Montag, Dezember 01, 2008

Obduktion der Opfer verhindern

B"H

ZAKA ist eine israelisch - haredische (ultra - orthod.) Freiwilligenorganisation, welche jüdische Opfer identifiziert und halachisch bestattungsbereit macht. Bedeutet, eventuelle Körperteile einsammelt, denn halachisch sollte alles mit in einem Grab des Verstorbenen vorhanden sein, wenn der Meschiach eintrifft und es zur Wiederauferstehung der Toten kommt.

Seitdem die Opfer des "Chabad Hauses" in Mumbai geborgen worden sind, wacht ZAKA über die jüdischen Leichen. Auf diesem Wege soll eine Obduktion verhindert werden. In Israel hingegen will man genau wissen, wann und wie die Opfer ums Leben gekommen sind. Die Angehörigen der relig. Opfer jedoch lehnen eine Obduktion strikt ab, da diese halachisch verboten ist.


Immer wieder wurde in den letzten Tagen in der israelischen Presse darauf hingewiesen, dass der getötete Rabbiner Gabriel Holzberg die Leiche seiner vor ihm getötete Frau Rivka mit einem Tallit (Gebetsmantel) bedeckt habe. Nun stellte sich heraus, dass diese Aussage nur eine Ente war.

Kommentare:

  1. Das ist ein zweischneidiges Pferd. Ich erinnere mich an einen jungen jüdischen Mann, der angeblich natürlich gestorben ist. Nach langem hin und her wurde doch noch eine Obduktion durchgeführt und festgestellt, dass der Mann an einem Schuss im Hinterkopf gestorben war und er so wurde dieser Mord entdeckt.

    Yael

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  2. B"H

    Die Halacha in allen Ehren, aber gerade in der Gerichtsmedizin gibt es Faelle, bei denen nachgeprueft werden muss. Und auf die fehlende Obduktion der relig. Mumbai - Opfer zu sprechen zu kommen:

    Nun weiss niemand den genauen Sterbezeitpunkt noch weiss man, ob die Opfer von den Terroristen oder bei der Erstuermung des Gebaeudes von indischen Sicherheitskraeften erschossen worden sind.

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