Mittwoch, November 30, 2011

Die haredische (ultra - orthodoxe) Welt in dieser Woche


Die amerikanische Neturei Karta gegen Gur und Belz

B"H 

Die zwei chassidischen Gruppen Gur und Belz sind aktive Mitglieder der Knessetpartei "Yahadut HaTorah" und haben dadurch auf Israel einen immensen Einfluss. Das allein aber besagt nicht, dass die zwei Gruppen sowohl als auch andere Chassidim, welche die Partei wählen, nun der zionistischen Idee des Staates Israel zustimmen. Ganz im Gegenteil, denn die Mehrheit der Haredim (ultra – orthodoxe Juden) ist gegen den offiziellen Staat Israel, hat sich aber mit ihm arrangiert. Jedenfalls solange bis der Meschiach kommt. 

Durch die haredischen Parteien in der Knesset kommt einiges an Religion in das sonst so säkulere Parlament und so kann von innen heraus Einfluss genommen werden, damit auch die haredische Bevölkerung zu ihrem Recht kommt udn das Land nicht ganz gegen die Religion agiert. 

Die antizionistische Neturei Karta (im Video protestiert die NK Niederlassung in New York) sieht das alles, wie immer, anders und bezichtigt Belz und Gur, mit den Zionisten zusammen zu arbeiten. 


Das Problem ist, dass die Demonstranten von Israel selbst gar keine Ahnung haben !

Das orthodoxe Judentum lehnt die "Taliban" Frauen ab

B”H 

Kaum etwas amüsiert die israelisch – haredische (ultra – orthodoxe) Presse momentan mehr als die sogenannten jüdischen “Taliban” Damen. Eine kleine Gruppe neureligiöser Frauen innerhalb der chassidischen Gruppe Breslov. 

Breslov hat viele Ausrichtungen, doch die einzig verlässlichste ist die der originalen Breslover unter Rabbi Yaakov Me’ir Schechter in Mea Shearim.

November 2011: Alljährliches Chabad - Schluchim Meeting in Crown Heights / New York


Dienstag, November 29, 2011

Das Weihnachtsbusiness in Israel

B"H

Der jüdische Monat Kislev hat gerade erst begonnen und wahrscheinlich sollte ich eher etwas Romantisches verfassen. Ganz zur Stimmung des anstehenden Chanukkah passend. Wenn ich jedoch die folgende, eher negativ ausfallende Story verfasse, so heißt das nicht, dass ich nur negativ denke. Das Gegenteil ist der Fall und ich bin alles andere als ein negativer Mensch. Vielmehr meine ich, dass Juden mehr zu ihrer eigenen jüdischen Identität stehen sollten, anstatt woanders zu graben und schlimmstenfalls verloren zu gehen. 

Hunderte säkulerer Juden in Israel feiern Weihnachten, Nicht etwa wegen der christlichen Religion, sondern einfach so. Ein dekorierter Baum, ein tolles Festessen und die gemütliche Stimmung, das sei doch toll. Deswegen konvertiert man doch noch lange nicht zum Christentum. Zu viele Israelis wollen so sein wie alle anderen Nationen der Erde und sie haben die Schnauze voll von ihrem eigenen Judentum, was sie zu diversen Thoragesetzen verpflichtet. “Lasst uns lieber so sein, wie alle anderen auch und dann gibt es auch keinen Antisemitismus mehr !” Aber Pustekuchen, denn den Antisemitismus werden wir auf die Weise nicht los. Dabei ist doch bekannt, dass der Antisemitismus bis zur Ankunft des Meschiach bestehen bleibt. Da kann sich so macher Jude zehn Weihnachtsbäume in die Stube stellen. Ein Leser meines englischen Blogs riet den Vers 10 des Propheten Jeremiah (Yimiyahu) zu lesen und damit sei eigentlich alles klar.

Weihnachten steht vor der Tür und gestern kam ich am alljährlichen Weihnachtskitschmarkt im Untergeschoss des Tel Aviver Busbahnhofes vorbei. Weihnachtsmänner, Christbaumschmuck und sonstiger Kitsch. Alles war vertreten. Die Stände werden vorwiegend von Russen geleitet, die da ihre Landsleute oder die philippinischen Gastarbeiter verkaufen. Leider gehören jedoch auch Israelis zur Kundschaft. Hier ein paar Bilder zum Eindruck:






Tel Aviv Zentraler Busbahnhof: Der Weihnachtskitschmarkt in einem Land, in dem die Juden kein Weihnachten feiern.

Photos: Miriam Woelke

19. Jahrhundert: Mehrzahl der Bewohner von Jerusalem waren Juden


Montag, November 28, 2011

Online Verkäufe sind steuerpflichtig

B”H 

Dass, was in mir stets Zweifel aufkommen läßt ist, ob Rabbiner oder relig. Websites / Blogs ihre Einnahmen gesetzgemäss versteuern. Dabei kommt es nicht zu sehr auf das Land an, in dem sie leben. Jedes Finanzamt kassiert gerne ab und wenn Rabbiner / Websitebetreiber oder Blogger Verkaufseinnahmen oder sonstiges erzielen, unterliegen sie der Steuer.

Sonntag, November 27, 2011

Die Edah HaCharedit gegen Yoelish Kroisz

B"H

Wer einmal so richtig lachen will, der schaue sich das Video in einem Artikel auf der haredischen (ultra – orthodoxen) Site “Kikar Shabbat” an. Wie berichtet, fand gestern abend vor dem Haus des lokalen Neturei Karta Oberhauptes des Jerusalemer Stadtteiles Mea Shearim eine Demonstration statt. Grund: Kroisz rechtfertigt die sogenannten jüdischen “Taliban” Frauen, welche in der israelischen Presse nur die “Schal tragenden Frauen” genannt werden.

Es ist schon witzig wie Frau Kroisz die Demonstranten mit Wasser bewirft und wen ruft Yoelish ständig an ? Etwa die “zionistische” Polizei ?

Am Eingang zu seiner Beit Midrasch (Lehrhaus) stehen jedenfalls Bodyguards, die teilweise ihr Gesicht verdecken.

Leserfrage: Bedeutung des hebräischen Alphabetes

B”H  

Ein Leser googelte die Frage nach der Bedeutung des hebräischen Alphabetes und die Antwort darauf ist nicht einfach und kann ganze Bücher füllen. Allgemein gesprochen stehen die hebräischen Buchstaben auch für Zahlen und dies besonders bei Daten und Jahresangaben im jüdischen Kalender. Darüber hinaus können die Wochentage ebenso mit derartigen Zahlenangaben bestimmt werden. 

Beispiel: 

Sonntag – Yom Rishon = Yom Aleph (Nach dem ersten Buchstaben des hebraeischen Alphabetes “Aleph”) 

Montag – Yom Scheni = Yom Beth 

Dienstag – Yom Shlishi = Yom Gimmel 

Mittwoch – Yom Revi’i = Yom Dalet 

Donnerstag – Yom Chamishi = Yom Heh 

Freitag – Yom Shishi = Yom Vav 

Samstag – Schabbat  = Yom Sein

Die zweite Bedeutung der hebräischen Buchstaben ist eine kabbalistische, da G – tt unser Universum mit eben jenen Buchstaben erschuf. Jeder einzelne Buchstabe hat eine bestimmte Bedeutung und baut Verbindungen zu anderen Buchstaben auf. Hierzu gehören auch die Buchstaben der Namen G – ttes. 

Zum Thema der hebräischen Buchstaben bin ich in all den Jahren des Bloggens noch gar nicht gekommen, denn das Thema an sich ist sehr komplex.

Samstag, November 26, 2011

Haredische Demonstration verhindert Massentaufe von Juden durch christliche Missionare


B"H

Es ist mehr als widerwärtig, mit welchen Mitteln christliche Missionare gegen Juden in Israel aufwarten. Ein regelrechter "Chilul Hashem – Verunglimpfung des Namen G - ttes" durch christliche Missionare aller Art, die es auf die Judenmission abgesehen haben.

Heute, am Schabbat, verhinderte eine Demonstration von Haredim (ultra – orthodoxen Juden) sowie der israelischen Anti - Missionsorganisation "Yad Le'Achim" eine geplante Massentaufe jener Juden, welche den christlichen Missionaren zum Opfer fielen. Ort des Geschehens: “Gane’i Ta’arucha (ein internationals Kongreßzentrum) in Tel Aviv.

Christliche Missionare schrecken vor absolut nichts zurück und gerade sie sind es, die jüdische Seelen zerstören, doch deren eigene Seele am Ende selbst zerstört wird.

Mea Shearim: Massenproteste gegen die "Taliban" Frauen

B”H  

In Jerusalems bekannten ultra – orthodoxen Stadtteil Mea Shearim brennen die Mülltonnen in den Straßen. Massenproteste heute abend gegen die jüdischen “Taliban” Frauen und jene Rabbiner, die sie in ihrer Ideologie unterstützen. Derzeit finden Demonstrationen vor der Beit Midrasch (Lehrhaus) des Rabbi Rumpler sowie vor dem Haus des Yoelish Kroisz (von der Neturei Karta) statt.

Rosh Chodesh KISLEV


B"H

Heute abend und morgen feiern wir den Beginn des neuen jüdischen Monat Kislev. Ein neuer Monat stellt jedesmal aufs Neue auch für uns persönlich einen Neubeginn in unserem Leben dar, was uns gleichzeitig immer wieder motiviert, alles besser machen zu wollen.

Fast am Ende des Kislev beginnt das Chanukkah - Fest und in Jerusalem essen wir schon seit jetzt die traditionellen Sufganiot (Krapfen, Berliner), welche uns bewußt machen, dass Chanukkah vor der Tür steht. Suganiot mit allen erdenklichen Füllungen; von der einfachen Marmelade über die Karamelcreme bis hin zum Eierlikör. Alles ist zu haben.

Kislev ist der Monat der "Sicherheit" und des "Vertrauens in G – tt". Die kämpfenden Chashmonaim (Hasmonäer) gegen die griechische Besatzung gaben niemals ihr G – ttvertrauen auf und besiegten so den götzenanbetenden Feind. Gleichzeitig ist Kislev aber auch der Monat des "Schlafes", welcher von Kabbalisten als passives G – ttvertrauen bezeichnet wird. G – tt wird immer über Israel wachen.

Aus dem kabbalisitschen Buch "Sefer Yetzira – The Book of Creation" geht hervor, dass jeder jüdische Monat einen bestimmten Buchstaben, einer Farbe, einem israelitischen Stamm, einem menschlichen Sinn sowie eines Organes symbolisiert.

Das chassidische Buch "Bnei Yissachar" verfügt über eine Reihe genialer Insights zum Kislev. Hier eines davon: Laut Kabbalisten und Chassidim handelt es sich bei dem Licht an Chanukkah um jenes Licht, welches das erste von G – tt geschaffene Licht nach der Welterschaffung (Or HaGanuz) symbolisiert. Dieses Or HaGanuz wurde nach Beendigung des Erschaffungsprozesses von G – tt verborgen und bis heute können wir es nur anhand des Thorastudiums zum Scheinen bringen. An Chanukkah jedoch ist es offensichtlich.

Freuen wir uns auf den neuen Monat Kislev und das baldige Chanukkah – Fest. Der Abend 20. Dezember ist der erste Tag des Chanukkah - Festes.
Die Farbe des Kislev ist blau – violet.
Der Buchstabe ist das SAMECH ס . Die Form des Samech ist ein Kreis, der für die Allgegenwärtigkeit G – ttes steht.
Das Sternzeichen des Kislev ist der Schütze.
Der israelitische Stamm ist Benjamin.
Der menschliche Sinn ist der Schlaf. Wenn jemand das absolute G – ttvertrauen besitzt, dann hat er positive Zukunftsträume, was sich gleichzeitig auch an seiner positiven Lebenseinstellung im Alltag zeigt.
Das menschliche Organ ist der Bauch, der ebenso eine Verbindung zum Schlaf darstellt.
Chodesh Tov – Einen guten Monat Kislev an alle Leser.

Freitag, November 25, 2011

Gedanken zu Parashat TOLDOT



B”H 

Die Thoralesung für diesen Schabbat 

Parashat Toldot (Toldot = Generationen) berichtet uns vom Kampf zwischen Yaakov und Esav. Dem Judentum (Yaakov) und dem späteren Erzfeind der Juden (Esavs Nachfahren, Beispiel: Amalek). Im Judentum heisst es, das die Vorväter jeweils eine besondere Eigenschaft repräsentierten. So stand bei Avraham die Chesed (Güte) im Vordergrund. Er war es, der sämtliche vorbeiziehende Reisende zum Essen in sein Zelt einlud und damit eine unvorstellbare Gastfreundschaft bewies. 

Avrahams Sohn Yitzchak repräsentierte Din (Gericht). Yitzchak war nicht der so gütige Typ, sondern richtete die Menschen gemäss ihrer Persönlichkeit. Auch lud er nicht jeden so einfach ein, sondern zog sich sehr wohl in seinen eigenen Kreis zurück. 

Yitzchaks Sohn Yaakov wiederum repräsentierte Tiferet; sozusagen eine Mischung aus Chesed und Din zugleich. In der Kabbalah gelten all die drei Eigenschaften als “Sefirot” und G – tt erschuf die Welt letztendlich so, dass nicht nur Chesed oder Din allein regieren, sondern Tiferet. 

Ich kann nicht nur ausschliesslich gütig sein, genau so wie ich nicht nur immer richten kann. Beide Eigenschaften müssen zu einer, sich in der Waagschale ausgeglichenen, Einheit verbunden werden. Somit hatte Yaakov ein wenig von Beidem. Auch sonst waren die drei Vorväter recht unterschiedliche Persönlichkeiten und handelten jeweils nach ihrem persönlichen Potential. Nur allzu oft kommt mir dazu die Erzählung des chassidischen Rabbiners Zusha von Hanipol (1718 – 1800), dem Bruder des berühmten Rabbiner Elimelech von Lizhensk, in den Sinn: 

Rabbi Zusha sagte einmal seinen Anhängern, dass, wenn er stirbt und vor G – tt steht, dieser ihn nicht fragen wird, warum er nicht so außerordentlich war wie Avraham, Moshe oder König David. Was G – tt jedoch fragen wird ist: “Zusha, warum warst Du nicht Zusha ?” 

Bedeutet, dass ein jeder Mensch nach seinem Potential handeln sollte. Im positiven Sinne, wobei niemand auf seine Mitmenschen schaut und sich stattdessen auf sein eigenes Tun konzentriert. Mein Nachbar kann so viel Geld besitzen wie er will, ein neues Auto haben oder befördert worden sein. Ich dagegen wurde mit meinem eigenen Ziel und Potential erschaffen und was mein Nachbar erreicht, muss ich nicht unbedingt auch haben. Er hat seine Aufgabe im Leben und ich habe die meine. Deswegen muss ich zusehen, dass ich die Meine erfülle und nicht die Aufgabe eines anderen. 

Link:

Donnerstag, November 24, 2011

Zu Besuch bei Rabbi Yosef Shalom Eliyashiv

B"H 

Zu Besuch im Haus des grossen Halachaexperten Rabbi Yosef Shalom Eliyashiv in Jerusalem. Ebenso ist Rabbi Eliyashiv das spirituelle Oberhaupt der litvisch - haredischen Bewegung.

Koscheres mit Schweinefleischgeschmack



B”H 

Der aschkenazische Oberrabbiner Israels, Rabbi Jonah Metzger, gab bekannt, dass es seit Neuestem eine Gänseleberpastete gibt, die nach Schweinefleisch schmeckt. Alles super koscher und säkulere Juden, die sich sonst des Schweinefleisches bedienen, könnten doch auf das neue Produkt umsteigen. Immerhin essen sie dann koscher, aber ihrem Drang nach dem Geschmack des Schweinefleisches gehen sie gleichzeitig nach. 

Die Thora verbietet den Juden jeglichen Genuss von Schweinefleisch. Ich selber kann mir nicht erklären, warum es Juden gibt, die es unbedingt zum Schweinefleisch zieht. Die Mehrheit meiner Arbeitskollegen in Tel Aviv ißt Schweinefleisch; gekauft von der lokalen Supermarktkette “Tiv Ta’am”. Auf meine Frage an meine Kollegen, warum es denn ncht auch ohne Schweinefleisch geht, bekam ich die Antwort, dass es einfach gut schmecke. Schinken oder ein tolles Kotelett, das wäre doch etwas. Mich zieht es ganz gewiss nicht zum Schweinefleisch und ich brauche auch keinen Geschmacksersatz. Einmal oder zweimal pro Woche ein paar Stückchen Huhn reicht mir völlig aus. 

Manchmal kommt es mir so vor als sei es der Reiz des Verbotenen. Aber wer will, der kann sich ja jetzt an der Gänseleberpastete laben.

Rabbiner haben keinen Freifahrtschein

B”H 

Nur weil sich Rabbiner "Rabbiner" nennen, bedeutet dies noch lange nicht, dass sie allen anderen Juden überlegen sind und mit einem Freifahrtschein ihr Leben bewerkstelligen. Es gibt leider genügend Rabbiner, die alles andere als religiös handeln. Vor allem dann, wenn es um Spendengelder geht. 

Tatsache ist, dass viele religiöse Einrichtungen in Israel auf Spendengelder aus dem Ausland angewiesen sind und viele Rabbiner bzw. Fund Raisers verlieren da schnell ihren Kopf. Geld scheint fast alles zu sein und um den Spendenfluss zu erhalten, wird schon einmal allzu wild um sich geschlagen, wenn jemand dazwischenfunkt.

Die haredische Welt in dieser Woche


Eine der Nachrichten: Der Rebbe der chassidischen Gruppe Belz, Rabbi Issachar Dov Rokeach, fuhr in diesem Jahr nicht wie sonst hinauf in den Norden nach Tiberias, um dort am Grab seines Vaters Rabbi Mordechai von Bilgoraj dessen Yahrzeit (Todesgedenktag) zu gedenken. Stattdessen gedachte der Rebbe in Telshe Stone / ausserhalb von Jerusalem. Gerüchte besagen, der Rebbe sei krank und ihn erwarte eine Beinoperation.

Mittwoch, November 23, 2011

Die größte Bedrohung des jüdischen Volkes

B”H 

Wie wahr ! Unsere heimische linke Presse hetzt fast tagtäglich gegen religiöse Juden im Land und macht Stimmung. Dabei ist Israels größte Bedrohung nicht der Iran, sondern dass zu viele Juden ihr Judentum aufgeben. In unserem eigenen Land zermürben wir uns selbst und meinen, Assimilation an die Völker sei die Lösung der heutigen Moderne. Das Gegenteil ist der Fall und was wir brauchen, ist eine Rückbesinnung auf das Judentum. Nicht, dass jeder plötzlich super fromm wird, aber dass er sich auf seine Identität und Geschichte besinnt.

Hochzeit Faltishan Vien Spinka

B”H

Es gibt unzählige kleinere chassidische Gruppen und das untere Video zeigt eine Hochzeit, die dieser Tage in Brooklyn / New York stattfand. Drei chassidische Gruppen (Faltishan, Vien und Spinka) waren involviert und Braut und Bräutigam wurden miteinander verheiratet. 

Wie kommt es zu all den kleineren chassidischen Gruppen ? 
Es handelt sich um Abspaltungen großer Gruppen sowie deren Familieangehöriger der jeweiligen Rebben. Nicht immer wird sich aus Protest oder im Zorn von einer bestehenden Gruppe abgespalten. Vielmehr kann ein Rebbe mehrere Söhne haben, von denen jeder seine eigene Dynastie gründet. Unter anderem hat die chassidische Gruppe Chernobyl unsaglich viele kleine Abspaltungen (z.B. Skver, Rachmastrivka, Tulna oder Machnovke. Wobei Machnovke ebenso an Belz hängt, denn bei den Rebbefamilien handelt es sich um Verwandte. Abgesehen von der Tatsache, dass zwischen Belz und Machnovke ein interner Krieg herrscht). 


Dienstag, November 22, 2011

Das Kaugummi in der Halacha

B”H 

Wenn sich ein Jude ein Kaugummi in den Mund steckt, benutzt er dabei gewöhnlich den Segen “She HaKol”. Wie aber sieht es aus, wenn er sich ein weiteres Kaugummi in den Mund steckt ? Gilt dabei immer noch derselbe erste Segen oder muss ein neuer gesagt werden ? 

Normalwerweise gilt, dass wenn ein Stück des alten Kaugummis im Mund verbleibt und ein neues hinzukommt, der erste ursprüngliche Segen weiterbesteht. Es bedarf also keines neues “She HaKol” Segen. Wird das alte Kaugummi dagegen ausgespuckt und die Person steckt sich ein neues Kaugummi in den Mund, so muss auch ein neuer Segen gesagt werden.

Sonntag, November 20, 2011

Die EDAH HA'CHAREDIT warnt vor den "Taliban" Frauen


Die antizionistische Dachorganisation “Edah HaCharedit” warnt vor den sogenannten jüdischen “Taliban” Frauen.

Quelle: LaDa'at

B"H 

Manchmal wünschte ich, ich hätte Psychologie studiert und nicht BWL. Dann nämlich würde ich vielleicht verstehen, warum diverse Frauen dazu tendieren, sich Kulten (Hebräisch: כתות - Katot) anzuschliessen. Wie kann es sein, dass eine Frau ihre Freiheit aufgibt, nur um einem Sektenführer bzw. einer Ideologie zu folgen ? Vielleicht bin ich einfach zu unabhängig im Leben als dass ich derlei Frauen begreife.

Anmerkung: Meine hiesigen Ausführungen haben nichts mit der Thora oder dem religiösen Leben zu tun, sondern ich formuliere allgemein !

Wie kann eine Frau nur so dumm sein, sich, u.a., einem Daniel Ambash anzuschliessen ? Ein Beweggrund wäre vielleicht, dass die Frauen in einer finanziellen Notlage sind, einfach auf der Straße stehen und nicht wissen, wohin. Oder wie kommen Frauen plötzlichauf die Idee, sich wie unsere Vormütter Sarah, Rivka (Rebekka), Lea und Rachel zu kleiden ? Wobei ich mir sicher bin, dass sich keine der Vormütter a la "Taliban" Frau kleidete noch sich so extrem verhielt. Die heutigen jüdischen “Taliban” Frauen gehen noch nicht einmal in einen Laden, wenn sich gerade ein männlicher Kunde darin befindet.


Der weibliche Part einer "Taliban" Family in Beit Shemesh. 

Das jüdische Leben kann äußerst facettenreich sein und die Frage ist, wie mache ich einem Außenstehenden klar, wer oder was jüdische “Taliban” Frauen in Israel sind ? Dass sie sich “taliban”ähnlich kleiden. Mit dickem Schal, einer Burka oder sonstigen Körperbedeckungen. Handschuhe tragen sie auch, damit bloß niemand ein Stückchen Haut sieht, denn das ist für die “Taliban” Frauen unzüchtig. Anständig wollen sie sein und dem Vorbild der biblischen Vormütter folgen. Die Frauen legen sich selber strenge Lebensweisen auf, eben weil sie einen höheren Level erreichen wollen. Für sich selbst. 

Die Frauen gehören vorwiegend der chassidischen Gruppe Breslov an. Der Gruppe der Neureligiösen in Breslov und nicht den geborenen originalen Breslover Chassidim von Mea Shearim. Es sind Rabbiner wie Eliezer Berland (der vor kurzer Zeit geistig abdrehte und von einem Sohn weggesperrt wurde) sowie Berlands Spezi, Rabbi Shalom Arush, welche den “Taliban” Frauen den Freifahrtschein geben. Sie befürworten den Kult und eines muss ich immer wieder hervorheben: Berland, Arush und die “Taliban” Frauen haben NICHTS mit den original Chassidim von Breslov zu tun, sondern sind ein neureligiöser Kult !!! 

König David hätte sich über die Talibaninnen kaputt gelacht und selbst die Juden der Ersten und Zweiten Tempelperiode wären sicherlich recht verduzt gewesen, wenn da eine vermummte Gestalt aufgetaucht wäre. Man schaue nur auf die emanzipierte Gattin des talmudischen Rabbi Me’ir, die da den Juden Ratschläge gab und in der Religion bewandert war. Man schaue auf Raschis Töchter oder Dona Gracia.

Ich kenne haredische (ultra – orthodoxe) Akademikerinnen und Rechtsanwältinenn. Wenn G – tt einen Menschen mit einer bestimmten Gabe ausstattet, dann ist es die Aufgabe eben jenes Menschen, diese Gabe zu nutzen. Hat jemand die Begabung zu malen, dann soll er dies tun. Ist jemand sportlich begabt, kann photographieren, schreiben oder sonstiges, dann sollte er sich diesen Bereichen hingeben und mit seinem Können andere erfreuen. G – tt erschuf die Frauen nicht, damit sie allein daheim am Herd stehen oder sich in einen “Taliban” Dress werfen. G – tt will, dass wir leben !

Mir ist klar, dass nicht alle Frauen stark, sondern viele schwach sind. Sie haben nicht gelernt, ihr Leben zu meistern, noch erlernten sie einen Beruf. Aus welchen Gründen auch immer. Demnach gibt es Frauen, die eine Leitfigur in ihrem Leben suchen und dabei stossen sie häufig an die falschen Vorbilder und werden im Nachhinein ausgenutzt. Sekten (Kult) anhänger können sich abwenden und am Ende ist es meist der Sektenführer, der erbärmlich dasteht, denn er versuchte sein Sebstwertgefühl anhand von Schwächeren zu stärken.

Und was sagen jetzt eigentlich die “Taliban” Frauen ? Fragt jemand nach deren Meinung
Auf einem Blog fand ich ein paar Antworten. Offenbar gibt es innerhalb der "Taliban" Frauen – Bewegung ebenso gewaltige Unterschiede und nichts ist einfach so “talibanmässig” wie es aussieht. Einige Frauen sind fanatisch und halten sich an strenge Regeln; andere wiederum nehmen es eher gelassener und ihr Markenzeichen ist ein extra Schal, mit dem sie sich “verhüllen”. 

Wie bereits erwähnt, unterstützen die Neureligiösenrabbiner Berland und Arush den Kult. Hinzu kommt Rabbi Aharon Rumpler, vor dessen Beit Midrash (Lernzentrum) in Ge’ulah (Jerusalem) gestern abend eine haredische Demonstration stattfand. Circa 200 Leute waren dort und demonstrierten gegen den “Taliban” Kult. 


 Die gestrige Demo gegen die "Taliban" Frauen vor der Beit Midrash des Rabbi Aharon Rumpler.


Wer diesen Blog mitverfolgt weiss, dass ich Leute wie Berland und Arush eh gefressen habe, denn sie sind einzig und allein auf das Geld anderer Leute aus und wissen, wie man es denen aus der Tasche ziehen kann. 

Samstag, November 19, 2011

Der christliche “Meschiach” J. im Talmud

B”H 

Rabbi Gil Student stellt eine Zeitthese auf, welche sich mit verschiedenen J.’s im Talmud beschäftigt. Tatsächlich finden wir im Talmud mehrere Erwähnungen eines YESHU HA’NOCHRI – Yeshu, der Nichtjude”. J. wird sozusagen als Nichtjude angesehen, obwohl er dennoch Jude war. Aufgrund seiner ketzerischen Reden und der öffentlichen Hetze gegen die Thora, hegen die Rabbiner im Talmud so ihre eigenen Ideologien, nach denen J. spöttisch als “Nochri” betitelt wird.  

Der Talmud Traktat Sanhedrin 43a lehrt, dass J. lediglich fünf Jünger namens Mattai, Nakkai, Netzar, Buni und Todah hatte. Die im Talmud diskutierten Yeshus entsprechen zumeist nicht dem Juden J. des späteren christlichen Glauben, denn die Zeitunterschiede sind zu gravierend. 

Link:

Die Sache mit dem Gasthaus

Auf den Friedhof am Schabbat ?

B”H 

Ein Leser googelte die Frage, ob es erlaubt sei, am Schabbat den Friedhof zu besuchen. Die Antwort lautet, dass Juden am Schabbat nicht auf den Friedhof gehen, denn ein Friedhof kann in vielen Fällen mit Trauer verbunden sein. Am Schabbat aber sollen wir nicht trauern, sondern den Alltag gedanklich beiseite legen und uns auf erfreuliche Dinge konzentrieren. Dies betrifft, u.a., auch, dass jemand sogar seine finanziellen Probleme vergisst. Jedenfalls solange, bis der Schabbat vorüber ist. 

Während der Zwischenfeiertage an Pessach und Sukkot (Laubhüttenfest) folgen aschkenazische und sephardische Juden unterschiedlichen Bräuchen. Aschkenazim besuchen an den Zwischenfeiertagen keinen Friedhof, Sepharadim hingegen schon.

Darf Essen vor dem Kauf probiert werden ?

B”H 

Rechtlich gesehen mag es ein Problem sein, wenn ein potentieller Kunde an einem Marktstand oder überhaupt Verkaufsstand vorbeikommt und ausliegendes Obst oder anderweitige angebotene Lebensmittel vor dem Kauf erst probieren will. Sind die Weintrauben oder Mandarinen süß oder die Oliven würzig genug ? Normalerweise sollte in einem Laden erst der Verkäufer gefragt werden, ehe man sich bedient. Wie aber betrachtet die jüdische Halacha die Angelegenheit ? Ist es Diebstahl, wenn ich ein oder zwei Weintrauben oder Kirschen esse ? 

Die genau talmudische Quelle muss ich erst suchen, doch glaube ich, dass der Talmud Traktat Bava Metziah (?) diesbezüglich etwas festlegt. Ein potentieller Kunde, welcher ernsthaft beabsichtigt, das entsprechende Kilo Oliven, Kirschen, etc. an einem Stand zu kaufen, darf sehr wohl die Ware im voraus testen bzw. probieren. Kommt jedoch nur so jemand vorbei und will sich umsonst vollstopfen, gilt die Aussage nicht. 


Olivenauswahl auf dem Jerusalemer Machane Yehudah Markt. Oft grabschen Passanten einfach so hinein und angeln sich eine Olive heraus.

Photo: Miriam Woelke

In Israel sieht man besonders auf offenen Märkten Passanten ewig probieren und es ist garantiert nicht immer allzu appetitlich, wenn jeder seine Finger in den Oliven- oder Pommeshaufen steckt und sich etwas herauszieht. Normalerweise sagen die Markthändler nichts, doch wer wirklich einen Kauf beabsichtigt und die beste Ware sucht, der darf lt. Halacha selbstverständlich probieren.

Donnerstag, November 17, 2011

Christliche Friedensaktivisten unterstützen palästinensische Terroristen

B”H

Israel hat gelernt diverse Palästinenser mit Vorsicht anzugehen. Und das ganz besonders an einem Brennpunkt wie Hebron. Im Ausland macht man sich keine Vorstellung davon was es bedeutet, jeden Moment von einem palästinensischen Terroristen in die Luft gejagt werden zu können. Die Gefahr besteht immer und überall. Und dann kommen ein paar europäische Linke, von denen sich, wie im nachfolgenden Video, einige christliche “Friedensaktivisten” nennen daher, und wollen uns allen befehlen, was wir zu tun und zu lassen haben. Leute, die absolut keine Ahnung haben, reisen nach Israel und wissen garantiert alles  besser.

Parashat Chaye Sarah - פרשת חיי שרה


Die obige Skizze zeigt die Machpelah, welche Avraham von Ephron kaufte, um seine Frau Sarah dort zu beerdigen. Der Midrasch nach liegen dort ebenso die ersten Menschen Adam und Eva (Chava) begraben.

Die Gräber die wir in dem Gebäude sehen, sind nicht die wahren Gräber, sondern diese befinden sich unterhalb des Gebäudes.



B"H 

Die Thoraparasha für diesen Schabbat

Tausende Juden werden diesen Schabbat in der Stadt Hebron verbringen, denn gleich zu Beginn der Thoraparasha "Chaye Sarah" geht es um den Tod Sarahs, der Frau Avrahams. Viele Kommentare (unter anderem der des "Ohr HaChaim") besagen, dass Sarah in dem Moment verstarb, in welchem sie erfuhr, dass ihr Gatte sich aufgemacht hatte, um den geliebten Sohn Yitzchak zu opfern. Obwohl dies nicht geschah, sondern nur ein Test G - ttes an Avraham war, sah Sarah schwarz und bekam einen Schock, der sie letztenendes tötete.

Avraham war zutiefst erschüttert und weitere Kommentare sehen in ihm den Verfasser von "Eschet Chayil". Bei "Eschet Chayil" handelt es sich um ein Lied, welches wir an jedem Freitag abend nach dem "Schalom Aleichem" und vor dem Kiddusch (Segnung des Weines) singen. In ihm gedenken wir der immens wichtigen Rolle der Hausfrau und Mutter.

Avraham und Sarah waren stets Fremde im Lande Kanaan geblieben, denn sie passten sich den Gepflogenheiten der Einheimischen nicht an. Die Kanaaniter waren alles andere als ein angenehmes Volk. Unter anderem behielten sie den Kopf verstorbener Verwandten und stellten ihn sich ins Wohnzimmer.

Um Sarah zu begraben, wollte Avraham Land kaufen; eine Höhle, die heutige "Ma'arat HaMachpelah in Hebron" und ein wenig Land darum. Eine Begräbnisstätte für Sarah war ihm ungemein wichtig. Er scheute keine Mühen und Kosten und machte sich auf zu Ephron und dessen Hittiter - Volk. Die Hittiter waren ein kanaanitischer Stamm. Canaan, ein Nachfahre Hams des Sohn Noachs, gebar Zidon und Chet. "Bnei Chet - Söhne von Chet", so werden die Hittiter in der Thora genannt.

Obwohl Ephron auf freundlich und fürsorgend machte, zog er Avraham dennoch über den Tisch. Vierhundert Schekel verlangte er für die Machpelah und das Land drumherum. Ein Wucherpreis zur damaligen Zeit. Avraham aber vermied jedes Feilschen, denn er befand sich in Trauer und er zahlte lieber, um seine Ruhe zu haben.

Ist es nicht ein Irrwitz, dass Avraham die Ma'arat HaMachpelah in Hebron KAUFTE ? Zeugen waren die "Bnei Chet" und wenn wir dies heute sagen, so werden wir Juden als Rassisten abgestempelt. Dabei erstand Avraham das Land rechtmässig von den Hittitern und selbst die wären heute buff, wenn da irgendwelche Palästinenser daherkommen und das Gebiet für sich beanspruchen. Avraham kaufte seiner Frau Sarah ein Grab und Hagar, die Mutter Ischmaels, hat damit nichts zu tun. Sie und ihre Kinder waren nie mit einbezogen, wie wir am Ende der Parasha sehen werden !

Der Ramban (Nachmanides) sieht in dem Landkauf einen Hinweis darauf, wie wichtig es für einen Juden ist, in Israel begraben zu werden. Ferner lehrt uns der Talmud Traktat Ketubot 110, dass Diasporajuden so anzusehen sind als hätten sie keinen G - tt. Wobei hiermit gemeint ist, dass die in der Diaspora lebenden Juden anfälliger für die Religionen und Bräuche andere Völker sind.

Avraham entschloss sich, für seinen Sohn Yitzchak eine passende Frau zu suchen. Der war immerhin schon vierzig Jahre alt und sollte endlich unter die Haube. Eine Caaniterin sollte es jedenfalls nicht sein, sondern eine g - ttesfürchtige Frau. Die Frage ist nur: Wo soll man die hernehmen, wenn man doch inmitten einem götzendienerischen Volk nimmt ?

Deswegen entsandte Avraham seinen Diener Eliezer zu den Verwandten. Sein Bruder Nachor hatte einen Sohn namens Betuel und der wiederum hatte einen Sohn namens Lavan und eine Tochter namens Rivka (Rebekka). Jemand aus der Verwandtschaft sollte auserkoren werden, Yitzchak zu ehelichen, denn immerhin kennt man sich in der Familie und es geht weniger schief. Obwohl Rivka innerhalb einer götzendienerischen Familie aufwuchs, so erkannte sie G - tt als alleinigen Schöpfer an und war auch sonst nicht so mies drauf, wir ihr Vater oder ihr Bruder.

Eliezer kommt in das Land von Avrahams Vorfahren und trifft an einem Brunnen die Rivka. Das gesamte Kapitel 24 nennt unzählige Male den "Kad - Wasserkrug), mit dem Rivka die Kamele Eliezers tränkt. Im Hebräischen wird "Kad" mit Chaf und Daled buchstabiert. Beide Buchstaben ergeben zusammen die Zahl 24 und das Kapitel in Genesis (Bereschit) ist ebenso 24.

Details zum Treffen zwischen Rivka (Rebekka) und Yitzchak.
Warum Rivka hier ihre Haare bedeckte:
Nach dem Tode Sarahs lässt uns die Thora wissen, dass Avraham sich eine zweite Ehefrau namens "Keturah" nahm. Laut der jüdischen Tradition handelte es sich dabei eigentlich um Hagar, welche eine ägyptische Prinzessin war.

Warum aber heiratete Avraham keine andere Frau aus seiner Familie ? Bei Yitzchak entsandte er noch eifrig den Eliezer und er selbst heiratete eine Frau aus einem anderen Volk ?

Der Ramban (Nachmanides) kommentiert, dass Avraham keine Frau suchte, deren Kinder später ein Vorvater des jüdischen Volkes werden sollten. Diese Rolle war nur Yitzchak zugedacht und Avraham konnte dementsprechende heiraten, wen er wollte.
Mit Keturah gebar er noch weitere Söhne, die er jedoch alle in den Fernen Osten entsandte, denn Yitzchak allein sollte das Erbe annehmen. Manche kommentieren heute, dass einige fernöstliche Völker ab und an jüdische Bräuche haben, von denen keiner mehr sagen kann, woher diese stammen. Anscheinend stammen sie aber von jenen Kindern, die Avraham fortsandte.

Am Ende der Parasha erfahren wir vom Tode Avrahams im Alter von 175 Jahren. Ischmael kommt zur Beerdigung und begeht Teschuva (Umkehr zu G - tt).

Schabbat Schalom an alle Leser !

Bereschit (Genesis)


Mittwoch, November 16, 2011

Wird ein Jude mit Tätowierungen halachisch beerdigt ?

B”H 

Gemäss der Thora sind Hauteinritzungen, sprich Tätowierungen, für Juden verboten und viele fragen sich daher, was mit einem geschieht, wenn er stirbt und beerdigt werden soll. Hat der Tätowierte in dem Fall ein Anrecht auf eine halachische Beerdigung und wird er einfach so weitab neben dem berühmten “Zaun” begraben ? 

Wer die halachische Quelle für Tätowierungen sucht, der findet sie im “Schulchan Aruch – Code of Jewish Law”, Traktat “Yoreh Deah”, Siman 180. 

Obwohl es sich bei Tätowierungen um ein biblisches Verbot handelt, ist offenbar kein Fall bekannt, in welchem ein Jude kein halachisches Begräbnis erhielt oder nicht auf einem jüdischen Friedhof beigesetzt worden ist. So jedenfalls las ich es auf einer amerikanischen Halacha Site im Internet. 

Bei Holocaust – Überlebende, die in Auschwitz oder anderswo gegen ihren Willen tätowiert worden sind, handelt es sich eh um einen Spezialfall, der kein halachisches Vergehen aufweist.

Dienstag, November 15, 2011

Das Tor zur Lebensfreude


Am Strand von Tel Aviv.

Photo: Miriam Woelke

B"H 

Was ich gerade dieser Tage lernte: Allein eine Menge Geld zu haben macht nicht glücklich. Das Einzige, was Geld bringt ist Sicherheit. Wer dagegen wahre Lebensfreude sucht, der erfreue sich seiner Gesundheit und lege großen Wert auf gute Freunde und eine intakte Familie.

Montag, November 14, 2011

Bnei Brak: Kahaneman Street


Im haredischen (ultra - orthodoxen) Teil von Bnei Brak (nahe Tel Aviv).

Photo: Miriam Woelke

Katot - Kulte / Sekten

B"H

Man mag es kaum glauben, doch auch in Israel existieren zahlreiche Arten von Sekten. "KATOT" so die hebräische Bezeichnung für KULTE (Sekten) und HIER findet sich die israelische Website für die "Nifgae'i Katot - Sektengeschädigte". Leider ist die Seite nur in hebräischer Sprache einzusehen, doch werden dort allerlei Kulte aufgelistet. Darunter genau so religiöse Kulte; christliche und jüdische. Unter anderem auch Daniel Ambash vom Breslover Na Nach Nachma Nachman Me’uman Movement.

Ferner ebenso die sogenannten “Taliban – Frauen”extreme . Ein Extremkult, der vorwiegend aus sephardischen neureligiösen Frauen besteht, welche sich der chassidischen Gruppe Breslov anschliessen. Bitte jedoch bedenken, dass es nicht nu rein Breslov Movement gibt, sondern gleich mehrere. Die Taliban – Frauen bilden ihr eigenes Grüppchen und haben nichts mit dem Ambash Clan oder irgendeiner anderen Breslover Richtung zu tun.


Ich bin neugierig, warum sich Leute irgendwelche Sekten / Kulten anschliessen. Besonders religiöse Juden, die eigentlich G – tt und der Thora folgen sollten und nicht irgendeinem selbsternannten Heini, der meint, er müssen den diktatorischen Oberguru spielen. Letztendlich jedoch besteht das Ziel des Obergurus darin, seine Gefolgschaft auszunutzen und sich selbst ein wenig Selbstbewusstsein einzuflössen, indem mental schwächere Menschen ausgenutzt werden. 

Es ist schon erschreckend zu beobachten, wie Kultmitglieder am Ende weiterhin zu ihrem Anführer halten. Auch wenn dieser schon in Haft sitzt und verurteilt werden wird. Ich sehe das immer wieder im Fall Ambash und den "Frauen des Daniel Ambash" sowie dessen Sohn Natan. Das Verhalten ähnelt einem missbrauchten Kind, welches trotz aller Repressalien wieder zu den Eltern zurückkehren will oder einer Frau, die von ihrem Gatten misshandelt worden ist, aber am Ende wieder heimkehrt und sich einredet, der Peiniger werde sich schon ändern.

Sonntag, November 13, 2011

Samstag, November 12, 2011

Der Eintritt ins Paradies (Gan Eden)

B"H

Es war entweder in einer Midrasch oder eine der Traktate des kabbalistischen Buches “ZOHAR”, wo ich einmal las, dass das Tor zum Gan Eden (Paradies) von den Cheruvim bewacht wird. Stirbt ein Jude und erreicht seine Seele den Eingang zum Paradies, so entscheiden die Engel, in diesem Fall die Cheruvim, ob die Seele eingelassen wird oder draussen bleibt. 

Eigentlich kennen wir die Cheruvim mit ihren Kindergesichtern, denn zwei von ihnen standen als Figuren auf der Bundeslade. Trotz ihrer Kindergesichter sind die Cheruvim jedoch alles andere als klein und süß. Ihr Zusatzname lautet: Engel der Zerstörung”.

Und wie kommen die Seelen an den Cheruvim vorbei hinein in den Gan Eden ?

Unabhängig davon wie erfolgreich wir auf Erden waren oder wie viele Reichtümer uns umgaben; die Engel schauen in die Seele jedes einzelnen und danach gewähren sie den Eintritt ins Paradies.

Donnerstag, November 10, 2011

Rabbi Mordechai Machlis zur Haftarah Parashat VAYERA

B”H 

Wie allseits bekannt, erfolgt an jedem Schabbat in den Synagogen die Lesung der wöchentlichen “Torah Portion”. Gleich darauf erfolgen allerlei Segen zur Thora sowie für kranke Bekannte und Verwandte, die einer Genesung bedürfen. Danach folgt die Lesung der HAFTARAH, was übersetzt soviel bedeutet wie “Vervollkommnung, vervollständigen oder beenden”. 

Die Haftarah ist die Lesung aus den Propheten zum jeweiligen Wochenabschnitt der Thora. Erst mit der Haftarah ist die Thoralesung wirklich komplett, wobei die Haftarah immer etwas mit dem Inhalt des Thoraabschnittes zu tun hat. Beides geht sozusagen konform. 

Die Haftarah – Lesung wurde zu Zeiten des syrisch – griechischen König Antiochus eingeführt. Da wir uns Chanukkah (dem Lichterfest) nähern, passt die Definition der Haftarah momentan zum Thema. 

Antiochus regierte das damals von den Griechen besetzte Israel ca. im Jahr 165 vor Beginn der Zeitrechnung. Der König war den Juden nicht gerade gut gesonnen und wollte deren Religion vernichten. Aus diesem Grund erliess er allerlei Gesetzte, welche die Juden ihre Religion vergessen lassen sollte. Ohne Erfolg, wie sich an Chanukkah herausstellte. 

Unter anderem verbat Antiochus den Juden die Thoralesung. Daraufhin lasen die Juden von den Propheten. Wie bereits erwähnt, hat die wöchentliche Lesung inhaltlich stets etwas mit dem Thora – Wochenabschnitt zu tun. Bis heute findet nach der Thoralesung die Lesung der Haftarah statt. Am Schabbat genau so wie an den Feiertagen. 

Rabbi Mordechai Machlis aus Jerusalem definiert im nachfolgenden Video die Haftarah zur Parashat VAYERA.

Kleine Blogpausen


Jerusalem, Agrippas Street
Photo: Miriam Woelke

B”H 

Momentan läuft es auf meinen Blogs manchmal recht schleppend und das hat Gründe: Erstens plane ich meinen Rück(um)zug nach Jerusalem, wobei mir die Wohnungssuche noch bevorsteht. Das allerdings sehe ich nicht allzu tragisch, denn es gibt Angebote im Internet und ich muss, G – tt sei Dank, nicht jeden Schekel dreimal umdrehen. 

Was jedoch dieser Tage abläuft ist eine riesen Bürokratie zwischen Deutschland und mir. In der nächsten Woche nehme ich zwei Tage “jobfrei”, denn ich muss nach Jerusalem und in Tel Aviv zum Anwalt. Notarielle Beglaubigungen kosten (ca. 250 Schekel = 50 Euro) und es kommt noch einiges Weitere hinzu. Ende nächster Woche werde ich dann Beglaubigungs – und Bankexperte sein. 

Deswegen leiden meine Blogs derzeit etwas an Updates, aber ich bemühe mich, nichts ganz ausfallen zu lassen. In einer Woche sollte sich dann wieder die Anzahl der Artikel etwas stabilisieren. 

Was meine Blogs betrifft, so wird sich ab Mitte/ Ende Dezember einiges ändern. Nein, die Layouts werde ich nicht verändern, sondern die Art der Themengestaltung. Kurz gesagt, ich werde mich viel mehr auf das Schreiben konzentrieren. Interviews führen und aktueller berichten. Darüber hinaus wird endlich einmal mein ewig angekündigtes Buch von mir bearbeitet und herausgebracht. 

Wenn jemand allgemein Fragen / Anregungen hat, so kann er das gerne ablassen !

Toldot Aharon versus Gur

B”H 

Mea Shearim Besucher sind nicht selten vollkommen fasziniert und überwältigt vom berühmten ultra – orthodoxen Stadtteil Jerusalem. Nur kurz nebenbei erwähnt: Es gibt zahlreiche weitere ultra – orthodoxe Stadtteile und nicht nur Mea Shearim. Eine chassidische Gruppe zieht die Aufmerksamkeit recht stark auf sich und das sind die “Toldot Aharon”.   


Die Toldot Aharon


Sei es, weil die Toldot Aharon als absolut extrem bekannt sind. Wobei sie sicher nicht die Extremsten im Stadtteil darstellen ! 

Vielleicht ist es die besondere Kleidung, welche aus der alten “Yerushalmi Tracht” hervorgeht. Die geheimen internen Gesetze oder der interne Zusammenhalt der Gruppe. Abgeschottetes und Fremdes übt anscheinend eine Faszination aus. Und so glauben viele Besucher, darunter sogar israelische Studenten oder Uniprofessoren, die Toldot Aharon ergründen zu müssen. Geheimes ans Tageslicht zu bringen, denn das wiederum bringt dem Autor Ruhm und Geld. 

Und genau damit liegt der Wissbegierige falsch, denn innerhalb der haredischen (ultra – orthodoxen) Gesellschaft zieht eine ganz andere Gruppe die Aufmerksamkeit auf sich und sie ist nicht weniger geheim als die Toldot Aharon. Die Rede ist von der chassidischen Gruppe GUR, der größten Chassidut in Israel. Als Außenstehender etwas über Gur herauszufinden ist geradezu ein Ding der Unmöglichkeit. Trotzdem küren die Gerrer Chassidim (GER = die jiddische Aussprache von GUR) die Schlagzeilen, denn sie sind reich und mächtig im Land. Einer ihrer Chassidim, Yaakov Litzman, ist Minister und die von Gur eingenommene Partei YAHADUT HATORAH ist Teil der Regierungskoalition mit Netanyahu. 


Chassidut GUR

Derzeit aber machen die Gerrer anderweitige Schlagzeilen, denn es geht einmal wieder um den Zwist zwischen der Gruppe und der antizionistischen Dachorganisation “Edah HaCharedit” aus Mea Shearim. Gur plant einen Gebäudekomplex abzureissen und auf dem Grundstück ein haredisches Shopping Center zu errichten. Die Rede ist von dem kleinen Stadtteil “BATE’I WARSHA”. Zwischenzeitlich kommt es immer wieder zu Prügeleien zwischen den rivalisierenden Gruppen, denn Gur besitzt die Warschau – Häuser und versucht mit allen Mitteln die Mieter rauszukriegen. Die Mieter aber sind zumeist Angehörige der Edah sowie anderer Mea Shearim Gruppen. 

Es sind gewiss nicht immer extreme Gruppe, welche der Aufmerksamkeit bedürfen.

Mittwoch, November 09, 2011

Kiryat Nadvorna in Bnei Brak

B"H 

Kiryat Nadvorna ist der Stadtteil der chassidischen Gruppe Nadvorna und befindet sich in Bnei Brak nahe Tel Aviv. 













Das weisse Tor ist der Eingang zur Privatwohnung des Rebben der Chassidut Nadvorna. 



Photos: Miriam Woelke

Die haredische (ultra - orthodoxe) Welt in dieser Woche




Die wichtigste Neuigkeit dieser Woche: Rabbi Natan Zvi Finkel, Rosh Yeshiva (Yeshivaleiter) der bekannten litvischen MIR - Yeshiva (Jerusalem), verstarb. Tausende nahmen an seiner Beerdigung teil.