Dienstag, Dezember 08, 2009

Chanukkah und nicht xmas

B"H


Eine glänzende Idee:


http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3815175,00.html


Business dient insbesondere in Tel Aviv wieder einmal dem geschäftlichen und nicht dem moralischen Ziel der jüdischen Identität. Wer als Jude den eigentlichen Sinn des Chanukkahfestes, nämlich den Sieg der Juden über den Hellenismus, nicht verinnerlicht, der verfällt genau in die alte Zeit der Hellenisten zurück und hat nichts zu feiern.

Wenn Christen mich für den auf Leben in Jerusalem veröffentlichten Artikel einen Rassisten nennen, so stört mich das weniger. Wenn Juden dagegen die gleiche Anklage loslassen, tut mich das allerdings sehr verwundern.

Trotz Chanukkah, dem Wunder mit dem Öl, den Makkabäern (Maccabim) und G - tt, der Kampf gegen den hellenistische Ideologien dauert bis heute an. Insbesondere dann, wenn Juden meinen, die Thora wieder einmal zu ihren Gunsten ändern zu wollen.


Artikel von "Leben in Jerusalem"

B"H


Sobald ich durch das Untergeschoß des Zentralen Busbahnhofes in Tel Aviv gehe, fühle ich mich wie im Ausland. Nicht, dass das Untergeschoß überhaupt noch einen allzu israelischen Eindruck macht. Die vorhandenen Läden begrenzen sich überwiegend auf Thai - Food oder anderweitige asiatische bzw. russische Produkte. Und falls jemand abends vorbeischaut, wird er ausschließlich von thai -, philippinischer - oder russischer Musik berieselt, welche aus den hauseigenen Lautsprechern des Busbahnhofes kommt. Dazu vorwiegend Werbespots in russischer Sprache.


Und gerade jetzt findet, wie alle Jahre wieder, im Untergeschoß der Weihnachtsmarkt statt. Viele, von offensichtlich russischen Händlern geführte Stände, verkaufen Weihnachtsbäume aus Plastik (von grüner Farbe bis gold oder blau ist alles dabei). Weiterhin gibt es Weihnachtsschmuck, Santa Claus und alles, was das Weihnachtsherz halt so begehrt.




An all dem gehe ich vorbei, ohne mich in großer Beachtung zu verlieren. Trotzdem, Israel ist ein jüdisches Land und öffentlich zur Schau gestellte christliche Symbole stören mich nun mal. Als ob wir nicht schon genug Probleme mit Missionaren etc. haben.
Natürlich kann man argumentieren, dass die ausländischen Gastarbeiter schließlich das Recht haben, ihre Feiertage zu feiern. Die negative Folge besteht nur darin, dass immer mehr säkulere Israelis ebenso das Weihnachtsfest feiern wollen. Nicht aus relig. Gründen, sondern weil so ein Baum eben eine gewisse Gemütlichkeit ausdrückt. Der Baum, das Essen, die Musikberieselung und ggf. ein paar Geschenke.


Aber all diese Weihnachtsartikel öffentlich zur Schau zu stellen und zu vertreiben könnte schlimmstenfalls noch weitere Juden dazu animieren, ein Weihnachten zu begehen. Und sei es auch nur aus Fun.

Kommentare:

  1. der weihnachtsbaum ist kein ursprünglich christliches symbol. siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsbaum - dort besonders unter "geschichte".

    man könnte ja dem weihnachtsbaum eine jüdische symbolik verleihen. dann können sich alle darüber freuen.

    außer mir: ich hasse weihnachtsbäume und weihnachten

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  2. B"H

    Na, solange es nur der Baum bleibt und nicht noch der Weihnachtsmann darunter steht.:-)

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  3. @ Ari Zipor

    Wieso muß ein christlicher Pfarrer sich einen jüdisch klingenden Namen zulegen?

    (http://www.zipor.eu/)

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  4. Natürlich.
    Und wer stellt sich ein Abbild von der Astarte ins Wohnzimmer und verleiht ihr eine "jüdische" Bedeutung? Darauf kommen dann nur die allerwenigsten, weil der Unsinn viel zu offensichtlich ist.

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