israel sieht man besonders auf offenen Märkten Passanten ewig probieren und es ist garantiert nicht immer allzu appetitlich, wenn jeder seine Finger in den Oliven- oder Pommeshaufen steckt und sich etwas herauszieht. Normalerweise sagen die Markthändler nichts, doch wer wirklich einen Kauf beabsichtigt und die beste Ware sucht, der darf lt. Halacha selbstverständlich probieren.

Donnerstag, November 17, 2011

Christliche Friedensaktivisten unterstützen palästinensische Terroristen

B”H

Israel hat gelernt diverse Palästinenser mit Vorsicht anzugehen. Und das ganz besonders an einem Brennpunkt wie Hebron. Im Ausland macht man sich keine Vorstellung davon was es bedeutet, jeden Moment von einem palästinensischen Terroristen in die Luft gejagt werden zu können. Die Gefahr besteht immer und überall. Und dann kommen ein paar europäische Linke, von denen sich, wie im nachfolgenden Video, einige christliche “Friedensaktivisten” nennen daher, und wollen uns allen befehlen, was wir zu tun und zu lassen haben. Leute, die absolut keine Ahnung haben, reisen nach Israel und wissen garantiert alles  besser.