Mittwoch, Dezember 08, 2010

Rabbiner entscheiden: Keine Immobilien an Araber

B"H

Die Welt regt sich wieder einmal über die Juden auf und bei soviel Ignoranz kommt mir stets alles hoch. Netanyahu und Peres fahren nun auf demselben internationalen Schiff mit. Kein Wunder, denn Bibi soll ja neuerdings bereit sein, den verstorbenen Marmara Terroristen der Flotilla vom Juni sogar Entschädigungsgelder in Höhe von 100,000 Dollar pro Kopf zu zahlen.
Wiedergutmachungsgelder für Terroristen, weil Netanyahu der Friede mit der Türkei wichtiger ist. Damit fällt er wieder einmal mehr seinem Land in den Rücken und die Kritik an jenen Rabbinern, die da unterschrieben, keine Immobilien an Araber zu vermieten oder zu verlaufen, wird hinfällig. Wer soll den Schwätzer Netanyahu noch ernst nehmen ?

Die Absicht jener Rabbiner, die den Erlass gegen jüdischen Immobilienbesitz an Araber unterschrieben haben, ist einfach erklärt: Man will einfach keine arabischen Nachbarn, denn das bringt Zoff. Vielleicht geht es bedingt in Orten wie Haifa, Nazeret oder Akko gut; wobei es auch in Akko sowie Nazeret zu Unruhen zwischen Juden und Arabern kam. Anderswo jedoch, und das selbst in Yaffo, ist der Ofen aus und es funktioniert nicht.

Die Frage ist, ob wir solch einen offiziellen Erlass brauchen, denn seit jeher vermieten oder verkaufen selbst wenig säkulere Juden ihre Wohnungen an Araber. Im tadellosen Ramat Aviv oder Herzliya will man garantiert keine Araber als Nachbarn. Schimon Peres wohnt in Ramat Aviv und will ganz sicher sein Penthouse nicht mit einem Araber in der Nachbarschaft disqualifizieren.

Richten wir jedoch unser Augenmerk auf den umgekehrten Fall:
Sind die Araber bereit, einen Juden in einem ihrer Orte aufzunehmen ? Ein Haus zu vemieten oder zu verkaufen ? Nein, und dazu benötigt der Araber keinen Erlass, sondern es ist ungeschriebenes Gesetz. Kein Araber will einen Juden sehen, der sich in Beit Chanina oder anderswo niederlässt. Selbst die drusischen Orte nicht, wie wir vor wenigen Wochen in den Zeitungen lasen. Ein Jude hatte ein Haus in einem drusischen Dorf am Carmel gekauft und sobald dies öffentlich wurde, schlug ihm die Feindschaft der drusischen Bewohner entgegen. Der Jude gab auf und verkaufte die Immobilie.

Israel sucht seine Identität zu wahren und hierbei geht die Thora nicht konform mit den so "liberalen", doch dummen ignoranten Vorstellungen der Welt.

Kommentare:

  1. RAv Steinmann ist dagegen: Rav Steinmann weigerte sich, einen Besuch von Shmuel Eliahu in dieser Sache zu empfangen.

    Ehrlich gesagt: Rav Steinmann wird mir immer sympathischer. Im Gegensatz zu anderen Rabbanim seiner Altersgruppe findet er immer wieder die Kraft, sich Vorschlägen, die ihm unakzeptabel scheinen zu widersetzen.

    http://daattorah.blogspot.com/2010/12/leading-haredi-rabbi-refuses-to-endorse.html

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  2. B"H

    "Kikar.Net" berichtete gestern davon, doch war Rabbi Steinmann nicht dagegen aus lauter Liebe zu den Arabern, sondern wies einen parktischen Grund vor.

    Ich gebe Dir gleich den Link, wenn ich ihn noch finde !

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  3. B"H

    Rabbi Steinmann will, u.a., den Ruf der Juden in der Welt nicht geschaedigt sehen. Fakt jedoch ist und bleibt, dass selbst die wenigsten saekuleren jued. Israelis keine arabischen Nachbarn wollen. Genauso wie die Araber uns auch nicht wollen.

    http://www.kikarhashabat.co.il/ערבים-2.html

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  4. Das ist im Prinzip dieselbe Argumentation, die Netanyahu auch hat: Wie würden wir es findeמn, wenn man uns das Gleiche tun würde?

    Mah she sanua aleicha, al taasseh le chavercha.

    So einfach ist das...

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  5. Also irgendwie muss da etwas in der Luft sein, das macht, dass diese Mafdalnikim den Arabern immer ähnlicher werden.

    "Streng verboten, Grund an Araber zu verkaufen." Sagen die üblichen Verdächtigen unter den Religiös-Zionistischen Rabbinern.

    Noch ein Glück dass sie darauf noch keine Todesstrafe aussetzen, wie die Palästinenser im umgekehrten Fall....

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  6. B"H

    Mittlerweile haben unzaehlige Rabbiner unterschrieben und die sind nicht alle "nur" nationalreligioes, sondern genauso haredisch. Einem solchen Erlass bedarf es fast gar nicht, denn die Mehrheit der Israelis verkauft bzw. vermietet keine Wohnungen an Araber. Man will sie ganz einfach nicht in der Nachbarschaft haben und dabei geht es nicht um Rassismus, sondern dass zwei voellig unterschiedliche Mentalitaeten aufeinanderprasseln.
    Wobei dazu kommt, dass viele Araber den Zweck verfolgen, den Ort fuer sich einzunehmen. Siehe in diversen Jerusalemer Stadtteilen oder in Zfat. Es geht nicht nur um ein Zusammenleben, sondern um eine Agenda seitens der Araber.

    Man kann das Thema nicht einfach so abhandeln, denn es steckt viel mehr dahinter.

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  7. Na super....

    Die Mehrheit der Deutschen verkauft bzw. vermietet keine Wohnungen an Türken. Man will sie ganz einfach nicht in der Nachbarschaft haben und dabei geht es nicht um Rassismus, sondern dass zwei voellig unterschiedliche Mentalitaeten aufeinanderprasseln.

    Das ist dein Satz, nur dass ich hier Israelis durch Deutsche und Araber durch Türken ersetzt habe.

    Wie findest du das, aus der Distanz betrachtet?

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  8. Rav Elyashiv hat sich gegen das Verbot, an Araber zu verkaufen, ausgesprochen.

    Er merkt an: "Gerade die, die während der Schmitta das ganze Land an Araber verkaufen wollen Verkauf an Araber nun verbieten?"

    Rav Kook und Rav Edelstein haben ihre Unterstützung zurückgezogen. Uff, ich fürchtete schon um den guten Namen der Familie Kook.

    http://www.vosizneias.com/70781/2010/12/09/jerusalem-rav-elyashiv-slams-rabbis-who-sign-on-to-edict-saying-pens-should-be-taken-away-from-them

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  9. B"H

    Es bedarf keines schriftlichen Erlasses, sondern ist schon laengst inoffiziell Erlass: Wohnungen werden zu 90% nicht an Araber vermietet.

    Allerdings war der schriftliche Erlass generell gegen Nichtjuden gerichtet.

    Bei Rabbi Steinmann muss ich noch dazu sagen, dass er die Rabbis auf der unterschriebenen Liste nicht mochte und das wohl einen weiteren Ausschlag gab, warum er nicht drauf sein wollte.

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  10. Yad vashem ist dagegen, Rav Elyashiv ist dagegen, also der "Erlass" hat ja zum Glück nur beschränkte Gültigkeit.

    Dass jemand wie Lior sowas schreibt oder unterschreibt wundert mich gar nicht (der gute Ginzburg vielleicht auch? Ist der auch auf der Liste?)

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  11. B"H

    Die Liste ist doch im Grunde genommen egal, denn die Mehrheit handhabt es sowieso, an keinen Araber zu vermieten.

    Nein, Rabbi Ginzburgh war meines Wissens nach nicht auf der Liste.

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