B"H
Kann sein, dass ich mir das alles oder zumindest nur teilweise einbilde.
Manchmal kommt es mir tatsächlich so vor als wollen die Leute heute eine Religion oder Mystisches nur so dahingeknallt haben. Schnell mal eben so in einen Vortrag schlüpfen und einige Inhalte a la "Ex und Hopp" herausangeln.
Wer will sich heute in unserer schnelllebigen Zeit noch hinsetzen und stundenlang oder ggf. jahrelang etwas lernen, wenn es viel bequemer geht ? Was sollen all die komplizierten Erklärungen, wenn Wikipedia oder andere Sites ein schon regelrechtes "Fast Food Wissen" parat halten. Hier lese ich mich schnell durch und dann ist mir alles klar. Und leider nehmen sich auch immer mehr Buchautoren und Referenten dieser "Kundennachfrage" an.
Relig. Kurse, in denen Detailarbeit geleistet wird, finden derzeit weniger Anklang. Zumindest bei einigen Instituten in Jerusalem. Dafür sind die "Fast Food - Vorträge" gut besucht, ohne dass dort jemand auf die Idee käme, spezifische Fragen zu stellen. Man nimmt das Vorgetragene erst einmal so mit nach Hause und damit hat es sich meistens.
Neulich erebte ich einen Rabbiner, der offensichtlich Ahnung vom Fach hatte. Er kritisierte den Redner, welcher sich als "Historiker" darstellte. In Wahrheit jedoch steckt die "Wikipedia - History" dahinter.
Die Kritik jedenfalls brachte nichts ein und dem nächsten Vortrag blieb der Rabbiner fern.
Nein, es steckt kein Neid dahinter, nur der heimliche Wunsch, dass die Interessenten wieder zum Detail zurückfinden und so einiges mehr mit heim nehmen als wage Andeutungen und ggf. Ausflüchte in "Ich habe heute keine Zeit, dass richtig zu erörtern, denn ich habe soviel anderen Stoff zu besprechen".
Gibt es heute noch Menschen, die bereit sind, etwas für das Wissen zu tun oder kauft man lieber kleine Enzyklopedien und liest eben schnell so durch, um ein wenig Spiritualität aufzusaugen ?
Dasselbe im Bereich der jüdischen Religion, welcher immer mehr Nichtjuden beitreten wollen. Wenn es aber zu konkreten Andeutungen auf die Halacha kommt, sind nur wenige Konvertiten tatsächlich bereit, die jüdischen Gesetze aktiv zu befolgen.
Auch hier machen sich die Bequemlichkeit und das "Ex und Hopp" breit.
Wer mitgelesen hat, der wird festgestellt haben, dass es auch mich ab und zu zum "Fast Food" zieht. Ich versuche Positives herauszuziehen und meistens hole ich mir Ideen über Themen, über die ich zu schreiben beabsichtige. Allerdings mit der Absicht, mich eingehend mit dem jeweiligen Thema zu beschäftigen.
Ich gebe zu, dass derlei Schnellkurse den Zuhörer anspornen können, mehr zu tun. Das ist der Vorteil dieser Art von Vorträgen, den hoffentlich tatsächlich einige nutzen werden.
Mittwoch, Dezember 10, 2008
Parashat Vayishlach

B"H
Die Thoralesung für diesen Schabbat
Nach zwanzig Jahren des "Exils" bei seinem Schwiegervater Lavan kehrt Yaakov zurück nach Israel. Dieses Mal ist er nicht mehr allein und ein mittelloser Mann, wie noch bei seiner Flucht vor seinem Bruder Esav. Nein, jetzt kommt er als wohlhabender und verheirateter Familienvater zurück. Eines aber bleibt dennoch: Die Angst vor seinem Bruder Esav, der ihm immer noch nach dem Leben trachtet. Esav vergab nie, dass Yaakov ihm das Recht des Erstgeborenen "stahl".
Als sich Yaakov auf dem Heimweg nach Israel befand, war sein Vater Yitzchak noch am Leben. Yaakov entschloß sich für den kürzesten Weg von Haran (Syrien) nach Israel. Ob diese Entscheidung richtig war oder er lieber einen Umweg hätte nehmen sollen, darüber gibt es widersprüchliche Kommentare. Um von Haran nach Israel zu gelangen, mußte er zwangsläufig das Land Se'ir durchqueren und Se'ir wurde von seinem Bruder Esav beherrscht (HaRokeach). Ein Zusammentreffen war daher unvermeidbar und Yaakov war auf alles gefaßt. Wie würde sein Bruder nach all den Jahren reagieren ?
Laut dem berühmten Kommentator Rashi bereitete sich Yaakov auf dreierlei Art auf das Zusammentreffen vor: er bereitete ein Geschenk für Esav vor, er bereitete sich auf einen eventuellen Krieg vor und er betete zu G - tt.
Alles was unserem Vorvater Yaakov mit Esav wiederfuhr, ist genauso für uns bis heute aktuell geblieben. Der Enkel Esavs war der berüchtigte Amalek, der nur ein Ziel vor Augen hatte: die Juden zu vernichten.
Heutzutage interpretieren wir "Amalek" als zweierlei verschiedene Konzepte. Zum einen betiteln wir jene Menschen so, die nach wie vor das jüdische Volk vernichten wollen, und andererseits sehen wir in Amalek die eigene "Yetzer HaRah - die negative Seite in uns".
Was genau ist eine negative Seite in uns ?
Sagen wir, jemand hat zwei gegrillte Hähnchen vor sich liegen. Eines ist koscher und das andere nicht. Das Nichtkoschere aber sieht appetitlicher aus und hat eine riesige Pommesbeilage. Wer sich aus allein den Gründen zum Essen des nichtkoscheren Huhnes hinreissen läßt, folgt seiner negativen Yetzer. Genauso liegt der Fall, wenn jemand alle positiven und negativen Gedanken abklopft: Soll ich früh aufstehen und in die Synagoge gehen oder doch lieber im warmen Bett bleiben und noch ein Stündchen schlafen ?
Die Yetzer bzw. Amalek bringt uns alle nur erdenklichen Ausreden in die eigenen Gedanken. Okay, heute mache ich dies und jenes nicht, aber morgen dann ganz bestimmt. Die Yetzer zieht sich durch alle Lebenssituationen. Von der des Thoralernens bis hin in den sexuellen Bereich.
Eine ganz berühmte Szene in dieser Thoraparasha ist der Kampf Yaakovs mit dem Engel. Vor seinem Zusammentreffen mit Esav hat Yaakov eines nachts den Plan, seine Familie in Sicherheit zu bringen. In der Thora heißt es, dass Yaakov seine zwei Ehefrauen, dessen Bedienstete sowie seine 11 Kinder nahm und sie den Fluß Jabbok überquerten. Danach stehen dermaßen widersprüchliche Aussagen in der Thora, dass niemand mehr genau interpretieren kann, wer hier mit wem kämpfte, wer weinte und wer siegt. Die gesamte Szene ist völlig obskur.
Es heißt, dass Yaakov allein auf der anderen Seite des Flußes blieb. Die Gemara im Talmud Traktat Chullin 91a lehrt, dass Yaakov aus dem Grunde zurückblieb, da er ein paar kleine Tongefäße vergessen hatte und sie holen wollte.
Die Thora fährt fort mit der Aussage, dass Yaakov ALLEIN zurückblieb. Aber plötzlich kämpfte er mit einem Mann. Wie das, wenn er doch allein war ?
Yaakov und der Mann kämpften bis zum Morgengrauen, der Mann verletzte Yaakov am Hüftnerv (der "Gid Hanashe"), Yaakov besiegte ihn und der Mann gab Yaakov einen neuen Namen (Israel) und wollte von ihm gesegnet werden.
Allein der Inhalt dieser Sätze klingt schon utopisch.
Viele Kommentatoren betrachten den Mann als Engel oder sogar als Schutzengel Esavs, der letztendlich von Yaakov besiegt wurde. Andere Kommentatoren hingegen haben eine plausible klingende Meinung zu dem Thoraabschnitt. Natürlich sind dies unter anderem die chassidischen Kommentatoren wie Rabbi Elimelech von Lejanks (Noam Elimelech) oder der Kli Yakar. Der Kli Yakar weist eindeutig darauf hin, dass Yaakov hier mit keinem Mann oder Engel kämpfte. Um diese These zu verstehen, müssen wir uns wieder das Konzept der "Yetzer HaRah – der negativen Eigenschaften in einem selbst" ins Auge fassen. Laut dem Kommentator Kli Yakar (siehe auch RASCHI) kämpfte Yaakov mit sich selbst. Nicht, dass er sich wie im Hollywood - Film "Fight Club" selbst schlug. Vielmehr kämpfte Yaakov gegen seine eigenen negativen Gedanken an, die ihn plötzlich überkamen. Soll er weiterhin auf G - tt vertrauen oder lieber doch nicht ? Wie wird das Zusammentreffen mit Esav verlaufen und wird G - tt ihn (Yaakov) vielleicht einfach fallenlassen und ihn zum Abschuß freigeben.
Yaakov führte einen inneren Gedankenkampf mit sich selbst, aus dem er als Sieger gegen die "Yetzer HaRah" hervorging. Er glaubte und vertraute weiterhin auf G - tt und schob alle negativen Gedanken beiseite. Aufgrunddessen bewegte er sich einem höheren geistigen Level entgegen und bekam so den Namen "Israel".
Die Thora nennt ihn immer dann beim Namen "Israel", wenn Yaakov sich auf einem immens hohen Level befindet. Ansonsten bleibt sie beim Namen "Yaakov".
Aber nicht nur Yaakov befallen solche Gedanken, sondern jedes menschliche Wesen hat damit zu kämpfen. Wir führen einen stündlichen Kampf gegen unsere eigenen negativen Gedanken, die uns dazu beeinflussen wollen, unseren relig. Lebenslauf zu verlassen und uns anderen Einflüssen zuzuwenden. "Ach, was soll ich koscher essen ? Anderes Essen schmeckt auch", usw. Die Liste ist endlos.
Dass Einzige, was uns heute die Yetzer überwinden läßt, ist eine Hinwendung zu G - tt. In der Chassidut heißt das Devekut (absolute Konzentration im Gebet). Auch Yaakob tat dies immer wieder und wir können nur von ihm lernen.
Im Talmud Traktat Berachot 10a wird einen berühmte Geschichte erzählt:
Rabbi Me'ir hatte grundschlechte Nachbarn und wollte für deren Tod beten. Seiner Meinung konnte er sie nur so erlösen, damit sie im Verlauf ihres weiteren Lebens nicht noch mehr gegen die Thora verstoßen. Seine Frau Beruriah, die eine große Thoragelehrte war, wandt sich entschieden gegen die Entscheidung ihres Gatten. Für den Tod von anderen Leuten beten, sei unangebracht. Stattdessen solle man lieber dafür beten, dass diese Leute zu G - tt umkehren. Mit anderen Worten: "Teshuva machen". Rabbi Me'ir tat dies und wirklich verliessen die Nachbarn ihre schlechten Pfade und wurden g - ttesfürchtig.
Dies lernen wir in dieser Thoraparasha auf zweierlei Wegen von Yaakov. Zuerst betete er für einen positiven Verlauf des Treffens mit Esav. Keineswegs wollte er, dass Esav stirbt. Und anderseits hilft das Gebet genauso, die individuelle Yetzer HaRah (negative Gedanken) zu besiegen.
Schabbat Schalom
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Thora Parasha
Dienstag, Dezember 09, 2008
Ein paar Gedanken zur jüdischen Mystik
B"H
Eigentlich wollte ich noch einige private Erläuterungen zu dem unten folgenden Text verfassen, doch ich lasse alles einfach einmal so stehen. Es kann sein, dass Mißverständnisse auftreten, doch ist es bei Unklarheiten immer besser zu fragen als selber Schlußfolgerungen zu ziehen.
Der Text ist kabbalistisch ebenso wie philosophisch und hoffentlich regt er zum Nachdenken an oder vermittelt zumindest einen Eindruck, wie kompliziert das Judentum sein kann.
Einige mystische Gedanken:
Der als so rational bekannte Rambam (Rabbi Moshe ben Maimon, Maimonides, 1135 - 1204) warf in seinem "Moreh Nevuchim - Führer der Unschlüssigen" die Frage auf, wie es denn da möglich sein kann zu sagen, dass G - tt ein "lebender G - tt" sei ? Würde Ihn diese Aussage nicht auf einen normalen Sterblichen beschränken ?
Demnach, so Maimonides weiter, handelt es sich bei dem "lebenden G - tt" um einen G - tt, der lebt, was wiederum bedeutet, dass G - tt das Gegenteil allen Negativens ist.
Kabbalisten teilen nicht unbedingt die philosophische Betrachtung des Rambam, sondern meinen, dass kein Lebewesen eine Vorstellung eines verborgenen G - ttes hat. Niemals handelt G - tt gegenüber seiner Schöpfung selbst, sondern tut dies nur anhand Seiner Sefirot (Charaktereigenschaften), welche ein Teil von Ihm sind.
Der "lebende G - tt" besitzt eine Anzahl von unterschiedlichen Namen, welche, laut der Kabbalisten, zu Seiner jeweiligen Natur gehören. Heißt, wie G - tt handelt. Die Namen wurden Ihm nicht gerade eben einmal so aus einer menschlicher Erfindung heraus gegeben. Ein G - tt, der in Sich selbst verborgen ist, kann nur anhand einer metaphorischen Sprache benannt werden. Die spanischen Kabbalisten erfanden hiermit die Namen "Wurzel aller Wurzeln" oder den bekannten Ausdruck "Ejn Sof - Ohne Ende / Grenze / Limit".
Kabbalisten erkennen natürlich wie alle anderen Menschen auch den G - tt der Thora, den gnädigen, guten, weisen G - tt. Darüber hinaus aber bleiben sie bei dem Standpunkt, dass es genauso einen verborgenen G - tt gibt. Die Seite G - ttes, welche uns ewiglich unbekannt bleibt, denn sie bewegt sich in der Tiefe ihres eigenen selbst (in G - tt). Die Kabbalisten entwickelten hierfür den Begriff: "Jene verborgene Seite G - ttes bewege sich in der Tiefe des Nichts". Der verborgene G - tt bewegt sich ohne jegliche Charaktereigenschaften (Attribute), der "lebende" uns bekannte G - tt, jener, der uns die Thora gab, muß demnach Charaktereigenschaften besitzen, denn er ist für uns, metaphorisch betrachtet, sichtbar. Heißt, Er tritt mit uns in Kontakt.
Obwohl G - tt GUT ist, sehen Kabbalisten jedoch ebenso eine Wurzel des Bösen in G - tt. Nicht unbedingt "Böse" als solches, aber eine gesamte Spähre des g - ttlichen Lichtes. Kann G - ttes Charaktereigenschaft des Din (Gericht) als "Böse" bezeichnet werden ?
Für den Kabbalisten bildet G - tt eine Einheit sowie die Wurzel aller Widersprüche. Somit wird G - tt zu einer Einheit des Unbekannten sowie des uns offenbarten G - ttes in der Thora.
Und diese Thora wird somit ebenso zu einem lebenden Organismus. Sie besteht nicht nur aus Kapiteln und Worten, sondern es handelt sich bei ihr um eine lebende Reinkarnation der g - ttlichen Weisheit. Sie beinhaltet nicht nur die Geschichte des Auserwählten Volkes, sondern umfasst gleichzeitig das kosmische Gesetz des Universums. Jeder Buchstabe, ob er nun in der menschlichen Sprache Sinn macht oder nicht, symbolisiert einen Aspekt der Macht G - ttes, welche das Universum aktiviert. Und so wie G - ttes Gedanken für uns absolut unergründlich und unfassbar sind, so kann auch die Thora nicht von einem einzigen Kommentar definiert werden.
Neben den historischen Bedeutungen in der Thora, sieht der Kabbalist daneben einen mystischen Aspekt. Somit war der Auszug aus Ägypten nicht nur eine lokale Begebenheit, sondern wir müssen hier ebenso nach dem mystischen Aspekt suchen, der da lautet, dass auch wir aus unserer eigenen Skalverei ausziehen müssen. Auch wir befinden uns in Abhängigkeiten wie Geld, Sucht, Anerkennung, Ehrgeiz, etc. Und unsere Aufgabe ist es, uns davon zu befreien. Solange dies nicht geschieht, sind wir in unserem privaten Ägypten gefangen.
_____________________
Quelle:
"Major Trends in Judaism" von Gershom Sholem
Eigentlich wollte ich noch einige private Erläuterungen zu dem unten folgenden Text verfassen, doch ich lasse alles einfach einmal so stehen. Es kann sein, dass Mißverständnisse auftreten, doch ist es bei Unklarheiten immer besser zu fragen als selber Schlußfolgerungen zu ziehen.
Der Text ist kabbalistisch ebenso wie philosophisch und hoffentlich regt er zum Nachdenken an oder vermittelt zumindest einen Eindruck, wie kompliziert das Judentum sein kann.
Einige mystische Gedanken:
Der als so rational bekannte Rambam (Rabbi Moshe ben Maimon, Maimonides, 1135 - 1204) warf in seinem "Moreh Nevuchim - Führer der Unschlüssigen" die Frage auf, wie es denn da möglich sein kann zu sagen, dass G - tt ein "lebender G - tt" sei ? Würde Ihn diese Aussage nicht auf einen normalen Sterblichen beschränken ?
Demnach, so Maimonides weiter, handelt es sich bei dem "lebenden G - tt" um einen G - tt, der lebt, was wiederum bedeutet, dass G - tt das Gegenteil allen Negativens ist.
Kabbalisten teilen nicht unbedingt die philosophische Betrachtung des Rambam, sondern meinen, dass kein Lebewesen eine Vorstellung eines verborgenen G - ttes hat. Niemals handelt G - tt gegenüber seiner Schöpfung selbst, sondern tut dies nur anhand Seiner Sefirot (Charaktereigenschaften), welche ein Teil von Ihm sind.
Der "lebende G - tt" besitzt eine Anzahl von unterschiedlichen Namen, welche, laut der Kabbalisten, zu Seiner jeweiligen Natur gehören. Heißt, wie G - tt handelt. Die Namen wurden Ihm nicht gerade eben einmal so aus einer menschlicher Erfindung heraus gegeben. Ein G - tt, der in Sich selbst verborgen ist, kann nur anhand einer metaphorischen Sprache benannt werden. Die spanischen Kabbalisten erfanden hiermit die Namen "Wurzel aller Wurzeln" oder den bekannten Ausdruck "Ejn Sof - Ohne Ende / Grenze / Limit".
Kabbalisten erkennen natürlich wie alle anderen Menschen auch den G - tt der Thora, den gnädigen, guten, weisen G - tt. Darüber hinaus aber bleiben sie bei dem Standpunkt, dass es genauso einen verborgenen G - tt gibt. Die Seite G - ttes, welche uns ewiglich unbekannt bleibt, denn sie bewegt sich in der Tiefe ihres eigenen selbst (in G - tt). Die Kabbalisten entwickelten hierfür den Begriff: "Jene verborgene Seite G - ttes bewege sich in der Tiefe des Nichts". Der verborgene G - tt bewegt sich ohne jegliche Charaktereigenschaften (Attribute), der "lebende" uns bekannte G - tt, jener, der uns die Thora gab, muß demnach Charaktereigenschaften besitzen, denn er ist für uns, metaphorisch betrachtet, sichtbar. Heißt, Er tritt mit uns in Kontakt.
Obwohl G - tt GUT ist, sehen Kabbalisten jedoch ebenso eine Wurzel des Bösen in G - tt. Nicht unbedingt "Böse" als solches, aber eine gesamte Spähre des g - ttlichen Lichtes. Kann G - ttes Charaktereigenschaft des Din (Gericht) als "Böse" bezeichnet werden ?
Für den Kabbalisten bildet G - tt eine Einheit sowie die Wurzel aller Widersprüche. Somit wird G - tt zu einer Einheit des Unbekannten sowie des uns offenbarten G - ttes in der Thora.
Und diese Thora wird somit ebenso zu einem lebenden Organismus. Sie besteht nicht nur aus Kapiteln und Worten, sondern es handelt sich bei ihr um eine lebende Reinkarnation der g - ttlichen Weisheit. Sie beinhaltet nicht nur die Geschichte des Auserwählten Volkes, sondern umfasst gleichzeitig das kosmische Gesetz des Universums. Jeder Buchstabe, ob er nun in der menschlichen Sprache Sinn macht oder nicht, symbolisiert einen Aspekt der Macht G - ttes, welche das Universum aktiviert. Und so wie G - ttes Gedanken für uns absolut unergründlich und unfassbar sind, so kann auch die Thora nicht von einem einzigen Kommentar definiert werden.
Neben den historischen Bedeutungen in der Thora, sieht der Kabbalist daneben einen mystischen Aspekt. Somit war der Auszug aus Ägypten nicht nur eine lokale Begebenheit, sondern wir müssen hier ebenso nach dem mystischen Aspekt suchen, der da lautet, dass auch wir aus unserer eigenen Skalverei ausziehen müssen. Auch wir befinden uns in Abhängigkeiten wie Geld, Sucht, Anerkennung, Ehrgeiz, etc. Und unsere Aufgabe ist es, uns davon zu befreien. Solange dies nicht geschieht, sind wir in unserem privaten Ägypten gefangen.
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Quelle:
"Major Trends in Judaism" von Gershom Sholem
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Montag, Dezember 08, 2008
Sexueller Mißbrauch in der haredischen (ultra - orthod.) Gesellschaft
B"H
In einer säkuleren israelischen Tageszeitung las ich heute, dass genauso wie in der katholischen Gesellschaft, immer mehr Vergewaltigungsopfer der haredischen (ultra - orthod.) Gesellschaft laut über ihr Schicksal reden und nichts mehr verschweigen. Beschuldigen katholische Vergewaltigungsopfer vielmals ihren Priester, so wird in der haredischen Gesellschaft der Rabbiner oder sonst ein Gesellschaftsmitglied offen angeklagt.
Die Zeit des Verschweigens scheint vorbei zu sein. Besonders in den USA, aber auch in Israel. Immer mehr haredische Eltern wenden sich sogar an die örtliche Polizei und erstatten Anzeige gegen etwaige Vergewaltiger aus ihrer eigenen Umgebung.
In der Vergangenheit schwieg man eisig zu dem Problem.
Was konnte man als Einzelner schon ausrichten, wenn das Kind von einem respektierten Rabbiner sexual belästigt worden war ? Konnte man so jemanden einfach vor Gericht zerren ? Was würde die Umgebung dazu sagen ? Die Nachbarschaft ? Und wer will später überhaupt solch eine Person, die in ihrer Kindheit sexuell mißbraucht wurde, heiraten ?
Vor Scham schwiegen die Betroffenen lieber, der Rabbiner kam davon und das Opfer bekam keine psychologische Betreuung. Alles wurde ganz einfach unter den Teppich gekehrt.
Jetzt wendet sich das Blatt um einiges und das Problem wird offen angegangen.
http://theawarenesscenter.org/
Hier eine Support Site, welche Tausende von Hits erhält und anhand welcher sich jedermann dem Problem zuwenden bzw. Beratung erhalten kann.
In einer säkuleren israelischen Tageszeitung las ich heute, dass genauso wie in der katholischen Gesellschaft, immer mehr Vergewaltigungsopfer der haredischen (ultra - orthod.) Gesellschaft laut über ihr Schicksal reden und nichts mehr verschweigen. Beschuldigen katholische Vergewaltigungsopfer vielmals ihren Priester, so wird in der haredischen Gesellschaft der Rabbiner oder sonst ein Gesellschaftsmitglied offen angeklagt.
Die Zeit des Verschweigens scheint vorbei zu sein. Besonders in den USA, aber auch in Israel. Immer mehr haredische Eltern wenden sich sogar an die örtliche Polizei und erstatten Anzeige gegen etwaige Vergewaltiger aus ihrer eigenen Umgebung.
In der Vergangenheit schwieg man eisig zu dem Problem.
Was konnte man als Einzelner schon ausrichten, wenn das Kind von einem respektierten Rabbiner sexual belästigt worden war ? Konnte man so jemanden einfach vor Gericht zerren ? Was würde die Umgebung dazu sagen ? Die Nachbarschaft ? Und wer will später überhaupt solch eine Person, die in ihrer Kindheit sexuell mißbraucht wurde, heiraten ?
Vor Scham schwiegen die Betroffenen lieber, der Rabbiner kam davon und das Opfer bekam keine psychologische Betreuung. Alles wurde ganz einfach unter den Teppich gekehrt.
Jetzt wendet sich das Blatt um einiges und das Problem wird offen angegangen.
http://theawarenesscenter.org/
Hier eine Support Site, welche Tausende von Hits erhält und anhand welcher sich jedermann dem Problem zuwenden bzw. Beratung erhalten kann.
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In eigener Sache
B"H
Die Dame mit der AOL e - mail Adresse, die mir immer schreibt und ich ihr nie antworten kann:
Hast Du vieleicht eine andere e - mail Adresse, denn mein Gmail hat Probleme mit Deinem AOL und deswegen kann ich Dir nie antworten.
Die Dame mit der AOL e - mail Adresse, die mir immer schreibt und ich ihr nie antworten kann:
Hast Du vieleicht eine andere e - mail Adresse, denn mein Gmail hat Probleme mit Deinem AOL und deswegen kann ich Dir nie antworten.
Sonntag, Dezember 07, 2008
Havdalah mit Chabad
B"H
Gestern nach dem Schabbat arbeitete ich Nachtschicht in der Bäckerei. Gegen 00.30 Uhr früh kam plötzlich ein Chabadnik unten in den Laden hinein. Ich hatte die Türe offen gelassen, da ich einige Dinge zu tun hatte und aus und ein ging.
Als er in der Tür stand, sagte ich ihm, dass wir geschlossen haben, doch der Chabadnik bewegte sich nicht vom Fleck.
Ob ich schon Havdalah gemacht habe, wollte er wissen.
In der Tat hatte ich das noch nicht getan, was ich auch zugab.
"Kein Problem, meinte er und kam in den Laden hinein. In den Händen hielt er Becher und eine Bierdose. Er sagte mir die erforderlichen Segen vor, die ich wiederholen sollte. Dann gab er mir einen Becher Bier zu trinken und anstatt der üblichen doppelt gewundenen Havdahlakerze zündete er vier oder fünf Streichhölzer auf einmal an. Er gab zu, die erforderlichen Gewürze daheim vergessen zu haben.
Dann ging er wieder und erinnerte mich daran, auch ja den Segen nach dem Bier nicht zu vergessen. Er wünschte eine "Gute Woche" und verschwand zusammen mit seiner Frau.
Dies war eine großartige Geste von Chabad und ich war sehr dankbar. Wie sehr wurde mir erst im Nachhinein bewußt.
Zur Erinnerung an Rabbi Gabriel Holzberg und seine Frau Rivka zelebrierte Chabad am lezten Schabbat weltweit extra große Gedenkveranstaltungen.
Der Rabbi und seine Frau waren vor ca. zehn Tagen von pakistanischen Terroristen in Mumbai / Indien ermordet worden.
_________________________
Havdalah: Eine spezielle Zeremonie, welche den Schabbat von den Werktagen trennt.

Photo: MyJewish Learning
Havdalah Set: Wein, Gewürzdose und die doppelt gewundene Kerze
Havdalah wird nach Schabbatausklang gemacht. Es wird ein bestimmtes Gebet gesagt (siehe Sidur - Gebetbuch) und danach trinkt derjenige, der Havdalah macht etwas (meist Wein oder Traubensaft), zündet eine doppelt gewundene spezielle Havdalahkerze und danach wird ein Gewürz gereicht, welches mit seinem aromatischen Duft eine neue gute Woche einleiten soll.
Gestern nach dem Schabbat arbeitete ich Nachtschicht in der Bäckerei. Gegen 00.30 Uhr früh kam plötzlich ein Chabadnik unten in den Laden hinein. Ich hatte die Türe offen gelassen, da ich einige Dinge zu tun hatte und aus und ein ging.
Als er in der Tür stand, sagte ich ihm, dass wir geschlossen haben, doch der Chabadnik bewegte sich nicht vom Fleck.
Ob ich schon Havdalah gemacht habe, wollte er wissen.
In der Tat hatte ich das noch nicht getan, was ich auch zugab.
"Kein Problem, meinte er und kam in den Laden hinein. In den Händen hielt er Becher und eine Bierdose. Er sagte mir die erforderlichen Segen vor, die ich wiederholen sollte. Dann gab er mir einen Becher Bier zu trinken und anstatt der üblichen doppelt gewundenen Havdahlakerze zündete er vier oder fünf Streichhölzer auf einmal an. Er gab zu, die erforderlichen Gewürze daheim vergessen zu haben.
Dann ging er wieder und erinnerte mich daran, auch ja den Segen nach dem Bier nicht zu vergessen. Er wünschte eine "Gute Woche" und verschwand zusammen mit seiner Frau.
Dies war eine großartige Geste von Chabad und ich war sehr dankbar. Wie sehr wurde mir erst im Nachhinein bewußt.
Zur Erinnerung an Rabbi Gabriel Holzberg und seine Frau Rivka zelebrierte Chabad am lezten Schabbat weltweit extra große Gedenkveranstaltungen.
Der Rabbi und seine Frau waren vor ca. zehn Tagen von pakistanischen Terroristen in Mumbai / Indien ermordet worden.
_________________________
Havdalah: Eine spezielle Zeremonie, welche den Schabbat von den Werktagen trennt.

Photo: MyJewish Learning
Havdalah Set: Wein, Gewürzdose und die doppelt gewundene Kerze
Havdalah wird nach Schabbatausklang gemacht. Es wird ein bestimmtes Gebet gesagt (siehe Sidur - Gebetbuch) und danach trinkt derjenige, der Havdalah macht etwas (meist Wein oder Traubensaft), zündet eine doppelt gewundene spezielle Havdalahkerze und danach wird ein Gewürz gereicht, welches mit seinem aromatischen Duft eine neue gute Woche einleiten soll.
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Die "Sieben Gesetze der Noachiden"
B"H
Nichtjuden unterliegen der Pflicht, die "Sieben Noachidischen Gesetze" einzuhalten. Das Tempelinstitut in Jerusalem gab eine kleine Broschüre mit den Erklärungen der "Noachidischen Gesetze" heraus. Allgemein haben Juden die Aufgabe, Nichtjuden über deren "Sieben Gesetze" aufzuklären. Hier ein paar Auszüge aus besagter Broschüre:
Die gesamte Menschheit bis auf Noach und seine Familie wurden mit der Flut vernichtet. Der Grund für die Zerstörung lag in der Nichteinhaltung der ersten Sechs Gebote, welche G - tt and Adam und Eva (Chava) gegeben hatte.
Noach benötigte 120 Jahre, um die Arche zu bauen. Diesen langen Zeitraum sollte die Menschheit zur Einsichtig nutzen (Teshuva machen), was jedoch ausblieb.
Nach 365 Tagen in der Arche, kamen Noach, seine Familie sowie einige ausgesuchte Tiere zurück in eine neue gereinigte Welt. Noach erbrachte ein Opfer und zwischen ihm und G - tt entstand ein Bund. Der Regenbogen sei das Zeichen dafür, dass G - tt die Welt nie wieder anhand einer Flut die Welt zerstõren wird (einzelne Länder hingegen schon). Abermals trug G - tt besagte Sechs Gesetze Noach zur Einhaltung auf, welche die Beziehung G - tt / Mensch sowie Mensch zu Mensch regeln. Ein Siebtes Gesetz wurde nach der Flut von G - tt hinzugefügt.
Die "Sieben Noachidischen Gesetze" stammen direkt aus dem 1. Buch Mose (Genesis, Bereschit). Bis zur Konversion sowie Beschneidung (Brit Mila) Avrahams waren die ersten Generationen Nichtjuden. Erst Avraham wurde der erste Jude. Juden stammen normalerweise von Avraham bzw. den späteren Stämmen ab. Moslems und Christen (nicht mit in die Stämme einbezogen) tun dies nicht und zählen daher zu den Nichtjuden. Aufgrunddessen das Moslems einen G – tt anbeten (Allah), betrachtet sie das Judentum nicht unbedingt als Götzendiener. Halachisch ist es erlaubt, in eine Moschee zu gehen; eine Kirche hingegen wird als Platz den Götzendienstes betrachtet, da Christen einen Menschen zu ihrem G – tt auserkoren haben.
Es gibt oftmals zwiespältige jüdische Kommentare, inwieweit das Christentum tatsächlich Götzendienst ist. Für den Rambam (Maimonides) war es eindeutig und er sieht das Christentum als solches. Andere Kommentatoren wiederum meinen, dass das Judentum mit seiner Thora immerhin dafür sorgte, dass andere Völker und Religionen immerhin das Konzept von einem G – tt übermittelt bekamen. Dazu auch gewisse moralische Gesetze wie "nicht töten, stehlen, etc". Dass z.B. das Christentum das ursprüngliche G – ttesprinzip missversteht, ist nicht die Schuld des Judentums. Dennoch haben wir die Pflicht, andere Religionen auf die "Sieben Noachidischen Gesetze" hinzuweisen. Hinzuweisen und keinesfalls zu missionieren, denn das Judentum missioniert allgemein nicht.
Falls dazu wieder das Thema "Chabad" aufkommen sollte: Chabad missioniert halachische Juden und keine Nichtjuden.
Die Sieben "Noachidischen Gesetze" sind direkt dem Buch Genesis (Bereschit) entnommen. Demnach bestehen für Nichtjuden folgende Gesetze:
1. Der Glaube an einen zeitlosen einzigen alleinherrschenden G – tt.
(Keine Stellvertreter und kein J.).
2. G – tteslästerung ist verboten.
(Hierzu gehört ebenso die falsche Verwendung der Namen G – ttes).
3. Nicht töten.
Dies gilt für Mord, Selbstmord sowie auch für die Abtreibung eines Fötus, der älter als 40 Tage ist. Eine Ausnahme jedoch tritt bei Lezterem in Kraft. Um das Leben der Mutter zu retten, darf ein Fötus auch noch nach mehr als 40 Tagen abgetrieben werden.
Bei Selbstverteidigung oder in Kriegszeiten ist das Töten nicht verboten !
4. Keine sexuellen Perversionen.
(Sex innerhalb der Verwandtschaft, Vergewaltigung,
Homosexualität – männliche Homosexualität ist laut der Thora verboten. Lesbische Liebe hingegen ist nicht eindeutig verboten, gilt jedoch als unmoralisch und unnatürliche Beziehung, welche die von G – tt erschaffene Weltordnung (eine aus Mann und Frau bestehende Familie) zerstört.
Ebenso gilt die Prostitution als sexuelle Perversion, obwohl auch sie nicht ausdrücklich in der Thora verboten ist.
5. Nicht stehlen.
Geheimes Stehlen wird ultimativ von G – tt selber bestraft werden.
Das Stehlen umschließt: Geld oder materielle Güter. Selbst den Bleistift aus dem Büro.
Stehlen umfasst ebenso: Musik, Photos, Copyright, Bücher, Programme, Handelsmarken oder Patente.
Kidnapping fällt genauso in die Kategorie "Diebstahl", denn man beraubt jemanden seiner Freiheit.
Falsche Gewichtseinheiten, Maße, überhöhte Preisforderungen oder Mißinterpretationen gelten ebenfalls als Diebstahl.
Sogar die heutige Umweltverschmutzung gilt als Diebstahl der Lebensqualität
6. Gerichte einrichten.
7. Kein Fleisch von einem noch lebenden Tier essen.
Dieses Gesetz wurde Naoch nach der Flut gegeben. Vor der Flut waren die Menschen allesamt Vegetarier und erst nach der Flut gab G – tt ihnen die Freiheit, Fleisch zu essen. Kommentare besagen, dass den Menschen das Fleischessen nach der Flut erlaubt wurde, damit sie ihre Körper stärken.
Vor der Flut bestand eine höhere Lebenserwartung und es gab eine Welt ohne Krankheiten. Dies änderte sich nach der Flut und plötzlich mussten die Menschen auf ihren Körper achten.
Ein Tier muss tot sein, damit es zum menschlichen Genuß freigegeben ist.
Nichtjuden unterliegen der Pflicht, die "Sieben Noachidischen Gesetze" einzuhalten. Das Tempelinstitut in Jerusalem gab eine kleine Broschüre mit den Erklärungen der "Noachidischen Gesetze" heraus. Allgemein haben Juden die Aufgabe, Nichtjuden über deren "Sieben Gesetze" aufzuklären. Hier ein paar Auszüge aus besagter Broschüre:
Die gesamte Menschheit bis auf Noach und seine Familie wurden mit der Flut vernichtet. Der Grund für die Zerstörung lag in der Nichteinhaltung der ersten Sechs Gebote, welche G - tt and Adam und Eva (Chava) gegeben hatte.
Noach benötigte 120 Jahre, um die Arche zu bauen. Diesen langen Zeitraum sollte die Menschheit zur Einsichtig nutzen (Teshuva machen), was jedoch ausblieb.
Nach 365 Tagen in der Arche, kamen Noach, seine Familie sowie einige ausgesuchte Tiere zurück in eine neue gereinigte Welt. Noach erbrachte ein Opfer und zwischen ihm und G - tt entstand ein Bund. Der Regenbogen sei das Zeichen dafür, dass G - tt die Welt nie wieder anhand einer Flut die Welt zerstõren wird (einzelne Länder hingegen schon). Abermals trug G - tt besagte Sechs Gesetze Noach zur Einhaltung auf, welche die Beziehung G - tt / Mensch sowie Mensch zu Mensch regeln. Ein Siebtes Gesetz wurde nach der Flut von G - tt hinzugefügt.
Die "Sieben Noachidischen Gesetze" stammen direkt aus dem 1. Buch Mose (Genesis, Bereschit). Bis zur Konversion sowie Beschneidung (Brit Mila) Avrahams waren die ersten Generationen Nichtjuden. Erst Avraham wurde der erste Jude. Juden stammen normalerweise von Avraham bzw. den späteren Stämmen ab. Moslems und Christen (nicht mit in die Stämme einbezogen) tun dies nicht und zählen daher zu den Nichtjuden. Aufgrunddessen das Moslems einen G – tt anbeten (Allah), betrachtet sie das Judentum nicht unbedingt als Götzendiener. Halachisch ist es erlaubt, in eine Moschee zu gehen; eine Kirche hingegen wird als Platz den Götzendienstes betrachtet, da Christen einen Menschen zu ihrem G – tt auserkoren haben.
Es gibt oftmals zwiespältige jüdische Kommentare, inwieweit das Christentum tatsächlich Götzendienst ist. Für den Rambam (Maimonides) war es eindeutig und er sieht das Christentum als solches. Andere Kommentatoren wiederum meinen, dass das Judentum mit seiner Thora immerhin dafür sorgte, dass andere Völker und Religionen immerhin das Konzept von einem G – tt übermittelt bekamen. Dazu auch gewisse moralische Gesetze wie "nicht töten, stehlen, etc". Dass z.B. das Christentum das ursprüngliche G – ttesprinzip missversteht, ist nicht die Schuld des Judentums. Dennoch haben wir die Pflicht, andere Religionen auf die "Sieben Noachidischen Gesetze" hinzuweisen. Hinzuweisen und keinesfalls zu missionieren, denn das Judentum missioniert allgemein nicht.
Falls dazu wieder das Thema "Chabad" aufkommen sollte: Chabad missioniert halachische Juden und keine Nichtjuden.
Die Sieben "Noachidischen Gesetze" sind direkt dem Buch Genesis (Bereschit) entnommen. Demnach bestehen für Nichtjuden folgende Gesetze:
1. Der Glaube an einen zeitlosen einzigen alleinherrschenden G – tt.
(Keine Stellvertreter und kein J.).
2. G – tteslästerung ist verboten.
(Hierzu gehört ebenso die falsche Verwendung der Namen G – ttes).
3. Nicht töten.
Dies gilt für Mord, Selbstmord sowie auch für die Abtreibung eines Fötus, der älter als 40 Tage ist. Eine Ausnahme jedoch tritt bei Lezterem in Kraft. Um das Leben der Mutter zu retten, darf ein Fötus auch noch nach mehr als 40 Tagen abgetrieben werden.
Bei Selbstverteidigung oder in Kriegszeiten ist das Töten nicht verboten !
4. Keine sexuellen Perversionen.
(Sex innerhalb der Verwandtschaft, Vergewaltigung,
Homosexualität – männliche Homosexualität ist laut der Thora verboten. Lesbische Liebe hingegen ist nicht eindeutig verboten, gilt jedoch als unmoralisch und unnatürliche Beziehung, welche die von G – tt erschaffene Weltordnung (eine aus Mann und Frau bestehende Familie) zerstört.
Ebenso gilt die Prostitution als sexuelle Perversion, obwohl auch sie nicht ausdrücklich in der Thora verboten ist.
5. Nicht stehlen.
Geheimes Stehlen wird ultimativ von G – tt selber bestraft werden.
Das Stehlen umschließt: Geld oder materielle Güter. Selbst den Bleistift aus dem Büro.
Stehlen umfasst ebenso: Musik, Photos, Copyright, Bücher, Programme, Handelsmarken oder Patente.
Kidnapping fällt genauso in die Kategorie "Diebstahl", denn man beraubt jemanden seiner Freiheit.
Falsche Gewichtseinheiten, Maße, überhöhte Preisforderungen oder Mißinterpretationen gelten ebenfalls als Diebstahl.
Sogar die heutige Umweltverschmutzung gilt als Diebstahl der Lebensqualität
6. Gerichte einrichten.
7. Kein Fleisch von einem noch lebenden Tier essen.
Dieses Gesetz wurde Naoch nach der Flut gegeben. Vor der Flut waren die Menschen allesamt Vegetarier und erst nach der Flut gab G – tt ihnen die Freiheit, Fleisch zu essen. Kommentare besagen, dass den Menschen das Fleischessen nach der Flut erlaubt wurde, damit sie ihre Körper stärken.
Vor der Flut bestand eine höhere Lebenserwartung und es gab eine Welt ohne Krankheiten. Dies änderte sich nach der Flut und plötzlich mussten die Menschen auf ihren Körper achten.
Ein Tier muss tot sein, damit es zum menschlichen Genuß freigegeben ist.
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Adam HaRishon,
Talmud Juedische Konzepte
Freitag, Dezember 05, 2008
Schabbat Schalom
B"H
Mir steht heute noch eine Fahrt zurück nach Jerusalem bevor und hoffentlich herrscht dort kein Chaos mehr wie gestern nach der Räumung des "Friedenshauses" in Hebron. Aus Protest blockierten die Nationalreligiösen die Einfahrt nach Jerusalem (aus Richtung Tel Aviv) und es gab Randale. Danach lief kein Verkehr mehr nach Jerusalem und alles war von der Polizei gesperrt worden.
Am nächsten Schabbat bin ich in Beit Shemesh bei einer Familie der Chassidut Toldot Avraham Yitzchak eingeladen. Vielleicht herrscht da ja mehr Ruhe.
Schabbat Schalom vorerst.
Mir steht heute noch eine Fahrt zurück nach Jerusalem bevor und hoffentlich herrscht dort kein Chaos mehr wie gestern nach der Räumung des "Friedenshauses" in Hebron. Aus Protest blockierten die Nationalreligiösen die Einfahrt nach Jerusalem (aus Richtung Tel Aviv) und es gab Randale. Danach lief kein Verkehr mehr nach Jerusalem und alles war von der Polizei gesperrt worden.
Am nächsten Schabbat bin ich in Beit Shemesh bei einer Familie der Chassidut Toldot Avraham Yitzchak eingeladen. Vielleicht herrscht da ja mehr Ruhe.
Schabbat Schalom vorerst.
Donnerstag, Dezember 04, 2008
Messianische "Juden" und Anne Frank
B"H
Messianische Juden oder auch kurz "Messianics" genannt, sind jene Gruppe, die meint, dass Judentum einzuhalten, doch darüber hinaus an den von den Christen ernannten Meschiach J. glaubt.
Zuerst einmal muss klargestellt werden, dass es sich weltweit mehrheitlich bei diesen Messianics keineswegs um messianische Juden handelt. Heißt, um halachische Juden, welche an den "Meschiach" J. glauben. Die überwiegende Mehrheit messianischer Gemeindenmitglieder sind Christen und keine Juden. Nur bei einem kleinen Bruchteil dieser Gruppierungen handelt es sich tatsächlich auch Juden.
Gerne ernennen sich fanatische Christen in messianischen Gruppierungen "Juden" denn man möchte doch irgendwie gerne zum Jüdischen Volk gehören. Dazu sollen natürlich Juden missioniert werden und um alles so richtig original und echt erscheinen zu lassen, setzt man sich auch schon einmal eine Kipa auf, redet etwas von "Schema Israel", obwohl man die innere Bedeutung nicht kennt. Aber wen interessiert das ?
Man schmeisst sich einen Tallit (Gebetsmantel) über und redet von "HaShem" - (eigentlich "A - do - na - i und einer der Namen G - ttes). Man versucht bei Juden zu kopieren wo es nur geht und nennt dies allgemein "lernen".
Man "lernt" um sich die jüdische Religion rechtswidrig anzueignen und gewisse Kenntnisse zu auszunutzen, um anderen Juden etwas vorzuheucheln. Man sei ja Jude und glaube an J. und da können das andere auch. Messianics sehen sich als Juden, selbst wenn sie gebürtige Christen sind.
Insbesondere in Jerusalem machen wir tagtäglich die Erfahrung, dass fanatische Christen immer irgendwie dazugehören wollen. Einerseits um ihrem "selbsternannten Meschiach" J. nahe zu sein und andererseits will man da die Juden weghaben. Juden stören und erinnern immer nur daran, dass sie (die Juden) auserwählt sind und niemand anderes. Messianics können sich soviele Kipas aufsetzen oder Tallits umschmeissen wie sie nur wollen, Juden sind und werden sie nicht. G - tt lässt sich nicht täuschen.
Die ThoraTidBits des Jerusalemer "Israel Center" (Orthodox Union) in der Keren HaYesod Street 22 warben in der vergangenen Woche für folgendes Event:
"The Diary of Anne Frank"
Directed by Chuck King
Jerusalem English Speaking Theatre
Aufzählung der geplanten Theateraufführungen im Dezember.
Der Veranstalter des Theaterstückes "Das Tagebuch der Anne Frank" bestellte das kleine Werbeinserat im Wochenprogrammheft (den TidBits) auf drei Wochen. Diese Woche war schon nach einer Woche Kampagne Schluß.
Grund:
Der Veranstalter und gleichzeitig Direktor des Theaterstückes (Chuck King) ist ein christlicher Missionar sowie messianischer "Jude".
Chuck King ist einer der besagten Christen, welche sich messianische Juden nennen. Weiterhin ist King weltweit in sämtlichen messianischen Gemeinden mit seinem Liederrepertoire vertreten. Der bekannteste messianische Songwriter.
Soll nun auch "Das Tagebuch der Anne Frank" von christlichen Missionaren ausgenutzt werden ?
Wie bekannt schrecken christliche Missionare vor nichts zurück und mit Leichtigkeit wird den Juden mit der Hölle gedroht oder es fällt der Satz, dass man ja vor der Gaskammer hätte gerettet werden können, aber man (die Juden) wollten halt einfach nicht an Mr. J. glauben.
Mit Hilfe des Namens der Anne Frank sollen Juden in die Vorstellungen gelockt werden.
Wer in diesen Tagen die Ankündigung eines Chuck King und seiner Anne Frank Aufführung zu sehen bekommt, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass es sich hier um eine messianische Aufführung handelt.
Boykottiert Chuck King und sagt es sovielen Leuten wie nur möglich weiter !!!
Nach dem Bekanntwerden der Umtriebe des Chuck King wurde sein Inserat aus den TidBits verbannt. In den neuen TidBits, die gerade ausgeteilt werden, ist das Inserat nicht mehr vorhanden !
___________________
Diese Nachricht wurde mir gestern aus dem Kreise der Mina Fenton (ehemalige Jerusalemer Stadträtin, Mitglied der Nationalrelig. Partei sowie eine der wichtigsten Anti - Missions - Aktivisten) zugespielt.
Messianische Juden oder auch kurz "Messianics" genannt, sind jene Gruppe, die meint, dass Judentum einzuhalten, doch darüber hinaus an den von den Christen ernannten Meschiach J. glaubt.
Zuerst einmal muss klargestellt werden, dass es sich weltweit mehrheitlich bei diesen Messianics keineswegs um messianische Juden handelt. Heißt, um halachische Juden, welche an den "Meschiach" J. glauben. Die überwiegende Mehrheit messianischer Gemeindenmitglieder sind Christen und keine Juden. Nur bei einem kleinen Bruchteil dieser Gruppierungen handelt es sich tatsächlich auch Juden.
Gerne ernennen sich fanatische Christen in messianischen Gruppierungen "Juden" denn man möchte doch irgendwie gerne zum Jüdischen Volk gehören. Dazu sollen natürlich Juden missioniert werden und um alles so richtig original und echt erscheinen zu lassen, setzt man sich auch schon einmal eine Kipa auf, redet etwas von "Schema Israel", obwohl man die innere Bedeutung nicht kennt. Aber wen interessiert das ?
Man schmeisst sich einen Tallit (Gebetsmantel) über und redet von "HaShem" - (eigentlich "A - do - na - i und einer der Namen G - ttes). Man versucht bei Juden zu kopieren wo es nur geht und nennt dies allgemein "lernen".
Man "lernt" um sich die jüdische Religion rechtswidrig anzueignen und gewisse Kenntnisse zu auszunutzen, um anderen Juden etwas vorzuheucheln. Man sei ja Jude und glaube an J. und da können das andere auch. Messianics sehen sich als Juden, selbst wenn sie gebürtige Christen sind.
Insbesondere in Jerusalem machen wir tagtäglich die Erfahrung, dass fanatische Christen immer irgendwie dazugehören wollen. Einerseits um ihrem "selbsternannten Meschiach" J. nahe zu sein und andererseits will man da die Juden weghaben. Juden stören und erinnern immer nur daran, dass sie (die Juden) auserwählt sind und niemand anderes. Messianics können sich soviele Kipas aufsetzen oder Tallits umschmeissen wie sie nur wollen, Juden sind und werden sie nicht. G - tt lässt sich nicht täuschen.
Die ThoraTidBits des Jerusalemer "Israel Center" (Orthodox Union) in der Keren HaYesod Street 22 warben in der vergangenen Woche für folgendes Event:
"The Diary of Anne Frank"
Directed by Chuck King
Jerusalem English Speaking Theatre
Aufzählung der geplanten Theateraufführungen im Dezember.
Der Veranstalter des Theaterstückes "Das Tagebuch der Anne Frank" bestellte das kleine Werbeinserat im Wochenprogrammheft (den TidBits) auf drei Wochen. Diese Woche war schon nach einer Woche Kampagne Schluß.
Grund:
Der Veranstalter und gleichzeitig Direktor des Theaterstückes (Chuck King) ist ein christlicher Missionar sowie messianischer "Jude".
Chuck King ist einer der besagten Christen, welche sich messianische Juden nennen. Weiterhin ist King weltweit in sämtlichen messianischen Gemeinden mit seinem Liederrepertoire vertreten. Der bekannteste messianische Songwriter.
Soll nun auch "Das Tagebuch der Anne Frank" von christlichen Missionaren ausgenutzt werden ?
Wie bekannt schrecken christliche Missionare vor nichts zurück und mit Leichtigkeit wird den Juden mit der Hölle gedroht oder es fällt der Satz, dass man ja vor der Gaskammer hätte gerettet werden können, aber man (die Juden) wollten halt einfach nicht an Mr. J. glauben.
Mit Hilfe des Namens der Anne Frank sollen Juden in die Vorstellungen gelockt werden.
Wer in diesen Tagen die Ankündigung eines Chuck King und seiner Anne Frank Aufführung zu sehen bekommt, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass es sich hier um eine messianische Aufführung handelt.
Boykottiert Chuck King und sagt es sovielen Leuten wie nur möglich weiter !!!
Nach dem Bekanntwerden der Umtriebe des Chuck King wurde sein Inserat aus den TidBits verbannt. In den neuen TidBits, die gerade ausgeteilt werden, ist das Inserat nicht mehr vorhanden !
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Diese Nachricht wurde mir gestern aus dem Kreise der Mina Fenton (ehemalige Jerusalemer Stadträtin, Mitglied der Nationalrelig. Partei sowie eine der wichtigsten Anti - Missions - Aktivisten) zugespielt.
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Jerusalem
Mittwoch, Dezember 03, 2008
Die Ursache
B"H
Es gibt Dinge in der religiösen Gesellschaft, die gehen mir ganz einfach furchtbar auf den Senkel. Und gestern war es einmal wieder soweit, wo mir fast die Hutschnur hochging.
Ich kam in unsere Bäckerei und überhörte eine kurze Diskussion zweier Verkäuferinnen unten im Laden. Eine von ihnen berichtete, dass sie zuvor an der Beerdigung des in Mumbai ermordeten Chabad - Ehepaares teilgenommen habe. Und dann fuhr sie fort, von der "Laschon HaRah - üble Nachrede, Lästereien" zu berichten.
"Was hat denn die "Laschon HaRah mit der Beerdigung zu tun ?" fragte ich.
"Nun" sagte sie, alles geschah überhaupt erst wegen der Laschon HaRah. Jüdisches Leiden und alles andere halt. Wir reden Laschon HaRah und G - tt straft uns dann. Aus dem Grunde sollten wir alle Teshuva machen (zu G - tt umkehren)".
Vielleicht war es Zufall, dass diese beiden relig. Angestellten sephardischer Herkunft waren. Sephardische Juden kleben für meine Begriffe nur allzu sehr an ihren seltsamen Ideen, die oftmals schon dem Aberglauben gleichkommen. Da tragen einige von ihnen kleine rote Wollbändchen um das rechte Handgelenk, welches den "Bösen Blick - Ayin HaRah" abwenden soll. Vielfach kündigen ihre Rabbiner (aber genauso auch aschkenazische Rabbiner) an, dass wer seine Mezuzah oder seine Tefillin (Gebetsriemen) nicht regelmässig professionell durchckecken lasse, eine private Katastrophe heraufbeschwören könnte.
Sollte nur ein Buchstabe auf dem Skript in der Mezuzah oder den Tefillin fehlen oder beschädigt sein, wird der Gegenstand unkoscher. Es ist eine Mitzwah für jeden Juden, diese relig. Gegenstände regelmässig durchchecken zu lassen, denn man wisse ja sonst nie, was dem Haushalt zustossen könne.
Jetzt sind also die Morde im "Chabad Haus" eine Folge der Laschon HaRah und die Terroristen waren nur ein Werkzeug G - ttes, um uns Juden zur Umkehr zu bewegen.
Fragt mich bitte nicht, welcher Rabbi das wieder verkündet haben soll.
Ich sagte zu den beiden sephardischen Angestellten, dass niemand von uns die Gründe kennt und das Dinge auf dieser Welt geschehen, die nur G - tt allein in der Lage ist zu erklären. Wir Menschen tendieren leicht dazu, nach Tragödien sofortige Spekulationen anzustellen, weil wir die wahren Ursachen eben nicht kennen bzw. nicht begreifen. Dann suchen wir unsererseits nach Lösungen und Erklärungen.
Warum können wir eine Tragödie nicht einfach akzeptieren ? Offensichtlich wird G - tt Seine Gründe gehabt haben. Warum also irgendwelche Ursache erfinden ? Stört das die Leute nicht, wenn da plötzlich hausbackene Erklärungen auftauchen, die von irgendwelchen "Ich weiß nicht wer" Rabbiner aufgestellt worden sind ? Woher wollen die G - ttes Beweggründe kennen ? Hat Er ihnen eine Bestätigung für ihre eigenen Spekulationen ausgeschrieben ?
Es tut mir leid, aber derlei Annahmen gehen mit total auf den Geist. Und sowas findet dann auch noch munter Verbreitung …
Es gibt Dinge in der religiösen Gesellschaft, die gehen mir ganz einfach furchtbar auf den Senkel. Und gestern war es einmal wieder soweit, wo mir fast die Hutschnur hochging.
Ich kam in unsere Bäckerei und überhörte eine kurze Diskussion zweier Verkäuferinnen unten im Laden. Eine von ihnen berichtete, dass sie zuvor an der Beerdigung des in Mumbai ermordeten Chabad - Ehepaares teilgenommen habe. Und dann fuhr sie fort, von der "Laschon HaRah - üble Nachrede, Lästereien" zu berichten.
"Was hat denn die "Laschon HaRah mit der Beerdigung zu tun ?" fragte ich.
"Nun" sagte sie, alles geschah überhaupt erst wegen der Laschon HaRah. Jüdisches Leiden und alles andere halt. Wir reden Laschon HaRah und G - tt straft uns dann. Aus dem Grunde sollten wir alle Teshuva machen (zu G - tt umkehren)".
Vielleicht war es Zufall, dass diese beiden relig. Angestellten sephardischer Herkunft waren. Sephardische Juden kleben für meine Begriffe nur allzu sehr an ihren seltsamen Ideen, die oftmals schon dem Aberglauben gleichkommen. Da tragen einige von ihnen kleine rote Wollbändchen um das rechte Handgelenk, welches den "Bösen Blick - Ayin HaRah" abwenden soll. Vielfach kündigen ihre Rabbiner (aber genauso auch aschkenazische Rabbiner) an, dass wer seine Mezuzah oder seine Tefillin (Gebetsriemen) nicht regelmässig professionell durchckecken lasse, eine private Katastrophe heraufbeschwören könnte.
Sollte nur ein Buchstabe auf dem Skript in der Mezuzah oder den Tefillin fehlen oder beschädigt sein, wird der Gegenstand unkoscher. Es ist eine Mitzwah für jeden Juden, diese relig. Gegenstände regelmässig durchchecken zu lassen, denn man wisse ja sonst nie, was dem Haushalt zustossen könne.
Jetzt sind also die Morde im "Chabad Haus" eine Folge der Laschon HaRah und die Terroristen waren nur ein Werkzeug G - ttes, um uns Juden zur Umkehr zu bewegen.
Fragt mich bitte nicht, welcher Rabbi das wieder verkündet haben soll.
Ich sagte zu den beiden sephardischen Angestellten, dass niemand von uns die Gründe kennt und das Dinge auf dieser Welt geschehen, die nur G - tt allein in der Lage ist zu erklären. Wir Menschen tendieren leicht dazu, nach Tragödien sofortige Spekulationen anzustellen, weil wir die wahren Ursachen eben nicht kennen bzw. nicht begreifen. Dann suchen wir unsererseits nach Lösungen und Erklärungen.
Warum können wir eine Tragödie nicht einfach akzeptieren ? Offensichtlich wird G - tt Seine Gründe gehabt haben. Warum also irgendwelche Ursache erfinden ? Stört das die Leute nicht, wenn da plötzlich hausbackene Erklärungen auftauchen, die von irgendwelchen "Ich weiß nicht wer" Rabbiner aufgestellt worden sind ? Woher wollen die G - ttes Beweggründe kennen ? Hat Er ihnen eine Bestätigung für ihre eigenen Spekulationen ausgeschrieben ?
Es tut mir leid, aber derlei Annahmen gehen mit total auf den Geist. Und sowas findet dann auch noch munter Verbreitung …
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Parashat Vayetze

B"H
Die Thoralesung für diesen Schabbat
Die dieswöchige Thoraparasha ist nur so gespickt mit wichtigen Ereignissen und es ist kaum möglich, auf alle im Detail einzugehen. Das berühmte und am meisten diskutierte Ereignis ist jedoch immer wieder "Yaakov's Leiter - Jacob's Ladder oder im Original - Sulam Yaakov".
Am Ende der vorherigen Thoralesung sandte Yitzchak seinen Sohn Yaakov zu seiner Familie nach Padan (Syrien), um eine passende Ehefrau zu finden. Daheim waren sie nur von den götzendienenden Kanaanitern umgeben und Yitzchak dachte nicht daran, einen von ihnen mit seinem Sohn zu verheiraten. Auch Esav sah sehr wohl, dass sein Vater nichts mit den Canaanitern zu tun haben wollte und um ihn nicht zu verärgern, ging er zu "Onkel" Ishmael und heiratete eine von dessen Töchtern (Raschi).
Die aktuelle Thoralesung beginnt mit dem Fortgang Yaakovs aus Beer Sheva. Zu diesem Zeitpunkt war Yaakov schon 63 Jahre alt. Das Alter dürfte bei ihm eine geringere Rolle gespielt haben, denn heißt es doch im Talmud Traktat Bava Metziah 84, dass Yaakov die absolute Schönheit von Adam besaß.
In der Thora heißt es, dass Yaakov Beer Sheva verließ und nach Haran (Syrien) ging.
Schon allein dieser erste Satz der Lesung verursacht unzählige unterschiedliche Kommentare und Meinungen. Zuerst einmal heißt es "Vayeitze - Er verließ Beer Sheva" und kurz darauf heißt es "er ging nach Haran".
Bedeutet der Satz, dass Yaakov sofort nach Haran ging und sich dort befand als er sich zum Schlafen hinlegte oder befand er sich mitten auf dem Weg ?
Die bekanntesten und weitverbreitesten Meinungen lauten, dass Yaakov Beer Sheva verließ, dann irgendwann der Abend einbrach und er sich zur Rast entschloß. Und das nicht an irgendeinem Platz, sondern genau auf dem heutigen Tempelberg Har HaBait. Schon zur damaligen Zeit besaß der Tempelberg eine wichtige Bedeutung, denn von seinem Staub wurde der erste Mensch Adam erschaffen und später opferte an der gleichen Stelle Avraham seinen Sohn Yitzchak. Viele Kommentare lassen verlauten, dass sich auf dem Tempelberg das Tor zum Himmel befindet. Der berühmte Kommentator Raschi sagt, dass sich der himmlische Tempel genau über dem irdischen befindet.
In der Chassidut sowohl als auch der Kabbalah gibt es das Konzept, dass alles Irdische seinen spirituellen Gegenpart in der "Oberen spirituellen Welt" hat. Das obere Gegenstück hält durch seine Anwesenheit das untere am Leben.
Juden warten auf den Meschiach und die Erbauung des Dritten Tempels und wie der Rambam (Maimonides) kommentierte, steht der Dritte Tempel spirituell schon im Himmel bereit und braucht nur noch herunterzukommen.
Während Rabbi Samson Raphael Hirsch noch eine sehr rationale Meinung vertritt, sehen chassidische Kommentatoren den Wegzug Yaakovs aus seiner Heimatstadt Beer Sheva als einen Übergang zu weiteren höheren Leveln im Leben.
Laut Rabbi Hirsch bedeutet der Auszug die Loslösung Yaakovs aus der elterlichen Fürsorge und den Beginn seines eigenen unabhängigen Lebens. Aber der chassidische Rabbiner, Rabbi Elimelech von Lejansk, schreibt in seinem "Noam Elimelech", dass Yaakovs Leben in Beer Sheva ein Level war und er durch seinen Fortzug zu einem höheren Level aufsteigt. Genau das sollte auch unser Ziel im Leben sein. Niemals sollen wir meinen, auf einer Stelle stehenbleiben zu müssen, sondern wir müssen ständig nach mehr Perfektion streben. Schon die kleinste Anstrengung allein bringt uns diesem Ziel näher.
Yaakov war unterwegs und plötzlich wurde es Abend und die Sonne ging unter. Er betete sein Abendgebet (Maariv), sammelte einige Steine ein und legte sich schlafen. Und abermals sieht die Chassidut (Chassidismus) in diesen Worten versteckte Metaphern. Rabbi Naftali Zvi Horowitz von Ropschitz sieht die "Nacht" als eine Metapher für die auskommende Diaspora (Galut) Yaakovs. Das "Licht G - ttes wird in der Diaspora schwächer und von daher muß sich jeder Jude G - tt noch mehr zuwenden. Sprich, durch Gebet und heutzutage auch durch ein Leben nach der Thora.
Yaakov sammelt Steine und legt sie unter seinen Kopf.
Hierbei ist wieder einmal auf das hebräische Original zu achten, denn als er sammelt, heißt es Steine und als er erwacht heißt es "der Stein unter seinem Kopf ". Wie ist aus den vielen Steinen plötzlich nur ein einziger Stein geworden, fragt die Gemara im Talmud Traktat Chullin 91b.
Die Midrash Rabbah sowie der Kli Yakar geben uns den Hinweis, dass es sich um 12 Steine handelte. Die genaue Anzahl von 12 stellt symbolisch die Anzahl der 12 israelitischen Stämme dar, die von Yaakov abstammen werden. Die Gemara lehrt, dass in der Nacht alle 12 Steine zu einem zusammenschmolzen. Zwölf verschiedene Stämme machen ein Ganzes aus; nämlich das jüdische Volk.
Und dann folgt der so berühmte Traum Yaakovs. Eine Leiter kommt vom Himmel herab. An ihrem oberen Ende steht G - tt und auf der Leite selbst steigen Engel auf, nur um danach wieder herunterzusteigen. An dieser Stelle bitte darauf achten, dass sie Engel zuerst aufsteigen und danach heruntersteigen.
Zu diesem Traum gibt es unendlich viele Kommentare und ich beschränke mich darauf, einige der wichtigsten Meinungen wiedergeben. Der Ramban (Nachmanides), z.B., schreibt, dass der Aufstieg eine Zukunftsvision der kommenden Tempel ist. Vom Tempelberg steigen alle Gebete hinauf in den Himmel. Genauso geschah es mit dem Rauch der Opferungen beider Tempel. Allgemein heißt es, dass die Gebete der Diaspora erst nach Israel kommen, dann nach Jerusalem und dann zum Tempelberg, von dem aus sie aufsteigen. Wohingegen wir in Jerusalem eine Direktleitung zu G - tt haben, da unsere Gebete keine Umwege gehen müssen. Schon allein aus dem Grund ist es wichtig, in Israel zu leben, um einmal einen kleinen zionistischen Einwurf zu starten.
Das kabbalistische Buch Zohar sowie die Mehrheit der Kommentatoren sehen in den auf - und niedersteigenden Engeln den Auf - bzw. Abstieg des jüdischen Volkes und der anderen Völker. Erfüllt das jüdische Volk G - ttes Gebote nicht, zeigt die Geschichte, dass wir jedesmal bestraft wurden, indem die anderen Völker über uns herrschten. Halten wir uns jedoch an G - ttes Willen, dann stehen wir über den anderen Völkern wie, z.B., zur Zeit König Davids oder König Salomons. Die Chassidut andererseits sieht den Auf - u. Abstieg als den Versuch des Menschen, zu höheren Leveln im Leben aufzusteigen. Einen weiteren interessanten Aspekt vermittelt der Seher von Lublin, Rabbi Yaakov Yitzchak Horowitz. Er betrachtet den Abstieg als unsere materielle Welt und den Aufstieg als die künftige spirituelle Seelenwelt (Olam HaBah).
In der Thora heißt es, dass G - tt am oberen Ende der Leiter im Himmel stand. Solche Sätze sind natürlich immer eine Metapher und nicht wörtlich zu nehmen, da G - tt weder Form noch Gestalt besitzt.
Der Rambam (Maimonides) schrieb dazu gleich einen Kommentar in sein Buch "The Guide of the Perplexed - Der Führer der Unschlüssigen" (1:15). Die Engel seien an dieser Stelle eine Metapher für die zukünftigen jüdischen Propheten und G - ttes "Position" am Ende der Leiter drückt Seine immer währende Anwesenheit aus.
Eine der wichtigsten Verhaltensmuster in dieser Parasha ist das Verhalten Yaakovs in der Diaspora in Haran. Auch nach all den Jahren assimilierte sich Yaakov keinesfalls. Niemals nahm er an den Schandtaten seines Schwiegervaters Lavan teil oder entfernte sich von G - tt. Da uns die Thora immer etwas lehren will, tut sie dies hier, indem sie auch uns aufzeigt, wie wir in der Diaspora leben sollten. Leider ist der Mut Yaakovs im Laufe der Jahrtausende bzw. Jahrhunderte so ziemlich verloren gegangen und immer mehr Juden meinen, sie müssen genauso sein, wie die anderen Völker auch.
Rabbi Samson Raphael Hirsch nennt einen zusätzlichen wichtigen Punkt. Bevor sich Yaakov nach Haran aufmacht, betet er zu G - tt, dass dieser ihn mit Nahrung versorge. Dieses Verhalten zeigt uns einmal mehr, dass nichts im Leben selbstverständlich ist. G - tt ist für alles verantwortlich und der einzige,der uns alle Wünsche erfüllen kann. Und schon allein aus dem Grund sollen wir zu ihm beten und nicht allein auf unsere Stärken vertrauen. Die nämlich sind keineswegs undendlich und noch dazu begrenzt.
Schabbat Schalom
Dienstag, Dezember 02, 2008
Zum Messianischen "Zelem" Verein - Guest Post eines besorgten Vaters
Liebe Leser,
auf diesen Seiten wird ab und zu von Auseinandersetzungen zwischen Juden und messianischen Juden aus Israel berichtet.
Bis vor ca. 2 Jahren habe ich als wenig gläubiger Christ, der alle Religionen respektiert solange keine Kriminalität vorkommt, noch nie davon gehört, dass es so einen Verein gibt. Laut Internet soll es ca. 100 Judenchristengruppierungen geben, die verschiedene Ziele haben. Einige haben bestimmt viel für arme jüdische Auswanderer getan. Es gab sogar hohe Auszeichnungen vom Staate Israel für solche Taten, wie ich im Internet las.
Was aber der ZeLeM e.V., insbesondere der 1 Vorsitzende 72 jährige, der 50 Jahre verheiratet ist und Enkel und Kinder hat, gemacht hat, haut dem „Faß den Boden heraus“ wie es ein hoher evangelischer Geistlicher sagte.
Nun frage ich sie als Leser:
„Was ist schlimmer , wenn ein Mensch ermordet wird, eines natürlichen Tode stirbt oder wenn eine sehr junge Frau, die noch nie einen Freund aus altmodischen religiösen Gründen hatte und völlig gesund war, von einem 72 jährigen so mißbraucht und Monate so lang terrorisiert wird, bis sie so krank wird, dass sie für viele Monate stationär im Krankenhaus behandelt werden muß und nach 2 Jahren immer noch die stärksten Tabletten bekommt und vielleicht nie wieder gesund wird , so dass sie sich jemals nicht allein versorgen kann und arbeiten kann und die junge Frau aus Angst gemachte Anzeigen zurücknimmt und deshalb ihr ganzes Leben leidet und der Täter und seine Helfer in seinen Häusern in Herzliya , Guntersblum, Kassel und Jaffa und angeblich registiert in Beer Sheva geniest und von evangelikalen Gläubigen, die nichts über diese unglaublichen Taten wissen, riesige Summen für sein Judenmission bekommt, obwohl es ein Antimissionsgesetz in Israel geben soll, dessen Wortlaut ich nicht kenne. Es soll auch andere Staaten geben mit sehr extremen „Antimissionsgesetzen“.
Ich habe mich gewundert, dass beim christlich jüdischen Dialog 2006, dem der Bundespräsident Köhler vorsteht, wo der hohe jüdische Geistliche Oberrabbiner Dr. Brandt folgenden Satz ausgesprochen haben soll: „Brandt erwähnte das heikle Thema "Judenmission". Sie sei ein "feindlicher Akt, eine Fortsetzung des Wirkens Hitlers auf anderer Basis".
Siehe: http://www.welt.de/print-welt/article203372/Historischer_christlich_juedischer_Dialog.html
Interessant ist, dass der Oberabbiner Dr. Brandt auch an einer katholischen deutschen Uni über jüdische Religion und über jüdische Gewohnheiten Vorlesungen hält, also für eine friedliche
Auseinandersetztung der Religionen ist.
Wenn man auf den Seiten der jüdischen Presseagentur HaGalil von Frau Ehrlich und Herrn Gall schaut, so findet man sehr viel über die Judenmisson.
Siehe : http://www.hagalil.com/archiv/98/12/missionare.htm
Noch mehr sehr stutzig wurde ich als ich bei ganz Andersgläubigen auch eine große Dokumentation über messianischen Juden fand und das dort Folgendes wörtlich steht:
„Wenn ich ( = Herausgeber ein Palästinenser ) die Texte der Judenmissionare (christliche Fundamentalisten) lese, fällt mir das Märchen von Rotkäppchen und der Wolf ein. "»Großmutter, was habt Ihr für große Arme!« »Damit ich dich besser umfangen kann, mein Kind!«, letztlich frisst der Wolf Rotkäppchen auf. Die Moral des Märchens ist: Hier sieht man, dass ein jedes Kind und dass die kleinen Mädchen sehr übel tun, wenn sie vertrauensselig sind, es ist nicht erstaunlich ist, wenn dann ein Wolf so viele frisst. Ich sag ein Wolf, denn alle Wölfe haben beileibe nicht die gleiche Art: Da gibt es welche, die ganz zart, ganzfreundlich leise, ohne Böses je zu sagen, gefällig, mild, mit artigem Betragen die jungen Damen scharf ins Auge fassen.“
Siehe: http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Honestly_Concerned/honestly_concerned_messianische_christen.htm
Diese schreckliche Märchen hat also bei der jungen Frau zugeschlagen, als wenn die Herausgeber des obigen Textes es geahnt haben, oder womöglich andere traurige Dinge kennen. Um etwas konkreter zu werden, können die Leser folgende sehr lange Links sich anschauen.
1.) Furchtbare Dinge , die alle die Generalstaatsanwaltschaft kennt, aber bestimmt in Israel kaum bekannt sind.
http://www.sekten.ch/forum/viewtopic.php?t=1990
2.) Terrorbriefe des Herr Pülz von ZeLeM
http://irrglaube.parlaris.com/ftopic5660.html
3.) Zeitungsartikel was bei ZeLeM passiert ist aus der evangelikalen Presse Idea, eines weltbekannten Religionsprofessors Prof. Beyerhaus, der mit dem heutigen Papst zusammen an der Tübinger Uni gelehrt hat und einem Religionsverein vorsteht, sowie eines Zeitungsartikels aus Holland wo sich ein ganzer Zweig aufgrund der Vorkommnisse nach vielen Jahren getrennt hat und unglaublichen Kommentaren von ZeLeM Mitarbeitern. ( schwere Vorwürfe der ehemaligen 7 Vorstände an Herrn Pülz )
Und vielen unglaublichen beleidigenden Zitaten aus den Seiten von ZeLeM über andere Vereine und andere Gläubige.
Sowie eine Auflistung wer alles mehr oder weniger informiert wurde über die nie zu verarbeitenden
abscheulichen Taten.
http://irrglaube.parlaris.com/ftopic4766.html
4.) Weitere übersetzte Zeitungsartikel aus Holland und Schreiben von Menschen, die auch schlechte Erfahrungen mit dem Hern Pülz vom ZeLeM erlebt haben, die aber zum Teil große Angst vor ZeLeM haben.
http://irrglaube.parlaris.com/ftopic4016.html
5.) Warnung vor dem ZeLeM Verein und Sätze aus den 40 Terrorbriefen, aufgrund dessen außer der jungen Frau auch die Mutter am Anfang der Grausamkeiten einen Nervenzusammenbruch bekam mit Krankenhausaufenthalt.
http://www.geistlicher-missbrauch.info/gmforum/topic.asp?TOPIC_ID=479
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Ein trauriger Vater schreibt dies, der bald nicht mehr Christ ist, weil nur wenige Christen helfen, bei diesem Verbrechen, und der nicht verstehen kann, dass in unserem Staate Deutschland bislang ohne Konsequenzen so etwas möglich ist .
Ich würde mir wünschen, wenn die Presse in Israel auch einmal darüber berichtet.
Kommentare:
Miriam Woelke hat gesagt…
B"H
Ganz aktuell zu Klaus "Moshe" Puelz:
http://www.factum-magazin.ch/wFactum_de/aktuell/2008_12_02_Klaus_Mosche_Puelz_Anschlag.php
11:47 AM
Miriam Woelke hat gesagt…
B"H
Wer auch immer mir diese drei wirren Kommentare ueber diverse missionarische Machenschaften in Israel schrieb:
Tragen Sie Ihre Dispute in Deutschland aus und nicht in Israel.
"Yad Le'Achim" weiss sehr genau ueber Ihre Machenschaften Bescheid und ich mir mir sicher, dass Sie als Missionare die israelische Gesetzgebung sehr gut auszunutzen und zu umgehen verstehen.
12:50 PM
Miriam Woelke hat gesagt…
B"H
Uebrigens sollte ersichtlich genug sein, dass das obere Posting nicht von mir verfasst wurde, sondern das es sich um ein Guest Posting handelt.
12:56 PM
auf diesen Seiten wird ab und zu von Auseinandersetzungen zwischen Juden und messianischen Juden aus Israel berichtet.
Bis vor ca. 2 Jahren habe ich als wenig gläubiger Christ, der alle Religionen respektiert solange keine Kriminalität vorkommt, noch nie davon gehört, dass es so einen Verein gibt. Laut Internet soll es ca. 100 Judenchristengruppierungen geben, die verschiedene Ziele haben. Einige haben bestimmt viel für arme jüdische Auswanderer getan. Es gab sogar hohe Auszeichnungen vom Staate Israel für solche Taten, wie ich im Internet las.
Was aber der ZeLeM e.V., insbesondere der 1 Vorsitzende 72 jährige, der 50 Jahre verheiratet ist und Enkel und Kinder hat, gemacht hat, haut dem „Faß den Boden heraus“ wie es ein hoher evangelischer Geistlicher sagte.
Nun frage ich sie als Leser:
„Was ist schlimmer , wenn ein Mensch ermordet wird, eines natürlichen Tode stirbt oder wenn eine sehr junge Frau, die noch nie einen Freund aus altmodischen religiösen Gründen hatte und völlig gesund war, von einem 72 jährigen so mißbraucht und Monate so lang terrorisiert wird, bis sie so krank wird, dass sie für viele Monate stationär im Krankenhaus behandelt werden muß und nach 2 Jahren immer noch die stärksten Tabletten bekommt und vielleicht nie wieder gesund wird , so dass sie sich jemals nicht allein versorgen kann und arbeiten kann und die junge Frau aus Angst gemachte Anzeigen zurücknimmt und deshalb ihr ganzes Leben leidet und der Täter und seine Helfer in seinen Häusern in Herzliya , Guntersblum, Kassel und Jaffa und angeblich registiert in Beer Sheva geniest und von evangelikalen Gläubigen, die nichts über diese unglaublichen Taten wissen, riesige Summen für sein Judenmission bekommt, obwohl es ein Antimissionsgesetz in Israel geben soll, dessen Wortlaut ich nicht kenne. Es soll auch andere Staaten geben mit sehr extremen „Antimissionsgesetzen“.
Ich habe mich gewundert, dass beim christlich jüdischen Dialog 2006, dem der Bundespräsident Köhler vorsteht, wo der hohe jüdische Geistliche Oberrabbiner Dr. Brandt folgenden Satz ausgesprochen haben soll: „Brandt erwähnte das heikle Thema "Judenmission". Sie sei ein "feindlicher Akt, eine Fortsetzung des Wirkens Hitlers auf anderer Basis".
Siehe: http://www.welt.de/print-welt/article203372/Historischer_christlich_juedischer_Dialog.html
Interessant ist, dass der Oberabbiner Dr. Brandt auch an einer katholischen deutschen Uni über jüdische Religion und über jüdische Gewohnheiten Vorlesungen hält, also für eine friedliche
Auseinandersetztung der Religionen ist.
Wenn man auf den Seiten der jüdischen Presseagentur HaGalil von Frau Ehrlich und Herrn Gall schaut, so findet man sehr viel über die Judenmisson.
Siehe : http://www.hagalil.com/archiv/98/12/missionare.htm
Noch mehr sehr stutzig wurde ich als ich bei ganz Andersgläubigen auch eine große Dokumentation über messianischen Juden fand und das dort Folgendes wörtlich steht:
„Wenn ich ( = Herausgeber ein Palästinenser ) die Texte der Judenmissionare (christliche Fundamentalisten) lese, fällt mir das Märchen von Rotkäppchen und der Wolf ein. "»Großmutter, was habt Ihr für große Arme!« »Damit ich dich besser umfangen kann, mein Kind!«, letztlich frisst der Wolf Rotkäppchen auf. Die Moral des Märchens ist: Hier sieht man, dass ein jedes Kind und dass die kleinen Mädchen sehr übel tun, wenn sie vertrauensselig sind, es ist nicht erstaunlich ist, wenn dann ein Wolf so viele frisst. Ich sag ein Wolf, denn alle Wölfe haben beileibe nicht die gleiche Art: Da gibt es welche, die ganz zart, ganzfreundlich leise, ohne Böses je zu sagen, gefällig, mild, mit artigem Betragen die jungen Damen scharf ins Auge fassen.“
Siehe: http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Honestly_Concerned/honestly_concerned_messianische_christen.htm
Diese schreckliche Märchen hat also bei der jungen Frau zugeschlagen, als wenn die Herausgeber des obigen Textes es geahnt haben, oder womöglich andere traurige Dinge kennen. Um etwas konkreter zu werden, können die Leser folgende sehr lange Links sich anschauen.
1.) Furchtbare Dinge , die alle die Generalstaatsanwaltschaft kennt, aber bestimmt in Israel kaum bekannt sind.
http://www.sekten.ch/forum/viewtopic.php?t=1990
2.) Terrorbriefe des Herr Pülz von ZeLeM
http://irrglaube.parlaris.com/ftopic5660.html
3.) Zeitungsartikel was bei ZeLeM passiert ist aus der evangelikalen Presse Idea, eines weltbekannten Religionsprofessors Prof. Beyerhaus, der mit dem heutigen Papst zusammen an der Tübinger Uni gelehrt hat und einem Religionsverein vorsteht, sowie eines Zeitungsartikels aus Holland wo sich ein ganzer Zweig aufgrund der Vorkommnisse nach vielen Jahren getrennt hat und unglaublichen Kommentaren von ZeLeM Mitarbeitern. ( schwere Vorwürfe der ehemaligen 7 Vorstände an Herrn Pülz )
Und vielen unglaublichen beleidigenden Zitaten aus den Seiten von ZeLeM über andere Vereine und andere Gläubige.
Sowie eine Auflistung wer alles mehr oder weniger informiert wurde über die nie zu verarbeitenden
abscheulichen Taten.
http://irrglaube.parlaris.com/ftopic4766.html
4.) Weitere übersetzte Zeitungsartikel aus Holland und Schreiben von Menschen, die auch schlechte Erfahrungen mit dem Hern Pülz vom ZeLeM erlebt haben, die aber zum Teil große Angst vor ZeLeM haben.
http://irrglaube.parlaris.com/ftopic4016.html
5.) Warnung vor dem ZeLeM Verein und Sätze aus den 40 Terrorbriefen, aufgrund dessen außer der jungen Frau auch die Mutter am Anfang der Grausamkeiten einen Nervenzusammenbruch bekam mit Krankenhausaufenthalt.
http://www.geistlicher-missbrauch.info/gmforum/topic.asp?TOPIC_ID=479
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Ein trauriger Vater schreibt dies, der bald nicht mehr Christ ist, weil nur wenige Christen helfen, bei diesem Verbrechen, und der nicht verstehen kann, dass in unserem Staate Deutschland bislang ohne Konsequenzen so etwas möglich ist .
Ich würde mir wünschen, wenn die Presse in Israel auch einmal darüber berichtet.
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Miriam Woelke hat gesagt…
B"H
Ganz aktuell zu Klaus "Moshe" Puelz:
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11:47 AM
Miriam Woelke hat gesagt…
B"H
Wer auch immer mir diese drei wirren Kommentare ueber diverse missionarische Machenschaften in Israel schrieb:
Tragen Sie Ihre Dispute in Deutschland aus und nicht in Israel.
"Yad Le'Achim" weiss sehr genau ueber Ihre Machenschaften Bescheid und ich mir mir sicher, dass Sie als Missionare die israelische Gesetzgebung sehr gut auszunutzen und zu umgehen verstehen.
12:50 PM
Miriam Woelke hat gesagt…
B"H
Uebrigens sollte ersichtlich genug sein, dass das obere Posting nicht von mir verfasst wurde, sondern das es sich um ein Guest Posting handelt.
12:56 PM
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Christl. Missionare
"Goral HaGra"

B"H
HALACHA:
Die Halacha verbietet Obduktionen und wenn diese tatsächlich aus rechtlich klärenden Gründen ausgeführt werden müssen, beginnt eine immense relig. Bürokratiewelle ihre Bahnen zu ziehen. Wie anders soll man sonst auch Todesfolgen bestimmen oder zum Beispiel Leichen anhand des DNA identifizieren ?
Bezüglich einer Opferidentifizierung besitzt ausgerechnet das Judentum eine vielleicht etwas mysteriös klingende Lösung, die "Goral HaGra – Das Schicksal des Gra" genannt wird. Der GRA steht an dieser Stelle für den Vilna Gaon (Rabbi Eliyahu ben Shlomo Zalman, 1720 – 1797). Bevor ich aber zum eigentlichen Thema, nämlich dem "Goral HaGra" komme, sollte zuerst die Problematik erläutert werden.
Genetische Tests und deren entsprechende halachische Gültigkeit sind zum Streitpunkt zahlreicher medizinischer Diskussionen geworden. Genetische Tests werden insbesondere zur Personenidentifizierung angewandt bei:
- Zweifel an der Vaterschaft,
- vor Beerdigungen, wenn die Leiche optisch nicht identifizierbar ist,
- bei Erbschaftsfragen
- eine Frau, die sich wiederverheiraten will und der tote Ehemann nicht anders zu identifizieren ist. Sie kann sich erst dann neu verheiraten, wenn die Leiche des vorherigen Gatten einwandfrei identifiziert worden ist.
Die bisherige halachische Regelung besagt, dass wir bezüglich der Identifizierung talmudische Vorschriften anwenden und keine genetischen Tests durchführen. Rabbi Chaim Pinchas Scheinberg, zum Beispiel, lehnt genetische Tests im Falle der erneut heiratswilligen Frau sowie die Verwendung der Testergebnisse in Erbschaftsfragen vollkommen ab. Es existiere kein halachisches Fundament genetische Tests auszuführen.
Einer der spektakulärsten Fälle, in denen die talmudische Methode der Personenidentifizierung Anwendung fand, geschah zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges im Jahre 1948. Eine Gruppe bestehend aus 35 Soldaten wurde zum Schutze von Siedlungen in Gush Etzion (Gegend nahe Jerusalems) entsandt und dabei kam die Gruppe auf tragische Weise ums Leben. Nach Ende des Krieges wurden die Leichen entdeckt, konnten jedoch nicht mehr einwandfrei identifiziert werden. Anhand des mysteriösen "Goral HaGra" identifizierte der damalige bekannte Jerusalemer Rabbiner Aryeh Levin die Leichen, welche danach beerdigt werden konnten. Beim "Goral HaGra" geht es darum, durch ein etwas kompliziertes Verfahren einen bestimmten Thoraparagraphen herauszufinden, welcher die Identität einer unkenntlichen Leiche festlege. Rabbi Scheinberg betrachtet genetische Tests als erlaubt, wenn eine Erforderlichkeit zur Identitätsbestimmung aufgrund einer Leichenbestattung besteht. Insgesamt jedoch besitzen genetische Tests nur limitierte halachische Gültigkeit und sollten nicht nur als alleiniges Mittel zur Identitätsbestimmung genutzt werden.

Vilna Gaon (Rabbi Eliyahu ben Shlomo Zalman, 1720 – 1797)
DEFINITION des "Goral HaGra":
Nicht, dass die Art der Leichenidentifizierung aufgrund bestimmter Thoraverse (Goral HaGra) nicht schon vor der Zeit des Vilna Gaon (1720 – 1797) bekannt war. Schon 200 Jahre zuvor beschrieb Rabbi Sirero diese Methode. Bis zum heutigen Tage haben wir keinerlei Ahnung, warum die Prozedur nach dem Vilna Gaon benannt worden ist bzw. welche Rolle dieser dabei spielt. Bekannt ist nur, dass der Vilna Gaon die Prozedur seinen Schülern mitteilte und diese wiederum das Geheimnis an ihre Anhängerschaft weitergaben. Solange, bis die Methode den Titel "Goral HaGra" annahm.
Derlei Arten der Schicksalsbestimmung wurden schon in viel früheren Generationen angewendet. Der Maharikash sowie der Shevet Mussar beschreiben das spezielle Öffnen der Thora oder der Propheten, um einen bestimmten Vers durchzuschauen und danach zu handeln. Der Chida kommentiert diesbezüglich zum Schulchan Aruch (Code of Jewish Law) 179, dass diese Methode erlaubt ist.
Aktuell ist das "Goral HaGra" vielleicht mit dem Verfahren des "Iggeret HaKodesch" bei der chassidischen Gruppe Chabad identisch. Bei Chabad nimmt man die 29 Bände, welche die Briefe des siebten und letzten Lubawitscher Rebben Menachem Mendel Schneerson enthalten, steckt einen kleinen Zettel mit einer Frage zwischen die Buchseiten, öffnet das Buch genau dort und schaut auf den gedruckten Satz, auf welchen der Zettel weist. Genau dort stehe dann die Lösung für ein Problem privater Natur. Mit dem "Goral HaGra" verhält es sich theoretisch ähnlich. Man betet vorher ausgiebig, öffnet dann die Thora oder das Buch der Propheten an irgendeiner Stelle und schaut genau dort den Inhalt durch.
Der berühmte Rabbi Aharon Kotler, welcher bekannt für die Nutzung des "Goral HaGRa" war, benutzte genau diese Methode als Rabbi Moshe Feinstein ihn bat, in die USA und nicht nach Israel zu ziehen. Rabbi Kotler schlug die Thora an einer wahllosen Stelle auf (Schemot / Exodus 4:27) und dort sprach G – tt zu Aharon, gehe und begrüsse Moshe in der Wüste.
So ging Rabbi Aharon nach Amerika (zu Moshe Feinstein).
Worum handelt es sich also bei dem "Goral HaGra" ? Um ein geheimes mysteröses Verfahren, das fast ausschließlich nur von Juden auf einem besonders hohen relig. Level (z.B. Rabbi Aryeh Levine, Rabbi Aharon Kotler, etc.) ausgeübt werden darf oder um eine Art Orakel für den Hausgebrauch ?
Bei Chabad ist das "Iggeret HaKodesch" sicherlich schon zur Alltäglichkeit geworden. Mit dem "Goral HaGra" hingegen verhält es sich wesentlich komplizierter und nicht ein jeder sollte sich die Thora vornehmen, wahllos eine Seite aufschlagen und nun nach Lösungen suchen. Überhaupt hört man heute aus jüdisch – relig. Kreisen ausgesprochen wenig zum "Goral HaGra". Genau gesagt eigentlich gar nichts.
Einzigartige Bilder aus Mea Shearim
B"H
Gebet zur Lage der Nation und der Welt:
http://chassidicstories.blogspot.com/2008/12/wo-ist-g-tt.html
Gebet zur Lage der Nation und der Welt:
http://chassidicstories.blogspot.com/2008/12/wo-ist-g-tt.html
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Gebet,
Mea Shearim,
Photos
Montag, Dezember 01, 2008
Beerdigung der umgekommenen Holzberg Familie aus dem "Chabad Haus" in Mumbai
Die Holzbergs: Ermordet im "Chabad Haus" von Mumbai / Indien.
B"H
Siehe die FACEBOOK Group zur Beerdigung des Rabbi Gabriel Holzberg und seiner Frau Rivka:
http://www.facebook.com/profile.php?id=1546122509#/event.php?eid=48760548985&ref=nf
Die Beerdigung findet morgen (Dienstag, 2. Dezember) statt.
Wer nicht zum Kfar Chabad kommen kann, der hat immerhin die Möglichkeit auf Ölberg (Har HaZeitim) an der Beisetzungsfeier teilnehmen. Nach einer Bestattungszeremonie in Kfar Chabad werden die beiden Särge der Holzbergs nach Jerusalem überführt und auf dem Ölberg beigesetzt.
Ich habe Rabbi Aaron Hurwitz von "The Chabad House of Rechavia and Nachlaot" kontaktiert und er berichtete mir, dass die Bestattungszeremonie in Kfar Chabad um 10.30 Uhr beginnt und die Beisetzung auf dem Ölberg eventuell gegen 12.30 Uhr stattfindet.
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Chassidut Chabad
Obduktion der Opfer verhindern
B"H
ZAKA ist eine israelisch - haredische (ultra - orthod.) Freiwilligenorganisation, welche jüdische Opfer identifiziert und halachisch bestattungsbereit macht. Bedeutet, eventuelle Körperteile einsammelt, denn halachisch sollte alles mit in einem Grab des Verstorbenen vorhanden sein, wenn der Meschiach eintrifft und es zur Wiederauferstehung der Toten kommt.
Seitdem die Opfer des "Chabad Hauses" in Mumbai geborgen worden sind, wacht ZAKA über die jüdischen Leichen. Auf diesem Wege soll eine Obduktion verhindert werden. In Israel hingegen will man genau wissen, wann und wie die Opfer ums Leben gekommen sind. Die Angehörigen der relig. Opfer jedoch lehnen eine Obduktion strikt ab, da diese halachisch verboten ist.
Immer wieder wurde in den letzten Tagen in der israelischen Presse darauf hingewiesen, dass der getötete Rabbiner Gabriel Holzberg die Leiche seiner vor ihm getötete Frau Rivka mit einem Tallit (Gebetsmantel) bedeckt habe. Nun stellte sich heraus, dass diese Aussage nur eine Ente war.
ZAKA ist eine israelisch - haredische (ultra - orthod.) Freiwilligenorganisation, welche jüdische Opfer identifiziert und halachisch bestattungsbereit macht. Bedeutet, eventuelle Körperteile einsammelt, denn halachisch sollte alles mit in einem Grab des Verstorbenen vorhanden sein, wenn der Meschiach eintrifft und es zur Wiederauferstehung der Toten kommt.
Seitdem die Opfer des "Chabad Hauses" in Mumbai geborgen worden sind, wacht ZAKA über die jüdischen Leichen. Auf diesem Wege soll eine Obduktion verhindert werden. In Israel hingegen will man genau wissen, wann und wie die Opfer ums Leben gekommen sind. Die Angehörigen der relig. Opfer jedoch lehnen eine Obduktion strikt ab, da diese halachisch verboten ist.
Immer wieder wurde in den letzten Tagen in der israelischen Presse darauf hingewiesen, dass der getötete Rabbiner Gabriel Holzberg die Leiche seiner vor ihm getötete Frau Rivka mit einem Tallit (Gebetsmantel) bedeckt habe. Nun stellte sich heraus, dass diese Aussage nur eine Ente war.
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Chassidut Chabad,
Halacha
Backrezept für Chanukkah Sufganiot
Photo: Kumah
B"H
Am Abend des 21. Dezember beginnt das jüdische Chanukkahfest.
In Israel sind sie schon seit wenigen Wochen im Handel, die traditionellen Sufganiot (Krapfen, Berliner).
Hier erst einmal ein Rezept aus unserer Bäckerei:
1 kg Mehl (Vollkornmehl)
Eine dreiviertel Tasse Zucker
1 Teelöffel Salz
2 Eier
2 Eßlöffel Cognak
Eine halbe Tasse Olivenöl
60 g Hefe
Das ist alles. Man kann die Sufganiot ganz normal im Backofen backen. 20 Minuten lang bei 160 Grad.
Meistens aber werden die Sufganiot in einer Pfanne oder einem Topf voll Olivenöl gedünstet. Heisst, sie müssen darin schwimmen.
Die Füllung wird hinterher reingespritzt. In der Bäckerei verwenden wir überwiegend Dattel - Apfel - Füllung.
Je nachdem kann man die Sufganiot noch mit Olivenöl, Puderzucker, Honig, etc. bestreichen.
Der Cognak verursacht übrigens, dass das Olivenöl vom Teig besser aufgesaugt wird.
Viel Spaß beim Backen und gutes Gelingen !!!
Sonntag, November 30, 2008
Vor Chanukkah
B"H
Am Abend des 21. Dezember zünden wir die erste der acht Chanukkah - Kerzen. Vorab schon einmal ein paar chassidische Inhalte zum Aufwärmen:
"Die drei Reiter" - eine Baal Shem Tov Story
Einige Lehren von Rabbi Nachman von Breslov
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Chanukkah,
Chassidische Stories
Ungewisser Schabbat
B"H
Der Toldot Aharon Rebbe sollte nach seinem New Yorker Fundraising - Trip eigentlich wieder in Jerusalem sein, doch nichts war es mit einem chassidischen Tisch bei der Gruppe am letzten Schabbat. Die Synagoge war dunkel und verlassen und überhaupt wirkte alles dunkel und verlassen. Kaum ein Mensch auf der Mea Shearimer Shivtei Israel Straße. Anscheinend wartete man bei den Toldot Aharon auf News aus Mumbai, denn ein Schwiegersöhne des Rebben der chassidischen Gruppe Toldot Avraham Yitzchak, der sich gerade in Indien befand, war noch immer verschollen.
Der Toldot Avraham Yitzchak Rebbe Shmuel Yaakov Kahn ist der ältere Bruder des Toldot Aharon Rebben. Gestern abend dann kam heraus, dass der Schwiegersohn zusammen mit acht weiteren Anwesenden im Chabad Haus von den pakistanischen Terroristen umgebracht worden war. Trauer also bei Chabad sowie den Toldot Avraham Yitzchak, wo Rabbi Aryeh Leibusch Teitelbaum acht Kinder und eine Frau hinterlãßt.
Stattdessen setzten wir unseren Weg zur chassidischen Gruppe Slonim fort, bei denen wir schon eine kleine Ewigkeit nicht mehr waren. Dort jedoch hatte man recht früh mit dem Tisch des Rebben begonnen und nach einer halben Stunde unserer Anwesenheit war schon alles vorbei. Dennoch war die kurze Zeit interessant. Nicht unbedingt die Lieder der Slonim, denn diese klingen schwer, behäbig und recht eintönig.
Der Tisch der Slonim war gerammelt voll und im Erdgeschoß drängelten sich mehrere Hundert Slonim auf den Metalltribünen um den Tisch des Rebben herum. Zum Tischende werden fast bei jedem chassidischen Tisch Früchte ausgeteilt. Bei den Slonim sowie auch bei Belz nimmt nicht ein jeder Chassid einfach nur einen Apfel oder so, sondern bei den beiden Gruppen ist alles durchorganisiert. Namen werden laut verlesen und die Früchte an eben jene Leute weitergereicht. Dennoch bekamen alle Chassidim Orangenscheibchen, Kugel (Pastete) sowie Sodawasser. Die Weiblichkeit bekam, wie immer, nichts.
Nach einigen Lieder stellten sich die Chassidim auf und bildeten einen Gang für ihren Rebben. Der Tisch war vorbei und es war schön mitanzusehen, wie der Rebbe an den Chassidim vorbei ging und sie einzeln grüßte.
Am Schabbatmorgen machte ich mich mit einer Freundin auf zur Klagemauer (Kotel). Gewöhnlich hat dort an jedem Schabbat Rabbi Mordechai Machlis seine Minyan (mindestens 10 jüdische Männer) zum Morgengebet Schacharit. Die Frauen stehen hinter der Trennwand, doch da der Rabbi stets nahe dieser Trennwand (Mechitzah) betet, bekommen wir alles mit und so wird das Ganze zu einem richtigen G - ttesdienst. Außerdem war "Schabbat Chatan". Simcha, ein Bekannter von uns allen, heiratet heute abend und ein sich in der folgenden Woche verheirateter Mann wird am Schabbat vorher immer zur Thora aufgerufen. Danach schmeissen die Frauen normalerweise Süßigkeiten für die Kinder auf die Männerseite.
Auf unserem Weg von der Neustadt in die Altstadt gingen wir durch das Damaskustor (Sha'ar Shechem), wo im arabischen Viertel buntes Treiben herrschte. Samstags kontrollieren die Stadtinspektoren nicht all die illegalen Händler und die Palis nutzen dann alles zum großen Markttag aus. Illegale Händler säumen vor allem den Platz vor dem Eingang zum Damaskustor. Turnschuhe, Klamotten, Elektrozubehör … alles superbillig zu haben.
Der Weg durch den arabischen Markt zur Kotel was das Beste. Der Geruch von Gewürzen und wildes Menschengewimmel. Angst hatten wir keine, denn wer kümmert sich beim Markttag um uns. So hofften wir zumindest und behielten recht. Kurz vor dem Checkpoint zur Kotel trafen wir auf einen Pali - Händler, der wie aus einem Film wirkte. Langer arabischer Kaftan, Schnurrbart, einfach original. Er stoppte uns und zeigte uns seine kleinen duftenden Kristalle, die er langsam verbrannte und welche einen tollen Geruch erzeugten. Meine Freundin will innerhalb der Woche bei ihm vorbeischauen und einkaufen.
An der Kotel angekommen, kamen wir gerade richtig zur Thoralesung. Danach allerdings beschlossen wir, bei meiner Freundin zu essen und nicht mit zu den Machlises zu laufen. In der letzten Zeit ist es bei den Machlises nicht mehr ganz so wie früher und zuviele Leute quetschen sich auf engem Raum. Wir machten uns auf den Rückweg und erlebten somit keinen eingequetschten Schabbat.
Der Toldot Aharon Rebbe sollte nach seinem New Yorker Fundraising - Trip eigentlich wieder in Jerusalem sein, doch nichts war es mit einem chassidischen Tisch bei der Gruppe am letzten Schabbat. Die Synagoge war dunkel und verlassen und überhaupt wirkte alles dunkel und verlassen. Kaum ein Mensch auf der Mea Shearimer Shivtei Israel Straße. Anscheinend wartete man bei den Toldot Aharon auf News aus Mumbai, denn ein Schwiegersöhne des Rebben der chassidischen Gruppe Toldot Avraham Yitzchak, der sich gerade in Indien befand, war noch immer verschollen.
Der Toldot Avraham Yitzchak Rebbe Shmuel Yaakov Kahn ist der ältere Bruder des Toldot Aharon Rebben. Gestern abend dann kam heraus, dass der Schwiegersohn zusammen mit acht weiteren Anwesenden im Chabad Haus von den pakistanischen Terroristen umgebracht worden war. Trauer also bei Chabad sowie den Toldot Avraham Yitzchak, wo Rabbi Aryeh Leibusch Teitelbaum acht Kinder und eine Frau hinterlãßt.
Stattdessen setzten wir unseren Weg zur chassidischen Gruppe Slonim fort, bei denen wir schon eine kleine Ewigkeit nicht mehr waren. Dort jedoch hatte man recht früh mit dem Tisch des Rebben begonnen und nach einer halben Stunde unserer Anwesenheit war schon alles vorbei. Dennoch war die kurze Zeit interessant. Nicht unbedingt die Lieder der Slonim, denn diese klingen schwer, behäbig und recht eintönig.
Der Tisch der Slonim war gerammelt voll und im Erdgeschoß drängelten sich mehrere Hundert Slonim auf den Metalltribünen um den Tisch des Rebben herum. Zum Tischende werden fast bei jedem chassidischen Tisch Früchte ausgeteilt. Bei den Slonim sowie auch bei Belz nimmt nicht ein jeder Chassid einfach nur einen Apfel oder so, sondern bei den beiden Gruppen ist alles durchorganisiert. Namen werden laut verlesen und die Früchte an eben jene Leute weitergereicht. Dennoch bekamen alle Chassidim Orangenscheibchen, Kugel (Pastete) sowie Sodawasser. Die Weiblichkeit bekam, wie immer, nichts.
Nach einigen Lieder stellten sich die Chassidim auf und bildeten einen Gang für ihren Rebben. Der Tisch war vorbei und es war schön mitanzusehen, wie der Rebbe an den Chassidim vorbei ging und sie einzeln grüßte.
Am Schabbatmorgen machte ich mich mit einer Freundin auf zur Klagemauer (Kotel). Gewöhnlich hat dort an jedem Schabbat Rabbi Mordechai Machlis seine Minyan (mindestens 10 jüdische Männer) zum Morgengebet Schacharit. Die Frauen stehen hinter der Trennwand, doch da der Rabbi stets nahe dieser Trennwand (Mechitzah) betet, bekommen wir alles mit und so wird das Ganze zu einem richtigen G - ttesdienst. Außerdem war "Schabbat Chatan". Simcha, ein Bekannter von uns allen, heiratet heute abend und ein sich in der folgenden Woche verheirateter Mann wird am Schabbat vorher immer zur Thora aufgerufen. Danach schmeissen die Frauen normalerweise Süßigkeiten für die Kinder auf die Männerseite.
Auf unserem Weg von der Neustadt in die Altstadt gingen wir durch das Damaskustor (Sha'ar Shechem), wo im arabischen Viertel buntes Treiben herrschte. Samstags kontrollieren die Stadtinspektoren nicht all die illegalen Händler und die Palis nutzen dann alles zum großen Markttag aus. Illegale Händler säumen vor allem den Platz vor dem Eingang zum Damaskustor. Turnschuhe, Klamotten, Elektrozubehör … alles superbillig zu haben.
Der Weg durch den arabischen Markt zur Kotel was das Beste. Der Geruch von Gewürzen und wildes Menschengewimmel. Angst hatten wir keine, denn wer kümmert sich beim Markttag um uns. So hofften wir zumindest und behielten recht. Kurz vor dem Checkpoint zur Kotel trafen wir auf einen Pali - Händler, der wie aus einem Film wirkte. Langer arabischer Kaftan, Schnurrbart, einfach original. Er stoppte uns und zeigte uns seine kleinen duftenden Kristalle, die er langsam verbrannte und welche einen tollen Geruch erzeugten. Meine Freundin will innerhalb der Woche bei ihm vorbeischauen und einkaufen.
An der Kotel angekommen, kamen wir gerade richtig zur Thoralesung. Danach allerdings beschlossen wir, bei meiner Freundin zu essen und nicht mit zu den Machlises zu laufen. In der letzten Zeit ist es bei den Machlises nicht mehr ganz so wie früher und zuviele Leute quetschen sich auf engem Raum. Wir machten uns auf den Rückweg und erlebten somit keinen eingequetschten Schabbat.
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