Donnerstag, November 17, 2011

Parashat Chaye Sarah - פרשת חיי שרה


Die obige Skizze zeigt die Machpelah, welche Avraham von Ephron kaufte, um seine Frau Sarah dort zu beerdigen. Der Midrasch nach liegen dort ebenso die ersten Menschen Adam und Eva (Chava) begraben.

Die Gräber die wir in dem Gebäude sehen, sind nicht die wahren Gräber, sondern diese befinden sich unterhalb des Gebäudes.



B"H 

Die Thoraparasha für diesen Schabbat

Tausende Juden werden diesen Schabbat in der Stadt Hebron verbringen, denn gleich zu Beginn der Thoraparasha "Chaye Sarah" geht es um den Tod Sarahs, der Frau Avrahams. Viele Kommentare (unter anderem der des "Ohr HaChaim") besagen, dass Sarah in dem Moment verstarb, in welchem sie erfuhr, dass ihr Gatte sich aufgemacht hatte, um den geliebten Sohn Yitzchak zu opfern. Obwohl dies nicht geschah, sondern nur ein Test G - ttes an Avraham war, sah Sarah schwarz und bekam einen Schock, der sie letztenendes tötete.

Avraham war zutiefst erschüttert und weitere Kommentare sehen in ihm den Verfasser von "Eschet Chayil". Bei "Eschet Chayil" handelt es sich um ein Lied, welches wir an jedem Freitag abend nach dem "Schalom Aleichem" und vor dem Kiddusch (Segnung des Weines) singen. In ihm gedenken wir der immens wichtigen Rolle der Hausfrau und Mutter.

Avraham und Sarah waren stets Fremde im Lande Kanaan geblieben, denn sie passten sich den Gepflogenheiten der Einheimischen nicht an. Die Kanaaniter waren alles andere als ein angenehmes Volk. Unter anderem behielten sie den Kopf verstorbener Verwandten und stellten ihn sich ins Wohnzimmer.

Um Sarah zu begraben, wollte Avraham Land kaufen; eine Höhle, die heutige "Ma'arat HaMachpelah in Hebron" und ein wenig Land darum. Eine Begräbnisstätte für Sarah war ihm ungemein wichtig. Er scheute keine Mühen und Kosten und machte sich auf zu Ephron und dessen Hittiter - Volk. Die Hittiter waren ein kanaanitischer Stamm. Canaan, ein Nachfahre Hams des Sohn Noachs, gebar Zidon und Chet. "Bnei Chet - Söhne von Chet", so werden die Hittiter in der Thora genannt.

Obwohl Ephron auf freundlich und fürsorgend machte, zog er Avraham dennoch über den Tisch. Vierhundert Schekel verlangte er für die Machpelah und das Land drumherum. Ein Wucherpreis zur damaligen Zeit. Avraham aber vermied jedes Feilschen, denn er befand sich in Trauer und er zahlte lieber, um seine Ruhe zu haben.

Ist es nicht ein Irrwitz, dass Avraham die Ma'arat HaMachpelah in Hebron KAUFTE ? Zeugen waren die "Bnei Chet" und wenn wir dies heute sagen, so werden wir Juden als Rassisten abgestempelt. Dabei erstand Avraham das Land rechtmässig von den Hittitern und selbst die wären heute buff, wenn da irgendwelche Palästinenser daherkommen und das Gebiet für sich beanspruchen. Avraham kaufte seiner Frau Sarah ein Grab und Hagar, die Mutter Ischmaels, hat damit nichts zu tun. Sie und ihre Kinder waren nie mit einbezogen, wie wir am Ende der Parasha sehen werden !

Der Ramban (Nachmanides) sieht in dem Landkauf einen Hinweis darauf, wie wichtig es für einen Juden ist, in Israel begraben zu werden. Ferner lehrt uns der Talmud Traktat Ketubot 110, dass Diasporajuden so anzusehen sind als hätten sie keinen G - tt. Wobei hiermit gemeint ist, dass die in der Diaspora lebenden Juden anfälliger für die Religionen und Bräuche andere Völker sind.

Avraham entschloss sich, für seinen Sohn Yitzchak eine passende Frau zu suchen. Der war immerhin schon vierzig Jahre alt und sollte endlich unter die Haube. Eine Caaniterin sollte es jedenfalls nicht sein, sondern eine g - ttesfürchtige Frau. Die Frage ist nur: Wo soll man die hernehmen, wenn man doch inmitten einem götzendienerischen Volk nimmt ?

Deswegen entsandte Avraham seinen Diener Eliezer zu den Verwandten. Sein Bruder Nachor hatte einen Sohn namens Betuel und der wiederum hatte einen Sohn namens Lavan und eine Tochter namens Rivka (Rebekka). Jemand aus der Verwandtschaft sollte auserkoren werden, Yitzchak zu ehelichen, denn immerhin kennt man sich in der Familie und es geht weniger schief. Obwohl Rivka innerhalb einer götzendienerischen Familie aufwuchs, so erkannte sie G - tt als alleinigen Schöpfer an und war auch sonst nicht so mies drauf, wir ihr Vater oder ihr Bruder.

Eliezer kommt in das Land von Avrahams Vorfahren und trifft an einem Brunnen die Rivka. Das gesamte Kapitel 24 nennt unzählige Male den "Kad - Wasserkrug), mit dem Rivka die Kamele Eliezers tränkt. Im Hebräischen wird "Kad" mit Chaf und Daled buchstabiert. Beide Buchstaben ergeben zusammen die Zahl 24 und das Kapitel in Genesis (Bereschit) ist ebenso 24.

Details zum Treffen zwischen Rivka (Rebekka) und Yitzchak.
Warum Rivka hier ihre Haare bedeckte:
Nach dem Tode Sarahs lässt uns die Thora wissen, dass Avraham sich eine zweite Ehefrau namens "Keturah" nahm. Laut der jüdischen Tradition handelte es sich dabei eigentlich um Hagar, welche eine ägyptische Prinzessin war.

Warum aber heiratete Avraham keine andere Frau aus seiner Familie ? Bei Yitzchak entsandte er noch eifrig den Eliezer und er selbst heiratete eine Frau aus einem anderen Volk ?

Der Ramban (Nachmanides) kommentiert, dass Avraham keine Frau suchte, deren Kinder später ein Vorvater des jüdischen Volkes werden sollten. Diese Rolle war nur Yitzchak zugedacht und Avraham konnte dementsprechende heiraten, wen er wollte.
Mit Keturah gebar er noch weitere Söhne, die er jedoch alle in den Fernen Osten entsandte, denn Yitzchak allein sollte das Erbe annehmen. Manche kommentieren heute, dass einige fernöstliche Völker ab und an jüdische Bräuche haben, von denen keiner mehr sagen kann, woher diese stammen. Anscheinend stammen sie aber von jenen Kindern, die Avraham fortsandte.

Am Ende der Parasha erfahren wir vom Tode Avrahams im Alter von 175 Jahren. Ischmael kommt zur Beerdigung und begeht Teschuva (Umkehr zu G - tt).

Schabbat Schalom an alle Leser !

Bereschit (Genesis)


Mittwoch, November 16, 2011

Wird ein Jude mit Tätowierungen halachisch beerdigt ?

B”H 

Gemäss der Thora sind Hauteinritzungen, sprich Tätowierungen, für Juden verboten und viele fragen sich daher, was mit einem geschieht, wenn er stirbt und beerdigt werden soll. Hat der Tätowierte in dem Fall ein Anrecht auf eine halachische Beerdigung und wird er einfach so weitab neben dem berühmten “Zaun” begraben ? 

Wer die halachische Quelle für Tätowierungen sucht, der findet sie im “Schulchan Aruch – Code of Jewish Law”, Traktat “Yoreh Deah”, Siman 180. 

Obwohl es sich bei Tätowierungen um ein biblisches Verbot handelt, ist offenbar kein Fall bekannt, in welchem ein Jude kein halachisches Begräbnis erhielt oder nicht auf einem jüdischen Friedhof beigesetzt worden ist. So jedenfalls las ich es auf einer amerikanischen Halacha Site im Internet. 

Bei Holocaust – Überlebende, die in Auschwitz oder anderswo gegen ihren Willen tätowiert worden sind, handelt es sich eh um einen Spezialfall, der kein halachisches Vergehen aufweist.

Dienstag, November 15, 2011

Das Tor zur Lebensfreude


Am Strand von Tel Aviv.

Photo: Miriam Woelke

B"H 

Was ich gerade dieser Tage lernte: Allein eine Menge Geld zu haben macht nicht glücklich. Das Einzige, was Geld bringt ist Sicherheit. Wer dagegen wahre Lebensfreude sucht, der erfreue sich seiner Gesundheit und lege großen Wert auf gute Freunde und eine intakte Familie.

Montag, November 14, 2011

Bnei Brak: Kahaneman Street


Im haredischen (ultra - orthodoxen) Teil von Bnei Brak (nahe Tel Aviv).

Photo: Miriam Woelke

Katot - Kulte / Sekten

B"H

Man mag es kaum glauben, doch auch in Israel existieren zahlreiche Arten von Sekten. "KATOT" so die hebräische Bezeichnung für KULTE (Sekten) und HIER findet sich die israelische Website für die "Nifgae'i Katot - Sektengeschädigte". Leider ist die Seite nur in hebräischer Sprache einzusehen, doch werden dort allerlei Kulte aufgelistet. Darunter genau so religiöse Kulte; christliche und jüdische. Unter anderem auch Daniel Ambash vom Breslover Na Nach Nachma Nachman Me’uman Movement.

Ferner ebenso die sogenannten “Taliban – Frauen”extreme . Ein Extremkult, der vorwiegend aus sephardischen neureligiösen Frauen besteht, welche sich der chassidischen Gruppe Breslov anschliessen. Bitte jedoch bedenken, dass es nicht nu rein Breslov Movement gibt, sondern gleich mehrere. Die Taliban – Frauen bilden ihr eigenes Grüppchen und haben nichts mit dem Ambash Clan oder irgendeiner anderen Breslover Richtung zu tun.


Ich bin neugierig, warum sich Leute irgendwelche Sekten / Kulten anschliessen. Besonders religiöse Juden, die eigentlich G – tt und der Thora folgen sollten und nicht irgendeinem selbsternannten Heini, der meint, er müssen den diktatorischen Oberguru spielen. Letztendlich jedoch besteht das Ziel des Obergurus darin, seine Gefolgschaft auszunutzen und sich selbst ein wenig Selbstbewusstsein einzuflössen, indem mental schwächere Menschen ausgenutzt werden. 

Es ist schon erschreckend zu beobachten, wie Kultmitglieder am Ende weiterhin zu ihrem Anführer halten. Auch wenn dieser schon in Haft sitzt und verurteilt werden wird. Ich sehe das immer wieder im Fall Ambash und den "Frauen des Daniel Ambash" sowie dessen Sohn Natan. Das Verhalten ähnelt einem missbrauchten Kind, welches trotz aller Repressalien wieder zu den Eltern zurückkehren will oder einer Frau, die von ihrem Gatten misshandelt worden ist, aber am Ende wieder heimkehrt und sich einredet, der Peiniger werde sich schon ändern.

Sonntag, November 13, 2011

It's Schabbes Now


Samstag, November 12, 2011

Der Eintritt ins Paradies (Gan Eden)

B"H

Es war entweder in einer Midrasch oder eine der Traktate des kabbalistischen Buches “ZOHAR”, wo ich einmal las, dass das Tor zum Gan Eden (Paradies) von den Cheruvim bewacht wird. Stirbt ein Jude und erreicht seine Seele den Eingang zum Paradies, so entscheiden die Engel, in diesem Fall die Cheruvim, ob die Seele eingelassen wird oder draussen bleibt. 

Eigentlich kennen wir die Cheruvim mit ihren Kindergesichtern, denn zwei von ihnen standen als Figuren auf der Bundeslade. Trotz ihrer Kindergesichter sind die Cheruvim jedoch alles andere als klein und süß. Ihr Zusatzname lautet: Engel der Zerstörung”.

Und wie kommen die Seelen an den Cheruvim vorbei hinein in den Gan Eden ?

Unabhängig davon wie erfolgreich wir auf Erden waren oder wie viele Reichtümer uns umgaben; die Engel schauen in die Seele jedes einzelnen und danach gewähren sie den Eintritt ins Paradies.

Donnerstag, November 10, 2011

Rabbi Mordechai Machlis zur Haftarah Parashat VAYERA

B”H 

Wie allseits bekannt, erfolgt an jedem Schabbat in den Synagogen die Lesung der wöchentlichen “Torah Portion”. Gleich darauf erfolgen allerlei Segen zur Thora sowie für kranke Bekannte und Verwandte, die einer Genesung bedürfen. Danach folgt die Lesung der HAFTARAH, was übersetzt soviel bedeutet wie “Vervollkommnung, vervollständigen oder beenden”. 

Die Haftarah ist die Lesung aus den Propheten zum jeweiligen Wochenabschnitt der Thora. Erst mit der Haftarah ist die Thoralesung wirklich komplett, wobei die Haftarah immer etwas mit dem Inhalt des Thoraabschnittes zu tun hat. Beides geht sozusagen konform. 

Die Haftarah – Lesung wurde zu Zeiten des syrisch – griechischen König Antiochus eingeführt. Da wir uns Chanukkah (dem Lichterfest) nähern, passt die Definition der Haftarah momentan zum Thema. 

Antiochus regierte das damals von den Griechen besetzte Israel ca. im Jahr 165 vor Beginn der Zeitrechnung. Der König war den Juden nicht gerade gut gesonnen und wollte deren Religion vernichten. Aus diesem Grund erliess er allerlei Gesetzte, welche die Juden ihre Religion vergessen lassen sollte. Ohne Erfolg, wie sich an Chanukkah herausstellte. 

Unter anderem verbat Antiochus den Juden die Thoralesung. Daraufhin lasen die Juden von den Propheten. Wie bereits erwähnt, hat die wöchentliche Lesung inhaltlich stets etwas mit dem Thora – Wochenabschnitt zu tun. Bis heute findet nach der Thoralesung die Lesung der Haftarah statt. Am Schabbat genau so wie an den Feiertagen. 

Rabbi Mordechai Machlis aus Jerusalem definiert im nachfolgenden Video die Haftarah zur Parashat VAYERA.

Kleine Blogpausen


Jerusalem, Agrippas Street
Photo: Miriam Woelke

B”H 

Momentan läuft es auf meinen Blogs manchmal recht schleppend und das hat Gründe: Erstens plane ich meinen Rück(um)zug nach Jerusalem, wobei mir die Wohnungssuche noch bevorsteht. Das allerdings sehe ich nicht allzu tragisch, denn es gibt Angebote im Internet und ich muss, G – tt sei Dank, nicht jeden Schekel dreimal umdrehen. 

Was jedoch dieser Tage abläuft ist eine riesen Bürokratie zwischen Deutschland und mir. In der nächsten Woche nehme ich zwei Tage “jobfrei”, denn ich muss nach Jerusalem und in Tel Aviv zum Anwalt. Notarielle Beglaubigungen kosten (ca. 250 Schekel = 50 Euro) und es kommt noch einiges Weitere hinzu. Ende nächster Woche werde ich dann Beglaubigungs – und Bankexperte sein. 

Deswegen leiden meine Blogs derzeit etwas an Updates, aber ich bemühe mich, nichts ganz ausfallen zu lassen. In einer Woche sollte sich dann wieder die Anzahl der Artikel etwas stabilisieren. 

Was meine Blogs betrifft, so wird sich ab Mitte/ Ende Dezember einiges ändern. Nein, die Layouts werde ich nicht verändern, sondern die Art der Themengestaltung. Kurz gesagt, ich werde mich viel mehr auf das Schreiben konzentrieren. Interviews führen und aktueller berichten. Darüber hinaus wird endlich einmal mein ewig angekündigtes Buch von mir bearbeitet und herausgebracht. 

Wenn jemand allgemein Fragen / Anregungen hat, so kann er das gerne ablassen !

Toldot Aharon versus Gur

B”H 

Mea Shearim Besucher sind nicht selten vollkommen fasziniert und überwältigt vom berühmten ultra – orthodoxen Stadtteil Jerusalem. Nur kurz nebenbei erwähnt: Es gibt zahlreiche weitere ultra – orthodoxe Stadtteile und nicht nur Mea Shearim. Eine chassidische Gruppe zieht die Aufmerksamkeit recht stark auf sich und das sind die “Toldot Aharon”.   


Die Toldot Aharon


Sei es, weil die Toldot Aharon als absolut extrem bekannt sind. Wobei sie sicher nicht die Extremsten im Stadtteil darstellen ! 

Vielleicht ist es die besondere Kleidung, welche aus der alten “Yerushalmi Tracht” hervorgeht. Die geheimen internen Gesetze oder der interne Zusammenhalt der Gruppe. Abgeschottetes und Fremdes übt anscheinend eine Faszination aus. Und so glauben viele Besucher, darunter sogar israelische Studenten oder Uniprofessoren, die Toldot Aharon ergründen zu müssen. Geheimes ans Tageslicht zu bringen, denn das wiederum bringt dem Autor Ruhm und Geld. 

Und genau damit liegt der Wissbegierige falsch, denn innerhalb der haredischen (ultra – orthodoxen) Gesellschaft zieht eine ganz andere Gruppe die Aufmerksamkeit auf sich und sie ist nicht weniger geheim als die Toldot Aharon. Die Rede ist von der chassidischen Gruppe GUR, der größten Chassidut in Israel. Als Außenstehender etwas über Gur herauszufinden ist geradezu ein Ding der Unmöglichkeit. Trotzdem küren die Gerrer Chassidim (GER = die jiddische Aussprache von GUR) die Schlagzeilen, denn sie sind reich und mächtig im Land. Einer ihrer Chassidim, Yaakov Litzman, ist Minister und die von Gur eingenommene Partei YAHADUT HATORAH ist Teil der Regierungskoalition mit Netanyahu. 


Chassidut GUR

Derzeit aber machen die Gerrer anderweitige Schlagzeilen, denn es geht einmal wieder um den Zwist zwischen der Gruppe und der antizionistischen Dachorganisation “Edah HaCharedit” aus Mea Shearim. Gur plant einen Gebäudekomplex abzureissen und auf dem Grundstück ein haredisches Shopping Center zu errichten. Die Rede ist von dem kleinen Stadtteil “BATE’I WARSHA”. Zwischenzeitlich kommt es immer wieder zu Prügeleien zwischen den rivalisierenden Gruppen, denn Gur besitzt die Warschau – Häuser und versucht mit allen Mitteln die Mieter rauszukriegen. Die Mieter aber sind zumeist Angehörige der Edah sowie anderer Mea Shearim Gruppen. 

Es sind gewiss nicht immer extreme Gruppe, welche der Aufmerksamkeit bedürfen.

Mittwoch, November 09, 2011

Kiryat Nadvorna in Bnei Brak

B"H 

Kiryat Nadvorna ist der Stadtteil der chassidischen Gruppe Nadvorna und befindet sich in Bnei Brak nahe Tel Aviv. 













Das weisse Tor ist der Eingang zur Privatwohnung des Rebben der Chassidut Nadvorna. 



Photos: Miriam Woelke

Die haredische (ultra - orthodoxe) Welt in dieser Woche




Die wichtigste Neuigkeit dieser Woche: Rabbi Natan Zvi Finkel, Rosh Yeshiva (Yeshivaleiter) der bekannten litvischen MIR - Yeshiva (Jerusalem), verstarb. Tausende nahmen an seiner Beerdigung teil.

Dienstag, November 08, 2011

Tel Aviv, Jerusalem, Tel Aviv, Jerusalem ...


Jerusalem, Jaffa Road

Photo: Miriam Woelke
B"H 

Es hat etwas gefehlt. Obwohl ich ganz sicher nicht super und perfekt fromm bin, gibt es dennoch gewisse Dinge im Leben, auf die ich nicht verzichten will. Kaschrut (koscheres Essen), jüdische Feiertage und Schabbat, zum Beispiel.

Innerhalb der letzten Jahre konnte ich mich nie so richtig entscheiden, wo ich leben will. Alles Geld der Welt würde mir dieses Problem nicht lösen können. Tel Aviv, der Norden oder Jerusalem ? Um es kurz zu machen: Ich bin in letzter Zeit so ziemlich herumgekommen. :-)))

Es wäre völlig falsch, Jerusalem und Tel Aviv miteinander zu vergleichen, denn beide Städte besitzen ihren eigenen individuellen Charakter. Hätte ich genügend Geld, dann würde ich zwei Wohnungen mieten. Eine in Jerusalem und die andere in Tel Aviv. Je nachdem wie meine Stimmung ist, könnte ich mich dann in an den entsprechenden Ort begeben. Leider wäre die Lösung etwas zu teuer und obwohl ich, bis auf Weiteres, keinerlei finanzielle Not erleide, sind zwei Apartments dann doch zuviel.

Da sich in diesen Wochen so einiges in meinem Leben verändert, entschied ich mich eine neue Bleibe zu suchen. Die derzeitige Wohnung ist zu winzig und dazu recht teuer. Vielleicht nicht zu teuer für die Gegend, doch wenn ich die Quadratmeterzahl anschaue, dann sicherlich. Die Mieten in Tel Aviv sind unbeschreiblich hoch. Vorhin schaute ich mit einem Freund durchs Internet und wir fanden eine kleine Wohnung angeboten für 1000 Schekel. Nur mal so aus Spaß an der Freud schauten wir uns das dazu eingescannte Photo an und fielen fast in Ohnmacht. Ein Rattenloch mit einem alten ranzigen Bett darin und der Vermieter schämt sich noch nicht einmal für solch eine Offerte.

Die Frage ist: Wo fühle ich mich am wohlsten ?
Antwort: Keine Ahnung. Ich liebe zwei Städte und fühle mich in beiden zuhause

Die beste Schabbatatmosphäre der Welt aber existiert nur in Jerusalem. Nichts ist schöner als an einem Freitag nachmittag die Atmosphäre des anstehenden Schabbat auf dem Machane Yehudah Markt zu geniessen. Den CD Shop, der da “Schalom Aleichem” rauf und runterspielt. Die blonde aufgetackelte Frau, die da ihre Borekas (Blätterteig mit Käse, Kartoffelbrai oder Pilzen) versucht an den Mann zu bringen und pausenlos ruft “Borekas Cham, Borekas Cham – Heisse Borekas !” All das ist einzigartig und in Tel Aviv habe ich kaum jemals eine Schabbatatmosphäre verspürt.

Zum Zweiten vermisse ich die chassidischen Tische von Mea Shearim. Gut Bnei Brak hat auch etwas, doch Mea Shearim ist es nun einmal nicht.

Andererseits werde ich die Tel Aviver Mentalität und die unendlichen Freiheiten vermissen. Die Stadt ist hochgradig kosmopolitisch und Jerusalem dagegen ein Dorf. Zu viele Haredim (ultra – orthodoxe Juden) in Jerusalem ? Manchmal fühle ich schon den Hauch eines Ghettos.

Um es kurz und präzise zu sagen: Ich habe mich entschlossen, nach Jerusalem zurückzuziehen. Meine vielen Freunde dort tragen einen wesentlichen Teil zu der Entscheidung bei. Klar ist es eine Herausforderung, in diesen Wochen ausgerechnet nach Jerusalem zu ziehen. Immerhin klopft gerade der Winter in Israel an die Türe und allein gestern war es in Jerusalem saukalt. In Tel Aviv sind die Winter viel milder, in der Hauptstadt jedoch muss man sich richtig warm anziehen

Ich werde Tel Aviv wie sonst etwas vermissen, aber es gibt ja Busse und ich kann jederzeit einen Besuch einschieben!

Montag, November 07, 2011

Deine Probleme und G - tt

" Wenn G - tt Deine Probleme löst, dann glaubst Du an SEINE Fähigkeiten; wenn G - tt Deine Probleme nicht löst, dann glaubt er an DEINE Fähigkeiten."

Die Symbolik der Weisheit

B”H 

Die oberste Form der Weisheit der jüdischen Kabbalah ist in eine symbolische Sprache gekleidet, welche sich unserem erdlichen Verständnis anpasst. Dabei werden Begriffe verwendet, anhand derer wir uns eine Vorstellung machen können. Zum Beispiel von der Erschaffung des Universums oder wie G – tt mit uns kommuniziert oder die Welt regiert. 

Trotz der vermenschlichten Begriffe darf man jedoch nicht den Fehler begehen, die verkleideten Offenbarungen wörtlich zu nehmen.

Sonntag, November 06, 2011

Ist die Schauspielerin JODIE FOSTER Jüdin ?

Photo: Jodie Foster im Film "Das Schweigen der Lämmer - The Silence of the Lambs"


B”H

Alicia Christian “Jodie” Foster wurde am 19. November 1962 in Los Angeles geboren. Ihre Eltern waren Evelyn "Brandy" Ella (geborene Almond) and Lucius Fisher Foster III. Lucius Foster hatte einen hohen Rang in der Air Force und arbeitete später Immobilienhändler. Aus wohlhabendem Elternhaus stammend verliess er seine Frau Evelyn noch bevor Tochter Jodie geboren wurde.

Jodie Foster bezeichnet sich selbst als Atheistin, feiert jedoch mit ihren Kindern Weihnachten und Chanukkah.

Jüdisch ist Jodie Foster allerdings nicht.

Der Lubawitscher Rebbe und Papst Johannes Paul II.

B”H



Ich erhielt den Link zu dem obigen Video von einem Leser meines englischen Blogs. Kann jemand vielleicht ein paar Details dazusteuern und Angaben machen, ob der verstorbene Papst Johannes Paul II. aufgrund seiner Mutter Jude jüdischer Herkunft ist ?

Wenn Papst Johannes Paul II. tatsächlich so sehr für die Juden war, warum weigerte er sich dann (wie seine Vorgänger auch), jene jüdischen Relikte an Israel herauszugeben, die der Vatikan im Keller gebunkert hat ? Auch weigerte sich Johannes Paul, die Originalschriften des Rambam an das Israel Museum oder den Staat Israel herauszugeben. 

Link: 

Blitz & Donner

B”H 

Im Judentum gibt es spezielle Segen für Blitz und Donner:

Blitz: ….Oseh Ma’aseh Bereschit 

Donner: …she Kocho u’Gvurato maleh Olam 

Sobald man einen Blitz sieht oder den ersten Donner hört, werden diese Segen gesagt. Tritt beides gleichzeitig ein, so wird lediglich …Oseh Ma’aseh Bereschit … gebetet. 

Der Talmud Traktat Berachot (Segen) 59a stellt die Frage, was genau den Donner oder sogar Erdbeben verursacht. Die Antwort der Gemara (rabbinische Diskussion) zu diesem Traktat lautet, dass beides entweder durch die Tränen G – ttes, wenn G – tt in die Hände klatscht, mit dem Fuß aufstampft oder Seine Füsse unter Seinen Thron schiebt.  

Es ersteht sich von allein, dass die Gemara uns hier anhand der Symbolsprache tiefere Inhalte lehren will. 

Rabbeinu Chananel interpretiert die Gemara: Lärm repräsentiert die Unzufriedenheit G – ttes darüber, dass die Juden noch immer in der Diaspora leben. Gerne würde Er sie zurückführen, doch die Zeit dazu ist noch nicht reif. 

Obwohl an dieser Stelle Begriffe wie “G – ttes Füsse” etc. keinesfalls wörtlich zu verstehen sind, sondern rein symbolisch, so wird uns dennoch gelehrt, dass G – tt sehr wohl Naturkatastrophen aufkommen läßt, um die Menschen zu warnen, damit diese wieder zu Ihm finden. Das mag jetzt furchtbar apokalyptisch klingen, doch die Kabbalah und der Talmud beweisen uns dies an mehreren Stellen. Schon zu Zeiten der Generation des Enosch kam es zu Landverkleinerungen und das Meer fraß ganze Landgebiete auf. Was früher einmal zum Festland gehörte, wurde plötzlich vom Meer verschluckt.

Freitag, November 04, 2011

Die Lebenserwartung vor und nach der Flut (Mabul)

B"H

Beginnend mit Adam (HaRishon) bis hin zu Noachs Flut (Mabul) betrug die Lebenserwartung der Menschen zu der Zeit ca. 1000 Jahre. Eine heutzutage unvorstellbare Lebenserwartung und es hört sich geradezu nach Indiana Jones an. Schauen wir uns nur einmal die Zahlen an, welche uns die Thora nennt: Da wurde Adam 930 Jahre alt, sein Sohn Seth (Shet) wurde 912 Jahre alt, Methusalem (Methushelach) wurde 969 Jahre alt, Lamech, der Vater von Noach, starb im Alter von 777 Jahren und Noach wurde 950 Jahre alt. 
Die große Veränderung trat mit Noachs Sohn Shem ein, der da “nur” noch 600 Jahre alt wurde. Nach Shem wurde die Lebenserwartungs nochmals auf 400 Jahre gedrosselt und bei Peleg, dem Sohn des Ever und Nachkommen von Shem, betrug sie lediglich ca. 200 Jahre. Avraham starb im Alter von 175 Jahren und sein Enkel Yaakov wurde 147 Jahre alt.

Es ist gewiss kein Geheimnis, dass nach der Flut einige Veränderungen auf dem Erdball stattfanden. Einerseits, weil G – tt die Menschen für ihre Vergehen (Adam und Evas Vergehen, die Generation des Enosh, Noachs Generation oder Nimrod mit dem Bau des Turmes zu Babylon) bestrafen wollte. Gleichzeitig jedoch hoffte G – tt, dass die Menschen endlich einsichtig werden und zu Ihm zurückfinden. Wenn sie all die Veränderungen sehen, müsste bei ihnen doch der Groschen fallen und sie sehen ein, dass nur G – tt die Welt regiert. Nichts dergleichen geschah und die Menschheit verfiel immer wieder denselben Fehlern und wurde arrogant. Man brauchte keinen G – tt mehr, sondern vertraute auf sich selbst. In der jüdischen Kabbalah heißt es, dass G – ttes Schechinah (Gegenwart) sich immer mehr zurückzog. Bedeutet, dass die Anwesenheit nicht mehr so stark zu fühlen war, wie noch bei Adam.

Nach der Flut veränderte G – tt den DNA der Menschen, doch was genau war der Grund gewesen, dass die Menschen vor der Flut ca. 1000 Jahre alt wurden ? Einer der vielen vielen Kommentare stammt vom Talmudkommentator ETZ YOSEF, der da zum Talmud Sanhedrin 108 schreibt: Die Generation des Noach kannte keine Krankheiten und war immer gesund. Der Grund hierfür war eine andere Luft, welche die Menschen atmeten. Eine saubere Luft, die so ganz anders war als wir uns das heute vorzustellen vermögen. Nicht nur, weil wir solch saubere Luft heute nicht mehr kennen, sondern weil eben diese Luft noch einen Hauch des Adam sowie des Erschaffungsprozesses beinhaltete.

Ich wünschte nur, dass ich diese besondere Luft einmal atmen könnte. Wenn auch nur für zwei Minuten oder so. Nicht, weil ich 1000 Jahre alt werden will, sondern um einen kleinen Einblick in die Welterschaffung zu erhalten.


Link: 

Parashat LECH LECHA - פרשת לך לך




B"H

Die Thoralesung für diesen Schabbat


Vor ein paar Tagen sandte mir ein Chabadnik die Thora Parashat LECH LECHA des Lubawitscher Rebben zu und obwohl ich sonst so gut wie nie Thoralesungen und deren Kommentare direkt übernehme, entschloß ich mich, es diesmal doch zu tun. Der Grund ist ganz einfach: Die Ausführungen zu LECH LECHA könnten nicht besser definiert sein. Nicht nur, dass Avraham den G – ttesauftrag erhielt, loszuziehen in ein fremdes Land; nein, Avraham sollte auch sich selbst finden. Nicht im modernen Sinne von heute, sondern eine Selbstfindung, welche eine Verbindung zu G – tt aufbaut. Der Lubawitscher Rebbe schreibt, dass LECH LECHA ebenso ausdrückt, dass Juden ihre eigene Identität finden sollen. Eine Identität im Judentum, der sie sich bewusst sein sollen.



Finding Oneself 

The Parsha begins[1] "And HaShem said to Avram, go for yourself from your land, from your birthplace and from the house of your father to the land that I will show you." Whole libraries have been written about this first verse. Briefly however, let us learn that all Jews are being commanded:[2] 

1) To go to ourselves (to find our own real destiny) 

2) From our land from our birthplace (from the initial apparent limitations of our spiritual geography) 

3) From the house of our father (to find personal maturity in real freedom) 

4) To the land which HaShem will show us (to a state of fulfillment and happiness which will be the result of growth and achievement). 

The above posuk is a command. This is the path we must take. Furthermore,[3] this command (and therefore mitzvah), was the first mitzvah that Avram received from HaShem. Being directly from HaShem, it was the first moment in history when a human being received the status of being a Jew. 

We will see soon, that understanding the celestial genetic DNA of Am Yisrael is dependent on scrutiny of the Avos. Before doing so however, we need to understand some aspects of being a Jew. These are difficult concepts to discuss today when one is discouraged from noticing any differences between people, as he/she will be labelled a "racist". We are even expected to pretend there is no difference between men and women. Any line of demarcation is deemed racist or bigoted. 

In fact much muddled thinking exists here. The ugliness of bigotry and prejudice relates either to denying a group an opportunity available to others, or giving a group an opportunity unavailable to others. Clearly this is unfair and should excite our indignation.  Men for example, remain different from women. Let us agree they should be equal; let us agree one side should not be harmed by the other; let us agree that each deserves to realize their potential and fulfillment without prejudice or bigotry. Nevertheless men remain different from women physically, psychologically and spiritually.  

So too, Jew and Gentile. Neither group is to be discriminated against. Nevertheless Jew remains different from Gentile. 


In The Ladder Up (Building Block No. 6) it was explained that Jews have a neshamah. This is the functional difference between Jews and non-Jews. There is no Jew alive, no matter how he denies his Judaism, who has not felt an affinity for another Jew which he cannot explain. On board a ship, in a hotel, on an airplane, Jew will acknowledge Jew. People imagine this to be an emotional need for mutual recognition. Not so. What is being expressed is the spiritual need of neshamah recognizing neshamah. 

We can describe the neshamah. It is explained in Tanya that the neshamah is a part of HaShem enclothed in the nefesh (soul) of a Jew. This is the specific difference between Jews and non-Jews. Jews have a neshamah, Gentiles do not. The difference is manifested in two main ways: 

The first allows a Jew to reach a level of emunah, a level of faith, a relationship with HaShem, which is described in Chassidus as the level of Reiya (Sight). For a gentile, the highest level of emunah achievable is that which Chassidus describes as Shemiah (Hearing). 

What is the difference? If one sees an incident, the seer can have no doubt about it. Experiencing something visually makes for certainty. If on the other hand, a person experiences something orally, then there is only a presumption of a reality. 

A gentile may have a highly developed level of emunah, but this level of emunah is formed by, and founded on, his intellect. A gentile understands that there is a Force in the world, and if his intellect is sophisticated, he understands that that Force is for good. His perception of that Force however, is the perception analogous with hearing. Although presumed to be there based on his reason, his cognizance can never be totally certain. 

A Jew on the other hand, interacts with HaShem and this interaction is based on nothing. He may not know how to learn, he may have meager intellect, he may not have ever heard of the Big Bang Theory or Evolution; a Jew simply knows that as he walks down the street, he is in the company of the Almighty. He talks to G-d, does deals with G-d. This interaction is at the level analogous to sight in that his certainty is absolute. 

Indeed for some, this is in fact a problem. Some Jews have so deep a private dialogue with HaShem they imagine this excuses their transgressions. HaShem understands them totally. He is mindful therefore of their failings and understands. This certainty of HaShem's knowledge and sympathy is ironically confused with the mistake of a lack of responsibility. "HaShem knows I am a good Jew in my heart". The very mistake however is the best and most concrete proof of a Jew's emunah being beyond intellect and reason. 

The second way the difference is manifested, is that a Jew has mesirus nefesh (self-sacrifice for G-dliness).[4] Now gentiles too exhibit self-sacrifice, witness Japanese kamikaze pilots. The difference is that, when a non-Jew exhibits mesirus nefesh, it is for the purpose of the completion of his own being. A properly educated ship's captain of upstanding background bravely stands on the bridge of his ship as it sinks. Why? Because, according to his training, this is the completion of his being as a ship's captain. Mesirus nefesh can be the culmination of life, whether as ship's captain or as kamikaze pilot. 

A Jew has mesirus nefesh for HaShem which is irrelevant to the completion of his being. Jews have been gassed by the Nazis and burned in Spain. They have been slaughtered by the sword in the Crusades and tortured by imprisonment in Russia. Yet steadfastly Jews have refused to change their religion and their allegiance to G-d. 

The wash of Jewish blood has not only come from the highly educated. Without knowing how to learn or pray, this allegiance is the cornerstone of a Jew's existence. Russians freed from Russia, seek a Bris at 40 years of age, without knowing why. When pressed, he reasons that he is a Jew. What does that mean? He is not sure, but his mesirus nefesh is absolute to HaShem and has nothing to do with personal fulfillment. 

These, therefore, are the identifying marks of the neshamah; that the neshamah has on the one hand a level of emunah with HaShem which is not based on reason and on the other hand an ability for self-sacrifice to HaShem which is not based on any consideration of personal fulfillment. 

The first verse of the Parsha describes these qualities in the first Jew's relationship to HaShem. The commands therein cannot be realized then by Avram, or now by us, without a level of emunah analogous to sight beyond intellect and without mesirus nefesh beyond the need for personal completion and fulfillment. 

Elsewhere, the Lubavitcher Rebbe explains[5] that this first command to Avram is actually the description of a process; a process for Am Yisrael and a process for every Jew individually. HaShem is telling Avram to go in a specific direction. Spiritually there are two possible directions. Milmaaleh lematah (from above to below) or Milmatah lemaaleh (from below to above.) Both directions are necessary for a Jew. To make a dwelling place for HaShem in this world, which is a Jew's purpose in life according to the Midrash, requires a descent - that of a neshamah into a body. On the other hand the whole purpose of that descent of the neshamah into the body is so that there should be a subsequent ascent. A Jewish neshamah is being commanded to be involved in the process of this movement from above to below and separately from below to above in the manner we will learn together in subsequent Parashios. 

Avram is being commanded to descend to the lowest level, the level of "land", "The land I will show you." There will be revealed something new. What is the something new? An ultimate elevation, ascent. The first stage is the command to go from above to below a descent for a purpose of an ascent. The word Lech Lecha is a repetition. There are no unnecessary repetitions in Torah. The second limb of the mitzvah is a command for ascent. At a simple level, Avram lived in the house of his father, Terach, who was an idol manufacturer. He was commanded to go from this house, a place of impurity and degradation to a land which HaShem will show him. 

What is that land? Eretz Canaan, (Eretz Yisrael) is a code in Torah, for the level of spirituality in a Jew's life. Every Jew has an Eretz Yisrael. That part of his life which is spiritual is Eretz Yisrael for a Jew. (To one of his Chassidim who wanted to leave Russia and move to Eretz Yisroel, the Tzemach Tzedek responded: "Make Eretz Yisroel HERE".) 

The deeper meaning of the posuk therefore is, that every Jew has a capacity to leave a temporarily insignificant position and to go to a land that HaShem will show him. This is a journey to dizzying heights. Know, however, that this journey is a function of effort. 

The scenario therefore being laid out for every Jew in this week, enables him to recognize his difference. Recognize that he can, and must, leave his present position and by sheer effort cause HaShem to show him his real land; the land of the relationship between a Jew and his G-d. 

Notes: 

1. Bereishis, Chapter 12. 

2. See Likkutei Sichos, Vol. I, pp. 17-18. 

3. For the following see Noisim BeYahadus, Rabbi Yoel Kahan (compiled from articles in Kfar Chabad), pgs. 56-58. 

4. Likkutei Sichos, Vol. X, pp. 73-78. 

5. For the following see Likkutei Sichos, Vol. XX, pgs. 295-300.

Donnerstag, November 03, 2011

Halb Mensch, halb Tier

B”H 

Es ist schon seltsam, wie wir Menschen manchmal nach dem Ungewöhnlichen suchen. Die X – Files oder andere diverse TV – Serien erfreuen sich massiger Beliebtheit, denn nicht selten zeigen sie uns das Unfassbare, was uns zudem noch reizt. Von der Vampirsaga einmal abgesehen, finden wir ziemlich häufig Fabelwesen “Halb Mensch, halb Tier” in Filmen, der Literatur und somit auch in unserer Phantasie. Die Frage aber ist, ob es überhaupt ein solches Wesen geben kann. Wäre es möglich, dass Mensch und Tier Sex haben und es danach zu einer Schwangerschaft kommen kann, aus welcher ein Wesen hervorgeht, welches halb Mensch und halb Tier ist ? 

Der Talmud Bechorot 8 beschäftigt sich mit den Delphinen und Meerjungfrauen. Der Talmudkommentator Raschi bestreitet zwar, dass Delphine und Menschen Sex miteinander haben und daraus auch noch ein Baby hervorgeht. Dennoch glaubt Raschi an existierende Meereswesen halb Mensch, halb Tier. An die Meerjungfrauen, zum Beispiel. 

Viele Rabbiner stimmen der Ansicht des Raschi nicht zu. Vor Noachs Flut war es tatsächlich einmal möglich, dass Menschen und Tiere sich genetisch kreuzten. Die Generation Noachs hatte Sex mit Tieren, woraus Babies hervorgingen. Dies berichtet uns schon der Talmud Sanhedrin. Nach der Flut jedoch änderte G – tt unsere Gene und ab dem Zeitpunkt war es unmöglich geworden, dass eine Vermehrung aus dem Sex von Mensch und Tier hervorgeht. 

Persönlich habe ich mir den Glauben an Fabelwesen längst abgewöhnt, doch bestand im Mittelalter (zur Zeiten des Raschi) durchaus der Trend, Fabelwesen aus dem Talmud sowie der Midrasch als real - existierend und nicht etwa als Metapher zu betrachten. 


Link: 

Mittwoch, November 02, 2011

Das private Reisepäckchen nach Israel


Jerusalem, Stadtteil Nachlaot

Photo: Miriam Woelke

B"H

Jeder, der nach Israel kommt, egal ob Tourist oder jüdischer Neueinwanderer, bringt gewöhnlich sein eigenes privates Lebenspäckchen mit. Viele wollen einfach nur ihrem vorherigen Leben entkommen und meinen, in Israel gelänge ihnen alles viel besser. Touristen wachen dann meistens recht unsanft auf, wenn ihr Visum nicht verlängert wird und / oder ihnen ganz einfach das Geld ausgeht. Israel ist teuer und derlei hohe Preise haben die meisten gar nicht erwartet.

Selbst dann, wenn Leute meinen, an einem anderen Ort stehen die Chancen besser, gilt das Motto: "Wer es daheim nicht schafft, der tut dies zumeist in der Fremde ebenso wenig".

Neueinwanderer verzweifeln leicht an der hiesigen Bürokratie, obwohl diese in Deutschland auch nicht viel weniger ist. Ein anderes Land, eine völlig andere Mentalität, eine neue Sprache, die es zu erlernen gilt. Nicht wenige sind enttäuscht, denn sie hatten sich eigentlich etwas anderes versprochen. Israel ist ein Einwanderungsland für Juden und somit setzt sich ein Großteil der Bevölkerung aus Neueinwanderern zusammen. Demnach ist man als Neueinwanderer gewiss nichts Exotisches, sondern eher Massenware.

Israel ist kein Land, welches einen sein altes Leben vergessen lässt und allgemein gesagt: Probleme lassen sich nicht einfach abschütteln. Selbst in einem fernen Land werden meine vorherigen Gedanken und Sorgen immer bei mir sein.

Bilder vom Tempelberg (Har HaBayit) in Jerusalem

B"H

Die Photos entstanden vor ca. einem Monat an Sukkot. Viel Spass !!!



Die Treppen hinunter zur Klagemauer (Kotel) sowie zum Tempelberg (Har HaBayit).



Im Hintergrund: Die Al Aksa Moschee sowie der Ölberg



Im Hintergrund: Klagemauer und Felsendom



Im Hintergrund: Der Ölberg und das arabische Dorf Silwan, wo sich auch die City of King David befindet. 



 Copyright / Photos: Miriam Woelke

Der Vilna Gaon zum Talmud Traktat Schabbat 10a

B”H

Der Talmud Traktat Schabbat 10a lehrt:

Eine Person sollte das Thorastudium nicht unterbrechen, um zu beten, denn dann ist sein Gebet nicht effektiv.

Der Vilna Gaon, Rabbi Eliyahu ben Shlomo Zalman Kremer (1720 – 1797), gibt zu der Aussage eine eigene Erklärung ab:

Wenn eine Person nicht hinhört, während jemand anderes Thora lehrt, nur weil die entsprechende Person das jeweilige Teaching schon einmal an anderer Stelle gehört hat, wird auch G – tt dessen Gebete nicht mehr anhören. Bedeutet: Wendet jemand seine Aufmerksamkeit ab, nur weil er ein Thora Teaching schon kennt, so wendet auch G – tt Seine Aufmerksamkeit ab, wenn die Person betet. Denn das hat G – tt schliesslich auch schon einmal gehört.

Einmal saß ich bei einem Schabbatessen neben einem Mann, der meinte, er brauchte dem Rabbi gerade nicht zuhören, denn das Thora Teaching, welches der momentan ausführt, habe er eh schon einmal gehört. Wozu also nochmals anhören ? Als ich dem Mann daraufhin von der Auslegung des Vilna Gaon berichtete, änderte dieser sofort seine Meinung und hörte dem Rabbiner zu.

Dienstag, November 01, 2011

An der Klagemauer (Kotel)


Photo: Miriam Woelke