Montag, Oktober 18, 2010

War der Entdecker CHRISTOPH KOLUMBUS Jude ?

B"H


War jener CHRISTOPH KOLUMBUS (1451 - 1506) über den wir alle in der Schule lernen Jude ?


Kolumbus selber gab an, aus Genua (Italien) zu stammen, doch halten sich bis heute diverse Theorien über seine wahren Herkunft. War er nicht doch Spanier oder Portugiese, Pole, Grieche oder sogar Norweger ?


Eine weitere Theorie lautet, Kolumbus sei Jude gewesen, habe sein Judentum jedoch verborgen, denn zur damaligen Zeit herrschten die katholische Kirche sowie deren hauseigene Spanische Inquisition. Der Kirche ging es darum, das Judentum zu eliminieren, denn es wurde zur Gefahr der eigenen kirchlichen Existenz. Würden sich die christlichen europ. christlichen Schäflein zu sehr für das Judentum interessieren und die Kirche hinterfragen, dann könnte dies zu einer Massenkonversion zum Judentum führen, da das Judentum nicht auf Lügen und falschen Thesen basiert. Die Juden mussten weg und das so schnell wie möglich. Wenige Jahre nach der Einführung der Spanischen Inquisition gegen Ende des 15. Jahrhunderts veranlasste das damalige spanische Königspaar Ferdinand II. von Aragon und Isabella von Kastilien neben der Inquisition die endgültige Abschiebung der Juden aus Spanien. Der Erlass erfolgte am 31. Maerz 1492. Unterschrieben vom Herrscherpaar sowie der katholischen Kirche. Die Juden hatten vier Monate Zeit, Spanien entweder zu verlassen oder zum Christentum zu konvertieren.


Viele Jahrhunderte lang erlebte das spanische Judentum eine wahre Blütezeit und brachte unzählige jüdische gelehrte Persönlichkeiten hervor. Die jüdische Kabbalah wurde meist in Spanien geschrieben. Nicht zu vergessen das kabbalistische Buch ZOHAR, welches im Jahre 1290 in Spanien veröffentlicht wurde.


Aber nicht nur in Spanien wollte die Kirche das Judentum eliminieren, sondern genauso in Portugal oder in Italien. Es kam zu Pogromen, Verfolgungen, Morden, Talmudverbrennungen und die jeweiligen Päpste waren eifrig beim damaligen Holocaust bei der Sache. In solch einer Zeit machte es sich gut, zu seiner jüdischen Identität zu stehen. Auf Wikipedia finden wir folgende Infos:






Herkunft aus dem Judentum
Eine Hypothese, die unter anderem von Simon Wiesenthal und Salvador de Madariaga aufgeworfen wurde, besagt, dass Kolumbus seine jüdische Herkunft geheim halten wollte. Als Jude hätte er bei dem katholischen Königspaar Isabella und Ferdinand nie Unterstützung für seine Expeditionen gefunden, da diese die Juden aus Spanien vertreiben wollten. Die von ihnen im Alhambra-Dekret vom 31. März 1492 gesetzte Frist, innerhalb derer alle nicht konvertierten Juden ihr Land verlassen haben mussten, war der 31. Juli. Dies fällt zeitlich eng zusammen mit dem Tag, an dem Kolumbus zu seiner ersten Entdeckungsreise aufbrach.


Zu dieser – womöglich zufälligen – Begebenheit kommt als Indiz hinzu, dass der Entdecker offenbar tiefgehende Kenntnisse jüdischer Gedankenwelt hatte. Des Weiteren setzte sich besonders der „Converso“ Luis de Santángel, der Privatschatzmeister des spanischen Königs, am Hof für Kolumbus’ Pläne ein. Mit hohem persönlichen Einsatz und Risiko gelang es ihm, Königin Isabella noch umzustimmen, die Kolumbus’ Forderungen bereits abgelehnt hatte, und er bot Kolumbus an, einen Großteil der Expedition zu finanzieren. Spekulationen besagen, dass verfolgte Juden, die auch nach der Konversion nicht sicher vor der Inquisition sein konnten, in seine Pläne Hoffnung auf ein Auswanderungsland setzten. Tatsächlich soll sich auf den Kanarischen Inseln und später in den heute zu Kalifornien gehörenden Küstenstreifen zeitweilig eine größere Zahl von Juden und Conversos vor der spanischen Inquisition in Sicherheit gebracht und unbehelligt gelebt haben, bevor ein Edikt die Ansiedlung von Juden auch in den Kolonien verbot.


Festzuhalten ist allerdings, dass es sich hierbei nur um Indizien handelt. Auch der Nachname Colombo, der in Norditalien häufig von jüdischen Familien getragen wird (allerdings nicht ausschließlich, Colombo ist der siebthäufigste Familienname in Italien mit einem Anteil von etwa 0,16 % an der Gesamtbevölkerung) und die jüdischen Vornamen seiner mutmaßlichen Mutter Susanna und ihres Vaters Jacobo, können keine Gewissheit geben. Dafür spricht hingegen, dass er eine Jüdin heiratete und seine zweite Frau, die keine Jüdin war, nicht heiratete. Nach jüdischem Selbstverständnis ist es Juden verboten, Nichtjuden zu heiraten. Sein wahrscheinlicher Geburtsort Genua spricht allerdings gegen diese These, da Juden dort der Zutritt verwehrt blieb. Madariaga begründet seine Theorie überdies zum großen Teil nur mit Kolumbus' Charakter betreffenden antisemitischen Klischees, während sich Wiesenthal auf die Unterstützer von Kolumbus bezieht, die aus dem Judentum konvertierten, den sogenannten Cristianos Nuevos. Zusammenfassend ist zu sagen, dass alle Stationen des Werdegangs von Kolumbus auch nachvollziehbar wären, wäre er Christ gewesen. Kein Indiz deutet zwingend auf jüdische Herkunft.

Die Antwort auf die Frage nach der eventuellen jüdischen Identität von Kolumbus lautet, dass es keine eindeutige zweifelsfreie Antwort gibt. Jedenfalls nicht mehr zu unserer heutigen Zeit. Kann sein, kann nicht sein, dass Kolumbus Jude war.
Bleibt festzustellen, dass das Jahr 1492 nicht nur das Jahr der Entdeckung Amerikas war, sondern bringt das Jahr 1492 eine genauso wichtige Bedeutung für die jüdische Geschichte mit sich: Der Rauswurf der spanischen Juden aus Spanien und somit die Einleitung weiterer neuer Repressalien der Kirche an den Juden.

Sonnenuntergang über Meron




Der Sonnenuntergang über den Bergen von Meron / Nordisrael. 
Der berühmte talmudische Rabbiner, Rabbi Schimon bar Yochai,
liegt in Meron begraben, was den Ort zu einer Art jüdischen
Pilgerstätte macht. Auch ich war
schon mehrere Male am Grab des Rabbi Schimon.
Die Aufnahmen machte ich vom Ort gegenüber:
In der alten kabbalistischen Stadt Safed (Zfat).




Photos: Miriam Woelke



Links:


Rabbi Yisroel Goldberg gibt chassidischen Unterricht in Rehavia

B"H

Der neue Chabad Schaliach, Rabbi Yisroel Goldberg, plant neue Shiurim zum Thema Chassidut:

"The ABC's of Chassidut", where we will explore the background, as well as the soul of the inner dimension of the Torah and Judaism. The class will be held on the 3rd floor of "Yad Tamar" Synagogue, 5 Ha'Ari Street, and will be held from 19:30 - 20:30.


Also, Next Monday, 25.10.10, we will have our first monthly Farbrengen, chassidic gathering. This month it will be held at the home Jay and Miriam Sugarman, 5 Abarbanel. Everyone is invited, and the event is free of charge. It will begin at 19:30. This will be instead of the regular women's class.

Sämtliche Vorträge werden in englischer Sprache stattfinden und sind für Juden gedacht, da Chabad keinen interreligiösen Dialog führt !

Sonntag, Oktober 17, 2010

Antike jüdische Gräber in Galiläa


Ein kleiner Teil des antiken Friedhofs von Zfat (Safed) / Nordisrael.

Photo: Miriam Woelke

B"H

Es ist geradezu faszinierend wieviele antike jüdische Gräber im oberen und unteren Galiläa zu finden sind. Egal, wo jemand hintritt, überall wird unsere Geschichte sichtbar und das sogar zum Anfassen. Bei einem Spaziergang durch Tiberias erblickt man nicht selten eine speziell markierte Höhle oder ein antikes Grab mit blauem Dach. Ein Zeichen dafür, dass hier ein berühmter Rabbiner (meist Tanna - Talmudisch) begraben liegt. Der gleiche Anblick wiederfährt uns in den Bergen um Meron (nahe Zfat).

Samstag, Oktober 16, 2010

Wie ein religiöser Jude seinen Ehepartner (Schidduch) findet

B"H

Ein Chabadnik gab heute im Chabad - Hostel "Ascent" in Zfat einen Schiur (relig. Vortrag) zum Thema "Wie ein religiöser Jude seinen Schidduch (zukünftigen Ehepartner) findet". 

In jüdisch - relig. Kreisen sucht man seinen Ehepartner nicht auf der Strasse oder in der Disco, sondern geht normalerweise zu einem Heiratsvermittler. Der Vermittler sucht dem Suchenden einen Kandidaten und, in der Regel, ruft der Mann die Frau an (fast niemals umgekehrt) und es wird ein Treffen an einem öffentlichen Ort wie Cafe oder Hotellobby vereinbart. Hierbei geht es nicht darum, die grosse Liebe und Romantik zu finden, sondern bei verschiedenen Treffen wird über die jeweiligen Ansichten zur Familienplanung bzw. Lebensziele geredet. Tacheles und passen die Ansichten nicht zusammen, werden neue Kandidaten aufgefahren.

In ganz strengen chassidischen Kreisen geht es noch eingeengter zu, doch die Beschreibung dazu lasse ich momentan etwas beiseite.

Ich persönlich war noch niemals ein Schidduchtyp; jemand der da auszieht und sich mit irgendwelchen Kandidaten trifft und auf "freundlich" macht. Ausserdem glaube ich kaum, dass ein Heiratswilliger anhand weniger Treffen mit einem Kandidaten die wahre Persönlichkeit des Partners ausmachen kann. Was, zum Beispiel, wenn jemand dreckige Unterwäsche hat und das Wort "duschen" ein Fremdwort ist ?

An all diejenigen "Frummies" die da dennoch Interesse haben an dem, was Rabbi Amram Moyal zum Thema sagte, hier eine kleine Zusammenfassung:


1. Jeder sollte den Schidduch - Kandidaten zuerst sehen und erst danach mit ihm telefonieren !

Diese Argumentation kenne ich live von Freunden: 
Wochenlang und manchmal sogar monatelang unterhielten sich zwei Kandidaten amTelefon und dann endlich vereinbarten sie ein Treffen. Sobald sie sich live sahen, kam die grosse Enttäuschung, denn am Telefon hatte man sich anderes vorgestellt.


2. Niemals die Entscheidung, einen Kandidaten zu heiraten, zu schnell fällen !

Der Heiratswillige sollte sich Zeit nehmen und falls beide Parteien zu schnell agieren, darf der Schadchan (Heiratsvermittler) mit kleinen Tricks einschreiten und so tun als ob eine Partei die andere nicht so ganz will bzw. dass bei einer der Parteien nach wie vor Zweifel bestehen. Dies erweckt normalerweise die Neugier des Gegenpart und er beginnt um die Eheentscheidung zu kämpfen.


3. Schau in die Seele des Gegenübers und nicht nur auf die äusserliche Erscheinung !

4. Man achte darauf, dass eine gewisse Einigkeit bezüglich der privaten Interessen besteht bzw. dass die Frau die Rabbiner des Mannes akzeptiert.

5. Sei niemals der Meinung, schlechte Angewohnheiten des Kandidaten nach der Hochzeit ändern zu können!

Donnerstag, Oktober 14, 2010

Schabbat Schalom



B"H

"Schabbat Schalom - Gut Schabbes" aus dem "wilden" Norden an alle Blogleser ! Bis sonntag noch bin ich in Zfat (Safed) und Tiberias !

Haredim und das Internet



Ich machte schon länger die Erfahrung, aber mittlerweile wird es immer offizieller: Mindestens ein Viertel der israel. - haredischen Gesellschaft verwendet das Internet. Und das nicht nur wegen des Entertainments, sondern Hightech - Jobs sind IN. Haredische Büros sind ebenso fast alle dem Internet angeschlossen.

Photo: Chadrei HaCharedim

Brot von einem nichtjüdischen Bäcker



B"H

Wenn an einem Ort kein jüdischer Bäcker ansässig ist, dann darf ein Jude Brot von einem nichtjüdischen Bäcker kaufen. Allerdings ist diese Erlaubnis an verschiedene Bedingungen geknüpft:

a) Das Brot des nichtjüdischen Bäckers darf kein Fett, Fischöl, keine Butter, Milch oder kein Milchpulver enthalten.

b) Das Blech, auf welchem das Brot gebacken wurde, darf nicht mit unkoscherem Fett bestrichen worden sein.

Kauft ein Jude bei einem nichtjüdischen Bäcker, so braucht er die Mitzwah des "Challah - Nehmens" nicht ausführen.

An einem Ort, an dem ein jüdischer Bäcker vorhanden ist, muss das Brot bei ihm und nicht beim nichtjüdischen Konkurrenten gekauft werden. Muss der Jude jedoch eine bestimmte Diät einhalten und nur der nichtjüdische Bäcker ist in der Lage, spezielles Brot dazu anzufertigen, darf das Brot vom Nichtjuden gekauft werden.

Ist ein Jude bei einem Nichtjuden zu Gast und der nichtjüdische Gastgeber serviert selbstgebackenes Brot, so darf der Jude dieses Brot nicht verzehren. War ein Jude am Backprozess beteiligt, muss zur Kaschrutfrage ein Rabbiner konsultiert werden.
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Quelle:

"The New Practical Guide to Kashrut"
by Rabbi S. Wagschal

Limitierungen & Gebet

B"H


Bis sonntag früh weile ich im Chabad Hostel "Ascent" im nordisraelischen Zfat. "Ascent" bietet alles; von relig. Unterricht (Schiurim) hin bis zu organisierten Schabbatot, Trips und individueller Beratung bezüglich des eigenen relig. Lebens.


Was mich allerdings nervt sind die Computer. Jeder darf sie nutzen, doch letztendlich hat der Nutzer (falls er denn seinen eigenen Laptop besitzt) beim Wireless Internet freien Zugang zu allem. "Ascent" baute in seinem eigenen Computersystem soviele unglaubliche Firewalls auf, dass das Internet kaum zu nutzen ist. Youtube oder selbst meine Blogs fallen der Firewall zum Opfer und sind gesperrt. Andere Hostelgäste kommen nicht in ihr Yahoo, da dies ebenso geblockt wird.


Ich sprach mit dem zuständigen Computertypen und der meinte, dass geschehe alles aus Anstandsgruenden. Ansonsten würde sicher so mancher pornographische Movies oder Bildchen ansehen. Andererseits jedoch werden die Hizbollah Homepage oder Al Jazeera nicht geblockt. Da stelle ich mir wirklich die Frage, was hier wo anständig ist.


Da ich momentan zu faul bin, meinen Laptop anzuschmeissen, antworte ich an dieser Stelle auf den Kommentar von s5 zu den Thora Codes:


Rabbi Eli Kaye arbeitet für "Ascent" und versucht die Gäste zu einer Teilnahme an den Codes zu überreden. Einige Leute sind interessiert, andere wieder nicht. Mich, zum Beispiel, interessiert es überhaupt nicht, obwohl Rabbi Kaye mir gestern sämtliche Vorteile auflistete. Man lerne seine inneren Kräfte kennen und könne danach sein Leben orientieren.


Zugegeben, viele Leute hören "Kabbalah" und sind sofort hin und weg. Wer will, der kann Eli Kaye schreiben und er bekommt seine Codes. Hierbei wird genauso das jüdische Geburtsdatum verlangt und bei Konvertiten, soweit mir eine Frau berichtete, verlangt der Computer das Datum der eigentlichen Konversion zum Judentum.


Normalerweise mache ich keine Werbung auf meinen Blogs, doch gibt es immer wieder Leute, die an solchen sogenannten kabbalistischen Methoden interessiert sind. Wer teilzunehmen plant, dem sage ich im voraus: Kostenlos ist die Teilnahme nicht, sondern kostet 150 Schekel (ca. 30 Euro).


Um jedoch auf das Thema "geblocktes Internet" etc. zurückzukommen:
Oft gehen mir die Limitierungen der relig. Welt zu weit. Jemanden zu blocken und ihm alles zu untersagen ist nicht immer der richtige Weg ins relig. Leben, sondern verursacht eher Abschreckung.


Vor wenigen Minuten hatte ich eine Unterredung mit dem "Ascent" Rabbi Mordechai Siev. Er gab einen Schiur darueber, wie im Gebet die g - ttliche Seele und die naturelle (tierische) Seele des Juden verbunden werden. Ein Gebet startet hier, in unserer materiellen, Welt und nicht sofort in der spirituellen Welt. Wir muessen an uns arbeiten und Mitzwot erfüllen. Nur die Spiritualität allein bringt uns nicht weiter. Wir sind keine Engel, sondern G - tt erschuf uns, damit wir in der materiellen Welt unsere Aufgabe erfüllen.


Das Chabat - Konzept zum persönlichen Gebet besteht darin, in der materiellen Welt zu beginnen, und sich dann, wie auf einer Leiter, immer mehr empor zu arbeiten. Beispiel: Morgens aufstehen, Segen sagen, Hände waschen, etwas Thora lernen ... All das hat mit Mitzwaherfuellung zu tun und bereitet uns auf das eigentliche Gebet vor. Somit agieren wir, erreichen einen gewissen Emotionslevel und sind dann bereit zu beten.


Dies alles mag "furchtbar" Chabad klingen, doch andere chassidische Gruppen betrachten derlei Konzepte nicht viel anders. Die Richtige Vorbereitung auf ein Gebet ist sogar schon im Talmud (Traktat Berachot) verankert.

Mittwoch, Oktober 13, 2010

1938: Arabisches Massaker in einer Synagoge in Tiberias



B"H

Das vergessene Massaker:

Im Video gibt ein Augenzeuge jemand betrübt zu, dass heute niemand mehr von dem Massaker an 19 Juden in er Synagoge im nordisraelischen Tiberias spricht. Wer sollte dies auch tun, wo heutzutage überall neue Terroranschlaege stattfinden. Kann man den Menschen zumuten, sich an jedes Massaker verübt an Juden, zu erinnern ?

Das Video ist ausschliesslich in hebräischer Sprache und beschreibt, wie eine Tages eine Gruppe Araber in die Synagoge des idyllischen Tiberias am See Genezareth (Kinneret) stürmte und wild auf die dort betenden Juden schoss. Ganze Familien wurden dabei ausgelöscht. Nach dem Blutbad begannen die Araber euphorisch zu tanzen, zündeten die Leichen an und sangen Hasslieder gegen Juden.

Im Jahr 1938 und noch später waren 1/3 der Bewohner von Tiberias Moslems und 2/3 waren Juden. Immer wieder gab es tödliche Konflikte und die Araber versuchten mehrere Male, die Stadt einzunehmen. Was ihnen jedoch nie gelang.

Parashat Lech Lecha - פרשת לך לך




B"H


Die Thoralesung für diesen Schabbat


"Lech Lecha - Geh zu Dir selbst": G - tt beauftragte Avraham (zu der Zeit hieß er noch Amram, der der Buchstabe der Buchstabe Heh wurde dem Namen erst etwas später hinzugefügt). Avraham sollte Heimat und Familie verlassen und sich in das Land Kanaan aufmachen, wo G - tt ihn und seine Nachfahren zu einer großen Nation machen wollte. Die einfache Interpretation lautet, dass Avraham sich möglichst weit weg von seiner bisherigen Umgebung entfernen sollte.

Dieser erste Satz der Thoraparasha "Lech Lecha" erinnert mich stets daran, wie auch ich auszog, um Aliyah nach Israel zu machen. Nicht nur, dass ich meine gewohnte deutsche Umgebung verliess; gleichzeitig verliess ich genauso ein Stück meiner selbst, um etwas Neues aufzubauen. Ein neues Leben zu beginnen, wobei bei mir die Religion der Aliyahgrund Nummer Eins war und geblieben ist.

Avraham fragte nicht lange zu zog in die Ferne; in ein Land, das G - tt ihm zeigen wollte. Auch wir, die da Aliyah machen, benötigen eine gehörige Portion an G - ttvertrauen. Doch G - tt lehrt uns nicht nur den Auszug in das Land Israel. Ebenso bedeutet Lech Lecha, dass jeder zu sich selbst finde. Herausfinden, wer man eigentlich ist und wo die eigenen persönlichen Prioritäten liegen: Mit welcher Moral oder welchen Prinzipien beabsichtige ich mein Leben zu meistern ?

Nicht jeder kann gerade einmal so Aliyah nach Israel machen und deswegen sollten wir uns auf einen weiteren Punkt konzentrieren, den Avraham uns übermittelt: Er kam aus dem Land "Ur Kasdim", welches mit dem heutigen Süden von Irak identifiziert wird. Inmitten all der dortigen Bewohner, die Nimrod als G - tt anbeteten, schaffte es Avraham zum einzigen wahren G - tt zu finden und den Götzendienst aufzugeben. Sollte dies nicht ein Anreiz für alle in der Diaspora lebenden Juden sein, sich ebenso ihres Glaubens zu besinnen ?

Die beiden Talmud Traktate Nazir 23b und Horayot 10b gehen näher auf das Verhalten Lots (dem Neffen Avrahams) ein. In Sefer Bereschit (1. Buch Moses) 13:10 heißt: "Und Lot erhob seine Augen und sah das gesamte (fruchtbare) Jordantal".
Vor der Zerstörung von Sodom und Gomorrha, versteht sich.

Die Thora lehrt uns , dass die Hirten Lots sowie Avrahams im Dauerclinch lagen und Avraham vorschlug, sich zu trennen, damit die Ausmasse des Streites nicht noch schlimmere Züge annahmen. Daraufhin sah Lot sich um, sah das fruchtbare Jordantal und wollte sich dort niederlassen, obwohl es dort wahrlich zuging wie halt in "Sodom & Gomorrha". All die vergehen und Bestialitäten der dortigen Bewohner schreckten ihn nicht ab, sich ausgerechnet dort niederzulassen. Lot dachte einzig und allein an seinen finanziellen Vorteil und ein tolles Leben. Was er tat war, nur auf die Oberflächlichkeiten zu schauen: Man sieht etwas Schönes und will es haben. Ob es gut für uns ist oder nicht, interessiert in dem Moment weniger. Wir sehen und entscheiden gemäss unserer Augen. Ob das in der Partnersuche ist oder woanders. Schönheit muss sein, selbst wenn sich, z.B. ein Ehepartner, hinterher als Katastrophe erweist.

Genau wie Lot, der in das sündhafte Sodom rannte; einer Stadt, in welcher arme Durchreisende ihrer allerletzten Habe beraubt und dann umgebracht worden sind. Viele meinen, Sodom und Gomorrha seien wegen der dort stattfindenden sexuellen Perversionen von G - tt zerstört worden, doch das stimmt nicht. Der Talmud Traktat Sanhedrin geht da eher auf Mord und Diebstahl ein. Fremde wurden gequält, denn die Bewohner Sodoms wollten alles, nur keine armen lästigen Durchreisenden in der Stadt. Bedürftige hatten dort nichts verloren und man tat alles, um sie fernzuhalten bzw. auszuschalten.

Die o.g. Talmudtraktate sehen in Lot jemanden, der nach den Augen entscheidet und auch dementsprechend handelt. Er sieht, will haben und denkt nicht an das Danach. Indem Lot das sündhafte Sodom als Wohnort aussuchte, zeigte er seinen wahren Charakter (Horayot 10b sowie der Talmudkommentator Maharsha). Die Kommentatoren Raschi und Ramban stimmen dem zu. Anstatt nur nach allem Schönen und Oberflächlichem zu schauen, hätte Lot von Avraham lernen sollen. Außer all dem Äußeren eines Menschen gibt es auch noch einen inneren Kern, der da Seele genannt wird. Und danach sollte man beim Auswahl eines Partners oder von Freunden gehen. Den Menschen kennen lernen und seine Seele erkunden, denn das ist wichtiger als einer Schönheitskönigin ohne Inhalte hinterherzulaufen.

Aus den Reaktionen Avrahams (Zieh hinaus bzw. entferne Dich von negativen Einflüssen) und Lots (Er hob die Augen und "folgte ihnen") lernen wir, wie wichtig es ist, im Leben eigene Massstäbe und eine Moral zu setzen. Bevor wir uns nur nach den Augen und unserem Herzen entscheiden, sollten wir vorher den Verstand einschalten und uns über eventuelle Konsequenzen im Klaren sein.

Es kann ja jeder einmal selbst überlegen, wie oft er in Alltagssituationen nur nach seinen Augen geht und etwas haben will, ohne nachzudenken.

Schabbat Schalom an alle Leser !



Schabbatatmosphäre


Verkauf von "Challot - Schabbatbroten" in Mea Shearim

Personal Kabbalistic Codes

B"H

Ich kenne Rabbi Eli Kaye aus Zfat (Safed) persönlich, habe seine entwickelte Methode jedoch noch nie ausprobiert. Scharlatanerie ist es nicht, denn die Methode erfolgt nach den Ideologien des Baal Shem Tov. 
Kurz gesagt, geht es darum, den eigenen Namen anhand des Geburtsdatums in der Thora zu erkennen. Den jüdischen Namen samt jüd. Geburtsdatum. 
Laut dem Baal Shem Tov steckt jede jüdische Seele in der Thora und wurde daraus erschaffen.
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In the Personal Kabbalistic Codes, developed by Rabbi Eliyahu Kaye, you find the exact place your name is encoded in the Torah. Hence the ability to reveal the reflections of your personality and character traits in the content of the verses and words where the letters of your name where found.

This information serves as a source for advice, direction and guidance to self empowerment, accomplishment, happiness and a better life. Rabbi Kaye’s evaluation is based on the foundation of Kabbalistic teachings, specifically of the Baal Shem Tov, founder of the Chassidic movement.

The Personal Code relates a tremendous meaning to ones name, baring a testimony of our self awareness and ramifications upon our life.

A Personal Kabbalistic Codes session may be done to your convenience in person, over the phone or via video conference e.g. Skype, Google etc...

To make an appointment for a Personal Kabbalistic Codes session or a Lecture/Presentation and further information, Please contact:

Personal Kabbalistic Codes

Rabbi Eliyahu Kaye

Safed Israel

+972 54 84 81002

+972 4 697 3381

aak770@gmail.com

Dienstag, Oktober 12, 2010

Synagoge in Afulah (Nordisrael)


Photo: Miriam Woelke



Montag, Oktober 11, 2010

Von Canaan nach Ägypten

B"H

In der Thora Parashat "Lech Lecha", welche wir an diesem Schabbat in den Synagogen lesen, tut sich eine ungemein interessante Frage auf:

Wenn Avraham so sehr auf G - tt vertraute als dieser ihm befahl, in das Land zu gehen, was Er ihm zeigen werde, zögerte Avraham nicht. Als nach seiner Ankunft in Canaan jedoch eine Hungersnot ausbrach, zog Avraham weiter nach Ägypten, um nicht dem Hungertod ausgesetzt zu sein. Warum vertraute hier Avraham nicht auf G - tt, dass G - tt ihn mit ausreichender Nahrung versorgte, wenn Er ihn schon nach Canaan gebracht hatte ? Würde G - tt ihn etwa einfach so an Hunger sterben lassen ?

Der Ramban (Nachmanides) meint, dass Avraham sündigte, indem er nach Ägypten zog. Avraham hätte auch hier G - ttvertrauen zeigen sollen.

Raschi dagegen kommentiert, dass Avrahams Reise nach Ägypten eine bestimmte Aufgabe erfüllte. G - tt testete Avraham, ob er Ihm auch weiterhin vertraue. Zuerst bringt G - tt ihn nach Canaan und dann erfolgt eine Hungersnot. Avraham aber lehnte sich nicht auf.

Raschi kommentiert weiter, dass es falsch gewesen wäre in Canaan zu bleiben und einfach nur so auf G - ttes Hilfe gewartet zu haben.

Auf den ersten Blick kann die Schlussfolgerung geschlossen werden, dass ein jeder, der sich in Not befindet, sich einfach nur hinzusetzen und Vertrauen in G - tt zu zeigen hat. Die Thora jedoch verlangt, dass ein Mensch handelt und nicht nur auf G - tt wartet, sodass dieser etwas unternimmt. Die aktive Handlung einer Person stellt das individuelle G - ttvertrauen nicht in Frage, denn weiss er doch, dass G - tt ihm helfen wird. Allerdings sollte zuerst die eigene Handlung erfolgen. Was wir nicht dürfen ist dazusitzen und auf ein Wunder vom Himmel zu hoffen.

Sonntag, Oktober 10, 2010

Die "Edah HaCharedit" gegen diverse "Rabbanut - Konversionen"


B"H

Der Name eines Rabbiners wird auf einem aktuellen Pashkevili (Mitteilungsposter) der antizionistischen "Edah HaCharedit" (aus dem ultra - orthodoxen Mea Shearim / Jerusalem) sorgsam verzichtet, doch ist so manchem Betrachter klar, dass es sich hierbei um den sephardischen Oberrabbiner Shlomo Amar handelt.

Zumindest Teile des Jerusalemer Oberrabbinates (Rabbanut) ernennen immer mehr Konvertiten zu Juden, bei denen die halachische Form der Konversion zum Judentum in Frage gestellt wird. Zu Recht, denn einen nichtjüdischer Soldat in der israelischen Armee im Ruckzuck - Verfahren zu konvertieren, ist absolutes Chaos und der Soldat, solange dieser niemals die kleinste Intention zeigte, die Thoramitzwot erfüllen, kein Jude.

Eine Konversion zum Judentum muss orthodox erfolgen oder sie ist ungültig. Aber selbst die Orthodoxie kennt ihre halachischen Grenzen. Auch dies zu recht, denn immer mehr falsche Konvertiten versuchen im Judentum ihr Glück. Meist geht es hierbei um die Erlangung der israelischen Staatsbürgerschaft. Dies haben auch radikale Christen erkannt.


Die Halacha im Talmud Traktat Gerim besagt, dass nur der halachischer Jude ist, welcher im Moment der Mikweh (Ritualbad) die Absicht hatte, die Thoramitzwot einzuhalten. Der RAMBAM (Maimonides, 1135 - 1204) geht sogar noch einen deftigen Schritt weiter: Nur derjenige Konvertit ist wirklich Jude, welcher mindestens ein Jahr lang die Thoramitzwot einhielt.

Am vergangenen Schabbat brachte jemand das Thema auf und nannte ein Beispiel aus den USA. Dort war eine Frau mit dem konservativen Movement konvertiert. Eine Konversion, die, genau wie eine Reformkonversion, von der Orthodoxie nicht anerkannt wird. Die Frau jedoch nahm ihr Ritualbad nach der Konversion in einer orthodoxen Mikweh. Der orthodoxe Rabbiner des kleinen Ortes hatte dem zugestimmt.

Nach einiger Zeit zog die Frau nach Los Angeles um und wollte dort nochmals richtig orthodox konvertieren. Der orthodoxe Rabbiner fragte nach der Mikweh und nach den Fragen / Sätzen, welche der konservative Rabbiner nach der Mikweh sagte. Unglaublicherweise lief bei ihrer konservativen Konversion alles sorgsam halachisch ab. Auch die Sätze des Rabbis nach dem Ritualbad waren einwandfrei und die Frau musste für das orthodoxe Movement nicht noch einmal konvertieren. Im Endeffekt tat sie es dennoch, denn der konservative Rabbiner hatte ihr keinen jüdischen Namen a la "Sarah bat Avraham" oder "Esther bat Avraham" oder was auch immer gegeben.

All der Wirrwarr um die Konversionen in Israel jedoch führen seit einiger Zeit noch zu viel grösseren Verwirrungen. Insbesondere weil das Rabbanut viel zu lax mit den Kandidaten umgeht. Am Ende sind die Kandidaten keine halachischen Juden, aber mit einem Juden verheiratet. Dies wiederum kann Auswirkungen auf die Kinder haben und so kommt es noch zu viel mehr Chaos. Eine verbesserung beim Rabbanut ist noch nicht in Sicht. Andere Einrichtungen, wie die "Edah HaCharedit" hingegen sorgen viel eindringlicher vor.

Ist der Historiker MICHAEL WOLFFSOHN Jude ?

B"H

Ist der in Deutschland lebende Historiker MICHAEL WOLFFSOHN Jude ?

Warum stelle ich die Frage, denn die Antwort dürfte doch verhältnismässig klar sein. Allgemein gesprochen ist das richtig, doch hinter so manchem jüdischen Namen verbirgt sich teilweise ein Nichtjude. Ein Name sowie ein israelischer Pass machen noch lange keinen halachischen Juden aus.

Michael Wolffsohn wurde am 17. Mai 1947 in Tel Aviv geboren. Wolffsohns Eltern waren im Jahre 1939 von Deutschland nach Palästina geflüchtet. Seit vielen Jahren lebt er in Deutschland, hat einen deutschen Pass (und nach Angaben aus der Vergangenheit auf den israelischen Pass verzichtet) und unterrichtet an der Hochschule der Bundewehr in München.

Michael Wolffsohn ist Jude, doch (soweit mir bekannt ist) mit einer nichtjüdischen Frau verheiratet. Ferner soll er zwei Töchter haben, die demnach keine Juden mehr sind. Leider wird auf diese Familienangaben in der Wikipedia verzichtet.

Schabbat Teachings aus Tzfat (Safed)

B"H

Gemeindeleben, das ist es, was die Bewohner der Altstadt des nordisraelischen Zfat (Safed) hervorheben. Fast jeder kennt jeden, man hilft sich oder lässt den Mitmenschen, bei Bedarf, genauso in Ruhe. Jeder Bewohner von Zfat hat seine eigene Geschichte und viele davon sind mehr als interessant.

In der Tat ist die Stadt voll amerikanischer Neueinwanderer, welche sich vorwiegend in der Altstadt niedergelassen haben. Vielerseits relig. amerikanische Juden. Wer sich ausgerechnet in Zfat niederlässt, den erwartet eine relativ niedrige Miete, doch schlechte Jobaussichten, denn es herrscht tote Hose. Kleinstadt pur und das auch noch ohne Kino.

Im Mittelalter war die Stadt zusammen mit dem ca. 30 km entfernt liegenden Tiberias unten am See Genezareth (Kinneret) DAS Zentrum der Juden im damaligen Israel. Zfat tat sich durch seine berühmten Kabbalisten hervor. Rabbi Yitzchak Luria oder Rabbi Moshe Cordovero, zum Beispiel.

Am vergangenen Freitag traf ich gegen mittag in Zfat ein und bleibe hier für genau eine Woche im Hostel der chassidischen Gruppe Chabad.
Egal, ob der Schabbat frühzeitig einbricht (wie im Winter) oder später, die Geschäfte der Stadt sind schon kurz nach mittag geschlossen. Kleinstadtleben halt oder fast schon Dorf. Keineswegs zu vergleichen mit dem Treiben auf dem Jerusalemer Machane Yehudah Markt kurz vor Schabbateinbruch.

In der "Ascent" eigenen Synagoge hielten wir den "Kabbalat Schabbat Service" ab und erhielten hinterher Familien, bei denen wir zum Schabbatessen eingeladen waren. Kurz nach mittag geschah ein Wunder und es begann aus allen Eimern zu regnen. Ungewöhnlich früh im Oktober, aber Israel braucht dringend Regen. Mit dem Regen fiel auch gleich der Strom aus. Kleinstadtleben halt, wobei mich der Stromausfall sofort an meine alten Kibbutzzeiten erinnerte.

Zusammen mit drei weiteren Leutchen wurde ich zu einer Familie in der Altstadt entsandt. Es stellte sich heraus, dass die Familie neben der Synagoge der Lelover Chassidim wohnt und der Hausherr berichtete mir, dass einer der zwei Lelover Rebben aus Bnei Brak an diesem Schabbat in Zfat weile. Ich roch sofort einen chassidischen Tisch und wollte nach dem Essen unbedingt einmal in die Synagoge schauen.

Wir aßen unser Schabbatmahl und wieder begann es zu regnen. "Nur keine Sorge, sagten unsere Gastgeber, in Zfat regnet es zwar viel, doch nie besonders lange. Ihr kommt schon trocken nach "Ascent" zurück. Und so war es dann auch, obwohl der Strom wieder ausfiel und wir im Dunkeln über die kleinen Pflastersteine der Altstadt schwankten und in so manche tiefe Pfütze traten. Vorher jedoch warf ich einen Blick in die Lelover Synagoge, aber dort spielte sich nichts ab und die Chassidim schienen ebenso vor dem Regen nach Hause geflüchtet zu sein.

Unter anderem lernten wir, dass heute die Yahrzeit (Todesgedenktag) des ersten Rebben der Chassidut Ruzhin - Boyan ist. Rebbe Israel von Rizhin lebte seinerzeit in einem schlossähnlichen Gebäude und trug sogar goldene Schuhe. Allerdings hatte er die Schuhsohlen abgeschnitten, um wegen seines Reichtums nicht zu arrogant zu werden. Obwohl er für die Leute den Anschein erweckte, er sei unheimlich reich und trage seinen Reichtum zur Schau, so war er dennoch bescheiden und lief in Schuhen ohne Sohlen herum. Allerdings sei zu erwähnen, dass Rebbe Israel von Rizhin bis heute nicht unumstritten ist, denn die Polizei von Ruzhin (heute Ukraine) beschuldigte ihn am Tode von zwei jungen Männern beteiligt zu sein. Der Rebbe wurde verhaftet, doch entkam und liess sich in einer Nachbarland nieder.

An diesem gerade ausgeklungenen Schabbat lasen wir die Thora Parashat "Noach". Von der Flut und dem Turm von Bavel. Ein "Ascent" Chabad Rabbiner lehrte, dass das Wort "Teva - Arche" ebenso für "Wort" stehen kann. Noach sagte: "Kommt in meine Arche" und anders interprtiert kann dies genauso bedeuten: "Kommt zum Wort" - bedeutet "zur Thora, wo Ihr geschützt seid".

Eli Naiditch von "Ascent" hatte ein gutes und sehr hilfreiches Teaching bezüglich der Aliyah nach Israel parat. Er zitierte den Lubawitscher (Chabad) Rebben, der da seinerzeit sagte, dass ein Jude bei seiner Einwanderung nach Israel nicht nur materielle Theorien im Kopf haben sollte. Die Aliyah verlange gleichsam eine spirituelle Vorbereitung. Nicht immer sollen Neueinwanderer auf ihr materielles Wohl schauen und an allem herummäkeln, wenn es einmal nicht so gut läuft und sie anderes aus ihrem vorherigen Heimatland gewohnt sind. Vielmehr soll jeder Neueinwanderer ebenso die Qualitäten und positive Aspekte Israels erkennen. Nur so wird ein Neueinwanderer richtig glücklich.

Erste Schritte in die JÜDISCHE Meditation

B"H

Shmuel Gavriel Tornek lehrt auf seinem Blog die ersten Schritte in die jüdische Meditation. Grundsätzlich basiert sein Systems auf der chassidischen Chabad - Ideologie; dennoch bemerkte ich, dass er viele Konzepte des leider schon verstorbenen amerikanischen Rabbis Aryeh Kaplan benutzt.

Donnerstag, Oktober 07, 2010

Haredisches (Ultra - Orthodoxes) aus Nordisrael

B"H

Heute morgen kam ich im nordisraelischen Tiberias an. Für die kommenden zehn Tage werde ich zwischen Tzfat (Safed), welche ca. eine Stunde in nördlicher Richtung von Tiberias entfernt liegt, hin und herfahren, um eine Bleibe zu suchen.

Sollte ich nicht lieber in Jerusalem, Bnei Brak oder in Beit Shemesh wohnen, wenn ich schon von der ultra - orthodoxen Gesellschaft Israels berichte ?
Warum, denn hier im Norden ist nicht weniger los ! Immer mehr chassidische Gruppen lassen sich gerade in der Umgebung Tiberias / Meron / Tzfat nieder, denn hier sind die Mieten günstiger als in Jerusalem. Karlin - Stolin ist sowohl als auch in Tzfat sowie in Tiberias vertreten. Momentan richten sie sogar ein neues Center im oberen Teil von Tiberias, in Tiberias Illit, ein. Ferner leben Chassidim der Gruppen Belz, Chernobyl, Zanz, Breslov, Chabad oder Vishnitz in Tzfat (Safed). Selbst die extremen Toldot Aharon planen einen eigenen Stadtteil in Tzfat. Darüber hinaus leben gerade in Tzfat viele Hippie - Carlebachers (Anhänger des verstorbenen Hippie - Sänger Rabbis Shlomo Carlebach). Carlebach ist absolut nicht mein Ding und ich ziehe den richtigen "Hardcore" vor.

Langweilig ist die Gegend im Norden garantiert nicht und demnächst werde ich vermehrt über das Leben im Norden berichten. Nicht nur, weil Irans wirrer Präsident Achmadinejad in der nächsten Woche den Libanon besuchen wird. An der Grenze zu Israel plant er einen Proteststeinewurf gegen die bösen Zionisten nebenan.
Aber von Achmadinejad einmal abgesehen:
Das Leben im Norden hat seine Vorteile ! Man muss sie nur erkennen.

Rosh Chodesh "Mar Cheshvan" - Beginn des jüd. Monat "Mar Cheshvan"



B"H

Morgen (Freitag) + Schabbat beginnt der neue jüdische Monat "Mar Cheshvan. Nach dem feiertagsreichen Monat Tishre'i folgt nun ein Monat, der keinerlei Feiertage enthält - der "Mar Cheshvan".

Der offizielle Monatsname ist "Cheshvan", doch wird der Monat besonders in religiösen Kreisen als Mar (bitter) Cheshvan bezeichnet, eben weil er keinen einzigen Feiertag beinhaltet. Es wird nicht gefeiert und aufgrunddessen sind wir außerstande, besondere Feiertagsmitzwot (Gesetze) einzuhalten. Daher der Beiname "bitter". Nichtsdestotrotz steht auch der Monatsbeginn des Mar Cheshvan für einen neuen Anfang im Leben; wie jeder andere Monatsbeginn auch.

Der jüdische Monat Cheshvan ist der Monat der "Flut Noachs - der Mabul" und gleich in dieser Woche, lesen wir am Schabbat die Parashat Noach (Noah). Die Flut begann am 17. Cheshvan und endete ein Jahr später am 27. Cheshvan. Einen Tag später, am 28. Cheshvan, brachte Noach sein Opfer und G - tt versprach ihm, in Zukunft nie wieder eine Flut zur Zerstörung der Menschheit über die ganze Welt zu bringen (im Talmud sind sich die Rabbiner uneinig darüber, ob die ganze Welt überflutet war oder nur ein kleiner Teil Asiens).

Wie jeder andere jüdische Monat auch, hat der Cheshvan seine eigene Bedeutung und laut der Kabbalah ist die Farbe des Cheshvan violett, das Sternzeichen ist der Skorpion, der israelitische Stamm ist Menasche, der menschliche Sinn ist der Geruch, das Organ sind die Verdauungsorgane und der Buchstabe des Monats ist das NUN.

Da Cheshvan mit keinerlei Feiertagen aufwarten kann, heißt es, dass dieser Monat für den Meschiach "reserviert" ist, denn der wird im Monat Cheshvan den 3. Tempel errichten.

Was aber deutet im Cheshvan auf den Meschiach hin ?
Einer der wesentlichen Erkennungsmerkmale des Meschiach ist der Geruchssinn. Es heißt, dass der Meschiach "riecht und richtet". Unter anderem bedeutet dies, dass der Meschiach anhand einer Art besonderer Prophezeihung (des Geruchs) genau feststellen kann, wer Jude ist und wer nicht. Es kann durchaus sein, dass viele Juden oder Nichtjuden danach recht überrascht sein dürften. Insbesondere jene, die sich bisher für absolute Nichtjuden hielten und über unbekannte Vorfahren verfügen. Als Beispiel sei hier nur die "Spanische Inquisition" oder die Zeit des Holocaustes genannt. Verzweifelte jüd. Eltern brachten ihre Kleinkinder in katholischen Schulen unter und hinterher weigerte sich die kath. Kirche, die wahre Identität solcher Kinder preiszugeben.

Schon ein berühmter jüd. König scheiterte am "Geruchssinn" als er den Rabbinern stolz mitteilte, dass er der erwartete Meschiach sei. Hierbei handelte es sich um Bar Kochba, der mit bürgerlichem Namen Bar Koziva hieß (siehe Talmud Traktat Sanhedrin 93b). Er war unfähig nachzuweisen, dass er der "wahre Meschiach" ist und wurde daraufhin zum Tode verurteilt. Laut der Mischna im Talmud Traktat Sanhedrin 89a wird jeder, der behauptet der Meschiach zu sein und sich hinterher als "falscher Prophet - Navi Scheker" entpuppt, zum Tode verurteilt.

Man könnte demnach meinen, dass Bar Koziva (Bar Kochba) hingerichtet wurde, aber dennoch behaupten die Midrash Eichah und der Talmud Yerushalmi (Jerusalemer Talmud) 4:5 im Traktat Taanit, dass die Römer Bar Koziva hinrichteten. Laut Kommentatoren wurde er nicht direkt von den Rabbis hingerichtet, sondern vielmehr entfernten sich seine Anhänger von ihm und machten Bar Koziva so anfälliger, von den Römern gefaßt zu werden.

Ich wünsche allen einen guten Monat Cheshvan und manchmal ist es gar nicht so schlecht, eine kleine Feiertagspause einlegen zu können.

Chodesh Tov - Einen guten Monat