Sonntag, März 04, 2012
Die Juden und ihre Nähe zu G - tt
B"H
Die Gemara (rabbinische Diskussionen) im Talmud Traktat Chullin 139b lehrt uns, dass G - tt Sich in dem Namen "Esther" verbirgt. "Astir - Ich werde verbergen" - oder "nistar - versteckt", diese Worte stecken im Wort "Esther". Der Traktat Talmud Megillah 10b lehrt uns, dass Esthers eigentlicher Name "Hadassah" war. Hadassah bedeutet wörtlich "myrtle - Myhre"
Es gibt ein bekanntes kabbalistisches Teaching vom Arizal (Rabbi Yitzchak Luria). Dieses Konzept wird "Panim be'Panim - von Gesicht zu Gesicht" genannt.
G - ttes Name erscheint kein einziges Mal in der "Megillath Esther - dem Buch Esther" und wir sehen daran, dass alles in der Purim Story verborgen zuging. Sämtliche Leute agieren in der Geschichte, doch G - tt bleibt verborgen und tritt nicht offenkundig in Erscheinung. So als verberge Er Sein Gesicht vor seinem Volk, den Juden, denn sie hatten das Thorastudium vernachlässigt und sich freudvoll am unkoscheren Mahl des König Achaschwerosch gelabt. Am Ende bereuten die Juden ihre Taten und kehrten zu G - tt um. G - tt wiederum liess daraufhin ein Wunder geschehen und die Juden waren gerettet.
Es kommt vor, dass G - tt Sein Gesicht verbirgt / abwendet (symbolisch gesprochen). Wenn dies geschieht, sind die Juden den anderen Völkern ausgesetzt. Niemals jedoch verlässt G - tt Sein Volk ganz und letztendlich hilft Er ihnen zu überleben und als Sieger dazustehen.
__________________________________
__________________________________
Als ich den Text vor zwei Jahren in den Blog stellte, kam ein Kommentar von einem offenbar fanatischen Christen, welcher da die heutige Existenz des jüdischen Volkes in Frage stellte und zum Ausdruck brachte, dass G – tt Sein Gesicht von den Juden abgewendet habe und deswegen die "Megillat Esther – Das Buch Esther" als einziges Buch bis in alle Ewigkeiten Gültigkeiten haben wird.
Es ist schon erstaunlich, wie fanatische Christen und Missionare jüdische Schriften immer wieder so zurechtrücken, dass diese in ihre falschen Theorien passen. Gerade das Buch Esther zeigt uns, wie sehr G – tt die Fäden in der Hand hält und die Juden über die Jahrtausende hinweg hat überleben lassen.
The Rambam states in Hilchos Megillah, Chapter 2, Halacha 18, that all books of the Prophets and all of the Holy Writings will be cancelled in the Messianic Era except for Megillat Esther, which will exist forever like the Torah and the Talmud.What makes the Megillah so unique that it will be preserved for eternity, unlike other Books of the Tanach? The answer is found in the Megillat Esther (3:9), Haman says to Ahahuerus regarding the Jews: "If it please the king, let it be written that they be destroyed." The Midrash (Esther Rabba 7:13) adds: "Ahashuerus replied: 'You cannot prevail against them, since their G-d will not entirely forsake them. See what He did to the kings who preceded us and who laid hands upon them…Whoever comes against them to destroy them…is wiped out.'"When Haman persisted, Ahashuerus said to him: "since you are so insistent, let us consult the wise men and the magicians." He thereupon convened all the wise men of the nations and asked them: "Is it your desire that we destroy this nation?" They replied that it is too dangerous because G-d protects His children, the people of Israel; look what happened to Pharaoh and Sennacherib.Haman then told them that G-d is now old and cannot do anything, since Nebuchadnezzar has already destroyed His city and burned His Holy Temple and exiled Israel and scattered them among the nations. They then came around to his opinion and agreed to destroy Israel, and they wrote letters and signed them."There is nothing new under the sun" (Kohelet 1:9). This Midrash could have been written today. All we need to do is substitute Ismail Haniyeh from Hamas or Mahmoud Ahmadinejad of Iran for Haman and the UN for "all the wise men of the nations." It should be noted that "the wise men of the nations" do not tell Ahashuerus not to destroy the Jews because it is immoral, only because it is too dangerous. When Haman tells them that the Jewish G-d is weak and unable to protect the Jews, they immediately agree to kill all of the Jews. The UN as a body does not want to destroy the State of Israel, but there is no question that many of its members want to harm the State of Israel if they think they can get away with it.Like Haman and Hitler, Arab terrorists have been trying to destroy Israel even before there was a Jewish State in 1948. Who remembers the Hebron pogrom of 1929? An Arab mob, incited by Mufti Haj Amin El-Husseini, massacred Jewish men, women and children by hacking them to death. This was way before any "occupied territories" that Arabs use to justify their terror against us. With the help of G-d, we have built a vibrant and flourishing Jewish state which is a shining beacon of democracy in the turmoil of the Middle East. We shall persevere despite all of our enemies' intention to destroy us because "the Guardian of Israel neither slumbers nor sleeps" (Psalms 121:4).Why will Megillat Esther be read for all eternity? This is because the Megillah, more than any other book of the Tanach, describes the miraculous story of the survival of G-d's Eternal People.Thus, the Megillah is the only book in Tanach that does not contain G-d's Name. This is because G-d's hand is seen in every twist and turn of the story, demonstrating G-d's Providence in all aspects of life. The entire story of Megillat Esther is in fact all about G-d's Name!
_________________________________
Quelle:
Rabbi Ephraim Sprecher / Jerusalem
Chassidische Rabbiner zu Purim
B"H
Rabbi Aryeh Leib von Shpole und Rabbi Noach von Lachowicze betrachteten Purim als eine Gelegenheit großer spiritueller Errungenschaften. Rabbi Issachar Dov Baer von Radoszyce lud an Purim Frauen ein, die offenbar keine Kinder gebären konnten und versprach ihnen, dass die dennoch eigene Kinder haben werden.
Überhaupt wird Purim mit dem Yom Kippur (Versöhnungstag) verglichen, da beide Feiertage miteinander verbunden sind. Beide Male geht es um "Teschuva – die Rückkehr zu G – tt". Am Yom Kippur erfolgt dies jedoch aufgrund der Furcht vor G – tt und an Purim dagegen aus Liebe zu G – tt.
Der Begründer der chassidischen Gruppe Chabad (Lubawitsch), Rabbi Shneur Zalman von Liadi, sagte einst: "Hätten die Juden ihre Religion aufgegeben, wären sie von Haman nicht attackiert worden".
__________________________
Quelle:
"The Encyclopedia of Hasidism" – Tzvi M. Rabinowicz
Labels:
Juedische Geschichte,
Juedische Konzepte,
Purim,
Yom Kippur
Samstag, März 03, 2012
Der Nichtjude BOAZ MICHAEL gehört in keine Minyan
B"H
Yehudah Ilan (Chizzuk Emunah" gibt eine Warnung aus: Der christliche Missionar Boaz Michael kommt für einen Monat nach Israel. Wie viele andere fanatische Christen / Missionare trägt er eine Kipa und gibt sich gern als "Jude" aus. Tatsache ist, das Boaz Michael KEIN Jude ist und deswegen wird gewarnt, ihn in eine jüdische Minyan (10 jüdische Männer bei einem Gebet) aufzunehmen. Er könnte sich, zum Beispiel, an der Klagemauer (Kotel) als Jude präsentieren.
Boaz Michael mag Juden betrügen, doch G - tt lässt sich von ihm nicht hinters Licht führen !
Boaz Michael, messianischer Missionar und Nichtjude
Labels:
Christl. Missionare
Purim Insights
B"H
Meine Absicht ist es, in diesem Beitrag einige Insights in den jüdischen Feiertag Purim zu geben. Insights, die vielleicht dem ein oder anderen nicht so geläufig sein mögen. Vorweg einige kurze Halachot aus dem Schulchan Aruch (Code of Jewish Law):
Am Abend vor dem Lesen der Megillah wird der "Machazit HaShekel" eingesammelt. Dieses geht auf die Thoraparasha "Ki Tisa", welche wir in einer Woche lesen. Am Schabbat Schekalim, dem Schabbat vor dem Monatsbeginn Adar. Das Geld, welches auf diese Weise zusammenkommt, wird an Purim selbst unter den Bedürftigen verteilt. In Parashat Ki Tisa wurde Moshe von G - tt aufgefordert eine Volkszählung durchzuführen. Jeder Israelit über 20 Jahre sollte einen halben Schekel geben.
Meine Absicht ist es, in diesem Beitrag einige Insights in den jüdischen Feiertag Purim zu geben. Insights, die vielleicht dem ein oder anderen nicht so geläufig sein mögen. Vorweg einige kurze Halachot aus dem Schulchan Aruch (Code of Jewish Law):
Am Abend vor dem Lesen der Megillah wird der "Machazit HaShekel" eingesammelt. Dieses geht auf die Thoraparasha "Ki Tisa", welche wir in einer Woche lesen. Am Schabbat Schekalim, dem Schabbat vor dem Monatsbeginn Adar. Das Geld, welches auf diese Weise zusammenkommt, wird an Purim selbst unter den Bedürftigen verteilt. In Parashat Ki Tisa wurde Moshe von G - tt aufgefordert eine Volkszählung durchzuführen. Jeder Israelit über 20 Jahre sollte einen halben Schekel geben.
An Purim wird zweimal die Megillath Esther (das Buch Esther) gelesen; einmal abends nach Einbruch der Dunkelheit und einmal morgens. Jeder muss die Megillah diese zweimal hören, vorzugsweise natürlich in der Synagoge. Geht jemand nicht in die Synagoge, so muss er die Megillah daheim lesen.
- Ein jeder muss die Megiallah hören, selbst Kleinkinder.
- Jedes Wort der Megillah muss vom Zuhörer gehört werden.
- Man muss an Purim eine Se'udah, ein festliches Mahl, haben.
Der Schulchan Aruch schreibt vor, dass man sich betrinken muss oder zumindest mehr Alkohol trinkt als normal. Laut Talmud Traktat Megillah 7b sollte soviel getrunken werden, dass man den Unterschied zwischen Mordechai und Haman nicht mehr weiss.
Hierüber jedoch gibt es Dispute und viele sind der Ansicht, dass ein wenig Wein genauso ausreichend sei.
Wer an Purim arbeitet, dem bringt das so verdiente Geld keinen Segen.
(Kitzur Shulchan Aruch, Hilchot Megillah 141)
Exellente Einblicke in Purim liefern der Talmud Traktat Megillah sowie die Midrash Rabbah – Esther.
Überall auf der Welt und in den meisten Orten Israels wird Purim am 14. des jüdischen Monats Adar Donnerstag, 8. März 2012) gefeiert. In Jerusalem sowie in anderen Städten, die zu Zeiten Joshua bin Nun eine Stadtmauer hatten, wird Purim jedoch am 15. Adar (Freitag, 9. März 2012) gefeiert (Gemara in Megillah 2a). Dieser Tag wird Schuschan Purim genannt. Wenn in Tel Aviv Purim schon längst wieder vorbei ist (in Tel Aviv wird am kommenden Donnerstag Purim gefeiert), beginnt Jerusalem, Purim zu feiern. Einen Tag später (in diesem Jahr am kommenden Freitag).
- Ein jeder muss die Megiallah hören, selbst Kleinkinder.
- Jedes Wort der Megillah muss vom Zuhörer gehört werden.
- Man muss an Purim eine Se'udah, ein festliches Mahl, haben.
Der Schulchan Aruch schreibt vor, dass man sich betrinken muss oder zumindest mehr Alkohol trinkt als normal. Laut Talmud Traktat Megillah 7b sollte soviel getrunken werden, dass man den Unterschied zwischen Mordechai und Haman nicht mehr weiss.
Hierüber jedoch gibt es Dispute und viele sind der Ansicht, dass ein wenig Wein genauso ausreichend sei.
Wer an Purim arbeitet, dem bringt das so verdiente Geld keinen Segen.
(Kitzur Shulchan Aruch, Hilchot Megillah 141)
Exellente Einblicke in Purim liefern der Talmud Traktat Megillah sowie die Midrash Rabbah – Esther.
Überall auf der Welt und in den meisten Orten Israels wird Purim am 14. des jüdischen Monats Adar Donnerstag, 8. März 2012) gefeiert. In Jerusalem sowie in anderen Städten, die zu Zeiten Joshua bin Nun eine Stadtmauer hatten, wird Purim jedoch am 15. Adar (Freitag, 9. März 2012) gefeiert (Gemara in Megillah 2a). Dieser Tag wird Schuschan Purim genannt. Wenn in Tel Aviv Purim schon längst wieder vorbei ist (in Tel Aviv wird am kommenden Donnerstag Purim gefeiert), beginnt Jerusalem, Purim zu feiern. Einen Tag später (in diesem Jahr am kommenden Freitag).
Was ist der Grund für Schuschan Purim ?
Wie wir im Buch Esther lesen, wurde in der babylonischen Hauptstadt Schuschan Purim am 15. Adar gefeiert und eben jenes Schuschan war von einer Stadtmauer umgeben. Diese Regel von Schushan Purim gilt sowohl für israelische Städte als auch für Städte im Ausland (Ramban, Rambam und Ritva).
Wie wir im Buch Esther lesen, wurde in der babylonischen Hauptstadt Schuschan Purim am 15. Adar gefeiert und eben jenes Schuschan war von einer Stadtmauer umgeben. Diese Regel von Schushan Purim gilt sowohl für israelische Städte als auch für Städte im Ausland (Ramban, Rambam und Ritva).
Warum mussten die Orte gerade in der Zeit von Joshua bin Nun eine Stadtmauer besitzen ? Der Talmud Yerushalmi antwortet, dass wenn die Zeitrechnung mit dem stattfinden von Purim begonnen haette, das Land Israel keine Stadtmauer besessen haette. Man wollte ganz einfach dem Land Israel die Schande ersparen und so einigte man sich auf die Zeit Joshua bin Nun. Des weiteren führte Joshua den Krieg gegen Amalek und Haman war ein Nachkomme Amaleks. So wird der Sieg von Purim mit dem Sieg gegen Amalek in der Wüste verbunden.
Alles in der Megillat Esther ist versteckt und uns nicht offensichtlich. Selbst der Name Esther stammt vom hebräischen Wort Seter = hidden, Versteck. G - ttes Name erscheint offiziell nicht ein einziges Mal in der Megillah. Verschlüsselt finden wir Seinen Namen dennoch; wenn Esther König Achashverosh und Haman zum Essen einlädt: Yavo Hamelech ve Haman ….. Die Anfangsbuchstaben der jeweiligen Wörter ergeben den Namen G - ttes י - ה - ו - ה.
Die Stadt Schushan liegt im heutigen Iran. Nach der Zerstörung des Ersten Tempels durch die Babylonier lebten die Juden 70 Jahre in der Babylonier Diaspora. König Achaschwerosch war zu der Zeit der mächtigste Herrscher der Welt und Herr über 127 Länder. Er herrschte von 3393 - 3407 (nach dem jüd. Kalender).
Zu Beginn der Megillah lesen wir von einem grossen Bankett, welches er gab. Leider nahmen an dem Bankett auch Juden teil. Das unkoschere Essen, welches serviert wurde, störte sie nicht. Das weit verbreitete Vergehen unter ihnen war, dass sie kaum noch Thora lernten, sondern sich mit der Situation im Exil abfanden. So liess G - tt es zu, dass Haman sein Urteil fällen konnte (Maharsha und Raschi).
Achaschwerosch sah das Bankett als eine Lehre für die Juden, dass sie nun endlich verstehen, dass ihr G - tt sie nicht mehr aus Babylon rettet. Der König stellte die Kleidung und die Gefässe aus dem Ersten Tempel zur Schau. Er trug die Kleidung und benutzte die Gefässe (Midrash Rabbah – Esther). Während Achaschwerosch mit den Männern feierte, so feierte seine Frau Vashti mit den Frauen (Megillah 12a). Auch Vashti stellte auf ihrer Party die Gegenstände aus dem Ersten Tempel zur Schau.
In der Megillah lesen wird die berühmte Stelle, in der Achaschwerosch Vashti am siebten Tage des Banketts auffforderte, vor der Männergesellschaft zu erscheinen, sie sich weigert und der König sie zur Strafe hinrichtet.
Die Gemara in Megillah 12b diskutiert ausführlich was denn wohl der Grund für Vashtis Reaktion gewesen war. Einige Meinungen lauten, dass sie plötzlich Lepra bekam und wieder andere sagen, dass ihr ein Schwanz wuchs. Alles in allem ist aber anzunehmen, dass sie sich einfach nicht der Demütigung aussetzen wollte, nackt vor dem König und dessen Untertanen zu erscheinen.
Haman erliess den Erlass, alle Juden umzubringen, aus purem Judenhass. Mordechai verbeugte sich nicht vor ihm und Haman empfand dies als Beleidigung. Sein Hass auf Mordechai schlug in Hass auf alls Juden um.
An dieser Stelle möchte ich einen Kommentar von einem meiner Rabbis, Rabbi Mordechai Machlis, einbringen:
Alles in der Megillat Esther ist versteckt und uns nicht offensichtlich. Selbst der Name Esther stammt vom hebräischen Wort Seter = hidden, Versteck. G - ttes Name erscheint offiziell nicht ein einziges Mal in der Megillah. Verschlüsselt finden wir Seinen Namen dennoch; wenn Esther König Achashverosh und Haman zum Essen einlädt: Yavo Hamelech ve Haman ….. Die Anfangsbuchstaben der jeweiligen Wörter ergeben den Namen G - ttes י - ה - ו - ה.
Die Stadt Schushan liegt im heutigen Iran. Nach der Zerstörung des Ersten Tempels durch die Babylonier lebten die Juden 70 Jahre in der Babylonier Diaspora. König Achaschwerosch war zu der Zeit der mächtigste Herrscher der Welt und Herr über 127 Länder. Er herrschte von 3393 - 3407 (nach dem jüd. Kalender).
Zu Beginn der Megillah lesen wir von einem grossen Bankett, welches er gab. Leider nahmen an dem Bankett auch Juden teil. Das unkoschere Essen, welches serviert wurde, störte sie nicht. Das weit verbreitete Vergehen unter ihnen war, dass sie kaum noch Thora lernten, sondern sich mit der Situation im Exil abfanden. So liess G - tt es zu, dass Haman sein Urteil fällen konnte (Maharsha und Raschi).
Achaschwerosch sah das Bankett als eine Lehre für die Juden, dass sie nun endlich verstehen, dass ihr G - tt sie nicht mehr aus Babylon rettet. Der König stellte die Kleidung und die Gefässe aus dem Ersten Tempel zur Schau. Er trug die Kleidung und benutzte die Gefässe (Midrash Rabbah – Esther). Während Achaschwerosch mit den Männern feierte, so feierte seine Frau Vashti mit den Frauen (Megillah 12a). Auch Vashti stellte auf ihrer Party die Gegenstände aus dem Ersten Tempel zur Schau.
In der Megillah lesen wird die berühmte Stelle, in der Achaschwerosch Vashti am siebten Tage des Banketts auffforderte, vor der Männergesellschaft zu erscheinen, sie sich weigert und der König sie zur Strafe hinrichtet.
Die Gemara in Megillah 12b diskutiert ausführlich was denn wohl der Grund für Vashtis Reaktion gewesen war. Einige Meinungen lauten, dass sie plötzlich Lepra bekam und wieder andere sagen, dass ihr ein Schwanz wuchs. Alles in allem ist aber anzunehmen, dass sie sich einfach nicht der Demütigung aussetzen wollte, nackt vor dem König und dessen Untertanen zu erscheinen.
Haman erliess den Erlass, alle Juden umzubringen, aus purem Judenhass. Mordechai verbeugte sich nicht vor ihm und Haman empfand dies als Beleidigung. Sein Hass auf Mordechai schlug in Hass auf alls Juden um.
An dieser Stelle möchte ich einen Kommentar von einem meiner Rabbis, Rabbi Mordechai Machlis, einbringen:
Anstatt auf das zu schauen, was er (Haman) in seinem Leben alles hatte, konzentrierte er sich nur auf das, was er nicht hatte; nämlich die Verbeugung Mordechais.
Das Gleiche gilt auch heute in unserem Leben. Vielmals konzentrieren wir uns auf das, was wir in unserem Leben nicht haben, übersehen jedoch komplett, das was wir eigentlich haben. Wir wollen immer mehr Geld, wissen aber nicht zu schätzen, dass wir schon ein Haus besitzen und bester Gesundheit sind. Dass der Nachbar vielleicht ein grösseres Haus hat, macht uns wahnsinnig.
Nach dem ganzen Komplott Hamans musste dieser auch noch zu seiner Schande den Mordechai auf einem Pferd durch die Stadt führen. Hamans Tocher sah dies und dachte, dass ihr Vater auf dem Pferd sitze und Mordechai führe es. Sie wusste nicht, dass es genau umgekehrt war. Aus Verachtung gegenüber Mordechai nahm sie ihren Nachttopf unter dem Bett hervor und schüttete ihn auf denjenigen, der das Pferd führte, nämlich ihren Vater. Als sie sah, was sie angerichtet hatte, stürzte sie sich vor Scham über den Balkon in den Tod (Megillah 16a). Haman und seine zehn Söhne wurden gehängt und das jüdische Volk überlebte.
Mit dem Lesen der Megillah machen wir das damals stattfindende Wunder publik. Wer einmal an dem "Aish HaTorah – Discovery – Program" in Jerusalem teilnimmt, der wird dort lernen, dass die zehn gehängten Söhne Hamans mit den 10 hingerichteten Nazi – Kriegsverbrechern nach den Nürnberger Prozessen verglichen werden. Auch der Verbrecher Julius Streicher erkannte dies als er vor seiner Hinrichtung das Wort "Purimspiel" ausrief.
Das jüdische Volk überlebte aufgrund von Umkehr und der erneuten Aufnahme des Thorastudiums. Es gibt die berühmte Gemara im Talmud Traktat Schabbat 88a, dass die Israeliten am Berg Sinai die Thora aus Furcht akzeptierten. In den Tagen Achaschweroschs jedoch akzeptierten sie sie erneut. Dieses Mal aus Liebe zu G - tt (Raschi). Als sie unter Ezra aus dem babylonischen Exil nach Israel zurückkamen, nahmen sie die Thora ohne Konditionen an. Die neue Verpflichtung war eine Folge der Wunder, die zu ihren Gunsten geschehen waren und sie vor dem sicheren Tod bewahrt hatten.
Die Chassidim von Karlin - Stolin (Jerusalem) am vorletzten Schuschan Purim
Labels:
Purim
VASCHTI - Nur eine irrelevante Person ?
B"H
Zu Purim (am kommenden Donnerstag + Freitag), zum Buch Esther (Megillath Esther) sowie all den Vorkommnissen um Esther, Mordechai, Achaschwerosch, Haman, Charvonah, etc. gibt es Unmengen von Kommentaren und Beschreibungen. Angefangen vom Talmud bis hin zur Kabbalah. Warum ist der Name G - ttes im Buch Esther kein einziges Mal erwähnt oder wer waren all die aufgeführten Personen ? Welche Aufgaben haben sie in der Megillah und warum ? Was will uns das Buch Esther bis heute lehren und warum wird es immer bestehen bleiben und der höchste jüdische Feiertag Yom Kippur nicht ?
Vaschti, die Frau des Achaschwerosch
Mehr oder weniger zu Beginn des Buches Esther (Megillat Esther) lesen wir von König Achaschweroschs Frau Vaschti. Und gerade Vaschti scheint im ganzen Spektakel etwas unterzugehen. Da weigert sie sich, am Gelage ihres Herrn Gatten teilzunehmen und schon wird sie aufgrund der persönlichen Kränkung des Königs hingerichtet. Folglich steht Achaschwerosch als Witwer da und braucht eine neue Frau (Esther).
Wer aber war Vaschti und warum weigerte sie sich strikt, am Gelage des Ehemannes teilzunehmen ?
Das "Buch Esther" teilt uns mit, dass nicht nur der persische König Achaschwerosch eine riesen Party schmiss; nein, auch seine Gattin Vaschti ließ sich nicht lumpen und veranstaltete ein Bankett für die Weiblichkeit. Allerdings besagt die Gemara (rabbinische Diskussionen) im Talmud Megillah, dass das "Buch Esther" uns genauso hätte mitteilen sollen, dass es nur allzu logisch gewesen wäre, wenn die Weiblichkeit im Gebäude der Frauen gefeiert hätte. Stattdessen jedoch fand auch deren Fest im Palast statt (Talmud Megillah 12a). Die Talmudkommentatoren Raschi und Maharscha geben hierzu an, dass beide Parties in einer gemeinsamen Orgie enden sollten. Nichts Überraschendes, wenn wir uns die damalige Mentalität der Babylonier und Perser anschauen.
Am siebten Tage des Festes war Achaschwerosch so ziemlich benommen vom Wein und da kam ihm glatt der Gedanke, dass es an der Zeit sei, seine Frau Vaschti der ebenso betrunkenen Menge endlich einmal vorzuführen. Zuvor hatte der König mächtig angegeben. Vaschti sei die allerschönste Frau und die gröhlende Menge bestand darauf, dass sie nackt vor ihnen zu erscheinen habe (Maharscha).
Wahrscheinlich hegen jetzt alle ein besonderes Mitgefühl für die "arme" Vaschti, die da zum Sexobjekt degradiert werden sollte. Mußte sie da nicht Stolz zeigen
und ablehnen ? Wurde sie nicht zu Unrecht hingerichtet ?
Der Talmud Megillah sowie weitere Quellen jedoch sehen in Vaschti das Böse; keineswegs war sie das fromme Unschuldslamm, wie es manchem erscheinen mag.
Auch Königin Vaschti haßte Juden und entwickelte eine besondere Vorliebe, ihre jüdischen Sklavinnen zu peinigen. Der Talmud Megillah 12b beschreibt, wie sie die Sklavinnen zwang, am Schabbat zu arbeiten. Nicht nur so, sondern nackt. Und somit bestrafte G – tt sie damit, selber nackt in der Öffentlichkeit auftreten zu müssen.
Warum aber weigerte sie sich aufzutreten, wenn sie es doch vorher zusammen mit dem König geplant hatte ?
Zum Weigerungsgrund gibt es in talmudischer Literatur unendlich viele Vorschläge, die von "sie ware plötzlich von Lepra befallen gewesen" bis hin zu "der Erzengel Gabriel kam und verursachte, dass ihr ein Schwanz wuchs" reichen. Das Wort "Schwanz" ist hierbei nicht unbedingt wörtlich zu verstehen. Vielmehr sind damit ungewöhnliche Körperauswüchse gemeint und nicht ausgerechnet ein Schwanz (Maharscha).
Jedenfalls wurde König Achaschwerosch stocksauer als Vaschti nicht wie geplant erschien. Aber hätte er nicht darüber hinwegsehen können ? Gut, dann kam sie halt nicht, aber es gibt ja auch noch andere Frauen, die hätten auftreten können.
Wie wir aus dem Talmud Megillah 12b erfahren, hatten Vaschti und ihr Gatte ein ganz besonderes Verhältnis miteinander. Achaschwerosch galt als herkömmlich und nur Vaschti war wirklich königlichen Blutes. Als Absage schickte sie ihm eine Notiz, in dem sie ihn, den König, als Stalljungen ihres Vaters Belschazzar bezichtigte. Achaschwerosch war außer sich vor Wut und man riet ihm, Vaschti aus dem Wege zu räumen.
Die Midrasch Rabbah beschreibt, wie auch Vaschti die priesterlichen Roben aus dem Zweiten Tempel in Jerusalem trug. Nicht nur Achaschwerosch beleidigte G – tt, sondern auch seine Frau. Jene Roben sind nur für die Tempelpriester (Cohanim) bzw. dem Hohepriester (Cohen HaGadol) vorgesehen und wer auch immer sie anzieht, betreibt G – tteslästerung.
G – tt entschied, dass die Zeit reif war, Vaschti zu bestrafen und zum bestmöglichen Zeitpunkt durch Esther zu ersetzen, die das Jüdische Volk rettete.
Labels:
Purim
Freitag, März 02, 2012
Olivenöl = Weisheit
Olivenölstand im Jerusalemer Machane Yehudah Markt.
Photo: Miriam Woelke
B"H
Im Judentum symbolisiert reines Olivenöl stets die Weisheit (Chochmah).
Davon einmal abgesehen: Bei mir in der Küche spielt sich kein Gericht ohne reinem Olivenöl ab ! Jeden Monat gebe ich für eine Flasche "Katit" (reines Olivenöl) recht viel Geld aus.
Olivenöl gehört zur Küche des Nahen Ostens genau so wie der Humus (Kichererbsenbrei), der Reis oder das Huhn.
Labels:
Essen,
Juedische Konzepte
Parashat Tetzaveh - Zachor - פרשת תצוה - זכור
Das "Choschen" des Cohen HaGadol (Hohepriester)
B"H
Die Thoralesung für diesen Schabbat
Der Schabbat vor Purim (welches wir am Donnerstag bzw. Freitag kommender Woche feiern) ist stets "Schabbat Zachor". G - tt trug uns auf, niemals zu vergessen, wie hinterhältig Amalek die Israeliten in der Wüste angegriffen hatte. Und dies einzig und allein aus dem Grund, weil sie Juden waren. Später befahl einer der Nachkommen der Amalekiter, Haman, die Juden Babylons auszurotten (siehe das "Buch Esther - Megillath Esther).
Bis heute verfolgt uns Amalek, der einstige Enkel Esavs, dessen Nachkommen von vielen Kommentatoren als jene Menschen gesehen werden, welche das Judentum zu vernichten planen. An oberster Stelle steht dabei Nazi - Deutschland. In der Vergangenheit war es Rom, heute sind es Europa und die USA.
Weiterhin jedoch handelt es sich bei "Amalek" genauso um ein zweites Konzept. Wenn wir allein auf die Gematria des AMALEK schauen, erhalten wir die Summe 240.
Bis heute verfolgt uns Amalek, der einstige Enkel Esavs, dessen Nachkommen von vielen Kommentatoren als jene Menschen gesehen werden, welche das Judentum zu vernichten planen. An oberster Stelle steht dabei Nazi - Deutschland. In der Vergangenheit war es Rom, heute sind es Europa und die USA.
Weiterhin jedoch handelt es sich bei "Amalek" genauso um ein zweites Konzept. Wenn wir allein auf die Gematria des AMALEK schauen, erhalten wir die Summe 240.
Nur nebenbei: In der hebräischen Sprache steht jeder Buchstabe für einen Zahlenwert. Das ALEPH ist eine Eins, das Beit eine Zwei, usw.
Die Buchstabensumme des Amalek ergibt also 240 genauso wie das hebräische Wort für ZWEIFEL (Safek). Beide Wörter ergeben 240 und müssen demzufolge in Verbindung miteinander stehen. Daher das "Konzept Amalek", welches den Zweifel in uns selbst beschreibt. An G - tt und der Thora zweifeln oder sich einreden, dass dies alles nicht mehr so wichtig ist und man ein neues Leben ohne das alles beginnen sollte. Sobald derlei Zweifel aufkommen, haben wir die Aufgabe, diese zu besiegen. Unsere eigene "Yetzer HaRah - negative Seite in uns" zu besiegen und dementsprechend einen Tikun (Seelenkorrektur) hervorzurufen.
In chassidischer Literatur besteht, wie mehrere Male beschrieben, das Konzept des "ZADDIK" (Gerechten) und gerade bei den Chassidim nimmt vor allem der Rebbe der derweiligen Gruppe den Platz des Zaddik ein. Ein Zaddik verfügt über einen "speziellen Kanal / Verbindung " zu G - tt und er bringt anhand von Gebeten und Mitzwot seine Chassidim in die oberen spirituellen Welten.
Der einstige Rebbe der Chassidut Gur, bekannt unter dem Namen SEFAT EMET, lehrt:
In chassidischer Literatur besteht, wie mehrere Male beschrieben, das Konzept des "ZADDIK" (Gerechten) und gerade bei den Chassidim nimmt vor allem der Rebbe der derweiligen Gruppe den Platz des Zaddik ein. Ein Zaddik verfügt über einen "speziellen Kanal / Verbindung " zu G - tt und er bringt anhand von Gebeten und Mitzwot seine Chassidim in die oberen spirituellen Welten.
Der einstige Rebbe der Chassidut Gur, bekannt unter dem Namen SEFAT EMET, lehrt:
Die Midrasch lehrt, dass jeder Jude individuelle Aufgaben in dieser Welt besitzt. Genau wie ein Engel. Nur das ein Engel mit nur einer einzigen Aufgabe in dieser Welt auftritt und nicht mit mehreren zusammen. Das ist es, was die Zaddikim tun.
Der Krieg gegen Amalek fand nicht nur damals in der Wüste statt, sondern er setzt sich bis heute fort !
Die vorherige Parashat Terumah lehrte uns jegliche Einzelheiten über den Bau des Mischkans (Tabernakel), wogegen wir aus der dieswöchigen Parashat Tetzaveh erfahren, wie wir die Mitzvot im Mischkan erfüllen sollen. Gleich im ersten Satz der Parsha sagt G - tt zu Moshe, dass dieser den Israeliten auftragen (Tetzaveh) soll, reines Olivenöl zum Anzünden des Ewigen Lichtes zu bringen. Die Chassidut lehrt uns, dass alles in der physischen Welt seine Wurzeln in der oberen geistigen Welt (spiritual world) hat. Auch das Ewige Licht hat seine Wurzeln in der "upper spiritual world" und wird bis hinunter zu uns weitergeleitet. So wird die obere mit der unteren unseren Welt verbunden (Noam Elimelech und Degel Machane Ephraim).
In der hebräischen Sprache drückt das Wort "Tetzaveh" eine sofortige Erfüllung aus. Die Gabe des Olivenöl sollte umgehend erfolgen. Mit den individuellen Gaben für das Mischkan hat jeder Israelit einen Anteil daran. Da wir derzeit keinen Tempel besitzen, gibt es auch kein Ewiges Licht mehr. Das Licht, welches uns jedoch immer bleibt ist die Thora. Die Lichter des Tempels können erlöschen, doch ist es unmöglich, das Licht der Thora auszuschalten (Sefat Emet).
Der einstige Ischbitzer Rebbe Mordechai Yosef Leiner kommentierte im Zusammenhang mit der Mitzwah des puren Olivenöls: Olivenöl wird von vielen Thorakommentatoren als Symbol der Weisheit (Chochmah) gesehen und hier erhält Moshe von G - tt den Auftrag, die Weisheit, welche im jüdischen Volke ist zu nehmen, und Ihm (G - tt) näherzuführen. Die Weisheit, dass es da EINEN G - tt gibt, der alles erschuf.
Das Buch "Sefer Hama'amorim" sieht in dem Wort "Tetzaveh - Auftragen" nicht nur diese einzige alleinige Bedeutung. "Tetzaveh" stammt ebenso von dem Wort "Tzavsa - verbinden" und hier sollen G - tt und die Juden miteinander verbunden werden. Der Kli Yakar (Rabbi Shlomo Ephraim Lunshitz, ca. 1550 - 1619, aus Lemberg und Prag) kommentierte seinerzeit: Moshe fungierte als spiritueller Kanal, durch den G - tt Seine Wunder erscheinen liess. Der Malbim, Rabbi Me'ir Leibish ben Yechiel Michel, 1809 – 1879, Rabbi in Deutschland, Rumänien und Russland, sah Moshe ebenso als Medium zwischen den Israeliten und G - tt. G - tt betrachtete Moshe als denjenigen, durch den Er Seine Thora an die Juden weiterleiten konnte.
Warum aber forderte G - tt die Juden auf, pures reines Olivenöl zu benutzen ?
Der Krieg gegen Amalek fand nicht nur damals in der Wüste statt, sondern er setzt sich bis heute fort !
Die vorherige Parashat Terumah lehrte uns jegliche Einzelheiten über den Bau des Mischkans (Tabernakel), wogegen wir aus der dieswöchigen Parashat Tetzaveh erfahren, wie wir die Mitzvot im Mischkan erfüllen sollen. Gleich im ersten Satz der Parsha sagt G - tt zu Moshe, dass dieser den Israeliten auftragen (Tetzaveh) soll, reines Olivenöl zum Anzünden des Ewigen Lichtes zu bringen. Die Chassidut lehrt uns, dass alles in der physischen Welt seine Wurzeln in der oberen geistigen Welt (spiritual world) hat. Auch das Ewige Licht hat seine Wurzeln in der "upper spiritual world" und wird bis hinunter zu uns weitergeleitet. So wird die obere mit der unteren unseren Welt verbunden (Noam Elimelech und Degel Machane Ephraim).
In der hebräischen Sprache drückt das Wort "Tetzaveh" eine sofortige Erfüllung aus. Die Gabe des Olivenöl sollte umgehend erfolgen. Mit den individuellen Gaben für das Mischkan hat jeder Israelit einen Anteil daran. Da wir derzeit keinen Tempel besitzen, gibt es auch kein Ewiges Licht mehr. Das Licht, welches uns jedoch immer bleibt ist die Thora. Die Lichter des Tempels können erlöschen, doch ist es unmöglich, das Licht der Thora auszuschalten (Sefat Emet).
Der einstige Ischbitzer Rebbe Mordechai Yosef Leiner kommentierte im Zusammenhang mit der Mitzwah des puren Olivenöls: Olivenöl wird von vielen Thorakommentatoren als Symbol der Weisheit (Chochmah) gesehen und hier erhält Moshe von G - tt den Auftrag, die Weisheit, welche im jüdischen Volke ist zu nehmen, und Ihm (G - tt) näherzuführen. Die Weisheit, dass es da EINEN G - tt gibt, der alles erschuf.
Das Buch "Sefer Hama'amorim" sieht in dem Wort "Tetzaveh - Auftragen" nicht nur diese einzige alleinige Bedeutung. "Tetzaveh" stammt ebenso von dem Wort "Tzavsa - verbinden" und hier sollen G - tt und die Juden miteinander verbunden werden. Der Kli Yakar (Rabbi Shlomo Ephraim Lunshitz, ca. 1550 - 1619, aus Lemberg und Prag) kommentierte seinerzeit: Moshe fungierte als spiritueller Kanal, durch den G - tt Seine Wunder erscheinen liess. Der Malbim, Rabbi Me'ir Leibish ben Yechiel Michel, 1809 – 1879, Rabbi in Deutschland, Rumänien und Russland, sah Moshe ebenso als Medium zwischen den Israeliten und G - tt. G - tt betrachtete Moshe als denjenigen, durch den Er Seine Thora an die Juden weiterleiten konnte.
Warum aber forderte G - tt die Juden auf, pures reines Olivenöl zu benutzen ?
Jeder kann so religiös sein, wie er will, doch befinden wir uns alle auf unserem persönlichen Level; der "Madrega - Stufe". Wir können sagen, dass wir dieses oder jenes halt so tun und die Mitzwot erfüllen. Okay, ich halte den Schabbat und begehe keinen Verstoss gegen die Halacha. Kein Problem und derjenige erfüllt die Mitzwah. Doch hat er die Mitzwah mit Freude vollbracht ? Hat er spirituell etwas für sich erreicht, außer der Gewissheit, den Schabbat gehalten zu haben ? Eine höhere Madrega wäre, wenn er nicht nur stumpf alles einhält, sondern dies mit Freude tut. Seinen Schabbat mit Liedern und Thoragesprächen würzt.
Warum heißen Chassidim "Chassidim" ? Eben weil sie fromm sind und über die Thoramitzwot hinausgehen. Man kann die Chanukkahkerzen ganz normal zünden. Mit Kerzen halt. Ein höherer Level aber wäre Olivenöl wie damals die Menorah im Tempel.
Demnach müssen wir uns entscheiden, auf welcher Madrega wir wandeln wollen. Einfach nur sagen, okay, ich vollbringe das... Dagegen ist nichts einzuwenden, doch gibt es (kenne ich) viele Leute, die sich damit nicht zufrieden geben und mehr wollen und auch tun. Nicht verbissen rumwerkeln, sondern aus purer Freude heraus.
Das nächste Gebot, welches Moshe von G - tt erhält, ist die Herstellung der acht Kleidungsstücke des Hohepriesters (Cohen HaGadol). In kabbalistischer sowie talmudischer Literatur repräsentiert jedes dieser Kleidungsstücke einen Tikun (eine Seelenkorrektur). Jedes einzelne Vergehen der Israeliten wird sozusagen von einem der Kleidungsstücke "repariert" (hebrä. Mekaper).
Die Talmud Traktate Zevachim 88a und Arachin 16a geben hierzu eine Liste:
Der Umhang (Ketonet) reparierte das Blutvergiessen, die Hose (Michnas) moralisches Fehlverhalten, der Turban reparierte die Arroganz, der Gürtel falsche Gedanken vom Herzen, das Choschen die Ungerechtigkeit, das Ephod den Götzendienst, der Mantel böswilliges Gerede und das Zitz am Kopf reparierte die Gleichgültigkeit gegenüber G - ttes Geboten.
Viele Kommentatoren sind der Meinung, dass es hierbei nicht nur um die Kleider des Hohepriesters (Cohen HaGadol) geht. Es geht um Kleidung überhaupt. Im Judentum drückt die Kleidung den Charakter des Menschen aus. Sie gibt dem Menschen nicht nur ein gewisses Erscheinungsbild, sondern zeigt genauso seine Moral (Rabbi Samson Raphael Hirsch).
Die Kleidung des Hohepriesters machte ihm zu etwas Besonderem und er unterschied sich dadurch von allen anderen. Genauso sollten wir uns durch unsere Kleidung von derer anderer Nationen unterscheiden. Durch anständige Kleidung vollbringen wir einen Tikun für uns selbst und diese Art der Kleidung hält uns davon ab zu sündigen (Rabbi Moshe Chaim Luzzatto – Ramchal).
Viele haredische Freunde sagten mir, dass sie sich durch ihre Kleidung immer auf einem religiösen höheren Level befinden, welcher sie von relig. Vergehen abhält. Ich selbst habe auch schon diese Erfahrungen gemacht.
Rabbi Kook gibt zu dem Thema ein exellentes und berühmtes Beispiel aus dem Talmud Traktat Shabbat 31a:
In der nächsten Woche feiern wir Purim. In Jerusalem wird am Freitag (9. März) "Schuschan Purim" gefeiert und in fast allen anderen Orten der Welt findet Purim schon am Donnerstag statt.
Solange es auf dieser Welt Antisemitismus gibt und andere Völker Juden einfach so ausrotten wollen, solange ist Purim allgegenwärtig und deswegen sollten wir dem Fest eine besondere Bedeutung einräumen.
Der Herausgeber des Naziblattes "Der Stürmer", Julius Streicher, sagte wenige Sekunden vor seiner Hinrichtung durch den Strang "Purimspiel". Streicher wusste ganz genau, dass er in dem Augenblick der Haman war, der da, wie allen anderen Nazigrössen am Galgen endete. Was Streicher vielleicht nicht bekannt war: Die Bedeutung des Jahres, in welchem er hingerichtet worden ist stand in einem besonderen Zusammenhang mit dem Jahr der Hinrichtung des Haman und dessen Söhne.
Demnach müssen wir uns entscheiden, auf welcher Madrega wir wandeln wollen. Einfach nur sagen, okay, ich vollbringe das... Dagegen ist nichts einzuwenden, doch gibt es (kenne ich) viele Leute, die sich damit nicht zufrieden geben und mehr wollen und auch tun. Nicht verbissen rumwerkeln, sondern aus purer Freude heraus.
Das nächste Gebot, welches Moshe von G - tt erhält, ist die Herstellung der acht Kleidungsstücke des Hohepriesters (Cohen HaGadol). In kabbalistischer sowie talmudischer Literatur repräsentiert jedes dieser Kleidungsstücke einen Tikun (eine Seelenkorrektur). Jedes einzelne Vergehen der Israeliten wird sozusagen von einem der Kleidungsstücke "repariert" (hebrä. Mekaper).
Die Talmud Traktate Zevachim 88a und Arachin 16a geben hierzu eine Liste:
Der Umhang (Ketonet) reparierte das Blutvergiessen, die Hose (Michnas) moralisches Fehlverhalten, der Turban reparierte die Arroganz, der Gürtel falsche Gedanken vom Herzen, das Choschen die Ungerechtigkeit, das Ephod den Götzendienst, der Mantel böswilliges Gerede und das Zitz am Kopf reparierte die Gleichgültigkeit gegenüber G - ttes Geboten.
Viele Kommentatoren sind der Meinung, dass es hierbei nicht nur um die Kleider des Hohepriesters (Cohen HaGadol) geht. Es geht um Kleidung überhaupt. Im Judentum drückt die Kleidung den Charakter des Menschen aus. Sie gibt dem Menschen nicht nur ein gewisses Erscheinungsbild, sondern zeigt genauso seine Moral (Rabbi Samson Raphael Hirsch).
Die Kleidung des Hohepriesters machte ihm zu etwas Besonderem und er unterschied sich dadurch von allen anderen. Genauso sollten wir uns durch unsere Kleidung von derer anderer Nationen unterscheiden. Durch anständige Kleidung vollbringen wir einen Tikun für uns selbst und diese Art der Kleidung hält uns davon ab zu sündigen (Rabbi Moshe Chaim Luzzatto – Ramchal).
Viele haredische Freunde sagten mir, dass sie sich durch ihre Kleidung immer auf einem religiösen höheren Level befinden, welcher sie von relig. Vergehen abhält. Ich selbst habe auch schon diese Erfahrungen gemacht.
Rabbi Kook gibt zu dem Thema ein exellentes und berühmtes Beispiel aus dem Talmud Traktat Shabbat 31a:
Ein Nichtjude ging einmal an einer jüdischen Schule vorbei und hörte wie der Lehrer den Kindern die Kleidung des Hohepriesters lehrte. Der Nichtjude fand Gefallen an der Kleidung und beschloß, zum Judentum zu konvertieren. Er dachte, dass er nach seiner Konversion zum Hohepriester ernannt werden wird und diese tolle Kleidung tragen darf. Der Nichtjude ging also zu Schammai und trug ihm sein Anliegen vor. Doch Shammai akzeptierte ihn nicht. Das Judentum besteht nicht nur aus dem Dienst des Hohepriesters allein und der Nichtjude sollte schon andere Motivationen mitbringen. Daraufhin ging der Nichtjude zu Hillel. Er sagte ihm, dass er konvertieren wolle, um Hohepriester werden zu koennen. Hillel antwortete ihm, dass er zuerst einmal lernen muss, was ein Hohepriester für Aufgaben hat. Der Nichtjude lernte sehr ausführlich die jüdische Religion und fand so allein heraus, dass er nach seiner Konversion (als Konvertit) niemals Hohepriester sein kann. Nicht einmal König David hätte Hohepriester werden können, da er kein Cohen war. Wie also kann ich als Fremder, der zum jüdischen Volk kommt, Hohepriester werden ?
In der nächsten Woche feiern wir Purim. In Jerusalem wird am Freitag (9. März) "Schuschan Purim" gefeiert und in fast allen anderen Orten der Welt findet Purim schon am Donnerstag statt.
Solange es auf dieser Welt Antisemitismus gibt und andere Völker Juden einfach so ausrotten wollen, solange ist Purim allgegenwärtig und deswegen sollten wir dem Fest eine besondere Bedeutung einräumen.
Der Herausgeber des Naziblattes "Der Stürmer", Julius Streicher, sagte wenige Sekunden vor seiner Hinrichtung durch den Strang "Purimspiel". Streicher wusste ganz genau, dass er in dem Augenblick der Haman war, der da, wie allen anderen Nazigrössen am Galgen endete. Was Streicher vielleicht nicht bekannt war: Die Bedeutung des Jahres, in welchem er hingerichtet worden ist stand in einem besonderen Zusammenhang mit dem Jahr der Hinrichtung des Haman und dessen Söhne.
Schabbat Schalom und Purim Sameach !!!
Labels:
Kleidung,
Purim,
Tempel,
Thora Parasha
36 x Schickse
Der Typ im Video ist vollkommen von der Spur oder besser gesagt: Er hat den totalen Knall. Der Kommentar dazu auf Youtube:
He is shouting this at a secular Jewish Israeli woman who stood there watching a haredim demonstration in Jaffa against a construction site where they claim some ancient human bones were unearthed. She was NOT provokingly dressed.
Und hier eine witzige Parodie darauf:
Labels:
Haredische Welt,
Humor
Donnerstag, März 01, 2012
Purim ist die Zeit der Antisemiten
Aussicht vom Gan Sacher (Sacher Park) auf Jerusalems Stadtteil Nachlaot.
Photo: Miriam Woelke
B"H
Jedes Jahr neu, laufen die Antisemiten gerade um die Zeit des jüdischen Purim - Festes zur Hochform auf. Egal of Achmadinejad, Araber, christliche Missionare, Neonazis, Liberale oder die EU. Die Liste aller Judenhasser ist lang und das schon seit der Zeit des Avraham, welcher von Nimrod gehasst wurde.
An diesem Schabbat wird in den Synagogen die Thora Parasha TETZAWEH gelesen, die uns, u.a., vom Angriff des Amalek (Enkel des Esav) auf die Juden in der Wüste berichtet. Amalek steht für den ersten richtigen Antisemitismus, der da nur aus dem Grund stattfindet, weil Juden eben Juden sind.
Der chassidische Kommentator "Shem MiShmuel" unterscheidet zwischen dem "Amalek HaGashmi – Real existierenden Amalek", welcher da die Juden ohne jeglichen Grund angreift. Genau so wie die Antisemiten bis auf den heutigen Tag. Ferner nennt der "Shem MiShmuel" den "Amalek HaRuchani – einen spirituellen Amalek", der sich in jedem von uns befindet.
Der chassidische Kommentator "Shem MiShmuel" unterscheidet zwischen dem "Amalek HaGashmi – Real existierenden Amalek", welcher da die Juden ohne jeglichen Grund angreift. Genau so wie die Antisemiten bis auf den heutigen Tag. Ferner nennt der "Shem MiShmuel" den "Amalek HaRuchani – einen spirituellen Amalek", der sich in jedem von uns befindet.
"Amalek" ist das Symbol der Antisemiten und zu Zeiten des Dritten Reiches wurden insbesondere Deutsche zu den Nachfolgern des Amalek gezählt. Andererseits steht "Amalek" symbolisch betrachtet ebenso für die "Yetzer HaRah – Negative Seite" in uns. Wenn zum Beispiel "Amalek" uns einreden will, dass wir gar kein koscheres Essen brauchen, sondern lieber unser Leben geniessen sollen, anstatt all den Thoraregeln zu folgen. Warum nicht doch einen Cheeseburger essen ? Was ist denn schon dabei ?
Wenn Amalek uns einzureden versucht, dies und das zu tun bzw. nicht zu tun und uns gleichzeitig sämtliche Ausreden mitliefert. Diese kleine Stimme, die wir hören und die uns auch nur jeden erdenklichen Grund einredet, der Thora nicht zu folgen oder uns anders zu verhalten als eigentlich vorgesehen. Der perfekte Weg wäre, unsere Faulheit und Ausreden zu bekämpfen und dagegen anzugehen. Das ist nicht immer leicht, wie ich aus eigener Erfahrung weiss, aber wisst Ihr, wann es letztendlich doch besonders leicht fällt: Wer Ihr einen Antisemiten um Euch habt, der etwas Gemeines sagt. Wenn nur irgend jemand in Eurer Umgebung etwas gegen Juden sagt. Dann plötzlich kommt das Gefühl des jüdischen Stolzes auf, welches einem gleichzeitig die Kraft verleiht, alles zu tun.
Labels:
Antisemitismus,
Purim
Geburtstag und Yahrzeit von Moshe Rabbeinu
B"H
Heute abend und morgen (Donnerstag) ist gemäss dem jüdischen Kalender der 7. Adar und dieses Datum steht für den Geburtstag und das Sterbedatum (Yahrzeit = Sterbegedenktag) des Moshe (Rabbeinu).
Die Gemara (rabbinische Diskussionen) im Talmud Traktat Megillah 13b lehrt uns, dass Haman zuerst "nur" den Mordechai umbringen wollte, sich aber später entschloss, alle Juden zu vernichten. Als Haman seine Lose (Purim) warf, um den Termin für die Judenausrottung festzulegen, fiel das Los auf den 7. Adar. Haman jauchzte, denn er sah den 7. Adar als Unglückstag des jüdischen Volkes, da Moshe an dem Tag verstorben war. Dabei vergass er, dass Moshe ebenso an jenem Tag geboren worden war und der Tag somit ganz und gar kein Unglück darstellte. Raschi kommentiert: Moshes Geburstag am 7. Adar kompensiert den negativen Aspekt des Tages, welcher durch seinen Tod hervorgerufen wird.
Die Thora sagt uns nicht das genaue Datum des Todestages von Moshe, aber unsere Weisen taten dies, indem sie die Tage der Trauer um Moshe zusammenzählten (siehe das Buch Deuteronomy - Sefer Devarim 34:8) und diese dem geschichtlichen Hintergrund anpassten.
Rabbi Shalom Arush (Chassidut Breslov) schreibt in seinem Buch "Der Garten des Glaubens" zur Aufgabe (Mission) in unserem aller Leben:
"Jeder von uns kommt mit einer für ihn individuell vorgesehenen Aufgabe zur Welt, die nur er erfüllen kann. Einige Menschen leben ein langes ausgefülltes Leben, andere wiederum sterben schon in jungen Jahren. Unsere Seelen kommen in diese Welt, um einen speziellen Tikun (Seelenkorrektur) auszuführen oder haben eine anderweitige individuelle Aufgabe. Was auch immer es sein mag, der Grund, warum einige alt werden und andere jung sterben, liegt abseits jeden menschlichen Fassungsvermögens".
Es gibt eine weit verbreitete Ansicht, die besagt, dass, sobald wir UNSERE Aufgabe im Leben erfüllt haben, sterben. Ich sehe das nicht ganz so, denn der große Kabbalist Rabbi Yitzchak Luria kommentierte in seinem Buch "Shaar HaGilgulim - Tor der Reinkarnationen", dass es Leute gibt, die ihre Lebensaufgabe / Tikun ganz und gar nicht erfüllten und dessen Seelen gerade darum reinkarniert werden.
Anscheinend aber hatte Moshe seine Aufgabe erfüllt und starb. Wobei es jedoch heisst, dass der Meschiach einen Funken der Seele des Moshe besitzen wird.
Labels:
Biblische Persoenlichkeiten
Mittwoch, Februar 29, 2012
Backrezept zu Purim - HAMANTASCHEN
B"H
Am 08.03. bzw. am 09.03. feiern wir PURIM und hier vorab schon einmal ein Backrezept für die traditionellen HAMANTASCHEN:
1 kg Zucker
2 kg Margarine / Mazola
10 grosse Eier
1 Teelöffel Vanille
Alles gut durchrühren und dann 3 kg Mehl hinzufügen.
Füllungen: Dattelcreme, Mohn, Käse, Schokolade, Marmelade oder Nussfüllung, etc.
1 kg Zucker
2 kg Margarine / Mazola
10 grosse Eier
1 Teelöffel Vanille
Alles gut durchrühren und dann 3 kg Mehl hinzufügen.
Füllungen: Dattelcreme, Mohn, Käse, Schokolade, Marmelade oder Nussfüllung, etc.
Gutes Gelingen !!!
Geheimtipp: Auf einer haredischen (ultra - orthodoxen) Site las ich gerade, dass der neueste "Schrei" Hamantaschen mit Rosinen - Mandel - Füllungen sind. Aber eigentlich sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.
Labels:
Essen
Nichts als HAMANTASCHEN
B"H
Purim Vorbereitungen in Jerusalem
Frisch vom Blech: Hamantaschen (Ozne'i Haman) in der "Natural Choice Bakery" in Nachlaot / Jerusalem
Hamantaschen im Machane Yehudah Markt
Hamantaschen mit Mohnfüllung
Süssigkeiten für Purim / Machane Yehudah Market
Mishloach Manot - Purim Geschenke. Eine wichtige Mitzwah an Purim ist es, Geschenke (vornehmlich Essen) zu verteilen.
Photos: Miriam Woelke
Montag, Februar 27, 2012
Purim in Chassidut Dushinsky (Jerusalem)
Mehr zur chassidischen Gruppe DUSHINSKY:
Labels:
Chassidut Dushinsky,
Purim
Amalek und Haman
B"H
Am Mittwoch abend der nächsten Woche beginnt in diesem Jahr PURIM !
Die Purim Story findet ihre ursprüngliche Wurzel im Krieg zwischen Amalek und Israel. Amalek war der Enkel des Esav (Sohn Yaakovs) und er war es, der die in der Wüste wandernden Israeliten grundlos angriff und ausrotten wollte.
Dieser Schabbat vor Purim ist "Schabbat Zachor", an welchem wir neben der regulären Thora Parasha (Tetzaveh) ebenso die Parashat Zachor (Deuteronomy - Sefer Devarim , 25:17 - 19) lesen. Die Parashat Zachor handelt von dem Angriff Amaleks. G - tt trägt den Juden auf, sich stets bis in alle Ewigkeiten daran zu erinnern, was Amalek ihnen antun wollte. Nicht immer zeigt sich Amalek unter gerade diesem Namen, sondern er kann genauso in Gestalt eines Hitler oder anderen Judenhassers auftreten. Genauso aber nennen wir die "Yetzer HaRah - negative Seite in uns" nicht selten Amalek. Somit kann der Amalek in uns selbst unser Feind sein, indem wir uns von der Thora abwenden, anfangen sie selbst zu interprätieren und für unsere Zwecke ausnutzen oder sie gleich ganz ignorieren. Schon der Gaon aus Vilna kommentierte im 18. Jahrhundert, dass der entscheidende Kampf der Juden vor der Ankunft des Meschiach der Kampf innerhalb des Judentum selbst sein wird und nicht der Krieg gegen Ishamel (die Araber). Siehe hierzu als Quelle den Kommentar des Gaon von Vilna zum "Sefer De'Zniuta (Teil des Zohar).
434 Jahre später regierte König Shaul (Sha'ul HaMelech). Sha'ul ben Kish vom Stamm Benjamin war ein Vorfahre von Esther und Mordechai. "Nur" zehn Generationen trennten sie voneinander.
394 Jahre nachdem die Israeliten den Jordan überquerten, beautragte der Prophet Samuel (Shmuel HaNavi) den Sha'ul die Amalekiter anzugreifen und sie ein für allemal auszulöschen. Shmuel HaNavi diente hier als Medium, denn G - tt gab den eigentlichen Befehl. König Sha'ul jedoch liess den König der Amalekiter, Aggag, am Leben und verstiess so gegen G - ttes Willen. Letztendlich brachte Shmuel den Aggag um (siehe Sefer Shmuel 15:17), doch Aggag hatte Zeit, einen Nachkommen zu zeugen. 520 Jahre später finden wir einen seiner Nachkommen in Haman.
Die Moral von der Geschichte:
Oft meinen wir, etwas nicht zu können oder halten ein G - ttesgebot für absurd. Die Frage ist, ob wir wie G - tt das Gesamtbild sehen ?
Wissen wir, was unser Handeln in 20, 50, 100, 500 oder 1000 Jahren für Auswirkungen haben wird ? Die Antwort lautet, dass wir es nicht wissen, doch allein G - tt kennt das Gesamtbild.
Die Gemara (rabbinische Diskussionen) stellt im Talmud Traktat Chullin 139b die Frage, wo wir in der Thora einen Hinweis auf Haman und dessen Schicksal finden. Ebenso fragt die gleiche Gemara, wo in der Thora wir einen Hinweis auf Moshes, Esthers und Mordechais Zukunft / Rolle finden. Hier aber vorerst eine Antwort zur Frage auf Haman !
Im Buch Genesis (Sefer Bereschit) 3:11 fragt G - tt den Adam (HaRishon) woher dieser weiß, dass er nackt ist. Ob er vom Baum des Wissens (Etz HaDa'at) gegessen habe ?
"Vom Baum - HaMin HaEtz" - Der Maharal von Prag kommentierte dazu, dass es der "Baum des Wissens" war, der den Tod in die Welt brachte. Vor dem Vergehen des Adam gab es keinerlei Tod und ursprünglich sollten Adam und Eva (Chava) ewig leben.
Genauso wie der Baum den Tod in die Welt brachte, so wollte Haman den Tod über die Juden bringen. Aus diesem Zusammenhang ersehen wir eine Verbindung zu Haman in der Thora. Mag sein, dass hierbei auch die Buchstaben (HaMin ähnelt Haman) eine Rolle spielen, aber so tief habe ich die Kommentare noch nicht ergründet.
________________________
Quelle u.a.:
PURIM: Season of Miracles
Von Rabbi Zechariah Fendel
Talmud Traktat Chullin 39b mit Kommentaren
Labels:
Purim
Blick in einen KOSCHEREN Bus
B"H
Auf meiner Fahrt nach Jerusalem heute früh überholte unser UNKOSCHERER Egged Bus den KOSCHEREN Bus einer privaten Busgesellschaft. Im koscheren Bus befanden sich Haredim (ultra – orthodoxe Juden), wo die Frauen im hinteren Teil des Busses sassen und die Männer vorn.
Meine Photos sind in der Eile nicht so toll gelungen, doch geniesst die kurze Szene.:-)
Meine Photos sind in der Eile nicht so toll gelungen, doch geniesst die kurze Szene.:-)
Frauen hinten.
Männer vorn.
Copyright / Photos: Miriam Woelke
Sonntag, Februar 26, 2012
Aufs Wesentliche konzentrieren
B”H
Oft stellen mir Blogleser Fragen, die ziemlich tief in die jüdische Kabbalah oder den Talmud gehen. Nichtjüdische Leser ziehen bei der Fragestellung zusätzlich ihre christlichen Ideen herbei, was im Bezug auf das Judentum völlig unangebracht ist. Judentum und Christentum sind zwei vollkommen unterschiedliche Religionen.
Ob Jude oder nicht, ich halte es immer so, den Leuten zu vermitteln, dass zuerst das Grundwissen angeeignet werden muss bevor zu tieferen Themen übergegangen wird. Ich kann nicht die schwersten jüdischen Glaubenskonzepte lernen, wenn ich nicht weiss, was dahintersteht. Viele Themen tue ich mir selber kaum an, denn sie interessieren mich wenig bis gar nicht.
So, zum Beispiel, die heutige Frage nach “Sche’ol”, was viele Christen offenbar als “Fegefeuer” interpretieren. Dabei geht es bei dem talmudischen Konzept um eine Art Reinigungsprozess der jüdischen Seele. Ein Prozess, der auf ganz unterschiedliche Art und Weise stattfinden kann und nichts mit Hölle oder Grab zu tun hat.
Ich weiss, dass Sche’ol im Talmud angesprochen wird. Metaphorisch und ansonsten beschäftige ich mich mit dem Thema ganz selten einmal. Als ich googelte, stiess ich dann auch lediglich auf seltsame christliche Sites mit ebenso seltsamen Auslegungen.
Aus diesem Grund warne ich davor, sich in blindlingsThemen zu stürzen, die ein langjähriges Studium und ausführliches Basiswissen voraussetzen. Wieso können die Leute nicht ganz normal mit Grundkenntnissen beginnen ?
Labels:
Judentum,
Leserfragen
Nach Purim kommt Pessach
B”H
Vorhin beim Einkaufen ist es mir eingefallen: Nächste Woche ist Purim und was bedeutet das ? Dass genau einen Monat später Pessach (Passover) beginnt.
Eine richtige jüdische Hausfrau fängt spätestens nach Purim mit dem Reinemachen für Pessach an. Strategisch wird sich durch die einzelnen Wohnräume geputzt. Angefangen beim Schlafzimmer der Eltern.
Als ich vorhin einkaufen war, sah ich, dass der Supermarkt Nudeln im Sonderangebot führte und normalerweise schlage ich da immer zu. Diesmal nicht, denn mein Nudeldepot daheim im Schrank muss bis Pessach aufgegessen werden. Nudeln und Reis habe ich im Überfluß und da beides CHAMETZ (an Pessach verboten) ist, muss ich zwangsläufig mein Vorratslager abarbeiten.
Anmerkung: Aschkenasische Juden essen keinen Reis an Pessach ! Gewisse sephardische Gruppen schon, doch nicht alle !
Samstag, Februar 25, 2012
Sifra d'Zniuta: Mitteilung von Gedanken
Mein stolzer Besitz: Eine "Sifra d'Zniuta" Ausgabe mit Kommentaren vom VILNA GAON sowie dem YEDID NEFESH
Photo: Miriam Woelke
Photo: Miriam Woelke
B"H
"Sifra d'Zniuta" ist ein Teil des kabbalistischen Buch ZOHAR und kommentiert jene Thoralesung, die gerade an diesem gerade ausgeklungenen Schabbat in den Synagogen gelesen wurde: Parashat Terumah.
Es wird gesagt, dass das Buch Gedanken offenbart. Ein menschlicher Gedanke wird stets anhand von Sprache oder Schrift ausgedrückt. G – tt hingegen brachte Seine "Gedanken" anhand der Erschaffung des Universums und jeglichen Seins zum Ausdruck. Beispiel: Bei der Erschaffung selbst und Seinem "Ausspruch" – Es werde Licht – machte G – tt Seinen Willen publik. Bedeutet, für uns erkennbar.
Anmerkung:
"G – tt sagt oder spricht" – Diese Aussagen sind nichts weiter al seine Metapher, denn G – tt sprach die Sätze während des Erschaffungsprozesses niemals aus.
Auf alle Fälle werde ich immer wieder einmal Inhalte aus dem Buch in den Blog stellen !
Abonnieren
Posts (Atom)






![Validate my Atom 1.0 feed [Valid Atom 1.0]](valid-atom.png)