B"H
Heute kaufte ich mir ein sehr gutes historisches Buch. Es ist auf Englisch und heisst "THE CRUSADERS" - Die Kreuzritter. Der Autor ist Robert Payne.
Ob das Buch in deutscher Sprache erhaeltlich ist, weiss ich nicht.
Robert Payne beschreibt sehr genau die Geschichte und Hintergruende der Kreuzzuege und arbeitete an dem Buch sieben Jahre lang.
Montag, Februar 12, 2007
Was bedeutet Judesein in Deutschland ?
B"H
In Jerusalem betrachtet man Christenmission nach wie vor als etwas Aussergewoehnliches und die Mehrheit kuemmert sich nicht darum, wenn sie von Missionaren angesprochen wird. Selbst wer nicht religioes ist, hat dennoch gewisse juedische Traditionen und will G-tt nicht durch einen Menschen ersetzen.
Vor allem sephardische Juden haben sehr stark verankerte Traditionen. Shabbat ja, auch wenn man vielleicht nach dem Kiddush den Fernseher anstellt. Aber Shabbatkerzen, das traditionelle sephardische Shabbatessen (meistens Kube - kleine Teigtaschen mit Fleisch etc. gefuellt) muss schon sein. Auch sollte die Schwiegertochter bzw. der Schwiegersohn schon juedisch sein.
Die Kaschrut (koscher) spielt bei vielen Israelis, egal ob religioes oder nicht, ebenso eine grosse Rolle.
Die juedischen Traditionen sind immer noch da und Kabbalisten nennen fuehren dies auf die juedische Neshama (Seele) zurueck.
Wie aber schaut es in Deutschland aus ? Was bedeutet das Judentum eigentlich noch fuer die deutschen Juden ? Ist es nur eine Identitaet wie jede andere auch ? Schwenke ich nur einmal die Israelfahne am israel. Unabhaengigkeitstag und sage mir dann, dass ich meine Pflicht erfuellt habe ? Wie sehen die deutschen Juden ueberhaupt ihre juedisch - religioese Identitaet ? Was nicht immer heissen muss, dass jemand streng orthodox lebt, doch zumindest sollte ein jeder wissen, was Judentum bedeutet. Vor allem sollten wesentliche Inhalte der Thora bekannt sein.
Ich war immer sehr froh, wenn ich wieder zurueck in Israel war. Vor allem nach meiner Aliyah. Ich geniesse es in einem Land zu leben, wo die Mehrheit juedisch ist, was den Vorteil mit sich bringt, dass ich mich nicht staendig rechtfertigen muss. Und selbstverstaendlich ist es einfacher in jeden Laden gehen zu koennen und koscher einzukaufen. Oder in den naechsten Buchladen und ich habe saemtliche religioesen Buecher vor mir. Ganz zu schweigen vom Shabbat.
Wer sich etwas mehr mit dem Judentum identifiziert und sich bemueht einiges ueber seine eigene Religion bzw. seine Herkunft zu lernen, bei dem haben es Missionare schwer.
Die Jerusalemer Yeshiva Aish HaTorah, welche unzaehlige Filialen in den USA hat, stellte schon vor einige Jahren eine interessante Statistik auf.
Was passiert im Verlauf der Generationen mit Reform - oder orthodoxen Juden ?
Die Statistik besagte, dass ueber 50% der Reformjuden in den USA einen nichtjuedischen Partner heiraten. Bei Orthodoxen lag die Zahl bei 2%.
Deutschland besteht heute ueberwiegend aus Reformgemeinden, welche die grundsaetzlichen Werte der Thora, heisst G-ttes ewig geltendes Gesetz, fuer ihre Zwecke veraendert haben. So wie es mir halt am besten passt. Was weiss denn G-tt schon von meinem Anspruechen ?
Wer so lebt und seine urspruenglichen Werte verliert, bei dem haben Missionare leichteres Spiel. Aber nicht nur das: Was geben denn solche Leute ihren Kindern weiter ? Welche Identitaet ? Nicht nur in den USA verlassen so viele Juden das Judentum ueberhaupt.
Ich sehe das deutsche Judentum eher als etwas Politisches an. Man vertritt seine Rechte als das Judentum insgesamt, doch mit Religion hat alles nichts zu tun. Die Politik hat die Thora eingeholt. Selbst orthodoxe Rabbiner halten Vortraege in Kirchen oder Kloestern und leider schaut die Realitaet so aus, dass auch zu jenen Vortraegen mehr Nichtjuden als Juden kommen. Und so wurschtelt jeder so vor sich hin. Jeder will im Gemeindevorstand sein und dort angekommen, sollte auch gefaelligst schon die Presse warten. Die eigene Selbstdarstellung hat G-tt verdraengt.
In Jerusalem betrachtet man Christenmission nach wie vor als etwas Aussergewoehnliches und die Mehrheit kuemmert sich nicht darum, wenn sie von Missionaren angesprochen wird. Selbst wer nicht religioes ist, hat dennoch gewisse juedische Traditionen und will G-tt nicht durch einen Menschen ersetzen.
Vor allem sephardische Juden haben sehr stark verankerte Traditionen. Shabbat ja, auch wenn man vielleicht nach dem Kiddush den Fernseher anstellt. Aber Shabbatkerzen, das traditionelle sephardische Shabbatessen (meistens Kube - kleine Teigtaschen mit Fleisch etc. gefuellt) muss schon sein. Auch sollte die Schwiegertochter bzw. der Schwiegersohn schon juedisch sein.
Die Kaschrut (koscher) spielt bei vielen Israelis, egal ob religioes oder nicht, ebenso eine grosse Rolle.
Die juedischen Traditionen sind immer noch da und Kabbalisten nennen fuehren dies auf die juedische Neshama (Seele) zurueck.
Wie aber schaut es in Deutschland aus ? Was bedeutet das Judentum eigentlich noch fuer die deutschen Juden ? Ist es nur eine Identitaet wie jede andere auch ? Schwenke ich nur einmal die Israelfahne am israel. Unabhaengigkeitstag und sage mir dann, dass ich meine Pflicht erfuellt habe ? Wie sehen die deutschen Juden ueberhaupt ihre juedisch - religioese Identitaet ? Was nicht immer heissen muss, dass jemand streng orthodox lebt, doch zumindest sollte ein jeder wissen, was Judentum bedeutet. Vor allem sollten wesentliche Inhalte der Thora bekannt sein.
Ich war immer sehr froh, wenn ich wieder zurueck in Israel war. Vor allem nach meiner Aliyah. Ich geniesse es in einem Land zu leben, wo die Mehrheit juedisch ist, was den Vorteil mit sich bringt, dass ich mich nicht staendig rechtfertigen muss. Und selbstverstaendlich ist es einfacher in jeden Laden gehen zu koennen und koscher einzukaufen. Oder in den naechsten Buchladen und ich habe saemtliche religioesen Buecher vor mir. Ganz zu schweigen vom Shabbat.
Wer sich etwas mehr mit dem Judentum identifiziert und sich bemueht einiges ueber seine eigene Religion bzw. seine Herkunft zu lernen, bei dem haben es Missionare schwer.
Die Jerusalemer Yeshiva Aish HaTorah, welche unzaehlige Filialen in den USA hat, stellte schon vor einige Jahren eine interessante Statistik auf.
Was passiert im Verlauf der Generationen mit Reform - oder orthodoxen Juden ?
Die Statistik besagte, dass ueber 50% der Reformjuden in den USA einen nichtjuedischen Partner heiraten. Bei Orthodoxen lag die Zahl bei 2%.
Deutschland besteht heute ueberwiegend aus Reformgemeinden, welche die grundsaetzlichen Werte der Thora, heisst G-ttes ewig geltendes Gesetz, fuer ihre Zwecke veraendert haben. So wie es mir halt am besten passt. Was weiss denn G-tt schon von meinem Anspruechen ?
Wer so lebt und seine urspruenglichen Werte verliert, bei dem haben Missionare leichteres Spiel. Aber nicht nur das: Was geben denn solche Leute ihren Kindern weiter ? Welche Identitaet ? Nicht nur in den USA verlassen so viele Juden das Judentum ueberhaupt.
Ich sehe das deutsche Judentum eher als etwas Politisches an. Man vertritt seine Rechte als das Judentum insgesamt, doch mit Religion hat alles nichts zu tun. Die Politik hat die Thora eingeholt. Selbst orthodoxe Rabbiner halten Vortraege in Kirchen oder Kloestern und leider schaut die Realitaet so aus, dass auch zu jenen Vortraegen mehr Nichtjuden als Juden kommen. Und so wurschtelt jeder so vor sich hin. Jeder will im Gemeindevorstand sein und dort angekommen, sollte auch gefaelligst schon die Presse warten. Die eigene Selbstdarstellung hat G-tt verdraengt.
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Christl. Missionare,
Judentum
Missionare auf dem Mahane Yehudah Markt
B"H
Vergangene Woche waren christliche Missionare auf dem Mahane Yehudah Markt taetig. Sie kamen als eine Gruppe sogenannter israelfreundlicher Christen und begannen mitten mit Markt zu tanzen. Im Mahane Yehudah ist man so einiges gewohnt und so sagte niemand etwas.
Erst als die Gruppe begann, christliches Missionsmaterial unter den Leuten zu verteilen, wurde man aufmerksam und schmiss sie aus dem Markt.
Vergangene Woche waren christliche Missionare auf dem Mahane Yehudah Markt taetig. Sie kamen als eine Gruppe sogenannter israelfreundlicher Christen und begannen mitten mit Markt zu tanzen. Im Mahane Yehudah ist man so einiges gewohnt und so sagte niemand etwas.
Erst als die Gruppe begann, christliches Missionsmaterial unter den Leuten zu verteilen, wurde man aufmerksam und schmiss sie aus dem Markt.
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Christl. Missionare
Sonntag, Februar 11, 2007
Samstag, Februar 10, 2007
Neue Schilder auf dem Oelberg
B"H
Das Religionsministerium plant neue Schilder fuer Cohanim (Tempelpriester zur Zeit der Tempel) auf dem Oelberg zu installieren.
Zur Zeit des 2. Tempels wurde auf dem Oelberg die sogenannte Rote Kuh (Parah Adumah) von Cohanim verbrannt (wie in der Thora beschrieben).
Auf dem Oelberg sowohl als auch auf dem Tempelberg gibt es Stellen, die nur von Cohanim betreten werden duerfen und heute, wo wir keinen Tempel haben, duerfen eben jene Cohanim diesen Stellen nicht betreten.
Das Religionsministerium plant neue Schilder fuer Cohanim (Tempelpriester zur Zeit der Tempel) auf dem Oelberg zu installieren.
Zur Zeit des 2. Tempels wurde auf dem Oelberg die sogenannte Rote Kuh (Parah Adumah) von Cohanim verbrannt (wie in der Thora beschrieben).
Auf dem Oelberg sowohl als auch auf dem Tempelberg gibt es Stellen, die nur von Cohanim betreten werden duerfen und heute, wo wir keinen Tempel haben, duerfen eben jene Cohanim diesen Stellen nicht betreten.
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Judentum
Freitag, Februar 09, 2007
Falash Mura
B"H
Was genau Falash Mura uebersetzt heisst, weiss ich nicht, denn ich bin der aethiopischen Sprache nicht maechtig. Jedenfalls handelt es sich um Aethiopier, die in der Vergangenheit einmal Juden waren und dann zum Christentum uebertraten.
Genau diese Falash Mura wollen nun Aliyah nach Israel bewilligt bekommen und seit den letzten Jahren gibt es einen politischen Streit, ob man diesen Leuten Aliyah gewaehren soll oder nicht. Die Falash Mura sehen sich immer noch als Juden, doch den israelischen Politikern ist klar, dass es hier um "Wirtschaftsfluechtlinge" geht. Es gibt heute einige Tausend Falash Mura in Aethiopien, die in Israel niemand so recht will. Sie waeren eh ohne jegliche Bildung, Analphabeten und wuerden Israel nur Geld kosten, was nicht vorhanden ist.
Diese Woche schlossen sich auch die israelischen Aethiopier der Regierungsmeinung an, die Falash Mura nicht nach Israel einwandern zu lassen. Aethiopische Rabbiner warnen vor Christenmission. Schon in Aethiopien haetten die Falash Mura versucht, aethiopische Juden zum Christentum bekehren zu wollen. "Wir sind denen entkommen und nun sollen wir sie in unserem juedischen Heimatland wiedersehen ?" so die Meinung eines Rabbiners.
Was genau Falash Mura uebersetzt heisst, weiss ich nicht, denn ich bin der aethiopischen Sprache nicht maechtig. Jedenfalls handelt es sich um Aethiopier, die in der Vergangenheit einmal Juden waren und dann zum Christentum uebertraten.
Genau diese Falash Mura wollen nun Aliyah nach Israel bewilligt bekommen und seit den letzten Jahren gibt es einen politischen Streit, ob man diesen Leuten Aliyah gewaehren soll oder nicht. Die Falash Mura sehen sich immer noch als Juden, doch den israelischen Politikern ist klar, dass es hier um "Wirtschaftsfluechtlinge" geht. Es gibt heute einige Tausend Falash Mura in Aethiopien, die in Israel niemand so recht will. Sie waeren eh ohne jegliche Bildung, Analphabeten und wuerden Israel nur Geld kosten, was nicht vorhanden ist.
Diese Woche schlossen sich auch die israelischen Aethiopier der Regierungsmeinung an, die Falash Mura nicht nach Israel einwandern zu lassen. Aethiopische Rabbiner warnen vor Christenmission. Schon in Aethiopien haetten die Falash Mura versucht, aethiopische Juden zum Christentum bekehren zu wollen. "Wir sind denen entkommen und nun sollen wir sie in unserem juedischen Heimatland wiedersehen ?" so die Meinung eines Rabbiners.
Von Sepharadim, Ashkenazim und Kindern aus juedisch - arabischen Familien
B"H
Die Ueberschrift klingt vielleicht etwas seltsam und lang, doch eines haben alle drei Gruppen gemeinsam: Sie werden diskriminiert. Egal wer man ist, Diskriminierung gibt es immer. Nobody is perfect. Auch ihr oder ich werden diskriminiert.
Die haredischen ashkenazischen Schulen nehmen keine sephardischen Juden auf, worauf die Sepharden ihre eigenen Schulen gruendeten. Fuer ashkenazische haredische Kinder laege es unter ihrer Wuerde mit sephardische Haredim in eine Schule zu gehen. Was sich auch spaeter auf die Suche nach einem Shidduch (Ehepartner) auswirken wuerde.
Die Sepharadim dagegen geben beleidigt oeffentlich im Rundfunk bekannt, dass sie ihre Kinder lieber auf die Uni schicken, anstatt sie mit Ashkenazim in ein Klassenzimmer zu setzen.
Nun gehen die haredische Ashkenazim auch noch untereinander aufeinander los. Ein Kind, dessen Eltern kein koscheres haredisches Handy haben, oder dessen Vater ein blaues anstatt ein weisses Hemd traegt oder die Mutter mit zu kurzen Aermeln herumlaeuft, wird es schwer haben, in haredische Schulen wie Talmud Thora oder Beit Yaakov aufgenommen zu werden. Seit kurzem wurden die Aufnahmebedingungen erschwert.
Um auf die nichtrelig. Bevoelkerung zu sprechen zu kommen: Ausser Russen und Aethiopiern haben es vor allem die Kinder aus den sogenannten Mischehen am schwersten. Jedes Jahr heiraten einige Hundert israelischen Juedinnen Palaestinenser. Vor allem in der Stadt Nazareth liegt der Anteil recht hoch.
Ich will jetzt nicht auf saemtlich entstehende Familienkonfikte eingehen, nur soviel: Die Kinder haben es am schwersten. Keine richtige Dazugehoerigkeit in irgendeiner Gesellschaft. Fuer die einen sind sie Juden, fuer die anderen Araber.
Ich kenne einige Beispiele dafuer. Ein 18 - Jaehriger aus solch einer Ehe arbeitet in einem Jerusalemer Shop in der Jaffa - Strasse. Er hat einen arabischen Vornamen, doch hasst er Araber und wohnt mit seiner Mutter in einem juedischen Stadtteil in West - Jerusalem. Auf der Strasse aber halten ihn Armee und Polizei fuer einen Araber und er hat staendig Probleme seine Herkunft zu erklaeren.
Deutschland steht nicht allein mit seinen Bevoelkerungsproblemen.
Die Ueberschrift klingt vielleicht etwas seltsam und lang, doch eines haben alle drei Gruppen gemeinsam: Sie werden diskriminiert. Egal wer man ist, Diskriminierung gibt es immer. Nobody is perfect. Auch ihr oder ich werden diskriminiert.
Die haredischen ashkenazischen Schulen nehmen keine sephardischen Juden auf, worauf die Sepharden ihre eigenen Schulen gruendeten. Fuer ashkenazische haredische Kinder laege es unter ihrer Wuerde mit sephardische Haredim in eine Schule zu gehen. Was sich auch spaeter auf die Suche nach einem Shidduch (Ehepartner) auswirken wuerde.
Die Sepharadim dagegen geben beleidigt oeffentlich im Rundfunk bekannt, dass sie ihre Kinder lieber auf die Uni schicken, anstatt sie mit Ashkenazim in ein Klassenzimmer zu setzen.
Nun gehen die haredische Ashkenazim auch noch untereinander aufeinander los. Ein Kind, dessen Eltern kein koscheres haredisches Handy haben, oder dessen Vater ein blaues anstatt ein weisses Hemd traegt oder die Mutter mit zu kurzen Aermeln herumlaeuft, wird es schwer haben, in haredische Schulen wie Talmud Thora oder Beit Yaakov aufgenommen zu werden. Seit kurzem wurden die Aufnahmebedingungen erschwert.
Um auf die nichtrelig. Bevoelkerung zu sprechen zu kommen: Ausser Russen und Aethiopiern haben es vor allem die Kinder aus den sogenannten Mischehen am schwersten. Jedes Jahr heiraten einige Hundert israelischen Juedinnen Palaestinenser. Vor allem in der Stadt Nazareth liegt der Anteil recht hoch.
Ich will jetzt nicht auf saemtlich entstehende Familienkonfikte eingehen, nur soviel: Die Kinder haben es am schwersten. Keine richtige Dazugehoerigkeit in irgendeiner Gesellschaft. Fuer die einen sind sie Juden, fuer die anderen Araber.
Ich kenne einige Beispiele dafuer. Ein 18 - Jaehriger aus solch einer Ehe arbeitet in einem Jerusalemer Shop in der Jaffa - Strasse. Er hat einen arabischen Vornamen, doch hasst er Araber und wohnt mit seiner Mutter in einem juedischen Stadtteil in West - Jerusalem. Auf der Strasse aber halten ihn Armee und Polizei fuer einen Araber und er hat staendig Probleme seine Herkunft zu erklaeren.
Deutschland steht nicht allein mit seinen Bevoelkerungsproblemen.
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Haredim,
Israelische Gesellschaft
Donnerstag, Februar 08, 2007
Parashat Yitro
B"H
Die Thoralesung fuer diesen Shabbat
In der dieswoechigen Thoralesung konvertieren Moshes Schwiegervater Yitro sowie die Israeliten. Die Israeliten deshalb, weil sie sich nun verpflichten, die Thora einzuhalten (Maharsha).
Die Thora haelt sich nicht immer unbedingt an die chronologischen Ereignisse und daher gibt es gleich ueber die ersten Saetze in Parashat Yitro vollkommen unterschiedliche Interpretationen. Was genau hoerte Yitro und wann kam er zu Moshe ? Laut Rashi hoerte Yitro vom Auszug aus Aegypten und dem siegreichen Krieg gegen Amalek. Die Mechilta andererseits lehrt, dass Yitro vom Krieg gegen Amalek und den 10 Geboten hoerte. Demnach waere Yitro nach den 10 Geboten zu den Israeliten gekommen und nicht vorher.
Die Konversion Yitros ging relativ leicht von statten. Er bekannte sich zu dem EINEN alles beherrschenden G-tt und damit wurde sein vorheriger Name Yeter in Yitro verwandelt, indem ein Vav am Schluss angehaengt wurde (Rashi und Moshe Alshich).
Am 1. des juedischen Monats Sivan erreichten die Israeliten Har Sinai (den Berg Sinai). Am darauffolgenden Shabbat sollten G-tt ihnen die 10 Gebote geben (Talmud Traktat Shabbat 86b).
Die Midrash Rabbah und der Talmud Traktat Avodah Zarah (Goetzendienst) 2b lehren, dass bevor G-tt die 10 Gebote bzw. die Thora gab, Er alle anderen Voelker befragte, ob sie nicht die Thora haben wollen. Als die Voelker hoerten, dass Diebstahl, Mord oder Goetzendienst verboten waren, lehnten sie die Thora ab. Nur das Volk Israel sagte "Na'aseh ve nishma" (wir werden tun und hoeren). Heisst, wir wollen nicht erst aufgelistet bekommen, was in den 10 Geboten steht, sondern wir tun es, weil Du unser G-tt bist. Die Israeliten wogen bei ihrer Zustimmung keine Vor - und Nachteile ab.
Der Vilna Gaon kommentiert, dass G-tt nur die Oberhaeupter der Voelker befragte und nicht jeden einzelnen. Innerhalb der Nationen gab es jedoch schon den ein oder anderen, der die Thora akzeptiert haette. Die Leute betrachtet der Vilna Gaon als die heutigen Gerim (Konvertiten). Damals hatten sie keine Chance, die Thora zu bekommen, was sie heute nachholen.
Die Gemara im Talmud Traktat Shabbat 87b lehrt, dass die Israeliten einige Mitzwot (Gesetze) aus der Thora schon auf einer ihrer allerersten Stationen in Marah bekamen. Naemlich die Shabbatgesetze, die Gesetze fuer die Rote Kuh (Parah Adumah) und das Zivilrecht (Rashi). Laut Rabbi Hirsch gehoerten dazu auch die Gesetze fuer die Beschneidung (Brit Milah).
Es heisst, dass als G-tt begann, den Israeliten die Gebote vorzutragen, deren Seelen (Neshamot) sie vor Ueberwaeltigung verliessen. Im selben Augenblick wurden sie von G-tt wiederbelebt (Talmud Shabbat 88b).
Ueberhaupt lernen wir an dieser Stelle sehr viel ueber Seelen. Die Israeliten bekamen in jenem Moment vor dem Berg Sinai den hoechsten Seelen - Level, welche sie kurz darauf aufgrund des Vergehens mit dem Goldenen Kalb verloren. Diesen hohen Seelen - Level nennt, unter anderem, der Baal Shem Tov Neshama Yeterah. Genau diesen Zustand erhalten wir mit dem Eintreffen des Meschiach zurueck. In der Zwischenzeit bekommen die Juden jeden Shabbat eine zusaetzliche Seele, welche auch Neshama Yeterah genannt wird. Diese zusaetzliche Seele erhalten wir jeden Freitag und verlieren sie am Mozzaei Shabbat. Daher sind wir am Shabbat spiritueller und mehr mit G-tt verbunden.
Am Berg Sinai erhielten die Israeliten die Thora, welche fuer alle Ewigkeiten (Deuteronomy 13:1, 13:2-4, 29:28) gilt. Alle juedischen Generationen sind zu ihrer Einhaltung verpflichtet. Die Gemara im Talmud Shavuot 39a und Shabbat 146a stellt die Frage, ob denn die kommenden Generationen und Konvertiten vor dem Berg Sinai auch einen Bund mit G-tt eingegangen sind.
Die Gemara und Kommentatoren antworten, dass alle juedischen Seelen vor dem Berg Siani standen (Rokeach). Alle Seelen der folgenden Generationen wurden zu Moshe gebracht (Maharsha). Wir alle haben am Berg Sinai gestanden, bewusst oder unbewusst. In anderen Schriften heisst es, dass seit dem Berg Sinai keine neuen juedischen Seelen mehr erschaffen worden sind, sondern wir alle Reinkarnationen der 600.000 Israeliten sind, die damals die Thora erhielten.
Jede Seele schwoerte damals G-tt, die Thora zu akzeptieren. Wir sind einen direkten Bund mit G-tt eingegangen und benoetigen kein Medium, wie Engel etc., zwischen Ihm und uns (Rabbi Hirsch).
Die Gemara im Talmud Traktat Shabbat 89a lehrt, dass Sinai (סיני) eigentlich Hass heisst. Die Erklaerung in der Gemara ist simple: Am Berg Sinai hasste G-tt die Goetzenanbeter.
Der Iyun Yaakov und der Rambam vertreten eine andere Ansicht: Am Berg Sinai begann der eigentlich Antisemitismus. Die Juden bekamen die Thora und andere Voelker waren neidisch. Daher ist der Sinai die Wurzel des Antisemitismus.
Als all die Israeliten zu Moshe kamen und ihn um Rat fragten, war Yitro geschockt und schlug die Ernennung von Richtern vor. Damals kamen die Leute zu Moshe und wollten den Rat G-ttes in allen moeglichen Lebenslagen. Dieses lehrt uns, dass wir heute wie damals G-tt um Rat fragen sollen (Rabbi Hirsch). G-tt ist ein Teil unseres alltaeglichen Lebens und nicht nur einmal pro Woche in der Synagoge present.
Mit der Anerkennung, dass G-tt der Erschaffer jeglicher Existenz ist, gelingt es uns vielleicht zu der Einsicht zu gelangen, dass nichts im Leben selbstverstaendlich ist.
In den Synagogen werden die 10 Gebote dreimal pro Jahr gelesen: In den Parashot Yitro, Vaetchanan und an Shavuot.Shabbat Shalom
_________________________________
Rambam: Rabbi Moshe ben Maimon (Maimonides), juedischer Philosoph, geboren 1135 in Cordoba / Spanien und verstorben 1204 in Kairo. Begraben in Tiberias / Israel.
Rabbi Samson Raphael Hirsch: geboren 1808 in Hamburg und verstorben 1888 in Frankfurt / Main, wo er Rabbiner war.
Rokeach: Rabbi Elazar Rokeach oder Rabbi Eliezer von Worms. 1176 - 1238, Talmudist, Kabbalist, litt unter den Kreuzrittern, welche auch seine Familie ermordeten (1196).
Maharsha: Rabbi Samuel Eidels, 1555 - 1631, beruehmter Talmud - Kommentator. Geboren in Krakau. Seine Mutter Gitel war eine Cousine des Maharal von Prag.
Rashi: Rabbi Shlomo Yitzchaki, 1040 - 1105. Lebte in Frankreich und war einer der beruehmtesten Talmud - u. Thora - Kommentatoren.
Rabbi Moshe Alshich: geboren 1508 in der Tuerkei, verstorben 1593 in Safed / Israel. Rabbi und Thora Kommentator. Er war Schueler des beruehmten Rabbiners Yosef Karo. Rabbi Alshichs beruehmtester Schueler war Rabbi Chaim Vital.
Baal Shem Tov: Israel ben Eliezer, ca. 1700 - 1760, Gruender des Chassidimus
Vilna Gaon: Rabbi Eliyahu ben Shlomo Zalman, Litauen, 1720 - 1797, Talmudgelehrter und Kabbalist, Gegner der Chassidim
Iyun Yaakov: Rabbi Yaakov ben Joseph Reischer, 1661 - 1733, oesterreichischer Rabbiner, Rabbinat Worms und Metz
Die Thoralesung fuer diesen Shabbat
In der dieswoechigen Thoralesung konvertieren Moshes Schwiegervater Yitro sowie die Israeliten. Die Israeliten deshalb, weil sie sich nun verpflichten, die Thora einzuhalten (Maharsha).
Die Thora haelt sich nicht immer unbedingt an die chronologischen Ereignisse und daher gibt es gleich ueber die ersten Saetze in Parashat Yitro vollkommen unterschiedliche Interpretationen. Was genau hoerte Yitro und wann kam er zu Moshe ? Laut Rashi hoerte Yitro vom Auszug aus Aegypten und dem siegreichen Krieg gegen Amalek. Die Mechilta andererseits lehrt, dass Yitro vom Krieg gegen Amalek und den 10 Geboten hoerte. Demnach waere Yitro nach den 10 Geboten zu den Israeliten gekommen und nicht vorher.
Die Konversion Yitros ging relativ leicht von statten. Er bekannte sich zu dem EINEN alles beherrschenden G-tt und damit wurde sein vorheriger Name Yeter in Yitro verwandelt, indem ein Vav am Schluss angehaengt wurde (Rashi und Moshe Alshich).
Am 1. des juedischen Monats Sivan erreichten die Israeliten Har Sinai (den Berg Sinai). Am darauffolgenden Shabbat sollten G-tt ihnen die 10 Gebote geben (Talmud Traktat Shabbat 86b).
Die Midrash Rabbah und der Talmud Traktat Avodah Zarah (Goetzendienst) 2b lehren, dass bevor G-tt die 10 Gebote bzw. die Thora gab, Er alle anderen Voelker befragte, ob sie nicht die Thora haben wollen. Als die Voelker hoerten, dass Diebstahl, Mord oder Goetzendienst verboten waren, lehnten sie die Thora ab. Nur das Volk Israel sagte "Na'aseh ve nishma" (wir werden tun und hoeren). Heisst, wir wollen nicht erst aufgelistet bekommen, was in den 10 Geboten steht, sondern wir tun es, weil Du unser G-tt bist. Die Israeliten wogen bei ihrer Zustimmung keine Vor - und Nachteile ab.
Der Vilna Gaon kommentiert, dass G-tt nur die Oberhaeupter der Voelker befragte und nicht jeden einzelnen. Innerhalb der Nationen gab es jedoch schon den ein oder anderen, der die Thora akzeptiert haette. Die Leute betrachtet der Vilna Gaon als die heutigen Gerim (Konvertiten). Damals hatten sie keine Chance, die Thora zu bekommen, was sie heute nachholen.
Die Gemara im Talmud Traktat Shabbat 87b lehrt, dass die Israeliten einige Mitzwot (Gesetze) aus der Thora schon auf einer ihrer allerersten Stationen in Marah bekamen. Naemlich die Shabbatgesetze, die Gesetze fuer die Rote Kuh (Parah Adumah) und das Zivilrecht (Rashi). Laut Rabbi Hirsch gehoerten dazu auch die Gesetze fuer die Beschneidung (Brit Milah).
Es heisst, dass als G-tt begann, den Israeliten die Gebote vorzutragen, deren Seelen (Neshamot) sie vor Ueberwaeltigung verliessen. Im selben Augenblick wurden sie von G-tt wiederbelebt (Talmud Shabbat 88b).
Ueberhaupt lernen wir an dieser Stelle sehr viel ueber Seelen. Die Israeliten bekamen in jenem Moment vor dem Berg Sinai den hoechsten Seelen - Level, welche sie kurz darauf aufgrund des Vergehens mit dem Goldenen Kalb verloren. Diesen hohen Seelen - Level nennt, unter anderem, der Baal Shem Tov Neshama Yeterah. Genau diesen Zustand erhalten wir mit dem Eintreffen des Meschiach zurueck. In der Zwischenzeit bekommen die Juden jeden Shabbat eine zusaetzliche Seele, welche auch Neshama Yeterah genannt wird. Diese zusaetzliche Seele erhalten wir jeden Freitag und verlieren sie am Mozzaei Shabbat. Daher sind wir am Shabbat spiritueller und mehr mit G-tt verbunden.
Am Berg Sinai erhielten die Israeliten die Thora, welche fuer alle Ewigkeiten (Deuteronomy 13:1, 13:2-4, 29:28) gilt. Alle juedischen Generationen sind zu ihrer Einhaltung verpflichtet. Die Gemara im Talmud Shavuot 39a und Shabbat 146a stellt die Frage, ob denn die kommenden Generationen und Konvertiten vor dem Berg Sinai auch einen Bund mit G-tt eingegangen sind.
Die Gemara und Kommentatoren antworten, dass alle juedischen Seelen vor dem Berg Siani standen (Rokeach). Alle Seelen der folgenden Generationen wurden zu Moshe gebracht (Maharsha). Wir alle haben am Berg Sinai gestanden, bewusst oder unbewusst. In anderen Schriften heisst es, dass seit dem Berg Sinai keine neuen juedischen Seelen mehr erschaffen worden sind, sondern wir alle Reinkarnationen der 600.000 Israeliten sind, die damals die Thora erhielten.
Jede Seele schwoerte damals G-tt, die Thora zu akzeptieren. Wir sind einen direkten Bund mit G-tt eingegangen und benoetigen kein Medium, wie Engel etc., zwischen Ihm und uns (Rabbi Hirsch).
Die Gemara im Talmud Traktat Shabbat 89a lehrt, dass Sinai (סיני) eigentlich Hass heisst. Die Erklaerung in der Gemara ist simple: Am Berg Sinai hasste G-tt die Goetzenanbeter.
Der Iyun Yaakov und der Rambam vertreten eine andere Ansicht: Am Berg Sinai begann der eigentlich Antisemitismus. Die Juden bekamen die Thora und andere Voelker waren neidisch. Daher ist der Sinai die Wurzel des Antisemitismus.
Als all die Israeliten zu Moshe kamen und ihn um Rat fragten, war Yitro geschockt und schlug die Ernennung von Richtern vor. Damals kamen die Leute zu Moshe und wollten den Rat G-ttes in allen moeglichen Lebenslagen. Dieses lehrt uns, dass wir heute wie damals G-tt um Rat fragen sollen (Rabbi Hirsch). G-tt ist ein Teil unseres alltaeglichen Lebens und nicht nur einmal pro Woche in der Synagoge present.
Mit der Anerkennung, dass G-tt der Erschaffer jeglicher Existenz ist, gelingt es uns vielleicht zu der Einsicht zu gelangen, dass nichts im Leben selbstverstaendlich ist.
In den Synagogen werden die 10 Gebote dreimal pro Jahr gelesen: In den Parashot Yitro, Vaetchanan und an Shavuot.Shabbat Shalom
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Rambam: Rabbi Moshe ben Maimon (Maimonides), juedischer Philosoph, geboren 1135 in Cordoba / Spanien und verstorben 1204 in Kairo. Begraben in Tiberias / Israel.
Rabbi Samson Raphael Hirsch: geboren 1808 in Hamburg und verstorben 1888 in Frankfurt / Main, wo er Rabbiner war.
Rokeach: Rabbi Elazar Rokeach oder Rabbi Eliezer von Worms. 1176 - 1238, Talmudist, Kabbalist, litt unter den Kreuzrittern, welche auch seine Familie ermordeten (1196).
Maharsha: Rabbi Samuel Eidels, 1555 - 1631, beruehmter Talmud - Kommentator. Geboren in Krakau. Seine Mutter Gitel war eine Cousine des Maharal von Prag.
Rashi: Rabbi Shlomo Yitzchaki, 1040 - 1105. Lebte in Frankreich und war einer der beruehmtesten Talmud - u. Thora - Kommentatoren.
Rabbi Moshe Alshich: geboren 1508 in der Tuerkei, verstorben 1593 in Safed / Israel. Rabbi und Thora Kommentator. Er war Schueler des beruehmten Rabbiners Yosef Karo. Rabbi Alshichs beruehmtester Schueler war Rabbi Chaim Vital.
Baal Shem Tov: Israel ben Eliezer, ca. 1700 - 1760, Gruender des Chassidimus
Vilna Gaon: Rabbi Eliyahu ben Shlomo Zalman, Litauen, 1720 - 1797, Talmudgelehrter und Kabbalist, Gegner der Chassidim
Iyun Yaakov: Rabbi Yaakov ben Joseph Reischer, 1661 - 1733, oesterreichischer Rabbiner, Rabbinat Worms und Metz
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Giur,
Thora Parasha
Mittwoch, Februar 07, 2007
Wenn der Feind konvertiert......
B"H
Und es gibt sie auch.....Die muslimischen Konvertiten zum Judentum.
In der muslimischen Welt ist es ein Tabu, wenn jemand zu einer anderen Religion wechselt. Aegypten, zum Beispiel, bekaempft jede Art von christlicher Mission auf das Entschiedenste. Die Missionare koennen dort sogar mit Gefaengnis bestraft werden.
Wer aus Ost - Jerusalem seine Religion wechselt, muss sich ueber die etwaigen Folgen im klaren sein; naemlich dass er sich vielleicht bei seiner Familie und Freunden nicht mehr blicken lassen darf.
Persoenlich kenne ich einige Moslems, die in Israel zum Judentum konvertiert sind. Eine Tunesierin, eine Marokkanerin und eine ehemals muslimische Israelin aus Nazareth, die in den USA konvertierte und heute mit einem Haredi verheiratet ist. Diese aufgezaehlten Leute haben sehr wohl noch Kontake mit ihren Eltern.
Nicht nur, dass Konvertiten aus Ost - Jerusalem von ihrer Familie verstossen werden koennten, auch macht ihnen nach dem Giur das israelische Innenministerium das Leben nicht leichter. Eben solch ein muslimischer Konvertit lebt in einer Yeshiva und wartet schon seit Ewigkeiten auf den Vermerk im israel. Personlausweis, dass er jetzt Jude ist bzw. das er seinen neuen juedischen Namen eingetragen bekommt.
Und es gibt sie auch.....Die muslimischen Konvertiten zum Judentum.
In der muslimischen Welt ist es ein Tabu, wenn jemand zu einer anderen Religion wechselt. Aegypten, zum Beispiel, bekaempft jede Art von christlicher Mission auf das Entschiedenste. Die Missionare koennen dort sogar mit Gefaengnis bestraft werden.
Wer aus Ost - Jerusalem seine Religion wechselt, muss sich ueber die etwaigen Folgen im klaren sein; naemlich dass er sich vielleicht bei seiner Familie und Freunden nicht mehr blicken lassen darf.
Persoenlich kenne ich einige Moslems, die in Israel zum Judentum konvertiert sind. Eine Tunesierin, eine Marokkanerin und eine ehemals muslimische Israelin aus Nazareth, die in den USA konvertierte und heute mit einem Haredi verheiratet ist. Diese aufgezaehlten Leute haben sehr wohl noch Kontake mit ihren Eltern.
Nicht nur, dass Konvertiten aus Ost - Jerusalem von ihrer Familie verstossen werden koennten, auch macht ihnen nach dem Giur das israelische Innenministerium das Leben nicht leichter. Eben solch ein muslimischer Konvertit lebt in einer Yeshiva und wartet schon seit Ewigkeiten auf den Vermerk im israel. Personlausweis, dass er jetzt Jude ist bzw. das er seinen neuen juedischen Namen eingetragen bekommt.
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Giur
Krawalle am Tempelberg
B"H
Seit dieser Woche gibt es wieder Krawalle am Tempelberg in Jerusalem und ich habe dazu einen kompletten Beitrag in meinem zweiten Blog http://lebeninjerusalem.blogspot.com/ geschrieben. Der Beitrag wuerde in beide Blogs passen, doch habe ich mich fuer den Jerusalem - Blog entschieden.
Miriam
Seit dieser Woche gibt es wieder Krawalle am Tempelberg in Jerusalem und ich habe dazu einen kompletten Beitrag in meinem zweiten Blog http://lebeninjerusalem.blogspot.com/ geschrieben. Der Beitrag wuerde in beide Blogs passen, doch habe ich mich fuer den Jerusalem - Blog entschieden.
Miriam
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Leben in Jerusalem
Dienstag, Februar 06, 2007
Geburtstag im Judentum
B"H
Rabbi Mordechai Machlis erklaerte einmal die Bedeutung des Geburtstages im Judentum. Die Kommentatoren lassen sich nicht so richtig aus ueber das Thema, doch der Rabbi meinte, dass jeder an seinem Geburtstag ein bestimmtes Sechut (Recht) hat.
Wer fuer etwas eindringlich betet, dem koennte es passieren, dass sein Traum erfuellt wird.
Eine Kollegin meinte vorhin zu mir, dass am Geburtstag der Verlauf des Jahres bis zum naechsten Geburtstag festgelegt wird.
Soweit zu meinem heutigen hebraeischen Geburtstag. Ich habe ja diese Woche nochmals.
Allen anderen, die auch gerade Geburtstag haben: Mazal Tov.
Rabbi Mordechai Machlis erklaerte einmal die Bedeutung des Geburtstages im Judentum. Die Kommentatoren lassen sich nicht so richtig aus ueber das Thema, doch der Rabbi meinte, dass jeder an seinem Geburtstag ein bestimmtes Sechut (Recht) hat.
Wer fuer etwas eindringlich betet, dem koennte es passieren, dass sein Traum erfuellt wird.
Eine Kollegin meinte vorhin zu mir, dass am Geburtstag der Verlauf des Jahres bis zum naechsten Geburtstag festgelegt wird.
Soweit zu meinem heutigen hebraeischen Geburtstag. Ich habe ja diese Woche nochmals.
Allen anderen, die auch gerade Geburtstag haben: Mazal Tov.
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Allgemein
Montag, Februar 05, 2007
Giur und Halacha
B"H
Eines vielleicht erst einmal kurz vorweg:
Meiner Meinung nach sollten Konvertiten nach dem Giur ein neues Leben beginnen. Ohne ihr Altes zu vergessen, versteht sich. Manche Konvertiten leben auch nach dem Giur weiter mit dem Thema. Sobald allein schon das Wort GIUR auftaucht, wird das Thema sofort wieder aktuell.
Es muss im Leben weitergehen und man sollte mit dem Thema abschliessen, um sich auf ein Weiterleben "danach" konzentrieren zu koennen und nicht immer wieder alles neu aufrollen. Das Leben nach dem Giur besteht nicht nur aus Giur. Life goes on.
______________________________
Schon zur talmudischen Zeit gab es unterschiedliche Ansichten ueber die Aufnahme von Gerim (Konvertiten) ins Judentum. Einige Rabbiner (Talmud Pesachim 87b) begruessten die Aufnahme, andere dagegen sahen Gerim als eine Plage (Yevamot 47b).
Die Talmud Traktate Gerim und Yevamot beschaeftigen sich ausgiebig mit dem Thema Giur. In beiden Traktaten (Yevamot 47a) lehrt die Gemara, dass die Rabbis einen potentiellen Konvertiten darauf aufmerksam machen sollen, dass er sich eventuell einem Volk anschliesst, welches verfolgt und gehasst wird.
Daraufhin folgt eine Auflistung der Mitzwot (Gesetze), die der Konvertit mach dem Giur einhalten muss.
In Yevamot 47b heisst es, dass Konvertiten, die nach dem Giur keine Mitzwot halten, eine Plage fuer Israel seien. Rashi erklaert dazu, dass diese Gerim geborene Juden verleiten koennten, auch keine Mitzwot mehr zu erfuellen.
Die Tosafot haben eine ganz andere ueberraschende Meinung: Gerim halten sich oft strenger an die Mitzwot als geborene Juden und koennten somit die geborenen Juden vor G-tt in einem schlechten Licht erscheinen lassen.
Ein Ger, der einen geborenen Juden heiratet, aber keine Mitzwot mehr einhaelt, ist dennoch Jude und die Ehe ist gueltig (Yevamot 47b). Obwohl er "suendigt", behaelt er seinen juedischen Status (siehe auch Sanhedrin 44a, Rashi und Tur). Ein Konvertit muss in der Zeit, in der er in die Mikwe geht, bereit sein, die Mitzwot einzuhalten (Yevamot 47b).
Jemand der nur aus Liebe, Angst oder zwecks Heirat konvertiert, wird im Traktat Gerim, Kapitel 1, nicht als Konvertit gesehen. Man muss allein aus religioesen Motiven konvertiert sein. Offensichtlich gibt es einen grossen Unterschied, mit welcher Intension jemand in die Mikwe geht.
Nach saemtlichen Auflistungen folgen am Schluss des Traktates Komplimente, dass G-tt ernsthafte Konvertiten liebt.
Die Realitaet schaut heute weitgehend anders aus, wobei zwischen nationalreligioesem und haredischem Beit Din unterschieden werden muss. Bei Nationalreligioesen herrscht die Meinung, dass wer schon zwecks Ehe konvertiert, zumindest juedische Kinder haben soll. Und wer weiss, vielleicht werden die ja sogar einmal religioes.
Haredim haben natuerlich strengere Vorstellungen und schon allein das Aufnahmeverfahren in den Giurprozess verlaeuft anders.
Nicht jeder Giur ist gleich Giur. Ich hoerte einige Stories von Freunden, die beim Rabbanut (Oberrabbinat) konvertiert waren, doch im Endeffekt bei eben jenem Rabbanut auf Schwierigkeiten stiessen, eine Heirat bewilligt zu bekommen. Ploetzlich begannen die Rabbiner mit Nachforschungen ueber den religioesen Background. Vor allem, wenn ein Konvertit einen geborenen Juden heiraten will.
Heiratet ein Konvertit einen anderen Konvertiten, so gibt es gewoehnlich keine Probleme.
Ein Bekannter von mir (in der Yeshiva Machon Meir konvertiert und religioes) wollte die Tochter eines Cohen (halachisch einwandfrei) heiraten und hatte die groessten Probleme, eine Bewilligung zu bekommen.
Laut kabbalistischen Quellen findet waehrend der Mikwe ein Seelenaustausch statt und der Konvertit bekommt, wenn er ernsthaft bei der Sache ist, eine neue juedische Seele (Neshama).
Vor dem Eintritt in einen Giurkurs sollte sich jeder auf alle Faelle informieren; werden der Kurs bzw. das Beit Din hinterher anerkannt und von wem und wo ?
Etwas mehr zum Thema Giur gibt es am Donnerstag in meiner woechentlichen Thoraparsha. In YITRO diese Woche konvertieren Yitro (Moshes Schwiegervater) und die Israeliten. Die Mefarshim (Kommentatoren) haben eine Menge zu dem Thema zu sagen; vor allem der Vilna Gaon.
Eines vielleicht erst einmal kurz vorweg:
Meiner Meinung nach sollten Konvertiten nach dem Giur ein neues Leben beginnen. Ohne ihr Altes zu vergessen, versteht sich. Manche Konvertiten leben auch nach dem Giur weiter mit dem Thema. Sobald allein schon das Wort GIUR auftaucht, wird das Thema sofort wieder aktuell.
Es muss im Leben weitergehen und man sollte mit dem Thema abschliessen, um sich auf ein Weiterleben "danach" konzentrieren zu koennen und nicht immer wieder alles neu aufrollen. Das Leben nach dem Giur besteht nicht nur aus Giur. Life goes on.
______________________________
Schon zur talmudischen Zeit gab es unterschiedliche Ansichten ueber die Aufnahme von Gerim (Konvertiten) ins Judentum. Einige Rabbiner (Talmud Pesachim 87b) begruessten die Aufnahme, andere dagegen sahen Gerim als eine Plage (Yevamot 47b).
Die Talmud Traktate Gerim und Yevamot beschaeftigen sich ausgiebig mit dem Thema Giur. In beiden Traktaten (Yevamot 47a) lehrt die Gemara, dass die Rabbis einen potentiellen Konvertiten darauf aufmerksam machen sollen, dass er sich eventuell einem Volk anschliesst, welches verfolgt und gehasst wird.
Daraufhin folgt eine Auflistung der Mitzwot (Gesetze), die der Konvertit mach dem Giur einhalten muss.
In Yevamot 47b heisst es, dass Konvertiten, die nach dem Giur keine Mitzwot halten, eine Plage fuer Israel seien. Rashi erklaert dazu, dass diese Gerim geborene Juden verleiten koennten, auch keine Mitzwot mehr zu erfuellen.
Die Tosafot haben eine ganz andere ueberraschende Meinung: Gerim halten sich oft strenger an die Mitzwot als geborene Juden und koennten somit die geborenen Juden vor G-tt in einem schlechten Licht erscheinen lassen.
Ein Ger, der einen geborenen Juden heiratet, aber keine Mitzwot mehr einhaelt, ist dennoch Jude und die Ehe ist gueltig (Yevamot 47b). Obwohl er "suendigt", behaelt er seinen juedischen Status (siehe auch Sanhedrin 44a, Rashi und Tur). Ein Konvertit muss in der Zeit, in der er in die Mikwe geht, bereit sein, die Mitzwot einzuhalten (Yevamot 47b).
Jemand der nur aus Liebe, Angst oder zwecks Heirat konvertiert, wird im Traktat Gerim, Kapitel 1, nicht als Konvertit gesehen. Man muss allein aus religioesen Motiven konvertiert sein. Offensichtlich gibt es einen grossen Unterschied, mit welcher Intension jemand in die Mikwe geht.
Nach saemtlichen Auflistungen folgen am Schluss des Traktates Komplimente, dass G-tt ernsthafte Konvertiten liebt.
Die Realitaet schaut heute weitgehend anders aus, wobei zwischen nationalreligioesem und haredischem Beit Din unterschieden werden muss. Bei Nationalreligioesen herrscht die Meinung, dass wer schon zwecks Ehe konvertiert, zumindest juedische Kinder haben soll. Und wer weiss, vielleicht werden die ja sogar einmal religioes.
Haredim haben natuerlich strengere Vorstellungen und schon allein das Aufnahmeverfahren in den Giurprozess verlaeuft anders.
Nicht jeder Giur ist gleich Giur. Ich hoerte einige Stories von Freunden, die beim Rabbanut (Oberrabbinat) konvertiert waren, doch im Endeffekt bei eben jenem Rabbanut auf Schwierigkeiten stiessen, eine Heirat bewilligt zu bekommen. Ploetzlich begannen die Rabbiner mit Nachforschungen ueber den religioesen Background. Vor allem, wenn ein Konvertit einen geborenen Juden heiraten will.
Heiratet ein Konvertit einen anderen Konvertiten, so gibt es gewoehnlich keine Probleme.
Ein Bekannter von mir (in der Yeshiva Machon Meir konvertiert und religioes) wollte die Tochter eines Cohen (halachisch einwandfrei) heiraten und hatte die groessten Probleme, eine Bewilligung zu bekommen.
Laut kabbalistischen Quellen findet waehrend der Mikwe ein Seelenaustausch statt und der Konvertit bekommt, wenn er ernsthaft bei der Sache ist, eine neue juedische Seele (Neshama).
Vor dem Eintritt in einen Giurkurs sollte sich jeder auf alle Faelle informieren; werden der Kurs bzw. das Beit Din hinterher anerkannt und von wem und wo ?
Etwas mehr zum Thema Giur gibt es am Donnerstag in meiner woechentlichen Thoraparsha. In YITRO diese Woche konvertieren Yitro (Moshes Schwiegervater) und die Israeliten. Die Mefarshim (Kommentatoren) haben eine Menge zu dem Thema zu sagen; vor allem der Vilna Gaon.
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Handys und Schule
B"H
Ankuendigung in der gestrigen Ausgabe der haredischen Tageszeitung "HaModia":
Schuelerinnen und Schueler, welche nicht ueber ein sogenanntes koscheres Handy verfuegen, koennen ab sofort von haredischen Schulen verwiesen bzw. nicht mehr aufgenommen werden.
Es gibt in Israel ein spezielles koscheres Telefonnetz fuer Haredim, indem eine Firewall gegen pornographisch Inhalte besteht.
Ankuendigung in der gestrigen Ausgabe der haredischen Tageszeitung "HaModia":
Schuelerinnen und Schueler, welche nicht ueber ein sogenanntes koscheres Handy verfuegen, koennen ab sofort von haredischen Schulen verwiesen bzw. nicht mehr aufgenommen werden.
Es gibt in Israel ein spezielles koscheres Telefonnetz fuer Haredim, indem eine Firewall gegen pornographisch Inhalte besteht.
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Talmud Traktat Gerim (Konvertiten)
B"H
Es gibt, laut Kommentaren zufolge, zu meinem vorherigen Beitrag "Neues vom Giur in Israel" viele offene halachische Fragen zum Giur (Konversion zum Judentum).
Wer ist nach dem Beit Din wirklich Jude und wer nicht ? Was, wenn ich keine Mitzwot halte und kein relig. jued. Leben fuehre ?
Vielen ist unbekannt, dass es diesbezueglich im Talmud dazu einen kurzen Traktat gibt, aus dem ich heute abend einen Beitrag verfassen werde. Was sagt die Halacha und wie schaut die Praxis der Rabbiner und die Realitaet aus ?
Miriam
Es gibt, laut Kommentaren zufolge, zu meinem vorherigen Beitrag "Neues vom Giur in Israel" viele offene halachische Fragen zum Giur (Konversion zum Judentum).
Wer ist nach dem Beit Din wirklich Jude und wer nicht ? Was, wenn ich keine Mitzwot halte und kein relig. jued. Leben fuehre ?
Vielen ist unbekannt, dass es diesbezueglich im Talmud dazu einen kurzen Traktat gibt, aus dem ich heute abend einen Beitrag verfassen werde. Was sagt die Halacha und wie schaut die Praxis der Rabbiner und die Realitaet aus ?
Miriam
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Sonntag, Februar 04, 2007
Chassidut Breslov - Teil 1
B"H
Wer schon einmal in Israel war, der kennt sie bestimmt; die Breslover Chassidim. Oft sieht man sie tanzend an oeffentlichen Plaetzen wie in Tel Aviv in Rehov Sheinkin oder in HaYarkon am Strand. In Jerusalem vor allem am Zion Square und am Mahane Yehuda Markt. Weisse Kipa auf dem Kopf, ein wenig Hippie - Style, zu lauter Musik huepfend und Buecher verkaufend.
Dieses aber ist nur eine Gruppe der Breslover Chassidim, denn diese unterteilen sich in mindestens drei Gruppen, wenn nicht mehr.
1. Die o.g. Tanzenden, genannt die Na Nach Nachman MeUman. Fast immer juengere Leute, die im spaeteren Verlauf ihres Lebens religioes wurden. Sie werden von allen anderen Breslovern wenig ernst genommen und belaechelt.
2. Die alteingesessenen Breslover in Mea Shearim. Sie distanzieren sich von den spaeter dazu Gestossenen und sehen sich als die wahren Erben des Rabbi Nachman von Breslov. Sie beherrschen die grosse Breslov - Synagoge in Rehov Mea Shearim.
3. Die spaeter religioes gewordenen Breslover Chassidim um Rabbi Eliezer Berland und Rabbi Arush (ein ehemaliger Schueler Berlands). Erst belaechelt, wird Rabbi Berland nun sogar von den Alteingesessenen als grosser Zaddik (Gerechter) anerkannt.
Rabbi Eliezer Berland wohnt nur wenige Meter von Rehov Mea Shearim entfernt und ist Leiter einer Yeshiva in der Jerusalemer Altstadt. Seine Eltern sind Holocaust - Ueberlebende aus Ungarn.
Die Chassidut Breslov zu beschreiben ist sehr aufwendig und daher habe ich mich entschlossen, den Beitrag in zwei Teile zu spalten. In die Person Rabbi Nachmans und Allgemeines und die eigentliche Chassidut Breslov.
Rabbi Nachman ist vor allem bekannt durch seine Parabeln, welche er seinen Chassidim erzaehlte. Hier ein kleines Beispiel:
http://hamantaschen.blogspot.com/2006/10/der-schatz-unter-der-bruecke.html
Doch Chassidut Breslov ist mehr als nur Parabeln. Rabbi Nachman wird in der Chassidut als der erste angesehen, der Thoralehren in Parabel - Form erzaehlte. In Wahrheit aber lehrte schon Koenig Salomon 3000 Parabeln zu jedem Thema der Thora (Talmud Traktat Eruvin 21b).
Persoenlich habe ich heute mehr Kontakte zu Breslov als zu Chabad. Ich habe Breslov Freunde, Arbeitskollegen (Dank an Chaya, die mir einige Insights gab) und lerne sehr viel Likutei Moharan, DAS Breslov - Buch.
Was den Chabadnikkim das Tanya, so ist der Likutei Moharan die Breslov Philosophie.
Genauso wie das Buch Tanya ist der Likutei Moharan sehr kabbalistisch und enthaelt die Lehren des Rabbi Nachman.
Fuer Interessierte: Im Stadtteil Nachlaot gibt es Likutei Moharan - Unterricht im Hause von Rabbi Shalom Brod. Lehrer: Rabbi Gedalyah Fleer.
Ein weiterer beliebter Breslov - Rabbi mit guten Vortraegen ist Rabbi Peretz Auerbach.
Die Person des Rabbi Nachman ist nicht unumstritten. Er war der Gruender und der einzige Rebbe, welchen die Breslover Chassidim jemals hatten. Nach seinem fruehen Tod, im Alter von nur 38 Jahren, fanden die Chassidim keinen Nachfolger. Zwar uebernahm sein Schueler Rabbi Nathan Sternhartz etwas die Fuehrung, doch als Rebbe sah er sich nie.
Heute wird die Chassidut Breslov von anderen chassidischen Gruppen als "Toite Chassidut" (tote Chassidut) tituliert. Eine Gruppe ohne Rebben. Ein fehlender Rebbe aber war in dem Falle kein Nachteil, denn die Gruppe existiert bis heute. Dennoch beeinflusste das Fehlen eines Rebben die Richtung der Breslover.
Die Breslover sehen sich als die wahren Nachfolger des Baal Shem Tov, war doch Rabbi Nachman dessen Urgrossenkel. Geboren im Jahre 1772, heiratete Rabbi Nachman schon im fruehen Alter von nur 13 Jahren. Von klein auf lernte Rabbi Nachman Thora, Talmud und die Lehren des Baal Shem Tov. Ab einem gewissen Alter fastete er von Shabbat zu Shabbat.
1798 reiste Rabbi Nachman nach Israel und kaum wieder daheim in der Ukraine, zog er im Jahre 1802 nach Breslov. Kurz vor seinem Tod im Jahre 1810 zog er nach Uman, wo er auch begraben ist.
Zuerst ein grosser Bewunderer von Rabbi Nachman wurde Rabbi Aryeh Leib von Shpola spaeter sein groesster Kritiker. Er betrachtete die Lehren des Rabbi Nachman, genauso wie andere Kritiker der chassidischen Bewegung, als eine Art Shabtai - Zvi - Bewegung, was falsch war. Der Popularitaet des Rabbi Nachman tat das aber bis heute keinen Abbruch. Eher im Gegenteil. Heute gibt es geradezu eine Welle neuer Breslover und jeder kann zu der Gruppe stossen. In Israel erfreuen sie sich mehr Zulauf als Chabad.
Es existiert kein einziges Photo von Rabbi Nachman, nur sein Stuhl ist in der grossen Breslover Synagoge in Mea Shearim zu bewundern.
Die Breslover Gemeinden in der Ukraine wurden 1941 von den Nazis vernichtet. Rabbi Nachman war sehr zionistisch und hatte schon zu seiner Zeit vielen Breslover gesagt, nach Israel zu ziehen.
Der naechste Beitrag wird sich mit den populaeren Lehren des Rabbi Nachman beschaeftigen.
Wer schon einmal in Israel war, der kennt sie bestimmt; die Breslover Chassidim. Oft sieht man sie tanzend an oeffentlichen Plaetzen wie in Tel Aviv in Rehov Sheinkin oder in HaYarkon am Strand. In Jerusalem vor allem am Zion Square und am Mahane Yehuda Markt. Weisse Kipa auf dem Kopf, ein wenig Hippie - Style, zu lauter Musik huepfend und Buecher verkaufend.
Dieses aber ist nur eine Gruppe der Breslover Chassidim, denn diese unterteilen sich in mindestens drei Gruppen, wenn nicht mehr.
1. Die o.g. Tanzenden, genannt die Na Nach Nachman MeUman. Fast immer juengere Leute, die im spaeteren Verlauf ihres Lebens religioes wurden. Sie werden von allen anderen Breslovern wenig ernst genommen und belaechelt.
2. Die alteingesessenen Breslover in Mea Shearim. Sie distanzieren sich von den spaeter dazu Gestossenen und sehen sich als die wahren Erben des Rabbi Nachman von Breslov. Sie beherrschen die grosse Breslov - Synagoge in Rehov Mea Shearim.
3. Die spaeter religioes gewordenen Breslover Chassidim um Rabbi Eliezer Berland und Rabbi Arush (ein ehemaliger Schueler Berlands). Erst belaechelt, wird Rabbi Berland nun sogar von den Alteingesessenen als grosser Zaddik (Gerechter) anerkannt.
Rabbi Eliezer Berland wohnt nur wenige Meter von Rehov Mea Shearim entfernt und ist Leiter einer Yeshiva in der Jerusalemer Altstadt. Seine Eltern sind Holocaust - Ueberlebende aus Ungarn.
Die Chassidut Breslov zu beschreiben ist sehr aufwendig und daher habe ich mich entschlossen, den Beitrag in zwei Teile zu spalten. In die Person Rabbi Nachmans und Allgemeines und die eigentliche Chassidut Breslov.
Rabbi Nachman ist vor allem bekannt durch seine Parabeln, welche er seinen Chassidim erzaehlte. Hier ein kleines Beispiel:
http://hamantaschen.blogspot.com/2006/10/der-schatz-unter-der-bruecke.html
Doch Chassidut Breslov ist mehr als nur Parabeln. Rabbi Nachman wird in der Chassidut als der erste angesehen, der Thoralehren in Parabel - Form erzaehlte. In Wahrheit aber lehrte schon Koenig Salomon 3000 Parabeln zu jedem Thema der Thora (Talmud Traktat Eruvin 21b).
Persoenlich habe ich heute mehr Kontakte zu Breslov als zu Chabad. Ich habe Breslov Freunde, Arbeitskollegen (Dank an Chaya, die mir einige Insights gab) und lerne sehr viel Likutei Moharan, DAS Breslov - Buch.
Was den Chabadnikkim das Tanya, so ist der Likutei Moharan die Breslov Philosophie.
Genauso wie das Buch Tanya ist der Likutei Moharan sehr kabbalistisch und enthaelt die Lehren des Rabbi Nachman.
Fuer Interessierte: Im Stadtteil Nachlaot gibt es Likutei Moharan - Unterricht im Hause von Rabbi Shalom Brod. Lehrer: Rabbi Gedalyah Fleer.
Ein weiterer beliebter Breslov - Rabbi mit guten Vortraegen ist Rabbi Peretz Auerbach.
Die Person des Rabbi Nachman ist nicht unumstritten. Er war der Gruender und der einzige Rebbe, welchen die Breslover Chassidim jemals hatten. Nach seinem fruehen Tod, im Alter von nur 38 Jahren, fanden die Chassidim keinen Nachfolger. Zwar uebernahm sein Schueler Rabbi Nathan Sternhartz etwas die Fuehrung, doch als Rebbe sah er sich nie.
Heute wird die Chassidut Breslov von anderen chassidischen Gruppen als "Toite Chassidut" (tote Chassidut) tituliert. Eine Gruppe ohne Rebben. Ein fehlender Rebbe aber war in dem Falle kein Nachteil, denn die Gruppe existiert bis heute. Dennoch beeinflusste das Fehlen eines Rebben die Richtung der Breslover.
Die Breslover sehen sich als die wahren Nachfolger des Baal Shem Tov, war doch Rabbi Nachman dessen Urgrossenkel. Geboren im Jahre 1772, heiratete Rabbi Nachman schon im fruehen Alter von nur 13 Jahren. Von klein auf lernte Rabbi Nachman Thora, Talmud und die Lehren des Baal Shem Tov. Ab einem gewissen Alter fastete er von Shabbat zu Shabbat.
1798 reiste Rabbi Nachman nach Israel und kaum wieder daheim in der Ukraine, zog er im Jahre 1802 nach Breslov. Kurz vor seinem Tod im Jahre 1810 zog er nach Uman, wo er auch begraben ist.
Zuerst ein grosser Bewunderer von Rabbi Nachman wurde Rabbi Aryeh Leib von Shpola spaeter sein groesster Kritiker. Er betrachtete die Lehren des Rabbi Nachman, genauso wie andere Kritiker der chassidischen Bewegung, als eine Art Shabtai - Zvi - Bewegung, was falsch war. Der Popularitaet des Rabbi Nachman tat das aber bis heute keinen Abbruch. Eher im Gegenteil. Heute gibt es geradezu eine Welle neuer Breslover und jeder kann zu der Gruppe stossen. In Israel erfreuen sie sich mehr Zulauf als Chabad.
Es existiert kein einziges Photo von Rabbi Nachman, nur sein Stuhl ist in der grossen Breslover Synagoge in Mea Shearim zu bewundern.
Die Breslover Gemeinden in der Ukraine wurden 1941 von den Nazis vernichtet. Rabbi Nachman war sehr zionistisch und hatte schon zu seiner Zeit vielen Breslover gesagt, nach Israel zu ziehen.
Der naechste Beitrag wird sich mit den populaeren Lehren des Rabbi Nachman beschaeftigen.
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Donnerstag, Februar 01, 2007
Neues vom Giur (Konversion) in Israel
B"H
In der Wochenausgabe der Haredi - Zeitung "HaShavua Be'Yerushalaim" (Die Woche in Jerusalem) steht heute ein interessanter Artikel ueber den Haredi - Giur in Israel.
Es gab vor ein paar Tagen ein Treffen zwischen Haredi - Rabbinern, die darueber diskutierten, wie man orthodoxe Konvertiten besser in die lokalen Gemeinden eingliedern koennte. Vor allem bei Haredi - Gemeinde gibt es diesbezueglich grosse Probleme.
Wie ich schon haeufiger schrieb, werden Konvertiten in deren Gesellschaft oft etwas ablehnend oder von oben herab betrachtet. Ob sich das nach der Rabbinerdiskussion, aendern wird, mag ich bezweifeln. Es steht auch nichts darueber geschrieben, was bei dem Treffen herauskam.
Allerdings wurden wieder einmal erneut die Konvertiten kritisiert, die nach dem Giur keine Mitzwot mehr einhalten. Es wurden keine Namen genannt, doch wird damit wohl auf die nationalreligioesen orthodoxen Konversionen angespielt.
Die Prozentzahl bei deren Konvertiten, die nach dem Uebertritt kein relig. Leben fuehren, liegt sehr hoch.
In Jerusalem gibt es einen Rabbiner (der an der Konferenz beteiligt war), welcher Haredi - Konversionen durchfuehrt. Er ist in dieser Angelegenheit sehr streng und ernsthaft bei der Sache. Ich habe ihn zweimal persoenlich, wenn auch in einer ganz anderen Angelegenheit, getroffen.
Es kommt immer wieder die Diskussion auf, inwieweit selbst ein orthodoxer Giur in Israel von Haredim anerkannt wird. Nationalreligioese Konversionen sprich Rabbanut (Oberrabbinat) sind nicht immer anerkannt. Aber es ist total chaotisch wenn verlangt wird, dass wer Belz sein will, bei Belz nochmals konvertiert, oder nochmals bei Gur oder den Satmarer Chassidim.
Wer allerdings bei jenem Haredi - Rabbi gleich von Beginn an konvertiert, duerfte in dieser Angelegenheit gar keine Probleme mehr haben. Er wird ueberall anerkannt.
Wer einen weiteren koscheren Haredi - Konversionsrabbi sucht, kann sich an den Oberrabbiner von Bnei Brak, Rabbi Nissim Karelitz, wenden. Doch bei beiden Rabbis sind nur sehr ernsthafte Kandidaten erwuenscht. Trotz allem muss ich eines zugeben: Deren Kandidaten fuehren auch nach dem Giur ein sehr relig. Leben. Die Erfolgsquote liegt hoch.
In der Wochenausgabe der Haredi - Zeitung "HaShavua Be'Yerushalaim" (Die Woche in Jerusalem) steht heute ein interessanter Artikel ueber den Haredi - Giur in Israel.
Es gab vor ein paar Tagen ein Treffen zwischen Haredi - Rabbinern, die darueber diskutierten, wie man orthodoxe Konvertiten besser in die lokalen Gemeinden eingliedern koennte. Vor allem bei Haredi - Gemeinde gibt es diesbezueglich grosse Probleme.
Wie ich schon haeufiger schrieb, werden Konvertiten in deren Gesellschaft oft etwas ablehnend oder von oben herab betrachtet. Ob sich das nach der Rabbinerdiskussion, aendern wird, mag ich bezweifeln. Es steht auch nichts darueber geschrieben, was bei dem Treffen herauskam.
Allerdings wurden wieder einmal erneut die Konvertiten kritisiert, die nach dem Giur keine Mitzwot mehr einhalten. Es wurden keine Namen genannt, doch wird damit wohl auf die nationalreligioesen orthodoxen Konversionen angespielt.
Die Prozentzahl bei deren Konvertiten, die nach dem Uebertritt kein relig. Leben fuehren, liegt sehr hoch.
In Jerusalem gibt es einen Rabbiner (der an der Konferenz beteiligt war), welcher Haredi - Konversionen durchfuehrt. Er ist in dieser Angelegenheit sehr streng und ernsthaft bei der Sache. Ich habe ihn zweimal persoenlich, wenn auch in einer ganz anderen Angelegenheit, getroffen.
Es kommt immer wieder die Diskussion auf, inwieweit selbst ein orthodoxer Giur in Israel von Haredim anerkannt wird. Nationalreligioese Konversionen sprich Rabbanut (Oberrabbinat) sind nicht immer anerkannt. Aber es ist total chaotisch wenn verlangt wird, dass wer Belz sein will, bei Belz nochmals konvertiert, oder nochmals bei Gur oder den Satmarer Chassidim.
Wer allerdings bei jenem Haredi - Rabbi gleich von Beginn an konvertiert, duerfte in dieser Angelegenheit gar keine Probleme mehr haben. Er wird ueberall anerkannt.
Wer einen weiteren koscheren Haredi - Konversionsrabbi sucht, kann sich an den Oberrabbiner von Bnei Brak, Rabbi Nissim Karelitz, wenden. Doch bei beiden Rabbis sind nur sehr ernsthafte Kandidaten erwuenscht. Trotz allem muss ich eines zugeben: Deren Kandidaten fuehren auch nach dem Giur ein sehr relig. Leben. Die Erfolgsquote liegt hoch.
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Parashat Beshalach
B"H
Die Thoralesung fuer diesen Shabbat
Dies dieswoechige Parasha beginnt mit den Worten "Vayechi" (und es geschah). Immer wenn dieses Wort am Anfang einer Parasha auftaucht, leitet es nichts Gutes ein.
"Und es geschah nachdem Pharao das Volk fortgeschickt hatte..."
An dieser Stelle wird im Hebraeischen das Volk "AM" genannt und nicht wie in den nachfolgenden Saetzen "BNEI ISRAEL". Aus diesem Zusammenhang heraus sehen viele Kommentatoren, dass es sich hier um zwei verschiedene Voelker handelt.
Naemlich um die Israeliten und eine weitere Gruppe, von der schon in der vorherigen Parashat Bo (Exodus 12:38) die Rede war: die Erev Rav (Mixed Multitude).
Wer oder was genau sind die Erev Rav, auf welche Yalkut Reuveni, der Zohar, der Arizal, der Kli Yakar, der Ohr HaChaim und viele andere soviel Wert legen ?
Das genaue Konzept, auf welchem die Erev Rav basieren, finden wir in der Gemara des Talmud Traktates Chagigah 13b - 14a. Diese Gemara wiederum stuetzt sich auf Psalm 105:8. Die Thora haette erst nach 1000 Generationen gegeben werden sollen, doch gab G-tt sie den Juden nach nur 26 Generationen. Wo sind also die fehlenden 974 Generationen ?
In der Kabbalah nehmen diese 974 Generationen ein weites und wichtiges Spektrum ein, und ich fasse mich hier nur sehr kurz. Ohne Thora kann die Welt nicht existieren und daher wurde die Thora uns schon eher gegeben. Die Zeit bis zur Generation 1000 waere zulange gewesen. Seither werden die Seelen der 974 Generationen in jeder Generation reinkarniert, damit sie ihren Tikkun ("Seelenreparatur") erhalten. Bis zur Ankunft des Meschiach.
Diese Erev Rav wurden aufgrund des Vergehens von Adam in der Generation der Flut, des Turmes zu Bavel und der Einwohner Sodoms reinkarniert. Spaeter war die Generation in Aegypten und in der Wueste die naechste Reinkarnation.
Die Erev Rav, welche zusammen mit den Israeliten aus Aegypten auszogen, waren aegyptische Konvertiten zum Judentum. Sie waren nur aus Materialismus konvertiert, da sie wussten, dass die Israeliten einmal Aegypten verlassen werden. Auf Englisch gibt es den Ausdruck "They jumped on the bandwagon" - "Sie sprangen mit auf den Zug", um so aus Aegypten wegzukommen.
Rabbi Yitzchak Luria (der Arizal) sieht die Erev Rav daher als unehrliche Konvertiten, die nur ihrer eigenen Vorteile wegen zum Judentum konvertierten.
Ueberall in der Thora, wo die Erev Rav auftauchen und es Probleme fuer das Volk Israel gibt, sind die Erev Rav involviert (Ohr HaChaim).
In dieser Parasha sehen wir es an den Beschwerden, dass es entweder kein Wasser oder kein Essen gibt. Pharao baute auf die Erev Rav, denn diese sollten Moshe in Frage stellen und die Israeliten dazu verleiten, wieder nach Aegypten zurueckzukehren. In ca. fuenf Wochen, in der Parasha Ki Tisa, werden wir die Erev Rav noch ausfuehrlicher kennenlernen. Dann naemlich erweist sich ihre Mitnahme als fataler Fehler, dessen Folgen uns noch heute begleiten.
Die Thora lehrt uns, dass Moshe des Sarg Yosefs mitnahm. Woher wusste Moshe, wo genau sich der Sarg befand ? Die Gemara im Talmud Traktat Sotah 13a gibt uns Aufschluss. Moshe befragte Serach, die noch lebende Tochter Ashers. Als einzige wusste sie noch, wo genau der Sarg im Nil begraben war.
Mit Hilfe einer der Namen G-ttes hob Moshe den Sarg aus dem Nil. Der Name stand auf einem Zettel, welchen Moshe unvorsichtigerweise liegen liess. Micha, ein Israelit, fand ihn und in der Parasha Ki Tisa werden wir sehen, wozu genau jener Zettel verwendet wurde.
Schliesslich erreichten die Israeliten das Rote Meer. Die aegyptische Armee verfolgte sie und die Israeliten reagierten auf vier verschiedene Art und Weisen:
eine Gruppe wollte kaempfen, eine Gruppe wollte nach Aegypten zurueckkehren, einige wollten ins Meer gehen und wieder andere wollten beten.
Hierzu kommentiert der Lubawitscher Rebbe, dass ein Jude sich nie der Umgebung anpassen und assimilieren soll. Jeder kann beginnen Thora zu lernen und sein Leben zu aendern. Manchmal ist die Tatsache, dass jemand sein Leben aendert genauso schwierig wie der Gang durch das Rote Meer.
Oft fragen wir uns, warum die Israeliten soviele Stationen in der Wueste passieren mussten. Allein in dieser Parasha gehen sie in die Wueste Shur, dann nach Marah, nach Elim, in die Wueste Sin und nach Rephidim.
Viele Kommentatoren sehen diese Stationen symbolisch als Stationen im Leben jedes einzelnen von uns. Auch wir durchlaufen in unserem Leben viele Stationen und Phasen, die uns weiterbringen oder zurueckwerfen. Jeder von uns macht im Leben seine eigenen Erfahrungen, welche ihn hoffentlich zu einem hoehren Level fuehren werden. Ziel ist es, sich weiterzuentwickeln und nicht an einer Station stehenzubleiben.
Shabbat Shalom
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Ohr HaChaim: Rabbi Chaim ben Atar, geboren 1696 in Marokko und verstorben 1743 in Israel, Thorakommentator, Kabbalist und Talmudist
Arizal: Rabbi Yitzchak ben Shlomo Ashkenazi Luria, geboren 1537 in Jerusalem und verstorben 1572 in Safed (Nordisrael). Er war einer der groessten Kabbalisten und ist bekannt fuer seine Lurianische Kabbalah und sein Buch ETZ CHAIM. Sein beruehmtester Schueler ist Rabbi Chaim Vital.
Die Thoralesung fuer diesen Shabbat
Dies dieswoechige Parasha beginnt mit den Worten "Vayechi" (und es geschah). Immer wenn dieses Wort am Anfang einer Parasha auftaucht, leitet es nichts Gutes ein.
"Und es geschah nachdem Pharao das Volk fortgeschickt hatte..."
An dieser Stelle wird im Hebraeischen das Volk "AM" genannt und nicht wie in den nachfolgenden Saetzen "BNEI ISRAEL". Aus diesem Zusammenhang heraus sehen viele Kommentatoren, dass es sich hier um zwei verschiedene Voelker handelt.
Naemlich um die Israeliten und eine weitere Gruppe, von der schon in der vorherigen Parashat Bo (Exodus 12:38) die Rede war: die Erev Rav (Mixed Multitude).
Wer oder was genau sind die Erev Rav, auf welche Yalkut Reuveni, der Zohar, der Arizal, der Kli Yakar, der Ohr HaChaim und viele andere soviel Wert legen ?
Das genaue Konzept, auf welchem die Erev Rav basieren, finden wir in der Gemara des Talmud Traktates Chagigah 13b - 14a. Diese Gemara wiederum stuetzt sich auf Psalm 105:8. Die Thora haette erst nach 1000 Generationen gegeben werden sollen, doch gab G-tt sie den Juden nach nur 26 Generationen. Wo sind also die fehlenden 974 Generationen ?
In der Kabbalah nehmen diese 974 Generationen ein weites und wichtiges Spektrum ein, und ich fasse mich hier nur sehr kurz. Ohne Thora kann die Welt nicht existieren und daher wurde die Thora uns schon eher gegeben. Die Zeit bis zur Generation 1000 waere zulange gewesen. Seither werden die Seelen der 974 Generationen in jeder Generation reinkarniert, damit sie ihren Tikkun ("Seelenreparatur") erhalten. Bis zur Ankunft des Meschiach.
Diese Erev Rav wurden aufgrund des Vergehens von Adam in der Generation der Flut, des Turmes zu Bavel und der Einwohner Sodoms reinkarniert. Spaeter war die Generation in Aegypten und in der Wueste die naechste Reinkarnation.
Die Erev Rav, welche zusammen mit den Israeliten aus Aegypten auszogen, waren aegyptische Konvertiten zum Judentum. Sie waren nur aus Materialismus konvertiert, da sie wussten, dass die Israeliten einmal Aegypten verlassen werden. Auf Englisch gibt es den Ausdruck "They jumped on the bandwagon" - "Sie sprangen mit auf den Zug", um so aus Aegypten wegzukommen.
Rabbi Yitzchak Luria (der Arizal) sieht die Erev Rav daher als unehrliche Konvertiten, die nur ihrer eigenen Vorteile wegen zum Judentum konvertierten.
Ueberall in der Thora, wo die Erev Rav auftauchen und es Probleme fuer das Volk Israel gibt, sind die Erev Rav involviert (Ohr HaChaim).
In dieser Parasha sehen wir es an den Beschwerden, dass es entweder kein Wasser oder kein Essen gibt. Pharao baute auf die Erev Rav, denn diese sollten Moshe in Frage stellen und die Israeliten dazu verleiten, wieder nach Aegypten zurueckzukehren. In ca. fuenf Wochen, in der Parasha Ki Tisa, werden wir die Erev Rav noch ausfuehrlicher kennenlernen. Dann naemlich erweist sich ihre Mitnahme als fataler Fehler, dessen Folgen uns noch heute begleiten.
Die Thora lehrt uns, dass Moshe des Sarg Yosefs mitnahm. Woher wusste Moshe, wo genau sich der Sarg befand ? Die Gemara im Talmud Traktat Sotah 13a gibt uns Aufschluss. Moshe befragte Serach, die noch lebende Tochter Ashers. Als einzige wusste sie noch, wo genau der Sarg im Nil begraben war.
Mit Hilfe einer der Namen G-ttes hob Moshe den Sarg aus dem Nil. Der Name stand auf einem Zettel, welchen Moshe unvorsichtigerweise liegen liess. Micha, ein Israelit, fand ihn und in der Parasha Ki Tisa werden wir sehen, wozu genau jener Zettel verwendet wurde.
Schliesslich erreichten die Israeliten das Rote Meer. Die aegyptische Armee verfolgte sie und die Israeliten reagierten auf vier verschiedene Art und Weisen:
eine Gruppe wollte kaempfen, eine Gruppe wollte nach Aegypten zurueckkehren, einige wollten ins Meer gehen und wieder andere wollten beten.
Hierzu kommentiert der Lubawitscher Rebbe, dass ein Jude sich nie der Umgebung anpassen und assimilieren soll. Jeder kann beginnen Thora zu lernen und sein Leben zu aendern. Manchmal ist die Tatsache, dass jemand sein Leben aendert genauso schwierig wie der Gang durch das Rote Meer.
Oft fragen wir uns, warum die Israeliten soviele Stationen in der Wueste passieren mussten. Allein in dieser Parasha gehen sie in die Wueste Shur, dann nach Marah, nach Elim, in die Wueste Sin und nach Rephidim.
Viele Kommentatoren sehen diese Stationen symbolisch als Stationen im Leben jedes einzelnen von uns. Auch wir durchlaufen in unserem Leben viele Stationen und Phasen, die uns weiterbringen oder zurueckwerfen. Jeder von uns macht im Leben seine eigenen Erfahrungen, welche ihn hoffentlich zu einem hoehren Level fuehren werden. Ziel ist es, sich weiterzuentwickeln und nicht an einer Station stehenzubleiben.
Shabbat Shalom
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Ohr HaChaim: Rabbi Chaim ben Atar, geboren 1696 in Marokko und verstorben 1743 in Israel, Thorakommentator, Kabbalist und Talmudist
Arizal: Rabbi Yitzchak ben Shlomo Ashkenazi Luria, geboren 1537 in Jerusalem und verstorben 1572 in Safed (Nordisrael). Er war einer der groessten Kabbalisten und ist bekannt fuer seine Lurianische Kabbalah und sein Buch ETZ CHAIM. Sein beruehmtester Schueler ist Rabbi Chaim Vital.
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Thora Parasha
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