Freitag, Oktober 16, 2009

Rabbi Nissim Karelitz ist nach wie vor im Konversionsbusiness


Links: Die haredische Welt von Bnei Brak

B"H

Rabbi Nissim Karelitz aus Bnei Brak (bei Tel Aviv) führt nach wie vor Konversionen zum Judentum durch.
Wer bei seinem Beit Din (rabbinisches Gericht) konvertiert, der muss uneingeschränkt ernsthafte Absichten haben. Der Kurs und alles drumherum ist absolut haredisch (ultra - orthodox) und es herrschen wesentlich andere Bedingungen als in nationalreligiösen Konversionskursen. Der Kandidat muss bei Rabbi Karelitz auch weiterhin ein haredisches Leben führen und nicht, ex und hopp, alles nach dem Beit Din aufgeben und nur den Schein entgegennehmen.
Außerdem sollte der Kurskandidat bei einer relig. Familie unterkommen. So hörte ich zumindest.

Das Zertifikat des Rabbi Karelitz wird von den meisten chassidischen Gruppen anerkannt und nicht wenige Leute werden später, nach dem Giur, Mitglied bei solchen Gruppierungen.

Wer ernsthaft interessiert ist, dem kann ich einen Infokontakt vermitteln !

Kommentare:

  1. Wo kann man zum Chassidismus übertreten?

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  2. B"H

    Wie meinst Du das genau ?
    Sich als Jude dem Chassidismus anschliessen oder ueberhaupt per chassidischer Gruppe zum Judentum konvertieren ?

    Nehmen wir einmal Punkt 1:

    Als Jude solltest Du Dich naeher mit dem Thema auseinandersetzen und in verschiedene chassidische Gemeinden bzw. Synagogen schauen. Es dauert laenger bis man einen Einblick erhaelt.
    Kontakte sind sichtig und so sollte man sich langsam an das Thema wagen. Zusaetzlich immer daran denken, dass man erst einmal hineinschnuppern sollte, bevor man sich entscheidet. Immerhin gibt es verschiedene Gruppen und wenn Du einen Tipp willst, wer besonders IN ist:

    Eine Gruppe, ueber die ich fast noch nie etwas schrieb. Sie ist in Jerusalem, im Stadtteil Beit Vagan, zu finden und es handelt sich um

    AMSCHINOV

    Der Amschinover Rebbe ist sehr populaer und nimmt neue Leute auf. Keine fanatische Chassidut, sondern recht offen.

    Sollte jemand zum Judentum konvertieren wollen, doch will dies chassidisch tun:

    In Israel wird er da kaum Erfolge haben, denn etwas Chassidisches gibt es in der Richtung (meines Wissens nach) nicht.
    Wer, zum Beispiel, den Satmarer Chassidim beitreten will, aber noch konvertieren muss, der sollte vorher schon Kontakte zu Satmar haben.
    Derlei Kontakte bringen einen in einen Konversionskurs der antizionistischen Dachorganisation in Mea Shearim, der "Edah HaCharedit". Die Edah nimmt zum groessten Teil nur Leute zur KOnversion auf, welche chassidischen Gruppen beitreten wollen und im voraus schon Kontakte vorhanden sind.
    Nicht immer muss man allerdinsg irgendwem beitreten, sondern man kann auch litvisch bleiben / sein.

    Ich wuerde den Edah - Giur nicht unbedingt chassidisch nennen, sondern absolut haredisch und mehr als ernsthaft. Zumindest hat man mit ihm oder einem Zertifikat von Rabbi Nissim Karelitz die besten Chancen aufgenommen zu werden.
    Sollte "Nur" ein Rabbanut Zertifikat vorhanden sein, so muss der Giur nochmals bei der Edah wiederholt werden !

    Wer allerdings mit der Edah konvertiert, bekommt normalerweise keine Aliyah bewilligt, doch nebenbei wird kaum jemand der Kandidaten Aliyah machen wollen. Zum zionistischen Staat, meine ich.
    Man kann als Jude in Israel laenger als Tourist leben und so mancher ist mit einem Israeli verheiratet.

    Ich wuerde auf alle Faelle raten, sich gruendlichst bei den verschiedenen Gruppierungen umzuschauen und nicht ueberstuerzen !!!

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  3. "es herrschen wesentlich andere Bedingungen als in nationalreligiösen Konversionskursen. Der Kandidat muss bei Rabbi Karelitz auch weiterhin ein haredisches Leben führen und nicht, ex und hopp, alles nach dem Beit Din aufgeben und nur den Schein entgegennehmen."

    Das kann ich überhaupt nicht bestätigen.
    Ich kenne jemand, der bei Nissim Karelitz übergetreten ist - er lebt in Deutschland, war in Israel nur für eine sehr kurze Zeit als Tourist, ist in der Zeit über Beziehungen an das Beis Din gekommen und hat im Schnellverfahren einen Giyur gemacht (allerdings schon den zweiten, da er davor liberal konvertiert war). Dann ist er wieder zurück zu seiner Familie (Frau und Kinder) nach Deutschland, die nicht besonders religiös lebt. Es wurde nicht einmal verlangt, daß er nochmals heiratet.
    Also auch da wird nur mit Wasser gekocht. Das Wichtigste ist doch immer, wen man kennt, auch in den "feineren" Kreisen.

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  4. B"H

    Bist Du Dir sicher, dass es sich dabei um Karelitz handelte und nicht um den zweifelhaften Rabbi Avior ?

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  5. 100%ig Nissim Karelitz.
    Nicht Avior. Avior ist doch auch hier als schwarzes Schaf bekannt.

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  6. B"H

    Dann kannte der Jemand wohl jemand anderen (einen Rabbiner), der ihn bei Karelitz durchschleifte.
    Es kommen oft Leute aus auslaendischen Giurkursen, die hier in Israel schnell konvertieren und dann wieder abhauen.

    Uebrigens ist meiner Freundin das gelungen, was noch keinem soweit gelang: Sie wird vor dem Kommittee des Innenministeriums vorsprechen. Eine Formsache, angeblich. Damit ist sie aber die Erste, die das vierkoepfige Kommittee jemals zu sehen bekommt.

    Das Kommittee ist fuer die Vergabe von Giurplaetzen sowie fuer die spaetere Aliyah der Konvertiten zustaendig.

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