B"H
The Talmud Tractate Bava Metzia 110 - 112 teaches about paying wages on time. However, as soon as I hear the subject, I am immediately being reminded of a story about Rabbi Akiva.
The story is called "A special worker"and talks about a Jewish worker from the Upper Galilee in northern Israel who hired himself out for three years to a landowner in the south. At the end of the three years, the day before Yom Kippur, the worker asked for his wages so that he could return home and feed his family. But the employer claimed to have no money to pay him. Then the worker asked to be paid in fruit. I have none, the employer replied. Pay me in land. I have none. Pay me in blankets and pillows. I have none. The worker finally went home empty handed.
After Sukkot the employer traveled all the way to the Upper Galilee in order to pay his worker. He came with money and plenty of food. The employer asked him what he had thought when he was told that there was no money, fruit or land to pay him. "Well, said the worker, I thought that you had no cash and leased out all your land." The employer said that this was exactly what happened. But as soon as I got money I wanted to you right away.
It says that the worker was Rabbi Akiva and the employer was Rabbi Eliezer Ben Hyrcanus.
This way we learn from Rabbi Akiva that all G-d does is for the good and to give people a benefit of a doubt. In the story, Rabbi Akiva saw the hidden potential in other people. He later on became one of the greatest rabbis.
Nevertheless, not everybody is like those two famous rabbis. It is a biblical commandment to pay a worker on time. The Mishna in Bava Metzia 111a teaches us that it is forbidden to delay payment of wages when the worker demanded his money. The Gemara continues on page 112a: Do not rob an impoverished person.
The employer has to pay the wages because the employee's life depends on that money. Whoever withholds the wages of an employee is considered as if he took his life from him.
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Rabbi Akiva: was killed by the Romans in 135 CE, one of the greatest Sages of the Mishna.
Der Talmud Bava Metzia Seite 110 - 112 lehrt uns, dass Loehne puenktlich gezahlt werden muessen. Sobald dieses Thema aufkommt, werde ich sofort an eine Story mit Rabbi Akiva erinnert.
Die Story heisst "Der besondere Arbeiter"und berichtet von einem juedischen Arbeiter aus Galilaea in Nordisrael, der sich fuer drei Jahre an einen Gutsherren verpflichtet hatte. Nach Ablauf der drei Jahre, einen Tag vor Yom Kippur, verlangte der Arbeiter seinen Lohn, um danach zu seiner Familie zurueck zukehren. Der Gutsherr sagte, dass er kein Geld habe. Daraufhin verlangte der Arbeiter seinen Lohn in Obst. Obst habe ich auch keines, entgegnete der Gutsherr. Bezahle mich mit Land. Land habe ich auch keines. Bezahle mich mit Decken und Kissen. Das habe ich auch nicht. Der Arbeiter kehrte unverrichteter Dinge heim in den Norden.
Nach Sukkot reiste der Gutsherr den ganzen Weg hinauf zum Haus seines ehemaligen Arbeiters. Er bezahlte ihn reichlich mit Geld und Lebensmitteln. Als er den Arbeiter fragte, was dieser gedacht hatte, als er keinen Lohn bekam, antwortete der: "Ich dachte, dass du kein Bargeld und dein Land verpachtet hast."Genauso war es, sagte der Gutsherr. Doch ich schwor mir, dass, sobald ich das Geld habe, ich dir deinen Lohn zahlen werde.
Es heisst, dass der Arbeiter Rabbi Akiva und der Gutsherr Rabbi Eliezer Ben Hyrcanus waren. Wir lernen von Rabbi Akiva, dass alles was G-tt macht, zum Guten ist und das man jedem Menschen eine Chance geben sollte. Rabbi Akiva sah das unbekannte Potential welches in den Menschen steckt. Spaeter wurde er einer der groessten Rabbiner.
Nichtsdestotrotz, nicht jeder ist so wie diese zwei beruehmten Rabbis. Es ist ein biblisches Gebot, dass ein Arbeiter puenktlich bezahlt werden muss. Die Mishna in Bava Metzia 111a lehrt uns, dass es verboten ist, die Lohnauszahlung zu verschieben, wenn ein Arbeiter zuvor seinen Lohn verlangte. Die Gemara, Seite 112a, faehrt fort: Bestehle keinen Armen.
Der Arbeitgeber muss die Loehne puenktlich zahlen, da das Leben seines Arbeitnehmers davon abhaengt. Wer die Lohnauszahlung verschiebt, wird angesehen als habe er das Leben des Arbeitnehmers genommen.
_________________________________________
Rabbi Akiva: ermordet von den Roemern im Jahre 135 CE. Er war einer der groessten Gelehrten der Mishna.
Donnerstag, November 02, 2006
Mittwoch, November 01, 2006
Parashat Lech Lecha
B"H
Soweit berichtete uns die Thora ueber Adam, Noach und deren Generationen. Weder Adam, Noach noch deren Zeitgenossen waren Juden. Die Geschichte des juedischen Volkes beginnt mit Avraham.
Die Generation der Flut wurde von G-tt aufgrund ihrer Suenden vernichtet. Eine der Suenden war Goetzendienst. Die nachfolgenden Generationen jedoch hatten nichts aus der Geschichte gelernt.
Von Noach bis Avraham waren es zehn Generationen und wieder wurde Goetzendienst betrieben. Laut Midrash und Aggadah betete selbst Avrahams Familie Goetzen an. Sein Vater Terach war einer von Nimrods Ministern und betrieb nebenbei einen Souvenir - Laden mit Goetzendienst - Statuen darin. Sein Sohn Avraham kam dennoch zu der Ueberzeugung, dass es nur einen G-tt geben kann. Wie kam er zu dieser Ueberzeugung ?
Eines Tages war er auf der Suche nach dem einen richtigen G-tt, schaute auf zur Sonne und dachte, diese sei G-tt. Die Sonne ging abends unter und der Mond kam heraus. Avraham dachte, dass der dann wohl G-tt sein muesse. Doch auch der Mond verschwand am Morgen und Avraham erkannte, dass es einen einzigen wahren G-tt geben muss, der ueber allen Dingen steht. Er begann zu beten und G-tt Seinerseits zeigte sich Avraham.
Vater Terach war alles andere als begeistert, dass sein Sohn nur noch einen G-tt anbetete und informierte Koenig Nimrod. Zur Strafe schickte Nimrod Avraham in das Feuer, welche letzterer mit Hilfe G-ttes ueberlebte.
Spaeter musste Avraham samt Familie fluechten und liess sich in Haran (heute Syrien) nieder.
Es geschah in Haran, dass G-tt zu Avraham sprach: "Gehe hinaus in ein Land, verlasse Deine Lieben und Deines Vaters Haus, und gehe in ein Land, das ich dir zeigen werde."
Und was tat Avraham ? Er zoegerte nicht, sondern machte sich sogleich auf den Weg.
"Lech Lecha" heisst woertlich uebersetzt "Geh zu dir selbst". Laut Rashi (Rabbi Shlomo Itzchaki) heisst das: Geh, denn es ist zu deinem Besten.
An dieser Stelle moechte ich eine chassidische Interpretation des Sefat Emet (Rabbi Yehudah Aryeh Leib aus Ger) einbringen. Dieser sagte, dass Avraham sich auf den Weg machte, weil G-tt es ihm aufgetragen hatte. Einen Gedanken, dass alles zu seinem Besten sei, gab es seitens Avraham nicht.
Der Sefat Emet sieht die biblische Story ebenso metaphorisch: Als Avraham Haran verliess, war dies auch eine spirituelle Verwandlung. Jeder von uns sollte nach Perfektion streben, mit welcher wir in der Lage sind, immer hoehere Level zu erreichen. Das ganze Leben ist eine Reise, die uns von Level zu Level fuehrt und, wie Avraham, sollten wir das Richtige tun. Perfektion durch Einhaltung der Gebote.
Die Midrash Rabbah stellt die Frage, warum G-tt Avraham nicht zumindest wissen liess, wohin die Reise gehen sollte. Um ihn spaeter fuer jeden Schritt, den er unternahm, zu belohnen. So lautet die Antwort.
Leider ist es fuer uns oftmals unvorstellbar, die gewohnte Umgebung und Familie zu verlassen, um an einem fremden Ort neu zu beginnen. Besonders Leute, die Aliyah (Einwanderung) nach Israel machten, koennen dies bestaetigen.
Avraham besass das perfekte Vertrauen in G-tt. Hoffentlich werden wir einmal den gleichen oder einen aehnlichen Level erreichen.
_____________________________________
Rashi - Rabbi Shlomo Itzchaki, 1040 - 1105, beruehmter Thora - und Talmud - Kommentator.
Sefat Emet - Rabbi Yehudah Aryeh Leib aus Ger. Er war der zweite Gerrer Rebbe. Geboren in Warschau, Polen, im Jahre 1847 und verstorben in Ger, Polen, 1905.
Soweit berichtete uns die Thora ueber Adam, Noach und deren Generationen. Weder Adam, Noach noch deren Zeitgenossen waren Juden. Die Geschichte des juedischen Volkes beginnt mit Avraham.
Die Generation der Flut wurde von G-tt aufgrund ihrer Suenden vernichtet. Eine der Suenden war Goetzendienst. Die nachfolgenden Generationen jedoch hatten nichts aus der Geschichte gelernt.
Von Noach bis Avraham waren es zehn Generationen und wieder wurde Goetzendienst betrieben. Laut Midrash und Aggadah betete selbst Avrahams Familie Goetzen an. Sein Vater Terach war einer von Nimrods Ministern und betrieb nebenbei einen Souvenir - Laden mit Goetzendienst - Statuen darin. Sein Sohn Avraham kam dennoch zu der Ueberzeugung, dass es nur einen G-tt geben kann. Wie kam er zu dieser Ueberzeugung ?
Eines Tages war er auf der Suche nach dem einen richtigen G-tt, schaute auf zur Sonne und dachte, diese sei G-tt. Die Sonne ging abends unter und der Mond kam heraus. Avraham dachte, dass der dann wohl G-tt sein muesse. Doch auch der Mond verschwand am Morgen und Avraham erkannte, dass es einen einzigen wahren G-tt geben muss, der ueber allen Dingen steht. Er begann zu beten und G-tt Seinerseits zeigte sich Avraham.
Vater Terach war alles andere als begeistert, dass sein Sohn nur noch einen G-tt anbetete und informierte Koenig Nimrod. Zur Strafe schickte Nimrod Avraham in das Feuer, welche letzterer mit Hilfe G-ttes ueberlebte.
Spaeter musste Avraham samt Familie fluechten und liess sich in Haran (heute Syrien) nieder.
Es geschah in Haran, dass G-tt zu Avraham sprach: "Gehe hinaus in ein Land, verlasse Deine Lieben und Deines Vaters Haus, und gehe in ein Land, das ich dir zeigen werde."
Und was tat Avraham ? Er zoegerte nicht, sondern machte sich sogleich auf den Weg.
"Lech Lecha" heisst woertlich uebersetzt "Geh zu dir selbst". Laut Rashi (Rabbi Shlomo Itzchaki) heisst das: Geh, denn es ist zu deinem Besten.
An dieser Stelle moechte ich eine chassidische Interpretation des Sefat Emet (Rabbi Yehudah Aryeh Leib aus Ger) einbringen. Dieser sagte, dass Avraham sich auf den Weg machte, weil G-tt es ihm aufgetragen hatte. Einen Gedanken, dass alles zu seinem Besten sei, gab es seitens Avraham nicht.
Der Sefat Emet sieht die biblische Story ebenso metaphorisch: Als Avraham Haran verliess, war dies auch eine spirituelle Verwandlung. Jeder von uns sollte nach Perfektion streben, mit welcher wir in der Lage sind, immer hoehere Level zu erreichen. Das ganze Leben ist eine Reise, die uns von Level zu Level fuehrt und, wie Avraham, sollten wir das Richtige tun. Perfektion durch Einhaltung der Gebote.
Die Midrash Rabbah stellt die Frage, warum G-tt Avraham nicht zumindest wissen liess, wohin die Reise gehen sollte. Um ihn spaeter fuer jeden Schritt, den er unternahm, zu belohnen. So lautet die Antwort.
Leider ist es fuer uns oftmals unvorstellbar, die gewohnte Umgebung und Familie zu verlassen, um an einem fremden Ort neu zu beginnen. Besonders Leute, die Aliyah (Einwanderung) nach Israel machten, koennen dies bestaetigen.
Avraham besass das perfekte Vertrauen in G-tt. Hoffentlich werden wir einmal den gleichen oder einen aehnlichen Level erreichen.
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Rashi - Rabbi Shlomo Itzchaki, 1040 - 1105, beruehmter Thora - und Talmud - Kommentator.
Sefat Emet - Rabbi Yehudah Aryeh Leib aus Ger. Er war der zweite Gerrer Rebbe. Geboren in Warschau, Polen, im Jahre 1847 und verstorben in Ger, Polen, 1905.
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Thora Parasha
Parashat Lech Lecha (Engl.)
B"H
So far, the Torah told us about Adam, Noach and their generations. Neither Adam nor Noach were Jewish. The history of the Jewish People only begins with Avraham.
After G-d destroyed the Generation of the Flood in order to punish them for their sins, the later generations had learned nothing from history. There were ten generations from Noach to Avrahan and again people had started to worship idols. The Midrash and Aggadah teach us that even Avraham's father family worshipped idols. His father Terach was one of Nimrod's ministers but also ran a souvenir shop selling idols.
However, his son Avraham realized that there can only be one G-d. How did he come to this conclusion ? One day he was searching for the right G-d and looking at the sun. Avraham thought that the mighty sun must be G-d. In the evening the sun disappeared and the moon was shining. Then he thought that this must be G-d. In the morning also the moon disappeared and Avraham figured that there must be only one G-d who is running the whole world. He started praying to the Creator of everything and G-d started revealing Himself to Avraham.
His father Terach was furious seeing his son praying only to one G-d and reported him to Nimrod the King. As a punishment, Avraham was thrown into the furnace but survived with the help of G-d. Later on he and his family fled to Haran (today Syria).
It happened in Haran that G-d said to him: "Go out of thy land, and from thy kindred, and from thy father's house, unto the land that I will shew thee...."
And what did Avraham do ? He did not ask questions but went right away. Rashi says that "Lech Lecha - Go for thyself" means "for your own benefit".
Here I would like to mention a chassidic teaching of the Sefat Emet (Rabbi Yehuda Aryeh Leib of Ger). He said that Avraham went because G-d had commanded him to do so. There was no thought about his own benefit, as we learn from Rashi.
The Sefat Emet also sees the biblical story as a metaphor: Avraham left Haran physically but additionally it was a spiritual transformation as well. Each of us should try to reach more perfection and this way we are able to come to higher and higher levels. The whole life is a journey from level to level and, as Avraham, we should just do the right thing. Perfection by fulfilling the commandments.
The Midrash Rabbah asks why G-d at least did not tell him where he was traveling to. In order to reward Avraham for every step he took.
For us it is very hard to leave one' s home without thinking. Leaving family and environment in order to start all over again in a foreign country is very difficult. Especially people who made Aliyah know that.
Nevertheless, Avraham had a complete trust in G-d. Hopefully we will succeed in reaching the same or a similar level.
___________________________________
The Sefat Emet - Rabbi Yehuda Aryeh Leib of Ger. He was the second Gerrer Rebbe. Born in Warsaw, Poland in 1847, died in Ger, in Poland 1905.
So far, the Torah told us about Adam, Noach and their generations. Neither Adam nor Noach were Jewish. The history of the Jewish People only begins with Avraham.
After G-d destroyed the Generation of the Flood in order to punish them for their sins, the later generations had learned nothing from history. There were ten generations from Noach to Avrahan and again people had started to worship idols. The Midrash and Aggadah teach us that even Avraham's father family worshipped idols. His father Terach was one of Nimrod's ministers but also ran a souvenir shop selling idols.
However, his son Avraham realized that there can only be one G-d. How did he come to this conclusion ? One day he was searching for the right G-d and looking at the sun. Avraham thought that the mighty sun must be G-d. In the evening the sun disappeared and the moon was shining. Then he thought that this must be G-d. In the morning also the moon disappeared and Avraham figured that there must be only one G-d who is running the whole world. He started praying to the Creator of everything and G-d started revealing Himself to Avraham.
His father Terach was furious seeing his son praying only to one G-d and reported him to Nimrod the King. As a punishment, Avraham was thrown into the furnace but survived with the help of G-d. Later on he and his family fled to Haran (today Syria).
It happened in Haran that G-d said to him: "Go out of thy land, and from thy kindred, and from thy father's house, unto the land that I will shew thee...."
And what did Avraham do ? He did not ask questions but went right away. Rashi says that "Lech Lecha - Go for thyself" means "for your own benefit".
Here I would like to mention a chassidic teaching of the Sefat Emet (Rabbi Yehuda Aryeh Leib of Ger). He said that Avraham went because G-d had commanded him to do so. There was no thought about his own benefit, as we learn from Rashi.
The Sefat Emet also sees the biblical story as a metaphor: Avraham left Haran physically but additionally it was a spiritual transformation as well. Each of us should try to reach more perfection and this way we are able to come to higher and higher levels. The whole life is a journey from level to level and, as Avraham, we should just do the right thing. Perfection by fulfilling the commandments.
The Midrash Rabbah asks why G-d at least did not tell him where he was traveling to. In order to reward Avraham for every step he took.
For us it is very hard to leave one' s home without thinking. Leaving family and environment in order to start all over again in a foreign country is very difficult. Especially people who made Aliyah know that.
Nevertheless, Avraham had a complete trust in G-d. Hopefully we will succeed in reaching the same or a similar level.
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The Sefat Emet - Rabbi Yehuda Aryeh Leib of Ger. He was the second Gerrer Rebbe. Born in Warsaw, Poland in 1847, died in Ger, in Poland 1905.
Die unerwuenschte Parade
B"H
Nichts erregt momentan die Gemueter der Jerusalemer mehr als die am 10. November stattfindende Internationale Gay Parade. Juden, Christen und Moslems laufen Sturm.
Eigentlich war geplant, die Parade im vergangenen August durchzufuehren, doch sorgte der Krieg fuer eine Verschiebung des Termines. Des weiteren fuehrten saemtliche relig. Organisationen, die Stadtverwaltung und Politiker einen Rechtsstreit mit den Organisatoren der Parade (dem sogenannten "Offenem Haus" in der Fussgaengerzone). Selbst die Polizei lehnt das Event aus organisatorischen Gruenden ab und sieht Leib und Leben von Menschen gefaehrdet.
Der Fall ging bis zum Obersten Gerichtshof und genau der entschied, dass die Parade am 10. November 2006 wie geplant stattfindet und nicht verboten wird.
Das "Offene Haus" zeigte sich von dem Urteil begeistert und sieht sich im Recht. Demonstrationsfreiheit bestehe schliesslich fuer alle.
Doch den Gegenern der Parade geht es nicht um Demonstrationsfreiheit. Sie sehen die Parade vielmehr als eine Gotteslaesterung. Soch eine Parade in der Heiligen Stadt Jerusalem ? Die koenne doch ueberall auf der Welt stattfinden. So sehen es die Einwohner und ich persoenlich stimme dem zu.
Saemtliche lokale Oberhaeupter der drei Religionen haben fuer den 10. November zu einer grossen Gegendemonstration aufgerufen in der Innenstadt aufgerufen. Die Polizei erwartet Ausschreitungen und Krawalle. Extreme ultra - orthodoxe Gruppen riefen sogar dazu auf, Paradeteilnehmer zu ermorden. Ob dies woertlich zu nehmen ist, weiss niemand so genau.
Bis zur letzten Minute wird versucht, die Parade doch noch verbieten zu lassen. Vor allem von Parlamentsabgeordneten sowie der Polizei. Kann ja auch sein, dass sie einfach nur ins Wasser faellt, da die winterliche Regenzeit begonnen hat.
Ich fuer meinen Teil habe mich noch nicht entschieden, ob ich an der Gegendemo teilnehme oder einfach nur die gesamte Innenstadt meide. Wir werden sehen......
Nichts erregt momentan die Gemueter der Jerusalemer mehr als die am 10. November stattfindende Internationale Gay Parade. Juden, Christen und Moslems laufen Sturm.
Eigentlich war geplant, die Parade im vergangenen August durchzufuehren, doch sorgte der Krieg fuer eine Verschiebung des Termines. Des weiteren fuehrten saemtliche relig. Organisationen, die Stadtverwaltung und Politiker einen Rechtsstreit mit den Organisatoren der Parade (dem sogenannten "Offenem Haus" in der Fussgaengerzone). Selbst die Polizei lehnt das Event aus organisatorischen Gruenden ab und sieht Leib und Leben von Menschen gefaehrdet.
Der Fall ging bis zum Obersten Gerichtshof und genau der entschied, dass die Parade am 10. November 2006 wie geplant stattfindet und nicht verboten wird.
Das "Offene Haus" zeigte sich von dem Urteil begeistert und sieht sich im Recht. Demonstrationsfreiheit bestehe schliesslich fuer alle.
Doch den Gegenern der Parade geht es nicht um Demonstrationsfreiheit. Sie sehen die Parade vielmehr als eine Gotteslaesterung. Soch eine Parade in der Heiligen Stadt Jerusalem ? Die koenne doch ueberall auf der Welt stattfinden. So sehen es die Einwohner und ich persoenlich stimme dem zu.
Saemtliche lokale Oberhaeupter der drei Religionen haben fuer den 10. November zu einer grossen Gegendemonstration aufgerufen in der Innenstadt aufgerufen. Die Polizei erwartet Ausschreitungen und Krawalle. Extreme ultra - orthodoxe Gruppen riefen sogar dazu auf, Paradeteilnehmer zu ermorden. Ob dies woertlich zu nehmen ist, weiss niemand so genau.
Bis zur letzten Minute wird versucht, die Parade doch noch verbieten zu lassen. Vor allem von Parlamentsabgeordneten sowie der Polizei. Kann ja auch sein, dass sie einfach nur ins Wasser faellt, da die winterliche Regenzeit begonnen hat.
Ich fuer meinen Teil habe mich noch nicht entschieden, ob ich an der Gegendemo teilnehme oder einfach nur die gesamte Innenstadt meide. Wir werden sehen......
Dienstag, Oktober 31, 2006
Prayer for the sick - Gebet fuer Kranke
B"H
Die Tochter eines befreundeten Rabbiners ist krank. Wer will, der kann fuer Efrat, die Tochter von Rabbi Machlis, einige Tehillim (Psalmen) sagen.
Efrat Bat Henny
The daughter of the famous Rabbi Machlis is ill. It would be great if you could say a prayer or Tehillim (Psalms) for her.
Efrat Bat Henny
Die Tochter eines befreundeten Rabbiners ist krank. Wer will, der kann fuer Efrat, die Tochter von Rabbi Machlis, einige Tehillim (Psalmen) sagen.
Efrat Bat Henny
The daughter of the famous Rabbi Machlis is ill. It would be great if you could say a prayer or Tehillim (Psalms) for her.
Efrat Bat Henny
The Unwanted Parade (Engl.)
B"H
This year, November 10 seems to be a bad day for Jerusalem. Then, the International Gay Parade is taking place. Jews as well as Christians and Moslems are protesting against the coming event.
The parade was already scheduled to take place last August, but delayed due to the war. Another reason for the delay was that religious organizations, the municipality, politicians and other social groups went to court in order to stop the parade. Finally the Supreme Court decided in favour of the parade.
The organizers of the parade (the Open House in the shopping mall) were very pleased with the court's verdict. Everybody has the right to demonstrate and this applies to them as well, so they said.
However, their opponents do not look at the right to demonstrate. They simply see the parade as blasphemy. The event can take place anywhere in the world but not in the Holy City of Jerusalem. That's how the inhabitants think and I agree with them.
The local heads of the three religions called upon everybody to demonstrate against the parade. The police are expecting riots when the two demonstrations bump into each other in the city center. Extreme Jewish ultra - othodox groups threatened to kill members of the parade. No one knows if this is to be taken literally.
Until the last minute, people keep on trying to stop the parade. Even in the Knesset.
Winter has begun und maybe heavy rain showers will just ruin the event. This would be the easiest way.
I have not decided yet if I am going to the opponent's demonstration or simply avoid going to the city center at all. We will see......
This year, November 10 seems to be a bad day for Jerusalem. Then, the International Gay Parade is taking place. Jews as well as Christians and Moslems are protesting against the coming event.
The parade was already scheduled to take place last August, but delayed due to the war. Another reason for the delay was that religious organizations, the municipality, politicians and other social groups went to court in order to stop the parade. Finally the Supreme Court decided in favour of the parade.
The organizers of the parade (the Open House in the shopping mall) were very pleased with the court's verdict. Everybody has the right to demonstrate and this applies to them as well, so they said.
However, their opponents do not look at the right to demonstrate. They simply see the parade as blasphemy. The event can take place anywhere in the world but not in the Holy City of Jerusalem. That's how the inhabitants think and I agree with them.
The local heads of the three religions called upon everybody to demonstrate against the parade. The police are expecting riots when the two demonstrations bump into each other in the city center. Extreme Jewish ultra - othodox groups threatened to kill members of the parade. No one knows if this is to be taken literally.
Until the last minute, people keep on trying to stop the parade. Even in the Knesset.
Winter has begun und maybe heavy rain showers will just ruin the event. This would be the easiest way.
I have not decided yet if I am going to the opponent's demonstration or simply avoid going to the city center at all. We will see......
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Jerusalem
Das "verfluchte Gebaeude"
B"H
Es gibt die praktische und die theoretische Kabbalah, wobei die erstere heutzutage kaum Anwendung findet. Aus vielerlei Gruenden.
Eine Form der praktischen Kabbalah sind Flueche. Und von solch einer Begebenheit moechte ich erzaehlen. Es handelt sich um den beruehmtesten Fluch Jerusalems.
Rabbi Mordechai Sharabi war ein hochangesehener Jerusalemer Kabbalist. Er wohnte im Stadtteil Nachlaot, nicht weit vom Mahane Yehuda Markt. Wer auch immer ihn besuchen kam, und das waren taeglich einige Hundert Menschen, der konnte vor dem Haus des Rabbis bei schoenem Wetter den Sonnenschein geniessen.
Eines Tages jedoch kamen Bauunternehmer und bauten ein 7 - stoeckiges Buerogebaeude genau neben sein Haus. Aus war es mit dem Sonnenschein. Der nun im Schatten des Buerogebaeudes sitzende Rabbi war so aegerlich, dass er das neue Gebaeude verfluchte.
Die Nachricht des Fluches ging durch die Lokalpresse und das Resultat war, dass kein Unternehmer Buero - oder Ladenflaechen in dem neuen Gebaeude mieten wollte. Ein boeses Omen sozusagen. Laut Fluch sollte kein Mieter jemals geschaeftlichen Erfolg haben.
Dies geschah vor ca. 20 Jahren und zwei Jahre vor dem Tod des Mordechai Sharabi.
Und tatsaechlich, bis zum heutigen Tag stehen fast alle Ladenflaechen leer. Jede Neueroeffnung brachte nur eine weitere Pleite ein. Fast jede, denn ein Laden ist mehr als erfolgreich und eroeffnet sogar demnaechst eine Filiale. Im gleichen Gebaeude.
Besagter Laden ist eine Baeckerei in der ich neben dem Studium arbeite. Der Vater des Baeckereibesitzers (meines Bosses) ist Rabbiner und als sein Sohn den Laden eroeffnete, kam er vorbei um den Fluch mit Hilfe eines Gebetes zu beenden. Anscheinend ist ihm das gelungen.
In Jerusalem heisst der Bueroblock nur das "verfluchte Gebaeude" (HaBinyan HaMekulal). Mittlerweile haben sich verschiedene private Mieter angesiedelt und eine staedtische Sozialbehoerde ist in die Bueroraeume eingezogen.
Es gibt die praktische und die theoretische Kabbalah, wobei die erstere heutzutage kaum Anwendung findet. Aus vielerlei Gruenden.
Eine Form der praktischen Kabbalah sind Flueche. Und von solch einer Begebenheit moechte ich erzaehlen. Es handelt sich um den beruehmtesten Fluch Jerusalems.
Rabbi Mordechai Sharabi war ein hochangesehener Jerusalemer Kabbalist. Er wohnte im Stadtteil Nachlaot, nicht weit vom Mahane Yehuda Markt. Wer auch immer ihn besuchen kam, und das waren taeglich einige Hundert Menschen, der konnte vor dem Haus des Rabbis bei schoenem Wetter den Sonnenschein geniessen.
Eines Tages jedoch kamen Bauunternehmer und bauten ein 7 - stoeckiges Buerogebaeude genau neben sein Haus. Aus war es mit dem Sonnenschein. Der nun im Schatten des Buerogebaeudes sitzende Rabbi war so aegerlich, dass er das neue Gebaeude verfluchte.
Die Nachricht des Fluches ging durch die Lokalpresse und das Resultat war, dass kein Unternehmer Buero - oder Ladenflaechen in dem neuen Gebaeude mieten wollte. Ein boeses Omen sozusagen. Laut Fluch sollte kein Mieter jemals geschaeftlichen Erfolg haben.
Dies geschah vor ca. 20 Jahren und zwei Jahre vor dem Tod des Mordechai Sharabi.
Und tatsaechlich, bis zum heutigen Tag stehen fast alle Ladenflaechen leer. Jede Neueroeffnung brachte nur eine weitere Pleite ein. Fast jede, denn ein Laden ist mehr als erfolgreich und eroeffnet sogar demnaechst eine Filiale. Im gleichen Gebaeude.
Besagter Laden ist eine Baeckerei in der ich neben dem Studium arbeite. Der Vater des Baeckereibesitzers (meines Bosses) ist Rabbiner und als sein Sohn den Laden eroeffnete, kam er vorbei um den Fluch mit Hilfe eines Gebetes zu beenden. Anscheinend ist ihm das gelungen.
In Jerusalem heisst der Bueroblock nur das "verfluchte Gebaeude" (HaBinyan HaMekulal). Mittlerweile haben sich verschiedene private Mieter angesiedelt und eine staedtische Sozialbehoerde ist in die Bueroraeume eingezogen.
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Kabbalah
Samstag, Oktober 28, 2006
Shabbat in Jerusalem (also in Engl.)
B"H
I know many people who come here as tourists for 1 - year - programmes and experience Shabbat in Jerusalem for the first time in their lifes. The same happened to me after I immigrated from Germany to Israel.
Shabbat in Jerusalem is very different from the Shabbatot abroad. Especially when you go to the Kotel, the Western Wall. Usually there are huge Shabbat celebrations with all kinds of Yeshiva students. Singing, dancing and afterwards the "most important" thing takes place: the Shabbat dinner placement.
It is almost impossible going to the Wall and not being invited by strangers for a Shabbat meal. People tell me that abroad this does not exist. I know that myself.
In case no one is coming up to you with an invitation, just place yourself at the water fountain at the men's side in front of the Wall and you will meet Jeff Seidel who is definitely getting you a placement. If not Jeff so his colleague Rabbi Shuster.
The same procedure on Shabbat morning: Meet Jeff at the fountain or just look around at noon and you will find Rabbi Mordechai Machlis doing a public Kiddush for anybody right in front of the Wall. Then he will ask you to join him and his family for lunch. Walk with him for about half an hour into the new city and you will have the most wonderful Shabbat experience. Never leave Jerusalem without going to the Machlis family at least once.
For the third meal there are two great places which I can recommend:
1. Rabbi Shalom Brod with Carlebach - Style and
2. Rabbi Me'ir Wiener.
The very special thing in Jerusalem is that you will never be alone. There are always people to celebrate with and for the places I mentioned, you do not need to be religious. Just be yourself.
Shabbat in Jerusalem
Ich kenne viele Leute, die fuer 1 Jahr nach Jerusalem kommen, um an verschiedenen Programmen teilzunehmen und hier den Shabbat zum ersten Mal in der Heiligen Stadt feiern. So erging es mir selbst als ich vor Jahren von Deutschland nach Israel einwanderte.
Shabbat in Jerusalem unterscheidet sich sehr vom Shabbat im Ausland. Besonders wenn man zur Klagemauer geht. Normalerweise finden dort riesige Feiern mit Yeshiva - Studenten statt. Es wird gesungen und getanzt und hinterher kommt "das Wichtigste" ueberhaupt: Es werden Einladungen fuer Shabbat - Mahlzeiten ausgegeben.
Es ist fast unmoeglich nicht von irgendwelchen Leuten zu solchen Mahlzeiten eingeladen zu werden. Leute erzaehlen mir, dass dies im Ausland ein Ding der Unmoeglichkeit ist, was ich nur bestaetigen kann.
Fuer den Fall das jemand keine Einladung bekommen sollte, gibt es Jeff Seidel und seinen Kollegen Rabbi Me'ir Schuster. Diese beiden vergeben professionell Mahlzeiten bei Familien und sind am kleinen Brunnen vor dem Eingang der Maennerseite an der Klagemauer zu finden. Dort gibt es mit Sicherheit eine Einladung.
Das gleiche wiederholt sich am darauf folgenden Tag: Jeff wird wieder anwesend sein oder wenn jemand gegen Mittag an die Klagemauer kommt, dann wird er dort Rabbi Mordechai Machlis finden, der vor der Mauer einen oeffentlichen Kiddush (Segnung des Weines incl. Gebaeck) abhaelt. Danach wird Euch Rabbi Machlis zu sich und seiner Familien auf ein Mittagessen einladen. Nach einer halben Stunde zufuss werdet ihr einen unvergesslichen Shabbat erleben. Niemand sollte aus Jerusalem abreisen, ohne einmal am Shabbat bei der Machlis - Family gewesen zu sein.
Fuer die dritte Mahlzeit habe ich zwei tolle Tips:
1. Rabbi Shalom Brod mit Carlebach - Style und
2. Rabbi Me'ir Wiener.
Das ganz Besondere ist, dass niemand in Jerusalem allein ist. Es sind immer Leute da und fuer die Plaetze, die ich gerade nannte, muss niemand unbedingt religioes sein. Just be yourself.
I know many people who come here as tourists for 1 - year - programmes and experience Shabbat in Jerusalem for the first time in their lifes. The same happened to me after I immigrated from Germany to Israel.
Shabbat in Jerusalem is very different from the Shabbatot abroad. Especially when you go to the Kotel, the Western Wall. Usually there are huge Shabbat celebrations with all kinds of Yeshiva students. Singing, dancing and afterwards the "most important" thing takes place: the Shabbat dinner placement.
It is almost impossible going to the Wall and not being invited by strangers for a Shabbat meal. People tell me that abroad this does not exist. I know that myself.
In case no one is coming up to you with an invitation, just place yourself at the water fountain at the men's side in front of the Wall and you will meet Jeff Seidel who is definitely getting you a placement. If not Jeff so his colleague Rabbi Shuster.
The same procedure on Shabbat morning: Meet Jeff at the fountain or just look around at noon and you will find Rabbi Mordechai Machlis doing a public Kiddush for anybody right in front of the Wall. Then he will ask you to join him and his family for lunch. Walk with him for about half an hour into the new city and you will have the most wonderful Shabbat experience. Never leave Jerusalem without going to the Machlis family at least once.
For the third meal there are two great places which I can recommend:
1. Rabbi Shalom Brod with Carlebach - Style and
2. Rabbi Me'ir Wiener.
The very special thing in Jerusalem is that you will never be alone. There are always people to celebrate with and for the places I mentioned, you do not need to be religious. Just be yourself.
Shabbat in Jerusalem
Ich kenne viele Leute, die fuer 1 Jahr nach Jerusalem kommen, um an verschiedenen Programmen teilzunehmen und hier den Shabbat zum ersten Mal in der Heiligen Stadt feiern. So erging es mir selbst als ich vor Jahren von Deutschland nach Israel einwanderte.
Shabbat in Jerusalem unterscheidet sich sehr vom Shabbat im Ausland. Besonders wenn man zur Klagemauer geht. Normalerweise finden dort riesige Feiern mit Yeshiva - Studenten statt. Es wird gesungen und getanzt und hinterher kommt "das Wichtigste" ueberhaupt: Es werden Einladungen fuer Shabbat - Mahlzeiten ausgegeben.
Es ist fast unmoeglich nicht von irgendwelchen Leuten zu solchen Mahlzeiten eingeladen zu werden. Leute erzaehlen mir, dass dies im Ausland ein Ding der Unmoeglichkeit ist, was ich nur bestaetigen kann.
Fuer den Fall das jemand keine Einladung bekommen sollte, gibt es Jeff Seidel und seinen Kollegen Rabbi Me'ir Schuster. Diese beiden vergeben professionell Mahlzeiten bei Familien und sind am kleinen Brunnen vor dem Eingang der Maennerseite an der Klagemauer zu finden. Dort gibt es mit Sicherheit eine Einladung.
Das gleiche wiederholt sich am darauf folgenden Tag: Jeff wird wieder anwesend sein oder wenn jemand gegen Mittag an die Klagemauer kommt, dann wird er dort Rabbi Mordechai Machlis finden, der vor der Mauer einen oeffentlichen Kiddush (Segnung des Weines incl. Gebaeck) abhaelt. Danach wird Euch Rabbi Machlis zu sich und seiner Familien auf ein Mittagessen einladen. Nach einer halben Stunde zufuss werdet ihr einen unvergesslichen Shabbat erleben. Niemand sollte aus Jerusalem abreisen, ohne einmal am Shabbat bei der Machlis - Family gewesen zu sein.
Fuer die dritte Mahlzeit habe ich zwei tolle Tips:
1. Rabbi Shalom Brod mit Carlebach - Style und
2. Rabbi Me'ir Wiener.
Das ganz Besondere ist, dass niemand in Jerusalem allein ist. Es sind immer Leute da und fuer die Plaetze, die ich gerade nannte, muss niemand unbedingt religioes sein. Just be yourself.
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Jerusalem
Freitag, Oktober 27, 2006
Mi She Berach.... (also in Engl.)
B"H
Die Haredi - Wochenzeitung "HaShavua" (Die Woche) berichtet heute von einem Ereignis, welches sich Abend von Simchat Thora zutrug. Da naemlich bot ein Mitglied der chassidischen Gruppe Shomrei Emunim sage und schreibe 2 Mio Dollar fuer eine Thora - Aliya. Die Shomrei Emunim sind im Jerusalemer ultra - orthod. Stadtteil Mea Shearim angesiedelt, doch besagtes Mitglied kam aus Montreal und bekam lt. Artikel einen besonderen "Mi She Berach...." Segen vom Oberhaupt der Gruppe.
Die Chassidim wollen diese 2 Mio Dollar ihn ihre Beit Midrash (der hauseigenen Bibliothek) investieren.
Eine Bekannte, die Mitglied der chassid. Gruppe Chabad ist, erzaehlte mir neulich, dass jemand an einem der letzten Feiertage 36. 000 Shekel (7000 Euro) ausgab, um den Thora - Schrein zu oeffnen. Geschehen ist das in der Chabad - Synagoge Zemach Zedek in der Altstadt.
Ich frage mich wirklich ob diese Leute einen besonderen Mi She Berach - Segen von G-tt bekommen. Heisst das, ich muss reich sein, um diesen Segen zu bekommen ? Was ist mit all den anderen Leute, die sich das nicht leisten koennen?
Yom Kippur haben wir gerade hinter uns und genau dieser Feiertag zeigt uns, dass JEDER Jude vor G-tt gleich ist. Muessen doch alle fasten und es wird nicht in arm und reich unterschieden. Oder an Sukkot, wo alle in die Sukkot (Laubhuetten) ziehen und auch kein Unterschied gemacht wird.
Was immer die Verantwortlichen mit dem Geld planen, ich hoffe, dass die Armen auch einen Teil davon abbekommen.
Today we find an article in the haredi weekly newspaper HaShavua (The Week). The article talks about an event which took place on Leil Simchat Torah. A rich chassid from Montreal and member of the chassidic group Shomrei Emunim spent 2 Mio Dollar on a Torah - Aliyah. He was the third (Shlishi) and wanted the honour of standing next to the Admor (the leader of the chassidic group). Shomrei Emunim are located in Jerusalem's ultra - orthod. neighbourhood Mea Shearim. However, the rich chassid got a special "Mi She Berach..." blessing from the Admor.
The money will be spend on their Beit Midrash (relig. library).
An aquaintance of mine who is a Chabadnikit told me that someone spent 36,000 Shekels (7000 Euro) just for opening the Torah ark on one of the high holidays in the Zemach Zedek synagoge (Old City of Jerusalem).
I am asking myself if G-d really does give such people a special Mi She Berach - blessing. Do I have to be rich in order to get a special blessing ?
We just finished Yom Kippur where we learned that every Jew is qual. Each of us has to fast, no matter if poor or rich. And on Sukkot we all move into the Sukka, the poor and the rich.
Whatever those people who got the money are planning, I hope that the poor are also getting something out of it.
Die Haredi - Wochenzeitung "HaShavua" (Die Woche) berichtet heute von einem Ereignis, welches sich Abend von Simchat Thora zutrug. Da naemlich bot ein Mitglied der chassidischen Gruppe Shomrei Emunim sage und schreibe 2 Mio Dollar fuer eine Thora - Aliya. Die Shomrei Emunim sind im Jerusalemer ultra - orthod. Stadtteil Mea Shearim angesiedelt, doch besagtes Mitglied kam aus Montreal und bekam lt. Artikel einen besonderen "Mi She Berach...." Segen vom Oberhaupt der Gruppe.
Die Chassidim wollen diese 2 Mio Dollar ihn ihre Beit Midrash (der hauseigenen Bibliothek) investieren.
Eine Bekannte, die Mitglied der chassid. Gruppe Chabad ist, erzaehlte mir neulich, dass jemand an einem der letzten Feiertage 36. 000 Shekel (7000 Euro) ausgab, um den Thora - Schrein zu oeffnen. Geschehen ist das in der Chabad - Synagoge Zemach Zedek in der Altstadt.
Ich frage mich wirklich ob diese Leute einen besonderen Mi She Berach - Segen von G-tt bekommen. Heisst das, ich muss reich sein, um diesen Segen zu bekommen ? Was ist mit all den anderen Leute, die sich das nicht leisten koennen?
Yom Kippur haben wir gerade hinter uns und genau dieser Feiertag zeigt uns, dass JEDER Jude vor G-tt gleich ist. Muessen doch alle fasten und es wird nicht in arm und reich unterschieden. Oder an Sukkot, wo alle in die Sukkot (Laubhuetten) ziehen und auch kein Unterschied gemacht wird.
Was immer die Verantwortlichen mit dem Geld planen, ich hoffe, dass die Armen auch einen Teil davon abbekommen.
Today we find an article in the haredi weekly newspaper HaShavua (The Week). The article talks about an event which took place on Leil Simchat Torah. A rich chassid from Montreal and member of the chassidic group Shomrei Emunim spent 2 Mio Dollar on a Torah - Aliyah. He was the third (Shlishi) and wanted the honour of standing next to the Admor (the leader of the chassidic group). Shomrei Emunim are located in Jerusalem's ultra - orthod. neighbourhood Mea Shearim. However, the rich chassid got a special "Mi She Berach..." blessing from the Admor.
The money will be spend on their Beit Midrash (relig. library).
An aquaintance of mine who is a Chabadnikit told me that someone spent 36,000 Shekels (7000 Euro) just for opening the Torah ark on one of the high holidays in the Zemach Zedek synagoge (Old City of Jerusalem).
I am asking myself if G-d really does give such people a special Mi She Berach - blessing. Do I have to be rich in order to get a special blessing ?
We just finished Yom Kippur where we learned that every Jew is qual. Each of us has to fast, no matter if poor or rich. And on Sukkot we all move into the Sukka, the poor and the rich.
Whatever those people who got the money are planning, I hope that the poor are also getting something out of it.
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Jerusalem
Donnerstag, Oktober 26, 2006
Der Schatz unter der Bruecke
B"H
Eine Story von Rabbi Nachman von Breslov
Es war einmal ein armer Jude, der wohnte in Prag. Naechtelang traeumte er immer den gleichen Traum. In dem Traum reiste er nach Wien, wo er einen Schatz unter einer Bruecke fand, welche zum Koenigspalast fuehrte.
Der Traum liess ihm keine Ruhe mehr und so machte er sich auf den Weg nach Wien. Dort stellte sich jedoch heraus, dass die besagte Bruecke von Soldaten gut bewacht wurde.
Zwei Wochen wartete der Jude auf eine guenstige Gelegenheit um ungesehen an die Bruecke zu gelangen, bis ihn ein Soldat ertappte. "Was willst du hier ?" schrie ihn der Soldat an. Und so erzaehlte der Jude dem Soldaten von seinem Traum. Der Soldat platzte vor lachen und sagte: "Wenn ich auf alle meine Traeume hoeren wuerde, dann faende ein armer Jude in Prag einen Schatz in seinem Keller."
Der Jude kehrte heim nach Prag und fand den Schatz in seinem Keller. Der Schatz war die ganze Zeit unter seinem Haus gewesen, doch hatte der Jude erst nach Wien fahren muessen, um das heraus zufinden.
Rabbi Nachman erzaehlte viele aehnliche Stories, die immer eine versteckte Botschaft enthalten. Was ist die Botschaft in dieser Geschichte ?
Vielleicht zweierlei. Zuerst, dass es heutzutage viele Juden gibt, die kaum noch spirituality besitzen und sich auf einer Reise durch das Leben befinden, diese wieder zuerlangen.
Und ein weiterer Gedanke ist, dass wir manchmal unser Glueck fern von dort suchen, wo es eigentlich ist. Viele Leute reisen um die halbe Welt, um etwas zu finden, dabei liegt das Glueck daheim ein paar Strassen weiter oder genau vor ihrer Nase.
Eine Story von Rabbi Nachman von Breslov
Es war einmal ein armer Jude, der wohnte in Prag. Naechtelang traeumte er immer den gleichen Traum. In dem Traum reiste er nach Wien, wo er einen Schatz unter einer Bruecke fand, welche zum Koenigspalast fuehrte.
Der Traum liess ihm keine Ruhe mehr und so machte er sich auf den Weg nach Wien. Dort stellte sich jedoch heraus, dass die besagte Bruecke von Soldaten gut bewacht wurde.
Zwei Wochen wartete der Jude auf eine guenstige Gelegenheit um ungesehen an die Bruecke zu gelangen, bis ihn ein Soldat ertappte. "Was willst du hier ?" schrie ihn der Soldat an. Und so erzaehlte der Jude dem Soldaten von seinem Traum. Der Soldat platzte vor lachen und sagte: "Wenn ich auf alle meine Traeume hoeren wuerde, dann faende ein armer Jude in Prag einen Schatz in seinem Keller."
Der Jude kehrte heim nach Prag und fand den Schatz in seinem Keller. Der Schatz war die ganze Zeit unter seinem Haus gewesen, doch hatte der Jude erst nach Wien fahren muessen, um das heraus zufinden.
Rabbi Nachman erzaehlte viele aehnliche Stories, die immer eine versteckte Botschaft enthalten. Was ist die Botschaft in dieser Geschichte ?
Vielleicht zweierlei. Zuerst, dass es heutzutage viele Juden gibt, die kaum noch spirituality besitzen und sich auf einer Reise durch das Leben befinden, diese wieder zuerlangen.
Und ein weiterer Gedanke ist, dass wir manchmal unser Glueck fern von dort suchen, wo es eigentlich ist. Viele Leute reisen um die halbe Welt, um etwas zu finden, dabei liegt das Glueck daheim ein paar Strassen weiter oder genau vor ihrer Nase.
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Chassidische Stories
Religious ? To be or not to be... (Engl.)
B"H
For whatever reason some people think that becoming or being religious means giving up all the pleasures in life. Only wearing black suits and hats, no more cheeseburgers and living in a religious ghetto. They only look at the negative side, see the amount of 613 Mitzwot and decide that this is just too much for them.
Becoming religious is usually a long process which can take many years. You should not decide to become religious at once, put a kipa your head and try to keep all the Mitzwot (today we are only able to keep about 70 from the 613 Mitzwot, as most of the others apply to the Cohanim and the Temple service).
If you rush you are in danger of getting depressed very soon, as I know very well from my own experience. You will not be Mrs or Mr Mea Shearim within a few days.
At a Yom Kippur class I learned from a rabbi that if you pick yourself 1 Mitzwa and keep it, you are already being considered orthodox. After keeping this particular Mitzwa you might choose doing another one after some time.
But do give it time and choose the right rabbi. Do not be upset about having bads days and not succeeding in anything. As Rabbi Nachman of Breslov taught: "Tomorrow is a new day."
Concentrate on the positive side. After some time of learning and doing, many people start understanding the Mitzwot and their inner meanings.
Each of us has a different approach to Judaism. Some succeed very easily in becoming religious and for others it seems to take ages.
There are people who get closer to Judaism by learning Torah, others start with Talmud or Chassidut let alone Kabbalah. Everyone according to his neshama (soul).
It is important to choose your own pace and if you succeed at your level you might realize that being religious does not mean loosing all the pleasures in life.
For whatever reason some people think that becoming or being religious means giving up all the pleasures in life. Only wearing black suits and hats, no more cheeseburgers and living in a religious ghetto. They only look at the negative side, see the amount of 613 Mitzwot and decide that this is just too much for them.
Becoming religious is usually a long process which can take many years. You should not decide to become religious at once, put a kipa your head and try to keep all the Mitzwot (today we are only able to keep about 70 from the 613 Mitzwot, as most of the others apply to the Cohanim and the Temple service).
If you rush you are in danger of getting depressed very soon, as I know very well from my own experience. You will not be Mrs or Mr Mea Shearim within a few days.
At a Yom Kippur class I learned from a rabbi that if you pick yourself 1 Mitzwa and keep it, you are already being considered orthodox. After keeping this particular Mitzwa you might choose doing another one after some time.
But do give it time and choose the right rabbi. Do not be upset about having bads days and not succeeding in anything. As Rabbi Nachman of Breslov taught: "Tomorrow is a new day."
Concentrate on the positive side. After some time of learning and doing, many people start understanding the Mitzwot and their inner meanings.
Each of us has a different approach to Judaism. Some succeed very easily in becoming religious and for others it seems to take ages.
There are people who get closer to Judaism by learning Torah, others start with Talmud or Chassidut let alone Kabbalah. Everyone according to his neshama (soul).
It is important to choose your own pace and if you succeed at your level you might realize that being religious does not mean loosing all the pleasures in life.
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Dienstag, Oktober 24, 2006
Jewish Prayer
B"H
Nein, ich bin kein Mitglied der chassidischen Gruppe Chabad (den Lubawitschern). Mehrere Jahre jedoch nahm ich an Vortraegen in der Jerusalemer Altstadt teil und habe Chabad eine Menge Wissen und Insights in die jued. Religion zu verdanken.
Einer der bekanntesten Chabad - Rabbis ist Rav Adin Steinsaltz aus Jerusalem. Der 1937 geborene und 1988 mit dem Israel - Preis ausgezeichnete Rav Steinsaltz ist vor allem beruehmt durch seine ins Englische uebersetzten Ausgaben des Babylonischen Talmuds (der Steinsaltz Edition). Ausserdem besitzt er die Ehrendoktorwuerde der Yeshiva University und der Bar Ilan University und ist Autor von mehr als 50 Buechern.
Aus einem seiner Buecher ( A Guide to Jewish Prayer) moechte ich einige interessante und nicht nur chassidische Einblicke in das juedische Gebet geben, welche vielleicht dem einen oder anderen den Zugang zum Gebet erleichtern oder zumindest ein besseres Verstaendnis geben.
Grundsaetzliches noch vorne weg: Juden beten dreimal am Tag zu vorgegebenen Zeiten; das Morgengebet Shacharith, das Nachmittagsgebet Mincha und das Abendgebet Ma'ariv. Zusaetzlich gibt es noch das Gebet (Shema) vor dem Einschlafen und den Tikkun Chazzot, den Mitternachtstikkun. Das zentrale Thema dieses Tikkun ist die Trauer um die Tempelzerstoerung und das Leben in der Diaspora. Im Talmud steht, dass G-tt selbst darum weint.
Ashkenazim, Sepharadim und Chassidim haben teilweise unterschiedliche Gebetsformen und Riten.
Kein Buch ist mit dem juedischen Herzen so sehr verbunden wie das Siddur (jued. Gebetsbuch). Es vereint das gesamte Judentum und ist selbst demjenigen vertraut, welcher nicht unbedingt Talmud lernt oder ueber sonstiges jued. akademisches Wissen verfuegt.
Ein jeder betet aus unterschiedlicher Motivation heraus und auch fuer individuelle Zwecke wie G-tt um etwas fuer sich oder fuer andere zu bitten, G-tt zu danken, Genesung, Freude etc. Gebet ist ein Ausdruck religioeser Emotionen und es ebnet den Weg zu einer Verbindung zwischen dem Betenden und G-tt. Die taeglichen drei Hauptgebete wurden von den Patriarchen Avraham, Itzchak und Ya'akov eingefuehrt (Talmud Berachot 26). Nach der Tempelzerstoerung ersetzen Gebete teilweise den ehemaligen Opferdienst, der zu Tempelzeiten stattfand.
Ueber die drei taeglichen Gebete hinaus, in denen der Ritus vorgeschrieben ist, kann jeder am Ende seine eigenen Worte und Gedankenanhaengen. Individuelle Gebete sind an keine Zeiten gebunden. Schon zu talmudischen Zeiten haben verschiedene Gelehrte ihre persoenlichen Gebete angehaengt.
Individuelle Gebete koennen ueberall und zu jeder Zeit stattfinden. Man braucht dazu keine Synagoge. Einige gehen dazu sogar in den Wald, wie die Breslover Chassidim. Persoenliche Gebete sind nicht verboten und werden von G-tt angenommen.
Das Wichtigste im rituellen sowohl als auch im persoenlichen Gebet ist, dass es vom Herzen kommt und nicht vom Intellekt. G-tt will dein Herz, so heisst es.
Die Mitzwa (das Gebot) zu beten besteht ebenso fuer Frauen wie fuer Maenner, wobei die Frau nicht immer auf eine Minyan warten muss. Sie kann ihre taeglichen Gebete auch alleine sagen, wodurch Frauen ihren eigenen Stil mit der Intimitaet entwickelt haben.
Neben der Mitzwa mit dem Herzen zu beten, sollte das Gebet ebenso Kavanah (Absicht, Konzentration) enthalten. Es heisst das ein Gebet ohne Kavanah wie ein Koerper ohne Seele ist. Die groesste Kavanah entsteht, wenn jemand G-tt spontan aus Sorge heraus um etwas bittet. Dann naemlich kommt das Gebet vom Herzen, da es zu eben jenem bestimmten Moment stattfindet. Uebrigens ist das Gebet mit Kavanah eine Halacha (eine relig. Vorschrift).
Kavanah (Absicht) besteht aus verschiedenen Leveln. Jede Neshama (Seele) ist eine einzigartige Welt in sich selbst und jeder von uns hat unterschiedliche Level von Spiritualitaet.
Es ist wichtig, das Bewusstsein zu erlangen vor dem Schoepfer zu stehen. Kavanah ist vergleichbar mit dem Gefuehl Musik zu hoeren oder eine Story zu lesen und sich vollkommen damit zu identifizieren. Identifikation mit den Worten des Gebetes.
Wie erreiche ich Kavanah ?
Vor allem ist es wichtig, regelmaessig zu beten. Regelmaessigkeit verbessert die Kavanah. Man sollte sich an einen ruhigen Ort begeben und sich auch in der Synagoge durch nichts ablenken lassen. Zuviel Drumherum oder Gedanken an Probleme stoeren. Die Umwelt ist ein wesentlicher Faktor. Viele erreichen ihre Kavanah durch jued. Meditation oder dem Singen von Nigunim (Melodien). Jeder nach seinem Level der Neshama (Seele).
Eine Mishna im Talmud Berachot schreibt 1 Stunde Meditation vor dem Gebet vor (wobei die Zeitangabe hier als metaphorisch anzusehen ist). Vor allem Chassidim meditieren vor dem Gebet um dadurch eine hoehere Kavanah zu erreichen.
Gebet und Musik
Seit fruehester Zeit ist Musik ein Teil des Services zu G-tt. Im Tempel nahm sie einen wichtigen Platz ein und selbst Koenig David verfasste seine Tehillim (Psalmen) mit Melodien.
Der Stil der Melodien ist bei Ashkenazim, Sepharadim und Chassidim hoechst unterschiedlich. Dazu kommt, dass jede chassidische Gruppe ihre eigenen Melodien entwickelt hat.
Nicht nur in Jerusalem, sondern vor allem in den USA, sind die Melodien des Shlomo Carlebachs sehr populaer. In Jerusalem gibt es mehrere Carlebach - Minyanim und Synagogen. Wer am Shabbat an die Klagemauer kommt, der wird garantiert eine Carlebach - Minyan finden.
Shlomo Carlebach hatte das grosse Talent durch seine Melodien einen jeden an eine spirituelle Welt zu fesseln. Wenn auch manchmal nur fuer Augenblicke.
Noch ein persoenlicher Tip von mir: Wer nicht immer dem gesamten Synagogengottesdienst folgen kann und wem alles viel zu schnell geht, der sollte sich in der Amida, dem Shemona Esre - Gebet, auf einen nach eigener Wahl bestimmten Vers besonders konzentrieren. Das ist wichtiger als alle Paragraphen gedankenlos herunterzurasseln.
Nein, ich bin kein Mitglied der chassidischen Gruppe Chabad (den Lubawitschern). Mehrere Jahre jedoch nahm ich an Vortraegen in der Jerusalemer Altstadt teil und habe Chabad eine Menge Wissen und Insights in die jued. Religion zu verdanken.
Einer der bekanntesten Chabad - Rabbis ist Rav Adin Steinsaltz aus Jerusalem. Der 1937 geborene und 1988 mit dem Israel - Preis ausgezeichnete Rav Steinsaltz ist vor allem beruehmt durch seine ins Englische uebersetzten Ausgaben des Babylonischen Talmuds (der Steinsaltz Edition). Ausserdem besitzt er die Ehrendoktorwuerde der Yeshiva University und der Bar Ilan University und ist Autor von mehr als 50 Buechern.
Aus einem seiner Buecher ( A Guide to Jewish Prayer) moechte ich einige interessante und nicht nur chassidische Einblicke in das juedische Gebet geben, welche vielleicht dem einen oder anderen den Zugang zum Gebet erleichtern oder zumindest ein besseres Verstaendnis geben.
Grundsaetzliches noch vorne weg: Juden beten dreimal am Tag zu vorgegebenen Zeiten; das Morgengebet Shacharith, das Nachmittagsgebet Mincha und das Abendgebet Ma'ariv. Zusaetzlich gibt es noch das Gebet (Shema) vor dem Einschlafen und den Tikkun Chazzot, den Mitternachtstikkun. Das zentrale Thema dieses Tikkun ist die Trauer um die Tempelzerstoerung und das Leben in der Diaspora. Im Talmud steht, dass G-tt selbst darum weint.
Ashkenazim, Sepharadim und Chassidim haben teilweise unterschiedliche Gebetsformen und Riten.
Kein Buch ist mit dem juedischen Herzen so sehr verbunden wie das Siddur (jued. Gebetsbuch). Es vereint das gesamte Judentum und ist selbst demjenigen vertraut, welcher nicht unbedingt Talmud lernt oder ueber sonstiges jued. akademisches Wissen verfuegt.
Ein jeder betet aus unterschiedlicher Motivation heraus und auch fuer individuelle Zwecke wie G-tt um etwas fuer sich oder fuer andere zu bitten, G-tt zu danken, Genesung, Freude etc. Gebet ist ein Ausdruck religioeser Emotionen und es ebnet den Weg zu einer Verbindung zwischen dem Betenden und G-tt. Die taeglichen drei Hauptgebete wurden von den Patriarchen Avraham, Itzchak und Ya'akov eingefuehrt (Talmud Berachot 26). Nach der Tempelzerstoerung ersetzen Gebete teilweise den ehemaligen Opferdienst, der zu Tempelzeiten stattfand.
Ueber die drei taeglichen Gebete hinaus, in denen der Ritus vorgeschrieben ist, kann jeder am Ende seine eigenen Worte und Gedankenanhaengen. Individuelle Gebete sind an keine Zeiten gebunden. Schon zu talmudischen Zeiten haben verschiedene Gelehrte ihre persoenlichen Gebete angehaengt.
Individuelle Gebete koennen ueberall und zu jeder Zeit stattfinden. Man braucht dazu keine Synagoge. Einige gehen dazu sogar in den Wald, wie die Breslover Chassidim. Persoenliche Gebete sind nicht verboten und werden von G-tt angenommen.
Das Wichtigste im rituellen sowohl als auch im persoenlichen Gebet ist, dass es vom Herzen kommt und nicht vom Intellekt. G-tt will dein Herz, so heisst es.
Die Mitzwa (das Gebot) zu beten besteht ebenso fuer Frauen wie fuer Maenner, wobei die Frau nicht immer auf eine Minyan warten muss. Sie kann ihre taeglichen Gebete auch alleine sagen, wodurch Frauen ihren eigenen Stil mit der Intimitaet entwickelt haben.
Neben der Mitzwa mit dem Herzen zu beten, sollte das Gebet ebenso Kavanah (Absicht, Konzentration) enthalten. Es heisst das ein Gebet ohne Kavanah wie ein Koerper ohne Seele ist. Die groesste Kavanah entsteht, wenn jemand G-tt spontan aus Sorge heraus um etwas bittet. Dann naemlich kommt das Gebet vom Herzen, da es zu eben jenem bestimmten Moment stattfindet. Uebrigens ist das Gebet mit Kavanah eine Halacha (eine relig. Vorschrift).
Kavanah (Absicht) besteht aus verschiedenen Leveln. Jede Neshama (Seele) ist eine einzigartige Welt in sich selbst und jeder von uns hat unterschiedliche Level von Spiritualitaet.
Es ist wichtig, das Bewusstsein zu erlangen vor dem Schoepfer zu stehen. Kavanah ist vergleichbar mit dem Gefuehl Musik zu hoeren oder eine Story zu lesen und sich vollkommen damit zu identifizieren. Identifikation mit den Worten des Gebetes.
Wie erreiche ich Kavanah ?
Vor allem ist es wichtig, regelmaessig zu beten. Regelmaessigkeit verbessert die Kavanah. Man sollte sich an einen ruhigen Ort begeben und sich auch in der Synagoge durch nichts ablenken lassen. Zuviel Drumherum oder Gedanken an Probleme stoeren. Die Umwelt ist ein wesentlicher Faktor. Viele erreichen ihre Kavanah durch jued. Meditation oder dem Singen von Nigunim (Melodien). Jeder nach seinem Level der Neshama (Seele).
Eine Mishna im Talmud Berachot schreibt 1 Stunde Meditation vor dem Gebet vor (wobei die Zeitangabe hier als metaphorisch anzusehen ist). Vor allem Chassidim meditieren vor dem Gebet um dadurch eine hoehere Kavanah zu erreichen.
Gebet und Musik
Seit fruehester Zeit ist Musik ein Teil des Services zu G-tt. Im Tempel nahm sie einen wichtigen Platz ein und selbst Koenig David verfasste seine Tehillim (Psalmen) mit Melodien.
Der Stil der Melodien ist bei Ashkenazim, Sepharadim und Chassidim hoechst unterschiedlich. Dazu kommt, dass jede chassidische Gruppe ihre eigenen Melodien entwickelt hat.
Nicht nur in Jerusalem, sondern vor allem in den USA, sind die Melodien des Shlomo Carlebachs sehr populaer. In Jerusalem gibt es mehrere Carlebach - Minyanim und Synagogen. Wer am Shabbat an die Klagemauer kommt, der wird garantiert eine Carlebach - Minyan finden.
Shlomo Carlebach hatte das grosse Talent durch seine Melodien einen jeden an eine spirituelle Welt zu fesseln. Wenn auch manchmal nur fuer Augenblicke.
Noch ein persoenlicher Tip von mir: Wer nicht immer dem gesamten Synagogengottesdienst folgen kann und wem alles viel zu schnell geht, der sollte sich in der Amida, dem Shemona Esre - Gebet, auf einen nach eigener Wahl bestimmten Vers besonders konzentrieren. Das ist wichtiger als alle Paragraphen gedankenlos herunterzurasseln.
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Time for a Joke (also in Engl.)
B"H
Was ist der Unterschied zwischen einer orthodoxen, einer konservativen und einer reform Hochzeit ?
Bei einer orthodoxen Hochzeit sind die zwei Schwiegermuetter schwanger.
Bei einer konservativen Hochzeit ist die Braut schwanger
und bei einer reform Hochzeit ist " der " Rabbiner schwanger.
What is the difference between an orthodox, a conservative and a reform wedding ?
At the orthodox wedding the two mothers - in - law are pregnant.
At the conservative wedding the bride is pregnant
and at the reform wedding the rabbi is pregnant.
Was ist der Unterschied zwischen einer orthodoxen, einer konservativen und einer reform Hochzeit ?
Bei einer orthodoxen Hochzeit sind die zwei Schwiegermuetter schwanger.
Bei einer konservativen Hochzeit ist die Braut schwanger
und bei einer reform Hochzeit ist " der " Rabbiner schwanger.
What is the difference between an orthodox, a conservative and a reform wedding ?
At the orthodox wedding the two mothers - in - law are pregnant.
At the conservative wedding the bride is pregnant
and at the reform wedding the rabbi is pregnant.
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Montag, Oktober 23, 2006
Parashat Noach
Did Noach mess it up ?
Kommenden Shabbat lesen wir weltweit in den Synagogen die Torah - Portion Noach (Noah) aus dem 1. Buch Genesis. Und wie in jedem Jahr gehen die Meinungen ueber die Person Noach weit auseinander. Viele sehen ihn als einen guten gerechten Menschen, andere, und nicht wenige, betrachten ihn als das genaue Gegenteil.
Dabei heisst es doch im Buch Genesis 6:9 selbst, dass Noach ein Zaddik, ein Gerechter, war.
Vielleicht sollten wir Noach und seine Zeitgenossen erst einmal kennen lernen und uns dann selbst ein Urteil bilden.
Noach wurde im Jahre 1056 des jued. Kalenders geboren. Sein Grossvater Metusalem (Metushelach) war als frommer Gerechter bekannt. Er folgte G-tt und nahm nicht an dem lasterhaften Leben seiner Zeitgenossen teil. Noachs Vater Lamech war da schon nachlaessiger, doch Noach folgte den Pfaden seines Grossvaters. Wie schon die Generationen zuvor betrieben Noachs Zeitgenossen Goetzendienst und beteten zur Sonne und den Sternen. G-tt war fuer sie ueberfluessig geworden.
Das Leben vor der Flut hatte viele Vorteile: Krankheiten waren unbekannt, es gab keine Jahreszeiten, die Menschen hatten aufgrund eines anderen DNA und einer anderen Luft eine verhaeltnismaessig hohe Lebenserwartung. Eine einzige Ernte reichte fuer 40 Jahre, wobei diese nicht verrottete.
Ihr gutes Leben sahen die Leute als selbstverstaendlich an. Wer braucht G-tt, wenn alles vorhanden ist ? So wurde gestohlen, gemordet, betrogen und vergewaltigt. Selbst die Tiere sahen die sexuellen Perversitaeten der Generation und nahmen daran teil.
Die Gemara im Talmud - Traktat Sanhedrin, Seite 108, verfuegt ueber eine ganze Liste des suendhaften Lebens der Generation der Flut.
Noach beteiligte sich nicht an diesen Aktivitaeten. Er heiratet Na'ama und gemeinsam hatten sie drei Soehne: Shem, Cham und Yafed. Im Alter von 480 Jahren begann er die Arche zu bauen, wie G-tt es ihm aufgetragen hatte.
Und nun kommen wir zu dem Punkt, wo die Meinungen auseinandergehen. Hat Noach die Menschen davor gewarnt, dass G-tt sie mit Hilfe einer Flut vernichten will ? Die Gemara in Sanhedrin sagt, dass Noach die Menschen warnte, doch diese ihn nur auslachten. Er wurde als alter verwirrter Trottel beschimpft.
Wahrscheinlich gab er aufgrunddessen nach einiger Zeit auf und kuemmerte sich nur noch um den Bau der Arche. Der Bau dauerte 120 Jahre in all jener Zeit hatten die Menschen Gelegenheit, ihr Schicksal zu veraendern. Haetten sie zu G-tt gebetet und ihr Lotterleben aufgegeben, dann waere es womoeglich nie zu einer Flut gekommen. Aber wie das so ist, wenn es einem gutgeht, dann denkt man nicht an ein Ende.
Erst als die Flut begann, welche aus kalten und kochend heissem Wasser bestand, aenderten sie ihre Meinung und sahen, dass es nur einen G-tt gibt. Zu spaet. Im Jahre 1656 des jued. Kalenders oder 2104 BCE wurde alles Leben ausserhalb der Arche vernichtet. Von den Tieren (ausserhalb der Arche) ueberlebten nur die Fische, welche sich nie am perversen Leben beteiligt hatten.
Sollen wir Noach nun danach beurteilen, ob er die Menschen haette mehr warnen sollen oder nicht ? Haette er vor G-tt fuer die Generation beten sollen, wie dieses spaeter Avraham (im Falle Sodoms) oder Moshe (im Falle des Goldenen Kalbes) taten ?
Fuer mich ist Noach ein Gerechter, denn er und seine Familie waren die einzigen, die sich nicht an den Taten einer gesamten Generation beteilgten. Wer seine Meinung vor Tausenden von Menschen vertritt und dabei verspottet wird, dem gehoert Anerkennung. Somit wird Noach zurecht von G-tt als Zaddik (Gerechter) bezeichnet.
Und was koennen wir von Noach lernen ? Auch zur heutigen Zeit sollten wir uns nicht zu sicher fuehlen, dass G-tt uns nicht sieht. Im Gegenteil, alles wird registriert. Demnach sollten wir nach einem besseren perfekterem Leben streben.
Nachtrag:
1. Es gibt im Talmud unterschiedliche Meinungen ob die Flut auf der gesamten Welt, nur in Israel oder ueberall nur nicht in Israel stattfand.
2. Die Parashat Noach besteht aus zwei Teilen: Noach und am Ende wird kurz ueber die Begebenheit des Turmes von Bavel berichtet.
Labels:
Thora Parasha
Sonntag, Oktober 22, 2006
Introduction
B"H
Sinn und Zweck dieses Blogs ist es, dass Stigma, welches den orthodoxen Juden (gleich welcher Gruppe) anhaftet, zu durchbrechen. Vielleicht ein bisschen Aufklaerung ueber die jued. Religion zu betreiben.
Wer sind ultra - orthodoxe Juden ueberhaupt? Welche Gruppen gibt es und wie leben sie? Chassidim, Midnagdim, Chassidut, orthodoxes Leben ueberhaupt..... Halacha, Torah, Talmud.....
In Deutschland gibt es ueber die " orthodoxen " Juden und Orthodoxie ueberhaupt fast gar keine Informationen. Wer informiert sein will, der findet ueberwiegend engl. Sites. Religioese Themen werden in Deutschland leider oftmals nur von Laien wiedergegeben. Dieses will ich hiermit versuchen zu veraendern.
Gleich zu Beginn: Das Wort ultra - orthodox gibt es in der hebraeischen Sprache nicht. In Israel ist der Begriff gegenueber Deutschland und Anglo - Laendern unbekannt. Es gibt nur zwei Woerter: Dati - religioes und Lo dati - nicht religioes.
Die Religioesen werden in dementsprechende Gruppen aufgeteilt, welche sich vorwiegend nach ihrer Kleidung oder der Farbe bzw. Groesse der Kipa (dem Kaeppi) richten.
Hoffe auf ein positives Echo und interessierte jued. sowie nicht jued. Leser.
Sinn und Zweck dieses Blogs ist es, dass Stigma, welches den orthodoxen Juden (gleich welcher Gruppe) anhaftet, zu durchbrechen. Vielleicht ein bisschen Aufklaerung ueber die jued. Religion zu betreiben.
Wer sind ultra - orthodoxe Juden ueberhaupt? Welche Gruppen gibt es und wie leben sie? Chassidim, Midnagdim, Chassidut, orthodoxes Leben ueberhaupt..... Halacha, Torah, Talmud.....
In Deutschland gibt es ueber die " orthodoxen " Juden und Orthodoxie ueberhaupt fast gar keine Informationen. Wer informiert sein will, der findet ueberwiegend engl. Sites. Religioese Themen werden in Deutschland leider oftmals nur von Laien wiedergegeben. Dieses will ich hiermit versuchen zu veraendern.
Gleich zu Beginn: Das Wort ultra - orthodox gibt es in der hebraeischen Sprache nicht. In Israel ist der Begriff gegenueber Deutschland und Anglo - Laendern unbekannt. Es gibt nur zwei Woerter: Dati - religioes und Lo dati - nicht religioes.
Die Religioesen werden in dementsprechende Gruppen aufgeteilt, welche sich vorwiegend nach ihrer Kleidung oder der Farbe bzw. Groesse der Kipa (dem Kaeppi) richten.
Hoffe auf ein positives Echo und interessierte jued. sowie nicht jued. Leser.
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