Montag, November 23, 2009

Ezra und seine zehn Festlegungen

B"H

Ezra führte seinerzeit die Juden aus dem 70 - jährigen Babylonischen Exil wieder heim nach Eretz Israel. Leider nahm an der Rückkehr nur eine Minderheit von etwas über 40,000 Juden teil und die Mehrheit entschied sich für Babylon. Aus wirtschaftlichen Gründen, was später von G - tt bestraft wurde. Nirgendwo in der Diaspora sollte sich ein Jude zu heimisch fühlen und darauf vertrauen, dass die dortige Bevölkerung ihn auf Ewig achten wird.

Der Talmud Traktat Bava Kamma 82a listet uns Ezras zehn Festlegungen auf, doch gleichzeitig kritisiert der Talmudkommentator Rashash, dass hier längst nicht alle Festlegungen Ezras Erwähnung finden.

1. Die Juden sollen während des Nachmittagsgebetes (Mincha) am Schabbat aus der Thorarolle vorlesen.

2. Ebenso soll dies montags sowie donnerstags geschehen.

3. Rabbinische Gerichte (Batei Din) treffen sich montags und donnerstags.

4. Donnerstags soll der Waschtag sein; dies im Hinblick auf die Ehrung des Schabbat durch saubere Kleidung. Andererweitige Kommentare meinen hierzu, dass die Juden nicht in Versuchung kommen sollen, freitags zu waschen und so ggf. den Schabbat brechen.

5. Am Erev Schabbat (freitags abends) soll Knoblauch gegessen werden.

6. Eine Frau soll früh aufstehen und Brot backen. Bedeutet, Nahrung herrichten.

7. Eine Frau soll (Unter)hosen tragen, um sich so vor negativem Verhalten zu bewahren.

8. Eine Frau soll sich das Haar kämmen bevor sie in die Mikweh (Ritualbad) steigt. Die Mikweh ist halachisch nur dann gültig, wenn das Wasser ALLE Stellen des Körpers erreichte. Einschliesslich des Haares. Von daher sollte die Frau anhand des Kämmens eventuelle Knoten aus dem Haar entfernen, denn diese könnten ein Eindringen des Mikwehwassers verhindern.

9. Parfumhändler sollten ihre Ware den Frauen zugänglich machen.

10. Zu guter Letzt legte Ezra noch fest, dass Männer, die des nachts ohne Willen einen Samenerguss erlitten (Baal Keri), in die Mikweh müssen.


Erklärungen:

a) Warum wurde die zusätzliche Thoralesung am Mincha des Schabbat eingeführt ?

Da viele Männer montags und donnerstags auf der Arbeit sind und erst am Schabbat Zeit haben, die Lesung zu hören. Hiermit ist nur die Mincha - Lesung gemeint und nicht die allgemeine Lesung beim Morgengebet Schacharit.

b) Warum wurden gerade der Montag und der Donnerstag zur Thoralesung vor dem Schabbat ausgesucht ?

Eine Midrasch besagt, dass es ein Donnerstag war, an dem Moshe zum Berg Sinai hinaufging, um das zweite Paar Gesetzestafeln (Luchot) in Empfang zu nehmen. Und es war ein Montag, an welchem er wieder in das Lager der Israeliten zurückkehrte und G - tt diesen für das Vergehen mit dem Goldenen Kalb vergeben hatte. Aus diesem Grund heraus ersahen die Propheten die Montage und die Donnerstage als "wohlwollende" Tage G - ttes.

c) Warum aber sollten die Juden am Freitag abend Knoblauch essen ?

Die Gemara (rabbinische Diskussionen) in Bava Kamma 82a nennt uns einen überraschenden Grund:

Fünf Dinge sagt man vom Knoblauch -
1. Er wärmt den Körper, 2. Er sättigt, 3. Er hellt das Gesicht auf, 4. Er erhöht den Samen, 5. und er tötet Parasiten / Bakterien in den Verdauungsorganen ab.

Kurz gesagt, Knoblauch wird als sexuelles Erregungsmittel betrachtet und da ein jüdisches Ehepaar am Freitag abend seinen ehelichen Pflichten nachkommen sollte, wirkt sich der Knoblauch ggf. positiv aus. Naturelles Viagara sozusagen.

d) Bezogen auf das Parfum: Man sah das damals so wie heute die TV - Werbung. Ein toller Duft macht halt erotischer !

Da sage nochmal jemand, die Juden aus dem "antiken" Jerusalem waren weltfremd.

Kommentare:

  1. "b) Warum wurden gerade der Montag und der Donnerstag zur Thoralesung vor dem Schabbat ausgesucht ?


    Eine Midrasch besagt, dass es ein Donnerstag war, an dem Moshe zum Berg Sinai hinaufging, um das zweite Paar Gesetzestafeln (Luchot) in Empfang zu nehmen. Und es war ein Montag, an welchem er wieder in das Lager der Israeliten zurückkehrte und G - tt diesen für das Vergehen mit dem Goldenen Kalb vergeben hatte. Aus diesem Grund heraus ersahen die Propheten die Montage und die Donnerstage als "wohlwollende" Tage G - ttes."

    Naja, der simple Grund ist wohl der, dass Montag und Donnerstag die Markttage in Israel waren.

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  2. B"H

    Das kommt auch als grund in Betracht. Trotzdem aber besteht die Meinung, dass an den beiden besagten Tagen "G - ttes Tore" weiter offen sind.

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  3. Warum sind die Tore weiter offen? Wegen Midrasch, den Ron anführt?

    Könnt ihr noch was zu den Markttagen sagen? Warum an diesen? Wurde unter dem einkaufenden Volk gelesen, um viele zum Hören anzuhalten?

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  4. Ach, tut mir leid.
    Vielleicht hätte ich im Voraus mal deinen Beitrag komplett lesen sollen und schauen wie Ron zitiert. Dann hätte sich mein Beitrag fast erübrigt...

    Aber wie ist das mit den Markttagen?

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  5. Achso:
    gibt es da Parfüm, das erlaubt/verboten ist? Für uns heute.

    Ich kann mir z.B. keine Charedim vorstellen, die Parfüm von einer Firma kaufen, die in ihrer Werbebranche nach "sex sells" verfahren.

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  6. B"H

    "Sex Sells" = :-)))))

    Nein, im allgemeinen benutzen Haredim kein Parfum. Den Frauen der Toldot Aharon ist dies sogar schriftlich untersagt.
    Schminke hingegen wird schon benutzt und vielleicht ist das ja dann als Ausgleich zu sehen.:-)

    In frueheren Zeiten war montags und donnerstags Markttag und da kam auch die Landbevoelkerung nach Jerusalem zum Einkaufen. Und um dieser auch die Lesung aus der Thora zu bieten, wurde an diesen Tagen extra die Lesung abgehalten.

    Du musst Dir das so vorstellen: In und um den Zweiten Tempel gab es zahlreiche Lerngruppen mit unterschiedlichen Rabbinern. Damals hielt man Vortraege in der Oeffentlichkeit oder vor einer Schuelergruppe ab. Der Rabbiner stand dort und redete. Die Wenigsten machten Notizen, sondern man sog das ins Gedaechtnis auf, was der Rabbi lehrte. Am Tempel herum derlei Rabbiner anzutreffen und denen zuzuhoeren, war keine Seltenheit.

    Laut einem Talmudkommentar beruht ebenso der Donnerstag und der Montag auf einem gnaedigen Gericht G - ttes.

    Uebrigens habe ich hier einen interessanten Link fuer Dich:

    http://hamantaschen.blogspot.com/2007/12/das-tor-der-trnen.html

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  7. Wieso das :-)))? ^^
    Ich fände es allgemein bedenklich, vor dem Regal einer solchen Firma zu stehen. Schminke kenne ich nur von unkeuschen Anbietern ;-)
    Also, ginge ich mit meiner Frau einkaufen und sie wollte sich an einem Loreal-Regal oder sonstwas bedienen, würde ich mich schon ein wenig unbehaglich fühlen.

    Zu Montag und Donnerstag kenne ich nur die Aussage, der Mensch stürbe innerlich ab, wenn er länger als drei Tage ohne Torah(-Lesung/-Lesen) lebt. Von Midrasch und Markttag noch nichts gelesen/gehört. Danke. Könntest du den Midrasch vielleicht mal zugänglich machen? Oder geht das nicht?

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  8. B"H

    Na, dann lass doch Deine Frau allein am Loreal - Regal rumsuchen.

    Bei nicht wenigen haredischen Frauen ist es etwas in Mode gekommen, zu einer Kosmetikerin zu gehen. Diese Kosmetikerinnen sitzen nicht in ihrem fuer alle zugaenglichen Laden, sondern sind professionelle haredische Frauen, die sich auf ihre Sinnesgenossinen spezialisiert haben.
    Meist arbeiten sie privat von daheim aus oder halt in einem diskret gehaltenen Beauty Salon.

    "Diskret" bedeutet hier:
    Ohne Werbung oder riesen Firmenschild, sondern einfach nur so.

    Andererseits aber tragen viele relig. Frauen ihre Schminke sehr dezent auf und ich erlebte einmal, wie sich bei einem Schabbatg - ttesdienst zwei recht aufgetakelte Toldot Aharon - Damen neben mich setzten.

    Eine aeltere Frau der Gruppe ging vorbei und warf den Beiden giftige Anstandspolizeiblicke zu, doch die Beiden reagierten nur mit einem laessigen "Phhh".

    Ich fand die Szene recht witizg, doch die Regel ist es nicht.

    Fingerlacke oder so kommen wegen der Mikweh nicht in Frage, denn der Lack haelt das Wasser ab. Man beschraenkt sich halt auf Make - Up oder manchmal ganz dezentes Parfum. Schmuck dagegen ist voll im Trend !

    Ich werde versuchen, die Midrasch zu finden. Dazu brauche ich aber ein oder zwei Tage Zeit, denn jetzt muss ich auf die Arbeit und morgen fruhe fahre ich erst heim nach Tel Aviv.


    Zu Montag und Donnerstag kenne ich nur die Aussage, der Mensch stürbe innerlich ab, wenn er länger als drei Tage ohne Torah(-Lesung/-Lesen) lebt.

    Im Talmud gibt es eine solche Aussage, aber die lautet, dass der Mensch SPIRITUELLE stirbe und nicht koerperlich !

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  9. Selbst wenn sie alleine sucht - ist die Frau mit ihrem Mann nicht so verbunden, dass auch, wenn sie allein ist, ihr Tun ihren Mann betrifft?

    Ich finde es einfach problematisch, Leute zu unterstützen, die "Sex sells" in Ordnung finden. Auch wenn man wohl selten drumherum kommt...

    Bohrt man denn den jungen Mädchen in der charedischen Gesellschaft auch Löcher in die Ohren?
    Ich heiße solche körperlichen Eingriffe nicht gut. Gegen Schmuck gibt es kein Verbot, ich persönlich würde mich aber freuen, wenn meine Töchter daraus keinen Trend machen werden =)

    Danke, dass du suchst.

    Hm, ja, mit innerlich meinte ich nicht körperlich, sondern spirituell.

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  10. "Also, ginge ich mit meiner Frau einkaufen und sie wollte sich an einem Loreal-Regal oder sonstwas bedienen, würde ich mich schon ein wenig unbehaglich fühlen."

    rolleyes!!!!!!!!

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  11. "Eine aeltere Frau der Gruppe ging vorbei und warf den Beiden giftige Anstandspolizeiblicke zu, doch die Beiden reagierten nur mit einem laessigen "Phhh"."

    Das ist die beste Reaktion.
    Orthodoxe Frauen (keine Haredim) schminken sich schon und benutzen auch Parfüm. Ich finde das auch völlig in Ordnung.

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  12. Schoschana10:10 vorm.

    "Fingerlacke oder so kommen wegen der Mikweh nicht in Frage"

    also ich habe schon mehr als eine haredische frau mit nagellack gesehen. unsere balanit selbst lackiert sich die nägel.
    es gilt ja schliesslich *vor* der mikwe den lack wieder abzumachen, was dank nagellackentferner (der in jeder (!) mikwe herumsteht) kein problem ist.

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  13. Schoschana7:50 nachm.

    @ anonymus

    "Bohrt man denn den jungen Mädchen in der charedischen Gesellschaft auch Löcher in die Ohren?"

    ja. definitiv.

    nicht heiliger werden als der kohen gadol ;)!

    @ all

    mir fiel noch ein, dass meine gegenüberstellung intellektueller/ religiöser missverständlich sein kann.
    natürlich kann ein intellektueller auch religiös sein bzw. vice versa.

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  14. B"H

    Ehrlich zugegeben: Ich trage weder Nagellack, noch Schminke, noch Schmuck. Trotzdem sehe ich das alles nicht als "Sex Sells". Nicht jede Frau mit Make - up im Gesicht will sich sexmaessig verkaufen, sondern tut das aus eigenem Gefallen heraus. Es gibt halt Leute, die das fuer sich moegen. Ich nicht, aber mich stoeren andere Frauen, die das tun nicht.

    Viele haredische Frauen schminken sich dezent. Bei nationalrelig. Frauen erlebe ich das, zumindest in Israel, etwas weniger. Ich habe keine Ahnung, warum das so ist und sage einfach mal stereotyp: Bei den Siedlern ist man halt noch rustikaler und macht mehr auf Natur. :-)

    Ideologie statt Nagellack !

    Ich frage morgen einmal eine nationalrelig. Bekannte, warum sie sich nicht schminkt !

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  15. "nicht heiliger werden als der kohen gadol ;)!"

    DANKE!! Das lag mir schon lange auf der Zunge.

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  16. =)

    Mit "sex sells" meinte ich ausschließlich die Vermarktung. Auf welche Weise wird so oft und bald ausschließlich, mag ich sagen, für Schminke und derlei hier geworben?
    Wenn ich in ein Kaufhaus gehe, sehe ich sehr oft sehr viele Bilder, Plakate, Videos auf Bildschirmen, die sexuell mehr oder minder explizit sind.
    Eben auch bei Schminke. Die Firmen werben mit "Erotik" für ihre Produkte.
    Und das ist nicht in Ordnung. Ohne dass ich gegen Sexualität bin oder Probleme damit habe!
    Was würdest du denn von einem charedischen Rabbiner halten, dessen Frau im nächsten Katalog in erotischer Pose in BH und Höschen erscheint? Das passt doch irgendwie nicht zusammen.
    Wie ich auch eben sagte, habe ich an und für sich ein Problem damit, den Markt bei "sex sells" zu unterstützen. Bisher besitze ich aber auch allerlei aus natürlich ebenso bedenklichen Quellen. Ich erinnere mich, dass im Quelle-Katalog vieles zu finden war, was so nicht sein darf. Trotzdem besitze ich seit 7 Jahren zwei Anzüge von diesem Versandhaus.
    ...
    Andererseits, du sprichst die Frau an, ist es meiner Meinung nach so, dass eine große Menge an Frauen sich mit Schminke im Bereich des Strebens nach "Attraktivität" befindet. Wenn sich mal wieder das Gehufe und Geklapper der Stöckel- und Absatzschuhe ankündigt, der Hintern elegant in engen Jeans geschwungen wird, das kleine Täschchen am Ärmlein baumelt und an der nächsten Ecke der kleine Spiegel mit Maskara, Wimperntusche, Rouge und Lippenstift gezückt wird, um zu schauen, ob noch alles richtig sitzt, dann lässt es mich erahnen, "was da vorgeht" in den Köpfen. Um es mal als übertriebenes Bild zu schildern.

    Ich bezweifle nicht, dass es auch andere Gründe gibt ;-) Dennoch.

    Ich schätze mich glücklich, kein Cohen Ha'Gadol sein zu müssen :-) Ich verstehe aber auch gar nicht, was das gerade damit zu tun hat.

    Meines Wissens nach war es bis irgendwann zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland verpönt, den jungen Frauen Löcher in die Ohren zu stechen. Dies galt, wie Piercings und Tätowierungen, als Beschädigung des Körpers. Kurz: Verstümmelung.
    Ich bin mir auch sicher, dass dies allgemeine Übereinstimmung der Orthodoxie ist. Bis, meinetwegen, die Ohrringe. Wobei ich für meinen Teil es dennoch diskutabel finde. Polemisch könnte man sagen, die jungen Menschen (auch junge Männer) lassen sich den Pfriem ins Ohr hauen, weil sie als Freie die Freiheit verachten und (weiterhin) Knechte sein möchten.
    Gegen Ohrringe fällt mir an und für sich kein kräftiges Argument ein. Wer (als Frau, bei Männern ist es doch befremdlich) Ohrringe tragen möchte, soll es tun.
    Diskutabel ist für mich das Stechen eines Lochs. Aber es bleibt schließlich noch die Option eines Ohrklipps :-))) Ohne schädigende Eingriffe auf den Körper nehmen zu müssen.

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  17. B"H

    "Gehufe ?" - :-)))))
    Den Ausdruck muss ich mir merken !

    Zu den Ohrringen:
    Viele jued. relig. Frauen tragen Ohrringen. Allerdings nicht diese langen Dinger, die herrunterhaengen, sondern oft Stecker oder wie das heisst.

    Bei Maennern dagegen sind sie in der Orthodoxie verpoent. Schon deswegen, da die israelitischen Skalven in Aegypten mit Ohrringen gekennzeichnet waren.

    Ich bin auch nicht fuer die "Sex Sells" Werbung, aber was kann man dagegen machen ?
    Soll man das Produkt boykottieren ? Das bringt am Ende auch nichts ein.

    Genauso sind zu aufgetakelte Frauen alles andere als aesthetisch und manchmal habe ich den Eindruck, derlei Frauen gehen zur Arbeit (Prostitution) als im Alltag umher.

    Was man gerade in Deutschland so traegt, weiss ich jedoch nicht, denn die Mode dort ist sicher anders ! :-)

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  18. "Meines Wissens nach war es bis irgendwann zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland verpönt, den jungen Frauen Löcher in die Ohren zu stechen. Dies galt, wie Piercings und Tätowierungen, als Beschädigung des Körpers. Kurz: Verstümmelung.
    Ich bin mir auch sicher, dass dies allgemeine Übereinstimmung der Orthodoxie ist."

    Es gilt als Schmuck und deswegen erlauben es orthodoxe Rabbiner sehr wohl. Daran ist nichts verpönt.

    "Und das ist nicht in Ordnung."

    So ist aber die Welt. Wenn man das nicht sehen will, muss man auf eine einsame Insel ziehen.
    Man kann Nichtjuden wohl kaum vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen haben.

    "Was würdest du denn von einem charedischen Rabbiner halten, dessen Frau im nächsten Katalog in erotischer Pose in BH und Höschen erscheint?"

    Das würde wohl kaum eine haredische Frau oder eine orthodoxe Frau tun. Warum übertreiben Sie immer so?

    "Ich schätze mich glücklich, kein Cohen Ha'Gadol sein zu müssen :-) Ich verstehe aber auch gar nicht, was das gerade damit zu tun hat."

    Weil Sie sich koscherer geben als ein Ha´Gadol.

    Ich schminke mich, weil ich mich damit wohl fühle, was Männer davon halten, ist mir ziemlich schnurz, denn die haben damit ein Problem, nicht ich. Und die lösen diese Männer dann auch bitte mit sich selber und stellen Frauen nicht fast in einer Ecke der Prostitution. Bei denen stimmt nämlich etwas nicht. Sie beurteilen Frauen rein nach dem äußeren und das sagt sehr viel über solche Männer aus.

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  19. ;-) Bei Gehufe dachte ich an Jirmeja 5,8-9. Ein Bild von der Stute und dem Pferd passt manchmal.

    Auf "Ohrringe" als Abzeichen von Sklaverei spielte ich ja eben auch an. Freilich in dem Fall auch für Frauen, die sich durchlöchern lassen ;-)
    Also, meine Kritik bezieht sich auf die Schädigung des Körpers mit Durchlöcherung oder ähnliches. Weniger auf den Schmuck selbst, solange "dezent" und "diskret" von Miriam stehen bleibt.

    Eine junge Frau aus meiner Nachbarschaft schminkt sich sehr stark. Sie tut es aus dem Grund, weil sie aus ihrer unschönen Vergangenheit einige Narben trägt.
    Ich würde sie nicht als Hure bezeichnen. Dazu gibt es keinen Anlass. :-P
    In den meisten Fällen müsste aber doch Natura am bequemsten und angenehmsten sein. In der Ehe natürlich auch für den Mann, wenn es um Hautabdeckzeug geht.

    Ob man das Produkt boykottieren soll, Miriam? Eigentlich schon. Aber bisher habe ich es auch noch nicht getan :-) Denn wie du sagst: Das bringt am Ende auch nichts. So als Einzelner Hinterwäldler ;-)

    Was gilt als Schmuck, Yael? Tätowierungen und Piercings?
    Und ja, Ohrringe als Schmuck sehe ich auch nicht verboten. Wenn da nicht das Löchern wäre... aber es gibt ja, wie gesagt, noch Klipps! Klasse.

    Ich weiß, dass "die Welt" so ist, Yael. Das ändert ja nichts daran, dass es nicht gut ist, was "die Welt" so manchmal treibt - wie du auch weißt. Wir sollten alle vieles nicht sehen wollen. Wenn wir uns nicht allzu sehr an all das gewöhnt haben und abstumpfen. Wer zieht aber weg? Sehr, sehr wenige. Vielleicht wäre das ganz gut?

    Ich übertreibe, weil auch Sie manchmal übertreiben. Konträr dazu merke ich meine Übertreibungen oft an, um meine Intention zu verdeutlichen - auch wenn es vielleicht nicht klappt =)

    Ich gebe mich nicht koscherer. Ich kann auch von meinem teilweise völlig unkoscher gelaufenem Leben erzählen. Aber das passt nicht hier her.

    Beurteilungen nach dem reinen Äußeren kenne ich so nicht, aber sicher entsteht mein erster Eindruck durch Äußerlichkeiten wie bei allen Menschen.
    Ein Beispiel meiner Oberflächlichkeit bezogen auf Männer: Ein Jude mit "typisch" schwarzem Outfit macht auf mich mehr Eindruck als der Jude mit moderner blauer Jeans, pinkem Polo-Shirt und einer farbigen Kippa - selbst wenn er bewanderter in der Lehre ist als der, der "mehr Eindruck" auf mich macht.
    So ist, nicht selten, das menschliche Auge.

    Wenn du dich von mir fast in die Ecke der Prostitution gedrängt fühlst, tut mir das leid. Das glaube ich nicht von dir ;-)

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  20. B"H

    Naja, die moderne Frau von heute sieht das alles anders.:-)
    Durch die Werbung sind wie schon laengst an einiges gewoehnt. Was uns vor zehn, zwanzig Jahren noch schockte, nehmen wir heute als selbstverstaendlich auf.

    Beim Kauf eines Produktes gehe ich weniger nach der Werbung als nach der Qualitaet. Falls ich Haribo oder so esse, gehe ich nicht nach Thomas Gottschalk (den ich nicht ausstehen kann), sondern nach dem Geschmack.
    Wobei Haribo nicht koscher ist und hier nur als Beispiel dient.:-)

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  21. Na Sie wissen doch was als Schmuck gilt. Ohringe und Löcher sind kein Problem, das akzeptieren orthodoxe Rabbiner. Klipps sind meistens fürcherlich, weil sie extrem drücken.

    Miriam, gibt es in Israel keine koscheren Haribos? In koscheren Läden gibt es die hier durchaus.

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  22. Schoschana11:25 vorm.

    @ anonymus

    deine kritik am ohrstechen erinnert mich an die kritik der leute, die die mila kritisieren (stichwort verstümmelung).
    ohrstechen ist halachisch erlaubt und wie schon gesagt, findet man es sogar gar nicht selten in der haredischen welt. wenn die rabbiner es erlauben, gibt es einfach kein problem. ende der durchsage.

    "

    was die sonstigen befindlichkeiten mit der umwelt, dem sexsells, den plakaten, den höschen und was weiss ich angeht: solange man in der diaspora lebt, sollte man nicht überempfindlich sein. sonst muss man nach mea shearim, nach bne brak oder monsey ziehen.
    ich sage immer: du musst ja nicht hinschauen. erstaunlicherweise sind kinder, die über znius aufgeklärt werden und sehen, wie ihre eltern herumlaufen, relativ resistent gegenüber aufreizenden plakaten. es sind eher die chosrei b'tschuva, die probleme damit haben... erinnerung an früher?
    im grunde gilt es, sich im rahmen seiner "gesellschaft" - ob das eine haredische, eine traditionelle oder wie auch immer geartete jüdische gesellschaft - zu verhalten, und dort wird einem der kodex schon beigebracht. das heisst bei uns zum beispiel nicht, sich in lumpen zu hüllen. eine frau darf ruhig auch schön aussehen, eine schöne bluse tragen und diese muss nicht immer braun oder grau sein. auch darf sie ohrringe tragen, einen schönen scheitel, was auch immer. sie darf schön sein. nirgendwo steht geschrieben, dass die frau hässlich auszusehen hat.
    der standart ist von gruppe zu gruppe unterschiedlich, die einen gehen nie ohne scheitel aus dem haus, die anderen im chilluk und im snood zum einkaufen... hier richtet man sich einfach nach seiner kehille.
    in der ehe einigt man sich ohnehin (oder sollte es tun) auf einen standart. kaum ein besonders zniesdiker mann wird wohl eine frau heiraten, die im bh und im höschen auf die strasse gehen will ;).

    nu, wo ist das problem?

    "Wenn du dich von mir fast in die Ecke der Prostitution gedrängt fühlst, tut mir das leid. Das glaube ich nicht von dir ;-)"

    ich bin ja nicht yael, aber da ich die kommentare lese..fällt mir dazu ein:
    man muss nicht alles niederschreiben, was man denkt.
    auch DAS ist zniut.

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  23. Ja, wir sind einiges gewohnt von der Werbung und allem, was so in der Öffentlichkeit auf uns einprasselt. Einiges sollte uns weiterhin schocken, aber naja.

    Mit Werbung im TV kenne ich mich eigentlich gar nicht aus. Ich schaue seit einigen Jahren nicht mehr =) Ohne koscherer zu sein, als man sein muss :D

    Schoschana, vorhin fiel mir ein, dass jemand sicher die Parallele zur Beschneidung zieht.
    Auf die Idee kann man zwar kommen, sinnhaft ist es aber nicht: Er hat einen B'rit Mila verordnet, nicht einen "B'rit Osän/Osnajim". Über ein Ohr liest man nichts bezüglich eines Bundes. Was heißt Ohrstechen, Ohrloch auf Hebräisch?
    Gegen die Beschneidung will ich mich hüten etwas zu sagen ;-) was ich eigentlich nicht brauche, da ich nichts dran auszusetzen habe.

    Ohrlöcher kann ich nur weiterhin ablehnen... Wo findet man die halachischen Genehmigungen? Könnt ihr dazu Quellen zitieren?
    Mal eine andere Frage: Rauchen ist erlaubt, oder? Oder doch nicht?

    Dass man nicht hinschauen muss, ist richtig. Was soll ich auch anderes tun, als wegzuschauen? In die Offensive gehen. Einer meiner Kollegen startete einmal eine strafrechtlich relevante Aktion. Er nahm einen Eimer Farbe und malte im Eilverfahren jedem damaligen Mitschüler, der seines Ermessens nach nicht anständig gekleidet war, ein paar Kleckse über. Ich war nicht direkt dabei. Aber wahrscheinlich hat es meist die Mädchen getroffen.
    Immer diese Frauenhasser ;-o

    Die andere Sache mit dem Wegschauen ist die: das geht ja gar nicht immer. Vielleicht sogar in sehr wenigen Fällen. "Sie sind überall."

    Ob Erinnerungen an früher mitspielen, ist möglich.
    Ganz ungeachtet dessen werden auch Kinder, die von Beginn an Anstand (kennen-)lernen durften, hierzulande nicht (geistig, emotional, ich weiß nicht, wie ich das nennen soll) angemessen auf Schlechtigkeiten reagieren. Das liegt in der Natur der Sache. Miriam sagte es: wir sind es heute so gewohnt, es ist "normal".
    Dass Kinder, die unter sittlich anderen/guten bzw. besseren Bedingungen aufwuchsen, noch einmal anders mit der Welt drumherum umgehen, mag gut sein. Dazu kann ich mich aber nicht äußern. Letztendlich sollten sich dabei - allen - Probleme auftun. Sonst stimmt was nicht.

    Nein, natürlich darf eine Frau "schön" sein. Meine Vorlieben bleiben zwar auch hier auf feine schwarze Kleidung beschränkt, aber jede Frau darf auch gerne einen farbigen Rock tragen.

    Auch wenn ich denke, ist es schon um mich geschehen. Aber sicher ist es richtig, nicht alles zu sagen oder zu schreiben, so wie man einige Gedanken ausräumen/blockieren sollte.

    An und für sich wäre es besser, man redete über nichts Schlechtes. Weil wir nicht vollkommen sind, müssen wir das aber. Viele Dinge sind eine Schande, über die man gar nicht reden sollte. Nur ist es vielleicht notwendig, um gegen eine Schande Stellung zu beziehen. Ob gewählte Ausdrücke nun unkeusch waren, darüber kann man sich natürlich auseinandersetzen. =)

    Du zählst also Piercings auch als erlaubt? Eigentlich ist es ja auch kein Riesenschritt von Ohrlöchern zu Löchern überall hin...
    Zu was zählst du denn Tätowierungen? Das zitiertest du zusammen mit Schmuck und Piercings. "Körperkunst schmückt" den Körper auch.
    Ich kann mir vorstellen, dass es unangenehm ist, Klipps zu tragen. Ältere Damen tun dies dennoch oft.

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  24. Fragen Sie Ihren Arzt, Rabbi oder Apotheker, Provokateur.
    Sie nerven mit Ihrem Getue, als hätten Sie es hier mit Idiotinnen zu tun. Suchen Sie sich ein anderes Hobby :D

    Refua Schlema und Tschüß!

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  25. Was solche Kommentare sollen, weiß ich nicht.
    Mit wenigstens einer Idiotin scheint man es hier tun zu haben.
    Sonst weiß ich nicht, wo ich als zu Idiotinnen sprach, Provokateur.

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  26. Lesen Sie mal Ihren eigene Provokationen durch, aber Selbstreflektion scheint für Sie ein Fremdwort zu sein, goyischer Idiot.

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  27. B"H

    Um das Ganze einmal in andere Bahnen zu lenken:

    Ich bin gerade dabei, die Frage nach der (die) Midrasch vom donnerstag und montag zu beantworten, weiss aber nicht, ob ich alles fertig bekomme, um es in den Blog zu stellen. Ansonsten MORGEN dann !!!

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  28. Ich bin kein gojischer Idiot.
    Lass doch einfach solche Bemerkungen (,Yael?). Das ist wirklich offensive Provokation.

    Ich bin mir sicher, dass einige meiner Ansichten für die moderne Frauenwelt nicht annehmbar sind. Dennoch ist davon nichts als "Provokation" zu werten. Andernfalls musst du mir zugestehen, dass "die Frauen" ihre Schwäche ebenso in Selbstreflektion haben und gar nicht merken, wie provokativ sie eigentlich wirklich leben.

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  29. B"H

    Wieso werden immer nur die Frauen als Provokatuere genannt ? Ziehen sich die Maenner so anstaendig an ? Reflektieren sie sich nicht im Spiegel ? Gehen sie heute nicht sogar zur Manikuere etc. ?

    Also ich kenne viele eitele maennliche Gockel !

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  30. Wieso werde immer nur ich als Provokateur bezeichnet?

    Nein, Männer sind grundsätzlich auch nicht besser. Die provozieren auch überall...

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  31. B"H

    Ich habe Dich nicht als Provokateur bezeichnet, sondern nur gemeint, dass Maenner genauso aufreizend herumlaufen wie Frauen !

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  32. "wie provokativ sie eigentlich wirklich leben."

    :rolleyes:

    Ich schreibe unter meinem Namen, falls Ihnen das entgangen sein soll.
    Unterlassen Sie Ihre seltsamen Vermutungen.

    Adieu!

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  33. Sie provozieren nicht? Nein? Ganz sicher?

    Ein Beispiel ihres unerträglichen Auftritts:

    Schoschana schrieb ganz klar:

    "ohrstechen ist halachisch erlaubt und wie schon gesagt, findet man es sogar gar nicht selten in der haredischen welt. wenn die rabbiner es erlauben, gibt es einfach kein problem. ende der durchsage."

    Es steht nichts von Piecings und ähnlichem. Aber trotzdem kommen Ihre wiederholten provokanten und überflüßigen Fragen, als wären Schoschana und andere bescheuert:

    "Du zählst also Piercings auch als erlaubt? Eigentlich ist es ja auch kein Riesenschritt von Ohrlöchern zu Löchern überall hin...
    Zu was zählst du denn Tätowierungen? Das zitiertest du zusammen mit Schmuck und Piercings. "Körperkunst schmückt" den Körper auch.Du zählst also Piercings auch als erlaubt? Eigentlich ist es ja auch kein Riesenschritt von Ohrlöchern zu Löchern überall hin...
    Zu was zählst du denn Tätowierungen? Das zitiertest du zusammen mit Schmuck und Piercings. "Körperkunst schmückt" den Körper auch.Du zählst also Piercings auch als erlaubt? Eigentlich ist es ja auch kein Riesenschritt von Ohrlöchern zu Löchern überall hin...
    Zu was zählst du denn Tätowierungen? Das zitiertest du zusammen mit Schmuck und Piercings. "Körperkunst schmückt" den Körper auch.Du zählst also Piercings auch als erlaubt? Eigentlich ist es ja auch kein Riesenschritt von Ohrlöchern zu Löchern überall hin...
    Zu was zählst du denn Tätowierungen? Das zitiertest du zusammen mit Schmuck und Piercings. "Körperkunst schmückt" den Körper auch."

    Selbstrefklektion und Respekt vor der Aussage einer Frau oder eines Mann sieht ganz anders aus.
    Es ist halachisch erlaubt. Basta!

    Ich glaube Ihnen nicht, daß Sie Jude sind. Wenn dann höchstwahrscheinlich einer der Gerim, die immer wieder austicken und sich koscher darstellen müssen als jeder andere Jude.

    Meinen Namen nenne ich genau so wenig wie Sie Ihren Namen nennen, Herr Anonym.

    "wie provokativ sie eigentlich wirklich leben."

    Was geht Sie das an? Sollen Frauen nach Ihrem kranken Weltanschauung in einer Burka herumlaufen? Findet Ihre Seele dann einen Frieden?
    Aus Ihnen spricht ausschließlich ein Minderwertigkeitsgefühl gegenüber Frauen, die Ihren fanatischen und fundamentalistischen Vorstellungen nicht entsprechen. Das ist aber Ihr Problem.

    Ziehen Sie nach Mea Schearim oder belasten Sie andere mit Ihrem offenen Frauenhaß.

    Ich bin im übrigens ein Mann und schäme mich für Machomänner und Fanaten wie Sie.

    Weiterhin refua schlema!!!

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  34. B"H

    Ziehen Sie nach Mea Schearim

    Nana, auch in Mea Shearim tragen die Frauen Ohrringe und nicht ist alles so hinterwaeldlerisch, wie es stereotyp dargestellt wird !

    Wenn der Kommentator, den Sie meinen, (nehmen wir einmal an) frommer Christ sein sollte, dann ist er natuerlich gegen das Aufgetakele einer Frau.
    Ich glaube, es ging urspruenglich um zuviel Makeup etc. und nicht gegen jegliche anzuegliche Frauenkleidung. Vielmehr um "zuviel des Guten".

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