Dienstag, März 16, 2010

עיני הרנטגן - Rabbi Yaakov Ifergan

B"H

Jüdisch - relig. scheint momentan Hochkonjunktur zu haben. Wenn westliche nichtjüdische Medien oder säkulere israelische Uniprofessoren oder Journalisten berichten, klingt fast alles ein wenig flapsig und falsch interpretiert. Seit einigen Monaten jedoch überrascht uns der israelische TV Sender "Arutz 10" mit nicht schlecht recherchiertem Material. Zwar nach wie vor aus der Sicht von Anfängern, doch immerhin ausgestattet mit Interviews von "vor Ort" und nicht Abkopiertes und Selbstinterpretiertes" aus dem Internet.

Vor wenigen Tagen kam nun Rabbi Yaakov Ifergan an die Reihe. "Ifergan, der New Age Guru" oder, wie er gerne genannt wird, der "Röntgen Rabbi". Letzterer Name deswegen, weil er schon beim Anblick einer Person alles, incl. Schicksal, zu wissen scheint.
Rabbi Yaakov Ifergan wohnt im südlichen Netivot und war, soweit mir bekannt ist, einmal ein Schüler des großen marokkanischen Rabbis "Baba Sali" (Israel Abuchatzeira). Solange, bis sich Ifergan selbständig machte und die Röntgenstrahlen sah. Seither plagt die Kleinstadt Netivot ein ernster Konkurrenzzwist der Familien Abuchatzeira und Ifergan. Leider ist es heute so, dass mehr Juden zu den Ifergans pilgern als zum Grab des Baba Sali nicht weit entfernt.

Ich will Rabbi Ifergan nichts unterstellen, doch ahne ich nie Positives, wenn sich da ein Rabbi an die High Society schmeisst und auf "spirituelle Erleuchtung" macht. Weder die israelische High Society noch der Rabbi bestreiten, dass es neben G - tt auch noch um reichhaltige Spendenzuwendungen geht. Die Reichen meinen, erleuchtet worden zu sein und Ifergan nimmt dankend Bares an. Seine Kontakte machten ihn damit zu einem der meist einflussreichsten Persönlichkeiten Israels.

Nun zeigte Arutz 10 einen Filmreport über den "Röntgen". Leider ist der Bericht nur in hebräischer Sprache und selbst ich muss ihn mir noch anschauen. Eines jedoch steht schon fest: Der TV - Report brach viele Einschaltquoten. Ein Beweis dafür, dass der "Röntgen Rabbi" Freunde und Feinde zu haben scheint. Zumindest will jeder ein paar seiner "Strahlen" sehen.


Kommentare:

  1. Na ja, bis jetzt scheint es mir schon eher Jubelpresse zu sein, dieser Film...

    Besteht aus vielen Amateur-Videos..

    AntwortenLöschen
  2. B"H

    Die Wahrheit bringt aus Ifergan eh niemand heraus. Dazu ist er zu sehr Geschaeftsmann !

    AntwortenLöschen
  3. Na ja, es kommt doch etwas kritisches, aber es wird nicht kritisch dargestellt.
    von Minute 22:30 bis 26:00 (circa) kommt ein Interview mit einem Mann, dem der Rabbi eine Bracha für Kinder gegeben hat.

    Die Frau wurde mit Drillingen schwanger (wahrscheinlich Fruchtbarkeitsbehandlung, aber das wird nicht gesagt). der Arzt empfahl einen Fötus abzutreiben, der Rabbi befahl alle zu behalten, und so kam es.

    Bei der Geburt waren anscheinend Komplikationen, so dass die Aerzte der Frau empfahlen, keine Kinder mehr zu kriegen. Der rabbi sagte, sie sollen sich keine Sorgen machen und so bekamen sie noch zwei Kinder. Juhui, alles ist toll, und so lebten sie glücklich bis an ihr seliges ende.

    Diese Episode finde ich persönlich bedenklich.

    (In meiner Stadt sind vor einigen Jahren in kurzer Zeit zwei Mütter gestorben, weil sie gegen die Empfehlung des Arztes wieder schwanger wurden)

    AntwortenLöschen
  4. B"H

    Ich kenne unzaehlige von solchen Stories. Von zeugungsunfaehige Paare nach einem Segen ein Kind bekamen und so.

    All das macht einen doch erst richtig bekannt.:-)

    AntwortenLöschen
  5. Ach ja, und dann kommt eine etwas kryptische GEschichte in Minute 29

    Seine Schwester, die selber irgend so eine Begabung hat, erzählt:

    "Ein Rosh Yeshiva hat sich Geld auf dem "Grauen Markt" ausgeborgt und ist geschlagen worden"

    Ich frage mich, was da wohl für eine Mafia-Geschichte dahintersteckt.

    Und dann sagt sie ganz offen "Beim Brit von meinem Enkel waren sowohl Polizei-Offiziere als auch Verbrecher anwesend" (in bester Harmonie, natürlich)

    AntwortenLöschen
  6. B"H

    Die Aussage, dass beide Gruppierungen bei der Brit anwesend waren, kann durchaus positiv wirken, denn es zeigt, dass der Rabbi fuer alle da ist.:-)

    Bezueglich der Story mit dem grauen Markt (Schwarzmarkt):
    Vor einigen Monaten fand dieser Skandal in der Gruppe Vishnitz in Jerusalem statt. Ein Verwandter des Vishnitzer Rebben (ich glaube aus der Ernster Family) haute vor der Mafia ab und soll angeblich, laut Geruechten, saekuler in Belgien leben.

    Ob der Rabbi jedoch tatsaechlich Gelder vom Schwarzmarkt pumpte und tatsaechlich saekuler in Belgien lebt, darueber scheiden sich die Geister.

    AntwortenLöschen
  7. Es ist ja nicht sicher, dass das gemeint war.

    Aber diese heiligen-Mafia-connections finde ich schon ganz interessant. soll ja in Italien ganz ähnlich laufen...

    AntwortenLöschen
  8. B"H

    Die Mafia gibt es ueberall ! :-)

    AntwortenLöschen