Donnerstag, Oktober 30, 2008

"Die Generation des Enosch - Dor Enosch"

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B"H

130 Jahre nach der Erschaffung Adams wurde Seth (Schet) geboren und er stellte somit die zweite Generation dar. Im Alter von 105 gebar er seinen Sohn Enosch. Gemäß des Kabbalisten Rabbi Yitzchak Luria, war Enosch eine Reinkarnation des Abel (Hevel). Allerdings von der negativen Seite Hevels. Nichtsdestotrotz waren Enosch und sein Vater Schet nach dem Ebenbilde Adam HaRishons erschaffen und sahen nicht aus wie halbe Tiere wie zuvor Kain und Abel (Hevel).

In den Lebensjahren des Enosch unterlief die damalige Bevölkerung einem großen Irrtum und selbst Enosch bildete da keine Ausnahme. Man sagte nämlich, dass G - tt die Planeten und Sternensysteme zu dem Zweck erschaffen habe, die Erde zu regieren. Daher waren die damaligen Leute der Meinung, es gehe vollkommen in Ordnung, die Planeten anzubeten. Ja, G - tt beabsichtige dieses sogar. Und so begann man, den Planeten Opferungen zu erbringen.
Der Rambam (Maimonides) beschreibt in seiner "Mischna Thora" die Vergehen der "Generation des Enosch". Diese Taten waren mit der erste Götzendienst auf dieser Welt. Zumindest aber rebellierten die Menschen nicht gegen G - tt, sondern dienten ihm zusätzlich genauso wie den anderen Göttern ( siehe den Ramban (Nachmanides) und Raschi). Anderes gibt da die Midrasch der Parashat "Lech Lecha" von sich: Die Leute hätten sehr wohl gegen ihren Schöpfer rebelliert und aus Strafe veranlaßte G - tt, dass die Ozeane 1/3 der Landesanteile verschluckte und so zu Wasser machte (siehe hierzu auch Rabbeinu Bachya).

In der Zeit Enoschs war es besonders populär, der Sonne zu huldigen. Einst im Gan Eden (Paradies) hatte Adam die Sprache der Bäume erlernt, doch benutzte er diese erlangten Fähigkeiten nicht. Enosch jedoch tat das Gegenteil und benutzte die Sprache der Bäume für Negatives und nach ihm folgte die "Generation des Noach - Dor HaMabul" (siehe den kabbalistischen ZOHAR - Bereshit). Die beiden Talmudtraktate Sukkah 28a sowie Bava Batra 134a definieren die "Sprache der Bäume": Keinesfalls handele es sich um miteinander kommunizierende Bäume, sondern vielmehr darum, was man über sie sagt. Zum Beispiel setzte König Salomon (Shlomo HaMelech) auf die natürliche Heilung, und diese Art der Heliung stellt die "Sprache der Bäume" dar.

Schet und Enosch waren gemäß des Ebenbild des Adam (Zelem E - lo - him) erschaffen, was sich im Laufe der Zeit änderte. Aus Strafe für ihre Vergehen gegen G - tt gab dieser ihnen Gesichter, welche denen eines Affen ähnelten. Heutzutage kennen wir diese als die Neandertaler. Menschen mit affenähnlichen Gesichten sind kein Beweis für die Darwinsche Theorie, sondern eher ein Anzeichen für eine G - ttesstrafe.

Afrika und Europa waren einstmals ein Kontinent, doch auch hier sorgte G - tt für eine Strafe als er wiederum die Ozeane Land verschlucken ließ (Talmud Schekalim 17a). Der g ttliche Plan war, dass die Menschen nach all den Vorgängen zur Einsicht kommen und zu G - tt zurückkehren (Ramban); doch nichts dergleichen geschah. Einige Kommentatoren sind der Meinung, dass Enosch erst dann mit seinem Götzendienst begann als Adam verstarb. Bialiks Aggadah nannte noch weitere g - ttliche Strafen für den Götzendienst:

1. Die Erde war schwer zu bearbeiten, da sich überall Steine befanden.

2. Die "Nefilim" fielen zu der Zeit vom Himmel und liefen bis zur Flut auf der Erde herum (siehe "Pirkei Eliezer", Kapital 7). (Zu den "Nefilin" werde ich irgendwann gesondert eingehen; ob sie wirklich verstossene Engel sind oder nicht.

3. Die Nachkommen von Schet liessen sich mit denen des Kain ein. Auf diese Weise wurden "Anakim - Riesen" geboren (siehe "Sefer Seder HaDorot"). Aber auch das Konzept der "Anakim" benötigt nähere weitere Erklärungen.

Im Laufe der Geschichte kam es allmählich zur Flutkatastrophe, und all das, weil die Menschen nicht willig waren, zu G - tt umzukehren (Teshuva zu machen).


Links:

Adam HaRishon - Der erste Mensch, Teil 1

Adam HaRishon - Der erste Mensch, Teil 2

Kommentare:

  1. Welche Stellung nimmt denn das orthodoxe Judentum gegenüber "der Evolution" ein?
    Ich las mal in einer "jüdischen" Zeitung, auch unter Orthodoxen wäre das alles anerkannt, wäre höchstens ein Problem von Einzelnen. Ich finde die Idee allerdings seltsam, dass Juden, die da was strenger sind, so etwas akzeptieren - ?

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  2. B"H

    Ich weiss nicht, welche Zeitung das wahr, aber der Inhalt ist nicht wahr !!!

    Die Orthodoxie glaubt NICHT an die Evolution !!!!

    Man glaubt wirklich daran, dass Adam und Eva die ersten Menschen waren, wie in der Thora beschrieben !

    Allerdings gibt es unterschiedliche Meinungen darueber, ob die Welterschaffung tatsaechlich sechs Tage (a 24 Stunden) dauerte oder sich diese sechs Tage auf Milliarden von Jahren beziehen.

    Vertreter der letzten Meinung pochen darauf, dass fuer G - tt ein Tag nicht aus 24 Stunden besteht, sondern G - tt keine Zeit kennt, da Er unendlich ist.

    Das Konzept "Zeit" wurde erst spaeter erschaffen.

    Evolution aber scheidet grundsaetzlich aus.

    Ich habe einige Artikel zum Thema "Judentum & Wissenschaft" verfasst und werde diese als neuen Beitrag verlinken !!!

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