Donnerstag, November 10, 2011

Rabbi Mordechai Machlis zur Haftarah Parashat VAYERA

B”H 

Wie allseits bekannt, erfolgt an jedem Schabbat in den Synagogen die Lesung der wöchentlichen “Torah Portion”. Gleich darauf erfolgen allerlei Segen zur Thora sowie für kranke Bekannte und Verwandte, die einer Genesung bedürfen. Danach folgt die Lesung der HAFTARAH, was übersetzt soviel bedeutet wie “Vervollkommnung, vervollständigen oder beenden”. 

Die Haftarah ist die Lesung aus den Propheten zum jeweiligen Wochenabschnitt der Thora. Erst mit der Haftarah ist die Thoralesung wirklich komplett, wobei die Haftarah immer etwas mit dem Inhalt des Thoraabschnittes zu tun hat. Beides geht sozusagen konform. 

Die Haftarah – Lesung wurde zu Zeiten des syrisch – griechischen König Antiochus eingeführt. Da wir uns Chanukkah (dem Lichterfest) nähern, passt die Definition der Haftarah momentan zum Thema. 

Antiochus regierte das damals von den Griechen besetzte Israel ca. im Jahr 165 vor Beginn der Zeitrechnung. Der König war den Juden nicht gerade gut gesonnen und wollte deren Religion vernichten. Aus diesem Grund erliess er allerlei Gesetzte, welche die Juden ihre Religion vergessen lassen sollte. Ohne Erfolg, wie sich an Chanukkah herausstellte. 

Unter anderem verbat Antiochus den Juden die Thoralesung. Daraufhin lasen die Juden von den Propheten. Wie bereits erwähnt, hat die wöchentliche Lesung inhaltlich stets etwas mit dem Thora – Wochenabschnitt zu tun. Bis heute findet nach der Thoralesung die Lesung der Haftarah statt. Am Schabbat genau so wie an den Feiertagen. 

Rabbi Mordechai Machlis aus Jerusalem definiert im nachfolgenden Video die Haftarah zur Parashat VAYERA.

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