Sonntag, Dezember 19, 2010

"Shema Israel" - Wie die Kirche Tausenden jüdischen Kindern die Identität stahl

B"H

Um wenigstens ihre Kinder vor der Massenvernichtungsmaschinerie des Dritten Reiches zu schützen, gaben Tausende jüdische Eltern ihre Kinder in die Obhut von Nonnen und Priestern. Im Kloster, so dachten die jüdischen Eltern, suche kein Nazi nach Juden. Die Kirche nahm viele der Kinder auf, doch taufte die jüdischen Kinder nach einiger Zeit. Die katholische Kirche samt ihrem damaligen Papst Pius XII. nahmen keinerlei Rücksicht auf das Judentum, sondern missionierten rigoros. Nach dem Krieg als viele Eltern nicht mehr zurückkehrten, um ihre Kinder abzuholen, verschwieg die Kirche den Kindern ihre wahre Identität. Bis heute !

Details zum Thema: HIER !

Nachfolgend ein Video, welches die Erlebnisse weiterer Rabbiner auf der Suche nach den gestohlenen jüdischen Kindern beschreibt:


Kommentare:

  1. Manche Kinder wollten auch ihre Pflegeeltern nicht verlassen. DAs ist ein Aspekt, der in diesen Zusammenhang kaum je erwähnt wird.

    Für andere war es traumatisch, die Pflegeeltern zu verlassen, oder auch nur zu erfahren, dass sie nicht ihre richtigen Eltern sind.

    Andere erfuhren als Erwachsene, dass sie jüdisch sind, wollten aber katholisch bleiben.

    Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als man sich vorstellen kann. Leider werden die Tatsachen oft einseitig dargestellt.

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  2. B"H

    Der erste Schritt ist immer, die eigene Identitaet zu erfahren und danach kann entschieden werden, wie das Leben weitergehen soll. Vielfach jedoch gab die katholische Kirche nicht einmal diese grundsaetzliche Basis, sondern verschwieg den meisten juedischen Kindern ihre Herkunft.

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  3. Absolut, ein Mensch muss seine Identität kennen, darauf kann er aufbauen.

    Was die Religiösen oft auslassen, wenn sie diese Geschichten erzählen, ist

    1) Viele dieser Kinder waren nicht religiös

    2) In der Nazi-Zeit selber mussten die Kinder die ganzen Katholischen Sachen, wenn sie sie nicht gewusst hätten, wäre das eventuell aufgefallen und hätte lebensbedrohlich sein können.

    3) In der Nazi-Zeit war es im Interesse des Kindes, die eigenen Wurzeln nicht zu kennen, um nicht aufzufallen

    4) Nach der nazi-Zeit war es auch nicht so klar, ob es für das Kind nun gut ist, aus seinem Umfeld herausgerissen zu werden. Ich weiss von mehreren Fällen, wo die Rückkehr in die ursprüngliche Familie nicht einfach war, bzw. wo das Kind die Rückkehr rundweg abgelehnt hat. Das kann verschiedene Gründe haben. In einem Fall war es so, dass das Kind, das mit einem Kinderzug nach England geschickt worden war, sich von den eigenen Eltern verraten und verlassen gefühlt hat, weil es ja die weiteren Zusammenhänge nicht verstehen konnte, und nun froh war, endlich eine nette Pflegefamilie gefunden zu haben.

    Ich bin also der Meinung, dass man durchaus in guten Treuen der Meinung sein kann, dass man das Kind nun lässt, wo es ist, besonders in dem Fall, wo nicht die eigenen Eltern es suchen, sondern irgendwelche andere Verwandten oder gar Organisationen.

    Auch in dem Fall, den du zitierst, kann man sich fragen, ob es tatsächlich im Interesse des Kindes war, in Bergen-Belsen umgebracht zu werden.

    Die Chareidim sind ganz gut in der Kunst, Situationen zu verklären und alle Sachen, die nicht in das schöne, verklärte Bild passen, auszulassen.

    Ich hatte da schon mehrmals auseinandersetzungen mit chareidischen Zeitungen, die einfach falsche Geschichten publiziert hatten, und nicht bereit waren, eine Gegendarstellung oder Berichtigung zu publizieren. ERgo: sie nehmen es mit der Wahrheit nicht allzu genau.

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  4. B"H

    Dass die meisten Kinder aus einem saekuleren Elternhaus stammten, ist richtig. Aber andererseits darfst Du nicht vergessen, dass Kleinkinder schnell vergessen, selbst wenn sie relig. gewesen waeren. Mit einem bestimmten Alter vergisst man halt mit der Zeit.

    All die psychologischen Auswirkungen spielen gewiss eine Rolle, doch gehe ich davon aus, dass die mehrheit der Eltern nie zurueckkam, um das Kind abzuholen.
    Die Eltern gaben ihre Kinder in die Obhut der Kirche und gingen nicht davon aus, dass sie Kinder einfach getauft und zum Christentum erzogen werden. Auch noch nach Ende des Krieges.

    Ob es besser sei, in Bergen - Belsen umgebracht zu werden als Goetzendienst zu betreiben ? Darueber kann man streiten und in dem von mir aufgefuehrten Fall war es richtig, der Frau das Kind weggenommen zu haben.

    Die Kirche samt diverser Christen nutzten die Notsituation der Juden aus, um ihre eigenen Belange durcuzusetzen. Ohne Ruecksicht auf Verluste und nach dem Krieg weigerte sich Pius XII. irgendwelche Namen herauszugeben.

    Wie Du kenne ich viele Stories, bei denen die Kinder heilfroh waren, von der Kirche wegzukommen und nach Israel zu ziehen.

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